Jüdische Gemeinde Berlin: Ermittlungen wegen Wahlfälschungs-Vorwurf

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat wegen der Wahlfälschungs-Vorwürfe bei der Jüdischen Gemeinde in Berlin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es gehe um den Verdacht der Urkundenfälschung, sagte Behördensprecher Martin Steltner am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht des RBB.

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Dem Gemeinde-Vorsitzenden Gideon Joffe und seiner Koach-Gruppe wird von der internen Opposition seit längerem vorgeworfen, die vergangenen Gemeindewahlen gefälscht zu haben. Steltner sagte, bei den Ermittlungen müsse zunächst geklärt werden, ob Wahlzettel als Urkunden einzustufen seien.

In den Streit hatte sich zuletzt auch der Zentralrat der Juden eingeschaltet. Er forderte Joffe Anfang September auf, seine Ämter im jüdischen Dachverband bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Laut RBB wies der Vorsitzende die Anschuldigungen erneut zurück. Die Ausgabe von Wahlscheinen unterliege bei der Jüdischen Gemeinde strengeren Auflagen als etwa bei der Abgeordnetenhauswahl, erklärte er.

 

Charles Darwin kämpft um Platz im US-Kongress

Etwa 4.000 Stimmen hat Charles Darwin, der im 19. Jahrhundert lebte, bei den Wahlen ins Repräsentantenhaus des US-Kongresses bekommen.

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Am Wahltag, den 6. November, trugen die Wähler des 10. Wahlbezirks in Georgia den Namen von Charles Darwin in den Wahlzettel ein und machten ein Kreuz rechts von seinem Namen.

Der Anlass zur Aktion wurde die Erklärung des Kongressmitgliedes von der Republikanischen Partei Paul Brown. Beim Treffen mit seinen Anhänger sagte er, die Lehre von Darwin und andere wissenschaftliche Theorien, die den Ursprung des Lebens auf der Erde erklären, seien „Lügen, die aus der Hölle selbst stammen“. Im Bezirk, wo der kämpferische Kongressmann gewählt wurde, wurden seine Aussagen als Obskurantismus ausgelegt.