Archiv der Kategorie: Wissenschaften

Geo-Engineering statt Klimaschutz?

Was bringt Geo-Engineering? © 1xpert/ thinkstock
Kein “Plan B”: Geo-Engineering allein wird unsere CO2-Emissionen nicht ausgleichen können. Zu diesem Schluss kommen gleich zwei Studien internationaler Forschergruppen. CO2 in großem Maße abzuscheiden, zu speichern oder aus der Luft zu filtern kann zwar den klassischen Klimaschutz unterstützen, ersetzen kann es ihn aber nicht. Hinzu kommt: Den Ozeanen würden solche nachträglichen Eingriffe mehr schaden als nützen.


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Das Climate- oder Geo-Engineering gilt gerne als “Plan B” im Klimaschutz: Wenn wir es schon nicht schaffen, unsere Emissionen zu senken, dann sollen geotechnische Maßnahmen dafür sorgen, dass das CO2 nachträglich wieder aus dem Klimasystem entfernt wird. Allerdings ist dies stark umstritten. Denn mindestens einige Maßnahmen könnten mehr schaden als nutzen, wie Studien zeigen. Andere wären nicht effektiv.

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„Es gibt keine Frauenbeschneidung ohne Männerbeschneidung“

Anders als die Beschneidung von Mädchen ist die rituelle Beschneidung von Jungen hierzulande trotz ihres Charakters als Körperverletzung erlaubt. Viele Kinderärzte und -chirurgen empfinden das in ihrer täglichen Arbeit als Dilemma, wie auf einem Symposium in Essen deutlich wurde.


Von Bülent Erdogan|Ärztekammer Nordrhein

Viele Familien richten zur Beschneidung ihres Sohnes ein großes Fest aus. In der Vergangenheit war auch der Akt der Beschneidung mitunter Teil der Feierlichkeiten. Die Beschneidungsanzüge, die die Jungen in der Regel zu diesem Anlass tragen, sollen an Prinzenkostüme oder Uniformen erinnern. Foto: Picture-alliance/dpa

Der Beschluss hallt wie ein Paukenschlag durch die Republik: Im Sommer 2012 entscheidet das Kölner Landgericht, dass die religiöse Beschneidung von Jungen als strafbare Körperverletzung zu werten ist – auch wenn sie von Ärzten durchgeführt wird. Ein Aufschrei geht durch große Teile der muslimisch und jüdisch geprägten Bevölkerung in Deutschland, die ihre Religionsfreiheit und das Recht der elterlichen Personensorge in Gefahr sehen. Denn die Beschneidung gilt unter den meisten Juden und Moslems seit Jahrtausenden als Zeichen der Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft. Schnell erkennen Politiker aller Parteien die Brisanz des Themas. Noch vor Weihnachten trifft der Deutsche Bundestag ­eine gesetzliche Sonderregelung für die Entfernung des Präputium penis aus religiösen, rituellen oder traditionellen Motiven.

Die Zirkumzision ist weltweit eine der häufigsten Operationen, ein Drittel der männlichen Bevölkerung hat Schätzungen zufolge kein Präputium mehr, meist in Ländern, die in islamischer Tradition stehen. Auch in den USA wird bei etwa jedem zweiten männlichen ­Neugeborenen die Vorhaut noch in der Geburtsklinik amputiert. Zum Einsatz kommt dabei auch das Circumstraint, eine Apparatur zur ­Fixierung des Säuglings: „Die komfortabel gekurvte Form des ­Circumstraints hält den Säugling in Position mit erhöhten Hüften und präsentiert auf perfekte Weise die ­Genitalien“, heißt es in einer Produktbeschreibung. Auf den Philippinen, einem katholisch geprägten Staat, kam es 2011 zu einer Massenbeschneidung im Stadion, mit der die Stadt in das Guiness-Buch der ­Rekorde aufgenommen werden wollte.

Über viele Jahrzehnte, beginnend mit der Einwanderungswelle der 1960er-Jahre, war die medizinisch nicht-indizierte Beschneidung in Deutschland in der Regel ein türkisches Thema. Wenn Deutsche mit dem Ritus in Kontakt kamen, dann vielleicht als Gäste einer Beschneidungs-Feier (Sünnet) oder vom Hörensagen. Oder aber als Kinderarzt oder -chirurg. Einer von ­ihnen ist Dr. Engelbert Kölker aus Essen.

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Ältestes Tier der Welt verblüfft Forscher

So könnte Fractofusus ausgesehen haben © CG Kenchington
Erfolgreich dank Doppelstrategie: Eines der ältesten Tiere der Erde besaß bereits eine verblüffend raffinierte Fortpflanzung. Denn es kombinierte gleich zwei verschiedene Strategien miteinander. Es produzierte schwimmfähige Stadien, die mit der Strömung in günstige Regionen trieben. Dort angekommen, bildeten diese ihrerseits Nachkommen durch “Ableger”. Diese Doppelstrategie ist erstaunlich komplex für ein fast 570 Millionen Jahre altes Lebewesen, so die Forscher im Fachmagazin “Nature”.


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Heute gibt es im Tierreich eine Vielzahl ganz verschiedener Vermehrungs-Strategien. Neben der klassischen sexuellen Vermehrung – Männchen sucht Weibchen – gibt es auch Arten, die ganz ohne Paarung Nachwuchs produzieren. Viele wirbellose Tiere und sogar die Sägefische schaffen dies per Jungfernzeugung, andere Tiere wie Schwämme oder Polypen bilden eine Art Ableger, sie vermehren sich durch Knospung.

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Wie US-Psychologen zur Folter beitrugen

Der “Krieg gegen den Terror” seine Folgen: Häftlinge und ihre Bewacher im Camp X-Ray auf Guantanamo. (Foto: dpa)
  • Eine Untersuchung zeigt, wie die Gesellschaft Amerikanischer Psychologen (APA) über Jahre am “Krieg gegen den Terror” der USA mitgewirkt hat.
  • Mitglieder der APA entwickelten nicht nur Foltermethoden, sondern waren auch anwesend, als man sie anwendete, etwa in Guantanamo.
  • Es ist von einer “systematischen Kollaboration” zwischen dem Verteidigungsministerium und der APA die Rede.


Von Sacha Batthyany|Süddeutsche.de

Erste Vorwürfe, dass amerikanische Psychologen in George W. Bushs “Krieg gegen den Terror” an der Ausarbeitung von Foltermethoden mitgewirkt hätten, gab es schon 2007. Doch nun liegt eine neue Untersuchung vor, für die interne Dokumente und E-Mails ausgewertet wurden. Sie zeigt, wie die Gesellschaft Amerikanischer Psychologen (APA) über Jahre systematisch mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitete.

Basierend auf der Annahme, dass die menschliche Fähigkeit zur Selbstkontrolle bei extremer Angst und Verwirrung abnimmt, haben Mitglieder der APA Foltermethoden wie das berüchtigte Waterboarding nicht nur entwickelt; sie waren auch anwesend, als man sie anwendete, etwa in Guantanamo oder Abu Ghraib.

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When robots eliminate jobs, humans will find better things to do

The Terminator films envisage a future in which robots have become sentient and are at war with humankind. Ray Kurzweil thinks that machines could become ‘conscious’ by 2029 but is optimistic about the implications for humans. Photograph: Solent News/Rex
The Terminator films envisage a future in which robots have become sentient and are at war with humankind. Ray Kurzweil thinks that machines could become ‘conscious’ by 2029 but is optimistic about the implications for humans. Photograph: Solent News/Rex
The fear of millions of jobs being automated out of existence by robots and artificial intelligence is real. Here’s how it will change the world — for the better.


By Jason Hiner|ZDNet

The specter of robots taking over many of the world’s jobs — from retail to manufacturing to janitorial work to the military — has been hanging over humanity for decades. The threat has expanded recently to include not just robots but also artificial intelligence — algorithms — with solutions like Google’s search engine and IBM Watson proving that not only can technology do manual labor better than humans but it can also solve problems better, in some cases.

Preparations should be made to help retrain and place workers whose jobs are being eliminated — especially since some of society’s most economically vulnerable people and communities will be hit the hardest by the transition.

But while plenty of jobs will be automated out of existence, many types of jobs will remain resilient to automation. And, many of the people whose jobs are replaced by machines and algorithms will do what human beings have always done when technology has forced one of these transitions — they find better and more interesting things to do with their time. Some of them will even invent new things and push humanity forward in the process.

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Is Our Universe a Fake?

universeRobert Lawrence Kuhn is the creator, writer and host of “Closer to Truth,” a public television and multimedia program that features the world’s leading thinkers exploring humanity’s deepest questions. Kuhn is co-editor, with John Leslie, of “The Mystery of Existence: Why Is There Anything at All?” (Wiley-Blackwell, 2013). This article is based on a “Closer to Truth” episode produced and directed by Peter Getzels. Kuhn contributed this article to Space.com’s Expert Voices: Op-Ed & Insights.

By Robert Lawrence Kuhn|Space.com

I began bemused. The notion that humanity might be living in an artificial reality — a simulated universe — seemed sophomoric, at best science fiction.

But speaking with scientists and philosophers on “Closer to Truth,” I realized that the notion that everything humans see and know is a gigantic computer game of sorts, the creation of supersmart hackers existing somewhere else, is not a joke. Exploring a “whole-world simulation,” I discovered, is a deep probe of reality.

David Brin, sci-fi writer and space scientist, relates the Chinese parable of an emperor dreaming that he was a butterfly dreaming that he was an emperor. In contemporary versions, Brin said, it may be the year 2050 and people are living in a computer simulation of what life was like in the early 21st century — or it may be billions of years from now, and people are in a simulation of what primitive planets and people were once like.

Philosopher Nick Bostrom, director of the Future of Humanity Institute at Oxford University, describes a fake universe as a “richly detailed software simulation of people, including their historical predecessors, by a very technologically advanced civilization.”

It’s like the movie “The Matrix,” Bostrom said, except that “instead of having brains in vats that are fed by sensory inputs from a simulator, the brains themselves would also be part of the simulation. It would be one big computer program simulating everything, including human brains down to neurons and synapses.”

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Riskantes Tüfteln am Erbgut

Markus Hengstschläger ist Leiter des Instituts für Medizinische Genetik und Organisationseinheitsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik an der Medizinischen Universität Wien

Die Entwicklung der gentechnischen Methoden schreitet rasant voran – damit scheint auch die Keimbahntherapie in greifbare Nähe zu rücken. Der Genetiker Markus Hengstschläger macht in einem Gastbeitrag auf die möglichen Risiken solcher Eingriffe aufmerksam: Die Wechselwirkung der Gene sei noch viel zu wenig erforscht.

Von Markus Hengstschläger|SCIENCE.ORF.at

Kein Mensch gleicht dem anderen. Der Mensch ist das Produkt der Wechselwirkung aus Genetik und Umwelt. Als Mechanismus seiner biologischen Entstehung dient sexuelle Reproduktion. Das Ergebnis dieser Art von Fortpflanzung ist eigentlich Ungleichheit. Bei sexueller Reproduktion wird nämlich durch so genannte Rekombinationsprozesse dafür Sorge getragen, dass die “genetischen Karten” immer wieder neu gemischt werden. So ist schließlich schon (fast) jeder Mensch auf der Ebene seiner DNA individuell.

Und auch eineiige Zwillinge, die gewissermaßen mit dem gleichen genetischen Ausgangsmaterial starten und daher die Ausnahme darstellen, sind eigentlich auch gleich wieder ungleich, weil schon vom embryonalen Zeitpunkt ihrer Entwicklung an ihr epigenetischer Code, der Verwendung und Umsetzung genetischen Materials regulieren kann, auseinanderweicht. Dazu kommt, dass auf zwei Menschen nie die genau gleiche Umwelt wirken kann, was die Ungleichheit der Menschen enorm erweitert. Und je länger ein Mensch lebt, umso ungleicher wird er all den anderen Menschen dieser Welt.

Kaum Interesse der Industrie

Eine besondere Bedeutung bekommen Begriffe wie “Gleichheit” und “Ungleichheit” vielleicht im Zusammenhang mit genetischen Ursachen für die Entstehung von Erkrankungen des Menschen. Mehrere Tausend Gene des Menschen können, wenn in ihrer DNA Sequenz bestimmte Veränderungen (Mutationen) auftreten, kausal mit Krankheiten assoziiert sein. Für manche solcher monogenen Erkrankungen stehen heute bereits gute Therapien, in manchen Fällen sogar effizient anwendbare prophylaktische Ansätze, zur Verfügung, für viele leider aber noch nicht. Die Schere zwischen genetischer Diagnostik und Therapie ist noch groß.

Es gibt viele verschiedene monogene Erkrankungen, jede einzelne davon kommt aber meist nur sehr selten vor. Was auch der Grund dafür ist, dass die Forschung an diesen seltenen Erkrankungen zumeist an Universitäten angesiedelt ist. Das Interesse der Pharmaindustrie ist zu oft enden wollend, weil sich selbst ein effizientes Therapeutikum nicht in großen Mengen verkaufen ließe.

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Wünschelrutengänger liegt verdächtig oft richtig

Foto: Getty Images/Dorling Kindersley Es gibt vier mögliche Erklärungen für das gute Ergebnis des Wünschelroutengängers im Test
Damit hat die Gesellschaft für die Untersuchung von Parawissenschaften nicht gerechnet: Ein Kandidat hätte ihren Test beinahe bestanden. Das Ergebnis erscheint den Wissenschaftlern suspekt.


Von Teresa Nauber|DIE WELT

Wasser oder kein Wasser – das war die Frage, die Bernd Textor beantworten sollte: mit seiner Wünschelrute. Seit mehr als zehn Jahren lädt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) Rutengänger und Hellseher ein, um ihre Fähigkeiten ernst zu nehmenden Tests zu unterziehen, eigentlich um zu beweisen, dass alles nur Hokuspokus ist. Bernd Textor sollte beantworten, ob durch einen Gartenschlauch Wasser floss oder Pressluft – und überraschte die Wissenschaftler. In 36 von 50 Fällen lag er richtig. Das ist deutlich mehr, als durch Zufall zu erwarten wäre.

Mit dem Versuchsaufbau gibt sich die Gesellschaft viel Mühe. Die Rutengänger sollen unter Bedingungen getestet werden, die hinterher tatsächlich darüber Aufschluss geben, ob paranormale Kräfte vorliegen könnten oder nicht. Bisher hat noch nie jemand den Test bestanden, indem er 40 von 50 Mal richtig lag. Aber ein so hoher Ergebnis wie Textor hat bisher niemand erzielt.

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Sternenwanderung in der Milchstraße entdeckt

Wanderung von Sternen in der Milchstraße © Dana Berry/SkyWorks Digital, Inc., SDSS Collaboration
Überraschender Ortswechsel: Die Position der Sterne in der Milchstraße ist nicht so stabil wie gedacht. Denn rund ein Drittel aller Sterne hat im Laufe ihres Lebens die galaktische Umlaufbahn dramatisch verändert. Sie stehen heute weit entfernt von ihrem ursprünglichen Entstehungsgebiet, wie eine Kartierung der Sternenchemie in unserer Galaxie ergab. Dies sei ein erster Beleg für eine solche stellare Migration in der gesamten Milchstraße, so die Forscher im Fachmagazin “The Astrophysical Journal”.


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Unsere Milchstraße ist ein durchaus dynamischer Ort: Das Schwarze Loch in ihrem Zentrum saugt Materie an, Sternenexplosionen lassen Sterne durch die Galaxie rasen und sowohl im Zentrum als auch in den Außenbereichen der Milchstraße entstehen neue Sterne in gewaltigen Gasnebeln. Die Grundstruktur der Galaxie und die relative Position eines Großteils ihrer Sterne galten aber bisher als relativ stabil.

Sternenchemie verrät Geburtsort

Doch Michael Hayden von der New Mexico State University in Las Cruces und seine Kollegen haben diese Annahme nun widerlegt. Für ihre Studie analysierten sie im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS) die chemischen Zusammensetzung von fast 70.000 Roten Riesen in verschieden Gebieten der Milchstraße. Anhand der charakteristischen Spektrallinien im Licht dieser Sterne ermittelten sie den Anteil verschiedener schwerer Elemente.

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Know Your Language: Brainfucked by Brainfuck

Image: Petit Computer Wiki
Image: Petit Computer Wiki
I’m not so sure Brainfuck is an actual brainfuck so much as it is exhausting. Nor was it meant to be a brainfuck, for that matter.


By Michael Byrne|MOTHERBOARD

By most accounts, the esoteric programming language’s founder, Urban Müller, was interested in creating a Turing-complete language that had the smallest possible compiler, which is the in-between program that coverts high level languages like C to a given computer architecture’s machine-representational assembly instructions. Müller wanted tiny, the complete minimum that a language could be and still be a “real” language.

The Brainfuck compiler is down to about 171 bytes now, which is about half the capacity of all of the processor registers in a canonical x86 architecture combined. That is, you could imagine running it without using any memory outside of the actual processor cores. That is truly an accomplishment, of sorts.

While Brainfuck is knotty as hell, there’s a satisfying element. For one thing, any other programming language that I can think of takes assembly code and adds more structural and syntactical complexity while also adding new layers of abstraction. Which is the point of high-level languages. Things become simpler as code gets more specific and more abstract, but there’s also a lot of extra stuff that comes with high-level languages and their myriad extensions and outgrowths. Below the surface, things become muddier, more opaque.

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Hitchbot auf Reise durch die USA zerstört – von Cops erschossen?

Der trampende Roboter Hitchbot, hier am 18.02.2015 in Berlin vor dem Reichstagsgebäude, ist auf seiner Reise zerstört worden. „Manchmal passieren guten Robotern schlechte Dinge”,… – Foto: dpa
Vorzeitiges Ende einer Reise: Der trampende Roboter Hitchbot ist in der US-Metropole Philadelphia kaputt gemacht worden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Der allein reisende Roboter war auch schon durch Deutschland getrampt.


DER TAGESSPIEGEL

Das Roboterkunstwerk Hitchbot ist zerstört worden und muss seine Reise per Anhalter quer durch die USA vorzeitig beenden. Das Konstrukt aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet-Computer als Hirn sei in der Ostküstenmetropole Philadelphia kaputt gemacht worden, teilten die kanadischen Betreiber in der Nacht zum Sonntag auf der Website des Projekts mit: „Manchmal passieren guten Robotern schlechte Dinge.“

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Was den Mensch zum Menschen macht

Wer sind wir, woher stammen wir und was ist unsere Bestimmung? Das fragen sich wohl alle Menschen irgendwann. Naturwissenschaftler enträtseln unsere stammesgeschichtliche Herkunft und unsere Physiologie, einschließlich der Vorgänge im Gehirn, immer weiter und entmystifizieren sie damit.


Von Melinda Baranyai|Spektrum.de

Gerd Rudolf Wie Menschen sind  Verlag: Schattauer, Köln 2015 ISBN: 9783794531271 24,99 €
Gerd Rudolf
Wie Menschen sind
Verlag: Schattauer, Köln 2015
ISBN: 9783794531271
24,99 €

Philosophen, Soziologen und Anthropologen dagegen orientieren sich mehr am direkten Erleben des Individuums und an seinen unmittelbaren Umweltfaktoren, um die Eigenarten unseres Daseins zu erklären. Dazwischen steht die moderne Psychologie: Sie versucht, die Befunde der Neurowissenschaft in therapeutische Konzepte zu integrieren, um Menschen mit Sinnkrisen und psychischen Störungen behandelnd und beratend zu unterstützen.

Aus dieser Zwischenperspektive heraus schreibt Gerd Rudolf. Mit seiner langjährigen Erfahrung als tiefenpsychologischer Psychotherapeut versucht er, im vorliegenden Werk verschiedene Perspektiven der philosophischen Anthropologie – etwa Theorien über die individuelle Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung – mit eigenen Überlegungen bezüglich des Menschseins zu verknüpfen. Dabei zitiert er nicht nur große Denker sämtlicher Epochen, sondern auch Künstler und Forscher, und trägt somit sehr heterogenes Material zusammen.

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Antijudaismus: So wurden Juden im Westen seit jeher gehasst

In Tirol begründete ein frei erfundener Ritualmord von Juden an einem Christenkind die Verehrung des “Anderl von Rinn”. Die katholische Kirche ließ diese Figurengruppe in den 1960er Jahren entfernen, doch den Kult gibt es immer noch. (Foto: Oliver Das Gupta)
US-Historiker David Nirenberg belegt, wie Juden seit 2000 Jahren in ganz Europa diskriminiert und verfolgt wurden. Gibt es eine westliche Tradition des Antijudaismus?


Von Stephan Speicher|Süddeutsche.de

Am 14. Juli 1790, dem ersten Jahrestag des Sturms auf die Bastille, beging die südfranzösische Stadt Saint-Ginest das “Föderationsfest”. Der Pater Antoine-Pascal-Hyacinthe Sermet hielt eine Predigt und gab seiner Genugtuung über die Revolution Ausdruck. Dazu zitierte er aus dem Galaterbrief des Apostel Paulus: “Zur Freiheit hat uns Christus befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!”

Und Sermet erklärte, dass die Knechtschaft, von der Paulus sprach, das Judentum und sein Gesetz sei, die Freiheit aber der christliche Glaube. Und so verhalte es sich politisch: Die Monarchie gleiche dem überwundenen Judentum und seiner Knechtschaft, die revolutionäre Erneuerung aber dem Christentum als dem Glauben der Freiheit.

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Google will das Leben verlängern

Bild: heise.de
Das Google-Unternehmen Calico will mit AncestryDNA die genetischen Grundlagen des Alterns aufdecken


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Vor zwei Jahren gründete der Suchmaschinenkonzern Google die Biotech-Firma Calico (California Life Company). Als Ziel des Unternehmens wurde u.a. die Suche nach Lebensverlängerung ausgegeben. Dazu werden Theorien über Alterungsprozesse verfolgt und genetische Daten nach Zusammenhängen untersucht (Google will das Leben verlängern).

Letztes Jahr vereinbarten Calico und das Pharma-Unternehmen AbbVie den Bau einer Forschungseinrichtung, um Krankheiten zu erforschen, die wie Krebs oder Neurodegeneration vermehr im Alter auftreten. Arthur Levinson, der Leiter von Calico und ehemalige CEO von Genentech, erklärte, man wolle mit dem auf Weltklasse operierenden Forschungsinstitut “die grundlegende Biologie des Alterns erkunden und neue Medikamente für Patienten mit Alterskrankheiten entwickeln.” Mit AbbVie hätte man den richtigen Partner für Herstellung, Tests und Vertrieb. Google und das Pharmaunternehmen stiegen mit jeweils 500 Millionen US-Dollar in das gemeinsame Vorhaben ein.

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Kampf um Deutungshoheit: Menschenwürde und Humanität

Freiburger Historiker Leonhard: Entgrenzte Gewalt und Inhumanität in Kriegen des 20. Jahrhunderts ist Folge der Entwicklungen seit der Aufklärung – Erlangener Religionswissenschaftler Nehring: Religion wichtiger Faktor im Ringen um Menschenwürde


kathweb
jesus_schaukel Mit Reflexionen zu den historischen Kampfplätzen, auf denen um Humanität und Menschenwürde gleichermaßen gerungen wurde und gerungen wird, ging die heurige “Salzburger Hochschulwoche” am in ihre Zielgerade. Am Sonntag, 2. August, wird die traditionsreiche Veranstaltungsreihe, die heuer unter dem Motto “Prekäre Humanität” steht, mit einem Festgottesdienst mit Erzbischof Lackner und einem akademischen Festakt an der Universität Salzburg enden. Zuvor skizzierten der Freiburger Historiker Jörn Leonhard und der Erlangener Religionswissenschaftler Andreas Nehring am Freitag, wie es zu den dramatischen Entgrenzungen von Gewalt und Inhumanität in den Kriegen im 20. Jahrhundert kommen konnte und wie zugleich Religion selbst heute noch ein Faktor im Ringen um Menschenwürde sein kann.

Wer verstehen möchte, was historisch betrachtet den “prekären Charakter der Humanität” ausmacht, der muss laut Leonhard die Verbindungen von Gewalt und Humanität analysieren, die es in der Geschichte seit der Französischen Revolution 1792 immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen und aus unterschiedlichen Motiven gegeben habe. So zeige der Blick in die Geschichte, dass “die Berufung auf Humanität und Werte eine entscheidende Rolle für die Rechtfertigung von Gewalt” gespielt habe und zugleich auch eine Mitschuld an der “Totalisierung der Gewalt” im 20. Jahrhundert trage.

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Astronomen finden erdnächste Supererde

So könnte die nahe Supererde HD 219134b aussehen © NASA/JPL-Caltech
Nur einen Katzensprung – astronomisch gesehen – ist die nächste Supererde von uns entfernt. Der Exoplanet HD 219134 liegt 21 Lichtjahre weit weg und ist nur 1,6 mal so groß wie die Erde. Damit bietet diese Supererde einzigartige Chancen, solche Gesteinsplaneten näher zu erforschen. Astronomen bezeichnen ihn sogar als “Rosetta-Stein für die Supererden-Forschung”.


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Supererden sind zwar etwas größer als die Erde, bestehen aber ebenfalls größtenteils aus Gestein. Das bedeutet, sie würden Organismen eine feste Oberfläche zum Leben bieten. Bisher allerdings liegen die meisten dieser Gesteinsplaneten zu weit weg, um sie näher studieren zu können. Immerhin relativ nah liegt die Supererde 55 Cancri e. Der nächste bekannte Exoplanet, GJ674b, ist zwar nur 14,8 Lichtjahre entfernt, seine Zusammensetzung ist aber unbekannt.

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Asiatische Tigermücke überwintert erstmals bei uns

Die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus beim Blutsaugen © CDC
Vom Sonderfall zum Dauergast: Die ersten Asiatischen Tigermücken haben es geschafft, bei uns heimisch zu werden. In Süddeutschland hat die eingeschleppte Mückenart erstmals überwintert und sich vor Ort vermehrt. Dies könnte auf eine dauerhafte Ansiedlung hindeuten, meinen Forscher. Die als Überträger des Denguefiebers und anderer Krankheiten bekannte Mücke wurde bisher nur vereinzelt einschleppt, könnte sich aber dank des Klimawandels bald schon in größerer Zahl bei uns halten.


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Vorausgesagt ist es schon länger: Schon vor drei Jahren warnten Forscher, dass sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) bald auch in Deutschland dauerhaft ansiedeln könnte. Denn dank des Klimawandels werden die Winter milder, so dass die ursprünglich aus den Tropen stammende und damit kälteempfindliche Mücke hier überwintern kann. Bisher wurde die Tigermücke meist nur vereinzelt aus dem Süden eingeschleppt, konnte sich aber nicht halten.

Das jedoch hat sich nun geändert. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte bereits im letzten Herbst zum ersten Mal eine Vermehrung der invasiven Stechmückenart in Deutschland festgestellt. Vor wenigen Wochen wurden nun erneut Eier, Larven, Puppen und ausgewachsene Exemplare der Asiatischen Tigermücke im Osten Freiburgs gefunden.

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Neuer Anlauf: Test mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen in Spanien

Die britische Firma Oxitec hat in Spanien erneut einen Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen beantragt. Ein spezielles Genkonstrukt soll die Vermehrung der Schädlinge unterbinden und so die Population drastisch reduzieren. Dieses Konzept wird bereits bei anderen schädlichen Insekten angewandt, etwa bei der Tickermücke, welche die Erreger des Dengue-Fiebers überträgt. Wenn die spanischen Behörden den Antrag genehmigen, wäre es der erste Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Tieren in Europa. – Die Fliege führt derzeit zu erheblichen Ertragsverlusten im Olivenanbau und wird intensiv mit Insektiziden bekämpft.


transGen.de

Die Olivenfliege ist der am meisten gefürchtete Schädling im Olivenanbau. Sie legt ihre Eier in die reifenden Früchte. Die Maden fressen das Fruchtfleisch der Oliven. Lorraine Graney, Bartlett Tree Experts, Bugwood.org

Im Olivenanbau in den Mittelmeerländern müssen regelmäßig große Mengen InsektizideInsektizide gesprüht werden, hauptsächlich zur Bekämpfung der Olivenfliege. Diese Fliege legt ihre Eier auf oder in den Oliven ab und die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch. Dadurch werden erhebliche Ertragsausfälle verursacht.

Eine Alternative zum teilweise massiven Insektizideinsatz wurde von der britischen Firma Oxitec entwickelt. Sie hat männliche Olivenfliegen gentechnisch so verändert, dass sie ein Gen tragen, das bei weiblichen Fliegen zum Tod führt. Es ist mit einer DNADNA-Sequenz gekoppelt, die bewirkt, dass es nur in weiblichen Organismen abgelesen wird. Dort sorgt es dafür, dass sich ein bestimmtes ProteinProtein im Körper ansammelt, das in zu hohen Mengen tödlich wirkt.

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„Als ich Europa bereiste, umfuhr ich Deutschland absichtlich“

© Max Tholl
Daniel Libeskind hat dem jüdischen Leben in Deutschland ein Museum gebaut. Der Architekt spricht mit Max Tholl über Heimat, Abwesenheit als sein zentrales Motiv und erklärt, warum selbst Nazi-Architektur ihre Berechtigung hat.


The European

The European: Herr Libeskind, viele Ihrer Bauprojekte haben einen sehr geschichtsträchtigen Hintergrund – allen voran das neue World Trade Center in New York oder das Jüdische Museum in Berlin. Verspüren Sie beim Planen solcher Gebäude eine besondere Verantwortung?
Libeskind: Alles ist geschichtsträchtig, selbst ein unbebautes grünes Feld. Ich habe gerade in Connecticut auf einer Grünfläche gebaut, und es wäre einfach zu behaupten, es gäbe dort keinen historischen Bezug.

The European: Gab es den?
Libeskind: Ja. Ureinwohner Amerikas lebten einst dort, und daher muss man sich gewissen ethischen Fragen stellen. Es kommt immer drauf an, welche Erinnerungen an einem Ort haften und wie lebendig diese noch sind.

The European: Ein Ereignis wie der 11. September dürfte den Menschen noch besser in Erinnerung sein als die Tötung der amerikanischen Ureinwohner im 19. Jahrhundert, oder?
Libeskind: Ereignisse wie 9/11 werden auch deshalb so stark thematisiert, weil sie an einem Ort stattfanden, den die Menschen gut kennen. Mir geht es aber nicht nur um das Sichtbare dieser Ereignisse, sondern auch um das Unsichtbare. Also nicht nur um die offensichtliche Geschichte, sondern auch um die versteckten Details.

The European: Als Sie das Jüdische Museum gestalteten, ging es Ihnen auch darum, „die Bedeutung des Holocausts physisch und spirituell in das Bewusstsein Berlins zu integrieren“. Ist Ihnen das gelungen?
Libeskind: Das müssen andere beantworten. Aber mir haben oft Politiker und Journalisten berichtet, dass das Museum die Haltung gegenüber dem jüdischen Leben in Berlin zum Positiven verändert hat – mehr als politische Reden im Bundestag oder Zeitungsartikel.

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Forschungssonde “Philae”: Erste Blicke auf den Kometen Tschuri

Photo credit: ESA/ATG. Artist's impression of Philae
Photo credit: ESA/ATG. Artist’s impression of Philae
Steinharte Kruste, seltsame Schleifspuren, ein wahrer Baukasten organischer Verbindungen: Die Sonde „Philae“ enthüllt überraschende Geheimnisse des Himmelskörpers Tschuri.


Von Roland Knauer, Ralf Nestler|DER TAGESSPIEGEL

Was hätte alles schiefgehen können. Nach zehn Jahren Anflug landete im November 2014 erstmals eine Forschungssonde mehr oder weniger sanft auf einem Kometen, um ihn genau zu erkunden. Bereits die ersten Bilder überraschten: „67/P Tschurjumow-Gerassimenko“ entsprach so gar nicht dem Bild, das Forscher vor ihrem inneren Auge hatten. Der drei mal fünf Kilometer große Körper erinnerte an eine Badeente, deren Oberfläche mit Bergen, Kratern und Ebenen ausgesprochen abwechslungsreich ist. Rund 60 Stunden arbeitete die Landeeinheit namens Philae ihr Forschungsprogramm ab, bevor ihr der Saft ausging. In einer Sammlung von sieben Artikeln im Fachmagazin „Science“ stellen die beteiligten Wissenschaftler nun eine Fülle neuer Erkenntnisse vor. Wieder gibt es einige Überraschungen, etwa Funde organischer Moleküle, die prinzipiell als Grundbausteine für Leben gelten, oder neue Erkenntnisse zur steinharten Oberfläche.

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de omnibus dubitandum

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