US-Bischöfe: Wir sind keine Filialleiter des Vatikan

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Die US-Bischöfe haben ihre Vollversammlung beendet. Fest steht: Sie wollen das Vertrauen der Gläubigen nach dem Missbrauchsskandal zurückgewinnen. Der Vatikan hat ihnen ihre ohnehin schwierige Aufgabe allerdings nicht leichter gemacht.

Von Thomas Spang | katholisch.de

Am Ende huschte ein scheues Lächeln über das Gesicht des Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Kardinal Daniel DiNardo sagte zum Abschluss des dreitätigen Treffens am Mittwochabend (Ortszeit) in Baltimore, seine Hoffnung ruhe in Christus. Er habe verstanden, wie entschlossen die Bischöfe seien, sich gegenüber den Gläubigen und den Opfern des Missbrauchsskandals rechenschaftspflichtig zu machen.

„Wir verlassen diesen Ort mit dem Versprechen, die stärkstmöglichen Maßnahmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu ergreifen“, erklärte DiNardo vor den rund 350 Bischöfen aus 196 Diözesen. „Wir werden das in Gemeinschaft mit der universalen Kirche machen“, versuchte er die Intervention Roms unmittelbar vor Eröffnung des Bischofstreffens in ein positives Licht zu rücken. „Zusammen als Weltkirche voranzuschreiten, macht die Kirche in den USA und die globale Kirche stärker.“

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Missbrauch: Zeitungen setzen US-Bischöfe massiv unter Druck

Bild: © picture alliance / ZUMA Press
Aufarbeitung? Mangelhaft. Transparenz? Mangelhaft. Eine gemeinsame Großrecherche von US-Zeitungen stellt den Bischöfen des Landes ein denkbar schlechtes Zeugnis im Umgang mit Missbrauch aus. So reagieren die Erzbischöfe Chaput und O’Malley.

katholisch.de

Die US-Zeitungen „Boston Globe“ und „Philadelphia Inquirer“ erhöhen den Druck auf die katholische Kirche zur Aufklärung ihrer Missbrauchsskandale. In gleichlautenden Leitartikeln (Sonntag Ortszeit) werfen sie den US-Bischöfen vor, eigenes Fehlverhalten nicht ausreichend offenzulegen.

Nach einer gemeinsamen Großrecherche veröffentlichten beide Zeitungen einen fast 6.000 Wörter umfassenden Artikel. Er kommt zu dem Ergebnis, dass seit der Aufdeckung des Skandals 2002 in Boston die katholischen Kirchenoberen ihrem selbst verordneten Transparenz– und Aufklärungsgebot nicht umfassend nachgekommen seien. In dem Recherchebeitrag werden keine neuen Missbrauchsfälle genannt. Er dokumentiert bekannte Fälle und geht dem Umgang noch amtierender und pensionierter Bischöfe damit nach.

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US-Zwischenwahlen: Republikaner brauchen die Evangelikalen

Bei gläubigen Wählern liegen Donald Trumps Republikaner vorne, besonders bei den weißen Evangelikalen. Manche Außenstehende kritisieren diese Allianz. Doch sie hat eine eigene Logik, auch bei den US-Kongresswahlen am 6. November.

evangelisch.de

Bei den US-Kongresswahlen am 6. November kommt es auf die Mobilisierung der Stammwähler an: Bei der erwarteten Beteiligungsrate von etwas mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten können organisierte Minderheiten den Ausschlag geben. Bei den Republikanern gehören zur Basis die weißen Evangelikalen. Sie stellten bei Trumps Erfolg 2016 laut Nachwahlbefragung etwa ein Viertel der Wähler. Rund 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe stimmten für Trump.

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UN-Migrationspakt: Gefahr für die nationale Souveränität?

Bild: tagesschau.de
Der UN-Migrationspakt gefährde die staatliche Souveränität oder sogar die gesamte Demokratie – solche Vorwürfe sind derzeit zu hören. Was ist dran an den Behauptungen?

Von Patrick Gensing, ARD-faktenfinder, und Andrej Reisin, NDR | tagesschau.de

Nach den USA und Ungarn hat auch Österreich erklärt, den UN-Migrationspakt nicht zu unterzeichnen. Die Entscheidung sei notwendig, um die nationale Souveränität zu verteidigen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Österreich werde weiterhin seine eigenen Gesetze zu allen Fragen der Migration erarbeiten, erklärte die Regierung aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ.

Kampagnen gegen den Pakt

Auch im Netz wird gegen den Pakt mobil gemacht: „Unsere Demokratie ist in Gefahr. Unsere Identität ist in Gefahr. Unsere Souveränität ist in Gefahr.“ So ist es auf der Seite „Migrationspakt Stoppen“ zu lesen. Der Pakt sei „der letzte Akt der Globalisten“, heißt es im verschwörungstheoretischen Duktus. Es gehe „um die Masseneinwanderung nach Europa, direkt in unseren Sozialstaat“, behauptet der rechtsradikale Aktivist Martin Sellner in einer Petition, die von mehr als 60.000 Personen unterzeichnet wurde.

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US-Justizministerium an Bistümer: Keine Missbrauchsakten vernichten!

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten für breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche und internationale Grenzen hinaus.

kath.net

Das US-amerikanische Justizministerium hat sich an die römisch-katholischen Bistümer mit der Bitte gewandt, keine Akten zu vernichten. Das berichtete die „New York Times“. Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten vielmehr für eine breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche oder sogar internationale Grenzen hinaus. Die Anfrage enthält außerdem den Hinweis auf Dokumente in „Geheimarchiven“, also vertrauliche Daten der Bistümer. Offenbar sorgt sich das Justizministerium, dass infolge des öffentlich gewordenen massiven Skandals um sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung in der US-amerikanischen katholischen Kirche (in dessen Strudel sich nicht wenige US-Bischöfe und US-Kardinäle um ihr berufliches Weiterbestehen kämpfen), Bistümer auf die Idee kommen könnten, belastendes Archivmaterial zu zerstören.

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71 Prozent der jungen Amerikaner untauglich fürs Militär

Aus der neuen Rekrutierungskampagne der US Army „Warriors Wanted
Armee findet nicht mehr ausreichend Rekruten, auch weil weniger Interesse zeigen, Amerika militärisch wieder groß zu machen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn man sich Sendungen wie Ninja Warriors ansieht oder Menschen beobachtet, die im öffentlichen Raum keuchend laufend oder auf dem Fahrrad strampelnd ihren Körper aufrüsten, könnte man glauben, dass man zwar selber vielleicht nicht so fit ist, aber die Menschen um einen herum alles dafür geben, ihren Körper zu stählen, mit Muskeln aufzupeppen, vom Fett zu entschlacken und gesundheitsbewusst länger zu leben. Das scheint jedoch nicht zuzutreffen, wenn es um die körperlichen Leistungskapazitäten der breiteren Bevölkerung und insbesondere der jungen Menschen geht.

Wenn es nach den überkommenen Fitnessansprüchen der Streitkräfte geht, scheint es jedenfalls um den körperlichen Zustand der Menschen nicht zum Besten stehen – aus der Sicht des Militärs selbstverständlich oder der der nationalen Sicherheit. Das mag etwas absurd sein, wenn Soldaten in Panzern und Flugzeugen sitzen, mit Artillerie über weite Entfernungen Ziele bombardieren oder Kampfdrohnen steuern, während KI-Systeme und Roboter mehr und mehr den Menschen ersetzen sollen.

Aber letztlich ist es ein Trugbild, sich vorzustellen, dass irgendwann Roboter als neue Söldnerheere unter sich die Kriege ausfechten werden. Um den Feind zu treffen, wird man auch die Menschen vernichten müssen, die hinter den Robotern stehen. Die Roboter werden also nicht nur da draußen in der Ferne miteinander kämpfen, sondern auch die Stützpunkte angreifen, von denen aus sie gesteuert werden. Aber auch dann ist höchst fraglich, ob noch körperliche Fitness gefragt ist und nicht eher technische Fertigkeiten und Kenntnisse, die auch ein fettleibiger homo sedens erbringen kann.

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Staat eröffnet Ermittlungsverfahren gegen Erzbistum Washington

Es geht um den Vorwurf der Verschleierung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger – In den USA laufen nun gegen insgesamt 13 Bistümer staatliche Ermittlungen wegen Verdachts auf sexuelle Missbrauch und seiner Vertuschung

kath.net

Der Generalstaatsanwalt des Distrikts Columbia hat am 23.9. eine Untersuchung über sexuellen Missbrauch von Geistlichen im Erzbistum Washington eingeleitet. Das berichtete die „Catholic News Agency“. Es geht um den Vorwurf der Verschleierung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Das Erzbistum wird derzeit von einem Administrator geleitet.

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Weltwirtschaft: Warnung aus Asien und vom IWF

Christine Lagarde, IMF (Bild: MEDEF / CC BY-SA 2.0 )
Beobachter sehen schwarze Wolken am Horizont der globalen Ökonomie aufziehen

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der Chef der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB), Jin Liqun, macht sich ernsthaft Sorgen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen und insbesondere der Region schweren Schaden zu fügen, so seine Befürchtung.

Das berichtet die in Hongkong erscheinende South China Morning Post. Jin sprach dort am Dienstag auf einer Tagung. Der Hauptsitz seines Instituts, zu dessen 87 Mitgliedern auch Deutschland gehört, ist Beijing (Peking). Die Bank wurde 2015 auf Anregung Chinas gegründet, das über nicht ganz 27 Prozent der Stimmrechte verfügt.

Besondere Sorgen macht Jin die Abwertung einiger asiatischen Währungen wie der indonesischen Rupiah. Die schwachen Währungen verschlechterten die Handelsbilanzen der betroffenen Länder, weil sich die Importe verteuerten. Wenn sich nicht zugleich die Exporte verbesserten, und das sei zur Zeit nicht unbedingt gegeben, dann könnten daraus Schwierigkeiten bei der Begleichung der Auslandsschulden enstehen.

Jin sprach davon, dass die volatile und unsichere Situation der Weltwirtschaft „sicherlich rauer als alles ist, was wir in den letzten Jahren erlebt haben“. Die Lage mit der Asienkrise vor 20 Jahren und der Krise von 2007/08 vergleichend, meinte Jin, dass es diesmal schwieriger sei.

Es liege nicht einfach ein normaler ökonomischer Abschwung vor, sondern die Situation werde durch Handlungen bestimmter Regierungen – ein Anspielung auf die von US-Präsidenten Donald Trump auf chinesische Waren verhängten Zölle – verursacht. Daher sei die Entwicklung schwerer vorherzusehen.

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Als die Hexengöttin mit Bart Brett Kavanaugh verflucht

In Zeiten von Donald Trump greifen einige Amerikaner zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihren Missmut auszudrücken: auch zu Okkultismus und Hexenritualen. Mit Friedhoferde im Einmachglas verflucht ein New Yorker Hexenzirkel den neuen Obersten Richter Brett Kavanaugh.

Von Hannes Stein | DIE WELT

In dem kleinen, feinen Esoterik-Buchladen „Catland Books“ versammelte sich ein merkwürdiger Menschenhaufen, während sich der Abend über Brooklyn herabsenkte. Frauen waren eindeutig in der Überzahl, die meisten von ihnen jung; viele trugen Hexenkostüme. Wachskerzen wurden angezündet, Fotos verbrannt.
Auch Erde von einem frischen Grabmal und Sargnägel spielten eine wichtige Rolle. (Die Erde von dem Grabmal wurde in ein Einmachglas gefüllt, damit man immer wieder von seinen magischen Kräften Gebrauch machen konnte.)

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USA: Tornado-Alley verschiebt sich

Tornados werden im Südosten der USA häufiger, in der klassischen Tornado-Alley dagegen nimmt ihre Häufigkeit ab. © NOAA/OAR/ERL, National Severe Storms Laboratory
Verlagerung nach Osten: Die berüchtigte Tornado-Alley in den USA verändert offenbar ihre Lage. Wie US-Forscher herausfanden, hat die Tornado-Häufigkeit in dieser Region in den letzten 40 Jahren deutlich abgenommen. Dafür jedoch wächst das Tornado-Risiko in weiter östlich liegenden Bundesstaaten. Ob hinter dieser Ostwärts-Wanderung der Klimawandel steckt, ist noch unklar. Die Wissenschaftler halten es aber für durchaus wahrscheinlich.

scinexx

Die „Tornado-Alley“ zieht sich von Texas über den Mittleren Westen bis nach South Dakota im Norden. In der Hauptsaison von März bis Mai können in diesem Gebiet bis zu 800 Tornados auftreten. Der Grund: In diesem Gebiet trifft die feucht-heiße Luft aus dem Golf von Mexiko mit Kaltluft aus dem Norden aufeinander. An der Luftmassengrenze stürzt kalte Luft in einem Strudel hinunter, während an ihrem Rand warme Luft in die Höhe gesaugt wird – das Rezept für einen Tornado.

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«Mein Bauch gehört mir» war gestern

Abtreibungsgegner (vorne) und Aktivistinnen für eine freie Wahl («free choice») (hinten) bringen ihre Anliegen auf Deutschlands Strassen. (Bild: Imago)
Ein umstrittener Paragraf hat in Deutschland eine Debatte über die Selbstbestimmung der Frau entfacht. Das hat auch mit dem Erstarken der Neuen Rechten zu tun.

Valerie Zaslawski | Neue Zürcher Zeitung

Die Gebärmutter ist erneut zum Schlachtfeld geworden: Nicht nur in den USA oder in Polen, auch in Deutschland wird seit einigen Monaten wieder über den Schwangerschaftsabbruch gestritten. Dabei zanken Christen mit Feministinnen und debattieren Anhänger der AfD mit Roten und Grünen darüber, was höher zu gewichten sei: das Recht auf Leben eines Ungeborenen oder die Selbstbestimmung der Frau. Im Zentrum der Debatte steht der Paragraf 219a. Dieser verbietet Werbung beziehungsweise Information über Schwangerschaftsabbrüche. Cornelia Möhring, die für die Linke im Bundestag sitzt, möchte ihn abschaffen: «Schwangerschaftsabbrüche müssen endlich aus der Tabuzone geholt werden, denn sie sind schon lange Realität.» Im vergangenen Jahr gab es rund deren 100 000. Straffrei sind sie allerdings nur unter bestimmten Umständen (siehe Zusatz).

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Kampf ums Weltall – Monddorf oder „Space Force“?

Bild: tagesschau.de
Der Weltraum-Hype bekommt durch US-Präsident Trump neue Nahrung: Er will die „US Space Force“ gründen – um sich gegen Feinde zu schützen. Doch im All tummeln sich inzwischen viele Akteure.

Von Ute Spangenberger | tagesschau.de

Als Astronaut Fred Haise für seine Reise zum Mond trainierte, gab es im Weltall nur zwei Akteure: Die USA und die UdSSR. Im Kalten Krieg, in den 1950er- und 1960er-Jahren, lieferten sich die Großmächte einen Wettlauf: Wer ist zuerst auf dem Mond?

Haise, der inzwischen 84 Jahre alt ist, erinnert sich: „Wir waren zuerst auf dem Mond, und ich war froh, dass es den Wettbewerb gab. Nur deshalb haben die Regierungen so viel Geld für die Raumfahrt ausgegeben.“ Haise ist an diesem Wochenende zu Besuch im Technikmuseum Speyer – zum zehnjährigen Jubiläum von Europas größter Raumfahrtausstellung.

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Here’s Why Evangelicals Believe They’re the Most Persecuted Group in America

Photo Credit: Michelle and Jim Bob Duggar (Screenshot/The Kelly Files)
The answer is right there in the Bible.

By Valerie Tarico | Alternet

A recent Pew study found that white American Evangelical Christians think they experience more discrimination than Blacks, Hispanics, Muslims, Atheists or Jews.

Really?!

Christianity is the majority religion in the U.S. and many kinds of legally ensconced religious privilege are on the rise including the right to woo converts in public grade schools, speculate in real estate tax-free, repair religious facilities with public dollars, or opt out of civil rights laws and civic responsibilities that otherwise apply to all. By contrast atheists are less electable than even philanderers, weed smokers or gays; Hispanics and Muslims are being told to leave; Jews get accused of everything from secret economic cabals to destroying America’s military; and unarmed Black youth continue to die at the hands of vigilantes.

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Was Donald Trump mit der Haltung der US-Amerikaner zu Sekten zu tun hat

Nach dem Massensuizid der Jim-Jones-Sekte lagen die Leichen zu Hunderten auf dem Gelände. Bild: keystone
Die USA präsentieren sich dem Rest der Welt gern als Musterdemokratie mit unbegrenzten Möglichkeiten. Doch kratzt man an der glitzernden Fassade, ist der Lack rasch ab. Durchleuchtet man das politische Konzept oder die religiöse Landschaft, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Hugo Stamm | watson.ch

In diesem Blog geht es zwar primär um Glaubensfragen, doch ein kurzer Seitenblick auf das Politsystem verdeutlicht, wie die USA auch in Religionsfragen ticken. Erstens ist das Wahlsystem antiquiert und einer Demokratie nicht würdig. Zweitens sind die Bundesrichter auf Lebzeiten gewählt – ein Unding erster Güte. Und drittens kommt ihnen eine immense politische Macht zu, wie die bevorstehende Wahl von Brett Kavanaugh zeigt.

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Forscher erstellen Phantombild Gottes

Das linke Bild zeigt, wie sich liberale Studienteilnehmer Gott vorstellen, das rechte, wie ihn Menschen mit konservativer Einstellung sehen (Kurt Gray)
In den USA haben Forscher versucht, ein Phantombild von Gott zu erstellen.

Dlf24

Für die Studie bekamen 500 amerikanische Christen Bilder von menschlichen Gesichtern vorgelegt, die jeweils mit einem Rauschfilter verfremdet wurden. Insgesamt 300 Mal mussten sich die Teilnehmer zwischen je zwei Bildern entscheiden.

Heraus kam ein kumpelhaft aussehender, relativ junger weißer Mann mit zugewandtem Gesichtsausdruck. Überrascht hat die Wissenschaftler, dass sich das Gottesbild der Befragten in vielerlei Hinsicht als Spiegel der eigenen Persönlichkeit erwies. Alte Menschen stellen sich demnach eher einen alt aussehenden Gott vor, Afro-Amerikaner einen dunkelhäutigen, Konservative einen strengeren als Liberale.

Dabei gab es nach Angaben der Forscher nur eine Ausnahme: „Egal wen wir gefragt haben – ob Frau oder Mann: Gott war immer männlich. Frauen haben in Gott nicht einmal weiblichere Gesichtszüge gesehen. Er war einfach immer ein Mann.“

Umgang mit Missbrauch: Vorwürfe gegen US-Kardinal

Gegen den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, gibt es Vorwürfe hinsichtlich seines Umgangs mit einem Priester, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.

religion.ORF.at

Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Missbrauchsopfer der texanischen Erzdiözese Galveston-Houston, DiNardo sei als Erzbischof über Jahre nicht ausreichend gegen den Geistlichen vorgegangen.

Demnach verhaftete die Polizei von Conroe am Dienstag den Priester Manuel LaRosa-Lopez. Der heute 60-Jährige muss sich in vier Fällen für sexuelle Übergriffe an den beiden mutmaßlichen Opfern verantworten. Diese waren zum angegebenen Tatzeitpunkt Teenager. Bei einer Verurteilung drohen dem Geistlichen bis zu 80 Jahre Gefängnis.

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US-Bischof nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetreten

Wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung hat der katholische US-Bischof Michael Bransfield sein Amt niedergelegt.

ZEIT ONLINE

Papst Franziskus billigte am Donnerstag den Amtsverzicht des Geistlichen, wie dessen Diözese am Donnerstag mitteilte. Gegen Bransfield waren Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von Erwachsenen erhoben worden.

USA: Prügelstrafe an Schulen erlaubt

Foto: pixabay.com / Public Domain
Was sich für Mitteleuropäer wie ein schlechter Witz anhört, ist in den USA Routine: In 19 US-Bundesstaaten ist die Prügelstrafe in Schulen noch erlaubt. Nun bittet eine Schule in Georgia die Eltern um Erlaubnis, ihre Kinder „züchtigen“ zu dürfen.

von Frank Nicolai | hpd.de

Die Georgia School for Innovation and the Classics (GSIC) hat vor Kurzem ein Formular an die Eltern ihrer Schüler verschickt. Darin bittet die Schule um die Erlaubnis, die Kinder bei Fehlverhalten körperlich zu züchtigen.

Die Ausbildung an der GSIC im kleinen Städtchen Hephzibah beginnt im Kindergartenalter und geht bis zur neunten Klasse. Gegenüber dem Lokalsender WRDW TV sagte der Schulleiter, Jody Boulineau, „An dieser Schule nehmen wir Disziplin sehr ernst.“

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Nach dem Juncker-Deal mit Donald Trump: Schleusen auf für Fracking-Gas

Flüssigerdgastank in Massachusetts. Bild: Fletcher6 / CC BY-SA 3.0
Die Bundesregierung unterstützt den Bau von LNG-Terminals in Deutschland und Kanada. Die sind weder klimapolitisch noch wirtschaftlich sinnvoll, aber nützlich im Handelskrieg mit der Trump-Regierung

Malte Daniljuk | TELEPOLIS

Bei seiner Rede zur Lage der Union versuchte Jean-Claude Juncker am Mittwoch alle negativen Entwicklungen der letzten Jahre auszublenden. Der Kommissionspräsident richtete sich in dieser Funktion ein letztes Mal an das Europäische Parlament. Währenddessen tagen in Brüssel die Experten und versuchen im Hintergrund, die grundsätzlichen transatlantischen Differenzen beizulegen.

Nach Junckers Besuch in Washington bleiben der EU nur 120 Tage, um etwa die von Trump angedrohten Auto-Strafzölle abzuwenden.

Ende Juli hatte Jean-Claude Juncker in den USA zugesagt, dass die EU-Staaten demnächst mehr verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Nordamerika einführen werde. Brisant ist diese Zusage vor allem deshalb, weil in den USA vor allem mithilfe von Fracking gefördert wird.

Wissenschaftler sind sich einig, dass die klimaschädlichen Emissionen bei der Fracking-Förderung und der LNG-Verflüssigung deutlich über denen der konventionellen Förderung und dem Pipeline-Transport liegen. Zu diesem Ergebnis kommen nicht zuletzt die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.

Der Trump-Juncker-Plan widerspricht also direkt den in Paris festgelegten Klimazielen der EU. Schon in den vergangenen Jahren nahm der Import von Fracking-Gas aus den USA nach Europa erkennbar zu.

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