WHO schlägt Alarm: Zahl der Masernfälle hat sich verdreifacht

Modell eines Masernvirus. Bild: Reuters

Die Zahl der weltweit gemeldeten Masernfälle ist rasant gestiegen: Bis Ende Juli wurden laut WHO fast 365.000 Fälle registriert – fast drei Mal so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

tagesschau.de

Seit 2006 gab es in einem ersten Halbjahr nicht mehr so viele Masernfälle wie in diesem Jahr. Bis Ende Juli wurden in 182 Ländern nach vorläufigen Zahlen fast 365.000 Masernfälle registriert, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Das sind fast drei Mal so viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres und mehr als im Gesamtjahr 2018. „Millionen Menschen sind weltweit in Gefahr“, warnte die Organisation.

2018 wurden weltweit insgesamt gut 350.000 Masern-Erkrankungen gemeldet, das sind wiederum mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor. Bis 2016 waren die Masern-Zahlen weltweit rückläufig.

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Honig ist mit Pestiziden kontaminiert

Honigbienen produzieren Honig aus belastetem Pollen und Nektar. Die Pestizide gelangen so auch in unsere Nahrungskette. © freeimages

Drei Viertel sind kontaminiert: 75 Prozent der Honige weltweit enthalten inzwischen Neonicotinoide – viele Proben waren sogar mit gleich mehreren dieser Pestizide versucht, wie eine Studie enthüllt. Die Pestizide gelangen über den von Bienen gesammelten Pollen und Nektar in den Honig. Zwar sind die gemessenen Konzentrationen für uns nicht akut gesundheitsschädlich, für die Honigbienen aber schon, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ betonen.

scinexx

Neonicotinoide sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Insektenbekämpfungsmittel – ein Drittel der Äcker werden mit diesen Pestiziden behandelt. Inzwischen jedoch mehren sich die Hinweise darauf, dass Neonicotinoide für Honigbienen, Hummeln und weitere nützliche Bestäuberinsekten schädlich sind. Sie stören unter anderem deren Orientierungssinn, wirken wie eine Droge und machen Wespen geruchsblind. Die Neonicotinoide stehen daher seit einigen Jahren im Verdacht, mitschuld am weltweiten Bienensterben zu sein.

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Die Natur nach dem Verschwinden des Menschen

Lonchophylla robusta. Bild: Hans Hillewaert/CC BY-SA-3.0
Lonchophylla robusta. Bild: Hans Hillewaert/CC BY-SA-3.0

Tiere, die von einem Massenaussterben bedroht sind, bräuchten 8 Millionen Jahre, um sich von Menschheit zu erholen

Von Patrick Spät | TELEPOLIS

Weltweit gibt es ein alarmierendes Artensterben. Eine neue Studie zu Fledermäusen zeigt: Selbst wenn die Menschen von der Erde verschwinden, bräuchten die Tiere über 8 Millionen Jahre, um sich in ihrem Bestand vollständig zu regenerieren.

Wenn ich nachts im Sommer auf meinem Balkon stehe, huschen sie blitzschnell an mir vorbei: Fledermäuse. In Berlin leben rund 17 Fledermausarten, darunter die Zwergfledermaus (die tatsächlich in eine Streichholzschachtel passt) und der Große Abendsegler. In der Hauptstadt gibt es zehntausende Fledermäuse, allein in der Zitadelle Spandau leben schätzungsweise 11.000 Exemplare.

Fledermäuse haben einen schlechten Ruf. Manche glauben, dass sie Krankheiten übertragen (was in Deutschland allerdings noch nie dokumentiert wurde), manche haben Angst, dass sie sich beim Fliegen in unseren Haaren verfangen (was nicht passieren wird, da Fledermäuse viel zu geschickt fliegen), andere wiederum finden sie einfach nur eklig (eine Studie von 2016 zeigte, dass sich sogar Naturwissenschaftler seltener mit vermeintlich hässlichen Tieren befassen).

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Zahl der Exekutionen ist massiv gestiegen

3c94d-hinrichtung-todesstrafe-todesspritzeDie Zahl der weltweiten Exekutionen hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Die meisten Hinrichtungen fanden im Iran statt.

Die Presse.com

Die Zahl der weltweiten Hinrichtungen habe sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Das schreibt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in ihrem aktuellen Bericht. 1634 Menschen seien demnach 2015 exekutiert worden. 2014 waren es, dem früheren Jahresbericht von AI zufolge, 607. Ende 2015 saßen laut der Menschenrechtsorganisation mindestens 20.292 zum Tod Verurteilte in Haft.

Den Hauptteil an dem Anstieg bilden Hinrichtungen im Iran, in Pakistan und Saudiarabien. Allein der Iran habe 2015 mindestens 977 Menschen töten lassen, meist wegen angeblicher Drogendelikte.

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Meeresspiegel: Schnellster Anstieg seit 3.000 Jahren

Allein von 1900 bis 2000 sind die globalen Pegel der Meere durch den Klimawandel um 14 Zentimeter gestiegen. © H Lehnerer/ thinkstock

Jetzt ist es amtlich: Der globale Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert schneller angestiegen als jemals zuvor in den letzten 3.000 Jahren. Von 1900 bis 2000 stiegen die weltweiten Pegel um 14 Zentimeter. Gäbe es dagegen den anthropogenen Klimawandel nicht, wäre der Meeresspiegel vielleicht sogar gleichgeblieben, wie Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten. Zudem wären allein den US-Küsten 4.000 Überschwemmungen seit 1950 erspart geblieben.

scinexx

Dass die Meeresspiegel durch die globale Erwärmung ansteigen, ist mittlerweile sattsam bekannt. Unter anderem deshalb prognostizieren Klimaforscher zunehmende Überschwemmungen und selbst in den USA gehen schon die ersten Inseln unter. Die Tücke liegt dabei jedoch im Detail.

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In Frankreich sind Juden nicht mehr sicher

Ausschreitungen in Paris Foto: AFP/BadischeZeitung

Frankreich hat die größte jüdische und die größte muslimische Gemeinde in Europa. Da sind Konflikte programmiert. Zum ersten Mal seit 120 Jahren kam es in Paris wieder zu Angriffen auf Synagogen.

Von Dominique MoisiDIE WELT

„Tod den Juden!“ Diese hasserfüllten Worte sind in Paris und anderen französischen Städten zu vernehmen. Zum ersten Mal seit der Dreyfus-Affäre am Ende des 19. Jahrhunderts kam es wieder zu Angriffen auf Synagogen. In Pariser Vorstädten wie Sarcelles, das für sein Klima der religiösen und ethnischen Toleranz bekannt ist, nahmen Gruppen junger Menschen bewusst jüdisches Eigentum ins Visier.

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Die 10 gefährlichsten Sekten der Welt

Ōmu-Shinrikyō-Niederlassung in Yokohama im Juli 1995 Aum(heute Aleph) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Sie manipulieren, sie drangsalieren, sie terrorisieren. Und sie machen Menschen zu wehrlosen Opfern. Sekten verbreiten weltweit Angst und Schrecken.
Über den Globus verteilt gibt es immer mehr religiöse und spirituelle Gruppen mit fanatischer Ausrichtung. Die dunkle Macht, sie wächst. Und mit ihr die Gefahr, die von ihr ausgeht.
Sekten ziehen Millionen Anhänger in ihren Bann. Einmal in ihren Fängen, werden Mitglieder einer Gehirnwäsche unterzogen. Nicht wenige bezahlen den radikalen Lebenswandel am Ende mit ihrem Leben.
Und wenn nicht die Gefolgschaft, dann müssen Unschuldige dafür büßen, wenn Sekten ihr Unwesen treiben.

Von Marcel BohnensteffenHuffington Post

1. Aum(Aleph)

Die japanische Sekte gilt als die radikalste und gefährlichste der Welt.

1995 initiierten fanatische Anhänger einen Anschlag mit Nervengas in der U-Bahn von Tokio. Das Ziel: den dritten Weltkrieg auslösen. Tausende Menschen wurden verletzt, zwölf starben.

Die Anschläge gehen zurück auf den halb blinden Anführer Shoko Asahara. Er ist inzwischen zum Tode verurteilt worden. Das Urteil ist aber noch nicht vollstreckt.

Im Jahr 2000 benannte sich die Sekte in „Aleph”, operiert aber auch unter neuem Namen unvermindert weiter. In den meisten Ländern steht „Aleph” im Fokus der Geheimdienste, in manchen ist sie sogar ganz verboten.

Die EU führt die japanische Sekte als Terrorvereinigung.

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Wenn Christen beten – Tote bleiben tot, Katastrophen katastrophal

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen

Mit zwei weltweiten Gebetsaktionen starten Christen ins neue Jahr. Dabei wollen sie Gott das anvertrauen, was ihnen und den Menschen unserer Tage zu schaffen macht. Was geschieht, wenn Christen beten?

Deutsche Welle

„Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, wat ich dann bedde däät.“ Wenn das Beten sich lohnen würde, was meinst du wohl, wie ich dann beten würde, sang die Kölsch-Rock-Gruppe BAP vor Jahren. Dass sich das Beten lohnt, davon sind Gläubige vieler Religionen zutiefst überzeugt – auch Christen.
So starten traditionell im Januar zwei große weltweite Gebetsaktionen. Seit Sonntag (12.01.) läuft die älteste überkonfessionelle Gebetsinitiative überhaupt. Die Allianz-Gebetswoche startete zum ersten Mal 1846 in London. Allein in Deutschland werden diesmal etwa 300.000 Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen an rund 1.100 Orten teilnehmen. Sie beten für Frieden in der Welt, für mehr Gerechtigkeit, für die Bewahrung des menschlichen Lebens, für verfolgte Christen.
Bei der Gebetswoche für die Einheit der Christen steht vom 18. Januar an die weltweite ökumenische Verbundenheit der Gläubigen unterschiedlicher Konfessionen im Mittelpunkt. Diese Initiatve gibt es seit 1908 und wird seit 1968 gemeinsam von dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen verantwortet.

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Glauben macht nicht unbedingt glücklich

Quelle: spiegel.de

Religion scheint ein Glücksgarant zu sein: Gläubige sind zufriedener, seltener depressiv, stabiler. Doch ist es der Glaube allein? Forscher haben Menschen in stark religiösen und nicht religiösen Ländern verglichen. Ihr Fazit: Nur wer gemeinsam glaubt, wird dadurch glücklicher.

SpON

Sie ist mittlerweile zu einem Kampfwort der Kirchenoberen geworden: Von einer „Wellness-Religion“ sprechen sie spottend, wenn es darum geht, die Gläubigen an den Ernst der Religion zu erinnern und vor einer Verflachung des Glaubens zu warnen.

Weiterlesen „Glauben macht nicht unbedingt glücklich“