Afrikanische Atheisten: Gottlos in Ghana

Ungläubige gelten in Ghana oft als Eigenbrötler. Umso wichtiger ist der Kontakt zu Gleichgesinnten: Treffen der Humanist Association in Accra. (Bild: Stefan Heunis / afp)
Ungläubige gelten in Ghana oft als Eigenbrötler. Umso wichtiger ist der Kontakt zu Gleichgesinnten: Treffen der Humanist Association in Accra. (Bild: Stefan Heunis / afp)
Der religiöse Extremismus äussert sich in Afrika nicht nur islamisch, sondern auch christlich. Freikirchen sind in Ghana allgegenwärtig und oft fanatisch. Eine Gruppe Ungläubiger gibt Gegensteuer.

Von David Signer | Neue Zürcher Zeitung

Vor fünf Jahren hat das Meinungsforschungsinstitut WIN-Gallup einen Glaubensindex veröffentlicht. Er wurde angeführt vom westafrikanischen Land Ghana. Auf die Frage «Sind Sie religiös?» antworteten dort 96 Prozent mit Ja. (Zum Vergleich: Saudiarabien 75 Prozent, Schweiz 50 Prozent, China 14 Prozent.) Ghana ist mehrheitlich christlich, der Norden des Landes ist muslimisch geprägt. Vor allem haben sich in den letzten Jahren jedoch, wie in vielen subsaharischen Ländern, die evangelikalen Freikirchen explosionsartig ausgebreitet. Ihre Priester locken oft mit Wundern, angeblichen Heilungen und masslosen Versprechungen von Reichtum neue Schäfchen an, die dann regelmässig skrupellos ausgenommen werden. Ihre riesigen Kirchen, die Plakate und die hysterischen Anwerber sind allgegenwärtig im Land.

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Der Heiligmacher von Berlin

Alles für einen. Gotthard Klein war bereits als junger Archivar der Berliner Diözese an dem Verfahren zur Seligsprechung Bernhard…Foto: Kai-Uwe Heinrich
Gotthard Klein bekleidet in der katholischen Kirche das Ehrenamt des Postulators. Sein Ziel: die Heiligsprechung des einstigen Berliner Domkapitulars Bernhard Lichtenberg. Seine Aufgabe: ein Wunder finden, das dieser gewirkt hat.

Von Tiemo Rink|DER TAGESSPIEGEL

Irgendwann kommt der Moment, da sind die Ruten ausgeworfen, die Netze ausgelegt. Dann wartet der Angler. Dass etwas anbeißt, und das Warten ist das Schönste, weil mit dem Warten die Ruhe kommt, die Gelassenheit, darum sitzt man schließlich am See, eigentlich. Gotthard Klein sitzt in seinem Büro in Kreuzberg in der Nähe der Spree. Gelassen, er hat getan, was er konnte: Die Netze sind ausgeworfen, vor Jahren schon. Das ist die Beute bisher: ein Kindermusical der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist, das Bernhard-Lichtenberg-Lied und ein illustriertes Lichtenberg-Buch für Kinder ab fünf Jahren. Alles ganz schön, aber es reicht nicht.

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Experten bestätigen Wunder – Mutter Teresa wird heiliggesprochen

Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa auf einem Bild aus dem Jahr 1995. (Foto: dpa)
  • Mutter Teresa soll dem Bericht einer katholischen Tageszeitung zufolge im kommenden Jahr heiliggesprochen werden.
  • Experten haben demnach die Heilung eines schwer kranken Brasilianers als Wunder anerkannt.

Süddeutsche.de

Heiligsprechung im heiligen Jahr

Im kommenden Jahr soll es soweit sein, berichtet die katholische Tageszeitung Avvenire, dann soll die 1997 verstorbene Mutter Teresa von Kalkutta heiliggesprochen werden.

Dem Bericht zufolge haben Experten der zuständigen Vatikanbehörde die medizinisch nicht erklärbare Heilung eines Hirntumors bei einem brasilianischen Mann als Wunder bestätigt. Die Missionarin und Ordensgründerin hatte für den Mann Fürsprache gehalten. Damit ist der Weg für die Heiligsprechung frei.

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Indien: „Götterbaby“, 4 Arme und 4 Beine sorgt für Chaos

Der in Indien geborene missgebildete Junge wird von vielen Hindus für einen Gott oder zumindest ein göttliches Zeichen gehalten. (Foto: Action Press)
Viele Menschen in Indien glauben an ein Wunder: In einer Kleinstadt ist ein Junge mit vier Armen und vier Beinen geboren worden. Jetzt pilgern tausende Menschen zu dem „Götterbaby“.

N24

Ein tragisches Kinderschicksal hat in einer indischen Kleinstadt zu chaotischen Zuständen geführt. Im Krankenhaus der Stadt Baruipur ist ein Baby mit vier Beinen und vier Armen geboren worden. Laut Medizinern ist der Körper des Jungen im Mutterleib mit seinem Zwilling verschmolzen. Dies habe die ungewöhnlichen Deformationen verursacht. Viele Inder glauben hingegen an ein Wunder und sehen in dem Kind die Verkörperung eines Gottes.

Diverse hinduistische Götter besitzen in der Vorstellung der Gläubigen mehr als zwei Arme oder Beine. Wie der britische „Mirror“ berichtet, verbreitete sich die Nachricht von der Geburt des „Götterbabys“, wie der Säugling genannt wird, wie im Flug. Tausende Menschen kamen plötzlich in die sonst eher ruhige Kleinstadt, um „God Boy“ zu sehen.

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Gesundheit: Eingebildetes Wunder?

Manche kranke Menschen werden auf unerklärliche Weise gesund. Ist es ein Wunder oder etwas anderes? Foto: Kzenon|Fotolia
Wenn Menschen gesund werden, gibt es nicht immer medizinische Erklärungen dafür. Sind es göttliche Wunder oder Einbildung? Das ist kaum zu beantworten, zeigt die aktuelle Sendung der Talkshow Tacheles.

pro Medienmagazin

Von Wundern können alle vier Gäste der Sendung berichten. Der Wissenschaftsjournalist Sebastian Herrmann erzählte, wie ein herabstürzender Felsbrocken dort einschlug, wo Herrmann Sekunden zuvor noch gesessen hatte. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist, erlebte, wie ein Mann wieder hören konnte, nachdem dieser das Gehör nach einem Unfall verloren hatte. Pfarrerin Nora Steen berichtete von einem blinden Mädchen, das wieder sehen konnte. Und der östereichische Evangelist Erwin Fillafer hat in seinen Heilungsgottesdiensten ohnehin schon viele Menschen gesund werden sehen.

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Theologe Klaus Berger warnt: Christentum bricht zusammen!

Klaus Berger, Bild: wikimedia.org
Emeritierter Neutestamentler übt Grundsatzkritik an historisch-kritischer Exegese und ihrem starken Einfluss auf das Christentum. Das Problem der Kirche bestehe nicht in vermeintlich verkrusteten Strukturen, sondern in einem religiösen Burn-out.

kath.net

„Die Christentümer des Westens“ werden „aus eigener Schwäche zusammenbrechen“, weil man das Glaubensbekenntnis durch das Gebot der Toleranz ersetzt habe. „Retten kann uns nur, wenn wir den Zumutungen Jesu eine Chance geben“, erklärt der Theologe Klaus Berger (Foto), emeritierter Professor für Neues Testament der Universität Heidelberg und Autor des vielbeachteten Buches „Die Bibelfälscher“. Eine bloße Modernisierung der Kirchen löse „das Problem nicht“, warnte Berger, „denn dieses besteht nicht in vermeintlich verkrusteten Strukturen, sondern in einem religiösen Burn-out“.

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Papst: Maria ist „nicht Leiterin einer Postfiliale“

Papst Franziskus (Bild: AP)
Papst Franziskus (Bild: AP)
Es sei überflüssig, ständig Wundern und Neuigkeiten nachzuspüren, sagt der Papst. Gottesmutter Maria etwa schicke nicht „jeden Tag Botschaften“.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat am Donnerstag in seiner Frühmesse im Vatikan übertrieben Wundersucht und Neugier kritisiert. Der Pontifex erklärte, es sei überflüssig, ständig wundersamen Dingen und Neuigkeiten nachzuspüren. Christen sollten sich stattdessen von der Weisheit des Heiligen Geistes führen lassen. Der Papst verwies auf die Gottesmutter Maria. Sie liebe alle Menschen, sei aber „nicht die Leiterin einer Postfiliale, die jeden Tag Botschaften schickt“.

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Oh Wunder: Nach Begegnung mit dem 16.ten Benny vom Krebs geheilt

Ein an Krebs erkrankter US-Amerikaner ist ein Jahr nach einer Begegnung mit Papst Benedikt XVI. von seiner Krankheit geheilt. Er möchte katholischer Priester werden.

kath.net

Bei einem 17-jährigen US-Amerikaner verschwand nach einer Begegnung mit Benedikt XVI. ein aggressiver Krebs, berichtet der Nachrichtensender 9News.

Als Peter Srsich 17 Jahre alt war, wurde bei ihm eine aggressive Art von Krebs diagnostiziert. Auf dem Röntgenbild seiner Brust sei ein etwa 11 cm großer Tumor zu sehen gewesen, erinnert sich Peters Mutter. Nach Auskunft der Ärzte habe es sich um ein „Non-Hodgkin Lymphom“ im vierten Stadium gehandelt, sagte sie. In diesem fortgeschrittenen Stadium sind auch Organe betroffen, die nicht primär zum Lymphatischen System gehören.

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Ich bin dann mal Gott

Bild: DER SONNTAG
Die Kirchen werden leerer, aber der moderne Wunderglaube hat Zulauf. Die Esoterik ist eine Herausforderung – auch für die Kirche.

Von Tomas GärtnerDER SONNTAG

»Längst ist die Esoterik in die Mitte der Gesellschaft eingesickert«, stellt Harald Lamprecht, Weltanschauungsbeauftragter der sächsischen Landeskirche, fest. Übersinnliche Lebensdeutungen und Heilmethoden mischen sich mit dem Nachdenken über gelingendes Leben, sagt Lamprecht, der diesbezüglich den Zeitschriftenmarkt beobachtet.

Auffällig sei: Immer mehr harmlos daherkommende Titel tauchen auf. Zwischen guten Fotos findet sich darin ein buntes Sammelsurium aus Buddhismus, Christentum, fernöstlicher Spiritualität und Magie. »Das ist nicht mehr die harte Esoterik, sondern Lifestyle«, meint Lamprecht.

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Jeder zweite Westdeutsche glaubt an Wunder

Foto: Martin U. K. Lengemann
Ob Wunder oder Geistheiler, Astrologie oder Anthroposophie: Immer mehr Deutsche wenden sich der Esoterik zu. Eine Okkultismusforscherin spricht schon von „beispiellos veränderten Weltbildern“.

Von Joachim HeinzDIE WELT

Esoterische Vorstellungen sind bundesweit auf dem Vormarsch. Jeder vierte Deutsche, berichtet die „Zeit“ unter Berufung auf die neuesten Zahlen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (Allbus), sei inzwischen aufgeschlossen gegenüber Wunder- und Geistheilern. Rund 40 Prozent der Bevölkerung halten der Untersuchung zufolge etwas von Astrologie oder New Age, mehr als die Hälfte äußern Sympathie für Anthroposophie und Theosophie.

Im Westen Deutschlands liegen laut Studie die Zustimmungswerte dabei höher als im Osten. Jeder zweite Westdeutsche glaube an Wunder, ungefähr jeder Vierte an die Wiedergeburt. „Esoterische Vorstellungen gelten zunehmend als normal“, zitiert die „Zeit“ den Münsteraner Soziologen Detlef Pollack.

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Lourdes: Die meisten Wunder sind gar keine

Bild: focus.de
Im Wallfahrtsort Lourdes werden jedes Jahr Dutzende Kranke plötzlich wieder gesund. Die Genesung der wenigsten ist wirklich unerklärlich, sagt der Arzt Rolf Theiß. Der Deutsche gehört zum Mediziner-Komitee, das die Heilungen wissenschaftlich überprüft.

FOCUS ONLINE

Der Wallfahrtsort Lourdes zieht jedes Jahr sechs Millionen Pilger an. Darunter Zigtausende Kranke, die dort um Heilung bitten. Die Tradition geht auf eine Serie von 18 Marienerscheinungen im Jahr 1858 zurück. Im medizinischen Büro des südfranzösischen Städtchens melden sich jedes Jahr 30 bis 40 Menschen, die nach einem Besuch der Mariengrotte plötzlich wieder gesund wirden – wie sie sagen. „Die wenigsten Fälle aber sind wirklich unerklärlich. Und noch weniger gelten später als Wunder“, sagt Rolf Theiß. Der 66-jährige Chirurg aus Saarburg in Rheinland-Pfalz gehört seit 20 Jahren als einziges deutsches Mitglied dem internationalen medizinischen Komitee an, das in Lourdes ungewöhnliche Heilungen aus wissenschaftlicher Sicht prüft.

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Waren die Heiligen verrückt?

Bild: heiligenlexikon.de

Sie hörten Stimmen, sie sprachen mit Tieren und hatten Erscheinungen: Viele Heilige wie Johanna von Orléans oder Franz von Assisi zeigten Symptome, die heute eher an psychische Krankheiten denken lassen als an Gottesnähe.

Von Julia FriedrichsZEIT ONLINE

Franz ist 25 Jahre alt, als er in einer halb zerfallenen Kapelle den Eindruck hat, das Kruzifix spreche zu ihm: Er solle die Kirche wieder aufbauen, fordert der Gekreuzigte. Kurz darauf veruntreut Franz Ware aus dem Geschäft seines Vaters, er braucht Geld für die Renovierung.

Anna ist elf bei ihrer Erstkommunion. An diesem Tag überantwortet sie Jesus ihr Leben. Sie sieht ihre Bestimmung darin, für die Sünden der Welt zu büßen.

Johanna ist gerade 13, als sie eine Stimme hört, die ihr aus Richtung der Dorfkirche zuruft. Einmal, zweimal, immer wieder. Schließlich folgt sie den Befehlen der Stimme und verlässt ihre Familie.

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Allensbach-Analyse: Christliche Werte haben Bestand

Die Zahl der Kirchenbesucher sinkt, die Religiosität geht zurück. Dennoch spielt das Christentum in Gesellschaft und Politik weiter eine bemerkenswert große Rolle. Eine Gleichbehandlung der Religionen lehnt die Mehrheit der Bevölkerung ab.

Von Thomas PetersenFrankfurter Allgemeine

Es ist gar nicht lange her, dass das Christentum und demokratische, freiheitliche Grundsätze als untrennbar zusammengehörig empfunden worden sind. Konrad Adenauer schrieb in seinen Erinnerungen an die Gründerjahre der Bundesrepublik: „Der aus christlichem Ideengut erwachsene Grundsatz, dass die Würde der Person, die Freiheit und die sich daraus ergebenden Folgerungen über allem stehen müssen, konnte allein uns helfen, ein neues politisches Ziel dem deutschen Volk zu weisen, ein neues politisches Leben in ihm zu erwecken.“

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Vatikan: Normen für die Feststellung von Wundern

Bereits im Jahr 1978 erstellt, nun erstmals in deutscher Sprache und vor allem öffentlich: Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmasslicher Erscheinungen und Offenbarungen

Hl. Kongregation für die Glaubenslehre

Vorbemerkung
zur Entstehung und zum Charakter der Normen

Auf der jährlichen Vollversammlung im November 1974 haben die Väter dieser Hl. Kongregation die Probleme bezüglich mutmaßlicher Erscheinungen und häufig damit verbundener Offenbarungen untersucht. Sie sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

1. Dank der Kommunikationsmittel (Massenmedien) verbreiten sich heute Nachrichten über solche Erscheinungen schneller unter den Gläubigen als in früheren Zeiten. Darüber hinaus begünstigt und vervielfacht die heutige Mobilität Pilgerfahrten, so dass die kirchliche Autorität sich zur genannten Sache äußern muss.

2. Andererseits machen es die heutige Mentalität und die Notwendigkeit einer kritischen wissenschaftlichen Untersuchung schwieriger, wenn nicht fast unmöglich, mit der gebotenen Schnelligkeit jenes Urteil zu fällen, das in der Vergangenheit die Untersuchungen zur Sache abgeschlossen hat (constat de supernaturalitate, non constat de supernaturalitate) und den Ordinarien die Möglichkeit bot, den öffentlichen Kult oder andere Formen der Verehrung durch die Gläubigen zu gestatten oder zu verbieten.

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Häresie unter bekennenden Atheisten

Foto: arslibertatis.com

Es mehren sich die Zeichen – von Wundern wird man nicht schon sprechen wollen –, die auf eine Häresie unter den bekennenden Atheisten hindeuten. Den Ton gaben eher hemdsärmlige Gemüter an, die, wie der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, den Religionen ohne viel Federlesens alles Übel der Welt in die Schuhe zu schieben versuchten.

Von Uwe Justus WenzelNZZ Online

Der Ton war naturgemäss ein lauter, und die Beschimpfungen bewegten sich auf der weltanschauungsneutralen Fanatismus-Skala gelegentlich in demselben Intensitätsbereich wie geifernde Predigten religiöser Fundamentalisten.

Seit einiger Zeit sind im Lager der Neuen Atheisten, wie sie bisweilen genannt werden, besonnenere Stimmen zu hören. Nach André Comte-Sponville, einem französischen Popularphilosophen, der unlängst eine entspannte «Spiritualität ohne Gott» empfahl und verriet, woran auch Atheisten glauben, ist soeben Alain de Botton, erfolgreicher Lebenshilfeliterat, mit einem sanften, im Ton geradezu netten Atheismus-Buch auf den Markt gekommen. Der Autor, in Zürich geboren, in London lebend, distanziert sich von den «militanten» Atheisten. Er rät den Ungläubigen, von denen zu lernen, die an etwas Übernatürliches glaubten (das es zwar natürlich gar nicht gebe); er ruft dazu auf, Brauchbares aus dem Repertoire religiöser Lebensbewältigung zu stibitzen – und bei der eigenen, «säkularen» Lebensgestaltung in Anwendung zu bringen.

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Alice Cooper über Alkoholismus und das Wunder Gottes

Foto: youtube.com

Alice Cooper über seinen Weg vom Alkoholismus zum Christentum

blogspan.net

Der Hardrocker Alice Cooper kann sich an manche Phasen seines früheren Lebens als Alkoholiker kaum noch erinnern: “Bei zwei oder drei meiner Alben weiß ich nicht mehr, wie sie entstanden sind”, sagte der 64-Jährige Cooper dem ZEITmagazin. “Totaler Blackout. Wer hat die Songs geschrieben? Vielleicht mein Unterbewusstsein.” Alice Cooper gilt als der Urvater des Hardrock und des Heavy Metal.

Cooper habe nicht gewusst, dass er “eine genetische Disposition” für den Alkoholismus gehabt habe: “Als ich anfing zu trinken, gefiel es mir. Also hörte ich einfach nicht auf. Ich war ein funktionierender Alkoholiker. Das hat es vermutlich schlimmer gemacht. Ich habe es immer auf die Bühne geschafft.”

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Hans Kessler über den szientistisch-naturalistischen Fundamentalismus

Hans Kessler, Bild: Uni-Frankfurt

Das christliche Schöpfungsverständnis Hans KESSLERs
Eine Kritik aus naturalistisch-wissenschaftlicher Sicht

von Martin Neukamm

HANS KESSLER vertritt in seinem Buch „Evolution und Schöpfung in neuer Sicht“ die Auffassung, Evolution und christlicher Schöpfungsglaube seien miteinander vereinbar. Kreationistische Positionen, die eine artübergreifende Evolution leugnen und an deren Stelle gezielte Schöpfungsakte setzen, lehnt er als pseudowissenschaftliches Gedankengut, als „Missdeutung des Schöpfungsgedankens“ (p. 17) ab. Weder habe Gott die Welt und das Leben in 6 buchstäblichen Tagen durch sein Wort erschaffen, wie der Kreationismus (sensu stricto) behauptet, noch beeinflusse er die Evolution durch direktes Eingreifen, wie die Vertreter des intelligenten Designs annehmen. Wer so denke, mache Gott klein – schlimmstenfalls zu einem Handwerker, der die Strukturen seiner unvollkommenen Geschöpfe immer wieder „nachjustieren“ müsse. Solche Auffassungen gingen auf Konfrontation mit den Naturwissenschaften und setzten dadurch die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens aufs Spiel. Aus KESSLERs Sicht wirke Gott vielmehr durch Evolution. Gott sei ständig in der Schöpfung präsent, ohne mit evolutionsbiologischen Mechanismen zu konkurrieren.

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Heiler Braco verzückt die Massen – das menschliche Placebo

Kann alles und tut wenig: Braco.

«Die Leute schwanken, zittern und weinen»: Im Kongresshaus lässt Heiler Braco seine angeblichen Wunderkräfte wirken. Er bewegt sich dabei auf dünnem Eis.

Von Hugo StammTages Anzeiger

Braco, ein Name, der bei vielen Anhängern der Esoterik und Alternativmedizin die Augen zum Leuchten bringt und ihnen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zaubert. Braco ist alles – und nichts. Er kann alles – und tut wenig. Braco ist ein Phänomen, das Wunder vollbringen soll. Mindestens bezeugen es seine Anhänger. Und davon gibt es viele. In Europa, den USA und Japan. Und in der Schweiz. Dies stellt der Wunderheiler am Sonntag im Kongresshaus unter Beweis, wenn Hunderte, vielleicht Tausende anreisen.

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Segenspater: Exorzist wider Willen

Quelle: cineclub.de

In Oberösterreich sehen manche Flüche und allerlei dunkle Mächte hinter ihren Problemen. Sie vertrauen auf geheimnisvolle Kräfte eines fast 90-jährigen Paters. Die katholische Kirche lässt ihn gewähren.

Von Bernhard LichtenbergerDie Presse

Mit geschlossenen Augen hält er die Hände über das Foto eines Hauses. Streit habe es in der Familie gegeben und Alkoholismus, daher hat sich Christina (Name von der Redaktion geändert) an Pater Bernhard gewendet. Der Benediktiner murmelt ein Gebet, schlägt mit der Faust auf das Bild – einmal, zweimal, dreimal. Er habe die dunklen Energien aus dem Haus gezogen, sagt Christina.

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Wie unvernünftig ist der Glaube?

Ulrich Kutschera, Quelle: wikipedia

Wissenschaft und Religion stehen in einem spannungsreichen Verhältnis. Eine Umfrage unter sechs führenden Wissenschaftlern liefert interessante Ansichten zur Visite des Pontifex in Berlin.

Der Tagesspiegel

Religiöser Glaube basiert auf übernatürlichen Wundern, Mythen und Offenbarungen, die der Vernunft widersprechen und irrational sind. Die Behauptung des Papstes, diese Glaubensinhalte wären vernünftig, ist schlichtweg eine verantwortungslose Irreführung seiner Schäfchen, die mit dieser dogmatischen Hirnwäsche beruhigt werden sollen, nach dem Motto: Biblische Märchen von der Schöpfung, dem auferstandenen Jesus usw. sind logisch-rationale Ereignisse und daher mit dem Verstand begreifbar. Das ist falsch – biblische Wundergeschichten widersprechen dem kausalen, logischen Denken, da in dieser mystischen Fantasy-Welt Wirkungen ohne reale Ursachen vorausgesetzt werden. Glauben heißt: nicht Wissen, und archaische Märchen sollten in den Kirchen bleiben, wo sie als Lebenshilfe für verzweifelte Gläubige durchaus ihre Berechtigung haben.