Schlagwort-Archive: Vergewaltigung

Dodo Laun: Lebensrecht um jeden Preis

weihbischof-andreas-launLaun kritisiert in „Profil“-Sommerinterview auch den Abtreibungsgrund „Behinderung“: „Ich wurde mit schwerer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren… Auch hier gilt die genannte Logik: Darf man mich töten?“

kath.net

Dass der Islam eine missionierende Mission ist, nehme er den Muslimen nicht übel, „solange sie es ohne Gewalt tun. Aber sie haben es schon am Beginn getan, es steht im Koran, und heute haben wir die ISIS! Dankbar füge ich an: Es gibt auch anders denkende Muslime.“ Dies sagte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (Foto) im Sommerinterview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „Profil“. Manchen Strömungen müsse man allerdings schon in den Anfängen Widerstand leisten, erläuterte Laun und erinnerte: „Heute wird oft beklagt, dass man den Nationalsozialismus nicht schon früher als Teufelswerk erkannt hat. Mein Vater hatte einen jüdischen Freund, der immer gesagt hat: ‚Herr Laun, machen Sie sich doch keine Sorgen, das ist das Volk des Goethe, der Dichter und Denker.‘ Was dann herausgekommen ist, wissen wir ja.“

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Berliner Schnauzen: Weißhandgibbon

Weißhandgibbon-Paar (Hylobates lar), hell und dunkel gefärbte Morphe. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.5

Diese Affen singen beinahe wie Vögel. Und das wird den Gibbons manchmal zum Verhängnis.

Von Ulf Lippitz|DER TAGESSPIEGEL

Bruno singt. Jeden Morgen gegen 10 Uhr. Zehn Minuten, eine Viertelstunde lang schallt die Stimme des Gibbonmännchens durch den Tierpark, gar nicht unähnlich einem tropischen Vogel wie dem Beo. Ein Auf und Ab von hohen Tönen, die erst einmal sagen: Jungs, das ist mein Revier.

Egal, ob irgendein anderer Gibbon in der Nähe ist oder nicht. Oft fällt Weibchen Frieda in den Gesang ein, sie geben ein Urwaldduett zum Besten, ein Bekenntnis der Partnerschaft vielleicht. Stimmbänder strapazieren, der eine glockenhell, der andere fügt ein dunkles Grollen dazu, fertig ist die musikalische Morgenroutine.

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Missbrauchsprozess: Priester will Wiederaufnahme

Ein niederösterreichischer Ordenspriester, dem sexuelle Übergriffe gegen den erwachsenen Sohn einer befreundeten Familie vorgeworfen werden, strengt laut Medienberichten vom Mittwoch die Wiederaufnahme seines Prozesses an, um seine Unschuld beweisen zu können.


kathweb

missbrauch_katholDer Geistliche – er ist parallel zum laufenden Justizverfahren gemäß den Bestimmungen der Österreichischen Bischofskonferenz und der Superiorenkonferenz der Orden kirchlicherseits dienstfrei gestellt und exklaustriert – war am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch ist aber noch nicht rechtskräftig.

Bereits 2013 war der Priester wegen Vergewaltigung und geschlechtlicher Nötigung am Landesgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof (OGH) kippte danach Teile des Ersturteils und verwies die Causa an das Wiener Neustädter Gericht zurück, um die neue Strafhöhe zu klären. Jetzt bekam der Priester sechs Monate weniger Haft als beim ersten Urteil.

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Trump will Sarah Palin in sein Team holen

Donald Trump fände es toll, wenn Sarah Palin bei einem Wahlsieg sein Regierungsteam verstärken würde. Die beiden Außenseiter der Republikaner hätten viel gemeinsam, sagte „The Donald“ in einem Interview.


Frankfurter Allgemeine

Dinosaur-PalinDonald Trump, der Kandidat der Republikaner für den Präsidentschaftswahlkampf im nächsten Jahr werden will, schmückt sich gerne mit seinem Außenseiter-Status. Außerdem ist der amerikanische Immobilienmogul überzeugt, dass nur er die notwendigen Qualifikationen habe, um die Vereinigten Staaten zu führen. Doch nun scheint er die Unterstützung eines anderen Außenseiters der Republikaner zu suchen: Sarah Palin.

In einer Radiosendung namens „The Palin Update“ sagte Trump auf die Frage, ob er als Präsident Palin um Rat fragen oder ihr sogar einen Posten anbieten würde: „Das wäre toll. Sie ist jemand, der weiß, was passiert. Sie ist eine ungewöhnliche Person. Ich denke die Leute wissen das, und sie hat eine Anhängerschaft, die unglaublich ist“, fuhr Trump fort. Palin habe eine Stärke, welche die anderen Kandidaten nicht hätten. Die anderen Bewerber seien „schwach“ und „ineffektiv“. Menschen mit Palins Stärke gebe es nicht mehr oft, so Trump.

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Warnschuss der UN: Türkei muss endlich gegen Homophobie vorgehen

Schwule und Lesben haben es in der Türkei nach wie vor nicht leicht. (Foto: Flickr/ sleeping by Tinou Bao CC BY 2.0)
Die UN hat ihre tiefe Besorgnis über immer wieder stattfindende Angriffe und diskriminierende Handlungen gegen türkische Lesben, Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender (LGBT) zum Ausdruck gebracht. Angesichts der jüngsten Ereignisse werden nun aktive Maßnahmen zur Bekämpfung von Homophobie, transphober Gewalt und Diskriminierung gefordert. Die Behörden müssten endlich handeln.


Deutsch Türkische Nachrichten

Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung oder Transgender haben in der Türkei offenbar noch immer keinen leichten Stand. Ihr Situation hat nun die UN auf den Plan gerufen. Jetzt seien die Behörden gefragt: Es gelte, ihre Menschenrechte zu wahren.

„Allein die in den vergangenen zwei Wochen gemeldeten Vorfälle behinhalteten das Auftauchen von Plakaten in Ankara, die die Ermordung von LGTB-Menschen forderten, einen heftigen homophoben Angriff auf eine Gruppe von jungen homosexuellen Männern in Istanbul, daneben Vergewaltigung, Körperverletzung und Raub an Kemal Ördek, Menschenrechtsverteidiger und Gründer der Red Umbrella Sexual Health and Human Rights Association“, so Rupert Colville, Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, vor Journalisten in Genf.

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Korrektive Vergewaltigung: Mutter vergewaltigt schwulen Sohn

Nach Vergewaltigungen von Frauen geraten in Indien jetzt “korrektive Vergewaltigungen” zur “Heilung von Homosexualität” in die Schlagzeilen. Die protestantischen Kirchen Indiens verurteilen sie als “grausame Ungerechtigkeit”.


Von Michael Lenz|evangelisch.de

Mit dem Slogan “Incredible India” wirbt Indien um Touristen. Die kulturelle, die ethnische, die religiöse, die natürliche Vielfalt Indiens ist in der Tat unglaublich bunt, reich, aufregend und verwirrenden. Unglaublich ist aber auch die tägliche sexuelle Gewalt gegen Frauen, Mädchen, Kinder und sexuelle Minderheiten. Dazu gehören auch sogenannte “korrektive Vergewaltigungen” von Lesben, Schwulen und Transsexuellen. Ziel der Brutalität: Das Opfer die Freuden des heterosexuellen Geschlechtsverkehrs erleben zu lassen und den Menschen so von der Homo- oder Transsexualität zu “heilen”.

“In der Regel sind es Eltern oder nahe Verwandte, die ein homosexuelles Familienmitglied vergewaltigen”, berichtet Deepthi Tadanki. Sie recherchiert und dreht den Film “Satyavati”, der die fiktive Geschichte der “korrektiven Vergewaltigung” einer lesbischen Inderin erzählt. Die Arbeit an dem Film stockt allerdings derzeit, weil das Crowdfunding noch nicht die kompletten 16 Lakh Rupien (das indische Zahlwort steht für 100.000) eingebracht hat, oder umgerechnet 1,6 Millionen Euro. “40 Prozent des Films sind schon abgedreht. Jetzt muss ich erst Geld auftreiben, bevor ich weiterdrehen kann”, erzählt die 27 Jahre alte Filmemacherin aus Hyderabad.

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Saudi-Arabien “Henker gesucht. Keine Erfahrung nötig.”

Bild: FRiendly Atheist
Bild: Friendly Atheist
Menschenrechtler sind alarmiert: In Saudi-Arabien hat sich die Zahl der Hinrichtungen in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Jetzt werden per Stellenanzeige acht Henker gesucht.


HNA.de

Die saudi-arabische Regierung sucht per Anzeige acht Henker. Für die Arbeit sei keine besondere Qualifizierung oder Erfahrung nötig, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellenausschreibung. Aufgabe der Henker ist es demnach, zum Tode verurteilte Menschen zu köpfen. Zudem sollen sie verurteilten Dieben Gliedmaßen amputieren.

In dem Königreich, wo das Scharia-Recht angewandt wird, steht auf Vergewaltigung, Mord, Abfallen vom Glauben, bewaffneten Raub und Drogenhandel die Todesstrafe.

Seit dem Jahresbeginn wurden bereits 84 Menschen exekutiert. Im Jahr 2014 hatte es insgesamt 87 Hinrichtungen gegeben. Menschenrechtler kritisierten die hohe Zahl der Exekutionen in Saudi-Arabien wiederholt scharf.

Opfer kirchlichen Missbrauchs: “Hölle kann nicht schlimmer sein”

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Folterähnliche Bestrafungen, unbezahlte Arbeit, Vergewaltigung: Eine 62-Jährige berichtet von ihrer Kindheit in einem Tiroler Heim


Von Katharina Mittelstaedt|derStandard.at

Sonja Graf will nicht mehr schweigen. Das hat sie lange genug. Nun soll die Welt von ihrer Geschichte erfahren, sagt sie. Von dem Ekel und Schrecken, der Gewalt, dem Missbrauch, der Ausbeutung: von den 14 Jahren ihres Lebens im Tiroler Landeskinderheim Martinsbühel – und wie Staat und Kirche danach mit ihr umgingen. “Sie hatten keine Skrupel, jetzt habe ich keine mehr”, sagt Graf, zupft eine Zigarette aus der vollen Schachtel vor ihr und beginnt zu erzählen.

Mit sieben Jahren, so ist es auch den Akten zu entnehmen, kam Sonja Graf nach Martinsbühel, ein Benediktinerinnenkloster mit angeschlossenem Mädchenheim und Sonderschule. Ihre Mutter hatte 15 Kinder, von denen bis auf zwei alle fremdversorgt wurden, ihr Vater war zur Zeit ihrer “Inhaftierung”, wie sie die Unterbringung in Martinsbühel nennt, bereits im Altersheim.

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Saudi-Arabien: Der männlichen Dummheit eine Gasse

Ein saudi-arabischer Historiker hat versucht, das Autofahr-Verbot für Frauen in seiner Heimat zu rechtfertigen. Seine Argumentation ist ebenso abenteuerlich wie menschenverachtend.


Von Ed Mazza|The Huffington Post

Laut einer Übersetzung sagte Saleh al-Saadoon in einem TV-Interview mit “Rotana Khalijiyya TV”: Wenn ein Auto liegenbleibe, könnten Frauen vergewaltigt werden. Anders als andere Staaten schütze Saudi-Arabien seine Frauen vor diesem Risiko, indem es ihnen verbiete, Auto zu fahren.

Frauen aus dem Westen ist eine Vergewaltigung angeblich egal

Frauen in anderen Staaten wie den USA würde es nichts ausmachen, vergewaltigt zu werden. Die Moderatorin geht dazwischen. „Moment. Wer hat Ihnen gesagt, dass es den Frauen nichts ausmache, am Straßenrand vergewaltigt zu werden?“, fragte sie.

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Nach Hinrichtung eines Unschuldigen: China verhängt in Mordfall erneut Todesstrafe

Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Ein Gericht in China hat einen 42-Jährigen zum Tod verurteilt, weil er 1996 eine Textilarbeiterin vergewaltigt und getötet haben soll. Für dasselbe Verbrechen war bereits ein vermeintlicher Täter hingerichtet worden – zu Unrecht.


SpON

Fast zwei Jahrzehnte nach der Hinrichtung eines Unschuldigen ist in China der eigentliche Täter zum Tode verurteilt wurde. Ein Gericht in Hohhot in der Inneren Mongolei sprach den 42-jährigen Zhao Zhihong wegen der Vergewaltigung und Erdrosselung einer jungen Frau im Jahr 1996 schuldig. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kurz nach der Ermordung der Arbeiterin in der Toilette einer Textilfabrik war der 18-jährige Hugjiltu festgenommen worden. Nach einem 48-stündigen Verhör räumte er die Tat ein, knapp zwei Monate später wurde er hingerichtet. Hugjiltus Eltern protestierten von Beginn an gegen die Verurteilung und Hinrichtung ihres Sohnes.

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Vergeben und befreien

Vergeben kann helfen, mit Verlust und Schmerz weiterzuleben, ohne zu verbittern Foto: flickr | blu-news.org | CC BY-SA 2.0
Ein Kind wird ermordet, eine Frau vergewaltigt, ein junger Mann bei einem Unfall schwer verletzt – kann man den Schuldigen vergeben? Wissenschaftler bestätigen: Man sollte sogar!


pro Medienmagazin

Aba Gayles Tochter ist tot. Erstochen. Ihr Mörder, Douglas Mickey, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung, seit 1983. Dass er mit dem Tod bestraft werden soll, hat Gayle nicht dabei geholfen, ihre Trauer zu überwinden, den Hass und die Lust nach Rache zu stillen. Sie brauchte Jahre, um „beim Lesen, Beten und im Gespräch“ auf die Gedanken zu kommen: Ihre Tochter hätte nicht gewollte, „dass in ihrem Namen getötet wird“. Die Hinrichtung des Mörders würde Gayle keinen Frieden geben. Schließlich schrieb sie Mickey einen Brief, in dem sie ihm mitteilt, dass sie ihm vergibt. „Das bedeutet nicht, dass ich glaube, dass Sie unschuldig sind. Aber ich habe verstanden, dass Sie ein Kind Gottes sind. Sie sind von Gottes Liebe umfangen, selbst jetzt in ihrer Zelle.“ Gayle besuchte den Mörder ihrer Tochter und andere Verbrecher im Gefängnis und sie macht sich dafür stark, dass er nicht hingerichtet wird.

„Vergebung hat Aba Gayle ermöglicht, woran die Rachelust gescheitert ist: den Schmerz zu lindern“, fasst das Magazin stern zusammen. In ihrer aktuellen Ausgabe porträtiert die Zeitschrift Menschen, die nach einem Unheil, das ihnen angetan wurde, ihren Frieden zu finden versuchen. Einige von ihnen haben die Vergebung gewählt. Und es wird deutlich: Vergebung befreit und hilft, mit dem Schmerz zu leben.

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Antisemitischer Überfall schockiert Paris

Symbolbild / Bild: (c) EPA (Pavel Wolberg)
Die Aggression gegen Juden in Frankreich haben um 91 Prozent zugenommen. Die Verbrechen sind von außerordentlicher Gewalt geprägt.


Die Presse.com

Da sie Juden sind, müssen sie Geld haben. Dieser „primitive und idiotische Antisemitismus“ war laut der Pariser Kriminalpolizei ein ausreichendes Motiv für drei junge Männer, um im Pariser Vorort Créteil zwei brutale Überfälle zu verüben. In beiden Fällen waren laut der Staatsanwaltschaft ihre rassistischen Vorurteile ausschlaggebend. Die mutmaßlichen Täter, die gefasst wurden, sind zwischen 18 und 20 Jahre alt und bei der Polizei aktenkundig.

Mitte November hatten die Männer einen 70-jährigen Pensionisten in seiner Wohnung überfallen, geschlagen und beraubt. Anfang dieser Woche drangen sie dann in die Wohnung einer jüdischen Familie ein, bedrohten einen der Söhne mit einer Waffe, vergewaltigten dessen Freundin und durchsuchten die Wohnung mehr als eine Stunde lang. Gegen die drei Tatverdächtigen ist ein Anklageverfahren wegen bewaffneten Raubs mit Gewalt aus rassistischen Motiven, bandenmäßiger Freiheitsberaubung und Vergewaltigung eingeleitet worden.

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USA: Wahlsieg der Dummheit

Bild. pro Medienmagazin
Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Republikaner die Mehrheit im Senat erobert. Viele Kandiaten, die Abtreibung ablehnen und für christliche Überzeugungen warben, konnten Mehrheiten für sich gewinnen. Die jüngste von ihnen ist eine 18-jährige Studentin.

pro Medienmagazin

Die demokratische Politikerin Wendy Davis wurde 2013 weltberühmt: In bunten Turnschuhen hielt sie im Senat von Texas eine elfstündige Rede, um gegen die Einschränkung des Abtreibungsrechts zu protestieren. Am Dienstag wollte sie sich zur Gouverneurin von Texas wählen lassen, scheiterte aber an ihrem republikanischen Konkurrenten Greg Abbott. Der Katholik lehnt Abtreibung auch im Falle von Inzest oder Vergewaltigung ab.

In Kansas konnte sich der ebenfalls katholische Gouverneur Sam Brownback (Republikaner) im Amt halten, obwohl er unter Kollegen der eigenen Partei wegen radikaler Steuersenkungen umstritten ist. Brownback ist erklärter Gegner von Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe. Im Nahostkonflikt positionierte sich Brownback als Unterstützer Israels, der eine Ein-Staaten-Lösung vorsieht, in der die Palästinenser nach Jordanien umsiedeln sollen.

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Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.
1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

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Haft für Mullah in Afghanistan wegen Vergewaltigung von Elfjähriger

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Wegen Vergewaltigung einer Elfjährigen ist ein muslimischer Geistlicher aus der nordafghanischen Stadt Kundus zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

evangelisch.de

Der Mullah habe seine Schülerin im Mai in einer Moschee in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz vergewaltigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Ein Gericht in der Hauptstadt Kabul habe das Urteil am Vortag gesprochen. Die Chefin der Frauenbehörde der Provinz Kundus, Badal Bibi, nannte das Urteil zu milde. Sie forderte die Todesstrafe für den Mullah.

Vor zweieinhalb Wochen waren in Kabul fünf Sexualstraftäter gehängt worden. Die Täter hatten im August in der Nähe Kabuls eine Familie überfallen und ausgeraubt sowie vier Frauen vergewaltigt. Eine der Frauen war zum Tatzeitpunkt schwanger und starb später an ihren Verletzungen. Vergewaltigung kann in Afghanistan in besonders schweren Fällen mit der Todesstrafe geahndet werden.

Iran richtet Vergewaltigungsopfer hin

Bild: freethinker.co.uk
  • In Iran wird die 26-jährige Reyhaneh Jabbari hingerichtet. Sie wurde 2009 zum Tode verurteilt, weil sie den Mann erstach, der sie nach eigenen Angaben vergewaltigen wollte.
  • An dem Gerichtsverfahren gab es massive Kritik. Im Internet protestierten Hunderttausende Menschen. Auch Amnesty International und die Vereinten Nationen schalteten sich ein.

Süddeutsche.de

Iran richtet Vergewaltigungsopfer hin

Alle Rettungsversuche waren vergeblich: Iran hat die 26-jährige Reyhaneh Jabbari hingerichtet. Das bestätigte ihre Mutter Shole Pakrava in einem Interview mit der BBC, die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Irna von der Hinrichtung. Jabbari saß seit fünf Jahren wegen des Mordes an einem früheren Geheimdienstmitarbeiter in der Todeszelle. Jabbari hatte auf Notwehr plädiert.

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Von wegen Humanismus

Bild: katholisches.info
Bild: katholisches.info
In Alexander Görlachs Text zur Abtreibung ist viel von Menschlichkeit die Rede. Warum klingt dieser dann so kalt und unempathisch?

Von Julia KorbikThe European

Alexander Görlach ist gegen Abtreibung und sieht die humanistische Gesellschaft in Gefahr, weil ungeborenes Leben als untergeordnet betrachtet wird: „Keine Gemeinschaft wird sich darüber definieren können, wie sie am besten die Geburt des Nachwuchses verhindert.“

Aus Görlachs Text spricht eine gewisse Hilflosigkeit angesichts der Tatsache, dass Frauen schwanger werden und darauf basierend Entscheidungen treffen können, für die sie den an der Zeugung beteiligten Mann nicht um Rat bzw. Erlaubnis fragen müssen. Görlach findet es nicht richtig, dass Frauen über das ungeborene „Leben“ (wenn man es so nennen will) in ihrem Bauch entscheiden dürfen: „Wir befinden uns in einem erbärmlichen Abwärtsstrudel, in dem Menschen sich selbst und mit sich alle anderen als Ware betrachten, mit der man, von Fall zu Fall, nach Belieben verfahren kann.“

Um es ganz klar zu sagen: Wenn eine Frau abtreibt, tut sie das in den meisten Fällen, weil sie gute Gründe hat – und nicht mal eben so, zumal es sich um einen medizinischen Eingriff handelt. In Deutschland sinkt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche seit 2004 kontinuierlich. 2013 waren es mit 102.800 Abtreibungen 3,8 Prozent weniger als 2012.

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Indonesien: Hundert Stockschläge für außerehelichen Sex

shariaSex außerhalb der Ehe wird in der indonesischen Provinz Aceh in Zukunft mit bis zu hundert Stockhieben bestraft. Das Provinzparlament beschloss die Regelung.

FOCUS ONLINE

In Aceh gilt zum Teil das islamische Scharia-Recht. „Die Bevölkerung hat das Gesetz erwartet. Sie will, dass die Scharia hier in allen Bereichen angewandt wird“, sagte der Sprecher der regierenden Aceh Party, Muhammad Harun.

Auch Sex zwischen Männern, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Alkohol, Glücksspiel und der Kontakt zwischen unverheirateten Frauen und Männern wird in dem Gesetz geregelt. Vor- oder außerehelicher Sex sowie Sex zwischen Männern wird mit entweder hundert Hieben, 100 Monaten Gefängnis oder der Zahlung von einem Kilogramm Gold bestraft. Küssen sich Unverheiratete, setzt es dreißig Hiebe.

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Gott und Östrogen

dawkinsChef-Atheist Richard Dawkins provoziert gerne Feministinnen. Was steckt dahinter?

Von Philippe ZweifelTages Anzeiger

Darwinist, Atheist – und Sexist? Regelmässig fällt der berühmte Evolutionsbiologe Richard Dawkins mit frauenfeindlichen Äusserungen auf. Soeben hat er in einem Tweet geraunt, dass Frauen, die bei ihrer Vergewaltigung betrunken waren, es vor Gericht halt schwer hätten. Zuvor hatte er sexuelle Missbräuche in schlimmere und weniger schlimme eingeteilt: «Eine Vergewaltigung bei einem Date ist schlimm, eine Vergewaltigung durch einen Fremden mit vorgehaltenem Messer ist schlimmer.»

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Zum Tode Verurteilter nach drei Jahrzehnten durch DNA-Test entlastet

Quelle: Reuters
Aufgrund eines DNA-Tests hat ein Gericht in Lumberton im US-Bundesstaat North Carolina nach drei Jahrzehnten ein Todesurteil und eine lebenslange Haftstrafe aufgehoben.

evangelisch.de

Die Brüder Henry Lee McCollum (50) und Leon Brown (46) seien umgehend freizusetzen, urteilte Richter Douglas Sasser Medienberichten zufolge am Dienstag (Ortszeit). Sie hätten die ihnen 1983 zur Last gelegte Vergewaltigung und den Mord an der elfjährigen Sabrina Buie nicht begangen. Eine kürzlich getestete Zigarettenkippe vom Tatort enthalte DNA von einem wegen eines weiteren Sexualmordes einsitzenden Täter.

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