Sonnenmilch stört Spermien-Funktion

Chemische UV-Filter in gängigen Sonnencremes können die Spermienfunktion stören © Ravnikovstudio/ thinkstock
Erhöhte Unfruchtbarkeit durch Sonnenmilch? In Sonnenmilch enthaltene UV-Filter können die Funktion der männlichen Spermien stören, wie Forscher herausgefunden haben. Schon in niedrigen Dosen hemmen sie die Funktion von Ionenkanälen der Keimzellen. Einige chemische UV-Filter wirken zudem ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Progesteron. Diese Ergebnisse seien besorgniserregend, meine die Wissenschaftler.

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Sonnencremes enthalten meist chemische, teilweise auch mineralische Filtersubstanzen, die die UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren und damit die Haut schützen. Dabei werden oft mehrere Filtersubstanzen kombiniert, in einigen Sonnencremes kommen inzwischen auch Nanopartikel wie Nano-Titandioxid zum Einsatz. Schon vor einigen Jahren jedoch hatten Forscher festgestellt, dass einige chemische UV-Filter auf Wasserorganismen hormonähnlich wirken.

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Seltenerd-Metalle in Rhein-Muscheln nachgewiesen

Die im Rhein vorkommende Körbchenmuschel Corbicula fluminea reichert Lanthan und Samarium in ihrer Schale an © gemeinfrei
Hightech-Metalle in der Nahrungskette? In Muscheln des Rheins haben Forscher erstmals erhöhte Gehalte der Seltenerdmetalle Lanthan und Samarium nachgewiesen. Dies belegt, dass diese Metalle nicht nur das Flusswasser kontaminieren, sondern auch von Wasserorganismen aufgenommen werden. Sie könnten so möglicherweise in die Nahrungskette gelangen. Ob und wie diese Hightech-Metalle die Gesundheit beeinflussen, ist bislang unbekannt.


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Seltene Erden gehören heute zu den begehrtesten Technologie-Rohstoffen. Immer häufiger finden sich diese Seltenerdmetalle aber auch in der Umwelt, wie beispielsweise in Flüssen und im Trinkwasser. Erst 2013 stellten Forscher der Jacobs University in Bremen extrem hohe Mengen von Lanthan und dem häufig in Kontrastmitteln enthaltenen Gadolinium im Rhein fest. Bisher war jedoch unklar, ob Wasserorganismen diese Metalle aufnehmen und in ihrem Körper anreichern können und welche Folgen dies hat.

Lanthan und Samarium in Muschelschalen

Jetzt jedoch zeigt sich, dass die Seltenerdmetalle offenbar durchaus von Tieren aufgenommen werden. Michael Bau und Gila Merschel von der Jacobs University haben erstmals deutlich erhöhte Werte von Lanthan und Samarium in den Schalen von Flussmuscheln nachgewiesen. Diese beiden Metalle gehören zur Gruppe der Seltenen Erden und stammen aus der Produktion von Katalysatoren für die Erdölverarbeitung.

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