„Rosetta“ auf Kollisionskurs mit Komet

Philae. ©ESA/ATG medialab
Philae. ©ESA/ATG medialab
Die Geschichte der Raumsonde „Rosetta“ und ihres Begleiters „Philae“ entwickelte sich zu einem Weltraum-Thriller. Nun findet die Mission ein spektakuläres Ende.

Von Tanja Banner | Frankfurter Rundschau

Wenn die Esa-Raumsonde „Rosetta“ am Freitag direkt auf den Kometen „67P/Tschurjumow-Gerasimenko“ zusteuert und schließlich auf der Oberfläche des Himmelskörpers zerschellt, dann tut sie etwas, wofür sie eigentlich nicht gebaut wurde. Die Sonde wird gezielt auf Kollisionskurs mit dem Kometen gebracht, den sie seit August 2014 umkreist. Das wird sie nicht überleben, denn dieses Ende der Mission war eigentlich nicht geplant. „Rosetta war absolut nicht dafür gemacht, Schwerkraft auszuhalten“, erklärt die Esa-Ingenieurin Armelle Hubault. „Sie ist als Satellit in der Umlaufbahn eines Kometen angelegt, ein kleines, sehr schwaches Gestell.“

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Große Zweifel an spektakulärem Islamisten-Interview

 Bereits am 26.09. berichtete Jürgen Todenhöfer auf N24 von seinem umstrittenen Interview mit einem angeblichen Kommandeur der Nusra-Front. Nun werden zunehmend Zweifel an der Echtheit des Interviews laut. Quelle: Die Welt
Bereits am 26.09. berichtete Jürgen Todenhöfer auf N24 von seinem umstrittenen Interview mit einem angeblichen Kommandeur der Nusra-Front. Nun werden zunehmend Zweifel an der Echtheit des Interviews laut. Quelle: Die Welt
Der Journalist Jürgen Todenhöfer hat ein Interview mit einem angeblichen Al-Nusra-Kommandeur veröffentlicht.

Von Alfred Hackensberger | DIE WELT

  • Doch es gibt Zweifel an der Echtheit. Manche glauben, er habe sich in die Irre führen lassen.
  • Vor allem der IS-Experte Hassan Hassan führt Punkte an, die Zweifel an der Authentizität des Gesprächspartners nähren.

Der Geländewagen rollt im Schritttempo über eine staubige Piste den Abhang hinunter. Vorneweg marschiert ein bewaffneter Soldat in Militäruniform. „Wir sollten hier nicht runterfahren“, sagt der Mann hinter dem Steuer. „Wenn sie irgendetwas Schlimmes vorhaben, sitzen wir fest. Wir können uns nicht wehren.“ So beginnt ein Video, das Jürgen Todenhöfer von seiner 13-tägigen Syrienreise im September durch die vom Regime kontrollierten Gebiete mitbrachte.

Die Situation in einem Steinbruch bei Aleppo wirkt tatsächlich gefährlich. Der ehemalige CDU-Politiker lässt sich davon nicht abhalten, sein Interview mit Abu al-Ezz zu führen, einem Kommandeur der al-Qaida nahen Nusra-Front. Es sollte sein „schwierigstes“ Gespräch überhaupt im Syrien-Krieg werden, wie Todenhöfer im Internet danach schrieb.

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Carolin Kebekus: „Ich werde vor keinem Thema zurückschrecken“

Bild:kebekus.youtube
Bild:kebekus.youtube
Ihre Lästerzunge ist weithin gefürchtet: Bei ihren Auftritten nimmt Carolin Kebekus kein Blatt vor den Mund. Sie macht sich über peinliche Anmachsprüche genauso hemmungslos lustig wie über Helene Fischer oder die Kirche. Mit ihren frechen und respektlosen Späßen eckt die 36-Jährige oft an, 2013 kam es zum Eklat, nachdem der WDR einen kirchenkritischen Rap aus ihrer Sendung geschnitten hatte. Jetzt macht die Komikerin den Sprung ins ARD-Hauptprogramm: Ihre monatliche Personalityshow „PussyTerror TV“, die seit 2015 im WDR läuft, ist ab 29.9. im Ersten zu sehen.

Interview Cornelia Wystrichowski | evangelisch.de

Frau Kebekus, vor drei Jahren bekamen Sie mit der katholischen Pius-Bruderschaft und dem WDR Riesenärger, weil Sie in einem satirischen Beitrag an einem Kruzifix geleckt hatten. Trotzdem schaffen Sie es jetzt mit der Sendung „PussyTerror TV“ ins Erste. Empfinden Sie eine späte Genugtuung?

Carolin Kebekus: Natürlich denke ich mir, dass es ein langer und steiniger Weg bis hierhin war. Aber ich denke nicht: „Geil, jetzt habe ich es denen allen gezeigt.“ Ich habe mit allen Beteiligten von damals lange und viel über die Sache geredet, und das Ding ist für mich tatsächlich erledigt.

Ihr Kollege Jan Böhmermann hat mit seinem Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan neulich ebenfalls die Grenzen der Kunstfreiheit kennengelernt und sich damit erheblichen Ärger eingehandelt…

Kebekus: Es ging ihm darum, diese Grenze zu zeigen, und das hat er geschafft, würde ich sagen. Aber das, was er an Konsequenzen gespürt hat, dass die Kanzlerin ihn verleugnet und dem Löwen zum Fraß vorgeworfen hat, fand ich als Künstler in Deutschland sehr erschreckend.

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Die biologische Uhr tickt – unabhängig vom Lebensstil

Proteinuhr
Proteinuhr

Wer genetisch Pech hat, stirbt noch früher, wenn die Hypothese einer epigenetischen Uhr zutrifft

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es ist ein schwerer Schlag für die Anti-Aging-Community, die davon ausgeht, dass sich die Lebenszeit durch gesundes Leben und Einhalten bestimmter Regeln verlängern lässt. Wie auch zunehmend in Bezug auf Krankheiten und überhaupt den Lebenserfolg, soll jeder selbst verantwortlich dafür sein, wie lange und wie gesund er lebt. Der Körper ist eine Maschine, die gut gepflegt und ausgelastet werden muss.

Die puritanisch getragene Hoffnung, mit Sport, Diät und anderen Mitteln, die Zeit, Geld und Beharrlichkeit erfordern, das Leben verlängern zu können, ist besonders ausgeprägt in Kalifornien, wo auch der Transhumanismus entstanden ist. Just in Kalifornien, an der University of California, Los Angeles, haben nun Forscher herausgefunden, dass der Lebensstil zumindest bei einer Bevölkerungsgruppe nicht viel zur Lebenserwartung beiträgt, es also möglicherweise nicht so wichtig ist, ob man sich hedonistisch dem Faulenzen und der Völlerei hingibt oder seinem Körper nur bestimmte Lebensmittel einflößt und ihn möglichst viel und anstrengend in Bewegung hält.

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Türkei verbietet kurdischsprachigen Kindersender

Seit Ewigkeiten auch im ORF ausgestrahlte Kindersendungen wie Biene Maja halten die türkischen Behörden Kurdisch synchonisiert nun nach dem Militärputsch als Gefahr für die nationale Sicherheit. / Bild: imago/United Archives
Seit Ewigkeiten auch im ORF ausgestrahlte Kindersendungen wie Biene Maja halten die türkischen Behörden Kurdisch synchonisiert nun nach dem Militärputsch als Gefahr für die nationale Sicherheit. / Bild: imago/United Archives
Dass Biene Maja & Co. auf Kurdisch gezeigt werden, gilt in der Türkei nach dem Putschversuch vom Juli jäh als Gefahr für die nationale Sicherheit.

Die Presse.com

Nach der Schließung Dutzender Medien per Notstandsdekret seit dem gescheiterten Militärputsch Mitte Juli haben die türkischen Behörden nun die Ausstrahlung von zahlreichen vor allem pro-kurdischen Fernsehprogrammen gestoppt. Auf Antrag des Rundfunk-und Fernsehrates RTÜK habe der Satelliten- und Kabelanbieter „Türksat“ zwölf Fernseh- und elf Radiosender aus dem Programm gestrichen, meldete am Donnerstag die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

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How 1.5 Millions Connected Cameras Were Hijacked to Make an Unprecedented Botnet

Six surveillance cameras overlooking a gas station next to the Autobahn A9/Germany. Image: wikipedia.org/CC-BY-3.0
Six surveillance cameras overlooking a gas station next to the Autobahn A9/Germany. Image: wikipedia.org/CC-BY-3.0
Last week, hackers forced a well-known security journalist to take down his site after hitting him for more than two days with an unprecedented flood of traffic.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

That cyberattack was powered by something the internet had never seen before: an army made of more than one million hacked Internet of Things devices.

The hackers, whose identity is still unknown at this point, used not one, but two networks—commonly referred to as “botnets” in hacking lingo—made of around 980,000 and 500,000 hacked devices, mostly internet-connected cameras, according to Level 3 Communications, one of the world’s largest internet backbone providers. The attackers used all those cameras and other unsecured online devices to connect to the journalists’ website, pummeling the site with requests in an attempt to make it collapse.

These botnets were allegedly behind the staggering and crippling distributed denial of service attack (DDoS) to KrebsOnSecurity.com, the website of the independent journalist Brian Krebs, who has a long history of exposing DDoS-wielding cybercriminals. The digital assault surpassed 660 Gbps of traffic, making it one of the largest recorded in history in terms of volume.

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Warum fünf Tech-Giganten gemeinsam künstliche Intelligenz erforschen

brain

Ethische Richtlinien für Roboter und Algorithmen – dieses Ziel scheint Google, Amazon, Facebook, IBM und Microsoft so wichtig, dass sie dafür ihre Rivalität vergessen.

Von Adrian Kreye | Süddeutsche.de

Fünf Giganten der digitalen Industrie haben am vergangenen Mittwoch angekündigt, dass sie ihre Forschungen zur Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) bündeln wollen. Alphabet/Google, Amazon, Facebook, IBM und Microsoft haben dafür die „Partnership on Artificial Intelligence to Benefit People and Society“ gegründet, auf deutsch in etwa eine Partnerschaft, damit künstliche Intelligenz den Menschen und der Gesellschaft zum Nutzen dient.

Man könnte nun eine Weltverschwörung des Silicon Valley vermuten. Immerhin handelt es sich hier um die fünf Konzerne, die international die größten Datenbanken und damit das Gros der globalen Datensätze besitzen. In Wahrheit ist die Gründung jedoch ein historischer Schritt, denn die Partnerschaft für künstliche Intelligenz soll vor allem garantieren, dass die Konzerne gemeinsame ethische Richtlinien für die Entwicklung künstlicher Intelligenz finden.

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Das Goldene Brett vorm Kopf: Die Kandidaten

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Der selbsternannte Heiler Ryke Geerd Hamer, der österreichische Kabarettist Roland Düringer und das Krebszentrum Brüggen stehen auf der Shortlist für den Negativpreis für den größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres. Das „Goldene Brett fürs Lebenswerk“ erhält die Website Zentrum-der-Gesundheit.de.
 

GWUP

Am 11. Oktober 2016 verleiht die GWUP e. V. in diesem Jahr Das Goldene Brett vorm Kopf. Zahlreiche Nutzer nominierten in den letzten beiden Wochen mehr als 200 Personen und Institutionen, die mit wissenschaftlich widerlegten Behauptungen Medienpräsenz anstreben, Angst machen oder Geld verdienen wollen. Nun hat die Jury drei Finalisten ausgewählt: Den Wunderheiler Ryke Geerd Hamer, den österreichischen Kabarettisten und Politiker Roland Düringer und das Krebszentrum Brüggen-Bracht, eine pseudomedizinische Krebsklinik.

Die Laudatoren sind:
Lorenz Meyer (Sheng Fui)
Mai-Thi Nguyen-Kim (The Secret Life of Scientists)
Stefan Niggemeier (Bildblog, Übermedien)

Erstmals findet die öffentliche Verleihungsfeier für „Das Goldene Brett vorm Kopf“ in Deutschland statt, und zwar am 11. Oktober 2016 um 20 Uhr im Uebel & Gefährlich (Feldstraße 66) in Hamburg. Zeitgleich werden die diesjährigen Gewinner auch auf einer Parallelveranstaltung in Wien (Urania, Uraniastr. 1) bekanntgegeben, wo der Negativpreis bereits zum sechsten Mal vergeben wird.

Zusätzlich zum „Goldenen Brett“ für einen der drei Finalisten wird auch noch das „Goldene Brett fürs Lebenswerk“ vergeben, und zwar an das „Zentrum der Gesundheit“.

Ryke Geerd Hamer – antisemitischer AIDS-Leugner.

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Bibel: Zank ums Testament

Die Bibel mit dem Alten Testament steht in einem Regal in Euskirchen (imago / Hermann J. Knippertz)
Die Bibel mit dem Alten Testament steht in einem Regal in Euskirchen (imago / Hermann J. Knippertz)
Der Berliner Theologe Notger Slenczka löste im vergangenen Jahr eine Kontroverse aus. Er hatte sich dafür ausgesprochen, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon herauszulösen. Unter Theologen, aber auch in den Medien, schlugen die Wellen hoch. Von Antijudaismus war die Rede. Was ist aus der Debatte geworden?

Von Carsten Dippel | Deutschlandfunk

Im christlichen Bibelkanon stehen Altes und Neues Testament als zwei gleichberechtigte Teile nebeneinander. Doch genau um diese Kanonizität wird in der evangelischen Theologie nun seit letztem Jahr heftig gestritten. Selbstverständlichkeiten sind ins Wanken geraten, der Streit reicht weit über die akademische Zunft hinaus. Denn hierbei geht es um die Grundfesten des christlichen Selbstverständnisses, um die Haltung gegenüber dem Judentum, um die Art und Weise, wie die biblische Botschaft in Forschung, Lehre, den Gottesdiensten behandelt wird. Es geht bei all diesen Fragen buchstäblich ums Ganze. Alexander Deeg lehrt Praktische Theologie an der Universität Leipzig:

„Wir lesen Texte, die nicht nur unsere Texte sind, aber die wir notwendig als unsere Texte reklamieren. Das führt uns immer in die Spannung: Christliche Identität ist niemals bei sich selbst und vollkommen, sondern wir erzählen uns hinein in die Geschichte Israels, die teils unsere Geschichte ist und zu gleichen Teilen bleibend eine fremde Geschichte ist.“

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Und Gott gab dem Mann die Lizenz zum Töten, … – Wer`s glaubt, wird selig

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Was macht eine urdeutsche islamische Konvertitin, Burka-Trägerin in einer politischen Unterhaltungs-Sendung des öffentlich rechtlichen Fernsehens? Stell nur ich mir diese Frage? Sicher hat sich die Redaktion von “Hart aber fair“ das auch vor der Sendung am 12.09.2016 gefragt. Und sie hatten sofort die richtige Antwort: Sie bringt Quote! Sie zeigt kein Gesicht und bringt damit Quote.

Von Angela Klassmann | fraupolitik

Wahrscheinlich diskutiert demnächst auch Sven Lau, islamistischer Konvertit, selbsternannter Scharia-Prediger in “Hart aber fair“. Der bringt doch bestimmt Quote! Wenn er über die Scharia philosophiert. Und über das “religiöse“ Recht von Terroristen, ganz frei und selbst bestimmt nach ihrem Religions- und Rechtsverständnis jeden abzuschlachten, der oder die nicht ihrer Meinung sind.

Noch ein Vorschlag für die Redaktionen: Lassen wir doch mal ein nach “religiösem“  Recht verheiratetes zehnjähriges Kind zu Wort kommen. Natürlich in Gegenwart des erwachsenen Ehemannes und Missbrauchers und selbstverständlich in vorgeschriebener “religiöser“ Kleidung. Es darf dann den Fernsehzuschauern erklären, wie toll das ist, als Kind vergewaltigt zu werden. Wie es sich darauf freut, mit zwölf Jahren bereits das erste Mal Mutter zu sein. Das bringt richtig Quote!

Wir schauen uns diese politischen Unterhaltungs-Shows an, regen uns vielleicht noch ein wenig bei Twitter oder Facebook auf und gehen dann ruhig schlafen. Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch im Namen einer fundamentalistischen Religionsauslegung wird so gerade salonfähig in Deutschland.

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„Playboy“ zeigt erstmals Frau mit Kopftuch

Noor Tagouri hatte es nicht immer leicht in den USA, dennoch hat sie als Journalistin Karriere gemacht. (Foto: instagram.com/ntagouri)
Noor Tagouri hatte es nicht immer leicht in den USA, dennoch hat sie als Journalistin Karriere gemacht. (Foto: instagram.com/ntagouri)
Noor Tagouri ist eine zielstrebige Journalistin und lässt sich als erste Muslima in der Oktoberausgabe des US-Magazins „Playboy“ ablichten. Obwohl sie dabei angezogen bleibt, erntet sie nicht nur Lob.

n-tv

Das Männermagazin „Playboy“ war lange berühmt für seine „Bunnys“ und Nacktfotos – nun zeigt es zum ersten Mal eine Muslimin mit Kopftuch. In einer Artikelserie über Frauen und Männer, die „alles riskiert haben, um das zu tun, was sie lieben“, erscheint die US-Journalistin Noor Tagouri in Turnschuhen, Jeans, schwarzer Lederjacke und Hidschab. Die Premiere in der US-Oktoberausgabe erhielt Lob, aber auch Kritik.

Die 22-jährige Tagouri arbeitet für ein Videonachrichten-Netzwerk namens Newsy und berichtet im US-„Playboy“ von ihren Erfahrungen als junge Muslimin, die in den Vereinigten Staaten aufwuchs. Die Schwierigkeiten, die sie gehabt habe, hätten ihr letztlich die Kraft gegeben, ihre Karriere voranzutreiben, sagt die Journalistin mit libyschen Wurzeln, die davon träumt, eines Tages die erste Moderatorin einer Haupt-Nachrichtensendung mit Kopftuch zu werden.

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Bundeswehr bereitet Truppenverlegung nach Litauen vor

 Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe der polnischen Stadt Żagań (Sagan) nach der ersten Übung zur Verlegung der Nato-Speerspitze - Noble Jump - mit deutschen Soldaten (Archivbild von 2015). (Foto: dpa)
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe der polnischen Stadt Żagań (Sagan) nach der ersten Übung zur Verlegung der Nato-Speerspitze – Noble Jump – mit deutschen Soldaten (Archivbild von 2015). (Foto: dpa)
  • Die Nato will 2017 insgesamt 4000 Soldaten in die Ostsee-Anrainerstaaten entsenden, um Russland von einem möglichen Angriff abzuschrecken.
  • Die Bundeswehr schickt 450 Soldaten nach Litauen, die dort den neuen Truppenverband anführen sollen.
  • Die massive Aufrüstung im Baltikum hat bereits mit der Ukraine-Krise 2014 begonnen.

Süddeutsche.de

Als Teil der Nato-Strategie zur Abschreckung Russlands will die Bundeswehr im kommenden Jahr Kampftruppen nach Litauen verlegen. „Das Bataillon wird im Frühjahr 2017 aufwachsen und soll noch im ersten Halbjahr einsatzbereit sein“, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan.“

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Muslime in Deutschland

Moscheekuppel © Islamwoche Berlin
Moscheekuppel © Islamwoche Berlin
In einer Zeit, in der die Öffentlichkeit in fast inflationärer Weise mit Erklärungen, Aufrufen und Deklarationen zur Islam-Debatte überschüttet wird, braucht es eine grundlegende Standortbestimmung. Es ist unverzichtbar, die Grundkoordinaten der aktuellen Diskussionen offenzulegen, um Akteure, Positionen und Argumente richtig einordnen zu können. Im Folgenden ein erster Auftakt für diese Standortbestimmung in 10 Thesen.

Von Murat Kayman | MiGAZIN

These 1 – Das Narrativ des gesellschaftlich „Anderen“ hat einen historischen Transformationsprozess durchlaufen, resultiert aber gleichzeitig in der Perpetuierung der Vorstellung vom „Fremden“ – und das trotz der gestiegenen muslimischen Bemühungen zur Beheimatung ihres Glaubens und ihrer Gemeinden

Beginnend mit dem „Gastarbeiter“ in den Anfangsjahren der „Gastarbeitermigration“ bis in die 1980er Jahre hinein waren Muslime vor allem die kulturell Fremden – jene, die anders riechen, anders aussehen, anders reden. Damals hat man sie noch nicht Muslime genannt, sondern Türken.

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung und der Herausforderung, ein neues deutsches „Wir“ zu konstruieren, wandelte sich das Bild dieses „Türken“ bis Anfang der 2000er Jahre zu dem, eines nationalen Fremden. Im Fokus standen Fragen des Staatsangehörigkeitsrechts, des Doppelpasses, des „Beileidstourismus“. Unausgesprochen, vielleicht auch nur unterbewusst, ging es um die Frage, wer der „deutsche Bürger“ ist. Der „Ausländer“, der seit 40 Jahren fest in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit verankert war oder der „Ossi“ nach 40 Jahren Sozialisation als politischer Gegner im Kalten Krieg?

Spuren dieses Wandels finden sich auch in den Schmähungen als exkludierende Begleitmusik jener Zeit: Aus „Kümmel-Türken“ und „Knoblauchfressern“ wurden „Ausländer“, denen possessiv deutlich gemacht wurde, dass „Deutschland den Deutschen“ gehört.

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„Die braucht man nicht fördern, die wird bald schwanger“

 Männer verteidigen im Büro ihr Revier vor Frauen, weil sie Angst vor Machtverlust haben. (Foto: imago/Westend61)
Männer verteidigen im Büro ihr Revier vor Frauen, weil sie Angst vor Machtverlust haben. (Foto: imago/Westend61)
Mit so einem Spruch wird einer Frau gerne einmal die Karriere verbaut. Warum Männer Angst vor starken Frauen haben, erklärt Psychologe Werner Dopfer in seinem Buch „Das Mama-Trauma“. Sie seien einfach die besseren Chefs.

Von Nadja Lissok | Süddeutsche.de

Frauen sind kooperativer, kompromissbereiter und weitsichtiger als Männer – davon ist Diplom-Psychologe und Managementcoach Werner Dopfer überzeugt. In seinem Buch „Mama-Trauma – Warum Männer sich nicht von Frauen führen lassen“ beklagt er, dass es dennoch so wenige Chefinnen in Deutschland gibt. Viele Männer bleiben immer noch lieber unter sich. Und warum? Weil sie sich vor starken Frauen fürchten.

Sz.de: Herr Dopfer, in Ihrem Buch stellen Sie fest, dass Männer, von Konkurrenz- und Leistungsdenken getrieben, auch gern mal organisiert im großen Stil betrügen. Hätte es die Finanzkrise oder den VW-Skandal nie gegeben, wenn mehr Frauen in den Führungsriegen sitzen würden?

Werner Dopfer: Aktuelle Forschungsergebnisse legen das nahe. Frauen sind gewissermaßen ein Garant für Fairness und Nachhaltigkeit, sie sind weniger anfällig für Größenwahn und versuchen seltener eigene Interessen durchzusetzen. Frauen wollen Risiken eher minimieren und spüren intuitiv, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

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Gewalt: Biologisches Erbe oder Kultur?

Aggression unter Artgenossen gibt es bei Schimpansen und anderen Primaten häufiger als bei den meisten anderen Säugetieren. © USO/thinkstock
Aggression unter Artgenossen gibt es bei Schimpansen und anderen Primaten häufiger als bei den meisten anderen Säugetieren. © USO/thinkstock
Gewalttätiges Erbe: Sind Mord und Totschlag bei uns kulturell bedingt – oder doch ein biologisches Erbe? Eine „Rasterfahndung“ im Säugetierstammbaum liefert dazu nun neue Fakten. Demnach nimmt die innerartliche Aggression auf dem Weg zu den Primaten deutlich zu, gleichzeitig fördert eine soziale und territoriale Lebensweise die Gewalt, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Wir Menschen haben daher gleich in doppelter Hinsicht eine hohe Gewaltneigung geerbt.

scinexx

Mord und Totschlag gibt es schon seit den Anfängen der Menschheit: Schon unter Neandertalern gab es tödliche Fehden, Massaker und sogar Kannibalismus, aber auch der Homo sapiens metzelte Gegner nieder, wie 10.000 Jahre alte Skelettfunde belegen.

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Vor lückenloser Säkularisierung wird gewarnt

Überlegenswert: Luxus als radikale Welterfahrung und absolute Diesseitigkeit Foto: Laurent Gillieron
Überlegenswert: Luxus als radikale Welterfahrung und absolute Diesseitigkeit Foto: Laurent Gillieron
Im österreichischen Lech trafen sich zum 20. Mal beim Philosophicum hochrangige Denker. Sie debattierten über „Gott und die Welt“.

Von Georg Herrnstadt | taz.de

Unter dem Allerweltstitel „Über Gott und die Welt – Philosophieren in unruhigen Zeiten“ beging das Philosophicum Lech sein 20. Jubiläum. Und es verlief prächtig.

Denn der, von Konrad Paul Liessmann als „anarchistisches Querformat der Kommunikation – locker und ohne zweckrationalen Ergebnisdruck“ angekündigte Denkraum bot ihm selbst und einigen Anderen wie etwa Heinz Bude, Herfried Münkler, Mouhanad Khorchide reichlich Gelegenheit mit Philosophie als „Diskussionstechnik plus ehrlich offener Wahrheitssuche“ (Carlos Fraenkel) zu brennenden Fragen unserer Zeit Stellung zu beziehen.

Ganz imposant, wenngleich etymologisch nicht durchwegs nachvollziehbar gelang dies Christoph Türcke, der unter der Schlagzeile „Wir kommen von Gott nicht los, solange wir mit Geld hantieren“ eine alternative Deutung der historischen Verknüpfung von Geld, Schuld und Opfer bot.

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US-Kongress überstimmt erstmals Veto von Präsident Obama

 Das Innere des US-Parlaments (Archivbild). (Foto: picture alliance / dpa)
Das Innere des US-Parlaments (Archivbild). (Foto: picture alliance / dpa)
  • Erstmals in seiner Regierungszeit ist ein Veto des US-Präsidenten Barack Obama vom Kongress überstimmt worden.
  • Damit ist der Weg frei für einen Gesetzesentwurf, demgemäß die Hinterbliebenen der Opfer vom 11. September 2001 den Staat Saudi-Arabien verklagen können.
  • Die meisten der Attentäter bei den schweren Terroranschlägen waren saudi-arabische Staatsbürger.

Süddeutsche.de

Trotz aller Warnungen aus dem Weißen Haus und dem Pentagon kann nun in den USA ein Gesetzesentwurf in Kraft treten, der Klagen gegen Saudi-Arabien wegen einer möglichen Verwicklung in die Anschläge vom 11. September 2001 ermöglicht.

Senat und Repräsentantenhaus des US-Kongresses stimmten am Mittwoch mit klarer Mehrheit für den Entwurf und überstimmten so zugleich ein entsprechendes Veto von US-Präsident Barack Obama. Kurz vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit muss Obama damit zum ersten Mal eine Niederlage vor dem Kongress hinnehmen.

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Weg frei für längeren Ausnahmezustand in der Türkei

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan / Bild: (c) Reuters
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan / Bild: (c) Reuters
Der Sicherheitsrat empfiehlt die Verlängerung des Ausnahmezustands. Eigentlich hätte er am 18. Oktober enden sollen. Nun kann Staatspräsident Erdogan weiter per Notstandsdekret regieren.

Die Presse.com

Der Nationale Sicherheitsrat der Türkei hat eine Verlängerung des Ausnahmezustands in dem Land empfohlen und damit den Weg für die umstrittene Maßnahme freigemacht. Unter dem Vorsitz von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan habe sich das Gremium für die Verlängerung ausgesprochen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Donnerstagfrüh.

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Babi Jar: Erschossen und in der Schlucht verscharrt

Gedenktafeln erinnern an die 33.771 ermordeten Juden in Babi Jar. Foto: dpa
Gedenktafeln erinnern an die 33.771 ermordeten Juden in Babi Jar. Foto: dpa
Vor 75 Jahren töten die Nazis in der Schlucht von Babi Jar 34.000 Juden. Der Vernichtungsfeldzug der Nazis gegen Europas Juden hat dort seinen Anfang genommen.

Frankfurter Rundschau

Raissa Maistrenko war erst drei Jahre alt, doch der eine Tag vor 75 Jahren hat sich in ihr Gedächtnis eingegraben. „Hier wurden wir versammelt und auf den ‚Todespfad‘ geschickt“, erzählt die 78-Jährige und zeigt auf die mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Böschung im Nordwesten der ukrainischen Hauptstadt. Ursprünglich lag die Schlucht außerhalb der Stadtgrenze von Kiew. Ihr Name, Babi Jar, steht für das schlimmste Massaker an Juden vor dem fabrikmäßigen Massenmord durch Gaseinsatz im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Nach ihrem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 begannen die Nazis mit der systematischen Ermordung der Juden in den von ihnen eroberten Gebieten. Nach der Eroberung Kiews töteten SS-Sonderkommandos mit Hilfe ukrainischer Kollaborateure am 29. und 30. September in der Schlucht von Babi Jar 34.000 Juden, meist Ältere, Frauen und Kinder. Ohne Unterbrechung schossen sie auf ihre Opfer, die sich zuvor entkleiden und in die Schlucht legen mussten.

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AfD-Politiker blamiert sich mit wirren Forderungen im Netz

 Na? Wie viele Fehler finden Sie in diesem kurzen Text? © Adrian Ochmanski/Facebook
Na? Wie viele Fehler finden Sie in diesem kurzen Text? © Adrian Ochmanski/Facebook
Ist das Realsatire oder ein gar nicht witziger Scherz? Auf Facebook kursieren schlecht montierte Bilder mit völlig fehlerhaften, AfD-typischen Sprüchen. Kann das echt sein?

stern.de

Es gibt Momente, in denen man die Realität für Satire hält. Im Zeitalter des Internets ist es noch schwieriger, echte Entgleisungen von Humor zu unterscheiden. Im Fall von Adrian Ochmanski war die Netzgemeinde sich eigentlich sicher: Das kann nicht echt sein.

Das Bild, das in den sozialen Medien viral ging, wurde vor allem deshalb verbreitet, weil es so herrlich albern ist: Auf AfD-blauem Hintergrund ist der schwer fehlerbehaftete Satz „Gutmenschen die Flüchtlingen Fahrräder schenken, sollte auch für deren verursachte Unfälle haften!“ (sic) zu lesen.

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