Dodo Mazyek: Muslimischer Extremismus befindet sich im Niedergang

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Der Zentralratsvorsitzende zeigte sich enttäuscht über die relativ geringe Beteiligung an einem von Muslimen organisierten Friedensmarsch vergangene Woche in Berlin.

evangelisch.de

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sieht Islamisten auf dem Rückzug. „Der muslimische Extremismus befinde sich im Niedergang, sagte er der „Bild am Sonntag“. Das mache ihn aber nicht weniger gefährlich. Mazyek rief die Muslime auf, sich an Demonstrationen gegen den Terror zu beteiligen. Gerade jetzt gelte es, öffentlich Gesicht zu zeigen.

Der Zentralratsvorsitzende zeigte sich enttäuscht über die relativ geringe Beteiligung an einem von Muslimen organisierten Friedensmarsch vergangene Woche in Berlin. Er hätte sich mehr Teilnehmer erhofft, sagte er. Behauptungen des türkischen Moschee-Verbands Ditib, den Gläubigen könnten Demonstrationen während der Fastenzeit nicht zugemutet werden, wies er zurück: „Im Ramadan wurden entscheidende Wegmarken der muslimischen Geschichte gesetzt. Das war oft auch mit großer körperlicher Anstrengung verbunden.“

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Wilhelm von Humboldt: „Wir können nicht denken, ohne zu fühlen“

Wilhelm von Humboldt – Lithographie von Franz Krüger.FOTO: WIKIMEDIA
Wilhelm von Humboldt, der vor 250 Jahren geboren wurde, als Pionier der Geschlechterforschung? Sexualmediziner Klaus M. Beier erklärt, warum Humboldt für sein Fach interessant ist.

Von Dorothee Nolte | DER TAGESSPIEGEL

Herr Beier, warum finden gerade Sie als Sexualmediziner Wilhelm von Humboldt interessant? Die Wilhelm-von-Humboldt-Stiftung, die Sie gegründet haben, widmet sich der Sexualwissenschaft.

Schon Iwan Bloch, einer der Väter der Sexualwissenschaft, hat sich an Wilhelm von Humboldt orientiert und bewundernd hervorgehoben, dass dieser eine „Geschichte des Hetärentums“ – also der Prostitution – schreiben wollte, die Bloch dann 1914 selbst verfasst hat. Und es trifft auch zu: Humboldt hat in seinen Aufsätzen über den Geschlechtsunterschied Thesen aufgestellt, die noch heute Bestand haben. Demnach ist der Geschlechtsunterschied der allererste, grundlegende Unterschied, an dem Menschen ihre Begrenztheit erfahren: Dem einen Geschlecht anzugehören, bedeutet, von einer „gewissen Anzahl“ an Merkmalen des anderen Geschlechts ausgeschlossen zu sein. Differenzen sind aber aus seiner Sicht etwas Positives, nämlich die Voraussetzung für die Hervorbringung des Neuen. Die Begrenztheit lässt sich durch respektvollen Dialog überwinden, die Erweiterung erfolgt durch den jeweils anderen. Das ist alleine nicht zu schaffen: Wir sind auch neurobiologisch auf Bindung programmiert, das prägt nicht nur unsere Sexualität, sondern auch unsere Wahrnehmung der Welt und unser Denken.

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ZDF-Doku über Lilli Jahn – Dichtung und Wahrheit

Hoffnungsvoll. Was Lilli Jahn aus Köln an ihren späteren Mann Ernst schreibt, strahlt vom Glauben an eine Liebe, die alle…FOTO: ZDF UND PRIVAT
Mein verwundetes Herz: Eine ZDF-Doku über Lilli Jahn erinnert an schlimmsten Antisemitismus während der NS-Zeit.

Von Nikolaus von Festenberg | DER TAGESSPIEGEL

Damit eine Tragödie wie die der in Auschwitz ermordeten jüdischen Ärztin und fünffachen Mutter Lilli Jahn zur besten Sendezeit im Fernsehen um 20 Uhr 15 Uhr zu sehen wäre, müsste nach Stand der Dinge Einschneidendes passieren: die Verwandlung eines historischen Stoffes in ein das Geschehen nachspielendes TV-Movie. Das ist allerdings immer eine Auslieferung historischer Wahrheit, und sei die Nachinszenierung auch noch so gut.

Der Zeitgeist der Gegenwart würde sein Gestaltungsrecht einfordern, als durchschaute das Heute das Gestern. Fragen müssten um der Drehbuchform willen beantwortet werden, die sich nicht beantworten lassen. Das Interessanteste entfiele – die Rätsel, die Widersprüche im Leiden, das heute naiv erscheinende Hoffen auf Rettung.

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Märchenstunde mit DiTiB-Landeschef: Terror kennt keine Religion

Yilmaz Yildiz, Foto: Harald Kaster
Der Bundesvorstand des türkischen Moscheeverbands Ditib hat in der vergangenen Woche seinen Mitgliedern empfohlen, nicht in Köln an einem Friedensmarsch von Muslimen gegen islamistischen Terror teilzunehmen. Auch deswegen sieht sich Ditib Kritik aus vielen Teilen der Gesellschaft ausgesetzt. Ein Gespräch mit Yilmaz Yildiz, Chef des rheinland-pfälzischen Ditib-Landesverbands.

Interview Friedrich Roeingh, Reinhard Breidenbach, Dominic Schreiner | Allgemeine Zeitung

Herr Yildiz, hat Ditib in Bezug auf Köln einen Fehler gemacht?

Sie hat dezidiert begründet, warum sie an der Demo nicht teilnehmen wird. Wie jedoch weiter damit verfahren wurde, zeigt, dass keine Gelegenheit ausgelassen wird, die Ditib zu skandalisieren. Zum anderen hat uns enorm gestört, dass der Begriff Terror mit dem Begriff Islam beziehungsweise Islamismus verbunden worden ist. Diese Art von Gleichstellung hat viele Muslime gestört. Terror ist überall Terror.

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„Gottgelenkte Evolution“

Pockenvirus – ein Ergebnis gelenkter, absichtsvoll vorausgeplanter Evolution?
Ein gescheiterter Versuch der Konsensfindung. Das Konzept einer „gottgelenkten Evolution“ wird als Kompromiss zwischen Kreationismus und der wissenschaftlichen Evolutionsbiologie angeboten.

Von Jori Wehner | Richard-Dawkins-Foundation

Mit einem wissenschaftlich begründeten Verständnis evolutionärer Prozesse ist dieses Konzept nicht vereinbar, denn alle Beobachtungen deuten auf ungelenkte Evolution hin. Zudem werfen Versuche einer Vereinigung beider Konzepte unlösbare theologische Probleme auf.

Es besteht ein unüberbrückbarer Konflikt zwischen „ungelenkter Evolution“ (die plausible Schlussfolgerung evolutionsbiologischer Forschung) und „gelenkter Evolution“ (die Behauptung christlicher und islamischer Theologie).

  1. Die Theologie postuliert an den Anfang der evolutionären Entwicklung einen intelligenten Schöpfer, der irgendwann damit begonnen haben soll, einen zuvor festgelegten Plan abzuarbeiten. Evolutionäre Prozesse laufen jedoch allem Anschein nach ungerichtet und ohne vordefiniertes Ziel ab. Genetische Mutationen folgen einer statistischen Zufälligkeit – keinem vordefinierten Ziel. Die meisten Mutationen sind phänotypisch neutral oder schädigen ihren Träger. Nur in extrem seltenen Fällen tritt eine fitness-steigernde Mutation auf, die ihrem Träger einen reproduktiven Vorteil verschafft und damit in der Population fixiert wird.  Der evolutionäre Prozess produziert also praktisch immer nur Ausschuss (was leicht übersehen werden kann, da unsere eigene Umwelt nur noch die seltenen Erfolgs-Ausnahmen enthält). Selbst die wenigen Individuen, die sich gegen ihre Konkurrenten innerhalb und außerhalb der eigenen Art behaupten können, sind immer nur zeitweilig erfolgreich. Mehr als 99% aller biologischen Spezies der Erdgeschichte sind ausgestorben. Das spricht gegen eine planvolle Steuerung evolutionärer Prozesse und ist ein deutlicher Beleg für ungeplante, ungerichtete, letztlich ziellose Entwicklung.

Evolutionsexperimente zeigen, dass die Evolution mit jedem Neustart desselben genetischen Ausgangsmaterials immer neue, überraschende, unvorhersehbare Verläufe nimmt.[1] Dabei zeigt sich Divergenz in neue, bisher unbeschrittene Wege durch den Raum der möglichen Permutationen.[2] Die statistische Wahrscheinlichkeit für Redundanz (für eine Wiederholung derselben Mutationssequenzen in nachfolgenden Generationen) geht gegen Null. Selbst konvergente Einwicklungen in der Evolution entstehen offenbar nicht planvoll, sondern durch den formenden Einfluss der Umweltbedingungen.

  1. Das Genom etlicher Spezies enthält funktionelle Verluste gegenüber früheren Evolutionsstufen. Im Genom der Primaten (einschließlich des Menschen) findet sich z.B. auf dem achten Chromosom ein defektes Gen für einen Stoffwechselweg zur Herstellung von körpereigenem Vitamin C. Menschen und andere Trockennasenaffen können kein eigenes Vitamin C mehr produzieren, wozu ihre evolutionären Vorfahren (und fast alle anderen höheren Tiere in unserer Umwelt) problemlos in der Lage sind.[3] Diese Pseudogene sind beeindruckende Zeugnisse der gemeinsamen Abstammung heutiger Arten – jedoch funktionell sinnlos. Es erscheint extrem unplausibel, dass ein intelligenter Schöpfer die Evolution nützlicher Gene veranlasst haben soll, um sie dann in einzelnen Spezies durch Punktmutation zum Schaden ihrer Träger wieder zu zerstören. Der Nachweis von defekten Pseudogenen bestätigt jedoch hervorragend die Annahme einer ungelenkten, ziellosen Evolution basierend auf zufälligen Mutationen.

Nicht nur auf makroskopischer Ebene sind die Spuren ungerichteter Evolution anhand von Rudimenten und Atavismen erkennbar. Die Erbinformation aller Spezies ist übersät mit den Artefakten zufälliger, meist schädlicher Kopierfehler, die sich im Verlauf von vier Milliarden Jahre währender, wiederholender DNA-Abschriften eingeschlichen haben. In der DNA aller Spezies finden sich tausende retrovirale Insertionen, Transposone, chromosomale Fusionen, sinnlose Einfügungen und Umstellungen, die vor Millionen Jahren bei einzelnen Individuen aufgetreten sind und sich seitdem durch ihre (in verschiedene Spezies aufgespaltete) Nachkommenschaft vererben. Auch wenn wir in unserem Genom nur noch solche Artefakte finden, die mit dem Leben und der Reproduktion ihrer Träger vereinbar gewesen sind, lässt ein Blick in das breite Spektrum der Erbkrankheiten erahnen, wieviele Milliarden Träger solcher zufälligen genetischen Modifikationen als evolutionärer Ausschuss ausselektiert wurden. Das bestätigt die Annahme einer ungerichteten, ungeplanten Evolution. Wer hier an der These eines vorausschauenden Planers der Evolution festhalten will, muss sich einreden, der intelligente Planer habe absichtlich eine Evolution entworfen, die exakt so aussieht, als folge sie absichtslosem Zufall.

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Shocking photos show how Britain and America used to sterilise ‚undesirable‘ people

The facial characteristics of a Tibetan man are measured in 1938 (Photo: Public Library/News Dog Media)
Before the horrors of the Holocaust there were supporters of ‚cutting out‘ certain traits across the world

By Tom Davidson | Mirror

Photos have emerged which show the horrific heyday of the Eugenics movement where „undesirable“ people in Britain, America and parts of Europe were sterilised.

Decades before the atrocities of Nazi Germany, eugenics, where „desirable“ human traits were sought out, had advocates across the world.

Following the publishing of Charles Darwin ’s ‚On the Origin of Species‘ in 1859 a craze of eugenics spread through Britain, Europe and the United States.

Supporters of eugenics enjoyed success in the early 20th century and claimed traits such as dwarfism, deafness and even minor defects like a cleft palate could be wiped out of the gene pool.

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A convicted criminal named Albert Smit has his head measured in Netherlands in 1896 (Photo: Public Library/News Dog Media)

Antisemitismus mit Ansage

© DPA „Zensur auf Arte“, titelte die „Le Monde“ zum Beschluss des Senders, die Dokumentation über Antisemitismus nicht zu zeigen.
Dass die Antisemitismus-Doku nun in Frankreich gezeigt wurde, war überfällig. Doch dass sich Arte nicht zu einer eigenen Bearbeitung durchringen konnte, ist eine Bankrotterklärung.

Von Jürg Altwegg | Frankfurter Allgemeine

„Die Anstrengungen von Luc Rosenzweig und eines guten Teils der deutschen Presse haben sich bezahlt gemacht“, freute sich das Magazin „Causeur“ auf seiner Homepage ein paar Stunden vor der Ausstrahlung. Auf drei Seiten hatte der langjährige Deutschland-Korrespondent von „Le Monde“ in der Monatszeitschrift über den Film „Auserwählt und ausgegrenzt“ berichtet, unter dem Titel: „Zensur auf Arte“. Dass der europäische Kultursender den Dokumentarfilm klammheimlich aus dem Programm genommen hatte, war in Paris zuvor offensichtlich niemandem aufgefallen.

Man kann das mit dem ursprünglichen Sendedatum nach dem ersten Durchgang der Präsidentenwahl erklären. Man muss aber auch die Frage nach dem französischen Umgang mit dem „neuen“ Antisemitismus in Zeiten der Terrors – der zunächst ausschließlich jüdische Tote gefordert hatte – und der Islamisierung in den Banlieues stellen.

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Dodo Kretschmann lästert über seine Partei – „Ihr habt keine Ahnung“

Wie stabil ist der Frieden bei den Grünen? Ein Wutausbruch von Oberrealo Winfried Kretschmann über einen Beschluss der eigenen Partei ist im Netz gelandet. Das passt so gar nicht zur die Wahlkampfstrategie der demonstrativen Einigkeit.

stern.de

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat beim Bundesparteitag der Grünen über einen Beschluss seiner Partei gelästert – und verärgert auf eine heimliche Videoaufzeichnung reagiert. In den Aufnahmen kritisiert er in erregtem Ton den Parteitagsbeschluss, ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr neu zuzulassen. Unter anderem sagt er: „Jetzt kommt der Hofreiter immer mit seiner tollen Story vom Tesla. Überleg dir mal, jetzt fahren fünf Millionen Elektroautos rum. Wo tanken die? (…) Ihr habt keine Ahnung! Aber die Leute sagen, ab dem Jahr 2030 kann man das alles machen. Das sind doch Schwachsinns-Termine.“ Regierungssprecher Rudi Hoogvliet sprach am Donnerstagabend mit Blick auf die Veröffentlichung von einer „Verwilderung der Sitten“. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und die „Badische Zeitung“ (Online) darüber berichtet.

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Staatsanwaltschaft weist Anzeige gegen Dodo Laun und kath.net ab

Vor einigen Wochen hatten einige Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten eine Strafanzeige gegen Laun und kath.net eingebracht. Anlass war der Hirtenbrief von Bischof Andreas Laun zum Thema „Gender“.

kath.net

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat eine Klage gegen den Salzburger Weihbischof Andreas Laun bzw. gegen die katholische Internetzeitung kath.net abgewiesen. Dies teilte Bischof Laun am Donnerstag kath.net mit. Vor einigen Wochen hatten einige Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten eine Strafanzeige gegen Laun und kath.net eingebracht. Anlass war der Hirtenbrief von Bischof Andreas Laun zum Thema „Gender“. Auch die österreichische Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige zurückgewiesen. Im linken „Standard“ hieß es dazu in einem Bericht vor einigen Wochen: „Auch für die Betreiber des Nachrichtenportals kath.net wird die Verbreitung des Hirtenbriefs ein rechtliches Nachspiel haben.“

AfD-Brandenburg möchte deutsche Gebärmütter staatlich pflegen

Bild. Shahak Shapira/Twitter

„Wer nicht unserer Meinungs ist, geht ins Gas.“ So nachzulesen in einem geleakten Chat-Protokoll der AfD. „Deutschland den Deutschen.“ Die Nachfahren zentralasiatischer Horden, die nach Westen fluteten, wollen den Deutschen zu alter Größe verhelfen. Was früher der Versailler Vertrag sind den heutigen Nazis, Rechtspopulisten und SA-Rekruten die Flüchtlinge, die sich daraus ergebenden Überfremdungsgefühle, die „Lügenpresse“, die „BRD-GmbH“, Merkel und ihre Eliten.
Die Fraktion der Alternative für Deutschland des Landes Brandenburg sieht für sie Stammes-Deutschen die Apokalypse am Horizont aufgehen. Die Gebärfreundigkeit brandenburgischer Frauen ist kritikwürdig. So stellt die AfD im Landtag einen Antrag:

Die Geburtenziffer für Brandenburg lag im Jahr 2015 bei 1,53 Geburten. Auch wenn in Brandenburg eine leichte Steigerung der Geburtenrate in den letzten Jahren zu verzeichnen ist, wird in der vom Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg und dem Landesamt für Bauen und Verkehr vorgelegten Bevölkerungsprognose (2011-2030) langfristig gesehen ein Rückgang der Bevölkerung erwartet. So rechnen die Statistiker für 2030 mit einem
signifikanten Geburtendefizit, ausgehend von rund 33.000 erwarteten Gestorbenen und um die 10.000 prognostizierten Lebendgeburten. Antrag AfD-Fraktion/Drucksache6/6819

Das Überleben des Deutschen im Land Brandenburg ist nicht gesichert, daher fabuliert die Fraktion weiter:

Der Landtag möge beschließen:
Die Landesregierung wird aufgefordert, noch in der laufenden Legislaturperiode einen Zukunftsplan zur Steigerung der Geburtenrate in Brandenburg vorzulegen, um für eine Zunahme deutscher Familien mit wenigstens zwei Kindern zu sorgen sowie die Rahmenbedingungen
zu verbessern bzw. zu schaffen. Zu beachten sind insbesondere die strukturschwachen Regionen, die Steigerung des Betreuungsangebots für Kinder sowie Maßnahmen gegen eine weitere Abwanderung junger Brandenburger. Sie sollen ermutigt werden, eine Familie zu gründen, denn Kinder dürfen nie ein Armutsrisiko darstellen.ebenda

Man muss ja nun nicht die Gebärfreudigkeit der Menschen regeln wollen, schon gar nicht expressis verbis deutscher Menschen, um sie zur Familiengründung anzureizen. Bleibt die Frage, wie die AfD  diesen Prozess der Anhebung von Gebärfreudigkeit ausgestalten will. Bekommen die über den Durchschnitt geborenen Jungs ein passendes Tweedjacket von Gauland, die Mädels einen Strampler, entworfen von der Herzogin von Oldenburg? Letztere sollte überhaupt erst einmal anfangen Nachwuchs zu zeugen.

Gehen Experten davon aus, dass das Land Brandenburg, ohne Zuwanderung, keine Bestandsgröße mehr darstellt bekommt die Stammespartei der Deutschen kalte Füße. Die Erhöhung der Geburtenzahl „arischer“ Kinder gab es in Deutschland schon einmal. Der Lebensborn e.V., ein von der SS getragener, staatlicher Verein hatte sich genau das zum Ziel gesetzt. Grundlage war die nationalsozialistische Rassenhygiene.
War es damals die Rettung der „nordischen Rasse“, wegen angeblicher Geburtendefizite und der drohende Untergang des Deutschtums, so unterliegt der Antrag der AfD-Fraktion des Landes Brandenburg genau dem Duktus nationalsozialistischer Rassenideologie. Die Beantwortung der Frage, was mit Geburten passiert, die nicht „deutsch“ sind, verkneift man sich vorerst. Nur deutsche Familien sind erbbiologisch und rassisch wertvoll.

„Für soziale Verantwortung benötigen wir keine höhere Instanz“

Marieke Prien. Bild: HVD, Bundesverband
Schon seit Jahrtausenden nutzen viele Kulturen auf der Welt das astronomische Ereignis der Sonnenwenden, um Feste zu feiern. Auch eine wachsende Zahl konfessionsfreier Menschen nimmt seit einigen Jahrzehnten die Sommersonnenwende zum Anlass, am „längsten Tag des Jahres“ den Dialog über ihre Überzeugungen und Erfahrungen zu erneuern und sich bei gemeinsamen Feiern zu begegnen und wiederzusehen. Anlässlich des World Humanist Day 2017 grüßen drei Vertreterinnen humanistischer Organisationen ihre Freundinnen und Freunde in Deutschland und der Welt.

HVD – Bundesverband

Marieke Prien, Vorsitzende der International Humanist and Ethical Youth Union: Der Welthumanistentag – ein Tag, an dem wir Humanist*innen weltweit uns und unsere Projekte vorstellen möchten. Wir möchten damit auch zeigen, was unsere Werte sind. Die Liebe zu unseren Mitmenschen, aber auch das Hinterfragen von Strukturen und der Kampf für Freiheit und Gleichheit. Dass wir einander achten und füreinander eintreten. Und dass wir für diese Dinge keinen übernatürlichen Glauben brauchen, sondern sie aus uns selbst heraus als richtig und gut erkennen.

Dadurch können wir unsere positiven Botschaften vermitteln, unser Humanismus-Verständnis erklären und vorleben — und hoffentlich auch Vorurteile abbauen, die es gegenüber den meist nicht-religiösen Humanist*innen gibt.

Es geht auch darum, Mut zu machen. Mut, den man schnell verliert, wenn man einen Blick in die Zeitung wirft oder dem mächtigsten Mann der Welt auf Twitter folgt.

Ein Inhalt des Humanismus ist der Versuch, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der jede Person sich selbst verwirklichen und frei sein kann. In der man sich vorurteilsfrei gegenseitig unterstützt und voranbringt. Das beinhaltet nicht nur das Hinterfragen von Stereotypen. Es beinhaltet auch, dass man persönliche Meinungen und Geschmäcker als solche erkennt und nicht als universale Regeln sieht, an die andere sich zu halten haben.

Um das zu erreichen, muss man sich an die eigene Nase fassen und sich kritisch mit den eigenen Gedanken und Handlungen auseinandersetzen. Auch hierzu soll der internationale humanistische Feiertag einen Anstoß geben.

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Sex hält geistig fit

Wer auch imn Alter noch sexuell aktiv ist, tut auch seinem Gehirn etwas Gutes. © Shironosov/ thinkstock
Sex gegen geistigen Abbau? Sexuelle Aktivität im Alter kann die geistigen Leistungen fördern, wie eine Studie nun belegt. Dabei schnitten Senioren, die regelmäßig Sex hatten, bei Tests ihres verbalen und visuellen Gedächtnisses besser ab als sexuell nicht aktive Teilnehmer. Ob dies soziale, psychische oder physiologische Ursachen hat, ist bisher nicht geklärt. Nach Ansicht der Forscher bestätigt dies aber frühere Ergebnisse, nach denen Sex im Alter insgesamt die Gesundheit fördert.

scinexx

Sex ist ein Urinstinkt – kein Wunder, hängt von der erfolgreichen Fortpflanzung doch das Weiterbestehen unserer Art ab. Deshalb sorgt die Natur dafür, dass bei Erregung ein ganzer Cocktail an Hormonen ausgeschüttet wird, darunter neben den Geschlechtshormonen auch Glücklichmacher wie Endorphine und Dopamin, sowie das Kuschelhormon Oxytocin. Gleichzeitig arbeiten Kreislauf, Herz und Stoffwechsel auf Hochtouren.

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UNO-Experte für Vorrang von ‚LGBTI-Rechten’ vor Religionsfreiheit

Maßnahmen gegen die Diskriminierung von LGBTI-Personen müssten alle Phasen des Lebens betreffen, vom Elternhaus über das Bildungssystem bis zur Arbeitswelt und darüber hinaus, sagt Vitit Muntarbhorn.

kath.net

Vitit Muntarbhorn (64), der Unabhängige Experte der Vereinten Nationen für Gewalt und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung und Gender-Identität, ist der Ansicht, so genannte „LGBTI-Rechte“ hätten Vorrang vor der Religionsfreiheit.

Der thailändische Jurist legte im Juni vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seinen ersten Bericht vor. Darin betonte er, „Schwulen- und Transgender-Rechte“ würden auf internationalem Recht beruhen. In einer Anfragebeantwortung vor einigen Monaten hatte er behauptet, er habe kein Mandat, um neue Rechte für bestimmte Gruppen einzufordern.

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‘Devastating’ survey shows huge loss of Israel support among Jewish college students

Fern Oppenheim, the co-founder of Brand Israel Group, presents a recent report, ‚Sounding the Alarm: The American-Israeli Relationship,‘ June 20, 2017. (Amanda Borschel-Dan/Times of Israel)
Brand Israel Group raises the alarm on a widening gap in the US between older supporters and the increasingly pro-Palestinian next generation.

By Amanda Borschel-Dan | The Times of Israel

More than a decade ago, a diverse focus group of Americans was asked to describe a typical Italian house. Words like “lush, food, cooking, maternal, welcoming” quickly rolled of the tongue. The same group was asked about an Israeli home and a very different vibe was described: “concrete, strict, ultra-religious, middle-aged ultra-Orthodox men.”

This 2005 focus group was commissioned to explore the underlying image of Israel in the American psyche. The unanimous perception was a conflict-driven country filled with religious fundamentalists.

Not exactly a country they were keen on visiting — or supporting.

The loose consortium of volunteer marketing and advertising executives who commissioned the study now falls under the Brand Israel Group (BIG) rubric. While each member of this heterogeneous Mad Men coalition had his or her own reasons for wishing to change Americans’ innate view of Israel, for Fern Oppenheim, co-founder of Brand Israel Group, her tipping point came after the September 11, 2001, World Trade Center attacks.

The child of Holocaust survivors, Oppenheim said she awoke from her sense of Jewish security that day. “I never thought I’d smell smoke living in New York,” she said in Jerusalem this week.

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Salafismus und die „Gier nach Reinheit“

Manchmal vermag es Glauben in den Wahn zu leiten: Salafismus gilt als eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islams. Im Bild: Gläubige bei einer Predigt im einer Moschee in Beirut. (Foto: dpa)
Jeans-Verbot, willkürliche Koran-Auslegung und die Lehre vom „wahren Islam“. Das Buch „Die Salafisten“ erläutert trittsicher ein religiöses Phänomen.

Von Simon Wolfgang Fuchs | Süddeutsche.de

Deutschland ist längst ein begriffliches Einwanderungsland. Arabisch-islamische Ausdrücke wie Dschihadist, Salafist oder Wahhabit haben sich erstaunlich mühelos in den Duden integriert. Die dahinterliegenden Konzepte zu benennen oder gar auseinanderzuhalten, fällt jedoch selbst Spezialisten schwer. Es ist daher ein Glück für die deutschsprachige Öffentlichkeit, dass sich Rüdiger Lohlker, Professor für Islamwissenschaften an der Universität Wien, in seinem neuen Buch „Die Salafisten“ als trittsicherer Erläuterer dieses religiösen Phänomens erweist. Mit seiner klaren Meinung hält der Autor dabei nie hinter dem Berg. Für ihn ist der Salafismus in all seinen Spielarten bedenklich, da er einem friedlichen Zusammenleben und respektvollen Miteinander entgegenwirkt.

Lohlker geht es darum, die salafistische Selbstsicht als einzig authentische Version des Islam konsequent zu hinterfragen. Er unterstreicht die Verwandtschaft des Salafismus mit anderen modernen religiösen Bewegungen wie dem Pietismus, die in ähnlicher Weise die Rolle der Gemeinschaft betonen und den direkten, unverstellten Zugang zu den Textquellen suchen.

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De Maizière: Es ist ein Unterschied, ob jemand von Ostpreußen kommt oder aus Kabul

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU)
Zum dritten Mal hat die Bundesregierung am Weltflüchtlingstag ein eigenes Gedenken für die Opfer von Flucht und Vertreibung veranstaltet. Hauptredner war der rumänische Präsident, der Europa zu mehr Verantwortung für Menschen in Not aufforderte.

Von Corinna Buschow | MiGAZIN

Das Bild von dem aus dem Kinderwagen geworfenen Baby vergisst sie ein Leben lang nicht, sagt Edith Kiesewetter-Giese, nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben aus der Heimat im heutigen Tschechien. „In unserem Leben gibt es viele Erlebnisse, die wir nicht vergessen können“, sagt Ghifar Taher Agha, 2014 vor dem Krieg in Syrien geflohen.

 Zwischen den Erlebnissen der Seniorin und dem 2015 in Deutschland angekommenen Familienvater liegen 70 Jahre. Ihre Heimat ist unterschiedlich, und es sind unterschiedliche Kriege, die ihre Flucht erzwangen. Und dennoch: Im Unrechtsgehalt und den Traumaerfahrungen ließe sich beides vergleichen, sagte der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Bernd Fabritius, am Dienstag bei der Gedenkstunde für Opfer von Flucht und Vertreibung in Berlin.

Schüler schwänzt Moscheebesuch – Eltern kommen vor Gericht

Die Eltern eines Schülers aus Rendsburg lehnten es ab, dass ihr Sohn eine Moschee besucht Quelle: pa/dpa/Carsten Rehder
Eine Schulklasse macht einen Ausflug in eine Moschee, ein Kind nimmt nicht teil. Die Eltern des Jungen fürchten eine „religiöse Indoktrination“. Die Staatsanwaltschaft will den Fall nun vor Gericht verhandeln.

DIE WELT

Wegen der Weigerung eines Schülers aus Rendsburg in Schleswig-Holstein, eine Moschee zu betreten, wird es zu einem Gerichtsprozess kommen. Im August soll ein Verfahren gegen die Eltern des 13-Jährigen eröffnet werden, bestätigte die Staatsanwaltschaft Itzehoe der „SHZ“ aus Flensburg. Der Junge war am 14. Juni 2016 dem Schulausflug seiner Erdkunde-Klasse aus weltanschaulichen Gründen ferngeblieben.

Wegen des „Schulschwänzens“ sollten seine Eltern Bußgelder von jeweils 150 Euro bezahlen. Weil sie dagegen Widerspruch eingelegt hatten, prüfte die Staatsanwaltschaft die Angelegenheit. Dort wurde jetzt entschieden, dass es zum Prozess vor dem Amtsgericht kommt. Mehrere Medien hatten über den Vorfall berichtet.

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Niederlande: Pflicht für Migranten zu Respekt für heimische Werte

Dem Gros der an sich sehr offenen Niederländer ist der wachsende, sehr hohe Anteil von Migranten aus teils fernsten Kulturen nicht mehr recht geheuer. – taringa.net
Sogenannte „Partizipationserklärung“ beinhaltet Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot. Bei Verweigerung drohen Geldstrafen und die Unmöglichkeit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen.

Die Presse.com

Zuwanderungswillige müssen in den Niederlanden künftig den Respekt für einige grundsätzliche, lokal herrschende Werte und Normen versprechen. Die Erste Kammer des Parlaments verabschiedete am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Asylbewerber und Migranten müssen demzufolge eine „Partizipationserklärung“ unterzeichnen. Darin werden etwa Basiswerte wie Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Gewaltverbot und das allgemeine Diskriminierungsverbot aufgenommen.

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‚Weitere Aushöhlung des Sonntags kann nicht mehr hingenommen werden‘

Regensburger Bischof Voderholzer kritisiert Forderungen nach mehr verkaufsoffenen Sonntagen

kath.net

Der Sonntag als prinzipiell arbeitsfreier und auch handelsfreier Tag sehe sich immer wieder den Begehrlichkeiten von Industrie und Handel ausgesetzt, betonte Bischof Rudolf Voderholzer (Archivfoto) bei der Eröffnung der Wolfgangswoche in der Basilika St. Emmeram in Regensburg. Die neueste Forderung laute, nicht nur vier, sondern zehn verkaufsoffene Sonntage zu genehmigen. „Ich weise diesen erneuten Anschlag auf den Sonntag zurück. Eine weitere Aushöhlung des Sonntags kann nicht mehr hingenommen werden“, so der Regensburger Bischof.

Sonntag ist als Kulturgut über alle Maßen schützenswert

Es gebe, so Bischof Voderholzer, schon genügend Menschen, die für den Sonntag arbeiten. In der Gastronomie, im Nahverkehr, auch in der Kirche. Jeder Euro könne nur einmal ausgegeben werden. Was man am Sonntag ausgeben würde, könne man am Montag nicht mehr ausgeben und auch nicht am Donnerstag.

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Feige Universitäts-Oberhäupter „gegrillt“ für lahme Verteidigung der Wissenschaft

Hermann Hauser, Bild. RDF
Hermann Hauser: „Leute, die alternative Fakten anerkennen, sind sehr lautstark, also müssen wir Feuer mit Feuer bekämpfen, aufstehen und sagen, dass sie falsch liegen und dumm sind.“

Von Ellie Bothwell | Richard-Dawkins-Foundation

Der Pate des „Silicon Fen“ in Cambridge nannte Europas Universitäts-Oberhäupter „Feiglinge“; aus seiner Sicht haben sie dabei versagt, in einer „postfaktischen“ Gesellschaft für die Wissenschaft einzustehen.

Hermann Hauser, ein Unternehmer, der Acorn Computers und die Beteiligungskapital-Firma Amadeus Capital Partners mitgegründet hatte, sagte Times Higher Education, es würde höchste Zeit, dass wir als Europäer Stellung beziehen gegen Kräfte, die sich in ihre nationalen Kämmerchen zurückziehen.

„Wir müssen einstehen für Wissenschaft und gegen Pseudowissenschaft“ sagte er.

Kürzlich tadelte der in Österreich geborene Innovator den Präsidenten der École Polytechnique, Jacques Biot, für seine sehr sachte Antwort auf die Frage, wie Frankreich vom politischen Klima in den Vereinigten Staaten profitieren könne.

Während der Fragerunde nach seiner Grundsatzrede beim „THE Innovation & Impact Summit“ in Hongkong sagte Professor Biot, er wolle die antiwissenschaftliche Rhetorik in den USA nicht in einen wettbewerblichen Vorteil für seine Institution und die französische Hochschulbildung verwandeln.

Er sprach einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, sein Land würde vom Pariser Übereinkommen zurücktreten; er sprach im Gefolge des Aufrufs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an amerikanische Klimawandel-Forscher, nach Frankreich zu kommen.

Dr. Hauser antwortete: „Ich denke, Sie sind tatsächlich ein wenig feige. Hier haben wir den Fall, dass ein Führer der Welt ein Klimawandelleugner ist, und ich glaube, es ziemt sich für uns, für den Rest der Welt einzustehen und zu sagen ’nun, wenn eure Nation (die USA) nicht versteht, wie wichtig es ist, das Festland zu schützen, dann kommt nach Europa, wir werden dafür eintreten‘.“

Später, als THE fragte, ob viele europäische Universitäts-Oberhäupter Feiglinge seien, sagte Dr. Hauser: „Ja, aus guten historischen Gründen“ und fügte hinzu „besonders Deutschland ist ein Feigling“.

Er sagte, das Land leide noch unter der Tatsache, dass es vor dem und während des zweiten Weltkrieges versuchte, „sehr dominant zu werden“.

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