Schlagwort-Archive: USA

Ukraine: als Kampffeld erwünscht

Der ukrainische Präsident Poroschenko am Mittwoch beim Empfang der ersten Lieferung von Humvees, also noch von so genannten “nichttödlichen” Waffen. Bild: president.gov.ua

Mit satter Mehrheit von Demokraten wie Republikanern hat das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, an die ukrainische Regierung auch “tödliche Waffen” zu liefern. Die US-amerikanischen Oberkommandierenden der NATO verlangen längst danach; im Terrain der westlichen Nachbarn der Ukraine und Russlands baut das transatlantische Bündnis eine zweite Front auf. Das Minsker Abkommen Nr. 2 wird dabei kaum ernst genommen.


Von Arno Klönne|TELEPOLIS

In der US-amerikanischen politischen Klasse dominiert der Drang, beim “hybriden” Krieg um die Ukraine die militärische Komponente zu stärken und so auch die geopolitische Konfrontation mit Russland zu verschärfen. Mit einem “großen” oder gar atomaren militärischen Konflikt zwischen Moskau und Washington wird offenbar nicht kalkuliert, wohl aber mit einer Fortdauer der Gewalt in der Ukraine und weiteren Sanktionen gegen die russische Ökonomie. Dass so Differenzen zwischen der US-amerikanischen Russlandpolitik und der etlicher EU-Staaten, vor allem auch der Bundesrepublik, sich verfestigen, beunruhigt die Supermacht nicht; einen Dämpfer für europäische Eigenwilligkeiten hat sie offenbar einkalkuliert. Weshalb denken US-Politiker so?

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Das Höllenloch von Jharia Kohlefeuer in Indien: Inferno vor der Haustür

Themenbild.

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Seit fast hundert Jahren brennt im indischen Jharia ein Feuer unter der Erde; langsam frisst es sich durch den Boden – eine ökologische Katastrophe. Reisejournalist Johnny Haglund dokumentiert das Leben der Menschen am Höllenschlund.


SpON

Jharia – Wie genau das Feuer entstand, wissen sie im indischen Jharia nicht mehr. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Kohleminen nicht richtig verschlossen wurden, damals, 1916. Seither brennt in der Stadt im Westen Indiens das Feuer. Verschluckte Hunderte Gebäude, verkohlte die Erde, vertrieb Menschen aus ihren Häusern, fraß sich mit der Zeit durch 41 Millionen Tonnen Kohle.

In vielen Ländern brennt es unterirdisch, vor allem Indien, China, Indonesien, Südafrika und die USA sind betroffen. Meist haben sich Kohleflöze entzündet. Die Brände lassen sich nur sehr schwer löschen.

In Jharia brennen mittlerweile 70 Feuer, die Gegend sieht aus, wie der brennende Eingang zur Unterwelt, wie das fiktive Schattenreich Mordor aus “Der Herr der Ringe”. Die Menschen in Jharia haben gelernt, mit den Flammen zu leben – auch wenn sie schädlich sind.

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US-Polizist erschießt 19-jährigen Afroamerikaner

waffe,-projektilWährend in Selma des “Blutigen Sonntags” vor 50 Jahren gedacht wird, löst der Tod eines weiteren Afroamerikaners durch Polizeischüsse in den USA wieder Proteste aus.


derStandard.at

Nach tödlichen Schüssen auf einen jungen Mannes demonstrierten in der US-Stadt Madison (Wisconsin) Dutzende Menschen gegen Polizeigewalt. Ein Beamter habe den 19-jährigen Tony Robinson in einer Wohnung erschossen, nachdem er von ihm attackiert worden sei, zitierte der Sender CNN den örtlichen Polizeichef Mike Koval.

Den Angaben zufolge hatte die Polizei am Freitagabend einen Hinweis erhalten, nach dem sich ein der Körperverletzung verdächtigter junger Mann in einer bestimmten Wohnung aufhalte. Bereits zuvor sei ein anderer Anruf eingegangen, demzufolge dieselbe Person zwischen fahrenden Autos hin- und herlaufe. Als ein Beamter die Wohnung aufgesucht habe, sei er von dem Mann angegriffen worden und habe geschossen. Medienberichten zufolge war Tony Robinson nicht bewaffnet.

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Todesstrafe: Schwerstmögliche Strafe in Zahlen

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Während die meisten Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, halten einige weiterhin daran fest. Darunter befindet sich auch ein Land in Europa


Von Michael Bauer|derStandard.at

Die Todesstrafe als schwerstmögliche Strafe war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in allen Staaten verbreitet. Als erster Staat schaffte San Marino 1848 die Todesstrafe ab, Österreich zog 1950 nach. 58 Staaten exekutieren sie heute noch, 34 Länder haben de jure noch die Todesstrafe, sie wird aber nicht mehr exekutiert. Als einziges europäisches Land führt Weißrussland die Todesstrafe durch, 2014 wurden mindestens 3 Menschen hingerichtet. Als einziges Mitglied der OECD führte die USA Hinrichtungen durch.

Genaue Zahlen zu Hinrichtungen sind schwer zu bekommen. Wissenschaftler und Aktivisten sind hier auf Medienberichte und Angaben von Regierungen angewiesen. Einige Staaten wie China oder Nordkorea behandeln die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. So kann, obwohl bekannt ist, dass diese Staaten regelmäßig Menschen hinrichten, keine genaue Zahl ermittelt werden. Aus dem letzten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Todesstrafe im Jahr 2013 (Zahlen zum Jahr 2014 werden Anfang April bekannt gegeben) geht hervor: 22 Staaten führten Hinrichtungen durch. In 57 Staaten wurden Menschen zur Todesstrafe verurteilt.

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In West Virginia treibt der Mothman sein Unwesen

Mothman-Monument in Point Pleasant, Bild: wikimedia.org/FAL

Der Mothman wird seit 50 Jahren überall in den USA gesichtet. Es ist ein Gruselmonster mit hypnotisierenden Augen und engelsähnlichen Flügeln. Der Legende nach soll er ein Vorbote für Unglück sein.


FOCUS ONLINE

  • Der Mothman wird zum ersten Mal im Jahr 1966 gesichtet.
  • Das Gruselmonster hat große Flügel, rote Augen und scharfe Krallen.
  • Zuerst ist das Monster ein regionales Phänomen, wird schließlich aber überall in den USA gesichtet.

Fast 50 Jahre ist es her, als der Mothman zum ersten Mal gesichtet wurde. Es war eine kalte Novembernacht im Jahr 1966, ein Auto mit vier Personen fuhr durch eine abgelegene Gegend in West Virginia. Plötzlich erschien ein Wesen, das die Insassen fast zu Tode erschreckte.

Eine Gestalt, menschenähnlich, größer als zwei Meter und mit engelsähnlichen Flügeln. Das Wesen stieg flügelschlagend in die Luft, wirbelte Staubwolken auf. Die Insassen flohen. Im Inneren des Autos hörten sie noch das Schlagen der Flügel. So hat “Travelbook” die Geschichte nachgezeichnet.

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Studie: Protestanten nicht mehr die Mehrheit in den USA

us_flagge_bibel_kreuzDie evangelischen Christen stellen in den USA nicht mehr die Mehrheit. Der Anteil der Protestanten an der Bevölkerung beträgt nur noch 47 Prozent.


jesus.de

Das geht aus einer am Mittwoch in Washington vorgestellten Studie des “Public Religion Research Institute” hervor. In den 1960er Jahren waren noch zwei von drei US-Amerikanern evangelisch. Der Anteil der Katholiken liegt aktuell bei 22 Prozent. Starken Zuwachs gibt es bei den Menschen ohne religiöse Bindung. Sie stellen in 13 Bundesstaaten sogar die größte Gruppe.

Bei der Umfrage zeigten sich große regionale Unterschiede. In Mississippi seien 81 Prozent der Menschen Protestanten, in Alabama 77 und in Tennessee 73 Prozent, hieß es. Im Bundesstaat New York liegt der evangelische Anteil bei 27 Prozent, in Utah bei nur zehn Prozent. Dort sind 56 Prozent der Bewohner Mormonen. Katholiken sind den Angaben zufolge besonders stark im Nordosten der USA vertreten. Die Zahl der religionslosen Menschen stieg auf 22 Prozent. In Oregon beträgt ihr Anteil 37, in News Hampshire 35 und im Bundesstaat Washington 33 Prozent.

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Wird die lebenslange Freiheitsstrafe bald abgeschafft?

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Die lebenslange Freiheitsstrafe in Deutschland ist meist auf einige Jahre begrenzt. Im Gegensatz zu den USA greift sie nicht zwingend bis zum Tod. Ein Bundesrichter fordert nun die Abschaffung. Er rügte die Prozesse als „symbolische Veranstaltung“.


FOCUS ONLINE

Bundesrichter Thomas Fischer fordert die Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe. Diese sei eine verfassungswidrige Idee aus der Vergangenheit und reine Symbolik, schreibt der Strafrichter am Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in einem Beitrag für „Zeit Online“. „Wir sollten uns von ihr verabschieden.“

Derzeit verbüßten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilte Täter ungefähr 19,5 Jahre Haft, schreibt der Vorsitzende Richter des zweiten BGH-Strafsenats. „Die lebenslange Freiheitsstrafe ist bei uns nämlich vor allem eine symbolische Veranstaltung.“ Politiker trauten sich aber nicht, das zuzugeben.

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Gucci-Paschtune Karsai: Afghanistan durch US-und Nato-Militäreinsatz radikalisiert

US-Soladten in Afghanistan, 2014. Bild: US-Army; gemeinfrei

In einem ARD-Interview wirft der frühere afghanische Präsident Hamid Karsai den USA und der Nato vor, dass sie Terror und Radikalismus in der Region mit ihrem Militäreinsatz nicht besiegt, sondern im Gegenteil verschlimmert haben. Darüber kritisiert er eine Propgandafunktion der “westlichen Medien”, die das Vertrauen in Afghanistan untergraben hätten.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

“Leider gab es seit 2012 nur negative Schlagzeilen über Afghanistan in den westlichen Medien”, sagte Karsai den ARD-Korrespondenten:

Sie haben versucht, unser Selbstvertrauen zu untergraben und sie haben versucht, es so dazustellen, dass uns Afghanen 2014 die Hölle erwartet. Ohne amerikanische Soldaten. Ohne ein unterschriebenes Sicherheitsabkommen.

Diese Medienkritik des “Ruheständlers” Karsai ließe sich wahrscheinlich auch auf deutsche Publikationen ausdehnen, das Thema Berichterstattung Afghanistan wurde aber leider im Gespräch nicht weiter vertieft. Die Rolle der deutsche Medien kam nicht zur Sprache. Da Karsai dem Einsatz der Deutschen in Afghanistan Lob zollte – “Deutschland hat sich vollkommen anders verhalten als die USA. Deutschland war immer ehrlich zu uns” – wurden möglicherweise vorhandene Impulse zu kritischen Nachfragen, die eigene Rolle betreffend, aber auch Annahmen Karsais, besänftigt.

“Es geht ihnen nur darum, sich militärisch in Afghanistan niederzulassen”

Interessant ist, dass die Vorhaltungen Karsais, die negativen Auswirkungen westlicher militärischer Interventionen ( der “Fluch der bösen Tat”, so Peter Scholl-Latour) zu einem Zeitpunkt kommen, an dem der neue US-Verteidigungsminister Ash Carter an den Abzugsplänen der US-Truppen aus Afghanistan rüttelt. Die US-Regierung denkt gegenwärtig über eine Revision des Truppenrückzugs nach und plant, nun doch mehr Soldaten in Afghanistan zu behalten.

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Dodo im Luther-Wahn

Margot-Kässmann

Lutherbotschafterin Margot Käßmann reist derzeit durch die USA, um für das Reformationsjubiläum zu werben. Neben der Freude amerikanischer Christen über das anstehende Fest trifft sie auch auf Sorge über eine Islamisierung Westeuropas.


pro Medienmagazin

pro: Frau Käßmann, Sie führen bei Ihrer USA-Reise Gespräche mit Vertretern der Kirchen, aber auch jüdischer Einrichtungen. Derzeit protestieren wöchentlich Tausende auf deutschen Straßen gegen eine Islamisierung Europas. Teilen Juden und Christen in den USA die Sorgen von Pegida mit Blick auf Europa?

Margot Käßmann: Ich war in San Francisco zu einer Veranstaltung zu diesem Thema in einer Synagoge eingeladen. Das Interesse war sehr groß. Mich hat allerdings erschreckt, wie wenig differenziert das Bild vom Zusammenleben der Religionen in Europa ist. Viele meinen, es gebe tatsächlich eine Art Islamisierung in Westeuropa und Juden täten gut daran, nach Israel auswandern. Im Gespräch mit Rabbiner Brad Artson an der American Jewish University in Los Angeles zeigte sich allerdings ein wesentlich differenzierteres Bild der Lage. Und er hat großes Interesse an einem Dialog über die „Judenschriften“ Martin Luthers.

pro:Gibt es auch eine Sorge vor einer wachsenden Islamisierung in den USA und wenn ja, wie gehen die Kirchen damit um?

Margot Käßmann:Diese Sorge habe ich nicht angetroffen. Aber die Kirchen und auch die theologischen Fakultäten, mit denen ich im Gespräch war, setzen intensiv auf interreligiösen Dialog. Das erscheint manchen wesentlich wichtiger als innerchristliche ökumenische Diskussionen.

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151 Jahre alte Regel: Idaho will letzten Verweis auf Duelle aus Gesetz tilgen

justiz_grossZwei Männer und eine Frage der Ehre: Einst waren Duelle ein probates Mittel, um Konflikte zu klären. Im US-Bundesstaat Idaho hat sich jetzt die Erkenntnis durchgesetzt, dass Verweise auf derartige Zweikämpfe im Gesetz inzwischen überflüssig sind.


SpON

Im US-Bundesstaat Idaho könnte bald der letzte Verweis auf Duelle aus dem Gesetz verschwinden. Die Passage besagt, dass Idaho juristisch zuständig ist, wenn eine Person in dem Staat stirbt, nachdem sie bei einem Duell jenseits der Grenzen Idahos verwundet wurde. Seit seiner Einführung im Jahr 1864 war das Gesetz weitgehend unverändert. 1986 wurde lediglich ergänzt, dass ganz Idaho in entsprechenden Fällen juristisch zuständig sei und nicht ein einzelner Bezirk.

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FBI-Chef erklärt Rassismus “Auf ein schwarzes Gesicht reagieren wir anders”

James B. Comey (2013) Bild. wikimedia.org/PD

Die Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA haben eine Debatte über Rassismus entfacht. FBI-Chef Comey räumte nun ein, dass es Vorurteile bei der Polizei gebe – und nannte Gründe.


stern.de

Der FBI-Direktor James Comey hat in einer ungewöhnlich offenen Rede rassistische Vorurteile bei vielen Polizisten eingestanden. Viele Mitglieder der weißen Mehrheit würden “anders auf ein weißes Gesicht als auf ein schwarzes Gesicht reagieren”, sagte Comey in der Georgetown University in Washington.

Besonders Polizisten in mehrheitlich schwarzen Vierteln mit hoher Kriminalität würden unbewusst Vorurteile entwickeln. Er reagierte damit auf die Debatte über unverhältnismäßige Gewalt von Polizisten gegenüber Schwarzen, die durch die Tötung mehrerer unbewaffneter Schwarzer ausgelöst worden war.

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USA setzen deutschen Ex-Rapper auf die Terrorliste

Denis Cuspert vulgo Deso Dogg / Bild: Imago

Der deutsche Islamist Denis Cuspert war in einem Enthauptungsvideo zu sehen. Der gebürtige Berliner machte als Rapper Deso Dogg Musik.


Die Presse.com

Die USA haben den früheren Berliner Rapper Denis Cuspert wegen seiner Rolle in der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) auf ihre Terrorliste gesetzt. Sämtliches Vermögen von Cuspert im Zuständigkeitsbereich der US-Justiz werde eingefroren, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit. Außerdem seien US-Bürgern fortan Geschäftsbeziehungen mit Cuspert untersagt.

Cuspert gilt als einer der bekanntesten aus Deutschland stammenden Islamisten. Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte er sich im Jahr 2012 als “ausländischer Terrorkämpfer” der IS-Miliz angeschlossen und trat seitdem in mehreren Propagandavideos der Jihadisten auf. Die jüngsten Aufnahmen stammen demnach vom vergangenen November und zeigen, wie Cuspert offenbar einen abgeschnittenen Kopf eines hingerichteten IS-Gegners hochhält.

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US-Politiker: Religiöse Ausnahmen bei Impfpflicht abschaffen

Masern. Bild: Volksstimme.ch.

Beispielsweise fordern konservative Protestanten Ausnahmen, sie behaupten, die Impfmittel seien aus Zellen abgetriebener Föten entwickelt worden.


kath.net

Der Ausbruch der Masern in 14 Bundesstaaten hat in den USA eine Kontroverse um ethische Aspekte der Impfung gegen die Infektionskrankheit ausgelöst. Seit die Krankheit im Disneyland-Resort von Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien im Dezember erstmals auftrat, sind mehr als hundert Patienten mit Masern diagnostiziert worden, die meisten davon an der Westküste.

In einem Schreiben vom Mittwoch (Ortszeit) forderten die beiden kalifornischen US-Senatorinnen Barbara Boxer und Dianne Feinstein ihren Bundesstaat auf, religiöse oder weltanschauliche Ausnahmen von der Impfpflicht nicht mehr zu erlauben. «Sofern keine Immunerkrankung vorliegt, sind wir gegen einen Verzicht auf die Pflicht zur Immunisierung.» Der demokratische Gouverneur Jerry Brown hatte eine solche Ausnahme 2012 gesetzlich zugelassen.

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Kirche von England weiht erste Frau zur Bischöfin

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Als erste Bischöfin der anglikanischen Kirche von England wird am Montag Libby Lane in ihr Amt eingeführt. Die 48-jährige Gemeindepfarrerin aus Hale bei Manchester wird Suffraganbischöfin in Stockport. Ihre feierliche Amtseinführung in der Kathedrale von York gilt als historischer Schritt für die Kirche in England.


evangelisch.de

Libby Lane ist Mutter zweier Kinder und mit einem anglikanischen Geistlichen verheiratet. In der anglikanischen Kirche sind Suffraganbischöfe einem Diözesanbischof nachgeordnet. Sie sind Weih- und Regionalbischöfen vergleichbar. Zwei Jahrzehnte nach der Zulassung von Frauen zum Priesteramt steht ihnen in der Kirche von England seit November auch das Bischofsamt offen. Noch im November 2012 war ein Gesetzentwurf zur Einführung von Bischöfinnen überraschend gescheitert und hatte die Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Traditionalistische Anglikaner hatten sich wiederholt gegen die Bischofsweihe von Frauen ausgesprochen.

Während die Kirche von England lange mit sich gerungen hat, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen, sind andere anglikanische Kirchenprovinzen schon weiter: Weltweit gibt es zwischen 20 und 30 anglikanische Bischöfinnen, unter anderem in Irland, Wales, Kanada, USA, Australien, Neuseeland und Kuba.

Bundesregierung will nicht pauschal Gedenkfeiern für Nazi-Kollaborateure verurteilen

In dem Hauptquartier des Euromaidan im besetzten Rathaus wurde der “Nationalheld” Stepan Bandera an prominenter Stelle geehrt. Bild vom 14. Januar 2014: spoilt.exile/CC-BY-SA-2.0

Sevim Dağdelen fragte noch einmal nach, warum die deutsche Regierung nicht die UN-Resolution zur Bekämpfung der Glorifizierung des Nazismus unterstützt hat, die Antwort fiel schmallippig aus


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Im Dezember hat die UN-Vollversammlung eine Resolution zur Bekämpfung der Glorifizierung des Nazismus und anderer Praktiken mit großer Mehrheit verabschiedet, die Rassismus, rassistische Diskrimination, Xenophobie und damit verbundene Intoleranz schüren. Eingereicht hatte die Resolution Russland. Für den Resolutionsentwurf haben 115 Staaten gestimmt, 54 Staaten enthielten sich, 3 Staaten haben ihn abgelehnt. USA, Kanada und die Ukraine votierten mit Nein, die EU-Länder enthielten sich der Stimme, darunter auch Deutschland (Die neue Teilung der Welt). Sevim Dağdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, fragte die Bundesregierung nach einmal genauer nach den Gründen der Ablehnung (Bundesdrucksache 18-3634).

Nach der Resolution, die schon einmal 2012 eingereicht worden war, sollten Andenken an das Nazi-Regime, seine Alliierten und verbundener Organisationen verboten werden. Besorgt ist man über zunehmend mehr “extremistische” Parteien in den Parlamenten und dass traditionelle Parteien mit diesen Koalitionen eingehen. Umstritten war vor allem der Passus:

Bringt die tiefe Besorgnis über die Verherrlichung der Nazi-Bewegung, des Neo-Nazismus und früherer Mitglieder der Waffen-SS zum Ausdruck, eingeschlossen die Errichtung von Denkmälern und das Abhalten von öffentlichen Kundgebungen im Namen der Glorifizierung der Nazi-Vergangenheit, der Nazi-Bewegung und des Neo-Nazismus oder die Ehrung solcher Mitglieder und und derjenigen, die gegen die Anti-Hitler-Koalition gekämpft und mit der Nazi-Bewegung kollaboriert haben.

In der Antwort auf die Schriftliche Frage gab die Bundesregierung die Begründung:

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Auswertung von TV-Sendungen: Medien berichten negativ über den Islam

Tacheles, screenshot Brightsblog

Tacheles, screenshot Brightsblog

Wenn Medien über Religionsgruppen berichten, dann meist negativ – insbesondere der Islam kommt nicht gut weg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, über die der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet.


SpON

Über Religionsgruppen wird in den Medien meistens mit negativer Tendenz berichtet. Zu diesem Schluss kommt der Schweizer Auswertungsdienst Media Tenor, der seit 2001 für seine Analyse zahlreiche Medien untersuchte. Eine der wenigen Ausnahmen sei Papst Franziskus, der oft gut wegkomme. Besonders kritisch sei die Tonalität in Berichten über den Islam.

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USA/Großbritannien: Angst vor den Folgen

„Die Liebe ist stärker als der Hass”, „Charlie Hebdo gehört verhüllt” – provokante Titelblätter aus Paris Foto: flickr | Kanichat, Mona Eberhardt | CC BY-NC-SA 2.0

Weltweit druckten Redaktionen Charlie Hebdos Titelseiten mit Mohammed-Zeichnungen nach. In den USA und in Großbritannien sind sie meist verpixelt zu sehen. Fehlt es den Verlegern dort schlicht an Mut?


pro Medienmagazin

Der blutige Anschlag auf die Macher des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo wurde weltweit als Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit verurteilt. Während noch über die Folgen des Massakers diskutiert wird, erklärte der frühere Erzbischof von Canterbury, Lord Carey, das Vereinigte Königreich habe sich längst dem radikalen Islam gebeugt. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung (FAZ) sagte er am Sonntag in London: „In Britannien gilt heute de facto ein Blasphemiegesetz“. Für den Geistlichen ist es eine Tatsache, „dass Verleger und Zeitungen in ständiger Furcht davor leben, den Islam zu kritisieren“.

Um den ermordeten Machern von Charlie Hebdo ihren Respekt zu erweisen, druckten viele Redaktionen in Deutschland und anderen Ländern die provokanten Mohammed-Karikaturen nach. Kein größeres Medium in Großbritannien habe dies gewagt, analysiert der Zeitungsbericht. Offiziell heißt es, man wolle niemandes religiöse Gefühle verletzen. Der frühere Chefredakteur Dominic Lawson verwarf diese Begründung in der Sunday Times indes als „hohle Phrase“. Vielmehr sei niemand bereit, sein Leben für religiöse Satire zu opfern, so der Brite.

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Sind Evangelikale „Gottes Schwindler“? – Heult doch!

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Evangelikale in den USA sehen sich durch eine Titelgeschichte des Wochenmagazins Newsweek (New York) verleumdet. In dem Artikel „Die Bibel – so missverstanden, dass es eine Sünde ist“ bezeichnet der Publizist Kurt Eichenwald die Evangelikalen als „Gottes Schwindler“.


idea.de

Sie winkten auf der Straße mit ihren Bibeln und verurteilten Homosexuelle. Sie beteten am Fuße steinerner Statuen der Zehn Gebote und verlangten von Gott, Amerika von ihren politischen Gegnern zu erlösen, den Demokraten. Dabei hätten sie die Bibel nie richtig verstanden. Vielmehr suchten sie sich Verse nach ihrem Geschmack mit weniger Sorgfalt aus, als sie ihr Essen von der Speisekarte wählten. Doch folgten ihnen immer mehr Politiker. In den USA habe sich ein biblischer Analphabetismus ausgebreitet. So habe im Jahr 2010 eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew (Washington) gezeigt, dass Evangelikale nur wenig besser mit dem Neuen Testament und den Lehren Jesu vertraut seien als Atheisten. Laut Eichenwald ignorieren die Evangelikalen die Entstehungsgeschichte der Bibel und die zahlreichen Fehler, die sich durch Übersetzungen und Nachübersetzungen über Hunderte von Jahren eingeschlichen hätten. Eichenwald bezeichnet beispielsweise den 2. Petrusbrief als Fälschung. Darin seien sich Theologen weltweit einig.

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Das Afghanistan-Abenteuer und eine blühende wirtschaftliche Zukunft!

Poppyfield, Bild: BETWEENTHELINES

Nach 13 Jahren Krieg in Afghanistan haben sich die Besatzer “offiziell” wie Diebe in der Nacht davongeschlichen. Die Übergabe der “militärischen Verantwortung” von den Besatzern an die Besetzten erfolgte in Form einer Flaggenübergabe durch subalterne Militärs. Kein führender westlicher Politiker ließ sich bei diesem entwürdigen Schauspiel blicken, weil es bei einer Niederlage nichts zu feiern gibt und keine Durchhalteparolen gefragt waren, für die Politiker so berühmt und berüchtigt sind.


Von Ludwig Watzal|BETWEEN THE LINES

Die Freiheit des Westens, die angeblich am Hindukusch verteidigt werden sollte, ist dort zu Grabe getragen worden. Das mächtigste Militärbündnis der Welt musste nach 13 Jahren geschlagen von Dannen ziehen, besiegt von den Taliban, das heißt vom afghanischen Volk. Die Taliban stehen nur als Synonym für Widerstand gegen Fremdherrschaft und Besatzung. Die westliche Allianz ist der Schimäre des “Kampfes gegen den Terrorismus” von George W. Bush und seiner neokonservativen Bande und Oligarchie von Bankstern aufgesessen. Die Ursachen dieses “Terror” wurden erst durch die USA und Saudi-Arabien geschaffen.

In Afghanistan haben sich schon andere Besatzer versucht und sind gescheitert: Die Griechen, die Mongolen, die Briten, die Sowjets und schließlich die US-Amerikaner samt ihrer westlichen und anderen Vasallen. Wie schrieb bereits Theodor Fontane in seiner Ballade “Trauerspiel Afghanistan”:

“Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.”

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Pluto, Cern, Ebola: So wird 2015 für die Wissenschaft

LHC-Tunnel, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Das Wissenschaftsmagazin „Nature“ wagt eine Prognose für 2015. Im Mittelpunkt stehen demnach der Teilchenbeschleuniger am Cern, der Kampf gegen Ebola, ein Abkommen gegen den Klimawandel und zwei Rendezvous im Weltall.


WirtschaftsWoche

Teilchenphysik, Klimawandel, Raumfahrt, Medizin: Das britische Wissenschaftsmagazin „Nature“ blickt in die Zukunft und sagt voraus, welche Themen die Wissenschaftswelt im neuen Jahr dominieren werden. Demnach endet im März 2015 das zweijährige Warten auf den Neustart des Large Hadron Colliders (LHC), des leistungsstärksten Teilchenbeschleunigers der Welt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf.

Nach der Umrüstungsphase soll der LHC Elementarteilchen mit 14 TeV (Tetraelektronenvolt) aufeinander losjagen. Das ist etwa doppelt so schnell wie je zuvor. Damit wollen die Wissenschaftler das Standardmodell der Teilchenphysik überprüfen.

Klimaschutz wird ein wichtiges Thema

Eine andere Hoffnung ruht auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen, der im Dezember 2015 in Paris stattfindet: Die beiden größten Kohlenstoffdioxid-Emittenten, China und die USA, haben sich in diesem Jahr bereiterklärt, ihren CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Entsprechend steige die Chance auf ein neues Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Verpflichtungen für die Zeit nach 2020, heißt es in „Nature“.

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