Schlagwort-Archive: USA

Erdogan kritisiert Washingtons Zusammenarbeit mit Kurden scharf

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Wir oder die? Der türkische Präsident Erdogan hat die USA aufgefordert, sich zwischen der Türkei und den syrisch-kurdischen Kämpfern zu entscheiden. Washington reagiert gelassen.

SpON

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA scharf kritisiert: Washington müsse sich entscheiden – zwischen der Türkei und den Kurden. Ein US-Gesandter hatte vergangene Woche Kobane besucht, wo der militärische Arm der PKK-nahen Kurdenpartei in Syrien vor etwa einem Jahr mit Unterstützung von Luftschlägen den “Islamischen Staat” besiegte.

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Steht Erdogans Einmarsch in Syrien bevor?

YPG-Posten. Bild: Kurdishstruggle/CC BY 2.0
Die türkische Armee droht mit einem militärischen Vorgehen, um zu verhindern, dass der Grenzübergang bei Dscharabulus an die YPG fällt. Die USA versuchen, die Kurden zu besänftigen

Von Elke Dangeleit|TELEPOLIS

Die Situation an der türkisch-syrischen Grenze droht zu eskalieren: So hat Erdogan Truppen und Panzer an der Grenze zu Rojava stationiert und beschießt fast täglich dieses kurdische Gebiet in Syrien.

Immer wieder droht die türkische Armee fast täglich Rojava mit einem militärischen Einmarsch. Er will auf jeden Fall verhindern, dass der Grenzübergang bei Dscharabulus, der letzte vom IS kontrollierte Grenzübergang zur Türkei, in die Hände von der YPG fällt.

Andererseits fliehen nationalistisch-islamistische Turkmenen laut Medienberichten massenhaft vor dem Vormarsch der syrischen Armee und den Bombardierungen Russlands im Küstengebirge südlich der türkischen Provinz Hatay in die Türkei.

Türkei: zwei poblematische Gebiete in Syrien

Für Erdogan ist das ein Desaster, denn auf diese Kräfte hatte er im Kampf gegen die Regierung Assad und die syrischen Kurden in Rojava gesetzt. Er wird bei seinen Anhängern und der faschistischen Partei MHP unter Druck kommen, wenn er nicht in der Lage ist, die “turkmenischen Brüder” zu schützen. Gerard Chaliand, französischer Experte für Nahost und irreguläre Kriegsführung äußerte letzte Woche in Erbil: “ohne Erdogan als Führer würden meiner Einschätzung nach die Türken nicht in Nordsyrien militärisch intervenieren, aber, da er es ist, bin ich überzeugt, dass sie es tun werden”.

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Vergewaltigungs-Befürworter ruft zu Versammlung in Berlin auf

Vergewaltigungs-Befürworter wollen sich in Berlin treffen. Foto: imago/Steinach
Ein Pick-Up-Artist aus den USA ruft am Wochenende zu weltweiten Treffen mit Gleichgesinnten auf. Sein Anliegen: die Legalisierung von Vergewaltigung. Auch in Berlin ist eine Zusammenkunft geplant.

Von Nadine Pensold|Berliner Zeitung

Eine frauenfeindliche Gruppe aus den USA ruft derzeit im Netz zu einem weltweiten Treffen Gleichgesinnter auf. Dieser so genannten Pick-Up-Bewegung steht Daryush Valizadeh vor. Er fordert unter anderem die Lockerung des Sexualstrafrechts, so dass Vergewaltigung im privaten Raum legalisiert wird.

Geheime Veranstaltungsorte

An 165 Orten in 43 Ländern wollen sich am 6. Februar die Anhänger der umstrittenen Pick-Up-Bewegung treffen. Auch in Deutschland wird zu solchen Veranstaltungen aufgerufen – unter anderem in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main.

In Berlin wollen sich Teilnehmer vor dem Café Lichtburg in der Behmstraße treffen, um von dort zum endgültigen Veranstaltungsort weiterzuziehen. Diesen versuchen die Initiatoren geheim zu halten.

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Warum das Safe-Harbor-Urteil die Angst vor dem Chaos schürt

Das Urteil zum Safe-Harbor-Abkommen stellt Unternehmen vor ein großes Problem. (Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)
  • In der Nacht von Sonntag auf Montag verstreicht die Übergangsfrist des Safe-Harbor-Abkommens.
  • Persönliche Daten dürfen dann nicht mehr aus der EU in die USA transferiert werden.
  • Sollten die Datenschutzbehörden eine illegale Übertragung feststellen, drohen den Unternehmen Bußgelder von bis zu 300 000 Euro. Viele fürchten das Chaos.

Von V. Bernau, G. Bohsem, J. Brühl, T. Kirchner|Süddeutsche.de

Es gibt keine Lösung. Am Sonntag um Mitternacht ist die Übergangsfrist verstrichen und noch immer verhandelt die Europäische Kommission mit den amerikanischen Behörden über eine neue Safe- Harbor-Vereinbarung. Sie suchen einen Deal, der den Transfer von persönlichen Daten aus der Europäischen Union in die USA wieder möglich macht. Ein Abkommen, das Informationen über EU-Bürger vor dem Zugriff etwa der amerikanischen Geheimdienste schützt.

Derzeit ist die Lage so: Wenn zum Beispiel ein deutsches Unternehmen eine Tochtergesellschaft in den USA hat, darf diese keine Personaldaten mehr erhalten. Selbst der Zugriff auf eine gemeinsam geführte Kundendatei ist nicht mehr erlaubt. Auch wenn das Unternehmen einfach nur mit einer amerikanischen Firma zusammenarbeitet, kann es in datenrechtliche Schwierigkeiten kommen, falls sich die US-Gesellschaft beispielsweise darauf spezialisiert hat, Kundendaten auszuwerten.

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Eine Aussteigerin erzählt vom Aufwachsen bei den Zeugen Jehova

Bild: Vice.com/PD
Sekten und sektenähnliche Gruppen sind in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Da wären zum Beispiel Scientology oder die Organische Christus Generation. Häufig weiß man nicht genau, wie man in sowas hineinrutscht oder wie man dort wieder rauskommt. Die wenigen Geschichten, die die Öffentlichkeit erreichen, sind sehr individuell geprägt, es gibt keinen klassischen Weg in die eine oder andere Richtung. Wir kennen viele Horrorgeschichten aus den Medien, in denen Aussteiger verfolgt, ja sogar umgebracht wurden. Aber stimmt das auch?

Von Sascha Britsko|VICE.com

Die Zeugen Jehovas sind eine im 19. Jahrhundert in den USA gegründete Religionsform. In Deutschland besitzen die Zeugen Jehovas Körperschaftsstatus, in Österreich sind sie seit 2009 als Religionsgemeinschaft anerkannt, in der Schweiz werden sie wegen ihrer psychisch manipulativen Praktiken etwa von der Sektenfachstelle Infosekta als „Gruppe mit ausgeprägter Sektenhaftigkeit” eingestuft.

Das große Öl-Rätsel

© Reuters Ölpumpe fördert Öl: Pro Barrel gibt es nur noch unter 40 Dollar.
Erstmals scheint es Konjunkturprobleme durch zu billiges Öl zu geben. Die These, Ölpreisschocks hätten große Wirkungen für Verbraucher und geringe für Produzenten, verliert ihr Fundament.

Von Winand von Petersdorff|Frankfurter Allgemeine

Vor zwei Jahren, im Juni 2014, kostete das Fass Rohöl 115 Dollar. Jetzt schwankt der Preis in der 30-Dollar-Zone. Ein größeres Programm zur Befeuerung der globalen Konjunktur hätte man sich kaum ausdenken können. Es hätte wirken müssen wie eine große Steuersenkung in den Ölabnehmerländern. Schon als der Preis Ende 2014 auf 80 Dollar gerutscht war, bezifferten jubelnde Citigroup-Ökonomen den Wachstumsstimulus auf mehr als eine Billion Dollar. Das schien höchst plausibel: Die Großmächte der Weltkonjunktur China, Indien, der Eurozone und selbst die Vereinigten Staaten waren schließlich Netto-Ölimporteure. Sie hätten durch den billigeren Rohstoff einen konjunkturellen Schub bekommen müssen, der im besten Fall die gesamte Weltwirtschaft mitgezogen hätte. Stattdessen regiert aber die Stagnation. „Eine der größten Überraschungen des Jahres 2015 ist, dass der erstaunliche Verfall des Ölpreises nicht das Wachstum der Weltwirtschaft stärker befeuert hat“, sagt Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff.

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Klima: Warum zwei Grad nicht überall zwei Grad sind

Trockenes Gebiet in Spanien – in dieser Region wirkt sich der KLimawandel früher aus als anderswo. © Fesus Robert/ thinkstock
Der Begriff “Zwei-Grad-Ziel” täuscht. Denn selbst wenn die globale Erwärmung auf diesen Wert begrenzt wird, werden einige Gebiete deutlich früher und stärker vom Klimawandel betroffen. Wie stark, haben Forscher jetzt genauer ausgerechnet. Demnach hat die Arktis längst den Zwei-Grad-Wert gerissen und das Mittelmeer und die USA werden dieses Limit bereits 2030 erreichen – zehn Jahre früher als der globale Durchschnitt, so die Forscher im Fachmagazin “Nature”.

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Klimaforscher und Politik sind sich hierin weitgehend einig: Es gilt, die Klimaerwärmung auf zwei Grad seit Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Dies wurde Ende 2015 auf dem Klimagipfel in Paris noch einmal bestätigt. Denn gelingt dies nicht, könnten Wetterextreme wie Hitzewellen und Hochwasser, aber auch der schleichende Anstieg des Meeresspiegels oder eine zunehmende Trockenheit ein gravierendes Ausmaß erreichen.

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Über 23.000 US-Bomben in 6 muslimischen Ländern in 2015

F-18E Super Hornet nach Einsatz in Syrien am 23. September 2014. Bild: DoD
Der IS soll trotz angeblich 25.000 getöterer Kämpfer eine Stärke von 30.000 haben

Von Florian Osrainik|TELEPOLIS

Grundsätzlich steht die private US-Denkfabrik “Council on Foreign Relations” (CFR) der US-Außenpolitik nahe. Umso bemerkenswerter sind die vom CFR vorgelegten Zahlen über die Luftschläge der USA im Kampf gegen den Terror.

Unter dem Titel “How many Bombs did the United States Droping 2015” veröffentlicht Micah Zenko vom CFR Zahlen, nach denen die USA unter Friedensnobelpreisträger und US-Präsident Barack Obama letztes Jahr 23.144 Bomben in sechs muslimischen Ländern zur Bekämpfung von Terroristen und gegen Terrorverdächtige abgeworfen haben. Auf den Irak und Syrien wurden demnach 22.110 Bomben – was 77 Prozent der insgesamt 28.714 von der US-Koalition geführten Bombenabwürfe entspricht -, abgeschossen. In Afghanistan waren es 947, im Jemen 58, in Somalia 18 und in Pakistan elf.

Das Pentagon behauptet, dass rund 25.000 IS-Kämpfer dadurch getötet wurden, wobei “wahrscheinlich” sechs Zivilisten umgekommen sind. Erstaunlich ist, dass die US-Regierung die Anzahl der IS-Kämpfer aktuell unverändert hoch angibt. Die CIA schätzte die Zahl der IS-Kämpfer im Jahr 2014 auf zwischen 20.000 und über 30.000 Mann. Trotzdem gab Steve Warren von der US-Armee am 6. Januar 2015 in einer Presserklärung an, dass man nach wie vor von rund 30.000 IS-Kämpfern ausgeht.

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Der große Klimabluff

Im Vertrag von Paris werden Versprechen für das Weltklima abgegeben, die sich nur noch theoretisch erfüllen lassen (Foto: AFP)
Der Klimagipfel von Paris wird weltweit als Erfolg gefeiert. Zu Recht?

Von Oliver Geden|Süddeutsche.de

Es gibt kaum ein stärker an der Zukunft orientiertes Politikfeld als den Klimaschutz. Zum einen wegen der langen Wirkungsdauer von CO₂ in der Erdatmosphäre. Sie sorgt dafür, dass unsere heutigen Emissionen dafür verantwortlich sind, welches Ausmaß der Klimawandel in einigen Jahrzehnten annehmen wird. Zum anderen, weil in der Klimapolitik permanent über die fernliegende Zukunft gestritten wird, etwa darüber, wie die Emissionen bis 2050 abgebaut werden sollen oder über Temperaturziele zum Ende des Jahrhunderts.

Was auf den ersten Blick wie ein Musterbeispiel vorausschauender Politik aussehen mag, hat einen entscheidenden Haken: Da sich die Folgen unseres Handelns nicht sofort zeigen, besteht Klimapolitik im Wesentlichen immer noch aus Ankündigungen. Seit dem Beginn der internationalen Klimapolitik 1992 wird zwar verstärkt über Klimaschutz debattiert. Doch die weltweiten Emissionen sind seither um 40 Prozent gestiegen.

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Evangelikale: Diese deutschen Flüchtlinge leben seit acht Jahren in den USA

2008 beantragte die deutsche Familie Romeike in den USA Asyl. FOTO: J.C. Photography
Hunderttausende Flüchtlinge fliehen nach Deutschland – doch eine deutsche Familie bekam 2010 in den USA Asyl. Die Eltern wollten ihre Kinder weiter zuhause unterrichten. Uwe Romeike sagt heute: “Wir waren in Deutschland nicht willkommen.”

Von Sebastian Dalkowski|RP ONLINE

Für viele Flüchtlinge ist Deutschland das Land, in dem sie sich ein neues Leben aufbauen oder zumindest Schutz vor Verfolgung finden wollen. Doch es gibt auch Deutsche, die sich in ihrer Heimat verfolgt fühlen und deshalb im Ausland Asyl beantragen. Österreich verzeichnete 2014 einen Asylantrag eines Deutschen, 2013 sogar drei. Gewährt wurde keiner. In der Schweiz waren es 2014 immerhin neun Asylgesuche. Auch von diesen wurde keines anerkannt.

Mehr Erfolg hatte eine deutsche Familie aus Baden-Württemberg. Sie floh bereits 2008 in die USA (im selben Jahr wurde fünf Deutschen Asyl in den USA gewährt), um Asyl zu beantragen – und lebt dort bis heute.

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Erdogan: Präsidialsystem hat in Hitler-Deutschland funktioniert

erdogan-sultan

Der türkische Präsident Erdogan hat sein Streben nach einem Ausbau seiner Machtbefugnisse verteidigt. Er sagte, Hitler-Deutschland sei ein Beispiel, wo das Präsidialsystem funktioniert habe.

Deutsch Türkische Nachrichten

Erdogan sagte: „In einem Einheitssystem (wie in der Türkei) kann ein Präsidialsystem sehr gut bestehen. Es gibt aktuell Beispiele in der Welt und auch Beispiele in der Geschichte. Sie sehen das Beispiel dazu in Hitler-Deutschland“, sagte er am Donnerstagabend laut Zeitungsberichten vor Journalisten, nachdem er von einer Reise nach Saudi-Arabien zurückgekehrt war.

Erdogan will eine umstrittene Verfassungsreform durchsetzen, um seine Position als Präsident zu stärken und die Türkei zu einem Präsidialsystem umzubauen. Ihm schwebt eine Rolle als Staatschef wie in den USA, Russland oder Frankreich vor.

Trotz der erreichten absoluten Mehrheit seiner islamisch-konservativen AKP im Parlament, fehlt der Partei aber die nötige verfassungsändernde Mehrheit. Die Oppositionsparteien lehnen das vorgeschlagene Präsidialsystem geschlossen ab, sie werfen Erdogan schon jetzt ein Abgleiten in eine autoritäre Herrschaft vor.

USA: Die tödlichsten Tage des Jahres

Bild: ANKAWÜ/CC-BY-SA-3.0
Nach einer Auswertung von Sterbeurkunden in den USA ist das Todesrisiko an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr am höchsten – Ursachen unbekannt

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Zumindest in den USA sind die Weihnachtsfeiertage und der 1. Januar die tödlichsten Tage im Jahr. Studien hatten festgestellt, dass von Weihnachten bis Neujahr die Zahl der Selbstmorde, der Morde und der Unfälle ansteigt. Das hatte Soziologen der University of California dazu gebracht, sich auch die normalen Todesfälle einmal anzuschauen. Da externe Todesursachen wie die oben genannten gegenüber den natürlichen nur gering sind. 93 Prozent der Todesfälle gehen auf “natürliche” Ursachen zurück.

Interessant ist die Frage, ob in dieser Zeit, in der viel gegessen und getrunken wird und in der die medizinische Versorgung wegen der Feiertage nicht optimal ist, die Zahl der Todesfälle außergewöhnlich ansteigt. Vereinzelte Untersuchungen hatten darauf hingewiesen, dass eine Zunahme von tödlichen Herzerkrankungen an Weihnachten und Neujahr beobachtet wurde.

Für ihre Studie, die in der Zeitschrift Social Science & Medicine erschienen ist, haben die Wissenschaftler über 57 Millionen Sterbeurkunden aus den Jahren von 1979 bis 2004 ausgewertet. Eindeutig ist, dass die Zahl der Todesfälle immer im Herbst ansteigt und relativ steil zur Jahreswende einen Höhepunkt erreicht, um dann wieder kontinuierlich zurückzugehen und das Tief während des Sommers zu erreichen. Die meisten Todesfälle im Jahr gibt es tatsächlich am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar. Das sind die tödlichsten Tage für alle Sterbeursachen, wenn man die Zahl der Todesfälle in den Notfallstationen und die Zahl der Menschen betrachtet, die schon bei der Einlieferung tot sind.

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Türkei steigt in den Club der Länder mit Kampfdrohnen ein

Türkische Kampfdrohne beim ersten Test. Screenshot aus dem YouTube-Video
Vor kurzem wurde eine in der Türkei entwickelte taktische Kampfdrohne erstmals getestet

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Das Wettrüsten mit bewaffneten Drohnen läuft längst auf globaler Ebene. Auch wenn die USA, neben Israel der größte Hersteller von bewaffneten Drohnen, dem Export Restriktionen auferlegen, um die technische Überlegenheit mit dieser “Wunderwaffe” seit den Afghanistan- und Irak-Kriegen gegenüber Alliierten und vor allem natürlich gegenüber möglichen Gegnern zu erhalten, so kann dies die weitere Verbreitung nicht aufhalten. Israel ist etwas freizügiger, weswegen die USA mittlerweile ebenfalls die Exportrestriktionen gelockert haben (USA wollen mehr Drohnen exportieren – bewaffnet und unbewaffnet). Bewaffnete Drohnen wurden zum bewährten Mittel, mutmaßliche Gegner jagen und ausschalten zu können, ohne eigene Soldaten zu gefährden oder einen offenen Krieg zu führen. In den USA wird der Einsatz von Kampfdrohnen mehrheitlich von der Bevölkerung gebilligt.

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Kreationismus: Die Verteidigung des Schöpfers

Quelle:brightsblog
Quelle:brightsblog
Trotz rechtlicher Verbote lassen sich Kreationisten in den USA nicht davon abhalten, juristisch und politisch gegen das Lehren der Evolutionstheorie zu lobbyieren. Eine neue Studie zeigt, wie sie dabei vorgehen.

derStandard.at

Mit kaum etwas anderem kann man die Gegner der Evolutionstheorie mehr ärgern als mit der Analyse ihres Verhaltens mit Mitteln der Evolutionstheorie. Genau solch eine Analyse legt der Biologe Nicholas Matzke von der Austrialian National University Canberra in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Science” vor. Er unterzieht dabei die Taktiken, mit denen Kreationisten gegen ihren Erzfeind, die Evolutionstheorie, vorgehen, einer Art stammesgeschichtlichen Untersuchung.

Im Detail ging es in Matzkes Studie mit dem angriffigen Titel “The evolution of antievolution policies” um Gesetzestexte aus den USA aus den letzten zehn Jahren, mit denen versucht wird, die Evolutionstheorie zurückzudrängen. Unter Zuhilfenahme statistischer Tools der Evolutionsbiologie analysierte Matzke die Entstehung von Gesetzen, die vorgeschlagen oder beschlossen wurden, um evolutionstheoretische Thesen an öffentlichen Schulen abzuwehren und den Kreationismus zu fördern.

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Image via National Center for Science Education

Streit um Islam-Hausaufgabe in USA

Die Aufgabe, die viele Eltern erboste. (Foto: Screenshot) n-tv
Seit den Anschlägen in Kalifornien herrscht in den USA eine anti-islamische Atmosphäre. In Virginia protestieren Eltern gegen eine Lehrerin, die von ihren Schülern das islamische Glaubensbekenntnis abmalen lassen wollte. Die Drohungen sind so extrem, dass die Behörden die Schulen schließen.

n-tv

Eine Hausaufgabe im Fach Erdkunde hat in den USA dazu geführt, dass alle Schulen eines Bezirks geschlossen wurden. Spezifische Drohungen gegen Schüler habe es nicht gegeben, teilte die Verwaltung des Augusta County mit. Dennoch blieben die Schulen und die Schulbehörde am Freitag geschlossen.

Die Lehrerin Cheryl LaPorte hatte in ihrer Erdkunde-Klasse an der Riverheads High School das Thema Weltreligionen behandelt. Beim Islam gab sie ihren Schülern die Aufgabe, das muslimische Glaubensbekenntnis – die Schahada – als Kalligraphie abzumalen.

Die Aufgabe lautete: “Dies ist die Schahada, das islamische Glaubensbekenntnis, geschrieben auf Arabisch. Versuche es mit der Hand nachzuzeichnen. Auf diese Weise kannst du die künstlerische Komplexität der Kalligraphie nachvollziehen.” Die deutsche Übersetzung der Schahada lautet: “Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist der Gesandte Gottes.”

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Deutsche Firmen verdienen gut mit dem Geschäft Krieg

Grafik: stern.de
Das größte Stück vom Kuchen des globalen Waffenmarkts schneiden sich trotzdem die USA ab, wie aktuelle Zahlen von Sipri beweisen. Unsere Infografik zeigt die größten Waffenfirmen der Welt – darunter einige Deutsche.

stern.de

Das Geschäft mit Krieg und Krisen ist lukrativ: 2014 verkauften die 100 größten Rüstungskonzerne der Welt Waffen im Wert von 400 Milliarden US-Dollar (ca. 365 Milliarden Euro), wie aktuell veröffentlichte Zahlen des Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm darlegen. Chinesische Hersteller sind in der Aufstellung nicht enthalten, da die Datenbasis fehlt.

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CO2-Emissionen könnten 2015 erstmals leicht sinken

Die CO2-Emissionen könnten 2015 erstmals leicht sinken, so die Prognose. © Michael & Christa Richert/ freeimages
Ein erster Hoffnungsschimmer: Im Jahr 2015 könnten die weltweiten CO2-Emissionen erstmals stagnieren oder sogar leicht zurückgehen, wie Forscher ermittelt haben. Vor allem ein Rückgang des kohlebedingten Treibhausgas-Ausstoßes von China trägt zu dieser Entwicklung bei. Aber: Ob dies schon die Wende zu einem Rückgang der globalen Emissionen einläutet, muss sich beim Klimagipfel von Paris entscheiden.

scinexx

Bisher kennt die Kurve der weltweiten CO2-Emissionen weltweit nur eine Richtung: aufwärts. Trotz zumindest einiger Klimaschutzbemühungen erreichten die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre in diesem Jahr erstmals den Rekordwert von400 ppm und die globale Erwärmung liegt inzwischen bei knapp einem Grad. Das Problem dabei: Das Treibhausgase, die wir heute in die Luft blasen, machen sich erst in zehn Jahren so richtig bemerkbar, wirken dann aber mindestens ein Jahrhundert nach.

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USA bereiten Luftwaffenstützpunkt in Rojava vor

YPG-Kämpfer sollen bereits 40 km vor Raqqa stehen. Bild: Inside Rojava
Offenbar verstärkt das Pentagon die Kooperation mit den von der YPG geführten “Syrisch-Demokratischen Streitkräften”

Von Elke Dangeleit|TELEPOLIS

Ein altes Flugfeld östlich von Hasaka, das von der “Hasaka Direktion für Landwirtschaft” zur Schädlingsbekämpfung genutzt wurde und seit 2010 außer Betrieb war, soll künftig als Landeplatz für amerikanische Kriegsflugzeuge dienen.

Das Interessante: Das Flugfeld liegt im Einzugsgebiet der Syrian Democratic Forces (SDF) in Rojava, südöstlich der Stadt Rimelan, beim Dorf Rimelan al-Basha. Die SDF sind ein Zusammenschluss von kurdischen, arabischen und assyrischen Milizen in Rojava unter dem Kommando der YPG/YPJ.

Nach einem Bericht der Zeitung Kurdish Daily News sind US-Experten kurz vor dem Abschluss der Vorbereitungen für den Flugplatz. Seit anderthalb Monaten arbeiten amerikanische Techniker an dem 10 Hektar großen Militärflugplatz mit einer Landebahn von 2.500 Metern Länge und 250 m Breite. Die Zeitung beruft sich auf einen Bericht in der Assad-nahen Libanesischen Tageszeitung Al-Akhbar.

This airport will help enable Washington to add an additional safe place to land its forces, commando units for example, and bring in military support to its allies who are working to finalize control over southern Hasakeh countryside.

Die kurdischen Kräfte sollen direkt in die Überwachung der Luftwaffenbasis mit einbezogen werden. Indes meldete die YPG vor gut einer Woche, dass zwei unbekannte Militärhubschrauber über den Kanton Cizire geflogen sind. Es wurde vermutet, dass es sich um türkische Hubschrauber gehandelt haben könnte. Wie sich jetzt herausstellte, wurden am 24. November – vermutlich mit den zwei gesichteten Hubschraubern – acht US-Militärspezialisten eingeflogen.

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Am Vorabend des Krieges: Die apokalyptischen Reiter machen sich bereit

Wer in Syrien gegen wen kämpft, ist für die Truppen kaum noch zu beurteilen. (Foto: Flickr/ http://www.Army.mil by The U.S. Army CC BY 2.0)
Erstmals seit Jahrzehnten werden alle europäischen Großmächte sowie Russland und die USA in Syrien Kriegshandlungen in Gang setzen. Ob miteinander oder gegeneinander – das ist noch nicht klar. Tatsache ist, dass diese Kriege in vielfältiger Form seit längerem toben. Sie haben ein enormes Zerstörungspotential. Denn niemand weiß genau, wer Feind und wer Freund ist. Die Situation ist brandgefährlich.

Deutsch Türkische Nachrichten

Männern wird Zutritt zu US-Flugzeug verwehrt – weil sie Arabisch sprachen

Ein Flugzeug der Southwest Airlines: Nach den Anschlägen in Paris nimmt die Nervosität bei einigen Fluggästen bizarre Züge an © Lucy Nicholson/Reuters
Die Nerven scheinen blank zu liegen: In den USA wurde nun zwei Männern zunächst der Zutritt zu einem Flug verwährt, weil sie arabisch sprachen. Später wollten Mitreisende eine verdächtige Schachtel inspizieren – doch die war voll mit Süßigkeiten.

stern.de

Nach den Anschlägen in Paris mit 130 Toten häufen sich in den USA Diskriminierungen arabischstämmiger Flugpassagiere. Im jüngsten Fall wurde zwei jungen Männern am Flughafen Midway in Chicago am Donnerstag der Zugang zu einer Maschine nach Philadelphia verwehrt, nur weil ein Mitreisender gehört hatte, wie sie sich auf Arabisch unterhalten hatten, wie der TV-Sender NBC berichtete.

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