Außerirdisches Leben auf Braunen Zwergen?

In der Atmosphäre von Braunen Zwergen und Gasplaneten könnte es durchaus schwebende Mini-Aliens geben. © scinexx
In der Atmosphäre von Braunen Zwergen und Gasplaneten könnte es durchaus schwebende Mini-Aliens geben. © scinexx
Schwebende Heimat: In der Atmosphäre kühler Brauner Zwerge könnte es außerirdisches Leben geben. Denn in ihrer Gashülle gibt es eine habitable Zone mit Nährstoffen, milden Temperaturen und vielleicht sogar Wasserwolken, wie Forscher berichten. Ihre Simulation ergab: In dieser Zone könnten winzige schwebende Lebewesen vorkommen und auch lange genug überleben. Sogar unsere nächsten Nachbarn im All könnten demnach belebt sein.

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Braune Zwerge gelten als gescheiterte Sterne: Weil ihre Masse für eine Zündung der Kernfusion nicht ausreichte, sind sie oft nicht wärmer als ein Gasplanet. Allein in unserer kosmischen Nachbarschaft gibt es gleich mehrere solcher kühlen Braunen Zwerge, ein Zwergenpaar liegt nur 6,5 Lichtjahre von uns entfernt, ein weiterer Brauner Zwerg, WISE 0855-0714, hat sogar Minusgrade auf seiner Oberfläche und liegt 7,2 Lichtjahre entfernt.

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Gefährliches Waffenklimpern in der Ägäis

Die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Nikos Kotzias. Foto: W. Aswestpopoulos/heise.de/tp
Die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Nikos Kotzias. Foto: W. Aswestpopoulos/heise.de/tp
Provokationen zwischen beiden traditionellen Erzfeinden, Griechenland und Türkei, machen einen bewaffneten Zwischenfall möglich

Von Wassilis Aswestopoulos | TELEPOLIS

Die beiden traditionellen Erzfeinde, Griechenland und Türkei, eint ein gemeinsames Problem. In beiden Staaten sind die Wirtschaftsaussichten düster. Griechenlands Probleme sind chronisch. Die von der Kreditgebertroika obstruierte Lösung des Schuldenproblems, die stetige, durch „Reformen“ genannte Steuererhöhungen in Kombination mit Renten- und Gehaltskürzungen am Leben gehaltene Rezession und die politische Misswirtschaft sind für die Griechen nichts Neues.

Auf der anderen Seite des Bosporus dagegen ist die Situation eher ungewohnt. Beide Regierungen spielen das Spiel gegenseitiger Provokationen in einer Art durch, die einen bewaffneten Zwischenfall möglich machen.

Moralisch können sich die Griechen hierbei in der Rolle des Gerechten fühlen, geht die Aggression doch vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan aus. Ein ums andere Mal provoziert er und beschwört sogar Grenzkorrekturen zu Gunsten der Türkei herbei. Erdogans Expansionsgelüste wurden zum Leidwesen der Griechen lange seitens EU und NATO ignoriert.

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Todesfälle bei wichtiger neuer Krebstherapie

So genannte Immuntherapien sollen Menschen retten, deren Krebs anders nicht mehr zu besiegen ist. Mehrere Todesfälle bei einer klinischen Studie werfen jetzt jedoch Fragen über ihre Zukunft auf.

Von Emily Mullin | Technology Review

Der Tod von zwei Patienten in einer klinischen Studie wirft Fragen über die Zukunft von so genannten Immuntherapien gegen Krebs auf. Bei diesem Ansatz soll das Immunsystem der Patienten den Krebs selbst bekämpfen, und er galt bislang als sehr viel versprechend.

Kurz vor dem Thanksgiving-Feiertag hatte Juno Therapeutics die Aussetzung seiner Studie an Patienten mit akuter lymphoblastischer Leukämie bekannt gegeben, nachdem zwei ihrer Teilnehmer gestorben waren. In diesem Jahr waren bereits zuvor drei Teilnehmer derselben Studie gestorben. Trotzdem forschen andere Gruppen weiter an der neuen Medikamentenklasse, die bei manchen Patienten mit tödlichen Krebsarten enormes Potenzial verspricht.

Bei der so genannten CAR-T-Therapie entnehmen Wissenschaftler den Patienten T-Zellen und verändern sie außerhalb des Körpers genetisch so, dass sie, nachdem sie den Patienten wieder zugeführt wurden, Krebszellen erkennen und angreifen. Wenn sie von den Aufsichtsbehörden zugelassen werden, könnten diese Therapien das Leben von Patienten retten, die auf die derzeit verfügbaren Therapien nicht ansprechen.

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Neue Todeszone im Indischen Ozean

Schiffe auf dem Golf von Bengalen: Dass unter Wasser eine Todeszone liegt, sieht man dem Meer nicht an. © Shahidul Hasan Roman / CC-by-sa 3.0
Schiffe auf dem Golf von Bengalen: Dass unter Wasser eine Todeszone liegt, sieht man dem Meer nicht an. © Shahidul Hasan Roman / CC-by-sa 3.0
Kein Leben mehr: Im Golf von Bengalen haben Forscher eine neue „Todeszone“ entdeckt. In Wassertiefen unterhalb 100 Meter gibt es dort kaum mehr Sauerstoff im Wasser – und auch kein Leben. Nur noch winzige Reste des Atemgases verhindern, dass dort eine weitere Folge solcher Todeszonen auftritt: Die Freisetzung großer Mengen Stickstoffgases durch anaerobe Bakterien. „Der Golf steht an einem Kipppunkt“, warnen die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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In immer mehr Meeresgebieten der Erde breiten sich sauerstoffarme Zonen aus – „Todeszonen“, in denen Meerestiere nicht mehr leben können. Solche Gebiete gibt es unter anderem im Schwarzen Meer, im Golf von Mexiko, mitten im Atlantik, aber auch in der Ostsee. Ursache des Sauerstoffmangels ist meist eine Kombination aus Überdüngung, geringem Wasseraustausch und Wärme.

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Die Wahrheit jagt den Weihnachtsmann

Freigiebiger Bischof. Die Legende vom Nikolaus basiert auf einer historischen Begebenheit.Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Freigiebiger Bischof. Die Legende vom Nikolaus basiert auf einer historischen Begebenheit.Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Kinder haben ein Recht auf den Mann mit dem roten Mantel – egal ob Weihnachtsmann oder Nikolaus. Ein Kommentar.

Von Adelheid Müller-Lissner | DER TAGESSPIEGEL

Wenn ausgerechnet in einer Familiensendung zur Adventszeit der Weihnachtsmann madiggemacht wird, dann ist der Ärger groß. Solches geschah am ersten Advent beim beliebten „Märchenrätsel“ des RBB. Die Moderatorin fragte Kinder im Studio, ob sie in den Schränken nach von ihren Eltern versteckten Weihnachtsgeschenken suchen würden, enttarnte damit den Weihnachtsmann als Schwindel – und erntete prompt heftige Proteste erzürnter Erziehungsberechtigter.

Mit ihrem Hang zu Entzauberung und Ehrlichkeit steht die RBB-Moderatorin nicht allein. In der britischen Medizinerzeitschrift „Lancet Psychiatry“ erörtern die Psychologen Christopher Boyle und Kathy McKay die Frage, ob Eltern ihre Kinder anlügen dürfen. Aufgehängt ist das Ganze an der Geschichte vom Weihnachtsmann. Denn werden nicht ausgerechnet kurz vor dem Fest der Liebe die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft systematisch mit zweifelhaften Informationen gefüttert? Boyle und McKay sorgen sich um das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern. „Alle Kinder werden herausfinden, dass sie jahrelang systematisch angelogen wurden, und das könnte sie auf die Frage bringen, welche anderen Lügen ihnen aufgetischt wurden“, schreiben sie.

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Gysi will zu einer Luther-These predigen

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Prominente predigen von Januar bis Oktober 2017 in Speyer über reformatorische Grundfragen und ihre heutige Bedeutung.

evangelisch.de

Bei der Reihe „9,5 Thesen“ werde jeweils am zweiten Sonntag im Monat eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im Gottesdienst der protestantischen Gedächtniskirche über Glaubens- und Gewissensfragen sowie das Verhältnis zu Freiheit, Leistung, Geld und Gott sprechen, teilte die pfälzische Landeskirche am Montag mit. Darunter sind der Linken-Politiker Gregor Gysi (7. Mai) zur These „Ich muss immer besser werden!?“ und die Kabarettistin Alice Hoffmann alias Vanessa Backes (9. Juli) zu „Nicht ohne Bibel!?“.

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Virtueller Patient: Nebenwirkungen sind digital

Bild: 4ever.eu
Bild: 4ever.eu
Der Genetiker Hans Lehrach setzt sich für virtuelle Patienten ein, um die Behandlung realer Personen zu verbessern. Damit könnten Ärzte das wirksamste Medikament für den jeweiligen Patienten herausfinden.

Von Susanne Donner | Technology Review

Bei Zahnbürsten und Autos ist die Simulation vor der Produktion längst selbstverständlich. Nicht so bei Medikamenten. Ein fataler Missstand und ein Auslaufmodell, findet Hans Lehrach, Genetiker und emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin. Künftig werden Pharmaunternehmen ihre potenziellen Arzneien zunächst an digitalen Patienten testen, schilderte er beim „Innovators Summit Digital Health“ in Berlin am 30. November 2016. Ärzte werden den virtuellen Kranken auf Knopfdruck verschiedene Tabletten einverleiben, damit sie ihrem Patienten anschließend die wirksamste und schonendste Therapie geben können. Das wäre freilich eine Kernsanierung der Pharmabranche und der Gesundheitsversorgung.

Bei Krebs hat Lehrach seinerzeit am Max-Planck-Institut und heute in einer Ausgründung namens Alacris Theranostics vorgemacht, wie die digitalen Medikamententests funktionieren. Einer Patientin mit Hautkrebs etwa, die bereits Metastasen hatte, konnte er helfen. Dazu speiste er das Netzwerk ihrer Krebszellen samt 21.000 Krebsgenen und Tausenden Proteinen, die sein Unternehmen zuvor dechiffrierte, in ein Computermodell ein. Die Technik dafür ist längst da.

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UN brauchen 2017 Rekordsumme für humanitäre Hilfe

Die Vereinten Nationen brauchen 2017 die Rekordsumme von 22,2 Milliarden US-Dollar, um Opfern von Konflikten und Naturkatastrophen zu helfen.

evangelisch.de

Mit dem Geld sollen dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte und andere Hilfsgüter für knapp 93 Millionen Menschen in 33 Ländern wie Syrien finanziert werden, wie der UN-Nothilfekoordinator, Stephen O’Brien, am Montag in Genf erklärte.

Die Welt sehe sich mit der größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert, sagte O’Brien. Insgesamt erfassten die UN mehr als 128 Millionen Menschen, die von Kriegen, Konflikten, Vertreibungen und Naturkatastrophen betroffen sind. Die größte einzelne humanitäre Hilfsaktion für 2017 hätten die UN und ihre Partnerorganisationen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien geplant.

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Carola Neher: Tödliches Exil

Porträt mit Gepard. Die Schauspielerin Carola Neher 1927 im Berliner Zoo.Foto: ullstein bild
Porträt mit Gepard. Die Schauspielerin Carola Neher 1927 im Berliner Zoo.Foto: ullstein bild
Sie brillierte als Schauspielerin in Brechts Ensemble, doch ihre Flucht in die Sowjetunion wurde für Carola Neher zum verhängnisvoller Fehler. Eine Ausstellung im Literaturhaus zeigt ihre Geschichte.
 

Von Hannes Schwenger | DER TAGESSPIEGEL

In seinen Erinnerungen „Das Augenspiel“ berichtet Elias Canetti vom dramatischen Abschied der Schauspielerin Carola Neher aus Berlin 1933 und der Trennung von ihrem damaligen Freund, dem Dirigenten und Komponisten Hermann Scherchen. Sie hatte sich in den rumänischstämmigen Studenten Anatol Becker verliebt und war entschlossen, ihm ins Exil in die Sowjetunion zu folgen. Scherchen habe sie beschworen zu bleiben, „sie renne in den sicheren Tod“.

So war es, auch wenn sich das nicht als Vorahnung, sondern als Ausbruch übersteigerter Eifersucht erwies. Scherchen war schließlich selbst, wie der mit beiden befreundete Brecht, kommunistischer Sympathisant und Freund der Sowjetunion. Noch 1951 leitete er in Ostberlin die Uraufführung von Brecht/Dessaus „Verhör des Lukullus“. Brecht hatte 1929 Carola Neher auf ihren Wunsch die Rolle der Polly in seiner Dreigroschenoper anvertraut; es wurde ihre Glanzrolle auf der Bühne und im Film. Und noch in einem nach seiner Verhaftung 1937 verfassten Widmungsgedicht nennt er ihre Rollenauffassung „vorbildlich“ und klagt: „Ich kann nichts für dich tun“. Seine Briefe in die Sowjetunion seien unbeantwortet geblieben. Brecht und Scherchen wählten in Hitlers Jahren das Exil im Westen und entgingen so dem Schicksal Nehers, die mit ihrem Ehemann Anatol Becker in – so der Titel von Reinhard Müllers Standardwerk über Stalins Großen Terror – der „Menschenfalle Moskau“ saß. Sie starb 1942 im Lager Sol-Iletzk an Typhus.

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Affen erkennen einander am Hintern

 Für ihre Artgenossen leicht zu erkennen: Dieser Hintern gehört Schimpansin Püppi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn © Sven Hoppe/DPA
Für ihre Artgenossen leicht zu erkennen: Dieser Hintern gehört Schimpansin Püppi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn © Sven Hoppe/DPA
Familienmitglieder schnell am nackten Po erkennen? Für Schimpansen ist das Alltag, wie eine Studie der Universität Leipzig ergab. Ihnen liefern Hinterteile wichtige Informationen – vor allem, was die Fruchtbarkeit ihres Gegenübers angeht.

stern.de

Apfel- oder Birnen-Po, knackig oder ausladend – sich mit dem Aussehen von Hinterteilen zu beschäftigen, mag für manche Menschen ein angenehmer Zeitvertreib sein. Für Affen jedoch spielt der Hintern eine ganz entscheidende Rolle im Alltag: Die Tiere erkennen einander daran wieder – und das ähnlich schnell wie am Gesicht. Das ergab jetzt eine Studie der Universität Leiden mit Schimpansen, die im Fachmagazin „Plos One“ erschienen ist.

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Leonardo Boff über Kirche in Lateinamerika: „Zu machistisch, zu patriarchal, zu zölibatär“

 Der streitbare brasilianische Theologe Leonardo Boff. (picture alliance/dpa/Mario Gúzman)
Der streitbare brasilianische Theologe Leonardo Boff. (picture alliance/dpa/Mario Gúzman)
Der konsequente Einsatz für die Armen ist ein Kennzeichen der Befreiungstheologie, wie sie in Lateinamerika gelebt wird. Der brasilianische Theologe Leonardo Boff sagt, welche Rolle die Kirche in politisch unruhigen Zeiten übernehmen kann und warum Frauen mehr Einfluss bekommen sollten.

Moderation: Kirsten Dietrich | Deutschlandradio Kultur

Kirsten Dietrich: Vom schwierigen Ringen um den Frieden in Kolumbien haben wir gerade gehört und auch von der durchaus zwiespältigen Rolle, die christliche Kräfte darin einnehmen. Das bildet natürlich nicht die ganze Breite kirchlichen politischen Engagements in Südamerika ab. Der Subkontinent ist auch die Heimat der Befreiungstheologie, einer Bewegung, die seit den 70er-Jahren vor allem innerhalb der katholischen Kirche den radikalen Einsatz für die Armen und Entrechteten zum Maßstab für glaubwürdige Theologie machte.

Eine der maßgeblichen Stimmen dieser Befreiungstheologie war und ist der brasilianische Theologe Leonardo Boff. Boff war Franziskaner, er promovierte in München – sein Zweitgutachter war damals übrigens ein gewisser Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. –, und er setzte sich danach vor allem für eine kritische Neubestimmung dessen ein, was die Kirche als Institution sein kann. Das brachte ihn Mitte der 80er-Jahre in direkten Konflikt mit der Glaubenskongregation des Vatikans – Vorsitzender: wieder Joseph Ratzinger. Boff verließ den Franziskanerorden, aber er setzt sich weiter lautstark für eine Theologie der Befreiung ein, mit einer immer mehr globalen Perspektive.

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Physicists Mold Giant Photons Into Custom Shapes

Image: Timothy Yeo/Centre for Quantum Technologies/National University of Singapore
Image: Timothy Yeo/Centre for Quantum Technologies/National University of Singapore
It’s hard to imagine a photon having a shape at all. For one thing, photons—pointlike, indivisible units of light—are massless, which is the whole essence of being a photon to begin with and what enables such particles to set the universe’s maximum speed limit (the c in E = mc2). How does something without mass even occupy geometric space? Alternatively, how can space be not empty yet not contain any mass?

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

As it turns out, photons can take on different shapes and sizes and this winds up mattering a great deal when it comes to interactions between light and matter (such as atoms). To this end, researchers at the National University of Singapore have devised a method for shaping photons with extreme precision, allowing for an unprecedented look at these light-matter interactions at atomic scales.

Their work, which is described this week in Nature Communications, demonstrates that shape plays a key role in predicting whether or not an atom is likely to absorb an incoming photon, an insight likely to have consequences for the development of quantum information technologies, which hinge upon light-matter interactions.

This is among the most fundamental things in the electromagnetic world: Photons carry energy, and when a photon is absorbed by an atom, the atom takes up that energy. This might result in the atom emitting its own photons at new wavelengths (giving rise to the innate colors of objects) or otherwise displaying new properties. This interaction is what enables photosynthesis, as photons from the Sun convey energy to chloroplasts, which convert light energy into chemical energy.

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Treibhausgase: Das Schreckgespenst aus dem Stausee

foto: caro / picturedesk.com Forbach, Deutschland: Der Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Bei Touristen überaus beliebt, ist der See auch ein Anschauungsbeispiel für Gärungsprozesse am Seegrund. Die dabei entstehenden Emmissionen wurden lange Zeit unterschätzt
foto: caro / picturedesk.com Forbach, Deutschland: Der Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Bei Touristen überaus beliebt, ist der See auch ein Anschauungsbeispiel für Gärungsprozesse am Seegrund. Die dabei entstehenden Emmissionen wurden lange Zeit unterschätzt
Stauseen setzen deutlich mehr Treibhausgase frei als bisher angenommen. Relativiert dieser Ausstoß gar den Klimaschutzeffekt der Wasserkraft?

Von Kurt de Swaaf | derStandard.at

Man sieht es ihr nicht an. Die Schwarzenbach-Talsperre im Nordschwarzwald wirkt auf den ersten Blick wie eine Naturidylle, eingerahmt vom satten Grün am Rande eines Nationalparks. Vor allem im Sommer ist das Gewässer bei Touristen überaus beliebt. Im Nordwesten mündet der gleichnamige Bach ein. Das klare, kalte Wasser beherbergt so manche Forelle, aber nicht nur die Fische regen sich dort. Immer wieder steigen Gasbläschen an die Wasseroberfläche auf – wie in einem Mostfass. Am Grund des Sees geht offensichtlich etwas vor sich. Und das ist ein Problem.

Wasserkraft gilt meist als klimafreundlich, weil bei dieser Form der Stromerzeugung keine fossilen Brennstoffe verheizt werden. Ganz so einfach ist es aber nicht: Staubecken setzen sehr wohl Emissionen frei. Und diese wurden laut einer aktuell online im Fachmagazin BioScience veröffentlichten Analyse bisher deutlich unterschätzt: Die in den Stauseen entstehenden Treibhausgase relativieren die Kohlendioxid-Einsparungen der Wasserkraft sogar teilweise.

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In der Antarktis droht riesige Eisplatte zu zerbrechen

© AFP Eine Luftaufnahme der Nasa, die den Riss in der Antarktis am 1. Dezember zeigt
© AFP Eine Luftaufnahme der Nasa, die den Riss in der Antarktis am 1. Dezember zeigt
Eine der größten Eisplatten in der Antarktis droht bald abzubrechen. Der Riss wird rasant größer, wie neue Fotos der Nasa belegen. Dann könnte ein riesiger neuer Eisberg entstehen.

Frankfurter Allgemeine

Im Nordwesten der Antarktis könnte die viertgrößte Eisschelfplatte bald zerbrechen. Ein bereits vorhandener Riss im Larsen C-Eisschelf wächst rasant an, wie Wissenschaftler in den vergangenen Monaten beobachtet haben. Der Riss wird weiterhin schnell größer, wie ein Luftbild der Nasa vom 1. Dezember belegt, das jetzt veröffentlicht wurde.

Larsen C ist mit 48.600 Quadratkilometern halb so groß wie Island. Die Nasa schätzt aufgrund des aktuellen Bildes, dass der Riss 113 Kilometer lang, mehr als 91 Meter breit und rund 530 Meter tief ist. Sollte die Eisschelfplatte zerbrechen, würde sich ein riesiger Eisberg bilden, dessen Fläche Wissenschaftler auf 6000 Quadratkilometer (ungefähr so groß wie Zypern) schätzen.

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Volker Kauder, der Großscheich und das Nein zur Aufklärung

 Der Unionspolitiker Volker Kauder diskutiert des öfteren mit Ahmed el-Tayeb, einem der wichtigsten islamischen Rechtsgelehrten mit Sitz in Kairo Quelle: pa/dpa/AP
Der Unionspolitiker Volker Kauder diskutiert des öfteren mit Ahmed el-Tayeb, einem der wichtigsten islamischen Rechtsgelehrten mit Sitz in Kairo Quelle: pa/dpa/AP
Dem engagierten Christen sagte der Islam-Gelehrte, Aufklärung sei mit Islam nicht vereinbar, denn die Religion müsse herrschen. Warum schweigt der Unionsfraktionsvorsitzende hierzu?

Von Henryk M. Broder | DIE WELT

Vor Kurzem saß Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, wieder einmal in einer Talkshow. Das Thema war: „Der Sprung ins Dunkle: Was bringt die Ära Trump?“

Nach einem kurzen Einspieler über Trump und seine Ministerkandidaten ergriff Kauder das Wort und sagte, es habe ihm die Sprache verschlagen, dies könne nicht „unsere Art der Auseinandersetzung sein“.

Man müsse abwarten und schauen, „ob es sich tatsächlich so fortsetzt oder ob die im Amt doch eine gewisse Vernunft dann zeigen“; man werde mit der US-Administration jedenfalls „reden müssen“.

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Homöopathie, Osteopathie, Akkupunktur: Warum die Ausbildung von Heilpraktikern unzureichend ist

Wer heilt, hat Recht? Diese Auffassung wird zwischen Fans der Heilpraktiken und ihren Gegnern immer wieder diskutiert. Fest steht: Heilpraktiker dürfen praktizieren, ohne eine entsprechende Qualifikation nachweisen zu müssen. Warum und wie sich das ändern sollte.

stern-TV Redaktion

Als der heute sechsjährige David auf die Welt kam, wusste niemand, warum der Junge immerzu schrie. Da organisch alles in Ordnung war, wusste auch der Kinderarzt keinen Rat. In ihrer Verzweiflung wandten sich Davids Eltern mit dem einjährigen Jungen schließlich an eine Heilpraktikerin, die bei David einen Impfschaden diagnostizierte. „Sie hat ihn mit ein Stimmgabel behandelt, um damit Energien auszuleiten. Dann hat sie uns erklärt, dass die Impfung einen Darmschaden angerichtet hat“, erzählt Davids Mutter Kerstin Hermann-Ernst. Die Heilpraktikerin empfahl eine Darmsanierung bei dem Jungen, das würde den Jungen beruhigen.

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How a Reengineered Internet Could Protect Free Speech

Das Internet By Matt Britt CC-BY-2.5. en.wikimedia.org
The Internet By Matt Britt CC-BY-2.5. en.wikimedia.org
That the internet works for so many people and across so many different technologies can seem kind of miraculous, but the internet’s founders had nothing like this in mind. When you consider that the early-days internet, circa the mid-1970s, was a solution to the problem of non-mobile, centralized supercomputing resources, its effectiveness for a world in which every yahoo lords over a half-dozen IP addresses like they’re pet goldfish is nigh unbelievable. And yet, here we are. Somehow.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

While it works admirably, the internet also works suboptimally—this isn’t what it was designed for. So, we’re left with a good bit of room for imagining alternative internet technologies that might be closer to optimal and might come better equipped for addressing some of the emergent concerns of internet super-connectivity, such as privacy and the preservation of free speech. Enter named data networking (NDN).

Simply, NDN replaces IP addresses (locations) with named data (things), wherein a unit of data might be referred to in a way similar to the directory-based naming schemes we’re used to as PC users (as in, /Users/someuser/my_dir/file.txt). The whole internet would be structured like a big filesystem—a hierarchy of namespaces—where the most specific directory (from our perspective) would be our own local computer, while the most general directory (the root directory) would be the entire internet. As we traverse from our local machines outward, we access higher and higher directories as larger and larger subnetworks of the entire internet.

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30 Billionen Tonnen Technik: Ausmaß und Diversität der Technosphäre

Abb. 1: Mit den von uns produzierten Technomaterialien könnten wir die Erde nicht nur komplett in Plastik- oder Alufolie einwicheln, sondern tatsächlich 50 Kilogramm Material auf jedem Quadratmeter dieser Erde platzieren. (Abb. von Univ. Leicester zur Verfügung gestellt)
Abb. 1: Mit den von uns produzierten Technomaterialien könnten wir die Erde nicht nur komplett in Plastik- oder Alufolie einwicheln, sondern tatsächlich 50 Kilogramm Material auf jedem Quadratmeter dieser Erde platzieren. (Abb. von Univ. Leicester zur Verfügung gestellt)
Vor wenigen Tagen erschien unsere neue Arbeit „Scale and diversity of the physical technosphere: A geological perspective“ vorab als online-first Publikation im Wissenschaftsjournal The Anthropocene Review. Die 25 Autoren, darunter auch ich, sind überwiegend Mitglieder der „Working Group on the ‚Anthropocene‘ der Internationalen Stratigraphischen Kommission. Die Mehrheit der Autoren sind Geologen (darunter die „Lead Autoren“ der Universität Leicester), aber auch Erdsystemwissenschaftler, Archäologen, Umwelthistoriker und andere sind dabei.

Von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder | Der Anthropozäniker

Wir versuchten erstmalig, die Masse und Vielfalt aller vom Menschen produzierten technischen Dinge, vom Bleistift bis zum Atomkraftwerk quantitativ abzuschätzen, um daraus ein weiteres Kriterium für den Eingriff des Menschen ins Erdsystem zu erhalten. Unter den in der Arbeit angegebenen Prämissen und Vorbehalten kamen wir auf ein Gesamtgewicht aller von Menschen gemachten Dinge von rund 30 Billionen Tonnen. Dies entspricht einer Belastung von 50 Kilogramm pro Quadratmeter Erdoberfläche. Zu dieser Technosphäre zählen wir, alles was von Menschenhand gemacht ist, beispielsweise Gebäude und Straßen, aber auch Dinge des täglichen Lebens wie Smartphones und Computer und nicht zuletzt Müll.

Tab. 1: Ungefähre Masse der Hauptmaterialien der physischen Technosphäre (1 Tt entspricht 10hoch12 metrischen Tonnen, d.h. 1 Billion Tonnen. Aus Zalasiewicz et al. 2016

Tab. 1: Ungefähre Masse der Hauptmaterialien der physischen Technosphäre (1 Tt entspricht 10hoch12 metrischen Tonnen, d.h. 1 Billion Tonnen. Aus Zalasiewicz et al. 2016

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Bundesverfassungsschutz: „Völlig ratlose“ Aktenvernichter

Bild: heise.de/tp
Bild: heise.de/tp
NSU-Ausschuss: Der Inlandsgeheimdienst führt Parlament und Öffentlichkeit fortgesetzt vor

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Das Stück, das der Bundesverfassungsschutz um die Verschleierung seines Wissens über das NSU-Trio aufführt, wird immer tolldreister. Es heißt: Täuschung von Parlament und Öffentlichkeit und erlebt permanent neue Aufführungen. So auch in der jüngsten Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses Anfang Dezember 2016, sprich: fünf Jahre nach Aufdeckung des Skandals. Drei VS-Beamte – vier verschiedene Darstellungen: So lässt sich das Auskunftsverhalten des Dienstes zur Frage der illegalen Aktenvernichtungen im Amt zur Zeit zusammenfassen.

Die Sitzung ergab darüberhinaus weitere Hinweise auf die tendenziösen Ermittlungen sowohl vor dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 als auch danach. „Vor 2011“ wurden die Ressourcen nicht gebündelt – „nach 2011“ sollten nur Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als Täter identifiziert werden.

Eine Woche nach deren Tod am 4. November 2011 in Eisenach und dem Bekanntwerden des NSU-Kerntrios wurden im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln acht Akten von V-Leuten in der rechtsextremen Szene Thüringens und Sachsen, die zum Umfeld des Trios zählten, vernichtet. Der Vorgang ist bis heute nicht aufgeklärt. Nur einer der acht V-Leute ist namentlich bekannt: Michael See, heute von Dolsperg.

Es handelt sich im wesentlichen um Quellen des BfV in Ostdeutschland, deren Decknamen mit „T“ beginnen und die im Rahmen einer Anwerbeaktion mehrerer Nachrichtendienste mit dem Operationsnamen „Rennsteig“ Ende der 1990er Jahre für eine Zusammenarbeit gewonnen worden waren.

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Theologieprofessor Peter Stuhlmacher kritisiert Nein zur Judenmission

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Scharfe Kritik am Nein zur Judenmission der EKD-Synode hat der Theologieprofessor Peter Stuhlmacher (Tübingen) geübt. Das Kirchenparlament hatte am 9. November einstimmig eine entsprechende Kundgebung verabschiedet.

kath.net

Darin heißt es, Christen seien ungeachtet ihrer Sendung in die Welt nicht berufen, Israel davon zu überzeugen, dass der Weg zu Gottes Heil nur über den Juden Jesus Christus führe: „Alle Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen, widersprechen dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“

Stuhlmacher äußerte sich bei der Verleihung des Johann-Tobias-Beck-Preises des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) in Tübingen an die Schweizer Pfarrerin und Privatdozentin Hanna Stettler. Wie er in seiner Laudatio sagte, hat die EKD-Synode pünktlich zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums „öffentlich unter Beweis gestellt, dass unsere evangelische Kirche den reformatorischen Grundsatz sola sciptura (allein die Schrift) preisgibt, wenn es um Konformität mit dem kulturpolitischen Mainstream geht“.

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