Archiv der Kategorie: Bildung

Von Könner bis Quacksalber

Ruben Pfizenmaier (Hg.) Auf dem Markt der Experten Illustrationen von Malte Grabsch Verlag: Edition Büchergilde, Frankfurt M. 2016 ISBN: 9783864060649
Ruben Pfizenmaier (Hg.)
Auf dem Markt der Experten
Illustrationen von Malte Grabsch
Verlag: Edition Büchergilde, Frankfurt M. 2016
ISBN: 9783864060649

Experten sind anscheinend allgegenwärtig. Kaum eine Nachrichtensendung, Talkshow, Sportübertragung oder Dokumentation, in der nicht Terrorismus-, Wirtschafts-, Börsen- oder Sportfachleute zu Wort kommen.

Von Martin Schneider | Spektrum.de

Sie erklären Hintergründe, Zusammenhänge und wagen Prognosen. Fitness-, Ernährungs- und Glücksexperten raten uns, wie wir unser persönliches Wohlbefinden steigern können. Die Medien geben ihnen gern ein Podium und beeinflussen damit die Meinungen der Bürger. Doch wer kommt hier eigentlich zu Wort, wer erhält das Etikett „Experte“? Benötigen wir solche Menschen wirklich, oder spiegelt ihre Präsenz unsere Überforderung in einer immer komplexer werdenden Welt?

Diesen Fragen geht das vorliegende Buch nach. Es entstand in einer Kooperation des Verlags mit dem Studiengang für Angewandte Literaturwissenschaft der FU Berlin und versammelt 16 Beiträge. Die Autoren stammen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Journalismus, Philosophie, Politikwissenschaft oder Verlagswesen. Seltsamerweise haben es nur 15 Beiträge ins Inhaltsverzeichnis geschafft – der 16., ein Text über Expertentum im Fußball, wurde offensichtlich übersehen.

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LHC Cern: Wiesel gegen 66KV-Transformator

Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN
Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN
  • Ein Wiesel hat am Kernforschungszentrum Cern einen Kurzschluss verursacht.
  • Durch den Stromausfall musste der weltgrößte Teilchenbeschleuniger LHC seinen Betrieb einstellen.
  • Das Tier ist tot – der LHC in Reparatur.

Süddeutsche.de

Ein Wiesel hat im Europäischen Kernforschungszentrum Cern nahe Genf eine der komplexesten Maschinen der Welt außer Gefecht gesetzt. Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) habe seinen Betrieb eingestellt, nachdem das Tier am Freitag für einen Stromausfall gesorgt habe, sagte Cern-Sprecher Arnaud Marsollier.

Der Wiesel sei an einen 66-Kilovolt-Transformator geraten und habe dadurch einen Kurzschluss ausgelöst. Der Wiesel ist tot – und nur noch wenig von ihm übrig, sagte Cern-Sprecher Arnaud Marsollier dem Rundfunksender BBC.

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Warum alle Religionen Ideologien sind

Für Religionsvertreter sind Religion natürlich keine Ideologien, sondern irgendetwas Höheres. picture alliance
Nach den islamkritischen Aussagen der AfD wurde viel über die Grenze zwischen Religion und Ideologie diskutiert. Dabei besteht da kein Unterschied. Alle Religionen versuchen, das Handeln von Menschen steuern und damit in die Gesellschaft einzugreifen

Von Alexander Grau | Cicero

In Deutschland gibt es über Parteigrenzen hinweg einen unumstößlichen Grundkonsens. Er lautet: Religionen sind keine Ideologien. Und wer Religionen ideologisiert, missbraucht sie. Da ist man sich einig, von der AfD bis zu den Grünen.

Gestritten wird lediglich darüber, als was nun der Islam zu gelten hat. Ist er eine Ideologie oder eine Religion? Oder vielleicht eine Religion, die von manchen als Ideologie missbraucht wird?

Dass auch Religionen Ideologien sein könnten, politische noch dazu, scheint geradezu ausgeschlossen. – Wenn die ganze Debatte nicht so erschütternd wäre, könnte man anfangen zu lachen.

Ideologien sind immer politisch

Denn natürlich sind Religionen Ideologien. Alle. Ohne Ausnahme. Was sollten sie bitteschön sonst sein?

Schauen wir kurz auf den Begriff „Ideologie“: Ohne die Ideologiedebatte der letzten zweihundert Jahre langatmig zu rekapitulieren, kann man vielleicht sagen: Eine Ideologie ist ein System von Überzeugungen (Ideen), deren Wahrheitsanspruch sich jeder Überprüfung entzieht. Ideologen erheben Aussagen, die bestenfalls subjektive Gültigkeit haben können, zu objektiven und allgemeingültigen Tatsachen. In der Regel handelt es sich dabei um Werte oder Normen.

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Kanada: Suizidserie in Indianerreservat

foto: reuters / chris wattie Bewohner von Attawapiskat nehmen an einer Mahnwache teil. In den vergangenen Monaten kam es dort zu zahlreichen Suizidversuchen.
Der Häuptling in Attawapiskat erklärt den Notstand und wirft so ein Schlaglicht auf die schlechte Lage der Ureinwohner

Von Bernadette Calonego | derStandard.at

Im isolierten kanadischen Indianerreservat Attawapiskat werden die Menschen von Suizidwünschen heimgesucht, als ginge ein tödliches Virus um. Am 11. April entdeckte der Stammesrat einen entsprechenden Pakt zwischen zwanzig Bewohnern des Reservats, darunter dreizehn Kinder. Sie hatten sich auf Facebook abgesprochen. Nur zwei Tage zuvor hatten sich elf Stammesmitglieder in der entlegenen Siedlung im Norden der Provinz Ontario umzubringen versucht. Daraufhin erklärte Häuptling Bruce Shisheesh den Notstand für sein Reservat. „Attawapiskat braucht Hilfe“, sagte er Politikern und Journalisten.

Seit vergangenem September hat es in dem isolierten Dorf Attawapiskat rund hundert Suizidversuche gegeben. Das jüngste Opfer unter den rund 1500 Bewohnern war elf Jahre alt, das älteste 71.

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Konservative Bildung: Kein Sport in der Bibel

Gebet und Glaube im Spitzensport

Die Pfingstlergemeinde im Landkreis Cloppenburg hat eine Schule ohne Sexualkunde und Sport beantragt. Manche deuten das als Abschottungsversuch

Von Petra Schellen | taz.de

Molbergens Stadtväter sind müde. Sie wollen weder zitiert noch mit Namen genannt werden, wenn die Rede auf diese neue Schule kommt. Schlechte Erfahrungen hätten sie gemacht, sagen sie verhuscht am Telefon, die Presse sehe immer nur das Negative, wolle den Landkreis Cloppenburg, zu dem Molbergen gehört, schlecht machen. Kein Mensch wisse, warum.

Schlecht machen? Eigentlich geht es um eine formaljuristisch unscheinbare, fast unspektakuläre Geschichte: Die evangelikale Freie Evangeliums-Christengemeinde Molbergen hat im September 2015 bei der niedersächsischen Landesschulbehörde einen Antrag auf Genehmigung einer Grundschule in freier Trägerschaft eingereicht. Träger sollte ein eigens gegründeter Verein sein, Start zum Schuljahr 2016/17.

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Aufklärung macht Arbeit

Vor dreißig Jahren erschien in Frankreich der bahnbrechende Essay „Die Niederlage des Denkens“. Darin warnte der Philosoph Alain Finkielkraut vor einer Nationalisierung der Werte und warb für mehr Universalismus. Eine Wiedervorlage zur Flüchtlingskrise

Von Tilman Krause | DIE WELT

Wo einer herkommt, ist natürlich immer interessant. Aber wo einer hingeht, kann auch ganz aufschlussreich sein. Wenn er denn hingeht, weggeht. Wenn er sich aus vorbewussten Prägungen befreit. Wenn er denn das Unwissen oder um mit Kant zu sprechen: die Unmündigkeit hinter sich lässt und zu einem autonomen Individuum wird. Denn das ist ja beileibe nicht selbstverständlich.

Vieles hindert einen heute an dieser Arbeit am eigenen Ich. Die Macht der Religionen oder antidemokratische Regime spielen dabei zumindest in unseren Breiten keine übermäßig große Rolle mehr. Aber auch die Spaßgesellschaft setzt andere Prioritäten und legt vor allem darauf Wert, dass wir konsumieren. Und das turbokapitalistische Zeitalter der Globalisierung, in das wir eingetreten sind, bevorzugt ebenfalls ein Menschenbild, in dem das autonome Individuum, um es vorsichtig zu sagen, nicht geradezu ein Wunschkind darstellt. Mobilität und Verfügbarkeit sind wichtiger.

Gegner des Autonomiepostulats können sich dabei auf allerhand antiaufklärerische Strömungen berufen, die bisweilen weit in die Geschichte zurückgehen. Sie zu kennen, kann daher nicht von Nachteil sein, wenn man Werte wie Freiheit, Vernunft, Gerechtigkeit auf seine Fahnen schreibt.

Das mag sich auch Alain Finkielkraut gedacht haben, als er vor dreißig Jahren seinem französischen Publikum mit der Studie „Die Niederlage des Denkens“ eine geistesgeschichtliche Spurensuche vorlegte, die sich gewaschen hatte. Gewaschen deshalb, weil sich der Autor, der schon damals zu den bekanntesten „neuen Philosophen“ zählte, die seit Ende der Siebzigerjahre die marxistischen Meisterdenker abzulösen begannen, sich mit so ziemlich allen damals in Kurs stehenden publizistischen Lagern anlegte.

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Flüchtlinge erhalten Eignungstest für Hochschulen gratis

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) will den Hochschulzugang für Flüchtlinge erleichtern.

evangelisch.de

Studierwillige Asylsuchende sollen künftig kostenfrei einen notwendigen Eignungstest ablegen können, teilten das Bundesforschungsministerium und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit. Der sogenannte „Test für ausländische Studierende“ (TestAS) wird von den meisten deutschen Hochschulen als Zugangsvoraussetzung verlangt. Es kostet pro Person etwa 70 Euro. Der DAAD will aus Ministeriumsmitteln diese Gebühr für Flüchtlinge finanzieren.

Rätsel um kosmisches „Geisterteilchen“ gelöst?

Ausbruch eines aktiven Galaxienkerns: Bei einem solchen Ereignis könnte auch das Neutrino „Big Bird“ entstanden sein. © NASA
Astronomen ist es gelungen, die Herkunft eines kosmischen Neutrinos aufzuklären – zum ersten Mal überhaupt. Denn bisher war die Quelle dieser extrem energiereichen „Geisterteilchen“ unbekannt. Jetzt scheint das Rätsel gelöst. Denn das im Dezember 2012 registrierte Neutrino „Big Bird“ entstand offenbar bei einem dramatischen Ausbruch in einer fernen aktiven Galaxie, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

scinexx

Neutrinos sind die schnellsten, leichtesten und kontaktscheuesten unter den Elementarteilchen, denn sie gehen nur äußerst selten eine Wechselwirkung mit anderer Materie ein. Entsprechend schwierig ist es, diese „Geisterteilchen“ nachzuweisen, die in der Sonne, in der Erde und Atmosphäre, aber auch in kosmischen Quellen entstehen. Erst 2013 gelang es dem Neutrino-Observatorium IceCube in der Antarktis erstmals, kosmische Neutrinos nachzuweisen.

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Länger leben durch längeres Arbeiten?

rente
Bild: Perscheid/FB
Arbeit macht langlebig – so scheint es zumindest. US-Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die im Alter länger arbeiten, auch länger leben. Je später die Pensionierung lag, desto später starben die Studienteilnehmer. Jedes Jahr mehr an Arbeit senkte dabei das Risiko vorzeitig zu sterben um immerhin elf Prozent, wie die Forscher berichten. Das bestätige die Annahme, dass ein aktives Leben körperlich und geistig fit halte.

scinexx

Wir werden heute nicht nur immer älter, die meisten von uns sind auch im Alter noch deutlich fitter als noch unserer Vorfahren vor rund 100 Jahren. Bis heute ist jedoch nur in Teilen bekannt, welche Faktoren einige Menschen einen besonders langen, gesunden Lebensabend beschert. Klar scheint, dass neben einer genetischen Veranlagung auch die Lebensweise und Ernährung eine Rolle spielt.

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Erste „Wortkarte“ unseres Gehirns

Ein neuer Hirnatlas zeigt erstmals, wo unser Gehirn welche Wörter verarbeitet. Für mehr als 10.000 Wortbedeutungen kann man direkt erkennen, welche Areale aktiv werden. Demnach aktivieren Wörter mit eher sozialer Bedeutung beispielsweise andere Hirnareale als Farbwörter, Ortsangaben oder Zahlen. Das gesamte semantische Netzwerk überzieht jedoch das gesamte Gehirn, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Dank moderner bildgebender Verfahren weiß man heute, dass Sprache in unserem Gehirn mehr Areale aktiviert als nur die beiden bekannten Sprachzentren der linken Hirnhälfte. Stattdessen ist ein ganzes Netzwerk daran beteiligt, die Bedeutung der Wörter zu entschlüsseln. Doch wie die Arbeit innerhalb dieses Netzwerks verteilt ist und wo welche Bedeutungen verarbeitet werden, blieb weitgehend unbekannt.

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Überraschender Fund in den Fußspuren von Laetoli

Diese Grafik zeigt die digital getrennten Abdrücke der zweiten Fährte von Laetoli © Bournemouth University
Prähistorische Spuren: Die ältesten Fußspuren unserer Vorfahren könnten nicht nur von drei, sondern sogar von vier Individuen stammen. Indizien dafür haben britische Forscher entdeckt, als sie mit Hilfe modernster Forensik-Software die überlagerten Abdrücke trennten und analysierten. Dabei zeigte sich, dass sie von vier verschiedenen Personen stammen könnten. Ihre virtuelle Auftrennung macht es nun erstmals möglich, mehr über diese prähistorischen Wanderer zu erfahren.

scinexx

Die Fußabdrücke von Laetoli im Norden Tansanias sind weltberühmt, denn sie sind das älteste Zeugnis eines aufrechtgehenden Vormenschen: Schon vor rund 3,6 Millionen Jahren wanderten hier Vertreter des Australopithecus afarensis über den mit vulkanischer Asche bedeckten Grund. Neuere Analysen dieser 1976 von der Anthropologin Mary Leakey entdeckten Spuren belegen zudem, dass die Zeitgenossen der berühmten Vormenschenfrau „Lucy“ schon einen erstaunlich modernen Gang besaßen.

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Darwins Streiter

Darwin statt Kreuz. Die Bücher von Richard Dawkins (75) kreisen um die Ideen des Begründers der Evolutionstheorie.Foto: Aus dem Buch
Biologe, Autor und Atheist: Der streitbare und umstrittene Richard Dawkins hat seine Memoiren vorgelegt.

Von Hartmut Wewetzer | DER TAGESSPIEGEL

1976 brachte ein junger Wissenschaftler von der Universität Oxford die Welt der Biologie in Unordnung. Seine Name: Richard Dawkins. Mit seinem ersten Buch, dem er den provokanten Titel „Das egoistische Gen“ gab, löste der 35-Jährige ein bis heute nachhallendes geistiges Beben aus. Und bis heute ist Dawkins jemand, der keine lauwarmen Reaktionen zulässt. Man kann ihn lieben oder hassen, ist für oder gegen ihn – gleichgültig lässt er kaum jemanden. „Man kann mir vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich ein Langweiler bin“, hat Dawkins dazu mit dem ihm eigenen Sarkasmus bemerkt. Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag ist nun seine Autobiografie unter dem Titel „Die Poesie der Naturwissenschaften“ auf Deutsch erschienen.

„Das egoistische Gen“ ist eigentlich eine Abrechnung mit der Idee der Gruppenselektion. Also der Vorstellung, dass die Ebene der Gruppe eine wichtige Bühne ist, auf der sich die Evolution, die Entwicklung der Lebewesen, abspielt. Die natürliche Auslese (Selektion), der Motor der Evolution, begünstigt demnach Gruppen von Organismen. Der Einzelne tritt hinter dem Kollektiv zurück.

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If You Care About the Earth, Vote for the Least Religious Presidential Candidate

Photo: Rhona Wise/Getty Images. prep.: bb
Photo: Rhona Wise/Getty Images. prep.: bb
Earth Day came and went last week. And like years before, promises were made by governments and politicians to be better stewards of our planet. Just about any sane person realizes global warming is real and the damage humans have done to Planet Earth is substantial.

By Zoltan Istvan | MOTHERBOARD

Most people believe a major step in the right direction to heal Earth’s environmental crisis is to reduce humanity’s carbon footprint and be more green—something being addressed in the recently signed Paris Agreement. While I applaud the collaborative effort and good intentions of the treaty, it’s inadequate and doomed to failure. It’s like bringing a water gun to a war zone. Nothing short of a mass-extinction event for humans can stop and reverse the environmental damage done or occurring to the planet. Billions of people around the developing world want the standard of life we have in America, and they’re not going to stop for anything until they achieve that.

I don’t know if the major US presidential candidates—like Donald Trump, Ted Cruz, or Hillary Clinton—are aware of this conundrum. And even if they were, the real question is: Can their politics, ethics, and religious beliefs handle it? Because sending out Christmas cards on recycled paper and giving tax incentives for electric cars is not going to pull us out of the toxic mess we’ve created on Earth. There’s only one realistic hope to save the planet—and it comes from an unlikely place: technology. Radical technology. I’m talking CRISPR gene editing, transhumanism, and nanobots in every biological nook of the world. This will not be Kansas, anymore. And our current politicians will be freaked out by it.

The bright green future rests with disruptive tech. Consider this, for example: Twelve years ago, I used to work as a director at nonprofit wildlife organization WildiAid. In Cambodia, I went on undercover missions and helped bust and jail poachers who were causing wildlife—like tigers, Sun bears, and the Asian rhino—to go extinct. We did good work, but poaching is a nearly $20 billion business, and there’s just no way a nonprofit organization (or even a dozen of them) could stop the demand for illegal wildlife, not when population growth in Asia is skyrocketing and poverty-stricken locals can sell a tiger for over $10,000.

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Rätselhafte neue „Lichtkraft“ entdeckt

Licht übt unter bestimmten Bedingungen eine ganz schwache Kraft aus, die senkrecht zur Wellenrichtung wirkt. © O’Luk/ thinkstock
Unbekannter Effekt: Forscher haben ganz neue Kraft des Lichts nachgewiesen, die in bestimmten optischen Felder auftreten kann. Dieses rätselhafte Spinmoment wirkt nicht wie der Strahlungsdruck in Richtung der Lichtausbreitung, sondern senkrecht dazu. Weil dieser Effekt extrem schwach ist, gelang der Nachweis nur mit Hilfe eines hochsensiblen Nano-Messbalkens. Ihre Existenz jedoch liefert ganz neue Einblicke in die fundamentale Wechselwirkung von Licht und Materie, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“.

scinexx

Licht erscheint zwar als rein ätherisches Phänomen, doch die Strahlung beispielsweise der Sonne übt durchaus eine Kraft aus. Dieser Strahlungsdruck sorgt beispielsweise dafür, dass der Schweif eines Kometen immer von der Sonne wegzeigt, dass Asteroiden rotieren oder künftig vielleicht Raumsonden mit Hilfe eines gigantischen Sonnensegels durch das Sonnensystem fliegen.

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Studie: Religion spielt für Integration geringere Rolle als angenommen

Gehört der Islam zu Deutschland? Die Deutschen sind in dieser Frage zwiegespalten. (Foto: Carsten Koall/Getty)
Das fanden Forscher in einem Gutachten heraus. Entscheidend für den Erfolg in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt sei der soziale Hintergrund.
 

Von Jan Bielicki | Süddeutsche.de

Alle reden vom Islam – doch nach Ansicht führender deutscher Migrationsforscher wird die Rolle, die Religion für die Integration von Einwanderern spielt, „allgemein überschätzt“. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen sehen die Wissenschaftler keine belastbaren Belege dafür, dass die Religion oder die Religiosität eines Migranten dessen Teilhabe an Bildung oder Arbeitsmarkt grundsätzlich erschwert. Zum anderen lassen sich für sie Unterschiede, die es bei der Integration verschiedener religiöser Gruppen gibt, auch „nicht in erster Linie“ auf die Religionszugehörigkeit zurückführen.

Zentraler Erklärungsfaktor für Erfolg und Misserfolg in der Schule und am Arbeitsmarkt „ist und bleibt der soziale Hintergrund“, heißt es in dem Jahresgutachten, das der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) am Dienstag in Berlin vorstellte.

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Erster Blick in einen extraterrestrischen See

Ligeia Mare ist der zweitgrößte See des Saturnmonds Titan. © NASA/JPL-Caltech/ ASI/Cornell
Flüssiges Methan und organischer Schlamm: NASA-Raumsonde Cassini hat neue Überraschungen vom Saturnmond Titan geliefert. Der zweitgrößte See des Mondes besteht demnach tatsächlich aus fast reinem Methan, statt wie zuvor angenommen aus Ethan. Zudem entdeckte die Sonde mit Hilfe von Radarmessungen, dass sich am Grund des erstaunlich tiefen Sees eine dicke Schlammschicht aus organische Ablagerungen befindet.
 

scinexx

Der Saturnmond Titan ist einzigartig im Sonnensystem, denn er besitzt ein dynamisches, verblüffend erdähnliches Klimasystem: Es gibt Vulkane, Regen, Wolken und eisbedeckte Seen – allerdings enthalten sie kein Wasser, sondern flüssige Kohlenwasserstoffe wie Methan und Ethan. Unter der eisigen Oberfläche des Mondes verbirgt sich zudem wahrscheinlich ein salziger Ozean.

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Hunderte Strafanzeigen gegen Böhmermann

Screenshot: youtube
Screenshot: youtube
Mehrere hundert Menschen haben bei der Mainzer Staatsanwaltschaft offenbar Strafanzeige gegen ZDF-Moderator Jan Böhmermann gestellt. Auch deswegen könne es noch keinen Zeitpunkt für eine Entscheidung in dem Beleidigungsverfahren geben.
 

Frankfurter Allgemeine

Bei der Staatsanwaltschaft in Mainz sind viele hundert Strafanzeigen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann eingegangen. „Die Strafanzeigen bewegen sich geschätzt im oberen dreistelligen Bereich“, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller der „Rheinischen Post“. Der Zeitpunkt für eine Entscheidung in dem Beleidigungsverfahren lasse sich noch nicht prognostizieren. Die Staatsanwaltschaft will zuvor auch Böhmermann selbst hören.

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Witwer von Paris-Anschlag-Opfer: „Ich wähle lieber die Freiheit als den Hass“

Antoine Leiris, 35, ist freiberuflicher Journalist in Paris. Sein Buch „Meinen Hass bekommt ihr nicht“, ist im Verlag Blanvalet erschienen, umfasst 114 Seiten und ist als E-Book erhältlich ab 14. April, ab 9. Mai als gedruckte Ausgabe © Lizzie Sadin
Antoine Leiris’ Frau wurde im November bei den Anschlägen in Paris erschossen. Er reagierte mit einem offenen Brief, der um die Welt ging. Ein Gespräch über Trauer und die Weigerung, Terror zu hassen.

Interview: Andrea Ritter | stern.de

Monsieur Leiris, in Brüssel ist es den Terroristen wieder gelungen zuzuschlagen, wieder ist unsere Angst ein Stück größer geworden.

Ich kann jeden Menschen verstehen, der Angst hat. Das ist ein individuelles Gefühl. Jeder geht anders damit um. Der eine zieht sich zurück, der andere reagiert mit Offenheit. Meine Haltung ist, dass ich mich nicht einschüchtern lassen will. Ich verteidige meine Freiheit, meine Werte.

Während der Anschläge von Paris im vergangenen November wurde Ihre Frau Hélène im Musikclub Bataclan erschossen. Sie reagierten darauf mit einem offenen Brief an die Terroristen: „Meinen Hass bekommt ihr nicht.“ Sie schrieben, dass Sie Hass und Wut nicht zulassen werden, dass Sie Ihre Freiheit niemals der Sicherheit opfern. Ihr Brief ging um die Welt – und Sie gelten seitdem als Symbol des Widerstandes gegen den Terror. Ist Ihnen diese Rolle recht?

Ich kann gut damit leben, ein Symbol zu sein. Denn das heißt ja, dass es nicht um mich als Person geht, sondern um meine Worte. Ich bin ja kein Widerstandskämpfer. Ich bin jemand, der versucht, klarzukommen. Wenn jemand wie ich, der vom Terror aufs Härteste getroffen wurde, sagt, ich wähle den Weg der Kultur, des Intellekts; ich wähle Freiheit und Sensibilität, Humanismus, nicht Hass und Rohheit – das ist dann ein Symbol, glaube ich.

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„Methusalems“ der Milchstraße entdeckt

Unsere Milchstraße ist eine Balkenspirale: Im Zentrum bilden die Sterne eine balkenförmige STruktur. © NASA/JPL-Caltech/ ESO/R. Hurt
Erbe der kosmischen Vorzeit: Im Herzen der Milchstraße haben Astronomen eine Gruppe extrem alter Sterne entdeckt. Ihre Bahnen verlaufen überraschenderweise völlig anders als die aller anderen Sterne im galaktischen Zentrum. Die Forscher vermuten daher, dass diese RR Lyrae-Sterne gebildet wurden, bevor der sternenreiche „Balken“ unserer Galaxie entstand.

scinexx

Die Sterne der Milchstraße sind nicht alle gleich alt. Stattdessen wuchs unsere Galaxie einst von innen nach außen, so dass die ältesten Sterne heute in ihrem Zentrum liegen. Diese „Methusalems“ der Milchstraße verraten sich unter anderem dadurch, dass sie nur sehr wenige schwere Elemente enthalten, weil diese in der Anfangszeit des Universums noch sehr rar waren.

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Wo der Kult beginnt

Schimpansen-Ritual (Foto: MPI-EVA PanAf/Chimbo Foundation)
  • Schimpansen zeigen Rituale, deren Sinn sich Wissenschaftlern noch nicht erschließt.
  • Manche werfen mit Steinen auf Bäume, andere zeigen „Regen-“ oder „Wasserfall-Tänze“.
  • Einige Forscher halten dies für mögliche Hinweise auf den Ursprung von Religiosität.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

Für die meisten Strenggläubigen ist klar: Überirdische Wesen sind in der Vergangenheit auf die eine oder andere Weise in Kontakt mit Menschen getreten, haben sich als Götter offenbart oder – wie viele Mythen besagen – ins Weltgeschehen eingegriffen.

Die alternative Erklärung ist: Religiosität hat sich im Rahmen der Evolution des Menschen entwickelt. Nicht Götter haben den Menschen erschaffen, sondern es war umgekehrt. Irgendwann sind demnach unsere Vorfahren auf die Idee gekommen, dass hinter unbegreiflichen Vorgängen göttliche Mächte stecken. Spätestens seit der Steinzeit vor etwa 120 000 Jahren sprechen jedenfalls Grabbeilagen sowohl bei Neandertalern als auch beim Homo sapiens immerhin für Bestattungsrituale.

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