50-jährige Pilgerin auf Jakobsweg vergewaltigt

Spanien ist schockiert: Auf dem berühmten Jakobsweg wurde eine 50-jährige Pilgerin aus Venezuela vergewaltigt und anschließend bei eisigen Temperaturen ihrem Schicksal überlassen.

kath.net

In Spanien ist es zu einem Sexverbrechen gekommen, welches derzeit das ganze Land schockiert. Auf dem berühmten Jakobsweg wurde eine 50-jährige Pilgerin aus Venezuela vergewaltigt und anschließend bei eisigen Temperaturen ihrem Schicksal überlassen. Die Tat ereignete sich in der Nähe von Portomouro, nördlich von Santiago de Compostela. Dies berichtet die Zeitung „La Voz de Galicia“. Die 50-Jährige wurde bei ihrem Fußmarsch von zwei unbekannten Männern in ein Auto gezerrt und dort missbraucht. Später wurde die Pilgerin auf einem Feld ausgesetzt. Die geschockte Frau konnte sich noch ins nächste Dorf schleppen und fand dort Hilfe. Derzeit fahndet die die Guardia Civil nach den beiden Tätern.

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Acht Monate alter Säugling vergewaltigt – Cousin in Haft

In Neu-Delhi ist ein Mann wegen der Vergewaltigung seiner acht Monate alten Cousine verhaftet worden. Das Kind musste drei Stunden lang notoperiert werden.

SpON

Im Nordwesten der indischen Hauptstadt Neu-Delhi soll ein Mann seine acht Monate alte Cousine vergewaltigt haben. Der 28-Jährige wurde festgenommen und ist geständig. Er ist selbst Vater eines Sohnes.

Der Polizei zufolge sagte er aus, zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen zu sein. Das Verbrechen ereignete sich demnach am Sonntag. Die Eltern des Babys hatten es in die Obhut einer Verwandten gegeben, als sie zur Arbeit gingen, und fanden es Medienberichten zufolge bei ihrer Rückkehr blutend und schreiend vor.

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Bundeswehr: Zahl sexueller Übergriffe in der Truppe hat sich fast verdoppelt

Soldatin der Bundeswehr. ©DPA
In der Bundeswehr sind im vergangenen Jahr 234 Fälle von sexuellen Übergriffen gemeldet worden. Das Verteidigungsministerium erklärt den Anstieg mit einer höheren Sensibilität für das Thema.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In der Bundeswehr sind nach Medieninformationen im vergangenen Jahr 234 Fälle sexueller Belästigung bis hin zur Vergewaltigung gemeldet worden. Das sei ein Anstieg um mehr als 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Darunter seien auch 14 Vergewaltigungen oder Vergewaltigungsversuche gewesen, fast dreimal so viele wie 2016. Damals seien es fünf entsprechende Fälle gewesen.

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Vergewaltigungen in Indien und Pakistan: Chronik des Grauens

In Pakistan hat die jüngste Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens einen gewaltigen öffentlichen Aufschrei erzeugt. Beim Nachbarn Indien sorgen ähnliche Fälle für weniger Schlagzeilen. Sexuelle Gewalt ist in beiden Ländern ein Dauerproblem.

Von Esther Felden | Qantara.de

Die 22jährige Frau ist mit dem Auto auf dem Heimweg von einer Hochzeit, gemeinsam mit ihrem Ehemann und dem Schwager. Während einer Pause wird die Gruppe von vier Männern überfallen. Einer zerrt die Frau aus dem Auto und vergewaltigt sie, während die drei anderen ihre Begleiter mit Waffen in Schach halten. Mann und Schwager müssen mit ansehen, was ihr angetan wird. Nach der Tat fliehen die Männer.

Entgegen der Warnung, zur Polizei zu gehen, meldet der Ehemann das Verbrechen bei den Behörden. Wenig später können alle vier Angreifer festgenommen werden. Es ist der jüngste bekannt gewordene Fall einer Vergewaltigung im nordindischen Bundesstaat Haryana. Aber beileibe nicht der erste.

Seit Jahresbeginn sorgten Meldungen wie diese schon mehrfach für Schlagzeilen in den Zeitungen. In der vergangenen Woche veröffentlicht die Zeitung „Times of India“ eine regelrechte Chronik des Grauens – und berichtet über sechs öffentlich gewordene Vergewaltigungsfälle innerhalb von sechs Tagen. Das ist selbst für Haryana eine erschreckend hohe Zahl.

Eines der Opfer ist erst drei Jahre alt. Das kleine Mädchen wird von einem 15jährigen Jungen vergewaltigt. Ein elfjähriges Dalit-Mädchen wird von zwei Nachbarn aus dem Dorf missbraucht und getötet. Danach sollen die Männer sich noch stundenlang an ihrem Körper vergangen haben. Ein 50jähriger Mann wird festgenommen, weil er einer Zehnjährigen ein Stück Holz eingeführt und ihre Geschlechtsteile verstümmelt haben soll. Zwei junge Frauen werden jeweils von mehreren Männern vergewaltigt. In einem Kanal wird die brutal verstümmelte Leiche eines 15jährigen Mädchens gefunden, teilweise sind die Organe aufgeplatzt.

Altes Problem, erschütternde Bilanz

Diese Fälle stehen stellvertretend für viele andere. Vergewaltigung ist in Indien nach wie vor an der Tagesordnung, klagt Ranjana Kumari, Leiterin des „Centre of Social Research“ in Neu Delhi und eine bekannte Frauenrechtlerin. Die Situation habe sich in letzter Zeit eher noch weiter verschlechtert, sagt sie. „Wir fordern den Rücktritt des Regierungschefs von Haryana. Hier haben sich Fälle zugetragen, die noch schlimmer waren als die Gruppenvergewaltigung von 2012.“

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Wenn Polizisten zu Opfern werden

Fast jeder zweite Polizist wurde 2016 Opfer von verbaler oder physischer Gewalt. Der beschädigte Polizeihelm steht symbolisch dafür. (Foto: David Ebener/dpa)
  • Am vergangenen Wochenende kam es in Regensburg zu vier Übergriffen auf Polizeibeamte.
  • Dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern im schwersten Regensburger Fall um Afghanen handelt, hat die Debatte über Ausländerkriminalität befeuert.

Von Johann Osel, Ulrike Schuster, Wolfgang Wittl | Süddeutsche Zeitung

Nach mehreren Attacken auf Polizeibeamte am Wochenende in Regensburg nimmt die Debatte über den Respekt vor Einsatzkräften wieder an Fahrt auf. In der Nacht zum Sonntag war es in der Stadt unabhängig voneinander zu gleich vier Übergriffen auf Beamte gekommen, ein Polizist brach sich dabei den Knöchel, ein weiterer erlitt eine Schädelprellung mit Gehirnerschütterung.

Ermittlungen wegen diverser Delikte laufen, gegen einen der Täter, einen 17-jährigen Afghanen, wurde wegen versuchter Tötung Haftbefehl erlassen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Montag der SZ, er halte die Vorfälle für „völlig unerträglich“. Es müsse „konsequenter gegen solche Gewalttäter vorgegangen werden“.

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Frau entkam religiöser Sex-Sekte „Kinder Gottes“

Dawn Watson (Bild: Facebook)
Eine junge Frau, die in dem religiösen Sex-Kult „Kinder Gottes“ geboren wurde, entkam dieser Sekte. Nun erzählte sie in einem TV-Interview unfassbare Details aus ihrem Leben.

heute.at

„Wir hatten keinen Zugang zur Außenwelt. Als Kind habe ich gelernt, dass alles außerhalb der Gemeinschaft der Teufel war – sehr böse war“: Eine Brasilianerin schockiert mit ihren Aussagen über ihre Kindheit in einer Sex-Sekte, die 1968 von David Berg in Kalifornien begründet worden war.

Vergewaltigung, schwere Strafen und Kindesmissbrauch standen an der Tagesordnung. Doch der Brasilianerin wurde erst im Nachhinein bewusst, wo sie eigentlich aufgewachsen war: „Die Misshandlungen fanden immer in ruhiger Weise statt. `Sag nichts, erzähl niemandem davon´, hieß es.“ Aggression sei keine im Spiel gewesen, alles sei im Namen der Liebe geschehen. ‚Lass mich dir die Liebe Gottes zeigen, ich zeige dir meine Liebe´, hieß es etwa. „Es war schwierig zu erkennen, dass das, was sie gemacht haben, schlimm war“, so Watson.

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BKA: 133.000 Erwachsene wurden 2016 Opfer häuslicher Gewalt

Gewalt gegen Frauen © NTLam auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Mehr als 133.000 Erwachsene wurden im Jahr 2016 Opfer von häuslicher Gewalt, 96.000 davon waren Deutsche. Unter den Ausländern führen Türken und Polen die Statistik an.

MiGAZIN

In Deutschland sind im vergangenen Jahr über 133.000 Erwachsene Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Knapp 82 Prozent der Opfer waren Frauen, wie aus der am Freitag in Berlin veröffentlichten Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes hervorgeht. Die Zahl der Opfer von Gewalt in Partnerschaften steigt den Angaben zufolge seit fünf Jahren an. Gegenüber 2015 wurde ein Anstieg um etwas vier Prozent verzeichnet.

Das Bundeskriminalamt berücksichtigt in der Statistik begangene und versuchte Delikte, darunter Mord, Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking von Partnern oder Ex-Partnern.

Den Angaben zufolge lebten 2016 mehr als 51 Prozent der Frauen mit dem Tatverdächtigen in einem gemeinsamen Haushalt. Bei knapp 70.000 Frauen ging es um vorsätzliche leichte Körperverletzung. Über 16.700 Frauen wurden von ihrem Partner bedroht, rund 11.900 gefährlich verletzt. Über 7.600 Frauen wurden von ihrem Partner oder Ex-Partner gestalkt. 357 Frauen wurden ermordet oder totgeschlagen.

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«Wenn wir die Phantasie kontrollieren, wird es gefährlich»

Eine Teilnehmerin eines Protestmarsches in Hollywood trägt die Namen all jener Männer auf dem T-Shirt, die sie angeblich sexuell belästigt haben. (Bild: Lucy Nicholson / Reuters)
Der Psychoanalytiker und Schriftsteller Jürg Acklin warnt vor den Folgen der derzeitigen Sexismus-Debatte: Wir würden unsere eigene Widersprüchlichkeit nicht mehr ertragen.

Von Birgit Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Herr Acklin, Wochen später dreht der Weinstein-Skandal noch immer. Schauspieler, Politiker, Trainer werden der sexuellen Belästigung bezichtigt und von der Öffentlichkeit angeprangert. Medien berichteten im Nachrichten-Ticker –vor ein paar Tagen live von der Klimakonferenz in Bonn, wo Vorwürfe gegen Abgeordnete erhoben wurden. Was passiert da gerade?

Zuerst einmal: Dass Fälle von realer, sexueller Gewalt an den Tag kommen, ist gut und wichtig, gerade da, wo ein Abhängigkeitsverhältnis ausgenutzt wird. Das muss aufhören, die «gruusigen» Typen müssen gestoppt werden, und dafür braucht es ein Regulativ. Aber es artet aus. Am Anfang ist es eine Aufklärung, die erhellend und notwendig ist. Doch dann wird es so hell, dass es fast wahnhaft wird. Es gibt eine Art Inquisitionsfuror, man riecht Blut wie ein Jäger und wähnt sich dabei auf der richtigen Seite. Wenn aber jeder Fall skandalisiert wird, dann leistet man den Betroffenen, die tatsächlich leidvolle Erfahrungen gemacht haben, einen Bärendienst.

Wo ziehen Sie denn die Grenze?

Eine Vergewaltigung ist absolut unentschuldbar, da geht es um eine kriminelle Energie. Ein Betatschen ist ebenfalls voll daneben, aber man kann es nicht mit sexueller Gewalt gleichsetzen. Diese würde dadurch relativiert. Früher gab man solch alten «Glüschtlern» eins auf die Finger oder eine Ohrfeige. Was mir zu denken gibt, sind die Folgen der jetzigen Sexismus-Debatte: Heute darf man einer Frau nicht einmal mehr sagen, dass sie gut aussieht, ohne dass das als sexistisch empfunden wird.

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Vorwürfe: Uni Oxford beurlaubte bekannten Islamforscher

Ausgabe vom 01.11.2017. Bild: ©Charlie Hebdo
Mehrere Frauen meldeten sich unabhängig voneinander – Renommierter Wissenschafter bestreitet bestreitet jegliches Fehlverhalten

derStandard.at

Der Skandal um sexuelle Angriffe hat die Wissenschaft erreicht: Die Universität Oxford beurlaubte am Dienstag den prominenten Islamwissenschaftler Tariq Ramadan, nachdem mehrere Frauen ihm Vergewaltigung und Belästigung vorgeworfen hatten. Die Entscheidung sei einvernehmlich gefallen, berichtete die britische Elitehochschule. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.

Die Vorwürfe gegen den Professor hätten an der Hochschule „verstärkte und verständliche Unruhe“ ausgelöst. Der mediengewandte und streitbare Autor und Wissenschafter zählt zu den bekanntesten Professoren in Oxford, wo er den Lehrstuhl für Zeitgenössische Islamstudien innehat. Ramadan ist auch publizistisch tätig, regelmäßig tritt er im Fernsehen auf. Seine konservative Auslegung des Islam hat dem charismatischen Gelehrten viele Bewunderer, aber auch scharfe Gegner eingehandelt.

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Sexismus ist mehr als sexuelle Gewalt

Sexismus beginnt nicht erst dort, wo es strafbar wird: Plakate auf einer Demo gegen sexuelle Übergriffe. (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Soll man das missratene Kompliment und die Vergewaltigung gemeinsam diskutieren? Ja. Es kommt auf das Wie an.

Von Hannah Beitzer | Süddeutsche Zeitung

Ein mächtiger Filmproduzent belästigt über Jahrzehnte hinweg systematisch Frauen, bis hin zur Vergewaltigung. Ein Politiker legt einer Journalistin bei einem gemeinsamen Essen mehrmals die Hand aufs Knie – und tritt Jahre später deswegen zurück. Ein ehemaliger Botschafter äußert sich verwundert, dass eine Staatssekretärin jung und schön ist.

Der Fall des Filmproduzenten Harvey Weinstein und der des ehemaligen britischen Verteidigungsministers Michael Fallon und die Debatte um die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli sind nur drei der vielen Fälle, die im Zuge der #metoo-Debatte öffentlich wurden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich im beruflichen Umfeld abspielen. Sie zeigen außerdem die große Spannbreite der Diskussion, eine Spannbreite, die immer wieder zu einer Frage führt: Gehört das wirklich alles zusammen? Eine Vergewaltigung, ein Griff ans Knie, ein missratenes Kompliment? Alles Sexisten, überall?

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Libysche Exilanten sammeln Belege für Vergewaltigungen

Strassenszene in Benghasi nach Zusammenstössen zwischen bewaffneten Gruppen im Jahr 2015. (Bild: Esam Omran al-Fetori / Reuters)
Eine Gruppe von Anwälten und Richtern trägt Beweise dafür zusammen, wie Vergewaltigung im libyschen Bürgerkrieg als Kriegswaffe eingesetzt wird. Die Zeugnisse sind drastisch.

Von Samuel Misteli | Neue Zürcher Zeitung

Berichte, dass Vergewaltigung im libyschen Bürgerkrieg als systematische Waffe eingesetzt wird, kursieren immer wieder. Eine Gruppe libyscher Exilanten – unter ihnen Richter und Anwälte – hat nun in jahrelanger Arbeit Belege zusammengetragen. Unter den Zeugnissen finden sich Videomaterial und Berichte mutmasslicher Opfer. Eine Journalistin von «Le Monde» hat die Gruppe während Monaten für einen Dokumentarfilm begleitet und war auch bei Recherchen in Libyen dabei. Sie hat einige der drastischen Schilderungen vorab veröffentlicht.

Videos, die unter anderem in Geheimgefängnissen aufgenommen wurden, zeigen etwa, wie Gefangene mit verschiedenen Gegenständen vergewaltigt werden. Zeugen berichten auch, dass Gefangene unter Todesandrohungen gezwungen wurden, Mitgefangene zu vergewaltigen. Die Grausamkeiten dienten dazu, die Opfer zu erniedrigen und zu stigmatisieren. Offenbar wurden häufig gezielt Männer als Opfer ausgewählt.

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Vergewaltigungsvorwürfe gegen Tariq Ramadan

Tariq Ramadan (2009). Bild: wikipedia.org/ Joshua Sherurcij
Der prominente Islamwissenschaftler wird von zwei Frauen der Vergewaltigung beschuldigt. Für muslimische Feministinnen könnte dies der Auftakt für eine größere Auseinandersetzung sein

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Zwei Frauen haben in der vergangenen Woche Anklage bei der Staatsanwaltschaft in Rouen und in Paris gegen Tariq Ramadan eingereicht. Die Frauen werfen ihm Vergewaltigung vor.

Den Vorwürfen wird in Frankreichs Medien großer Platz eingeräumt, vorweg bei Le Monde und Le Parisien, beide Publikationen veröffentlichten dazu mehrere Artikel, Stellungnahmen, Interviews und Kommentare. Tariq Ramadan ist eine bekannte öffentliche Persönlichkeit. Der Schweizer ägyptischer Herkunft ist ein Enkel von Hassan al-Banna, dem Mitbegründer der ägyptischen Muslimbrüder, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Oxford und Auslöser vieler Debatten, die um die Rolle des Islam kreisen.

Seine Stellung, sein öffentliches Wirken, politische Vernetzungen und Streitpunkte, die seine Einlassungen auslösten, wurden ausführlich von Bernard Schmid anhand der Kontroverse um Ramadans Aussagen zu den französischen jüdischen Intellektuellen und deren Haltung zu Israel beschrieben. Der Artikel erschien 2003. Schon damals war in Zusammenhang mit Kritik an Ramadan von dem Vorwurf einer „Hetzkampagne“ gegen den islamischen Prediger die Rede.

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US-Repräsentantenhaus beschließt verschärftes Abtreibungsrecht

In Washington marschierten im Januar Abtreibungsgegnerauf auf der Constitution Avenue in Washington D.C. (Foto: dpa)
  • Im US-Repräsentantenhaus stimmten 234 Abgeordnete für ein Abtreibungsverbot nach der 20. Schwangerschaftswoche.
  • US-Präsident Donald Trump unterstützt den Vorstoß.
  • Das Gesetz muss nun den Senat passieren, was schwierig werden dürfte.

Süddeutsche.de

Das US-Repräsentantenhaus hat eine Verschärfung des Abtreibungsrechts beschlossen. Die Abgeordneten stimmten für einen Gesetzentwurf der konservativen Republikaner, der bis zu fünf Jahre Haft für Ärzte vorsieht, die nach der 20. Schwangerschaftswoche noch Abtreibungen vornehmen. Ausnahmen sollen nur im Falle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr für die Mutter gelten.

Für den Gesetzentwurf stimmten 234 republikanische Abgeordnete, nur zwei stimmten dagegen. Die oppositionellen Demokraten stimmten hingegen fast geschlossen gegen den Entwurf.

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Indischer Guru muss zwanzig Jahre in Haft

Guru Gurmeet Ram Rahim Singh muss länger ins Gefängnis. – APA/AFP/PUNIT PARANJPE
Der Richter wurde per Hubschrauber zur Strafmaßverkündung ins Gefängnis geflogen, um gewaltvolle Proteste der Guru-Anhänger wie beim Schuldspruch zu verhindern.

Die Presse.com

Der indische Sektenführer Gurmeet Ram Rahim Singh ist wegen der Vergewaltigung zweier Anhängerinnen zu insgesamt 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Bundespolizei stellte am Montag klar, der Guru müsse zwei aufeinanderfolgende Haftstrafen von jeweils zehn Jahren absitzen. Der 50-Jährige war bereits am Freitag schuldig gesprochen worden.

Bei gewaltsamen Protesten seiner Anhänger wurden anschließend 38 Menschen getötet. Ein Gericht in Rohtak nordwestlich von Neu Delhi verkündete am Montag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das Strafmaß gegen den Guru. Klägeranwalt Utsav Singh Bains sagte, er werde das Urteil anfechten. Er will eine längere Haftstrafe und eine Ausweitung der Ermittlungen beantragen.

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Indien: Tote nach Vergewaltigungs-Urteil gegen Guru

© AP Randalierer warfen Steine, legten Feuer und zerstörten Übertragungswagen von Fernsehsendern.
Ein beliebter, extravaganter Guru muss in Indien wegen Vergewaltigung ins Gefängnis. Tausende seiner Anhänger lassen ihrer Wut freien Lauf. Mindestens zwölf Menschen sterben.

Von Till Fähnders | Frankfurter Allgemeine

Nach der Verurteilung eines indischen Gurus wegen Vergewaltigung sind bei Unruhen in Nordindien mindestens zwölf Menschen um Leben gekommen. Den Berichten der indischen Presse zufolge randalierten die Anhänger des Gurus am Freitag in der nordindischen Stadt Panchkula im Bundestaat Haryana und setzten mehrere Regierungsgebäude sowie Bahnhöfe in Brand. Autos von Journalisten bewarfen sie mit Steinen.

Der Guru Ram Rahim Singh war für schuldig befunden worden, vor 15 Jahren in seinem Ashram zwei Anhängerinnen seiner Sekte vergewaltigt zu haben. Der 50 Jahre alte Inder wurde nach der Urteilsverkündung in Haft genommen. Das Strafmaß soll am Montag verkündet werden. Mehr als 200.000 Anhänger waren in den vergangenen Tagen in die Region um die nordindische Stadt Chandigarh gekommen, um gegen die Verurteilung ihres Sektenführers zu protestieren. Die Polizei hatte eine Ausgangssperre verhängt und versucht, die Demonstranten mit Wasserwerfern und Tränengas auseinander zu treiben.

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Afghanistan: „Als ob niemand je den Namen einer Frau gehört hätte“

Afghanische Frauen nehmen am 24. August am ersten öffentlichen Event der Kampagne „Where Is My Name“ in Kabul teil. (Foto: AFP)
In Afghanistan ist es Tradition, dass Frauen nicht beim Namen genannt werden, sie werden nur als „Mutter von“, oder „mein Haushalt“ bezeichnet. Eine Kampagne soll das ändern.

Von Johanna Dürrholz | Süddeutsche.de

Als der afghanische Präsident Aschraf Ghani bei einer Rede den Namen seiner Frau nennt, bricht ein Sturm der Empörung los. Nicht, weil Bibi Gul zuvor in Ungnade gefallen war. Sondern weil das Nennen eines weiblichen Namens in Afghanistan Anstoß erregt. „So als ob niemand je den Namen einer Frau gehört hätte“, schreibt Somaia Ramish.

Ramish ist Lokalpolitikerin in Herat und hat kürzlich einen Essay mit dem Titel „Call me by my name“ geschrieben. Tatsächlich, schreibt sie, werden Frauen in Afghanistan in der Regel beim Namen ihres Vaters genannt, bei dem des Sohnes oder des Ehemanns – nie aber bei ihrem eigenen. Vor allem nicht in der Öffentlichkeit, doch auch zu Hause würden Frauen lieber als „Tante“, als „Mutter meines Kindes“, „Meine schwache Hälfte“ oder „Mein Haushalt“ bezeichnet.

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Chile: Oberstes Gericht hebt generelles Abtreibungsverbot in Chile auf

Lange hat es gedauert und heftige Diskussionen ausgelöst. Doch nun gibt es Ausnahmen beim strikten Abtreibungsverbot in Chile. Das Oberste Gericht segnete die Regierungsinitiative ab, die ein Diktatur-Gesetz liberalisiert.

evangelisch.de

In Chile ist das strikte Abtreibungsverbot aufgehoben. Das Oberste Gericht erklärte am Montag (Ortszeit) Schwangerschaftsunterbrechungen in drei Fällen für verfassungskonform, wie die Tageszeitung „La Tercera“ berichtete. Mit sechs zu vier Stimmen wiesen die Richter zwei Klagen des konservativen Oppositionsbündnisses „Vamos“ zurück. Die Richter sahen keinen Verstoß gegen das in der Verfassung garantierte Recht auf Leben. Abtreibungen sind nun erlaubt nach einer Vergewaltigung, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist und wenn der Fötus nicht überlebensfähig ist.

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Verfolgte iranische Bloggerin flieht nach Israel

Neda Amin is welcomed by Times of Israel’s David Horovitz at Ben-Gurion Airport, August 10, 2017 (Times of Israel staff)
Der iranischen Journalistin und Bloggerin Neda Amin gelang die Flucht vor der Todesstrafe. Am Donnerstag erreichte sie den israelischen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv.

Die Presse.com

Neda Amin ist eine 32-jährige iranische Bloggerin und Journalistin. Als sie ein Buch über Frauenrechte schrieb, musste sie 2014 aus ihrer Heimat fliehen. Seitdem lebte Amin in der Türkei. Dort bloggte und schrieb die Journalistin für die persische Ausgabe der israelischen Nachrichtenseite „Times of Israel“ – doch ihre Lage wurde immer brenzliger. Nun ist sie nach Israel ausgereist.

Vergangene Woche benachrichtigten die türkischen Behörden die Journalistin über ihre bevorstehende Abschiebung zurück in den Iran. Eine Rückkehr würde für sie aber „Folter, Vergewaltigung und letztendlich Hinrichtung“ bedeuten, schrieb Amin der Menschenrechtsorganisation UN Watch und bat sie um Hilfe. Denn Veröffentlichungen in Israel, das Teheran nie offiziell anerkannt hat, sind iranischen Behörden ein Dorn im Auge. Seit der Islamischen Revolution 1979 gelten Israel und der Iran als Erzfeinde.

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Amnesty International: Epidemie von sexueller Gewalt im Südsudan

Vergewaltigung und Verstümmelung von Männern und Frauen als systematische Kriegswaffe – im Bürgerkrieg im Südsudan schreckt keine der beiden Kriegsparteien davor zurück. Das Ausmaß des Grauens ist unvorstellbar.

evangelisch.de

Im Südsudan werden Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt Menschenrechtlern zufolge systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Tausende Frauen und Männer würden bei ethnisch motivierten Angriffen vergewaltigt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht von Amnesty International. Sexuelle Gewalt werde bewusst und in großem Ausmaß von beiden Seiten in dem Bürgerkrieg verübt.

Manche Angriffe hätten dazu dienen sollen, die Bevölkerung zu terrorisieren und die Opfer zu erniedrigen, sagte Muthoni Wanyeki, Amnesty Internationals Regionaldirektor für Ostafrika, die Großen Seen und das Horn von Afrika.

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Wer bestimmt, was Kinder lernen?

© PICTURE-ALLIANCE Eltern bringen ihr Kind zur Schule – ab da entscheidet der Staat, was gelehrt wird.
Erziehungsrecht der Eltern und Erziehungsauftrag des Staates stehen gleichberechtigt nebeneinander. Aber was passiert, wenn die Schule etwas lehrt, das den Eltern missfällt – vor allem, wenn es um Sexualität und Religion geht?

Von Volker Kitz | Frankfurter Allgemeine

Im Kapitel „Begattung und Befruchtung“ lesen die Eltern: „Dabei führt der Mann das versteifte Glied in die Scheide der Frau ein.“ Ihre Tochter ist gerade in die fünfte Klasse gekommen und hat das neue Biologiebuch nach Hause gebracht. Die Eltern finden, für solche Sätze sei sie zu jung; in einem gerichtlichen Eilverfahren wollen sie ihr Kind vom Sexualkundeunterricht befreien lassen. In der Stuttgarter Innenstadt drängen Tausende, halten Transparente: „Aufklärung ab 4. Klasse – wie krank sind wir?“ Gegendemonstranten marschieren auf sie zu, brüllen: „Schützt eure Kinder vor euch selbst!“ Polizisten ziehen Sturmmasken übers Gesicht und Schlagstöcke aus dem Halter, in Hundertschaften bilden sie eine Kette zwischen den Gruppen, Farbbeutel, Tomaten klatschen auf, Knüppel sausen durch die Luft, und Menschen liegen am Boden.

Was sich liest wie eine Geschichte, sind zwei Geschichten. Die Szenen spielen im selben Bundesland, aber in verschiedenen Jahrtausenden. Die Fünftklässlerin hatte im August 1974 ihren ersten Tag im Gymnasium in Baden-Württemberg. In Stuttgart fielen die Menschen in den vergangenen beiden Jahren übereinander her, da war das Mädchen von damals schon fünfzig. Erst kürzlich haben die Gegner der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zu einem Symposium nach Wiesbaden eingeladen.

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