Schlagwort-Archive: Wien

ISIS-Rückkehrer: »Ich hatte falsche Freunde«

Bild: oe24.at

Der 16-jährige Wiener Oliver N. floh von seinem Einsatz für die ISIS-Terroristen zurück nach Wien.


Von Iris Brüggler|oe24.at

Noch liegt Oliver N. (16) in der Sonderkrankenanstalt der Justizanstalt Wien-Josefstadt. Vergangene Woche ist der Wiener von seinem Einsatz bei den ISIS-Terroristen in Syrien zurück nach Österreich geflohen. ÖSTERREICH am SONNTAG wollte wissen, wie Oliver N. jetzt über seinen ISIS-Einsatz denkt und bat dessen Anwalt, Werner Tomanek, Fragen an Oliver N. zu übermitteln. Das sagt der ISIS-Aussteiger:

ÖSTERREICH: Wie froh sind Sie darüber, wieder in Österreich zu sein?
Oliver N.: Ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe, wieder nach Österreich zurückzukehren und dass der ganze Spuk endlich vorbei ist.

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen?
Oliver N.: Obwohl ich jetzt inhaftiert bin, geht es mir deutlich besser als in den letzten Monaten, insbesondere seit ich bei einem Bombentreffer schwer verletzt worden bin.

ÖSTERREICH: Bereuen Sie, dass Sie für die ISIS gekämpft haben?
Oliver N.: Ich habe niemals für die ISIS gekämpft, ich habe auch keine Kampfausbildung erhalten. Ich war ­lediglich drei Tage als Rettungsfahrer im Kampfgebiet eingesetzt.

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Abdullah-Zentrum: Grüne wollen weiter Druck machen

MAHNWACHE VOR ABDULLAH-ZENTRUM: LUNACEK / KORUN / HARMS / GLAWISCHNIG / PILZ / Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Die Grünen kritisieren die Regierungs-Pläne zur Neuaufstellung des Zentrums. Außenminister Kurz stelle sich “schützend vor das Saudi-Zentrum”.


Die Presse.com

Die Grünen wollen weiter Druck Richtung Schließung des von Saudi-Arabien finanzierten Wiener Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog machen und das KAICIID am Mittwoch im Menschenrechtsausschuss im Parlament thematisieren. Harsche Kritik übt Tanja Windbüchler, außenpolitische Sprecherin der Grünen, an den Regierungs-Plänen zur Neuaufstellung des Zentrums.

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Die Verösterreicherung des Islam

Koran

Ednan Aslan, islamischer Religionsprofessor aus Wien, war unlängst in Mattersburg, der burgenländischen Stadt mit der größten muslimischen Gemeinde. Eindringlich plädierte er dort dafür, den Islam als etwas Heimisches endlich auch in die Pflicht zu nehmen


Von Wolfgang Weisgram|derStandard.at

Während allerorts und allenthalben die Islamisierung des Abendlandes herbeigefürchtet wird, hat man sich in Mattersburg unlängst übers Gegenteil unterhalten: die längst überfällige Abendlandisierung des Islam.

Der umtriebige – sozusagen ganz Mattersburg bespielende – Stadtpfarrer Günther Kroiss hatte dazu Ednan Aslan eingeladen, den einschlägig predigenden Wiener Professor für islamische Religionspädagogik. Unter dem Titel “Den Islam europäisch prägen” diskutierte der Mitgestalter des neuen Islamgesetzes mit dem Eisenstädter Religionspädagogen Harald Mandl.
Hundert Gäste, aber keine Muslime

Mehr als hundert Interessierte waren gekommen, um mitzudiskutieren oder jedenfalls zu lauschen. Niemand freilich, wie Bürgermeisterin Ingrid Salamon ein wenig konsterniert konstatierte, niemand aus der hauptsächlich türkischstämmigen islamischen Gemeinde.

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Abdullah-Zentrum: Österreich als Feigenblatt saudischer Barbarei

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Das Institut will “Hass zu bekämpfen”. Kanzler Faymann findet es “haarsträubend”, dass das Zentrum seinen Aufgaben nicht nachkomme.


Die Presse.com

Das umstrittene Abdullah-Zentrum für Interreligiösen Dialog hat am Montag betont, dass es “jede Art von Gewalt – wann, wo und wie immer sie auftritt und durch wen auch immer sie ausgeübt wird” verurteile. Man habe zum Ziel, “Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen zusammen zu bringen, Dialog zu ermöglichen, Angst und Hass zu bekämpfen und Brücken aus Vertrauen und Respekt zu bauen, um Frieden in der Welt zu fördern”, hieß es in einer Aussendung.

Nicht eingegangen wurde in dem Schreiben auf die öffentliche Folter des zu 1000 Peitschenhieben verurteilten Bloggers Raif Badawi, wofür Bundeskanzler Werner Faymann das Zentrum abermals scharf kritisierte. Der Blogger Raif Badawi sei in Saudiarabien für seine Aussagen über die Gleichwertigkeit von Religionsgemeinschaften und jenen die keiner Religionsgemeinschaft angehören verurteilt worden. Also für das, was als “interreligiöser Dialog” bezeichnet werde, so Faymann. Es sei daher “haarsträubend und nicht zu akzeptieren”, dass sich das Zentrum, das diese Aufgabe erfüllen sollte, hier verschweige und dadurch “auf sich aufmerksam macht, indem es diese Aufgabe nicht erfüllt”.

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Wien: Homophobe Café-Kultur bei Prückel

Am 16. Januar soll direkt vor dem Café demonstriert werden© Urs Schweitzer/Picture Alliance

Zwei lesbische Frauen werden aus einem Café in Wien geschmissen, weil sie sich küssen. Bereits 2005 gab es dort einen ähnlichen Vorfall. Die Besitzerin verteidigt ihr Vorgehen und sorgt für Proteste.


stern.de

Toleranz wird im Café Prückel in Wien offenbar nicht groß geschrieben. Zwei lesbische Frauen wurden aus dem Lokal geschmissen, nachdem sie sich geküsst hatten. “Als sich zwei lesbische Frauen bei der Begrüßung küssen, werden sie von einem Kellner des Cafe Prückels aufgefordert, dies zu unterlassen und abschätzig behandelt. Nachdem sich die beiden Frauen bei der Geschäftsführung beschweren, werden sie aus dem Lokal verwiesen”, berichtet die “Achse kritischer SchülerInnen Wien” (AKS Wien).

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Nazi-Kriegsverbrecher: In zwei Wiener Kirchen hängen Gedenktafeln für Alexander Löhr

Bild. profil.online.at

Die katholische Kirche hat Probleme mit ihrem rechten Rand. In zwei Wiener Militärkirchen sind noch immer Gedenktafeln für den Wehrmachtsgeneral und verurteilten Kriegsverbrecher Alexander Löhr angebracht.


Von Christa Zöchling|profil online

Mitten in der Einkaufshölle Mariahilfer Straße liegt die Wiener Stiftskirche, ein Ort der Stille. Mit dem weitläufigen Gebäudeblock der Stiftskaserne verschmolzen, ist sie leicht zu übersehen. Tagsüber lassen sich Passanten mit ihren Einkäufen für Augenblicke in dem dunklen Kirchenschiff nieder. Die Morgenmesse an zwei Tagen in der Woche wird von einem verschworenen Grüppchen besucht; vorwiegend sind es gebrechliche Alte. Man kennt einander, man stützt einander beim Niederknien und beim Hochkommen vom rotsamtenen Brett. Ein längst pensionierter, aber noch aktiver Prälat steht hinter dem Altar und führt die dünnen Stimmen an. Der Altartisch ist mit einem Tuch drapiert, auf dem ein großes Eisernes Kreuz prangt. Diese – ursprünglich preußische – Kriegsauszeichnung war unter den Nazis populär geworden.

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Experten: Gängige islamische Theologie fördert Christenverfolgung

islam_christentum

Pressekonferenz in Wien von 20 Organisatioen zum “Tag der Menschenrechte” – Islamischer Religionspädagoge Aslan: Zeitgemäße Interpretation der zentralen Schriften des Islam wäre dringend gefordert


kath.net

Die gegenwärtige und zuvor in diesem Ausmaß nie dagewesene Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern kann nur über eine inner-islamische Neuausrichtung der vorherrschenden Theologie beendet werden. Das betonten Vertreter christlicher Organisationen und der österreichische islamische Religionspädagoge Ednan Aslan am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Wien. “Solange Juden und Christen als minderwertig angesehen werden, solange wird auch die Christenverfolgung in islamischen Staaten nicht enden”, kritisierte Aslan. Dringend gefordert sei deshalb eine zeitgemäße Interpretation der zentralen Schriften des Islam, betonte Elmar Kuhn, Generalsekretär von “Christian Solidarity International/Österreich” (CSI).

Die aus 20 Menschenrechtsorganisationen bestehende ökumenische Plattform “Solidarität mit verfolgen Christen” hatte anlässlich des Tags der Menschenrechte der Vereinten Nationen am Mittwoch zur Pressekonferenz geladen. Auf die dortige Diskussion folgte am späteren Nachmittag ein Fackelzug von der Oper zum Stephansdom, um gegen die weltweite Christenverfolgung zu demonstrieren.

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Wien: Anteil der Katholiken seit 1970ern halbiert

Symbolbild / Bild: (c) FABRY Clemens

Die Gruppe der Menschen ohne Bekenntnis ist im selben Zeitraum auf fast ein Drittel gewachsen. Mehr als jeder zehnte Wiener ist mittlerweile Moslem.

Die Presse.com

Die Wiener Bevölkerung hat sich seit den 1970ern durch Migration deutlich gewandelt, und zwar auch in ihrer religiösen Zusammensetzung. So hat sich der Anteil der Katholiken von 1971 bis 2011 auf 41,3 Prozent halbiert, während der Anteil der Menschen ohne Bekenntnis sich auf fast ein Drittel (31,6 Prozent) verdreifacht hat. Die drittstärkste Gruppe sind mit 11,6 Prozent Muslime (1971: 0,4).

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Wien: Schweinekopf-Attacken auf Islam-Zentrum

Gebet-islamMehrere Schweineköpfe wurden auf der Baustelle eines muslimischen Bildungszentrums in Wien-Simmering deponiert.

Die Presse.com

Auf der Baustelle eines muslimischen Bildungszentrums in Wien-Simmering wurden mehrere Schweineköpfe deponiert. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder, die einen aufgespießten Schweinekopf auf einem Baugerüst zeigen. Der erste mehrerer Schädel wurde am 5. August aufgefunden, mittlerweile sind fünf Fälle bekannt, sagt ein Polizeisprecher der “Presse”.

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Judith Butler über Todestrieb und Todesstrafe

foto: epa/frankürumpenhorst Judith Butler bei der Verleihung des Theodor W. Adorno-Preises im Jahr 2012

US-amerikanische Philosophin Judith Butler hielt Vorlesung über die Beziehung zwischen Todestrieb und Todesstrafe im Wiener Audimax

Von Oona KroisleitnerdieStandard.at

Die Gänge rund um das Audimax der Universität Wien waren Dienstagabend zum Bersten voll mit Studierenden. Judith Butler war eingeladen, die 41. Sigmund-Freud-Vorlesung zu halten, und viele wollten die US-amerikanische Philosophin aus nächster Nähe sehen.

Butler machte mit ihrem Erstlingswerk “Das Unbehagen der Geschlechter” zu Beginn der 1990er-Jahre in der feministischen Wissenschaft auf sich aufmerksam. Seitdem gilt die Professorin für Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaften der University of California Berkeley als Begründerin der Queer Theory und Vorreiterin der Gender Studies. Es folgten unter anderem “Körper von Gewicht”, “Die Macht der Geschlechternormen” und “Kritik der ethischen Gewalt”, ihre Frankfurter Adorno-Vorlesungen. In ihrem aktuellen Buch “Am Scheideweg: Judentum und die Kritik am Zionismus” geht Butler, die selbst jüdischen Glaubens ist, der Frage nach, wie eine Kritik am Zionismus aus dem Judentum selbst heraus möglich ist.

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Stephansdom: Gott lässt Mann “Heiligenstatue” vom Sockel werfen

Judas Thaddäus, Themenbild, wikimedia.org

Dompfarrer Faber: “Ein Wahnsinniger, der noch versucht hat, sich am Herz-Jesu-Bild zu vergreifen”

kathweb

Ein 37 Jahre alter Mann hat am Samstagabend im Wiener Stephansdom eine Statue des Heiligen Judas Thaddäus von einem Marmorsockel gestoßen. Das berichtete die Austria Presse Agentur (APA) unter Berufung auf Augenzeugen am Sonntag. Demnach habe Ibrahim A. nach seiner Tat rasch den Dom verlassen wollen, er wurde jedoch von Zeugen aufgehalten, bis die Polizei eintraf. Der Mann habe auf die Polizisten einen verwirrten Eindruck gemacht, so die APA. Er selbst gab an, auf eine “Eingebung” hin gehandelt zu haben.

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Ausstellung: “Türcken, Mohren und Tartaren”

Preußen hatte mit dem islamischen Kulturkreis weit mehr Kontakte, als gemeinhin bekannt. Mit der Ausstellung “Türcken, Mohren und Tartaren” möchte Dr.Stephan Theilig, der wissenschaftliche Leiter des Brandenburg-Preußen Museums Wustrau, die Beziehungen der zwei Welten beleuchten.

Märkische Online-Zeitung

Integration war im späten 17.Jahrhundert eine recht schlichte Angelegenheit. Als Wien und Ungarn von den Angreifern des Osmanischen Reiches befreit waren, hatten Kriegsgefangene nur eine Möglichkeit, um freie Bürgerrechte zu erhalten: Sie mussten Deutsch lernen, einen Glaubenstest bestehen und sich taufen lassen. In einigen Fällen konnten die eher unfreiwillig Eingebürgerten in Preußen sogar Karriere machen.

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Kreuz im Klassenzimmer: Schule verweigert Auskunft

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen


Schule und Stadtschulrat verweigern Auskunft über religiöses Bekenntnis der Schüler

derStandard.at

Der Streit um das Kreuz in der Klasse spitzt sich zu: Eine Volksschule in Wien Neubau soll sich weigern, einer konfessionslosen Mutter Auskunft darüber zu erteilen, wie viele Kinder christlichen Glaubens sind. Auch der Stadtschulrat soll hier keine Auskunft geben. Die Mutter hat nun gemeinsam mit anderen Eltern einen Anwalt betraut, sie will erreichen, dass die Kreuze abgenommen werden. Unterstützt wird sie von der Initiative “Religion ist Privatsache”.  Der Anwalt brachte ein entsprechende Auskunftbegehren ein, um feststellen zu können, ob die gesetzliche Grundlage für das Anbringen von Schulkreuzen gegeben ist.

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Sühnemesse: Protest gegen “gekreuzigtes Huhn”

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Unter dem Motto „Gotteslästerung? – Nein Danke!“ protestieren Katholiken am Samstag, den 14. September 2013 in Wiener Neustadt in Österreich gegen die Ausstellung von Werken der Wiener Künstlerin Deborah Sengl.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Siehe zum Opus der Künstlerin und der Wiener Neustädter Ausstellung den Bericht Das gekreuzigte Huhn von Deborah Sengl – Verachtung des Christentums und der Kirche als „Kunst“. Die Organisatoren des Sühneprotestes erinnern an die Botschaft der Marienerscheinung vom 13. Oktober 1917 in Fatima: „Beleidigt den Herrn nicht mehr! Er ist schon zuviel beleidigt worden.“ Ebenso an den Psalm 68,21: „Nur Schmähung und Leid hat Mein Herz zu erwarten. Da schau Ich aus, ob einer Mitleid mit Mir habe“.

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Martin Kippenberger(Frosch),  Deborah Sengl(Huhn) u.Bernard Arnault(PissChrist)

Martin Kippenberger(Frosch), Deborah Sengl(Huhn) u.Bernard Arnault(PissChrist)

“Causa gloria.tv”: Ermittlungen in Österreich laufen weiter

Screenshot brightsblog

Screenshot brightsblog

Staatsanwaltschaft Graubünden hat Ermittlungen gegen Internetportal eingestellt – Staatanwaltschaft Wien hat Ermittlungen übernommen

kathweb

Die Ermittlungen gegen das Internetportal “gloria.tv” in Österreich laufen weiter. Das bestätigte am Freitag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber “Kathpress”. Derzeit liege der Akt bei Gericht, da nach den Hausdurchsuchungen in der Causa in Wien und Oberösterreich vor zwei Wochen Beschwerde von den Betroffenen eingelegt wurde, das Verfahren sei jedoch weiterhin offen. Zuvor war bekannt geworden, dass in der Schweiz die Ermittlungen eingestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte dort gegen den Online-TV-Sender wegen Rassismus und Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit ermittelt. “gloria.tv” hatte u.a. im Zusammenhang mit der Debatte um die “Pille danach” deutsche Bischöfe mit Hakenkreuzen dargestellt.

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kreuz.net: Hausdurchsuchungen bei zwei Priestern

Screenshot Brightsblog

Screenshot Brightsblog

Polizeibeamter soll von Schwester eines Geistlichen verletzt worden sein

derStandard.at

Im Zuge der Ermittlungen gegen das extremistische Internet-Portal kreuz.net soll es zu Hausdurchsuchungen in Wien und Oberösterreich gekommen sein. Dabei soll es sich um Wohnungen zweier Priester gehandelt haben, berichtet die “Krone” (Samstag-Ausgabe). Offiziell bestätigen wollte man bei den Behörden die Aktion nicht, in den Fall involviert sollen allerdings die Staatsanwalt Feldkirch sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz gewesen sein.

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Europäische Vereinigung für jüdische Beschneider in Wien gegründet(Zirkumzision)

Bild:apa

Ein kleiner Schnitt für den Mann, ein großer Schritt für die Religion: die Beschneidung im Judentum. Dabei wird einem männlichen Säugling am achten Tag nach der Geburt die Vorhaut des Penis entfernt. Durch die Beschneidung, die Brit Mila, wird laut Tora (Buch Genesis) der Bund mit Gott geschaffen. Selbst säkular lebende Juden lassen ihre Söhne hierzulande meist beschneiden.

Von Alexia WeissWIENER ZEITUNG

Wer das Messer anlegen darf, ist klar geregelt. In Israel können sich Mohalim, also sogenannte Beschneider, beim Oberrabbinat registrieren lassen. In England gibt es seit 1745 die Initiation Society. In Österreich können qualifizierte Beschneider um Mitgliedschaft im Bundesverband der Mohalim in Österreich ansuchen. Nun wurde auch auf europäischer Ebene eine Vertretung geschaffen: die neu gegründete Union der Mohalim in Europa (Union of Mohalim in Europe, UME). Die Organisation hat ihren Sitz in Wien.

Zum Präsidenten gewählt wurde der Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister. Im Gespräch mit der “Wiener Zeitung” umreißt er die Aufgaben der neuen Organisation: Sie soll dafür Sorge tragen, dass die jeweiligen nationalen Bestimmungen zur religiösen Beschneidung eingehalten werden. Dabei handelt es sich vor allem um medizinische Standards. Gleichzeitig will man hier eine Vertretung auf europäischer Ebene schaffen.

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Zeugen Jehovas: “Die Wahrheit wird euch frei machen”

foto: derstandard.at/niemann Anstellen für die Taufe


Tausende Zeugen Jehovas kamen am Wochenende bei einem Kongress im Wiener Ernst-Happel-Stadion zur Massentaufe zusammen

Von Julia NiemannderStandard.at

Die Sonne brennt erbarmungslos auf den grünen Rasen des Ernst-Happel Stadions im Wiener Prater nieder. Fast zehntausend Menschen haben sich hier versammelt, doch es ist erstaunlich ruhig auf den Besucherrängen. Dort, wo sonst geraucht und getrunken wird, angefeuert und ausgepfiffen, sitzen an diesem Wochenende Menschen aller Altersgruppen und aller Nationalitäten, um in drei Sprachen andächtig die eine Wahrheit anzuhören.

Zur Wahrheit finden

“Unser Herz wird durch das schlechte Gewissen vom Bösen gereinigt”, sagt der Mann, der auf der Bühne steht und immer wieder ein “wir” in den Mund nimmt, dem sich offenbar all diese Menschen zugehörig fühlen. Die meisten halten Bibeln in den Händen, denen man ansieht, wie intensiv sie schon gelesen wurden. Die Worte des Sprechers werden aufmerksam am Textrand notiert.

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Zeugen Jehovas werben bei Türken

Zeugen JehovasRund 40 Zeugen Jehovas sprechen in Wien gezielt türkischsprachige Menschen an. In Social-Media-Foren wird vor ihnen gewarnt.

Von Duygu ÖzkanDie Presse.com

In Social-Media-Foren wird eindringlich vor ihnen gewarnt. Man solle nicht mit ihnen sprechen, so der Tenor, denn die freundlich erscheinenden Menschen seien in Wahrheit Zeugen Jehovas. „Wir haben schon unsere Religion”, bekommen dann auch Wilfried Hanner und Yasemin Figo oft zu hören. Hanner und Figo sind zwei von rund 40 Zeugen Jehovas, die in Wien gezielt türkischsprachige Personen ansprechen.

Die Zeugen Jehovas sind grundsätzlich – auch in Wien – in vielen Sprachen unterwegs; die multilinguale Ausrichtung zeigt allein die religiöse Zeitschrift „Wachturm”, die in über 200 Sprachen erscheint. Und der Bezirkskongress der Zeugen Jehovas, der an diesem Wochenende im Wiener Ernst-Happel-Stadion stattfindet – 10.000 Personen werden erwartet -, wird auch auf Englisch, Serbisch und Kroatisch abgehalten.

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Österreichs Fundamentalchristen: Gloria-Komplott

Screenshot brightsblog

Screenshot brightsblog

Aus der Schweiz wurden die Gestalter eines radikal-klerikalen Internetsenders vertrieben. Nun sammelt sich die katholische Fundamentalistentruppe in Wien

Von Joel Bedetti | Pascal SiggZEIT ONLINE

Das Haus Große Sperlgasse 33 in der Wiener Leopoldstadt wirkt unspektakulär: ein Betonklotz, eingepfercht zwischen Altbauten. Einzig das hellrote Gitter vor dem Eingang sticht ins Auge. Es ist nicht ohne Grund angebracht. Wer hier eingelassen wird, betritt eine Parallelwelt, die Welt der katholischen Fundamentalisten. Das Haus ist Sitz des Österreichablegers von Human Life International (HLI), einer weltweiten Organisation von militanten Abtreibungsgegnern – und ein Zentrum für die Verbreitung von katholischem Glaubensfuror.

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