Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk

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Bild: DAZ.de
Eine Initiative will in den nächsten Monaten ein Homöopathie-Netzwerk gründen und eine Informationskampagne starten, um kritische Einordnungen der Homöopathie zu bündeln. Geleitet wird es von der ehemaligen Alternativmedizinerin Natalie Grams. Sie will auch den Begriff „Pseudomedizin“ prägen – und sich für eine Änderung des Arzneimittelgesetzes einsetzen.

Von Hinnerk Feldwisch-Drentrup|DAZ.de

Als eine Gruppe von gut 30 Homöopathiekritikern am Sonntag zur Pressekonferenz nach Freiburg geladen hat, warteten auf die Journalisten weder Kulis, Imagebroschüren noch ein Buffet – sondern eine Packung  „Dubium C30 – enthält nur Zucker, kein Arzneimittel“. Bernd Harder, Pressesprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), zerstreute mögliche Hoffnungen auf Geschenke direkt und nutzte die Gelegenheit, auf das rein ehrenamtliche und pharmafreie Engagement hinzuweisen. Zwei Tage lang hatten sich Interessierte zuvor getroffen, um eine Strategie zum Umgang mit Globuli und Co zu entwickeln. Da die Alternativmedizin laut Harder bisher weitestgehend unbeobachtet vor sich hin arbeite, will die Gruppe der Homöopathiekritiker Widersprüche und leere Versprechen öffentlich machen. Und – als ein Ergebnis des Treffens – zukünftig nur noch von Pseudomedizin sprechen.

„Wir wissen natürlich ganz genau, dass auch in der evidenzbasierten Medizin und in unserem Gesundheitssystem vieles im Argen liegt“, sagte er, „aber das macht Homöopathie nicht wirksamer“. Die Alternative könne nur bessere Medizin sein, keine Pseudomedizin. Die Gruppe will nun Informationen für Patienten aufbereiten, damit jeder die Möglichkeit hat, sich aufgeklärt selbst zu entscheiden. Und es soll ein Homöopathie-Netzwerk gegründet werden, welches die Aktivitäten koordiniert.

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