Schlagwort-Archive: USA

Erdoğan warnt Obama: US-Präsident sollte den Begriff „Genozid“ nicht benutzen

erdogan-sultanDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gibt in der Armenier-Debatte nun offenbar auch Anweisungen gen USA: Er erwarte von Präsident Barack Obama, dass dieser in einer Erklärung zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich den Begriff Genozid tatsächlich nicht verwende. Bislang hat die US-Regierung eine solche Einordnung vermieden – aus Rücksicht auf ihre türkischen Freunde.


Deutsch Türkische Nachrichten

Kurz vor den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern stellt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch einmal deutlich den vermeintlichen Alleinanspruch seiner Position heraus. Nach einem verbalen Schlagabtausch mit Papst Franziskus sendet er nun vorsorglich noch einmal warnende Worte gen Weißes Haus.

„Ich möchte von Obama so etwas nicht hören. Und ich erwarte auch nicht, dass er so etwas sagt“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Erdoğan anlässlich eines Pressegesprächs zum Besuch der irakischen Präsidenten Fuad Masum in Ankara. Zuvor war in den Medien kursiert, dass Obama den Begriff Völkermord anlässlich des Gedenktags wohl erneut vermeiden würde. „Die Einschätzung der Rolle der Türkei und die Haltung der USA in dieser Sache liegen damit auf der Hand“, so der türkische Präsident weiter.

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Erdoğan und Putin schließen Bündnis gegen Gülen-Bewegung

Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Präsident Wladimir Putin sind sich in vielerlei Hinsicht einig. (Screenshot via Youtube)

Erdoğan und Putin sehen die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen als Sicherheitsbedrohung. Deshalb wollen die die Bewegung gemeinsam bekämpfen. Ein ehemaliger FBI-Berater sagt, dass die CIA und die Gülen-Bewegung kooperieren.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Gegner des islamischen Predigers Fethullah Gülen mehren sich. Der türkische Premier Erdoğan soll sich deshalb bei einem Russland-Besuch im vergangenen Jahr mit Präsident Putin auf die Bekämpfung Gülens geeinigt haben.

Der russische Politologe Vitaly Naumkin schreibt in einem Beitrag von Al-Monitor:

„Paradoxerweise ist es die gemeinsame negative Einstellung gegen die Aktivitäten Fethullah Gülens, die die Annäherung zwischen Russland und der Türkei gefördert hat.“

Die Schulen des islamischen Predigers wurden in Russland 2002 geschlossen. Auslöser war ein schwerwiegender Vorwurf, den der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) als erwiesen ansah. Die Mitglieder der Gemeinde sollen für die CIA spioniert haben. Der ehemalige FBI-Berater Paul L. Willams sagte im März 2014 der Zeitung Akşam, dass die CIA die Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Zentralasien unterstützt habe.

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US-Amerikaner weiter für Todesstrafe, besonders Christen

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Die Mehrheit der US-Amerikaner steht weiter hinter der Todesstrafe, allerdings mit 56 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Washingtoner Pew Research Centers hervor. Demnach ging die Unterstützung für die Todesstrafe seit 2011 um sechs Prozentpunkte zurück. 1996 betrug der Anteil der Befürworter noch 78 Prozent.


kathweb

Während die Haltung zur Todesstrafe seitens männlicher Befragter seit 2011 praktisch unverändert bei 64 Prozent blieb, sank die Zustimmung unter Frauen von 59 auf 49 Prozent. Überdurchschnittlich großen Rückhalt finden Hinrichtungen bei Protestanten und Katholiken weißer Hautfarbe. Trotz leichter Einbußen finden noch 71 Prozent der Evangelikalen und 66 Prozent von Mitgliedern der protestantischen Hauptkirchen die Tötung von Straftätern in Ordnung. Unter weißen Katholiken stieg die Zustimmung sogar von 61 Prozent im Jahr 2011 auf jetzt 63 Prozent.

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Konversionstherapien für Homosexuelle: Umerziehung mit grausamen Folgen

Ratzinger_HomoIn den USA sollen “Heiltherapien” für homosexuelle Jugendliche verboten werden – aus gutem Grund. Die Psychologin Gisela Wolf erklärt, warum Menschen an den Folgen der Behandlung zerbrechen können.


Von Ilona Kiesl|stern.de

Einige Therapeuten glauben, aus Schwulen und Lesben Heterosexuelle machen zu können. Diese sogenannten Konversionstherapien sind umstritten – kommen aber nach wie vor zum Einsatz, etwa in den Vereinigten Staaten. Selbst Minderjährige nehmen an den Therapiesitzungen teil, häufig auf Anraten der eigenen Eltern. Dagegen will US-Präsident Barack Obama vorgehen: Er setzt sich dafür ein, die Umerziehungstherapien zumindest für Jugendliche verbieten zu lassen. In zwei Bundesstaaten, Kalifornien und New Jersey, ist das bereits der Fall.

Auch eine Reihe deutscher Verbände, etwa die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), hatte in der Vergangenheit vor Verfahren gewarnt, die zum Ziel haben, Schwule und Lesben zu konvertieren.

Die Psychologin Gisela Wolf beschäftigt sich schon seit Jahren mit dieser Thematik – und weist ebenfalls auf die Gefahren hin, die “Umpolversuche” nach sich ziehen können.

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Initiativen zur Hirnforschung: Mehr Systematik ist angesagt

Bild: BB

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In den letzten Jahren haben die USA, Europa, Japan und Israel neue Initiativen zur Hirnforschung lanciert. Auch die Chinesen wollen ein Projekt starten. Doch von einem Wettrennen kann keine Rede sein.


Von Lena Stallmach|Neue Zürcher Zeitung

In den letzten Jahrzehnten hat die Hirnforschung eine riesige Sammlung von Daten hervorgebracht und unzählige Hypothesen und Theorien entwickelt. Doch eine allumfassende, breit akzeptierte Theorie des Gehirns gibt es nicht. Aber es wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, die auch zu einem besseren Verständnis von Erkrankungen des Gehirns beitragen. Doch habe dieser Erkenntnisgewinn kaum zu medizinischen Fortschritten geführt, sagte Patrick Aebischer, der Rektor der ETH Lausanne, vergangene Woche am «Brain Forum» in Lausanne. Vertreter von nationalen und internationalen Hirnforschungs-Initiativen sprachen sich dort dafür aus, mehr System in die Forschung zu bringen und Daten konsequent öffentlich zugänglich zu machen.

Immer noch Neuland

Das «Brain Forum» wurde vor zwei Jahren von dem Unternehmer Walid Juffali gegründet und soll Hirnforscher, Mediziner, Ingenieure und Investoren zusammenbringen, um die Erkenntnisse aus der Forschung schneller nutzbar zu machen. Psychische Erkrankungen und die mit der Alterung der Menschheit zunehmende Last der Demenz-Erkrankungen stellen ein immer drängenderes Problem für die Gesellschaft dar. Dies scheint viele Regierungen und private Investoren davon zu überzeugen, die Hirnforschung vermehrt zu fördern. Und so wurden in den letzten Jahren mehrere internationale und nationale Initiativen lanciert: in Europa, den USA, Kanada, Israel und Japan. Die chinesische Regierung begutachtet derzeit einen entsprechenden Vorschlag.

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USA: Die religiöse Freiheit, Schwule nicht zu bedienen

us_flagge_bibel_kreuzIn Indiana und Arkansas sollen Gesetze zur “Wiederherstellung der religiösen Freiheit” Firmen erlauben, Homosexuelle aus Glaubensgründen nicht zu bedienen. Eine Welle der Empörung rollt durch Amerika.


Von Ansgar Graw|DIE WELT

Apple-Chef Tim Cook ist “tief enttäuscht” von Indiana. Die National Basketball Association (NBA) versichert, ihr seien “alle Fans, Spieler und Mitarbeiter” willkommen. Und Hillary Clinton, die immer noch nicht zugegeben hat, dass sie 2016 Präsidentin werden will, twittert: “Traurig, dass es zu diesem neuen Gesetz in Indiana im heutigen Amerika kommen kann.”

Amerika erlebt einen neuen Kulturkampf. Hintergrund ist ein von Gouverneur Mike Pence unterzeichnetes Gesetz zur “Wiederherstellung der religiösen Freiheit” (Religious Freedom Restoration). “Indiana SB 101“, wie es im Amtsgebrauch heißt, erlaubt Firmen und Einzelpersonen, Dienstleistungen zu verweigern, wenn sie sich dadurch in ihren religiösen Überzeugungen verletzt sehen. Das sei eine Einladung, Homosexuelle und andere Minderheiten zu diskriminieren, fürchten Kritiker. Ein Gastronom könne sich weigern, eine schwule Hochzeitsgesellschaft zu bewirten, und der professionelle Fotograf die Anfertigung des Fotos vom glücklichen Paar ablehnen.

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Ukraine: als Kampffeld erwünscht

Der ukrainische Präsident Poroschenko am Mittwoch beim Empfang der ersten Lieferung von Humvees, also noch von so genannten “nichttödlichen” Waffen. Bild: president.gov.ua

Mit satter Mehrheit von Demokraten wie Republikanern hat das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, an die ukrainische Regierung auch “tödliche Waffen” zu liefern. Die US-amerikanischen Oberkommandierenden der NATO verlangen längst danach; im Terrain der westlichen Nachbarn der Ukraine und Russlands baut das transatlantische Bündnis eine zweite Front auf. Das Minsker Abkommen Nr. 2 wird dabei kaum ernst genommen.


Von Arno Klönne|TELEPOLIS

In der US-amerikanischen politischen Klasse dominiert der Drang, beim “hybriden” Krieg um die Ukraine die militärische Komponente zu stärken und so auch die geopolitische Konfrontation mit Russland zu verschärfen. Mit einem “großen” oder gar atomaren militärischen Konflikt zwischen Moskau und Washington wird offenbar nicht kalkuliert, wohl aber mit einer Fortdauer der Gewalt in der Ukraine und weiteren Sanktionen gegen die russische Ökonomie. Dass so Differenzen zwischen der US-amerikanischen Russlandpolitik und der etlicher EU-Staaten, vor allem auch der Bundesrepublik, sich verfestigen, beunruhigt die Supermacht nicht; einen Dämpfer für europäische Eigenwilligkeiten hat sie offenbar einkalkuliert. Weshalb denken US-Politiker so?

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Das Höllenloch von Jharia Kohlefeuer in Indien: Inferno vor der Haustür

Themenbild.

Themenbild.

Seit fast hundert Jahren brennt im indischen Jharia ein Feuer unter der Erde; langsam frisst es sich durch den Boden – eine ökologische Katastrophe. Reisejournalist Johnny Haglund dokumentiert das Leben der Menschen am Höllenschlund.


SpON

Jharia – Wie genau das Feuer entstand, wissen sie im indischen Jharia nicht mehr. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Kohleminen nicht richtig verschlossen wurden, damals, 1916. Seither brennt in der Stadt im Westen Indiens das Feuer. Verschluckte Hunderte Gebäude, verkohlte die Erde, vertrieb Menschen aus ihren Häusern, fraß sich mit der Zeit durch 41 Millionen Tonnen Kohle.

In vielen Ländern brennt es unterirdisch, vor allem Indien, China, Indonesien, Südafrika und die USA sind betroffen. Meist haben sich Kohleflöze entzündet. Die Brände lassen sich nur sehr schwer löschen.

In Jharia brennen mittlerweile 70 Feuer, die Gegend sieht aus, wie der brennende Eingang zur Unterwelt, wie das fiktive Schattenreich Mordor aus “Der Herr der Ringe”. Die Menschen in Jharia haben gelernt, mit den Flammen zu leben – auch wenn sie schädlich sind.

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US-Polizist erschießt 19-jährigen Afroamerikaner

waffe,-projektilWährend in Selma des “Blutigen Sonntags” vor 50 Jahren gedacht wird, löst der Tod eines weiteren Afroamerikaners durch Polizeischüsse in den USA wieder Proteste aus.


derStandard.at

Nach tödlichen Schüssen auf einen jungen Mannes demonstrierten in der US-Stadt Madison (Wisconsin) Dutzende Menschen gegen Polizeigewalt. Ein Beamter habe den 19-jährigen Tony Robinson in einer Wohnung erschossen, nachdem er von ihm attackiert worden sei, zitierte der Sender CNN den örtlichen Polizeichef Mike Koval.

Den Angaben zufolge hatte die Polizei am Freitagabend einen Hinweis erhalten, nach dem sich ein der Körperverletzung verdächtigter junger Mann in einer bestimmten Wohnung aufhalte. Bereits zuvor sei ein anderer Anruf eingegangen, demzufolge dieselbe Person zwischen fahrenden Autos hin- und herlaufe. Als ein Beamter die Wohnung aufgesucht habe, sei er von dem Mann angegriffen worden und habe geschossen. Medienberichten zufolge war Tony Robinson nicht bewaffnet.

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Todesstrafe: Schwerstmögliche Strafe in Zahlen

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Während die meisten Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, halten einige weiterhin daran fest. Darunter befindet sich auch ein Land in Europa


Von Michael Bauer|derStandard.at

Die Todesstrafe als schwerstmögliche Strafe war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in allen Staaten verbreitet. Als erster Staat schaffte San Marino 1848 die Todesstrafe ab, Österreich zog 1950 nach. 58 Staaten exekutieren sie heute noch, 34 Länder haben de jure noch die Todesstrafe, sie wird aber nicht mehr exekutiert. Als einziges europäisches Land führt Weißrussland die Todesstrafe durch, 2014 wurden mindestens 3 Menschen hingerichtet. Als einziges Mitglied der OECD führte die USA Hinrichtungen durch.

Genaue Zahlen zu Hinrichtungen sind schwer zu bekommen. Wissenschaftler und Aktivisten sind hier auf Medienberichte und Angaben von Regierungen angewiesen. Einige Staaten wie China oder Nordkorea behandeln die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. So kann, obwohl bekannt ist, dass diese Staaten regelmäßig Menschen hinrichten, keine genaue Zahl ermittelt werden. Aus dem letzten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Todesstrafe im Jahr 2013 (Zahlen zum Jahr 2014 werden Anfang April bekannt gegeben) geht hervor: 22 Staaten führten Hinrichtungen durch. In 57 Staaten wurden Menschen zur Todesstrafe verurteilt.

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In West Virginia treibt der Mothman sein Unwesen

Mothman-Monument in Point Pleasant, Bild: wikimedia.org/FAL

Der Mothman wird seit 50 Jahren überall in den USA gesichtet. Es ist ein Gruselmonster mit hypnotisierenden Augen und engelsähnlichen Flügeln. Der Legende nach soll er ein Vorbote für Unglück sein.


FOCUS ONLINE

  • Der Mothman wird zum ersten Mal im Jahr 1966 gesichtet.
  • Das Gruselmonster hat große Flügel, rote Augen und scharfe Krallen.
  • Zuerst ist das Monster ein regionales Phänomen, wird schließlich aber überall in den USA gesichtet.

Fast 50 Jahre ist es her, als der Mothman zum ersten Mal gesichtet wurde. Es war eine kalte Novembernacht im Jahr 1966, ein Auto mit vier Personen fuhr durch eine abgelegene Gegend in West Virginia. Plötzlich erschien ein Wesen, das die Insassen fast zu Tode erschreckte.

Eine Gestalt, menschenähnlich, größer als zwei Meter und mit engelsähnlichen Flügeln. Das Wesen stieg flügelschlagend in die Luft, wirbelte Staubwolken auf. Die Insassen flohen. Im Inneren des Autos hörten sie noch das Schlagen der Flügel. So hat “Travelbook” die Geschichte nachgezeichnet.

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Studie: Protestanten nicht mehr die Mehrheit in den USA

us_flagge_bibel_kreuzDie evangelischen Christen stellen in den USA nicht mehr die Mehrheit. Der Anteil der Protestanten an der Bevölkerung beträgt nur noch 47 Prozent.


jesus.de

Das geht aus einer am Mittwoch in Washington vorgestellten Studie des “Public Religion Research Institute” hervor. In den 1960er Jahren waren noch zwei von drei US-Amerikanern evangelisch. Der Anteil der Katholiken liegt aktuell bei 22 Prozent. Starken Zuwachs gibt es bei den Menschen ohne religiöse Bindung. Sie stellen in 13 Bundesstaaten sogar die größte Gruppe.

Bei der Umfrage zeigten sich große regionale Unterschiede. In Mississippi seien 81 Prozent der Menschen Protestanten, in Alabama 77 und in Tennessee 73 Prozent, hieß es. Im Bundesstaat New York liegt der evangelische Anteil bei 27 Prozent, in Utah bei nur zehn Prozent. Dort sind 56 Prozent der Bewohner Mormonen. Katholiken sind den Angaben zufolge besonders stark im Nordosten der USA vertreten. Die Zahl der religionslosen Menschen stieg auf 22 Prozent. In Oregon beträgt ihr Anteil 37, in News Hampshire 35 und im Bundesstaat Washington 33 Prozent.

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Wird die lebenslange Freiheitsstrafe bald abgeschafft?

justiz_gross

Die lebenslange Freiheitsstrafe in Deutschland ist meist auf einige Jahre begrenzt. Im Gegensatz zu den USA greift sie nicht zwingend bis zum Tod. Ein Bundesrichter fordert nun die Abschaffung. Er rügte die Prozesse als „symbolische Veranstaltung“.


FOCUS ONLINE

Bundesrichter Thomas Fischer fordert die Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe. Diese sei eine verfassungswidrige Idee aus der Vergangenheit und reine Symbolik, schreibt der Strafrichter am Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in einem Beitrag für „Zeit Online“. „Wir sollten uns von ihr verabschieden.“

Derzeit verbüßten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilte Täter ungefähr 19,5 Jahre Haft, schreibt der Vorsitzende Richter des zweiten BGH-Strafsenats. „Die lebenslange Freiheitsstrafe ist bei uns nämlich vor allem eine symbolische Veranstaltung.“ Politiker trauten sich aber nicht, das zuzugeben.

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Gucci-Paschtune Karsai: Afghanistan durch US-und Nato-Militäreinsatz radikalisiert

US-Soladten in Afghanistan, 2014. Bild: US-Army; gemeinfrei

In einem ARD-Interview wirft der frühere afghanische Präsident Hamid Karsai den USA und der Nato vor, dass sie Terror und Radikalismus in der Region mit ihrem Militäreinsatz nicht besiegt, sondern im Gegenteil verschlimmert haben. Darüber kritisiert er eine Propgandafunktion der “westlichen Medien”, die das Vertrauen in Afghanistan untergraben hätten.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

“Leider gab es seit 2012 nur negative Schlagzeilen über Afghanistan in den westlichen Medien”, sagte Karsai den ARD-Korrespondenten:

Sie haben versucht, unser Selbstvertrauen zu untergraben und sie haben versucht, es so dazustellen, dass uns Afghanen 2014 die Hölle erwartet. Ohne amerikanische Soldaten. Ohne ein unterschriebenes Sicherheitsabkommen.

Diese Medienkritik des “Ruheständlers” Karsai ließe sich wahrscheinlich auch auf deutsche Publikationen ausdehnen, das Thema Berichterstattung Afghanistan wurde aber leider im Gespräch nicht weiter vertieft. Die Rolle der deutsche Medien kam nicht zur Sprache. Da Karsai dem Einsatz der Deutschen in Afghanistan Lob zollte – “Deutschland hat sich vollkommen anders verhalten als die USA. Deutschland war immer ehrlich zu uns” – wurden möglicherweise vorhandene Impulse zu kritischen Nachfragen, die eigene Rolle betreffend, aber auch Annahmen Karsais, besänftigt.

“Es geht ihnen nur darum, sich militärisch in Afghanistan niederzulassen”

Interessant ist, dass die Vorhaltungen Karsais, die negativen Auswirkungen westlicher militärischer Interventionen ( der “Fluch der bösen Tat”, so Peter Scholl-Latour) zu einem Zeitpunkt kommen, an dem der neue US-Verteidigungsminister Ash Carter an den Abzugsplänen der US-Truppen aus Afghanistan rüttelt. Die US-Regierung denkt gegenwärtig über eine Revision des Truppenrückzugs nach und plant, nun doch mehr Soldaten in Afghanistan zu behalten.

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Dodo im Luther-Wahn

Margot-Kässmann

Lutherbotschafterin Margot Käßmann reist derzeit durch die USA, um für das Reformationsjubiläum zu werben. Neben der Freude amerikanischer Christen über das anstehende Fest trifft sie auch auf Sorge über eine Islamisierung Westeuropas.


pro Medienmagazin

pro: Frau Käßmann, Sie führen bei Ihrer USA-Reise Gespräche mit Vertretern der Kirchen, aber auch jüdischer Einrichtungen. Derzeit protestieren wöchentlich Tausende auf deutschen Straßen gegen eine Islamisierung Europas. Teilen Juden und Christen in den USA die Sorgen von Pegida mit Blick auf Europa?

Margot Käßmann: Ich war in San Francisco zu einer Veranstaltung zu diesem Thema in einer Synagoge eingeladen. Das Interesse war sehr groß. Mich hat allerdings erschreckt, wie wenig differenziert das Bild vom Zusammenleben der Religionen in Europa ist. Viele meinen, es gebe tatsächlich eine Art Islamisierung in Westeuropa und Juden täten gut daran, nach Israel auswandern. Im Gespräch mit Rabbiner Brad Artson an der American Jewish University in Los Angeles zeigte sich allerdings ein wesentlich differenzierteres Bild der Lage. Und er hat großes Interesse an einem Dialog über die „Judenschriften“ Martin Luthers.

pro:Gibt es auch eine Sorge vor einer wachsenden Islamisierung in den USA und wenn ja, wie gehen die Kirchen damit um?

Margot Käßmann:Diese Sorge habe ich nicht angetroffen. Aber die Kirchen und auch die theologischen Fakultäten, mit denen ich im Gespräch war, setzen intensiv auf interreligiösen Dialog. Das erscheint manchen wesentlich wichtiger als innerchristliche ökumenische Diskussionen.

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151 Jahre alte Regel: Idaho will letzten Verweis auf Duelle aus Gesetz tilgen

justiz_grossZwei Männer und eine Frage der Ehre: Einst waren Duelle ein probates Mittel, um Konflikte zu klären. Im US-Bundesstaat Idaho hat sich jetzt die Erkenntnis durchgesetzt, dass Verweise auf derartige Zweikämpfe im Gesetz inzwischen überflüssig sind.


SpON

Im US-Bundesstaat Idaho könnte bald der letzte Verweis auf Duelle aus dem Gesetz verschwinden. Die Passage besagt, dass Idaho juristisch zuständig ist, wenn eine Person in dem Staat stirbt, nachdem sie bei einem Duell jenseits der Grenzen Idahos verwundet wurde. Seit seiner Einführung im Jahr 1864 war das Gesetz weitgehend unverändert. 1986 wurde lediglich ergänzt, dass ganz Idaho in entsprechenden Fällen juristisch zuständig sei und nicht ein einzelner Bezirk.

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FBI-Chef erklärt Rassismus “Auf ein schwarzes Gesicht reagieren wir anders”

James B. Comey (2013) Bild. wikimedia.org/PD

Die Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA haben eine Debatte über Rassismus entfacht. FBI-Chef Comey räumte nun ein, dass es Vorurteile bei der Polizei gebe – und nannte Gründe.


stern.de

Der FBI-Direktor James Comey hat in einer ungewöhnlich offenen Rede rassistische Vorurteile bei vielen Polizisten eingestanden. Viele Mitglieder der weißen Mehrheit würden “anders auf ein weißes Gesicht als auf ein schwarzes Gesicht reagieren”, sagte Comey in der Georgetown University in Washington.

Besonders Polizisten in mehrheitlich schwarzen Vierteln mit hoher Kriminalität würden unbewusst Vorurteile entwickeln. Er reagierte damit auf die Debatte über unverhältnismäßige Gewalt von Polizisten gegenüber Schwarzen, die durch die Tötung mehrerer unbewaffneter Schwarzer ausgelöst worden war.

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USA setzen deutschen Ex-Rapper auf die Terrorliste

Denis Cuspert vulgo Deso Dogg / Bild: Imago

Der deutsche Islamist Denis Cuspert war in einem Enthauptungsvideo zu sehen. Der gebürtige Berliner machte als Rapper Deso Dogg Musik.


Die Presse.com

Die USA haben den früheren Berliner Rapper Denis Cuspert wegen seiner Rolle in der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) auf ihre Terrorliste gesetzt. Sämtliches Vermögen von Cuspert im Zuständigkeitsbereich der US-Justiz werde eingefroren, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit. Außerdem seien US-Bürgern fortan Geschäftsbeziehungen mit Cuspert untersagt.

Cuspert gilt als einer der bekanntesten aus Deutschland stammenden Islamisten. Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte er sich im Jahr 2012 als “ausländischer Terrorkämpfer” der IS-Miliz angeschlossen und trat seitdem in mehreren Propagandavideos der Jihadisten auf. Die jüngsten Aufnahmen stammen demnach vom vergangenen November und zeigen, wie Cuspert offenbar einen abgeschnittenen Kopf eines hingerichteten IS-Gegners hochhält.

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US-Politiker: Religiöse Ausnahmen bei Impfpflicht abschaffen

Masern. Bild: Volksstimme.ch.

Beispielsweise fordern konservative Protestanten Ausnahmen, sie behaupten, die Impfmittel seien aus Zellen abgetriebener Föten entwickelt worden.


kath.net

Der Ausbruch der Masern in 14 Bundesstaaten hat in den USA eine Kontroverse um ethische Aspekte der Impfung gegen die Infektionskrankheit ausgelöst. Seit die Krankheit im Disneyland-Resort von Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien im Dezember erstmals auftrat, sind mehr als hundert Patienten mit Masern diagnostiziert worden, die meisten davon an der Westküste.

In einem Schreiben vom Mittwoch (Ortszeit) forderten die beiden kalifornischen US-Senatorinnen Barbara Boxer und Dianne Feinstein ihren Bundesstaat auf, religiöse oder weltanschauliche Ausnahmen von der Impfpflicht nicht mehr zu erlauben. «Sofern keine Immunerkrankung vorliegt, sind wir gegen einen Verzicht auf die Pflicht zur Immunisierung.» Der demokratische Gouverneur Jerry Brown hatte eine solche Ausnahme 2012 gesetzlich zugelassen.

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Kirche von England weiht erste Frau zur Bischöfin

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Als erste Bischöfin der anglikanischen Kirche von England wird am Montag Libby Lane in ihr Amt eingeführt. Die 48-jährige Gemeindepfarrerin aus Hale bei Manchester wird Suffraganbischöfin in Stockport. Ihre feierliche Amtseinführung in der Kathedrale von York gilt als historischer Schritt für die Kirche in England.


evangelisch.de

Libby Lane ist Mutter zweier Kinder und mit einem anglikanischen Geistlichen verheiratet. In der anglikanischen Kirche sind Suffraganbischöfe einem Diözesanbischof nachgeordnet. Sie sind Weih- und Regionalbischöfen vergleichbar. Zwei Jahrzehnte nach der Zulassung von Frauen zum Priesteramt steht ihnen in der Kirche von England seit November auch das Bischofsamt offen. Noch im November 2012 war ein Gesetzentwurf zur Einführung von Bischöfinnen überraschend gescheitert und hatte die Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Traditionalistische Anglikaner hatten sich wiederholt gegen die Bischofsweihe von Frauen ausgesprochen.

Während die Kirche von England lange mit sich gerungen hat, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen, sind andere anglikanische Kirchenprovinzen schon weiter: Weltweit gibt es zwischen 20 und 30 anglikanische Bischöfinnen, unter anderem in Irland, Wales, Kanada, USA, Australien, Neuseeland und Kuba.