NetzDG: Beiträge der bekannten Street-Art-Künstlerin Barbara gelöscht

Dieses Foto wurde auf Facebook gelöscht – zu viel Nackheit? Bild: Barbara
Barbara kontert mit ironischen Klebeschildern hasserfüllte Schmierereien und widerspricht übereifrigen Verboten. Nun wurde ihr das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zum Verhängnis: Facebook hat Einträge entfernt und droht mit der Account-Löschung.

Von Martin Holland | heise online

Die bekannte Street-Art-Künstlerin Barbara beklagt, dass Facebook zahlreiche Beiträge von ihr gelöscht habe, „weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen“. Auch ihr Profil auf Instagram sei betroffen. Ihr wurde auch gedroht, dass ihr Account gelöscht werde, sollte noch eine Löschung durchgeführt werden. Die Fotoplattform gehört auch zu Facebook. Hintergrund ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das seit Januar voll greift. Soziale Netze stehen seitdem unter stärkerem Druck, rechtswidrige Einträge schneller und konsequenter zu entfernen. Kritiker hatten befürchtet, dass das zu übermäßigen Löschungen führen könnte, da die Netzwerke auf Nummer sicher gehen dürften. Nicht nur Barbara sieht die Freiheit im Internet dadurch nun „mehr als nur bedroht“.

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Berlin: Berufsschulen wollen keine Kopftücher

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Wann ist ein Schüler reif genug, um mit offensiven religiösen Bekenntnissen seiner Lehrer entspannt umgehen zu können? Dazu haben sich nun Berliner Schulleiter zu Wort gemeldet.

Von Susanne Vieth-Entus | DER TAGESSPIEGEL

Berliner Berufsschulleiter protestieren dagegen, dass für ihre Schulen das Neutralitätsgesetz mitsamt Kopftuchverbot für Lehrkräfte nicht gilt. „Viele Schüler der berufsbildenden Schulen sind minderjährig und befinden sich in einer Phase jugendlicher Sinnsuche“, heißt es in einer Stellungnahme vom Freitag. Es leuchte also nicht ein, dass die Berufsschulen – anders als die allgemeinbildenden Schulen – vom Neutralitätsgesetz ausgenommen seien.

„Lehrer sind sehr prägend“

„Ich glaube, dass Lehrerpersönlichkeiten sehr prägend für Schüler sind“, bekräftigte der Vorsitzende der Vereinigung „Berufliche Bildung Berlin“ (BBB), Ronald Rahmig, auf Anfrage. Daher lehne es „die übergroße Mehrheit“ der Mitglieder ab, dass Lehrer ihr Verhältnis zur Religion oder einer Weltanschauung in der Schule „zur Schau stellen“ dürfen.

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Angst, zu beleidigen, hat zu viele unschuldige Leben gekostet

Bild: RDF
Femens Inna Schewtschenko über die Verteidigung der Freiheit und den Kulturrelativismus der regressiven Linken

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

Anmerkung des Herausgebers: Während wir in das Jahr 2018 starten, demonstrieren mutige Frauen gegen die islamische Sittenkultur und Sittengesetze im Iran. Jeffrey Tayler hat die Frauenproteste gegen die Sittenkultur in Europa jahrelang dokumentiert. Nachfolgend ein Interview, welches Tayler mit der Femen-Anführerin Inna Schewtschenko 2017 geführt hat.

Eine weibliche Aktivistin hat gerade ein großes christliches Kreuz auf dem zentralen Platz der Ukraine abgesägt, um damit gegen die Strafe zu protestieren, die die Mitglieder der Band Pussy Riot erhalten hatten, weil sie zuvor ein „Punkgebet“, in einer Moskauer Kathedrale abgehalten hatten. Welches Schicksal erwartet sie, wenn sie, die vom Präsidenten ihres Landes für ihre mutige Tat bedroht wurde, nach Frankreich flieht, der selbsternannten Heimat der Menschenrechte? Wird sie bei ihrer Ankunft von einem Orchester mit einer mitreißen Aufführung der Marseillaise begrüßt? Werden sie die französischen Medien mit Lob überschütten? Wird sie sich endlich in einer sicheren Umgebung niederlassen, gewiss der Tatsache, dass sie sich das erste Mal in ihrem jungen, aber politisch aktiven Leben, ganz dem feministischen Kampf für Menschenrechte und der Verbreitung des Atheismus hingeben darf? Und wird sie in dem Land, dass die Laizität (Säkularismus) in Artikel 1 seiner Verfassung verankert hat für ihre gottlosen Ansichten gelobt werden?

Im Gegenteil! Die mittlerweile 27-jährige Inna Schewtschenko, die Anführerin der internationalen Oben-Ohne-Protestbewegung Femen, hatte im August 2012 gerade erst Quartier auf dem Dachboden des historischen französischen Théâtre du Lavoir (das zum Zentrum von Femen werden sollte) bezogen, als sie und ihre Mitstreiter bedroht wurden. Sicher, sie hatten Femens Ankunft mit einem Oben-Ohne-Marsch in der mehrheitlich muslimischen Umgebung des Lavoir-Theaters zelebriert. (Ihr Slogan: Nacktkein ist Freiheit! War dies „kulturell unsensibel“ gegenüber Muslimen?) Sicher, die Aktivisten hatten oben ohne vor dem Eiffelturm gegen die Burka demonstriert. (Sloagens: Lieber nackt als Burka! Und: Muslimische Frauen, zieht euch aus! War dies „islamophob“?)

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Streit um Neutralitätsgesetz – Nicht ohne mein Kopftuch

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Kein Kopftuch, keine Kippa, kein Kreuz – an den Berliner Schulen herrscht das Neutralitätsgesetz. Darüber gibt es seit Jahren Streit, an den Fronten haben sich seltsame Allianzen gebildet. Kommt jetzt ein Volksbegehren?

Von Rainer Balcerowiak | Cicero

Grüne und Linke wollen in Berlin durchsetzen, dass muslimische Lehrerinnen künftig wieder mit Kopftuch unterrichten dürfen. Sowohl Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) als auch der stellvertretende Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) fordern, das 2005 in Kraft getretene Berliner Neutralitätsgesetz abzuschaffen. Dort heißt es im Paragraph 2: „Lehrkräfte und andere Beschäftigte mit pädagogischem Auftrag in den öffentlichen Schulen nach dem Schulgesetz dürfen innerhalb des Dienstes keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole, die für die Betrachterin oder den Betrachter eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft demonstrieren, und keine auffallenden religiös oder weltanschaulich geprägten Kleidungsstücke tragen.“ Ein Gesetz also, das sich anders als das 2015 vom Bundesverfassungsgericht kassierte Neutralitätsgesetz von Nordrhein-Westfalen nicht explizit auf das muslimische Kopftuch bezieht, sondern auf äußerliche Ausdrucksformen aller Religionen, auch Kippa und Kreuz.

Privat religiös, im Dienst neutral?

Nun streiten führende Landespolitiker für eine Kehrtwende. Er sei der Meinung, „dass wir es in der multireligiösen Stadt Berlin aushalten sollten, wenn an den Schulen junge Frauen mit Kopftuch unterrichten“, sagte Behrendt der Berliner Zeitung. Das Gesetz widerspreche auch dem Gleichstellungsgrundsatz und dem Diskriminierungsverbot, da ja gläubige muslimische Männer eingestellt würden, Frauen aber nicht. Und Lederer ergänzte beim Evangelischen Pressedienst: „Wir müssen die Frage beantworten, ob die an die Wand gemalte Überwältigungsgefahr real ist, wenn Lehrkräfte mit Kopftuch, Kreuz oder Kippa unterrichten.“ Zudem müsse geklärt werden, „wie integrationshemmend das Verbot religiöser Symbole im öffentlichen Dienst wirkt“.

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Catherine Millet: „Viele der Frauen, die sich zu Wort melden, hängen einem veralteten Feminismus an“

Warnt vor einer öffentlichen Verurteilung von Männern: die französische Autorin Catherine Millet. (Foto: AFP)
Die französische Autorin Catherine Millet kritisiert die „Me Too“-Debatte scharf. Sie führe zu einer öffentlichen Verurteilung von Männern – ohne dass sich diese wehren könnten.

Süddeutsche Zeitung

Am Dienstag veröffentlichte die französische Tageszeitung Le Monde einen offenen Brief, der von hundert Frauen unterzeichnet wurde, unter ihnen die berühmte Schauspielerin Catherine Deneuve. Verfasst haben diesen Brief fünf Autorinnen, die im Rahmen der „Me Too“-Debatte vor überzogenen Reaktionen und dem „Klima einer totalitären Gesellschaft“ warnen. Im SZ-Interview spricht Catherine Millet, eine der Autorinnen, über Freiheit, Feminismus und sexuelle Gewalt.

„Was mich stört, ist dieses plötzliche Kesseltreiben im Netz“, sagt Millet über die vielen Äußerungen unter dem Hashtag #MeToo. „Nicht alle Männer, die sich mal daneben benommen haben, sind Vergewaltiger oder Besessene“. Die Debatte führe zu einer öffentlichen Verurteilung von Männern, ohne dass sich diese gegen die Anschuldigungen wehren könnten.

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No Reformation for Islam, Please

The sun sets over the Ottoman-era Suleymaniye mosque in Istanbul. (Photo: Reuters)
Many smart people – including Thomas Friedman in The New York Times, Naser Khader in Newsweek, John Lloyd in The Jerusalem Post, Ayaan Hirsi Ali in The Wall Street Journal – are hoping that the Reformation will come to Islam. Some are calling for an Islamic Martin Luther.

By Stephen Hicks | Church and State

Sorry, but no. Islam needs reforming but definitely not a Reformation.

The history matters here, so consider first what the Reformation activists were fighting against. During the Renaissance, the dominant Catholic religion had become worldly. Its thinkers read the naturalistic Greeks and Romans and began to emulate them. The quest for sex, money, and power replaced the ascetic Christian mandates of chastity, poverty, and obedience. Consequently, abuses occurred up and down the Church hierarchy – from orgies in the Vatican to base politicking and bloody war-making and the crass selling of indulgences to pay for all of the high living.

So the major Protestants – Luther, Calvin, Zwingli, and others – were calling for Christian Europe to abandon its wicked ways, to purify itself, and to return to fundamental Christianity.

But what is fundamental Christianity? Martin Luther is the most famous Reformer, so let’s sample a few Lutheran themes. Luther condemned reason as “the Devil’s Whore.” He blasted Aristotle – that rational and worldly Greek – as a “devil,” a “liar,” and a “beast” whose followers are “locusts, caterpillars, frogs, and lice.”

Luther urged that we return to Scripture to learn the true meaning of faith – especially by learning the lesson of God’s demand that Abraham sacrifice his own son Isaac. Luther praised Abraham’s willingness to obey blindly, noting that true faith “wrings the neck of reason.” He agreed with the critics that Christianity requires one to believe many absurdities: “He who wants to be a Christian must tear the eyes out of his reason.”

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Für einen gerechten staatlichen Umgang mit Religionen

Friede, Freude, Eierkuchen: So einfach stellt sich das Verhältnis von Religionen und Staat nicht dar. – Wandbemalung in einer Kinderecke im Versammlungslokal der Islamischen Gemeinschaft Bosniens in Basel. (Bild: Georgios Kefalas / Keystone)
Der Kanton Zürich will neu vertragliche Beziehungen mit muslimischen Gemeinschaften eingehen. Es braucht aber im Gegenteil mehr Trennung von Staat und Religion – gerade wegen der zunehmenden weltanschaulichen Vielfalt.

Von Andreas Kyriacou | Neue Zürcher Zeitung

Der Zürcher Regierungsrat will den Umgang mit Weltanschauungsgemeinschaften neu gestalten. Das ist erfreulich. Der Anteil der religiös ungebundenen Menschen nimmt stetig zu, daher ist es in der Tat nötig, das Verhältnis von Staat und Kirchen zu revidieren.

Wer gehofft hatte, der Regierungsrat werde an seiner Präsentation der «Leitsätze zum Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften» mitteilen, er wolle die Privilegien der staatlich anerkannten Vereinigungen überprüfen, wurde allerdings enttäuscht. Zum «System Landeskirche» meinte die Justizvorsteherin Jacqueline Fehr nur, dass es sich bewährt habe und dass die Kirchen wertvolle Dienste erbrächten.

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„2000 Jahre alte Hirten-Mythologie“ Jusos lästern über Jesus

Bild: bb

Sachsen-Anhalts Jusos greifen die Kirche an. Beim SPD-Landesparteitag am Wochenende will die Nachwuchsorganisation eine strikte Trennung vom Staat und Kirche durchsetzen.

Von Hagen Eichler | Mitteldeutsche Zeitung

Jusos Sachsen-Anhalt kritisieren christlichen Glauben

Damit kritisieren die Jusos nicht das Verhältnis von Staat und Kirche, sondern den Glauben an sich. Der Begriff „Hirten-Mythologie“ spielt darauf an, dass nach der Bibel Hirten die ersten waren, die Jesus als Sohn Gottes anbeteten. Die abfällige Formulierung wurde zuvor bereits von dem atheistischen Buchautor Philipp Möller verwendet.

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Dodo des Monats Dezember 2017: Dirk Behrendt

Dodo des Monats Dezember 2017 ©HFR

Der Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dirk Behrendt, möchte muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Hijab zu erlauben.

Dem Wunsch des Senators steht das Berliner Neutralitätsgesetz entgegen.

Lehrkräfte und andere Beschäftigte mit pädagogischem Auftrag in den öffentlichen Schulen nach dem Schulgesetz dürfen innerhalb des Dienstes keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole, die für die Betrachterin oder den Betrachter eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft demonstrieren, und keine auffallenden religiös oder weltanschaulich geprägten Kleidungsstücke tragen. Dies gilt nicht für die Erteilung von Religions- und Weltanschauungsunterricht.Gesetz zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin.Vom 27. Januar 2005.GVBl. 2005, 92

Behrendt sieht Diskriminierung für Lehrerinnen, die auf Grund ihrer Religion Kopftuch tragen wollen.

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Kopftuchtragende Frauen sind nichts anderes als glückliche Sklaven. Die Not Sklavin einer Religion zu sein wird zur Tugend. Nicht wenige behaupten ihre Verhüllung freiwillig zu tragen. Warum nehmen sie dann diese nicht freiwillig wieder ab? Und schon wird die Freiwilligkeit ad absurdum.
Der Senator meint die Diskriminierung liege in der Einstellung von muslimischen Lehrern begründet, die ja völlig unverschleiert daher kämen. Wie grünäugig muss man sein derart zu denken und zu unterstellen. Es sind eben jene Männer, die ihren Frauen die Freiwilligkeit der Verhüllung einreden. Welche naive Weltsicht steht hinter der Auffassung ein Gesetz aufzuweichen, welches religiös-weltanschauliche Neutralität für alle garantiert. Der säkulare Staat mischt sich nicht in die Dinge des Glaubens ein, sichert aber auch, dass er selbst weltlich neutral bleibt. Das gewährleistet die Handlungsfähigkeit des Staates gegenüber jedweder Religion und Weltanschauung. Der Pastafari-Lehrer kann nicht mit dem Nudelsieb auf dem Kopf zum Unterricht erscheinen, der Hindu darf seinen geliebten Ganesh nicht aufs Pult stellen usw. In weltlichen Angelegenheiten bestimmt der Staat, in Sachen Himmel und Hölle die vermeintlichen irdischen Hilfskräfte imaginärer Himmelsgeister.

Was wäre denn die Signalwirkung einer Lehrerin mit Hidschab? Schon jetzt werden muslimische Schülerinnen von Mitschülern unter Druck gesetzt. Der Druck wird auch aus den Moscheen heraus an die Schülerinnen vermittelt. Die kopftuchtragende Lehrerin wird zum Hebel den Druck auf muslimische Schülerinnen zu erhöhen.
Behrendt meint, Mission finde trotz Kopftuch nicht statt. Bei solch geradezu kindlicher Naivität entsteht die Frage wie man Senator in Berlin werden kann. Eine kopftuchtragende Lehrerin ist Dauermission, Propaganda. Außerdem, wie will er überprüfen, dass eben keine Mission stattfindet. Das Kopftuch höchst selbst steht für Handlungen die mit unseren Grundrechten nicht korrespondieren. Die glückliche Sklavin diskriminiert sich selbst, sie begibt sich in eine Rolle als Frau, welche dem Gleichberechtigungsgedanken des Grundgesetzes entgegensteht. Dort liegt die Diskriminierung muslimischer Kopftuchträgerinnen. Kindern soll vorgelebt werden, dass Frauen nur an Männer herantreten können, dürfen, wenn sie Kopftuch tragen. Gehts noch? 300 Jahre Aufklärung im Müll der Geschichte.
Ich würde mein Kind sofort von der Schule nehmen, angesichts dieser religiösen Indoktrinationsversuche.
Heute reden wir über kopftuchtragende Lehrerinnen, morgen darf der Scientologen-Lehrer seine Xenu-Puppe den Kinder vorführen. Vielleicht will ja der Berliner Justizsenator eine religiös-plurale Theokratie.
2001 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte: Das Erziehungsrecht der Eltern und die negative Religionsfreiheit des Kindes (also frei von Religion zu sein) sowie der staatliche Bildungsauftrag müssen höher bewertet werden, als das Recht auf freie Berufswahl der Lehrerin.

Die Grünen-Abgeordnete Bettina Jarasch auf dem Parteitag der Grünen im Dezember 2017: „Das Neutralitätsgesetz gehöre auf den Prüfstand.“

Es ist erschreckend zu sehen wie angebliche Feministinnen religiöse Unterdrückungsszenarien legitimieren wollen, unabhängig der Tatsache, sich selbst lächerlich zu machen.
Mit den Berliner Grünen werden wir es erleben, religiöser Mummenschanz auf den Richterbänken, die Richterin in Burka und über allen schwebt das Kreuz. Lichtenergie, Gong-Meditation, die grinsende Glatze vom Dalai Lama hängt neben den Lattenjupp. Die Burka-Polizistin und die Niqab-Frau vom Ordnungsamt, die grüne Welt pluralen Gotteswahns. Wer es versucht allen recht zu machen hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Behrendt verweist auf die derzeitige Rechtslage. Kopftuch-Lehrerinnen können in Berlin auf Entschädigung klagen, wenn sie nicht eingestellt werden. Dieser juristische Streit ist aber noch nicht letztinstanzlich entschieden. Das vom Senator ebenfalls zitierte Bundesverfassungsgericht hat „pauschale Kopftuch-Verbote“ auch nur dann als rechtswidrig eingestuft, wenn nicht alle äußeren religiösen Bekundungen unterschiedslos für alle Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen verboten werden.

Die freudige Einfalt von Dirk Behrendt wird uns eine Vielfalt bescheren, die selbst Marokko und Tunesien als fundamentalistischen Islam erkennen werden.
Das Kopftuch ist ein religiöses und politisches Statement, wer das nicht erkennt leidet unter kognitiven Dissonanzen. Das Erschreckende daran, wie leicht Politik Erfüllungsgehilfe religiösen Konservatismus wird, statt liberal dem Freiheitsgedanken zu folgen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Britons View Atheists As More Moral Than Believers, Religion More Harmful Than Good

Image: Church and State
An eye-opening survey conducted in the UK reveals a truth many in the United States will find shocking. When asked if atheists are more or less moral than religious people, our allies across the pond favor atheists.

By Frank Minero | Church and State

The British feel those who identify as atheists are more likely to be good people. In fact, 12.5% of Britons believe atheists are more moral, while only 6% say atheists are less moral.

Fewer than a quarter of Britons believe religion is a force for good. On the contrary, over half believe religion does more harm than good. Even 20% of Britons who describe themselves as ‘very religious’ are on record stating religion is harmful to society.

The poll, conducted by Survation for the HuffingtonPost UK’s series Beyond Belief doesn’t address why Britons have come to this conclusion, however faith in God and religion is falling in America as well. Jerome Baggett, a professor at the Graduate Theological Union in Berkeley, California told The San Francisco Business Times why he thinks people are retreating from religion in the United States,

“Religious institutions themselves have lost their legitimacy in the eyes of many Americans due to sexual and financial scandals, or political overreaching ‘by the so-called Christian right.’”

Linda Woodhead, professor of the sociology of religion at Lancaster University, told The Huffington Post UK she found the results of the poll “striking,”

“This confirms something I’ve found in my own surveys and which leads me to conclude that religion has become a ‘toxic brand’ in the UK. What we are seeing is not a complete rejection of faith, belief in the divine, or spirituality, though there is some of that, but of institutional religion in the historic forms which are familiar to people.”

Woodhead explains the reason Britons are distancing themselves from religion are “numerous” and include: sex scandals involving Catholic priests and rabbis, as well as Islamist terror attacks and conflict in the Middle East,

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Frankreich erinnert an Opfer des Anschlags auf „Charlie Hebdo“

Der französische Präsident Emmanuel Macron (r.) steht vor einer Erinnerungstafel für einen ermordeten Polizisten in Gedenken an die islamistische Anschlagsserie, bei der im Januar 2015 17 Menschen getötet wurden. Der Polizist starb vor dem Redaktionsgebäude des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Foto: dpa
Drei Jahre nach dem Terroranschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ gedenkt Frankreich der Opfer. Erinnert wird auch an die Menschen, die bei einer Attacke auf einen jüdischen Supermarkt ums Leben kamen.

Frankfurter Rundschau

Frankreich hat drei Jahre nach dem Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ erneut der zwölf Todesopfer gedacht. Präsident Emmanuel Macron, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und mehrere Minister versammelten sich am Sonntag zu einer Trauerzeremonie vor den früheren Redaktionsräumen der Satirezeitung in Paris. Getrauert wurde am Sonntag auch um die vier Opfer des Anschlags auf einen jüdischen Supermarkt zwei Tage nach der Attacke auf „Charlie Hebdo“.

Auf Wunsch der Hinterbliebenen fielen die Trauerzeremonien sehr nüchtern aus. Vor der früheren Redaktion von „Charlie Hebdo“ wurden zunächst die Namen der Anschlagsopfer verlesen. Anschließend legten Macron und Hidalgo Kränze nieder und hielten eine Schweigeminute ab.

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Didier Eribon: Ein Motor gegen die Unterwerfung

foto: robert newald Mit „Gesellschaft als Urteil“ tritt Didier Eribon mit seiner eigenen Herkunft in ein produktiveres Verhältnis. Das Ideal der Aufklärung wird aber von ihm nicht über Bord geworfen.
Kann man die soziale Scham auch politisch nutzen? Mit „Gesellschaft als Urteil“ wendet sich der Starsoziologe noch einmal seinem Erfolgsbuch „Rückkehr nach Reims“ zu

Von Dominik Kamalzadeh | derStandard.at

Wenn ein französischer Intellektueller Rückschau auf die eigene Herkunft hält, hat das normalerweise nicht das Zeug zu einem Bestseller. Mit Rückkehr nach Reims, Didier Eribons 2016 auf Deutsch veröffentlichtem Buch über die soziale und sexuelle Scham, der er sich offen zu stellen wagte, verhielt es sich anders.

Die Selbstanalyse wurde zu einem Buch der Stunde. Und zwar nicht nur der Aufrichtigkeit seines Kampfes halber, sondern vor allem deshalb, weil es eine kluge Erklärung dafür bot, warum große Teile der Arbeiterschicht den Klassenkampf aufgegeben haben und mittlerweile nach rechts abgedriftet sind. Selbst ganze Theaterabende wurden schließlich auf Grundlage von Rückkehr nach Reims ausgerichtet.

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Austria: Mit dem „Spaghettimons­ter“ gegen Staat und Kirche

Anhänger des „Spaghettimonsters“ könnten am Montag die Vorstufe zur Religionsgemeinschaft erreichen. Für die Religionskritiker wäre es ein Erfolg.

Kurier.at

Bekommt das „Fliegende Spaghettimonster“ einen Platz neben Gott, Allah und Buddha? Am kommenden Montag wird am Bundesverwaltungsgericht diese grundlegende Frage verhandelt. Seit 2014 kämpft die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“, eine Satire-Religion, um die Anerkennung als staatliche Religionsgemeinschaft. Damals lehnte das Kultusamt das Ansinnen ab, nun könnte der Streit neu entschieden werden.

Im ersten Schritt geht es den Spaghettimonster-Aktivisten darum, nur als „religiöse Bekenntnisgemeinschaft“ eingetragen zu werden. Denn die Hürden, um als vollwertige Religionsgemeinschaft gesetzlich anerkannt zu werden, sind mittlerweile hoch. Man braucht dafür zum Beispiel zwei Promille der Bevölkerung, also 17.000 Menschen als Mitglieder. Auch muss die Gemeinschaft seit mindestens 20 Jahren in Österreich bestehen, zehn davon in organisierter Form.

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„Charlie-Hebdo“-Chef: Meinungsfreiheit wird „Luxusprodukt“

Titelblätter der ersten Charlie-Hebdo-Ausgabe nach den Morden in der Redaktion im Jänner 2015. – APA/AFP/JOEL SAGET
Der Chefredakteur der französischen Satirezeitung zieht drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion mit zwölf Todesopfern eine bittere Bilanz.

Die Presse.com

Die Meinungsfreiheit wird zum „Luxusprodukt“: Diese bittere Bilanz zieht der Chefredakteur der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“, Riss, drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion mit zwölf Todesopfern. Er beklagt in einem Leitartikel die enormen Kosten für die Sicherheit der Zeichner und Autoren des Blattes.

Pro Jahr müssten 800.000 Exemplare von Charlie Hebdo verkauft werden, nur um die Kosten zum Schutz der Mitarbeiter zu decken, schreibt Riss in dem Meinungsartikel in Charlie Hebdo vom Mittwoch, welcher bereits am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die Meinungsfreiheit werde damit „zum Luxusprodukt wie ein Sportwagen“ – wobei er sich offenbar nur auf die Terrorgefahr bezieht, nicht auf andere Gängelungen.

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Der Keim der Fehlentwicklung in der Türkei

Erdoğan-Anhänger in Istanbul (Foto: Osman Orsal/Reuters)
Es begann schon vor Erdoğan: Der Journalist Baha Güngör beschreibt den Weg Ankaras Richtung Islamismus.

Rezension von Luisa Seeling | Süddeutsche Zeitung

Kein Wunder, dass Atatürks Enkel wütend sind, sie haben schon einiges mitgemacht. Baha Güngör, zwischen 1984 und 1999 Korrespondent für deutsche Medien in der Türkei, später Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle in Bonn, kann ein Lied davon singen.

Einiges von dem, was er in seiner Laufbahn erlebt hat, schildert er in seinem Buch „Atatürks wütende Enkel“ – etwa den Anwerbeversuch eines Agenten.

Der 29. Januar 1986, schreibt Güngör, ist ihm unvergesslich: „Ich hatte nämlich völlig unerwartet die Wahl zwischen der Mitarbeit für den türkischen Geheimdienst MIT als Informant oder dem Risiko, irgendwann die Überlegenheit des türkischen Staates zu spüren zu bekommen.“

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Quid pro quo: Niemand muss bei Deals à la Weinstein mitspielen

Grafik: TP
Geduldete sexuelle Übergriffe von Menschen in Machtpositionen sollten nicht als Missbrauch, sondern als Korruption verstanden werden

Von Ruth Berger | TELEPOLIS

Bei der Affäre Weinstein handelt es sich, wie bekannt, nicht um einen Einzelfall, zumindest nicht im Mediengewerbe. Ich selbst habe zweimal und eine Studienfreundin mindestens einmal erlebt, dass Männer in einer Machtposition sexuelle Gefallen für Unterstützung beim Fortkommen einforderten.

Es handelte sich in allen drei mir persönlich bekannten Fällen um Personen, die innerhalb ihrer Branche bekannt sind bzw. waren, nicht aber einem größeren Publikum. Alle drei Fälle geschahen in den Nuller Jahren, der Mann war jeweils mindestens zwanzig Jahre älter als ich bzw. die Freundin.

Das Quid pro quo wurde nicht explizit ausgesprochen, was Beschwerden oder Anzeigen kaum möglich erscheinen ließ, zumal ohnehin Wort gegen Wort gestanden hätte und man noch eine Verleumdungsklage oder andere Versuche, einem zu schaden, hätte fürchten müssen.

Vielmehr war das Quid pro quo implizit, aber so klar erkennbar, dass ich mir auch in dem einen Fall ganz sicher war, wo in dem Moment, als ich mich aus dem „Geschäft“ zurückzog, noch keine direkte sexuelle Avance geschehen war.

In dem anderen mich betreffenden Fall hatte es zu dem Zeitpunkt meines „Rückziehers“ schon einen unvermittelten Kuss sowie verbale Tändeleien gegeben, die gar keinen Zweifel mehr erlaubten, wie es weitergehen würde. (Weitere Fälle, bei denen ich mich aufgrund im Nachhinein entwickelten Vermeidungsverhaltens zurückzog, bevor ich mir hundertprozentig sicher war, lasse ich hier weg.)

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Wenn Weltbilder aufeinanderprallen

Bild: Pixabay/CC0
Wer den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft beschreiben möchte, benutzt gern das Wort „polarisiert“. Soll heißen: Im öffentlichen Diskurs stehen sich bei vielen Themen gegensätzliche Meinungen und Weltbilder mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber.

Von Elke Halefeldt | TELEPOLIS

Die Dinge werden dadurch verkompliziert, dass Weltbilder ja keine Häuser aus „harten Fakten“ darstellen, sondern auch auf Axiomen, Schätzungen, Prognosen, Interpretationen aufbauen. Viel Raum für Gefühle, Ideologie und „einfache Antworten auf schwierige Fragen“, quasi das Spezialgebiet der viel gescholtenen Populisten. Allerdings: Auch intelligente und gebildete Menschen, darunter linke, sind in Zeiten, in denen die Medien uns mit unüberschaubar vielen Informationen überhäufen, nicht gegen „gefühlsgeleitete Realitätsverweigerung“ gefeit.

Anfang November hat sich der Welt-Korrespondenten Alan Posener mit einem Meinungsbeitrag zu Wort gemeldet: „Migration hat Deutschland weltoffener und moderner gemacht.“ Eine migrations-skeptische Gesellschaft wäre „ein chauvinistisches, intolerantes, verbittertes, altes, misstrauisches, innovationsfeindliches und isoliertes Deutschland: das Abbild der Verhältnisse auf AfD-Parteitagen.“

Zu diesem Schluss kommt Posener, obwohl er diverse von Migration verursachte „Rückschläge“ und „Opfer“ durchaus sieht und benennt. Henryk M. Broder bescheinigte seinem optimistischen Kollegen daraufhin „idealistische Akrobatik“. Einwanderung könne auch schief laufen.

Wir nehmen aber mal an, der Amadeu Antonio Stiftung (AAS) gefiele Poseners Denkansatz gut. Was ihr nicht gefällt, hat die Stiftung kürzlich in der Studie „Toxische Narrative“ zusammengetragen. Narrative sind laut AAS „Erzählungen“, „mit denen wir die Welt ordnen, erklären und die beschreiben, aus welchem Blickwinkel wir die Gesellschaft betrachten“.

Konkret geht es um Narrative von zehn Social-Media-Akteuren des „verschwörungstheoretischen, rechtsextremen und rechtspopulistischen Spektrums“ (u. a. AfD, Compact-Magazin, NPD), die in diesem Fall als toxisch, eben: Gift für die Gesellschaft, eingestuft werden.

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Argumente gegen Gott und Götter

Ich lade dich ein, einige Argumente der weltanschaulichen Gegenposition zu lesen, die Gott als höchst unwahrscheinlich darstellen.

Von Felix Kruppa | Richard-Dawkins-Foundation

Das Theodizee-Problem

Theodizee bedeutet übersetzt „Rechtfertigung Gottes“. In der Theologie versucht man seit Jahrhunderten verzweifelt das Leid auf der Welt in Einklang zu bringen mit einem allmächtigen, allgütigen und allwissenden Gott.

In Erklärungsnot gerät man als Theist vor allem dann, wenn man nicht durch den Menschen verursachtes Leid, also z.B. Krankheiten und Umweltkatastrophen, mit einem gütigen und allmächtigen Gott erklären muss. Wenn Gott das Leid auf der Welt toleriert und tatenlos dabei zusieht, wenn u.a. tausende kleine Kinder an unheilbaren Krankheiten sterben, ist er nicht allgütig. Wenn er es nicht verhindern kann, ist er nicht allmächtig. Wenn Gott keine bessere Welt als diese hat erschaffen können, ist außerdem die Heilserwartung falsch, es gäbe folglich kein Paradies und keine Erlösung.

Oft versuchen Theisten Gott dadurch moralisch zu retten, indem sie seine Allmacht bedingt beschränken wollen. Ein Argument, das mit „Gott ist allmächtig, aber…“ anfängt, muss aber schon deshalb scheitern, weil das Präfix „all“ einen universalen Anspruch impliziert. Wenn Gott allmächtig ist, kann es kein „aber“ geben.

Wenn man Gott mit dem Leid auf der Welt in Einklang bringen will, muss entweder seine Allmacht oder seine Allgüte aufgegeben werden. Oder aber man kommt zur Einsicht Nietzsches:

„Gott ist tot.“

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Schweiz: «Die Burka-Initiative wird zum Testfall werden»

Das unterschriftenträchtige Requisit der Initianten für ein Verbot der Burka: Der Schleier sei ein Oberflächenproblem, meint Politologe Liedhegener. (Bild: Christoph Ruckstuhl / NZZ)
Für die Regelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat sind in der Schweiz die Kantone zuständig. Das sei nicht mehr zeitgemäss, findet der Politologe Antonius Liedhegener. Er plädiert für eine Verfassungsrevision.

Von Christina Neuhaus | Neue Zürcher Zeitung

In Zusammenhang mit der Burkaverbotsinitiative flackert immer wieder einmal die Idee eines Religionsartikels auf. Was könnte eine solche Ergänzung der Bundesverfassung bringen?

Es ist nicht zufällig, dass die Idee regelmässig aufflackert. Auslöser ist stets die Diskussion über die Burka, doch das ist ein Oberflächenproblem. Im Hintergrund steht etwas anderes.

Was?

Es geht derzeit immer um den Islam. Man schreibt von Religionen, meint aber zumeist nur eine. Die Schweiz hat sich mit dieser Diskussion in eine Sackgasse bewegt. Die Einzigen, denen diese Debatte gefallen kann, sind die Islamisten.

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Endlich werden die Atheisten mit den Kirchen gleichgestellt

Jahr für Jahr melden sich 2000 Berliner Schüler für die Jugendweihe an. Foto: imago
Seelsorger eilen herbei, wenn Menschen in Not sind – nach Unglücken oder Terroranschlägen. Medien ist es stets wichtig zu vermelden, dass Betroffene, ob Verletzte oder Angehörige von Opfern, geistlichen Beistand und Trost erhalten. Auch in der Bundeswehr, in Krankenhäusern oder Justizvollzugsanstalten stehen Seelsorger bereit – entsandt von den Kirchen, bezahlt vom Staat wohlgemerkt.

Von Maritta Adam-Tkalec | Berliner Zeitung

Welche Fürsorge aber gilt den Atheisten, die von einem Gott naturgemäß keinen Trost erwarten sondern des menschlichen Beistands bedürfen? Erfahrungsgemäß werden sie von salbungsvollen Predigerworten eher auf die Palme getrieben statt in ruhige Gefilde geführt. Die sollen sich nicht so haben, hört man häufig, wenn dieses Problem angesprochen wird. Da wirkt die Arroganz jahrhundertelang gewohnter Selbstverständlichkeit nach.

Eine kleine Revolution

Doch die Lage ändert sich: Zwei Drittel der Berliner Bevölkerung sind konfessionslos, bundesweit ist es ein Drittel. Und die Nichtreligiösen verlangen immer klarer: Gleiche Pflichten, gleiche Rechte!

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