Sonnenmilch stört Spermien-Funktion

Chemische UV-Filter in gängigen Sonnencremes können die Spermienfunktion stören © Ravnikovstudio/ thinkstock
Erhöhte Unfruchtbarkeit durch Sonnenmilch? In Sonnenmilch enthaltene UV-Filter können die Funktion der männlichen Spermien stören, wie Forscher herausgefunden haben. Schon in niedrigen Dosen hemmen sie die Funktion von Ionenkanälen der Keimzellen. Einige chemische UV-Filter wirken zudem ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Progesteron. Diese Ergebnisse seien besorgniserregend, meine die Wissenschaftler.

scinexx

Sonnencremes enthalten meist chemische, teilweise auch mineralische Filtersubstanzen, die die UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren und damit die Haut schützen. Dabei werden oft mehrere Filtersubstanzen kombiniert, in einigen Sonnencremes kommen inzwischen auch Nanopartikel wie Nano-Titandioxid zum Einsatz. Schon vor einigen Jahren jedoch hatten Forscher festgestellt, dass einige chemische UV-Filter auf Wasserorganismen hormonähnlich wirken.

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Großbritannien erlaubt Genmanipulation an Embryonen

foto: apa/epa/rbm online In Großbritannien dürfen Forscher Veränderungen am Genom lebender menschlicher Embryonen im Entwicklungsfrühstadium durchführen
Forscher dürfen künftig gezielt Gensequenzen menschlicher Embryonen verändern. Sie hoffen, mithilfe der Methode Crispr/Cas9 Fehlgeburten verhindern zu können.

derStandard.at

Großbritannien hat erstmals die Genmanipulation an Embryonen zu Forschungszwecken erlaubt. Der entsprechende Antrag von Kathy Niakan vom Francis Crick Institute in London auf eine Ausweitung der bisherigen Forschungszulassung sei genehmigt worden, teilte die zuständige Behörde Human Fertilisation & Embryology Authority (HFEA) am Montag mit.

Zusatz: Die veränderten Zellen dürfen auch weiterhin nicht in Frauen eingepflanzt werden. Die Entscheidung der Behörde dürfte dennoch die ethische Debatte über Genmanipulationen am Menschen weiter anheizen.

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Polio fast besiegt – religiöse Extremisten verhindern Ausrottung

Poliovirus im Elektronenmikroskop, Bild: wikipedia

Die Ausrottung der Kinderlähmung steht aus Sicht der Weltgesundheitsbehörde WHO kurz bevor. Es wäre nach den Pocken die zweite Infektionskrankheit, die weltweit besiegt wäre. Aber kriegerische Auseinandersetzungen und vor allem islamische Extremisten gefährden die globale Gesundheitskampagne.

greenpeace magazin

«Zahlreiche islamische Sekten sprechen sich gegen die Impfung aus. Sie glauben, der Impfstoff sei nicht sicher und verursache Unfruchtbarkeit», berichtet die Sprecherin des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Nigeria, Tommi Laulajainen. In dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, der seit Monaten von Terroranschlägen erschüttert wird, sind die Poliofälle 2011 deutlich gestiegen. «Wir versuchen seit über einer Dekade, religiöse und traditionelle Führer von der Bedeutung der Impfung für die Gesundheit von Kindern zu überzeugen», sagt Laulajainen.

Schon heute ist das Virus zwar weltweit zu 99 Prozent ausgerottet. Ende 2011 gab es laut WHO nur noch rund 650 gemeldete Poliofälle. Die einprozentige Ansteckungsgefahr bleibe jedoch eine Bedrohung für den Rest der Welt, warnen Gesundheitsexperten. «Wir betrachten die globale Polio-Lage noch immer als alarmierend», sagt der stellvertretende Generaldirektor der WHO in Genf, Bruce Aylward. Das Virus unter Kontrolle zu bringen, ist ohnehin ein enorm ehrgeiziges und teures Projekt. Als in Kenia 2006 nach 22 Jahren erstmals wieder ein Polio-Fall entdeckt wurde, musste das Land zehn Millionen Dollar investieren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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Transgene Moskitos freigesetzt

Transgenes Moskito: Wissenschaftliche Grundlage fehlt - © AP

Wissenschaftlich astrein ging man dabei bisher nicht vor: Wichtige Forschungsdaten wurden nicht veröffentlicht und die betroffene Bevölkerung blieb ausgeschlossen, kritisieren Forscher vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in der Zeitschrift “PloS Neglected Tropical Diseases”. Sie fordern mehr Transparenz vor dem Start derartiger Versuche und die strenge Einhaltung von Qualitätskriterien.

austria.com

Unfruchtbarkeit als Waffe

Genetisch manipulierte Insekten sollen schädlichen Artgenossen der freien Wildbahn den Garaus machen. Sie sind teilweise oder völlig unfruchtbar, womit man Malaria, Dengue-Fieber oder Pflanzenplagen bekämpfen will. Die erste Freisetzung von Gentech-Faltern gab es 2001 bis 2011 in den USA. Seit 2009 schwirren auf den Kaiman-Inseln und seit 2010 in Malaysia Gentech-Moskitos. Auch Brasilien setzt seit kurzen Gentech-Insekten frei. England, Frankreich, Guatemala, Indien, Mexiko, Panama, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam planen bald nachzuziehen

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Bullshit Department: Scharfe Kritik an Nobelpreisvergabe

Quelle:Lupe, der SatireBlog

Den Medizinnobelpreis für den Briten Robert Edwards hält der Vatikan für falsch. Edwards trage Mitschuld an der Vermarktung von Eizellen.

WELT ONLINE

Der Vatikan hat die Ehrung des Pioniers der künstlichen Befruchtung, Robert Edwards, mit dem Nobelpreis für Medizin kritisiert. Die angekündigte Verleihung des Preises an den Briten sei „überhaupt nicht in Ordnung“, sagte der Leiter der päpstlichen Akademie für das Leben, Ignacio Carrasco de Paula, der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Ohne den britischen Wissenschaftler gäbe es „keinen Markt, auf dem Millionen von Eizellen verkauft werden“. Auch würde „nicht eine Vielzahl von Kühlschränken gefüllt mit Embryonen“ existieren, kritisierte der Geistliche, der sich im Namen des Vatikan zu ethischen Angelegenheiten äußert.

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