Gravitationslinse: Das galaktische Horus-Auge

© National Astronomical Observatory of Japan (Ausschnitt)
© National Astronomical Observatory of Japan
(Ausschnitt)
Wie „ein Sechser im Lotto“, sagen die Entdecker: Das Subaru-Teleskop fotografierte eine extrem seltene Doppelgravitationslinse.

Von Jan Dönges | spektrum.de

Als Gravitationslinse bezeichnen Astronomen ein Phänomen, bei dem die Masse eines großen Vordergrundobjekts – beispielsweise einer Galaxie – das Licht eines weit dahinter befindlichen Objekts ablenkt. Durch diesen Linseneffekt wird das entfernte Objekt stark ringförmig verzerrt, aber gleichzeitig auch stark vergrößert. Bei dieser Struktur, die die Entdecker jetzt wegen seiner Ähnlichkeit zum altägyptischen Symbol das „Auge des Horus“ tauften, findet sich jedoch eine entscheidende Besonderheit: Hier lenkt die Vordergrundgalaxie (gelb) das Licht von gleich zwei entfernten Welteninseln ab. Sie erscheinen in der Aufnahme als doppelter Ring. Dass die drei Objekte sich in direkter Sichtlinie zur Erde befinden, ist ein extrem seltenes Phänomen.

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Elf Millionen Jahre altes Robbenskelett entdeckt

Die rund elf Millionen Jahre alten Knochen eines Robbenskeletts wurden an der Ausgrabungsstelle präsentiert.Foto: dpa
Diese Kiesgrube ist für Fossiliensammler buchstäblich eine Fundgrube. Jetzt wurde ein etwa elf Millionen Jahre altes Robben-Skelett entdeckt.

DER TAGESSPIEGEL

Eine Gruppe von Hobby-Paläontologen hat ein schätzungsweise elf Millionen Jahre altes Robbenskelett in einer Kiesgrube nördlich von Hamburg ausgegraben. Der Fund in Groß Pampau sei eine kleine Sensation, sagte Grabungsleiter Gerhard Höpfner am Samstag bei der Vorstellung des Fundes. Weltweit gebe es bisher kaum vergleichbare Funde aus dieser Zeit. Seit 1984 haben die engagierten Freizeit-Forscher in der Grube bereits zehn Skelette von Walen und Haien gefunden. Die Tiere schwammen nach ihren Erkenntnisse vor rund elf Millionen Jahren in der Ur-Nordsee, die damals weite Teile Norddeutschlands bedeckte.

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Türkei: Erdogan lässt 1000 Schulen schließen

erdoganDer türkische Präsident Erdogan verlängert zudem die Zeit, in denen Verdächtige ohne Anklage inhaftiert werden dürfen – von vier auf 30 Tage.

Die Presse.com

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das erste Dekret seit Einführung des Ausnahmezustands unterzeichnet. Er ordnete die Schließung von 1000 Privatschulen an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag berichtete. Zudem verlängerte er die Zeit, in denen Verdächtige ohne Anklage inhaftiert werden dürfen auf 30 von zuvor vier Tage.

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Machteliten: Von der großen Illusion des pluralistischen Liberalismus

Bild. heise.de
Auch 60 Jahre nach seinem Erscheinen hat Charles Wright Mills‘ Buch „The Power Elite“ nichts an Brisanz verloren.
Sein Name: Charles Wright Mills. Sein Geburtsort: Austin, Texas. Sein Beruf: Soziologe. Seine Berufung: Seine Aufgabe als kritischer Gesellschaftswissenschaftler ernst zu nehmen.

Von Marcus Glöckner | TELEPOLIS

Wer kennt heute noch den Namen dieses Mannes, der 1956 durch sein Buch „The Power Elite“ die Machtelitentheorie begründete? Obwohl Mills längst ein Klassiker der Soziologie ist, scheint die Arbeit des unangepassten Professors von der Columbia Universität in Vergessenheit geraten zu sein. Das ist bedauerlich, denn: Mills hat nichts Geringeres getan, als den demokratischen Charakter der USA auf den Prüfstand zu stellen. Dabei erkannte Mills: Trotz formal vorhandener demokratischer Strukturen hat sich eine Machtelite formiert, der es gelingt, demokratische Prozesse auszuhebeln.

Die Theorie der Machtelite ist heute, 60 Jahre nach ihrer Veröffentlichung, aktueller denn je. In ihr finden sich die Schlüssel zum Verständnis einer aus guten Gründen gerade sehr aktuellen Diskussion über das Verhältnis zwischen Eliten und Bevölkerung.

„Das vorliegende Buch von C. Wright Mills ist vielleicht das aufschlußreichste, das nach dem Kriege über die Vereinigten Staaten von Amerika geschrieben wurde.“ Mit diesen Worten beginnt eine Vorbemerkung des Verlages zur deutschen Ausgabe von Mills‘ Werk über die Machtelite, das 1962 hierzulande auf dem Markt erschien. Die Aussage scheint hochgegriffen, doch wer das Buch des Professors, der eine Vorliebe für Motorräder hegte, liest, wird schnell feststellen: Hier hat jemand eine so grundlegende Arbeit geleistet, dass die Meinung des Verlages nicht einfach von der Hand zu weisen ist.

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Homeschooling: Die böse Welt bleibt draussen

Daheim in einem 200-jährigen Holzhaus. (Bild: Bilder Karin Hofer / NZZ).
Bernice Zieba unterrichtet einen Teil ihrer sieben Kinder daheim – und will sie so vor Stress, Drogen und Sexualisierung bewahren. Auf der Suche nach noch mehr Freiheiten zieht die Familie nun weiter.

Von Simon Hehli | Neue Zürcher Zeitung

Das Mädchen ist erst dreieinhalb und versucht doch schon, seinen Namen zu schreiben. Dazu klaubt es Kartonbuchstaben aus einer Schachtel. Die Szenerie erinnert zwar an ein Klassenzimmer: Schiefertafeln, Tintenfass, Holzbänke. Doch es ist eine Schule aus längst vergangenen Zeiten. Und die Frau, die hilft, die Schriftzeichen in die richtige Reihenfolge zu bringen, ist weder Kindergärtnerin noch Lehrerin. Sondern Emilias Mutter.

Bernice Zieba praktiziert Homeschooling, was weniger verstaubt klingt als Heimunterricht. An diesem Mittwochvormittag haben die 40-Jährige und ihr Mann Jan fünf ihrer Kinder in den weissen Van gesetzt und sind ins Ortsmuseum Merenschwand gefahren. Grosse Sehenswürdigkeit in der nachgebauten Schule: der Schulthek von Doris Leuthard, der berühmtesten Persönlichkeit, die Merenschwand hervorgebracht hat. Bernice zeigt ihrem achtjährigen Sohn Alwin eine Schwarz-Weiss-Luftaufnahme des Dorfes an der Wand und lässt ihn raten, aus welchem Jahr das Bild stammt. In einer alten Schuhwerkstatt gibt es echtes Schlangenleder. Das wäre heute nicht mehr erlaubt, erklärt sie ihren Kindern. «Wir müssen die Tiere schützen.» Sie sagt es auf Englisch, als Tochter einer Schweizerin und eines Briten aus Guyana ist sie selber in der Schweiz und in England aufgewachsen.

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Goethe-Institut sagt Jugendkurse in der Türkei ab

Durch die Restriktionen für Akademiker nach dem Putschversuch in der Türkei sind zahlreiche Bildungsangebote des deutschen Goethe-Instituts gefährdet.

Von Corinna Buschow | evangelisch.de

Als erste Konsequenz hat das Goethe-Institut alle Jugendkurse, bei denen es vor allem um Spracherwerb geht, in der Türkei abgesagt, wie der Regionalleiter Südosteuropa, Matthias Makowski, dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. „Wir halten es im Moment einfach für nicht berechenbar“, sagte Makowski. Für bis zu 150 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren fällt damit ein Bildungsangebot weg.

Makowski zufolge sind auch weitere Angebote betroffen. Für Jugendkurse in Deutschland wurde zwar den meisten jugendlichen Stipendiaten die Ausreise genehmigt. Es seien aber auch bereits drei Fälle bekannt, in denen die Reise nach Deutschland nicht erlaubt wurde. Die Gründe dafür seien nicht bekannt.

Stipendiaten zurückgerufen

Auch ein Residenzprogramm für Fotografen in Deutschland musste Makowski zufolge bereits abgebrochen werden, weil die Stipendiaten mit akademischer Ausbildung aus Bremen zurückbeordert wurden. Ob der zweite Teil des Programms, bei dem deutsche Fotografen in Izmir kreative Impulse mitnehmen sollen, starten kann, ist Makowski zufolge noch offen.

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Hat der Globale Krieg gegen den Terror den Terrorismus reduziert?

Französisch sprechender IS-Kämpfer ruft Muslime in Frankreich zu Anschlägen auf. Bild: heise.de
Zahlen zeigen, dass der Krieg im Irak den Terrorismus nachhaltig verstärkte und verbreitete, 2014 gab es das Maximum an Terroranschlägen und Toten

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach den Anschlägen vom 11.9 2001 hat die US-Regierung den Globalen Krieg gegen den Terror ausgerufen. Die Kriegsermächtigungen des US-Kongresses, die den damaligen Präsidenten George W. Bush zum obersten Kriegsherrn machten, sind weiterhin gültig. Präsident Obama führt auf dieser rechtlichen Basis den Krieg weiter, der Kongress war bislang nicht in der Lage, die Kriegsermächtigung gegen das Taliban-Regime und al-Qaida und gegen den Irak zu beenden und neue Bedingungen für den Krieg zusetzen, den die USA weiterhin führt.

Obama, der vergeblich versuchte, die Kriege in Afghanistan und im Irak zu beenden, hatte schon im Glauben, al-Qaida weitgehend zerschlagen zu haben, die Verwendung des Begriff des Globalen Kriegs gegen den Terror (GWOT) untersagt (US-Regierung streicht den Ausdruck „Globaler Krieg gegen den Terror“), auch wenn jetzt der islamistische Terror sich allmählich erst wirklich ausbreitet. Das lässt auch die Frage entstehen, wie erfolgreich die militärische Bekämpfung des islamistischen Terrors, inklusive des Einmarsches in zwei Länder und dem Regime Change, war.

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The Hidden Science of the Missing Gravitational Waves

Illustration by Francesco Izzo, NAUTILUS
A relatively unknown experiment is already drawing conclusions from the sound of silence.

By Sarah Scoles | NAUTILUS

Space should be churned up like a speedboat-filled lake, crisscrossed by gravitational waves rushing at the speed of light in every direction. That’s because any kind of acceleration, of any kind of mass, will produce a gravitational wave. When you whoosh your arm through the air, you are launching a gravitational wave that will travel forever. The Earth produces gravitational waves as it orbits the sun. So do black holes that twirl around or crash into each other.

Every accelerating mass produces a signal, and all those signals should add together into a detectable background.

So where is it? Scientists have been trying to tune in to the staticky drone of gravitational wave background noise for years. An experiment that uses the timing of distant pulsars has been running for over a decade, searching for the portion of the background due to pairs of supermassive black holes. But they haven’t heard a peep.

Then, early this year, the Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO) achieved a positive detection of a single gravitational wave event, resulting from the merger of lighter, stellar-mass black holes. The more subtle mission of the pulsar timing experiments and their search for background seemed to get drowned out. They have, after all, produced a null result.

But sometimes silence speaks volumes.

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Sprachrassismus: Türkisch kommt in die Hauptschule, Englisch aufs Gymnasium

Schule © onnola @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Im deutschen Bildungssystem gibt es eine Art Sprachhierarchie. Der „Wert“ der türkischen oder der Sprachen aus dem arabischen Raum ist deutlich niedriger als Englisch oder Französisch.
 

Von Rodolfo Valentino | MiGAZIN

R. Kohlkampf arbeitet für eine Kreisverwaltung im kommunalen Integrationszentrum. Er ist zusammen mit seinem Kollegen I. Güngör für die Seiteneinsteigerberatung zuständig. Dort werden alle gemeldeten schulpflichtigen Kinder und Jugendliche, die im Laufe eines Schuljahres aus ihrem Heimatland ohne Deutschkenntnisse einreisen, in das hiesige deutsche Schulsystem eingegliedert. Sie sollen entsprechend ihrer mitgebrachten Kompetenzen (Bildungsbiografie) bedarfsgerecht und systemoptimiert beraten und an in Betracht kommende deutsche Schulen empfohlen werden.

Diese Arbeit gestaltet sich nicht immer einfach und oftmals verzweifeln die Beiden, wenn es darum geht, Gymnasialschülern, u.a. aus Syrien, Eritrea, Kosovo-Albanien, Rumänien, Bulgarien, usw. an deutsche Gymnasien zu vermitteln. Sie sind schnell dabei, die fehlenden Deutschkenntnisse als „Lernbehinderung“ einzustufen. Das führt dazu, dass den Kindern und Jugendlichen eine „höhere Schulbildung“ verwehrt wird.

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Religion und Internet: Am Anfang war der binäre Code – 01110111 01101111 01110010 0111010

Bild: politik-digital.de
Vor langer Zeit versammelten sich die Menschen um das Feuer. Schamanen fragten die allwissenden Götter und erbaten deren Gunst. Heute fragen wir Google und sitzen vereinzelt vor den Bildschirmen. Ein Klick, eine Frage und Siri gibt uns die Antwort. In der diesjährigen Sommerreihe stellt politik-digital die neue Gretchenfrage und begibt sich auf die Suche nach dem Glauben im Netz.
 

Von Stepahn Raab, Oliver Wolff | politik-digital.de

Gott hat die Welt in sieben Tagen erschaffen, sagt die Bibel, am achten Tag schufen wir das Internet. Unser größtes gemeinsames Bestreben ist erreicht, Jahrtausende haben wir es verfolgt: Das Internet hat uns allmächtig werden lassen. Wir sind wissend, wir sind mächtig, wir sind omnipräsent. Der # ist unser neues Glaubenssymbol, wie uns Jim Gilliam in seinem Buch „The Internet is my religion“ zeigt. Alles was wir dahinter packen wird zur Gemeinschaft, Community, Bewegung, „Religion“.

Jeder von uns ist ein Schöpfer geworden, Social-Media erlaubt es uns, alles mit der Welt zu teilen, gemeinsam werden wir der „Schöpfer“. Selbst in unserer Hosentasche haben wir das Internet immer dabei, auf einem Stück Glas mit dem „verbotenen Apfel“ auf der Rückseite.

Wir verknüpfen uns, erschaffen Open-Source-Projekte und kreieren gemeinsam neue Welten, jeden Tag aufs Neue. Zu ruhen brauchen wir dabei am siebten Tag aber nicht. Wir streben unserer eigenen Vervollkommnung entgegen, verfolgen hohe Ziele. Doch was sind diese Ziele und wem sollen sie dienen?

Das Internet ein Cargo-Kult?

Einst landeten große metallene Vögel auf den Inseln der Melanesier. Sie brachten viele wunderliche Güter mit, von denen sie glaubten, dass sie kaum von Menschenhand geschaffen sein konnten. Bei diesen Vögeln handelte es sich um Flugzeuge der amerikanischen Armee, die im Zweiten Weltkrieg auf den Inseln stationiert waren. Die Melanesier interpretierten dies als ein Zeichen der Ahnen. Doch mit Ende des Krieges verschwanden die fremden Besucher genauso plötzlich wie sie erschienen waren. Für eine baldige Rückkehr legten die Melanesier Landebahnen an, damit ihre „Götter“ wiederkämen und Güter mit den wundersamen metallenen Vögeln schickten. Bis heute gibt es diese sogenannten Cargo-Kulte wie die John-Frums-Bewegung des  Inselstaats Vanuatu. In ihren religiösen Praxen haben sie die Ereignisse der amerikanischen Landungen verinnerlicht und erhoffen seitdem die Wiederkehr von John Frum.

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RDF Talk – Interview mit Gad Saad

Bild: RDF
Gad Saad ist ein kanadischer Wissenschaftler, der sich mit evolutionärer Verhaltens- und Konsumforschung beschäftigt. Er arbeitet an der Concordia University in Montreal und ist Inhaber des Lehrstuhls für „Evolutionary Behavioral Sciences and Darwinian Consumption“.

Das Interview führte Jörg Elbe | Richard Dawkins-Foundation

Er ist Autor mehrerer Bücher über Konsumverhalten. Zudem betreibt er einen Youtube Kanal, eine Facebook Seite und einen Blog über Psychologie (Links am Ende des Interviews).

Zunächst vielen Dank für die Gelegenheit dieses Interview mit Ihnen führen zu können. Fangen wir mit ein paar Fragen zu Ihrem Lebenslauf an. Sie wurden in Beirut in eine jüdische Familie geboren. Wie hat Ihre jüdische Identität Sie geformt und wie wurden Sie Atheist?

Es begann als ich 5 oder 6 Jahre alt war und die Synagoge im Libanon besuchte. Und üblicherweise fragte ich meinen Vater: „Warum müssen wir dieses oder jenes tun? Warum müssen wir jetzt aufstehen? Warum müssen wir uns jetzt hinsetzen?“ Und ich erhielt als Antwort nur ein abfälliges: „Tu es einfach! Befolge einfach die Regeln!“ Vielleicht begann sich mein intellektueller Verstand damals schon zu entwickeln und  mir gefielen diese Antworten einfach nicht. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, etwas einfach nur zu tun, weil jemand anderer wollte, dass ich es tat. Und so wurde ich schon in jungen Jahren misstrauisch gegenüber Religionen.

Als ich den Bürgerkrieg im Libanon miterlebt habe, sah ich das ganze Ausmaß des religiösen Hasses. Besonders den Hass gegen Juden. Wir mussten den Libanon verlassen, anderenfalls wäre es uns nicht gut ergangen. So habe ich mich schon sehr früh in meinem Leben auf eine irdische Weise als sehr jüdisch empfunden. Auf dieselbe Weise, auf die man auch Bayern München oder Borussia Dortmund liebt – auf eine sehr irdische Weise. Dies sind reale Anknüpfungspunkte, anhand derer wir uns als Mitglieder einer Gemeinschaft definieren und uns von der jeweils anderen Gruppe abgrenzen. So gesehen bin ich sehr jüdisch. Ich bin Teil einer Abstammungslinie einer langen Geschichte und eines Volkes. Aber von den religiösen Elementen des Judentums habe ich mich schon früh im Leben abgewandt. Es ist eine kulturelle Identität. Natürlich muss man vom Prinzip her als Jude bestimmte religiöse Narrative glauben. Aber wie Sie vielleicht wissen, waren die berühmtesten Juden der Geschichte alle sehr jüdisch und dennoch sehr atheistisch. Dies verwirrt viele Menschen, weil sie nicht begreifen, dass das Judentum eine äußert facettenreiche Identität ist. Und nur eine dieser Facetten besteht aus dem Befolgen religiöser Vorschriften. Ich esse gern Schweinefleisch – und das macht mich nicht weniger jüdisch. Aber dennoch bleibt es ein kulturelles Tabu, Schweinefleisch zu essen. Und in diesem Sinne gehöre ich einerseits zu dieser Gruppe, obwohl ich andererseits ihre religiösen Grundsätze ablehne.

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Wie entstehen Vorher und Nachher?

Arieh Ben-Naim The Briefest History of Time [englisch] Verlag: World Scientific, Singapur 2016 ISBN: 9789814749855
Arieh Ben-Naim
The Briefest History of Time [englisch] Verlag: World Scientific, Singapur 2016
ISBN: 9789814749855
Der ungeheure Erfolg von Stephen Hawkings „Eine kurze Geschichte der Zeit“ (1988) beruhte darauf, dass das Buch faszinierende Fragen der modernen Naturerklärung in scheinbar verständlicher Weise ansprach.

Von Michael Springer | Spektrum.de

Hawking war als Koryphäe im Grenzbereich von Quantenphysik, allgemeiner Relativitätstheorie und Kosmologie ausgewiesen, und der lässige Plauderton seines Buchs erweckte den Eindruck, alle darin angesprochenen Probleme seien geklärt oder stünden kurz vor der endgültigen Lösung. Dagegen legt Arieh Ben-Naim, Professor für physikalische Chemie an der Hebräischen Universität von Jerusalem, im vorliegenden (englischsprachigen) Werk entschiedenen Protest ein.

Ben-Naims Spezialstrecke ist die Entropie, ein Maß für die Zahl der mikroskopischen Realisierungsmöglichkeiten eines bestimmten makroskopischen Zustands. Mit diesem zentralen Begriff der Thermodynamik berechnet ein physikalischer Chemiker routinemäßig das Systemverhalten bei Stoffumwandlungen. Der Autor, der dem Thema mehrere Bücher gewidmet hat, ist geradezu allergisch gegen abgehobene Spekulationen über die Entropie – etwa, dass sie auf geheimnisvolle Weise mit dem Zeitpfeil identisch sei, wie Hawking und andere behaupteten.

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Unsere genialen Vorfahren

Homo heidelbergensis aus der „Sima de los huesos“ bei Atapuerca. Bild: José-Manuel Benito Álvarez/CC-BY-SA-2.5
Die Menschen der Urzeit hatten ein größeres Gehirn als der moderne Mensch und waren womöglich auch intelligenter
 

Von Patrick Zimmerschied | TELEPOLIS

Das Bild, das gemeinhin von dem Urmenschen gezeichnet wird, ist das eines primitiven Halbaffens, dessen Intelligenzniveau nur marginal über dem eines Schimpansen liegt. Schaut man jedoch genauer hin, so ergibt sich allerdings ein differenzierteres Bild.

Bisher nahm man beispielsweise an, dass die ersten Boote vor rund 7.000 Jahren gebaut wurden. Nun hat das Team um Curtis Runnels von der Boston University und Thomas Strasser vom Providence College Hinweise entdeckt, dass Menschen bereits vor über 130.000 Jahren in See stachen.

Auf Kreta fanden die Archäologen Werkzeuge aus der frühen Steinzeit, die nahelegen, dass die Insel bereits deutlich eher bewohnt war als bisher angenommen. Kreta liegt rund 100 Kilometer vom griechischen Festland entfernt und ist seit mehr als drei Millionen Jahren von ihm getrennt. In der Vergangenheit war man davon ausgegangen, dass die erste Besiedelung um 6000 vor Christus stattfand.

Die neuen Erkenntnisse machen es jedoch wahrscheinlicher, dass die ersten Menschen Hunderttausende von Jahre früher die Küste betreten haben. Mehr als 2000 Steinwerkzeuge wurden in Plakias an der Südküste Kretas in Schichten gefunden, die ein Alter von über 130.000 Jahren aufweisen, teilweise sogar bis zu 1,5 Millionen Jahren. Vermutlich waren die ersten Seefahrer, die dort angekommen sind, von Libyen aus aufgebrochen. Das Alter der Funde lässt darauf schließen, dass diese urzeitlichen Entdecker noch vor dem Aufkommen des Homo sapiens lebten. Die Vorstellung, dass den frühen Exemplaren der Spezies Homo die Fähigkeit fehlte, komplexe intellektuelle Probleme zu lösen, hat damit einen schweren Schlag erlitten.

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Could Dark Energy Just Be Frozen Neutrinos?

Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
Dark energy is arguably the best mystery in astrophysics. Here we have an uneasy placeholder for almost all of the energy in the universe—energy that, as you read this, is working hard to shred the universe itself.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

Energy that will not be satisfied until all of existence is a featureless black void. Dark energy also has the bonus selling point of being a fairly new idea, tracing back to the late-1990s discovery that the universe is not just expanding, but is also accelerating in its expansion. At every moment, the universe gets both bigger and emptier (more space, same amount of stuff).

What’s doing this or, better, why it’s happening is unsettled, to put it mildly. The general answer is that quantum physics insists that empty space has energy—vacuum energy—but what, exactly, that means is TBD. In a paper posted this week to the arXiv pre-print server, a group of cosmologists from the University of Barcelona make an interesting case for dark energy being linked to so-called frozen neutrinos, or neutrinos that may have become coupled to dark energy as the universe began to cool circa a million years following the Big Bang. These neutrinos, which had before been hauling ass around the universe at near-light speed, were suddenly arrested, passing on their kinetic energy (energy of motion) to the dark energy field in the process.

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Querfront-Zeitschrift Compact: Mut zum Antisemitismus

Foto: brightsblog
Foto: brightsblog
Jürgen Elsässers Zeitschrift „Compact“ soll laut Unterzeile ein „Magazin für Souveränität“ sein. So steht bereits auf dem Titelblatt eine wichtige Chiffre rechter Verschwörungsideologien: Das „Volk“ sei nicht souverän und werde fremdbestimmt. Und wer die Deutschen ins Unglück führt, wird in ziemlich jeder Ausgabe wiederholt, als müsste man den eigenen Leserkreis noch konditionieren. An erster Stelle stehen die „Besatzer“, die regelmäßig mit „Ami go home“ bedacht werden. „Wir sind ein Militärprotektorat und eine Wirtschaftskolonie der USA. TTIP ist der Versailler Vertrag des 21. Jahrhunderts. Die neue NS-Diktatur ist die NSA-Diktatur.“

Von Sascha Pommrenke | TELEPOLIS

Und auch kaum eine Ausgabe kommt ohne die Relativierung des Nationalsozialismus aus. Compact will die Stimme des „Volkes“ sein, ist aber völkische Stimmungsmache. Laut Selbstbeschreibung ist Compact „ein einzigartiges publizistisches Experiment, weil es demokratische Linke und demokratische Rechte, Moslems und Islamkritiker im offenen Dialog zusammenbringt“. Der offene Dialog entpuppt sich jedoch als Hetze und Demagogie. Dabei scheinen die Pseudo-Elitenkritik eines Donald Trump, Verschwörungstheorien unter dem Deckmantel des „ehrlichen Journalismus“ und der Antisemitismus die verbindenden Elemente zu sein.

„Wer den Begriff ‚Konzentrationslager‘ auf die deutsche Vergangenheit beschränkt, wird die Realität von Abu Ghraib und Guantanamo nicht beschreiben können“, heißt es in Compact. „Wer vom ‚Zionismus‘ nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen.“ Elsässer, der Mitgründer der „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“, mag hierin keinen Antisemitismus sehen. Und auch deutsche Gerichte tun sich zunehmend schwer damit, Antisemiten in Deutschland zu entdecken.

Die beiden Soziologen Kevin Culina und Jonas Fedders analysieren die Bedeutung des Antisemitismus in der Zeitschrift Compact. Ihr Buch „Im Feindbild vereint“ ist vor kurzem erschienen. Telepolis hat ein Hintergrundgespräch zu Querfront, Antisemitismus, Nationalismus, Demokratie und Kapitalismuskritik mit den beiden Autoren geführt.

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Säkularen Bürgern wird eine angemessene Teilhabe verwehrt

Bild: glaeserne-waende.de
Der Staat hat kein Problem mit den unterschiedlichsten Religionen. Sie dürfen in ihrer Ausprägung sogar antiemanzipatorisch sein. Frauenfeindlich allemal. Er hat eher ein Problem mit säkularen Lebensentwürfen. Du wirst als Humanist, der sich an den Werten der Aufklärung orientiert, zwar respektiert, eine angemessene Teilhabe allerdings bleibt einem verwehrt. Siehe: weltanschaulicher Unterricht, Mitgliedschaft in Fernsehbeiräten, etc. Dem Staat ist der Vorwurf zu machen, dass er ungleich behandelt.

Michael Hans Höntsch, Mitglied des niedersächsischen Landtags | Hannover

glaeserne-wende.de

Wenn der Handschlag krank macht

In vielen, vor allem westlichen Ländern ist der Handschlag nonverbales Begrüßungs-und Verabschiedungsritual. Bei Historikern gibt es die Auffassung, dass der Handschlag aus dem Winken hervorgegangen sei, der jeweils anderen Partei wurde mit der leeren Waffenhand gewunken.

Von der Hygiene wissen wir, dass das Händeschütteln Krankheiten übertragen kann, Erkältungen oder auch Magen-Darm-Erkrankungen, Hand-Hygiene ist also besonders wichtig.

Wir finden Abbildungen vom Händegeben in den vielfältigsten Darstellungen, von der Antike bis zur heutigen Zeit. Rational erklärbar.

Begeben wir uns in das Reich irrationaler Wunder und Märchen. Jüngst verweigerte der Imam Kerim Ucar der Lehrerin seines Sohnes den Handschlag. Die Lehrerin tat was Pädagogen so gerne tun, sie belehrte und Mohammed Wizard fühlte sich in seinem Glauben verletzt. Der Punkt ist recht einfach. Sein fundamentaler Glaube meint, dass er seine rituelle Reinheit verliere, wenn er einer Frau, nicht der eigenen, die Hand gibt, mit anderen Worten, mit dem Verlust der rituellen Reinheit sei ihm der Zugang zu Paradies verwehrt. Frauen sind für diesen Purismus hoch infektiös, wie Bakterien oder Viren die den Eingang des gelobten Landes bewachen. Damit ist auch klar, all das, was Eingangs geschrieben wurde über den kognitiven Horizont des Imams hinausgeht. Er ist schlicht und einfach nicht in der Lage diesen Inhalt zu verstehen oder zu akzeptieren.

Der Konflikt zwischen Lehrerin und Imam hätte auf eine ganz einfache Art und Weise gelöst werden können. Mit dem Austausch der jeweiligen kulturellen Position. Punkt. Unserem menschenrechtlichen und egalitären Selbstverständnis sind rituelle „Unreinheiten“ fremd. Sie verletzen die Menschenwürde und stehen im Gegensatz zu der Achtung, die jeder Person aufgrund ihres Menschseins zusteht. Der Imam hätte nun seiner selbst willen erklären können, dass  dieses Verständnis nicht in seinem Entscheidungshorizont vorliege. Es  sich also nicht um „Frauenfeindlichkeit“ handele.

Das wäre die vernünftige, unter erwachsenen Menschen durchaus übliche Form der Konfliktlösung gewesen.

Der Imam stellt Strafanzeige, wegen „Beleidigung und Verletzung der Religionswürde.“ Das Dumme daran, einen solchen Straftatbestand gibt es nicht in Deutschland. Er hätte eine Anzeige machen können nach dem Gotteslästerungsparagrafen, das wäre aber ein Eigentor geworden, denn die Lehrerin hat keine blasphemische Handlung begangen. Religionswürde ist kein zu schützendes Rechtsgut. Um so dümmer die Entschuldigung der Schule, das ist Kapitulantentum, kulturelles Versagen unter dem Aspekt möglicher Schulgelder. Der Schule ins Stammbuch geschrieben „Wer sich selbst zum Wurm macht, darf sich nicht beklagen, wenn er getreten wird“ (Kant).

Das es sich bei dem Imam, Kerim Ucar, um einen Extremisten handelt zeigt folgendes Zitat:

Imam Khomeini hat der ganzen Welt die Tore der Liebe und Brüderlichkeit der islamischen Religion geöffnet. Die Menschen haben
durch diese großartige Persönlichkeit gesehen, was für eine schöne Gesellschaft der Koran schaffen kann“, sagte der sich anlässlich der Feierlichkeiten zum Todestag Khomeinis in der Islamischen Republik Iran aufhaltende Imam der Berliner Imam-Cafer-Sadik-Moschee, Ke-
rim Ucar, gegenüber der Iranischen Koran-Nachrichten-Agentur (IKNA) am 2. Juni 2007.

„Imam Khomeini ist der Führer, der dem letzten Vierteljahrhundert seinen Stempel aufgesetzt hat. Imam Khomeini hat allen Muslimen erzählt, dass ein ehrenhaftes Leben erst dann möglich ist, wenn man wieder zum Koran zurückkehrt“, erklärt Ucar. Weiter heißt es in dem Be-
richt, Kerim Ucar habe gesagt, Imam Khomeini hat ein Leben lang die Muslime zur Einheit eingeladen und wollte, dass die Muslime vor den Islamfeinden ein ehrenhaftes Verhalten vorleben sollten. „Wenn die Muslime zugehört hätten, was er (Khomeini) in Sachen Einheit ge-
sagt hat, würde heute kein Bruderblut fließen und die islamischen Länder würden nicht so ausgebeutet“, wird Ucar zitiert. Khomeini, so Ucar, habe gegenüber allen Buchreligionen Respekt gezeigt und den Angehörigen dieser Religionen immer eine freundschaftliche Hand
entgegengestreckt. „Aus diesem Grund“, so Ucar, „haben die Nichtmuslime, die seine religiösen Reden gehört haben, gesagt, dass sie dadurch inneren Frieden gefunden haben.“

Aus dem Türkischen übersetzt: Iranische Koran-Nachrichten Agentur: „Imam Khomeini ist ein Freiheitsdenkmal
gegen die Unterdrücker“, 2. Juni 2007, Original Türkisch unter: http://ikna.net/tr/news_print.php?ProdID=129806

Wer solche radikal-islamischen Auffassungen vertritt, dem gebe ich nicht die Hand. Nirgendow.

Danke Friedhelm für die Tipps.

Karl von Frisch: Der Bienenflüsterer und sein Verhältnis zur NS-Politik

Tania Munz The Dancing Bees Karl von Frisch and the Discovery of the Honeybee Language Chicago University Press 2016 278 Seiten, 22,95 Euro
Mit „The Dancing Bees“ hat die Wissenschaftshistorikerin Tania Munz eine famose Biografie des Verhaltensforschers vorgelegt

Von Klaus Taschwer | derStandard.at

Er war gemeinsam mit Konrad Lorenz Österreichs bislang letzter Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften. Das ist auch schon wieder 43 Jahre her, und während Konrad Lorenz nicht zuletzt wegen seiner NS-Vergangenheit immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit erhält, ist Karl von Frisch (1886–1982) im Vergleich dazu fast ein wenig vergessen.Dabei war auch der Entdecker der Bienensprache – so wie Konrad Lorenz – ein brillanter Popularisator seiner Forschungen.

Umso seltsamer ist es, dass es bis vor wenigen Wochen keine wissenschaftshistorisch fundierte Darstellung von Leben und Werk dieses Wissenschafters gab. Diese Lücke hat nun die US-Wissenschaftshistorikerin Tania Munz auf eindrucksvolle Weise geschlossen. The Dancing Bees geht zurück auf eine Dissertation, mit der Munz an der Princeton University promovierte und die noch von Karl von Frisch und Konrad Lorenz handelte.

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Kuriose Quantenphysik: Schrödinger hätte Spaß

Schrödingers Cat via Fasel
Schrödingers Cat via Fasel
Lebendig und tot, und das an zwei Orten gleichzeitig: Ein höchst subtiler Quantenzustand ist jetzt mit Mikrowellen verwirklicht worden.

Von Rainer Scharf | Frankfurter Allgemeine

Mit seiner legendären Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist, wollte Erwin Schrödinger illustrieren, welche scheinbar absurden Konsequenzen sich ergeben, wenn man die Regeln der Quantenphysik auf die Alltagswelt anwendet. Inzwischen sind in einigen Forschungslabors zahlreiche physikalische Systeme untersucht worden, die sich in einem ähnlichen Zwitterzustand befinden wie Schrödingers Katze. Dabei wird in immer ausgefeilteren Experimenten der Gültigkeitsbereich der Quantenphysik ausgelotet. Jetzt haben Physiker an der Yale University in New Haven gezeigt, dass Schrödingers Kreatur sich sogar an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig aufhalten kann – zumindest in der Welt der Quanten.

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Homo erectus: Er ging wie wir

Homo erectus-Skelett des etwa neun Jahre alten „Turkana Boys“. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0/Claire Houck

Vor 1,5 Millionen Jahren lebte der Homo erectus – beim Gehen ähnelte er offenbar schon damals dem modernen Menschen. Das zeigen Fußabdrücke.

SpON

Das Gangbild des Homo erectus ähnelte offenbar bereits stark demjenigen heutiger Menschen. Das berichtet ein internationales Forscherteam um Experten des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie im Magazin „Scientific Reports“. Es analysierte eineinhalb Millionen Jahre alte Fußabdrücke dieser Urmenschenart in Kenia. Diese seien hinsichtlich ihrer Form nicht von modernen zu unterscheiden, teilte das Institut mit.

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