The Earth’s Poles Have Lost Enough Ice to Cover Texas Four Times

Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
As if 2016 wasn’t rough enough, climate scientists recently discovered parts of Antarctica have now melted. The polar continent’s ice shelf had been spared from rising global temperatures until this year.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

Ice shelves in Antarctica had generally remained steady, and even grew, despite the steady collapse of ice up north in the Arctic. But this year, researchers recorded ice receding at both the northern and southern poles, according to the U.S. National Snow and Ice Data Center in Colorado.

In fact, the center recorded that the Arctic and Antarctic combined had shrunk 3.8 million square kilometers below the 1981-2010 average ice cover as of Dec. 4, which is enough ice to cover all of Texas four-and-a-half times.

Antarctica alone shrunk about 2 million square kilometers, according to data from the center, from its 1981-2010 average as of November—but the center’s research shows it could gain 0.4 percent of its mass back per decade from certain parts of the continent refreezing as usual. The Arctic shrunk about 2.3 million square kilometers during that time, and it’s on track to diminish 5 percent per decade.

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Menschenrechtsbericht: Flüchtlingsaufnahme war Verpflichtung

Humanität und Restriktionen: Der erste Bericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte zieht eine gemischte Bilanz der deutschen Flüchtlingsaufnahme seit dem Sommer 2015.

evangelisch.de

In dem Bericht heißt es, Deutschland sei seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen gerecht geworden, als das europäische Asylsystem versagte. Der zusätzlich in leichter Sprache verfasste Bericht bringt es noch kürzer auf den Punkt: „Deutschland hat besser gehandelt als viele andere Länder in Europa.“ Kritisch sehen die Autoren aber die zahlreichen Asylrechtsverschärfungen seitdem – und die durch den CDU-Parteitag aufgeflammte Debatte um härtere Regeln bei der Abschiebung.

Ein im vergangenen Jahr verabschiedetes Gesetz verpflichtet das Menschenrechtsinstitut dazu, einmal jährlich dem Bundestag einen Bericht über die Menschenrechtslage in Deutschland vorzulegen. Schwerpunkt der ersten Dokumentation, die den Zeitraum Januar 2015 bis Juni 2016 betrachtet und am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde, war das Thema Flucht. Der Bericht lobt, dass Zugänge eröffnet und bürokratische Hürden abgebaut worden seien. Das betrifft etwa die Teilnahme an Integrationskursen und den Zugang zum Arbeitsmarkt.

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BVerfG: Muslimische Schülerin muss am Schwimmunterricht teilnehmen

 Ein sogenannter Burkini ist aus Kunstfaser-Material und bedeckt den Körper seiner Trägerin bis auf Gesicht, Hände und Füße. (Foto: REUTERS)
Ein sogenannter Burkini ist aus Kunstfaser-Material und bedeckt den Körper seiner Trägerin bis auf Gesicht, Hände und Füße. (Foto: REUTERS)
  • Eine Schülerin hatte die Teilnahme am Schwimmunterricht verweigert, weil er sich aus ihrer Sicht nicht mit den islamischen Kleidungsvorschriften vereinbaren lässt.
  • Die Elfjährige lehnte auch einen sogenannten Burkini ab und klagte sich durch alle Instanzen.
  • Das Bundesverfassungsgericht lehnte ihre Beschwerde ab – mit einer Begründung, die auf der ursprünglichen Argumentation des Mädchens fußt.

Süddeutsche.de

Muslimische Schülerinnen können am Schwimmunterricht in der Schule teilnehmen, ohne gegen islamische Bekleidungsvorschriften zu verstoßen – zu dieser Entscheidung kam nicht etwa eine religiöse Instanz, sondern das Bundesverfassungsgericht. Die Richter in Karlsruhe wiesen damit die Verfassungsbeschwerde einer Elfjährigen aus dem Raum Frankfurt am Main ab, die sich mit Verweis auf ihre Religion vom gemeinsamen Schwimmunterricht mit Jungen befreien lassen wollte.

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Raubkunst-Debatte: Provenienzforscher wehren sich

© dpa Orte der Raubkunst-Debatte: Die Münchner Pinakotheken, hier das Gebäude der Neuen Pinakothek.
© dpa Orte der Raubkunst-Debatte: Die Münchner Pinakotheken, hier das Gebäude der Neuen Pinakothek.
Die Lust am Skandal treibt die Berichterstattung zur Raubkunst-Debatte voran, wie das Beispiel München zeigt. Jetzt wehren sich die Forscher gegen eine Aufmerksamkeit, der alle Differenzierung verdächtig ist.

Von Patrick Bahners | Frankfurter Allgemeine

Anfang Oktober erstattete der bayerische Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) dem Landtag Bericht über die Bemühungen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen um Identifikation und Restitution nationalsozialistischer Raubkunst. Im Zentrum standen die „Überweisungen aus Staatsbesitz“, Gegenstände aus der Konkursmasse der Staatspartei, aus der NSDAP-Zentrale einerseits, aus Sammlungen hoher Funktionäre andererseits. Gemäß alliierter Verfügung gingen sie damals ins Eigentum des Freistaats über, der sie auf seine Museen verteilte. Was die Museen nicht haben wollten, wurde verkauft.

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Dienstwagen mit katholischer- und evangelischer Kohlendioxid-Emission

Bild: energiedialog-wasserburg.de
Bild: energiedialog-wasserburg.de

Fahrzeuge bei Protestanten haben insgesamt einen geringeren CO2-Ausstoß als bei Katholiken – Besonders klimaverträglich fahren Bischof Oster/Passau, die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Bosse und Erzbischof Schick/Bamberg

kath.net

Die deutschen Kirchenleiter sind umwelt- und klimafreundlicher unterwegs als in den vergangenen Jahren. Das ergab die sechste Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Wie sie am 6. Dezember in Berlin mitteilte, hat sich der durchschnittliche Kohlendioxidausstoß der Dienstwagen bei Protestanten seit 2011 von 169 auf 123 Gramm pro Kilometer und bei den Katholiken von 174 auf 129 Gramm pro Kilometer verringert. Im Vergleich zu 2015 habe es aber nur eine geringe Verbesserung gegeben, erklärte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Seine Organisation empfahl deswegen verstärkte Anstrengungen, sowohl den Ausstoß an Klimagasen deutlich zu senken als auch auf Dieselantriebe zu verzichten.

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„Naive Russophilie“

 Foto: Oast House Archive. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Foto: Oast House Archive. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Nur ausgemachte Optimisten können behaupten, dass es zur Zeit um Europa und die EU besonders gut bestellt ist. Allerdings stimmt die Kritik daran auch nicht froh. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie, der unlängst das Buch Anti-Europäer – Breivik, Dugin, al-Suri & Co. veröffentlicht hat.

Von Reinhard Jellen | TELEPOLIS

Herr Leggewie, Sie untersuchen in Ihrem Buch die Schriften von so unterschiedlichen wie sich widersprechenden Typen wie den Rechtsradikalen Breivik, den Islamisten al-Suri und den Nationalbolschewisten Dugin: Was eint diese Menschen – und repräsentieren sie eine politische Einstellung, die von vielen Menschen heutzutage in Bezug auf Europa geteilt wird?

Claus Leggewie: Al-Suri ist nicht Dugin ist nicht Breivik, die Protagonisten kommen aus ganz unterschiedlichen Traditionen und führen nicht denselben Kampf. Doch eint sie dasselbe Feindbild: Europa als normative Ordnung, gemeinsamer Markt und demokratische Union. Machen wir ein Gedankenexperiment: Würde man die drei in eine Zelle sperren, sie gingen sich wohl an die Gurgel.
Aber bei eventuellen Nacht-Gesprächen, wenn die Aufseher dazwischengegangen wären, entdeckten sie dann erstaunliche Gemeinsamkeiten: Erstens die Wiedereinführung der Leitkategorie des Raumes in die Politik, also eine geopolitische Rehabilitierung der Nation beziehungsweise des Imperiums (orthodoxes Eurasien, islamisches Kalifat, christliches Abendland) gegen die laufende Vergesellschaftung über Märkte und supranationale Organisationen.
Zweitens das Denken in Zivilisationen mit scharfen, zum Teil blutigen Rändern. Drittens die Rechtfertigung von politischer Gewalt. Viertens – und vor allem – die Resakralisierung der Politik, gegen die von der Aufklärung bewirkte Entzauberung der Welt; die seit der Neuzeit aufgerichtete, segensreiche Trennmauer zwischen Religion und Politik wollen christliche Fundamentalisten, Russisch-Orthodoxe und Salafisten gleichermaßen einreißen.
Schließlich fünftens die Etablierung autokratischer Herrschaftsformen mit charismatischen Führergestalten, die sich über Plebizitäre akklamieren lassen. Das fügt sich in eine lange Welle des Autoritarismus, die in den 1970er Jahren einsetzt und heute einen ersten und hoffentlich letzten Höhepunkt erreicht.

Darf ein Alkoholiker Sterbehilfe bekommen?

© Screenshot/BBC Marcel Langedijk: „Es ist nicht so, dass wir in Holland reihenweise Alkoholiker umbringen.“
© Screenshot/BBC Marcel Langedijk: „Es ist nicht so, dass wir in Holland reihenweise Alkoholiker umbringen.“
In den Niederlanden hat ein 41 Jahre alter Familienvater legal eine Giftspritze bekommen, weil er alkoholkrank war. Hätte es einen anderen Ausweg gegeben? Sein großer Bruder begleitete ihn bis aufs Sterbebett. Er sagt: Wir haben alles versucht.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine

Der 14. Juli 2016 war ein wunderschöner Tag in den Niederlanden, die Sonne schien, es war heiß, Marcel Langedijk aus Amsterdam verließ zusammen mit seinem 41 Jahre alten Bruder Mark am frühen Morgen das Haus. „Das ist also mein letzter Morgen“, sagte Mark. Zusammen tranken die Brüder ein Glas ihres Lieblingsweines, dann gingen sie zu einer Ärztin und rauchten dort eine letzte gemeinsame Zigarette.

Die Ärztin erklärte Mark Langedijk den weiteren Ablauf: Die erste Flüssigkeit, die sie ihm gleich spritzen werde, sei eine Salzlösung. Die zweite ein starkes Schlafmittel. Und die dritte sorge dafür, dass sein Herz aufhöre zu schlagen. Dann kam die Frage: „Sind Sie sich hundertprozentig sicher?“ Die beiden Brüder weinten, am Tag davor hatte sich Mark Langedijk von seinen beiden Söhnen verabschiedet, seine feuchten Augen mit „Heuschnupfen“ erklärt. Jetzt sagte er: „Ja.“ Wenig später war er tot.

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Sachverständigenrat für Verbot von Minderjährigen-Ehen mit Ausnahmen

Sachverständigenrates deutscher Stiftungen (SVR) © bearb. MiGAZIN
Sachverständigenrates deutscher Stiftungen (SVR) © bearb. MiGAZIN
Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist für ein Verbot von Kinderehen. Bei im Ausland geschlossene Ehen von 16- bis 18-Jährigen sollten jedoch Ausnahmen möglich sein.

MiGAZIN

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration unterstützt in der Debatte um ein Verbot von Minderjährigen-Ehen die Pläne von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). In einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erklärung spricht er sich für ein generelles Verbot der Heirat von unter 18-Jährigen aus. „Es entspricht nicht unserer Vorstellung von einer selbstbestimmten und mündigen Entscheidung, wenn Kinder heiraten oder verheiratet werden“, sagte der Vorsitzende Thomas Bauer. Gleichzeitig plädiert er aber für Ausnahmen bei 16- und 17-Jährigen, wenn ein Fortbestand der Ehe dem Willen und Wohl der Betroffenen entsprechen.

Maas hatte vorgeschlagen, alle Ehen von unter 16-Jährigen grundsätzlich zu verbieten. Bei älteren Jugendlichen in Härtefallen aber Ausnahmen zuzulassen. Der Sachverständigenrat erklärte, in diesen Fällen müsse man den Bedürfnissen bereits vorhandener Kinder, eventuell bestehender Schwangerschaften sowie Unterhalts- und Erbansprüchen gerecht werden.

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Erdogan bittet sein Volk um Gold und Devisen

 Die Türken sollen ihre Ersparnisse in Gold oder Devisen umsetzen. Das wünscht sich Präsident Erdogan Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Die Türken sollen ihre Ersparnisse in Gold oder Devisen umsetzen. Das wünscht sich Präsident Erdogan Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Um den Kursverlust der türkischen Währung zu stoppen, ruft Erdogan dazu auf, Devisen in Lira zu tauschen. Es gelte, die Pläne „gewisser Leute“ zu durchkreuzen. Wer diese sind, verrät Erdogan nicht.

Von Deniz Yücel | DIE WELT

Die Fußgängerzone von Besiktas ist eines der quirligsten Viertel von Istanbul. Tagsüber sind die zahlreichen Geschäfte gut besucht, abends die vielen Bars und Raki-Restaurants.

Und bei Heimspielen des amtierenden türkischen Fußballmeisters kann man sich zwischen feiernden Fans und dem Wochenendtrubel nur mit größter Mühe durch die Gassen der Altstadt bewegen.

Gemessen daran ist an diesem trüben Dezembernachmittag nicht viel los – auch nicht in den Wechselstuben. „Das ist Besiktas, hier wechselt niemand seine Dollar, nur weil der Staatspräsident das will“, sagt ein Mitarbeiter. „Bevor die Leute hier auf Erdogan hören, kaufen sie eher aus Trotz Dollar.“

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Erdrotation verändert sich – anders als gedacht

Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA
Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA
Planetare Überraschung: Unsere Erde rotiert immer langsamer, doch dieser Bremseffekt ist schwächer als bisher gedacht. Demnach verlängern sich unsere Tage pro Jahrhundert nur um 1,78 statt um 2,3 Millisekunden, wie eine Studie enthüllt. Diese Erkenntnis ist nicht nur wichtig für Astronomie und Weltzeit, sie spricht auch dafür, dass es Prozesse geben muss, die dem Bremseffekt des Mondes entgegenwirken, erklären die Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society A“.

scinexx

Unser 24-Stunden-Tag leitet sich aus der Erdrotation ab – eine Umdrehung entspricht einem Tag. Doch diese Rotation bleibt nicht immer gleich: Sie wird allmählich langsamer, zudem eiert die Erde dabei ein wenig. Ursache dafür sind vor allem die Gezeitenkräfte zwischen Erde und Mond. Dadurch benötigt die Erde im Laufe eines Jahrhunderts 2,3 Millisekunden länger für eine Umdrehung – so dachte man jedenfalls bisher.

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Prozess in Fulda: Reichsbürger vor Gericht

Die sogenannten Reichbürger lehnen den deutschen Staat ab. Sie stellen sich deswegen eigene Pässe aus, hier einer mit dem Aufdruck
Die sogenannten Reichbürger lehnen den deutschen Staat ab. Sie stellen sich deswegen eigene Pässe aus, hier einer mit dem Aufdruck „Deutsches Reich Reisepass“. Foto: dpa
Sieben Reichsbürger stehen erneut in Fulda vor Gericht. Sie haben Berufung gegen ein Urteil wegen Freiheitsberaubung aus einer früheren Instanz eingelegt. Sie sollen eine Beamtin gehindert haben, in ihrem Dienstwagen wegzufahren.

Frankfurter Rundschau

Sieben sogenannte Reichsbürger stehen am heutigen Mittwoch, 9 Uhr, in Fulda erneut vor Gericht. Im Januar 2014 hatte sie das Amtsgericht wegen Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe auf Bewährung und Geldstrafen verurteilt, weil sie eine Vollstreckungsbeamtin daran gehindert hatten, in ihrem Dienstwagen wegzufahren. Die Frau wollte bei einem der Männer einen Zahlungsrückstand kassieren.

Gegen dieses Urteil haben die Angeklagten Berufung eingelegt, deshalb wird vor der Kleinen Strafkammer des Landgerichts erneut verhandelt. Es sind fünf Zeugen geladen.

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Türkei: Erdoğans Schwiegersohn und das Öl

Präsident Recep Tayyip Erdoğan (l.) mit Schwiegersohn Berat Albayrak. / Bild: (c) REUTERS (OSMAN ORSAL)
Präsident Recep Tayyip Erdoğan (l.) mit Schwiegersohn Berat Albayrak. / Bild: (c) REUTERS (OSMAN ORSAL)
WikiLeaks-Enthüllungen bringen die Regierungspartei AKP in Verbindung mit dubiosen Ölgeschäften. Demnach war der Energieminister in den Handel involviert – bisher bestritt er das.

Von Duygu Özkan | Die Presse.com

Mit der Firma Powertrans habe er, Berat Albayrak, keinerlei Verbindungen. Das ließ der türkische Energieminister und Schwiegersohn des Präsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit wissen, und zwar per Anwaltserklärung. Viel zu viele Geschichten waren bis zu dem Zeitpunkt schon im Umlauf, die Albayrak als Hauptakteur dubioser Ölgeschäfte rund um Powertrans vermuteten – selbst mit den Terrorschergen des sogenannten Islamischen Staates (IS).

Die Geschichten blieben allerdings nur lauwarm, mehr als einzelne Indizien und Gerüchte kamen nicht auf. Aber die neuesten WikiLeaks-Enthüllungen dürften ungemütlich für den Energieminister werden. Über 50.000 E-Mails an Albayrak hat die per Selbstdefinition marxistisch-leninistisch orientierte türkische Hackergruppe RedHack gekapert und an die Enthüllungsplattform weitergeleitet. Dabei sind viele Mails harmlos, es geht um Witze, Wohnungssuche und Zeitungsartikel. Eines könnte ihm familiäre Zores bringen: Offenbar hat Albayrak eine Kampagne unterschrieben, die seinen Schwiegervater Erdoğan als Kriegsverbrecher vor Gericht bringen will.

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Flechtheim-Erben verklagen den Freistaat Bayern in den USA

 Michael Hulton, Großneffe des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, vor einem Foto seines Großonkels. (Foto: dpa)
Michael Hulton, Großneffe des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, vor einem Foto seines Großonkels. (Foto: dpa)
Die Erben des jüdischen Kunsthändlers erheben Anspruch auf acht wertvolle Gemälde, die zum Bestand der Bayerischen Gemäldesammlungen gehören. Neue US-Gesetze könnten ihnen helfen.
 

Von Catrin Lorch | Süddeutsche.de

Die Erben des Kunsthändlers Alfred Flechtheim haben den Freistaat Bayern und die Bayerischen Gemäldesammlungen vor einem amerikanischen Gericht verklagt. Sie erheben Anspruch auf acht wertvolle Gemälde, die zum Bestand der Sammlungen gehören und werfen dem bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle vor, sich einer gütlichen Einigung zu verweigern.

Die Klage wurde beim Bundesbezirksgericht für New York Süd eingereicht. Der deutsche Anwalt der Familie, Markus H. Stötzel, sagte der SZ, dass sich in der Vergangenheit Gerichte in den USA nur in Ausnahmefällen für zuständig erklärten. Allerdings ändere sich in den USA gerade die Gesetzeslage. So werde wohl in dieser Woche von Republikanern und Demokraten ein Gesetz verabschiedet, das die Zuständigkeit in Raubkunst-Fällen weiter fasst.

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Wenn Mütter ihre Söhne missbrauchen

Foto: imago/ Roland Mühlanger
Foto: imago/ Roland Mühlanger
Mütter, die ihre eigenen Söhne missbrauchen. Das ist ein Satz, in dem so gar nichts zu stimmen scheint. Die Mutter ist der Inbegriff des Warmen, Wohligen, Kuscheligen, des „Hast du denn auch deine Mütze dabei?“ und „Alles wird gut!“. Und dennoch gibt es Jungen, die stillschweigend unter den sexuellen Übergriffen ihrer wichtigsten Bindungsperson leiden.
 

Von Christine Kewitz | VICE.com

Diesem Thema widmet sich nun ein Spielfilm von Florian Eichinger, der aktuell in den Kinos läuft: Die Hände meiner Mutter. Jessica Schwarz spielt die Ehefrau des 39-jährigen Markus (gespielt von Andreas Döhler). Markus wurde in seiner Kindheit das Opfer seiner eigenen Mutter, die sich mit seiner Hilfe körperliche Befriedigung holte. Dabei schafft es der Regisseur, die Geschichte ohne Klischees zu erzählen. Eichinger scheint viel recherchiert zu haben und so gelingt es ihm, der Realität in einem Spielfilm sehr nahe zu kommen.

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Bishop claims to make men’s penises larger by massaging them with his hands

He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
Ghanaian preacher Daniel Obinim has been filmed performing a ritual where he moves around a room full of men, grabbing them each by the crotch.

By Ashitha Nagesh | Church and State

In some cases, he will keep hold of their penises and give them a little shake.

Graciously, he also offers to massage women’s breasts in order to enlarge them too.

In a scene broadcast on his own channel, Obinim TV, the bishop says: ‘If you do not like the looks of any part of your body, come to me.

‘What do you want that I can’t offer? If you want big buttocks I can do it for you. If you want big breasts, I can help. If you have a small manhood, I can change them all when I come to the spiritual realm.’

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Russische Lieder in den Bahnhöfen von Kiew und Odessa

In Kiew wurden ein Kinderlied provokativ auf Russisch gesungen. Bild: Screenshot aus dem YouTube-Video
In Kiew wurden ein Kinderlied provokativ auf Russisch gesungen. Bild: Screenshot aus dem YouTube-Video
Fast täglich finden in der Ukraine Lieder-Flash-Mobs in russischer Sprache statt. Ultranationalistische Schlägerbanden sind machtlos gegen diese Graswurzel-Aktionen

Von Ulrich Heyden | TELEPOLIS

In einigen der großen Hallen der zur Sowjetzeit gebauten Bahnhöfe in der Ukraine hörte man in den letzten zehn Tagen russische und sowjetische Lieder. In Kiew sangen Aktivisten mit Passanten das Kinderlied „Immer lebe die Sonne!“ und in Charkow und Odessa die Liebeslieder „Alter Ahorn“ und „Smugljanka“ („Dunkelhäutiges Mädchen“).

Mit den Flash-Mobs wollen die Teilnehmer ein Zeichen setzen für den Frieden zwischen Russen und Ukrainern, ein Zeichen gegen Krieg und Zwangs-Ukrainisierung. Gegen den Graswurzel-Gesang sind ukrainische Polizei und nationalistische Schlägerbanden, die gerne mal Russland-freundliche Aktionen aufmischen, machtlos.

In Russland wurde die Idee aus der Ukraine aufgegriffen. Im „Kiewer Bahnhof“ von Moskau sangen Russen das Kosaken-Lied „Burschen, spannt die Pferde ab“ und in der westrussischen Stadt Lipezk sangen Aktivisten zur Ziehharmonika das bekannteste ukrainische Liebes-Lied „Tscherwona Ruta“ („Rote Weinraute“).

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Israel weist hohe Vertreterin des Weltkirchenrates aus

Die Spannungen zwischen Israel und dem Weltkirchenrat haben sich verschärft. Die israelischen Sicherheitskräfte verweigerten der beigeordneten Generalsekretärin des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Isabel Apawo Phiri, am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv die Einreise.

evangelisch.de

Isabel Apawo Phiri sei festgenommen, verhört und schließlich ausgewiesen worden, teilte der ÖRK am Dienstag in Genf mit.

Es handele sich um eine beispiellose und antagonistische Aktion  Israels, erklärte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Die Israelis diskriminierten die Theologin aus Malawi, die beim ÖRK das Gebiet Diakonie betreut. Die beigeordnete Generalsekretärin war zusammen mit einer ÖRK-Delegation angereist, um in Jerusalem an Beratungen eines ökumenischen Friedensprogramms teilzunehmen.

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Trotz „rechter Kampagne“: Weiter Staatsgeld für Amadeu-Antonio-Stiftung

Die Amadeu-Antonio-Stiftung engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus - in der rechten Szene eckt sie...Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/picture alliance
Die Amadeu-Antonio-Stiftung engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus – in der rechten Szene eckt sie…Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/picture alliance
Die Junge Union fordert, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung vom Verfassungsschutz überprüft wird. Das Bundesinnenministerium aber steht zu deren Förderung.

Von Matthias Meisner | DER TAGESSPIEGEL

Der Antrag C 32 auf dem Essener Bundesparteitag der CDU birgt Zündstoff – auch wenn wohl nicht über ihn abgestimmt wird: Der Bundesvorstand der Jungen Union (JU) fordert darin, die staatliche Förderung der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) zu stoppen und sie „auf Basis der getätigten Aussagen ihrer Vertreter und öffentlichen Kundgaben“ vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Mit Blick auf den Einsatz von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und auch der Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Hass im Internet (Hatespeech) fordert der CDU-Nachwuchs: „Die Kundgabe von Äußerungen, welche durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt sind, darf nicht von staatlichen Stellen oder im Auftrag staatlicher Stellen ohne juristische Überprüfung zensiert werden“.

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Kindesmissbrauch: Als das Jugendamt Pädophile zu Pflegevätern machte

 Schatten auf der Kindheit: Mindestens drei Jugendliche wurden in den 70ern an Pädophile vermittelt Quelle: E+/Getty Images
Schatten auf der Kindheit: Mindestens drei Jugendliche wurden in den 70ern an Pädophile vermittelt Quelle: E+/Getty Images
Beste Absichten: Der Berliner Senat brachte in den 70ern auf Empfehlung eines renommierten Pädagogen Straßenkinder bei vorbestraften Päderasten unter. Jetzt beginnt endlich die Aufarbeitung.

Von Claudia Becker | DIE WELT

Es war ein Experiment. War es gut gemeint? „Diese Leute“, sagte er 1981 bei einer Fraktionsanhörung vor FDP-Bundestagsabgeordneten, „haben diese schwachsinnigen Jungen nur deswegen ausgehalten, weil sie eben in sie verliebt, verknallt und vernarrt waren.“

„Schwachsinnig“ und nur erträglich, wenn man in sie „verknallt“ war – so beschrieb der Berliner Sexualwissenschaftler Helmut Kentler die Jungen, die wie viele andere Kinder und Jugendliche Ende der 60er-Jahre auf West-Berlins Straßen unterwegs waren und mit denen er ein besonderes Experiment durchgeführt hatte. Er hatte sie bei „Pflegevätern“ untergebracht, die wegen Pädophilie bereits vorbestraft waren.

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Europas letzte Hexe: Warum die „höllische Nell“ ins Gefängnis musste

Bild: helenduncan.org.uk
Bild: helenduncan.org.uk
Sie beschwor die Geister von Toten – und wurde als Hochstaplerin entlarvt. Helen Duncan war die letzte Frau, die in Europa 1944 wegen Hexerei inhaftiert wurde. Die Schottin machte sogar Geheimdienstler nervös.

SpON

Winston Churchill schäumte vor Wut. Das Schreiben an seinen Innenminister am 3. April 1944 enthielt weder Anrede noch Gruß und war mit hellroter Tinte unterzeichnet: „Was hat dieser Prozess den Staat gekostet?“, fragte der britische Premier und befahl: „Schicken Sie mir einen Bericht, warum sich ein moderner Gerichtshof auf das Hexerei-Gesetz von 1735 berufen konnte.“

Der „veraltete Blödsinn“, der Churchill derart in Rage versetzte, war eines der absurdesten Gerichtsverfahren des 20. Jahrhunderts: Am 3. April 1944 wurde die Schottin Helen Duncan wegen Hexerei zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Ort des Prozesses: Old Bailey, der Zentrale Strafgerichtshof in London.

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