Schlagwort-Archive: Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Papst: Umweltenzyklika richtet sich an alle

Skulptur Sonnengesang des heiligen Franziskus in Burgholzhausen. Bild: wikimedia.org/CC0
Papst Franziskus hat wenige Tage vor Veröffentlichung seiner Umweltenzyklika eine größere Sensibilität für ökologische Fragen gefordert. “Ich lade dazu ein, dieses Ereignis mit einer erneuerten Aufmerksamkeit für Fälle von Umweltzerstörung, aber auch ihrer Zurückgewinnung in der eigenen Umgebung zu begleiten”, sagte er am Sonntag zum Abschuss des Angelus-Gebets auf dem Petersplatz. Zugleich hob der Papst hervor, dass sein Lehrschreiben nicht nur an Katholiken adressiert sei. “Diese Enzyklika richtet sich an alle: beten wir, damit alle ihre Botschaft empfangen und in der Verantwortung für das gemeinsame Haus wachsen, das Gott uns anvertraut hat”.


kathweb

Die Umweltenzyklika mit dem Titel “Laudato si” (Sei gelobt) soll am Donnerstag veröffentlicht werden. Es ist das erste Mal, dass ökologische Fragen im Mittelpunkt eines solchen Lehrschreibens stehen. Vorgestellt wird die Enzyklika im Vatikan unter anderem vom Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Nach dem im Juni 2013 erschienenen Schreiben “Lumen fidei” ist “Laudato si” die zwei Enzyklika von Papst Franziskus.

“Christen sind Optimisten”

Im Rahmen des Angelus-Gebetes hatte Papst Franziskus für mehr Optimismus unter Christen geworben. Sie könnten darauf vertrauen, dass Gott alle Dramen, Ungerechtigkeiten und Leidenüberwinde, sagte Franziskus vor den am Petersplatz versammelten Gläubigen. Auch wenn das menschliche Tun oft unscheinbar wirke angesichts der “Kompliziertheit der Probleme in der Welt”, müssten Christen keine Angst haben. “Gottes Sieg ist sicher”, so der Papst. Damit das Reich Gottes verwirklicht werden könne, brauche es zwar die menschliche Mitarbeit. Letztlich sei das Reich Gottes aber eine Initiative und ein Geschenk Gottes.

Weiter sagte der Papst, wer in das Reich Gottes eintreten wolle, müsse arm im Geist sein und dürfe nicht auf seine eigenen Fähigkeiten, sondern müsse auf jene Gottes vertrauen. Motiv für sein Handeln dürfe nicht sein, dass er “in den Augen der Welt” wichtig erscheinen wolle, sondern dass er in den “Augen Gottes” wertvoll sein wolle, erklärte Franziskus. Gottes Liebe Liebe lasse jeden Samen des Guten, der sich in der Erde befinden wachsen, so der Papst. Er bezog sich damit auf das biblische Gleichnis vom Senfkorn, den Evangeliumstext vom Sonntag.

weiterlesen

Streng katholisch: Paraguay verweigert vergewaltigter Zehnjähriger eine Abtreibung

Ein zehnjähriges Mädchen wird in Paraguay – wohl von seinem Stiefvater – vergewaltigt und ist im fünften Monat schwanger. Das katholische Land verbietet einen Abbruch der Schwangerschaft. Und demnächst kommt der Papst zu Besuch.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der Fall eines zehnjährigen Vergewaltigungsopfers hat in Paraguay heftige Debatten um das Abtreibungsverbot im Land ausgelöst. Die Regierung in Asunción hatte dem Mädchen den gewünschten Abbruch seiner Schwangerschaft verweigert, als es in der 23. Schwangerschaftswoche in ein Kinderkrankenhaus kam. UN-Menschenrechtsexperten forderten die Regierung diese Woche auf, die Gesundheit des Kindes in den Vordergrund zu stellen.

«Die Entscheidung der paraguayischen Regierung ist ein Verstoß gegen das Recht auf Leben und Gesundheit des Mädchens», warnten die UN-Experten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Kinderschwangerschaften extrem gefährlich für das Leben der Mutter und das des Fötus. Die Körper junger Mädchen seien für eine Schwangerschaft noch nicht genug entwickelt.

weiterlesen

WHO: Internationaler Gesundheitsnotstand wegen Ebola bleibt

Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Entwarnung.


evangelisch.de

Der internationale Gesundheitsnotstand bleibe weiter bestehen, erklärte der beigeordnete WHO-Generaldirekttor Bruce Aylward am Freitag in Genf. Das Notfallkomitee der Organisation habe entschieden, es sei zu früh für eine Aufhebung. Noch steckten sich Menschen in Westafrika mit dem Ebola-Erreger an, die Krankheit töte weiterhin.

Die WHO hatte im August 2014 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem immer mehr Menschen an Ebola erkrankt waren. Viele Gesundheitsexperten und Hilfsorganisationen kritisierten, die WHO habe viel zu spät Alarm geschlagen. Seit Beginn der Epidemie in Westafrika Ende 2013 erkrankten nach WHO-Angaben mehr als 25.500 Menschen an Ebola, knapp 10.600 von ihnen starben. Schwerpunktländer der Epidemie sind Guinea, Sierra Leone und Liberia.

weiterlesen

Pestizid Glyphosat: krebserregend oder nicht?

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock
Besorgniserregend oder übertrieben? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Herbizid Glyphosat als “krebserregend bei Menschen” eingestuft. Das aber würde bedeuten, dass das weltweit am häufigsten eingesetzt Pestizid gesundheitsschädlich ist. Ob die WHO damit zu weit vorgeprescht ist oder ob Grund zur Sorge besteht, darüber wird nun heftig diskutiert. Auch Forscher sind geteilter Meinung.


scinexx

Dass wir unsere intensive, durch Spritzmittel auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft mit Risiken für Umwelt und Gesundheit erkaufen, ist nicht neu: So dürfen drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in der EU nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden, weil sie Bienen schädigen und Mitschuld am Bienensterben haben könnten. Auch der Rückgang vieler Vogelarten könnte laut Studien auf die Neonicotinoide zurückzuführen sein. Bei dem Pestizid Methoxychlor gibt es zudem Hinweise auf generationsübergreifende Gesundheitsschäden.

weiterlesen

Infolge einer Abtreibung stirbt alle elf Minuten eine Frau

Jedes Jahr sterben 47.000 Frauen weltweit an den Folgen einer Abtreibung. Das ergibt im Schnitt alle elf Minuten ein ausgelöschtes Leben. Dabei wären fast alle diese Tode vermeidbar.


Von Kathrin Witsch|Huffington Post

Diese Schätzung hat das “Guttmacher Institute” veröffentlicht, eine Non-Profit-Organisation, deren Daten auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbreitet werden. Demnach gab es 2008 (das sind die neuesten verfügbaren Angaben) etwa 44 Millionen Abtreibungen weltweit, die meisten davon in Entwicklungsländern.

Abtreibung als Straftat

Jede Frau hat das Recht auf Selbstbestimmung. Fast alle Industrieländer haben zwischen 1950 und 1985 aus Gründen der Menschenrechte und Sicherheit ihre Abtreibungsgesetze liberalisiert. Da wirkt umso tragischer, dass die meisten Frauen nach einer Abtreibung in jenen Ländern sterben, wo es aufgrund der strikten Gesetzeslage keine andere Möglichkeit als eine illegale Abtreibung gibt, in Brasilien, Afghanistan, Chile und Nigeria etwa.

weiterlesen

Liberale Abtreibungsgesetze könnten weltweit Müttersterblichkeit senken

welthumanistentag“Wenn es verboten ist, setzen Frauen sich durch illegale Abtreibungen einem großen Risiko aus”, sagte Ute Stallmeister von der Stiftung Weltbevölkerung dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Sie nehmen giftige Mittel zu sich oder verletzen ihren Bauch, um das ungeborene Kind zu töten.”


Von Benjamin Dürr|evangelisch.de

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden 2008 etwa 21,6 Millionen unsichere Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen, 98 Prozent davon in Entwicklungsländern. Neuere Statistiken gibt es nicht. Eine unsichere Abtreibung ist nach WHO-Definition die Beendigung einer Schwangerschaft unter unhygienischen Umständen oder durch nicht ausgebildetes Personal.

Weil es in vielen Ländern keine legalen Möglichkeiten gebe, beendeten verzweifelte Frauen ihre Schwangerschaft allein oder mit Hilfe von Heilern, sagte Stallmeister. Gründe für die ungewollten Schwangerschaften seien vor allem, dass die Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten, nicht ausreichend aufgeklärt oder Opfer von Gewalt seien.

An den Komplikationen solcher unsachgemäßer Eingriffe sterben Tausende Frauen jedes Jahr. Die WHO schätzt, dass 13 Prozent aller Todesfälle von Müttern bei oder direkt nach der Geburt, die Folge von unsicheren Abtreibungen sind. In Afrika entspricht dies 29.000 Toten pro Jahr.

weiterlesen

“Pille danach” wird in Deutschland rezeptfrei

pille_danach

  • Für ein bestimmtes Präparat der “Pille danach” brauchen Frauen künftig in Deutschland kein Rezept vom Arzt mehr. Das hat der Europäische Arzneimittelausschuss beschlossen.
  • Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) war ein vehementer Gegner der rezeptfreien “Pille danach”.
  • Die freigegebenen Präparate verhindern einen Eisprung. Die Einnahme verursacht also keine Abtreibung.


Von Guido Bohsem|Süddeutsche.de

In Deutschland können Frauen künftig die “Pille danach” erhalten, ohne vorher einen Arzt aufzusuchen. Diese überraschende Entwicklung geht auf einen Beschluss des Europäischen Arzneimittelausschusses zurück, der das Präparat “Ellaone” als rezeptfrei einstufte. “Das heißt, das Arzneimittel kann ohne Verordnung in der gesamten Europäischen Union erworben werden”, teilte die Behörde mit. Die Entscheidung zwingt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu einem radikalen Kurswechsel. Bislang hatten er und die Union darauf bestanden, dass die “Pille danach” immer durch einen Arzt verschrieben werden soll.

weiterlesen

Pestausbruch in Madagaskar

Antananarivo. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/SaschaGrabow
Während in Westafrika die Ebola-Seuche grassiert, bricht auf Madagaskar die Pest aus. Die Weltgesundheitsbehörde ist alarmiert.

Frankfurter Allgemeine

Auf Madagaskar grassiert nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pest. Von August bis Mitte November seien von den Gesundheitsbehörden in dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas bereits 119 infizierte Menschen registriert worden, von diesen seien 40 gestorben, heißt es in einer am Freitagabend verbreiteten Mitteilung der WHO in Genf.

Der Ausbruch der Pest sei in mehreren Regionen festgestellt worden, unter anderem auch in der Hauptstadt Antananarivo. Regierung und WHO seien gemeinsam bemüht, eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetieren übertragen wird, einzudämmen.

weiterlesen

Wer von Ebola profitiert: Viele Opfer und einige Gewinner

Marktszene in Liberias Hauptstadt Monrovia. Viele Menschen wagen sich aus Angst vor Ebola nicht mehr auf belebte Plätze oder in Einkaufszentren. Quelle: ap
Ebola ist für die Menschen in Westafrika nicht nur eine tödliche Bedrohung, auch die wirtschaftlichen Folgen für die Region sind katastrophal. Doch es gibt auch Ebola-Profiteure, die durch das Virus reich werden.

Handelsblatt

Auch in Liberia wollte Heineken wachsen. „Open your world“ (Öffne Deine Welt) war dort auf Werbepostern des niederländischen Bierbrauers zu lesen. Doch es kam anders: Inzwischen hat Ebola das Land isoliert, ebenso wie Sierra Leone und Guinea. Die meisten Fluggesellschaften haben den Verkehr eingestellt, der Außenhandel ist zusammengebrochen, die Landwirtschaft steht vor dem Kollaps.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds befürchten einen „katastrophalen“ Rückgang von Wirtschaft und Handel in diesen ohnehin fragilen westafrikanischen Ländern. Allein in Liberia könne im kommenden Jahr das Bruttoinlandsprodukt im zweistelligen Prozentbereich absacken, in Sierra Leone um fast 9 und in Guinea immerhin noch um 2,3 Prozent.

weiterlesen

Wer hinter “Jugend-TV.net” steckt

In der bislang aktuellesten Folge führt der 22-jährige Kai-Stephan die jungen Zuschauer durch eine Sendung von “Jugend-TV.net”. Dort wird Ebola mit der Grippe vergleichen – und erschreckend verharmlost.© Screeshot/www.jugend-tv.net
Das Online-Format “Jugend-TV” sendet täglich Judenhetze, Verschwörungen und homophobe Wirrungen. Dahinter steckt ein selbsternannter Prediger mit rechts-konservativem Gedankengut.

Von Katharina Grimmstern.de

Mitte der Woche war das Video noch online, inzwischen haben es die Verantwortlichen von der Seite geräumt. Der Beitrag hatte auf Facebook für Empörung gesorgt. “Coming Out – die manipulierte Identitätsfindung” gab Schulen und Lehrern die Schuld daran, dass Homosexualität zu einer “Mode” erhoben worden sei. Dass sie Jugendliche mit ihrer homo-freundlichen Auffassung in die selbige drängen würden.

Das Netz ließ nicht lange auf sich warten und bescherte der Seite zumindest einen so gewaltigen Shitstorm, dass das Video aus dem Netz verschwand. Doch Ruhe ist nicht eingekehrt.

weiterlesen

Westafrika: Ebola-Virus mutiert schnell

Partikel des Ebola-Virus © CDC / gemeinfrei
Viele Mutationen: Das in Westafrika grassierende Ebola-Virus unterscheidet sich genetisch schon an 300 Stellen von früheren Stämmen. Darunter sind auch einige DNA-Abschnitte, die für Diagnose und Therapie wichtig sind. Das belegt die bisher umfassendste Genanalyse von Virenproben der aktuellen Epidemie. Die neuen, im Fachmagazin “Science” veröffentlichten Daten zeigen aber auch, wie und wann das Virus nach Westafrika kam.

scinexx.de

Inzwischen hat sich die Ebola-Epidemie auch in die Demokratische Republik Kongo ausgebreitet, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO vor wenigen Tagen meldete. Knapp 1.500 Menschen sind beim aktuellen Ebola-Ausbruch bereits gestorben, darunter auch mehr als 240 Ärzte und medizinische Helfer und ein Ende ist nicht abzusehen.

weiterlesen

Das tödliche Virus aus dem Labor

Bild: Deutscher Ethikrat
Bild: Deutscher Ethikrat
Der Deutsche Ethikrat übergibt der Bundesregierung ein Gutachten zur Biosicherheit: Was soll getan werden, wenn medizinische Forschung von Terroristen missbraucht werden kann?

Von Gabi StiefHannoversche Allgemeine

Manchmal können schlichte Gewissheiten hochkomplizierte Fragen aufwerfen. „Forschung“, sagt Christiane Woopen, „will Neues entdecken.“ Doch muss der Staat eingreifen, wenn das Neue nicht nur nützlich, sondern zugleich hochgefährlich für den Menschen ist? „Missbrauch lässt sich nie vollständig ausschließen“, sagt die Kölner Medizinethikerin. Dennoch dürfe man die Freiheit der Forschung nicht einschränken. „Stattdessen sollte man die Risiken durch ein Vorsorgekonzept minimieren.“

weiterlesen

Keine Vernichtung der letzten Pocken

© CDC / James Gathany
Die Weltgesundheitsorganisation diskutiert, ob die letzten bekannten Pockenviren zerstört werden sollen. Das wäre ein Fehler, denn die Forschung daran ist noch lange nicht am Ende – zumal verwandte Viren wie Affen- und Kuhpocken sich ausbreiten.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Offiziell gelten die Pocken seit dem 8. Mai 1980 als ausgerottet: Eine globale Impfkampagne hatte diese Geißel der Menschheit so erfolgreich bekämpft, dass seit 1977 kein neuer Fall mehr bekannt geworden ist. Zuvor hatte die Seuche Millionen Menschen das Leben gekostet und unzählige durch Narben entstellt. Heute überdauern die Erreger nur noch in zwei hermetisch abgeriegelten Forschungseinrichtungen in den USA und Russland, wo an ihnen weiterhin geforscht werden kann – noch. Denn im Mai wollen die Mitglieder des World Health Assembly (WHA), das entscheidungsfähige Organ der Weltgesundheitsorganisation (WHO), darüber entscheiden, ob auch diese letzten Stämme des Pockenvirus vernichtet werden sollen.

weiterlesen

Multiresistente Tuberkulose auf dem Vormarsch

Robert Koch, Bild: bb
Robert Koch, Bild: bb
Tuberkulose bleibt ein weltweites ernstes Gesundheitsproblem, vor allem für Kinder und HIV-Infizierte. Insbesondere die Zunahme multiresistenter Stämme erschwert die Bekämpfung.

Von Antje FindekleeSpektrum.de

Mit 8,6 Millionen Erkrankten, davon eine halbe Million Kinder, und 1,3 Millionen Todesfällen im Jahr 2012 steht Tuberkulose an Platz 2 der tödlichen Einzelinfektionskrankheiten – nach HIV. Weltweit gehen die Zahlen zwar zurück, weshalb die Weltgesundheitsorganisation WHO darauf hofft, das Millenniumsziel einhalten zu können: die Ausbreitung der Krankheit bis 2015 zu stoppen. Doch die Abnahme verlangsamt sich, während die Zahl von Infektionen mit multiresistenten Erregern steigt. Deren Therapie, sofern sie überhaupt erkannt werden, ist jedoch deutlich teurer und aufwändiger sowie mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden. Eine Studie, die auf Basis von Modellrechnungen die Zahl der Kinder mit Tuberkulose schätzt, kommt sogar auf noch höhere Zahlen: Ihr zufolge sind knapp eine Million Kinder erkrankt, über 30 000 davon leiden an einer multiresistenten Form, erklären Forscher um Mercedes Becerra von der Harvard Medical School.

weiterlesen

Papst betet für Tuberkulose-Kranke-ärtzliche Hilfe wäre besser

Ein Junge. der schwerst Tbc-krank auf die Intensivstation des Shree Jain Hospitals  in Kalkutta. Bild: br.de
Franziskus ruft auf Petersplatz zu Gebet für Tuberkulose-Kranke und vorurteilsfreien Umgang mit Fremden, sozialen Randgruppen oder Andersdenkenden auf.

kathweb

Papst Franziskus hat zum Welttuberkulosetag am Montag zum Gebet für die Millionen Betroffenen vor allem in Afrika und Asien aufgerufen. “Beten wir für alle Personen, die von dieser Krankheit befallen sind und für die, die ihnen auf unterschiedliche Weise helfen”, sagte der Papst am Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Der Welttuberkulosetag wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation WHO jeweils am 24. März begangen. An diesem Tag hatte der deutsche Arzt Robert Koch 1882 die Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums bekanntgegeben.

Obwohl die Krankheit heute prinzipiell heilbar ist, sterben an ihr nach Angaben der WHO jedes Jahr immer noch mehr als eine Millionen Menschen. Betroffen sind vor allem die afrikanischen Länder südlich der Sahara und Indien.

weiterlesen

Sieben Fakten über die Pille danach

pille_danachDer Bundestag hat die Diskussion darüber, ob die Pille danach in Deutschland zukünftig ohne Rezept erhältlich sein soll, an den Ausschuss für Gesundheit und zur Mitberatung an den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überwiesen. Die wichtigsten Fakten zu dem Notfallverhütungsmittel und den Streit um die Rezeptpflicht.

Von Anna KlingerSpektrum.de

Was ist die Pille danach?

Bei der Pille danach (PiDaNa®) handelt es sich um ein hormonelles Verhütungsmittel für die Frau. Es wird zur Notfallverhütung nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt, wenn andere Methoden (wie die Antibaby-Pille oder Kondome) versagt haben oder vergessen wurden. Bislang ist die Pille danach in Deutschland nur nach ärztlicher Beratung mit einem Rezept erhältlich. Im Jahr 2013 wurde sie nach Angaben des Bundesministerium für Gesundheit etwa 200 000 Mal verschrieben.

Wie wirkt die Pille danach?

Der Wirkstoff der PiDaNa® ist das synthetisch hergestellte Hormon Levonorgestrel. Es gehört zu den Gestagenen, einer Gruppe weiblicher Geschlechtshormone. Es ist auch Bestandteil der präventiven Antibaby-Pille. Der genaue Wirkungsmechanismus des Präparats ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist jedoch, dass Levonorgestrel den Eisprung verhindert, indem es die Ausschüttung eines anderen, den Eisprung auslösenden Hormons hemmt. Die Pille danach wirkt daher am zuverlässigsten, wenn im weiblichen Zyklus der Eisprung noch nicht erfolgt ist.

weiterlesen

Gröhe(CDU) lehnt Freigabe der Pille danach ab

pille_danachGesundheitsminister Gröhe wirbt für einen “zügigen, diskriminierungsfreien Zugang” zur Pille danach. Dennoch lehnt der CDU-Politiker eine rezeptfreie Ausgabe des Verhütungsmittels ab – und begründet dies mit den starken Nebenwirkungen.

SpON

Der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will im Streit um die Pille danach zwar “das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und die Frauengesundheit bestmöglich zusammenzubringen”. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern heißt dies für den CDU-Politiker allerdings, dass es das Verhütungsmittel auch künftig nur auf Rezept geben wird. Stattdessen wirbt Gröhe für einen zügigen, diskriminierungsfreien Zugang und gute Beratung. Das sei am besten gewährleistet, wenn es bei der Verschreibungspflicht bleibe, sagte der CDU-Politiker der “Welt am Sonntag”.

weiterlesen

Impfgegner besteuern wegen Externalisierung von Krankheitsrisiken?

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain - USGov)
Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Bekämpfung und Beseitigung von Masern zu einem ihrer wichtigsten Ziele erklärt. So seien in 2011 rund 158.000 Kinder an Folgen einer Erkrankung mit Masern verstorben. Seit der Einführung des Impfstoffes MMR, eines Kombiprodukts gegen Masern, Mumps und Röteln Ende der 1980er Jahre, ist die Mortalität in Folge einer Masern-Infektion von mehr als 2 Millionen Toten jährlich auf nunmehr 158.000 weltweit gesunken. Angesichts der Verfügbarkeit von MMR, eines effektiven und billigen Impfstoffes, ist es das erklärte Ziel der WHO, Masern als Todesursache auszurotten.

Kritische Wissenschaft – Michael Klein

Doch es regt sich Widerstand gegen die Impfung. Viele Eltern, in Deutschland, weigern sich, ihre Kinder mit MMR gegen u.a. Masern impfen zu lassen. Ursache dafür sind vermeintliche Nebenwirkungen des Impfstoffes, die Autismus, multiple Sklerose oder Diabetes hervorrufen können sollen. Diese Nebenwirkungen sind seit 1998 im Gespräch, als Dr. Andrew Wakefield, ein britischer Arzt im Lancet eine Untersuchung veröffentlichte, die angeblich einen Zusammenhang zwischen MMR und Autismus sowie einer Darminfektion aufzeigen konnte.

Zwischenzeitlich wurde Dr. Wakefield die Zulassung entzogen, weil sich herausgestellt hat, dass er mit unlauteren Mitteln zu den Ergebnissen gelangt ist, zu denen er gelangt ist. Die Veröffentlichung der Untersuchung im Jahre 1998 im Lancet hatte einen Pressesturm nach sich gezogen. Scheinbar wollte, wie z.B. heute, wenn es darum geht, die negativen Folgen von Rauchen, Alkohol oder sonstiger Modefeinde zu verkünden, kein Zeitungsredakteur nicht sofort der Überbringer der schlechten Nachricht sein. Niemand hat sich daran gestört, dass die Ergebnisse von Dr. Wakefield gerade einmal auf der Untersuchung von 12 Kindern basierten und entsprechend Vorsicht angeraten gewesen wäre.

weiterlesen

Haddsch: Wieviel Allah steckt im Coronarvirus?

Bild: wikipedia
Alte Menschen, schwangere Frauen und Muslime, die an chronischen Krankheiten leiden, sollten die Hadsch verschieben.

RollingPlanet

Vor der Pilgerfahrt von Millionen Muslimen nach Mekka warnen die Behörden Saudi-Arabiens die Wallfahrer vor einer Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus.

Insbesondere alte Menschen, schwangere Frauen, Kinder und Muslime, die an chronischen Krankheiten leiden, seien aufgerufen, die Hadsch auf ein anderes Jahr zu verschieben, erklärte das Gesundheitsministerium am Samstag.

Impfungen empfohlen

Pilger sollten sich zudem gegen Meningitis impfen lassen und dies auch bei der Einreise nachweisen. Ferner würden Impfungen gegen Grippe und Polio empfohlen. Während der Pilgerfahrt im Oktober rufen die Behörden die Wallfahrer auf, sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen und beim Husten und Niesen ein Taschentuch zu benutzen. Bei Massenandrang sei auch ein Mundschutz ratsam.

weiterlesen

Brasilien: Gesetzentwurf für “Heilung” Homosexueller

Bild: Die Presse.com
Der Menschenrechtsausschuss des Parlaments setzte ein Regelwerk außer Kraft, das Psychologen “Behandlungen” gegen Homosexualität untersagt.

Die Presse.com

Der Menschenrechtsausschuss des brasilianischen Parlaments hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der Maßnahmen zur “Heilung” von Homosexualität vorsieht. Der Ausschuss unter dem Vorsitz des umstrittenen evangelikalen Pastors Marco Feliciano setzte am Dienstag ein Regelwerk außer Kraft, wonach es Psychologen untersagt ist, Klienten “Behandlungen” gegen Homosexualität anzubieten.

weiterlesen