Anti-Israel-Airline aus Kuwait fliegt künftig Wien an

foto: ap/gustavo ferrari Kuwait Airways macht regelmäßig Schlagzeilen – künftig auch in Wien.
Der Flughafen hat keine Handhabe gegen die Airline, die israelische Staatsbürger abweist

derStandard.at

Kuwait Airways wird künftig auch nach Wien fliegen. Das sorgt weniger aus verkehrstechnischen, sondern aus politischen Gründen für Spannung. Denn die Fluggesellschaft hat international schon öfters für Aufsehen gesorgt, weil sie keine Passagiere aus Israel befördert.

Die Praxis wurde immer wieder als antisemitisch gebrandmarkt. Laut einem Bericht der „Presse“ wird Kuwait Airways ab Juni nicht nur nach Frankfurt, sondern auch nach Wien und München fliegen. Die österreichische Hauptstadt steht demnach drei Mal die Woche auf dem Programm. Die Flüge könnten bereits online gebucht werden, schreibt die Zeitung. Hochgekocht sind die Dissonanzen anhand eines israelischen Staatsbürgers, der nach einer Zwischenlandung in Kuwait nicht befördert wurde.

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Wien: Muslima verbannt Vater von Patientin aus Zimmer

Symbol Bild: Reuters
In Wien hat sorgt eine vollverschleierte muslimische Patientin im Wiener AKH für Aufregung, weil diese verlangt hat, dass ein Vater, der seine schwer kranke Tochter (23) begleitet, aus dem Zimmer gehen sollte.

kath.net

Nach einem Wortgefecht legte das Klinikpersonal der Familie der 23-Jährigen nach, das Krankenhaus zu verlassen. Dies berichtet die „Krone“. Der Vater ist über das Verhalten entsetzt: „Bis hierher und nicht weiter. Wir helfen gerne, aber wir lassen uns nicht in dieser Weise unterdrücken. Das kann nicht geduldet werden.“

Das AKH behauptete später, dass der Vater sich nicht angemessen verhalten habe, man erklärte, dass das Verschleierungsverbot in Krankenzimmern nicht gelte. Als der Vater das Zimmer betrat, wo auch seine Tochter lag, begann, begann die Muslima sofort zu schimpfen.

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Die Tagebücher des Jassir Arafat und ein Treffen im „Imperial“

Jassir Arafat – ein Mysterium für Israel und den Rest der Welt. – (c) REUTERS (Abed Omar Qusini)
Das italienische Magazin „L’Espresso“ enthüllt angebliche Bestechungsgelder Berlusconis an den Führer der Palästinenser und einen Antiterror-Pakt der PLO mit Italien.

Von Thomas Vieregge | Die Presse.com

Es mag bloßer Zufall gewesen sein, dass am 27. Juli 1998 Silvio Berlusconi im opulenten Foyer des Hotel Imperial in Wien wartete – und oben im ersten Stock Jassir Arafat in seiner Suite mit mehrstündiger Verspätung zu später Stunde österreichischen Journalisten ein Interview gab, als wäre es eine Audienz. Gezeichnet von einer Krankheit murmelte Arafat eher, als dass er sprach. Fast 20 Jahre nach dem heißen Sommerabend eröffnet sich indessen ein neuer Blick auf diese Koinzidenz.

Womöglich sind damals der italienische Ex-Premier und der Palästinenserführer zu einer diskreten Absprache in Wien zusammengekommen. Das italienische Nachrichtenmagazin „L’Espresso“ zitiert nämlich aus den bis dato geheimen 19 Tagebüchern Arafats, wonach die beiden Staatsmänner in einer europäischen Hauptstadt eine Vereinbarung getroffen hätten.

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„Wir standen schon mal vor Wien“: Erdogan lässt Berater im TV poltern

Bild: Magazin „The Economist“
Die Bundesregierung freut sich über einen „ersten Schritt“ der Annäherung der Türkei. Aber Erdogans wichtigster Berater interpretiert „Annäherung“ offenbar ganz anders.

Von Florian Naumann | Merkur.de

Als am Mittwochabend die Freilassung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner bekannt wurde, begannen sogleich die ersten hoffnungsfrohen Spekulationen: Hat die EU nun den Dreh gefunden, um Recep Tayyip Erdogan zu zügeln? Reichen eher zaghafte finanzielle Drohungen dafür schon aus?

Nun – ganz so einfach scheint es nicht zu sein. Denn zumindest verbal hat Erdogan längst schon wieder auf Attacke umgeschaltet. Sein Chefberater Yigit Bulut meldete sich Mitte der Woche im staatlichen Rundfunksender TRT Haber mit einer leicht grotesken, aber auch markigen Kampfansage zu Wort, wie die Huffington Post berichtet.

Buluts recht pauschale Botschaft: Die EU werde die Türkei nicht „kleinhalten“ können. Und das heftige Gewand der Ansage: „Unsere Vorfahren standen schon einmal vor Wien“, polterte Bulut.

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Wiener Schulversuch Ethik: Moraltest statt Religion

Themenbild.

Im Gymnasium in der Anton-Baumgartner-Straße in Wien müssen „Religionsabmelder“ in den Ethikunterricht. Dort wird nicht über Gott gesprochen, sondern über Moral

Von Marija Barišić | derStandard.at

Mittwoch, 12 Uhr im Gymnasium Anton-Baumgartner-Straße im 23. Wiener Bezirk. Für die Schülerinnen und Schüler der 6a und 6c steht heute ein „Moraltest“ auf dem Programm. Lehrerin Anita Kitzberger gibt ihnen zehn Minuten Zeit, um über die angeführten Aufgabenstellungen nachzudenken: „Auf dem Nachhauseweg vom Supermarkt bemerkst du, dass man dir zehn Euro zu viel herausgegeben hat“, „Du bist spät dran für eine wichtige Prüfung, als du am Weg einen Mann siehst, der reglos am Gehsteig liegt“. Die Frage lautet immer: Was machst du? A) Ich drehe um und gebe das Geld zurück. B) Ich gehe nach Hause. A) Ich frage, ob der Mann Hilfe braucht. B) Ich gehe weiter.

Langsam legt sich Ruhe über die Köpfe der 15- und 16-Jährigen. Zwei Mädchen stecken die Köpfe zusammen und beginnen zu tuscheln. „Jeder überlegt einmal für sich eine Entscheidung und Begründung, dann besprechen wir das zusammen“, sagt Kitzberger, während sie den beiden Mädchen einen prüfenden Blick zuwirft.

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Erste interkontinentale Quanten-Videokonferenz

Bodenstationen in Östrreich und China haben über den chinesischen Quantensatelliten „Micius“ ihre Kommunikation verschlüsselt. © Johannes Handsteiner/ ÖAW
Orbitale Quantenverschlüsselung: Forscher haben erstmals eine interkontinentale Videokonferenz mittels Quantenkryptografie verschlüsselt. Die als Schlüssel dienenden Photonen wurden dabei vom Quantensatelliten Micius auf die Erde geschickt. Dadurch konnten Forscher in Peking und Wien abhörsicher über zwei Kontinente hinweg kommunizieren. Damit hat das erste orbital-planetare Quantennetzwerk seinen Praxistest bestanden.

scinexx

Die Quantenkryptografie gilt als nahezu abhörsichere Verschlüsselung. Denn sie nutzt für die Übertragung der Schlüssel das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung aus. Dabei sind die Zustände von Photonen so miteinander verkoppelt, dass jede Messung oder Manipulation des einen Lichtteilchens auch das andere verändert – instantan und selbst über gewaltige Entfernungen hinweg.

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Wien: Anzeige gegen islamische Privatschule

Das Bildungsministerium hat Anzeige gegen eine islamische Privatschule in Wien erstatten lassen. Nach einer Prüfung liege nahe, dass diese ohne Anmeldung betrieben werde, sagte Ministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) am Sonntag zur APA. Zudem hätten sich Verdachtsmomente wegen verbotener Auslandsfinanzierung gegen andere islamische Vereine erhärtet, hieß es wiederum aus dem Bundeskanzleramt.

Die Presse.com

Derzeit prüft das Kultusamt diverse islamische Organisationen auf Finanzierung aus dem Ausland, die laut Islamgesetz verboten ist. Verstöße auf anderer Ebene vermutet man nun durch den Wiener Fachverein Imam Hatip. Hintergrund sind Spendenaufrufe der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) in Deutschland für eine Imam-Schule in Linz und eine weiterführende Schule in Wien.

Schule soll schon länger ohne Genehmigung betrieben werden

Die Behörden hegen nun den Verdacht, dass die Schule in Wien bereits seit längerer Zeit und ohne Kenntnis des Ministeriums betrieben wird. Dort sollen – nicht nur schulpflichtigen Kindern – theologische Inhalte vermittelt werden, die dem Privatschulrecht widersprechen. Hammerschmid hat am Freitag von den Vorwürfen erfahren und den Wiener Stadtschulrat angewiesen, Anzeige beim magistratischen Bezirksamt zu erstatten. „Wir müssen sofort Untersuchungen einleiten“, sagte sie zur APA.

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Wien: Zeugen Jehovas füllen das Ernst-Happel-Stadion

Archivaufnahme: Zeugen Jehovas im Ernst-Happel-Stadion, 2009 – APA/GEORG HOCHMUTH
Von Freitag bis Sonntag findet ein Sonderkongress im Stadion statt. Erwartet werden 28.000 Delegierte aus der ganzen Welt. Es gibt Vorträge, Gebete und Massen-Taufen.

Die Presse.com

Die Zeugen Jehovas laden von Freitag bis Sonntag zu einem Sonderkongress in das Wiener Ernst-Happel-Stadion. Erwartet werden 28.000 Delegierte aus der ganzen Welt. Neben Vorträgen und gemeinsamen Gebeten finden im Stadion auch Massen-Taufen statt. Seit acht Jahren sind die Zeugen Jehovas in Österreich staatlich anerkannt.

Wien ist – etwa neben Toronto und Jakarta – eine der weltweit acht Städte, in denen die Zeugen Jehovas in diesem Jahr einen internationalen Kongress veranstalten. Die Gäste kommen dabei aus Österreich, Deutschland, den Vereinigten Staaten, aus mehreren Balkan-Staaten und der Tschechischen Republik. Die Vorträge werden dabei in Deutsch, Englisch sowie Kroatisch und Serbisch gehalten. Das Motto: „Gib nicht auf!“

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Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?

Das alte Landhaus in der Herrengasse, ein wichtiges Zentrum der Protestanten (historische Darstellung aus dem 19. Jahrhundert). Foto: Wien Museum
Und wie herrsche ich über Land und Leute? Im 16. Jahrhundert folgten bis zu 75 Prozent der Wiener Luther. Evangelische Gottesdienste blieben verboten. Dann kam die Gegenreformation

Von Arno Widmann | Frankfurter Rundschau

Eine der interessantesten Ausstellungen zur Reformationsgeschichte ist derzeit in Österreich zu sehen. Das Wien Museum beschäftigt sich mit einem weitgehend unbekannten Abschnitt der Reformationsgeschichte. Nämlich mit dem Erfolg der lutherischen Lehre bei der Wiener Bevölkerung und ihrer gewalttätigen Niederschlagung durch den Habsburgischen Hof.

In Wien wurde – wie auch anderswo – schon vor Luther gegen den Ablasshandel gepredigt. Der nahezu in der ganzen Christenheit verbreitete Unmut über die Priesterschaft erfuhr in Wien, einem Zentrum des Humanismus, breite Unterstützung. „Für jeden Priester“, so hieß es, stehe „ein Pferd bereit, mit dem er zur Hölle fahren könnte“. Das erste Dekret gegen lutherische Flugschriften stammt dann vom November 1521. Das richtete sich nicht nur gegen importierte Schriften und Flugblätter, sondern auch gegen Drucker, die in Wien und in anderen Orten der österreichischen Länder einen schwunghaften Handel mit Nachdrucken betrieben. So martialisch die Drohungen gegen Nachdruck, Verbreitung, ja schon gegen das Lesen der reformatorischen Texte auch waren, so wenig Erfolg hatten sie doch. Wirklich gefährlich war die Lage nur für die Drucker, deren Werkstätten von der Obrigkeit genauestens beobachtet wurden.

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Eine Demo für Fakten und gegen Fake-News

peter illetschko
An diesem Samstag ging es um nichts weniger als um eine „tragende Säule der Demokratie“: Als solche bezeichnete Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin der Wirtschaftsuniversität Wien, die Wissenschaft in der Schlusskundgebung des March for Science vor dem Wiener Naturhistorischen Museum.

Von Peter Illetschko, Andreas Müller | derStandard.at

Die weltweit in mehr als 500 Städten organisierte Demonstration für die Freiheit der Wissenschaft als Grundlage für eine kritische, faktenorientierte Gesellschaft und für Demokratie fand auch in Wien statt – natürlich vor dem Hintergrund eines zunehmenden Populismus und einer Politik, die auf Gefühle setzt und kritisches, analytisches Denken nicht unterstützt. Laut Polizei gingen trotz kühlem Aprilwetter 1600 Teilnehmer vom Sigmund-Freud-Park in der Nähe der Uni Wien durch die Innere Stadt zum Naturhistorischen Museum.

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Nach Identitären-Aktion: Türkei wirft Wien „Sicherheitslücke“ vor

foto: apa/hochmuth Die türkische Botschaft in Wien wurde Ziel einer rechtsextremen Aktion – und macht heimischen Behörden nun Vorwürfe.
Rechtsextreme entrollten Plakat auf Fassade der türkischen Botschaft, Militärpolizei bemerkte Vorgang zu spät

Von Fabian Schmid | derStandard.at

Eine Aktion der rechtsextremen Identitären Bewegung bei der türkischen Botschaft in Wien sorgt nun für weitere diplomatische Verstimmung zwischen Österreich und der Türkei. Den Extremisten war es am Mittwoch gelungen, auf das Dach der Botschaft zu gelangen und an der Fassade ein Plakat mit der Aufschrift „Erdoğan – Hol deine Türken ham“ zu entrollen. Während dieser Aktion stand die Botschaft unter dem Objektschutz der Militärpolizei, die der Wiener Polizei bei der Bewachung von gefährdeten Einrichtungen assistiert.

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Türkei wirft Österreich „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor

Erdogan bei einem Auftritt in Österreich. – APA/EPA/HANS PUNZ
Der türkische Vizepremier bezichtigt Wien und Berlin, Terroristen zu unterstützen. Ein regierungsnahes Blatt zeigt Merkel mit Hitlerbart und Nazi-Gruß.

Die Presse.com

Der türkische Vize-Ministerpräsident Nurettin Canikli hat Österreich, Deutschland und den Niederlanden „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vorgeworfen. Er begründete dies am Freitag im Schwarzmeerort Samsun mit der angeblichen Unterstützung, die „allen voran Deutschland, Holland und Österreich“ Terroristen zukommen ließen, die in der Türkei Unschuldige ermordeten.

Canikli nannte in diesem Zusammenhang „finanzielle Unterstützung wie auch Unterstützung durch Waffen und moralische Unterstützung“. Außerdem böten diese Länder Terroristen Schutz, die aus der Türkei geflohen seien.

Canikli wiederholte auch den Nazi-Vorwurf, den Staatschef Recep Tayyip Erdogan und Außenminister Mevlüt Cavusoglu zunächst im Streit um Wahlkampfauftritte seiner Minister in Deutschland geäußert hatten. Canikli nannte es „äußerst beunruhigend“, dass „die Praktiken der Nazis und des Nationalsozialismus“ wieder auftauchten. „Heute ist Europa leider keine Region der Freiheiten mehr. Ganz im Gegenteil.“ Er beklagte zugleich, dass die EU zunehmend „repressiv und autoritär“ werde und dort sogar die Meinungsfreiheit bedroht sei.

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Das Kreuz sei ein säkulares, abendländisches Symbol

DerverzweifelteJesus„Das Kreuz im öffentlichen Raum und das Kopftuch sind religiöse Symbole. Darf man sie unterschiedlich behandeln? Ich sage ja, aus folgenden Gründen…“ Gastkommentar der Wiener Landtagsabgeordneten Gudrun Kugler

Von Gudrun Kugler | kath.net

Nach wochenlanger Diskussion über religiöse Bekleidungsvorschriften in Österreich gibt es nun ein Ergebnis: Ein Verhüllungsverbot kommt: 150 Euro Strafe. Ein Kopftuchverbot halten weder der Justizminister (z.B. bei Richterinnen) noch der Innenminister (z.B. bei Polizistinnen) derzeit für notwendig. In beiden Fragen gab es viele gute Argumente dafür und dagegen. Den nun festgelegten österreichischen Weg halte ich für gut.

Es bleibt allerdings eine wichtige Frage zu beantworten: Hätte ein Kopftuchverbot notwendigerweise ein Verbot der Kreuze in den Gerichtssälen, eventuell sogar ein Schulkreuzverbot zur Folge? SPÖ-Staatssekretärin Duzdar will das nun besprechen. Der frühere UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Heiner Bielefeldt, meinte: „Christliche Symbole zu privilegieren ist ein Verstoß gegen die Gleichheit“ (kathPress). Dem kann ich nicht zustimmen!

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Österreich: IS-Sympathisanten wollten „Gottesstaat“ errichten

STEIERMARK: ANTI-TERROREINSATZ IN GRAZ – (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)
STEIERMARK: ANTI-TERROREINSATZ IN GRAZ – (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)
Graz stand im Zentrum mehrerer Razzien im Bundesgebiet. Auch Wien war betroffen. Bisher gibt es 14 bestätigte Festnahmen. Es steht der Vorwurf der Bildung einer staatsfeindlichen Verbindung.

Von Manfred Seeh, Andreas Wetz | Die Presse.com

Es begann Donnerstagmorgen vor Sonnenaufgang: In Graz und Wien rückten gleichzeitig insgesamt 800 Beamte aus, um eine der größten Razzien gegen jihadistische Extremisten durchzuführen, die Österreich bisher gesehen hat. Der Staatsschutz und das Einsatzkommando Cobra durchsuchten je einen Glaubensverein und mehrere Wohnungen. Es gab letztlich 14 Festnahmen.
Das von der Staatsanwaltschaft Graz geführte Ermittlungsverfahren läuft seit Monaten. Den Verdächtigen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Konkret handelt es sich um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der Schlag der Behörden richtete sich in erster Linie gegen die Errichtung von islamistischen Strukturen, von unmittelbar drohenden Anschlägen war in Behördenkreisen nicht die Rede.

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Wien plagen übel riechende Wanzen

Archivbild: Eine Marmorierte Baumwanze / Bild: (c) imago/blickwinkel (imago stock&people)
Archivbild: Eine Marmorierte Baumwanze / Bild: (c) imago/blickwinkel (imago stock&people)
Die Marmorierte Baumwanze aus Ostasien macht sich massiv in der Hauptstadt breit, sitzt in Schwärmen auf Fassaden und dringt in Wohnungen ein. Man kann sie aber abwehren.
 

Von Anna Thalhammer | Die Presse

Sie sonnen sich auf Balkonen, sitzen in Hauseingängen herum, dringen in Wohnungen ein, wo sie sich ein warmes Plätzchen suchen – und einen unangenehmen Geruch verbreiten. Wien kämpft derzeit mit einer Wanzenplage.

Bei der Stadt Wien gehen Hunderte Anrufe ein, weil sich Bürger über die neuen ungebetenen Gäste beschweren. „Wir haben eine neue Wanzengattung, die dieses Jahr erstmals massiv auftritt“, sagt Alexander Lorber, Chef für Pflanzenschutz bei der MA 42. Es handelt sich hierbei um Halyomorpha halys – die Marmorierte Baumwanze. Die zwölf bis 17 Millimeter langen Tiere sind grau bis braun marmoriert und haben am Seitenrand des Hinterleibes schwarz-weiß gemusterte Flecken. Sie haben einen transparenten Flügelteil mit Streifen, die Unterseite ist gelb gefärbt, die Mundteile sind als Stechrüssel ausgebildet.

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2.087 kleine und große gallische Dörfer

Städte und Regionen, die sich gegen CETA und TTIP ausgesprochen haben. Bild: heise.de/TP
Städte und Regionen, die sich gegen CETA und TTIP ausgesprochen haben. Bild: heise.de/TP
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk heißt es derzeit, die Wallonie, in der nur 0,7 Prozent der Bürger der EU-Mitgliedsländer lebten, blockiere für alle 510,06 Millionen Einwohner das Freihandelsabkommen CETA. Das kann man so sehen – oder auch nicht.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Geht man nämlich nicht nur in Belgien, sondern auch in anderen europäischen Ländern auf die Ebenen unterhalb der Nationalparlamente, dann stellt sich die Situation etwas anders dar: Hier haben sich inzwischen 2.087 Regionen und Kommunen explizit gegen CETA und dessen großen Bruder TTIP ausgesprochen – darunter auch Metropolen wie Amsterdam, Edinburgh, Barcelona, Mailand und Wien.

In der ARD-Tagesschau meint man, dass CETA all diese Regionen und Kommunen nichts angehe und dass bei Handelsabkommen künftig nur mehr die EU entscheiden solle. Allerdings sind es gerade die Kommunen und andere Gebietskörperschaften, die von potenziell negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen betroffen wären:

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Mehr Flüchtlinge sollen legal nach Deutschland reisen

 Bundeskanzlerin Angela Merkel und die weiteren Teilnehmer am Wiener Flüchtlingsgipfel. (Foto: AFP)
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die weiteren Teilnehmer am Wiener Flüchtlingsgipfel. (Foto: AFP)
  • Auf dem Flüchtlingsgipfel in Wien haben Vertreter von elf Nationen über den künftigen Umgang mit Migranten diskutiert.
  • Bundeskanzlerin Merkel will Italien und Griechenland weiter zur Seite stehen und Flüchtlinge mit Bleiberecht in Deutschland aufnehmen.
  • Merkel betonte jedoch auch, dass die Rückführung von Menschen ohne Aussicht auf Asyl verstärkt werden müsse.

Süddeutsche.de

Die EU hat aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel deutliche Fortschritte bei der Bekämpfung der illegalen Migration gemacht. Im Vergleich zur Situation vor etwa einem Jahr sei sehr viel erreicht worden, sagte Merkel zum Abschluss eines Flüchtlingsgipfels von elf europäischen Staaten in Wien. „Unser Ziel muss sein, die illegale Migration so weit wie möglich zu stoppen.“ Sie sicherte Griechenland und Italien weitere Hilfe zu. So werde Deutschland aus diesen Staaten mehrere hundert Migranten mit Bleiberecht pro Monat aufnehmen. Gerade diese Menschen bräuchten eine Perspektive.

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Streit zwischen Österreich und Türkei eskaliert

Außenminister Çavuşoğlu (Foto: AFP)
Der türkische Botschafter wird aus Wien abgezogen. Österreich würde die PKK unterstützen, sagt Außenminister Çavuşoğlu.
 

Süddeutsche.de

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich sind seit Wochen angespannt. Nachdem der österreichische Bundeskanzler Christian Kern einen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche gefordert hatte, hagelte es Kritik aus der Türkei. Europaminister Ömer Celik konstatierte zunächst eine „Ähnlichkeit mit dem Ansatz der Rechtsextremisten in Europa“, später bezeichnete Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu Österreich als „Zentrum des radikalen Rassismus“.

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Neun Männer, ein Opfer: Vergewaltigergruppe in Haft

Archvibild. / Bild: (c) APA/ROBERT JAEGER
Am Neujahrsmorgen missbrauchte in Wien eine Gruppe von Irakern eine 28-Jährige. Nun nahm die Polizei die Verdächtigen fest.

Von Andreas Wetz | Die Presse.com

Am Morgen des 1. Jänner 2016 kam die junge Frau aus Deutschland wieder zu sich. Sie war nackt, lag auf dem Bett in einer ihr unbekannten Wohnung in Wien Leopoldstadt und war offensichtlich zuvor von mehreren Männern vergewaltigt worden. Immer noch schwer alkoholisiert wandte sie sich an die Polizei. Am vergangenen Wochenende, siebeneinhalb Monate später, nahmen Einsatzkräfte aus drei Bundesländern neun tatverdächtige Iraker fest.

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Ukrainische Botschaft in Wien empfängt rechtsextreme Kämpfer

Links das Emblem des Bataillon Asow und rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“
Links das Emblem des Bataillon Asow und rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“
Fotos zeigen Mitglied des ultranationalistischen „Regiment Asow“ bei Reha, er trägt T-Shirt mit Mussolini

Von Fabian Schmid | derStandard.at

Die ukrainische Botschaft in Wien nennt sie auf Facebook „Soldaten, die die Ukraine vor russischer Aggression verteidigt“ haben: Doch bei den Kämpfern des „Regiment Asow“ handelt es sich zu einem großen Teil um Rechtsextreme bis Neonazis. Mindestens ein Mitglied des Freiwilligenbataillons, das in der Ostukraine eingesetzt wird, befindet sich momentan im Burgenland. Die ukrainische Botschaft veröffentlichte am 4. Juni ein Foto der ankommenden Verwundeten, das den Kämpfer Evgeny S. gemeinsam mit drei anderen Kämpfern und Olexander Scherba, dem ukrainischen Botschafter in Wien, zeigt. Evgeny S. zeigt auf seinem Facebook-Profil mehrere Bilder des Regiments, er selbst ist bei Kampfhandlungen fotografiert worden.

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