FYI: Sharks Have Feelings Too

White Shark, Image: wikimedia.org/CC BY 2.5/TerryGross
Let’s face it: When some dickhole shark is really set on thrashing the last bits of life from your body, it’s hard to empathize. Watching your extremities disappear like so many buckets of chum isn’t so much a time for interspecies comradery. It can even be a very stressful and confusing experience, and you may reflexively want imagine the thing currently eating you as just that: a very bloodthirsty, unrelenting thing.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

But sharks have feelings too. And, according to a study published Friday in the Journal of Fish Biology, sharks even display distinct personalities. This is based on observations made of Heterodontus portusjacksoni sharks inhabiting the harbor waters off of Sydney—an area collectively known as Port Jackson—by researchers from Macquarie University in New South Wales, Australia.

Differences in shark personalities were probed by the Australian biologists using two different methods. The first is an assessment of shark boldness. Here, sharks are presented with a novel and potentially dangerous habitat and are given the option to either go out and explore or hang back under cover. Some of the Port Jackson sharks just went for it, but others mellowed in safety.

read more

176.500 Jahre alte Kreise, tief in der Dunkelheit

Genaue Vermessung der aus Tropfstein erbauten Kreise in der Bruniquel-Höhle. Foto: Etienne FABRE - SSAC
Genaue Vermessung der aus Tropfstein erbauten Kreise in der Bruniquel-Höhle. Foto: Etienne FABRE – SSAC
Es wird immer deutlicher, dass der Neandertaler viel mehr Fähigkeiten hatte, als ihm die Experten lange zutrauten. Er war kein tumber, affenähnlicher Primitivling, der seine Keule schwang, sondern ein anderer Mensch, der feine Werkzeuge schuf, höchst erfolgreich jagte, Kleidung und Schmuck trug. Längst ist klar, dass sich Neandertaler und Neandertalerinnen über Sprache verständigten. Dennoch halten gängige Modelle bisher an der Vorstellung der Überlegenheit des anatomisch modernen Mensch fest und schreiben jeden Fund künstlerischer Artefakte automatisch dem Homo sapiens zu.
 

Von Andrea Naica-Loebell | TELEPOLIS

Symbolisches Denken wird dem Homo neanderthalensis generell abgesprochen, seine Unterlegenheit soll sich nach Meinung vieler Anthropologen vor allem in einer minderwertigen sozialen Organisation manifestiert haben, was letztlich zu seinem Verschwinden führte.

Ein Bild, das immer mehr Risse bekommt. Jetzt zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass die Neandertaler vor 176.000 Jahren aus Tropfsteinbruchstücken mehrere kreisförmige Strukturen sehr tief in einer Höhle errichteten.

Im Südwesten Frankreichs, im Departement Tarn-et-Garonne, hoch über dem Fluss Aveyron befindet sich die Bruniquel-Höhle, die seit dem Pleistozän durch einen Felssturz verschlossen war, bis sich 1990 Höhlenforscher einen Zugang frei gruben. Die Speläologen fanden eine faszinierende Unterwelt voller Tropfsteine und einen unterirdischen See, schon im früheren Eingangsbereich Spuren von Höhlenbären, Fußabdrücke und Klauenritzungen und ganz tief im Innern der lang gezogenen Höhle eine Halle mit seltsamen Kreis-Formationen auf dem Boden.

weiterlesen

Bassam Tibi: „Muslime nicht als Kollektiv ansehen“

Der Islamwissenschaftler Bassam Tibi (imago stock&people)
Die Forderung nach einem flächendeckenden Islamunterricht führt aus Sicht des Politikwissenschaftlers Bassam Tibi in eine falsche Richtung. Er bekomme Angst, wenn ein christlicher Kirchenvater über den Islam rede, ohne eine Ahnung davon zu haben, sagte Tibi im Deutschlandfunk. Er wünsche sich Islamunterricht für Kirchenväter und Politiker.

Bassam Tibi im Gespräch mit Jürgen Zurheide | Deutschlandfunk

Grundvoraussetzung für die Eingliederung des Islam in ein deutsches, demokratisches, europäisches Gemeinwesen sei die Kompatibilität mit dem Grundgesetz, sagte Bassam Tibi. Hierzu brauche es Reformen. Der Wille für solche Reformen bestehe beim organisierten Islam derzeit aber nicht.

Bassam Tibi kritisierte in diesem Zusammenhag, dass sich der Zentralrat der Muslime und der türkisch-islamische Dachverband DiTiB zum Sprachrohr für die in Deutschland lebendenden Muslime machten. Beide würden aber nur einen Bruchteil von ihnen vertreten und darüberhinaus seien beide nicht für einen Reform-Islam.

Für die Integration sei es wichtig, Muslime nicht als Kollektiv zu sehen, sondern als Individuen. Wegen der Vielfalt innerhalb der Islamgemeinde könne und dürfe es nicht nur einen Ansprechpartner geben, der im Namen aller 6,5 Millionen Muslimen in Deutschland spreche. Das käme einer Diktatur gleich.

weiterlesen

Warum die Schlacht von Verdun zum Symbol wurde

Kreuze auf dem Soldatenfriedhof vor dem Beinhaus von Douaumont bei VerdunFoto: epd
Bei Verdun starben im Ersten Weltkrieg Hunderttausende französische und deutsche Soldaten in einem sinnlosen Kampf. Daran werden Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel heute erinnern.
 

Von Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

An diesem Sonntag wird Alexandre Lafon zwischen den 4000 Gästen in Douaumont Platz nehmen. Der Historiker wird darauf hoffen, dass an dem geschichtsträchtigen Ort in der Nähe von Verdun alles wie geplant abläuft, bevor François Hollande und Angela Merkel das Wort ergreifen. Zehn Minuten sind jeweils für den französischen Präsidenten und die deutsche Kanzlerin als Redezeit geplant. Das Thema: die aktuelle politische Bedeutung der Schlacht von Verdun, an deren 100. Jahrestag im Nordosten Frankreichs an diesem Sonntag erinnert wird. Aber möglicherweise werden bei dieser Gedenkfeier die Bilder wichtiger sein als die Worte.

weiterlesen

Gott macht nicht immun

Das Lehrmaterial gibt es längst, jetzt müssen nur noch genügend Fachkräfte gefunden werden.Foto: dpa
Islamunterricht muss Religionsunterricht sein – kein politisches Präventionsprogramm. Religionslehrer sind keine Mediziner, die Kinder gegen ein Virus „immun“ machen können.

Ein Kommentar von Claudia Keller | DER TAGESSPIEGEL

Es gibt in Deutschland einen Ort, an dem sich alle Kinder und Jugendliche aufhalten müssen: die Schule. Dort werden ihnen Inhalte und Werte vermittelt, von denen die Gesellschaft ausgeht, dass sie wichtig sind für ein Leben in Deutschland. In den meisten Bundesländern – außer Berlin, Hamburg und Bremen – gehört verpflichtend auch der Religionsunterricht dazu, der Einblick in die christlichen Konfessionen und auch ein bisschen in andere Religionen vermittelt.

Seitdem sich die Erkenntnis durchsetzt, dass mindestens 4,3 Millionen Muslime hier leben, haben sich viele Bundesländer auf den Weg gemacht, Islamunterricht einzuführen. Dass noch nicht alle Schulen so weit sind, liegt weniger an ideologischen Vorbehalten als am Lehrermangel. Mit seinem Vorstoß, es brauche flächendeckend Islamunterricht an den deutschen Schulen, rennt der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford- Strohm, offene Türen ein.

weiterlesen

Grab des berühmten Philosophen Aristoteles entdeckt

Aristoteles-Büste, römische Kopie, nach einer Skulptur des Bildhauers Lysippos, Rom, Palazzo Altemps 8575. Bild: wikimedia.org/PD

Der Grieche Aristoteles zählt zu den bedeutendsten Denkern der Menschheit. Ein Archäologe findet „starke Indizien“dafür, dass ein Grabmal in Nordgriechenland die Asche des Philosophen barg.

Von Florian Stark | DIE WELT

Es gibt nur wenige Menschen, die das Denken der Nachgeborenen in ähnlicher Weise geprägt haben: Ohne den griechischen Philosophen Aristoteles (384–322) wären Logik und Staatstheorie, Dichtkunst und Ethik, Naturwissenschaften und Wissenstheorie in anderen Bahnen verlaufen. Neben seinem Lehrer (und Kontrahenten) Platon schuf er das Fundament der abendländischen Philosophie.

Man muss diese Fallhöhe im Hinterkopf haben, um die Anmerkung des griechischen Archäologen Kostas Sismanides in angemessener Weise würdigen zu können. Der teilte am Rande eines Aristoteles-Kongresses in der nordgriechischen Metropole Thessaloniki mit, dass er möglicherweise das Grab des Aristoteles gefunden habe: „Starke Indizien sprechen dafür, dass wir das Grab gefunden haben“, zitiert ihn das griechische Staatsfernsehen (ERT).

weiterlesen

Martin Luthers Skandalbuch: „Von den Juden und ihren Lügen“

Bild: RDF
Seit 2008 feiert die Evangelische Kirche Deutschlands die „Lutherdekade“ und wird nicht müde, das Konterfei des Reformators bei jeder Gelegenheit zu präsentieren. Dabei hat sie allerdings ein erhebliches Problem: der Reformator war der wirkmächtigste Judenhasser bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Richard Dawkins-Foundation

Unter seinen judenfeindlichen Hetzschriften sticht sein Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543 in makabrer Weise hervor. Darin entwickelte er sein berüchtigtes Sieben-Punkte-Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland, das knapp 400 Jahre später von den Nationalsozialisten bereitwillig kopiert und ergänzt wurde:

  • Verbrennen ihrer Synagogen
  • Zerstörung ihrer Häuser und Zwangsunterbringung wie Zigeuner
  • Wegnahme ihrer religiösen Bücher
  • Lehrverbot für Rabbiner bei Androhung der Todesstrafe
  • Aufhebung der Wegefreiheit
  • Zwangsenteignung
  • Zwangsarbeit

Hatte der Philosoph Karl Jaspers also Recht, als er bemerkte: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern“? Das „Meisterwerk“ des Reformators macht in bedrückender Weise deutlich, dass religiöse und nichtreligiöse Elemente seines Judenhasses nicht von einander zu trennen sind.

Bernd P. Kammermeier (Filmproduzent) stellt die Neuausgabe dieses Skandalbuches (erstmals in heutigem Deutsch) vor, das er gemeinsam mit Karl-Heinz Büchner, Reinhold Schlotz und Robert Zwilling im Alibri Verlag herausgegeben hat. Dabei wird auch auf die fatale Rolle des gefeierten Reformators bei der Verbreitung der Judenfeindschaft in Europa und seine furchtbare Wirkung bis in die jüngste Vergangenheit des Dritten Reiches hingewiesen.

Die vier Herausgeber zeigen, dass Luthers Antisemitismus – in Theologenkreisen euphemistisch „Antijudaismus“ genannt – keineswegs rein theologisch begründet ist, sondern – untrennbar miteinander verwoben – auch rassistische Merkmale aufweist. Das scheint besonders bedenklich angesichts der Feierlichkeiten um den Reformator im nächsten Jahr, dem Höhepunkt der „Lutherdekade“, die mit 150 Mio. € – größtenteils aus dem allgemeinen Steueraufkommen – zelebriert wird.

Wo:
Haus der Wissenschaft
Sandstr. 4/5
DE-28195 Bremen

Wann:
Freitag, 10. Juni 2016, 19:00 Uhr
(Einlass 18:00 Uhr)

Eintritt frei (Voranmeldung erwünscht, aber nicht erforderlich)
Kontakt: joerg@richarddawkins.net

Physicist Brian Greene just told Colbert how the world will end

When we get all caught up thinking about the zombie apocalypse, the robot revolution, or something a little more realistic, like say, an antibiotic-resistant superbug that could seriously wipe millions of us out, we’re talking small-time ‚end of the world‘ stuff. Robots might rise up against us and destroy humanity forever, but the world will keep on spinning, and the Solar System will still have eight planets (sorry Pluto).

science alert

But nothing is forever, no matter how many billions of years you’ve existed, and theoretical physicist Brian Greene just demonstrated to Colbert exactly how our home planet will come to a fiery end once and for all.

Now, we don’t want to alarm you or anything, but at some point, our Sun is going to run out of fuel, collapse in on itself, and destroy everything in its enormous vicinity.

If you have kids, that’s something you maybe want to give the delicate ‚birds and the bees‘ treatment to when it comes time to explain that little nugget of truth to them, lest they end up like one of Louis CK’s daughters, when he decided to marvel at the incredible, flaming violence of it all:

„She started crying immediately, crying bitter tears for the death of all humanity… and now she knows all of those things: she’s gonna die, everybody she knows is gonna die, they’re gonna be dead for a very long time, and then the Sun’s gonna explode. She learned that all in 12 seconds, at the age of seven.“

read more

Humanismus: Grundbegriffe

„Humanismus“ ist eine kulturelle Bewegung, ein Bildungsprogramm, eine Epoche, eine Tradition, eine Weltanschauung, eine Form von praktischer Philosophie, eine politische Grundhaltung, welche für die Durchsetzung der Menschenrechte und für humanitäre Praxis eintritt.

Humanistischer Verband Deutschlands

Das neue Kompendium erfasst die einfachen und allgemeinen Begriffe in ihrem Zusammenhang und stellt den Nutzen für die Erkenntnis gegenwärtiger Probleme in Medizin, Ethik, Ökonomie, Recht und Politik dar. Der Band enthält einen systematischen Teil und einen Teil mit den Grundbegriffen. Die verschiedenen Richtungen und Institutionen der humanistischen Bewegung in Geschichte und Gegenwart werden im Umriss sichtbar gemacht und die neuen Felder und Aufgaben gezeigt, die der Humanismus-Forschung durch die Entwicklung der modernen Medizin, der Menschenrechtspolitik und der Geschlechterstudien, der digitalen Revolution und der Globalisierung entstanden sind. Das humanistische Erbe aus Antike, Renaissance und Aufklärung wird kritisch mit diesen neuen globalen Anforderungen vermittelt.

Humanismus: Grundbegriffe versammelt neben einem knappen systematischen Teil vor allem kurze und prägnante Artikel zu insgesamt 38 Grundbegriffen: Von Arbeit, Aufklärung, Feier/Fest, Glück über Humanitäre Praxis, Liebe, Menschenrechte/Menschenwürde bis zu Religionskritik, Seelsorge, Wahrheit und Zweifel. Der Band resümiert einschlägige wissenschaftliche Arbeiten der letzten Jahre und stellt eine solide Grundlage nicht nur für weitere Forschungen, sondern auch für den praktischen Humanismus dar.

Für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Um Anmeldung wird gebeten: info@humanistische-akademie-berlin.de

7. Juni 2016 – 17:0020:00

Buchvorstellung mit den Herausgebern Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Cancik, Dr. phil. habil. Horst Groschopp und Prof. Dr. phil. habil. Frieder Otto Wolf.

Motivation und Selbstprogrammierung

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Im Magazin der letzten „Zeit“ erschien ein Artikel mit dem Titel „Die Kraft der Gedanken, wie man sich glücklicher und gesünder denkt“ von Ilka Piepgras. Im Kern befasst sich der Artikel mit einer Theorie zur Willensbildung und Motivation. Es gilt in der Psychologie als unstrittig, dass wir durch unser Unterbewusstsein mehr oder weniger Stark beeinflusst werden. Man kann sich fragen, wie weit das überhaupt mit der Konzeption eines akausalen Willens vereinbar ist: Das ist aber nicht unser Problem!

Föderation des Determinismus

I. Interessant ist aber, wie man sich dies zu Nutze machen kann: In dem Artikel werden verschiedene Studien aufgeführt, nach der bereits geringfügige suggestive Einwirkungen einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten von Menschen hatten. So sollen sich angeblich Probanden nach dem Lösen eines Kreuzworträtsels mit altersassoziierten Begriffen wie „schwerhörig“, „grau“ und „Hautfalten“ nach Lösen des Rätsels langsamer bewegt haben, als die Vergleichsgruppe mit einem normalen Kreuzworträtsel. Auch sollen Senioren, die man in ein Umfeld von 20 Jahren zuvor versetzte und unter entsprechende Anforderungen stellte – nicht altersgerechte Anforderungen – in kurzer Zeit beweglicher geworden sein, mit besseren Werten der Seh- und Hörfähigkeit sowie mit einem besseren Abschneiden bei Intelligenztests.
Man mag das Ausmaß solcher Suggestionen in Frage stellen, für uns selbst können wir daraus lernen: Wir können etwas Bestimmtes nur schaffen, wenn wir es uns zumuten. Und: Der Mensch passt sich an die Anforderungen an. Wer sich nicht mehr bewegt, dessen Muskeln schwinden und ähnlich ist dies möglicherweise auch mit geistiger Leistungsfähigkeit.
Tests an Studenten haben gezeigt, dass ihr Abschneiden bei Intelligenztests nach einem mehrwöchigen Strandurlaub ohne geistige Anforderungen deutlich abnimmt.

Selbst wenn wir meinen, dass man Wünsche, Ziele und Problemlösungen nur mit purer Willensanstrengung erreichen kann (dagegen will ich überhaupt gar nicht argumentieren) und auch wenn man andererseits vielleicht alle kausalen Abläufe für zwingend hält, so gehört es doch auch zum Kausalverlauf, derartige suggestive Wirkung zu erkennen: Wer diesen Zusammenhang erkennt, kann ihn auch nutzen, indem man das eigene Umfeld und die Anforderungen an die eigene Person so anpasst, dass die Wirkung auf sich selbst zu den Wünschen hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten entspricht, die man zur Erreichung der eigenen Ziele benötigt.

weiterlesen

Kontexte und Perspektiven radikaler Philosophie

Frieder Otto Wolf lehrt Philosophie an der Freien Universität Berlin und ist u.a. Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands.

Fünfte Vorlesung: Rückfragen und Kritiken (1): Stefania Maffeis: Ansatz der transnationalen Ideenzirkulation als Impuls für die radikale Philosophie – Für eine Präzisierung der „Frage nach der Frage“

Frieder Otto Wolf

Download: Folien zur Vorlesung | AUDIODATEI

Pathologisch: EKD-Ratsvorsitzender fordert flächendeckenden Islamunterricht

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat sich für einen „flächendeckenden Islamunterricht“ an deutschen Schulen ausgesprochen.

evangelisch.de

Junge muslimische Schüler müssten die Möglichkeit erhalten, sich kritisch mit der Tradition ihrer Religion auseinanderzusetzen, sagte Bedford-Strohm der „Heilbronner Stimme“ (Freitagausgabe). „Sie können zugleich Neues über den Islam lernen – und das auf dem Boden des Grundgesetzes.“ Das sei die beste Möglichkeit, junge Muslime immun zu machen gegen die Versuchungen von Fundamentalisten.

weiterlesen

Schweiz: Muslimische Schüler müssen Lehrerin die Hand geben

Im Schweizer Kanton Basel-Landschaft darf künftig kein Schüler mehr aus religiösen Gründen seinen Lehrern den Handschlag verweigern. Bei Missachtung drohen den Eltern empfindliche Strafen.

SpON

Seit Wochen diskutieren die Schweizer darüber, ob zwei muslimische Schüler ihrer Lehrerin die Hand geben müssen oder nicht. Nun hat die zuständige Schulbehörde reagiert und den Handschlag für alle Schüler zur Pflicht erklärt.

Die 14 und 15 Jahre alten Brüder aus Syrien, die im kleinen Ort Therwil in der Nähe von Basel die Schule besuchen, hatten den Handschlag aus religiösen Gründen verweigert. Dabei ist dieser an vielen Schweizer Schulen Tradition.

weiterlesen

How Supermassive Black Holes Kill Off Old Galaxies

Image: Cheung et al
Image: Cheung et al
Galaxies get old and die. This is natural. Existing stars within an aging galaxy will eventually become dim and cool, while the galaxy itself—and the other galaxies it’s likely to merge with over time—will become diffuse and disordered. The dying galaxy will stop producing new stars in a process known as „quenching.“

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

Galaxy quenching is a fairly mysterious subject. It happens when a particular galaxy has its supplies of cold gases shut off. No more cold gas, no more star formation. What’s weird is that galaxies appear to quench much earlier than should be expected given their gas supplies, which means that they don’t just run out. Something interferes instead—either the galaxy’s cold gas reserves are blocked (a process known as „strangulation“), or those supplies are ejected from the galaxy by some awesome force.

This awesome force has been theorized to be the presence of a supermassive black hole, and computer simulations have supported this idea. Now, as described in a paper published Wednesday in Nature, astrophysicists led by the University of Tokyo’s Edmond Cheung have used real-world spectroscopic observations to map the motions of ionized gas across a distant near-dormant galaxy nicknamed Akira.

read more

TU-Berlin: Proteste nach Schließung von Turnhallen-Gebetsraum

TU_BerlinSonderlich sakral mutet die Turnhalle der Technischen Universität Berlin nicht an, trotzdem kämpfen muslimische Studenten und Universitätsmitarbeiter derzeit erbittert darum, die Halle für ihr Freitagsgebet nutzen zu dürfen.

FOCUS ONLINE

Jahrelang trafen sich Muslime dort zum Beten, doch seit dem 14. März ist Schluss damit. Seitdem stellt die Universitätsleitung keine Räume mehr für das Freitagsgebet zur Verfügung. „Ich bin der Meinung, dass Hochschulen und Religionen voneinander getrennt sein sollten“, begründete TU-Präsident Christian Thomsen die Entscheidung in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ).

Eine Gruppe von knapp 100 Muslimen war in diesem Punkt jedoch anderer Meinung und hielt am vergangenen Freitag ein öffentliches Gebet vor dem Haupteingang der TU in Berlin-Charlottenburg zum Protest gegen das Verbot ab. Sie forderten, dass Studenten und Mitarbeiter der Universität wieder gemeinsam auf dem Campus beten dürfen.

weiterlesen

Auf dem Weg zu einer emanzipatorischen politischen Alternative

Frieder Otto Wolf lehrt Philosophie an der Freien Universität Berlin und ist u.a. Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands.

Zur Eröffnung einer Strategie-Tagung der grünen emanzipatorischen Linken in Frankfurt am Main sprach ich über mögliche Wege zu einer emanzipatorischen Alternative, die aus der gegenwärtigen großen und komplexen Krise herausführen können.

Von Frieder Otto Wolf

Nachdem ein links-links-grünes „Crossover“ nicht mehr als unmittelbare Handlungsoption erscheint, erinnerte ich an die Devise der Oral-History-Bewegung: „Grabe wo Du stehst!“ Dies heißt, jetzt gehe es darum, neben der breiten Bündnisarbeit gegen den drohenden Rechtspopulismus ganz spezifisch deutlich zu machen, welche wichtigen und vielfältigen konkreten Alternativen immer noch zu entwerfen und zu erkämpfen sind.

Klima: Auch der April auf Rekordniveau

Foto: AFP Korallenbleiche wird vor allem durch Hitzestress verursacht. Die Temperaturen am größten Korallenriff der Welt sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen
Foto: AFP Korallenbleiche wird vor allem durch Hitzestress verursacht. Die Temperaturen am größten Korallenriff der Welt sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen
Wenn es so weitergeht, wird 2016 erneut einen Wärmerkord aufstellen

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der April ist im globalen Mittel erneut einer der wärmsten je gemessenen Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen, wie die Daten des Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) zeigen. Demnach lag der Monat um 1,11 Grad Celsius über dem April-Durchschnitt der Jahre 1951 bis 1980. Die GISS-Wissenschaftler stellen das fest, in dem sie den Mittelwert der sogenannten Temperaturanomalien messen. Das sind die lokalen Abweichungen vom jeweiligen Mittelwert für eine bestimmte für alle Stationen geltende Referenzperiode. Das GISS nimmt dafür die Jahre 1951 bis 1980.

Mit Anomalien zu rechnen, hat unter anderem den Vorteil, dass diese über erheblich größere Entfernungen repräsentativ sind als Schwankungen in der absoluten Temperatur, die leicht durch eher lokale Effekte beeinflusst wird.

Am GISS werden außerdem die Stationsdaten daraufhin überprüft, ob sie in der Nähe von Städten liegen. Solche Daten zeigen oft einen Trend, der die sogenannte urbane Erwärmung widerspiegelt, das heißt, eine langsame Zunahme der Temperatur als Folge des Wachstums der Städte, die in die Nachbarschaft der Messstationen vorrücken und für ein wärmeres Mikroklima sorgen. Entsprechende Datensätze werden von der Analyse der globalen Temperatur ausgeschlossen.

Wie dem auch sei, der vergangene April war der siebte Monat in Folge, in dem die Anomalie über einem Grad Celsius lag. Oder in anderen Worten: Ginge es in den nächsten Monaten so weiter, würde 2016 bereits über ein Grad wärmer als die Jahrzehnte zwischen 1951 und 1980 sein. Mit 1,33 Grad Celsius hatte der Februar 2016 die bisher höchste beobachtete Anomalie.

weiterlesen

Creators of Siri Reveal First Public Demo of AI Assistant Viv

Photo Credit: Corey Ward
It is no secret that we live in the Information Age, whereby informational technologies take precedence. One of those informational technologies is Artificial Intelligence (AI).

By B.J. Murphy | SERIOUS WONDER

Growing at an exponential rate, in just a few short years we went from AI knowing when to block our sword attacks on an MMORPG to AI capable of defeating us humans at Jeopardy! and Chinese Go.

When it comes to AI assistants, a battle has been waged between different companies, with assistants like Siri, Cortana, and Alexa at the forefront of the battle. And now a new potential competitor enters the arena.

“Viv is an artificial intelligence platform that enables developers to distribute their products through an intelligent, conversational interface. It’s the simplest way for the world to interact with devices, services and things everywhere. Viv is taught by the world, knows more than it is taught, and learns every day.”

read more

Das bessere Argument sticht – wieso beim Glauben nicht?

Wettbewerb der religiösen Interpretationen täte not: Panorama von Jerusalem. Bild: Keystone
Der Philosoph Carlos Fraenkel erprobte sein atheistisches Weltbild mit gläubigen Studenten. Dabei stiess er an die Grenzen rationaler Argumentation.

Von Guido Kalberer | Basler Zeitung

Wenn man sich unter Gleichgesinnten bewegt, versteht sich vieles von selbst. Wir brauchen uns mit Begründungen, wieso wir uns so und nicht anders verhalten, nicht besonders anzustrengen. Bloss: Auf diese Weise erfahren wir wenig über die Bedingungen und Voraussetzungen, die unser Denken und Handeln prägen – und damit auch über uns selbst.

Mehr über die impliziten «ungeprüften» Voraussetzungen seiner Weltsicht wollte Carlos Fraenkel in Erfahrung bringen, als er sich aufmachte, in fünf verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten philosophische Workshops mit Studentinnen und Studenten abzuhalten. Zwischen 2006 und 2011 unterrichtete der deutsch-brasilianische Philosoph nicht nur an der palästinensischen Al-Quds-Universität in Ostjerusalem und an der islamischen Universität im indonesischen Makassar, er diskutierte auch mit chassidischen Juden in New York und mit afrobrasilianischen Schülern in Salvador da Bahia. Schliesslich traf er sich mit Angehörigen des indigenen Volkes der Mohawk in Nordamerika.

weiterlesen

Die Wellen der Neutronensterne

Bilder aus einem Film, der die Annäherung und Verschmelzung zweier Neutronensterne illustriert. Quelle: FOTOS: NASA
Seit Februar weiß die Welt, dass es die von Albert Einstein postulierten Gravitationswellen wirklich gibt. Aber neue Gravitationswellen wurden bislang nicht nachgewiesen. Forscher wie die in Golm arbeitende Tanja Hinderer arbeiten an Modellen von Gravitationswellen, die von sich umkreisenden Neutronensternen erzeugt werden.

Von Rüdiger Braun | Märkische Allgemeine

Lange nichts mehr gehört von neuen Gravitationswellen. Seit der sensationellen Verkündigung eines direkten Nachweises der von Albert Einstein postulierten winzigen Krümmungen im Raum-Zeit-Gefüge am 11. Februar dieses Jahres, ist es still geworden um die beiden Ligo-Detektoren in den Vereinigten Staaten. Kein Wunder: Die Messinstrumente sind seit Mitte Januar dieses Jahres abgeschaltet und werden für eine neue Messkampagne vorbereitet, indem man sie noch sensibler macht. Immerhin: Die bis dahin aufgefangenen Daten werden noch ausgewertet und zur Zeit diskutieren die Wissenschaftler darüber, ob sich unter den vielen Signalen nicht zumindest ein weiteres echtes Gravitationswellensignal verbirgt.

Wissenschaftler wie die Physikerin Tanja Hinderer, eigentlich Forscherin an der Universität von Maryland, seit längerer Zeit aber schon als Gast am Golmer Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik tätig, nutzen die detektorfreie Zeit, um die Beobachter mit neuen Modellen auszurüsten. So könnte eine künftige Generation von Detektoren noch viel mehr Entdeckungen machen. Mehrere Teams am Institut, zu denen auch Hinderer gehört, entwickeln derzeit ein genaues Modell für den Nachweis und die Analyse von Gravitationswellen, die einander umkreisende und schließlich verschmelzende Neutronensterne erzeugen würden.

weiterlesen