Neue Hinweise auf Planet Neun

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Ganz weit draußen könnten wir noch einen weiteren Nachbarn haben: Planet Neun, auch Planet X genannt. Direkte Belege fehlen zwar noch, aber die Hinweise mehren sich.

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

Er soll weit draußen, jenseits von Pluto, seine Bahnen ziehen und Tausende von Jahren benötigen, um die Sonne auf seiner stark elliptischen Bahn einmal zu umkreisen. Seit Planet Neun – auch Planet X genannt – vor einem Jahrhundert vom Astronomen und Observatoriumsgründer Percival Lowell ins Spiel gebracht wurde, regt er die Fantasie der Wissenschaftler an. Direkte Belege seiner Existenz fehlen zwar, doch mehren sich seit einiger Zeit indirekte Hinweise. Das gilt auch für eine neue Studie von Julia de León vom Instituto de Astrofísica de Canarias und ihren Kollegen in den „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“. Sie betrachten darin die Bahndaten und Zusammensetzung der Asteroiden 2004 VN112 und 2013 RF98. Wahrscheinlich haben diese den gleichen Ursprung, denn sie gleichen sich chemisch und weisen einen ähnlichen Orbit um die Sonne auf.

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Arme sind nicht inkludiert – Abfall

Bild: K. Kollmann
Bild: K. Kollmann
In der Konsumgesellschaft ist trotz Postmaterialismus alles zur Ware geworden, natürlich auch der einzelne Mensch

Von Karl Kollmann | TELEPOLIS

Eine neue Verbrauchergeneration hat sich in den letzten Jahren entwickelt, die Postmaterialisten. Mitunter als Bobos bezeichnet, sind sie meist Bio-Freunde, insgesamt aber nicht freundlichere, das heißt behutsamere Konsumenten, sondern sie haben eben neue Vorlieben entwickelt und vermarktungsfähige Trends angestoßen (Schöne neue Konsumkultur). Im erwähnten Beitrag war der Blick in erster Linie auf die Menschen als Verbraucher gerichtet, jener auf die Gesellschaft wäre noch beizufügen.

Der kürzlich verstorbene polnisch-britische Soziologe Zygmunt Bauman wurde anlässlich seines Todes zwar ausgiebig medial gewürdigt), jedoch fielen dabei seine Analysen zur Konsumgesellschaft vollständig unter den Tisch. Das nachzuholen, trifft sich mit dem erwähnten Beifügungsgebot.

In der Konsumgesellschaft ist alles zur Ware geworden, natürlich auch der einzelne Mensch. Dies ist nicht nur eine Beschreibung der Wirklichkeit, sondern versteht sich ebenso als an den Einzelnen gerichtete Aufforderung. Sowohl beim Konsum wie bei der Erwerbsarbeit geht es darum, die Marktfähigkeit der einzelnen Person sicherzustellen – und das ist die Aufgabe der betroffenen Person selbst, sie muss dabei mitmachen. Man ist Arbeitskraftware und Manager seines eigenen Produkts geworden, wer aus diesem Grundraster herausfällt, wer hier nicht mithalten kann, wird sehr schnell zum „Abfall“ degradiert, wie Bauman nüchtern feststellte: „Die Armen der Konsumgesellschaft sind völlig nutzlos.“1

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Polnischer Spediteur will Berliner Terror-Lkw zurück

 Der Lkw am Tag nach dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche Quelle: dpa/ZB
Der Lkw am Tag nach dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche Quelle: dpa/ZB
Anis Amri erschoss dessen Cousin und steuerte den Lkw in den Weihnachtsmarkt. Nun will Ariel Zurawski seinen Lastwagen zurück, um wieder auf Touren gehen zu können. Der Spediteur hat auch eine Botschaft an Spender.

DIE WELT

Der polnische Spediteur Ariel Zurawski, dem der Unglückslastwagen des Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember gehört, will sein Fahrzeug zurück. Dass der Lastwagen noch immer in Deutschland als Beweismittel beschlagnahmt bleibe und nicht eingesetzt werden könne, beschere ihm Verluste, für die seine Gläubiger kein Verständnis hätten, sagte Zurawski am Samstag dem polnischen TV-Sender TVN24. Ihm drohe deshalb die Pleite.

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CDU-Politiker soll NS-Verbrecher Brunner bei Flucht geholfen haben

Alois Brunner – (c) APA/AFP/STRINGER
Alois Brunner – (c) APA/AFP/STRINGER
Der gebürtige Österreicher und SS-Kommandant Brunner war laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum für die Deportation von 128.500 Juden verantwortlich.

Die Presse.com

Ein Abgeordneter des Deutschen Bundestags hat laut dem „Spiegel“ dem im heutigen Südburgenland geborenen NS-Verbrecher Alois Brunner bei der Flucht geholfen. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem deutschen Nachrichtenmagazin laut Vorausbericht vorliegen.

Laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum war der gebürtige Österreicher und SS-Kommandant Brunner für die Deportation von 128.500 Juden aus Österreich, Griechenland, Frankreich und der Slowakei verantwortlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg entzog er sich einer Strafe, indem er eine falsche Identität annahm. Laut syrischen Geheimdienstangaben soll Brunner 2001 im Alter von 89 Jahren in Damaskus gestorben sein.

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Christoph Butterwegge: Schulz macht Ungerechtigkeit zum Thema, ohne ihr wirklich auf den Grund zu gehen

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. dpa/Patrick Pleul
Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. dpa/Patrick Pleul
Martin Schulz macht offenbar den Unterschied: Während seine beiden unglücklichen Vorgänger als Kanzlerkandidaten der SPD, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück, weder für soziale Gerechtigkeit noch für gesellschaftlichen Fortschritt standen, trauen ihm viele Bürger eine radikale Kurskorrektur der ältesten Partei Deutschlands zu.

Von Christoph Butterwegge | FOCUS ONLINE

Seit der „Agenda 2010“, den Hartz-Gesetzen und den rot-grünen Gesundheitsreformen maßlos frustrierte Mitglieder und Wähler der SPD projizieren heute ihre Hoffnungen auf Schulz, obwohl sie in der Vergangenheit immer wieder von der Parteiführung enttäuscht wurden.

Ein paar tausend Neueintritte seit der Nominierung von Martin Schulz sollte man allerdings nicht überbewerten, denn schließlich wurden 1972, im Jahr des „Willy“-Wahlkampfes, mehr als 100.000 Mitglieder unter 35 Jahren in die SPD aufgenommen, und die wenig später mehr als eine Million Mitglieder zählende Partei hat momentan nicht einmal mehr die Hälfte davon.

Aber dass vor allem viele junge Menschen in die SPD drängen, seitdem Schulz seinen Hut in den Ring warf, zeigt die enorme Anziehungskraft einer charismatischen Führerfigur zu einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Fliehkräfte dominieren.

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Pentagon sucht nach Superwaffe für den Cyberwar

EMP-Test
EMP-Test „Starfish Prime“, 1962. Bild: DoD
Die absolute Cyberwar-Waffe ist eine Atombombe für einen EMP-Angriff, jetzt wird nach einer innovativen, nicht-kinetischen Waffe gesucht, um alle elektronischen Geräte zu „neutralisieren“

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Superwaffe für den brachialen Cyberwar ist seit langem bekannt. Und sie hängt direkt mit der Erfindung des Computers und der Entwicklung der Atombombe zusammen, denn die ultimative Bedrohung einer hochgradig vernetzten Gesellschaft mit allen ihren elektrischen Geräten ist die Explosion einer Atombombe hoch in der Luft. Die Strahlung einer solchen EMP-Bombe würde Menschen und Leben nicht schädigen, aber einen massiven und plötzlichen hochfrequenten, elektromagnetischen Impuls ausstrahlen, der in weitem Umkreis alles lahmlegt, was am Stromnetz hängt, also einen Großteil der Infrastruktur und der Geräte, die für eine moderne Gesellschaft unerlässlich sind, Smart Cities und Smart Homes, alle Fahrzeuge sowieso, wären insbesondere davon betroffen.

Das Pentagon hatte bereits in den 60er Jahren mit EMP-Bomben experimentiert, die gewissermaßen eine Alternative zur Neutronenbombe darstellen, die vor allem Strahlung freisetzt und damit Leben vernichtet, aber aufgrund der geringeren Energiefreisetzung in Form von Druck und Hitze weniger zerstörerisch für Gebäude wäre. Schon 1962 hatte das Pentagon den ersten und zugleich den letzten Test unternommen. In 380 km Höhe wurde bei dem Starfish Prime genannten Test eine Atombombe mit einer Sprengkraft von 1450 Kilotonnen TNT-Äquivalent über dem Johnston-Atoll im Pazifik zur Explosion gebracht. Der dadurch ausgelöste elektromagnetische Impuls legte alle elektrischen Geräte in einem großen Umkreis lahm. Selbst auf Hawaii, 1.300 km entfernt, fiel die Straßenbeleuchtung aus. Auch in der Sowjetunion wurden Anfang der 1960er Jahre EMP-Tests mit Atomwaffen (K-Tests) durchgeführt.

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Selbstbedienungsladen Religion

Er begrüsst den Wettbewerb unter den Welt- anschauungen: Andreas Kyriacou, Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz. Bild: Madeleine Schoder
Er begrüsst den Wettbewerb unter den Welt- anschauungen: Andreas Kyriacou, Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz. Bild: Madeleine Schoder
Heute sind Weltanschauungen und Religionen frei wählbar, sagt Judith Albisser vom Forschungsinstitut SPI der katholischen Kirche. Für Andreas Kyriacou von der Freidenker-Vereinigung ist das eine erfreuliche Entwicklung.

BERNER ZEITUNG

Bald scheint der Wendepunkt erreicht zu sein. Wie die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, fehlt nicht mehr viel, bis die Konfessionslosen die Reformierten in der Schweiz zahlenmässig eingeholt haben. Immer mehr Menschen drehen der Kirche den Rücken zu. In Basel-Stadt entzieht sich mit 46 Prozent sogar fast die Hälfte der ­Bevölkerung einer Religions­gemeinschaft. «Konfessionslose sind ein Massenphänomen geworden», bestätigt Judith Albisser vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI). Die Mitarbeiterin dieses Forschungsinstituts der katholischen Kirche schreibt von einem «rasanten Anstieg in wenigen Jahrzehnten», der auf drei Faktoren zurückzuführen sei: Menschen treten aus der Kirche aus; Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr taufen; konfessionslose Personen wandern in die Schweiz ein.

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Russische Pläne für Mini-Reichstag befremden Berlin

Der russische Verteidigungsminister Schoigu – imago/ITAR-TASS
Der russische Verteidigungsminister Schoigu – imago/ITAR-TASS
Militärbegeisterte Russen sollen in einem Patrioten-Park den „Reichstag“ erstürmen können. Die deutsche Regierung wundert sich: „Die Idee spricht für sich.“

Die Presse.com

Die deutsche Regierung findet die russischen Pläne für einen Mini-Reichstag als Spielwiese für militärbegeisterte „Patrioten“ befremdlich. Deutschland würde etwas Vergleichbares zur „Erziehung und Ertüchtigung der deutschen Jugend nicht unbedingt bauen, und das gilt auch für die Art und Weise, wie das betrieben wird“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Freitag in Berlin. Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte: „Die Idee ist überraschend und spricht für sich.“

Russland will den Berliner Reichstag im Militär-Freizeitpark Kubinka westlich von Moskau in kleinerem Maßstab nachbauen. Trainingseinheiten junger militärbegeisterter Menschen sollen an diesem Objekt üben, wie man ein Gebäude stürmt. Das hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am vergangenen Mittwoch im Parlament in Moskau angekündigt.

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Inside NASA’s Space Farming Labs

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
If astronauts are going to make it on long duration space missions, they’re going to need some veggies.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

For the first time since the end of NASA’s Apollo missions to the moon, there is serious talk of sending humans beyond low earth orbit. NASA has been courting ideas for journeys to the moon and eventually Mars, while SpaceX is hell bent on being the first to get boots on the Red Planet. These ambitious plans present a host of technical challenges, however, particularly when it comes to food. This is why researchers at NASA’s Kennedy Space Center in Florida have turned themselves into space farmers—without leaving Earth.

Up until 2015, the fare for astronauts aboard the International Space Station was limited to the dehydrated, freeze-dried foods that would be delivered aboard cargo resupply missions. Not only are these foods lacking in the taste department, but at $10,000 per pound, it’s also incredibly expensive to ship freeze-dried spaghetti to low earth orbit. The goal, then, is to figure out how to produce food in space. This idea had its first proof of concept in August of 2015, when astronauts aboard the ISS were treated to a rare delicacy: fresh lettuce that was grown in space.

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This Robot Is Almost Definitely Going to Kick Your Ass at Ping Pong

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
A robot with a mean counterhit was awarded a Guinness World Record for being the first robot table tennis tutor.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Omron Corporation designed the robot and named it with  an acronym both NASA and the agents of S.H.I.E.L.D. would be envious of: FORPHEUS, or Future Omron Robotics Technology for Exploring Possibility of Harmonized aUtomation with Sinic Theoretics.

The robot, which looks like a jellyfish if jellyfish played table tennis with three tentacles, uses sensors to monitor the ball.

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Beale-Chiffre: Der sagenhafte Schatz des Wilden Westens

 Wie diese Männer schürfte Beale um 1820 in Colorado nach Gold. (Foto: Interfoto)
Wie diese Männer schürfte Beale um 1820 in Colorado nach Gold. (Foto: Interfoto)
Vor 200 Jahren fand Büffeljäger Thomas Beale in Colorado riesige Mengen Gold, zum Versteck führt ein bis heute nicht entzifferter Code. Oder ist alles nur ein Bluff?

Von Florian Welle | Süddeutsche.de

Er soll eine stattliche Erscheinung gewesen sein. Etwa 1, 80 Meter groß, langes, schwarzes Haar, entschlossener Blick. Nicht nur das verwegene Äußere von Thomas J. Beale regt die Fantasie an. Auch die Geschichte, die sich um seine Person rankt, hat alle Ingredienzien, sofort das Kind im Manne zu wecken und sein Abenteurerherz höher schlagen zu lassen: Amerika, ein Goldversteck, drei verschlüsselte Botschaften.

Die erste verrät den Ort, die zweite den Inhalt, die letzte nennt Personen, die anteilig bedacht werden sollten. Bis heute ist nur die zweite der sogenannten Beale-Chiffren entziffert. Das heißt, dass der Schatz im Wert von umgerechnet etwa 25 Millionen Euro immer noch nicht gehoben ist. Wenn es ihn je gab.

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Wie alt kann ein Mensch maximal werden?

 Mehr Zeit, mehr Gelassenheit: Das Alter bringt auch Vorteile mit sich © PeopleImages/GettyImages
Mehr Zeit, mehr Gelassenheit: Das Alter bringt auch Vorteile mit sich © PeopleImages/GettyImages
Die Lebenserwartung in Industrienationen steigt und steigt. Bis 2030 soll sie 90 Jahre überschreiten. Das wirft Fragen auf. Gibt es eine natürliche Obergrenze für das Alter? Und welchen Einfluss hat der Einzelne?

Von Ilona Kriesl | stern.de

Herr Prof. Englert, eine Studie sorgt derzeit für Schlagzeilen. Bis 2030 soll die Lebenserwartung 90 Jahre überschreiten. Warum werden wir immer älter?

Aus meiner Sicht spielen hier drei Faktoren eine Rolle. Da wäre zum einen der medizinische Fortschritt: Die Kindersterblichkeit ist in den letzten 100 Jahren massiv gesunken. Es gibt Fortschritte im Kampf gegen Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das macht sich durchaus in der Lebenserwartung bemerkbar. Außerdem ist unser Leben körperlich leichter geworden. Statt täglich zwölf Stunden im Bergwerk zu schuften, sitzen wir acht Stunden im Büro. Und natürlich hat sich auch unsere Ernährung verbessert. Wir können rund um das Jahr Obst und Gemüse kaufen und haben zu jeder Zeit Zugang zu Lebensmitteln. Das kann einerseits zum Fluch werden – Stichwort Übergewicht. Letztlich ist es aber ein Segen.

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Antimaterie: Erste Indizien für Asymmetrie

Noch immer suchen Teilchenphysier nach der Ursache für die Asymmetrie von Materie und Antimaterie © Podbregar
Noch immer suchen Teilchenphysier nach der Ursache für die Asymmetrie von Materie und Antimaterie © Podbregar
Endlich: Forscher am CERN könnten erstmals einer Symmetrieverletzung zwischen Materie und Antimaterie auf der Spur sein. Beim Zerfall eines Baryons – eines wie das Proton aus drei Quarks bestehenden Teilchens – stellten sie Unterschiede von bis zu 20 Prozent zwischen dem Teilchen und seinem Antiteilchen fest. Wie sie im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten, liegt die Signifikanz allerdings noch unter den für eine Entdeckung benötigten fünf Sigma.

scinexx

Schon seit Jahrzehnten fahnden Physiker nach einer Symmetrieverletzung – Unterschieden zwischen Materie und Antimaterie, die erklären könnten, warum heute im Universum die Materie dominiert. Bisher allerdings mit wenig Erfolg. Denn Magnetverhalten, Masse-Ladungs-Verhältnis und starke Kernkraft scheinen übereinzustimmen und beim Anti-Wasserstoff stimmen auch Ladung und Spektrum mit seinem Materie-Gegenpart überein, wie Experimente belegen.

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Öl: Nur wenig neue Funde

Bohrinsel in der Nordsee. Bild: Erik Christensen/CC BY-SA-3.0
Bohrinsel in der Nordsee. Bild: Erik Christensen/CC BY-SA-3.0
2016 wurden sowenig neue Erdöl- und Erdgasreserven gefunden, wie seit den 1950er nicht mehr. Darauf macht die Energy Watch Group (EWG) aufmerksam. Die EWG ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern wie Werner Zittel von der Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH und Politikern wie dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Grünen Hans-Josef Fell.

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Begrenztheit fossiler und nuklearer Ressourcen zu informieren und für eine langfristig sichere und günstige Energieversorgung zu werben. Die Präferenzen der Gruppe liegen eindeutig bei den Erneuerbaren, was schon daran abzulesen ist, dass ihr Präsident Fell einst zu den Autoren der ersten Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gehörte.

Im vergangenen Jahr seien demnach nur 176 neue Lagerstätten entdeckt worden. Bis 2013 habe der jährliche Durchschnitt bei 400 bis 500 neuen Feldern gelegen, so die Gruppe in Berufung auf die Financial Times. Die britische Wirtschaftszeitung hatte Mitte Februar berichtet, dass die Menge an Erdgas und Öl, die in ein paar Jahren aus den neuen Feldern voraussichtlich gepumpt werden kann, 8,2 Milliarden Barrel Erdöl entspricht.

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Herero und Nama bekräftigen Schadenersatzforderungen

Herero- und Nama-Delegierten in Berlin vor dem Sitz des Bundespräsidenten (Archivfoto)
Herero- und Nama-Delegierten in Berlin vor dem Sitz des Bundespräsidenten (Archivfoto)
Seit mehreren Jahren fordern Vertreter der Herero und Nama von Deutschland Entschädigungszahlungen und eine Entschuldigung für den Genozid auf dem Gebiet des heutigen Namibia. Nun konkretisierten sie ihre Forderungen nach Wiedergutmachung.

MiGAZIN

Vertreter der Herero- und Nama-Völker in Namibia haben erneut von Deutschland eine Entschädigung für den Genozid vor mehr als 100 Jahren gefordert. Nachfahren der Völkermord-Opfer kritisierten am Donnerstag in Berlin die deutsch-namibischen Regierungsverhandlungen über die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte. Vertreter der Volksgruppen seien an den Gesprächen nicht beteiligt, sagte die Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation, Esther Muinjangue.

Analog zur deutschen Wiedergutmachungspolitik gegenüber den Juden für erlittenes NS-Unrecht müsse auch mit den Herero und Nama umgegangen werden, forderte Doudou Diène, ehemaliger UN-Beauftragter für die modernen Formen von Rassismus. Wie nach dem Holocaust, als Deutschland mit der jüdischen Zivilgesellschaft in Verhandlungen getreten sei, sollte die Bundesregierung mit den Opfervertretern der Herero und Nama direkt über Schadenersatz verhandeln.

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Unsere Neandertaler-Gene sind aktiv

Wir Europäer tragen Gene vom Neandertaler in uns - und diese beeinflussen sogar die Aktivität moderner Gene. © Thinkstock, AquilaGib/ CC-by-sa 3.0
Wir Europäer tragen Gene vom Neandertaler in uns – und diese beeinflussen sogar die Aktivität moderner Gene. © Thinkstock, AquilaGib/ CC-by-sa 3.0
Aktives Erbe: Die Neandertaler-Gene in uns sind bis heute aktiv – und beeinflussen messbar sogar die Expression moderner Gene, wie eine Studie enthüllt. Gibt es von einem Gen in unserem Erbgut eine Neandertaler- und eine moderne Variante, dann wird je nach Gewebe und Gen mal die eine mal die andere stärker abgelesen. Auffallend dabei: In Gehirn und Hoden dominieren fast durchgängig die modernen Allele, wie die Forscher im Fachmagazin „Cell“ berichten.

scinexx

Auch wenn der Neandertaler schon vor rund 40.000 Jahre ausgestorben ist, lebt ein Teil von ihm in uns weiter. Denn auf ihrem Weg nach Europa kreuzten sich einige Homo sapiens mit den Eiszeitmenschen und zeugten Mischlinge. Wir Europäer tragen daher rund zwei Prozent Neandertaler-DNA in uns – und dies durchaus zu unserem Vorteil:

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Schleswig zu Dänemark? Zurück ins Mittelalter!

Der Vize-Chef der Dänischen Volkspartei, Søren Espersen, fordert die dänische Minderheit in Deutschland auf, an der Grenzziehung von 1920 zu rütteln. Er plädiert für ein Dänemark bis zum Fluss Eider. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/janwikifoto-
Der Vize-Chef der Dänischen Volkspartei, Søren Espersen, fordert die dänische Minderheit in Deutschland auf, an der Grenzziehung von 1920 zu rütteln. Er plädiert für ein Dänemark bis zum Fluss Eider. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/janwikifoto
Seit 811 gibt es eine deutsch-dänische Grenze. Oft wurde sie verschoben, in beide Richtungen. Jetzt attackiert die Dänische Volkspartei den Kompromiss von 1920 und stellt die deutsche Nordgrenze in Frage.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Grenzen trennen, denn erst durch sie werden Gebiete und deren Ordnung definiert. Ohne eine wie auch immer geartete Umgrenzung kann kein Gemeinwesen funktionieren. Grenzen können, müssen aber keineswegs undurchlässig sein. Im Gegenteil haben sich stets jene Grenzen als besonders stabil erwiesen, die mehr oder minder kontrolliert von beiden Seiten passierbar waren, gleichzeitig aber als selbstverständlich anerkannt wurden, als gewissermaßen „natürlich“.

Deutschlands Grenzen waren im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte oft flexibel, was immer wieder zu Streit und Kämpfen führte, im 20. Jahrhundert zweimal zu katastrophalen Weltkriegen. Erst seit 1949 steht die Außenlinie der Bundesrepublik im Norden, Westen und Süden fest, seit 1990 auch im Osten. Daran hat sich durch die Integration in die EU und durch das Schengen-Abkommen nichts geändert. Territoriale Veränderungen in Europa galten jedenfalls bis zur Annexion der Krim durch Russlands Präsident Wladimir Putin 2014 als nicht mehr vorstellbar.

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Surf-Legende Kelly Slater ruft zum „Abschlachten“ von Haien auf

Surf-Legende Kelly Slater (kl. Bild) setzt sich eigentlich stark für den Schutz der Meere ein. Der tödliche Hai-Angriff vor La Réunion veranlasste ihn nun, drastische Worte zu wählen © Richard Bouhet/AFP/Picture Alliance
Surf-Legende Kelly Slater (kl. Bild) setzt sich eigentlich stark für den Schutz der Meere ein. Der tödliche Hai-Angriff vor La Réunion veranlasste ihn nun, drastische Worte zu wählen © Richard Bouhet/AFP/Picture Alliance
Nach dem ein Hai einen Bodyboarder vor La Réunion tötete, hat Kelly Slater zum gezielten Töten der Tiere aufgefordert. Der eigentlich für sein Engagement im Meeresschutz bekannte Surf-Star bekam dafür viel Gegenwind.

stern.de

US-Surflegende Kelly Slater hat mit einem Aufruf zum Töten von Haien für Wirbel gesorgt. Nach einer tödlichen Hai-Attacke auf einen Wassersportler vor der Insel La Réunion schrieb der elffache Surfweltmeister auf der Instagram-Seite eines anderen Surfers: „Ich werde mich damit nicht beliebt machen, aber auf La Réunion muss es wirklich ein Abschlachten (von Haien) geben, und zwar jeden Tag.“

„Es gibt dort im Ozean eindeutig ein Ungleichgewicht“, fuhr Slater fort, der eigentlich für sein Engagement zum Schutz der Weltmeere bekannt ist. „Wenn es auf der ganzen Welt eine solche Häufigkeit von Attacken gäbe, würde niemand die Ozeane nutzen und buchstäblich Millionen von Menschen würden so sterben.“

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This Single Vaccine Could Protect Against Zika, Dengue, and Malaria

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Rather than targeting the diseases, the vaccine targets the mosquitoes that spread them.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

The mosquito is regularly crowned the most deadly animal on Earth, and with good reason. Infectious diseases spread by these insects—including malaria, dengue, and Zika—mean mosquitoes are responsible for 725,000 human deaths every year.

Rather than looking for a vaccine for each of these different diseases, what if we made a vaccine against mosquitoes themselves?

That’s exactly what scientists have done, and they’re about to test it on humans for the first time. The vaccine, called AGS-v, was developed by researchers in London and is about to be tested through a small trial conducted by the National Institutes of Health.

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„Demokratie ist keine Interessensvertretung“

 Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Leben wir wirklich in einer „Rentnerdemokratie“, wie es von Jüngeren beklagt wird? Der Philosoph Stefan Gosepath hält dagegen: Hinter dieser Kritik stecke ein falsches Verständnis von Demokratie. Gefragt seien jetzt Politikangebote, die zwischen den Generationen vermitteln könnten.

Stefan Gosepath im Gespräch mit Korbinian Frenzel | Deutschlandradio Kultur

Korbinian Frenzel: Unser aller Lebenserwartung steigt. Im Jahr 2030 werden wir im Durchschnitt über 90 Jahre als. Das sagt eine heute erscheinende Studie des Imperial College London mit Blick auf Menschen, die in Industrieländern wie Deutschland leben. Das ist schön, aber vielleicht auch nicht nur. Wenn immer mehr alte Menschen in unserem Land leben, werden wir dann auch mental zur Rollator-Gesellschaft? Landen wir, so hat es Roman Herzog mal gesagt, in einer Rentnerdemokratie? Wir machen diese Frage zum Mehrgenerationenthema. Gleich im Interview Stefan Gosepath, Jahrgang 1959, Professor für Politische Philosophie an der FU Berlin, befragt von mir, Jahrgang 1978, und eingeleitet von Sorgenfalten auf jugendlicher Stirn. Mein Kollege Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, meint:

Die Alten sind schuld! „Rentengeschenke“ sind fester Bestandteil des Bundestagswahlkampfs. Wo, bitteschön, bleiben die Geschenke für Praktikanten, Auszubildende, Studierende, fragt Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, – und findet, dass die Alten bei Abstimmungen zu viel Macht haben. mehr…

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