Schlagwort-Archive: Vergewaltigung

Opfer kirchlichen Missbrauchs: “Hölle kann nicht schlimmer sein”

Bild: WAZ

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Folterähnliche Bestrafungen, unbezahlte Arbeit, Vergewaltigung: Eine 62-Jährige berichtet von ihrer Kindheit in einem Tiroler Heim


Von Katharina Mittelstaedt|derStandard.at

Sonja Graf will nicht mehr schweigen. Das hat sie lange genug. Nun soll die Welt von ihrer Geschichte erfahren, sagt sie. Von dem Ekel und Schrecken, der Gewalt, dem Missbrauch, der Ausbeutung: von den 14 Jahren ihres Lebens im Tiroler Landeskinderheim Martinsbühel – und wie Staat und Kirche danach mit ihr umgingen. “Sie hatten keine Skrupel, jetzt habe ich keine mehr”, sagt Graf, zupft eine Zigarette aus der vollen Schachtel vor ihr und beginnt zu erzählen.

Mit sieben Jahren, so ist es auch den Akten zu entnehmen, kam Sonja Graf nach Martinsbühel, ein Benediktinerinnenkloster mit angeschlossenem Mädchenheim und Sonderschule. Ihre Mutter hatte 15 Kinder, von denen bis auf zwei alle fremdversorgt wurden, ihr Vater war zur Zeit ihrer “Inhaftierung”, wie sie die Unterbringung in Martinsbühel nennt, bereits im Altersheim.

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Saudi-Arabien: Der männlichen Dummheit eine Gasse

Ein saudi-arabischer Historiker hat versucht, das Autofahr-Verbot für Frauen in seiner Heimat zu rechtfertigen. Seine Argumentation ist ebenso abenteuerlich wie menschenverachtend.


Von Ed Mazza|The Huffington Post

Laut einer Übersetzung sagte Saleh al-Saadoon in einem TV-Interview mit “Rotana Khalijiyya TV”: Wenn ein Auto liegenbleibe, könnten Frauen vergewaltigt werden. Anders als andere Staaten schütze Saudi-Arabien seine Frauen vor diesem Risiko, indem es ihnen verbiete, Auto zu fahren.

Frauen aus dem Westen ist eine Vergewaltigung angeblich egal

Frauen in anderen Staaten wie den USA würde es nichts ausmachen, vergewaltigt zu werden. Die Moderatorin geht dazwischen. „Moment. Wer hat Ihnen gesagt, dass es den Frauen nichts ausmache, am Straßenrand vergewaltigt zu werden?“, fragte sie.

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Nach Hinrichtung eines Unschuldigen: China verhängt in Mordfall erneut Todesstrafe

Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE

Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE

Ein Gericht in China hat einen 42-Jährigen zum Tod verurteilt, weil er 1996 eine Textilarbeiterin vergewaltigt und getötet haben soll. Für dasselbe Verbrechen war bereits ein vermeintlicher Täter hingerichtet worden – zu Unrecht.


SpON

Fast zwei Jahrzehnte nach der Hinrichtung eines Unschuldigen ist in China der eigentliche Täter zum Tode verurteilt wurde. Ein Gericht in Hohhot in der Inneren Mongolei sprach den 42-jährigen Zhao Zhihong wegen der Vergewaltigung und Erdrosselung einer jungen Frau im Jahr 1996 schuldig. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kurz nach der Ermordung der Arbeiterin in der Toilette einer Textilfabrik war der 18-jährige Hugjiltu festgenommen worden. Nach einem 48-stündigen Verhör räumte er die Tat ein, knapp zwei Monate später wurde er hingerichtet. Hugjiltus Eltern protestierten von Beginn an gegen die Verurteilung und Hinrichtung ihres Sohnes.

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Vergeben und befreien

Vergeben kann helfen, mit Verlust und Schmerz weiterzuleben, ohne zu verbittern Foto: flickr | blu-news.org | CC BY-SA 2.0

Ein Kind wird ermordet, eine Frau vergewaltigt, ein junger Mann bei einem Unfall schwer verletzt – kann man den Schuldigen vergeben? Wissenschaftler bestätigen: Man sollte sogar!


pro Medienmagazin

Aba Gayles Tochter ist tot. Erstochen. Ihr Mörder, Douglas Mickey, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung, seit 1983. Dass er mit dem Tod bestraft werden soll, hat Gayle nicht dabei geholfen, ihre Trauer zu überwinden, den Hass und die Lust nach Rache zu stillen. Sie brauchte Jahre, um „beim Lesen, Beten und im Gespräch“ auf die Gedanken zu kommen: Ihre Tochter hätte nicht gewollte, „dass in ihrem Namen getötet wird“. Die Hinrichtung des Mörders würde Gayle keinen Frieden geben. Schließlich schrieb sie Mickey einen Brief, in dem sie ihm mitteilt, dass sie ihm vergibt. „Das bedeutet nicht, dass ich glaube, dass Sie unschuldig sind. Aber ich habe verstanden, dass Sie ein Kind Gottes sind. Sie sind von Gottes Liebe umfangen, selbst jetzt in ihrer Zelle.“ Gayle besuchte den Mörder ihrer Tochter und andere Verbrecher im Gefängnis und sie macht sich dafür stark, dass er nicht hingerichtet wird.

„Vergebung hat Aba Gayle ermöglicht, woran die Rachelust gescheitert ist: den Schmerz zu lindern“, fasst das Magazin stern zusammen. In ihrer aktuellen Ausgabe porträtiert die Zeitschrift Menschen, die nach einem Unheil, das ihnen angetan wurde, ihren Frieden zu finden versuchen. Einige von ihnen haben die Vergebung gewählt. Und es wird deutlich: Vergebung befreit und hilft, mit dem Schmerz zu leben.

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Antisemitischer Überfall schockiert Paris

Symbolbild / Bild: (c) EPA (Pavel Wolberg)

Die Aggression gegen Juden in Frankreich haben um 91 Prozent zugenommen. Die Verbrechen sind von außerordentlicher Gewalt geprägt.


Die Presse.com

Da sie Juden sind, müssen sie Geld haben. Dieser „primitive und idiotische Antisemitismus“ war laut der Pariser Kriminalpolizei ein ausreichendes Motiv für drei junge Männer, um im Pariser Vorort Créteil zwei brutale Überfälle zu verüben. In beiden Fällen waren laut der Staatsanwaltschaft ihre rassistischen Vorurteile ausschlaggebend. Die mutmaßlichen Täter, die gefasst wurden, sind zwischen 18 und 20 Jahre alt und bei der Polizei aktenkundig.

Mitte November hatten die Männer einen 70-jährigen Pensionisten in seiner Wohnung überfallen, geschlagen und beraubt. Anfang dieser Woche drangen sie dann in die Wohnung einer jüdischen Familie ein, bedrohten einen der Söhne mit einer Waffe, vergewaltigten dessen Freundin und durchsuchten die Wohnung mehr als eine Stunde lang. Gegen die drei Tatverdächtigen ist ein Anklageverfahren wegen bewaffneten Raubs mit Gewalt aus rassistischen Motiven, bandenmäßiger Freiheitsberaubung und Vergewaltigung eingeleitet worden.

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USA: Wahlsieg der Dummheit

Bild. pro Medienmagazin

Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Republikaner die Mehrheit im Senat erobert. Viele Kandiaten, die Abtreibung ablehnen und für christliche Überzeugungen warben, konnten Mehrheiten für sich gewinnen. Die jüngste von ihnen ist eine 18-jährige Studentin.

pro Medienmagazin

Die demokratische Politikerin Wendy Davis wurde 2013 weltberühmt: In bunten Turnschuhen hielt sie im Senat von Texas eine elfstündige Rede, um gegen die Einschränkung des Abtreibungsrechts zu protestieren. Am Dienstag wollte sie sich zur Gouverneurin von Texas wählen lassen, scheiterte aber an ihrem republikanischen Konkurrenten Greg Abbott. Der Katholik lehnt Abtreibung auch im Falle von Inzest oder Vergewaltigung ab.

In Kansas konnte sich der ebenfalls katholische Gouverneur Sam Brownback (Republikaner) im Amt halten, obwohl er unter Kollegen der eigenen Partei wegen radikaler Steuersenkungen umstritten ist. Brownback ist erklärter Gegner von Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe. Im Nahostkonflikt positionierte sich Brownback als Unterstützer Israels, der eine Ein-Staaten-Lösung vorsieht, in der die Palästinenser nach Jordanien umsiedeln sollen.

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Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.

1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

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Haft für Mullah in Afghanistan wegen Vergewaltigung von Elfjähriger

Bild: WAZ

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Wegen Vergewaltigung einer Elfjährigen ist ein muslimischer Geistlicher aus der nordafghanischen Stadt Kundus zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

evangelisch.de

Der Mullah habe seine Schülerin im Mai in einer Moschee in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz vergewaltigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Ein Gericht in der Hauptstadt Kabul habe das Urteil am Vortag gesprochen. Die Chefin der Frauenbehörde der Provinz Kundus, Badal Bibi, nannte das Urteil zu milde. Sie forderte die Todesstrafe für den Mullah.

Vor zweieinhalb Wochen waren in Kabul fünf Sexualstraftäter gehängt worden. Die Täter hatten im August in der Nähe Kabuls eine Familie überfallen und ausgeraubt sowie vier Frauen vergewaltigt. Eine der Frauen war zum Tatzeitpunkt schwanger und starb später an ihren Verletzungen. Vergewaltigung kann in Afghanistan in besonders schweren Fällen mit der Todesstrafe geahndet werden.

Iran richtet Vergewaltigungsopfer hin

Bild: freethinker.co.uk

  • In Iran wird die 26-jährige Reyhaneh Jabbari hingerichtet. Sie wurde 2009 zum Tode verurteilt, weil sie den Mann erstach, der sie nach eigenen Angaben vergewaltigen wollte.
  • An dem Gerichtsverfahren gab es massive Kritik. Im Internet protestierten Hunderttausende Menschen. Auch Amnesty International und die Vereinten Nationen schalteten sich ein.

Süddeutsche.de

Iran richtet Vergewaltigungsopfer hin

Alle Rettungsversuche waren vergeblich: Iran hat die 26-jährige Reyhaneh Jabbari hingerichtet. Das bestätigte ihre Mutter Shole Pakrava in einem Interview mit der BBC, die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Irna von der Hinrichtung. Jabbari saß seit fünf Jahren wegen des Mordes an einem früheren Geheimdienstmitarbeiter in der Todeszelle. Jabbari hatte auf Notwehr plädiert.

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Von wegen Humanismus

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

In Alexander Görlachs Text zur Abtreibung ist viel von Menschlichkeit die Rede. Warum klingt dieser dann so kalt und unempathisch?

Von Julia KorbikThe European

Alexander Görlach ist gegen Abtreibung und sieht die humanistische Gesellschaft in Gefahr, weil ungeborenes Leben als untergeordnet betrachtet wird: „Keine Gemeinschaft wird sich darüber definieren können, wie sie am besten die Geburt des Nachwuchses verhindert.“

Aus Görlachs Text spricht eine gewisse Hilflosigkeit angesichts der Tatsache, dass Frauen schwanger werden und darauf basierend Entscheidungen treffen können, für die sie den an der Zeugung beteiligten Mann nicht um Rat bzw. Erlaubnis fragen müssen. Görlach findet es nicht richtig, dass Frauen über das ungeborene „Leben“ (wenn man es so nennen will) in ihrem Bauch entscheiden dürfen: „Wir befinden uns in einem erbärmlichen Abwärtsstrudel, in dem Menschen sich selbst und mit sich alle anderen als Ware betrachten, mit der man, von Fall zu Fall, nach Belieben verfahren kann.“

Um es ganz klar zu sagen: Wenn eine Frau abtreibt, tut sie das in den meisten Fällen, weil sie gute Gründe hat – und nicht mal eben so, zumal es sich um einen medizinischen Eingriff handelt. In Deutschland sinkt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche seit 2004 kontinuierlich. 2013 waren es mit 102.800 Abtreibungen 3,8 Prozent weniger als 2012.

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Indonesien: Hundert Stockschläge für außerehelichen Sex

shariaSex außerhalb der Ehe wird in der indonesischen Provinz Aceh in Zukunft mit bis zu hundert Stockhieben bestraft. Das Provinzparlament beschloss die Regelung.

FOCUS ONLINE

In Aceh gilt zum Teil das islamische Scharia-Recht. „Die Bevölkerung hat das Gesetz erwartet. Sie will, dass die Scharia hier in allen Bereichen angewandt wird“, sagte der Sprecher der regierenden Aceh Party, Muhammad Harun.

Auch Sex zwischen Männern, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Alkohol, Glücksspiel und der Kontakt zwischen unverheirateten Frauen und Männern wird in dem Gesetz geregelt. Vor- oder außerehelicher Sex sowie Sex zwischen Männern wird mit entweder hundert Hieben, 100 Monaten Gefängnis oder der Zahlung von einem Kilogramm Gold bestraft. Küssen sich Unverheiratete, setzt es dreißig Hiebe.

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Gott und Östrogen

dawkinsChef-Atheist Richard Dawkins provoziert gerne Feministinnen. Was steckt dahinter?

Von Philippe ZweifelTages Anzeiger

Darwinist, Atheist – und Sexist? Regelmässig fällt der berühmte Evolutionsbiologe Richard Dawkins mit frauenfeindlichen Äusserungen auf. Soeben hat er in einem Tweet geraunt, dass Frauen, die bei ihrer Vergewaltigung betrunken waren, es vor Gericht halt schwer hätten. Zuvor hatte er sexuelle Missbräuche in schlimmere und weniger schlimme eingeteilt: «Eine Vergewaltigung bei einem Date ist schlimm, eine Vergewaltigung durch einen Fremden mit vorgehaltenem Messer ist schlimmer.»

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Zum Tode Verurteilter nach drei Jahrzehnten durch DNA-Test entlastet

Quelle: Reuters

Aufgrund eines DNA-Tests hat ein Gericht in Lumberton im US-Bundesstaat North Carolina nach drei Jahrzehnten ein Todesurteil und eine lebenslange Haftstrafe aufgehoben.

evangelisch.de

Die Brüder Henry Lee McCollum (50) und Leon Brown (46) seien umgehend freizusetzen, urteilte Richter Douglas Sasser Medienberichten zufolge am Dienstag (Ortszeit). Sie hätten die ihnen 1983 zur Last gelegte Vergewaltigung und den Mord an der elfjährigen Sabrina Buie nicht begangen. Eine kürzlich getestete Zigarettenkippe vom Tatort enthalte DNA von einem wegen eines weiteren Sexualmordes einsitzenden Täter.

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Wie Atheisten ihren Ruf überwinden können, arrogant zu sein.

Bild: RDF

Ich kann es religiösen Gruppen nachempfinden, deren Auftrag es ist, jeden auf der Welt zu bekehren, seit ich der Meinung bin, dass die Welt besser wäre, wenn jeder „das Licht“ des säkulären Humanismus sehen würde.

Von Herb SilvermanRichard Dawkins-Foundation

Doch, ob religiös oder säkulär, glaube ich, dass die beste Form des Missionierens ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich denke, Matthäus 7:16 trifft es auf den Punkt: „An Ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

Im Folgenden nun zwei Aufzählungen, die sich auf die Interaktionen von Atheisten mit religiösen Menschen beziehen. Die erste beinhaltet Vorschläge, wie wir deren Sicht auf Atheisten ändern können, und in der zweiten geht es darum, wie wir in mancherlei Hinsicht nicht so verschieden sind von den Religionsanhängern. Anstatt den Wechsel zum Atheismus anzustreben, möchten wir Atheisten meiner Ansicht nach, dass unser Weltbild respektiert wird in einer Kultur, die mindestens zwei Gründe hat, uns nicht zu mögen:

Der erste ist, dass man Atheisten nicht trauen kann, weil sie nicht an einen richtenden Gott glauben, der sie nach dem Tod bestraft oder belohnt.

Diese Behauptung ist albern und erniedrigend. Ich werde immer wieder in Gesprächen und in Talk Shows gefragt: „Was hält dich von Vergewaltigung, Mord, oder all dem ab, von dem du meinst davonzukommen?“ Meine Antwort ist: „Ich hoffe, dass Sie mit dieser Einstellung weiter an einen Gott glauben.“

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Christlicher Lehrer wollte schwulen Jugendlichen mit Homo-Sex “heilen”

Die Baptistenschule wurde 1971 gegründet und verlangt von Eltern pro Jahr rund 4.000 Dollar Schulgeld, Bild: QUEER.DE

In einer Baptistenschule in den USA soll ein Lehrer über Jahre einen Jugendlichen vergewaltigt haben, damit er sexuelles Interesse an Frauen entwickelt.

QUEER.DE

Ein 32 Jahre alter schwuler Mann hat am Dienstag seine ehemalige Schule im Nordwesten von Mississippi angezeigt, weil er darin drei Jahre lang von einem Lehrer sexuell missbraucht worden sei. Kläger Jeff White behauptet, dass der Lehrer der Bethel Baptist School im 2.000 Einwohner zählenden Städtchen Walls die sexuellen Übergriffe als “Therapie” gegen Homosexualität bezeichnet habe. “Er hat mich vergewaltigt, weil ich schwul war, und gesagt, so würde ich lernen, Männer zu hassen und mich zu verändern”, erklärte White gegenüber der LGBT-Zeitung “Washington Blade”. Der Lehrer arbeitet heute als Pfarrer.

White hatte 1996 als Siebtklässler sein Coming-out gegenüber seinen christlich-konservativen Eltern, die dann die Baptistenschule um Rat fragten. Die Schule empfahl wöchentliche Beratungsgespräche mit dem beschuldigten Lehrer. Der Lehrer habe sich dann bis 1999 immer wieder an dem Jugendlichen vergangen.

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Testosteron: Das verkannte Hormon

Strukturformel von Testosteron, Summenformel: C19H28O2 Bild: wikimedia.org/PD

Seit Jahrzehnten heißt es, zu viel Testosteron im Blut mache Männer aggressiv, triebhaft und antisozial. Doch tatsächlich wirkt das Sexualhormon auf die menschliche Psyche in vielfältiger Weise – mitunter fördert es sogar die Fairness.

Von Christoph EiseneggerSpektrum.de

Johnny ist ein maskuliner Typ, muskulös und mit kantigem Gesicht, der schon in manche Schlägerei verwickelt war. Eines Nachts verprügelt er vor dem Klub “Prater Dome” in Wien den körperlich unterlegenen Richard. Worum es bei dem Streit genau ging, ist später nicht mehr zu klären, ebenso wie die Frage, wer von den beiden zuerst handgreiflich wurde. Einhellig ist aber das Urteil aller Freunde von Johnny: Ihr Kumpel sei eben “testosterongesteuert”. Deshalb sei er oft aggressiv und reagiere unbeherrscht, wenn man ihn provoziert.

Das Männlichkeitshormon Testosteron hat traditionell einen schlechten Ruf. Dem Klischee nach sorgt es nicht nur körperlich für stärker ausgeprägte maskuline Züge, sondern fördert auch antisoziales, aggressives Verhalten und Sexsucht. Der US-amerikanische Schauspieler Alan Alda sprach in den 1970er Jahren sogar scherzhaft von einer “Testosteronvergiftung”, unter der fast alle Männer litten und derentwegen sie sich so sonderbar verhielten. Noch heute beschreibt der Begriff “testosterone poisoning” im Englischen unvernünftiges, stereotyp negatives Gebaren von Männern. Ob der Botenstoff aber tatsächlich das Sozialverhalten beeinflusst, wird erst seit Kurzem wissenschaftlich untersucht – mit teils überraschenden Ergebnissen.

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Indien: Parlaments-Abgeordneter Tapas Pal droht Gegner mit Vergewaltigung

Tapa Pal mit seiner Ehefrau, Bild: Trinamool Congress (TMC)

Ein indischer Parlamentsabgeordneter hat den Anhängern einer rivalisierenden Partei mit Mord und Vergewaltigung gedroht. „Ich werde sie eigenhändig erschießen … und dann meine Männer losschicken, um ihre Frauen zu vergewaltigen“, sagte Tapas Pal laut der indischen Zeitung „Hindustan Times“.

news.ORF.at

Die Aussagen sollen bereits Mitte Juni in einem Dorf in Westbengalen gefallen und mit einem Handy aufgezeichnet worden sein. Pal sagte der Zeitung, er könne sich nicht an diese Rede erinnern. Seine Partei Trinamool Congress (TMC) distanzierte sich von den Aussagen.

Groteske Aussagen

Vergewaltigung ist nach besonders brutalen Fällen zum Dauerthema in Indiens Gesellschaft geworden – und Politiker fallen dabei wiederholt mit grotesken Statements auf. Erst vor einem Monat sagte Babulal Gaur, Innenminister des Bundesstaates Madhya Pradesh, Vergewaltigungen seien „manchmal richtig und manchmal falsch“.

Der Chef der Samajwadi-Partei, Mulayam Singh Yadav, meinte laut lokalen Medien vor drei Monaten: „Buben sind Buben, sie machen Fehler.“ Deswegen sollten sie doch nicht an den Galgen geschickt werden. Sein Parteikollege Abu Azmi, Parteichef im Bundesstaat Maharashtra, erklärte dem Sender NDTV, jeglicher Sex außerhalb der Ehe sollte mit dem Tod bestraft werden – ob freiwillig oder erzwungen.

Ehefrau entschuldigt sich.

Wahhabismus: Der tägliche Gotteswahn in Saudi-Arabien

“ALS Unit” (Advanced Life Support) in Riad, Bild:AP

Ein Jahr lang arbeitete Stefan Bauer als Rettungsassistent für den Roten Halbmond in Saudi-Arabien. Viele der Geschichten, die der Deutsche über diese Zeit erzählt, sind kaum zu ertragen – und bieten einen seltenen Einblick in eine abgeschottete Gesellschaft.

Von Rainer LeursSpON

SPIEGEL ONLINE: Herr Bauer, Notärzte und Rettungsassistenten sind normalerweise einiges gewohnt, was blutige Szenen und menschliche Schicksale angeht. Sie haben ein Jahr als Paramedic in Riad gearbeitet; am Ende konnten sie nachts nicht mehr schlafen. Was war da los?

Bauer*: Zunächst mal habe ich in dem einen Jahr geschätzt 250 Verkehrstote gesehen. Das erleben Sie im deutschen Rettungsdienst in einem ganzen Berufsleben nicht.

SPIEGEL ONLINE: Warum war das so?

Bauer: Die Leute halten sich nicht an Verkehrsregeln, anschnallen braucht man sich nicht. Dicke Autos sind zudem oft das einzige Hobby der jungen Männer: Kinos, Bars oder Konzerte gibt es keine, und mit Frauen treffen kann man sich auch nicht wirklich. Was es gibt, ist die Ring Road, einen Highway, der um die Stadt Riad herumführt. Dort gehen diese Leute driften, und irgendwann überschlägt sich eben einer. Dann haben Sie fünf, sechs Tote auf dem Highway liegen. Gerade am Wochenende war klar: Die ganze Nacht müssen Sie zu schlimmen Verkehrsunfällen fahren.

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Zehn Jahre Haft für australischen Ex-Priester wegen Kindesmissbrauchs

missbrauch_katholJahrelang hat ein katholischer Priester in Australien Jungen im Krankenzimmer einer Schule missbraucht – am Montag wurde er zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt.

evangelisch.de

Der 70-Jährige war wegen Unzucht und Vergewaltigung angeklagt und hatte sich schuldig bekannt.

Der Richter Frank Gucciardo geriet während der Urteilsverkündung außer Fassung und musste die Verhandlung kurz unterbrechen, wie Medien in Melbourne berichteten. Der Mann war bereits 2005 des Priesteramtes enthoben und wegen anderer Missbrauchsfälle verurteilt worden. Die Verbrechen an der Schule kamen erst später ans Licht. “Ihr Verhalten zeigt die Tiefe ihrer üblen Heuchelei”, sagte der Richter.

Sexueller Missbrauch: Vatikan enthob Hunderte Priester ihrer Ämter

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Der Vatikan hat erstmals umfassende Daten zu seinem Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern präsentiert. Demnach wurden 848 Kirchenvertreter verstoßen.

ZEIT ONLINE

Erstmals hat der Vatikan eine umfassende Statistik zum Vorgehen der Kirchenleitung gegen sexuellen Missbrauch vorgelegt. Demnach wurden in den vergangenen zehn Jahren 848 Priester ihres Amtes enthoben, da ihnen Vergewaltigung und Belästigung von Kindern vorgeworfen wurden. 2.572 weitere Priester erhielten geringere Strafen.

Der Botschafter des Vatikans in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, präsentierte diese Zahlen am zweiten Tag seiner Befragung durch das Komitee der Vereinten Nationen, welches die Umsetzung der UN-Konvention gegen Folter überwacht. Tomasi teilte die Meinung des Komitees, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder als Folter betrachtet werden könne.

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