„Ohne Islam-Reform droht Islamisierung Europas“

Bild: krone.at
„Mit dem Koran ist kein Staat zu machen“ – unter diesem unmissverständlichen Titel hat sich ein österreichischer Diplomat seinen Frust von der Seele geschrieben. Dr. Gerhard Weinberger war von 2012 bis 2017 Botschafter in Tunis. Wenn sich der Islam nicht reformiere, dann drohe die Islamisierung Europas, so seine These.

Alexander Bischofberger-Mahr | krone.at

Islam ja, politischer Islam, nein danke! So kann man das neue Buch des Ex-Botschafters, das kürzlich im Morawa Lesezirkel Verlag (18 €) erschien, in einem Satz zusammenfassen. Wir treffen Dr. Weinberger eine Stunde vor seiner Buchpräsentation im Wiener Cafe Korb. „Freunde haben mir geraten, meine Erfahrungen zu veröffentlichen“, sagt er. In seine Zeit als Botschafter Österreichs mitten in der tunesischen Hauptstadt gab es eine ganze Reihe islamistischer Terroranschläge.

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Deutscher Humanistentag: Ohne Konfession, aber nicht ohne Glauben

In vielen Ländern werden Atheisten für Aktionen wie dieser am Brandenburger Tor verfolgt und inhaftiert. (dpa / picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert)
In Deutschland ist der Humanistische Verband die Organisation mit den meisten Mitgliedern. Demnächst begehen die Konfessionsfreien ihren Humanistentag. Dieses Treffen ist mehr als nur ein Kirchentag ohne Gott, sagt Verbandsmitglied Michael Bauer.

Michael Bauer im Gespräch mit Kirsten Dietrich | Deutschlandfunk Kultur

Kirsten Dietrich: Der Katholikentag ist gerade vorbei, da steht schon das nächste Treffen ins Haus: der Deutsche Humanistentag in Nürnberg am kommenden Wochenende. Nicht ganz so groß, nicht ganz so fromm vor allem, denn beim Humanistentag treffen sich konfessionsfreie und nichtreligiöse Menschen, solche, die in ihrer Weltanschauung und bei ihren Werten den Menschen sehr bewusst ins Zentrum stellen – deswegen auch die Selbstbezeichnung als Humanisten.

Im deutschen Grundgesetz werden Religionen und Weltanschauungen ja sehr bewusst nebeneinander gestellt, und unter den nichtreligiösen Weltanschauungen ist der Humanistische Verband Deutschland, HVD, die Organisation mit den meisten Mitgliedern – gut 20.000 – und einem interessanten Herangehen an das Leben ohne Religion: Der HVD sucht nämlich nach eigenen Formen, auch Ritualen, um seine Überzeugungen auszudrücken.

Eine Form davon ist eben der Humanistentag in Nürnberg.  Und was da gelebt und diskutiert wird, darüber habe ich vor dieser Sendung mit Michael Bauer gesprochen. Michael Bauer ist Vorstand des Humanistischen Verbandes in Bayern und als solcher auch Geschäftsführer des Humanistentages. Ich habe ihn gefragt, wie ich mir diesen Humanistentag vorstellen kann: als Kirchentag – nur ohne Gott?

„Nur einfach ohne Gott – das ist zu kurz gedacht“

Michael Bauer: Wenn man so will, kann man sich das schon so vorstellen. Also es ist auch ein Festival mit Kultur und mit Musik und mit Treffen von interessanten Menschen, mit Come-Togethers. Also man kann auch Freunde treffen, man trifft einfach Gleichgesinnte. Also das vereint sozusagen dann schon mit Kirchentagen oder dem Katholikentag. Nur einfach ohne Gott ist mir ein bisschen kurz, weil es geht ja um den Humanismus und nicht gegen Gott. Also das ist ja ein Unterschied, ob man für etwas ist, nämlich für Humanismus, oder gegen etwas, und wir sind für etwas, nämlich für den Humanismus.

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Friedensorganisationen protestieren gegen Atomwaffen

B-61 Bomben. Bild: DoD
Friedensorganisationen haben Abzug von US-Atomwaffen gefordert, die am Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel lagern sollen.

evangelisch.de

Die Nato-Nuklearstrategie in Europa mit der Stationierung von US-Waffen und der Bereitstellung von atomwaffenfähigen Trägersystemen stehe dem Atomwaffenverbotsvertrag entgegen, erklärte Willem Staes von Pax Christi Flandern am Sonntag in Büchel. „Sie ist gefährlich, teuer und ihr fehlt die militärische Glaubwürdigkeit.“

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Symposium über Schönheit und Wahrheit – Zu schön, um nicht wahr zu sein?

Raffaels Fresko „Schule von Athen“, in dessen Zentrum die Philosophen Platon und Aristoteles stehen (imago/Imagebroker)
Das Gute, Schöne, Wahre: Wie passen diese Begriffe zusammen, wie verhalten sie sich zueinander? Platon stellte als erster diese Fragen, die heute noch Generationen von Philosophen beschäftigen. Das Einstein Forum in Potsdam hat nun ein Symposium zum Thema: „Schönheit und Wahrheit“ veranstaltet

Von Cornelius Wüllenkemper | Deutschlandfunk

Auch das Potsdamer Symposium wagte sich, wie Platon sagte, auf die „hohe See des Schönen“. Gibt es reine Schönheit? Und wenn ja, wo finden wir sie? Der Experimentalphysiker Thomas Naumann vom Europäischen Zentrum für Kernforschung etwa widersprach der idealistischen Idee einer zweckfreien Schönheit.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Wissenschaftler sich von Kriterien von Schönheit haben leiten lassen, versucht haben möglichst einfache, ästhetische und harmonische Formeln zu finden, und das hat auch häufig geklappt. Wenn ich mich auf die Wissenschaft beschränke ist es so, dass Schönheit auch heißt Funktionalität. Die Formeln müssen funktionieren, sie müssen passen auf die Wirklichkeit.“

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„Mobile Churches“ unter Ceaușescu: Kirche auf Schienen

Unter Ceausescu wurden sieben Kirchen in Bukarest wurden versetzt und hinter Häuserblocks versteckt. (Foto: Anton Roland Laub)
Eine Stadt ohne Kirchen: so stellte sich Rumäniens Diktator Ceaușescu sein Bukarest vor. Doch sieben überlebten – weil sie auf Schienen in Hinterhöfe verfrachtet wurden. An diese „Mobile Churches“ erinnert jetzt eine Ausstellung in Berlin.

Von Elmar Krämer | Deutschlandfunk Kultur

„Wir stehen vor der Ausstellung ‚Mobile Churches‘, die auf ein historisches Phänomen im Rumänien der Achtzigerjahre deutet“, sagt Claudiu Florian, der Direktor des Rumänischen Kulturinstituts in Berlin. „Und zwar die Verlegung etlicher Kirchen in Bukarest, in der Hauptstadt Rumäniens, im Prozess der Systematisierung der Hauptstadt, die in diesem Prozess auf Schienen verlegt wurden, um in das neue architektonische Bild der Stadt eingefügt zu werden. Es sind deren sieben in der heutigen Ausstellung zu sehen. Andere 17 hatten dieses Glück nicht und wurden in den Jahren abgerissen.“

Und teilen damit das Schicksal der Versöhnungskirche in Berlin, die 1985 vom DDR-Regime gesprengt wurde. In deren Nachfolgebau, der Kapelle der Versöhnung, sind nun sieben eindrucksvolle und bedrückende Fotografien zu sehen. Sie zeugen davon, wie im Bukarest der 80er-Jahre die Kirche und die Kirchen mit enormem Aufwand aus dem kommunistischen Stadtbild getilgt werden sollten.

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Beschneidung erst ab 18 Jahren: Juden und Moslems schockiert

Dänemark ist ein zunehmend säkulares Land. 48 Prozent der Bevölkerung sind nicht gläubig. ©pixabay
Dänemarks Parlament muss über ein Verbot von Beschneidungen Unmündiger abstimmen. Das Kindsrecht komme vor der Religion.

Tobias Tscherrig | infosperber.ch

In einer Petition fordern Teile der Bevölkerung von Dänemark die Einführung eines Verbots von Beschneidungen bei Minderjährigen. Es ist ein Antrag, auf den die Parlamentsabgeordneten lieber verzichten würden. Bei der Thematik prallen fundamentale Rechtsauffassungen aufeinander: Es geht um ein weitgehend tabuisiertes Menschenrecht gegen Religion.

So wirft die Idee, das Beschneiden von Minderjährigen zu verbieten, unbequeme Fragen in Bezug auf die Menschenrechte und auf die Religionsfreiheit auf.

Kinderrecht versus religiöses Erziehungsrecht

Ein Beispiel für die tabuisierten Kinderrechte liefert die «UN-Konvention über die Rechte des Kindes». Hier ist klar vermerkt, dass die Vertragsstaaten jedem Kind, das sich in ihrer Hoheitsgewalt befindet, seine Rechte zukommen lassen muss. Und das unabhängig von der Religion und unabhängig vom Status der Eltern oder des Vormundes.

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Österreich: Evangelische Kirche pocht auf Menschenrechte

Die Bundesregierung solle ihre Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention heraus ernst nehmen, heißt es in einer Resolution der Generalsynode.

Die Presse.com

Die Evangelischen Kirchen in Österreich haben den Staat in einer Resolution an seine „Pflicht und Verantwortung, das Menschenrecht auf Asyl zu wahren“, erinnert. Verabschiedet wurde diese laut einer Aussendung von der Generalsynode am Freitagabend. „Die österreichische Bundesregierung soll die Verpflichtungen, die ihr aus der Genfer Flüchtlingskonvention erwachsen, ernst nehmen“, heißt es darin.

Respekt vor Arbeit von Helfern gefordert

Schutzsuchende gastlich aufzunehmen gehöre zum Grundauftrag der christlichen Gemeinde. Daher werden, so die Generalsynode, die Evangelischen Kirchen und ihre Gemeinden weiterhin einen „aktiven und positiven Beitrag“ zu Unterstützung Asylsuchender leisten.

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«Für Frauen hat sich die Sicherheit im öffentlichen Raum verschlechtert»

Oft werde in Migrantenkreisen den Frauen die Schuld an sexuellen Übergriffen zugeschoben, kritisiert die Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums. (Bild: Adam Berry / Getty Images)
Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie, steht in ihrer Disziplin mit kritischen Beiträgen zur Migrationsdebatte ziemlich alleine da. Im Interview spricht sie über gewalttätige Zuwanderer, Kritik von links und den Einfluss der Islamverbände.

Jonas Hermann | Neue Zürcher Zeitung

Frau Schröter, welche Auswirkungen hat die Zuwanderung von Flüchtlingen auf die gesellschaftliche Position von Frauen?

Für Frauen hat sich die Sicherheit im öffentlichen Raum verschlechtert. Nicht alle, aber einige der zugewanderten jungen Männer meinen, die körperliche Unversehrtheit von Frauen und Mädchen nicht achten zu müssen. Diese Männer stammen aus patriarchischen Kulturen und werden teilweise schon bei geringfügigen Konflikten gewalttätig; bis hin zum Mord. Die Angst im öffentlichen Raum hat deshalb zugenommen, und das muss man ganz schnell wieder abstellen.

Sie sagen, für Intellektuelle sei es gefährlich, über das problematische Frauenbild mancher Zuwanderer zu sprechen.

Seit ich mich öffentlich zu dem Thema äussere, wird mir Rassismus vorgeworfen. Kritik an meinen Aussagen kommt dabei nie von Fachkollegen, sondern aus linken Kreisen. Obwohl ich differenziert argumentiere, werden immer wieder Halbsätze herausgegriffen, mit denen man mich in die Nähe der AfD rücken will. Dabei tritt ein unglaublicher Hass zutage, der mich wirklich erschüttert hat. Es ist doch nicht normal, eine kritische Haltung dermassen zu diskreditieren.

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Wie Deutschland juristisch auf „politischen Islam“ reagieren könnte

Österreich will mit Moscheeschließungen und der Ausweisung von Imamen gegen den „politischen Islam“ vorgehen. Der türkische Präsident spricht von einem „Kreuzzug“ und kündigt Konsequenzen an. Könnte Ähnliches in Deutschland passieren?

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Österreich hatte jüngst die Ausweisung von bis zu 40 Imamen und die Schließung von sieben Moscheen angekündigt. „Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz“, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Reaktion des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan folgte prompt. Er kündigte eine nicht näher beschriebene Antwort der Türkei an. „Ich fürchte, dass die Schritte des österreichischen Bundeskanzlers die Welt zu einem neuen Kreuzzug führen.“

Kurz sprach von einer Maßnahme „gegen den politischen Islam“. Wie sieht das denn aus? Darf eine Religion nicht politisch sein?

Josef Isensee (Staatsrechtler und Staatsphilosoph): Eine Religion darf politisch sein. Es ist aber so, dass sie keinen Freibrief hat, sich in allen Lebensbereichen zu engagieren und gleichzeitig das Grundrecht der Religionsfreiheit auszuüben. Sie kann über die Religionsfreiheit hinaus wirken. Das garantieren ihr auch noch andere Grundrechte. Innerhalb der Religionsfreiheit hat sie auch in gewissem Umfang die Möglichkeit, zu bestimmen, was religiös motiviert ist und was nicht. Aber diese Selbstdefinition ist nicht unbegrenzt. Sie kann nicht jede Ihrer Aktivitäten religiös deklarieren. Die Religionsfreiheit hat auch ihre thematischen Grenzen.

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Es wird immer enger für den spanischen Richter Llarena

Der Oberste Gerichtshof in Madrid, wo Ermittlungsrichter Pablo Llarena wirkt. Bild: VDF/CC BY-SA-3.0
Das katalanische Parlament hat Anzeige gegen den Ermittlungsrichter wegen rechtswidriger Inhaftierung und Rechtsbeugung erstattet, Merkel soll ein Blutbad beim Unabhängigkeitsreferendum gestoppt haben

Ralf Streck | TELEPOLIS

Die Schlinge um den Hals des umstrittenen spanischen Ermittlungsrichter Pablo Llarena zieht sich weiter zu, der katalanische Politiker verfolgt. Llarena hat im Auftrag der Vorgängerregierung die absurden Anklagen wegen einer angeblichen Rebellion (gemeint ist eine gewaltsame öffentliche Erhebung) formuliert. Er ist aber schon an Belgien und Deutschland gescheitert).

Während Puigdemont in Deutschland und vier ehemalige Regierungsmitglieder in Belgien und Schottland auf freiem Fuß sind, hält Llarena weiter neun katalanische Politiker in Untersuchungshaft. Auch deshalb hat das katalanische Parlament nun Anzeige gegen den Richter erstattet. Für das Parlament hat die Aufgabe Parlamentspräsident Roger Torrent übernommen. Angezeigt wurden auch drei Richter der Berufungskammer des Obersten Gerichtshofs, die Llarenas mehr als zweifelhaften Entscheidungen stets abnicken.

Ausgeführt wird auch, dass die Grundrechte der inhaftierten Parlamentsmitglieder und der Exilierten missachtet werden. Und der Ansicht ist auch das UN-Menschenrechtskomitee, das von Spanien und Llarena gefordert hatte, die Rechte des Parlamentariers Sànchez zu garantieren, auch als Präsidentschaftskandidat gewählt werden zu können. Llarena hat mit fadenscheinigen Begründungen seine Amtseinführung verhindert. Den Kandidaten Jordi Turull ließ er sogar noch vor dem zweiten Wahlgang verhaften, damit er nicht zum katalanischen Präsident gewählt werden konnte, weil das der Regierung unter Mariano Rajoy missfiel.

Deshalb, so die Anzeige, machten sich Llarena und die drei Richter der Berufungskammer auch der illegalen Inhaftierung schuldig. Dazu komme Rechtsbeugung, wie sie herausragende Verfassungsrechtler dem Richter immer wieder vorgeworfen hatten, und die Behinderung des Parlaments. In der Anzeige, die am Freitag bei der zweiten Kammer des Obersten Gerichtshofs eingegangen ist, wird festgestellt, dass die andauernde Untersuchungshaft der Politiker selbst eine Straftat sei, da gegen ihre Grundrechte verstoßen werde. Erinnert wird zudem daran, dass sie Immunität genießen und nach ihrer Wahl am 21. Dezember hätten freigelassen werden müssen.

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RDF Talk – Joachim Kahl: Klassischer Atheismus, neuer Atheismus

Richard-Dawkins-Foundation

Der Referent, ein prominenter Vertreter des klassischen Atheismus, den er auch gerne als weltlichen Humanismus vorstellt, skizziert die beiden Säulen des Atheismus und greift auf ausgewählte Zitate aus Richard Dawkins´ Bestseller „Der Gotteswahn“ zurück. Das Verdienst des „Neuen Atheismus“ besteht vor allem darin, durch seine steilen Thesen das Interesse an radikaler Religionskritik geweckt zu haben, so dass auch deren stillere, weil differenziertere Spielarten mehr Aufmerksamkeit zuteilwird. Ein Abend der Denkanstöße.

Über den Autor:

http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kahl

Friedhöfe der Zukunft brauchen Internet und GPS

Kostenloses WLAN auf dem Friedhof und Begegnungscafès: Weil auf Friedhöfen immer weniger Menschen beerdigt werden, müssten sich die Betreiber Experten zufolge auf Digitalisierung einlassen und den Besuchern Kommunikationsmöglichkeiten sowie Kultur bieten.

evangelisch.de

Reiner Sörries, Experte für Sepulkralkultur, forderte am Freitag in Nürnberg beim „Friedhofskulturkongress“, der Friedhof der Zukunft sollte etwa eine Gräbersuche per GPS anbieten oder Drohnen einsetzen, um entfernt wohnenden Verwandte einen Blick auf das Grab der Großeltern zu ermöglichen. Ein QR-Code auf dem Grabstein oder Videoübertragungen von Beerdigungen seien keine Zukunftsmusik mehr.

Viele Menschen entschieden sich heute aus Kostengründen nicht mehr für ein Grab auf dem Friedhof, betonte Sörries.

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Ein Jahr liberale Moschee: Gründerin Ates weiter bedroht

Ein Jahr nach Gründung der liberalen Ibn-Rushd-Goethe Moschee in Berlin wird Gründerin Seyran Ates weiter bedroht.

FOCUS ONLINE

„Der Druck ist nicht weniger geworden, ich bekomme sogar noch mehr Drohungen“, sagt Ates (55) vor Journalisten. Nachdem sie Mitte Juni 2017 zusammen mit anderen liberalen Muslimen die Gemeinde in einem Nebengebäude der evangelischen St.-Johannis-Kirche im Stadtteil Moabit gegründet hat, stellt ihr die Berliner Polizei Personenschützer zur Seite. In Hassmails wird ihr gedroht, auf der Straße wird sie angepöbelt. Rund 35 Aktive hat Ates für ihr Projekt gewonnen, etwa 700 Besucher kommen jeden Monat in die Moschee. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten.“ Schulen gehörten auch dazu, es seien schon Klassen mit muslimischen und jüdischen Jugendlichen da gewesen.

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Judenfeinde mit öffentlichem Geld

Teilnehmer der Al-Quds-Demo in Berlin am 9. Juni 2018.Foto: REUTERS/Hannibal HanschkeEUTERS
Beim israelfeindlichen Marsch am Al-Quds-Tag sind offenbar regimenahe Verbände aufgetreten, die teilweise mit Bundesmitteln finanziert werden.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Beim Al-Quds-Tag am vergangenen Sonnabend in Berlin sind offenbar mehrere Vertreter schiitischer Gemeinden und Verbände aufgetreten, die mit dem Regime im Iran verbunden sind und teils vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Zu diesem Ergebnis kommen die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus in ihrer Auswertung des Marsches. Brisant: Eine der Organisationen soll trotz ihrer extremistischen Ausrichtung von öffentlichen Mitteln profitiert haben.

Sicherheitsbehörden: IZH und IGS sind verlängerter Arm des iranischen Regimes

Den Angaben zufolge nahmen am Al-Quds-Tag-Marsch auch mehr schiitische Geistliche und Repräsentanten teil als in den Vorjahren, darunter Vertreter des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) sowie der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS): Dabei waren Seyed Mousavi, Vize-Chef des IZH, Hamidreza Torabi, Leiter der Islamischen Akademie Deutschland (IAD) und Sprecher des IZH, sowie IGS-Vorstand Muhammad Mohsen.

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Verband warnt vor Bedrohung nichtreligiöser Flüchtlinge

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat vor einer Bedrohung nichtreligiöser Flüchtlinge in Berlin gewarnt. Menschen, die wegen ihrer Überzeugung aus ihren Heimatländern geflohen seien, erlebten hier „auch Monate und Jahre nach ihrer Ankunft Verfolgung und Bedrohung“, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Der Verband forderte vom Berliner Senat einen besseren Schutz Betroffener.

FOCUS ONLINE

So seien nichtreligiöse Geflüchtete aus muslimischen Ländern in Berliner Asylunterkünften beleidigt oder attackiert worden, weil sie sich nicht an religiöse Vorgaben gehalten hätten. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die aufgrund ihrer aufgeklärten und säkularen Einstellungen aus ihren Heimatländern fliehen mussten, nun aus denselben Gründen auch hierzulande Drangsalierungen und Bedrohungen ausgesetzt sind“, hieß es.

Anlässlich des Welthumanistentages am 21. Juni forderte der Verband vom Berliner Senat unter anderem eine sicherere Unterbringung nichtreligiöser Geflüchteter.

Atheistischer Verleger in Bangladesch ermordet: »Er hat dem Säkularismus sein Leben gewidmet«

Am Montag wurde der Verleger und Politiker Shahzahan Bachchu in Munsiganj nahe der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka ermordet. Bachchu war als säkularer und atheistischer Autor und Aktivist bekannt.

Von Frederik Schindler | jungle world

In dem von ihm gegründeten Verlag »Bishaka Prakashani« wurden Gedichte und Bücher veröffentlicht, die Humanismus und Freidenkertum zum Thema hatten. Zudem war er aktiv in der Kommunistischen Partei Bangladeschs aktiv, beispielsweise als Generalsekretär des Stadtverbands aus Munsiganj.

Vier Männer auf zwei Motorrädern schossen auf den 60-jährigen Verleger, der sich gerade vor einer Teestube in seinem Heimatdorf aufhielt. Nach Schüssen auf den Rücken starb Bachchu noch am Ort des Angriffs. Zudem wurden zwei Rohbomben geworfen, um die umstehenden Passanten einzuschüchtern und um den Rückweg freizuhalten.

Durba Zahan, eine Tochter des Verlegers und ebenso atheistische Aktivistin, bestätigte den Mord auf Facebook: »Mein Vater wurde heute in unserem Dorf mit zwei Schüssen getötet.« »Die Art der Durchführung des Mordes und der Hintergrund des Opfers deuten stark darauf hin, dass trainierte Mitglieder von radikalen Gruppen verantwortlich sind«, sagten in den Fall eingebundene Polizisten der bangladeschischen Tageszeitung The Daily Star.

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Zentralrat der Muslime kritisiert Zerrissenheit zwischen Merkel und Seehofer

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Die Spitzenpolitiker müssten geschlossen agieren, meint der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, mit Blick auf den Asylstreit. Er fordert eine Debatte über Rassismus – und eine andere Definition von Integration.

DIE WELT

Es brodelt weiterhin zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Auch nach dem Treffen der beiden am Mittwochabend und einem Kompromissvorschlag Merkels liegt noch keine Einigung zu der Frage vor, ob Migranten in Zukunft schon an der Grenze zu Deutschland zurückgewiesen werden können. Nun schaltet sich auch der Zentralrat der Muslime in die Debatte ein.

Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats, forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Geschlossenheit beim politischen Spitzenpersonal. In Zeiten von „Hassrede, Fakenews und Populisten“ sei dies notwendig.

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Wer war beim Al-Quds-Tag dabei? Ajatollahs mobilisierten zur Israel-Hasser-Demo

Teilnehmer nehmen an einer antisemitischen und antiisraelischen Demonstration anlässlich des jährlich stattfindenden Al-Kuds-Tages teil. Foto: AFP
Den Al-Quds-Marsch in Berlin kann man vor allem als eine vom Iran ferngesteuerte Veranstaltung verstehen. An der antiisraelischen Hetzveranstaltung am vorigen Sonnabend auf dem Kurfürstendamm waren hochrangige Vertreter der islamischen Republik beteiligt.

Von Andreas Kopietz | Berliner Zeitung

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) und  das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) haben sich Teilnehmer und Parolen des Marsches genauer angesehen. Ihre Auswertung, die der Berliner Zeitung vorliegt, veröffentlichen beide Organisationen an diesem Donnerstag.

Dass mit 1200 Teilnehmern doppelt so viele Teilnehmer zur Demo kamen wie 2017 führen die Auswerter darauf zurück, dass schiitische Autoritäten bundesweit in ihren Gemeinden zur Teilnahme in Berlin aufgerufen hatten. So wurde kurz vor der Demo in einem islamistischen  Blog die Teilnahme von Ayatollah Reza Ramezani, dem Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) und höchster Vertreter Irans in Europa  angekündigt. Seine Freitagspredigt im IZH widmete  er dem „Leid in Palästina“ und begründete darin die religiöse Bedeutung des Qudstags für die schiitischen Gemeinschaften.  Entgegen der Ankündigung beteiligte sich Ramezani nicht an der Demo.

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„Sea-Watch“ vor libyscher Küste alleingelassen

Themenbild. dpa
Noch tagelang müssen die mehr als 600 von der „Aquarius“ aus Seenot geretteten Flüchtlinge auf dem Meer ausharren, bevor sie in Spanien in einen sicheren Hafen gelangen. Der Crew der „Sea-Watch“ sind derweil vor Libyen ebenfalls die Hände gebunden.

evangelisch.de

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat die Schließung der Häfen Italiens und Maltas für Rettungsschiffe angeprangert. Als Europäer müsse er sich angesichts der verzweifelten Lage der abgewiesenen Menschen an Bord schämen, sagte Grandi am Mittwoch in Genf.

Die Rettung von Menschen in Seenot sei sakrosankt, hielt der aus Italien stammende UN-Hochkommissar fest. Allerdings forderte Grandi auch mehr europäische Solidarität mit Italien bei der Verteilung von Menschen, die über das Mittelmeer kommen. Sein Heimatland müsse alleine mit einem Großteil der Ankommenden fertig werden.

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Zahl der Unterstützer der Todesstrafe in Amerika wächst

Todeszelle des Huntsville-Gefängnisses in Texas (Archivbild) Bild: dpa
Mehr als die Hälfte der Amerikaner spricht sich für die Todesstrafe aus. Das zeigt eine neue Studie. Die Zahl der Befürworter steigt – bei einer Gruppe ist der Trend rückläufig.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Todesstrafe erhält wieder mehr Unterstützung in den Vereinigten Staaten. Nach einer Anfang der Woche veröffentlichten Umfrage vom amerikanischen Pew Research Center sprechen sich nun 54 Prozent der Amerikaner bei Mord für die ultimative Strafe aus. Das seien fünf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Damals lag demnach die Quote auf dem niedrigsten Niveau seit den frühen 1970er Jahren.

Unter Demokraten bleiben die Befürworter der Todesstrafe seit 1990 rückläufig, bei Republikanern ist sie unverändert hoch, wie das Institut mitteilte. Die Haltung zum Tod durch den elektrischen Stuhl oder die Giftspritze variiere stark nach Geschlecht und Rasse. 61 Prozent der Männer halten demnach das Todesurteil für gerechtfertigt, während Frauen diese Ansicht nur zu 46 Prozent teilen.

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