Archiv der Kategorie: Säkulares

Wahl Dodo des Monats März 2015

Dodo des Monats März  2015

Dodo des Monats März 2015

Im Monat März haben sich allerhand Blödsinn, Obskures und Dreistes angesammelt. Das Spektrum reicht von katholischer Rasterfahndung, bei der Kirchensteuerproblematik, bis hin zum intellektuell unbewaffneten Xavier Naidoo.

Die Wahl ist bis zum 07. April 2015, 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08. April, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Viel Spaß!

  1. Erzbistum Berlin, “Rasterfahndung für Kirchensteuer bis nach Frankreich.”
  2. Volksinitiative Schleswig-Holstein, “will den Gottesbezug in die Verfassung.”
  3. Olaf Scholz, “Schirmherr beim Kongress christlicher Führungskräfte.”
  4. Christoph Graf, “Schweizer Garde nicht für Frauen und Ausländer.”
  5. Bayrischer Rundfunk, “Jesus-Schmonzetten im Osterei.”
  6. Raymond Burke, “Homosexuelle sind wie nett-tuende Mörder.”
  7. Andreas Laun, “Katholischer Lustgreis ohne Gesprächskultur.”
  8. Manuel Gogos, “schmecken Demeter-Kartoffeln.”
  9. Heinz Buschkowsky, “alles tanzt nach meiner Pfeife, oder fliegt.”
  10. Katrin Albsteiger, “weiß nicht was außerhalb ihres Glaubens als Ideologie zählt.”
  11. Hannelore Kraft, “ NRW zahlt die Christenparties. Armut kann warten.”
  12. Gerhard Ludwig Müller, “unverheirateter spricht über die Unlösbarkeit der Ehe.”
  13. Alexander Görlach, “halbgebildeter Christenmensch, ohne Wissen über Atheismus.”
  14. TMW Kern GbR, “Waldmeisterbrause passt nicht in Schwulen-Bars.
  15. Rainer Maria Woelki, “hofft auf 2 Milliarden Märtyrer.”
  16. Hermann Gröhe, “kann sich als Christ nicht raus halten.”
  17. Wolfgang Huber, “gottverdammter Christenfußball kann nicht zu Weihnachten gespielt werden, ihr Pfeifen.”
  18. Johannes Singhammer, “will Wahlrecht für Nacktaffen von Geburt an.
  19. Annette Beck-Sickinger, “muss Uni vor geilen Inder-Horden schützen.”
  20. Xavier Naidoo, “lebt in der Mannheimer Reichswelt.”
  21. Vorstand Stiftung Garnisonskirche Potsdam, “was interessiert uns der Wille der Bürger.”

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Istanbul: Akute Bebengefahr bestätigt

Istanbul und die Nordanatolische Verwerfung, rot: das Cinarcik-Segment im Marmara-Meer © Mike Norton / CC-by-sa 3.0

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Akute Gefahr: Die türkische Millionenstadt Istanbul sitzt auf einer seismischen Zeitbombe. Erneut haben Seismologen Hinweise darauf gefunden, dass sich das nächste Beben entlang der Nordanatolischen Verwerfung direkt vor den Toren der Stadt ereignen könnte. Denn nur wenige Kilometer südlich von Istanbul liegt ein Segment der Störung, an der eine Entladung überfällig ist, wie die Forscher berichten.


scinexx

Istanbul gilt als hochgradig erdbebengefährdet. Denn nur rund 20 Kilometer südlich der Millionenstadt verläuft ein Arm der Nordanatolischen Verwerfung – einer Störung in der Erdkruste, entlang der immer wieder Erdbeben auftreten. Bereits 2013 warnten Seismologen, dass der Abschnitt der Verwerfung, der der Stadt am nächsten liegt, bereits überfällig für ein Beben sein könnte. Einige Forscher erwarten sogar eine Entladung der Spannungen in mehrfachen Beben.

Laureen Drab von der Ecole Normale Superieure in Paris und ihre Kollegen haben nun den Teil der Nordanatolischen Verwerfung näher untersucht, der unmittelbar südlich von Istanbul durch das Marmara-Meer verläuft. Anhand von Sedimentbohrkernen aus dem Meeresgrund ermittelten sie, wann die letzten Erdbeben an diesem sogenannten Cinarcik-Segment auftraten. Erkennen lässt sich dies an charakteristischen Turbulenzen im Sediment.

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Ärzteverbände: Schweigepflicht steht zu Recht unter Schutz

Trotz des Flugzeugunglücks: Mediziner warnen davor, an der ärztlichen Schweigepflicht zu rütteln. Der Hartmannbund regt an, Krankschreibungen ohne Diagnosedetails bei bestimmten Berufen direkt an den Arbeitgeber zu übermitteln.


kath.net

Ärzteverbände mahnen zur Vorsicht angesichts einer geforderten Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht nach dem Flugzeugabsturz. «Die bislang bekannt gewordenen Hintergründe des schrecklichen Flugzeugabsturzes vom vergangenen Dienstag dürfen nicht zu vorschnellen politischen und rechtlichen Entscheidungen verleiten», sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Montag in Berlin. Die ärztliche Schweigepflicht und das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis seien «ein hohes Gut» und Menschenrecht, betonte Montgomery.

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Massenvernichtungswaffen: Studienverbot für verdächtige ausländische Studenten

Milzbrandsporen. Bild: CDC

In Großbritannien wurden seit 2007 fast 1000 Postgraduierte abgewiesen, Abgeordnete wollen nun auch britische Studenten einbeziehen, die “homegrown” Terroristen werden könnten


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Im Vorlauf zum Irak-Krieg, als die US-Regierung mit der Hilfe der britischen Regierung “Beweise” dafür fabrizierten, dass Hussein weiterhin Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen habe, kam auch Rihab Taha ins Spiel. Die auch “Dr Germ” genannte Wissenschaftlerin hat in Großbritannien 1980-1984 Mikrobiologie studiert und sich mit pflanzlichen Toxinen beschäftigt. Sie galt zusammen mit Huda Salih Mahdi Ammash oder “Mrs Anthrax” als der Kopf hinter dem irakischen Programm zur Herstellung von biologischen Waffen. Beide Frauen wurden festgenommen und 2005 wieder von den Amerikanern aufgrund nicht wirklich bekannter Gründe aus der Haft entlassen (Absolution für die Bösen).

Vermuten lässt sich nur, dass Taha, die sich den Amerikanern gestellt hatte, bereitwillig über das Waffenprogramm gesprochen haben wird. Nach dem ersten Golfkrieg hatte sie gegenüber UN-Inspektoren zugegeben, Anthrax, Clostridium, Rizin etc. hergestellt zu haben. Vermutlich wurde dabei klar, dass es nach dem ersten Golfkrieg kein solche Programm mehr gab. Dazu kommt, dass die USA dem einstigen Verbündeten gegen den Iran neben chemischen Waffen auch Kulturen von Milzbrand, Botulinum, Clostridium, West-Nil-Virus oder Pest geliefert hatte. Gut möglich also, dass man lieber keinen Prozess wollte, der manches schwarze Kapitel der US-Politik noch einmal hätte aufkommen lassen, nachdem man bereits unter falschen Behauptungen den Krieg legitimiert hatte (Der Irak, die USA und die Massenvernichtungswaffen). Ganz ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass sie auf Druck des al-Qaida-Führers al-Sarkawi, auf den der Islamische Staat zurückgeht, freigelassen wurde. Dieser hatte 2004 drei Geiseln genommen (und getötet) und die Freilassung aller gefangenen Frauen verlangt. Die einzig bekannten weiblichen Gefangenen der Amerikaner waren Taha und Ammash.

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Ungleiche Verteilung der Geschlechter: Es ist ein Junge!

Geschlechterverteilung bei der Geburt: Hier haben Jungen die Nase vorn© Colourbox

Sie sind schwanger? Dann dürften Sie sich mit höherer Wahrscheinlichkeit auf einen Sohn als auf eine Tochter freuen. Die Gründe dafür untersuchten Wissenschaftler.


stern.de

Weltweit kommen mehr Jungen auf die Welt als Mädchen. Richtig neu ist diese Erkenntnis nicht, allerdings suchen Wissenschaftler noch immer nach Gründen für dieses Phänomen. In Deutschland kamen etwa im Jahr 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 350.000 Jungen zur Welt – und nur knapp 332.000 Mädchen. Das entspricht einem Verhältnis von 51 zu 49 Prozent. Eine Erklärung für die ungleiche Geschlechterverteilung liefern nun Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA in den “Proceedings” der US-Nationalen Akademie der Wissenschaft (“PNAS”).

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Kometen haben Merkur völlig eingerußt

MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW

MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW

Merkur ist dunkler als der Erdmond – doch keiner weiß warum. Jetzt zeigt sich: Schuld ist wohl Kohlenstoff.


Von Lars Fischer|Spektrum.de

Merkurs Oberfläche reflektiert weit weniger Licht als die des Erdmondes, doch niemand weiß warum P;- dem innersten Planeten fehlen jene Eisenminerale, die viele andere Himmelskörper eindunkeln. Dieses lange ungelöste Rätsel hat nun ein Team um Megan Bruck Syal vom Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien vermutlich gelöst. Nach den Ergebnissen der Forscherin sind Mikrometeoriten verantwortlich – kleine Bruchstücke von Kometen, die in großen Mengen auf Merkur niederrieseln und dabei sehr viel dunklen Kohlenstoff auf die Oberfläche bringen. Laut Bruck Syal macht dieser Ruß bis zu sechs Prozent des Oberflächenmaterials aus.

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Experiments show that impact material is significantly darkened when impacts occur in the presence of complex organics. Credit: NASA/Ames/Brown Univers​ity

How Mushrooms Could Hold the Key to Our Long-Term Survival as a Species

Image:flickr.com/Conor Lawless. CC BY 2.0

The collapse of our planet’s natural ecosystem is accelerating, but it turns out nature may have already developed the technology to save us. And it’s right under our feet.


By Doug Bierend|MOTHERBOARD

Mycelium​ is the vast, cotton-like underground fungal network that mushrooms grow from—more than 2,000 acres of the stuff forms the largest known org​anism on Earth. Omnipresent in all soils the planet over, it holds together and literally makes soil through its power to decompose organic and inorganic compounds into nutrients. It has incredible powers to break up pollutants, filter water, and even treat disease, and it’s the star of a film called Fantastic Fungi that’s currently raisi​ng funds to bring awareness to how we can wield its many properties to save the world.

“Mycelium offers the best solutions for carbon sequestration, for preserving biodiversity, for reducing pollutants, and for offering us many of the medicines that we need today, both human and ecological,” says famed mycologist Paul Sta​mets, who’s the main voice of the film.

A regular keynote speakerat major think-a-thons like T​ED, Stamets has authored seve​ral seminal books on fungi, and done groundbreaking research on the medicinal, environmental, and ecological power of fungus with the likes of the Department of Defense, Environmental Protection Agency, and Centers for Disease Control. He’s also filed more pat​ents and research pa​pers than you can shake a mushroom stick at—not to mention that his signat​ure hat is made of fungus.

“Fungi, I think, hold the greatest potential solutions for overcoming the calamities that we face,” he says.

The apparent intelligence of mycelium lead Stamets call it “nature’s internet.” If a plant is harmed, mycelium tied up with its roots transmits the​ warning to other connected plants (turns out mo​st plant life is part fungus). It’s responsive, reacting immediately to disruptions in its environment to find a way to make it into food for itself and, thus, everything around it. Mycelium can also learn to consume compounds it’s never encountered before, breaking them down into nutrients for countless other organisms, and sharing the knowledge throughout its network.

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Umgang der Medien mit Schülern und Angehörigen in Haltern

Haltern am See: Medien, Hört auf,Kinder für Interviews mit Geld zu bestechen und Haltern vom Trauern abzuhalten!

Zu Beginn ein kleiner Hinweis: Ich selbst bin Schüler am Joseph-König-Gymnasium, kannte beide Lehrerinnen sowie einige der SchülerInnen, die bei dem Flugzeugabsturz am 24. März in Südfrankreich ums Leben kamen. Im Folgenden versuche ich, die Gedanken vieler Schüler sowie der Angehörigen einiger Familien mit eigenen Erfahrungen zusammenzufassen. Weder war ich der allerbeste Freund eines der Opfer noch möchte ich ein Vertreter für alle Schüler sein. Doch das hier ist das, was viele über die fragwürdigen Methoden erfahren mussten, mit denen ich sprach: Egal ob auf Seite der Angehörigen (Eltern / Geschwisterkinder) oder der der Mittrauernden (Schüler / Angereiste aus anderen Städten). Im Prinzip ist das hier schon fast die Nachhut der medienkritischen Beiträge; viele Institutionen veröffentlichten bereits ihre Kritik an der penetranten und pietätlosen Berichterstattung (Etwa der Deutsche Journalisten-Verband oder der BILDblog). Dennoch finde ich wichtig, dass auch aus dem Inneren eine Meinung an die Öffentlichkeit kommt: Liebe Konsumenten von Klatschblättern oder einigen TV-Sendern, suchen sie sich neue Berichterstatter!

Von Mika Baumeister|(Bau)meistergedanke

Liebe Sensations-Journalisten,

haben sie schon einmal auf einen Schlag viele ihrer Freunde, Bekannte oder sogar Verwandte verloren? Nein? Bei der Berichterstattung einiger Medien merkt man das. Und gerade jenen Pressevertretern möchte ich raten, sich einmal zu überlegen, wie sie sich bei dem letzten Todesfall in der Familie gefühlt haben. Was würden sie wohl machen, wenn ihre große Trauer von einem noch größeren Aufgebot von Kameras gefilmt wird?

In den letzten Tagen ist so viel passiert, wurde so viel geredet, gab es so viele Gerüchte. Das alles fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen. Und dieses ist aus Sicht vieler vollkommen widerlich. Ganz abgesehen von der Tat des Co-Piloten, die ich hier vollkommen außen vor lassen möchte (ich war nicht in der Lage, mich ausreichend über neue Untersuchungsergebnisse zu informieren), sowie dem Tod der anderen Passagiere, gibt es hier großen Aufklärungsbedarf für die konsumierende Menge. Denn, in einem Satz zusammengefasst: Die Berichterstattung in Haltern war nicht in Ordnung.

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Auf dem Weg zum erbkrankheitsfreien Kind

Die für die künstliche Befruchtung angewandte intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Bild: Eugene Ermolovich/CC-BY-SA-3.0

Britische Reproduktionsmediziner sind dem Ziel nähergekommen, mittels künstlicher Befruchtung Kinder ohne Risiken für angeborene Krankheiten zu erzeugen. Die Reproduktionsmediziner vom Centre for Reproductive and Genetic Health haben ein neues Verfahren zur Kartierung der Gene (Karyomapping) angewendet, um die Embryonen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter einem Gentest zu unterziehen und jene auszusortieren, bei denen die Gefahr bestand, dass das Kind an der Neuronalen Muskelatrophie erkrankt.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Karyomapping gilt als genaue und zuverlässige Methode, um ein ganzes Genom auf das Risiko zu monogenetischen Erbkrankheiten zu untersuchen. Das sind Erkrankungen, bei denen nur ein Gen einen Defekt aufweist. In dem berichteten Fall wäre das Kind einem hohen Risiko von 50 Prozent ausgesetzt gewesen, an der Neuralen Muskelatrophie zu erkranken, da die 26-jährige Mutter bereits leichte Symptome der Erkrankung zeigte. Für die Mutter war nach eigenem Bekunden das Risiko zu hoch, da bereits ihr Vater daran schwer erkrankt ist und nicht mehr selbständig gehen kann. Und sie wollte auch nicht warten, bis das Kind 16 Wochen alt ist, um es einem Gentest zu unterziehen und es dann womöglich abzutreiben.

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“Luther regiert” – Gottesstaat Deutschland

merkel_ratze

Fast alle CDU-Spitzenpolitiker sind Protestanten. Entsprechend finden sich Gemeinsamkeiten zwischen der Unionspolitik und dem Ablauf einer EKD-Synode, stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fest.


pro Medienmagazin

Bundesinnenminister Thomas de Maizière gehört zum Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Gesunheitsminister Hermann Gröhe ist Mitglied der EKD-Synode. Bundeskanzlerin Angela Merkel stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus, und auch ihre Kollegen Volker Kauder, Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble haben protestantische Wurzeln. Der einzige katholische CDU-Minister ist derzeit Kanzleramtschef Peter Altmaier.

„Luther regiert“ schreibt deswegen der Journalist Markus Wehner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und versucht zu deuten, woran das liegt. So erklärt der Autor, der Protestantismus passe besser in die säkularisierte Gesellschaft: „Er ist moderner und individualistischer, offener und unbestimmter als das Katholische.“ Während der Katholizismus klare moralische Forderungen stelle, gehe es im Protestantismus mehr um die Beziehung des Einzelnen zu Gott.

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Biohacking mit Chlorin e6

Chlorin e6, Bild: omlc.org

Dank der Substanz Chlorin e6 konnten Versuchspersonen ihre Nachtsicht drastisch verbessern


derStandard.at

Die chemische Substanz Chlorin e6 (Ce6) kommt in der Natur bei Tiefseefischen vor und wird in der Medizin eingesetzt, um Sehschwächen und Nachtblindheit zu verbessern. Ein Kollektiv an Biohackern namens “Science for the Masses” stellte sich daher die Frage, was passiert, wenn Menschen ohne Sehschwächen mit Ce6 behandelt werden. Sie vermuteten, dass gesunde Versuchspersonen durch die Substanz sogar erweiterte Fähigkeiten erhalten würden – was den Zielen des Biohackings entspricht.

Schwarze Kontaktlinsen als Schutz

Als Versuchsperson stellte der Forscher Gabriel Licina zur Verfügung, der Ce6 in seine Pupillen injiziert bekam. “Ich sah kurz grün-schwarz verschwommen, aber dann wurde die Substanz von meinen Augen aufgenommen”, so Licina zu ScienceMic. Anschließend musste er schwarze Kontaktlinsen tragen, da er durch das Mittel Helligkeit übermäßig wahrnahm. Nach einer Stunde sollte die Wirkung beginnen.

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Slavoj Žižek „Blasphemische Gedanken“

Der gebürtige Slowene Slavoj Žižek vor der Frankfurter Skyline (Archivbild).

Slavoj Žižek sorgt mit seinem neuen Buch erneut bewusst für Verwirrung. „Blasphemische Gedanken“ heißt es, aber schon der Titel stimmt und stimmt doch nicht.


Von Arno Widmann|Frankfurter Rundschau

Der Titel stimmt und stimmt nicht. „Blasphemische Gedanken“ mögen es in den Augen der Gläubigen sein. Der gläubigen Muslime und derer, die an die Werte des Westens glauben.

Für Slavoj Žižek sind es einfach Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, wenn er etwa an den Schleier und das Schleierverbot denkt. Es sind Gedanken. Keine Argumentation. Žižek stellt sich nicht vor seine Leser und erklärt ihnen etwas. Er setzt sich hin und schreibt. Dabei fallen ihm Dinge ein, Lesefrüchte, Erinnerungen fliegen ihm zu. Wir Leser sind dabei. Wir kommen mit seinem Tempo nicht mit. Wir stolpern, finden übertrieben, was er da tut, lachen über unsinnig Erscheinendes und werden dann wieder gepackt von einer Assoziation. Wer etwas beigebracht bekommen möchte, der ist falsch bei Žižek. Wer dabei sein möchte, wie einer in Stemmschwüngen denkt, der hat seinen Spaß an dem slowenischen Philosophen.

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Dhaka: Erneut Blogger in Bangladesch brutal ermordet

We-Want-Islam

In Bangladesch ist ein 27-jähriger Blogger ermordet worden. Er wurde in der Hauptstadt Dhaka nach Angaben der örtlichen Polizei mit großen Messern zerstückelt. Erst kürzlich war ein Kollege von ihm ermordet worden.


SpON

Einen Monat nach der Ermordung des prominenten atheistischen Bloggers Avijit Roy ist in Bangladesch ein Kollege von ihm getötet worden. Der 27-jährige Washiqur Rahman sei am Morgen in der Hauptstadt Dhaka “mit großen Messern brutal zerstückelt worden”, sagte der örtliche Polizeichef Wahidul Islam der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach ereignete sich der Mord im Bezirk Begunbari wenige hundert Meter vom Haus des Mannes entfernt. Unmittelbar danach seien zwei Verdächtige festgenommen worden, die versucht hätten zu flüchten.

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„La Rose et le Réséda“

Louis Aragon, Bild: wikimedia.org/PD

Dabei hätte doch alles so einfach sein können: Ein Religionsunterricht auf der einen Seite, ein Moralkurs auf der anderen, und jeder wäre nach seiner Fasson selig geworden. Doch die Regierung hat sich in ihrem Koalitionsabkommen auf einen gemeinsamen Werteunterricht geeinigt.


Von Marc Thill|Luxemburger Wort

Wer weiß, vielleicht ist dies auch die bessere Idee. Denn das Aufteilen der Schüler in zwei Lager, auf der einen Seite die mit Religion, auf der anderen die ohne, ist vor allem im jungen Schulalter eine doch sonderbare Lösung. Man zeigt damit den Kindern sehr früh, dass es die einen und die anderen gibt, man differenziert also ganz bewusst, obwohl man sich insgeheim mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft wünscht.

Mit dem gemeinsamen Werteunterricht – wobei die Betonung auf gemeinsam liegt – werden die Kinder zunächst einmal lernen, was uns in einer multikulturellen Gesellschaft eint und nicht was uns entzweit. Das ist richtig und auch gut so.

Die Regierung hat Anfang des Jahres ein Abkommen mit den Glaubensgemeinschaften abgeschlossen und auch bereits die Ausarbeitung des neuen Schulfachs „Leben und Gesellschaft“ in Angriff genommen.

Da sich nun ansatzweise abzeichnet, wie dieser gemeinsame Werteunterricht abgehalten werden soll, beginnt es aber ganz plötzlich zu haken. Warum nur? Zu wenig Philosophie und vor allem zu viel Religion, bemängeln laizistische Vereinigungen. Sie sprechen von Kuhhandel und Etikettenschwindel.

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Theorie der starken Wechselwirkung bestätigt

Nur weil das Neutron ein ganz klein wenig schwerer ist als das Proton, haben Atomkerne genau die Eigenschaften, die unsere Welt und letztlich unsere Existenz ermöglichen. © Bergische Universität Wuppertal

Entscheidender Unterschied: Wäre das Proton nicht ein wenig schwerer als das Neutron, würde unser Universum völlig anders aussehen. Wie diese winzige Massendifferenz zustande kommt, haben Forscher nun erstmals genau berechnet. Das Ergebnis bestätigt die Theorie der starken Wechselwirkung und zeigt, wie fein abgestimmt unser Universum bis in seine kleinsten Bausteine ist, so die Physiker im Fachmagazin “Science”.


scinexx

Die Existenz und Stabilität von Atomen hängt ganz entscheidend davon ab, dass Neutronen etwas schwerer sind als Protonen. Die experimentell ermittelten Massen unterscheiden sich nur um etwa 1,4 Promille. Würde die Differenz nur ein wenig davon abweichen, so ergäbe sich ein völlig anderes Universum mit zu vielen Neutronen, zu wenig Wasserstoff oder einem Mangel an schweren Elementen.

Quark-Bewegungen und Ladungseffekte

Der Grund für die winzigen Unterschiede liegt in den Quarks, den Bausteinen der Protonen und Neutronen: Protonen bestehen aus zwei sogenannten Up-Quarks und einem Down-Quark, während Neutronen nur ein Up-Quark, dafür aber zwei Down-Quarks enthalten. Vor allem die Bewegung dieser Quarks sorgt gemäß Einsteins Formel E=mc2 für verschiedene Massen. Unklar war aber bisher, inwieweit dieser winzige Unterschied durch Wechselwirkungen mit der Ladung des Protons wieder ausgeglichen wird.

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«Pille danach»: Rasantes Ansteigen des Verkaufs nach Rezeptfreigabe

pille_danachDer Hersteller HRA Pharma sieht laut Branchendienst in Deutschland ein hohes Wachstumspotenzial von bis zu 2,4 Millionen Packungen pro Jahr. Davon sei man mit zuletzt 400.000 Packungen im Jahr noch sehr weit entfernt, so HRA-Deutschlandchef Czort.


kath.net

Nach der Entlassung aus der Rezeptpflicht verzeichnet der Verkauf der «Pille danach» ein rasantes Wachstum. Wie der Branchendienst «Apotheke adhoc» am Samstag in Berlin unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen IMS Health berichtete, wurden allein in den ersten zwei Wochen fast ein Drittel mehr Packungen als im Vorjahreszeitraum abgegeben.

Demnach wurden in der 12. Kalenderwoche 13.500 Packungen der «Pille danach» in den Apotheken verkauft. Hochgerechnet auf den ganzen Monat entspricht das 54.000 Packungen.

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Dodo Laun wünscht “bessere Gesprächskultur”

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Gegen Kritik an seiner Person hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (72) in einem Interview mit der Tageszeitung “Kurier” (Sonntag) gewandt. Er vermisse die gute Gesprächskultur, wenn er den Eindruck habe, oft nur deshalb gefragt zu werden, “weil man Streit sucht”, erklärte Laun, der vor 20 Jahren zum Bischof geweiht wurde. Auch bei den polarisierenden Themen vertrete er statt seiner Privatmeinung “das, was die Kirche sagt. Und die Kirche ist nicht politisch korrekt”, so Laun.


kathweb

Viele würden eine “katholische Antwort” nicht hören wollen, doch betrachte er es als “Sünde”, würde er zu manchen Zeitströmungen schweigen, betonte Laun. Er verwies hier etwa auf die “Sexualisierung von Kindern in den Schulen” sowie auf die Abtreibung, die “für die Kirche Mord, in der EU ein Menschenrecht” sei. Er selbst wäre heute “wahrscheinlich abgetrieben” worden, bemerkte der Bischof – “weil ich mit einer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren bin”.

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Dementenwohngruppen als Alternative zum Pflegeheim

Foto: Georg Eichinger / WG-Qualitaet.de /heise.de

Wer demente Familienagehörige pflegt, lebt mit dem steigenden Risiko, über kurz oder lang selbst zum Pflegefall zu werden. Selbst hohe Belastbarkeit und ein stabiles Nervenkostüm halten der Beanspruchung durch den kranken Familienangehörigen auf Dauer nicht stand.


Von Christoph Jehle|TELEPOLIS

Kommt dann zur psychischen Beeinträchtigung noch ein körperliches Handicap (wie etwa eine Oberschenkelhalsfraktur) dazu, lässt sich eine 24/7-Rundumbetreuung praktisch nicht mehr vermeiden. Für die Angehörigen ist dies jedoch jenseits von Mehrgenerationen-Großfamilien auf dem Lande heute nicht mehr zu leisten. Auch wenn der Verbleib in der gewohnten Umgebung wünschenswert ist, so ist dies in der Regel auf die Dauer nicht zu realisieren.

Meist wird in solchen Fällen (und leider vielfach erst dann, wenn sich die Überforderung der Angehörigen – auch für Dritte erkennbar – manifestiert hat) eine Übersiedlung in ein Pflegeheim erwogen. Dort hofft man, dass die Angehörigen von qualifizierten Kräften gepflegt werden – nur um später oft feststellen zu müssen, dass auch die Fachkräfte in den Pflegeheimen mit der Betreuung Dementer durchaus ihre Probleme haben.

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“Menschen wie Waren auf einem Tisch ausgelegt”

Die Professorin Eva Illouz im Studio am Mikrofon. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Die Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Im Deutschlandfunk erläutert sie, warum Soziologie die Profession des Fremden an sich sei – und warum Gefühle in die Geschäftswelt und Maximierung in die Liebe Einzug halten.


Eva Illouz im Gespräch mit Torsten Teichmann|Deutschlandfunk

Torsten Teichmann: Am Mikrofon heute Torsten Teichmann, heute aus Israel, genauer gesagt aus Jaffa, einer Jahrhunderte alten arabischen Stadt am Mittelmeer, die heute ein Teil von Tel Aviv ist.

Mir gegenüber sitzt Eva Illouz, sie ist Professorin für Soziologie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Herzlich willkommen!

Eva Illouz: Good morning!

Teichmann: Eva Illouz ist in Marokko geboren, 1971 zog die Familie nach Frankreich, nach Sarcelles, einem Vorort im Norden von Paris. Sie hat in Paris und Jerusalem studiert; Soziologie, Kommunikation und Literatur, in den USA promoviert.

Eva Illouz forscht auf einem Gebiet der Emotionen, also der Beziehung zwischen Gefühlen, Wirtschaft und Kommunikation in der modernen Gesellschaft. Zur Arbeit gehören Vorlesungen, zum Beispiel am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main 2004, Forschung am Wissenschaftskolleg in Berlin und Gastprofessuren, zum Beispiel in Princeton, in den USA.

In Deutschland ist zuletzt ihr Buch “Warum Liebe weh tut” erschienen, das war 2011. Und in diesem Jahr gibt der Suhrkamp-Verlag eine Sammlung von Kolumnen und Essays heraus, das sind dann auch Texte zur gegenwärtigen Politik.

  • Eva Illouz, Sie wurden in Marokko, in eine jüdische Familie geboren. Und als Sie zehn Jahre alt waren, beschloss Ihre Familie, nach Frankreich zu gehen. Warum entschieden sich Ihre Eltern 1971 für Frankreich?

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A Compilation of Neil deGrasse Tyson’s Best Arguments and Comebacks

Here’s a compilation of Neil deGrasse Tyson‘s best arguments and comebacks. (I could watch this all day.)


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

Image: Friendly Atheist