Schlagwort-Archive: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon

Papst bezeichnet Palästinenserchef Abbas als „Friedensengel“

Mahmud Abbas (2009), BIld: wikimedia.org/PD

Einmal mehr sorgt Papst Franziskus mit einer gewagten Einlassung für Gesprächsstoff. Statt um das Schlagen von Kindern oder das Paarungsverhalten von Karnickeln geht es diesmal um Palästinenserchef Abbas. Den nannte Franziskus nun einen „Friedensengel“.


FOCUS ONLINE

Papst Franziskus hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei einer Privataudienz in Rom als «Friedensengel» bezeichnet. Bei dem «herzlichen» Treffen im Apostolischen Palast sei es auch um den Friedensprozess mit Israel gegangen und die Hoffnung, dass beide Seiten wieder direkte Verhandlungen aufnähmen, teilte der Vatikan am Samstag mit.

Beide Seiten äußerten sich den Angaben zufolge sehr zufrieden über ein Abkommen, in dem es um den Status der katholischen Kirche in Palästina geht. In diesem Vertrag, der bald unterzeichnet werden soll, hat der Vatikan Palästina als Staat anerkannt und damit Kritik in Israel ausgelöst.

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Palästinenser: Opfer der eigenen Elite

Palästinenser zeigen Solidarität mit den Eingeschlossenen des Flüchtlingslagers Jarmuk Jarmuk picture alliance

Das Flüchtlingslager Jarmuk am Rande der syrischen Hauptstadt Damaskus entwickelt sich nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum „Todeslager“. 18.000 Palästinenser sollen dort eingeschlossen sein. Doch auf Hilfe aus den eigenen Reihen können sie nur bedingt hoffen. Denn das palästinensische Volk ist Opfer arabischer, islamischer – und elitär palästinensischer Politik.


Von Michael Wolffsohn|Cicero

„Jarmuk“ in Damaskus ist die Hölle der Palästinenser. Bis vor Kurzem kannte kaum jemand diesen Namen. Der Jarmuk, Grenzfluss zwischen Syrien und Jordanien, ist der größte Nebenfluss des religions- und geschichtspolitisch so bedeutsamen Jordan. Jarmuk weist auf den ersten Blick also nicht unbedingt gleich auf Palästina.

Beim zweiten Blick ist klar: Wer diesen Namen für das 1957 damals bei, heute in Süd-Damaskus gelegene Lager (bis zur Zerstörung wurde es ein eher bürgerlicher Stadtteil) wählte, wollte signalisieren: Palästina ist ein Teil Syriens, es geht in Syrien auf. Der Name Jarmuk ist Programm: Palästina habe in Syrien aufzugehen. Nicht nur Palästina, auch Jordanien, welches zu Groß-Syrien, dem eigentlichen, historischen Syrien, gehörte.

Das Völkerrecht ist im Nahen Osten eine Gefahr

Historisch ist der großsyrische Gedanke belegbar, völkerrechtlich ist er überholt, obwohl er den ethnischen, bevölkerungspolitischen und religiösen Strukturen der Region organischer angepasst war als die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden künstlichen Staatengebilde Syrien, Libanon oder Jordanien. Dieser künstlichen Grenzziehung wegen brachen die Bürgerkriege aus, und wir stehen noch lange nicht am Ende dieser Entwicklung. Sie wird auch Jordanien und weitere arabisch-islamische Staaten treffen. Hart, aber wahr: Das Völkerrecht ist, so gesehen, kein Garant, sondern in diesem Fall strukturelle Gefahr für Frieden und Gerechtigkeit in Nahost.

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Geiselnahme an kenianischer Uni beendet – Dutzende Tote

16 Stunden Nervenkrieg: Kenianische Soldaten nach dem Ende des Einsatzes an der Uni in Garissa (Foto: AFP)

  • Bei einem Angriff somalischer Islamisten auf eine Universität in der kenianischen Stadt Garissa kommen mindestens 147 Menschen ums Leben.
  • Bei den meisten der Opfer handelt es sich um christliche Studenten.
  • Die USA und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilen die Attacke.
  • Zu der Tat bekennt sich die Islamistenmiliz al-Shabaab aus dem Nachbarland Somalia.


Süddeutsche.de

Schreckliche Bilanz des Angriffs: Fast 150 Tote

Bewaffnete Islamisten haben an einer Universität in der ostkenianischen Stadt Garissa am Donnerstag ein Massaker an christlichen Studenten angerichtet. Es gebe 147 Tote, teilte das nationale Katastrophenschutzzentrum am Abend mit. Unter den Opfern sind nach Angaben des Innenministeriums in Nairobi auch die vier Täter. Außerdem wurden mindestens 79 Menschen bei dem Angriff verletzt, 587 Studenten konnten gerettet werden.

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Papst spricht am 25. September vor der UN-Vollversammlung

Bild bearb. BB

Bild bearb. BB

Papst Franziskus wird während seines USA-Besuchs im September eine Rede vor der UN-Vollversammlung halten. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bestätigte am Mittwoch (Ortszeit) offiziell den für 25. September geplanten Besuch. Der Papst wird demnach im UN-Hauptquartier in New York auch mit Ban selbst sowie dem Vorsitzenden der Vollversammlung zu einem Gespräch zusammentreffen. Außerdem ist eine Begegnung mit UN-Mitarbeitern vorgesehen.


kathweb

Der Papstbesuch sei ein wichtiger Teil des “historischen” Jahres 2015, in dem die Vereinten Nationen ihr 70-jähriges Bestehen feiern, betonte Ban. Er sei zuversichtlich, dass der Besuch die internationale Gemeinschaft anspornen werde, ihre Bemühungen um eine größere soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Verständnis zugunsten der Menschenwürde für alle zu verdoppeln.

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Papst: “Wenn die Kräfte schwinden trete ich zurück”

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst äußert sich bei “fliegender Pressekonferenz” auf Rückflug aus Seoul auch über mögliche weitere Reiseziele sowie die geplante Umwelt-Enzyklika – Franziskus: Wenn die Kräfte schwinden, trete ich zurück wie Benedikt XVI.

kathweb

Papst Franziskus will die Vereinten Nationen in New York besuchen. Ein solcher Besuch lasse sich “vielleicht” mit einer zum Reise katholischen Weltfamilientag in Philadelphia im September 2015 verbinden, die er unternehmen wolle, sagte er am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon habe ihn dazu eingeladen, erinnerte Franziskus, der bei der “fliegenden Pressekonferenz” auch zu möglichen weiteren Reisezielen und dem Stand der Arbeiten an der geplanten Umwelt-Enzyklika Stellung nahm. Erneut bekundete er auch seine Absicht im Fall nachlassender Kräfte wie sein Vorgänger Benedikt XVI. als Papst zurückzutreten.

Die USA-Reise Franziskus’ zum 8. katholischen Weltfamilientag, der vom 22. bis 27. September 2015 stattfindet, war bislang noch nicht offiziell bestätigt, galt aber als sehr wahrscheinlich. Franziskus erwägt nach eigenem Bekunden zudem einen Besuch des US-amerikanischen Parlaments in Washington. Hierzu liege eine Einladung von Präsident Barack Obama vor. “Vielleicht machen wir die drei Städte zusammen”, sagte er bei der “fliegenden Pressekonferenz”. Weiter deutete er an, dass er hierbei auch einen Abstecher zum Marienwallfahrtort Guadalupe in Mexiko unternehmen könnte.

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Erdoğan wirft israelischer Politikerin “Hitler-Gesinnung” vor

Auftritt im Parlament in Ankara: der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan am 15. Juli 2014 (Foto: AFP)

Nicht nur militärisch, auch verbal eskaliert der Nahostkonflikt. Der türkische Ministerpräsident Erdoğan geißelt Israel für die Militäroffensive im Gazastreifen. Auf den Facebook-Post einer israelischen Abgeordneten reagiert er mit einem Nazi-Vergleich.

Süddeutsche.de

  • Der türkische Ministerpräsident Erdoğan kritisiert Israel scharf für das Vorgehen im Gazastreifen. Einer Knesset-Abgeordneten wirft er angesichts eines Facebook-Posts eine “Hitler-Gesinnung” vor.
  • Ministerpräsident Netanjahu will den Militäreinsatz verstärken. Bewohner des nördlichen Gazastreifens sind aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
  • Bei Luftangriffen werden Häuser der politischen Hamas-Führung zerstört.
  • Erstmals seit Beginn des jüngsten Konflikts starb ein israelischer Zivilist durch Beschuss aus dem Gazastreifen.
  • Die Zahl der getöteten Palästinenser steigt auf mehr als 200.

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Isis-Terroristen sind an Atom-Material gelangt

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Mitglieder terroristischer Gruppen sind nach Angaben der Regierung Iraks an atomares Material gelangt. Die Stoffe zu Forschungszwecken stammen aus einer Universität im Norden des Landes. Ob das Material waffenfähig ist, ist jedoch ungewiss.

FOCUS ONLINE

Aufständische im Irak sind nach Regierungsangaben an Nuklearmaterial gelangt. Die radioaktiven Stoffe stammten aus der Forschung einer Universität im Norden des Landes, teilte der Irak in einem Brief den Vereinten Nationen mit und rief die Staatengemeinschaft zur Hilfe auf, „um die Bedrohung abzuwenden, dass es von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird“. Fast 40 Kilogramm von Urangemischen seien in der Uni Mossul gelagert worden, schrieb der Botschafter des Irak bei den Vereinten Nationen, Mohamed Ali Alhakim, an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem auf den 8. Juli datierten Brief, der Reuters vorlag.

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Klimawandel: Unser aller Versagen

Das Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde (Foto: ZB)

Der Klimawandel bedroht die gesamte Menschheit. Trotzdem pustet sie weiter CO₂ in die Luft. Wollen wir denen, die nach uns kommen, wirklich ein so schreckliches Erbe hinterlassen?

Gastbeitrag von Kofi AnnanSüddeutsche.de

Als Nelson Mandela zur Förderung des Friedens und der Menschenrechte auf der ganzen Welt im Jahr 2007 die Gruppe “The Elders” ins Leben rief, einen Zusammenschluss ehemaliger Staatsmänner (und -frauen), Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und Intellektuellen, da forderte er uns dazu auf, mutig zu sein und jenen Menschen Gehör zu verschaffen, deren Stimmen sonst ungehört blieben.

Nichts verlangt diese Einmischung mehr als unser kollektives Versagen, den Klimawandel aufzuhalten.

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Er bedroht schon heute das Wohlergehen von Hunderten Millionen Menschen, und in Zukunft werden es weitere Milliarden Menschen sein. Seine Folgen untergraben das Menschenrecht auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und Schutz – allesamt Dinge, für die wir unser ganzes Leben lang gekämpft haben.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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UN machen Schutz von Christen zum Schwerpunkt

UN machen Schutz von Christen zum Schwerpunkt ©DAPD

Sonderberichterstatter Bielefeldt rückt Religionswechsel in den Fokus

WELT ONLINE

Der Schutz verfolgter Christen in islamischen Ländern rückt bei den Vereinten Nationen stärker in den Mittelpunkt. Der zuständige UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt will die Probleme von Menschen, die vom Islam zum Christentum wechselten, zum Schwerpunkt seines Jahresberichts machen, wie das Nachrichtenmagazin “Focus” am Sonntag berichtete. Jahresberichte werden der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgelegt und dort geprüft. Ein Thema kann dadurch innerhalb der UN massiv an Bedeutung gewinnen.

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