Siberia’s ‚doorway to the Underworld‘ Is Getting So Big It’s Uncovering Ancient Forests

Alexander Gabyshev, Research Institute of Applied Ecology of the North
Alexander Gabyshev, Research Institute of Applied Ecology of the North
It’s no secret that Siberia’s permafrost has been on thin ice lately. Conditions are varying so much that huge holes are appearing out of nowhere, and, in some places, tundra is quite literally bubbling underneath people’s feet.

By Fiona MacDonald | Science alert

But new research has revealed that one of the biggest craters in the region, known by the local Yakutian people as the ‚doorway to the underworld‘, is growing so rapidly that it’s uncovering long-buried forests, carcasses, and up to 200,000 years of historical climate records.

Known as the Batagaika crater, it’s what’s officially called a ‚megaslump‚ or ‚thermokarst‚.

Many of these megaslumps have been appearing across Siberia in recent years, but researchers think Batagaika could be something of an anomaly in the region, located around 660 km (410 miles) north-east of the region’s capital city of Yakutsk.

Not only is the crater already the largest of its kind, almost 1 km (0.6 miles) long and 86 metres (282 feet) deep, but it’s getting bigger all the time.

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„Quarz“ im Erdkern?

Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Überraschung im Erdkern: Die leichteren Elemente im äußerern Erdkern verhalten sich möglicherweise ganz anders als erwartet. Statt Eisenlegierungen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff miteinander reagieren und zu Siliziumdioxid auskristallisieren – der Verbindung, aus der Quarzsand besteht. Sollte sich dieses Ergebnis von Hochdruck-Experimenten bestätigen, könnte diese Kristallisation sogar eine Triebkraft für den Geodynamo sein, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Der Erdkern bildet die Basis für das schützende Magnetfeld der Erde und damit letztlich für das irdische Leben. Denn ohne die Wechselwirkung des inneren, festen mit dem äußeren flüssigen Kern gäbe es das Erdmagnetfeld nicht. Doch wann genau der innere Erdkern erstarrte und woraus er neben Eisen noch besteht, ist bisher umstritten beziehungsweise schlicht unbekannt.

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Alchemie: Bis die Retorte platzt

© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Vera Keil Alchemie
© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Vera Keil Alchemie
Alchemie war angewandte Naturphilosophie, raunende Esoterik und zuweilen schlichter Betrug. Der nun ausgestellte Fund einer Laborausrüstung aus Wittenberg zeigt, was aus der „hermetischen Kunst“ um 1600 herum auch geworden war.

von Ulf von Rauchhaupt | Frankfurter Allgemeine

Gotisch wölbt sich die Decke. Zu dem spärlichen Licht, das durch die Spitzbögen sickert, gesellen sich Flammen, die aus tönernen Herdplatten schlagen. Dazwischen stehen mehrere Retorten sowie große, an längliche Kürbisse erinnernde Glaskolben. Was darinnen brodelt, ist nicht recht zu erkennen, denn die Gefäße sind bis oben hin mit Lehm ummantelt, nur Retortenhälse und die Schnäbel gläserner Destillierhelme schauen heraus. Aus ihren Enden tropfen ölige Essenzen in kleinere Kolben und verbreiten stechenden Schwefelgeruch oder das dumpfe Aroma von Stickoxiden, die sich mit dem Brandgeruch des Herdes mischen. Brennholz und Lehmbrocken liegen herum, eiserne Zangen und Unmengen weiterer Gefäße: Kolben, Becher, Tiegel.

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Brauchen wir ein Alkoholverbot?

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Der vom Gesetzgeber empfohlene Veggie-Tag, mit dem uns die Grünen auf den Pfad der Tugend helfen wollten (und das schreibt ein langjähriger Vegetarier), ist noch in guter Erinnerung. Bereits verbotene Übergriffe auf Frauen wurden dank „Nein heißt Nein!“ sicherheitshalber und einstimmig vom Bundestag noch einmal verboten (Sexualstrafrechtsreform: Eine Beweisaufnahme).

Von Stephan Schleim | TELEPOLIS

Sexistische Werbung soll auch bald verboten werden. Gut für Männer, denen mit nackten Tatsachen vom Mobilfunkvertrag bis zum Auto alles angedreht werden soll. Hate Speech sowieso. Und Fake News auch – jedoch nur, wenn sie nicht in den Leitmedien stehen oder von unseren Ministern höchstpersönlich geäußert werden.

Die Journalisten Sanaz Saleh-Ebrahimi und Daniel Drepper mögen sich gefragt haben, was man denn noch alles verbieten könnte, als sie ihren Artikel über Alkohol schrieben. Dieser erschien am 22. Februar auf Correctiv.org: Wie die Alkoholindustrie uns dazu bringt, immer weiter zu trinken (anberaumte Lesezeit: 20 Minuten). Und zwei Tage später auf BILD.de, nein, Verzeihung, ZEIT Online mit dem könnerischen Titel: Alkohol: Saufen bis zum Darmkrebs.

Nun kann man sich freilich über Gesundheit Gedanken machen. Man sollte die zerstörerische Wirkung von Alkohol keinesfalls verharmlosen: Leberzirrhose und Korsakow-Syndrom sind kein Spaß. Noch lassen sich Menschen wiederbeleben, die von Betrunkenen totgefahren werden.

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Neue Hinweise auf Planet Neun

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Ganz weit draußen könnten wir noch einen weiteren Nachbarn haben: Planet Neun, auch Planet X genannt. Direkte Belege fehlen zwar noch, aber die Hinweise mehren sich.

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

Er soll weit draußen, jenseits von Pluto, seine Bahnen ziehen und Tausende von Jahren benötigen, um die Sonne auf seiner stark elliptischen Bahn einmal zu umkreisen. Seit Planet Neun – auch Planet X genannt – vor einem Jahrhundert vom Astronomen und Observatoriumsgründer Percival Lowell ins Spiel gebracht wurde, regt er die Fantasie der Wissenschaftler an. Direkte Belege seiner Existenz fehlen zwar, doch mehren sich seit einiger Zeit indirekte Hinweise. Das gilt auch für eine neue Studie von Julia de León vom Instituto de Astrofísica de Canarias und ihren Kollegen in den „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“. Sie betrachten darin die Bahndaten und Zusammensetzung der Asteroiden 2004 VN112 und 2013 RF98. Wahrscheinlich haben diese den gleichen Ursprung, denn sie gleichen sich chemisch und weisen einen ähnlichen Orbit um die Sonne auf.

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Alle Wähler sind gleich – aber sind manche gleicher als andere?

https://pixabay.com/de/united-states-capitol-politik-1675540/
https://pixabay.com/de/united-states-capitol-politik-1675540/
Das Prinzip „eine Person, eine Stimme“ ist vernünftig, aber bei der Senatorenwahl in den USA hat ein Wähler aus North Dakota fünfzigmal so viel Einfluss wie ein Texaner

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Vielleicht die Wahl eines gefährlichen Spitzbuben als Präsident vor Augen, implementierten die Gründerväter der Vereinigten Staaten zwei grundlegende Beschränkungen der präsidialen Macht: Den Kongress und die Judikative.

Das dreigliedrige System der gegenseitigen Kontrolle funktioniert für gewöhnlich ziemlich gut. Zu gut manchmal, etwa wenn ein feindseliger Kongress jede Entscheidung eines bestimmten Präsidenten ohne Rücksicht auf seine politische Linie blockiert, nur, weil man ihn nicht mag. Aber im Großen und Ganzen funktioniert das System der drei Wege, und das Vetorecht des Senats über präsidiale Berufungen des obersten Gerichts ist eine besonders wichtige Sicherheitsvorkehrung.

Diese zentrale verfassungsmäßige Rolle des Senats wirft ein scharfes Licht auf die Prozesse, mittels derer Senatoren gewählt werden, zumal die Richter nicht irgendwann in den Ruhestand treten müssen. „Eine Person, eine Stimme“ ist ein ehrenwertes Ideal; erstaunlich, dass es bis 1920 dauern musste, bevor es „ein Mann, eine Stimme“ ablöste. Das allgemeine Wahlrecht blieb nicht unhinterfragt. Winston Churchill sagte: „Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit dem durchschnittlichen Wähler.“ (Obwohl er das bei anderer Gelegenheit abmilderte: „Man sagt, Demokratie ist die schlechteste Art der Regierung, abgesehen von allen anderen Arten, die schon ausprobiert wurden“).

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Antimaterie: Erste Indizien für Asymmetrie

Noch immer suchen Teilchenphysier nach der Ursache für die Asymmetrie von Materie und Antimaterie © Podbregar
Noch immer suchen Teilchenphysier nach der Ursache für die Asymmetrie von Materie und Antimaterie © Podbregar
Endlich: Forscher am CERN könnten erstmals einer Symmetrieverletzung zwischen Materie und Antimaterie auf der Spur sein. Beim Zerfall eines Baryons – eines wie das Proton aus drei Quarks bestehenden Teilchens – stellten sie Unterschiede von bis zu 20 Prozent zwischen dem Teilchen und seinem Antiteilchen fest. Wie sie im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten, liegt die Signifikanz allerdings noch unter den für eine Entdeckung benötigten fünf Sigma.

scinexx

Schon seit Jahrzehnten fahnden Physiker nach einer Symmetrieverletzung – Unterschieden zwischen Materie und Antimaterie, die erklären könnten, warum heute im Universum die Materie dominiert. Bisher allerdings mit wenig Erfolg. Denn Magnetverhalten, Masse-Ladungs-Verhältnis und starke Kernkraft scheinen übereinzustimmen und beim Anti-Wasserstoff stimmen auch Ladung und Spektrum mit seinem Materie-Gegenpart überein, wie Experimente belegen.

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Google will Trolle mit künstlicher Intelligenz bekämpfen

 Mit der künstlichen Intelligenz
Mit der künstlichen Intelligenz „Perspective“ will Google gegen Beleidigungen und Hasskommentare im Internet vorgehen. (Foto: promesaartstudio – Fotolia)
  • „Perspective“ heißt ein Programm der Google-Tochter Jigsaw. Es soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sachlichere Diskussionen ermöglichen.
  • Perspective wurde trainiert, um Kommentare auf ihren „Giftgehalt“ hin zu überprüfen.
  • Das Angebot richtet sich zuerst an Verlage. Sowohl der Guardian als auch der Economist machen mit.

Von Hakan Tanriverdi | Süddeutsche.de

„Nicht die Kommentare lesen“ ist ein weit verbreiteter Tipp, wenn es um Online-Diskussionen geht. Menschen sollen davor bewahrt werden, ihre Zeit damit zu verschwenden, niveaulose Beleidigungen zu lesen. In den vergangenen Jahren haben sich mehrere Webseiten, darunter auch SZ.de, dazu entschlossen, den Kommentarbereich auf ihren Webseiten abzuschalten. (Hier die Begründung.)

Wenn es nach Jigsaw geht, einem Google-Thinktank, könnte dieser gut gemeinte Tipp bald überflüssig sein. Jigsaw hat an diesem Donnerstag ein Produkt mit dem Namen Perspective veröffentlicht. Künstliche Intelligenz wird dazu eingesetzt, beleidigende Kommentare schneller zu erkennen – und auszuschließen. Das erklärte Ziel ist es, die Aggression aus Online-Diskussionen zu nehmen.

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„Demokratie ist keine Interessensvertretung“

 Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Leben wir wirklich in einer „Rentnerdemokratie“, wie es von Jüngeren beklagt wird? Der Philosoph Stefan Gosepath hält dagegen: Hinter dieser Kritik stecke ein falsches Verständnis von Demokratie. Gefragt seien jetzt Politikangebote, die zwischen den Generationen vermitteln könnten.

Stefan Gosepath im Gespräch mit Korbinian Frenzel | Deutschlandradio Kultur

Korbinian Frenzel: Unser aller Lebenserwartung steigt. Im Jahr 2030 werden wir im Durchschnitt über 90 Jahre als. Das sagt eine heute erscheinende Studie des Imperial College London mit Blick auf Menschen, die in Industrieländern wie Deutschland leben. Das ist schön, aber vielleicht auch nicht nur. Wenn immer mehr alte Menschen in unserem Land leben, werden wir dann auch mental zur Rollator-Gesellschaft? Landen wir, so hat es Roman Herzog mal gesagt, in einer Rentnerdemokratie? Wir machen diese Frage zum Mehrgenerationenthema. Gleich im Interview Stefan Gosepath, Jahrgang 1959, Professor für Politische Philosophie an der FU Berlin, befragt von mir, Jahrgang 1978, und eingeleitet von Sorgenfalten auf jugendlicher Stirn. Mein Kollege Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, meint:

Die Alten sind schuld! „Rentengeschenke“ sind fester Bestandteil des Bundestagswahlkampfs. Wo, bitteschön, bleiben die Geschenke für Praktikanten, Auszubildende, Studierende, fragt Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, – und findet, dass die Alten bei Abstimmungen zu viel Macht haben. mehr…

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Kopp-Verlag: Auf dem Heimatplaneten für rechtsextreme Ufologen

© Rüdiger Soldt Zentrale im Kampf gegen geheime Verschwörungen: das Gebäude des Kopp-Verlags in Rottenburg
© Rüdiger Soldt Zentrale im Kampf gegen geheime Verschwörungen: das Gebäude des Kopp-Verlags in Rottenburg
Der Kopp-Verlag wurde mit Ufo-Büchern groß. Dann kam die Flüchtlingskrise. Seither sammeln sich um den Verlag Kosmologen, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker. Ein Besuch, der die Augen öffnet.

Von Rüdiger Soldt | Frankfurter Allgemeine

Das Rottenburger Gewerbegebiet „Siebenlinden III“ sollte mal ein Technologiepark mit Vorzeige-Start-ups werden. Entstanden ist ein profaner Gewerbepark mit billigen Imbissen, Tankstellen, einem Baumarkt, metallverarbeitenden Firmen, Lagerhallen. An einer Straßenkreuzung ist ein Bordell. Eigentlich kein Gelände, das sich Verleger und Lektoren für die geistige Produktion suchen. Jochen Kopp wählte die Ackerfläche in den Neckarauen im Norden Rottenburgs dennoch als Standort für seinen gleichnamigen Verlag aus. Es sind nämlich nur vier Kilometer bis nach Wurmlingen, wo Kopp aufgewachsen ist. Aus den Büros an der Nordseite des Verlags kann man bis zur Wurmlinger Kapelle schauen.

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„Schule ohne Rassismus“ bekommt AfD-Funktionär als Rektor

  • Die Regierung von Oberfranken hat den AfD-Funktionär Gerd Kögler zum neuen Rektor der Grund- und Mittelschule Oberkotzau berufen.
  • Eltern der Einrichtung, die mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus“ wirbt, reagieren irritiert.
  • Kögler ist bereits seit 2012 Schulleiter in Hof und sagt, er wisse, „wie Demokratie funktioniert“.

Von Olaf Przybilla | Süddeutsche.de

Auf ihr Prädikat „Schule ohne Rassismus“ ist die Grund- und Mittelschule Oberkotzau stolz. Seit zwei Jahren trägt sie es, ihre Internetseite wirbt damit, den Schuleingang zieren thematisch passende Collagen. Genauso wollte Siegfried Müller, der Schulrektor, das haben: „Diesen Begriff mit Inhalt füllen.“ Ein Antirassismus-Arbeitskreis wurde gegründet, Schüler aller Jahrgangsstufen dürfen ihn besuchen. Mal wird über Filme debattiert, mal über Theaterstücke. Zum Schuljahresende wird Müller aufhören, er ist stolz darauf, welchen Ruf sich die Schule in seiner Zeit erworben hat. Darüber, dass sein Nachfolger im Kreisvorstand Hochfranken der Alternative für Deutschland (AfD) ist, will er sich nicht äußern. Das aber, sagt er, könne er doch sagen: „Dass Menschen das umtreibt, dafür habe ich Verständnis.“

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Türkei fordert angeblich zu Spitzelei in NRW-Schulen auf

Bild: Magazin "The Economist"
Bild: Magazin „The Economist“
Schwere Vorwürfe gegen die Türkei: Angeblich werden Schüler und Eltern in Nordrhein-Westfalen dazu angehalten, Kritik an der türkischen Regierung zu melden. Justiz und Sicherheitsbehörden sind bereits informiert.

SpON

Ein Lehrer äußert sich während des Unterrichts kritisch zur Politik in der Türkei, ein Schüler filmt das heimlich und die Aufnahme davon landet bei den türkischen Behörden. Dazu sollen angeblich die türkischen Generalkonsulate in Nordrhein-Westfalen auffordern, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Demnach habe es Ende Januar entsprechende Info-Veranstaltungen in den Konsulaten in Düsseldorf, Essen, Köln und Münster gegeben. „Wir haben aus unterschiedlichen Quellen erfahren, dass die Teilnehmer dazu angehalten wurden, den Generalkonsulaten jede Kritik an der türkischen Regierung, die in NRW-Schulen beobachtet wird, zu melden“, sagte der Landesvize der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW, Sebastian Krebs, den Funke-Zeitungen.

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There Better Be Some Goddamn Aliens in This Solar System Loaded With Earth-Sized Planets

An infographic showing how the seven planets at TRAPPIST-1 might appear, alongside rocky planets in our own solar system. Image: NASA
An infographic showing how the seven planets at TRAPPIST-1 might appear, alongside rocky planets in our own solar system. Image: NASA
A tiny star just 39 light years away, a mere stone’s throw in cosmic terms, hosts seven Earth-sized planets, according to new research published in Nature. At least six of them appear to be rocky and temperate. Some could potentially have liquid water at the surface, and by extension, the right ingredients for life. 

By Bryson Masse | MOTHERBOARD

„This is the first time that so many planets of this kind are found around the same star,“ said lead author Michaël Gillon, astronomer at the Université de Liège, who spoke to reporters in advance of the public announcement on Tuesday. „Looking for life elsewhere, this system is probably our best bet as of today,“ said co-author Brice-Olivier Demory, at the University of Bern, in a release that accompanied the news.

The newly discovered solar system has some significant differences to our own. Its host star, TRAPPIST-1, is what’s called an „ultracool“ red dwarf. It’s only about eight percent of the mass of our Sun, and 11 percent of its radius. The seven planets orbit very snugly around this star: all are found within the distance of Mercury’s orbit.

Most are tidally locked, so that one side always faces the star, while the other has a perpetual nighttime. (The researchers compared it to the Galilean moons of Jupiter, which are also tidally locked with their host planet.)

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Artist's render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Artist’s render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild

Rätsel um „unmöglichen“ Neutronenstern

Astronomen haben einen Neutronenstern entdeckt, der tausendfach mehr Röntgenstrahlung abgibt, als es die Theorie erlaubt © Casey Reed/ Penn State University
Astronomen haben einen Neutronenstern entdeckt, der tausendfach mehr Röntgenstrahlung abgibt, als es die Theorie erlaubt © Casey Reed/ Penn State University
„Unmöglich“ hell: Eine extreme Röntgenquelle in einer fernen Spiralgalaxie gibt Astronomen Rätsel auf. Denn die intensive Strahlung stammt nicht von einem Schwarzen Loch, sondern von einem sich schnell drehenden Neutronenstern. Dieser jedoch gibt tausendfach mehr Strahlung ab, als er gängiger Theorie nach dürfte. Warum er trotzdem nicht auseinander fliegt, darüber können die Forscher bisher nur spekulieren.

scinexx

Sie sind wie Leuchtfeuer im Weltraum: In einigen Galaxien unserer kosmischen Nachbarschaft haben Astronomen extrem helle Röntgenquellen entdeckt. Diese sogenannten ultraluminous X-Ray Sources (ULX) strahlen heller als jedes Objekt in unserer eigenen Milchstraße. Die von ihnen als Strahlung abgegebene Energie ist so hoch, dass nur aktive Schwarze Löcher als Urheber dieser Röntgenstrahlung in Frage kommen – so dachte man jedenfalls bisher.

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CSU bringt teilweises Burka-Verbot auf den Weg

CSU-Logo Wildbad Kreuth
CSU-Logo Wildbad Kreuth
Bayern hat ein Burka-Verbot für Lehrerinnen und Erzieherinnen auf den Weg gebracht. Die bayerische Staatsregierung will so die „Kultur der offenen Kommunikation“ schützen. Unklar ist, wie viele Personen das geplante Verhüllungsverbot treffen wird.

MiGAZIN

Die bayerische Staatsregierung hat einen Gesetzentwurf zum sogenannten Burka-Verbot für besonders sensible Bereiche des öffentlichen Lebens beschlossen. Gesichtsverhüllung soll im öffentlichen Dienst, in Hochschulen, Schulen, Kindertagesstätten, im Bereich der allgemeinen Sicherheit und Ordnung sowie bei Wahlen verboten werden, wie die Staatskanzlei am Dienstag nach der Ministerratssitzung in München mitteilte.

Bereits im Dezember hatte das Bundeskabinett ein Gesetz für ein Burka-Verbot im Beamtenrecht auf den Weg gebracht. Damit soll Bundesbeamten und Soldaten bei Ausübung ihres Dienstes sowie bei Tätigkeiten „mit unmittelbarem Dienstbezug“ eine Verhüllung des Gesichts verboten werden. Unter den Bundesländern herrscht größtenteils Zurückhaltung, analog dazu für deren jeweiligen Zuständigkeitsbereich Verbote der muslimischen Vollverschleierung in Form von Burka oder Nikab zu beschließen.

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Leonardo da Vincis genialer Panzer hatte 16 Geschütze

Universalgenie der Renaissance. Leonardo da Vinci(1452-1619) im Selbstportät. Quelle: picture alliance/Luisa Ricciar
Universalgenie der Renaissance. Leonardo da Vinci(1452-1619) im Selbstportät. Quelle: picture alliance/Luisa Ricciar
Er war nicht nur ein großer Künstler, sondern auch ein Militärtechniker. Leonardo da Vinci entwarf rollende Geschütze und eine Art Maschinengewehr. Den Triumph seiner Grundidee erlebte er noch.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Sein Name steht für die perfekte Verbindung von genialer Kunst und bahnbrechender Wissenschaft. Schon den Zeitgenossen galt Leonardo da Vinci (1452–1519) als Inbegriff eines Universalgelehrten, der das letzte Abendmal Christi ebenso formvollendet gestalten konnte wie den Palast eines Königs oder die Müllabfuhr von Mailand. Aber als italienischer Intellektueller der Renaissance wusste Leonardo seinen Marktwert auch durch Beiträge zu der dunklen Seite jener Epoche zu erhöhen: Mit einer Fülle von Kriegsgeräten faszinierte er seine Auftraggeber, die den Beginn der Neuzeit vor allem mit endlosen Kriegen begleiteten. Sogar ein Panzer gehörte zu seinen gefürchteten Konstruktionen.

Dass der Schöpfer der „Mona Lisa“ sich mit mörderischen Waffen beschäftigte, mag seine heutigen Bewunderer verblüffen. Zu seiner Zeit war es eher ein Ausweis von pragmatischer Intelligenz. Die bewies der Sohn eines Notars und einer Magd oder Sklavin, der in Florenz früh sein Talent als Maler hatte ausbilden können, als er sich 1482 nicht – wie viele seiner Freunde – um die Gunst des verschwenderischen Papstes Sixtus IV. bemühte, sondern sich bei den Sforza, den Herren Mailands, bewarb. Die waren zum einen mit den Medici von Florenz verbündet, zum anderen an militärischer Unterstützung im Kampf gegen Venedig interessiert. In seinem Bewerbungsschreiben versprach Leonardo, diese zu liefern.

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US-Wissenschaftler wagen den Aufstand gegen Trump

 Ein
Ein „Haufen Nerds“: Am Wochenende demonstrierten hunderte Wissenschaftler gegen die Politik von Donald Trump. (Foto: dpa)
Die Trump-Regierung hält nicht viel von unabhängiger Forschung. US-Wissenschaftler leisten nun Widerstand, vor Gericht und auf der Straße. Doch der Gegner ist mächtig.

Von Christopher Schrader | Süddeutsche.de

Wow, ich habe noch nie solch einen Haufen Nerds gesehen“, ruft Geoffrey Supran, Spitzenforscher am Massachusetts Institute of Technology, ins Mikrofon. Hunderte Wissenschaftler auf dem Copley Square in Boston quittieren das mit Jubel. Die Menge schwenkt Plakate und skandiert: „Stand up for science!„. Die Forscher sind entsetzt über die neue Regierung von Präsident Donald Trump, die auf breiter Front wissenschaftsfeindliche Positionen vertritt.

Die Demonstration in Boston ist nur der Vorläufer einer großen Kundgebung im April in Washington und anderen Städten, an der – so hoffen die Organisatoren – Hunderttausende teilnehmen werden, der Scientists‘ March, der Aufmarsch der Wissenschaftler. Welch bessere Gelegenheit, dafür zu werben, könnte es geben, als die soeben abgehaltene Jahrestagung der größten Forschervereinigung der USA, der AAAS. Mehr als 10 000 Wissenschaftler, Lehrer und Journalisten aus 60 Ländern besuchten die Konferenz.

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Wie entstand das Leben auf der Erde?

 Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Am Anfang war nur Sternenstaub – und dann rührte sich was. Wie aus toter Materie Leben entstehen konnte, gehört zu den großen Fragen der Menschheit. Ein paar Antworten haben Forscher bereits.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

Wer wir sind und woher wir kommen, fragen sich die Menschen seit Urzeiten. Früher suchten wir Antworten in der Religion. Heute wissen wir, dass die Erde und alles, was darauf zu finden ist, aus Sternenstaub besteht. Aber das große Rätsel bleibt immer noch ungelöst: Wie konnte sich aus einem Haufen toter Materie Leben entwickeln? Und wann?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind Naturwissenschaftler dem Pfad der Evolution durch die Zeit zurück gefolgt, bis in die früheste Geschichte unseres Planeten. Und heute wissen sie recht genau, wie jene Form irdischen Lebens ausgesehen haben muss, von der alle heutigen Lebewesen abstammen.

„Luca“ (Last Universal Common Ancestor) – so heißt dieser „älteste gemeinsame Vorfahre“. Er muss bereits vor etwa 3,6 Milliarden Jahren existiert haben, das hat eine genetische Analyse heute lebender Organismen ergeben. Luca bestand aus einer einzigen Zelle und mochte es heiß – gerne so um die 100 Grad Celsius.

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Jagd auf „Planet 9“ – jetzt zum Mitmachen

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planetenjagd für Alle: Bei der Suche nach dem mysteriösen Planet 9 am Rand unseres Sonnensystems kann nun jeder mitmachen. Denn die NASA hat ein Citizen-Science Projekt lanciert, bei dem Laien in den Aufnahmen des Weltraumteleskops WISE nach Indizien für den Planeten, aber auch nahe Braune Zwerge suchen sollen. Wer den Planeten findet, dem ist auf jeden Fall einiger Ruhm sicher.

scinexx

Vor gut einem Jahr sorgte die Meldung eines möglichen neunten Planeten im Sonnensystem für eine Sensation. Demnach könnte es weit jenseits des Neptun noch einen weiteren, neptungroßen Planeten in einer stark exzentrischen Umlaufbahn geben. Bisher schließen Astronomen nur aus den Bewegungen anderer Himmelskörper im Kuipergürtel auf die Existenz von „Planet 9“, ob es ihn wirklich gibt, bleibt offen.

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Schwingungen der Raumzeit

Günter Spanner Das Geheimnis der Gravitationswellen Verlag: Kosmos, Stuttgart 2016 ISBN: 9783440154137 19,99 €
Günter Spanner
Das Geheimnis der Gravitationswellen
Verlag: Kosmos, Stuttgart 2016
ISBN: 9783440154137
19,99 €

Der 14. September 2015 war ein besonderer Tag in der Geschichte der Physik. Er brachte den lang ersehnten direkten Nachweis von Gravitationswellen. Das sensationelle Ergebnis wurde allerdings fünf Monate lang geheim gehalten und erst am 11. Februar 2016 offiziell verkündet.

Von Wolfgang Steinicke | Spektrum.de

Nicht die lange Wartezeit ist erstaunlich – man benötigt sie, um die Daten zu prüfen und jeden erdenklichen Fehler auszuschließen –, sondern dass die rund tausend weltweit beteiligten Wissenschaftler so lange dichtgehalten haben. Offenbar steckte ihnen noch der Schock vom März 2014 in den Knochen. Damals hatten Kollegen voreilig gemeldet, Gravitationswellen des Urknalls im kosmischen Mikrowellenhintergrund nachgewiesen zu haben. Ein peinlicher Fehler, denn wie sich bald herausstellte, war eine banale „Verschmutzung“ in Form kosmischen Staubs die Ursache. Statt des erhofften Nobelpreises gab es weltweit Hohn und Spott.

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