Archiv der Kategorie: Säkulares

Dodo Marx für Begrenzung der Flüchtlingszahlen

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Deutschland könne nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen, sagt Kardinal Marx, Oberhaupt der deutschen Katholiken. Vehement wendet er sich aber gegen den Schusswaffengebrauch gegenüber Flüchtlingen.

DIE WELT

Das Oberhaupt der deutschen Katholiken, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, hat sich dafür ausgesprochen, die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu begrenzen. “Auch als Kirche sagen wir: Wir brauchen eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen”, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz der “Passauer Neuen Presse”. Deutschland könne “nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen”.

Es gehe bei der Aufnahme von Flüchtlingen “nicht allein um Barmherzigkeit, sondern auch um Vernunft”, sagte Marx. Er sprach sich aber gegen eine Beschränkung des deutschen Asylrechts aus. “Jeder, der europäischen Boden betritt, muss anständig behandelt werden und ein faires Verfahren erhalten”, sagte der Erzbischof von München und Freising. Die Grenze Europas dürfe “keine Grenze des Todes sein”.

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Das Gender-Paradoxon 2016 von U. Kutschera vor der Auslieferung

Bild: RDF
Da in den letzten Wochen immer wieder Anfragen bzgl. des Fachbuchs „U. Kutschera: Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. LIT-Verlag, Berlin“ eingegangen sind, folgt hier die gewünschte Information.

Von Ulrich Kutschera|Richard Dawkins-Foundation

Entgegen der ersten Ankündigung hat die Monographie, als Ergänzungsband zum UTB-Lehrbuch „Evolutionsbiologie“ Die Gott-lose Evolution und ihre Antriebskräfte, ca. 445 Druckseiten mit 75 Originalabbildungen und wird daher zum Preis von 24,90 € Ende Februar erhältlich sein. Obwohl im UTB-Standardwerk der Mensch, von der ersten bis letzten Druckseite, immer wieder als Biospezies behandelt wird, konnten dort aus Platzgründen zahlreiche humanbiologische Aspekte nicht berücksichtigt werden (vorgegebene Seitenzahl durch den Verlag). Daher folgen im „Gender-Paradoxon“ mehrere Kapitel, z. B. zur „Frau als primärem Geschlecht“, zu dem „neuen evolutionsbiologischen Menschenbild (Ganzkörper-XY- bzw. -XX-Modell)“ sowie ausführliche Darlegungen zur „Homosexualität bei Tieren, Pflanzen und Menschen“. Während im UTB-Lehrbuch der Kreationismus ausführlich thematisiert und als Pseudowissenschaft widerlegt worden ist, sind im Ergänzungsband, neben biowissenschaftlichen Abhandlungen zu „Sex und Gender“, die Thesen der Gender-Ideologen ausführlich dargelegt und ad absurdum geführt. Grundlegende Begriffe, wie z. B. „Heteronormalität“, „Biophobie“, „homoerotische Handlungen“, „Moneyismus“ (als Synonym für die Gender-Irrlehre) werden eingeführt.

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Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen wenden sich gegen Asylpaket II

Kirchen, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen greifen das Asylpaket II scharf an. Die Koalition verspiele mit einem populistischen Abschreckungskurs Chancen für eine Integration der Flüchtlinge und nehme neue Flucht-Dramen in Kauf.

evangelisch.de

Kirchen, Menschenrechtsorganisationen und die Opposition wenden sich gegen die geplante Verschärfung des Asylrechts. Nach der Verabschiedung des Asylpakets II im Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin warnten die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie, die Einschränkung des Familiennachzugs werde die Integration von Flüchtlingen erschweren und noch mehr Flucht-Dramen nach sich ziehen.

Lilie: Nur Verschärfungen und Integrationshemmnisse

Den Nachzug von Ehegatten und Kindern zu Bürgerkriegsflüchtlingen in Deutschland für zwei Jahre auszusetzen sei “das falsche Mittel, um die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik zu bewältigen”, erklärte der Generalsekretär des katholischen Caritasverbandes, Georg Cremer. Es bestehe die Gefahr, dass sich noch mehr Frauen und Kinder auf lebensgefährliche Fluchtwege begäben.

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»Man irrt sich empor«

Gerhard Vollmer. Bild: TUni Braunschweig

Der Welterklärung »aus der Natur« und der Kritik am Glauben stellte sich der Arbeitskreis Naturwissenschaft und Glaube bei einem Symposium im Januar.

Von Klaus Bratengeier|Evangelisch-methodistische Kirche

Mitte Januar traf sich der Arbeitskreis »Naturwissenschaft und Glaube« (AKNG) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zu einem Symposium über das Thema »Naturalismus, Atheismus und christlicher Glaube« in Würzburg. Dabei stand der Naturalismus, eine unter vielen Naturwissenschaftlern verbreitete Denkart, im Mittelpunkt der Diskussion.

Gerhard Vollmer, emeritierter Professor für Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig präsentierte als renommierter Philosoph und Physiker den Naturalismus als Programm zur Durchdringung der Welt. Dieser beschränke sich auf möglichst wenige Annahmen, wobei der Rückgriff auf Übernatürliches völlig vermieden werde. Der Rückgriff auf das Übernatürliche würde nämlich nicht wirklich etwas erklären, sondern stehe weiterer Forschung sogar im Wege. Wenn »Gott« als Erklärung zugelassen würde, bräuchte nicht mehr weitergedacht zu werden. Gerade mit diesem sparsamen Konzept habe die Forschung die Welt in so hohem Ausmaß erfassen können, wie es heutiger Stand der Wissenschaft sei. Andererseits sei man bei der Bildung von Theorien sehr selbstkritisch: »Man irrt sich empor«, denke bei der Bildung einer Hypothesen sogar mit, wie sie sich prüfen oder widerlegen lasse. Gottesvorstellungen und insbesondere Dogmen aller Art stehe er daher ablehnend gegenüber.

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Richard Dawkins in Hamburg – Ticketverkauf

Am 19. März 2016 stellt Richard Dawkins seine Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ im Rahmen eines RDF Talks in Hamburg vor.

Richard Dawkins-Foundation

Richard Dawkins wird im Rahmen der Veröffentlichung seines neuen Buches, der Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ (Erscheinungsdatum: 14. März 2016), nach Deutschland kommen. Die RDF veranstaltet zu diesem Anlass einen RDF Talk mit Richard Dawkins in Hamburg.

RDF Talk mit Richard Dawkins
„Die Poesie der Naturwissenschaften“
19. März 2016 um 18:00 Uhr in Hamburg
Freie Akademie der Künste in Hamburg

Hier geht es zum Ticketverkauf.

Unisex-Toiletten im Studierendenhaus?

Piktogramm für eine gemeinsame Toilette in Berlin, Luckenwaldstaße. Foto: dpa
Sollte das neue Studierendenhaus der Frankfurter Goethe-Universität Unisex-Toiletten bekommen? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Der AStTA ist dafür, der RCDS meint dagegen: „Schluss mit Gender-Gaga!”

Von Madeleine Hesse|Frankfurter Rundschau

Keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, auch nicht vor dem Pissoir oder auf der Toilettenschüssel – das erhofft sich das Studierendenparlament (StuPa) der Frankfurter Goethe-Universität vom neuen Studierendenhaus auf dem Campus Westend. Allerdings sorgen die für den Neubau beschlossenen Unisex-Toiletten seit Monaten schon für Kontroversen – auch in Form von Wortwitzen rund um das stille Örtchen.

Valentin Fuchs, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), ist ein Verfechter der Unisex-WC´s. „Sie unterscheiden nicht mehr nach der klassischen Aufteilung Mann oder Frau“, sagt er. „Sie können der Diskriminierung von trans- und intersexuellen Personen entgegenwirken, die sich so keinem Geschlecht mehr zuordnen müssen.“

Während also der AStTA und Queer-Referate mehrerer Universitäten das Toilettenkonzept begrüßen, kritisierte es der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Frankfurt zur Wahl des Studentenparlaments Ende Januar erneut. „Schluss mit Gender-Gaga! Geht euch der übliche Gender-Wahnsinn von gegenderten Klausuren bis Unisex-Toiletten gehörig auf die Nerven?“, fragt der RCDS in der AStA Zeitung und wirft dem Studierendenausschuss zudem vor, Meinungen und Bedürfnisse der Studierenden zu übergehen.

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Ethische Debatte über britische Gentechnik-Experimente

Dürfen menschliche Embryonen gentechnisch manipuliert werden? Großbritannien hat dies nun erlaubt und eine neue ethische Debatte ausgelöst.

evangelisch.de

Das britische Ja zu Genmanipulationen an Embryonen stößt in Deutschland überwiegend auf Skepsis. Die beiden großen Kirchen reagierten am Dienstag mit Kritik. Der Bioethik-Experte der Union, Hubert Hüppe (CDU), sprach von einem Tabubruch. Wissenschaftler in Großbritannien können künftig an gesunden menschlichen Embryonen über die Behandlung von Unfruchtbarkeit und die Ursachen von Fehlgeburten forschen.

CDU-Politiker Hüppe: Letztes Tabu gebrochen

Die britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie (HFEA) hatte am Montag einen entsprechenden Antrag des Londoner Francis-Crick-Instituts genehmigt. Die Embryonen stammen nach Angaben des Instituts von Paaren, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen haben. Dabei reifen oft mehrere Embryos heran, die nicht alle in die Gebärmutter eingesetzt werden. Die Experimente am Erbgut sollen in den ersten sieben Tagen nach der Befruchtung erfolgen. Bevor die Forschung starten kann, muss noch eine Ethikkommission grünes Licht geben.

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The Netherlands just made the Church of the Flying Spaghetti Monster an official religion

Image via Reddit
The Church of the Flying Spaghetti Monster is now an official religion in the Netherlands and members worldwide are celebrating with a bowl of pasta.

By James Forsythe|DEADState

According to the Inquisitr, the Church of the Flying Spaghetti Monster, or Pastafarianism, is a social movement that emerged in 2005 and quickly went on to become an internet phenomenon.

Not strictly a religion, the torchbearers of the movement encourages a light-hearted view on dogma. The group is known for its opposition to the teaching of creationism and intelligent design in public schools.

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Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk

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Bild: DAZ.de
Eine Initiative will in den nächsten Monaten ein Homöopathie-Netzwerk gründen und eine Informationskampagne starten, um kritische Einordnungen der Homöopathie zu bündeln. Geleitet wird es von der ehemaligen Alternativmedizinerin Natalie Grams. Sie will auch den Begriff „Pseudomedizin“ prägen – und sich für eine Änderung des Arzneimittelgesetzes einsetzen.

Von Hinnerk Feldwisch-Drentrup|DAZ.de

Als eine Gruppe von gut 30 Homöopathiekritikern am Sonntag zur Pressekonferenz nach Freiburg geladen hat, warteten auf die Journalisten weder Kulis, Imagebroschüren noch ein Buffet – sondern eine Packung  „Dubium C30 – enthält nur Zucker, kein Arzneimittel“. Bernd Harder, Pressesprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), zerstreute mögliche Hoffnungen auf Geschenke direkt und nutzte die Gelegenheit, auf das rein ehrenamtliche und pharmafreie Engagement hinzuweisen. Zwei Tage lang hatten sich Interessierte zuvor getroffen, um eine Strategie zum Umgang mit Globuli und Co zu entwickeln. Da die Alternativmedizin laut Harder bisher weitestgehend unbeobachtet vor sich hin arbeite, will die Gruppe der Homöopathiekritiker Widersprüche und leere Versprechen öffentlich machen. Und – als ein Ergebnis des Treffens – zukünftig nur noch von Pseudomedizin sprechen.

„Wir wissen natürlich ganz genau, dass auch in der evidenzbasierten Medizin und in unserem Gesundheitssystem vieles im Argen liegt“, sagte er, „aber das macht Homöopathie nicht wirksamer“. Die Alternative könne nur bessere Medizin sein, keine Pseudomedizin. Die Gruppe will nun Informationen für Patienten aufbereiten, damit jeder die Möglichkeit hat, sich aufgeklärt selbst zu entscheiden. Und es soll ein Homöopathie-Netzwerk gegründet werden, welches die Aktivitäten koordiniert.

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„Der IS braucht keinen Grund, um uns zu töten!“

Foto: Krudewig/Stadt
Der Zeichner und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly (Mitglied des Kuratoriums der Giordano-Bruno-Stiftung) wurde am vergangenen Donnerstag für seine kulturellen Verdienste mit dem Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Richard Dawkins-Foundation

In seiner Dankesrede rief Tilly, der im vergangenen Jahr u.a. durch seinen “Charlie-Hebdo-Wagen” für Schlagzeilen sorgte, dazu auf, die offene Gesellschaft mit noch mehr Mut, Menschlichkeit und Humor zu verteidigen. Wir dokumentieren nachfolgend Auszüge aus dieser Rede, die, wie gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon erklärte, “die Haltung der Giordano-Bruno-Stiftung zur Debatte um Islamismus und Fremdenfeindlichkeit auf den Punkt brachte und die fundamentalen Unterschiede verdeutlichte, die zwischen rationaler Aufklärung und reaktionärer Propaganda bestehen”.

(…) Das seit Monaten omnipräsente Flüchtlingsthema hat zu einer extremen Polarisierung geführt. Wir müssen erleben, wie sich breite Teile der Gesellschaft vom demokratischen Konsens verabschieden. Im Umfeld von AfD und Pegida wird offen das “System” infrage gestellt, die Medien werden als “Lügenpresse” diffamiert, paranoide Weltbilder und Verschwörungstheorien vergiften das gesellschaftliche Klima, ganze Bevölkerungsteile katapultieren sich selbst in ein wahnwitziges Paralleluniversum ohne jeden Realitätsbezug.

Sehr anschaulich bewies das vor wenigen Tagen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, als sie davon faselte, dass unsere Kanzlerin demnächst nach Südamerika ins Exil vertrieben werden wird, genau wie das Ehepaar Honecker. Und der große Held dieser Freunde der wahren Meinungs- und Pressefreiheit ist – ausgerechnet – der russische Autokrat Wladimir Putin.

Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden. Eine konstruktive Streitkultur ist das Lebenselixier jedes demokratischen Willensbildungsprozesses. Schlimm ist aber, mit welchem Hass, mit welchem Mangel an Maß, Besonnenheit und Menschlichkeit dieser Kampf geführt wird. Die Lynchstimmung, die den Medien und der Politik gerade in großen Teilen des deutschen Ostens entgegenschlägt, ist alarmierend. Vor wenigen Monaten konnte man diese Leute noch als Spinner belächeln. Doch die Silvesternacht in Köln und die damit einhergehenden kläglichen Vertuschungsversuche haben jetzt mitgeholfen, aus einer Minderheitenposition ein schnell wachsendes Massenphänomen zu machen. Die AfD liegt in aktuellen Umfragen bundesweit bei unglaublichen 13 Prozent.

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Nahles will integrationsunwilligen Flüchtlingen Leistungen kürzen

Andrea_NahlesEin Gastbeitrag von Andrea Nahles in der «FAZ» spaltet die Gemüter: Während die Arbeitsministerin integrationsunwilligen Flüchtlingen mit Leistungskürzungen droht, fordert die Opposition mehr Integrationskurse von der Regierung.

evangelisch.de

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat Flüchtlingen, die sich nicht integrieren lassen wollen, Leistungskürzungen angedroht. Wer in Deutschland Schutz suche und ein neues Leben beginnen wolle, müsse sich “an unsere Regeln und Werte halten”, schrieb die SPD-Politikerin in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (Montagsausgabe). Einen Anspruch auf leistungslose Unterstützung gebe es nicht. Oppositionspolitiker kritisierten den Vorstoß.

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Nach dem “Marsch für das Leben” wird scharf geschossen

beatrix_storchDer deutsche Landadel macht mobil. Einige der Exponenten wollen sehr wahrscheinlich ihre alten Rechte wiederhaben. Vetreterinnen finden wir in der Alternative für Deutschland(AfD) oder in der christlich-fundamentalistischen Bewegung “Marsch für das Leben.” Sexuelle Bildung ist Sünde. Man kämpft um die Rechte des Blastula-Keims, unter dem Deckmantel der Sorge um das ungeborene Leben.
Die geborene Herzogin von Oldenburg, gemeinhin als Beatrix von Storch bekannt, tritt dort vehement in Erscheinung. Im Zuge der Flüchtlingspolitik zeigt die Streiterin für das ungeborene Leben nun ihr wahres Gesicht. Die deutsche Grenze ist zu schützen, notfalls unter dem Einsatz von Schusswaffen, gegen Kinder? Ja, auch gegen Kinder. Alles was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, steht dann noch jemand auf seinen Beinen kommt das Bajonett zum Einsatz. Gedanken, wie auf der einen Seite Lebensschutz und auf der anderen die Zerstörung in Übereinklang zu bringen sind macht sich die Anwältin nicht. Gut christliche Bigotterie.
Nach der Aufregung im Netz bleibt die Frage unbeantwortet ob sie auch auf Störche schießen lassen würde. Kinder möchte sie ausklammern, Frauen nicht, also, Feuer frei auf schwangere Frauen, durchaus im Bereich des möglichen. Ist die Mutter tot, kann das ungeborene Leben durch Beten gerettet werden.

Wer heute auf Flüchtlinge schießen lassen will, schießt morgen auf Menschen die für die Rechte der Frauen eintreten, auch auf das Recht zur Abtreibung. Das sollte jedem klar sein, das christliche Menschenbild der Störchin lässt das zu.

In dem Sinne, Feuer frei! Auf Menschenrechte, 300 Jahre Aufklärung. Das ist die gesellschaftliche Alternative Deutschlands.

Unheimlich: Winfried Kretschmann betet täglich für Angela Merkel

kretschmann150Der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, über die Kanzlerin, Flüchtlinge und die AfD.

Von Stephan Haselberger, Hans Monath|DER TAGESSPIEGEL

Herr Kretschmann, was kann Angela Merkel von Ihnen lernen?
Wie kommen Sie denn auf diese Frage?

Sie beide stimmen in der Flüchtlingspolitik weitgehend überein. Doch während die Kanzlerin das Vertrauen der Bevölkerung verliert, ist der Rückhalt für Sie in Baden-Württemberg unverändert hoch. Woran liegt das?

Ich glaube nicht, dass Angela Merkel etwas von mir zu lernen hätte. Wir haben unterschiedliche Ämter, wir sind unterschiedlichen Zwängen unterworfen. Als Kanzlerin und CDU-Vorsitzende muss sie ganz andere politische Kräfte einfangen als ich.

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Wahl Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

Neues Jahr, neue Dummheiten, Obskurantismus und Religiotie. So wie das alte Jahr endete startete das neue furios. Flüchtlinge, Streiterein der Polit-Christen, Hiobsbotschaften aus der katholischen Kirche, die nicht viel macht um die Problematik des sexuellen Missbrauch aufzuklären, die Evangelen streiten sich um ihr sexuelles Weltbild und die Bibelauslegung. Zeit zu überlegen ob man Kirchennachrichten nicht der Obhut der freiwilligen Selbstkontrolle überantwortet und altersgerecht attributiert. Noch vor Jesus kommt Sex, egal ob hetero oder homo, Christen landen immer im Bett, auch fremden, da wollen sie mitreden.

Hier sind nun die Kandidaten des Monats Januar 2016:

  1.  Ulrich Lilie, “hat Schwierigkeiten zwischen Religion und Kultur zu unterscheiden.”
  2.  Papst Franz, “schwadroniert über Bio-Ethik.”
  3.  Dominikus Schwaderlapp, “Ökumene und Homosexualität.”
  4.  Frauke Petry, “an deutschen Grenzen soll wieder geschossen werden.”
  5.  Norbert Trelle, “sexueller Missbrauch im Jesus-Keks-Mantel.”
  6.  Kita Bleckede, “unsere tägliche Ration Rassismus.”
  7.  Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz, “mit der römischen Spukgestalt in den Landtag.
  8.  Sigmar Gabriel, “Türkei ist sicheres Herkunftsland.”
  9.  Beatrix von Storch, “flüchtet Angela Merkel zu Margot Honecker.
  10.  Heinz Josef Algermissen, “mit göttlichem Afterdienst gegen Charlie Hebdo.
  11.  Sami Abu-Yusuf, “ hat feuchte Träume aus dem Koran.”
  12.  Gothart Magaard, “Karfreitag Geiselhaft für alle.”
  13.  Garnisonskirchenstiftung, “schwört auf den Geist von Postdam.”
  14.  Khola Maryam Hübsch, “findet Mohammeds Feminismus umwerfend.
  15.  Open Doors,  “wir machen Christenverfolgung, egal wie.”
  16.  Georg Ratzinger ” hat keine Probleme mit sexuellem Missbrauch.”
  17.  Ulrich Nitschke, “mehr Religion in die Entwicklungshilfe.”

Die Wahl ist bis zum 07. Feburar, 18:00 Uhr, befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Ist das Gehirn fremdgesteuert? Endlich befreit!

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Entscheidet unser Gehirn unbewusst, ist der freie Wille eine Illusion? Nach Jahrzehnten haben Berliner Hirnforscher die berühmte These mit einem raffinierten Spiel gegen den Computer widerlegt.

Von Joachim Müller-Jung|Frankfurter Allgemeine

Es war – und ist – eine der radikalsten Thesen, mit denen Hirnforscher die Öffentlichkeit konfrontierten: Lange bevor wir uns bewusst entscheiden, etwas zu tun, hat das Gehirn die Entscheidung unbewusst längst vorweggenommen. Der freie Wille des Menschen, bloß Einbildung? Die Versuche des amerikanischen Hirnphysiologen Benjamin Libet hatten das nahegelegt. Gut eine Sekunde, bevor Probanden sich bewusst entschlossen, ihre Hand zu bewegen, war in den Hirnstromkurven das „Bereitschaftspotential“ dafür schon zu finden. Dreieinhalb Jahrzehnte lang haben die einen, meist Hirnforscher, alles versucht, um Politik, Philosophie und die Architekten und Hüter des Rechtsstaates, die sich mit der Schuldfähigkeit von Straftätern auseinanderzusetzen haben, wachzurütteln und die Folgen dieser Erkenntnis zu bedenken. Alle anderen wehrten sich mit Händen und Füßen und noch mehr Worten dagegen, sich den Kopf waschen zu lassen mit wissenschaftlichem Material, das gegen den gesunden Menschenverstand und die eigene Erfahrung verstößt.

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Kirchenkonzerne fordern Handgeld für mittellose Abgeschobene

Bild: tilly
Bild: tilly
Die kirchlichen Hilfswerke Caritas und Diakonie fordern eine verbindliche Handgeldregelung für Menschen, die aus Hessen abgeschoben werden.

evangelisch.de

Viele Betroffene “sind verzweifelt und wissen nicht, wie sie nach Hause kommen sollen. Sie stehen in ihrer Heimat vor dem Nichts”, sagte Irene Derwein, Leiterin des Arbeitsbereichs Kirche am Flughafen, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie ist für die Abschiebebeobachtung am Frankfurter Flughafen verantwortlich.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen sei festgeschrieben, dass es eine verbindliche Regelung für Hessen geben solle: “Abgeschobene sollen in begründeten Fällen ein Handgeld erhalten, um die ersten Schritte am neuen Aufenthaltsort zu erleichtern”, haben die beiden hessischen Regierungsparteien vereinbart. “Bisher sehen wir keine Anzeichen dafür, dass es bald passiert”, sagte die Pfarrerin. Etwa 30 Prozent der Abgeschobenen seien mittellos und benötigten dringend etwas Geld. Die Abschiebebeobachtung könne aber nur etwa zehn Prozent der gescheiterten Asylbewerber mit kirchlichen Spenden weiterhelfen.

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Jüdisches Museum: „Es gibt ein Unwohlsein“

„Museen sind in erster Linie Gedächtnisorganisationen“, so Mirjam Wenzel. Foto: christoph boeckheler*
Mirjam Wenzel, die neue Leiterin des Jüdischen Museums in Frankfurt, spricht im Interview mit der FR über Antisemitismus und die Aufgaben von Museen als Gedächtnisorganisation.

Von Claus-Jürgen Göpfert|Frankfurter Rundschau

Frau Wenzel, Sie sind seit dem 1. Januar Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt. Sie vermeiden aber das Wort Museum und sprechen stattdessen von einem Zentrum der jüdischen Kultur und Geschichte.
In der ersten Presseerklärung nach meiner Wahl zur Direktorin durch den Magistrat habe ich den Ausdruck „Zentrum für jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart“ verwendet, um das Zusammenspiel der beiden grundlegend neu gestalteten Häuser, des Museums Judengasse und des um einen Neubau erweiterten Jüdischen Museums, mit den zukünftigen Online-Aktivitäten zu betonen. Ich möchte gerne das zukünftige neue Jüdische Museum von Vorstellungen befreien, die mit dem pejorativen Ausdruck des Musealen verbunden sind. Ich verstehe das Museum als einen sozialen Ort, an dem man sich von den gezeigten Dingen inspirieren lässt, miteinander diskutiert und zum Nachdenken angeregt wird.

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Migrationsforscher Collier für Kurswechsel in Flüchtlingspolitik

Deutschland gefalle sich « in der Retterrolle», habe aber keinen einzigen Syrer gerettet. «Im Gegenteil: Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen.»

kath.net

Der britische Migrationsforscher Paul Collier hat eine neue europäische Kommunikation in der Flüchtlingskrise gefordert. Die Europäische Union (EU) sei für die Aufnahme von Flüchtlingen nicht zuständig, sagte er der «Welt» (Freitag). Die Politik müsse deutlich machen, dass «Wohlstandsmigranten» etwa aus Mali oder Niger sich «gar nicht erst auf den Weg zu machen brauchen.» Auch Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien hätten «keinen Anspruch auf einen Platz im europäischen Wohlstands-Himmel.»
Harsche Kritik übte der in Oxford lehrende Ökonom an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie habe «aus Flüchtlingen erst Migranten gemacht», so Collier.

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Warum dem Islam eine Margot Käßmann guttun würde

Hausbesuch bei einer Muslimin: Margot Käßmann (M.) am Dienstag beim “Speisen für Waisen” bei der zum Islam konvertierten Berlinerin Iman Andrea Reimann (r.) Foto: Peter Himsel/islamic relief deutschland
Trotz krasser politischer Fehlurteile: Die Ex-Bischöfin spricht beim Thema Religion und Frauen vieles aus, was Musliminnen nicht sagen dürfen. Bei Christen bekommen eben auch Freche eine Chance.

Von Matthias Kamann|DIE WELT

Sie ist geschickt darin, andere Leute schnippisch mit deren eigenen Forderungen zu konfrontieren. So hält Margot Käßmann den Pegida-Parolen vom christlichen Abendland entgegen, dass die Anhänger dieser Bewegung doch bei sich selbst anfangen und öfter in einen christlichen Gottesdienst gehen sollten.

Und mit Blick auf die sexuelle Gewalt von Köln sagte die evangelische Ex-Bischöfin am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion in Berlin: “Wer da heute für Frauenrechte kämpft, den habe ich gestern bei dem Thema nicht gesehen.” Sollte heißen: Viele von denen, die sich über Frauenfeindlichkeit von Flüchtlingen empörten, blieben stumm, wenn es um Frauenrechte gegenüber deutschen Männern gehe.

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Wir haben Flüchtlinge in Dänemark gebeten, uns ihre Wertsachen zu zeigen

Bild: VICE.com/ Nikolai Linares
Am Dienstag, den 26. Januar, hat das dänische Parlament mit großer Mehrheit eine Verschärfung des Asylgesetzes beschlossen. Dies soll Dänemark zu einem weniger attraktiven Ziel für Flüchtlinge und Migranten machen.

Von Lars Jellestad|VICE.com

Unter anderem verlängert Gesetz L87 die Wartefrist für eine Familienzusammenführung auf ein bis drei Jahre, kürzt die finanzielle Unterstützung für Asylsuchende um 10 Prozent und beschränkt Aufenthaltsgenehmigungen für zukünftige Asylsuchende in Dänemark. Und dann gibt es da natürlich noch das Detail, das bereits einiges an medialer Aufmerksamkeit bekommen hat: Das Gesetz wird es Polizeibeamten erlauben, die Wertsachen von Flüchtlingen zu konfiszieren. Damit soll ihr Aufenthalt in Dänemark während des Asylprozesses finanziert werden.

Diesen Teil des Gesetzes haben Menschen in Dänemark den Namen „Schmuckgesetz” gegeben, und dieser Paragraf hat auch international große Empörung hervorgerufen. Tatsächlich hat Dänemark nicht mehr solche globale Aufmerksamkeit genossen, seit Jyllands-Posten sich vor 10 Jahren entschied, den Propheten Mohammed darzustellen. Und genau wie damals ist es nicht gerade die Art von Aufmerksamkeit, die Mitarbeiter der dänischen Touristikbranche Schampusflaschen köpfen lässt.

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