Verweigerern von Impfberatung droht eine Strafe von 2500 Euro

Bild: 4ever.eu
  • Kitas sollen verpflichtet werden, den Gesundheitsämtern alle Eltern zu melden, die eine Impfberatung ausschlagen. Diese können dann Geldstrafen verhängen.
  • Erst in dieser Woche war eine dreifache Mutter aus Essen an den Folgen einer Masern-Erkrankung gestorben.
  • Gesundheitsminister Gröhe hält aber eine Impfpflicht in Deutschland nicht für nötig, um die Masern endgültig zu verbannen.

Süddeutsche.de

Eltern von Kita-Kindern drohen Geldstrafen bis 2500 Euro, wenn sie sich der verpflichtenden Impfberatung verweigern. So steht es im Epidemiologie-Gesetz, das am 1. Juni im Bundestag abschließend beraten werden soll, berichtet die Bild. Danach sollen Kitas verpflichtet werden, den Gesundheitsämtern alle Eltern zu melden, die eine Impfberatung ausschlagen. Die Ämter können dann Strafen verhängen.

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Gülle enthält resistente Keime – auch in Deutschland

Mit der Gülle gelangen jede Menge reisitente Keime in die Umwelt – auch hier bei uns © Ingram Publishing/ thinkstock
Gülle als Resistenzschleuder: Auch bei uns in Deutschland gelangen durch Gülle aus der Tierhaltung große Mengen resistente Bakterien in die Umwelt, wie ein Test der Umweltorganisation Greenpeace belegt. Bei 68 Prozent der Gülleproben aus deutschen Schweineställen wiesen die Tester multiresistente Keime nach, in 79 Prozent der Proben fanden sich Antibiotika-Rückstände – und das, obwohl der Antibiotika-Einsatz in der EU-Tierhaltung eigentlich limitiert ist.

scinexx

Das Problem der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen wird immer gravierender. Erst kürzlich wiesen Forscher nach, dass in China bereits ganze Küstengebiete mit resistenten Bakterien verseucht sind, aber auch bei uns in Europa steigt die Zahl der multiresistenten Keime. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt sogar schon vor einem postantibiotischen Zeitalter und hat kürzlich erst eine „Fahndungsliste“ der gefährlichsten „Superkeime“ veröffentlicht.

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Keime, gegen die kein Mittel mehr hilft

 Acinetobacter im 3D-Modell:
Acinetobacter im 3D-Modell: „Wir verlieren rasch an Optionen zur Behandlung“ (Foto: CDC/ James Archer)
  • Eine Liste der Weltgesundheitsorganisation WHO nennt die derzeit gefährlichsten Antibiotika-resistenten Bakterien.
  • Von dem Keim Acinetobacter baumannii geht derzeit die größte Gefahr aus, vor allem in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Herkömmliche Antibiotika versagen zunehmend bei der Behandlung, da die Mikroorganismen unempfindlich dagegen geworden sind.
  • Die Bewertung der WHO soll Forschern und Politikern helfen, Prioritäten beim Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen zu setzen.

Von Christoph Behrens | Süddeutsche.de

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt in einer neuen Bewertung vor den aktuell gefährlichsten antibiotikaresistenten Keimen. Die in dem Katalog verzeichneten zwölf Bakterien-Familien seien eine enorme Gefahr für die menschliche Gesundheit.

Angeführt wird die Liste von dem Bakterium Acinetobacter baumannii. Die Familie dieses Keims verursacht schwere Infektionen und ist gegenüber vielen Antibiotika resistent geworden. Als Reserveantibiotika gedachte Medikamente aus der Gruppe der Carbapeneme und Cephalosporine helfen gegen Infektionen mit diesem Keim häufig nicht mehr. Wie tödlich die resistenten Acinetobacter baumannii sind, zeigte sich etwa 2015 im Uniklinikum Kiel. 31 Patienten befiel ein Acinetobacter-Stamm dort in kurzer Zeit, zwölf Menschen starben. Der Stamm hatte Resistenzen gegen vier verschiedene Antibiotika-Klassen entwickelt.

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Brauchen wir ein Alkoholverbot?

glaser-des-bieres,-fass

Der vom Gesetzgeber empfohlene Veggie-Tag, mit dem uns die Grünen auf den Pfad der Tugend helfen wollten (und das schreibt ein langjähriger Vegetarier), ist noch in guter Erinnerung. Bereits verbotene Übergriffe auf Frauen wurden dank „Nein heißt Nein!“ sicherheitshalber und einstimmig vom Bundestag noch einmal verboten (Sexualstrafrechtsreform: Eine Beweisaufnahme).

Von Stephan Schleim | TELEPOLIS

Sexistische Werbung soll auch bald verboten werden. Gut für Männer, denen mit nackten Tatsachen vom Mobilfunkvertrag bis zum Auto alles angedreht werden soll. Hate Speech sowieso. Und Fake News auch – jedoch nur, wenn sie nicht in den Leitmedien stehen oder von unseren Ministern höchstpersönlich geäußert werden.

Die Journalisten Sanaz Saleh-Ebrahimi und Daniel Drepper mögen sich gefragt haben, was man denn noch alles verbieten könnte, als sie ihren Artikel über Alkohol schrieben. Dieser erschien am 22. Februar auf Correctiv.org: Wie die Alkoholindustrie uns dazu bringt, immer weiter zu trinken (anberaumte Lesezeit: 20 Minuten). Und zwei Tage später auf BILD.de, nein, Verzeihung, ZEIT Online mit dem könnerischen Titel: Alkohol: Saufen bis zum Darmkrebs.

Nun kann man sich freilich über Gesundheit Gedanken machen. Man sollte die zerstörerische Wirkung von Alkohol keinesfalls verharmlosen: Leberzirrhose und Korsakow-Syndrom sind kein Spaß. Noch lassen sich Menschen wiederbeleben, die von Betrunkenen totgefahren werden.

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«Impfungen führen zu Krebs und Masturbation»

Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Im Toggenburg machen die Impfgegner zunehmend mobil. Die Heilpraktikerin Zita Schwyter spricht sogar von einer Impfkrankheit mit schauerlichen Symptomen.

20min.ch

«Symptome der Impfkrankheit: Schlafstörung, Legasthenie, Stottern, Autismus, Hirntumor oder Masturbation», heisst es auf einem Zettel im Behandlungszimmer von Heilpraktikerin Zita Schwyter aus Uznach SG. Das alles seien mögliche Folgen, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen, so heisst es in der«Toggenburger Zeitung».

Mit ihrer Haltung ist Impfgegnerin Schwyter nicht allein. Im Toggenburg gibt es laut der Zeitung derzeit einen regelrechten Run auf «Informationsabende» rund um das Thema Impfen. Und die Impfgegner finden offenbar Gehör, denn laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich immer weniger Menschen impfen.

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Zika: Das Virus bleibt gefährlich

Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der...Foto: dpa/Antonio Lacerda
Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der…Foto: dpa/Antonio Lacerda
Forschern ist erstmals eine konkrete Risikoabschätzung zu Missbildungen bei Embryos gelungen, die sich im Bauch der Mutter mit Zika infizierten. Die WHO verspricht Impfstoffe für 2020.

Von Hermann Feldmeier | DER TAGESSPIEGEL

Vor einem Jahr griff die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Anbetracht der dramatischen Ausbreitung des Zikavirus in Süd- und Mittelamerika zu einer äußerst selten genutzten Maßnahme und rief den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Auslöser für die Alarmierung der Öffentlichkeit war die Beobachtung brasilianischer Frauenärzte über einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Zikavirus-Infektion während der Schwangerschaft und Gehirnfehlbildungen des Kindes. Wie hoch allerdings das Missbildungsrisiko ist, blieb bislang unklar. Eine in dem Fachblatt „Journal of the American Medical Association“ veröffentliche Studie ermöglicht nun erstmals eine konkrete Risikoabschätzung.

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Infektionskrankheit: WHO: Impfstoff gegen Ebola entdeckt

Test des Impfstoffs in Conakry, Guinea. Foto: AFP
Test des Impfstoffs in Conakry, Guinea. Foto: AFP
Durchbruch im Kampf gegen Ebola: Die Weltgesundheitsorganisation vermeldet den erfolgreichen Test eines „fast hundertprozentig“ wirksamen Impfstoffs in Guinea.

Frankfurter Rundschau

Im Kampf gegen die Infektionskrankheit Ebola könnte nach Einschätzung von WHO-Experten ein „fast hundertprozentig“ wirksamer Impfstoff gefunden sein. Der in kanadischen Labors entwickelte Impfstoff rVSV-ZEBOV wurde im vergangenen Jahr im westafrikanischen Guinea getestet, wie Marie-Paule Kieny von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte.

Von den 6000 Menschen, die damit geimpft wurden, sei im vergangenen Jahr niemand an Ebola erkrankt. Hingegen habe es in Guinea 23 Ebola-Erkrankungen bei nicht geimpften Menschen gegeben. „Das legt nahe, dass der Impfstoff sehr effizient ist und eine bis zu hundertprozentige Wirksamkeit erreichen könnte“, sagte Kieny.

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Hausgemachte Tuberkuloseepidemie in Indien

foto: apa / epa / farooq khan Bis zu 6,8 Millionen Tuberkulosepatienten gibt es in Indien, wie eine neue Studie zeigt. In staatliche Spitäler, wie hier in Kaschmir, kommen nur 41 Prozent – auch weil Ärzte sie nicht informieren.
foto: apa / epa / farooq khan Bis zu 6,8 Millionen Tuberkulosepatienten gibt es in Indien, wie eine neue Studie zeigt. In staatliche Spitäler, wie hier in Kaschmir, kommen nur 41 Prozent – auch weil Ärzte sie nicht informieren.
Doppelt so viele Menschen sind im Land an Tuberkulose erkrankt, als bisher angenommen wurde. Apotheker verkaufen illegal Medikamente. Auch Ärzte verdienen

Von Agnes Tandler | derStandard.at

„Ich wurde immer wieder krank“, erzählt Rekha Shinde. Die 35-Jährige bekam erst Typhus, dann Malaria, danach eine Lungenentzündung. Sie wog nur noch 30 Kilo, ihr quälender Husten wollte nicht aufhören. Ein Arzt verschrieb ihr Antibiotika. Doch die Medikamente halfen nicht und verdeckten nur das wahre Problem: Tuberkulose (TB). Rekha ist ein typischer Fall für Indien. Trotz eines staatlichen Bekämpfungsprogramms wird die Infektionskrankheit oft erst spät entdeckt. Das Ausmaß des Problems ist weit größer als bisher bekannt.

Rund 2,2 Millionen Patienten – fast ein Drittel aller TB-Kranken in Indien – werden ausschließlich in privaten Kliniken betreut. Doch jahrelang wurden solche Fälle nicht in der offiziellen Statistik erfasst, die offenbar nur diejenigen registrierte, die im Zuge der staatlichen TB-Programme behandelt wurden. Tuberkulose erschien so unter Kontrolle.

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UN: Eine Milliarde Kinder Opfer von Gewalt

Die Vereinten Nationen wollen verstärkt gegen Gewalt gegen Kinder vorgehen.

evangelisch.de

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte am Dienstag (Ortszeit) in New York, alle Kinder hätten das Recht, in Sicherheit und Frieden aufzuwachsen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlitten im vergangenen Jahr weltweit bis zu eine Milliarde Kinder physische, sexuelle oder psychologische Gewalt.

Globale Partnerschaft

Ban stellte eine Globale Partnerschaft zum Ende der Gewalt gegen Kinder vor. Danach sollen sich Regierungen, Lehrer, Erzieher, Eltern und Vertreter der Religionen für ein gewaltfreies Leben der Mädchen und Jungen einsetzen. Ein spezieller Fonds zur Finanzierung von Projekten gegen Kindergewalt wurde geschaffen.

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Zika-Virus: WHO prüft Verschiebung der Olympischen Spiele in Rio

Nach dem Ruf von mehr als 150 Experten nach einer Verlegung oder Verschiebung der Olympischen Spiele in Brasilien wegen des grassierenden Zika-Virus geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Sache nun doch nach.

Neue Zürcher Zeitung

Die WHO habe vier Mal Teams aus erfahrenen Wissenschaftlern nach Brasilien geschickt, «um Daten aus erster Hand über die derzeitige Lage zu sammeln», schrieb WHO-Chefin Margaret Chan in einem Brief, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Die Expertenteams sollten «das Risikolevel für die grosse Zahl an Athleten und Zuschauern» prüfen und «in Kürze» ihre Einschätzung abgeben. Ihre Empfehlung werde dann «sofort» im Internet veröffentlicht, sicherte Chan zu.

Studie: Finanzkrise trug zum Tod von 500.000 Krebskranken bei

Bild: Clemens Fabry
Viele Patienten auf der ganzen Welt konnten zwischen 2008 und 2010 nicht mehr angemessen behandelt werden, heißt es in einer Studie.

Die Presse.com

Die Finanzkrise hat offenbar zwischen 2008 und 2010 weltweit zum Tod von zusätzlich 500.000 Menschen durch Krebs beigetragen. Zahlreiche Patienten konnten nicht mehr angemessen behandelt werden, weil sie arbeitslos geworden oder Einschnitte im Gesundheitswesen vorgenommen worden seien, heißt es in einer am Donnerstag im Magazin „The Lancet“ veröffentlichten Studie des Londoner Imperial College.

Demnach beobachteten die Forscher, dass jeder Anstieg der Arbeitslosigkeit und jeder Rückgang der Gesundheitsausgaben zu einem Anstieg der Krebstoten führt. Die Zahl der zusätzlichen Krebsopfer werde in den Mitgliedsländern der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) auf 260.000 geschätzt, weltweit könne dann von mehr als 500.000 zusätzlichen Todesopfern durch Krebs ausgegangen werden. Allein in der EU seien schätzungsweise 160.000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben.

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Hersteller und Bundesinstitut sollen Krebsrisiken von Glyphosat verheimlicht haben

Ein Bauer besprüht am 19.08.2009 in Mecklenburg-Vorpommern sein Feld. Umweltorganisationen wie der BUND dringen auf ein Verbot des…Foto: dpa
Umweltschützer haben Strafanzeige gegen den Pestizidhersteller Monsanto und das Bundesinstitut für Risikoforschung gestellt. Sie sollen Krebsrisiken von Glyphosat verschleiert haben.

Von Sarah Kramer | DER TAGESSPIEGEL

Umweltschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter das Umweltinstitut München, haben Strafanzeige wegen Betruges gegen den US-Chemiekonzern Monsanto, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) gestellt. Sie sollen bei der Bewertung des umstrittenen Pestizids Glyphosat Studien bewusst falsch ausgelegt haben, um die Wiederzulassung des europaweit meist genutzten Pflanzenvernichtungsmittels zu ermöglichen.

„Die Pestizidhersteller haben diesen Studien bereits im Zulassungsantrag fälschlich methodische Fehler unterstellt. Das BfR hat diese Falschdarstellungen kritiklos übernommen“, sagte der Bremer Epidemiologe und Gutachter Eberhard Greiser am Donnerstag. „Mein Eindruck ist, dass auf diese Weise praktisch alle epidemiologischen Studien, die der Wiederzulassung von Glyphosat im Wege stehen, systematisch aussortiert wurden.“

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Glyphosat in Wattestäbchen und im Urin

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock
Glyphosat und kein Ende: Gerade erst wurde das Herbizid in Bier nachgewiesen, jetzt finden Tester es auch in Wattepads und Wattestäbchen. Parallel dazu hat das Umweltbundesamt festgestellt, dass sich Glyphosat in immer höheren Mengen auch im menschlichen Urin nachweisen lässt. Heute und morgen diskutieren EU-Vertreter übe die Neuzulassung des umstrittenen Herbizids.

scinexx

Hauptstreitpunkt bei der EU-Neuzulassung des Glyphosats ist die Frage, ob das Herbizid krebserregend ist oder nicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte Glyphosat Anfang 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ beim Menschen ein, die EU-Lebensmittebehörde EFSA und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sehen dies anders – was ihnen starke Kritik eintrug.

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Brasilianische Apostel – keine Abtreibung bei Hirnschädigung

abtreibung

Die katholischen Bischöfe in Brasilien haben sich laut Medienberichten gegen eine Freigabe von Abtreibungen bei einer Mikrozephalie-Diagnose ausgesprochen. Damit stellten sie sich gegen entsprechende Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, berichtet die brasilianische Tageszeitung «Estado» (Donnerstag).

kath.net

«Mikrozephalie gibt es in Brasilien seit Jahren. Nun nutzt man die gegenwärtige Situation aus, um das Thema Abtreibung wieder auf die Tagesordnung zu bringen», zitiert die Zeitung den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Leonardo Steiner. «Abtreibungen leisten einer Eugenik und der Auswahl perfekter Menschen Vorschub», so Steiner.

Seit September wurden in Brasilien 404 Säuglinge mit der Hirnschädigung diagnostiziert; rund 3.500 weitere Fälle werden derzeit noch untersucht. Experten sehen es als sehr wahrscheinlich an, dass die rasante Zunahme von Mikrozephalie durch das Zika-Virus verursacht wird.

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UN: Zahl der Malaria-Toten sinkt 2015 auf etwa 440.000

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlagen 2015 etwa 438.000 Kinder, Frauen und Männer der Tropenkrankheit, im Jahr 2000 waren es noch 839.000, wie die UN-Organisation am Mittwoch in Genf mitteilte.

evangelisch.de

Zudem werde die Zahl der Neuerkrankungen von etwa 262 Millionen im Jahr 2000 auf rund 214 Millionen im laufenden Jahr fallen, hieß es im Welt-Malaria-Bericht. Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit und eine der Haupttodesursachen in Entwicklungsländern.

Anti-Moskitonetze

Die WHO führt die Fortschritte vor allem auf den flächendeckenden Einsatz von Anti-Moskitonetzen in den besonders betroffenen Entwicklungsländern zurück. Die Netze, die mit Insektiziden behandelt sind, schützen Menschen vor Moskito-Bissen, durch die der Erreger übertragen wird. Zudem verwies die WHO auf den vermehrten Einsatz von Anti-Moskito-Sprays in Unterkünften. Außerdem könnten immer mehr Erkrankte mit Medikamenten behandelt werden, die auf dem pflanzlichen Wirkstoff Artemisinin basieren.

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Wissenschaftler protestieren gegen Glyphosat-Bewertung

Pflanzenschutzmittel im Einsatz, hier im hessischen Glauburg. (Foto: dpa)
„Wahrscheinlich nicht krebserregend“? 100 Forscher halten die Analyse zu dem Unkrautvernichter in Teilen für „wissenschaftlich unakzeptabel“.

Von Silvia Liebrich, Andreas Rummel|Süddeutsche.de

Der Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat spitzt sich weiter zu. Nachdem die EU-Behörde Efsa vor Kurzem Entwarnung gab und den Stoff als „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ einstufte, hat sich nun eine Gegenbewegung in der Wissenschaft formiert. Knapp 100 internationale Forscher erheben in einem offenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis schwere Vorwürfe gegen die Efsa und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der Efsa enthalte schwerwiegende Mängel, sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“, und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“. In dem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) vorliegt, fordern die Wissenschaftler die EU-Kommission auf, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.

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EU-Behörde: Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend“

Das großflächig eingesetzte Herbizid Glyphosat ist lauf EFSA „wahrscheinlich nicht krebserregend“, Verbraucherschützer sehen das anders. © Thinkstock
Krebserregend oder nicht? Laut jüngster Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ist das umstrittene Herbizid Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Umwelt- und Verbraucherschützer sind über das Urteil empört: Wichtige Studien seien vernachlässigt worden und die Entscheidung von wirtschaftlichen Interessen getrieben. Doch einer erneuten Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels steht nach der Neubewertung kaum noch etwas im Wege.

scinexx

Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat als umstritten zu bezeichnen, ist untertrieben: Kaum ein anderer chemischer Wirkstoff hat in den letzten Jahren so starke Diskussionen ausgelöst. Im März dieses Jahres stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO das Unkrauftvernichtungsmittel als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein.

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WHO: Sierra Leone offiziell ebolafrei

Fast anderthalb Jahre nach Beginn der Epidemie in Sierra Leone hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Land offiziell für ebolafrei erklärt.

evangelisch.de

42 Tage lang habe es keine Neuinfektion gegeben, sagte der WHO-Vertreter in Sierra Leone, Anders Nordström, am Samstag in Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes. Nun beginne eine neunzigtägige Phase erhöhter Überwachung.

Nordström erinnerte an die 8.700 Infizierten und fast 3.600 Toten seit Mai 2014. Ihnen allen werde an diesem Tag gedacht. Der WHO-Vertreter hob auch die Anstrengungen von Ärzten und Krankenhelfern hervor, von denen 221 ums Leben kamen.

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Australien streicht Impfverweigerern Kindergeld

Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
In Australien können Eltern jährlich bis zu 15.000 australische Dollar (oder umgerechnet knapp 9.500 Euro) für ein einziges Kind kassieren. Aber nur dann, wenn sie es wie vorgeschrieben impfen lassen. Das schreibt ein neues Gesetz vor, das diese Woche dem Parlament vorgelegt wurde. Dessen Zustimmung gilt als sicher, weshalb die neue Regelung wahrscheinlich wie geplant zum 1. Januar 2016 in Kraft tritt.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Anlass für die Regeländerung ist der massive Anstieg der ungeimpften Kinder im Vorschulalter, deren Zahl in den letzten zehn Jahren von 24.000 auf 39.000 stieg. Ein vor zwei Jahren verabschiedetes Verbot, solche Kinder in Betreuungseinrichtungen aufzunehmen, zeigte bislang nicht die gewünschte Wirkung. Nicht geimpfte Kinder stellen auch eine Gefahr für andere Kinder dar, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, weshalb der australische Sozialminister Scott Morrison seine Formel „No Jab, No Pay“ („Kein Piekser, kein Geld“) für gerechtfertigt hält.

Die Eltern dieser Kinder sind heute nicht mehr vorwiegend zivilisationsferne Ureinwohner, sondern häufig esoterisch orientierte Großstädter, die an verschwiegene Risiken und an eine Verschwörung der Pharmaindustrie glauben (vgl. Prinzip „Stille Post“ oder warum Diskussionen mit Impfgegnern sinnlos sind und Die unsichtbare Superdiktatur). Ernsthafte Wissenschaftler, die diesen Glauben für aktuell eingesetzte Impfstoffe bestätigen würden, gibt es allerdings nicht. Eine Ausnahme scheint lediglich der Schweinegrippe-Impfstoff Pandremix gewesen zu sein. Er hatte einer im Juli in Science Translational Medicine erschienenen Studie zufolge wahrscheinlich in mehreren Fällen Anteil an der Entstehung von Narkolepsie.

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