NASA’s Historic Mission to the Sun Gets a Heat Shield

Coronal mass ejection as viewed by the Solar Dynamics Observatory on June 7, 2011. Credit: NASA/SDO
In photographs of total solar eclipses, the ethereal halo an observer sees is the sun’s corona. The word means „crown“ in Latin and Spanish, but the beauty of the name masks a scorching reality: 500 kilometers from the sun’s visible surface, coronal temperatures can reach a few million degrees.

By Doris Elin Salazar | SPACE.com

This environment makes the sun a hostile world to study. So to ensure a new NASA mission to the sun succeeds, engineers added protection to the spacecraft, according to a new statement from the space agency. [Get Ready for 2 Solar Eclipses Coming to the US in 2023 and 2024]

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Nearby Alien Planet May Be Capable of Supporting Life

This artist’s illustration shows the potentially temperate planet Ross 128b, with its red dwarf parent star in the background. Credit: M. Kornmesser/ESO
One of the nearest exoplanets to Earth may be a decent abode for life. Ross 128b — which lies just 11 light-years from our planet — is likely a rocky and temperate world, a new study suggests.

By Mike Wall | SPACE.com

„Although Ross 128b is not Earth’s twin, and there is still much we don’t know about its potential geologic activity, we were able to strengthen the argument that it’s a temperate planet that could potentially have liquid water on its surface,“ lead author Diogo Souto, of the Observatório Nacional in Rio de Janeiro, Brazil, said in a statement. [10 Exoplanets That Could Host Alien Life]

Ross 128b has excited and intrigued astrobiologists since its discovery last year. The planet appears to circle in the „habitable zone“ of its host star — that just-right range of distances where liquid water could exist on a world’s surface. (Ross 128b circles a small, dim red dwarf star, so the habitable zone is quite close in; the planet completes one orbit every 9.9 Earth days.)

Initial estimates also indicated that Ross 128b has a minimum mass just 1.35 times that of Earth and therefore stands a good chance of being rocky, just like our own planet.

The new study will not dampen that enthusiasm. The researchers analyzed Ross 128b’s parent star, known as Ross 128, using the Sloan Digital Sky Survey’s Apache Point Observatory Galactic Evolution Experiment (APOGEE), a spectroscopic instrument installed on a telescope in New Mexico.

„The ability of APOGEE to measure near-infrared light, where Ross 128 is brightest, was key for this study,“ study co-author Johanna Teske, of the Carnegie Institution for Science in Washington, D.C., said in the same statement. „It allowed us to address some fundamental questions about Ross 128b’s ‚Earth-like-ness.'“

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Landespflegekammer warnt vor mehr Gewalt in der Pflege

Eine Pflegekraft hilft in einem Seniorenzentrum einer Pflegehausbewohnerin sich hinzulegen. Foto: Angelika Warmuth/Archiv
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat vor einem Anstieg der Gewalt in der Pflege in Hessen gewarnt. Hintergrund sei die Entscheidung des hessischen Landtags, die Mindestvoraussetzungen für die Altenpflegerausbildung zu senken, teilte die Landespflegekammer am Dienstag in Mainz mit.

Frankfurter Rundschau

„Es ist äußerst bedenklich, wenn der Einstieg in die Altenpflege ohne ausreichende Mindestqualifikation erfolgen kann“, sagte Hans-Josef Börsch, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer. Die Anforderungen an den Beruf seien „hochkomplex und anspruchsvoll“. Das Risiko für Gewalt gegen andere Pflegende und Pflegebedürftige steige, wenn Berufsanfänger zum Beispiel kein hohes Maß an Selbstreflexion mitbrächten.

Der hessische Landtag öffnete Mitte Juni die Altenpflegeausbildung auch für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollten unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen.

Tausende Lehrer werden über die Sommerferien arbeitslos

Viele Lehrer werden in Deutschland während der Sommerferien arbeitslos. (Foto: Florian Gaertner/imago/photothek)
Dabei sind Lehrkräfte doch gesucht, vielerorts bleiben Stellen frei. Über ein seltsames Phänomen.

Von Paul Munzinger | Süddeutsche Zeitung

Ein Lehramtsstudium ist eine exzellente Versicherung gegen Arbeitslosigkeit – eigentlich. Die Schülerzahlen steigen, Pädagogen werden vielerorts händeringend gesucht, viele Bundesländer können freie Stellen nicht besetzen. Die Arbeitslosenquote bei Lehrern liegt im Jahresschnitt bei 1,3 Prozent, das ist selbst für akademische Berufe äußerst gering, wie die Bundesagentur für Arbeit feststellt. Im Oktober 2017 waren sogar nur 7800 Lehrer arbeitslos gemeldet, bei etwa 800 000 Pädagogen in Deutschland.

Alle Jahre wieder, im Sommer, aber verändert sich dieses Bild: Dann macht die Zahl arbeitsloser Lehrer einen gewaltigen Sprung, um im Herbst, wenn das neue Schuljahr beginnt, wieder abzusinken. In den großen Ferien 2017 meldeten sich 4900 Lehrer zusätzlich bei den Jobcentern – ein vorübergehendes Plus von mehr als 50 Prozent.

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Integration durch religiöse Bildung: Und was glaubst du?

Hilft religiöse Bildung bei der Integration? Viele Pädagogen sind davon überzeugt (Symbolbild). (pan xiaozhen / Unsplash)
Kann interreligiöse Bildung in Kindertagesstätten und Grundschulen dazu beitragen, dass Geflüchtete besser ankommen? Die Hochschule Emden/Leer widmet dieser Frage ein Forschungsprojekt.

Von Brigitte Lehnhoff | Deutschlandfunk Kultur

Die Kindertagesstätte der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde im Emdener Stadtteil Borssum. Mittagszeit in der Cafeteria. Sie liegt im Zentrum des Hauses, jeder, der kommt oder geht muss den Raum durchqueren. Jeder kann also auch den kleinen Extratisch sehen, der dort seit dem vergangenen Jahr steht. Auf ihm sind ausgestellt:

Kinder: „Ein Kreuz. – Ein Martin-Luther-Bild. – Ein Kirchenschlüssel. – Die Bibel. – Eine Kerze. – Ein Becher. – Eine Martin-Luther-Spielfigur. – Von Playmobil.“

Gertraud Reeners: „Also zu unserem Tisch werden weitere Sachen noch, sei es zum Abendmahl oder auch weitere neue Bücher hinzukommen, auch vielleicht dann wichtige Dinge, die zum Beispiel zum Islam gehören.“

Gertraud Reeners ist die Leiterin der Kindertagesstätte. 123 Kinder werden hier betreut. Jedes sechste kommt aus einer Zuwanderer- oder Flüchtlingsfamilie. Auch die religiöse Identität dieser Kinder, ob sie nun aus Syrien kommen, aus dem Irak oder Afghanistan, soll im Kita-Alltag vorkommen. Im Grunde sei das nichts Neues:

„Wir arbeiten schon lange integrativ und haben dieses Thema immer bei uns in der Arbeit mit drin gehabt, da wir viele Migrantenfamilien auch betreuen.“

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Wer wird was im Termitenstaat?

Am IST Austria in Klosterneuburg habe ich viele Freiheiten, meine Forschungsrichtung zu entwickeln“, sagt die Evolutionsbiologin Ann Kathrin Huylmans. Derzeit arbeitet sie in einem FWF-Projekt an der Geschlechtsbestimmung von Termiten. – (c) Clemens Fabry
Weibliche und männliche Lebewesen haben dasselbe Erbgut. Welche Faktoren das Geschlecht bestimmen, erforscht Evolutionsbiologin Ann Kathrin Huylmans an Termiten.

Von Uschi Sorz | Die Presse.com

Wenn man beginnt, die ungeheure Vielschichtigkeit der Natur besser zu verstehen, sieht man die Welt mit anderen Augen“, sagt Ann Kathrin Huylmans. „Das ist das wirklich Spannende an meinem Fach.“ Seit zweieinhalb Jahren beschäftigt sich die Evolutionsbiologin aus Paderborn am Klosterneuburger Institute of Science and Technology (IST Austria) mit der Biologie von Geschlechtschromosomen und den für die Ausbildung spezieller Eigenschaften verantwortlichen Evolutionsprozessen. Als die Forscherin Beatriz Vicoso von Berkeley ans IST Austria kam, um dort eine Arbeitsgruppe aufzurichten, bewarb sie sich gleich um eine Postdoc-Stelle bei ihr. „Ich bin stolz, dass ich genommen wurde. Sie ist eine Koryphäe auf meinem Forschungsgebiet.“

Zuvor studierte die 31-Jährige in Münster Biologie und machte in München ihr Doktorat. „Am Anfang hat mir das hohe Lernpensum zugesetzt“, erinnert sie sich. „Aber als ich endlich bei echten Forschungsprojekten mitmachen durfte, wusste ich, dass das genau das Richtige für mich ist.“ Zunächst liebäugelte sie mit Meeres- und Neurobiologie und kam fast ein wenig zufällig zu ihrem heutigen Schwerpunkt. „Mir machten die Evolutionsbiologie- und Bioinformatikkurse so großen Spaß, ich konnte gar nicht verstehen, dass das vielen Studienkollegen nicht so lag. Also dachte ich, das könnte vielleicht meine Nische sein.“ Sie ergriff die Initiative und fragte einen Bioinformatikprofessor, ob sie bei ihm Programmieren lernen dürfe. „Bei ihm habe ich dann meine Bachelor- und Masterarbeit geschrieben, und wir kollaborieren bis heute.“

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Belästigungsvorwürfe : Die Akte Avital Ronell

Avital Ronell kann sich einer Solidaritätswelle erfreuen. Bild: Picture-Alliance
Die Professorin Avital Ronell von der New York University steht unter Verdacht, Studierende sexuell belästigt zu haben. Akademische Größen wie Judith Butler stärken ihr nun den Rücken. Das stößt auf Kritik.

Von Patrick Bahners | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die englische Wikipedia zählt im Eintrag über Avital Ronell sechzehn Hauptinteressen der 1952 geborenen Literaturwissenschaftlerin auf. Vier davon sind „ethics“, „legal subjects“, „rumor“ und „stupidity“. Wenigstens insoweit hängen in der Causa Ronell, einer disziplinarrechtlichen Untersuchung, die aufgrund einer Solidaritätsaktion von Kollegen öffentlich bekannt wurde, Leben und Werk zusammen, soziale Bedingungen und intellektueller Ertrag einer Karriere in der kleinen Welt des global vernetzten akademischen Avantgardismus. An Ronells Heimatuniversität, der New York University (NYU), ist ein Titel-IX-Verfahren anhängig, das ein studentisches Universitätsmitglied unbekannten Geschlechts gegen die Professorin angestrengt hat. „Titel IX“ ist ein 1972 in Kraft getretenes Bundesgesetz gegen sexuelle Diskriminierung im Bildungswesen. Vorwürfe, die Anlässe für Untersuchungen sein können, erstrecken sich von herabsetzenden Bemerkungen über ungerechte Behandlung bis zu sexuellen Gewaltakten. Was Ronell vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

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Urteil: Keine Pflicht zu Reli-Unterricht an Privatschulen

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Religionsunterricht ist für öffentliche Schulen in Deutschland vorgeschrieben. Muss das auch für Privatschulen gelten, um nicht hinter den Lernzielen zurückzubleiben? Nein, urteilt nun ein Gericht.

katholisch.de

Privatschulen darf die staatliche Genehmigung nicht verweigert werden, weil sie keinen Religionsunterricht anbieten. Dies geht aus einem am Freitag in Mannheim veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) hervor. Weder im Grundgesetz noch in der baden-württembergischen Landesverfassung sei festgeschrieben, dass an „privaten Ersatzschulen“ Religionsunterricht erteilt werden müsse, so die Richter. Religionsunterricht sei allein für öffentliche Schulen vorgeschrieben.

Der Staat könne nicht argumentieren, dass ein Verzicht auf Religionsunterricht dazu führe, dass die Privatschule in ihren Lernzielen hinter öffentlichen Schulen zurückblieben, heißt es in der Entscheidung. Der Staat sei nicht befugt, den Privatschulen „ins einzelne gehende Erziehungsziele“ vorzuschreiben oder zu verbieten.

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Giffey will Experten gegen religiöses Mobbing an Schulen schicken

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ein Programm mit Anti-Mobbing-Experten an Schulen angekündigt, die sich unter anderem auch um Antisemitismus kümmern sollen.

evangelisch.de

„Religiöses Mobbing in Klassenzimmern und auf Schulhöfen müssen wir sehr ernst nehmen. Egal von wem es ausgeht“, sagte Giffey der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Im normalen Schulalltag sei das für die Lehrkräfte nur schwer zu bewältigen, sie bräuchten dafür mehr Unterstützung.

„Deswegen werden wir ab dem kommenden Schuljahr in einem ersten Schritt 170 Anti-Mobbing-Profis an ausgewählte Schulen in Deutschland schicken, die vom Bund finanziert werden“, sagte Giffey.

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Giffey: Keine religiösen Ausreden

„Notfalls Bußgeld verteilen“: Familienministerin Franziska Giffey Bild: dpa
Zur Schulpflicht in Deutschland gehöre auch der Sportunterricht, sagt Familienministerin Giffey. Notfalls müsse diese auch mit Bußgeld durchgesetzt werden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Schülern nicht zugestehen, dem Schwimm- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen fernzubleiben. „Beim Schwimm- und Sportunterricht darf es keine kulturellen oder religiösen Ausreden geben“, sagte die SPD-Politikerin der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). In Deutschland bestehe Schulpflicht – und der Schwimmunterricht gehöre dazu. „Das ist durchzusetzen, in letzter Konsequenz mit einem Bußgeld“, forderte die frühere Bürgermeisterin des multikulturell geprägten Bezirks Berlin-Neukölln. Wichtig sei, Gespräche mit den Eltern und ihren Kindern zu führen.

Als „Blödsinn“ bezeichnete Giffey Behauptungen, sie sei für das Verteilen sogenannter Burkinis an Schulen.

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Das Argument der Feinabstimmung der Naturkonstanten

Mehr Wald als gedacht. Bild: bb
In seinem Buch Welt ohne Gott? Eine kritische Analyse des Naturalismus setzt sich der Diplomchemiker und evangelikale Christ Markus WIDENMEYER mit der „Ordnung“ in der Natur auseinander und entwickelt daraus Argumente gegen den (ontologischen) Naturalismus der Naturwissenschaften.

Von Martin Neukamm | Richard-Dawkins-Foundation

Er vertritt sogar den Anspruch, den Naturalismus widerlegt zu haben (z.B. S. 10) und betrachtet den Schluss auf einen göttlichen Ursprung der Welt als Schluss auf die beste Erklärung. Im vorliegenden 3. Teil unserer Buchbesprechung widmen wir uns dem Argument der so genannten Feinabstimmung der Naturkonstanten, die notwendig zu sein scheint, um die Entstehung von Leben im Kosmos zu ermöglichen.

Das Argument der „zweckmäßig“ eingerichteten kosmischen Ordnung

WIDENMEYER (2014) setzt voraus, dass nur bestimmte, a priori sehr unwahrscheinliche kosmische Randbedingungen (die sich wiederum durch bestimmte Naturkonstanten und Naturgesetze ausdrücken lassen) Leben ermöglichen. Folglich brauche es einen Schöpfer, der diese hoch geordneten, zweckmäßigen Bedingungen (oder, wie viele sagen, die Feinabstimmung der Naturkonstanten) sowie das „komplexe Gerüst an physikalischen Naturgesetzen“ hervorgebracht habe. In WIDENMEYERs Buch fällt der Begriff Feinabstimmung (engl. fine-tuning) nicht explizit, aber das Argument lässt sich dort erschließen, wo auf die spezifisch „eingerichtete“ Ordnung des Universums, die Leben überhaupt erst ermögliche, Bezug genommen wird:

„Wir finden ein Universum vor, das in einem unvorstellbaren Grad geordnet und dabei ganz genau so eingerichtet ist, dass es eine hochkomplexe Chemie bis hin zu biologischem Leben geben kann. Seine Ordnung gehorcht mathematischen Prinzipien, die der menschliche Geist unabhängig von Beobachtungen des Universums erfassen kann. Im Rahmen des Naturalismus wäre diese Ordnung ein radikal unerklärlicher Zufall mit einer unvorstellbar geringen Wahrscheinlichkeit. Hier wäre ein völlig ungeordnetes und chaotisches Universum zu erwarten – oder eigentlich viel eher gar nichts.“ (ebd., 195)

„Die einzige funktionierende Erklärung für die unvorstellbare Ordnung einer Welt, die ganz exakt so eingerichtet ist, dass es eine hochkomplexe Chemie, mathematisch formulierbare Strukturen und schließlich Lebewesen geben kann, ist analog dazu [zu menschlicher Kreativität; M.N.] die kreative Konzeption und Erschaffung durch (mindestens) ein äußerst intelligentes Wesen, das auch die Macht besitzt, derartige Pläne zu realisieren. Nur so sind die gigantische Ordnung der physikalischen Welt und ihre mathematische, rationale Verstehbarkeit erklärbar. Eine andere rationale Erklärung gibt es nicht.“ (ebd., 198).

Einwand 1: Die Begrifflichkeiten setzen das zu Beweisende voraus

Zunächst einmal ist es hochproblematisch, von einer eingerichteten Ordnung der Welt zu sprechen, weil damit ein teleologischer Begriff auf die Natur übertragen wird, der schon voraussetzt, was belegt werden soll. Auch der Begriff Feinabstimmung ist kein physikalischer, sondern ein technologischer Ausdruck, der das zu Beweisende voraussetzt. Sofern der Ausdruck metaphorisch benutzt wird, ist die Redeweise unbedenklich, doch WIDENMEYER entwickelt daraus ein ontologisches Argument. Er erkennt aber nicht den fatalen Begründungszirkel: Eine „Welt, die ganz exakt so eingerichtet ist…“, wurde logischerweise eingerichtet (quod erat demonstrandum), aber dass die Welt eingerichtet wurde, das gilt es gerade zu belegen.

Man kann es auch anders formulieren: Alles, was wir wissen, ist, dass wir existieren, weil die Naturgesetze Leben ermöglichen (s. Einwand 4). Die Folgerung, dass die Welt so eingerichtet ist, damit Leben existieren kann, kann dagegen nur als empirisch unbegründete These vorausgesetzt werden (MITTELSTAEDT 2001, 143).

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Amos Oz: „Liebe Fanatiker. Drei Plädoyers“

Fanatismus kann auch Motor für etwas Neues sein: Heute ist Ivrit, das moderne Hebräisch, für die meisten jüdischen Israelis die Muttersprache. (Buchcover: Verlag Suhrkamp; Hintergrundbild: picture alliance / dpa / epa / Olivier Fitoussi)
Der israelische Roman-Schriftsteller Amos Oz meldet sich auch immer wieder mit Essays zu Wort. In „Liebe Fanatiker. Drei Plädoyers“ beschäftigt er sich mit religiösem Fanatismus ebenso, wie mit dem Judentum oder der Zwei-Staaten-Lösung. „Ein Buch, dass jeder lesen sollte, der verstehen will, wie Israel tickt“, sagt Matthias Bertsch im Dlf.

Matthias Bertsch im Gespräch mit Melanie Longerich | Deutschlandfunk

Melanie Longerich: „Herr Bertsch: Ist es nun ein Brief an die Fanatiker, oder doch eher ein Plädoyer gegen Fanatismus?“

Matthias Bertsch: „Also sicher eher das Letztgenannte. Dieses ‚Liebe Fanatiker‘ ist eindeutig ironisch gemeint, und Ironie ist eine der Waffen, die Amos Oz in seinem Kampf gegen Fanatismus auffährt, denn Fanatiker, so seine Diagnose, kennen keine Ironie.“

Longerich: „Worum geht es denn genau in den Essays? Das erste trägt ja den Titel des Buches: ‚Liebe Fanatiker‘.“

Bertsch: „Genau. Das geht zurück auf eine Vortragsreihe, die Oz wenige Monate nach dem 11. September 2001, also nach den Terroranschlägen in den USA, in Tübingen gehalten hat. In dem Essay geht es nicht nur um Terror im Namen des Islam sondern darum, dass Fanatiker aller Couleur bereit sind, für ihre Sache – selbstverständlich immer eine gute Sache – über Leichen zu gehen.“

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Weird Bright Spots on Ceres Get a Close-Up from Dawn As Mission Nears End

This mosaic of a prominent mound on the floor of Ceres‘ Occator Crater was captured by NASA’s Dawn spacecraft on June 22, 2018, from an altitude of about 21 miles (34 kilometers). Credit: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
NASA’s Dawn spacecraft has gotten its best-ever looks at the weird bright spots that speckle the dwarf planet Ceres.

By Mike Wall | SPACE.com

Early last month, Dawn maneuvered its way to a new orbit around Ceres, an elliptical path that takes the probe within a mere 21 miles (34 kilometers) of the dwarf planet on nearest approach. That’s more than 10 times closer than Dawn had gotten previously during its three-plus years at Ceres.

The views from this low altitude are amazing, as some newly released imagery of the 57-mile-wide (92 km) Occator Crater shows. [In Pictures: The Changing Bright Spots of Dwarf Planet Ceres]

Occator’s floor hosts odd bright deposits, which Dawn discovered during its approach to Ceres in early 2015. Subsequent observations by the probe revealed that the bright stuff, which also occurs at several other locations around Ceres, consists of sodium carbonate.

Scientists think this material was left behind when salty water boiled away into space. But it’s unclear where exactly that water came from. Was it concentrated in reservoirs near the surface? Or did it snake up to the surface via fissures from deep underground?

The newly released photos of Occator, which Dawn captured on June 14 and 22, could shed light on this mystery by painting a more complete picture of the crater floor, mission team members said.

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Seelen-Suche

Foto: pixabay.com / geralt
Was sind die seltsamsten Fragen, die du je gegoogelt hast? Meine könnten sein (für mein neuestes Buch): „Wie viele Menschen haben je gelebt?“ „Woran denken Menschen kurz vor dem Tod?“ und „Wie viele Bits würde man benötigen, um in einer virtuellen Realität jeden wieder auferstehen zu lassen, der jemals gelebt hat?“ (Es ist 10 hoch 10123).

Von Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Mit Hilfe von Googles Autovervollständigung und Keyword Planner Tools hat das britische Internetunternehmen Digitaloft eine Liste von 20 der verrücktesten Suchanfragen erstellt, darunter „Bin ich schwanger?“ „Sind Aliens echt?“ „Warum haben Männer Nippel?“ „Ist die Erde flach?“ und „Kann ein Mann schwanger werden?“

Das ist alles sehr unterhaltsam, aber laut dem Ökonomen Seth Stephens-Davidowitz, der bei Google als Datenwissenschaftler arbeitete (er ist jetzt Autor für die New York Times), können solche Suchen als „digitales Wahrheitsserum“ für tiefergehende und dunklere Gedanken dienen. Wie er in seinem Buch „Everybody Lies: Big Data, New Data, and What the Internet Can Tell Us About Who We Really Are” (Dey Street Books, 2017) erklärt: „Im vordigitalen Zeitalter versteckten die Menschen ihre peinlichen Gedanken vor anderen Menschen. Im digitalen Zeitalter verstecken sie sie immer noch vor anderen Menschen, aber nicht vor dem Internet und insbesondere vor Seiten wie Google und PornHub, die ihre Anonymität schützen.“ Der Einsatz großer Datenforschungsinstrumente „erlaubt uns endlich zu sehen, was die Menschen wirklich wollen und tun und nicht das, von dem sie sagen, es zu wollen und zu tun“.

Z. B. können Leute Meinungsforschern sagen, dass sie nicht rassistisch sind und Umfragedaten legen nahe, dass bigotte Haltungen über Themen wie interkulturelle Ehe, Rechte der Frauen und gleichgeschlechtliche Ehe seit Dekaden unvermindert abnimmt und anzeigen, dass Konservative heute sozial liberaler sind, als es Liberale in den fünfziger Jahren waren.

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Das Ende der Welt ist gewiss

Die Erde wird in rund einer Milliarde Jahre für höheres Leben zu heiß. (imago / Magictorch)
Vor hundert Jahre erschien Oswald Spenglers Werk „Der Untergang des Abendlandes“. Anlass, sich in unserer Serie verschiedene Untergangsszenarien anzusehen, zum Beispiel die kosmische Apokalypse. Die kommt garantiert, weiß Physikerin Sibylle Anderl.

Von Astrophysikerin Sibylle Anderl | Deutschlandfunk Kultur

Fürchten wir Menschen uns heute noch vor den Gefahren des Weltalls? Wenn man die Frage nicht rundheraus verneinen möchte, dann kann man wohl zumindest sagen: Es war schon schlimmer. Und dafür muss man gar nicht erst zurückgehen in Zeiten, in denen der Nachthimmel mit seinen Erscheinungen noch als zeichenhafter Vermittler irdischen Unheils fungierte.

Auch die Aufklärung mit ihrer Entdeckung der Berechenbarkeit des Himmels konnte zunächst nicht viel mehr ausrichten, als die astrologischen durch wissenschaftlich fundierte Ängste zu ersetzen: Dass früher oder später ein Komet mit der Erde kollidieren könnte, ist schließlich nicht weniger beunruhigend als dessen Interpretation als Unglücksbringer. Auch die Erkenntnis, wie sensibel unsere Erde von der Energiezufuhr der Sonne abhängt, ist durchaus geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Zumindest, so lang nicht zweifelsfrei geklärt ist, wie lang wir uns weiterhin auf diese konstante Wärmequelle verlassen können.

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Wer für abweichende Haltungen nur Schweigen übrig hat, verrät das Erbe der Aufklärung

Wo die Moralisten mit erhobenem Zeigefinger die «Unwissenden» zum Schweigen bringen, ist der Kampf um die Vernunft am Ende. (Bild: Imago)
Im Juste Milieu, das sich als fortschrittlich versteht, stösst man mit einer Gegenposition nicht mehr auf Widerspruch, sondern erntet eine peinliche Stille. Das ist gefährlich.

Thomas Ribi | Neue Zürcher Zeitung

Es gibt Dinge, die sind furchtbar einfach: Wer Fleisch isst, handelt verantwortungslos, wer Auto fährt und sein Haus mit Öl heizt, vergeht sich vorsätzlich an der Umwelt, und wer dagegen ist, dass die Grenzen Europas vorbehaltlos für alle offenstehen, ist ein hartherziger Egoist.

Einverstanden, ganz so einfach sind die Dinge natürlich nicht. Aber für manche sind sie es eben trotzdem. Die Signale aus dem Juste Milieu, das sich linksliberal nennt und als Vorhut des gesellschaftlichen Fortschritts versteht, sind auf jeden Fall eindeutig: Man lebt sein Leben, wie alle anderen auch, in einem prekären Dauerkonflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit, aber man achtet peinlich genau darauf, dass die Gesinnung unerschütterlich bleibt. Sie muss das retten, was der Alltag an Konzessionen abfordert. Man ist zumindest Flexitarier, entschuldigt sich verlegen, weil man noch kein Elektroauto fährt, und empört sich über die Unmenschlichkeit einer Migrationspolitik, die darauf pocht, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

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Astronomen werden Zeugen, wie ein Planet wächst und gedeiht

Das Bild zeigt den Planeten, der in der protoplanetaren Scheibe des Sterns PDS 70 kreist. Der Stern selbst ist ausgeblendet (schwarzes Loch im Zentrum). Der Planet befindet sich am inneren Rand der Lücke, die in der Scheibe klafft. (Bild: ESO / A. Müller et al.)
Mit Teleskopen bekommt man (wenn überhaupt) nur ausgewachsene Planeten zu sehen. Jetzt haben Astronomen einen Protoplaneten entdeckt, der noch jung und hungrig ist – eine einmalige Gelegenheit, Modelle der Planetenentstehung zu testen.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Planeten sind gewissermassen ein Nebenprodukt der Sternentstehung. Sie bilden sich in der Scheibe aus Staub und Gas, von der junge Sterne umgeben sind. Dass ein Stern schwanger mit einem Planeten geht, erkennen Astronomen an einer Lücke, die der heranwachsende Planet in der protoplanetaren Scheibe hinterlässt. Weitaus schwieriger ist es, den Planeten selbst sichtbar zu machen. Zwar gab es in den letzten Jahren immer wieder Erfolgsmeldungen. Aber stets blieben Zweifel, ob der Protoplanet nicht durch Strukturen in der Scheibe vorgetäuscht werde. Mit dem Very Large Telescope in Chile haben Astronomen nun erneut einen Planeten in der Lücke einer protoplanetaren Scheibe entdeckt. Und diesmal sind sie sicher, dass es wirklich einer ist.

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Mars Is Closest to Earth Since 2003 This Month (There’s a Long Blood Moon Eclipse, Too)!

Image credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
While you’re getting ready to celebrate Independence Day with red, white and blue, get ready to see a lot of red in the sky in July. Mars will be at its brightest since 2003, and some skywatchers will be treated to a lengthy lunar eclipse as well.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The Red Planet is just about to reach the part of its orbit called opposition, where it is exactly opposite the sun in Earth’s sky. This year, it will also herald Earth’s closest view of Mars in 15 years. Earth and Mars orbit the sun at different distances. Since Earth is closer to the sun, it orbits faster than Mars. Once every two years (or thereabouts), the sun, Earth and Mars create a straight line with respect to each other — the opposition. [Mars Opposition 2018: What It Is & When to See It]

Opposition this year will happen on July 27, with the closest approach of Mars on 3:50 a.m. EDT (0750 GMT) on July 31. Mars will be bright in the sky — its brightest since 2003, when it came to its closest distance to Earth in nearly 60,000 years. In 2003, Mars was about 34.7 million miles (56 million kilometers) from Earth, according to NASA. This time, Mars will be 35.8 million miles (57.6 million km) away and will be 10 times brighter than usual.

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Bundesregierung will Maßnahmenpaket gegen Pflegenotstand

Die Bundesregierung will innerhalb eines Jahres ein Maßnahmenpaket zur Beseitigung des Pflegenotstands auf den Weg bringen. Dies kündigten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) in der „Bild am Sonntag“ an. „Wir werden bis zu 50.000 zusätzliche Pflegekräfte brauchen. Da werden wir auch im Ausland suchen müssen“, sagte Spahn. Besonders im Kosovo und in Albanien gebe es viele junge, ausgebildete Fachkräfte. „Dort ist die Pflegeausbildung häufig besser, als wir denken“.

evangelisch.de

Arbeitsminister Heil will dem Bericht zufolge die Löhne von Pflegekräften bis Mitte nächsten Jahres deutlich erhöhen. Ein großer Teil der Pflegekräfte arbeite ohne Tarifvertrag und verdiene wenig. Seine Aufgabe sei es, dass „wir jetzt binnen eines Jahres einen Flächentarifvertrag in der Pflege hinbekommen“, sagte Heil. Den werde er dann zügig für allgemeinverbindlich erklären. Der SPD-Politiker kritisierte zudem, dass erhebliches Pflegepotential verschenkt werde bei den Zuwanderern, die bereits in Deutschland lebten.

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Starkregen auf dem Mars?

Wie war das Klima des frühen Mars? Eine mögliche Antwort liefert nun die Form der Flussnetzwerke auf dem Roten Planeten. © NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ
Wechsel von Dürre und Sturzfluten? Die verzweigten Flusstäler auf dem Mars sind wahrscheinlich nicht durch Grundwasser oder lange bestehende Flüsse entstanden, sondern durch Starkegen und Sturzfluten. Denn wie eine Vermessung enthüllt, ähneln die Winkel ihrer Verzweigungen verblüffend denen von Flusstälern in irdischen Trockengebieten. Solche Verzweigungswinkel wiederum sind typisch für Flüsse, die sich bei Starkregen füllen, wie Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

scinexx

Wie viel Wasser gab es einst auf dem Mars? Über diese Frage streiten Planetenforscher bis heute. Denn einerseits zeugen Spuren alter Seen, verzweigter Flusstäler sowie abgelagerte Tonminerale davon, dass es auf dem Roten Planeten einst Wasser gab – vielleicht sogar einen ganzen Ozean. Andererseits gibt es auch Indizien dafür, dass das Klima selbst vor rund 3,7 Milliarden Jahren zu kalt und die Marsatmosphäre zu dünn war.

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