The World’s Biggest Underwater Cave Is Full of Maya Bones and Artifacts

Image: MOTHERBOARD
Mexico’s San Actun cave system contains pottery, bones of extinct giant sloths, and a 9,000-year-old human skull.

Becky Ferreira | MOTHERBOARD

It sounds like the premise to an Indiana Jones movie, but it’s real life: The eerie crevices and taverns of the world’s largest underwater cave system contain the remains of ancient humans and extinct beasts from a bygone age.

A skull that belonged to a person who lived 9,000 years ago is among the bounty of relics found within the flooded caves of San Actun, according to an Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH) statement released Monday. INAH archeologist Guillermo de Anda, who is the director of the Gran Acuifero Maya (GAM) project that is leading the effort to map these caves, told Reuters that San Actun is “the most important underwater archaeological site in the world.”

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AfD-Kirchenpolitiker warnt vor Ende des Dialogs zur Kirche

Themenbild. Jörg Meuthen als gute Christin. Bild: bb

Der kirchenpolitische Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktion, Michael Frisch, warnt vor einem Ende des Dialogs zwischen der katholischen Kirche und seiner Partei. Er wandte sich zugleich gegen Pauschalverurteilungen.

DOMRADIO.DE

Die vom Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, geäußerte Forderung nach einem Abgrenzungsbeschluss der katholischen Kirche zur AfD sei unredlich, erklärte Frisch am Mittwoch in Mainz. „Unter den Mitgliedern und Wählern der AfD gibt es viele überzeugte Christen, die der ZdK-Präsident mit seinen Bewertungen in die Nähe von Rechtsextremismus oder gar Nationalsozialismus rückt.“

Sternberg, der bis Mai 2017 auch für die CDU im nordrhein-westfälischen Landtag saß, sagte am Dienstag der Zeitung „Neue Westfälische“, dass das Ausmaß rassistischer Ausfälle von AfD-Politikern unerträglich geworden sei. Als Beispiele nannte er die Beleidigungen des Sohnes von Tennisstar Boris Becker wegen seiner Hautfarbe, der Bundeskanzlerin als „Merkel-Nutte“ sowie die rassistischen Äußerungen des AfD-Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, über in Deutschland lebende Türken. „Die AfD vollzieht eine Häutung zum Rechtsradikalismus; ihre Parolen erinnern zunehmend an den Nationalsozialismus“, so Sternberg.

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Buddhismus: Verkitscht, Sinnentleert, Kommerzialisiert, Esoterisch

Philosoph Thomas Metzinger: „Da werden Symbole verflacht, verkitscht, verramscht“ (Deutschlandradio / Christian Röther)
Säkulare Buddhisten lehnen fernöstliche Glaubensvorstellungen ab, aber sie nutzen Glaubenspraktiken wie Meditation und Achtsamkeitsübungen. Im Westen findet diese Bewegung zunehmend Anhänger, auch unter Atheisten und Christen.

Von Ursula Reinsch | Deutschlandfunk

An den unterschiedlichsten Orten lächeln sie uns an. Buddhas mit Lotusblüten in Baumärkten und Blumenläden. Batteriegesteuerte, winkende Plastik-Buddhas von gold bis grasgrün. In Schaufenstern und Schönheitsfarmen. Rührselige Mantra-Gesänge und Räucherstäbchen zur Verkaufsförderung in Shoppingmeilen. Wellness- und Wohlfühlprodukte. Buddhismus als Modeerscheinung, als Popkultur. Verklärter und verkitschter Buddhismus. Sinnentleert, kommerzialisiert. Und einfach ein riesiger Markt: Etwa 25 Milliarden Euro setzt der Esoterik-Markt in Deutschland um pro Jahr. Gut einzig und allein für eine eigennützige Beliebigkeit und Bequemlichkeit.

Der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger von der Universität Mainz: „Es gibt auf einmal Buddha-Lounges und die entsprechende Musik dazu. Es gibt völlig alberne, esoterische Formen von Buddhismus, die eigentlich nur der Sterblichkeitsverleugnung dienen, die einfach neue Produkte in diesem Esoterik-Supermarkt sind.“

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Hinter dem Rücken der Öffentlichkeit sponsert die EU eine eigene Gasinfrastruktur

Terminal LNG in Swinoujsciu, Polen. Bild: Polskie LNG S.A./CC BY-SA-4.0
Um Nord Stream 2 zu verhindern, beschloss der EU-Industrieausschuss, dass weiter in die Gas-Infrastruktur investiert werden darf, vor allem für den Import von Flüssigerdgas aus den USA oder Kanada

Malte Daniljuk | TELEPOLIS

Gestern sollte in Brüssel eine energiepolitische Weichenstellung stattfinden. Im Industrieausschusses, dem „ITRE-Ausschuss“, wollte die EU-Kommission eigentlich die „Gasrichtlinie“ ändern lassen. Hinter dem unscheinbaren Begriff versteckt sich ein großes Problem: Wie die eigene Rechtsabteilung den Brüsseler Energiepolitikern bescheinigte, ist die EU bisher nicht zuständig, wenn ein Mitgliedsland bilateral mit einem anderen Land ein Energieprojekt vereinbart, etwa Deutschland und Russland eine Pipeline-Erweiterung beschließen. Solange die Nord Stream-Erweiterung durch internationale Gewässer führt, ist die EU nicht zuständig.

Allerdings sorgten die Bundesregierung und die bulgarische Präsidentschaft dafür, dass der Termin verschoben wird. Zunächst soll nach dem Willen verschiedener Mitgliedstaaten erst einmal ein Gutachten angefertigt werden. Stattdessen stand heute ein Projekt auf der Tagesordnung des Ausschusses, dass die transatlantischen Nord Stream-Gegner lieber nicht öffentlich diskutieren: Die EU-Kommission subventioniert den internationalen Energie-Unternehmen seit Jahren Infrastrukturen für den Erdgas-Import. Dazu gehört nicht nur der 3.500 Kilometer lange Pipeline-Verbund „Southern Gas Corridor“, sondern vor allem Anlagen für den Import von verflüssigtem Erdgas, LNG.

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Säkular und religiös an einem Tisch

Wie säkular ist der jüdische Staat, wie religiös die Demokratie? In Tel Aviv standen grundlegende Fragen auf dem Programm. ©Sabine Brandes
In Tel Aviv wurde über Judentum, Demokratie und Herzls Erbe diskutiert

Von Sabine Brandes | Jüdische Allgemeine

Alle bedeutenden Belange der israelischen Gesellschaft standen auf der Tagesordnung: Gleichheit, Minderheiten, Heirat und Scheidung, die Rolle der Frau, die Frage »Wer ist ein Jude?« und die Bedeutung des Schabbats. Beim ersten israelischen Kongress zu Judentum und Demokratie taten bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft ihre Sicht der Dinge kund. Unter anderem waren der ehemalige Präsident des Obersten Gerichts, Aharon Barak, Justizministerin Ayelet Shaked, der einstige US-Senator Joe Lieberman und Parlamentarier verschiedener Parteien im Hotel Intercontinental in Tel Aviv dabei.

Justizministerin Shaked von der Partei Jüdisches Haus nahm sich der umstrittenen »Nation State Bill« an, die die jüdische Identität des Staates festschreiben will. Kritiker bezeichnen dies als Diskriminierung der mehr als 20 Prozent starken arabischen Minderheit. »Es gibt Raum, um die jüdische Mehrheit zu wahren – auch wenn dabei Rechte verletzt werden«, machte Shaked klar. Jedoch müsste dieses Ansinnen mit dem demokratischen Charakter des Staates abgewogen werden. Aus konstitutioneller Sicht habe die Demokratie einen Vorteil, daher müsse das Oberste Gericht weitere Werkzeuge erhalten, um auch dem Judentum Macht zu geben. »Denn Judentum und Demokratie sind Werte, die zusammen existieren können.«

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Altern Kinder später Väter schneller?

Ältere Väter geben ihren Kindern möglicherweise nachteilige Genanlagerungen mit, die ein schnelleres Altern beim Nachwuchs fördern. © MOnkeybusiness/ iStock
Nachteil später Geburt: Wenn Männer erst spät Vater werden, könnte sich dies negativ auf die Lebensdauer ihrer Kinder auswirken. Denn eine Studie mit Mäusen legt nun nahe, dass die Nachkommen alter Väter schneller altern und insgesamt weniger lange leben. Schuld daran sind offenbar Anlagerungen am Erbgut, die vom Vater über die Spermien an das Kind weitergegeben werden. Nach Ansicht der Forscher könnte dies auch beim Menschen der Fall sein.

scinexx

Immer mehr Frauen und Männer bekommen heute erst in mittlerem Alter Nachwuchs, weil dies besser in die Karriereplanung passt. Doch das birgt Risiken: Bei älteren Müttern steigt die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen des Kindes jenseits der 30 deutlich an. Das Alter der Väter scheint sich dagegen vor allem auf die psychische Gesundheit des Nachwuchses auszuwirken, wie Forscher vor einigen Jahren herausfanden. Demnach haben Kinder später Väter ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen, ADHS, Autismus und Suchterkrankungen.

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Gesünder durch Gentechnik?

Jason McHenry auf seinem Farmland in South Dakota, wo die neuen, mit Gen-Editing verbesserten Sojabohnen wachsen. (Bild: Matthew Hintz)
Die Forschung will das Essen gesünder und nachhaltiger machen. Das gilt etwa für Fleisch, Fett und Zucker. Aus einer neuen Sojabohnen-Sorte lässt sich besseres Öl gewinnen. Und Zuckerersatz soll kaum Nährwert und Nachteile haben.

Veronika Szentpétery-Kessler | heise online

Bislang genießt die Gentechnik unter den Verbrauchern keinen guten Ruf. Nutzten ihre Errungenschaften doch in der Vergangenheit vor allem der industriellen Landwirtschaft oder den Herstellern von Lebensmitteln. Die Lebensmitteltechnik konzentrierte sich dabei auf Produkte, die sich besser verarbeiten lassen, schöner aussehen oder besser schmecken. Inzwischen aber herrscht ein anderer Trend: Heutzutage soll die Technik die Nahrung in erster Linie gesünder und nachhaltiger machen, berichtet „Technology Review“ in seiner neuen März-Ausgabe (jetzt im Zeitschriftenhandel und im heise shop erhältlich).

Dafür hat das amerikanische Biotech-Start-up Calyxt zum Beispiel per Gen-Editing eine Sojabohnensorte entwickelt, deren Öl eher an Olivenöl erinnert und weniger an normales Sojabohnenöl. Bei der Verarbeitung, etwa zu Backfett, fallen daher weniger der ungesunden Transfettsäuren an. Ein Vorteil also sowohl für die Verbraucher als auch für die Farmer, wenn sie die neue Sorte anbauen. Denn die Sojabohnen hatten in den USA durch das Verbot von Transfetten in Lebensmitteln Marktanteile verloren.

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Ein Zettel entlarvt Trump – auf der Manschette steht sein IQ

Entlarvender Notizzettel: Donald Trump muss sich bei einer „Listening Session“ daran erinnern, zuzuhören. (Foto: dpa)
  • Bei einem Termin im Weißen Haus mit Überlebenden von Schulmassakern hat Trump den anwesenden Fotografen einen Blick auf seinen Notizzettel erlaubt.
  • Der Präsident hatte sich unter anderem Fragen notiert, die er seinen Besuchern stellen wollte.
  • Ein Punkt macht schmerzhaft deutlich, dass Trump nicht nur politisch Defizite hat.

Von Johanna Bruckner | Süddeutsche Zeitung

Staatsoberhäupter sind auch nur Menschen und als solche anfällig für Lampenfieber und Blackouts. Dass sie sich vor wichtigen öffentlichen Auftritten coachen lassen, ist mitnichten eine Entwicklung der jüngeren Zeit.

Der Vater der amtierenden britischen Monarchin Elizabeth beispielsweise, König Georg VI., litt seit seiner Kindheit unter Stottern und begab sich nach einer besonders desaströsen Rede 1925 im Wembley Stadion vor 100 000 Menschen in Behandlung eines für damalige Verhältnisse unkonventionellen Sprachtherapeuten. Heutzutage sind Medientrainings für eine Kanzlerin, einen Premier oder Präsidenten eine Selbstverständlichkeit. Und sie alle sprechen vorher mit ihren Mitarbeitern ab, was sie sagen – oder tunlichst vermeiden zu sagen.

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Der Stockholmer Terrorattentäter zeigt keine Reue

Eine Zeichnung des Terrorverdächtigen während des Prozesses. (Bild: Johan Hallnaes / EPA)
Der Urheber der Stockholmer Terrorattacke vom April 2017 sieht sich mit seiner Tat im Recht. Fünf Menschen starben. Doch weil er den als Selbstmordangriff geplanten Akt überlebte, bezeichnet er ihn als gescheitert.

Von Rudolf Hermann | Neue Zürcher Zeitung

Seit gut einer Woche läuft in Stockholm der Gerichtsprozess gegen den terrorverdächtigen Usbeken Rachmat Akilow, der im April 2017 mit einem gestohlenen Lastwagen in der Stockholmer Innenstadt fünf Menschen getötet und zehn verletzt hatte. Am Dienstag und Mittwoch hat Akilow erstmals direkt ausgesagt und Fragen zuerst des Staatsanwalts Hans Ihrman sowie danach der Rechtsvertreter der Geschädigten beantwortet.

Gegen Schweden und Touristen

Seine Aktion betrachte er als missglückt, sagte Akilow, denn sein Ziel sei es gewesen, als Märtyrer zu sterben. Er hatte im Lastwagen einen Sprengsatz mitgeführt, den er auf einem grossen Innenstadtplatz hatte zünden wollen. Doch weil er die Herrschaft über das Fahrzeug verlor und in das Schaufenster eines Warenhauses krachte, musste er seinen Plan ändern und entschloss sich zur Flucht.

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IS-Frauen fordern das Recht ein, als „Märtyrerinnen“ sterben zu dürfen

Diese junge Britin ist nach Syrien gekommen, um sich am Dschihad zu beteiligen Screenshot Channel 4. Themenbild.
„Einem [vor]vergangene Woche auf einem mit dem Islamischen Staat affiliierten Social-Media-Kanal veröffentlichten Brief zufolge haben Kämpferinnen des Islamischen Staats ihren Anführer dazu aufgefordert, ihnen im gewaltsamen Jihad die gleichen Rechte als prospektive Märtyrerinnen wie ihren männlichen Kollegen zu geben.

mena-watch

In dem an den Anführer des Islamischen Staats Abu Bakr al-Baghdadi gerichteten französischsprachigen Brief heißt es, die Frauen in der Terrorgruppe interessierten sich nicht für die gleichen Dinge wie andere Frauen und würden die Muslime, die von den Feinden – den angeblich Ungläubigen, die den Islamischen Staat bekämpfen – getötet wurden, gerne rächen. ‚Kurzum, und ohne uns übermäßig wichtig nehmen zu wollen: Unser Problem besteht darin, dass wir Frauen sind! Aber wir sind nicht wie andere Frauen! Unsere Belange sind anders als die anderer Frauen … Wir wollen über den Schatten unserer Schwerter die Fahne des »Es gibt keinen Gott außer Allah« hissen. Für uns ist der Tod das Leben … und das Leben ist für uns der Jihad!’ heißt es in dem Brief, der am Dienstag von der SITE Intelligence Group übersetzt wurde.

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Fisch mit Blitzlicht-Augen

Der Gelbe Spitzkopf-Schleimfisch kann blaue oder rote Lichtblitze mit seinem Irisfleck unterhalb der Pupille erzeugen. © Michiels et al. / Royal Society Open Science, CC-by-sa 4.0
Farbige Lichtblitze als Sehhilfe: Forscher haben erstmals Hinweise auf eine aktive Lichtortung bei einem tagaktiven Fisch entdeckt. Der im Mittelmeer und Atlantik heimische Spitzkopf-Schleimfisch erzeugt rote und blaue Lichtblitze mit seinen Augen, indem er Sonnenlicht gezielt umlenkt und reflektiert. Experimente belegen, dass er dabei die Farbe der Blitze seiner Umgebung anpasst. Wahrscheinlich helfen ihm die Blitze, seine Beute zu finden, möglicherweise dienen sie aber auch als Signale für Artgenossen, so die Forscher.

scinexx

Bisher kannte man das Phänomen nur von Tiefseefischen: Anglerfische, Drachenfische und Co besitzen spezielle Organe, in denen sie durch biochemische Reaktionen Licht erzeugen. Dieses dient ihnen in den dunklen Tiefen des Meeres als Lockmittel für ihre Beute, aber auch als Sehhilfe. Meist unterstützt eine stark reflektierende Schicht im Augenhintergrund dabei ihre Sicht – ähnlich wie die Spiegelschicht in den Augen von Katzen und anderen Nachttieren.

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Amnesty warnt vor der „Dämonisierung“ von Minderheiten

Brennende Hütten in einem Dorf der Rohingya im September 2017 (Foto: AFP)
Weltweit leiden Millionen Menschen unter den Folgen einer zunehmenden Ausgrenzung, warnt Amnesty International im aktuellen Jahresbericht. Auch im Westen setzen Politiker zunehmend auf dieses Mittel.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche Zeitung

Ein Jubiläum ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Und jenes, das im Dezember 2018 bevorsteht, ist es ganz besonders: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion oder Herkunft. Vor 70 Jahren haben die Vereinten Nationen die Menschenrechtscharta, in der dieser Satz steht, verabschiedet.

Doch das Jubiläum in diesem Jahr „macht es uns schmerzlich bewusst, dass unsere Menschenrechte alles andere als selbstverständlich sind“, beginnt Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International (AI), den Jahresbericht 2017/18 der Organisation. Denn auch das vergangene Jahr war aus Sicht der Aktivisten geprägt von unzähligen Angriffen auf die Menschenrechte.

Dazu kommt, dass in etlichen Ländern – auch im Westen – systematisch ganze Gruppen von Menschen ausgegrenzt und diskriminiert wurden.

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Rechtes Symbol auf SEK-Uniform verstößt gegen Kleidungsordnung

Die Polizei im Einsatz Caruso Pinguin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Bei einer Demonstration im sächsischen Wurzen gegen Rassismus waren auch SEK-Beamte im Einsatz. Einer trug auf seinem Uniform ein Symbol, das in der rechten Szene genutzt wird. Das Landeskriminalamt hat den Fall geprüft. Es liege nur ein Verstoß gegen die Kleidungsordnung vor.

MiGAZIN

Im Fall des umstrittenen Aufnähers an der Dienstjacke eines sächsischen SEK-Beamten hat das Landeskriminalamt jetzt eine Disziplinarstrafe verhängt. Der Mann sei aber nicht wegen seiner politischen Gesinnung belangt worden, sondern lediglich wegen eines Verstoßes gegen die sogenannte Polizeidienstkleidungsordnung, bestätigte Behördensprecher Tom Bernhardt einen Bericht von „Spiegel online“. Diese Ordnung legt fest, dass das Anbringen von zusätzlichen Symbolen an die Dienstkleidung unzulässig ist.

Der Polizist trug im Herbst 2017 einen Aufnäher mit einem der zwei Raben Odins aus der nordischen Mythologie während eines Einsatzes bei einer Demonstration gegen Rassismus. Das Symbol ist auch in rechten Kreisen verbreitet. Aufgefallen war das fragwürdige Zeichen auf Fotos von dem Polizeieinsatz in Wurzen bei Leipzig.

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»Er wollte möglichst viele Opfer«

Bombenentschärfungskommando der Berliner Polizei bei einem Einsatz ©Marco Limberg
Ein Student syrischer Herkunft, der in Würzburg Medizin studiert, soll einen Anschlag auf eine Berliner Synagoge geplant haben. Dafür hatte der mutmaßliche Täter sich bereits Anleitungen zum Bau einer Bombe aus dem Internet heruntergeladen, wie die Münchner Staatsanwaltschaft mitteilte.

Jüdische Allgemeine

Der Mann namens Abdulhadi B. wird seit dieser Woche vor dem Oberlandesgericht München angeklagt, weil er den Sohn seiner Partnerin misshandelt haben soll und ihn zum Kindersoldaten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) drillen wollte. Laut Staatsanwaltschaft wollte er den Siebenjährigen als Kämpfer für den IS gewinnen.

»Ungläubige« Die Anklage ist davon überzeugt, dass der 30-Jährige dem Jungen Videos vorgeführt hatte, die zeigten, wie andere Kinder für den IS kämpften, auf andere Menschen schossen und selbst erschossen wurden. Staatsanwalt Jürgen Rohrmüller sagte dazu: »Er hat unter völliger Missachtung der ihm überlassenen Fürsorge aus einer rohen und gefühllosen Gesinnung heraus gehandelt.«

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Wege für Liberale ins Islam-Institut

Tor auf. Die Berufung von vier unabhängigen muslimischen Wissenschaftlern ist ein direkter Weg, auf dem progressive Muslime in den…Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Der Vertrag über den Beirat der Berliner Islam-Theologie ist fast unterschriftsreif – und zeigt Wege auf, über die liberale Muslime doch noch mitwirken könnten.

Von Amory Burchard | DER TAGESSPIEGEL

Die Frage, ob es gelingt eine islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität zu gründen, ist in der entscheidenden Phase. „Der Vertrag über die Kooperation mit dem Beirat ist mit allen Beteiligten ausverhandelt“, bestätigt Michael Borgolte, Mittelalter-Historiker und Gründungsbeauftragter des Instituts.

Die Vereinbarung sei „in der Substanz unveränderbar“, es gehe nur noch um eine Bearbeitung „in marginalen Punkten“. Die Endredaktion werde Ende Februar vorliegen und dann den islamischen Verbänden, der Universitätsleitung und dem Senat zur Unterschrift vorgelegt. Die Frist dafür läuft wie berichtet bis zum 1. April.

Ditib hat schon „erhebliche Bedenken“ angemeldet

Auch wenn sich die Rechtsabteilung der HU noch über einzelne Formulierungen beugt: Zweifel bestehen vor allem darüber, ob die bislang an der Gründung beteiligten, allesamt konservativ ausgerichteten Verbände – Ditib, Islamische Föderation, Verband der Islamischen Kulturzentren, Zentralrat der Muslime und Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden – unterschreiben. Und wie es sich auswirkt, wenn nicht. Nach einem Bericht des Deutschlandfunks hat die vom türkischen Staat kontrollierte Ditib „erhebliche Bedenken hinsichtlich inhaltlicher Fragen“. Laut Borgolte signalisiert demnach nur der Zentralrat Zustimmung.

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AfD-Führung für Redeauftritte bei Pegida

Die beiden Parteivorsitzenden der AfD, Alexander Gauland (links) und Jörg Meuthen, sprechen Mitte Dezember 2017 vor Beginn der Sitzung des AfD-Bundesvorstands miteinander. Bild: dpa
Jörg Meuthen und Alexander Gauland fordern eine Aufhebung des Kooperationsverbots mit der Pegida-Bewegung. Um bürgerliche Wähler nicht abzuschrecken, solle aber Lutz Bachmann besser „aus dem Schaufenster der Bewegung verschwinden“.

Von Justus Bender | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen will Politikern seiner Partei erlauben, bei der islamfeindlichen Pegida-Bewegung als Redner aufzutreten und dort auch Parteisymbole zu zeigen. Ein seit 2016 in der AfD geltendes Auftrittsverbot will Meuthen abgeschafft sehen.

„Es geht um Pegida-Dresden, da sollte man das Kooperationsverbot, das wir haben, aufheben“, sagte Meuthen der F.A.Z. am Mittwoch. „Wirklich ein Problem“ habe er nur mit der „Personalie Bachmann“, mit diesem „können wir uns keine Kooperation vorstellen, das wurzelt in der Person Bachmann“, sagte Meuthen mit Blick auf den 17-fach vorbestraften Pegida-Anführer Lutz Bachmann, der unter anderem wegen Drogenhandels, Körperverletzung und Diebstahls verurteilt wurde.

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Frankreich plant deutliche Verschärfung der Asylregeln

Anwälte protestieren in Paris gegen die geplante Verschärfung der Asylregeln in Frankreich © Julien Mattia/ Picture Alliance
2017 haben mehr als 100.000 Flüchtlinge einen Asylantrag in Frankreich gestellt. Angesichts der steigenden Zahlen will die Regierung ihre Flüchtlingspolitik nun deutlich verschärfen. Kritiker fürchten eine „Auslese“ der Asylsuchenden.

stern.de

Asylverfahren in sechs statt elf Monaten, Abschiebehaft für bis zu 90 Tage: Dies sieht ein neues Asyl-Gesetz in Frankreich vor, das die Regierung am Mittwoch vorgelegt hat. Angesichts der Höchstzahl von Asylanträgen im vergangenen Jahr soll die Flüchtlingspolitik verschärft werden. Hilfsorganisationen protestieren scharf gegen die Pläne von Innenminister Gérard Collomb. Auch in der Regierungspartei von Präsident Emmanuel Macron ist das Vorhaben umstritten.

Im vergangenen Jahr hatte Frankreich erstmals mehr als 100.000 Asylanträge registriert, 17 Prozent mehr als 2016. Im EU-Schnitt halbierte sich die Zahl der Bewerber dagegen.

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Kinderpornografie: „Am schlimmsten ist es, wenn die Kinder lächeln“

Polizisten kommen im Normalfall erst an den Tatort, wenn alles vorbei ist. Kinderporno-Ermittler dagegen werden Zeugen der Tat, oft etliche Male. (Foto: imago/blickwinkel)
Stephanie Tittlus ermittelt in der Kinderporno-Szene. Jeden Tag klickt die 28-Jährige sich durch verstörende Bilder. Wie hält sie das aus?

Von Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Am schlimmsten ist es, wenn Kinder lächeln. Wenn es aussieht, als empfänden sie Freude, sagt Stephanie Tittlus. Sie ist 28 Jahre alt, arbeitet seit dreieinhalb Jahren als Kriminalkommissarin im niedersächsischen Salzgitter, und sie gehört einer Gruppe von Ermittlern an, die jeden Tag kinderpornografische Bilder und Videos sichten müssen.

Dass Kinder lächeln, komme sogar recht oft vor. Teils liege es wohl daran, dass die Opfer nicht verstehen, was mit ihnen geschieht. Beim sogenannten Posing zum Beispiel. „Die Mädchen, fünf oder sechs Jahre alt, werden aufgehübscht, sind sehr leicht bekleidet, manchmal nackt. Und posieren wie kleine Supermodels.“ Vielleicht macht ihnen das sogar wirklich Spaß, sagt Stephanie Tittlus, sie ahnen ja nicht, wohin die Kamera gerade zoomt und was für Gedanken sich die Männer dabei machen.

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Trumps Migrationspolitik stellt Urmythos der USA in Frage

Image: NBCNews/YouTube
Es ist ein amerikanischer Urmythos: Menschen aus aller Welt kommen in die Neue Welt, um etwas Neues zu schaffen. Doch heutzutage sind viele US-Bürger nicht begeistert über die Neuankömmlinge – und zeigen dies auch offen.

Von Konrad Ege | evangelisch.de

Die Tageszeitung „Washington Post“ spottete kürzlich, Präsident Donald Trump versuche mit seiner Einwanderungspolitik die „weiße Mehrheit“ in den Vereinigten Staaten zu sichern. Trump hatte Medienberichten zufolge in einem Treffen mit Senatoren am 11. Januar in Bezug auf Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern gefragt, wieso die Menschen aus diesen „Drecksloch-Ländern“ (shithole countries) in die USA kämen. Trump will das nicht genau so gesagt haben.

Tatsächlich ist die Einwanderungsdiskussion in den USA festgefahren. Trump fordert scharfe Maßnahmen gegen „Illegale“ und eine starke Beschränkung legaler Einwanderung. Er hält zudem weiter an seinen Plänen für den Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko fest. Mitte Februar konnte sich der Kongress zu diesen Punkten und zum Schicksal von bis zu 1,8 Millionen sogenannten Dreamer nicht einigen. Diese „Träumer“ sind junge Menschen, die im Kindesalter ohne Papiere gekommen sind.

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