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Washington will neue nukleare Cruise Missiles bauen

AGM-86 ALMC (air launched cruise missile), ein Marschflugkörper, der mit einem Nuklearsprengkopf von B-52-Bombern abgeschossen werden kann. Bild: DoD
AGM-86 ALMC (air launched cruise missile), ein Marschflugkörper, der mit einem Nuklearsprengkopf von B-52-Bombern abgeschossen werden kann. Bild: DoD
Politisch ist es längst beschlossene Sache: Die USA modernisieren ihre Atomwaffen (Zurück im Kalten Krieg und im atomaren Wettrüsten). Zwar hatte Barack Obama 2009 die Vision einer Welt ohne Atomwaffen ausgerufen. Doch dann musste er den Republikanern im amerikanischen Kongress entgegenkommen, damit sie dem New-Start-Abrüstungsabkommen mit Russland zustimmen.

Von Dirk Eckert | TELEPOLIS

Und die setzten höhere Rüstungsausgaben durch: Sämtliche Atomsprengköpfe und ihre Trägersysteme sollen nun schrittweise durch neue ersetzt werden. Entsprechend beantragte Obama für den Haushalt 2017 Milliarden Dollar für neue Interkontinentalraketen, neue Flugzeuge und U-Boote. Und auch 95,6 Millionen Dollar für die Entwicklung eines neuen, nuklear bestückbaren Marschflugkörpers.

Doch kaum ist die Modernisierung angelaufen, da kommen erste Zweifel. Die Kosten für die Neuentwicklung des neuen Marschflugkörpers (Long Range Stand-Off Weapon – LRSO) werden mit 10 bis 20 Milliarden Dollar in 30 Jahren beziffert. Die Organisation Ploughshares Fund kommt in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass der neue Marschflugkörper strategisch unnötig und extrem teuer ist und außerdem nicht mehr, sondern weniger Sicherheit bringt.

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Pfizer untersagt Nutzung seiner Substanzen für Hinrichtungen

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  • Pfizer verspricht, die Nutzung von sieben seiner Produkte bei Hinrichtungen in den USA zu verhindern.
  • Damit folgt der US-Konzern 24 anderen Herstellern.
  • Wegen des Boykotts sind US-Gefängnisse von der Versorgung mit zugelassenen Substanzen für den „Giftspritzen-Cocktail“ abgeschnitten.
  • Bundesstaaten wie Texas haben bereits dubiose Alternativen entwickelt.

Von Johannes Kuhn | Süddeutsche.de

Langsam, sehr langsam stirbt die Todesstrafe in den USA – und jetzt leistet auch Pfizer Beihilfe. Der Pharmakonzern hat angekündigt, künftig dafür zu sorgen, dass keines seiner Produkte mehr für die staatliche Tötung durch Injektionen verwendet wird.

Laut der Anti-Hinrichtungs-Organisation Reprieve blockieren damit alle 25 Pharmafirmen, deren Substanzen in den USA zur staatlichen Tötung verwendet werden, den Verkauf zu diesem Zweck. Damit ist kein von der US-Gesundheitsbehörde Federal Drug Administration (FDA) zugelassenes Mittel mehr auf dem Markt erhältlich, um Hinrichtungen durchzuführen. Vor Pfizer hatten bereits zahlreiche andere Pharmakonzerne Verkaufsstopps verkündet, die EU verhängte 2011 ein Exportverbot.

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CDL: Embryonenschutz darf in Deutschland keinesfalls gelockert werden

Image of the embryos having developed to the blastocyst stage 80 hours after launch. Image: Enkui Duan. prep.: bb
Image of the embryos having developed to the blastocyst stage 80 hours after launch. Image: Enkui Duan. prep.: bb
Christdemokraten für das Leben: „Versuche, wie sie dieser Tage in den USA und Großbritannien am Menschen durchgeführt werden, beobachten wir mit größter Besorgnis und lehnen wir ab, weil sie gegen die Menschenwürde verstoßen.“

kath.net

Forschern der Rockefeller Universität (USA) und des King’s College in Cambridge (Großbritannien) ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter zu züchten und diese 13 Tage am Leben zu erhalten. Doch diese „Entwicklung in der jüngsten Forschung anerkennt offensichtlich keine ethischen, sondern nur noch dünne rechtliche Grenzen. Nur aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sowohl in den USA als auch in Großbritannien konnte das Experiment über diesen Zeitraum hinaus nicht ausgedehnt werden. Bislang ist die Kultivierung extrakorporal erzeugter menschlicher Embryonen durch In Vitro Fertilisation (IVF) über den Zeitraum von zwei Wochen hinaus gesetzlich verboten. Jedes menschliche Leben beginnt aber mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle; jeder Embryo ist also bereits ein Mensch. Nichts rechtfertigt wissenschaftliche Experimente mit menschlichem Leben, an deren Ende der Tod zu Forschungs- oder Selektionszwecken steht.“ Das erklärte Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel.

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Pentagon bereitet Offensive auf Mossul mit schweren Waffen vor

Das Pentagon schickt das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) nach Syrien und in den Irak. Bild: DoD
Das Pentagon schickt das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) nach Syrien und in den Irak. Bild: DoD
Wieder einmal sind die USA in Syrien abhängig von den Russen, um den Waffenstillstand wieder herzustellen, nachdem die Kämpfe um Aleppo wieder voll entbrannt sind (Aleppo: Jaish-al-Islam, Wolf im Schafspelz). US-Außenminister Kerry erklärte in Genf, dass man auf die Kooperation Russlands setze. Am Sonntag hatte die syrische Armee in Aleppo einseitig die Waffen schweigen lassen.

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die USA wollen mit den Russen über die Einrichtung von Sicherheitszonen in der Stadt verhandeln, wo Zivilisten, aber auch die so genannten Mitglieder der „gemäßigten Opposition“ vor Angriffen der syrischen Luftwaffe geschützt wären. Unwahrscheinlich, dass Russland das Assad-Regime zur Umsetzung der Sicherheitszonen unter Druck setzt, so lange nicht mindestens auch die salafistischen Gruppen Jaish Al-Islam und Ahrar al-Sham, die eng mit al-Nusra kooperieren, als Terrorgruppen gelistet und damit bekämpft werden können.

Nach der Revolte von Anhängern des schiitischen Predigers al-Sadr, die nach wochenlangen Protesten in die an sich schwer gesicherte Green Zone in Bagdad eindringen und die Politiker aus dem Parlament vertrieben haben, wird auch die Lage im Irak für Washington schwierig (Iraks Regierung versinkt im Chaos). Zwar sind die Sadr-Anhänger wieder abgezogen, aber sie verlangen eine neue Regierung. Gerade war noch US-Vizepräsident Biden im Irak gewesen und war voll des Lobes für den von den USA installierten Ministerpräsidenten Abadi, da mit diesem der Islamische Staat zurückgedrängt werden konnte. Die Hoffnung ist, dass nun die Offensive wirklich in größerem Umfang gestartet werden kann, um Mossul einzunehmen. Das allerdings könnte sich zu einer ähnlichen Katastrophe entwickeln, in die nun wieder einmal Aleppo versinkt.

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Bibel in US Top Ten beanstandeter Bücher

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Während für die einen die Religionen das Grundübel heutiger Gewaltspiralen sind, sind sie für andere Quelle einer Haltung der Gewaltlosigkeit. Verwiesen wird auf die Verfolgung von Christen oder einen radikalen Islam. Nun kommt aus den USA die Nachricht, dass dort die Bibel erstmals unter den zehn am häufigsten beanstandeten Büchern gelandet ist.

kath.ch

Die Bibel ist in den USA erstmals in den Top Ten der am häufigsten beanstandeten Büchern aufgetaucht. Laut einer am Mittwoch, 13. April, veröffentlichten Statistik der US-Bibliothekars-Vereinigung «American Library Association» landete sie auf dem sechsten Platz. 2015 gab es demnach 275 schriftliche Beschwerden über die Bibel. Beanstandet würden vor allem Gewalt und Sexualität.

James LaRue vom «Büro für intellektuelle Freiheit» der Bibliothekarsvereinigung erklärte, die Beschwerden kämen vor allem aus dem Süden und Südwesten der USA. Einige konservative US-Politiker zitierten die Erhebung am Mittwoch als einen Beleg dafür, wie sehr Christen in den USA unter Druck stünden.

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EU droht USA und Kanada mit Visumpflicht

Bild: http://www.access.de
Dass beide Staaten Bürgern bestimmter östlicher EU-Länder noch immer Visa vorschrieben, sei inakzeptabel, so die EU-Kommission. Die Pflicht solle bis 12. April fallen – sonst gebe es Gegenmaßnahmen.

Die Presse.com

Die EU-Kommission droht den Vereinigten Staaten und Kanada mit Visumpflicht, sollten diese nicht auch allen EU-Bürgern eine visafreie Einreise erlauben. Wenn bis 12. April, also kommenden Dienstag, nicht volle gegenseitige Visumfreiheit herrsche, sei die Kommission verpflichtet, eine auf zwölf Monate befristete Suspendierung der Visumfreiheit für solche Drittstaaten (gemeint sind die USA und Kanada) vorzuschlagen, sagte eine Kommissionssprecherin am Freitag in Brüssel.

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Soziologe: Religionsphobie unter Vertretern des „Neuen Atheismus“

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Manche Vertreter des neuen Atheismus haben nach Ansicht des deutschen Religionssoziologen Gert Pickel aus ihrer Abneigung gegenüber dem Glauben eine Phobie vor allen Religionen entwickelt.
 

kathpress

Zu den Ursachen für diese Angst zählten neben einem generellen Nichtverstehen der Haltungen gläubiger Menschen, die Sorge vor religiös motivierter Gewalt sowie vor einer möglichen Einschränkung individueller Freiheit, schilderte der an der Universität Leipzig lehrende Wissenschaftler im Interview der „Salzburger Nachrichten“ (SN) am Dienstag. Religion gelte „per se als etwas Antimodernes“, so Pickel: „Man befürchtet, dass damit das Rad der Zeit zurückgedreht wird. Da ist die Sorge groß, dass Religion und Kirche zu enge Grenzen setzen und den Einzelnen übermäßig kontrollieren.“

Die Abneigung gegen jedwede Religion sei bei manchen „so stark, dass man sie auch als Angstzustand beschreiben kann“, sagte der Religionssoziologe und verwies dazu etwa auf den britischen Wissenschaftler und Atheisten Richard Dawkins. Umgekehrt könne man in einigen Ländern wie den USA oder Israel aber auch eine Art „Atheismusphobie“ beobachten, fügte Pickel hinzu. Viele religiöse Amerikaner etwa hätten „massive Angst vor Atheisten und Säkularen“.

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Erdogan wirft Obama Hinterlist vor

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US-Präsident Obama kritisiert öffentlich die Gängelung der türkischen Presse. Der türkische Präsident Erdogan verteidigt sich – und teilt selbst aus.

Frankfurter Rundschau

Zwischen den Nato-Partnern USA und Türkei verschärft sich der Ton im Streit über die Pressefreiheit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft seinem US-Kollegen Barack Obama vor, hinter seinem Rücken den Umgang der Türkei mit der Pressefreiheit kritisiert zu haben – das berichtete die Tageszeitung „Hürriyet“ am Sonntag. „Ich war traurig, als ich von der Erklärung erfuhr, die hinter meinem Rücken abgegeben wurde. Während meines Gesprächs mit Obama kam das Thema nicht auf den Tisch“, habe Erdogan gesagt. Obama hatte sich besorgt über die Pressefreiheit in der Türkei geäußert. Er habe Erdogan gemahnt, keine Strategie der Repression zu verfolgen und die demokratische Debatte in dem Land nicht zu stoppen, sagte der US-Präsident. Auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz attackierte Erdogan.

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USA: Türkische Sicherheitskräfte greifen Reporter an

Erdo_IS

Beim Besuch des türkischen Präsidenten in den Vereinigten Staaten attackieren seine Sicherheitskräfte missliebige Reporter und Demonstranten. Die Reaktion aus dem Weißen Haus kommt prompt.

Frankfurter Allgemeine

Vor einer Rede des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington ist es zu Vorfällen zwischen Sicherheitskräften und Journalisten gekommen. Reporter vor Ort berichten von chaotischen Szenen vor dem Brookings-Institut, wo Erdogan später sprach. Dort hatten sich auch mehrere Demonstranten versammelt.

Es soll zu Rangeleien zwischen türkischen Sicherheitskräften und Journalisten gekommen sein. Reporter vor Ort berichteten von chaotischen Szenen. Ein Journalist sei von türkischen Sicherheitskräften abgeführt worden, ein anderer sei getreten worden, schreiben Journalisten im Kurznachrichtendienst Twitter. Einem Kameramann hätten sie verboten, Filmaufnahmen zu machen.

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Meeresspiegel: Anstieg doppelt so hoch wie gedacht?

Eiskante des antarktischen Sorsdal-Gletschers. © Robert Ricker, NOAA/NOS/ORR
Land Unter: Neuen Modellen nach könnte der Meeresspiegel-Anstieg doppelt so stark ausfallen wie bisher prognostiziert. Der Grund: In bisherigen Modellen wurden zwei glaziale Prozesse nicht erfasst oder stark unterschätzt, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Durch sie könnte allein das abtauende Eis der Antarktis bis 2100 einen Meter zum Meeresspiegel-Anstieg beitragen – das ist zweimal so viel, wie von der IPCC vorhergesagt.

scinexx

Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel, heute so schnell wie seit 3.000 Jahren nicht. Schon jetzt beginnen selbst vor den Küsten der USA, Inseln im Meer zu versinken, die Gezeiten haben sich verändert und die Eisschmelze in der Westantarktis gilt bereits als unumkehrbar.

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Amerikaner haben nichts gegen Folter

Nach einer Reuters-Umfrage ist in den USA die Angst vor einem Terroranschlag hoch, man fürchtet jedoch eher, einem amerikanischen Amokläufer ausgeliefert zu sein

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Donald Trump hätte nicht solche Erfolge, wenn er nicht sagen würde, was viele Amerikaner denken. So hatte er unter vielem anderem erklärt, dass er eigentlich befürworten würde, Terrorverdächtige zu foltern, zumindest mit „water boarding“, was unter Bush zu den „verschärften Verhörmethoden“ zählte und praktiziert wurde. Er drohte auch an, als Präsident schärfere Maßnahmen gegen die Bösen zu befürworten und den Islamischen Staat schlicht mit Bomben auszuradieren („bomb the hell out of ISIS“).

Eine repräsentative Reuters/Ipsos-Umfrage, die Ende März nach den Anschlägen in Brüssel durchgeführt wurde, macht nun klar, dass Trump den Willen des Volkes äußerte. 63 Prozent erklärten, dass Folter gegenüber verdächtigen Terroristen oft oder manchmal gerechtfertigt sei, um Informationen zu erhalten. Nur 15 Prozent sagten, Folter sollte niemals verwendet werden. 82 Prozent der Anhänger der Republikaner haben grundsätzlich nichts gegen Folter, aber auch 53 Prozent der Demokraten.

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USA: Waffenverkäufe an Golfstaaten für 33 Milliarden Dollar

Apache-Kampfhubschrauber. Bild: Britische Armee/Open Government Licence
In den vergangenen 11 Monaten haben die USA ihre Waffenkammer für den Nahen Osten großzügig geöffnet

Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Die USA haben im vergangenen Jahr für kräftigen Waffennachschub im Krisenherd Naher Osten gesorgt. Seit Mai 2015 hat das US-Außenministerium Waffenverkäufe an Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) in Höhe von 33 Milliarden Dollar genehmigt. Dies gehe aus Unterlagen des State Departments hervor, berichtet die Publikation Defense News.

33 Milliarden Dollar bedeuten eine große Menge Waffen, die an Länder gehen, die in Kriege verstrickt sind wie allen voran Saudi-Arabien, das im Jemen militärisch interveniert, in Syrien die Salafisten-Dschihadisten von Ahrar-al-Sham unterstützt, die militärisch eng mit der al-Qaida-Gruppe al-Nusra-Front zusammenarbeitet. Auch Katar, das ebenfalls als Hauptabnehmer geschildert wird, hat eine illustre Geschichte von Interventionen in Länder des Nahen Ostens und Nordafrika in jüngster Zeit.

Nach Aussagen eines Sprechers des Außenministeriums, David McKeeby, beinhalten die Lieferungen, die auch die Zustimmung des Pentagon erhielten, Raketenabwehrsysteme, Kampfhubschrauber, Fregatten und Panzerabwehrlenkwaffen. Man habe Versprechungen eingelöst, die im Mai vergangenen Jahres bei einem Treffen in Camp David gemacht wurden.

Das Treffen war geprägt von Forderungen nach einer „Sicherheits-Kompensationen“ für das Abkommen zur zivilen Nutzung der Atomenergie mit Iran.

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Jesus im Kino: Bibelfilme haben wieder Konjunktur

DerverzweifelteJesus„Auferstanden“ läuft schon, „Der junge Messias“ folgt. Bibelfilme haben in den USA Konjunktur und sind ganz anders, als wir sie aus „Das Gewand“ in Erinnerung haben.

Von Anke Westphal|Frankfurter Rundschau

In dem Spielfilm „Der junge Messias“ gibt es eine Szene, die besonders deutlich macht, wie heutige Bibelfilme zu ihrem Publikum sprechen. Josef und Maria wollen mit dem achtjährigen Jesus aus dem ägyptischen Exil in Alexandria nach Galiläa zurückkehren. Der Kindermassenmörder Herodes ist tot, also scheint keine unmittelbare Gefahr mehr für den künftigen König der Juden zu bestehen. Gemeinsam mit Verwandten macht sich die Erlöser-Kernfamilie auf den beschwerlichen Weg übers Land. Und natürlich wünschen sich alle friedliche Begegnungen und gute Witterungsverhältnisse für die lange Reise – diesbezüglich wandert schon mal dieser und jener verstohlene Blick in Richtung Jesus. Doch dann fängt es heftig an zu regnen, woraufhin wieder Blicke auf das Kind fallen. „Ich war’s nicht!“, antwortet der Junge aufgebracht.

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In God’s own Country schwindet der Glauben

20-Dollar-Schein. Bild: gemeinfrei
Immer noch ist in den USA Religion wichtig, aber immer weniger Amerikaner beten, gehen in die Kirche und glauben an Gott

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Schon länger wurde durch Umfragen der Trend belegt, dass die bislang hochreligiösen Vereinigten Staaten, in denen eigentlich eine Trennung von Kirche und Staat besteht, allmählich in dieser Beziehung ins Zeitalter der Aufklärung kommen. Man war bislang oft davon ausgegangen, dass zwar die Kirchen als Institutionen und der von ihnen gelehrte Glaube an Bedeutung verlieren, aber durch eine freiere Spiritualität ersetzt werde. Aber auch damit scheint es nun zu Ende zu gehen, die Religion erodiert, wie eine neue Umfrage verdeutlicht.

Die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Bernie Sanders repräsentieren vermutlich diesen Trend, während Hillary Clinton, eine Methodistin, zu suggerieren sucht, dass sie religiös ist. Das nehmen ihr auch viele Anhänger der Demokratischen Partei und fast die Hälfte der aller Amerikaner in einer Umfrage ab. Allerdings sehen noch mehr Barack Obama als religiös an. Für die Anhänger der Republikaner gilt sie jedoch mehrheitlich als nicht religiös. Dass solche Fragen, wie religiös Präsidentschaftskandidaten sind, im Vorfeld der Wahlen doch ziemliches Interesse auf sich ziehen, belegt die weiterhin vorhandene Kultur, die religiös grundiert ist.

Interessanter ist, dass ausgerechnet Donald Trump bei den Republikanern so gut ankommt, obgleich er als am wenigsten religiös gilt und in seiner Wahlkampagne auch kaum mit seinem Glauben punkten will. Mit Ben Carson und Marco Rubio sind bereits zwei Präsidentschaftskandidaten ausgeschieden, die sehr religiös sind. Noch im Rennen ist Ted Cruz, von dem in einer Umfrage im Januar 65 Prozent sagten, er sei religiös, darunter gingen 25 Prozent davon aus, dass er sehr religiös sei.

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Wie Snowden zum russischen Agenten gestempelt werden soll

Edward Snowden am 13. Februar zugeschaltet zur International Students for Liberty Conference in Washington, D.C. Bild: Gage Skidmore/ CC-BY-SA-2.0
Der verschärfte Ton gegen Snowden zeigt, dass sich der Kalte Krieg zwischen den USA, Teilen der EU und Russland verschärft

Von Peter Nowak|TELEPOLIS

Die Auseinandersetzung zwischen Pro-Atlantikern und der Prorussland-Fraktion wird in Deutschland schärfer. Dass zeigte sich schon in der Überschrift eines langen Artikels, der am vergangenen Freitag in der FAZ zu finden war: „Russlands geheimer Feldzug den Westen“. Das klingt tatsächlich so, als wären wir wieder in den Zeiten des tiefsten Kalten Krieges der 50er Jahre.

Natürlich wurden dort einige Tatsachen über die bestimmt nicht besonders progressive russische Europapolitik erwähnt, die in den letzten Wochen in vielen Medien Erwähnung fanden. Dazu gehört die zumindest partielle Unterstützung und Förderung rechter Bewegungen in Europa durch Russland. Dass ist Teil der russischen Interessenpolitik unter Putin. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass diese Bewegungen nicht von Russland geschaffen wurden, sondern sie sind in den jeweiligen Ländern entstanden. Zudem gibt es natürlich auch von den westlichen Staaten Unterstützung für rechte Bewegungen, wenn es ihren Interessen nützt. Das zeigte sich am Beispiel der Ukraine ebenso wie beim Zerfallsprozess von Jugoslawien in den 90er Jahren.

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Muss sich ein US-Präsident als religiös bekennen?

Trump und Clinton: Wie wichtig ist die Religion in ihrem Wahlkampf? (DSK / AFP)
Es gibt in den USA keine Staatskirche. Der Staat verhält sich gegenüber den Religionsgemeinschaften neutral. Und doch sind die Vereinigten Staaten ein durch und durch religiöses Land. Das müssen die Bewerber um die Präsidentschaft berücksichtigen. Wie stark spielen sie die christliche, die jüdische oder die muslimische Karte?

Michael Hochgeschwender im Gespräch mit Andreas Main|Deutschlandfunk

In diesem Wahlkampf spielt die Religion eine geringere Rolle als in früheren Wahlkämpfen, sagt der der Theologe und Nordamerika-Experte Michael Hochgeschwender. Dennoch keiner der Kandidaten und Kandidatinnen gibt sich offen religionskritisch, auch wenn Donald Trump, möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Gegenwind aus den Religionsgemeinschaften bekommt.

Ob ihm das schadet oder nützt, ist „schwer zu sagen“. Aber insgesamt „tun sich sowohl Evangelikale als Katholiken mit Trump schwer; denn er hat im Laufe seines Lebens sehr viele Positionen vertreten, auch liberale“, so Hochgeschwender, Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Trump habe kein Programm. „Sein Programm ist er selber.“

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Der „unanständige“ Donald Trump – Evangelikale in den USA sind gespalten

Donald Trump, Bild: neveryetmelted.com
Republikanische Politiker in den USA lieben die weißen Evangelikalen als ausgesprochen treue Wähler. Sie stellen bei Hauptwahlen beinahe ein Viertel der Urnengänger und bei den Vorwahlen in manchen Bundesstaaten mehr als die Hälfte. Doch 2016 ist ein kompliziertes Jahr.

Von Konrad Ege|evangelisch.de

Die Evangelikalen sind tief gespalten in ihrer Haltung zum republikanischen Spitzenreiter Donald Trump. Der rechtspopulistische Showman hat bei den Vorwahlen mehr evangelikale Stimmen erhalten als seine Hauptrivalen Ted Cruz und Marco Rubio, beide verdiente Veteranen des Kulturkrieges. Gleichzeitig warnen renommierte Evangelikale, Trump sei nicht wählbar.

Redakteure des konservativen Magazins „Christian Post“ schreiben, bei Trump könnten sie aus moralischen Gründen nicht schweigen. Er degradiere Frauen und Minderheiten. Er verbreite „Beleidigungen, Obszönitäten und Lügen“, und gebe Versprechen, die er nicht einhalten könne. Trump wolle Christ sein, sage aber, er habe Gott noch nie um Verzeihung gebeten.

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Muslimverbot in amerikanischem Schiessstand

Raja’ee Fatihah erklärt an einer Pressekonferenz in Oklahoma seine Klage gegen die Betreiber eines «muslimfreien» Schiessstands. (Bild: Keystone)
In den USA hat ein Mann die Betreiber einer Schiessanlage angeklagt. Diese hatten ihm aufgrund seines Glaubens den Zutritt zur Anlage verweigert, weil ihr Betrieb «muslimfrei» sei.

Von Hans-Christian Baumann|Neue Zürcher Zeitung

Ein Reservist der amerikanischen Armee hat im Gliedstaat Oklahoma die Betreiber einer Schiesstrainingsanlage angeklagt. Diese hatten ihn am Betreten der Anlage gehindert, als er sich als Muslim zu erkennen gab. Der Eingang zum Schiessstand ist mit der Aufschrift «muslimfreier Betrieb» beschriftet gewesen, wie der Reservesoldat in einem Beitrag in der «Huffington Post» schreibt.

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Weniger Touristen – Dresden beklagt „Pegida-Effekt“

Foto: Getty Images/Moment RM Dresden hat Touristen viel zu bieten. Dennoch entscheiden sich immer mehr Deutsche gegen einen Besuch der Stadt
Dresden ist ein gefragtes Reiseziel. Doch die fremdenfeindlichen Parolen auf Demonstrationen schrecken viele ab. Erstmals nach Jahren sinkt die Zahl der Besucher. Interessant ist dabei, wer wegbleibt.

DIE WELT

Erstmals nach sechs Jahren Wachstum sind die Touristenzahlen für Dresden rückläufig. Im vergangenen Jahr gingen die Übernachtungen um drei Prozent auf 4,3 Millionen zurück, bei den Ankünften gab es ein Minus von 2,3 Prozent.

Bettina Bunge, die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), spricht von einem „Pegida-Effekt“ und einem Imageverlust für die sächsische Landeshauptstadt aufgrund der fremdenfeindlichen Parolen. Das habe auch eine repräsentative Markenstudie gezeigt.

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SIPRI: Waffenhandel nimmt weltweit zu

Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Neue Studie des Stockholmer Instituts dokumentiert Anstieg der Rüstungsgeschäfte

Von Harald Neuber|TELEPOLIS

Nach einer neuen Erhebung des Stockholmer Instituts für Friedensforschung (SIPRI) boomt der Waffenhandel weltweit. Laut einem Bericht des Instituts hat der Verkauf von Rüstungsgütern in den vier Jahren zwischen 2011 und 2015 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2006 und 2010 um 14 Prozent zugenommen. Zuletzt hätten vor allem die Länder des Mittleren Ostens die Importe von Waffen massiv gesteigert – und sie auch verwendet.

„Eine Koalition arabischer Staaten setzt vor allem aus den USA und Europa stammende Waffen im Jemen ein“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den SIPRI-Mitarbeiter Pieter Wezeman. Trotz des Einbruchs in den staatlichen Einnahmen durch den Abfall des Erdölpreises seien weitere große Waffenlieferungen in den Mittleren Osten geplant. In der von Flüchtlingskrisen und Kriegen erschütterten Region hätten die Waffenkäufe in den gleichen Vergleichszeiträumen um zwei Drittel zugenommen. In der Bilanz schlagen vor allem Saudi Arabien und Katar zu Buche: Dort nahmen die Rüstungsimporte um 275 Prozent und 279 Prozent zu.

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