Umgang mit Missbrauch: Vorwürfe gegen US-Kardinal

Gegen den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, gibt es Vorwürfe hinsichtlich seines Umgangs mit einem Priester, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.

religion.ORF.at

Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Missbrauchsopfer der texanischen Erzdiözese Galveston-Houston, DiNardo sei als Erzbischof über Jahre nicht ausreichend gegen den Geistlichen vorgegangen.

Demnach verhaftete die Polizei von Conroe am Dienstag den Priester Manuel LaRosa-Lopez. Der heute 60-Jährige muss sich in vier Fällen für sexuelle Übergriffe an den beiden mutmaßlichen Opfern verantworten. Diese waren zum angegebenen Tatzeitpunkt Teenager. Bei einer Verurteilung drohen dem Geistlichen bis zu 80 Jahre Gefängnis.

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US-Bischof nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetreten

Wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung hat der katholische US-Bischof Michael Bransfield sein Amt niedergelegt.

ZEIT ONLINE

Papst Franziskus billigte am Donnerstag den Amtsverzicht des Geistlichen, wie dessen Diözese am Donnerstag mitteilte. Gegen Bransfield waren Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von Erwachsenen erhoben worden.

USA: Prügelstrafe an Schulen erlaubt

Foto: pixabay.com / Public Domain
Was sich für Mitteleuropäer wie ein schlechter Witz anhört, ist in den USA Routine: In 19 US-Bundesstaaten ist die Prügelstrafe in Schulen noch erlaubt. Nun bittet eine Schule in Georgia die Eltern um Erlaubnis, ihre Kinder „züchtigen“ zu dürfen.

von Frank Nicolai | hpd.de

Die Georgia School for Innovation and the Classics (GSIC) hat vor Kurzem ein Formular an die Eltern ihrer Schüler verschickt. Darin bittet die Schule um die Erlaubnis, die Kinder bei Fehlverhalten körperlich zu züchtigen.

Die Ausbildung an der GSIC im kleinen Städtchen Hephzibah beginnt im Kindergartenalter und geht bis zur neunten Klasse. Gegenüber dem Lokalsender WRDW TV sagte der Schulleiter, Jody Boulineau, „An dieser Schule nehmen wir Disziplin sehr ernst.“

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Nach dem Juncker-Deal mit Donald Trump: Schleusen auf für Fracking-Gas

Flüssigerdgastank in Massachusetts. Bild: Fletcher6 / CC BY-SA 3.0
Die Bundesregierung unterstützt den Bau von LNG-Terminals in Deutschland und Kanada. Die sind weder klimapolitisch noch wirtschaftlich sinnvoll, aber nützlich im Handelskrieg mit der Trump-Regierung

Malte Daniljuk | TELEPOLIS

Bei seiner Rede zur Lage der Union versuchte Jean-Claude Juncker am Mittwoch alle negativen Entwicklungen der letzten Jahre auszublenden. Der Kommissionspräsident richtete sich in dieser Funktion ein letztes Mal an das Europäische Parlament. Währenddessen tagen in Brüssel die Experten und versuchen im Hintergrund, die grundsätzlichen transatlantischen Differenzen beizulegen.

Nach Junckers Besuch in Washington bleiben der EU nur 120 Tage, um etwa die von Trump angedrohten Auto-Strafzölle abzuwenden.

Ende Juli hatte Jean-Claude Juncker in den USA zugesagt, dass die EU-Staaten demnächst mehr verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Nordamerika einführen werde. Brisant ist diese Zusage vor allem deshalb, weil in den USA vor allem mithilfe von Fracking gefördert wird.

Wissenschaftler sind sich einig, dass die klimaschädlichen Emissionen bei der Fracking-Förderung und der LNG-Verflüssigung deutlich über denen der konventionellen Förderung und dem Pipeline-Transport liegen. Zu diesem Ergebnis kommen nicht zuletzt die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.

Der Trump-Juncker-Plan widerspricht also direkt den in Paris festgelegten Klimazielen der EU. Schon in den vergangenen Jahren nahm der Import von Fracking-Gas aus den USA nach Europa erkennbar zu.

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USA: Katholischen Laien erhöhen Druck auf Franz

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Hunderte prominente Männer aus der katholischen Kirche aus den USA verlangen von Franziskus Aufklärung – Sogar Jeb Bush, der ehemalige Gouverneur von Florida, ruft zur Unterzeichnung auf

kath.net

Der Druck von Laien aus den USA auf Papst Franziskus und Bischöfe wird immer größer. Jetzt haben sich hunderte prominente katholische Männer in einem Hilferuf an Papst Franziskus gewandt und in einem Brief von Franziskus eine Reinigung der Kirche von den Missbrauchsskandalen verlangt. Als katholische Laien, die Christus und seine Kirche lieben, wolle man, dass Franziskus die Kirche von der Korruption säubere. „Der gegenwärtige Skandal hat unsere Ehefrauen, Schwestern, Brüder und Kinder in Gefahr gebracht.“ Daher wolle man mit den Worten der Heiligen Katharina von Siena Papst Franziskus ersuchen, „nicht mehr länger zu schlafen“ und tapfer den Standard (von Christus) anzustreben. „Die Kirche braucht Reinigung und durch die Tugend Ihres Amtes als unser Hirte ist niemand mehr qualifiziert, diese Reinigung als Sie zu bringen. Wir bitten Sie daher, dies ohne Verzögerung zu beginnen.“

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Russland wirft Aufständischen Chlorgas-Angriff vor

Syrische Rebellen im Kampf um Idlib (Archivbild). Foto: afp
Laut dem russischen Verteidigungsministerium bereiten die Aufständischen in der syrischen Rebellenhochburg Idlib einen Angriff mit Chlorgas vor.

Frankfurter Rundschau

Russland hat syrischen Aufständischen vorgeworfen, einen Chlorgas-Angriff in der Provinz Idlib vorzubereiten. Nach dem Angriff würden die USA, Großbritannien und Frankreich syrische Regierungstruppen verantwortlich machen und diese daraufhin aus der Luft angreifen, prognostizierte das russische Verteidigungsministerium in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Moskau unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in dem Konflikt militärisch.

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Gesunkene Lebenserwartung: Warum starben so viele früher?

Friedhof in Osnabrück: Vor drei Jahren starben viele Ältere vor allem an den Folgen der Grippe. Bild: dpa
Ein Warnsignal? Zum ersten Mal ist die Lebenserwartung in einem Jahr in den reichen Ländern fast simultan eingebrochen. In Amerika sind es die Suchtopfer, aber das kann kaum die Ursache in Deutschland sein.

Von Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben: In vielen wohlhabenden Ländern, genauer: in europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten, ist die Lebenserwartung regelrecht eingeknickt. Lange zeigte die Kurve ungebrochen nach oben, die Menschen wurden immer älter und jedes Neugeborene hatte blendende, von unvorhersehbaren Epidemien ausgenommen nahezu ungetrübte Aussicht, dass es uralt – heute sogar leicht hundert Jahre – werden kann. Mit Blick auf die Statistik konnte man in den reichen Staaten die Sektkorken knallen lassen. Plötzlich aber das: da tauchen neue Zahlen auf, die die Fachleute ins Zweifeln bringen. Domantas Jasilionis vom Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock spricht von einem „Signal, das auf sehr grundlegende Probleme hinweist“ – vor allem in der medizinischen Versorgung wohlhabender Länder.

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Türkisches Gericht lehnt die Freilassung von amerikanischem Pastor Brunson erneut ab

Themenbild.
Im Streit zwischen der Türkei und den USA um das Schicksal eines in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen amerikanischen Pastors hat ein Gericht in Izmir erneut die Freilassung des Mannes abgelehnt.

Neue Zürcher Zeitung

Andrew Brunson bleibe weiter in Hausarrest, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Bereits am Mittwoch hatte ein anderes, untergeordnetes Gericht den Antrag seines Anwalts auf Freilassung abgelehnt.

Um Brunson freizubekommen, hatten die USA Sanktionen und Strafzölle gegen die Türkei verhängt. Die türkische Landeswährung Lira war daraufhin vergangenen Freitag und Montag schwer eingebrochen.

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Trump und die CIA : „Wie in einer Bananenrepublik“

Donald Trump beim Verlassen der Air Force One auf der Andrews Air Force Base in Maryland Bild: AP
Dass Donald Trump einem früheren CIA-Direktor die Sicherheitsfreigabe entzieht, ist wohl beispiellos in der amerikanischen Geschichte. Ein Manöver, um Kritiker zum Schweigen zu bringen, glauben viele – doch das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Von Oliver Georgi | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Auch so etwas gab es in den Vereinigten Staaten noch nie: Ein amtierender Präsident entzieht einem früheren CIA-Chef die Sicherheitsfreigabe – weil der ihn öffentlich massiv kritisiert. John Brennan sei „unberechenbar“ geworden, ein „Schandfleck für das Land“, twitterte Donald Trump am Donnerstag. Amerika habe „Besseres als das verdient“. In einer Erklärung, die Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders im Weißen Haus verlas, hieß es, früher sei es ehemaligen Chefs von Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden erlaubt worden, den Zugang zu geheimen Informationen zu behalten. „An diesem Punkt in meiner Amtsführung überwiegt das von Brennans unberechenbarem Verhalten ausgehende Risiko den Nutzen, der sich für hohe Regierungsbeamte aus Beratungen mit Brennan ergeben könnte.“

Der Schritt ist in den Vereinigten Staaten bislang ohne Beispiel – und die Empörung entsprechend groß. „Es scheint das erste Mal zu sein, dass ein Präsident jemals eine Freigabe außerhalb des etablierten Prozederes gewährt oder entzogen hat“, schrieb die „New York Times“ und berief sich dabei auf den renommierten Anwalt Bradley P. Moss.

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Jahrzehntelange Vertuschung in den USA: Mehr als 300 Priester missbrauchten 1.000 Kinder

Es ist die umfassendste Sammlung von Missbrauchsvorwürfen in der katholischen Kirche der USA: Ermittler in Pennsylvania haben die Taten von über 300 Priestern in 70 Jahren zusammengetragen. Die Kirchenführung soll vieles vertuscht haben.

katholisch.de

Im US-Bundesstaat Pennsylvania haben einer umfassenden Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 300 katholische Priester sexuelle Übergriffe auf Minderjährige begangen. Mindestens tausend Kinder seien missbraucht worden, heißt es im Abschlussbericht eines Geschworenengremiums, der am Dienstag (Ortszeit) veröffentlicht wurde. Die Taten in den sechs katholischen Diözesen sollen über einen Zeitraum von 70 Jahren stattgefunden haben.

Generalstaatsanwalt Josh Shapiro, der die bisherigen Ermittlungsergebnisse vorstellte, sprach von einer „jahrzehntelangen Vertuschung“ durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und im Vatikan. Straffällig gewordene Priester seien in andere Gemeinden versetzt worden. Fast alle Taten seien rechtlich verjährt. Die Dunkelziffer sei vermutlich hoch. „Obwohl die Liste von Priestern lang ist – wir denken nicht, dass wir alle gekriegt haben“, sagte Shapiro. Dennoch sei dies der umfassendste Bericht zu Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche, der jemals in den USA veröffentlicht worden sei.

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Russland unterstützt die Türkei im Streit mit den USA

Russlands Aussenminister Sergei Lawrow und sein türkischer Amtskollege Mevlut Cavusoglu bei ihrem Treffen in Ankara. (Bild: Burhan Ozbilici / AP)
Nach neuen Sanktionen und Strafzöllen haben Russland und die Türkei gemeinsam die Politik der USA scharf kritisiert. «Diese Politik darf nicht fortgesetzt werden», sagte der russische Aussenminister Sergei Lawrow bei einem Besuch in Ankara.

Neue Zürcher Zeitung

«Wir sehen die Verschärfung von Sanktionen als nicht legitime Politik», sagte Lawrow. Die USA wollten den Ton in internationalen Angelegenheiten ohne Abstimmung mit anderen Staaten vorgeben. In der vergangenen Woche hatte Washington sowohl Strafmassnahmen gegen Moskau als auch gegen Ankara verhängt. Im Fall der Türkei verdoppelte Präsident Donald Trump Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus der Türkei. Die Lira, die seit Monaten schwächelt, ging daraufhin in den freien Fall.

Lawrows türkischer Kollege Mevlüt Cavusoglu forderte während der gemeinsamen Pressekonferenz, dass die «Ära der Schikanen» enden müsse. Die USA würden nur respektiert werden, «wenn sie anderen Ländern und ihren Bedenken zuhören und alle als gleich ansehen».

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Psychopharmaka: Wenn Kinder einfach krank gestempelt werden

Therapie mit unbekannten Langzeitfolgen: Immer mehr Kinder erhalten in den Vereinigten Staaten Psychopharmaka. Bild: dpa
Ist der Nachwuchs auch nur etwas verhaltensauffällig, greifen Amerikas Eltern und Ärzte schnell zu Psychopillen. Neue Zahlen belegen, wie dramatisch die Entwicklung ist.

Von Hildegard Kaulen | Frankfurter Allgemeine Zeitung

In den Vereinigten Staaten werden immer mehr Kinder als psychisch krank eingestuft und mit Psychopharmaka behandelt. Am häufigsten werden Verhaltensauffälligkeiten therapiert. Ein Beitrag von Dinci Pennap von der Universität Maryland und ihren Kollegen in der Zeitschrift „Jama Pediatrics“ verdeutlicht das ganze Ausmaß dieser Entwicklung: Von 35 244 Kindern, die 2007 in einkommensschwache Familien eines Bundesstaates im Osten der Vereinigten Staaten hineingeboren worden sind, ist jedes fünfte Kind bis zu seinem achten Lebensjahr als psychisch krank eingestuft worden. Jedes zehnte Kind dieser Geburtskohorte hat bis zum achten Lebensjahr Psychopharmaka erhalten.

Die Konsequenzen, die sich daraus für die Reifung des kindlichen Gehirns und die langfristige körperliche und geistige Gesundheit der Kinder ergeben, sind nicht absehbar. Die am häufigsten diagnostizierte psychische Erkrankung ist ADHS, eine Störung der Aufmerksamkeit- und der Konzentrationsfähigkeit, gefolgt von Lernschwierigkeiten, Störungen des Sozialverhaltens, Anpassungsstörungen und Angststörungen. Autismus und Depression sind nur selten festgestellt worden. Bei den Jungen kommt besonders häufig ADHS vor, bei den Mädchen sind es auch Anpassungs- und Angststörungen. Lernschwierigkeiten und Störungen im Sozialverhalten sind bei beiden Geschlechtern gleichermaßen häufig vertreten gewesen.

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Bischof entfernt Namen von Geistlichen aus seinen Kirchen

© Bild: Fotolia.com/gregorydean
Egal ob Bischöfe, Priester oder Seminaristen: US-Bischof Robert Gainer hat eine Liste mit 71 Missbrauchstätern seiner Diözese Harrisburg veröffentlicht. Doch das ist noch nicht alles.

katholisch.de

Der Bischof von Harrisburg im Bundesstaat Pennsylvania, Robert Gainer, hat Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche der USA gezogen. Namen von früheren Geistlichen, die unter Missbrauchsverdacht stehen, sollen ab sofort aus allen Kirchen und anderen Gebäuden der Diözese entfernt werden.

Damit reagierte Gainer Medienberichten (Donnerstag Ortszeit) zufolge schon vor Veröffentlichung eines Berichts einer Untersuchungskommission in Pennsylvania über sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen. In dem Bericht könnten mehr als 300 Priester und zahlreiche Bischöfe als Missbrauchstäter der vergangenen sieben Jahrzehnten genannt werden.

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US-Außenminister: Religionsfreiheit für Trump-Regierung Top-Thema

Mike Pompeo in „Vatican News“: Bedeutung von Religionsfreiheit auch für Investoren hoch – Schwerer Konflikt mit Türkei

kath.net

In Washington wird bis Donnerstag bei einer großen, vom US-Außenministerium veranstalteten Konferenz das Thema Religionsfreiheit diskutiert. Mehr als 80 Delegationen mit mehr als 40 Außenministern oder deren Vertretern beraten dabei gemeinsam mit religiösen Führungspersönlichkeiten und Vertretern internationaler Organisationen über Religionsfreiheit. Diese weltweit sicherzustellen stelle für die Trump-Regierung eine „absolute Priorität“ dar, so Außenminister Mike Pompeo gegenüber „Vatican News“ (Montag): „Das Ziel dieses Treffens ist es, die Wichtigkeit der Religionsfreiheit für jedes Individuum auf der Erde bekannt zu machen.“

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Wie die „ISS“ zum Absturz gebracht werden kann

Der Raumtransporter Cygnus soll die ISS abbremsen, Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Die Nasa testet, wie die „ISS“ entsorgt werden kann. Dazu schubst der Raumtransporter Cygnus sie jetzt erst einmal an. Je nach Ausgang des Experiments könnte sie sich so aus einer Abhängigkeit von Russland befreien.

Von Guido Meyer | DIE WELT

Die „Internationale Raumstation“ (ISS) feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag. Die USA, Russland, Europa, Kanada und Japan können sich gegenseitig gratulieren. Doch ausgerechnet im Jubiläumsjahr wird auch das Ende der „ISS“ geprobt. Dass das Weltraumlabor irgendwann seinen Geist aufgeben wird, ist klar. Nur – wie holt man eine fußballfeldgroße Station aus dem Weltall?

Bei der Konstruktion der „ISS“ war darauf geachtet worden, dass sie sich zerlegen lässt. „Es gab einen Plan, die einzelnen Module der ,ISS‘ mit den Spaceshuttles wieder auf die Erde zurückzubringen“, sagt John Logsdon, der ehemalige Direktor des Space Policy Institutes der George Washington University. „Es ist aber genauso gut vorstellbar, die „ISS“ als Ganzes im Pazifik zu versenken – wie 2001 die russische Raumstation ,Mir‘, also ohne die Station vorher zu zerlegen.“

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USA beunruhigt über „syrische Aktivitäten im Süden Syriens“

US-Basis in der Nähe von al-Tanf. Foto: русская весна / CC BY-SA 4.0
Die Offensive der syrischen Armee und ihrer Verbündeten zur Wiedererlangung der Kontrolle im eigenen Land und die ihr entgegengesetzten Interessen von außerhalb

Thomas Pany | TELEPOLIS

In Syrien baut sich in einer geopolitisch neuralgischen Region, im Südwesten des Landes, eine spannungsgeladene Situation auf. Die Regierung in Damaskus hatte eine Offensive in der Provinz Suweida und Daraa angekündigt und bereits begonnen; erste Eroberungen werden gemeldet. Ziel ist es das Gebiet von IS-Kämpfern zu säubern, um die staatliche Kontrolle auszuweiten. Wie Präsident Assad mehrmals bekräftigt hat, will er ganz Syrien zurück unter die Kontrolle der Regierung bringen

Die Offensive im Südwesten macht die Nachbarländer Jordanien und Israel nervös. Damit sind auch die USA im Spiel. Die drei Länder berufen sich auf Abmachungen mit Russland, die seinerzeit in Jordanien getroffen wurden und von Trump und Putin am Rand des letztjährigen G20-Gipfels in Hamburg offenbar bestätigt wurden.

Wie die Abmachungen zwischen den USA, Russland und Jordanien genau lauten, wissen nur Insider. Es gibt kein offizielles Schreiben mit Brief und Siegel dazu, das der Öffentlichkeit vorläge, und die genauen Vereinbarungen bekannt macht. Es gibt nur Medienmeldungen von mehr oder weniger gut informierten Journalisten mit mehr oder weniger guten Kontakten und die unterschiedlichen politischen Interessen, die mit der Öffentlichkeitsarbeit in der geopolitisch sensiblen Zone verbunden sind.

Für Israel und Jordanien und damit auch für deren großen Bruderpartner die USA sind die „Deeskalationszonen“ in den Grenzgebieten auf syrischem Terrain von größtem Interesse. Immer wieder gab es Medienberichte dazu, wie groß das Gebiet – in Syrien – laut Abmachungen sein soll, in dem sich auf keinen Fall schiitischen Milizen mit Verbindungen zu Iran aufhalten sollen. Israels Premierminister Netanjahu forderte einen sehr viel größeren Abstand zu den Grenzen seines Landes, als die USA mit Russland verabreden konnten.

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Mutmaßlicher Missbrauch in US-Unterkünften für Migrantenkinder

Aufnahme von der Grenze zwischen den USA und Mexico – APA/AFP
13 Betreiber solcher privater Unterkünfte stehen teils seit 2014 am Pranger. Aber nur zwei von ihnen wurde der Vertrag mit den Behörden gekündigt.

Die Presse.com

Mitten in die Debatte um die US-Praxis im Umgang mit Migrantenfamilien und Donald Trumps diesbezüglichem Einlenken platzt nun ein Bericht über den mutmaßlichen Missbrauch von Migrantenkindern. Gegen mehr als ein Dutzend Unterkünfte für Einwandererkinder in den USA sind einem Bericht zufolge Vorwürfe von Verstößen laut geworden. Die mutmaßlichen Verstöße hätten sich in privat geführten Unterkünften ereignet, in denen die Kinder langfristig untergebracht seien, berichteten das Internetportal der „Texas Tribune“ und das Center for Investigative Reporting am Mittwoch.

Demnach soll es zu körperlichem und sexuellem Missbrauch gekommen sein sowie zu Verstößen gegen die Sicherheit und Betreuung von Kindern, wie es unter Berufung auf Regierungs- und andere Berichte heißt. Behördenvertreter im Bundesstaat Texas berichteten demnach vonBundesstaat Texas .

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Die Zeichen stehen auf nukleare Aufrüstung

Ein US-Militär transportiert die Codes für die Atombombe ins Weiße Haus. – (c) REUTERS (Yuri Gripas)
Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri werden die Atomwaffen-Arsenale weltweit modernisiert. Besonders ins Gewicht fallen die Anstrengungen von USA und Russland.

Die Presse.com

Die Modernisierung der Atomwaffenarsenale schreitet weltweit voran. Zwar ist die Anzahl von Nuklearwaffen 2017 im Vergleich zu 2016 leicht gesunken (von 14.935 auf 14.465), gleichzeitig haben die Atommächte in großem Maßstab in technische Innovationen investiert. Zu diesem Schluss kommt ein am heutigen Montag veröffentlichter Bericht des schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri.

Besonders ins Gewicht fallen die Modernisierungsanstrengungen der USA und Russland, die noch immer 92 Prozent der Atomwaffen weltweit besitzen, heißt es in dem Bericht. Aber auch kleinere Atommächte wie Indien, Pakistan, China und Nordkorea hätten 2017 versucht, ihre Nuklearwaffen auf den neuesten Stand zu bringen.

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Apostel machen gegen US-Einwanderungspolitik mobil

Die US-Bischöfe schlagen bei ihrer Frühjahrsvollversammlung Alarm. Der Umgang der Regierung mit Flüchtlingen und Einwanderern sei inakzeptabel. Die Kirchenvertreter wollen es nicht bei einer Erklärung belassen.

DOMRADIO.DE

Selten haben sich die katholischen Bischöfe der USA bei ihrer Vollversammlung so irritiert und besorgt gezeigt wie diesmal. Man habe es mit „beunruhigenden Entwicklungen im Bereich der Einwanderung zu tun“, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, zum Auftakt des Frühjahrstreffens am Mittwoch (Ortszeit) in Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida.

Der eher bedächtige Kardinal aus dem Grenzstaat Texas war sichtlich bewegt, als er darüber sprach, wie Beamte der US-Regierung an der Grenze die Familien von Einwanderern und Flüchtlingen zwangsweise trennen, um sie dann getrennt in Gewahrsam zu nehmen.

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Zahl der Unterstützer der Todesstrafe in Amerika wächst

Todeszelle des Huntsville-Gefängnisses in Texas (Archivbild) Bild: dpa
Mehr als die Hälfte der Amerikaner spricht sich für die Todesstrafe aus. Das zeigt eine neue Studie. Die Zahl der Befürworter steigt – bei einer Gruppe ist der Trend rückläufig.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Todesstrafe erhält wieder mehr Unterstützung in den Vereinigten Staaten. Nach einer Anfang der Woche veröffentlichten Umfrage vom amerikanischen Pew Research Center sprechen sich nun 54 Prozent der Amerikaner bei Mord für die ultimative Strafe aus. Das seien fünf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Damals lag demnach die Quote auf dem niedrigsten Niveau seit den frühen 1970er Jahren.

Unter Demokraten bleiben die Befürworter der Todesstrafe seit 1990 rückläufig, bei Republikanern ist sie unverändert hoch, wie das Institut mitteilte. Die Haltung zum Tod durch den elektrischen Stuhl oder die Giftspritze variiere stark nach Geschlecht und Rasse. 61 Prozent der Männer halten demnach das Todesurteil für gerechtfertigt, während Frauen diese Ansicht nur zu 46 Prozent teilen.

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