US-Kirchenführer prangern christlichen Nationalismus an: Keine Bevorzugung

Ein offener Brief hat schon mehrere tausend Unterstützer in den USA. Unter dem Titel „Christen gegen den christlichen Nationalismus“ fordert er dazu auf, keine Religion als zweitklassig zu behandeln.

DOMRADIO.DE

Kirchenführer verschiedener Konfessionen nehmen christlich verbrämten Nationalismus in den USA als Bedrohung für die Religionsgemeinschaften und die Demokratie wahr. Dieser Nationalismus verlange vom Staat eine Bevorzugung, heißt es in einem aktuellen offenen Brief.

Diese Haltung überschneide sich mit Vorstellungen von der „weißen Vorherrschaft“ und weise rassistische Züge auf, schreiben die Unterzeichner, die vorwiegend aus liberalen Glaubensgemeinschaften kommen.

Unterstützung für Trump kritisiert

In der Erklärung wird angedeutet, dass nicht-christliche Religionen bisweilen als zweitklassig behandelt würden. Federführend für die Brief-Kampagne unter dem Titel „Christen gegen den christlichen Nationalismus“ ist das „Gemeinsame Baptistische Komitee für Religionsfreiheit“, das sich für eine Trennung von Kirche und Staat einsetzt.

US-Präsident Donald Trump und dessen umstrittene Aussagen allein in den zurückliegenden Woche werden in dem Brief nicht namentlich genannt. Kritisiert werden hingegen eine Reihe evangelikaler Führer, die Trump aktiv unterstützen.

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USA: „Schockierende Bereitschaft, das Töten von Zivilisten eines Gegners zu befürworten“

Bild: TP

Nach einer Umfrage spricht sich ein Drittel der Amerikaner für Präventivschläge, auch nukleare, gegen Nordkorea aus, Trump-Anhänger stehen besonders auf „militärische Lösungen“

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Amerikaner waren die ersten und einzigen, die am Ende des Krieges, militärisch kaum begründbar Atombomben als Massenvernichtungswaffen einsetzten und 150.000 Menschen oder mehr mit den Angriffen auf Hiroshima und Nagasaki töteten. Das hat in den USA nicht zu größeren Reflexionen geführt, sondern nur zu Rechtfertigungen (Die US-Legende über Hiroshima und Nagasaki), zu einer Entschuldigung sieht man sich auch Jahrzehnte nicht in der Lage, auch wenn zuletzt Barack Obama immerhin 2016 als erster amerikanischer Präsident zur Teilnahme an der Gedenkfeier Hiroshima besucht hatte – mit dabei hatte Obama den „Fußball“, also den Koffer, den ein Adjutant auf Reisen stets in seiner Nähe bei sich hat, um Atomwaffen einzusetzen (Was will US-Präsident Obama in Hiroshima demonstrieren?).

Eine Umfrage, die YouGov für das Bulletin of the Atomic Scientists im Februar durchgeführt hat, erkundete die Einstellung der Amerikaner zum Einsatz von Atomwaffen gegenüber Nordkorea. Ausgangspunkt der Studie war für die Wissenschaftler Alida R. Haworth, Scott D. Sagan und Benjamin A. Valentino die Androhung von US-Präsident Donald Trump, Nordkorea – mit Atomwaffen – zu vernichten, wie er das gerade wieder gegenüber dem Iran hat, nachdem er erst einmal eine Bombardierung von iranischen Zielen als Reaktion auf den Abschuss einer Drohne unterbunden hat.

Im Fall von Nordkorea traf sich Trump mit Kim Jong-un, es kam zu einer Verbrüderung, aber Verhandlungen wurden dann wieder im Februar abgebrochen. Die Nordkoreaner machten dafür das „Gangster-ähnliche Verhalten“ von Pompeo und seinem Team verantwortlich. Die Nordkoreaner feuerten im Mai wieder Raketen ab, mit denen sich auch US-Stützpunkte angreifen ließen, Trump hielt an seinem Versöhnungskurs fest, während von Bolton und anderen aus dem Weißen Haus wieder schärfere Töne anschlugen. Die Amerikaner, so die Wissenschaftler, sind über die ambivalente Position der US-Regierung verwirrt, ob Nordkorea nun eine Bedrohung ist oder nicht. Das nahmen sie zum Ausgangspunkt, um zu prüfen, ob die Amerikaner unter diesen Bedingungen den Einsatz militärischer Gewalt und auch von Atomwaffen befürworten würden.

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Evangelikale rufen zu Gebetstag für Trump auf: Schutz vor Feinden

Bild: FB

Vertreter von evangelikal und pfingstkirchlich orientieren Verbänden und Kirchen in Amerika wollen US-Präsident Donald Trump mit einem „besonderen Gebetstag“ stärken. Noch nie sei ein Präsident so stark angefeindet worden.

DOMRADIO.DE

Führende Vertreter von mehr als 200 evangelikal und pfingstkirchlich orientieren Verbänden und Kirchen haben zu einem „Besonderen Gebetstag für US-Präsident Donald Trump“ am 2. Juni aufgerufen. Nach Ansicht der Sponsoren stehen die USA an einem „gefährlichen Abgrund“, wie der Billy Graham Evangelisierungsverband am Dienstag erklärte.

Trumps Haltungs in Kirchen umstritten 

Baptistenprediger Franklin Graham, Leiter des nach seinem 2018 verstorbenen Vater Billy benannten Verbandes, schrieb auf Facebook, Trumps Feinde wollten den Präsidenten zerstören. Noch nie sei ein Präsident so stark angefeindet worden.

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OPCW: Wurde ein Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt?

Der Chlorgas-Kanister auf dem Bett. Bild: Screenshot

Ein angeblicher vertraulicher Bericht eines technischen OPCW-Teams hält es für wahrscheinlich, dass die Gaskanister platziert und nicht von Flugzeugen abgeworfen wurden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Am 7. April 2018 soll sich nach Berichten der Weißhelme, die, finanziert vornehmlich von Großbritannien und den USA, auffälligerweise nur in den von „Rebellen“ und dschihadistischen Gruppen kontrollierten Regionen tätig sind, und der mit diesen verbundenen Syrian American Medical Society (SAMS) und des Violations Documentation Center ein Angriff mit chemischen Waffen in Douma (Duma) ereignet haben (Das lässt aufhorchen: Angeblicher Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta). Hubschrauber sollen sie abgeworfen haben. Markant blieben im Gedächtnis die Bilder von vielen Toten, von mit Wasser abgespritzten Kindern mit Sauerstoffmasken und einem Zylinder mit Giftgas hängen, der das Dach eines Hauses durchschlagen und auf ein Bett gefallen sein soll.

Damals hatten in den anderen Teilen von Ost-Ghuta die islamistischen Gruppen Faylaq al-Rahman und Ahrar al-Sham mit Damaskus und Moskau vor dem drohenden Angriff eine Evakuierung vereinbart. Die Gruppe Jaysh al-Islam, die Duma kontrollierte, wollte hingegen nicht abziehen. Am Tag vor dem auslaufenden Ultimatum geschah dann der Angriff mit dem Giftgas, dann verließen auch Jaysh al-Islam mit Kämpfern und Familien über den Korridor Duma Richtung Idlib oder Afrin.

Im Westen waren sich die meisten Regierungen und Medien einig und schnell bei der Hand mit der Schuldzuweisung. Ohne mehr als die Aussagen und Bilder der Weißhelme zu kennen, war es für sie klar, dass es sich um einen Angriff der syrischen Truppen gehandelt habe. Assad und Moskau wurden verantwortlich gemacht. US-Präsident Donald Trump ließ, sekundiert von Briten und Franzosen, am 14. April, obgleich die OPCW-Inspektoren bereits in Damaskus waren, einige Orte in Syrien bombardieren, die Teile des angeblich noch nicht beendeten Giftgasprogramms sein sollten. Damit konnte man dann auch noch unterstellen, dass Syrien die Chemiewaffenkonvention, der es 2013 beigetreten ist, verletzt haben soll, weil nicht alle Chemiewaffen zerstört worden seien.

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US-Polizei dringt in venezolanische Botschaft in Washington vor

Polizei dringt gewaltsam in die Botschaft vor. Bild: Partnership for Civil Justice Fund

Beamte wollen Übergabe an Gegenbotschafter erzwingen. Oppositionsvertreter will US-Militärs treffen

Harald Neuber | TELEPOLIS

Nachdem in Venezuela Parlamentspräsident Juan Guaidó mit einem erneuten Umsturzversuch gescheitert ist (Juan Guaidó scheitert mit Putschversuch in Venezuela) ist, gehen seine Anhänger vor allem in den USA zunehmend aggressiv gegen Vertreter der Regierung und deren Unterstützer vor. Dabei erhalten sie Rückendeckung von der US-Regierung, die international für eine Regime-Change in dem südamerikanischen Land wirbt.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Guaidó umgehend als Staatspräsident anerkannt, nachdem dieser sich Ende Januar selbst ernannt hatte. Angesichts ihres bisherigen Scheiterns plädieren Vertreter der venezolanischen Opposition um Guaidó nun immer offener für ein militärisches Eingreifen der USA (Guaidó verliert weiter Rückhalt und spielt wieder mit einer Intervention).

Die Eskalation zeigt sich dieser Tage vor der venezolanischen Botschaft in Washington. Das Gebäude wird von dem Vertreter Guaidós, Carlos Vecchio, beansprucht. Die US-Regierung hat den Oppositionellen als Botschafter des selbsternannten Übergangspräsidenten anerkannt. Das Problem: Präsident Maduro ist weiterhin im Amt und weigert sich, die Botschaft aufzugeben. Hilfe bekamen die von Maduro entsandten Diplomaten von US-Aktivisten, die die Räume der venezolanischen Botschaft in Washington besetzten, um eine Übernahme durch die Gegendiplomaten zu verhindern.

Nach Medienberichten verschaffte sich die Washingtoner Metropolitan Police am gestrigen Montag gewaltsam Zugang zu der venezolanischen Botschaft, indem sie mehrere Schlösser aufbrach. Dort überreichten die Beamten den Aktivisten, die sich seit Mitte April im Gebäude befinden, ein Räumungsdokument ohne Unterschrift. Die Polizisten zogen sich danach wieder zurück und die Aktivisten blieben in dem Gebäude. „Die Demonstranten innerhalb und außerhalb des Gebäudes kritisierten die Aktion als Verstoß gegen die Wiener Vereinbarung (über diplomatische Beziehungen)“, schrieb der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur, der im Venezuela-Konflikt eine regierungsnahe Position einnimmt.

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Streit um Atomabkommen— Iran lehnt Trumps Gesprächsangebot ab

Bild: tagesschau.de

Irans Präsident Rouhani hat das Gesprächsangebot von US-Präsident Trump vorläufig abgelehnt. Trump solle zuerst den Teilausstieg aus dem Atomabkommen und die Sanktionen zurücknehmen.

tagesschau.de

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat das Gesprächsangebot von US-Präsident Donald Trump vorläufig abgelehnt. „Kapitulation ist mit unserer Mentalität und Religion nicht vereinbar und wir werden daher in dieser Situation auch nicht kapitulieren“, sagte Rouhani laut Webportal des Präsidialamts.

Er schloss Verhandlungen mit Trump nicht gänzlich aus. Seine Bedingung sei jedoch, dass der US-Präsident zunächst den Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und die Sanktionen gegen Teheran zurücknehme.

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Religiotie – Trump: Gebet ist ‚das Mächtigste das es gibt’

Bild: FB

Anlässlich des nationalen Gebetstages begrüßte der US-Präsident ungefähr 100 Vertreter von Glaubensgemeinschaften im Weißen Haus. Er bekannte sich erneut zum Schutz der Religionsfreiheit.

kath.net

„Amerika glaubt an die Kraft des Gebetes“, sagte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung am Vorabend des Nationalen Gebetstages. „Es ist das Mächtigste das es gibt.“

Trump sprach am Abend des 1. Mai vor etwa 100 Vertretern von Glaubensgemeinschaften und Mitgliedern seiner Regierung im Bankettsaal des Weißen Hauses. Unter den Gästen waren Christen, Moslems, Juden, Sikhs und Hindus.

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Unter Klimawandel-Leugnern: Wo sich ihre Argumente verbreiten und sie Unterstützer finden

Der bekannteste Leugner des menschengemachten Klimawandels ist wahrscheinlich US-Präsident Donald Trump. Wenn es Kältewellen in den USA gibt, wundert er sich, was denn mit der globalen Erwärmung geschehen sei. Kürzlich erst ernannte er einen erklärten Skeptiker als Leiter einer Konferenz zum Klimawandel.

Fabian Schmidt | bento

In der deutschen Politik herrscht dagegen weitgehender Konsens darüber, dass sich die Erde wegen menschengemachter Einflüsse erwärmt – hauptsächlich bei der Frage, wie man darauf reagieren sollte, wird sich gestritten. Von den im Bundestag vertretenen Parteien leugnen nur große Teile der AfD den menschengemachten Klimawandel – und setzen im Europawahlkampf gezielt darauf. (SPIEGEL ONLINE)Doch auch in Deutschland verbreiten sich die Theorien und Thesen der Klimawandel-Leugner – hauptsächlich im Internet. In Blogs veröffentlichen Skeptiker und Hobby-Wissenschaftler ihre Gedanken – und auf Facebook werden ihre Beiträge geteilt und Diskussionen angestoßen.

Unter Klimawandel-Leugnern

Ich will wissen, wie die Szene agiert, welche Argumente sie nutzt – und wie sich ihre Thesen verbreiten. Ich erstelle ein neues Facebook-Profil, trete in die Gruppen der Klimawandelleugner ein und like Seiten, in denen an der Erderwärmung gezweifelt wird.

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Trump will Muslimbruderschaft zu Terrororganisation erklären: Beobachter prognostizieren außenpolitische Folgen

US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die ägyptische Muslimbruderschaft als ausländische Terrororganisation einzustufen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, bestätigte am Dienstag die Pläne des Präsidenten.

DOMRADIO.DE

Zuerst hatt die „New York Times“ darüber berichtet. Die Entscheidung soll laut dem Blatt während eines privaten Gesprächs zwischen Trump und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi am 9. April gefallen sein. Bei dem Treffen ohne Medienvertreter soll al-Sisi Trump zu dem Schritt aufgefordert haben. Die diplomatischen Dienste seien daraufhin angewiesen worden, Sanktionspläne gegen die Organisation zu erarbeiten. Die Muslimbruderschaft, eine der mitgliederstärksten islamischen Organisationen weltweit, zählt zu den schärfsten Widersachern des ägyptischen Präsidenten.

Trumps nationaler Sicherheitsberater John Bolton und Außenminister Mike Pompeo unterstützen nach Angaben hoher Beamter den Sanktionskurs gegen die Bruderschaft. Das Verteidigungsministerium sowie andere Teile in Trumps Regierung haben hingegen nach bisherigen Informationen politische und rechtliche Bedenken geäußert.

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Trump schafft schlechtes Klima für Juden

Bild: FB

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat nach dem Attentat in einer Synagoge in Kalifornien US-Präsident Donald Trump für ein verschärftes Klima in Politik und Gesellschaft verantwortlich gemacht. „Das ist gefährlich, auch für die jüdische Gemeinschaft in den USA“, sagte Klein den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Montag). „Wir sehen in den USA das, was wir auch in Deutschland beobachten: Der Hass gegen Juden äußert sich enthemmter.“

evangelisch.de

Bei einer Schießerei in einem Gottesdienst in einer Vorstadt von San Diego wurde am Samstag eine Frau getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt. Der Schütze ist nach Medienberichten ein 19-Jähriger, gegen ihn wird wegen Verdachts auf einen rechtsradikalen Hintergrund ermittelt. Der Samstag war der letzte Tag des jüdische Pessachfestes.

Der Antisemitismusbeauftragte warnte außerdem vor möglichen negativen Folgen von Trumps Außenpolitik für Juden.

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US-Präsident kondoliert Papst nach Brand von Notre-Dame

Trump bietet im Telefonat mit Franziskus Hilfe für den Wiederaufbau der Kathedrale an

kath.net

US-Präsident Donald Trump hat Papst Franziskus nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame telefonisch sein Beileid bekundet. „Papst Franziskus hat diesen Nachmittag einen Anruf des Präsidenten der Vereinigten Staaten Amerikas, Donald Trump, erhalten, welcher dem Papst angesichts der Zerstörung der Notre-Dame-Kathedrale im Namen der Amerikaner ihre Nähe versicherte“, twitterte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Mittwochabend auf Englisch. Trump hatte zuvor ebenfalls auf Twitter von seinem Telefonat mit dem katholischen Kirchenoberhaupt berichtet. Demnach bot er Franziskus für den Wiederaufbau auch Hilfe amerikanischer Experten an.

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Potus und seine Grenzprobleme

Am 7. März an der Grenze bei El Paso. Bild: CBP

Trump schasst angesichts wachsender Migrantenzahlen und seiner bislang gescheiterten Mauerpolitik die zuständige DHS-Ministerin Nielsen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump ist konfrontiert mit einer Rekordwelle von Migranten, die über die Grenze aus dem Süden ins Land strömen und die US-Behörden heillos überfordern. Vermutlich ist gerade die seit dem Präsidentschaftswahlkampf angekündigte Schließung der Grenze zu Mexiko der Grund, warum jetzt noch schnell viele aus den mittelamerikanischen Ländern in die USA gelangen wollen. Trump behauptet: „Das Land ist voll.“

Die Grenze mit einer Mauer schließen, wollte bereits George W. Bush nach den Anschlagen von 9/11, die allerdings mit der Migration aus Mittelamerika nichts zu tun hatten, aber dem Willen geschuldet waren, das amerikanische Territorium möglichst vom Ausland abzuschotten. Entsprechend kletterte die Zahl der Migranten, die an der Grenze gefasst wurden, wieder in die Höhe. Der Plan, im Süden eine Hightech-Mauer zu errichten, versandete nach ein paar Kilometern auch aufgrund der hohen Kosten und wurde unter Obama nicht mehr wirklich verfolgt, was die Zahl der illegalen Grenzübertritte wieder sinken ließ. 2000 wurde eine Rekordzahl von über 1,6 Millionen Migranten, die beim Grenzübertritt gefasst wurden, verzeichnet. Bis 2017 waren es nur noch ein Fünftel oder ein Viertel.

2018 stiegen die Festnahmen von 310.000 auf über 400.000 an. Die Grenzschutzbehörde CBP prognostizierte zwar für 2019 die Zahl von 270.000, aber das ist völlig unrealistisch. Schon in den Monaten Januar und Februar wurden an der Südwestgrenze mehr als 100.000 illegale Migranten festgenommen, doppelt so viele wie 2018 im selben Zeitraum. Darunter sind viele Familien und Kinder.

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Die USA und die Nato – Alle für einen – oder doch nicht?

Stoltenberg dankt den USA für ihre Unterstützung. Bild: tagesschau 03.04.2019

Wenn Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg auftritt, erntet er meist Respekt, häufig auch Zustimmung. Doch stehende Ovationen, minutenlangen Applaus – das ist der nüchterne 60-jährige Norweger nicht gewohnt.

Von Fredy Gsteiger | SRF

Doch genau damit quittierten republikanische wie demokratische Abgeordnete seinen Auftritt vor beiden Kammern des US-Kongresses. Stoltenberg ist der erste Chef einer internationalen Organisation, dem diese Ehre zuteil wurde.

Glaubwürdigkeit basiert nicht nur auf Feuerkraft

Der Jubel war aber nicht nur Bekräftigung des Nato-Chefs, sondern ebenso Kritik an US-Präsident Donald Trump. Er ist ein Nato-Skeptiker, schliesst gar einen Austritt der USA aus der Organisation, die sie selber ins Leben gerufen haben, nicht aus.

Er pöbelt und beschädigt so die Abschreckungswirkung der Allianz. Deren Glaubwürdigkeit basiert nicht nur auf Feuerkraft, sondern mehr noch auf dem Prinzip «alle für einen». Will heissen: Wird ein Land angegriffen, eilen ihm sogleich sämtliche Bündnispartner zu Hilfe.

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Im Kampf um die geplante Grenzmauer zu Mexiko – Bistum muss Trump-Regierung Zugang zu kirchlichem Land gewähren

Bild: © sherryvsmith/Fotolia.com

Die US-Regierung schreckt nicht davor zurück, die katholische Kirche zu verklagen: Jetzt hat ein Gericht in Texas entschieden, dass die Kirche Zugang zu kirchlichem Land an der Grenze gewähren muss. Es geht um die geplante Grenzmauer zu Mexiko.

katholisch.de

Im Kampf um die von ihm geforderte Grenzmauer zu Mexiko kann US-Präsident Donald Trump einen kleinen Sieg verbuchen – und das ausgerechnet gegen die katholische Kirche. Ein Richter im US-Bundesstaat Texas entschied am Mittwoch (Ortszeit), dass das an der Grenze zu Mexiko liegende Bistum Brownsville der Trump-Regierung erlauben muss, auf kirchlichem Land Untersuchungen für den geplanten Mauerbau vorzunehmen. Allerdings gestattete der Richter dem Bistum gleichzeitig, der Regierung Auflagen für die Untersuchungen zu erteilen.

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Trump: Der Vatikan hat die höchste Mauer von allen

In den USA tobt ein Streit um die Finanzierung einer Grenzschutzerweiterung an der Südgrenze. US-Präsident Trump erinnerte diese Woche daran, dass eine Mauer an sich nicht unmoralisch sei.

kath.net

In der Diskussion rund um den Grenzsschutz zwischen den USA und Mexiko und der Finanzierung einer möglichen Mauer bzw. Grenzschutz-Erweiterung durch den US-Kongress hat US-Präsident Donald Trump diese Woche daran erinnert, dass es auch eine Mauer rund um den Vatikan gäbe. Daher könne laut Trump eine Mauer an sich nicht unmoralisch sein. „Wenn sie sagen, dass eine Mauer unmoralisch sei, dann sollten sie sich auch um den Vatikan annehmen, denn der Vatikan hat die höchste Mauer von allen.“, sagte Trump laut US-Medien. Mauer funktionieren laut Trump zu 100 %.

Türkisches Militär und Milizen bereiten sich auf Angriff auf syrische Kurden vor

Mit dem Deal mit Erdogan gibt Trump die bislang verbündeten Kurden zum Abschuss frei, es sei denn Europäer übernehmen die Schutzfunktion

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach dem Deal zwischen US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan scheint das Schicksal der syrischen Kurden und ihrem Projekt einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft besiegelt zu sein. Zuvor hatte schon Russland aus geostrategischen Gründen die Türken nicht nur in Afrin einmarschieren lassen, sondern auch den Luftraum für Kampfflugzeuge freigegeben.

Was die beiden Präsidenten ausgemauschelt haben, ist im Wesentlichen unbekannt, es könnte allerdings auch nur darin bestehen, dass die Türkei wieder stärker an die USA heranrückt, der Handel ausgebaut wird und Ankara gleich für Milliarden Patriot-Raketenabwehrsysteme kauft, während Trump das von den Kurden kontrollierte Gebiet in Syrien der Türkei überlässt, die dort machen kann, was sie will, sofern ausgerechnet sie den Kampf gegen den Islamischen Staat weiterführt.

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Trump vertraut Erdogan, den IS „auszurotten“

Archivbild aus dem Jahr 2017: Der türkische Präsident Erdogan (li.) soll sich um den IS kümmern, meint US-Präsident Donald Trump. – APA/AFP/OLIVIER DOULIERY

Der türkische Präsident habe Trump in einem Telefonat zugesichert, die Jihadistenmiliz zu besiegen. Der US-Präsident hält den türkischen Staatschef für einen „Mann, der das kann“.

Die Presse.com

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesichert, die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vollständig zu besiegen. Erdogan habe ihn darüber informiert, dass er „ausrotten wird, was auch immer von ISIS in Syrien übriggeblieben ist „, schrieb Trump in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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Weg frei für türkische Offensive in Syrien

Syrische Kurden verlieren mit US-Abzug ihren wichtigsten Verbündeten – APA/AFP/DELIL SOULEIMAN

Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug aller US-Soldaten aus Syrien ist der Weg frei für eine neue Offensive der Türkei gegen die syrischen Kurden.

Die Presse.com

Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug aller US-Soldaten aus Syrien ist der Weg frei für eine neue Offensive der Türkei gegen die syrischen Kurden. Die US-Truppen waren bisher der wichtigste Verbündete und beste Schutz für die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die rund ein Drittel des syrischen Territoriums kontrollieren.

Doch ohne die Unterstützung der USA wird den Kurden wohl keine Wahl bleiben, als Machthaber Bashar al-Assad um Schutz zu ersuchen.

Trump habe mit dem Befehl zum Abzug „grünes Licht für eine türkische Offensive“ gegeben, sagt der Kurden-Experte Mutlu Civiroglu. Wenn die US-Truppen wirklich abzögen, werde die Türkei umgehend eine Offensive starten. Ankara ist die US-Militärhilfe für die YPG seit jeher ein Dorn im Auge, da die syrische Kurdenmiliz eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit 1984 gegen den türkischen Staat kämpft.

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Laut CIA befahl der saudische Kronprinz den Mord an Khashoggi

Nach Auffassung des CIA hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman den Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi angeordnet. (Bild: Amir Levy / Reuters Archiv)

Nach Auffassung des US-Auslandgeheimdienstes CIA hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet. Dies berichtete die «Washington Post» am Freitag. Riad bestreitet eine Beteiligung des Kronprinzen am Mord.

Neue Zürcher Zeitung

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA kommt nach Medienberichten zur Einschätzung, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet hat. Riad bestritt bisher jegliche Beteiligung des Kronprinzen am Mord. Die CIA sei zu dieser Schlussfolgerung gekommen, nachdem sie mehrere Quellen ausgewertet habe, darunter ein Telefongespräch zwischen dem Bruder des Kronprinzen und Khashoggi, berichtete die «Washington Post» am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Bei dem Telefonat habe Khalid bin Salman Khashoggi gesagt, dass er in das saudische Konsulat nach Istanbul gehen soll, um Dokumente abzuholen, schrieb die Zeitung. Er habe dem Journalisten zugesagt, dass dies sicher sei. Khalid bin Salman ist saudischer Botschafter in den USA. Er habe den Anruf auf Anordnung seines Bruders getätigt.

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Trump befreit Arbeitgeber von Versicherungspflicht für Pille

Picture: Tiffany Trump/Facebook

Mit einer neuen Regelung will US-Präsident Donald Trump Arbeitgebern ermöglichen, ihren weiblichen Angestellten den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln im Rahmen ihrer Krankenversicherung zu verweigern.

DOMRADIO.DE

Laut Medienberichten (Freitag) soll der Versicherungsschutz für Verhütungsmittel Ausnahmen aus religiösen und moralischen Gründen erlauben. Bislang sind die meisten Unternehmen verpflichtet, kostenlose Empfängnisverhütung mitzuversichern.

Regelung soll in zwei Monaten in Kraft treten

Die katholische Kirche, Evangelikale und konservative Gruppen fordern seit langem, die bisherige Praxis zu ändern. Die Ankündigung löste dagegen heftige Proteste von Frauen- und Bürgerrechtlern aus. In Kalifornien und Pennsylvania gibt es Klagen gegen das Vorhaben.

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