Archiv der Kategorie: Radikalismus

At Bergen-Belsen, where tens of thousands perished… and others began their lives

Berm covering mass grave at site of Bergen-Belsen concentration camp. April 24, 2015 (photo credit: Renee Ghert-Zand/Times of Israel)

Ahead of the 70th anniversary of its liberation, a visit to the German camp with what is Europe’s largest Jewish cemetery, accompanied by some of the ‘babies’ born in the DP camp after the war


By Renee Ghert-Zand|The Times of Israel

BERGEN-BELSEN, Germany — There are no gas chambers or crematoria to see at Bergen-Belsen. Instead, there are grassy berms, covering the massive pits into which more than 10,000 emaciated corpses were packed, with bulldozers, after British forces liberated the concentration camp on April 15, 1945.

From a young age, I have seen film footage of those bulldozed bodies, but the other day I actually walked among those berms. It was a disturbing feeling, a surreal experience I have not yet fully grasped. Yet, before I will have had time to fully process it, I will walk by those mass graves again on Sunday, as I make my way to the official ceremony marking the 70th anniversary of the liberation of Bergen-Belsen.

Dignitaries like German President Joachim Gauck, World Jewish Congress President Ronald Lauder, and British Chief Rabbi Ephraim Mirvis will speak. I suspect, however, that I may be listening more to the ghostly sounds that someone with me here and who has visited this site many times, says she hears, as the wind blows through the 70-year-old trees that stand exactly where the camp’s barracks used to be.

The concentration camp

The barracks are gone because the British immediately burned down every single structure in the typhus- and typhoid-infested camp in an effort to prevent the further spread of disease. That’s why there is nothing left of this place, where more than 70,000 people perished between 1941 and 1945, other than vast open fields and the surrounding forest — and, of course, the huge mounds covering those who died of disease or starvation as the camp’s population ballooned tremendously beyond capacity. That was when the Soviets advanced across Poland, and the Germans marched and transported prisoners from death camps in the east to concentration and prison camps in territory still under their control.

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Brauchen (Priester)Seminaristen ‘Artenschutz’?

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Die Pfarrgemeinden stehen in einer dringlichen Pflicht: Auch ohne die Priesteramtskandidaten zu verhätscheln, brauchen diese das Wohlwollen und die Bestätigung der Gläubigen. Zum „Tag der geistlichen Berufe“.


Von Paul Josef Cordes|kath.net

Vor meiner Berufung in den Vatikan war ich vier Jahre lang Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Die Spendung des Firmsakraments und die Visitation der Pfarreien machten den Hauptinhalt meines Dienstes aus. Durch andere angeregt, bat ich nach einiger Zeit die priesterlichen Mitbrüder, beim Besuch der jeweiligen Dekanate auch eine Begegnung von jungen Leuten zu organisieren, die sich für Priester- und Ordensberufe interessierten. Der Zustrom war nicht eben berauschend, aber der kleine Kreis half zu dichten Gesprächen und zu großer Aufrichtigkeit. Meine erste Frage war meistens: „Was sagen Bekannte oder Klassenkameraden, wenn sie hören, dass Ihr Euch mit dem Priesterberuf befasst?“ Durchwegs kam die Antwort: „Fast alle warnen oder sind dagegen.“ Allerdings auch: „Nur unsere Oma macht mir Mut.“ Schon diese Information weckte in der Runde eine wichtige Einsicht: Es liegt nicht an meiner Person, wenn andere meine Wahl dieses Berufs missbilligen; der Beruf als solcher weckt Vorbehalte, ist gefährlich, erscheint abseitig oder verstiegen. Die Begegnungen waren wohl schon hilfreich, weil sie diese Einsicht erbrachten. Später hörte ich mehr als einmal, sie hätten bei dem einen oder andern dazu beigetragen, sich für das Priestertum zu entscheiden.

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Dschihadistinnen fliehen desillusioniert vor dem IS

Foto: pa/landov

Begeistert zogen junge Frauen aus Europa ins “Kalifat” der Terrormiliz Islamischer Staat, um den wahren Islam zu leben. Nun kehren die ersten traumatisiert zurück und fürchten die Rache der Fanatiker.


Von Dietrich Alexander|DIE WELT

“Dschihad-Bräute” werden sie etwas despektierlich genannt, jene Frauen, die in das “Kalifat” der selbst ernannten Gotteskrieger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ziehen. In der Regel werden sie mit islamistischen Kämpfern zwangsverheiratet und glauben daran, eine reine islamische Gesellschaft aufzubauen, einen Gottesstaat wie zu Zeiten des Propheten Mohammed im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Sie träumen von einem erfüllten, religiös dominierten Leben unter Gleichgesinnten.

Die meisten dieser Mädchen und jungen Frauen fühlen sich oft unverstanden und sind schlecht bis gar nicht integriert in den westlichen, demokratischen Gesellschaften. Sie sind also leicht manipulierbar. Und sehr empfänglich für das von den IS-Propagandisten via professionell inszenierter Videofilme transportierte Image eines perfekten Islam im “Kalifat”, das vorgibt, gegen alle Widerstände sein vermeintliches Recht auf eine anachronistische Gesellschaftsordnung durchsetzen zu wollen. Andere Frauen sind sehr wohl integriert, verfügen gar über akademische Bildung. Trotzdem werden sie offenbar in einer labilen Phase ihre Lebens von demagogischen Predigern radikalisiert und wollen den IS unterstützen.

Unlängst hat die Quilliam-Stiftung in London, die über den Radikal-Islamismus forscht, ein 40-Seiten-Handbuch übersetzt, in dem eine ominöse IS-Frauengruppe eine multikulturelle Traumwelt vom “IS-Kalifat” zeichnet. “Der Tschetschene ist hier ein Freund des Syrers, der Golf-Araber ein Nachbar des Kasachen”, heißt es darin. Nirgendwo sonst sei es möglich, in solcher Eintracht mit dem muslimischen Glauben zu leben.

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Spät. Zu spät?

Einfahrtsgebäude des KZ Birkenau, Ansicht von innen (1945, nach der Befreiung, Fotogr. S. Mucha) wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de

Der Angeklagte ist nicht mehr der Jüngste. Die Taten, derer er beschuldigt wird, liegen über 70 Jahre zurück. So viel man bisher weiß, hat Oskar Gröning selbst nie einen Menschen getötet, geschweige denn 300.000.


Von Heinrich Schmitz|The European

Der ehemalige SS-Mann Oskar Gröning steht vor Gericht und die Öffentlichkeit erwartet von dem Verfahren Großes. Dem Verfahren haben sich 65 Nebenkläger angeschlossen. Ehemalige KZ-Häftlinge. Menschen, die von den Nazis entrechtet und misshandelt wurden. Die ansehen mussten, wie andere ermordet und wie Müll „entsorgt“ wurden. Die selber litten und nur knapp mit nichts als dem Leben davon gekommen sind. Die Erwartung der wenigen Überlebenden, dass dieses einzigartige Unrecht endlich einmal von einem deutschen Gericht festgestellt und verurteilt wird, ist absolut nachvollziehbar.

Ob dieses Verfahren das leisten kann, ist fraglich

Die bundesdeutsche Justiz hat sich Jahrzehnte lang in ihrem Umgang mit NS-Verbrechern bis auf die Knochen blamiert. Bei popeligen 36.393 Ermittlungsverfahren gegen 172.294 Beschuldigte kam es nur zu 16.740 Angeklagten, von denen nur 6.656 rechtskräftig verurteilt wurden. Ohne Fritz Bauer wären es vermutlich noch viel weniger gewesen. Es gab gerade in der Nachkriegszeit noch viele Braune in der Justiz.

Nun also ein neuer Anlauf mit dem Angeklagten Oskar Gröning. Anklage wegen Beihilfe zum Mord an 300.000 ungarischen Juden. Dass so eine Anklage nach so langer Zeit noch möglich ist, hängt damit zusammen, dass die Verjährung für Mord im Jahre 1979 aufgehoben wurde.

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Terror ist unvereinbar mit Religion

Im Bild: Die TeilnehmerInnen des Panels “Krieg im Namen Gottes”; Foto: Wolfgang Borrs

Das Image der Religionen, vor allem das des Islams, ist stark beschädigt. Auf Grundlage dieses Konsens moderierte taz-Chefredakteurin Ines Pohl das Podium “Krieg im Namen Gottes”. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, beobachtet, dass die Sinnsuche von Menschen stets in Abgrenzung zu anderen erfolge. Dieser Prozess könne positiv sein, aber auch ins Negative umschlagen.


tazlabteam|blogs.taz.de

Dass dabei Fundamentalisten die Religion für politische Zwecke missbrauchen und eine ganze Religionsgemeinschaft wie den Islam in Verruf und unter Generalverdacht bringen, kritisiert auch Aiman A. Mazyek in seiner Funktion als Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. “Religion gibt mir Kraft. Sie ist eine innere Quelle”. Die Zuschreibung von politischem Extremismus mit dem Islam bezeichnet er als “verkehrte Zuschreibung”, die vor allem durch die deutschen Medien transportiert werde.

Nahostexpertin Kristin Helberg pflichtet den Aussagen Mazyeks bei. Es sei durchaus fragwürdig, dass die Presse den arabischen Staaten als Weltregion Negativphänomene wie Terrorismus und Frauenunterdrückung zuschreiben, jedoch dabei ausblenden, dass in islamischen Staaten wie Indonesien die Demokratie gut funktioniere. “Der Tunnelblick verhindert das Verstehen der Situation. Denn Gewalt hat viele Ursachen”, argumentiert sie. Die Wahrscheinlichkeit im Jahr 2013 in den USA durch ein Kind erschossen zu werden sei größer, als durch islamistische Terroristen getötet zu werden, zitiert sie eine Erhebung, die für Aufsehen im Podium sorgt.

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Islamistischer Terror: Polizeischutz für Kirchen

Propstei-Kirche Leipzig. Bild: propstei-leipzig.de

Propstei-Kirche Leipzig. Bild: propstei-leipzig.de

Nach den vereitelten Anschlägen von Paris machen sich auch die Sicherheitsbehörden in Deutschland Gedanken, wie sie darauf reagieren sollen. Man könne aber nicht vor jede Kirche zwei Polizisten stellen, heißt es.


Von Ute Rasche|Frankfurter Allgemeine

In Frankreich hat der Innenminister verstärkten Polizeischutz für Kirchen angeordnet. In Deutschland ist das bisher nicht der Fall. „Nach den vereitelten Anschlägen auf zwei Kirchen in Paris stehen wir aber in engem Kontakt mit den französischen Behörden“, heißt es im Bundesinnenministerium. Dabei geht es um das genaue Anschlags-Szenario und die Kontakte des mutmaßlichen Attentäters in die internationale islamistische Szene.

In Deutschland gibt es 24.200 katholische und 20.600 protestantische Kirchen. „Wir können jetzt nicht vor jede zwei Polizisten stellen“, sagt ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. In dessen Zuständigkeit fällt der Kölner Dom, das zweithöchste Gotteshaus Europas. 20.000 Besucher am Tag betreten den Dom. Die Sicherheitsvorkehrungen seien „auf hohem Niveau“, sagt der Dompropst. Deutlicher will er nicht werden: „Abwehrmaßnahmen, über die man spricht, sind keine.“

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Religionskritik: Dröhnendes Schweigen

Screenshot: foxnews.com

Früher war Religionskritik die vornehmste aller marxistischen Tugenden. Doch zum Glaubensterror des islamischen Fundamentalismus hat die westliche Linke nichts zu sagen.


Von Volker Weiß|ZEIT ONLINE

Im November 2014 wagte der amerikanische Filmemacher Ami Horowitz ein Experiment. Eine IS-Fahne schwingend, stellte er sich auf den Campus in Berkeley, dem Initiationsort der US-Linken. Dazu rief er, der IS wolle den Frieden und verteidige sich nur gegen die Aggression des Westens. Von den Studenten kamen freundliches Winken und Zuspruch: “Thumbs up!” Nur einmal wurde Kritik laut – die Bitte, auf dem Campus nicht zu rauchen. Kurz darauf wiederholte er den Versuch mit einer israelischen Flagge, die Parolen entsprechend angepasst: Israel wolle den Frieden und verteidige sich nur gegen Angriffe. Er erntete beeindruckende Aggressionen.

Sicher, Horowitz ist ein profilierter Polemiker, seine Arbeiten laufen auf dem Neocon-Sender Fox News. Als künstlerisches Vorbild hat er sich Michael Moore gewählt, was ihn nicht gerade zur Objektivität verpflichtet. Er wird das Material für seine Zwecke geschnitten haben, dennoch bleiben die Reaktionen der Studenten authentisch. Schlimmer noch: Sie waren zu erwarten.

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Forscherin: “Islamischer Staat” will Terrornetz in Europa ausbauen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

In der deutschen salafistischen Szene kursiert seit kurzem eine Anleitung der Terrormiliz “Islamischer Staat”, wie gezielt Kämpfer in Europa angeworben und für den Dschihad ausgebildet werden können.


evangelisch.de

Unter dem Titel “How to survive in the West” stehe darin genau beschrieben, wie sich die Anhänger des “wahren Islam” verhalten sollten, sagte die Göttinger Religionswissenschaftlerin Nina Käsehage der “Braunschweiger Zeitung” (Samstagsausgabe). Unter anderem würden auch mögliche Anschlagsziele genannt und Anweisungen zum Aufbau sogenannter Schläferzellen gegeben.

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Genozid-Vorwurf: Wieso die Türkei nur gegen kleine Gegner zuschlägt

erdogan-sultanAus mehreren Ländern hat die Türkei ihre Botschafter abgezogen, weil die von Völkermord an den Armeniern sprachen. Gegenüber großen Handelspartnern wie Deutschland übt Ankara aber Zurückhaltung.


Von Boris Kálnoky|DIE WELT

Die türkische Regierung brodelt. Und das schon seit Längerem. Immer öfter zieht sie ihre Botschafter aus anderen Ländern ab, denn Ankara ist unzufrieden. Gegenwärtig gibt es in sieben Ländern keinen türkischen Botschafter. Aus Israel zog die Türkei ihren Gesandten bereits 2010 ab, nachdem das Land gewaltsam gegen militante türkische Aktivisten vorgegangen war, die die Gaza-Blockade durchbrechen wollten. Dabei waren neun Türken getötet worden.

Aus Österreich und aus dem Vatikanstaat zog Ankara seine Botschafter ab, weil sie von einem “Genozid an den Armeniern” gesprochen hatten – ein Begriff, den die Türkei vehement ablehnt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gab dazu die wohl verbindliche Parole aus: “Unsere Vorfahren haben keinen Völkermord begangen.” Aus dieser Formulierung klingt zwischen den Worten heraus, dass ein Eingeständnis die “Ehre” der heutigen Türken beschmutzen würde.

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Religiotie: Eine Liebesbotschaft für islamische Terroristen

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore.


kath.net

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore. Das christliche Hilfswerk „International Christian Concern“ (Washington) veröffentlichte den fast vierminütigen englischsprachigen Kurzfilm mit dem Titel „Ein Brief vom Volk des Kreuzes“ auf seiner Facebook-Seite. Die Macher wenden sich darin direkt an IS-Anhänger: „Eure apokalyptischen Träume und spektakuläre Sünden erschüttern derzeit den Nahen Osten. Aber das Volk des Kreuzes versammelt sich an euren Toren mit einer Botschaft: Die Liebe wird euch nachgehen. Eine Armee wird kommen, ohne Panzer und Soldaten. Es wird eine Armee von Märtyrern sein, die treu bis in den Tod sind und eine Botschaft des Lebens mit sich tragen.“

„Ihr sterbt für Euren Gott, unser Gott starb für uns“

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“In einem Konzentrationslager ist das nun mal so”

Blick von der “Rampe” zum Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.Bild: Michel Zacharz/CC-BY-SA-2.5

Angeklagter im Lübecker Auschwitz-Prozess sieht sich nur als pflichtbewusstes “Rädchen im Getriebe”


Von Birgit Gärtner|TELEPOLIS

Oskar Gröning ist fast 94 Jahre alt. Beheimatet im beschaulichen niedersächsischen Nienburg/Weser lebte er ein ebenso beschauliches Leben als Personalchef einer Glasfabrik und ehrenamtlicher Richter am dortigen Amtsgericht. Aber es gab ein Leben vor diesem beschaulichen Leben, eines als Mitglied der NSDAP und der SS, eines als “Sonderbeauftragter” der SS im Konzentrationslager Auschwitz, wo er über das den inhaftierten und ermordeten KZ-Insassen aus aller Welt geraubte Hab und Gut penibel Buch führte, und es bisweilen in den Tresor des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA) in Berlin schaffte. Für dieses Leben steht er nun in Lüneburg vor Gericht. Der Vorwurf: Beihilfe zu 300.000fachem Mord! Im Juli soll das Urteil verkündet werden.

Nein, persönlich gemordet hat Oskar Gröning vermutlich nicht. Aber er hat zugesehen und aktiv daran mitgewirkt, dass die Rädchen in Getriebe der Menschenvernichtungs-Fabrik Auschwitz nicht außer Takt kamen. Was er da sah und erlebte, hat ihm nicht alles gefallen, aber “in einem Konzentrationslager ist das nun mal so”, zitiert ihn der Spiegel. Wat mut dat mut.

Und es muss ja schließlich alles seine Ordnung haben. Deshalb, so berichtet er freimütig vor Gericht, wurde in Auschwitz Birkenau auch darauf geachtet, dass bei Ankunft der mit Todeskandidaten überfüllten Waggons alles ruhig und gesittet zuging und sie hübsch der Reihe nach “versorgt” wurden. Für die meisten Betroffenen bedeutete dieses “versorgt” werden, dass sie umstandslos ins Gas geschickt wurden.

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Halal Sex-Shop für Mekka

Bild: HUFFPO Religion

Bild: HUFFPO Religion

Es ist wohl so ziemlich der letzte Ort, an dem man das für möglich gehalten hätte: Doch jetzt soll in der heiligen Stadt Mekka offenbar schon bald ein Sex-Shop eröffnet werden. Dabei ist Saudi Arabien eigentlich für seine besonders strenge Auslegung des Islam bekannt.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der halal Sex-Shop ist die Idee von Abdelaziz Aouragh. Dieser soll sein Konzept bereits im vergangenen Jahr verkündet haben. Mittlerweile sind seine Pläne wohl so weit ausgereift, dass der Laden kurz vor der Eröffnung steht.

Der künftige Sex-Shop-Besitzer will für sein Vorhaben sogar den Segen eines saudischen Klerikers haben, berichtet Russia Today. Dieser soll ihm nämlich erklärt haben, dass seine Idee „zur Verbesserung der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau“ führen könnte.

Zunächst soll der Laden 18 als hala bezeichnete Spielzeuge führen, heißt es weiter. Insgesamt wolle man sich ganz auf die Bedürfnisse der besonders strengen Muslime ausrichten und auch nur diese bedienen. Ergo: Vibratoren wird es dort wohl nicht zu kaufen geben. „Unsere Produkte sollen das Empfindungen von Sinnlichkeit und die Atmosphäre zwischen dem Paar in der sexuellen Beziehung verbessern“, erklärt der Ideengeber.

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Das Recht zur Beleidigung verteidigen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Es ist fast zehn Jahre her, dass eine dänische Zeitung Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlichte und damit eine Welle von muslimischen Protesten auf der ganzen Welt auslöste.


Von Ayaan Hirsi Ali|The Huffington Post

Ebenso wurde die Kluft in Europa sichtbar zwischen jenen, die an freie Meinungsäußerung glauben und jenen, die um des lieben Friedens Willen religiöse Fanatiker beschwichtigen. Ziemlich genau zu dieser Zeit kam ich nach Berlin, um das Recht zur Beleidigung zu verteidigen. Leider ist dieses Recht heute weniger sicher als 2005.

Man denke nur an das Massaker an den Charlie Hebdo-Mitarbeitern in Paris am 7. Januar und die brutale Erschießung von Menschen im jüdischen Feinkostgeschäft am selben Tag. Und dann sind da die befremdlichen Kommentare des amerikanischen Karikaturisten Garry Trudeau in einer Rede vor zehn Tagen, in welcher er „die Absolutisten der Redefreiheit” dafür verdammte, dass sie nicht „Urteilsvermögen und gesunden Menschenverstand” benutzten.

Durch das Veröffentlichen von „geschmacklosen und vulgären Zeichnungen, die eher an Graffiti als Karikaturen erinnern”, so Traudeau, „sei Charlie im Bereich der Volksverhetzung gelandet”. Er kritisierte sogar die französischen Behörden dafür, dass sie Muslime verhaftet hätten, die „unüberlegterweise von der Redefreiheit Gebrauch gemacht und die Attacken gutgeheißen hätten”. Hätte er lieber gesehen, dass Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von Charlie Hebdo, verhaftet wird?

Rufmord mit System

Ich bin ein Absolutist der Redefreiheit. Es ist vielleicht die größte Tragödie der westlichen Zivilisation heute, dass Redefreiheit nicht mehr selbstverständlich ist. Sie ist ein Privileg jener mit bewaffnetem Sicherheitspersonal.

Jenen, die die Debatte über den Islam – jene Dinge, die explizit im Namen Mohammeds und gemäß den Anweisungen des Korans geschehen – verstummen lassen wollen, wird nicht nur körperlicher Mord angedroht, sondern auch Rufmord mit System.

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Kampf gegen Terror: Bundestag stimmt Änderungen im Passgesetz zu

reisepassKünftig soll gewaltbereiten Islamisten der Personalausweis entzogen werden können, um sie an einer Ausreise in Kampfgebiete zu hindern.


evangelisch.de

Mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend in Berlin ein entsprechendes Gesetz.

Bislang durften Behörden lediglich den Reisepass abnehmen, wenn Personen verdächtigt wurden, sich im Ausland einer terroristischen Vereinigung anschließen zu wollen. Nun sollen verdächtige Terroranhänger einen Ersatz-Personalausweis für bis zu drei Jahre erhalten, der nicht zu einer Ausreise berechtigt. Den Ersatz-Ausweis müssen sie selbst bezahlen.

“Zeugen Jehovas zerstören Menschenleben”

wachtturm„Ich bin der Ansicht, dass du ein Anrecht darauf hast, zu wissen, wie der Redaktionsalltag der ‘Paradies GmbH’ so aussieht. Das sind die Menschen, auf deren Führung du während des Weltuntergangs vertrauen sollst. […] Menschen, die behaupten, in Gottes Auftrag zu handeln. Menschen, die […] behaupten, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben […] Menschen, die keine Widerrede dulden und jeden Widerspruch mit sozialer Isolation bestrafen. Menschen, die Menschen sterben lassen, weil sie Prinzipien reiten.” (Misha Anouk, ehemaliger „Zeuge Jehovas” und Buchautor)


Von Dr. Sandra Maxeiner|The Huffington Post

Heute spreche ich mit einer der interessantesten Frauen, die ich bislang interviewen durfte: Mit der 61-jährigen Margit Ricarda Rolf. Couragiert und beherzt setzt sie sich für ein „Leben ohne Angst” ein. Sie kämpft als Gründerin und Leiterin der Mobbingzentrale für Mobbingopfer und Aussteiger und engagiert sich außerdem für Menschen, die die Zeugen Jehovas – jene umstrittene Glaubensgemeinschaft, die Misha Anouk in seinem Buch als „Paradies GmbH” bezeichnet – verlassen wollen.

Sie setzt sich ein für Menschen, die sich von den Zeugen belästigt fühlen oder für solche, die Gefahr laufen in deren Fänge zu geraten. Ricarda, die selbst 15 Jahre lang Zeugin Jehovas war, möchte, dass Menschen verstehen, dass dies keine harmlose Religionsgemeinschaft ist, sondern eine destruktive Sekte, die Familien und Menschenleben zerstört. Man spürt in jedem ihrer Worte, dass es ihr ein Herzensanliegen ist.

Erst jetzt, nachdem ich das Buch „Goodbye Jehova!” von Misha Anouk gelesen habe, ahne ich, warum es Ricarda so wichtig ist, dass Menschen ohne Angst leben können – tut die „Glaubensgemeinschaft” doch wirklich alles, damit das nicht möglich ist: Ihre „Jünger” leben ständig mit einem „Schleier der Sorge, der Angst, der Verantwortung, der sich über alles legt.”

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“Let’s Kick Islam and Christianity out of Africa” — interview with activist Jd Otit

Image: brighterbrains.org

Brighter Brains Institute is interested in secularizing Africa because we believe this would tremendously benefit the continent intellectually, socially, and economically. BBI has two African atheists on our Active Fellow / Board (Leo Igwe and Bwambale Robert Musubaho) and we’ve launched BiZoHa – the world’s first atheist orphanage.


Brighter Brains Institute

We recently discovered an activist who shares our POV on Facebook. The administrator of World Atheists: Lets Kick Islam and Christianity out of Africa agreed to an interview that we’ve posted below:

BBI: What is your background?

Jd Otit: I am originally from Nigeria. I now live in Manchester, United Kingdom. I am a legal practitioner. Besides Nigeria, I have also been to Benin, Ghana, Libya, Tunisia and Morocco.

BBI: Why do you think it is important to kick Christianity and Islam out of Africa?

Jd Otit: Africa definitely would be a great place without foreign religion. We might not be able to eradicate the worship of African deities by Africans, however, the worship of African Gods is less problematic than the evils and atrocities associated with these two foreign doctrines Islam and Christianity.

Africa will fare better as one people. Islam and Christianity has divided us; it has torn the fabric of brotherhood that held us together; we see ourselves as Muslims or Christians; we do not recognize what bound us together anymore – our color, our Africaness, our common adversities as a people – we rejoice at the peril of Muslims or Christians because we do not think any more as “African” but rather we label ourselves according to some Middle Eastern idiocy introduced to us through slavery.

My experience of religious Africa is of people who are stupidly passive and numb due to faith and expectations of a greater reward in some paradise. African people have left the fight to “god” – Jewish and Arab Gods are now their escape route, due to fear and cowardice.

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Mutation der Religion

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Die kruden Heilsversprechen und Ideologiekonstrukte des IS in Verbindung mit Endzeitphantasien, die über Filme und Magazine im Internet verbreitet werden, machen die Terrormiliz auch für radikale Kräfte aus Europa attraktiv.


Von Michael Kiefer|Qantara.de

Nach jüngsten Schätzungen des in London ansässigen “International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence” (ICSR) kämpften in den Bürgerkriegsgebieten in Syrien und Irak Ende des Jahres 2014 mehr als 20.000 ausländische Kombattanten. Von diesen kommt gut ein Fünftel aus westeuropäischen Staaten. Damit ist Europa für die Schergen des “Islamischen Staats” (IS) das zweitwichtigste Rekrutierungsgebiet.

Sehr hoch sind die Ausreisezahlen in Belgien, Dänemark und Schweden. Alleine das kleine Belgien hatte bis zum Jahresende 440 Ausreisende zu verzeichnen. Das sind 40 Ausgereiste auf eine Million Einwohner. Weniger dramatisch stellen sich die Zahlen für Deutschland dar. Hier konnten im Erhebungszeitraum 500 bis 600 Personen erfasst werden, die sich mutmaßlich in Kampfgebiete begeben hatten. Bezieht man diese Zahl auf die Gesamtbevölkerung, so ergibt sich eine Relation von sieben Ausgereisten auf eine Million Einwohner.

Bei der Betrachtung dieser insgesamt hohen Zahlen drängen sich eine Reihe von Fragen auf: Wer zieht in den Krieg? Welche Motive haben die Ausreisenden? Und was tun Muslime und Zivilgesellschaft gegen diesen ausufernden Bürgerkriegstourismus?

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“Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden”

Muaamar al-Gaddafi. Bild: Iulianhisom/CC-BY-SA-3.0

“Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.”


Von Ramon Schack|TELEPOLIS

Diese Worte äußerte der libysche Diktator Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche im Februar 2011. Als er diese Worte tätigte, konnte Gaddafi nicht ahnen, dass Osama bin Laden am 2. Mai 2011 von einer amerikanischen Sondereinheit auf pakistanischem Boden erschossen würde. Noch weniger war er sich wohl bewusst, dass er selbst im Oktober des gleichen Jahres als Flüchtling im eigenen Land ein grausames Ende finden würde.

Die Zitierung dieser Interview-Passage soll nicht dazu dienen, diesen nordafrikanischen Gewaltherrscher nachträglich zu legitimieren oder gar einen Heiligenschein aufzusetzen. Im Gegenteil. Gaddafi ist im Westen schon immer weit überschätzt worden. Er war nie ein großer arabischer Volksheld, als der er gern gegolten hätte. Ein paar einfältige Sensationsreporter konnte er mit seinen theatralischen Beduinenauftritten beeindrucken.

In den übrigen Staaten der arabisch-islamischen Welt wurde dieser unberechenbare Paranoiker als “Mahbul”, als Verrückter, bezeichnet. Gaddafi mag für seine Untertanen ein weniger blutrünstiger veranlagter Despot gewesen sein, als Saddam Hussein im Irak es war. Aber harmlos war dieser Autokrat nicht. Im Gegensatz zu Saddam Hussein, der die eigene Bevölkerung drangsalierte und zahllose Morde im Inland befahl, sich aber kaum als internationaler Terrorist betätigt hatte, unterstützte Gaddafi hingegen Verschwörer, Attentäter, Aufständische und Bombenleger weltweit -von Nordirland bis zu den südlichen Philippinen.

Im Westen wurde Libyen endgültig zum Schurkenstaat, als im Dezember 1988 über dem schottischen Städtchen Lockerbie eine PanAm-Maschine explodierte, wobei 270 Menschen den Tod fanden. Ein Jahr später ereilte eine französische Linienmaschine über dem Niger das gleiche Schicksal. In beiden Fällen richtete sich der Verdacht gegen den libyschen Geheimdienst als Urheber der Anschläge. Durch die Zahlung von hohen Entschädigungssummen hatte sich der Diktator von Tripolis damals noch freikaufen können.

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Überlebende vergibt früherem SS-Mann Gröning

Foto: dpa Die Auschwitz-Überlebende Eva Kor vergibt dem Angeklagten. “Meine Vergebung spricht aber die Täter nicht frei, Verantwortung zu übernehmen”

Bewegende Szene im Lüneburger Auschwitz-Prozess: Die Überlebende Eva Kor verlas eine Erklärung, in der sie dem Angeklagten Oskar Gröning vergibt. Das heiße aber nicht, dass seine Schuld erlassen sei.


Von Per Hinrichs|DIE WELT

Eva Kor ist 81 Jahre alt, und doch ist sie eine der Jüngsten. Eine der jüngsten Menschen, die Auschwitz überlebt haben, und heute noch leben und davon erzählen können. Als sie nach vorne zum Zeugentisch geht, sehen die Zuschauer in der Lüneburger Ritterakademie eine kleine Frau in einem stahlblauen Kostüm, die in die Mitte des Raumes geht, sich hinsetzt und von den Dingen erzählt, die ihr Leben bestimmt haben. “Hallo Herr Gröning”, beginnt sie ihre Erklärung. Und sie endet damit, ihm zu vergeben, was er tat. “Meine Vergebung spricht aber die Täter nicht frei, Verantwortung zu übernehmen”, sagt sie. Und schon sind alle unausgesprochenen Fragen zum Thema Schuld und Sühne, die das Verfahren ohnehin begleiten, wieder auf dem Tisch im einem der letzten großen NS-Verfahren.

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“Geld an Goebbels Erben zahlen? Im Leben nicht”

Foto: pa/Keystone

Für Zitate aus den Tagebüchern von Goebbels fordert seine Nachlassverwalterin Geld für dessen Erben. Der Verlag weigert sich, an Nachfahren eines NS-Verbrechers zu zahlen. Nun entscheidet ein Gericht.


DIE WELT

Der Streit um Tantiemen aus einer Biografie über NS-Propagandaminister Joseph Goebbels geht juristisch in die nächste Runde und wird ab diesem Donnerstag vor dem Münchner Oberlandesgericht verhandelt.

Buchautoren erhalten Geld vom Verlag, je nachdem, wie gut sich das Werk verkauft. Doch im Fall von Joseph Goebbels ist das ein bisschen komplizierter.

Der hatte in seinen Tagebüchern Einblick in das Innenleben des NS-Regimes gewährt. Als die Verlagsgruppe Random House die Goebbels-Biografie des Historikers Peter Longerich herausbrachte, die Zitate aus den Tagebüchern des Propagandaministers enthält, forderte seine Nachlassverwalterin Cordula Schacht Tantiemen für die Familie des NS-Verbrechers.

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