Schlagwort-Archive: Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Hersteller und Bundesinstitut sollen Krebsrisiken von Glyphosat verheimlicht haben

Ein Bauer besprüht am 19.08.2009 in Mecklenburg-Vorpommern sein Feld. Umweltorganisationen wie der BUND dringen auf ein Verbot des…Foto: dpa
Umweltschützer haben Strafanzeige gegen den Pestizidhersteller Monsanto und das Bundesinstitut für Risikoforschung gestellt. Sie sollen Krebsrisiken von Glyphosat verschleiert haben.

Von Sarah Kramer | DER TAGESSPIEGEL

Umweltschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter das Umweltinstitut München, haben Strafanzeige wegen Betruges gegen den US-Chemiekonzern Monsanto, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) gestellt. Sie sollen bei der Bewertung des umstrittenen Pestizids Glyphosat Studien bewusst falsch ausgelegt haben, um die Wiederzulassung des europaweit meist genutzten Pflanzenvernichtungsmittels zu ermöglichen.

„Die Pestizidhersteller haben diesen Studien bereits im Zulassungsantrag fälschlich methodische Fehler unterstellt. Das BfR hat diese Falschdarstellungen kritiklos übernommen“, sagte der Bremer Epidemiologe und Gutachter Eberhard Greiser am Donnerstag. „Mein Eindruck ist, dass auf diese Weise praktisch alle epidemiologischen Studien, die der Wiederzulassung von Glyphosat im Wege stehen, systematisch aussortiert wurden.“

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Glyphosat in Wattestäbchen und im Urin

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock
Glyphosat und kein Ende: Gerade erst wurde das Herbizid in Bier nachgewiesen, jetzt finden Tester es auch in Wattepads und Wattestäbchen. Parallel dazu hat das Umweltbundesamt festgestellt, dass sich Glyphosat in immer höheren Mengen auch im menschlichen Urin nachweisen lässt. Heute und morgen diskutieren EU-Vertreter übe die Neuzulassung des umstrittenen Herbizids.

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Hauptstreitpunkt bei der EU-Neuzulassung des Glyphosats ist die Frage, ob das Herbizid krebserregend ist oder nicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte Glyphosat Anfang 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ beim Menschen ein, die EU-Lebensmittebehörde EFSA und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sehen dies anders – was ihnen starke Kritik eintrug.

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Brasilianische Apostel – keine Abtreibung bei Hirnschädigung

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Die katholischen Bischöfe in Brasilien haben sich laut Medienberichten gegen eine Freigabe von Abtreibungen bei einer Mikrozephalie-Diagnose ausgesprochen. Damit stellten sie sich gegen entsprechende Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, berichtet die brasilianische Tageszeitung «Estado» (Donnerstag).

kath.net

«Mikrozephalie gibt es in Brasilien seit Jahren. Nun nutzt man die gegenwärtige Situation aus, um das Thema Abtreibung wieder auf die Tagesordnung zu bringen», zitiert die Zeitung den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Leonardo Steiner. «Abtreibungen leisten einer Eugenik und der Auswahl perfekter Menschen Vorschub», so Steiner.

Seit September wurden in Brasilien 404 Säuglinge mit der Hirnschädigung diagnostiziert; rund 3.500 weitere Fälle werden derzeit noch untersucht. Experten sehen es als sehr wahrscheinlich an, dass die rasante Zunahme von Mikrozephalie durch das Zika-Virus verursacht wird.

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UN: Zahl der Malaria-Toten sinkt 2015 auf etwa 440.000

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlagen 2015 etwa 438.000 Kinder, Frauen und Männer der Tropenkrankheit, im Jahr 2000 waren es noch 839.000, wie die UN-Organisation am Mittwoch in Genf mitteilte.

evangelisch.de

Zudem werde die Zahl der Neuerkrankungen von etwa 262 Millionen im Jahr 2000 auf rund 214 Millionen im laufenden Jahr fallen, hieß es im Welt-Malaria-Bericht. Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit und eine der Haupttodesursachen in Entwicklungsländern.

Anti-Moskitonetze

Die WHO führt die Fortschritte vor allem auf den flächendeckenden Einsatz von Anti-Moskitonetzen in den besonders betroffenen Entwicklungsländern zurück. Die Netze, die mit Insektiziden behandelt sind, schützen Menschen vor Moskito-Bissen, durch die der Erreger übertragen wird. Zudem verwies die WHO auf den vermehrten Einsatz von Anti-Moskito-Sprays in Unterkünften. Außerdem könnten immer mehr Erkrankte mit Medikamenten behandelt werden, die auf dem pflanzlichen Wirkstoff Artemisinin basieren.

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Wissenschaftler protestieren gegen Glyphosat-Bewertung

Pflanzenschutzmittel im Einsatz, hier im hessischen Glauburg. (Foto: dpa)
„Wahrscheinlich nicht krebserregend“? 100 Forscher halten die Analyse zu dem Unkrautvernichter in Teilen für „wissenschaftlich unakzeptabel“.

Von Silvia Liebrich, Andreas Rummel|Süddeutsche.de

Der Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat spitzt sich weiter zu. Nachdem die EU-Behörde Efsa vor Kurzem Entwarnung gab und den Stoff als „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ einstufte, hat sich nun eine Gegenbewegung in der Wissenschaft formiert. Knapp 100 internationale Forscher erheben in einem offenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis schwere Vorwürfe gegen die Efsa und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der Efsa enthalte schwerwiegende Mängel, sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“, und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“. In dem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) vorliegt, fordern die Wissenschaftler die EU-Kommission auf, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.

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EU-Behörde: Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend“

Das großflächig eingesetzte Herbizid Glyphosat ist lauf EFSA „wahrscheinlich nicht krebserregend“, Verbraucherschützer sehen das anders. © Thinkstock
Krebserregend oder nicht? Laut jüngster Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ist das umstrittene Herbizid Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Umwelt- und Verbraucherschützer sind über das Urteil empört: Wichtige Studien seien vernachlässigt worden und die Entscheidung von wirtschaftlichen Interessen getrieben. Doch einer erneuten Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels steht nach der Neubewertung kaum noch etwas im Wege.

scinexx

Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat als umstritten zu bezeichnen, ist untertrieben: Kaum ein anderer chemischer Wirkstoff hat in den letzten Jahren so starke Diskussionen ausgelöst. Im März dieses Jahres stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO das Unkrauftvernichtungsmittel als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein.

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WHO: Sierra Leone offiziell ebolafrei

Fast anderthalb Jahre nach Beginn der Epidemie in Sierra Leone hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Land offiziell für ebolafrei erklärt.

evangelisch.de

42 Tage lang habe es keine Neuinfektion gegeben, sagte der WHO-Vertreter in Sierra Leone, Anders Nordström, am Samstag in Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes. Nun beginne eine neunzigtägige Phase erhöhter Überwachung.

Nordström erinnerte an die 8.700 Infizierten und fast 3.600 Toten seit Mai 2014. Ihnen allen werde an diesem Tag gedacht. Der WHO-Vertreter hob auch die Anstrengungen von Ärzten und Krankenhelfern hervor, von denen 221 ums Leben kamen.

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Australien streicht Impfverweigerern Kindergeld

Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
In Australien können Eltern jährlich bis zu 15.000 australische Dollar (oder umgerechnet knapp 9.500 Euro) für ein einziges Kind kassieren. Aber nur dann, wenn sie es wie vorgeschrieben impfen lassen. Das schreibt ein neues Gesetz vor, das diese Woche dem Parlament vorgelegt wurde. Dessen Zustimmung gilt als sicher, weshalb die neue Regelung wahrscheinlich wie geplant zum 1. Januar 2016 in Kraft tritt.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Anlass für die Regeländerung ist der massive Anstieg der ungeimpften Kinder im Vorschulalter, deren Zahl in den letzten zehn Jahren von 24.000 auf 39.000 stieg. Ein vor zwei Jahren verabschiedetes Verbot, solche Kinder in Betreuungseinrichtungen aufzunehmen, zeigte bislang nicht die gewünschte Wirkung. Nicht geimpfte Kinder stellen auch eine Gefahr für andere Kinder dar, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, weshalb der australische Sozialminister Scott Morrison seine Formel „No Jab, No Pay“ („Kein Piekser, kein Geld“) für gerechtfertigt hält.

Die Eltern dieser Kinder sind heute nicht mehr vorwiegend zivilisationsferne Ureinwohner, sondern häufig esoterisch orientierte Großstädter, die an verschwiegene Risiken und an eine Verschwörung der Pharmaindustrie glauben (vgl. Prinzip „Stille Post“ oder warum Diskussionen mit Impfgegnern sinnlos sind und Die unsichtbare Superdiktatur). Ernsthafte Wissenschaftler, die diesen Glauben für aktuell eingesetzte Impfstoffe bestätigen würden, gibt es allerdings nicht. Eine Ausnahme scheint lediglich der Schweinegrippe-Impfstoff Pandremix gewesen zu sein. Er hatte einer im Juli in Science Translational Medicine erschienenen Studie zufolge wahrscheinlich in mehreren Fällen Anteil an der Entstehung von Narkolepsie.

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Resistenzen: Bakterien, stärker als Medizin

foto: picturedesk / michael klein Krankenhauskeime sind eine brisante Herausforderung: Nur mit Hygiene und geschultem Personal lassen sie sich in den Griff bringen.
Antibiotika wurden zu lange bedenkenlos eingesetzt. Die Bakterien haben Mechanismen entwickelt, sich trotz Medikamenten weiterzuvermehren

Von Edda Grabar|derStandard.at

Es gibt Tage, da wird Florian Thalhammer unruhig. Immer dann, wenn sich Lungenentzündungen und Harnwegsinfekte mehren. Da weiß er, dass sich Bakterien bei den Patienten ausbreiten. Als Leiter der Infektiologie an der Med-Uni Wien muss er eine Strategie finden, diese Keime im AKH zu bekämpfen. Früher konnte er auf eine große Auswahl an Antibiotika zurückgreifen, heute aber gibt es jene Tage, an denen jede Therapie versagt. Noch sind solche Momente äußerst selten. Aber sie hätten etwas Bedrohliches, so Thalhammer, denn sie zeigten: „Es gibt Bakterien, die die Medizin besiegt haben.“

Seit geraumer Zeit beobachtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Wandelbarkeit der Keime mit großer Sorge. Im letzten Jahr bereits prophezeite sie das postantibiotische Zeitalter. „Gewöhnliche Infektionen und kleine Wunden, die jahrzehntelang behandelbar waren, könnten künftig zur tödlichen Gefahr werden“, warnte der stellvertretende Direktor Keiji Fukuda.

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Papst: Umweltenzyklika richtet sich an alle

Skulptur Sonnengesang des heiligen Franziskus in Burgholzhausen. Bild: wikimedia.org/CC0
Papst Franziskus hat wenige Tage vor Veröffentlichung seiner Umweltenzyklika eine größere Sensibilität für ökologische Fragen gefordert. „Ich lade dazu ein, dieses Ereignis mit einer erneuerten Aufmerksamkeit für Fälle von Umweltzerstörung, aber auch ihrer Zurückgewinnung in der eigenen Umgebung zu begleiten“, sagte er am Sonntag zum Abschuss des Angelus-Gebets auf dem Petersplatz. Zugleich hob der Papst hervor, dass sein Lehrschreiben nicht nur an Katholiken adressiert sei. „Diese Enzyklika richtet sich an alle: beten wir, damit alle ihre Botschaft empfangen und in der Verantwortung für das gemeinsame Haus wachsen, das Gott uns anvertraut hat“.


kathweb

Die Umweltenzyklika mit dem Titel „Laudato si“ (Sei gelobt) soll am Donnerstag veröffentlicht werden. Es ist das erste Mal, dass ökologische Fragen im Mittelpunkt eines solchen Lehrschreibens stehen. Vorgestellt wird die Enzyklika im Vatikan unter anderem vom Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Nach dem im Juni 2013 erschienenen Schreiben „Lumen fidei“ ist „Laudato si“ die zwei Enzyklika von Papst Franziskus.

„Christen sind Optimisten“

Im Rahmen des Angelus-Gebetes hatte Papst Franziskus für mehr Optimismus unter Christen geworben. Sie könnten darauf vertrauen, dass Gott alle Dramen, Ungerechtigkeiten und Leidenüberwinde, sagte Franziskus vor den am Petersplatz versammelten Gläubigen. Auch wenn das menschliche Tun oft unscheinbar wirke angesichts der „Kompliziertheit der Probleme in der Welt“, müssten Christen keine Angst haben. „Gottes Sieg ist sicher“, so der Papst. Damit das Reich Gottes verwirklicht werden könne, brauche es zwar die menschliche Mitarbeit. Letztlich sei das Reich Gottes aber eine Initiative und ein Geschenk Gottes.

Weiter sagte der Papst, wer in das Reich Gottes eintreten wolle, müsse arm im Geist sein und dürfe nicht auf seine eigenen Fähigkeiten, sondern müsse auf jene Gottes vertrauen. Motiv für sein Handeln dürfe nicht sein, dass er „in den Augen der Welt“ wichtig erscheinen wolle, sondern dass er in den „Augen Gottes“ wertvoll sein wolle, erklärte Franziskus. Gottes Liebe Liebe lasse jeden Samen des Guten, der sich in der Erde befinden wachsen, so der Papst. Er bezog sich damit auf das biblische Gleichnis vom Senfkorn, den Evangeliumstext vom Sonntag.

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Streng katholisch: Paraguay verweigert vergewaltigter Zehnjähriger eine Abtreibung

Ein zehnjähriges Mädchen wird in Paraguay – wohl von seinem Stiefvater – vergewaltigt und ist im fünften Monat schwanger. Das katholische Land verbietet einen Abbruch der Schwangerschaft. Und demnächst kommt der Papst zu Besuch.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der Fall eines zehnjährigen Vergewaltigungsopfers hat in Paraguay heftige Debatten um das Abtreibungsverbot im Land ausgelöst. Die Regierung in Asunción hatte dem Mädchen den gewünschten Abbruch seiner Schwangerschaft verweigert, als es in der 23. Schwangerschaftswoche in ein Kinderkrankenhaus kam. UN-Menschenrechtsexperten forderten die Regierung diese Woche auf, die Gesundheit des Kindes in den Vordergrund zu stellen.

«Die Entscheidung der paraguayischen Regierung ist ein Verstoß gegen das Recht auf Leben und Gesundheit des Mädchens», warnten die UN-Experten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Kinderschwangerschaften extrem gefährlich für das Leben der Mutter und das des Fötus. Die Körper junger Mädchen seien für eine Schwangerschaft noch nicht genug entwickelt.

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WHO: Internationaler Gesundheitsnotstand wegen Ebola bleibt

Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Entwarnung.


evangelisch.de

Der internationale Gesundheitsnotstand bleibe weiter bestehen, erklärte der beigeordnete WHO-Generaldirekttor Bruce Aylward am Freitag in Genf. Das Notfallkomitee der Organisation habe entschieden, es sei zu früh für eine Aufhebung. Noch steckten sich Menschen in Westafrika mit dem Ebola-Erreger an, die Krankheit töte weiterhin.

Die WHO hatte im August 2014 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem immer mehr Menschen an Ebola erkrankt waren. Viele Gesundheitsexperten und Hilfsorganisationen kritisierten, die WHO habe viel zu spät Alarm geschlagen. Seit Beginn der Epidemie in Westafrika Ende 2013 erkrankten nach WHO-Angaben mehr als 25.500 Menschen an Ebola, knapp 10.600 von ihnen starben. Schwerpunktländer der Epidemie sind Guinea, Sierra Leone und Liberia.

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Pestizid Glyphosat: krebserregend oder nicht?

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock
Besorgniserregend oder übertrieben? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Herbizid Glyphosat als „krebserregend bei Menschen“ eingestuft. Das aber würde bedeuten, dass das weltweit am häufigsten eingesetzt Pestizid gesundheitsschädlich ist. Ob die WHO damit zu weit vorgeprescht ist oder ob Grund zur Sorge besteht, darüber wird nun heftig diskutiert. Auch Forscher sind geteilter Meinung.


scinexx

Dass wir unsere intensive, durch Spritzmittel auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft mit Risiken für Umwelt und Gesundheit erkaufen, ist nicht neu: So dürfen drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in der EU nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden, weil sie Bienen schädigen und Mitschuld am Bienensterben haben könnten. Auch der Rückgang vieler Vogelarten könnte laut Studien auf die Neonicotinoide zurückzuführen sein. Bei dem Pestizid Methoxychlor gibt es zudem Hinweise auf generationsübergreifende Gesundheitsschäden.

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Infolge einer Abtreibung stirbt alle elf Minuten eine Frau

Jedes Jahr sterben 47.000 Frauen weltweit an den Folgen einer Abtreibung. Das ergibt im Schnitt alle elf Minuten ein ausgelöschtes Leben. Dabei wären fast alle diese Tode vermeidbar.


Von Kathrin Witsch|Huffington Post

Diese Schätzung hat das „Guttmacher Institute“ veröffentlicht, eine Non-Profit-Organisation, deren Daten auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbreitet werden. Demnach gab es 2008 (das sind die neuesten verfügbaren Angaben) etwa 44 Millionen Abtreibungen weltweit, die meisten davon in Entwicklungsländern.

Abtreibung als Straftat

Jede Frau hat das Recht auf Selbstbestimmung. Fast alle Industrieländer haben zwischen 1950 und 1985 aus Gründen der Menschenrechte und Sicherheit ihre Abtreibungsgesetze liberalisiert. Da wirkt umso tragischer, dass die meisten Frauen nach einer Abtreibung in jenen Ländern sterben, wo es aufgrund der strikten Gesetzeslage keine andere Möglichkeit als eine illegale Abtreibung gibt, in Brasilien, Afghanistan, Chile und Nigeria etwa.

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Liberale Abtreibungsgesetze könnten weltweit Müttersterblichkeit senken

welthumanistentag„Wenn es verboten ist, setzen Frauen sich durch illegale Abtreibungen einem großen Risiko aus“, sagte Ute Stallmeister von der Stiftung Weltbevölkerung dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Sie nehmen giftige Mittel zu sich oder verletzen ihren Bauch, um das ungeborene Kind zu töten.“


Von Benjamin Dürr|evangelisch.de

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden 2008 etwa 21,6 Millionen unsichere Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen, 98 Prozent davon in Entwicklungsländern. Neuere Statistiken gibt es nicht. Eine unsichere Abtreibung ist nach WHO-Definition die Beendigung einer Schwangerschaft unter unhygienischen Umständen oder durch nicht ausgebildetes Personal.

Weil es in vielen Ländern keine legalen Möglichkeiten gebe, beendeten verzweifelte Frauen ihre Schwangerschaft allein oder mit Hilfe von Heilern, sagte Stallmeister. Gründe für die ungewollten Schwangerschaften seien vor allem, dass die Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten, nicht ausreichend aufgeklärt oder Opfer von Gewalt seien.

An den Komplikationen solcher unsachgemäßer Eingriffe sterben Tausende Frauen jedes Jahr. Die WHO schätzt, dass 13 Prozent aller Todesfälle von Müttern bei oder direkt nach der Geburt, die Folge von unsicheren Abtreibungen sind. In Afrika entspricht dies 29.000 Toten pro Jahr.

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„Pille danach“ wird in Deutschland rezeptfrei

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  • Für ein bestimmtes Präparat der „Pille danach“ brauchen Frauen künftig in Deutschland kein Rezept vom Arzt mehr. Das hat der Europäische Arzneimittelausschuss beschlossen.
  • Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) war ein vehementer Gegner der rezeptfreien „Pille danach“.
  • Die freigegebenen Präparate verhindern einen Eisprung. Die Einnahme verursacht also keine Abtreibung.


Von Guido Bohsem|Süddeutsche.de

In Deutschland können Frauen künftig die „Pille danach“ erhalten, ohne vorher einen Arzt aufzusuchen. Diese überraschende Entwicklung geht auf einen Beschluss des Europäischen Arzneimittelausschusses zurück, der das Präparat „Ellaone“ als rezeptfrei einstufte. „Das heißt, das Arzneimittel kann ohne Verordnung in der gesamten Europäischen Union erworben werden“, teilte die Behörde mit. Die Entscheidung zwingt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu einem radikalen Kurswechsel. Bislang hatten er und die Union darauf bestanden, dass die „Pille danach“ immer durch einen Arzt verschrieben werden soll.

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Pestausbruch in Madagaskar

Antananarivo. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/SaschaGrabow
Während in Westafrika die Ebola-Seuche grassiert, bricht auf Madagaskar die Pest aus. Die Weltgesundheitsbehörde ist alarmiert.

Frankfurter Allgemeine

Auf Madagaskar grassiert nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pest. Von August bis Mitte November seien von den Gesundheitsbehörden in dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas bereits 119 infizierte Menschen registriert worden, von diesen seien 40 gestorben, heißt es in einer am Freitagabend verbreiteten Mitteilung der WHO in Genf.

Der Ausbruch der Pest sei in mehreren Regionen festgestellt worden, unter anderem auch in der Hauptstadt Antananarivo. Regierung und WHO seien gemeinsam bemüht, eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetieren übertragen wird, einzudämmen.

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Wer von Ebola profitiert: Viele Opfer und einige Gewinner

Marktszene in Liberias Hauptstadt Monrovia. Viele Menschen wagen sich aus Angst vor Ebola nicht mehr auf belebte Plätze oder in Einkaufszentren. Quelle: ap
Ebola ist für die Menschen in Westafrika nicht nur eine tödliche Bedrohung, auch die wirtschaftlichen Folgen für die Region sind katastrophal. Doch es gibt auch Ebola-Profiteure, die durch das Virus reich werden.

Handelsblatt

Auch in Liberia wollte Heineken wachsen. „Open your world“ (Öffne Deine Welt) war dort auf Werbepostern des niederländischen Bierbrauers zu lesen. Doch es kam anders: Inzwischen hat Ebola das Land isoliert, ebenso wie Sierra Leone und Guinea. Die meisten Fluggesellschaften haben den Verkehr eingestellt, der Außenhandel ist zusammengebrochen, die Landwirtschaft steht vor dem Kollaps.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds befürchten einen „katastrophalen“ Rückgang von Wirtschaft und Handel in diesen ohnehin fragilen westafrikanischen Ländern. Allein in Liberia könne im kommenden Jahr das Bruttoinlandsprodukt im zweistelligen Prozentbereich absacken, in Sierra Leone um fast 9 und in Guinea immerhin noch um 2,3 Prozent.

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Wer hinter „Jugend-TV.net“ steckt

In der bislang aktuellesten Folge führt der 22-jährige Kai-Stephan die jungen Zuschauer durch eine Sendung von „Jugend-TV.net“. Dort wird Ebola mit der Grippe vergleichen – und erschreckend verharmlost.© Screeshot/www.jugend-tv.net
Das Online-Format „Jugend-TV“ sendet täglich Judenhetze, Verschwörungen und homophobe Wirrungen. Dahinter steckt ein selbsternannter Prediger mit rechts-konservativem Gedankengut.

Von Katharina Grimmstern.de

Mitte der Woche war das Video noch online, inzwischen haben es die Verantwortlichen von der Seite geräumt. Der Beitrag hatte auf Facebook für Empörung gesorgt. „Coming Out – die manipulierte Identitätsfindung“ gab Schulen und Lehrern die Schuld daran, dass Homosexualität zu einer „Mode“ erhoben worden sei. Dass sie Jugendliche mit ihrer homo-freundlichen Auffassung in die selbige drängen würden.

Das Netz ließ nicht lange auf sich warten und bescherte der Seite zumindest einen so gewaltigen Shitstorm, dass das Video aus dem Netz verschwand. Doch Ruhe ist nicht eingekehrt.

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Westafrika: Ebola-Virus mutiert schnell

Partikel des Ebola-Virus © CDC / gemeinfrei
Viele Mutationen: Das in Westafrika grassierende Ebola-Virus unterscheidet sich genetisch schon an 300 Stellen von früheren Stämmen. Darunter sind auch einige DNA-Abschnitte, die für Diagnose und Therapie wichtig sind. Das belegt die bisher umfassendste Genanalyse von Virenproben der aktuellen Epidemie. Die neuen, im Fachmagazin „Science“ veröffentlichten Daten zeigen aber auch, wie und wann das Virus nach Westafrika kam.

scinexx.de

Inzwischen hat sich die Ebola-Epidemie auch in die Demokratische Republik Kongo ausgebreitet, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO vor wenigen Tagen meldete. Knapp 1.500 Menschen sind beim aktuellen Ebola-Ausbruch bereits gestorben, darunter auch mehr als 240 Ärzte und medizinische Helfer und ein Ende ist nicht abzusehen.

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