Kinderheim Remseck-Hochdorf – Unrecht im Namen der Kirche

Die vielen Heimkinder haben das Leben in Hochdorf seit dem Krieg geprägt. Foto: Factum/Weise
Die Evangelische Jugendhilfe hat die zum Teil sehr dunkle Geschichte des Kinderheims Hochdorf aufarbeiten lassen. Die Dokumentation wurde zuerst an die Ehemaligen verteilt.

Von Ludwig Laibacher | Suttgarter Nachrichten

Wer die Worte Kinderheim und Nachkriegszeit hört, ist mittlerweile alarmiert. Unverzüglich stehen Fragen nach der Prügelstrafe, sexuellem Missbrauch oder – weil sich die meisten Heime in konfessioneller Trägerschaft befanden – religiöser Gewalt im Raum. Auch Claudia Obele, die Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf, hatte Angst vor dem, was in den Akten über das Kinderheim im Remsecker Teilort zu finden sein würde. Vor zwei Jahren hat sie einen Historiker beauftragt, die Heimgeschichte zu dokumentieren.

„Ich wollte nicht überrascht werden wie die Brüdergemeinde in Korntal-Münchingen“, sagt Obele. Dadurch, dass dort ein ehemaliges Heimkind die schlimmen Zustände in den fünfziger und sechziger Jahren öffentlich gemacht und die Brüdergemeinde damit konfrontiert habe, sei „der Verständigungsprozess von vornherein missglückt“ gewesen.

weiterlesen

Advertisements

Evolutionstheorie hat heute mehr Gegner als zu Darwins Zeit

Die Evolutionstheorie hat mehr Gegner denn je. Bild: akg
Die Gegner der Evolutionstheorie sind lauter denn je – und zahlreicher. Sie scheuen auch vor Drohungen gegenüber Wissenschaftlern nicht zurück.

Von Harald Ries | WESTFALENPOST

Zwei Kommentare zu einem Interview, das Angela Schwarz, Geschichts-Professorin an der Uni Siegen, als Herausgeberin von „Streitfall Evolution“ gegeben hat, einer allgemein verständlichen, großzügig bebilderten und enorm facettenreichen Kulturgeschichte zum Wesen und Wirken von Darwins folgenreicher Theorie.

Eine Minderheit meldet sich lautstark zu Wort. Zunehmend lauter. „Heute gibt es mehr christlich-fundamentalistische Gegner, seit etwa hundert Jahren Kreationisten genannt, als im Jahr 1859, als Charles Darwin ‘Die Entstehung der Arten’ veröffentlichte“, sagt Angela Schwarz. Christen, die die Bibel wörtlich nähmen, an einen einmaligen Schöpfungsakt glaubten, in dem alle Pflanzen und Tiere so geschaffen wurden, wie wir sie heute vorfinden, hätten sich von den USA aus ausgebreitet: „Auch im Siegerland gibt es Sympathisanten, die fordern, ihre Lehre vom Kreationismus oder intelligenten Design müsse gleichberechtigt in den Schulen behandelt werden.“

weiterlesen

Necla Kelek fordert Unterstützung für Reformislam

Islamkritikerin Necla Kelek nennt Berliner evangelischen Pfarrer „Islamversteher“ und sagt, dieser gehe „offenbar davon aus, dass Salafisten schützenswerte Opfer“ seien.

kath.net

Es sei „typisch“, dass der Pastor der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Martin Germer, glaube, dass er islamistische Fundamentalisten schützen müsse. Dies schreibt die islamkritische Soziologin Necla Kelek in der „Rhein Main Presse“ in ihrem Kommentar: „Wann endlich beginnt Politik, die Kräfte eines Reformislam zu unterstützen?“ Germer hatte die Aktion des Freiburger Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Abdel-Hakim Ourghi kritisiert, der 40 Thesen an die Tür einer Berliner Salafistenmoschee geschlagen hatte, kath.net hat berichtet. Kelek beschreibt, dass Fundamentalisten wie diese, aber auch „viele“ konservative Muslime in einer Parallelwelt leben würden und durch Argumente nicht erreichbar seien, deshalb habe Ourghi zu dieser Aktion gegriffen. Der evangelische Pfarrer, den Kelek als „Islamversteher“ tituliert, gehe „offenbar davon aus, dass Salafisten schützenswerte Opfer“ seien.

weiterlesen

AfD-Chef Meuthen wirft Kirchen „unfreundliche“ Politik vor

Jörg Meuthen als gute Christin. Bild: bb

Nach der Landtagswahl in Niedersachsen hat die AfD-Spitze erneut die Haltung der Kirchen zu der rechtskonservativen Partei kritisiert. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen sagte am Montag in Berlin, es sei eine „Politik der EKD“, sich „relativ unfreundlich“ zur AfD zu äußern.

evangelisch.de

Meuthen führte das Wahlergebnis der AfD, die nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 6,2 Prozent in den Landtag in Hannover einzieht, auch auf die „protestantische Prägung“ Norddeutschlands zurück.

Das Ergebnis ist für die AfD deutlich schlechter als in anderen Bundesländern und auch niedriger als bei der Bundestagswahl vor drei Wochen ausgefallen. Meuthen sagte, der Norden sei evangelisch geprägt und stärker „links-grün“. „Das geht für meine Begriffe miteinander einher.“

weiterlesen

Blutdruckmittel gefährdet Trinkwasser-Qualität

Sauberer Durstlöscher? Bestimmte Blutdrucksenker gefährden unsere Trinkwasserressourcen. © Rebepoi/ freeimages
Blutdrucksenker im Wasser: Seit einigen Jahren werden in Berliner Gewässern große Mengen blutdrucksenkender Medikamente gefunden. Das Problem: Die Blutdruckmittel vom Typ der Sartane sind nur schlecht abbaubar und gefährden daher die Qualität der Trinkwasserressourcen – wahrscheinlich nicht nur in Berlin, warnen Experten. Sie plädieren dafür, dass Ärzte mehr ökologisch unproblematische Medikamente verschreiben sollen.

scinexx

Ob Antibaby-Pille, Kontrastmittel oder Psychopharmaka: Immer mehr Rückstände von Arzneimitteln oder in der Medizin verwendeten Chemikalien gelangen mit unserem Abwasser in Flüsse und Seen, weil die Kläranlagen diese Wirkstoffe nicht vollständig entfernen können. Diese Belastung stellt nicht nur ein potenzielles Risiko für die im Wasser lebenden Tiere dar.

weiterlesen

Wie Napoleon die größte Schlacht der Geschichte verlor

Mehr als 600.000 Soldaten standen sich im Oktober 1813 bei Leipzig gegenüber – Reenactment-Szene während der 200-Jahr-Feiern Quelle: picture alliance / dpa
Bei Leipzig wollte Napoleon I. seine Gegner vernichten. Vom 15. bis zum 18. Oktober 1813 dauerte die „Völkerschlacht“. Beinahe hätten die Franzosen gesiegt. Aber der Preuße Blücher war schneller.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Nach einem halben Jahr voller Gefechte mit wechselhaftem Ausgang stellte sich Kaiser Napoleon I. am 15. Oktober 1813 vor den Toren Leipzigs zum Entscheidungskampf. Drei Tage lang rangen mehr als 500.000 Soldaten aus ganz Europa in der größten Schlacht, die die Geschichte bis dahin gesehen hatte, miteinander. Mindestens 100.000 verloren in dieser „Völkerschlacht“ ihr Leben. Am Ende hatte Napoleon die Herrschaft über Europa verloren.

Nach dem Untergang seiner Grande Armée 1812 in Russland konnte Napoleon noch einmal eine Truppe von ähnlicher Größenordnung aufstellen. Rund 440.000 Mann standen im Frühjahr 1813 bereit; der Mangel an Pferden, Artillerie und vor allem erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren war allerdings offensichtlich, und zahlreiche Truppen blieben in diversen Festungen gebunden. Auf preußische und österreichische Kontingente konnte der Kaiser nicht mehr zurückgreifen. Während die Regierung in Wien noch neutral blieb, schloss Friedrich Wilhelm III. mit Zar Alexander I. ein Bündnis. Erst im August trat Kaiser Franz I. der Koalition bei, während Sachsen noch zu den Franzosen hielt.

weiterlesen

Intel beginnt mit Produktion von Chips für Quantencomputer in Fabrik in Arizona

Five qubit quantum circuit. Image: Martinis Group/UCSB
Quantencomputer kommen einer breiten Nutzung für reale Anwendungen immer näher. Intel produziert jetzt einen Chip mit 17 supraleitenden Qubits, der auf einem konventionellen Prozessor basiert.

Von Sascha Mattke | heise.de

Der Halbleiter-Hersteller Intel hat mit der Produktion von Chips für Quantencomputer begonnen. Die neue Hardware ist noch zu empfindlich, um viel echte Arbeit leisten zu können, aber sie liefert ein starkes Signal dafür, dass die Technologie Anwendungen in der realen Welt näher kommt. „Wir bringen Quantencomputer aus dem akademischen Raum in den Halbleiter-Raum“, sagt Jim Clarke, Leiter für Quanten-Hardware bei Intel. Entwickelt wurden die Chips in einem Intel-Forschungszentrum in Oregon, die Produktion läuft in Arizona, berichtet Technology Review online in „Quantenchips vom Fließband„.

weiterlesen

16 Millionen Atome verschränkt

Diese Laseranlage produzierte die Einzelphotonen, die die Atome im Kristall zur Verschränkung brachten. © Université de Genève
Gekoppelte Atome: Physikern ist es gelungen, 16 Millionen Atome in einem Kristall miteinander zu verschränken – und diese quantenphysikalische Kopplung auch nachzuweisen. Sie entwickelten dafür eine Möglichkeit, die Verschränkung der Atome von außen zu ermitteln, ohne dass die Kopplung dabei verloren ging. Das Spannende daran: Solche Kristalle aus verschränkten Atomen könnten in künftigen Quantennetzwerken als Verstärker genutzt werden.

scinexx

Eine der Eigenheiten im Reich Quantenphysik ist das Phänomen der Verschränkung: Die Zustände von zwei Teilchen sind dabei so miteinander gekoppelt, dass der Zustandswechsel des einen automatisch den des Partners verursacht – und dies selbst dann, wenn beide Teilchenhundert Kilometer voneinander entfernt sind. Sogar bis in den Orbit reicht diese quantenphysikalische Kopplung. Der große Vorteil daran: Informationen können instantan übertragen werden und jeder unbefugte Zugriff ist sofort erkennbar.

weiterlesen

Irakische Truppen rücken in Kurden-Region Kirkuk ein

Kämpfer der Peschmerga halten einen Posten auf einem Hausdach am Südrand von Kirkuk (Foto vom 15.10.2017). (Foto: AFP)
  • Die irakische Regierung meldet, sie sei militärisch auf das kurdische Gebiet um Kirkuk vorgerückt und habe dort die Kontrolle übernommen – ohne zu schießen.
  • Bewohner der Stadt melden hingegen Beschuss. Die Regionalregierung spielt das Vorrücken der Truppen herunter.
  • Ende September hatten die Bewohner der kurdischen Autonomiegebiete in einem Referendum mehrheitlich für eine Unabhängigkeit gestimmt.

Süddeutsche.de

Das irakische Militär ist in die von Kurden kontrollierte Region Kirkuk eingerückt. Militär, Anti-Terror-Spezialkräfte und Staatspolizei hätten die Kontrolle in der ölreichen Provinz übernommen, verlautete das irakische Staatsfernsehen am Sonntag. Erobert worden seien weite Teile der kurdisch geprägten Metropole Kirkuk sowie die westlich der Stadt gelegenen Ölfelder. Dabei habe es keine Schusswechsel gegeben. Premierminister Haider al-Abadi schrieb auf Twitter, er wolle zusammen mit den Bewohnern Kirkuks dort Sicherheit herstellen.

weiterlesen

Comic-Fabel „Affendämmerung“ – Prophet der Affen

Pfiffige Religionskritik: Eine Seite aus „Affendämmerung“.FOTO: SCHREIBER & LESER
In der Tradition von Äsop und Orwell: Jean-Paul Krassinskys „Affendämmerung“ ist eine religionskritische Fabel, die auch künstlerisch beeindruckt.

Von Christian Endres | DER TAGESSPIEGEL

In seinem Comic-Roman „Affendämmerung“, der jetzt auf Deutsch im Verlag Schreiber & Leser erschienen ist, widmet sich der französische Autor und Zeichner Jean-Paul Krassinsky einem Stamm rotgesichtiger Schneemakaken in den verschneiten Bergen Japans. Seine sprechenden Affen sind tierisch menschlich in ihrer Bereitschaft zur Manipulation und zur Intrige, aber immer noch animalisch wild. Die Hackordnung, die über den Anspruch auf die heiße Quelle und das heißeste Weibchen entscheidet, ist das Wichtigste für die Affen – bis eines Tages eine Raumkapsel in ihrem Territorium abstürzt. Dieser entsteigt ein Rhesusaffe, der fortan das Wort eines neuen Gottes predigt.

weiterlesen

Linkenpolitiker Ramelow: ‚Ich bin ein Gegner der Abtreibung‘

Bodo Ramelow bei der Vereidigung im Thüringer Landtag. Bild: FrankSchwarz/Facebook
Wagenknecht solle, so empfahl Ramelow (Die Linke), nach ihrer Abtreibungsforderung den „innerfamiliären Diskurs“ mit ihrem katholischen Ehemann Oskar Lafontaine suchen.

kath.net

Nachdem Sahra Wagenknecht, Bundestagsfraktionsvorsitzende der Linken, freie Selbstbestimmung der Frauen in der Abtreibungsfrage gefordert hatte, wurde der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linken) bei einer Veranstaltung darauf angesprochen. „Ich muss nicht alles gut finden, was sie sagt“, hat er nach Angaben der „Südwestpresse“ dazu geantwortet, und er selbst sei „ein Gegner der Abtreibung“.

weiterlesen

… und auf einmal wackelt Göring-Eckardt beim Familiennachzug

Betont nüchtern diskutieren die Jamaika-Sondierer bei „Anne Will“. Bis es beim Thema Familiennachzug auf einmal hitzig wird. Grüne und FDP befinden sich offenbar im Flirtmodus – trotz des Macho-Charmes eines Gastes.

Von Ralf Dargent | DIE WELT

„Fünf Minuten noch, bitte“, hätte das Publikum bei Anne Will rufen sollen. Oder: „Wenigstens zwei!“ Aber es rief niemand. Und so machte die Talkshow-Moderatorin am Sonntagabend, wie vom Korsett des Programmplans vorgegeben, mit den „Tagesthemen“ weiter.

Schade. Denn ihre Sendung mit immerhin drei zentralen Teilnehmern der kommenden Sondierungsverhandlungen zu einer Jamaika-Koalition brachte erst ganz am Ende Leidenschaft und eine konkrete Auseinandersetzung über ein Streitthema.

CDU-Vize Volker Bouffier, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wollten ganz offenkundig zuvor möglichst viel Nüchternheit präsentieren. Dabei hieß das Thema am Tag der Niedersachsenwahl: „Der Abschluss im Superwahljahr. Wird jetzt mal wieder Politik gemacht?“ Die drei hätten also mit Kraft nach vorne blicken und einen Vorgeschmack auf die kommenden Sondierungen geben können.

weiterlesen

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh ein

Während einer Kundgebung zum Tod von Oury Jalloh © Uwe Hiksch @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh wurden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter am Tod des Asylbewerbers. Die Familie des Opfers ist irritiert und kündigt Beschwerde an. Eine Initiative geht von Mord in der Polizeizelle aus.

MiGAZIN

Die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) hat die Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh eingestellt. Nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Erkenntnisse habe das am 7. Dezember 2012 von Amts wegen eingeleitete Verfahren „keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung ergeben“, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag in Halle mit. Eine weitere Aufklärung sei nicht zu erwarten.

Die Familie von Oury Jalloh hat laut Anwälten mit Betroffenheit und Unverständnis auf die Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu dessen Tod reagiert. Rechtsanwältin Gabriele Heinecke erklärte am Freitag im Namen der Familie, dass gegen die Einstellung Beschwerde eingelegt und der Staatsanwaltschaft erneut aufgegeben werde, welche weiteren Ermittlungsschritte zwingend zu unternehmen sind. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hatte erst Anfang Juni 2017 die weitere Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Halle übertragen.

weiterlesen

Blutbad erschüttert Mogadiscio

Die somalische Hauptstadt erlebt einen der schlimmsten Terroranschläge ihrer Geschichte. (Bild: Said Yusuf Warsame / EPA)
Der schlimmste Anschlag seit langem mit über 200 Toten hat am Samstag die somalische Hauptstadt Mogadiscio erschüttert. Hinter der Terrorattacke steht vermutlich die islamistische Shabab-Miliz.

Von David Signer | Neue Zürcher Zeitung

Bei einem Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio am Samstagnachmittag sind mehr als 200 Personen ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Es handelt sich womöglich um den schlimmsten Terrorangriff im Land am Horn von Afrika überhaupt. Obwohl sich noch niemand zur Tat bekannt hat, deutet alles auf die islamistische Terrorgruppe al-Shabab, die in Mogadiscio immer wieder Bombenattentate verübt. Die mit al-Kaida verbundene Organisation konnte im August 2011 aus der Stadt vertrieben werden. Sie kontrolliert aber immer noch ländliche Teile von Somalia und verübt Angriffe in der Hauptstadt, die sich vor allem gegen die fragile Regierung, militärische Einrichtungen sowie Ausländer richten. Das Hotel Safari, das dieses Mal Ziel der Attacke war, gilt allerdings eher als allgemeiner Treffpunkt von Somaliern und nicht so sehr von Regierungsmitarbeitern oder Ausländern.

weiterlesen

Dodo Marx fordert mehr Anstand in der Politik

Quelle: http://www.bgland24.de

Kardinal Reinhard Marx ist zunehmend besorgt über den Stil der politischen Auseinandersetzung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz rief deshalb zu mehr Anstand und Fairness in der Politik auf.

katholisch.de

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx ist zunehmend besorgt über den Stil der politischen Auseinandersetzung. Am Wochenende rief er daher in München zu mehr Anstand und Fairness in der Politik auf. Außerdem äußerte er sich zum Christ sein in Politik und Gesellschaft, zum Islam, zur Ökumene sowie zum Familiennachzug und zu einem Zuwanderungsgesetz.

Das Christliche und das Konservative

Der politische Kampf werde schärfer, die Sprache härter, und auch die Spannungen innerhalb der Parteien würden größer, betonte Marx. Dabei habe ihn auch der zu Ende gegangene österreichische Wahlkampf beunruhigt: „Unser Nachbarland gibt kein gutes Bild ab. Ich kann nur hoffen, dass wir bei den für Bayern so wichtigen Landtagswahlen einen anständigen Wahlkampf erleben und dass in ordentlicher Weise um den richtigen Weg gestritten wird.“ Für Marx ist zudem in Politik und Gesellschaft das Christliche „nicht identisch mit dem Konservativen“. Es gehe um „Veränderung und Fortschritt im christlichen Sinn, nicht nur um die Verteidigung des Martinsumzugs“. Das Christliche sei größer, als dass es auf eine Tradition festgelegt werden könnte.

weiterlesen

Zum ersten Mal – seit 1492!

Inzwischen auf Distanz: Türkische und amerikanische Fahnen auf dem Time Square im Gedenken an den gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016.© LEV RADIN/PACIFIC PRESS VIA ZUMA WIRE/DPA
Die Amerikaner geben Türken keine Visa mehr. Das trifft viele Menschen hart und hat auch für Erdogans Regierung Konsequenzen. Die sind schwer zu kaschieren.

Von Bülent Mumay | Frankfurter Allgemeine

Liebe Leser, ich will Ihnen heute vom „Visumelend“ erzählen. Da schauen Sie mich vermutlich an, als würde ich etwas Unsinniges sagen oder Japanisch sprechen. Nicht ganz zu Unrecht. Sie haben ja das Elend mit dem Visum nicht. Soeben wurde der Passport Index 2017 veröffentlich, da steht Ihr Land, wie bereits in den vergangenen fünf Jahren, unter 195 Ländern auf Platz eins. Sie können reisen, wohin und wann Sie wollen.

Unser Land hat hingegen keinen so guten Stand auf dem Index. In der Liste, aufgestellt nach der Anzahl an Visumanträgen, steht die Türkei auf Platz achtzig. Dorthin gelangten wir dank einiger Dritte-Welt-Länder, die kein Visum von uns wollen. Ansonsten verlangt man in fast jedem Land, in dem wir Urlaub machen, uns behandeln lassen oder investieren wollen oder in das wir zu Ausbildung oder Studium reisen möchten, ein Visum von uns. Last-Minute-Ticket ist ein Fremdwort für uns. Wir können nicht mal eben eine Karte für ein Konzert irgendwo in Europa buchen. Unsere Freunde im Ausland können wir nicht bei jedem Sehnsuchtsanfall besuchen. Zuerst brauchen wir ein Visum. Vorausgesetzt, der Staat hat nicht ohnehin unseren Pass aus politischen Gründen für ungültig erklärt.

weiterlesen

Zur türkischen Fassung der Kolumne
Yazının Türkçe orijinalini okumak için tıklayın

Buschbrände: „Größte Tragödie, die Kalifornien je erlebt hat“

In Sonoma stehen ganze Hügel in Flammen – imago/ZUMA Press
40 Tote, mehr als 5.700 zerstörte Gebäude und eine verkohlte Fläche von der Größe New York Citys – das ist die vorläufige Bilanz der Buschbrände in Kalifornien. Es könnte noch schlimmer kommen.

Die Presse.com

Schon eine Woche wüten die Buschbrände in Nordkalifornien – und noch immer können die Behörden keine Entwarnung geben. Im Gegenteil: Starke Winde fachten die Feuer am Wochenende stellenweise weiter an. 40 Tote, mehr als 5.700 zerstörte Gebäude und eine verkohlte Fläche von der Größe New York Citys – das ist die vorläufige Bilanz der Buschbrände in Kalifornien. Es könnte noch schlimmer kommen.

Am Rande des Winzerortes Sonoma standen am Samstag ganze Hügel in Flammen, immer mehr Häuser brannten ab. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der zerstörten Gebäude bei den jüngsten Bränden in dem Westküstenstaat mit mehr als 5.700 beziffert. Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 40 gestiegen – und sie wird voraussichtlich weiter steigen.

weiterlesen

Opfer fordern mehr Mitsprache in Conterganstiftung

Betroffenenvertreter im Stiftungsrat der Conterganstiftung haben Conterganopfer zu einer Demonstration vor dem Berliner Bundesfamilienministerium aufgerufen. Mit der Kundgebung an diesem Montag solle unter anderem mehr Mitsprachemöglichkeiten von Conterganopfern in der Stiftung gefordert werden, erklärte der Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer (BCG) am Sonntag in Köln.

evangelisch.de

Nötig sei dafür eine absolute Mehrheit der Betroffenenvertreter im Stiftungsrat. Zudem kritisierte der Verband die Aufsicht des Bundesfamilienministeriums über die Stiftung.

Im Stiftungsrat würden zwei von Conterganopfern gewählten Betroffenenvertreter drei Ministerienvertretern gegenübersitzen, erklärte der Bund Contergangeschädigter. Damit hätten die Opfervertreter keine Chance, gegen die Mehrheit der Ministerienvertreter Anliegen durchzusetzen.  Dies werde den historischen Gegebenheiten des Conterganskandals nicht gerecht, kritisierte Betroffenenvertreter Christian Stürmer.

weiterlesen

Experte: Muslimische Feiertage als Zeichen der Anerkennung

Themenbild.
In Deutschland ist eine Debatte über einen möglichen muslimischen Feiertag entbrannt. Ein Politologe sieht darin auch eine Chance.

NRZ

Islamische Feiertage wären einem Experten für Religionspolitik zufolge eine berechtigte Anerkennung für Muslime in Deutschland. „Die Überlegung ist sinnvoll“, sagte der Politologe Ulrich Willems von der Universität Münster der Deutschen Presse-Agentur. Zwar sei es kaum machbar, allen Religionsgemeinschaften einen Feiertag zuzugestehen. Muslime machten aber rund fünf Prozent der deutschen Bevölkerung aus. „Das größte integrationspolitische Signal wäre ein Feiertag, der für alle Menschen im Bundesland gilt“, sagte Willems. Feiertage sind in Deutschland Ländersache, abgesehen vom Einheitstag am 3. Oktober.

Einerseits könnten Feiertage symbolische Anerkennung schaffen, erklärte Willems. Andererseits hätten sie eine praktische Funktion – etwa, einen ganzen Tag Gottesdiensten oder Prozessionen zu widmen. Der auf Politik und Religion spezialisierte Professor wirbt für eine pragmatische Herangehensweise. „In Mecklenburg-Vorpommern leben kaum Muslime, da hätte das weniger Sinn“, sagte er. „In Nordrhein-Westfalen sieht es aber ganz anders aus.“ Zudem spielten die wirtschaftlichen Folgen arbeitsfreier Tage eine Rolle.

weiterlesen

Watch Humans Fail at Being Self-Driving Cars

If fully autonomous vehicles ever hit the world’s highways en masse, their developers have a lot of work to do to convince the humans inside the tech is trustworthy.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Seventy-five percent of Americans say they would be afraid to travel in an autonomous vehicle, and initiatives are starting around the US to help self-driving cars earn the confidence of their would-be passengers. Taking our hands off the wheel won’t be easy.

project by researchers at Moovel Lab attempts to build some of that trust with an experiment: Put people in the car’s perspective. No, not make them into the literal car seat, but show them what the car „sees“ as it navigates—and then give them the gas pedal.

In a video, Joey Lee from Moovel Lab calls the experiment a „trust exercise.“ What it looks like is a couple hours of watching people steer straight into obstacles around them.

read more