Neuer Ebola-Ausbruch im Kongo – zwei bestätige Fälle

Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen (Archivfoto).Foto: AFP/ Dominique Faget
Die gefährliche Krankheit Ebola ist erneut im Kongo ausgebrochen. Die Behörden sind in höchster Alarmbereitschaft. Ob bereits Menschen an dem Virus gestorben sind, ist noch unklar.

DER TAGESSPIEGEL

Im Kongo versuchen die Behörden zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), einen neuen Ausbruch des gefürchteten Ebola-Virus einzudämmen. Zwei Fälle von Ebola seien in der Provinz Äquator im Nordwesten des Landes bestätigt worden, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium mit. Ein erstes Team aus Experten der WHO sowie der Organisation Ärzte ohne Grenzen und der örtlichen Gesundheitsbehörde seien bereits in den Ort Bikoro gereist, um den Kampf gegen den jüngsten Ausbruch zu unterstützen.

weiterlesen

Advertisements

Sieben Millionen Tote pro Jahr: Neun von zehn Menschen atmen verpestete Luft

Ulan Bator: Auch in der Hauptstadt der Mongolei leiden die Menschen unter Smog. Bild: AFP
Milliarden Menschen auf der Welt leben in dreckiger Luft, Millionen sterben an den Folgen: Am schlimmsten ist die Lage in den Megastädten der Entwicklungsländer.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Durch das Einatmen dreckiger Luft sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund sieben Millionen Menschen pro Jahr. Die Regierungen müssten entschlossener gegen die tödliche Verschmutzung ankämpfen, forderte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Seinen Angaben zufolge atmen neun von zehn Menschen weltweit Luft ein, die eine zu hohe Konzentration an Schadstoffen aufweist.

Die verdreckte Luft gefährde alle Menschen, die Ärmsten seien aber besonders bedroht, betonte Tedros. Etwa 90 Prozent aller Todesfälle durch Schmutzluft seien in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verzeichnen. Asien und Afrika seien die Brennpunkte der Krise. „In vielen Megastädten der Welt liegt die Schadstoffbelastung fünf Mal so hoch wie von der WHO empfohlen“, sagte Maria Meira, WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit. In Ländern mit hohen Einkommen – Europa, Vereinigte Staaten und Kanada, Australien und Neuseeland – sei die Luft am besten.

weiterlesen

Flugreisen: Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr, wenn einer dieser Passagiere Influenza, SARS oder eine ähnliche Infektionskrankheit hat? © Alxey Pnferov/ iStock
Flugzeugkabine als Infektionsherd: Forscher haben ermittelt, wie viele Mitreisende ein Passagier mit Influenza oder SARS anstecken kann. Das überraschende Ergebnis: Wahrscheinlich würden sich nur 13 Passagiere anstecken – die meisten davon in den Reihen unmittelbar vor und hinter dem Virenträger und seine Sitznachbar. Alle anderen Passagiere wären dagegen kaum gefährdet – es sei denn, die Reichweite einer Tröpfcheninfektion ist doch größer als von der WHOI angenommen.

scinexx

Ob Influenza, SARS oder Ebola: Die weltweite Vernetzung durch den Flugverkehr erhöht die Chance, dass sich Infektionskrankheiten international ausbreiten. 2014, während der Ebola-Epidemie in Westafrika, wurden deshalb auf vielen Flughäfen Maßnahmen ergriffen, um infizierte Personen erkennen und gegebenenfalls isolieren zu können. Wie sich eine Krankheit über den Flugverkehr ausbreitet, zeigt eine interaktive Simulation im Netz.

weiterlesen

Die Pestepidemie in Madagaskar ist besiegt

In der Geschichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist noch kein anderer Generaldirektor mit einer Seuchenlage konfrontiert worden, die an dunkelstes Mittelalter erinnert.

Hermann Feldmeier | Neue Zürcher Zeitung

Knapp drei Wochen nachdem Tedros Adhanom Ghebreyesus im Juli 2017 sein Amt angetreten hatte, brach in Madagaskar die Pest aus und verbreitete sich in einer bisher unbekannten Dynamik auf der Insel.

Nach einer überaus kosten- und personalintensiven Bekämpfung der Seuche konnte der WHO-Chef nun mitteilen, dass die Epidemie voraussichtlich im April für beendet erklärt werden wird. Dies nachdem seit Ende November keine neuen Pesterkrankungen mehr aufgetreten sind. Die Vorsicht beim avisierten Termin hat damit zu tun, dass das Feuer der Epidemie zwar gelöscht ist, die Pesterreger jedoch weiterhin in der Nagetierpopulation im ländlichen Raum zirkulieren. Die Glut der Epidemie schwelt also weiterhin.

weiterlesen

Bundesinstitut für Risikobewertung beklagt Angst der Deutschen vor Chemie

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist umstritten  ©2018 AFP
Vor dem Hintergrund der Debatte um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Andreas Hensel, eine tiefsitzende Angst der Deutschen beklagt.

stern.de

Vor dem Hintergrund der Debatte um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung ( BfR), Andreas Hensel, eine tiefsitzende Angst der deutschen Gesellschaft vor Chemie beklagt. „Wir Deutschen neigen zur Verklärung der Natur“, sagte Hensel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch. „Schlecht ist eben das, was nicht natürlich, sondern menschengemacht ist.“

Hensel verwies auf mögliche Konsequenzen des von Union und SPD angestrebten Glyphosat-Ausstiegs. „Andere Wirkstoffe werden angewendet, die möglicherweise giftiger sind als Glyphosat“, sagte der BfR-Präsident. Es werde jedenfalls „nicht automatisch mehr Insekten geben“, wenn auf Glyphosat verzichtet werde. „Vielleicht sogar im Gegenteil.“

weiterlesen

Jährlich 100.000 Schlangenbisstote – Gefahr oft vernachlässigt

foto: siegfried modola/msf Jährlich werden rund 5,4 Millionen Menschen von Schlangen gebissen
Schwellungen, starke Schmerzen und innere oder äußere Blutungen, die zum Tod führen können: Der Biss einer Viper soll als Notfall behandelt werden, sagt Julien Potet, Experte für Schlangenbisse bei Ärzte ohne Grenzen (MSF). Ebenso die Angriffe anderer Schlangenarten wie Kobras oder Mambas, die die Atemmuskeln lähmen können und zu neurologischen Schäden führen.

Von Bianca Blei | derStandard.at

Etwa 5,4 Millionen Menschen werden jährlich von Schlangen gebissen. Dabei vergiften sich bis zu 2,7 Millionen Personen, rund 100.000 von ihnen sterben. Dreimal so viele Menschen erleiden Behinderungen durch die Attacke. Und das, obwohl Gegenmittel verfügbar sind, die medizinischen Angebote die Betroffenen aber nicht erreichen: Die Patienten befinden sich nämlich in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen – vor allem in den ländlichen Gebieten Süd- und Südostasiens sowie in Subsahara-Afrika und auch Lateinamerika.

weiterlesen

Diäten: „Moppelgene“ sind keine Ausrede

Gerade Menschen mit einer genetische Veranlagung zum Dicksein profitieren von einer Ernährungsumstellung. © Davizr/ thinkstock
Überraschender Effekt: Eine genetische Veranlagung für Übergewicht ist kein Hindernis für ein erfolgreiches Abnehmen – im Gegenteil: Eine große US-Studie belegt, dass Menschen mit vielen „Moppelgenen“ durch eine Diät sogar erfolgreicher abnehmen als nicht erblich vorbelastete Personen. Je mehr Risikogene die Teilnehmer besaßen, desto deutlicher sank nach einer Ernährungsumstellung ihr Körpergewicht. Das könnte vielen Mut machen.

scinexx

Gerade zum Jahresanfang stehen das Abnehmen und eine gesündere Ernährung bei vielen ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze. Diäten von Mittelmeerdiät über Low-Carb bis Intervallfasten haben Hochkonjunktur. Doch viele Abnehmwilligen fallen schon nach kurzer Zeit dem Jojo-Effekt zum Opfer. Anderen fällt es schwer, überhaupt Pfunde zu verlieren – je stärker das Übergewicht, desto schwerer scheint das Abnehmen zu sein.

weiterlesen

Papst untersagte Tabakverkauf im Vatikan

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Der Zigaretten-Bann tritt zum Jahreswechsel in Kraft

derstandard.de

Zum neuen Jahr können sich Papst Franziskus und Bhutans König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck die Hand reichen. Sie sind dann Oberhäupter der einzigen beiden Staaten weltweit, in denen ein umfassendes Verkaufsverbot für Tabakwaren gilt. Nachdem das Königreich im Himalaya schon 2010 einen solchen Bann verhängte, dürfen auch im Vatikanstaat ab Jahresbeginn 2018 keine Zigaretten mehr veräußert werden.

Dabei war es ein einträgliches Geschäft für Händler und Kunden: Weil auf päpstlichem Hoheitsgebiet keine italienischen Steuern gelten, waren die Zigaretten bei St. Peter konkurrenzlos billig.

weiterlesen

Dürre in Kapstadt: Bürger fürchten „Stunde Null“

Kapstadt – (c) imago (Bo Van Wyk)
Der Metropole geht das Wasser aus. Bürgermeisterin Patricia de Lille appelliert an die Einwohner, ihre „Beziehung zu Wasser grundsätzlich zu ändern“.

Die Presse.com

Kapstadt geht wegen der schlimmsten Dürre seit Jahrhunderten das Wasser aus. Wenn es nicht bald regnet, droht Ende April die „Stunde Null“, in der die Stadt in Südafrika die Leitungen abstellen muss. Dann müssten sich die rund 4,5 Millionen Einwohner ihr Wasser unter Aufsicht von Militär und Polizei an 200 Verteilungspunkten abholen.

Täglich würde es dann in einer der entwickeltesten Städte Afrikas nur noch 25 Liter Wasser pro Person geben – das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Minimum zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Hygiene. „Wir versuchen alles, um die „Stunde Null“ zu verhindern … doch dafür müssen wir unsere Beziehung zu Wasser grundsätzlich ändern“, warnt Kapstadts Bürgermeisterin Patricia de Lille.

weiterlesen

«Wer sich das Leben nimmt, ergreift es»

Der Tod wird pathologisiert, dabei kann der Gedanke daran Trost spenden. La Santa Muerte – der Heilige Tod – wird in Mexiko angebetet. (Bild: José Luis Gonzalez / Reuters)
Mehr als 800 000 Menschen bringen sich pro Jahr weltweit um. Das sind mehr, als in Kriegen getötet werden. Der Philosoph Thomas Macho erklärt, was daran positiv sein soll.

Von Urs Hafner | Neue Zürcher Zeitung

Herr Macho, Sie schreiben in Ihrem neuen Buch «Das Leben nehmen», wir lebten in einer «suizidfaszinierten Welt». Ist unsere Gesellschaft nicht viel eher von ewiger Jugend fasziniert?

Beides gehört zusammen. Nehmen wir den Vampir Adam in Jim Jarmuschs Film «Only Lovers Left Alive»: Er leidet an der Unsterblichkeit und denkt sich daher einen raffinierten Suizid aus. Stephen King sympathisiert in seinen letzten Romanen mit der Idee, lieber einen rechtzeitigen und würdigen Tod zu sterben, als das Leben ewig zu verlängern. Die unheimlichen Pläne des Silicon Valley, dem Menschen das ewige Leben zu verkaufen, werfen ihre Schatten voraus.

Die Filme und Romane drücken also eine verbreitete, aber unbewusste Faszination für den Suizid aus?

Eine vorbewusste Faszination. Wir haben noch keine passenden Formen gefunden, um darüber zu reden. Der Jugendkult ist offensichtlich: Wir sprechen über unsere Fitness-Anstrengungen, über gesunde Ernährung und den Schönheitschirurgen, aber nicht über den mit dem Älterwerden wachsenden Wunsch nach dem Ende des Lebens. Die Kunst und die Philosophie dagegen tun das seit langem.

weiterlesen

EU verlängert Glyphosat-Zulassung um fünf Jahre

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
  • Die EU-Staaten haben sich mehrheitlich für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat ausgesprochen.
  • Wissenschaftliche Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen, ob Glyphosat krebserregend sein könnte oder nicht.

Süddeutsche Zeitung

Die EU-Länder haben die Zulassung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat um weitere fünf Jahre verlängert. Das teilte die EU-Kommission mit. Ein Ausschuss hatte am Montag über einen entsprechenden Vorschlag der Kommission abgestimmt. 18 der 28 EU-Länder votierten für die Verlängerung, darunter auch Deutschland.

Umweltministerin Hendricks kritisierte die Zustimmung als Vertrauensbruch. Sie habe noch am Montag gegenüber Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) erklärt, sie sei „mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat weiterhin nicht einverstanden“. Dennoch habe ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums für eine Verlängerung gestimmt.

weiterlesen

Zuckerindustrie manipulierte Forschung

Zuviel Zucker ist ungesund – doch die Zuckerlobby will uns etwas anderes weismachen. © Pat Herman/ freeimages
Gezielte Manipulation: Die amerikanische Zuckerindustrie hat offenbar jahrzehntelang unbequeme Studienergebnisse unter Verschluss gehalten. Eine Auswertung interner Dokumente zeigt: Eine in den 1960er Jahren von der Branche selbst geförderte Untersuchung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Haushaltszucker wurde gestoppt, als erste Resultate einen Zusammenhang mit Herzleiden und Tumorerkrankungen nahelegten. Die Ergebnisse sind bis heute nicht veröffentlicht worden.

scinexx

Zucker schmeckt allen – egal ob in Getränken, Fast Food oder Süßigkeiten. Doch der süße Stoff ist alles andere als gesund. Zuviel davon erhöht das Risiko für Karies, Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um die Gesundheitskassen vor den Folgekosten zu bewahren, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Regierungen daher schon lange, spezielle Steuern auf zuckerhaltige Produkte zu erheben. Und tatsächlich führen immer mehr Länder und Städte zum Beispiel Lenkungssteuern auf Limonaden ein oder beschränken zulässige Bechergrößen.

weiterlesen

Gekaufte Forschung: Wie Monsanto Wissenschaftler beeinflusst hat

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
  • Ein Toxikologe veröffentlicht einen Aufsatz über die Risiken von Glyphosat, doch dann hagelt es kritische Leserbriefe.
  • Im Nachhinein zeigt sich, dass die Leserbrief-Aktion vom Unternehmen offenbar geplant war.
  • Später wird der Aufsatz zurückgezogen.

Von Christina Berndt, Silvia Liebrich | Süddeutsche Zeitung

Erst kam ein Leserbrief, dann ein zweiter, am Ende waren es 25. Die Absender stammten aus 14 Ländern, und nach allem, was sich aus den Unterlagen eines Gerichtsverfahrens in Kalifornien herauslesen lässt, landeten die 25 Briefe nicht zufällig auf dem Tisch des Fachmagazins Food and Chemical Toxicology. Sondern sie wurden offenbar vom US-Konzern Monsanto mitinitiiert, um die Studie eines Wissenschaftlers in Zweifel zu ziehen, der über die Risiken von Roundup geschrieben hatte, einem Pflanzenschutzmittel von Monsanto, das vor allem Glyphosat enthält.

Verfasst hatte diese kritische Untersuchung der französische Toxikologe Gilles-Eric Séralini. Er hatte bei Fütterungsstudien an Ratten etwa Beunruhigendes herausgefunden: Tiere, die mit Roundup gespritzten Mais fraßen, erkrankten schneller und mit größerer Wahrscheinlichkeit an Krebs als Tiere ohne Roundup im Futter. Séralinis Arbeit wurde am 19. September 2012 publiziert, zuvor hatte die Arbeit den üblichen Begutachtungsprozess durch andere Wissenschaftler durchlaufen, das sogenannte „Peer-Review-Verfahren“. Doch kurz nach der Veröffentlichung brach ein Sturm der Entrüstung von Glyphosat-freundlichen Wissenschaftlern los.

weiterlesen

Zahl der Pest-Erkrankten in Madagaskar steigt rasant

In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo werden Straßen und Privathäuser desinfiziert, nachdem dort ein Mann an Lungenpest gestorben ist © Laetitia Bezain/DPA
Kleine Ausbrüche der Pest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich, doch die aktuelle Epidemie ist weitaus bedrohlicher. Zahlreiche Menschen sind an der leicht übertragbaren Lungenpest erkrankt. Die Zahl der Betroffenen steigt sprunghaft.

stern.de

Die Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus: Waren vor einer Woche noch 350 Pest-Erkrankungen und 40 Todesfälle bekannt, hat sich die Zahl nun bereits verdoppelt. Den Behörden zufolge sind mittlerweile 805 Menschen erkrankt, von denen knapp 600 an der hochgefährlichen und leicht übertragbaren Lungenpest leiden. Mindestens 74 Menschen seien an den Folgen der Infektion gestorben, erklärte die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag.

Pest breitet sich in Städten aus

Die Epidemie in dem Inselstaat vor der Südostküste Afrikas hatte Anfang September begonnen. Kleinere Ausbrüche der Beulenpest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Die gegenwärtige Epidemie ist jedoch bedeutend heftiger und die Mehrheit der Erkrankungen sind Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest.

weiterlesen

Seltenere Pest-Form breitet sich auf Madagaskar aus

Mit Mundschutz schützen sich Kinder und Erwachsene derzeit auf Madagaskar vor der Ansteckung Quelle: AP/Alexander JOE
Auf Madagaskar gab es seit August 131 Pest-Fälle. 24 Menschen starben. Die WHO warnt: Da breitet sich auch eine seltene Pest-Form aus. Und: Es trifft vor allem Städte mit Anbindung an die große weite Welt.

DIE WELT

Die derzeit in Madagaskar auftretende Pest könnte sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch auf andere Länder in der Region ausbreiten. Wegen der zahlreichen Flugverbindungen bestehe durchaus Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche auch die Nachbarinseln im Indischen Ozean erreicht, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier.

Allerdings sei die Gefahr nur „mäßig hoch“, deshalb gebe die WHO auch keine Reisewarnung aus. Die Gefahr einer Ausbreitung über die Region hinaus stufte Lindner als „niedrig“ ein.

weiterlesen

Glyphosat: Die Gefährlichkeit bestimmt Monsanto

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
Das entscheidende Gutachten für die weitere Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat stammt aus der Feder des Bundesinstituts für Risikobewertung. Die Passagen zur Gefährlichkeit des Herbizids hat die Behörde einfach vom Hersteller Monsanto übernommen.

Von Stefan Sauer | Frankfurter Rundschau

Die deutsche Sprache hält für den Umgang deutscher und europäischer Lebensmittelsicherheitsbehörden mit dem Ackergift Glyphosat eine treffende Redewendungen bereit: Man hat den Bock zum Gärtner gemacht. Zur Klärung der Frage, ob das Pflanzenschutzmittel in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen werden soll, hat sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nämlich vor allem einer Quelle bedient: den Glyphosat-Hersteller Monsanto. Seitenweise hat das BfR Textpassagen kopiert und hat dabei gerade auch besonders heikle Bewertungen des Herstellers einfach übernommen.

So hatte Monsanto im Glyphosat-Zulassungsverfahren Studien, die Krebs erregende und Erbgut schädigende Wirkungen des global eingesetzten Herbizids nahe legten, durchweg als irrelevant qualifiziert. Diese und andere Textpassagen wurden wörtlich von der BfR übernommen, wie aus Unterlagen hervorgeht, die der FR vorliegen. Der angesichts dessen wenig überraschende Tenor der BfR-Stellungnahme lautete: Glyphosat sei bei sachgemäßer Anwendung ungefährlich.

weiterlesen

Der Welt geht das Gegengift für Schlangenbisse aus

Eine Schlange wird gemolken. – (c) REUTERS (Aly Song)
Vor allem in Afrika und Indien fehlt es an Antiserum für tödliches Schlangengift. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm.

Die Presse.com

Ein schriller Schrei, ein giftiger Taipan, und binnen Minuten ringt Schlangenexperte David Williams um Atem. Das Tier hat zugebissen. „Beeilt euch, Leute“, beschwört er seine Kollegen noch, ehe er ins Koma fällt. Die Schlange hatte Williams, den Leiter der australischen Schlangengiftforschung, 2007 vor laufenden TV-Kameras erwischt. Eine 1500-Euro-Spritze mit Gegengift rettete ihm das Leben.

„Wenn ich die nicht bekommen hätte, würdet ihr jetzt nicht mit mir reden, sondern meine Grabrede vorbereiten“, sagte Williams nach dem Aufwachen trocken in die Kamera. Sein Glück war, dass die Dosis Gegengift in der Klinik seines Schlangenprojekts in Papua-Neuguinea zur Hand war. Für weltweit mehr als 100.000 Menschen pro Jahr endet ein Schlangenbiss dagegen tödlich. Das Fatale: Weltweit fehlt Antiserum. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf hat Alarm geschlagen und Williams hilft ihr mit seiner Expertise, die Produktion von sicheren Gegengiften anzukurbeln.

weiterlesen

Glyphosat macht Kröten giftiger

Erdkrötenlarven am Teichgrund. Experimente enthüllen, dass diese Kaulquappen in mit Glyphosat kontaminiertem Wasser mehr Abwehrgifte produzieren. © André Karwath/ CC-by-sa 2.5
Unerwartete Nebenwirkung: Gelangt das Herbizid Glyphosat in Gewässer, kurbelt dies bei Krötenlarven die Produktion eines chemischen Abwehrstoffs an. Als Folge sind diese Kaulquappen deutlich giftiger und ungenießbarer für Fressfeinde als normal, wie Experimente enthüllen. Das Problem daran: Den Kröten selbst schadet dies offenbar nicht, wohl aber dem ökologischen Gleichgewicht in ihrem Lebensraum. So könnten beispielsweise invasive Krötenarten den heimischen Amphibien noch gefährlicher werden, warnen die Forscher.

scinexx

Kaum ein anderes Spritzmittel ist momentan so heiß umstritten wie das Herbizid Glyphosat. Denn Ende 2017 muss die EU-Kommission entscheiden, ob die Zulassung dieses Unkrautvernichtungsmittels in der EU verlängert wird. Das Problem: Nach Ansicht einiger Experten, darunter der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO, ist Glyphosat wahrscheinlich krebserregend. Zwei wichtige EU-Behörden jedoch fanden keine ausreichenden Anhaltpunkte für eine solche Einstufung. Umweltschutzorganisationen kritisieren zudem, dass der flächendeckende Einsatz von Glyphosat zum Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft beiträgt.

weiterlesen

Verweigerern von Impfberatung droht eine Strafe von 2500 Euro

Bild: 4ever.eu
  • Kitas sollen verpflichtet werden, den Gesundheitsämtern alle Eltern zu melden, die eine Impfberatung ausschlagen. Diese können dann Geldstrafen verhängen.
  • Erst in dieser Woche war eine dreifache Mutter aus Essen an den Folgen einer Masern-Erkrankung gestorben.
  • Gesundheitsminister Gröhe hält aber eine Impfpflicht in Deutschland nicht für nötig, um die Masern endgültig zu verbannen.

Süddeutsche.de

Eltern von Kita-Kindern drohen Geldstrafen bis 2500 Euro, wenn sie sich der verpflichtenden Impfberatung verweigern. So steht es im Epidemiologie-Gesetz, das am 1. Juni im Bundestag abschließend beraten werden soll, berichtet die Bild. Danach sollen Kitas verpflichtet werden, den Gesundheitsämtern alle Eltern zu melden, die eine Impfberatung ausschlagen. Die Ämter können dann Strafen verhängen.

weiterlesen

Gülle enthält resistente Keime – auch in Deutschland

Mit der Gülle gelangen jede Menge reisitente Keime in die Umwelt – auch hier bei uns © Ingram Publishing/ thinkstock
Gülle als Resistenzschleuder: Auch bei uns in Deutschland gelangen durch Gülle aus der Tierhaltung große Mengen resistente Bakterien in die Umwelt, wie ein Test der Umweltorganisation Greenpeace belegt. Bei 68 Prozent der Gülleproben aus deutschen Schweineställen wiesen die Tester multiresistente Keime nach, in 79 Prozent der Proben fanden sich Antibiotika-Rückstände – und das, obwohl der Antibiotika-Einsatz in der EU-Tierhaltung eigentlich limitiert ist.

scinexx

Das Problem der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen wird immer gravierender. Erst kürzlich wiesen Forscher nach, dass in China bereits ganze Küstengebiete mit resistenten Bakterien verseucht sind, aber auch bei uns in Europa steigt die Zahl der multiresistenten Keime. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt sogar schon vor einem postantibiotischen Zeitalter und hat kürzlich erst eine „Fahndungsliste“ der gefährlichsten „Superkeime“ veröffentlicht.

weiterlesen