Trump: Der Vatikan hat die höchste Mauer von allen

In den USA tobt ein Streit um die Finanzierung einer Grenzschutzerweiterung an der Südgrenze. US-Präsident Trump erinnerte diese Woche daran, dass eine Mauer an sich nicht unmoralisch sei.

kath.net

In der Diskussion rund um den Grenzsschutz zwischen den USA und Mexiko und der Finanzierung einer möglichen Mauer bzw. Grenzschutz-Erweiterung durch den US-Kongress hat US-Präsident Donald Trump diese Woche daran erinnert, dass es auch eine Mauer rund um den Vatikan gäbe. Daher könne laut Trump eine Mauer an sich nicht unmoralisch sein. „Wenn sie sagen, dass eine Mauer unmoralisch sei, dann sollten sie sich auch um den Vatikan annehmen, denn der Vatikan hat die höchste Mauer von allen.“, sagte Trump laut US-Medien. Mauer funktionieren laut Trump zu 100 %.

„Shutdown“ trifft Indianerstämme hart

Bild: tagesschau.de
Mit jedem „Shutdown“ kommen vor allem die Indianerstämme in den USA in Bedrängnis: Sie werden ausschließlich vom Staat versorgt. Gesetze, die das ändern sollen, kommen seit Jahren nicht voran.

Von Arthur Landwehr | tagesschau.de

Es hat viel geschneit im Land der Navajo Indianer. Die Straßen in den Reservaten in New Mexico und Arizona liegen voller Schnee. Seit zwei Wochen ist kein Schneepflug mehr hier durchgefahren. „Der Service wird vom Büro für Indianerangelegenheiten erledigt. Und das passiert gerade nicht. Die Leute sind also eingeschneit und nicht in der Lage, zum Markt zu gehen, um Lebensmittel zu kaufen“, sagt Aaron Payment, Präsident des Nationalkongresses der amerikanischen Indianerstämme. Die Schneepflüge gehören dem Staat – und der hat geschlossen. Die Fahrer sind im unbezahlten Urlaub, bis man sich in Washington auf einen neuen Haushalt einigen kann.

Vom „Shutdown“, der Haushaltssperre, sind die Indianerstämme in den USA so stark betroffen wie kaum jemand sonst. Mit drastischen Auswirkungen.

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„Shutdown“ legt US-Behörden lahm

Es war eine Eskalation mit Ansage: In den USA sind die Haushaltsgespräche gescheitert – wegen des Streits über die Mauer zu Mexiko. Um Mitternacht gingen Hunderttausende Staatsbedienstete in den Zwangsurlaub.

Von Jan Bösche | tagesschau.de

Der „Shutdown“ ist da – zumindest für einen Teil der Ministerien. Im Kongress wurde bis tief in den Abend hinein hektisch verhandelt, aber es gab keine Lösung. Präsident Donald Trump erklärte: „Wir werden einen ‚Shutdown‘ bekommen, wir können nichts dagegen tun, denn die Demokraten müssen uns ihre Stimmen geben. Nennen Sie es ‚Demokraten-Shutdown‘ oder etwas anderes. Wir brauchen deren Hilfe. Demokraten, wir haben eine wunderbare Liste, was wir brauchen, um unser Land zu sichern.“

Trump will mehr als fünf Milliarden Dollar, um eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Ohne das Geld will er keinem Übergangshaushalt zustimmen, der die Behörden weiter finanziert hätte. Die Demokraten wollen ihm das Geld aber nicht geben, und er braucht ihre Stimmen im Senat.

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Russland und China haben die Ionosphäre mit Radiowellen erhitzt

Anntennen der amerikanischen Anlage HAARP zur Ionosphären-Forschung. Bild: DoD
Die Experimente dienen vermutlich militärischen Zwecken, China errichtet eine Hochfrequenzanlage wie das amerikanische HAARP am Südchinesischen Meer

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das amerikanische HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) in Alaska hat immer wieder Misstrauen erregt. Mit der einst militärischen, jetzt zivilen Kurzwellenanlage mit 180 Sendern und einer Leistung von 5,1 Gigawatt wird erkundet, wie mit Radiowellen die Ionosphäre, d.h. die Elektronen und Ionen, ab 60 km über der Erdoberfläche untersucht und beeinflusst werden kann. Verdächtigt wurde, dass mit HAARP, das seit 2014 von der University of Alaska betrieben wird, das Wetter oder gar die Gehirne der Menschen manipuliert werden können. Darüber gibt es zahlreiche Verschwörungstheorien. Militärisch interessant ist die Ionosphäre, weil dort Funkwellen reflektiert werden.

Jetzt berichtet SCMP, dass Russland und China mit Radiowellen einen Teil der Ionosphäre aufgeheizt hätten, um vermutlich eine Technik für eine mögliche militärische Anwendung zu testen. Es seien in diesem Jahr 5 Experimente von Wissenschaftlern beider Länder durchgeführt worden. Beispielsweise sei bei einem Experiment eine großflächige Veränderung in der Höhe von 500 km über der russischen Stadt Vasilsursk auf einem Gebiet von 126.000 Quadratkilometern ausgelöst worden. Dabei seien negativ geladene subatomare Teilchen zehnmal stärker als in der Umgebung angeregt worden. In einem anderen Experiment der 1981 in Betrieb gegangenen russischen Anlage Sura wurde durch das Hochjagen von Elektronen mit bis zu 260 MW über die Mikrowellenantennen angeblich das ionisierte Gas in großer Höhe um 100 Grad Celsius erhitzt.

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Christian Joppke: „Der säkulare Staat“ – Ruhige Worte in hitziger Debatte

Christian Joppke fokussiert auf die zunehmende politische Präsenz der religiösen Rechten in den USA. (Hamburger Edition / Unsplash / Aleks Dahlberg)
Was tun, wenn Religion und Rechtsstaat aufeinanderkrachen? In der oft hitzigen Debatte um Kruzifix und Kopftuch tut dieses Buch von Christian Joppke gut: Völlig unaufgeregt benennt und bewertet es die Probleme allzu offensiver Religiosität.

Von Marko Martin | Deutschlandfunk Kultur

Nein, dieses Buch ist trotz des Titels kein Buch aus der Aufreger-Reihe: „Was jetzt zu tun ist“. Christian Joppke, Soziologieprofessor an der Universität Bern und Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, ist kein schriller Thesenritter, sondern ein bedächtig wägender Wissenschaftler. Seine Rückversicherungen bei Klassikern der Soziologie und die in ruhigem Ton vorgetragenen Relativierungen so mancher Schnellschuss-Befunde zeugen von fachlicher Seriosität, sind stilistisch jedoch häufig eine beträchtliche Lektüre-Herausforderung.

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USA: Gewaltige Öl- und Gasvorkommen entdeckt

Fracking-Anlage in den USA. Ein neu entdecktes Öl- und Gasfeld könnte dank dieser Technik künftig enorme Mengen Rohstoffe liefern. © grandriver/ iStock
Erdöl und Erdgas in rauen Mengen: In den USA haben Geologen ein riesiges neues Vorkommen von Öl und Gas entdeckt. Das Feld liegt an der Grenze der US-Bundesstaaten Texas und New Mexico und enthält rund 6,5 Milliarden Tonnen Erdöl und knapp acht Billionen Kubikmeter Erdgas – das ist mehr als das zehnfache der aktuellen Jahresölfördermenge der USA. Die Ressourcen sind mit Fracking und neue Bohrtechniken förderbar, wie der US Geological Survey berichtet.

scinexx

In den letzten Jahren haben sogenannte unkonventionelle Fördertechniken viele Öl- und Gasvorkommen zugänglich gemacht, die früher nicht oder zumindest nicht lohnend abbaubar gewesen wären. Vor allem das umstrittene Fracking hat in den USA zu einem wahren Boom der Erdöl- und Gasförderung geführt. Dabei wird mit hohem Druck ein Fracking-Fluid aus Wasser, Sand und verschiedenen chemischen Zusätzen ins Gestein gepresst. Dabei entstehen Risse, durch die Öl und Gas ausströmen und gefördert werden können.

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Warum viele Amerikaner an den Antichrist glauben

Bild: SRF
Hexen, UFOs und Verschwörungstheorien haben in den USA einen fruchtbaren Nährboden. Ein neues Buch erklärt, wieso.

Gabriele Riedle | SRF

Womöglich ist Amerika in gewisser Weise «haywired», übergeschnappt. Das jedenfalls diagnostiziert Kurt Andersen in seinem neuesten Buch.

Andersen, Romanautor, Kolumnist und einer der einflussreichsten amerikanischen Kulturkritiker, beschreibt, wie stark die Unvernunft die USA durchdringt. Zwei Drittel der Amerikaner, schreibt er, seien sicher, dass Engel und Dämonen aktiv in unser Leben eingreifen.

Ein Drittel glaubt an den Antichrist

Ein Drittel der Amerikaner glaubt an Hexen. Oder, dass es Naturheilmittel gegen Krebs gibt, die die Regierung zusammen mit der Pharmaindustrie geheim hält. Oder, dass wahlweise Hillary Clinton oder Barack Obama der Antichrist seien.

Um das zu verstehen, geht Andersen zurück bis ins frühe 17. Jahrhundert: «Schon die ersten weissen Amerikaner», sagt er im Gespräch, «haben inbrünstig an das Wundersame und aufregend Unwahre geglaubt. Dieses Land wurde aus dem Nichts zurechtgemacht wie ein Stück Fiktion.»

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US-Unternehmer verweigern dem Vatikan Spenden

Spenden auf Eis gelegt: Einflussreiche katholische Unternehmer aus den USA und Kanada verweigern dem Vatikan wegen des Missbrauchsskandals den traditionellen Zehnt für das nächste Jahr. Immerhin eine Summe von rund einer Million Euro.

DOMRADIO.DE

Weil die US-Bischöfe bei ihrer Herbsttagung keinen Aktionsplan zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals verabschiedet haben, legte die US-amerikanisch-kanadische Organisation von Wirtschaftsführern „Legatus“ rund eine Million Dollar (880.000 Euro) Spenden vorläufig auf Eis.

Spenden auf Eis gelegt

Ende vergangener Woche teilte der Gouverneursrat von „Legatus“ mit, den Zehnt für 2019 nicht an den Vatikan zu überweisen. Mitglieder, die bereits ihren Spendenbeitrag bezahlt haben, erhalten demnach eine Rückerstattung.

Schon im September hatte der „Legatus“-Vorsitzende Tom Monaghan den Vatikan angesichts der Missbrauchsenthüllungen um eine „Klarstellung über die konkrete Verwendung“ der Spenden gebeten.

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US-Bischöfe: Wir sind keine Filialleiter des Vatikan

Bild: © KNA/CNS photo/Bob Roller
Die US-Bischöfe haben ihre Vollversammlung beendet. Fest steht: Sie wollen das Vertrauen der Gläubigen nach dem Missbrauchsskandal zurückgewinnen. Der Vatikan hat ihnen ihre ohnehin schwierige Aufgabe allerdings nicht leichter gemacht.

Von Thomas Spang | katholisch.de

Am Ende huschte ein scheues Lächeln über das Gesicht des Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Kardinal Daniel DiNardo sagte zum Abschluss des dreitätigen Treffens am Mittwochabend (Ortszeit) in Baltimore, seine Hoffnung ruhe in Christus. Er habe verstanden, wie entschlossen die Bischöfe seien, sich gegenüber den Gläubigen und den Opfern des Missbrauchsskandals rechenschaftspflichtig zu machen.

„Wir verlassen diesen Ort mit dem Versprechen, die stärkstmöglichen Maßnahmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu ergreifen“, erklärte DiNardo vor den rund 350 Bischöfen aus 196 Diözesen. „Wir werden das in Gemeinschaft mit der universalen Kirche machen“, versuchte er die Intervention Roms unmittelbar vor Eröffnung des Bischofstreffens in ein positives Licht zu rücken. „Zusammen als Weltkirche voranzuschreiten, macht die Kirche in den USA und die globale Kirche stärker.“

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Missbrauch: Zeitungen setzen US-Bischöfe massiv unter Druck

Bild: © picture alliance / ZUMA Press
Aufarbeitung? Mangelhaft. Transparenz? Mangelhaft. Eine gemeinsame Großrecherche von US-Zeitungen stellt den Bischöfen des Landes ein denkbar schlechtes Zeugnis im Umgang mit Missbrauch aus. So reagieren die Erzbischöfe Chaput und O’Malley.

katholisch.de

Die US-Zeitungen „Boston Globe“ und „Philadelphia Inquirer“ erhöhen den Druck auf die katholische Kirche zur Aufklärung ihrer Missbrauchsskandale. In gleichlautenden Leitartikeln (Sonntag Ortszeit) werfen sie den US-Bischöfen vor, eigenes Fehlverhalten nicht ausreichend offenzulegen.

Nach einer gemeinsamen Großrecherche veröffentlichten beide Zeitungen einen fast 6.000 Wörter umfassenden Artikel. Er kommt zu dem Ergebnis, dass seit der Aufdeckung des Skandals 2002 in Boston die katholischen Kirchenoberen ihrem selbst verordneten Transparenz– und Aufklärungsgebot nicht umfassend nachgekommen seien. In dem Recherchebeitrag werden keine neuen Missbrauchsfälle genannt. Er dokumentiert bekannte Fälle und geht dem Umgang noch amtierender und pensionierter Bischöfe damit nach.

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US-Zwischenwahlen: Republikaner brauchen die Evangelikalen

Bei gläubigen Wählern liegen Donald Trumps Republikaner vorne, besonders bei den weißen Evangelikalen. Manche Außenstehende kritisieren diese Allianz. Doch sie hat eine eigene Logik, auch bei den US-Kongresswahlen am 6. November.

evangelisch.de

Bei den US-Kongresswahlen am 6. November kommt es auf die Mobilisierung der Stammwähler an: Bei der erwarteten Beteiligungsrate von etwas mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten können organisierte Minderheiten den Ausschlag geben. Bei den Republikanern gehören zur Basis die weißen Evangelikalen. Sie stellten bei Trumps Erfolg 2016 laut Nachwahlbefragung etwa ein Viertel der Wähler. Rund 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe stimmten für Trump.

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UN-Migrationspakt: Gefahr für die nationale Souveränität?

Bild: tagesschau.de
Der UN-Migrationspakt gefährde die staatliche Souveränität oder sogar die gesamte Demokratie – solche Vorwürfe sind derzeit zu hören. Was ist dran an den Behauptungen?

Von Patrick Gensing, ARD-faktenfinder, und Andrej Reisin, NDR | tagesschau.de

Nach den USA und Ungarn hat auch Österreich erklärt, den UN-Migrationspakt nicht zu unterzeichnen. Die Entscheidung sei notwendig, um die nationale Souveränität zu verteidigen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Österreich werde weiterhin seine eigenen Gesetze zu allen Fragen der Migration erarbeiten, erklärte die Regierung aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ.

Kampagnen gegen den Pakt

Auch im Netz wird gegen den Pakt mobil gemacht: „Unsere Demokratie ist in Gefahr. Unsere Identität ist in Gefahr. Unsere Souveränität ist in Gefahr.“ So ist es auf der Seite „Migrationspakt Stoppen“ zu lesen. Der Pakt sei „der letzte Akt der Globalisten“, heißt es im verschwörungstheoretischen Duktus. Es gehe „um die Masseneinwanderung nach Europa, direkt in unseren Sozialstaat“, behauptet der rechtsradikale Aktivist Martin Sellner in einer Petition, die von mehr als 60.000 Personen unterzeichnet wurde.

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US-Justizministerium an Bistümer: Keine Missbrauchsakten vernichten!

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten für breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche und internationale Grenzen hinaus.

kath.net

Das US-amerikanische Justizministerium hat sich an die römisch-katholischen Bistümer mit der Bitte gewandt, keine Akten zu vernichten. Das berichtete die „New York Times“. Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten vielmehr für eine breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche oder sogar internationale Grenzen hinaus. Die Anfrage enthält außerdem den Hinweis auf Dokumente in „Geheimarchiven“, also vertrauliche Daten der Bistümer. Offenbar sorgt sich das Justizministerium, dass infolge des öffentlich gewordenen massiven Skandals um sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung in der US-amerikanischen katholischen Kirche (in dessen Strudel sich nicht wenige US-Bischöfe und US-Kardinäle um ihr berufliches Weiterbestehen kämpfen), Bistümer auf die Idee kommen könnten, belastendes Archivmaterial zu zerstören.

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71 Prozent der jungen Amerikaner untauglich fürs Militär

Aus der neuen Rekrutierungskampagne der US Army „Warriors Wanted
Armee findet nicht mehr ausreichend Rekruten, auch weil weniger Interesse zeigen, Amerika militärisch wieder groß zu machen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn man sich Sendungen wie Ninja Warriors ansieht oder Menschen beobachtet, die im öffentlichen Raum keuchend laufend oder auf dem Fahrrad strampelnd ihren Körper aufrüsten, könnte man glauben, dass man zwar selber vielleicht nicht so fit ist, aber die Menschen um einen herum alles dafür geben, ihren Körper zu stählen, mit Muskeln aufzupeppen, vom Fett zu entschlacken und gesundheitsbewusst länger zu leben. Das scheint jedoch nicht zuzutreffen, wenn es um die körperlichen Leistungskapazitäten der breiteren Bevölkerung und insbesondere der jungen Menschen geht.

Wenn es nach den überkommenen Fitnessansprüchen der Streitkräfte geht, scheint es jedenfalls um den körperlichen Zustand der Menschen nicht zum Besten stehen – aus der Sicht des Militärs selbstverständlich oder der der nationalen Sicherheit. Das mag etwas absurd sein, wenn Soldaten in Panzern und Flugzeugen sitzen, mit Artillerie über weite Entfernungen Ziele bombardieren oder Kampfdrohnen steuern, während KI-Systeme und Roboter mehr und mehr den Menschen ersetzen sollen.

Aber letztlich ist es ein Trugbild, sich vorzustellen, dass irgendwann Roboter als neue Söldnerheere unter sich die Kriege ausfechten werden. Um den Feind zu treffen, wird man auch die Menschen vernichten müssen, die hinter den Robotern stehen. Die Roboter werden also nicht nur da draußen in der Ferne miteinander kämpfen, sondern auch die Stützpunkte angreifen, von denen aus sie gesteuert werden. Aber auch dann ist höchst fraglich, ob noch körperliche Fitness gefragt ist und nicht eher technische Fertigkeiten und Kenntnisse, die auch ein fettleibiger homo sedens erbringen kann.

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Staat eröffnet Ermittlungsverfahren gegen Erzbistum Washington

Es geht um den Vorwurf der Verschleierung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger – In den USA laufen nun gegen insgesamt 13 Bistümer staatliche Ermittlungen wegen Verdachts auf sexuelle Missbrauch und seiner Vertuschung

kath.net

Der Generalstaatsanwalt des Distrikts Columbia hat am 23.9. eine Untersuchung über sexuellen Missbrauch von Geistlichen im Erzbistum Washington eingeleitet. Das berichtete die „Catholic News Agency“. Es geht um den Vorwurf der Verschleierung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Das Erzbistum wird derzeit von einem Administrator geleitet.

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Weltwirtschaft: Warnung aus Asien und vom IWF

Christine Lagarde, IMF (Bild: MEDEF / CC BY-SA 2.0 )
Beobachter sehen schwarze Wolken am Horizont der globalen Ökonomie aufziehen

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der Chef der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB), Jin Liqun, macht sich ernsthaft Sorgen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen und insbesondere der Region schweren Schaden zu fügen, so seine Befürchtung.

Das berichtet die in Hongkong erscheinende South China Morning Post. Jin sprach dort am Dienstag auf einer Tagung. Der Hauptsitz seines Instituts, zu dessen 87 Mitgliedern auch Deutschland gehört, ist Beijing (Peking). Die Bank wurde 2015 auf Anregung Chinas gegründet, das über nicht ganz 27 Prozent der Stimmrechte verfügt.

Besondere Sorgen macht Jin die Abwertung einiger asiatischen Währungen wie der indonesischen Rupiah. Die schwachen Währungen verschlechterten die Handelsbilanzen der betroffenen Länder, weil sich die Importe verteuerten. Wenn sich nicht zugleich die Exporte verbesserten, und das sei zur Zeit nicht unbedingt gegeben, dann könnten daraus Schwierigkeiten bei der Begleichung der Auslandsschulden enstehen.

Jin sprach davon, dass die volatile und unsichere Situation der Weltwirtschaft „sicherlich rauer als alles ist, was wir in den letzten Jahren erlebt haben“. Die Lage mit der Asienkrise vor 20 Jahren und der Krise von 2007/08 vergleichend, meinte Jin, dass es diesmal schwieriger sei.

Es liege nicht einfach ein normaler ökonomischer Abschwung vor, sondern die Situation werde durch Handlungen bestimmter Regierungen – ein Anspielung auf die von US-Präsidenten Donald Trump auf chinesische Waren verhängten Zölle – verursacht. Daher sei die Entwicklung schwerer vorherzusehen.

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Als die Hexengöttin mit Bart Brett Kavanaugh verflucht

In Zeiten von Donald Trump greifen einige Amerikaner zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihren Missmut auszudrücken: auch zu Okkultismus und Hexenritualen. Mit Friedhoferde im Einmachglas verflucht ein New Yorker Hexenzirkel den neuen Obersten Richter Brett Kavanaugh.

Von Hannes Stein | DIE WELT

In dem kleinen, feinen Esoterik-Buchladen „Catland Books“ versammelte sich ein merkwürdiger Menschenhaufen, während sich der Abend über Brooklyn herabsenkte. Frauen waren eindeutig in der Überzahl, die meisten von ihnen jung; viele trugen Hexenkostüme. Wachskerzen wurden angezündet, Fotos verbrannt.
Auch Erde von einem frischen Grabmal und Sargnägel spielten eine wichtige Rolle. (Die Erde von dem Grabmal wurde in ein Einmachglas gefüllt, damit man immer wieder von seinen magischen Kräften Gebrauch machen konnte.)

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USA: Tornado-Alley verschiebt sich

Tornados werden im Südosten der USA häufiger, in der klassischen Tornado-Alley dagegen nimmt ihre Häufigkeit ab. © NOAA/OAR/ERL, National Severe Storms Laboratory
Verlagerung nach Osten: Die berüchtigte Tornado-Alley in den USA verändert offenbar ihre Lage. Wie US-Forscher herausfanden, hat die Tornado-Häufigkeit in dieser Region in den letzten 40 Jahren deutlich abgenommen. Dafür jedoch wächst das Tornado-Risiko in weiter östlich liegenden Bundesstaaten. Ob hinter dieser Ostwärts-Wanderung der Klimawandel steckt, ist noch unklar. Die Wissenschaftler halten es aber für durchaus wahrscheinlich.

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Die „Tornado-Alley“ zieht sich von Texas über den Mittleren Westen bis nach South Dakota im Norden. In der Hauptsaison von März bis Mai können in diesem Gebiet bis zu 800 Tornados auftreten. Der Grund: In diesem Gebiet trifft die feucht-heiße Luft aus dem Golf von Mexiko mit Kaltluft aus dem Norden aufeinander. An der Luftmassengrenze stürzt kalte Luft in einem Strudel hinunter, während an ihrem Rand warme Luft in die Höhe gesaugt wird – das Rezept für einen Tornado.

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«Mein Bauch gehört mir» war gestern

Abtreibungsgegner (vorne) und Aktivistinnen für eine freie Wahl («free choice») (hinten) bringen ihre Anliegen auf Deutschlands Strassen. (Bild: Imago)
Ein umstrittener Paragraf hat in Deutschland eine Debatte über die Selbstbestimmung der Frau entfacht. Das hat auch mit dem Erstarken der Neuen Rechten zu tun.

Valerie Zaslawski | Neue Zürcher Zeitung

Die Gebärmutter ist erneut zum Schlachtfeld geworden: Nicht nur in den USA oder in Polen, auch in Deutschland wird seit einigen Monaten wieder über den Schwangerschaftsabbruch gestritten. Dabei zanken Christen mit Feministinnen und debattieren Anhänger der AfD mit Roten und Grünen darüber, was höher zu gewichten sei: das Recht auf Leben eines Ungeborenen oder die Selbstbestimmung der Frau. Im Zentrum der Debatte steht der Paragraf 219a. Dieser verbietet Werbung beziehungsweise Information über Schwangerschaftsabbrüche. Cornelia Möhring, die für die Linke im Bundestag sitzt, möchte ihn abschaffen: «Schwangerschaftsabbrüche müssen endlich aus der Tabuzone geholt werden, denn sie sind schon lange Realität.» Im vergangenen Jahr gab es rund deren 100 000. Straffrei sind sie allerdings nur unter bestimmten Umständen (siehe Zusatz).

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