Archiv der Kategorie: Wissenschaften

China: 5.000 Jahre alte Bierbrau-Werkstatt entdeckt

Bier ist keine europäische ERfindung: Auch die Chinesen brauten schon vor rund 5.000 Jahren den Gerstensaft. © Givaga/ thinkstock
Steinzeitliche Braukunst: Schon vor rund 5.000 Jahren beherrschten die Chinesen die Kunst des Bierbrauens. Das belegen Funde von Brau-Utensilien und Maische-Rückstände bei Ausgrabungen in Nordchina. Überraschend dabei: Die chinesischen Braumeister nutzten nicht nur komplexe Brauverfahren, sie verwendeten für ihre Rezepte auch ungewöhnliche Zutaten wie Wurzeln und ein asiatisches Süßgras.
 

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Die Herstellung alkoholischer Getränke durch Fermentation hat eine lange Tradition: Schon vor gut 4.000 Jahren tranken die Sumerer einen vergorenen Getreidesaft, im Süden Ägyptens wurde vor rund 2.000 Jahren Bier als Medizin gegen Infekte konsumiert und die Gallier sind für ihre Liebe zum Gerstensaft berühmt.

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Affe frisst Fledermaus

Eine Meerkatze im Gombe-Nationalpark in Kenia nagt einen Fledermaus-Knochen ab. © Felix Angwella / Gombe Hybrid Monkey Project
Auf frischer Tat ertappt: Meerkatzen pflücken nicht nur Früchte von den Bäumen, sie greifen sich auch dort ruhende Fledermäuse und fressen sie. Dieses bisher bei Affen unbekannte Verhalten haben Forscher nun erstmals in zwei Nationalparks in Kenia beobachtet und gefilmt. Das Fressen von Fledermäusen könnte auch erklären, wie Ebolaviren und andere Erreger von Fledermäusen auf Affen übertragen werden, mutmaßen die Wissenschaftler im Fachmagazin „EcoHealth“.

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Dass Affen keineswegs nur Vegetarier sind und auch andere Tiere jagen und fressen, ist schon seit einigen Jahren bekannt. So jagen Schimpansen im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste sogar regelmäßig Colobus-Stummelaffen und teilen ihr Fleisch mit Angehörigen ihrer Gruppe. Männchen sind dabei besonders eifrige Fleischesser.

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Lichtteilchen: Und sie kollidieren doch!

Wenn Bleikerne im LHC dicht aneinander vorbeifliegen, kann es dabei zu Photonenkollisionen kommen. © IFJ PAN
Das Unmögliche wird nachweisbar: Noch nie wurde bisher beobachtet, dass zwei Lichtteilchen kollidieren und dann auseinanderschießen können wie zwei Billardkugeln. Doch jetzt haben Physiker herausgefunden, dass diese extrem seltenen und exotischen Ereignisse im Teilchenbeschleuniger am CERN ablaufen – und damit entgegen bisherigen Annahmen schon bald nachgewiesen werden könnten.

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Der gängigen Theorie nach sind die Photonen des Lichts Einzelgänger: Sie besitzen keine Masse und beeinflussen sich auch nicht gegenseitig. Zwei Laserstrahlen können sich deshalb kreuzen, ohne merklich gestreut zu werden. Inzwischen weiß man jedoch, dass es bestimmte Bedingungen gibt, unter denen Photonen über Quantenprozesse doch miteinander interagieren.

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Shark-Spotting Drones Could Protect Both Swimmers and Sharks

While the nightmarish scenarios from Steven Spielberg’s hit movie Jaws might be a bit over the top, beachgoers around the world still face the risk of an occasional shark attack. Meanwhile, sharks face their own, larger threats.

By Emiko Jozuka | MOTHERBOARD

Researchers from Duke University and UNC-Chapel Hill want to make coastlines safer and more eco-friendly: For the past year, they’ve been testing shark-spotting drones with the aim of protecting swimmers and to conserving the species.

“We’re interested in trying to understand the role that these kind of predators take on in coastal systems. We want to study their habitats and the relations that they have with their ecosystems,” Dave Johnston, director of the Unoccupied Systems Facility at Duke’s Marine Lab in Beaufort, North Carolina, told me over the phone.

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Bob Dylan: „Na ja, ich bin ein wahrer Gläubiger“

Bob Dylan auf dem Azkena Rock Festival, 26. Juni 2010. Bild. wikimedia.org/CC BY 2.0

Einer der größten Musiker der Gegenwart wird 75. Seit über 50 Jahren prägt er die Musik. Unzählige Künstler haben seine Lieder gespielt und sich von ihm inspirieren lassen. Auch Religion spielt für Bob Dylan eine Rolle – als Motiv und Thema seiner Werke, und bisweilen auch als Motiv seines Lebens.

Von Felix Neumann | katholisch.de

Geboren wird Bob Dylan als Robert Allen Zimmerman in Duluth/Minnesota in eine jüdischen Familie – Nachfahren jüdischer Immigranten aus Odessa. Sehr religiös war er allerdings nicht, wichtiger war die Musik. Unter dem neuen Namen Bob Dylan in New York feiert er nur ein Fest, Weihnachten, sagt seine damalige Freundin Suze Rotolo über ihn.

Religiöse Motive sind für sein Werk trotzdem wichtig – als eine von vielen Quellen des anspielungsreichen Gewebes seiner Motive neben dem Stoff des „Great American Songbooks“, jener Sammlung der goldenen Ära der frühen amerikanischen populären Musik, neben der Literatur und neben der Mythologie. Gospel, Blues und Folk prägten den frühen Dylan, sein Debutalbum schließt mit „See That My Grave Is Kept Clean“ von Blind Lemon Jefferson, der in den 20ern aus dem Gospel den Texas Blues entwickelte. Das Album endet mit den Worten „Well my heart stopped beating and my hands turned cold / Now I believe what the Bible told.“ („Mein Herz hat aufgehört zu schlagen, meine Hände sind kalt / Jetzt glaube ich, was in der Bibel steht.“)

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Klima: Auch der April auf Rekordniveau

Foto: AFP Korallenbleiche wird vor allem durch Hitzestress verursacht. Die Temperaturen am größten Korallenriff der Welt sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen
Foto: AFP Korallenbleiche wird vor allem durch Hitzestress verursacht. Die Temperaturen am größten Korallenriff der Welt sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen
Wenn es so weitergeht, wird 2016 erneut einen Wärmerkord aufstellen

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der April ist im globalen Mittel erneut einer der wärmsten je gemessenen Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen, wie die Daten des Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) zeigen. Demnach lag der Monat um 1,11 Grad Celsius über dem April-Durchschnitt der Jahre 1951 bis 1980. Die GISS-Wissenschaftler stellen das fest, in dem sie den Mittelwert der sogenannten Temperaturanomalien messen. Das sind die lokalen Abweichungen vom jeweiligen Mittelwert für eine bestimmte für alle Stationen geltende Referenzperiode. Das GISS nimmt dafür die Jahre 1951 bis 1980.

Mit Anomalien zu rechnen, hat unter anderem den Vorteil, dass diese über erheblich größere Entfernungen repräsentativ sind als Schwankungen in der absoluten Temperatur, die leicht durch eher lokale Effekte beeinflusst wird.

Am GISS werden außerdem die Stationsdaten daraufhin überprüft, ob sie in der Nähe von Städten liegen. Solche Daten zeigen oft einen Trend, der die sogenannte urbane Erwärmung widerspiegelt, das heißt, eine langsame Zunahme der Temperatur als Folge des Wachstums der Städte, die in die Nachbarschaft der Messstationen vorrücken und für ein wärmeres Mikroklima sorgen. Entsprechende Datensätze werden von der Analyse der globalen Temperatur ausgeschlossen.

Wie dem auch sei, der vergangene April war der siebte Monat in Folge, in dem die Anomalie über einem Grad Celsius lag. Oder in anderen Worten: Ginge es in den nächsten Monaten so weiter, würde 2016 bereits über ein Grad wärmer als die Jahrzehnte zwischen 1951 und 1980 sein. Mit 1,33 Grad Celsius hatte der Februar 2016 die bisher höchste beobachtete Anomalie.

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Erdogan legt keinen Wert mehr auf die EU

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Als Erdogan an die Macht kam, machte er mit europapolitischen Reformen Furore. Inzwischen vollendet Erdogan gerade seine europapolitische Kehrtwende. Ein Kommentar.

Von Thomas Seibert | DER TAGESSPIEGEL

Dass sich die EU und die Türkei in der Flüchtlings- und in der Visafrage streiten, ist an sich nicht allzu schlimm. Interessenskonflikte sind kein Beinbruch. Fatal wird der Krach erst durch den grundlegenden Dissens, der dahinter sichtbar wird. Die Frage ist, ob das Verhältnis zwischen Ankara und Brüssel so grundlegend erschüttert ist, dass es nur noch schwer zu kitten sein wird. Anzeichen dafür nehmen jeden Tag zu.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft der EU vor, mit der Auszahlung der versprochenen Milliardenhilfen für die Flüchtlingshilfe zu zögern und die zugesagte Visafreiheit an immer neue Bedingungen wie die Revision der türkischen Antiterror-Gesetze zu knüpfen. Abgesehen davon, dass die EU jedes Draufsatteln bestreitet, muss sich Erdogan den Vorwurf gefallen lassen, vorherige Zusagen Ankaras wieder zu kassieren. Der von ihm entmachtete Premier Davutoglu hatte der EU die Umsetzung aller 72 Kriterien für die Visafreiheit versprochen. Davon will Erdogan nun nichts mehr wissen. Mit seiner offener Drohung, Flüchtlinge nach Europa zu schicken, falls die EU seine Position nicht akzeptiert, gewinnt die Türkei ebenfalls keine neue Freunde.

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Creators of Siri Reveal First Public Demo of AI Assistant Viv

Photo Credit: Corey Ward
It is no secret that we live in the Information Age, whereby informational technologies take precedence. One of those informational technologies is Artificial Intelligence (AI).

By B.J. Murphy | SERIOUS WONDER

Growing at an exponential rate, in just a few short years we went from AI knowing when to block our sword attacks on an MMORPG to AI capable of defeating us humans at Jeopardy! and Chinese Go.

When it comes to AI assistants, a battle has been waged between different companies, with assistants like Siri, Cortana, and Alexa at the forefront of the battle. And now a new potential competitor enters the arena.

“Viv is an artificial intelligence platform that enables developers to distribute their products through an intelligent, conversational interface. It’s the simplest way for the world to interact with devices, services and things everywhere. Viv is taught by the world, knows more than it is taught, and learns every day.”

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Bayerns unglücklichster König

König Otto I. von Bayern war der jüngere Bruder Ludwigs II. Regiert hat er nie, er war zu krank. Nun ist ihm erstmals eine Ausstellung gewidmet. (Foto: Harry Wolfsbauer)
Otto I. saß 30 Jahre auf dem Thron. Doch er war so krank, dass er nicht einen einzigen Tag regierte. Erstmals widmet sich eine Ausstellung seinem Leben und Leiden – und den brutalen Methoden der Psychiatrie.

Von Ingrid Hügenell | Süddeutsche.de

Es war ein regelrechter Eklat: Am Fronleichnamstag des Jahres 1875 stürmte der Wittelsbacher-Prinz Otto während des Hochamts in die Münchner Frauenkirche. Der jüngerer Bruder des Königs Ludwig II. trug Jagdkleidung. Er warf sich dem zelebrierenden Erzbischof Gregor von Scherr zu Füßen und bekannte auf Knien öffentlich seine Sünden.

Der 27-Jährige war schwer psychisch erkrankt und litt zudem unter religiösen Wahnvorstellungen. Er ließ sich von zwei Kirchendienern widerstandslos wegbringen. Im Schloss Schleißheim wurde er unter strenge Überwachung gestellt. Noch einmal folgte ein öffentlicher, störungsfreier Auftritt Ottos: Im August des selben Jahres nahm er an der Königsparade auf dem Münchner Marsfeld teil. Danach wurde der Prinz in verschiedenen Schlössern weggesperrt. Er verschwand aus der Öffentlichkeit und nach und nach auch aus dem Gedächtnis der Menschen.

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Boris Johnson vergleicht EU mit Hitler

Boris Johnson (2006) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0
  • In einem Interview wirft Londons Ex-Bürgermeister Johnson der EU vor, einen mächtigen Superstaat schaffen zu wollen.
  • Dies erinnere ihn an die Ziele Hitlers und Napoleons. Johnson, ein Brexit-Befürworter, wirft der EU Versagen vor.

Süddeutsche.de

Der britische EU-Kritiker Boris Johnson hat der Europäischen Union vorgeworfen, einen europäischen Superstaat anzustreben und denselben Weg wie Adolf Hitler und Napoleon zu verfolgen.

Johnson, der die Kampagne für einen Austritt Großbritanniens aus der EU, den sogenannten Brexit, anführt, warf der EU im Sunday Telegraph einen Mangel an Demokratie vor. Sie sei zum Scheitern verurteilt, sagte der frühere Bürgermeister von London. „Napoleon, Hitler, diverse Leute haben das versucht, und es endet tragisch“.

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Völkermord-Beschluss im Bundestag: „Wir lassen uns von einem Despoten wie Erdogan nicht erpressen“

erdogan

Der Bundestag will den Völkermord der Armenier durch das Osmanische Reich verurteilen – trotz Protesten der Türkei. Grüne, SPD und Union wollen keine falsche Rücksicht auf Präsident Erdogan nehmen.

SpON

Deutschland braucht die Türkei in der Flüchtlingskrise. Rücksicht wollen Grüne, SPD und Union deshalb aber nicht nehmen – zumindest in der Frage des Völkermords an den Armeniern. Nach intensiven Debatten haben sich die Fraktionen im Bundestag auf einen Antrag geeinigt, darin wird klar von Völkermord gesprochen. „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich vor 101 Jahren“, lautet der Titel der Drucksache.

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Das Sykes-Picot-Abkommen: Eine verhängnisvolle Linie

Das gespaltene Land. In Iraks Hauptstadt Bagdad haben vor kurzem Tausende Schiiten gegen Korruption und Vetternwirtschaft der…Foto: Ali Abbas/dpa
Vor 100 Jahren teilten Paris und London den Nahen Osten in Einflusszonen auf. Doch die Konflikte in Syrien und Irak zeigen: Die Ordnung von einst löst sich auf.

Von Christian Böhme | DER TAGESSPIEGEL

Die Geschichte des modernen Nahen Ostens beginnt mit Verrat, kolonialer Willkür und einigen Federstrichen. Vor 100 Jahren, am 16. Mai 1916, unterzeichnen die Regierungen in Paris und London eine geheime Vereinbarung, mit der die damaligen Großmächte die arabische Welt unter sich aufteilten.

Grenzen, mit dem Lineal gezogen

Auf das Abkommen hatten sich der britische Politiker Mark Sykes und der französische Diplomat François Georges-Picot verständigt. Es sah vor, nach dem erwarteten Zusammenbruch des Osmanischen Reiches dem Nahen Osten sowohl eine neue strukturierende Ordnung zu geben als auch den beiden europäischen Ländern möglichst viel Einfluss in der Region zu sichern. So wurden Mandate ausgerufen, mit dem Lineal schnurgerade Grenzen in den Wüstensand gezogen, Staaten gegründet – willkürlich und allein auf Grundlage eigener Interessen. Die Briten sicherten sich dabei den Raum um den Irak, Jordanien und Palästina; Frankreich sollte fortan das heutige Syrien und den Libanon kontrollieren.

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Die Wellen der Neutronensterne

Bilder aus einem Film, der die Annäherung und Verschmelzung zweier Neutronensterne illustriert. Quelle: FOTOS: NASA
Seit Februar weiß die Welt, dass es die von Albert Einstein postulierten Gravitationswellen wirklich gibt. Aber neue Gravitationswellen wurden bislang nicht nachgewiesen. Forscher wie die in Golm arbeitende Tanja Hinderer arbeiten an Modellen von Gravitationswellen, die von sich umkreisenden Neutronensternen erzeugt werden.

Von Rüdiger Braun | Märkische Allgemeine

Lange nichts mehr gehört von neuen Gravitationswellen. Seit der sensationellen Verkündigung eines direkten Nachweises der von Albert Einstein postulierten winzigen Krümmungen im Raum-Zeit-Gefüge am 11. Februar dieses Jahres, ist es still geworden um die beiden Ligo-Detektoren in den Vereinigten Staaten. Kein Wunder: Die Messinstrumente sind seit Mitte Januar dieses Jahres abgeschaltet und werden für eine neue Messkampagne vorbereitet, indem man sie noch sensibler macht. Immerhin: Die bis dahin aufgefangenen Daten werden noch ausgewertet und zur Zeit diskutieren die Wissenschaftler darüber, ob sich unter den vielen Signalen nicht zumindest ein weiteres echtes Gravitationswellensignal verbirgt.

Wissenschaftler wie die Physikerin Tanja Hinderer, eigentlich Forscherin an der Universität von Maryland, seit längerer Zeit aber schon als Gast am Golmer Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik tätig, nutzen die detektorfreie Zeit, um die Beobachter mit neuen Modellen auszurüsten. So könnte eine künftige Generation von Detektoren noch viel mehr Entdeckungen machen. Mehrere Teams am Institut, zu denen auch Hinderer gehört, entwickeln derzeit ein genaues Modell für den Nachweis und die Analyse von Gravitationswellen, die einander umkreisende und schließlich verschmelzende Neutronensterne erzeugen würden.

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Religion: Gesünder dank Glaube?

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Der Glaube an höhere Mächte kann Seelenfrieden stiften. Schützt Spiritualität auch vor Krankheiten? Studien legen das nahe. Über die Gründe streiten Forscher

Von Christian Andrae | Apotheken Umschau

Glauben Sie an einen Gott? Oder an höhere Mächte? Dann leben Sie wahrscheinlich länger und gesünder als ungläubige Zeitge­­nos­sen. Zumindest behauptet das Professor Harold G. Koenig. Der Psychiater leitet an der renommierten Duke-Universität in Durham (USA) das „Center for Spirituality, Theology and Health“.

Seit 2004 sammelt das Team um Koenig dort Studien über den Zusammenhang von Religion, Spiritualität und Gesundheit und wertet sie aus. Aktuell haben die Forscher insgesamt mehr als 3300 wissenschaftliche Arbeiten durchleuchtet: Ob Wohlbefinden, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Ausdauer, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen – wer gläubig ist, lebt gesünder, wird seltener krank und hat vor allem eine ausgeglichenere Psyche. Stimmt das, dann müssten gläubige Menschen doch auch länger leben. Mönche und Nonnen zum Beispiel.

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Bei den Affen sitzen wie Jane Goodall

Symbolbild. / Bild: (c) REUTERS
Auf dem Affenberg in Landskron in Kärnten untersuchen Verhaltensforscher die sozialen Netzwerke von Makaken: Ihre Genetik bestimmt, wie gut sie mit Stress umgehen können.

Von Veronika Schmidt | Die Press.com

Sissi ist 26 oder 28 Jahre alt und eine der Stammaffen auf dem Affenberg. Genau kann man das Alter der Makaken, die vor 20 Jahren herkamen, nicht bestimmen. 40 Japanmakaken wurden 1996 in der Nähe von Osaka im Freiland gefangen und in das große Areal der Burgruine Landskron bei Villach gebracht. Nun eröffnete hier das Österreichische Forschungszentrum für Primatologie.

„Diese Art wird auch Schneeaffe genannt, weil es die weltweit am nördlichsten vorkommenden nicht menschlichen Primaten sind. Wir wollten diese Affen, damit sie auch mit den tiefen Temperaturen im österreichischen Winter zurechtkommen“, sagt Svenja Gaubatz, die gemeinsam mit ihrem Mann Peter den Affenberg leitet.

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The Moon-Walking, Alien-Hunting, Psychic Astronaut Who Got Sued By NASA

 

On his way out to the Moon, there simply wasn’t time for Edgar Mitchell to contemplate the universe. The schedule was jam-packed, and the pressure was on. Mitchell, who had been part of the team that worked feverishly to bring Apollo 13 back home safely, was piloting Apollo 14’s lunar module to the surface of the moon when he encountered two failures, one after the next. (Quick thinking saved the mission—Mitchell had to manually punch in 80 lines of code into an on-board computer with only minutes to spare.)

By Alex Pasternak | MOTHERBOARD

And while Mitchell and crewmate Alan Shepard would have more time than anyone else to amble across the lunar surface, nine hours, the schedule remained tight, and there was important work to do in the name of politics (a flag to raise) but also of science (craters to find, rocks to collect, and for the first time, scientific experiments to set up).

On the way back, however, things were more relaxed, quieter. Mitchell took time to look out the window, and was transfixed by the sight of the largest thing he’d ever seen, the largest thing he’d ever known, floating in the dark. The moment would change his life, giving him a glimpse of a deeper, hidden nature.

„All of us had the experience—let’s call it the overview effect or the big picture effect—of seeing Earth in its setting rather than as the end all and be all of living systems,“ Mitchell told me in 2012 (you can listen to some of our conversation on this episode of Radio Motherboard). „My own experience was a very powerful one—on the way back after my work was done… From looking at Earth from space you come up with the question, who are we, how did we get here and where’s all this going? And that’s an ancient, ancient question that humans have asked for a long time.“

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Die Gender-Ideologie als Gesellschaftskrebs

Bild: RDF
Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ (bpb) wird vom Steuerzahler unterhalten und sollte eigentlich objektive Sachinformationen an ihre Leserschaft, bevorzugt Schüler und junge Studenten, vermitteln.

Von Ulrich Kutschera | Richard Dawkins-Foundation

Mit dem Winter 2015/16-Heft Nr. 57 des bpb-Magazins ›Fluter‹ hat dieses Journal aber leider seine Kompetenz überschritten und dazu beigetragen, dass die widersinnige Gender-Ideologie ein weiteres Mal unkritisch-naiv unter das Schülervolk gebracht worden ist.

Bereits im Editorial schreibt der Herausgeber, dass die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, mit den entsprechenden Geschlechterrollen, nicht naturgegeben, sondern nur eine „machtvolle Erzählung“ seien. Diese, von Evolutionsbiologen wie Charles Darwin offengelegte „vermeintlich natürliche Ordnung der Geschlechter“ sei in der Regel von Menschen konstruiert und mit gesellschaftlicher Macht verbunden. Weiterhin sei das Geschlecht leider „heteronormativ gedacht“: Homosexuelle und Transgender seien früher ignoriert und ausgeschlossen worden, wird behauptet. Nach Verweisen auf die Gleichberechtigung als Verfassungsgut, den Feminismus und die Geschlechtergerechtigkeit wird dem Leser „viel Spaß“ gewünscht.

Als erstes Highlight der Fluter-Gender- Story folgt ein Gespräch mit der Geschlechter- Forscherin Sabine Hark. Hier offenbart sich diese Ideologin in geradezu peinlicher Offenheit. Die Frage, was sie in ihrem Job als bekannteste Gender-Forscherin Deutschlands tagtäglich zu tun hat, antwortete die Sozialwissenschaftlerin wie folgt: »Ich vermittle den Studierenden, dass Geschlecht eine Kategorie ist, mit der wir die Gesellschaft ordnen. Wir haben alle eine Vorstellung von Geschlecht, davon, wie Frauen und Männer so sind, aber wo kommt das Wissen her? Was sind die historischen Kontexte? Welche sozialen und ökonomischen Konsequenzen hat das? Darum geht es in der Geschlechterforschung.«

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Klimaforscher Latif: „Den Herrschenden geht es nur um ihren Vorteil“

Die großen Konzerne fühlen sich für das Gemeinwohl nicht mehr verantwortlich, beklagt Klimaforscher Mojib Latif. Foto: Picture Alliance/Sven Simon
Der renommierte Klimaforscher Mojib Latif gehört zu den angesehensten Experten des derzeit in Wien laufenden Kapitalismustribunals. Mit dem Greenpeace Magazin sprach er über die Macht der Wenigen, die sich auf Kosten der Natur bereichern – und die Unfähigkeit der Politik, Regeln zu setzen.

Kristian Lüders | greenpeace magazine

Warum unterstützen Sie das Kapitalismustribunal?

Weil es Kunst ist. Und die muss provozieren und innovativ sein. Ich denke es ist gut, den Kapitalismus zu hinterfragen. Das Tribunal deckt die Schwächen und Stärken des Wirtschaftsystems auf.

Eine zentrale Frage des Kapitalismustribunals lautet:  Was darf in einer Ökonomie der Zukunft nicht mehr geschehen?  Wie lautet Ihre Antwort?

Bei uns steht schon im Grundgesetz: Eigentum verpflichtet. Der Leitgedanke einer Wirtschaftsordnung sollte sein, dass man tatsächlich Verantwortung übernimmt für seine Mitmenschen. Eigentlich ganz einfach. Nur leider ist es im Moment im Kapitalismus so, dass viele dieses Gemeinwohl überhaupt nicht mehr im Blick haben. Nehmen Sie große internationale Konzerne wie Starbuck’s, die zusehen, dass sie keine Steuern zahlen. Die fühlen sich für das Gemeinwohl einfach nicht mehr verantwortlich. Und das ist der Kern des Problems, um den es gehen muss!

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Besiedlung Amerikas: Forscher finden Mammut-Schlachtplatz von Paläo-Indianern

In einem Flussbett in Florida fanden Forscher Artefakte einer eiszeitlichen Mammut-Schlachtung. Der Fund stellt die zeitliche Abfolge der Besiedlungsgeschichte Amerikas infrage.

Von Frank Patalong | SpON

Es sind rund 6800 Kilometer von Wales, einem Dorf in Alaska, direkt an der Beringstraße, nach Tallahassee, Florida – allerdings nur, wenn man fliegen kann: Die Strecke entspricht fast der längstmöglichen Diagonale quer durch den nordamerikanischen Kontinent.

Es ist schwer vorstellbar, was das bedeutet haben mag, wenn man sich diese Distanz in der letzten Eiszeit zu Fuß erschließen musste – auf einem gänzlich unbesiedelten Kontinent voller Wälder und Steppen, mit einer Megafauna, bei der nicht immer vorab klar war, ob nun Mensch oder Tier zur Beute wurde.

Die ersten verstreuten Menschengruppen, die da irgendwann den Landweg von Asien nach Amerika fanden, eroberten ihren neuen Kontinent Stück für Stück. Sie liefen und jagten, blieben, wo sie Beute fanden, zogen weiter, wenn die knapp wurde. Stetig bewegten sie sich südwärts. In den Maßstäben der Prähistorie hatten sie es sogar eilig. Innerhalb weniger Jahrhunderte hinterließen sie ihre Spuren von Alaska bis Chile.

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Ken Ham Really Doesn’t Understand Science

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach
Ken Ham, Quelle: Answers Outreach
In 2014, popular science communicator Bill Nye “debated” creationist Ken Ham in a live webcast on YouTube. The event went pretty much as expected; Nye presented levelheaded evidence that science works, that evolution is real, and the Universe is very old, while Ham used bad logic, cherry-picking, and blatant twisting of scientific claims.

By Phil Plait | slate.com

At the time (and still today) I think Nye made the right decision to participate in the event. Ham runs the Answers in Genesis ministry, and also the Creation Museum in Kentucky, and is well-known for his outrageous statements. It might seem silly to elevate the debate by paying any attention at all to Ham, but that ignores the fact that polls consistently show that half of the American population believes in some form of creationism.

We ignore this at our own peril.

Debating creationists is slippery. When your opponent doesn’t have to adhere to facts or logic, it’s tricky to find traction. My friend Zach Weinersmith once wrote that it’s not that most creationists are anti-evolution, it’s that they’re anti-some distorted version of it told to them by their pastors.

He’s completely correct. That became even clearer to me when, shortly after the debate, BuzzFeed posted an article called “22 Messages From Creationists to People Who Believe in Evolution”. It was clear from the questions asked that the creationists involved had no idea about how evolution—even science itself—worked. The questions were universally based on false premises, a distortion of the science that made it actually pretty easy to answer those supposedly “gotcha” queries.

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