Gaza family kills own son after Hamas says he aided Israel

Members of the Ezzedine al-Qassam Brigades, the military wing of the Palestinian Islamist terror movement Hamas, take part in a rally marking three years since Operation Protective Edge, on July 20, 2017, in Khan Younis, in the southern Gaza Strip. (Abed Rahim Khatib/ Flash90)
A Palestinian family said it had killed one of its members Friday after Gaza’s Hamas rulers said he aided Israel in killing three of the terrorist group’s commanders.

The Times of Israel

The family said in a statement that a relative shot Ahmed Barhoum dead, but did not say which family member pulled the trigger. It said they followed developments in the Hamas investigation and believed their son was guilty.

The family noted the relative was arrested and interrogated by the “resistance,” meaning he was detained outside the Palestinian litigation system. There was no immediate statement from Hamas.

The Hamas commanders were killed near the end of the 50-day war with Israel in 2014 during an airstrike on a house.

Hamas has executed dozens of Palestinians for collaboration since seizing Gaza in 2007.

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TU München ehrt immer noch Nazi-Sympathisanten

Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Fritz Todt (li.) und Hermann Göring in Nürnberg. (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
  • Bis heute ehrt die Technische Universität vier Männer, die in die Verbrechen der Nationalsozialisten verstrickt waren oder ihrer Propaganda dienten.
  • Jetzt prüft die Universität, die 2018 150-jähriges Bestehen feiert, die Angelegenheit.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche Zeitung

Es ist eine fragwürdige Truppe, deren Andenken da von der Technischen Universität (TU) München in Ehren gehalten wird: Der eine war ein Nazi-General, der andere ein Fliegerass aus dem Ersten Weltkrieg, das sich von den Nazis zum Helden stilisieren ließ. Der dritte war ein begnadeter Ingenieur, forderte aber vehement den Einsatz von Zwangsarbeitern in der Luftrüstung. Und der vierte war „Alter Kämpfer“ der NSDAP und gründete die paramilitärische Kriegsbautruppe „Organisation Todt“.

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Wegen 9/11: US-Anklage gegen den deutschen Djerba-Dschihadisten

Französisches Polizeifoto von G. Bearbeitung: TP
Der Spätaussiedler aus Polen verbüßt derzeit in Frankreich eine achtzehnjährige Haftstrafe

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

17 Jahre nach den al-Qaida-Anschlägen auf das World-Trade-Center und das Pentagon hat die Staatsanwaltschaft von Manhattan den deutschen Staatsangehörigen Christian G. alias „Abu Ibrahim“ wegen Verschwörung zum Mord und Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt. Der Verdacht, dass G., der bereits 1996 zum Islam konvertierte, von 1992 bis 1994 mit einem saudischen Stipendium in Medina religiös „ausgebildet“ wurde und danach mehrfach in die bereits in den 1990er Jahren von salafistischem Terror geplagten Länder Tschetschenien, Pakistan und Afghanistan reiste, bei diesem Jahrhundertanschlag half, besteht bereits länger.

So berichtete beispielsweise der Spiegel 2003, der al-Qaida-Kommandant Khalid Scheich Mohammed habe seinen amerikanischen Befragern offenbart, dass der deutsche Staatsangehörige Kurierdienste für ihn und Osama bin Laden erledigte. Und auf einem im Januar 2000 in Afghanistan aufgenommenen und später von den Amerikanern sichergestellten Video ist er zusammen mit 9/11-Terrorpiloten und anderen al-Qaida-Größen zu sehen.

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#metoo: Sexueller Missbrauch bei den Vereinten Nationen

Das Gebäude der Vereinten Nationen in New York. In der Institution sei es wiederholt zu sexuellem Missbrauch gekommen, klagen Mitarbeiterinnen an (Archivbild). Foto: imago
Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen berichten über sexuellen Missbrauch und prangern eine „Kultur des Schweigens“ an.

Frankfurter Rundschau

Dutzende Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen haben einem Medienbericht zufolge sexuellen Missbrauch erlitten. Wie die britische Zeitung „Guardian“ unter Berufung auf Gespräche mit derzeitigen und ehemaligen UN-Mitarbeitern berichtet, herrsche in der internationalen Organisation allerdings eine „Kultur des Schweigens“ und der Straflosigkeit vor.

Auf Opfer werde demnach oft Druck ausgeübt, die mutmaßlichen Täter würden nicht bestraft und blieben weiter in ihren Ämtern, hieß es in dem Bericht. 15 Befragte gaben an, in den letzten fünf Jahren sexuelle Belästigung erlebt zu haben, sieben von ihnen hatten dies intern gemeldet. Die in mehr als zehn Ländern arbeitenden Opfer wollten aus Angst anonym bleiben, schrieb der „Guardian“.

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Missbrauch im Turnen: „Ich fühlte Scham, Ekel und auch Selbsthass“

„Abscheulicher Lügner“: die frühere Turnerin Kyle Stephens vor Gericht. ©AFP
Etwa 90 amerikanische Turnerinnen kommen im Missbrauchsprozess gegen einen Arzt zu Wort. Sie berichten detailliert und emotional, was ihnen widerfuhr. Dem Angeklagten droht eine Rekordstrafe.

Frankfurter Allgemeine

Die frühere Turnerin Kyle Stephens brach in Weinkrämpfe aus, Richterin Rosemarie Aquilina forderte harte Konsequenzen. Am zweiten Tag des Missbrauchsprozesses gegen den kriminellen ehemaligen Arzt des amerikanischen Turnverbandes, Larry Nassar, rückte eine Rekordstrafe in ungewöhnlicher Höhe immer näher. „Der nächste Richter, dem er sich stellen muss, wird Gott sein“, sagte Aquilina am Mittwoch (Ortszeit), dem amerikanischen Sender NBC News zufolge. „Er wird niemals mehr frei sein.“

Das Strafmaß für Nassar, der in dunkelblauer Gefängniskleidung im Gerichtssaal von Lansing im amerikanischen Bundesstaat Michigan erschien und immer wieder das Gesicht hinter seinen Händen vergrub, soll am Freitag verkündet werden. Der 54-Jährige hatte im November zugegeben, sieben minderjährige Turnerinnen sexuell belästigt und seine Position als Vertrauensarzt beim Verband ausgenutzt zu haben. Fast 140 Turnerinnen haben Klagen gegen ihn eingereicht, etwa 90 von ihnen kommen seit Dienstag in dem Prozess zu Wort.

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CIA-Spionageskandal: Exgeheimdienstler festgenommen

foto: ap photo/j. scott applewhite Kehraus bei der CIA: Ein Ex-Agent des US-Geheimdienstes wurde Anfang der Woche verhaftet.
Verschwunden, verhaftet, getötet: Seit 2010 verlor der US-Geheimdienst in China rund 20 Informanten.

derStandard.at

Der genaue Ort des Zusammentreffens ist bis heute unbekannt: Irgendwo im Norden des US-Bundesstaates Virginia trafen Mitarbeiter der Bundespolizei FBI und des Auslandsgeheimdienstes CIA zusammen – nur wenige in den eigenen Reihen wussten von dem Büro und den Treffen.

Der Grund für das Zusammenkommen ist der möglicherweise größte Spionageskandal der USA in den vergangenen 20 Jahren: Seit 2010 verlor die CIA Monat für Monat wichtige Informanten innerhalb Chinas. Erst langsam realisierte man im US-Geheimdienst, dass man in China ein Problem hat. Ab dem Jahr 2011, so berichtete die „New York Times“, erkannte man, dass etwas im Spionagenetzwerk, das bis dahin so verlässlich Informationen aus China geliefert hatte, nicht stimmte.

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Schweden: Einsatz von Militär zur Bekämpfung von Bandenkriminalität?

Der schwedische sozialdemokratische Regierungschef Stefan Löfven. Bild: Tore Sætre/CC BY-SA-4.0
Im Wahlkampfjahr wächst die Angst der Schweden vor Kriminalität, die Parteien, getrieben durch die rechten Schwedendemokraten, drehen wie bei der Flüchtlingspolitik hoch

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

In Schweden wächst die Angst vor Kriminalität. Nach einer eben veröffentlichten Umfrage des Nationalen Rats zur Kriminalitätsprävention (Brå) sagen 29 Prozent, sie seien wegen der Kriminalität in Schweden besorgt. 2016 sagten dies 25 Prozent (allerdings wurde jetzt nur wieder der Stand von 2016 erreicht, als die Umfrage erstmals stattfand). Gleichzeitig geht das Vertrauen in das Rechtssystem, die Polizei und die Staatsanwälte zurück.

Frauen haben größere Angst als Männer. 23 Prozent fürchten sich vor Einbrüchen, bei Männern sind es 17 Prozent. Einbrüche sind das Verbrechen, vor dem die Schweden die größte Sorge haben. 23 Prozent der Frauen fürchten sich auch vor gewaltsamen Angriffen, bei den Männern sind es nur 9 Prozent. Die Diskrepanz ist noch größer, wenn es darum geht, wie sicher sich die Menschen fühlen, wenn sie nachts in ihrem Viertel unterwegs sind. 30 Prozent der Frauen fühlen sich unsicher oder würden erst gar nicht aus dem Haus gehen, bei den Männern sind es 9 Prozent. In einer anderen Brå-Umfrage gaben 1,2 Prozent an, dass bei ihnen eingebrochen worden sei, 2,7 Prozent sagten, sie seien Opfer eines Überfalls geworden.

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Generalbundesanwaltschaft: Vorwurf der terroristischen Vereinigung erfüllt

Die DÜGIDA in Düsseldorf © Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Im Prozess gegen die „Gruppe Freital“ plädierten am 66. Verhandlungstag Vertreter des Generalbundesanwalts. Sie attestierten der Gruppe Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Dabei sei der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen worden.

MiGAZIN

Im Prozess gegen die rechtsextreme „Gruppe Freital“ haben Vertreter des Generalbundesanwaltes am Mittwoch in Dresden für die acht Angeklagten Freiheitsstrafen zwischen fünf und elf Jahren gefordert. Die beiden mutmaßlichen Rädelsführer Timo S. und Patrick F. sollen nach Willen der Ankläger für zehn Jahre und neun Monate beziehungsweise für elf Jahre hinter Gitter.

Für die anderen sechs Angeklagten forderte die Bundesanwaltschaft im Einzelfall Strafen bis zu neun Jahre und sechs Monate. Das geringste Strafmaß wurde für den jüngsten Angeklagten beantragt: Der 20-Jährige soll nach dem Jugendstrafrecht für fünf Jahre ins Gefängnis. Ein Urteil wird im März erwartet.

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Türkei bombardiert US-Verbündete in Syrien

foto: afp / george ourfalian Ein Bild von PKK-Gründer Öcalan im syrischen Kurdengebiet Afrin.
Mit der Massierung von Truppen an der Grenze zu Syrien und dem Artilleriebeschuss von Dörfern hat die türkische Armee in der Nacht zu Mittwoch ihre Vorbereitungen für einen Angriff auf die nordsyrische Provinz Afrin vorangetrieben.

Von Markus Bernath | derStandard.at

Die syrische Kurdenpartei PYD rief die internationale Gemeinschaft auf, die Türkei von einer militärischen Intervention abzuhalten. Der Kommandant der kurdischen Volksstreitkräfte (YPG), des militärischen Arms der PYD, Sipan Hemo, kündigte gleichwohl Widerstand an. „Unsere Antwort wird stark sein“, erklärte Hemo der kurdischen Nachrichtenagentur AFN. Vorkehrungen für die Verteidigung von Afrin seien bereits seit langem getroffen worden.

Ein bevorstehender Einmarsch in die Provinz Afrin beherrschte am Mittwoch alle türkischen Nachrichtenkanäle. Außenminister Mevlüt Çavusoglu ließ sich bei einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis – nach türkischer Darstellung – zumindest das Verständnis der USA für die Militärintervention zusichern.

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Franz empfängt Erdogan im Vatikan

Bild: Magazin „The Economist“
Zuletzt hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit dem Papst telefoniert. Nun wird er von Franziskus im Vatikan empfangen. In knapp drei Wochen soll es soweit sein.

katholisch.de

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besucht am 5. Februar Papst Franziskus. Das Treffen finde in der Bibliothek des Apostolischen Palastes statt, bestätigte der Vatikan am Dienstag auf Nachfrage von Journalisten während der Chile-Reise des Papstes. Es handele sich um eine private Begegnung, die wie üblich in der Bibliothek stattfinden werde.

Es wird das zweite Treffen des türkischen Präsidenten mit dem Papst. Erdogan hatte Franziskus 2014 in Ankara empfangen, als dieser die Türkei besuchte. Ende Dezember 2017 hatte Erdogan mit dem Papst telefoniert. Eine Vatikansprecherin bestätigte damals, das Gespräch habe auf Initiative Erdogans stattgefunden.

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Türkei: Inhaftierter Journalist Yücel lehnt „schmutzige Deals“ ab

Deniz Yücel, seit elf Monaten inhaftierter „Welt“-Korrespondent. – (c) AFP (Karlheinz Schindler)
Der „Welt“-Korrespondent ist seit elf Monaten inhaftiert. Seine Freiheit will er sich nicht „mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderer Waffenbrüder befleckt wissen“.

Die Presse.com

Der seit elf Monaten in der Türkei inhaftierte „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel lehnt einen etwaigen Tauschhandel zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ab. „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“, sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Er wolle seine Freiheit nicht „mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderen Waffenbrüder befleckt wissen“. Auch wolle er keinen etwaigen Austausch mit Anhängern der Gülen-Bewegung, nach denen die Türkei fahndet.

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Wissenschaftler lösen das Rätsel der 15 Millionen toten Azteken

Mitte des 16. Jahrhunderts starben Millionen Azteken an einem bislang unbekannten Erreger Quelle: Getty Images/Moment Open/?fitopardo.com
Als Europäer die „Neue Welt“ eroberten, brachten sie viele neue Keime mit, besonders dramatisch war die „Azteken-Pest“ im Jahr 1545. Ein neues Testverfahren hat nun offenbart, was genau mehrere Millionen Menschen dahingerafft hat.

Von Mario Lips | DIE WELT

Nachdem Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts Amerika entdeckt hatte und immer mehr Europäer in Kontakt mit den Ureinwohnern kamen, gab es auch einen fatalen Austausch von Krankheitserregern. Die Immunsysteme der Menschen waren mit völlig fremdartigen Keimen überfordert, sowohl in der indigenen Bevölkerung als auch bei den Eroberern gab es zahlreiche Todesfälle.

Eine der schlimmsten Epidemien bei den Azteken brach im Jahr 1545 aus und wütete fünf Jahre lang. Bis zu 15 Millionen Einheimische sollen der „Cocoliztli“-Krankheit in Mittel- und Nordamerika zum Opfer gefallen sein. Welche Erreger für dieses Massensterben verantwortlich waren, ließ sich anhand der beschriebenen Symptome nur vage vermuten.

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572 Fälle von Genitalverstümmelung in Hessen erfasst

572 Fälle von Genitalverstümmelung sind im Jahr 2016 in Hessen erfasst worden. Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums in Wiesbaden auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor.

Frankfurter Rundschau

Die Dunkelziffer liege vermutlich aber deutlich darüber. Dem Ministerium zufolge werden in der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen nur Daten der gesetzlich Versicherten erfasst – sofern sie ein Arzt notiert hat.

In der polizeilichen Kriminalstatistik werden solche Fälle nicht eigens aufgelistet. Genitalverstümmelung fällt dort dem Ministerium zufolge unter den Oberbegriff der Körperverletzung. Zur Anzahl oder Herkunft der betroffenen Frauen könne daher nichts gesagt werden.

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Warum durfte Irans Ex-Justizchef Deutschland verlassen?

Ajatollah Mahmud Haschemi Schahrudi (Archivfoto) ließ sich in Deutschland in einer Klinik behandeln.Foto: imago/UPI Photo
Am Mittwoch beschäftigt der Fall Schahrudi den Bundestag. Der Ajatollah verantwortete auch Todesurteile gegen Kinder. Bei einem Besuch in Deutschland blieb er unbehelligt.

Von Ferdinand Moeck | DER TAGESSPIEGEL

Der Fall des ehemaligen iranischen Justizchefs, Ajatollah Mahmud Haschemi Schahrudi, wirft weiter Fragen auf. Am vergangenen Donnerstag war er überstürzt aus einer Hannoveraner Privatklinik über Hamburg in den Iran zurückgekehrt. Während das Landeskriminalamt Niedersachsen auf dem Weg zum Hamburger Flughafen Geleitschutz leistete, ermittelte in Karlsruhe die Bundesanwaltschaft gegen Schahrudi. Der Vorwurf: Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Am Mittwoch könnte der Fragestunde des Bundestages behandelt werden.

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Staatsanwaltschaft geht bei Bluttat von Kandel von Heimtücke aus

Ein junger Mann stach mit einem Messer auf die 15-jährige Mia ein Quelle: dpa/Andreas Arnold
Die Messerattacke auf ein 15-jähriges Mädchen in einem pfälzischen Drogeriemarkt sorgte bundesweit für Entsetzen. Für die Staatsanwaltschaft ist der Gewaltexzess des Täters mehr als nur Totschlag.

DIE WELT

Rund drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel legt die Staatsanwaltschaft dem Verdächtigen nicht mehr Totschlag, sondern Mord zur Last. Der mutmaßliche Täter habe in einem Drogeriemarkt unvermittelt mehrfach mit einem Messer auf die 15-Jährige eingestochen, für die der Angriff überraschend erfolgt sei, teilte die Staatsanwaltschaft Landau am Dienstag mit.

Dafür, dass sich Täter und Opfer in dieser Situation gestritten hätten, gebe es bislang keine Anzeichen. Das Messer habe er zuvor in einem anderen Geschäft gekauft, in das er dem Mädchen und seinen Begleitern gefolgt sei.

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Frankreich: Juden werden immer öfter zuhause überfallen

Die Zahl antisemitischer Angriffe auf Schulen ist zurückgegangen. – (c) REUTERS (Ronen Zvulun)
Die Anzahl rechts- und linksradikaler, antisemitischer Übergriffe in Frankreich nimmt zu. Oft sind Juden in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher.

Die Presse.com

In Frankreich werden Juden nach Regierungsangaben immer häufiger Opfer körperlicher Gewalt in ihren Häusern und Wohnungen. „Es kommt regelmäßig zu Übergriffen, die für Beunruhigung und Angst in der jüdischen Bevölkerung sorgen“, sagte der Antisemitismus-Beauftragte der französischen Regierung, Frédéric Potier, der Zeitung „Die Welt“ vom Dienstag.

Zwar sei die Zahl antisemitischer Übergriffe auf Synagogen und Schulen dank eines besseren Schutzes deutlich zurückgegangen, sagte Potier. Allerdings habe sich die Form judenfeindlicher Attacken inzwischen geändert: Immer häufiger würden Juden in Frankreich in ihren eigenen vier Wänden überfallen. Zuletzt häuften sich demnach Anzeigen wegen Beschimpfungen und direkter Drohungen gegen Menschen jüdischen Glaubens.

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Wenn Polizisten zu Opfern werden

Fast jeder zweite Polizist wurde 2016 Opfer von verbaler oder physischer Gewalt. Der beschädigte Polizeihelm steht symbolisch dafür. (Foto: David Ebener/dpa)
  • Am vergangenen Wochenende kam es in Regensburg zu vier Übergriffen auf Polizeibeamte.
  • Dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern im schwersten Regensburger Fall um Afghanen handelt, hat die Debatte über Ausländerkriminalität befeuert.

Von Johann Osel, Ulrike Schuster, Wolfgang Wittl | Süddeutsche Zeitung

Nach mehreren Attacken auf Polizeibeamte am Wochenende in Regensburg nimmt die Debatte über den Respekt vor Einsatzkräften wieder an Fahrt auf. In der Nacht zum Sonntag war es in der Stadt unabhängig voneinander zu gleich vier Übergriffen auf Beamte gekommen, ein Polizist brach sich dabei den Knöchel, ein weiterer erlitt eine Schädelprellung mit Gehirnerschütterung.

Ermittlungen wegen diverser Delikte laufen, gegen einen der Täter, einen 17-jährigen Afghanen, wurde wegen versuchter Tötung Haftbefehl erlassen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Montag der SZ, er halte die Vorfälle für „völlig unerträglich“. Es müsse „konsequenter gegen solche Gewalttäter vorgegangen werden“.

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Deutsche Schützenhilfe für Krieg gegen Kurden?

Karte: Elke Dangeleit
Die politisch fragwürdige Unterstützung der Türkei mit Waffen und Material. Indizien für eine Zusammenarbeit zwischen der Türkei und IS häufen sich. Erdogans Pläne, Afrin anzugreifen

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Das Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit dem türkischen Außenminister Cavusoglu in Goslar brachte Sigmar Gabriel wegen seines Gebarens als „Cayci“ (Teejunge) gegenüber dem türkischen Amtskollegen allerlei spitze Kommentare ein. Allerdings müsste es einen weitaus größeren Aufschrei in der deutschen Medienlandschaft darüber geben, dass die in Aussicht gestellten Waffenlieferungen an die Türkei wahrscheinlich im türkischen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei und Nordsyrien zum Einsatz kommen werden.

Am vergangenen Wochenende kündigte der türkische Präsident Erdogan an, dass in der kommenden Woche ein türkischer Angriff erfolge, wenn sich der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens nicht umgehend der türkischen Armee ergeben würde. Die amtierende Bundesregierung in Berlin argumentiert derweil mit Erdogan-Argumenten: Die Türkei brauche die Waffen im Kampf gegen den IS.

Nur – wo soll dieser Kampf überhaupt stattfinden? In Nordsyrien ist der IS nicht mehr relevant. Guido Steinberg, Terrorismusexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), sagte im Faktenfinder der Tagesschau:

Dass die Türkei in Zukunft noch den IS bekämpfen könnte, ist einfach falsch.

Guido Steinberg

Die letzten Gebiete der Terrormilizen würden östlich der Stadt Deir ez-Zor, fernab der türkischen Grenze und außerhalb der Reichweite türkischer Bodentruppen liegen, präzisiert Steinberg. Statt den IS zu bekämpfen, bezieht die Türkei die versprengten IS-Kämpfer in ihre Operation Euphrat-Schild in Nordsyrien mit ein. Doch dazu später.

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Ausschreitungen in Wurzen: Wer ist Opfer – wer ist Täter?

Ein nächtlicher Polizeieinsatz in Sachsen (Archivbild) ©DPA
In Sachsen haben am Wochenende Flüchtlinge und Einheimische auf der Straße gegeneinander gekämpft. Was genau los war, wird noch ermittelt – am rechten und linken Rand meinen viele aber, schon ganz genau Bescheid zu wissen.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine

Am Dienstag wird das deutsche Unwort des Jahres 2017 verkündet, kein schlechter Kandidat wäre: Einzelfall. Unter Rechten ist das Wort ein Kampfbegriff geworden, mit dem die Verharmlosung der Gewalt von Flüchtlingen beschrieben werden soll. Das Hashtag #Einzelfall hatte auf Twitter auch am Wochenende wieder Konjunktur, nachdem es in der Nacht von Freitag auf Samstag im sächsischen Wurzen laut der Leipziger Polizei zu einer „Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen junger Deutscher und Ausländer“ gekommen war.

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Verurteilter Ex-SS-Mann Gröning bittet um Gnade

Der „Buchhalter von Auschwitz“ genannte Gröning hatte eingeräumt, in dem KZ Geld aus dem Gepäck der Opfer gezählt und weitergeleitet zu haben. (Foto: Tobias Schwarz/dpa)
  • Ex-SS-Mann Oskar Gröning soll bald seine Haftstrafe wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen antreten.
  • Das niedersächsische Justizministerium bestätigt nun, dass Gröning ein Gnadengesuch eingereicht hat.
  • Der Schritt ist für den 96-Jährigen die letzte Möglichkeit, einen Antritt der Haftstrafe juristisch abzuwenden.

Süddeutsche Zeitung

Der im Lüneburger Auschwitz-Prozess wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen verurteilte frühere SS-Mann Oskar Gröning hat ein Gnadengesuch eingereicht. Das bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums auf SZ-Anfrage.

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