Archiv der Kategorie: Bildung

Wissenschaftler bedroht! Max-Planck-Institut stellt Affenversuche ein

Bild: asatue.blogsport.de

Ein Fernsehbericht zeigt einen blutverschmierten Affen, angeblich gefilmt in einem Max-Planck-Institut in Tübingen. Seitdem werden die Wissenschaftler der Primatenforschung bedroht – der Institutsdirektor zieht nun Konsequenzen.


FOCUS ONLINE

Der Direktor des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik will nach Drohungen und Beschimpfungen von vermeintlichen Tierschutzaktivisten in den vergangenen Monaten Konsequenzen ziehen.

Nach Angaben der Gesellschaft in München werde der Neurowissenschaftler Nikos Logothetis seine Primatenforschung abschließen und künftig nur noch mit Nagetieren arbeiten. „Das wird noch zwei, drei Jahre dauern, bis die Experimente abgeschlossen sind“, sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur.

weiterlesen

Helium bildet “unmögliches” Trio

Efimov-Trimer: Die Heliumatome sind extrem weit voneinander entfernt und bilden ein gleichschenkliges Dreieck. © Goethe Universität Frankfurt

Nach der klassischen Physik dürfte es sie nicht geben: Zum ersten Mal haben Forscher sogenannte Efimov-Trimere experimentell nachgewiesen. In diesem exotischen Zustand bilden Atome im angeregten Zustand Dreierpaare, die ungewöhnlich weit voneinander entfernt liegen – und eigentlich nicht stabil gebunden sein dürften. Dieser durch Quanteneffekte erzeugte Zustand war schon lange theoretisch postuliert, ließ sich aber bis jetzt nicht direkt nachweisen, so die Forscher im Fachmagazin “Science”.


scinexx

Unter gleichen Atomen sind Zweierpaare keine Besonderheit, sie finden sich beispielsweise als Sauerstoffmoleküle (O2) in unserer Atemluft. Anders sieht dies mit Dreier-Verbindungen aus: Sie stellen ein Dreikörperproblem dar, für das es in der Quantenphysik lange Zeit keine Lösung gab. 1970 dann postulierte der theoretische Physiker Vitaly Efimov ein Modell, nachdem drei gleiche Elementarteilchen im angeregten Zustand sogar eine unendliche Anzahl von gebundenen Zuständen einnehmen können.

Jenseits der klassischen Physik

Bei diesen Efimov-Trimeren reicht die Bindungsenergie gerade aus, um die Teilchen in großem Abstand lose aneinander zu binden, nicht aber, um zwei Atome enger zusammenzukoppeln. “Jede klassische Annahme, warum eine solche Struktur stabil bleiben sollte, versagt hier”, erklärt Seniorautor Reinhard Dörner vom Institut für Kernphysik der Goethe-Universität Frankfurt.

weiterlesen

Terror und Pegida: Gebt uns ein Feindbild!

Bild: Reuters

Bild: Reuters

Mit den Anschlägen von Paris ist der islamistische Terror endgültig im Bewusstsein der Europäer angekommen. Dabei kosteten die Attentate von Madrid (2004) und London (2005) mit 191 bzw. 52 Todesopfern weit mehr Menschen das Leben als die Morde vom 7. Januar 2015. Allerdings weisen Letztere zwei Spezifika auf: Zum einen richteten sie sich anders als die Bahn- oder U-Bahn-Anschläge oder auch als Nine Eleven nicht gegen eine völlig undefinierte Menge aus Angehörigen aller Nationen und Religionen.


Von Albrecht von Lucke|Blätter für deutsche und internationale Politik

Die Mörder von Paris töteten nicht wahllos, sondern gezielt: die „Gotteslästerer“ von „Charlie Hebdo“, Juden und Polizisten.[1] Damit entlarvt sich der fanatische Islamismus als die derzeit wohl radikalste Form dessen, was die Bielefelder Schule um Wilhelm Heitmeyer als „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ bezeichnet.[2]

Hinzu kommt ein Zweites: Anders als in den Nuller-Jahren treffen die Anschläge heute, in Folge der zahlreichen Krisen, auf hochgradig verunsicherte und gespaltene europäische Gesellschaften. Exemplarisch dafür ist die Lage in Frankreich. Während in Paris Millionen Menschen aus der Mittelschicht mit „Je suis Charlie“-Plakaten auf die Straße gingen, hielten sich die marginalisierten Muslime der Banlieues von den Demonstrationen ebenso fern wie der immer stärker werdende rechtsradikale Front National.

Deutschland ist von dieser (auch kolonialgeschichtlich) bedingten Erosion der Gesellschaft um Einiges entfernt. Umso mehr muss es beunruhigen, wie sehr sich auch hier mehr und mehr eine Spaltung des Landes abzeichnet – in jene, die die westliche, parlamentarische Demokratie und ihre offene Gesellschaft bejahen, und solche, die sie zunehmend ablehnen. Bei Letzteren kommt es zu einem erstaunlichen Zusammenspiel zwischen Islamisten und ihren radikalen Kritikern vom Schlage Pegidas. Damit wird deutlich: Als bloß soziales Problem sind beide Phänomene nicht hinreichend zu erklären.

weiterlesen

Junge Amerikaner trauen Medien nicht

Das Institut für Politik der Harvard University hat in einer Umfrage die Einstellung der jungen Menschen von 18-29 Jahren zu den Medien eruiert. Danach wäre die Einschätzung als “Lügenpresse”, wie hierzulande manche Kreise vornehmlich aus der rechten und ausländerfeindlichen Ecke ihnen nicht gefällige Medien titulieren, noch geradezu ein Lob. Die amerikanischen jungen Menschen sind zutiefst skeptisch.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Seit 15 Jahren werden von dem Institut die jungen Menschen über ihre politischen Haltungen befragt, wozu auch das Verhältnis zu den Medien gehört. Für die aktuelle Umfrage wurden 3.034 18-29-Jährige zwischen dem 18. März und dem 1. April befragt.

Nur 12 Prozent glauben, die Medien verdienen Vertrauen, weil sie das Richtige tun, 39 Prozent sagen hingegen, sie würden das niemals tun. Und nur 2 Prozent unter den 12 Prozent äußern ein natürlich auch weltfremdes Vertrauen in die Medien, dass sie immer das Richtige machen würden. Damit rangieren die Medien, wenn es denn überhaupt Sinn macht, solche pauschalen Einstellungen als sinnvoll zu erachten, ganz unten und noch hinter dem Kongress (17%) und der Wall Street (14%). 49 Prozent schenken den lokalen Polizeibehörden Vertrauen, mehr als der Bundesregierung (25%), den Vereinten Nationen oder dem Präsidenten (beide 37%) oder dem Obersten Gericht (42%). 56 Prozent haben Vertrauen in Wissenschaftler, die mit dem Militär (53%) ganz oben stehen.

Mag sein, dass deswegen 57 Prozent auch dafür wären, Bodentruppen zu schicken, um den Islamischen Staat zu bekämpfen. Offenbar steigt die Bereitschaft dafür, dass sich die USA stärker im Ausland engagieren. 35 Prozent sind dafür, dass die USA bei der Lösung internationaler Konflikte die Führung übernehmen soll, 10 Prozent als letztes Jahr. 61 Prozent wären dafür, dass die USA dies anderen Länder oder den Vereinten Nationen überlassen sollen, 13 Prozent weniger als 2014. Und 23 Prozent meinen, dass es manchmal notwendig sei, “potienziell feindliche Staaten anzugreifen, anstatt zu warten, bis man angegriffen wird, um zu reagieren”. Das sind 7 Prozent mehr als 2014, allerdings waren 2013 25 Prozent dieser Meinung.

Das Ansehen der Wissenschaftler schlägt sich darin nieder, dass 75 Prozent davon ausgehen, dass die Klimaerwärmung eine Tatsache ist, die überwiegend (55%) oder teilweise (20%) von Menschen verursacht wird. Nur 23 Prozent hängt der von Republikanern starke gemacht Skepsis an und sagt, die Klimaerwärmung sei noch nicht bewiesen.

weiterlesen

Hamburg: „Evolution“ nicht mehr Thema im Abitur

evolvefishlogo.gifNeben Genetik und Ökologie stand bei den Hamburger Abitur-Prüfungen in Biologie bisher auch das Thema Evolution auf dem Prüfungsplan. Doch das ändert sich ab 2017. In einem Brief an einen renommierten Wissenschaftler kritisieren die Schüler das und bitten ihn um Unterstützung.


Von Sandra Schäfer|Hamburger Morgenpost

Aus Sicht der Schüler gehört die Thematik zum bildungspolitischen Auftrag der Schule. Insbesondere die Einflussnahme religiöser Fundamentalisten auf gesellschaftliche Diskussionen sehen sie als einen Grund, unbedingt am Prüfungsthema festzuhalten.

weiterlesen

Slavoj Žižek: Hegelianischer als Hegel

Laut Slavoj Žižek die "Mutter aller Viererbanden": Kant, Fichte, Schelling und Hegel. Bild: PD

Laut Slavoj Žižek die “Mutter aller Viererbanden”: Kant, Fichte, Schelling und Hegel. Bild: PD

Der slowenische Philosoph, der kommende Woche am Wiener Burgtheater die Sigmund-Freud-Vorlesung hält, im Gespräch über sein neues Hegel-Buch und den globalen Kapitalismus


Interview | Ruth Renée Reif|derStandard.at

Standard: “Hegel im Schatten des dialektischen Materialismus” lautet der Untertitel Ihres neuen Buches. Sie unternehmen darin nicht nur den Versuch, Hegel aus diesem Schatten herauszuholen, sondern bekennen sich auch sehr entschieden zu ihm. Warum ausgerechnet zu Hegel?

Žižek: Ich plädiere sogar dafür, von Marx zu Hegel zurückzukehren. Unsere heutige Situation entspricht viel mehr der von Hegel als der von Marx. Denn Marx lebte in einer vorrevolutionären Zeit. Er erkannte die Widersprüche in der bestehenden Gesellschaft, und er sah in der kommunistischen Revolution eine Möglichkeit, diese zu lösen. Hegels Situation war dagegen eine nachrevolutionäre. Die Französische Revolution hatte stattgefunden. Und Hegel sah die zerstörerische Dimension des revolutionären Terrors.

Dennoch wollte er am emanzipatorischen Erbe festhalten. Ist das nicht unsere heutige Situation? Wir haben die alte kapitalistische Gesellschaft, die zunehmend selbstzerstörerisch wirkt. Und wir hatten im 20. Jahrhundert kommunistische Versuche, die schrecklich fehlschlugen und sich in Albtraum und Terror verwandelten. Damit ist unser Problem dasselbe wie das von Hegel: Wie können wir das Erbe des Kommunismus und der radikalen Emanzipation retten, ohne erneut in einen Terror zu geraten?

weiterlesen

Phyletisches Museum – Petersdom der Evolution

Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. barb.:bb

Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. bearb.:bb

Im Foyer des Phyletischen Museums zu Jena begrüßt ein wuchtiges Männchen, dem man ob seines muskulösen Körperbaus und starker Behaarung in freier Wildbahn nicht begegnen möchte, hinter Glas.


Von Wolfgang Hirsch|Thüringische Landeszeitung

„Ja, aber!“ ruft Professor Martin Fischer – und zwar von der anderen Seite, „das ist kein gewöhnlicher Gorilla. Lesen Sie doch mal das Schild!“ Tatsächlich klärt sich prompt auf, dass Ernst Haeckels Tochter das stolze Tierpräparat anno 1909 in Hamburg erworben und dem Vater zum 75. Geburtstag geschenkt hat. Da wissen Kundige sofort, wo sie sind: in einem einzigartigen Museum, das die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten veranschaulicht, und zugleich an wissenschaftshistorischer Stätte.

Denn Ernst Haeckel (1834-1919) persönlich, die Nummer Zwei in seiner damals sehr jungen und heftig umstrittenen Disziplin nach Charles Darwin, hat das Haus den Jenaern gestiftet, um seine sensationelle Abstammungslehre in allgemeiner Anschaulichkeit zu etablieren. Fischer indes, Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie an der Universität Jena und zugleich Museumsdirektor, geht noch einen Schritt zurück: Er bittet wieder hinaus vor die Tür des schmucken Jugendstilbaus und deutet auf die Fußabdrücke im Zementbett eines flachen Brunnens: „Abgüsse aus Tansania“, liest er eine der Spuren. „etwa 3,5 Millionen Jahre alt.“ Die haben uns Ahnen namens Australopithecus hinterlassen, die lange vor jenem Homo sapiens auftraten, der sich mit seinem Kind gleich daneben verewigt hat.

Wie ungeheuerlich solche – durch Grabungsfunde und Gen-Analysen inzwischen längst bestätigten – Theorien zu Zeiten Darwins und Haeckels waren, weil sie eine wörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte in der Bibel un­terlaufen, ahnen wir heute noch, wenn wir etwa mit evangelikalen Fundamentalisten darüber debattieren. Ernst Haeckel indes hielt sich selbst für eine Reinkarnation Goethes und verstieg sich derart in esoterische Weltanschauungen, dass er sich 1906 in Rom vom Monistenbund zum Gegenpapst krönen ließ. Das Jenaer Museum wäre somit gleichsam sein Pe­tersdom gewesen, erzählt Martin Fischer mit Schmunzeln.

weiterlesen

Der “wohl im letzten Moment vereitelten Terroranschlag in Hessen”

Oslo 22.07.2011. Themenbild

Oslo 22.07.2011. Themenbild

Die kritische Distanz im Journalismus schwindet, die FAZ hat erneut dafür ein peinliches Exempel statuiert


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Mitunter könnte einen der Verdacht beschleichen, dass angesichts der Nöte der Bundesregierung bis hinauf zur Kanzlerin angesichts immer neuer Enthüllungen über die Arbeit des BND und des Kuschelns mit der NSA, ein Fall höchster terroristischer Bedrohung gerade recht käme. Die Festnahme des türkischstämmigen Paars in Oberursel war Donnerstagnacht vor dem Internationalen Radrennen “Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn” festgenommen worden, weil die Polizei vermutete, dass womöglich ein Anschlag wie in Boston auf die Marathonläufer geplant gewesen sein könnte.

Das Radrennen wurde trotz der Festnahme abgesagt, einige hundert Radfahrer ließen es sich trotzdem nicht nehmen, am 1. Mai demonstrativ die Räder zu besteigen. Die Geste richtete sich gegen mögliche Islamisten, dass man sich nicht vor Angst zurückzieht, aber auch gegen die Behörden, die möglicherweise mit dem Verbot – nicht mit der Festnahme – überreagiert haben.

Das LKA Hessen teilte am 1. Mai mit, dass “die hessische Polizei mit der Unterstützung des BKA und anderer Sicherheitsbehörden weiter mit hoher Intensität und Sorgfalt an der Klärung der Hintergründe und der Motivation für den geplanten Anschlag” arbeite und suggerierte damit auch erneut, dass ein Anschlag auf das Radrennen geplant gewesen sei. Allerdings erklärte die Polizei bereits zur Festnahme: “Ein geplantes mögliches Anschlagsziel ist derzeit nicht bekannt.” Daran scheint sich auch nichts geändert zu haben.

weiterlesen

Physik für echte Männer

Martin Apolin Physik für echte Männer Illustrationen: Mandy Fischer Verlag: Ecowin, Salzburg 2015 ISBN: 9783711000705 22,90 €

Martin Apolin
Physik für echte Männer
Illustrationen: Mandy Fischer
Verlag: Ecowin, Salzburg 2015
ISBN: 9783711000705
22,90 €

Wenn im Physikunterricht von “Fliehkraft” oder “Massenschwerpunkt” die Rede ist, schalten viele Schüler ab. Fragt man stattdessen “Wie fährt man mit einem Rad durch einen Looping?” oder “Wie kann man Besteck schweben lassen?”, dürften die meisten aufhorchen.


Von Maria Lubs|Spektrum.de

Genau das tut Physiklehrer Martin Apolin im vorliegenden Werk. Er nimmt seine Leser mit in ein imaginäres Klassenzimmer und rollt den Stoff einmal ganz anders auf als sonst. Unlängst machte er schon mit seinem Buch “Mach das! Die ultimative Physik des Abnehmens” (2014) auf sich aufmerksam.

Apolin interessiert sich für Star Trek, Autos, elektrische und mechanische Basteleien. Entsprechend hat er die Themen des vorliegenden Bands zusammengestellt. Da erfährt man etwa, wie man Mobiltelefone ohne Steckdose aufladen kann, was eine Teebeutelrakete ist und wie Laserpistole und Lichtschwert funktionieren. Heraus kommt “Physik für echte Männer” oder auch, je nach Perspektive, für neugierige Kindsköpfe (was “echte Frauen” einschließt).

weiterlesen

Die Verklärung der Arbeit durch Religion und Staat

Fleiß war gestern – heute engagiert man sich. picture alliance

Auch Arbeit und Freizeit unterliegen einem kulturellen Wandel. Die Grenzen verschieben sich, Arbeit wird total. Plädoyer für eine Rückbesinnung zu echter freier Zeit


Von Alexander Grau|Cicero

Zur Arbeit hat der Deutsche ja ein ziemlich zwiespältiges Verhältnis. Einerseits gilt sie hierzulande immer noch als etwas nahezu Heiliges, als etwas, dass aus einem Menschen erst einen Menschen macht, dass seinem Leben Sinn und Inhalt verleiht. Nicht wenige sind geradezu stolz darauf, bis 22 Uhr im Büro zu sitzen und eine 70 Stundenwoche zu haben. Mindestens.

Andererseits: Nichts ist den Deutschen so wichtig wie ihre Freizeit, also die freie, die arbeitsfreie Zeit. Gelungene Freizeitgestaltung, ausgedehnte Fernreisen, zeitaufwendige Hobbys genießen ein enormes Sozialprestige. Und glaubt man den Selbstdarstellungen beim Partysmalltalk oder an den Nachbartischen im Café, so scheint Arbeit für viele Landsleute lediglich ein Intermezzo zu sein, das den Thailandurlaub von der Brasilienreise und dem Trip in die USA trennt.

Fleiß, Sauberkeit und Ordnung

Dennoch gilt Fleiß, neben Sauberkeit und Ordnung, immer noch als deutsche Kardinaltugend – nicht nur im Ausland. Allerdings unterliegt auch das Arbeitsethos einem kulturellen Wandel. Und deshalb ist der postmoderne deutsche Mitarbeiter nicht mehr fleißig im altväterlichen Sinne, sondern „bringt sich ein“ und ist „engagiert“.

weiterlesen

New Demo of Microsoft HoloLens Unveils the Future of Holographic Computing

Image: Serious Wonder

What happens when you combine holographic technology with augmented reality and the Internet of Things (IoT)? Well, it would appear that you’ll soon be getting a hands-on experience of just that, all thanks to the Microsoft HoloLens.


By B.J. Murphy|SERIOUS WONDER

At the Build Developers Conference, Microsoft had unveiled the HoloLens and shocked the world on just how far we’ve come in developing legitimate, functional augmented reality and holographic computing.

Below we’ve provided two videos of the event, in which Microsoft reveals some of the more exciting features HoloLens will acquire for your personal entertainment.

read more

Erasmus von Rotterdam: Ein “Lob der Torheit” für die Erneuerung des Glaubens

Erasmus von Rotterdam – hier in einem Gemälde von Hans Holbein der Jüngere

Mit seiner Schrift “Lob der Torheit” eckte der Humanist Erasmus von Rotterdam bei vielen seiner Zeitgenossen an, die Kirche setzte sie später sogar auf den Index. Zu offen wandte er sich gegen die weltlichen Auswüchse von Religion und Kirche. Den reformatorischen Geist der Schrift erkannte auch Martin Luther nicht.


Von Astrid Nettling|Deutschlandfunk

“Als ich vor einiger Zeit von Italien wieder nach England zog, wollte ich die langen Stunden, die im Sattel zu verbringen waren, nicht alle mit banaler Unterhaltung totgeschlagen haben. Da kam es mir in den Sinn, eine Lobrede auf die Moria, wie die Griechen sagen, auf die Torheit zu verfertigen. Vor allem verdanke ich die Idee deinem Namen, mein lieber Thomas Morus, der dem Namen der Moria gerade so ähnlich ist, wie du selbst ihrem Wesen unähnlich bist.”

Im Sommer des Jahres 1509 überquert der knapp vierzigjährige Erasmus von Rotterdam die Alpenpässe gen Norden. Hinter ihm liegt ein dreijähriger Italienaufenthalt – liegen die Promotion zum Doktor der Theologie, die Vertiefung seiner Kenntnisse der alten Sprachen, vor allem des Griechischen, sowie die erweiterte Neuauflage der “Adagia”, seiner Sammlung und Kommentierung antiker Sprichwörter, Redewendungen und Redensarten. Hinter ihm liegt ebenso die Erfahrung, mit welch unbeschreiblicher Prunksucht, Selbstherrlichkeit und weltlichem Machtwahn dort die Kirche regiert und die Frömmigkeit pervertiert wird – Auswüchse, die er “magno cum gemitu”, mit großem Seufzen, zur Kenntnis nimmt.

weiterlesen

Atheist mom gets death threats over school Bible complaints — but Christians claim they’re the victims

Skeptical woman (Shutterstock)

An Oklahoma woman said she plans to move after receiving threats from other parents because her complaints ended a public school Bible giveaway.


By Travis Gettys|Raw Story

The woman contacted the American Humanist Association last month after her son told her his third-grade teacher surprised students at Woodrow Wilson Elementary School by handing out the Bible in class, reported the Friendly Atheist blog.

The boy said teacher Erica Mackey placed the Bibles on her desk, and he felt pressured to walk up and take one after most of his classmates did.

His mother, identified only as Lea, contacted the atheist organization’s legal representatives, who notified Duncan Public Schools that the passive distribution violated the separation of church and state.

A Satanic Temple chapter asked permission to distribute materials, and the school district said it would end Bible handouts for elementary students.

read more

Allein unter Antisemiten

Mit dem Jüdischsein offen umgehen: für Lehrerinnen und Lehrer an Schulen hierzulande keine Selbstverständlichkeit. (picture-alliance / dpa / Britta Pedersen)

Antijüdische Beleidigungen: An Schulen mit hohem Migrantenanteil gehören sie zum Umgangston. Viele Lehrer hören bei den Beschimpfungen weg, doch einige der Pädagogen können sie nicht einfach ignorieren – weil sie jüdisch sind.


Von Jens Rosbach|Deutschlandradio Kultur

Typische Entgleisungen von türkisch- und arabischstämmigen Schülern in einem Berliner Problemkiez:

“Also ich, ich kann überhaupt keine Juden leiden; egal, ob sie nett sind oder nicht nett sind; die sind einfach dreckig irgendwie.” / “Ihnen gehört Marlboro, diese ganzen Zigaretten. Ihnen gehört McDonalds, den Juden gehört fast alles.” / “Wenn ein Jude unsere Schule betritt, er wird dann, glaub ich, kaputtgeschlagen oder so; ich würde ihn auch kaputtschlagen. (Lacht) Juden sind Schwänze!” / “Ganz ehrlich – ich fick alle Juden! (Lachen)”

Pädagogen wissen: In Schulen mit einem hohem Migrantenanteil ist das Wort “Jude” mittlerweile ein gängiges Schimpfwort. Das bekommt auch Jael, eine jüdische Lehrerin aus Norddeutschland, täglich zu hören. Die 43-Jährige, die anonym bleiben möchte, unterrichtet an einer Gesamtschule:

weiterlesen

Gendertheorie: Pseudowissenschaft und ihre Konsequenzen

Bild: FB

Bild: FB

Beim Humanistischen Pressedienst(hpd) konnte man vor einigen Tagen einen Artikel über Kreationismus lesen. Geschrieben von Prof. Dr. Ulrich Kutschera. Der Inhalt des Artikel, grob skizziert, die deutsche Anti-Darwin-Bewegung und der mit ihr geistesverwandte Genderismus.
Als Begründung für die Zensur schreibt Kutschera auf der Webseite der evolutionsbiologen.de:

[…] haben sich Humanisten, die der Genderismus-Ideologie nahestehen beschwert, und diesen Beitrag als nicht der hpd-Linie entsprechend kritisiert. Die Redaktion hat sich daraufhin entschlossen, die Publikation des kontroversen Artikels rückgängig zu machen […].

Hier nun der Artikel im originalen Wortlaut:

STANFORD, CA, USA (hpd). Vor zwei Monaten (Freitag, 13. Februar 2015) fand auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, Kalifornien (USA) ein Symposium zum Thema „Creationism in Europe“ statt. Hierbei wurde neben der deutschen Anti-Darwin-Bewegung auch der damit geistesverwandte Genderismus thematisiert.

Die 1848 gegründete „American Association for the Advancement of Science (AAAS)“ veranstaltet ein jährliches, internationales Wissenschaftlertreffen (Annual Meeting), das jeweils in einer größeren Stadt durchgeführt wird und bis zu 2000 Redner umfasst. Bereits 2007 wurde auf dem AAAS Annual Meeting in San Francisco, CA, das Thema „Is Anti-Evolutionism spreading in Europe?“ diskutiert, wobei mir damals die Aufgabe übertragen worden war, über die deutsche Anti-Evo-Bewegung zu referieren. In einer anschließenden Pressekonferenz wurden die „Invited Speakers“ gebeten, Vorschläge zur Eindämmung der wissenschaftsfeindlichen Kreationisten-Propaganda zu unterbreiten. Meine Anregung, den Begriff „Darwinismus“ durch „Evolutionsbiologie“ zu ersetzen, wurde positiv aufgenommen und in einem 2008-Science-Artikel vertiefend begründet.

Im „Weismann-Jahr 2014“ wurde von den Organisatoren des AAAS Annual Meeting 2015 ein Symposium zum Thema „Creationism in Europe“ durchgeführt, bei dem auch das mit dem deutschen Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie kooperierende US National Center for Science Education (Oakland, CA) beteiligt war. Die von zahlreichen Journalisten besuchte Vortragsveranstaltung führte zu einer lebhaften Diskussion, wobei die Information, dass die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen (Sg. W+W), über ihr Mitglied Prof. Siegfried Scherer, die universitäre Webpage der TU München benutzt, um die pseudowissenschaftliche „Grundtypen-Biologie“ zu bewerben, mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. In einem am 7. April von der US-Journalistin Nala Rogers (Science Communication Program, UC Santa Cruz, CA) publizierten Interview mit dem Titel „Ulrich Kutschera, evolutionary biologist“ sind u. a. Details zur kreationistischen Unterwanderung des deutschen Biologieunterrichts dargelegt.

In der nur informell geführten Diskussion zum „Genderismus in Europa“ wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das „soziale Geschlecht“ des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als „gesellschaftliches Konstrukt“ interpretiert werden kann. Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden: „Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie“.

Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus.

Atemnot im offenen Atlantik

Die Todeszonen im tropischen Nordatlantik ähneln diesem vom Terra-Satelliten im Jahr 2011 fotografierten Wirbel (links im Bild). © Die Todeszonen im tropischen Nordatlantik ähneln diesem vom Terra-Satelliten im Jahr 2011 fotografierten Wirbel (links im Bild).

Kein Sauerstoff zum Atmen: Auch im offenen Atlantik gibt es nahezu sauerstofffreie Zonen. Sie liegen im Zentrum riesiger Strömungswirbel, wie ein internationales Forscherteam nun entdeckt hat. Solche “Todeszonen” waren bislang nur vom Grund von Binnenmeeren wie der Ostsee bekannt – nahe der Oberfläche des tropischen Atlantik sind sie eine Überraschung. Wie die Regionen ohne Sauerstoff entstehen, beschreiben die Forscher im Fachjournal “Biogeosciences”.


scinexx

Sauerstoff ist für die meisten Lebewesen auf unserem Planeten eine der Grundvoraussetzungen zum Überleben. Das gilt auch für Fische, die den im Wasser gelösten Sauerstoff aufnehmen. Wasser verhält sich jedoch anders als die Luft, die uns umgibt: Verschiedene Wasserschichten mit unterschiedlicher Temperatur und verschiedenem Sauerstoffgehalt vermischen sich oft nicht, sondern bleiben stabil geschichtet. Zudem trägt die Aktivität von Mikroorganismen zur Sauerstoffzehrung bei. In den tieferen Regionen der Ostsee, aber auch im Golf von Mexico kommt es dadurch zu sogenannten Todeszonen. Das Wasser am Grund ist so sauerstoffarm, dass außer einigen Mikroorganismen nichts mehr dort lebt.

Überraschung im tropischen Atlantik

Auch an den östlichen Rändern der tropischen Meere erstrecken sich in einigen hundert Metern Wassertiefe weite Gebiete, in denen deutlich niedrigere Sauerstoffkonzentrationen zu finden sind. In diesen sogenannten Sauerstoffminimumzonen (SMZ) ist die Konzentration war niedrig, reicht aber für die meisten Meeresbewohner völlig aus.

weiterlesen

“Säulen der Schöpfung” in 3D

Aus dem Spektrum der “Säulen der Schöpfung” ermittelten die Astronomen deren dreidimensionalen Aufbau. © ESO

Vier statt drei: Astronomen haben erstmals die dreidimensionale Struktur der berühmten Staubsäulen im Adlernebel entschlüsselt. Wie sich zeigte, bestehen die “Säulen der Schöpfung” in Wirklichkeit aus vier getrennten Formationen statt drei. Die mehrere Lichtjahre langen Staubtürme sind zudem auf uns zu und von uns weg geneigt. Und noch etwas ergab die Studie: in drei Millionen Jahren wird die berühmte Formation komplett verschwunden sein.


scinexx

Die “Pillars of Creation” im Adlernebel gehören zu den bekanntesten Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble. Sie zeigen gewaltige, mehre Lichtjahre hohe Säulen aus Staub und leuchtenden Gasen in einer rund 7.000 Lichtjahre entfernten Sternenwiege im Adlernebel M16. Solche Säulen bilden sich, wenn die intensive UV-Strahlung und der starke Sternenwind junger, blauweißer Sterne ihre Umgebung durchrasen. Weniger dichtes Material wird dabei einfach weggeblasen.

Nur besonders dichte Klumpen von Gas und Staub können der erodierenden Wirkung dieser Strahlung widerstehen. Hinter ihnen bildet sich wie ein langer Schatten eine Zone, in der auch dünneres Gas und Staub das Bombardement überstehen. Solche Zonen im Windschatten dichterer Klumpen sind auch die berühmten “Säulen der Schöpfung”.

weiterlesen

Die Arche Noah im Ewigen Eis

fotos: landbruks- og matdepartementet / matthias heyde Von außen ist nur das Eingangsportal in den Samentresor sichtbar, das von der Norwegerin Jenny-Marie Johnson entworfen wurde

In Svalbard, weit im Norden Norwegens, liegt der externe Speicher für die globale Nutzpflanzenvielfalt.


Von Bianca Blei|derStandard.at

In jedem Krieg werden natürliche Ressourcen unwiederbringlich vernichtet. Mehr als 115.000 Samen wurden daher vor den Kämpfen in der syrischen Stadt Aleppo in Sicherheit gebracht. Im ewigen Eis im norwegischen Spitzbergen werden sie nun tief im Berg beschützt. Die Samen stammen von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die in der Genbank von Syrien nicht mehr sicher waren und womöglich für immer verloren gewesen wären, würde es nicht den weltweiten Saatguttresor in Svalbard geben.

“In Svalbard erhalten wir die Diversität unserer Nutzpflanzen für künftige Generationen”, sagt Grethe-Helene Evjen, Projektleiterin im norwegischen Ministerium für Landwirtschaft und Nahrungsmittel. Bereits in den 1980er-Jahren entwickelten Wissenschafter an der “Nordischen Genbank”, die für alle skandinavischen Länder zuständig ist, die Idee einer “externen Festplatte” für ihre Lagerbestände. Internationale Gremien favorisierten von Anfang an den Standort Norwegen.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats April 2015

Dodo des Monats April 2015

Dodo des Monats April 2015

Der Monat April fing ja gleich mit österlicher Jesus-Besoffenheit, masochistisches Ertragen der Todesstunde am Kreuz, und der Eiersuche, nein nicht die von Jesus natürlich, statt. Immerhin kann die imaginäre Person der Menschheitsgeschichte von sich behaupten existent wie ein Einhorn zu sein. Die existieren auch nur in den Köpfen mancher Menschen.
Flüchtlingsdebatte, Sterbehilfe, aus humanistischer Sicht sind Abgründe erkennbar. Pfaffen meinen Politik machen zu können, Verantwortung wollen sie aber nicht übernehmen, dass macht das Scheitern von praktischer Politik so angenehm, der Politiker scheitert, der Pfaffe lehnt sich zurück, verantwortungslos bis zum sedierten Sterben. Eloquente Großmäuligkeit.

Hier sind die Kandidaten:

  1. Daniel Böcking, “liebt Gott mehr als die BLIND-Zeitung. In der Liebesdarstellung hat er Schwächen.”
  2. Gesche Joost, “will mehr Religions-Spam im Internet.
  3. Bodo Ramelow, “will Christi Himmelfahrt als stillen Feiertag.”
  4. Peter Hahne, “mit unmenschlichem Willen für die Verdummung seiner Anhänger.”
  5. Josef Haslinger, “ hält nicht viel von Meinungsfreiheit.”
  6. Regierung Österreich, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  7. Hedwig von Beverfoerde, “Gott im Kopf, kein Platz für Humor.”
  8. Papst Franz, “die kirchliche Form der Ehe von Gott gewollt.”
  9. Thomas de Maiziére, “bigotte Flüchtlingspolitik.”
  10. Frank-Walter Steinmeier, “groteskes über den Holocaust.”
  11. Heinrich Mussinghoff, “will Beihilfe zum organisierten Suizid kriminalisieren.”
  12. Katrin Göring-Eckardt, “protestantische Arroganz bis zum get no.”
  13. Gerhard Ludwig Müller, “ und schon spricht man vom Fetozid.”
  14. Heinrich Bedford-Strohm, “im Gotteswahn.”
  15. Margot Käßmann, ” warnt vor der Verrohung der Gesellschaft.”
  16. Bundeskriminalamt, “bildet die Folterknechte der ägyptischen Polizei aus.”
  17. Robert Spaemann, “schwadroniert über Sterbehilfe, Euthanasie.”
  18. Wolfgang Brandstetter, “will unbedingt religiöse Lehren schützen.”
  19. Gerd Müller, “will mit abendländischen Werten religiöse Konflikte bekämpfen.”
  20. Joachim Herrmann, “Datenspeicherung zur Bekämpfung von Pädophilen-Netzwerke, nicht gegen den Terror.”
  21. Guido Wolf, “empfiehlt sich als Kanzlerkandidat, kennt den homophoben Schöpfungsplan seines Gottes.”

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2015, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird hier, am 08. Mai, gewürdigt werden. Viel Spaß.

Weiterlesen

„Eine Ohrfeige hat noch nie geschadet“

Bild: WAZ

Bild: WAZ

Kinder zur Bestrafung zu schlagen, wurde in Deutschland vor 15 Jahren gesetzlich verboten. Dennoch werden Kinder weiterhin auch körperlich gezüchtigt. 48 Prozent der Bundesbürger halten eine Ohrfeige für zulässig.


FOCUS ONLINE

  • Mehr als zwei Drittel der Eltern in Deutschland führen Schläge auf gelegentliche Hilflosigkeit und Stress zurück.
  • Der Deutsche Kinderschutzbund fordert am Tag für gewaltfreie Erziehung, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

Kinder in Deutschland haben seit 15 Jahren ein gesetzlich verankertes Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. Darauf macht Kinderschutzbund am Tag für gewaltfreie Erziehung am 30. April aufmerksam. Die Organisation zur Beendigung körperlicher Gewalt gegen Kinder EPOCH (End Physical Punishment of Children) initiierte den Tag 1998 in den USA.

weiterlesen