Feuerwerk auf der Dealey Plaza

Jack Ruby, Bild: wikimedia.org/PD
Wusste Jack Ruby vom geplanten Kennedy-Attentat?

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Am Freitag wurden weitere Akten zum Kennedy-Mord freigegeben, welche auf Wunsch der CIA unter Verstoß gegen den JFK-Act über den 26. Oktober 2017 hinaus zurückgehalten wurden. Spektakulärster Fund ist eine erstaunliche Zeugenaussage zum Oswald-Killer Jack Ruby. So soll Ruby den FBI-Informanten Bob Vanderslice am Morgen des Attentats gefragt haben, ob er ihn zur Kennedy-Parade begleiten und „das Feuerwerk“ sehen wolle. Als die Schüsse fielen, soll Ruby an der Ecke des damaligen Postal Annex Buildings gestanden haben, mit Blick auf die Deaey Plaza und das Schulbuchlager.

Wenn Ruby von einem geplanten Attentat im Vorfeld Kenntnis hatte, wäre die Alleintäter-These hinfällig. Der wesentliche Inhalt des nun freigegebenen FBI-Dokuments mit der Einladung zum Feuerwerk ist Attentatsforschern seit langem bekannt. Solange das Papier jedoch unter Verschluss war, konnte man die Diskussion über ein Vorwissen Rubys als Geraune von Verschwörungstheoretikern abtun – wie es ein CIA-Memo von 1967 empfahl.

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Wie der Mensch das Leben im All verbreiten könnte

illustr.: breakthrough starshot Den Keim des Lebens zu fremden Exoplaneten bringen: Ein derartiges, sehr langfristiges Projekt wäre technisch bereits in absehbarer Zeit machbar, meint Claudius Gros.
Deutscher Physiker schlug Konzept für die Belebung ferner steriler Exoplaneten vor. Die Technik dafür wäre bereits in Reichweite

derStandard.at

Die astronomischen Entdeckungen der vergangenen Jahre – die jüngste wurde erst letzten Dienstag verkündet – lassen es durchaus plausibel erscheinen, dass unsere Galaxie voller erdähnlicher Exoplaneten ist. Ob diese Welten tatsächlich auch Leben beherbergen, ist jedoch mit den bisher verfügbaren Mitteln schlicht und einfach nicht feststellbar. Aber es ist vermutlich sehr wahrscheinlich, dass viele davon völlig steril sind. Hätten wir die technischen Grundlagen dazu, sollten wir diesen toten Exoplaneten Leben einhauchen?

Claudius Gros vom Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt ist jedenfalls der Meinung, dass wir den Keim des Lebens im All verbreiten sollten. Und er glaubt, dass die technischen Möglichkeiten für die menschengemachte Panspermie – sein „Genesis Projekt“ – bereits in Reichweite sind: Ein vergleichbares System, wie es bereits im Rahmen des Breakthrough-Starshot-Projektes vorgestellt wurde, sei als Vehikel zur Verbreitung von Organismen im Kosmos durchaus geeignet, meint Gros.

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Vertretung der EU in Kabul unter Alkoholschmuggel-Verdacht

Die EU-Delegation in Afghanistan soll ihrem Hauptlieferanten für Alkohol über einen Zeitraum von 20 Monaten die auffällig hohe Summe von mehr als 425.000 Euro gezahlt haben. (Symbolbild)
Wein und Spirituosen, die von der diplomatischen Vertretung der EU zum Eigenverbrauch importiert wurden, sollen illegal auf dem Schwarzmarkt in Kabul verkauft worden sein. Die Antibetrugsbehörde ermittelt.

Frankfurter Allgemeine

Ermittler der EU-Antibetrugsbehörde Olaf gehen dem Verdacht des Alkoholschmuggels durch die Vertretung der EU in Afghanistan nach. Das bestätigte am Sonntag ein EU-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte der britische „Guardian“ berichtet, dass Wein und Spirituosen, die von der diplomatischen Vertretung der EU zum Eigenverbrauch importiert wurden, illegal auf dem Schwarzmarkt der Hauptstadt Kabul verkauft worden seien.

Im muslimischen Afghanistan ist den Einwohnern Besitz und Konsum von Alkohol verboten. Doch überall in Kabul gibt es Schwarzhändler. Ausländischen Vertretungen und internationalen Organisationen ist die Einfuhr von Alkohol nur für ihr nicht-afghanisches Personal gestattet.

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Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen

Die georgischen Staatsbürger (v.l.) Koba Nergadze, Kvarateskelia Zalogy, und Alexander Revazishvilli haben in einer italienischen TV-Dokumentation erklärt, zur Gruppe der Maidanschützen gehört zu haben. Bild: Screenshots Video YouTube/“Matrix“
Drei Georgier geben zu, unter den Maidanschützen gewesen zu sein, die auf Polizisten und Zivilisten schossen – bewaffnet und angestiftet unter anderem von einem ukrainischen Oppositionspolitiker

Von Stefan Korinth | TELEPOLIS

Drei georgische Männer haben nun zugegeben, am 20. Februar 2014 in Kiew sowohl auf Polizisten als auch auf Maidankämpfer und Demonstranten geschossen zu haben oder zumindest als Augenzeugen unmittelbar bei Schützengruppen gewesen zu sein. Dies sagten sie in Interviews mit dem italienischen Journalisten Gian Micalessin von der Zeitung Il Giornale.

Die entsprechende TV-Reportage mit dem Titel „Ucraina: Le verità nascoste“ zeigte nun der Sender Canale 5 in seinem Magazin „Matrix“. Ziel der Schüsse sei es gewesen, so viel Chaos wie möglich zu erzeugen, erläutern die Georgier.

Damit gerät die offizielle Version der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, die Sicherheitskräfte des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch seien für das Massaker mit Dutzenden Toten verantwortlich, weiter ins Wanken. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ukrainischer Maidankämpfer zugegeben, zwei Polizisten vom Konservatorium aus erschossen zu haben (siehe Maidan: „Ich schoss ihnen ins Genick“). Auch die BBC hatte 2015 einen Maidanschützen ausfindig gemacht und anonym interviewt.

Die nun geständigen Männer namens Koba Nergadze, Kvarateskelia Zalogy und Alexander Revazishvilli hätten mit weiteren angeworbenen Schützen unter anderem aus Georgien und Litauen sowohl vom Konservatorium am Maidan als auch vom Hotel Ukraina aus in die Menge geschossen. Bewaffnet wurden ihren Aussagen nach alle Schützen von militanten ukrainischen Maidan-Kommandeuren.

Die drei Männer seien von einem weiteren Georgier namens Mamuka Mamulashvili rekrutiert worden, heißt es in dem italienischen Bericht. Mamulashvili sei ein Militär des früheren georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili gewesen. Heute kämpft Mamulashvili im Donbass an der Seite rechtsradikaler ukrainischer Bataillone und befehligt dort eine Truppe, die sich „georgische Legion“ nennt. Die International Business Times nennt ihn „den Soldaten, der nicht aufhören kann, Moskau zu bekämpfen“.

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Feilschen um die Brexit-Beute

Frankfurt am Main hätte gern die Bankenaufsicht, die aus London wegmuss. Die Stadt versucht, mit ihrer Finanzkraft zu punkten.Foto: Boris Roessler, dpa
In der Europäischen Union wird wie auf dem Basar über den Standort von zwei Behörden gestritten. Deutschland bewirbt sich um beide.

Von Markus Grabitz | DER TAGESSPIEGEL

An diesem Montag gibt es zur Abwechslung etwas zu gewinnen beim Brexit, der ja gemeinhin als Verlierer-Thema gilt. Zumindest für die Mitgliedsländer der künftigen EU der 27. Dann nämlich fällt die Entscheidung, welche Länder den Zuschlag bekommen für die beiden EU-Agenturen, die noch im Vereinigten Königreich ansässig sind, aber spätestens bis zum Austritt des Landes aus der EU auf den Kontinent umziehen müssen. Es geht um die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und um die Arzneimittelbehörde (EMA). Die EBA hat 189 Mitarbeiter, die EMA sogar 890. Abgestimmt wird in der Sitzung des Rates für Allgemeine Angelegenheiten. Stimmberechtigt sind 27 Vertreter aus allen EU-Hauptstädten außer London. Das Vereinigte Königreich darf nicht mehr mitstimmen.

Die Mitgliedsländer reißen sich geradezu um die Agenturen. Es geht nicht nur um die Ansiedlung von Behörden mit hochkarätigen Jobs. Auch die Aussicht lockt, spätestens ab 2019 für die EU-Gemeinde internationale Kongresse und Konferenzen durchführen zu können. Deutschland bewirbt sich gleich um beide Agenturen. Die Arzneimittelagentur soll nach Bonn gehen, Frankfurt hätte gern die Bankenaufsicht. Frankfurt hat bei seiner Bewerbung mit dem Pfund gewuchert, die wichtigste EU-Finanzhauptstadt auf dem Festland zu sein.

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Bankrott der ethischen Abstraktion

Da Vinci stellte mit dem Gemälde aber nicht nur die Szene an sich dar. Er arbeitete laut Salleck seine ganze Weltanschauung in das „Letzte Abendmahl“ mit ein. Die drei zu sehenden Wände des Raumes stehen je für eine Abteilungen der Philosophie: Logik, Ethik und Naturlehre.
PD
Können wir etwa heraus aus unserer Historie, aus unseren Lebensbedingungen? Wenn nicht, dann ist die Ethik Produkt dieser Bedingungen, egal, was wir tun. „Oh holder Professor, wir ehren Sie mit dem Ethik-Siegel“ – weil es absolut sein soll, das Siegel sitzt fest drauf – aber auf einer vordergründigen Schätzung. Auf der Rückseite steht das Verfallsdatum. Geschätzt von unten hinauf, aus der Frosch-Perspektive, wie der Maler sagt.

Föderation des Determinismus

Die Humanisten sagen: „Wir werden den Humanismus niemals aufgeben, wir stehen dazu!“ Ihre Ideologie, teils sogar zwanghaft: Die Freiheit und Unbekümmertheit geht drauf, beim Moralisieren, bei dieser Normgebung selbst des letzten Lebenswinkels. Humanismus als Zivilisationskrankheit: Das Produkt ihrer selbst ohne Überblick. Aber deine Ethik ist auch mein Sollen. Und meine Freiheit ist auch die Freiheit vom Sollen, die Freiheit auch von deiner Ethik! Weil ich nicht unabhängig genug bin, kann das Ich-Konstrukt deines Körpers mir etwas aufschwatzen, mich binden, damit es mir vertrauen kann. Dein Wenn-dann-System fordert Sicherheiten, bevor es Freundschaft vergibt und es verstößt, wenn ich deine Ethik nicht will: Der Schwächere braucht die Tyrannei der Ethik, die den Hund an der kurzen Leine führt und die echte Freundschaft nie kennen wird, nur Gefolgschaft: Die gibt Sicherheiten! Mit Denkverboten belegt und mit Zucker bestreut. Versprechen zu geben und zu halten, das meine ich nicht: Sondern den Intellekt als Opfer zu fordern – so, wie in der Kirche alle „lieb“ sein sollen. Oder die Ethik gleich begründet mit dem Stoffwechsel der Menschheit als Ameisenstaat, also aus sich heraus, wo der gute Mensch auch ein gutes Haustier sein könnte?

Jedes Tun oder Unterlassen ist Ursachenbestandteil der Zukunft. Willst Du die Zukunft so oder anders? Manches willst Du: Und nennst es „Ertrag“, „Gewinn“, „Ziel“ – höher bewertet, je stärker Du es willst – manches musst Du in Kauf nehmen, aufwenden: Gold, Lebenszeit, Leid, Ansehen, Selbstachtung, Arbeit – und nennst es „Preis“. Der Aufwand und Ertrag bestimmen sich nach der Differenz der gewählten Realisierung zur anderen möglichen. Ein Fahrrad mit Klingel kostet mehr als eines ohne: Der Differenzbetrag ist der Preis der Klingel.

Zu kompliziert, diese Differenzrechnung des Lebens? Kennst Du die Kindergeschichte „Fränzi“? Die Freundinnen Fränzi und Lisa spielen mit Lisas Puppengeschirr aus Plastik. Fränzi erzählt, dass sie Geld gespart hat und ein Geschirr aus Porzellan möchte, mit chinesischen Teehaus-Bildern. Jetzt kommt Lisa auf die Idee, sich selbst so ein Porzellangeschirr zu kaufen und schwatzt Fränzi ihr Plastikgeschirr auf, auch noch über dem Neupreis des Porzellangeschirrs. Wie zu erwarten, preist sie ihr Geschirr an: Es zerbricht nicht, da es aus Plastik ist, es ist mit Blümchen verziert und daher „schön“. Überraschenderweise bringt sie aber auch eine globale Aufwands-Ertragsrechnung ins Spiel: Ich kannte ein Mädchen, das hatte ein Porzellangeschirr, alles ging kaputt, jetzt hat es nur noch den Henkel der Teekanne. Und: Ein Mädchen sparte auf ein Geschirr, dann verlor es alles Geld. Für den Rest kaufte es sich Bonbons. Ein Geschirr hat es immer noch nicht – das kann auch Dir passieren! Viele Mädchen bekommen nie ein Teegeschirr. Fränzi argumentiert aber auch global und weist darauf hin, dass Lisa sich dann von dem Erlös eine Puppe kaufen könne und das Geschirr nicht brauche, sie könne dann zu ihr zum „Teetrinken“ kommen.
Fränzi kauft das Geschirr. Als sie merkt, dass sie beim Preis reingelegt wurde, trickst sie ihrerseits Lisa aus und bewirkt damit die Rückabwicklung des Geschäfts. Schließlich vereinbaren beide, sich nicht mehr hereinlegen zu wollen, weil ihnen echte Freundschaft wichtiger ist und sie teilen einen Differenzbetrag, für den sie Süßigkeiten kaufen, die sie gemeinsam essen.

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„Oury Jalloh, das war Mord!“

Polizeirevier Dessau-Roßlau. Ort des Geschehens, das am 5. Januar 2005 zum Tod des in Deutschland lebenden Sierra Leoners Oury Jalloh führte. Bild: M_H.DE / CC BY-SA 4.0
Ein beispielloser deutscher Justizskandal: Ein Mann wird in einer Polizeizelle verbrannt und niemand interessiert es

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Es war ein massiver Polizeieinsatz im Januar 2012, der aber nur in einer kleinen politischen Szene wahrgenommen wurde. Es waren vor allem Migranten aus Afrika, die wie jedes Jahr am 7. Januar auf die Straße gegangen sind, um am Todestag ihres Freundes und Bekannten Oury Jalloh zu gedenken. Jalloh war am 7.Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt.

Für die Polizei stand sofort fest, der Tote hat die Zelle selbst in Brand gesetzt. Ein kleiner Kreis von Jallohs Freunden und Bekannten wollte sich damit aber nicht zufriedengeben. Immer zum Todestag gingen sie in Dessau auf die Straße. Was 2012 geschehen ist, beschrieb die Initiative so:

Anlässlich des 7.Todestags von Oury Jalloh gab es am Sonnabend, den 7. Januar 2012, eine Gedenkdemonstration in Dessau. Im Laufe dieses Tages gab es vielfache, von der Polizei strategisch im Voraus geplante Übergriffe – explizit auf afrikanische Aktivistinnen der Initiative und ihre Unterstützer. Zwei Tage zuvor hatten Polizeibeamte Mouctar Bah in seinem Laden in Dessau aufgesucht und verkündet, die Initiative habe Meinungen wie „Oury Jalloh, das war Mord!“ zu unterlassen, sie unterstellten einen Straftatbestand. Mouctar Bah weigerte sich, sich der Drohung zu beugen.

Am Gedenktag selbst, und noch bevor die Demonstration von den 250 Teilnehmenden eröffnet wurde, kam es zu Übergriffen seitens der Polizeibeamten, die Aktivisten aus der Menge herausgriffen, Pfefferspray sprühten und mehrere Menschen stark verletzten. Einige Transparente und Schilder wurden den Demonstrierenden gewaltsam entrissen. Als die Demonstration schließlich los gehen sollte, haben die Versammlungsbehörde und die Polizei die Teilnehmenden über eine Stunde davon abgehalten, ihr Versammlungsrecht wahrzunehmen und das Recht auf freie Meinungsäußerung rechtswidrig unterbunden. All dies wurde mit damit begründet, die Parole „Oury Jalloh, das war Mord!“ stelle einen Straftatbestand dar.

Initiative Oury Jalloh

Es sollte noch häufiger vorkommen, dass Demonstrationen wegen Transparenten mit der Parole „Oury Jalloh, das war Mord“ angehalten wurden und es gab häufiger Strafbefehle gegen Menschen, die sie getragen oder gerufen haben. Und nun haben sich den Inhalt dieser inkriminierten und kriminalisierten Parolen nicht nur zahlreiche Feuer- und Brandexperten zu eigen gemacht.

Auch der Dessauer Oberstaatsanwalt Folker Bittmann geht mittlerweile von einem begründeten Mordverdacht im Fall Oury Jalloh aus. Das ist besonders brisant, weil Bittmann seit Jahren den ungeklärten Todesfall bearbeitet und lange Zeit ein Anhänger der offiziellen Version war, wonach Oury Jalloh die Zelle selber in Brand gesetzt hat. Von daher ist die Schlagzeile von ARD-Monitor berechtigt, wo von einer „dramatischen Wende im Fall Oury Jalloh“ berichtet wurde.

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„Plazentophagie“: „Ich habe meine Plazenta gegessen und rate allen davon ab!“

„Mit der Plazenta könne ich tun, was ich will, sagten meine Ärzte, da es nun mal meine eigene sei.“ © David Brandon Geeting
Die Plazenta nach der Geburt zu verspeisen, ist bei vielen Säugetieren üblich. Aber gibt es auch Menschen, die das ausprobiert haben? Ja! Im Interview erfahren wir, wie sich das anfühlte

Von Refinery29-Autorin Amelia Harnish | stern.de

Die menschliche Plazenta ist ein wundersames Organ. Sie wächst, wenn ein Kind in uns wächst, und verschwindet, wenn das Kleine zur Welt kommt. Ein Organ, das den wachsenden Organismus im eigenen Organismus mit allen Nährstoffen versorgt, die er benötigt. Es ist zur Hälfte Mutter und zur Hälfte Kind. Weshalb der wachsende Trend, die Plazenta nach der Geburt auf unterschiedlichste Arten zu verarbeiten und zu verspeisen, doch etwas merkwürdig erscheint.

Während die meisten Säugetiere nach der Geburt einen Urinstinkt verspüren, die Plazenta zu essen, ist dieser Trieb beim Menschen nicht vorhanden. Ganz im Gegenteil: Die meisten Frauen stößt der Gedanke ab. „Das wird schon seinen Grund haben“, so Dr. Mark Kristal von der Universität Buffalo in den USA. Er forscht zum Phänomen der Plazentophagie, also dem Akt des Verspeisens der Plazenta.

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Einsteins Optimismus und dessen mögliche Grenzen

An der Goethe-Universität Frankfurt werden miteinander verschmelzende Neutronensterne simuliert. © Universität Frankfurt/Luciano Rezolla
Die Gravitationswellenastronomie ermöglicht neue Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie. Wird das Studium der Physik bei starken Gravitationsfeldern Hinweise auf neue Theorien liefern?

Von Sibylle Anderl | Frankfurter Allgemeine

Als Einstein vor mehr als hundert Jahren seine Allgemeine Relativitätstheorie vorstellte – eine Erweiterung des Newtonschen Gravitationsgesetzes, die den Einfluss von Massen auf die Krümmung der vierdimensionalen Raumzeit beschreibt –, erschien die Möglichkeit vielfältiger empirischer Tests noch fern. Die Lichtablenkung von Sternlicht im Gravitationsfeld der Sonne konnte Einsteins Theorie schon 1919 bestätigen. Einstein selbst wird allerdings mit einem gewissen Desinteresse an experimenteller Überprüfung zitiert. Danach befragt, wie er reagiert hätte, wenn seine Theorie am empirischen Test gescheitert wäre, soll er geantwortet haben: „Da könnt mir halt der liebe Gott leid tun. Die Theorie stimmt doch.“ Bis heute hat Einstein mit seinem Selbstbewusstsein recht behalten. Die Allgemeine Relativitätstheorie hat nach ihren Anfangserfolgen in der Vorhersage der gravitativen Lichtablenkung und der Periheldrehung des Merkurs mittlerweile eine große Zahl von Präzisionstests mit Bravour bestanden.

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10 Jahre Widerstand gegen den politischen Islam

Am Anfang war das Wort, heißt es in einem einschlägig bekannten Text. In diesem Fall hieß das Wort „Ex-Muslim“. Es trat im Jahr 2007 mit der Gründung des „Zentralrats der Ex-Muslime“ in die Öffentlichkeit und verbreitete sich rasant über den gesamten Globus. Heute findet Google unter diesem Stichwort mehr als 3,5 Millionen Einträge – ein Hinweis auf den Erfolg der Ex-Muslimen-Bewegung, deren Geschichte nun erstmals in einem Film dokumentiert wird.

Red. hpd.de

Die Filmemacherin Ricarda Hinz hat die 12-minütige Kurz-Doku „10 Jahre Ex-Muslime – Die Geschichte einer internationalen Menschenrechtsbewegung“ im Auftrag der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) produziert.

Der Film wurde am 17. November 2017 auf dem „Internationalen Festakt zum 10-jährigen Bestehen des Zentralrats der Ex-Muslime“ in Köln uraufgeführt und ist ab sofort online verfügbar.

Er klärt darüber auf, warum die Bewegung der Ex-Muslime „eine der wichtigsten politischen Widerstandsbewegungen der Welt ist“ (Michael Schmidt-Salomon) und zeigt nicht zuletzt auch den außergewöhnlichen Mut, den Ex-Muslime wie Mina Ahadi oder Maryam Namazie Tag für Tag in ihrem Widerstand gegen den politischen Islam beweisen.

Wo Muslimbrüder für Frauenrechte kämpfen

Eine missbrauchte Frau in Jordanien, die in einem Heim Schutz vor ihrer Familie fand, verhüllt ihr Gesicht. (Bild: Ali Jarekji / Reuters)
Nach Tunesien hat auch Jordanien dafür gesorgt, dass Vergewaltiger künftig nicht mehr straffrei bleiben, wenn sie ihr Opfer heiraten. Moderate Islamisten tragen die Neuerung mit.

Von Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Für jemanden, den es nicht gibt, ist Dima Tahboub sehr präsent. Eloquent hat die jordanische Parlamentarierin dem Gast erklärt, warum sie im August für die Abschaffung des Gesetzes gestimmt hat, das Vergewaltigern Straffreiheit gewährt, wenn sie ihre Opfer heiraten. «Gewalttat ist Gewalttat», sagt Tahboub. «Wir machen keine Kompromisse. Verbrecher werden nicht belohnt.» Die 41-jährige, sehr israelkritische Palästinenserin hat in Manchester doktoriert, ist Autorin, sieht sich als Feministin – und ist Mitglied der Islamischen Aktionsfront, des politischen Arms der Muslimbrüder. «Das macht mich wohl zur moderaten Islamistin», sagt Tahboub. «Und damit zu einer, die es für viele Europäer gar nicht geben kann.»

Morden als Akt der Ehre

Es weht ein frischer Wind durchs Morgenland – just zu einer Zeit, in der viele im Abendland an einer neuen Borniertheit Gefallen finden, die alles verteufelt, was mit Islam zu tun hat. Muslimische Frauen kämpfen hart für ihre Rechte, und sie gewinnen – nicht nur in Saudiarabien, wo sie eben medienwirksam das Recht erhalten haben, Auto zu fahren. Anfang August hat Jordanien mit weit weniger Trara sehr viel mehr erreicht. Im Parlament ist ein ganzes Gesetzespaket angenommen worden. Es macht nicht nur Schluss mit der Straffreiheit für Vergewaltiger, dem Paragrafen 308.

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Das Ende der Diesellegende

Ob beten hilft? Ein indischer Geistlicher segnet eine Tanksäule auf einem Hindu-Festival. Foto: rtr
Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer räumt mit dem Argument auf, Dieselmotoren stoßen weniger CO2 aus als Benziner.

Von Stefan Sauer | Frankfurter Rundschau

Eines der unverwüstlichen Argumente für den Dieselantrieb lautet: Die Aggregate seien vergleichsweise klimafreundlich, weil sie geringere Mengen des Treibhausgases CO2 ausstoßen als Benziner. Und eben deshalb sei die niedrigere Besteuerung des Dieselkraftstoffs, die in den ersten Jahren der Bundesrepublik zugunsten des Schwertransports und der Landwirtschaft eingeführt wurde und derzeit 18 Cent pro Liter beträgt, weiterhin gerechtfertigt.

So argumentieren etwa Union und Kanzlerin Angela Merkel, wenn es gilt, Forderungen nach einem Ende des Dieselsteuerprivilegs abzuwehren. Bleibt die Frage: Stimmt das Klima-Argument? Stoßen Dieselfahrzeuge tatsächlich spürbar weniger CO2 aus als Benziner? Der auf die Automobilwirtschaft spezialisierte Ökonom Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen kommt in einer Datenanalyse, die der FR exklusiv vorliegt, zu einem eindeutigen Ergebnis: „Die Behauptung, der Diesel sei notwendig für den Klimaschutz, ist eine Legende.“

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Bundeswehr registriert mehr sexuelle Gewalt in der Truppe

Soldaten der Bundeswehr. (Foto: Claus Schunk)
  • Bei der Bundeswehr wurden vermehrt Verdachtsfälle von sexuellen Straftaten registriert.
  • Das berichtet die Bild am Sonntag unter Berufung auf Zahlen des Verteidigungsministeriums.
  • Da immer mehr Opfer die Taten anzeigen würden, rechnet das Ministerium nicht damit, dass die Dunkelziffer der tatsächlichen Verbrechen höher ist.

Süddeutsche Zeitung

Bei der Bundeswehr ist die Zahl der gemeldeten Sexualstraftaten einem Zeitungsbericht zufolge sprunghaft angestiegen. Besonders stark erhöht hätten sich die gemeldeten Verdachtsfälle von Vergewaltigung, berichtet die Bild am Sonntag unter Berufung auf Zahlen aus dem Bundesverteidigungsministerium. Auch die Gesamt-Verdachtsfälle von sexuellen Übergriffen hätten in diesem Jahr stark zugenommen.

Bei Vergewaltigungen wurden dem Bericht zufolge bis zum 14. November elf Vorfälle angezeigt, bei denen ein Bundeswehrangehöriger eine Kameradin oder einen Kameraden vergewaltigt oder dies versucht haben soll. Im gesamten Vorjahr habe es nur fünf Meldungen gegeben.

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Invasion der Quallen

Ohrenqualle (Aurelia aurita). Foto: Julian Fahrbach (CrazyBiker 84) / CC BY-SA 3.0 DE
Überfischung, Klimawandel und Nährstoffeinträge sind nur einige der Ursachen dafür, warum sich Quallen in den Meeren ausbreiten und andere Arten verdrängen

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

In die Schlagzeilen geraten Quallen immer dann, wenn sie zu Tausenden die Zuflüsse von Atom- oder Wasserkraftwerke verstopfen, wenn sie die Netze der Fischer an der Atlantikküste oder am Golf von Mexiko überschwemmen oder ihr massenhaftes Auftreten Urlaubern den Badespaß verdirbt.

Ein großes Problem sind die landwirtschaftlichen Dünger, die in die Meere gespült werden und die küstennahen Gewässer mit Nährstoffen anreichern. Dies fördert die Algen, die den kleinen Krebstierchen, auch Zooplankton genannt, als Nahrung dienen. Zooplankton wiederum ist die Hauptnahrung von Quallen. So werden die Nesseltiere, die sich aktiv nur nach oben oder unten bewegen können, manchmal von Wind und Strömung zusammen geschoben und an bestimmten Küstenabschnitten abgeladen.

Seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler vor einer steigenden Anzahl großer Quallenblüten, welche sich in Zyklen herausbilden: Brechen diese nach einigen Wochen plötzlich zusammen, werden große Mengen an organischer Masse freigesetzt, die unter anderem einen Mangel an Sauerstoff erzeugen.

In einer Studie von 2016 untersuchten australische und amerikanische Wissenschaftler die biochemischen und ökologischen Auswirkungen der Zersetzung von Quallen anhand der Art Catostylus mosaicus carrion, die sie einer flachen Küstenlagune in New South Wales/Australien aussetzten.

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Von der Feministin zur IS-Unterstützerin

Eine Frau schiebt im Januar 2017 einen Kinderwagen durch die zerstörte syrische Stadt Duma – in diesen Bürgerkrieg sind die Geschwister aus Seierstads Buch freiwillig gereist (Foto: REUTERS)
Warum verlassen zwei selbstbestimmte Mädchen Norwegen, um sich dem IS anzuschließen? Åsne Seierstad rekonstruiert in „Zwei Schwestern“ eine atemberaubende Radikalisierungsgeschichte.

Von Luise Checchin | Süddeutsche Zeitung

„Frauenkampf“ heißt der Schulaufsatz der fünfzehnjährigen Ayan Juma und aus jedem Wort liest man Empörung: „Wir müssen erbärmliche kleine Männerratten zur Welt bringen, die unsere Liebe und Fürsorge bekommen, bis eines Tages Männer aus ihnen werden, die auch wieder nur ihre Frauen unterdrücken.“ Vier Jahre später, im Oktober 2013, wird dieselbe Ayan Juma Norwegen in Richtung Syrien verlassen, um sich zusammen mit ihrer sechzehnjährigen Schwester Leila dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen. Sie wird einen norwegischen IS-Kämpfer heiraten, eine Tochter zur Welt bringen und sich fortan darum kümmern, den Nachwuchs für das „Kalifat“ aufzuziehen.

Wie konnte es dazu kommen? Wie konnte ein feministisch bewegtes Mädchen sich mit einer frauenverachtenden Terrororganisation identifizieren? Genau das versucht die norwegische Journalistin Åsne Seierstad in ihrem Buch „Zwei Schwestern. Im Bann des Dschihad“ zu ergründen. Sie erzählt darin von der Radikalisierung der Geschwister, die als Kinder mit ihrer Familie vor dem somalischen Bürgerkrieg in die norwegische Kleinstadt Bærum flohen. Sie erzählt aber auch von deren Eltern, Sara und Sadiq Juma, die sich verzweifelt fragen, an welchem Punkt ihnen ihre Töchter abhanden gekommen sind.

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Lena Dunham verteidigt Produzenten – trotz Vergewaltigungsvorwurf

Jenni Konner (l.) und Lena Dunham bei einer Fashionshow im September in New York Quelle: pa/Globe-ZUMA/Globe Photos via ZUMA Wire
Das ist mal ein anderer #metoo-Dreh: Eine US-Schauspielerin wirft einem Produzenten Vergewaltigung vor. Feministin Lena Dunham ist entrüstet – und bezichtigt die Frau der Lüge. Die „Girls“-Fans toben.

Von Clara Ott | DIE WELT

Lena Dunham provoziert bekanntlich gerne, aber mit diesem Shitstorm dürfte die US-amerikanische Schauspielerin nicht gerechnet haben. Dunham, die auch als Drehbuchautorin und Schriftstellerin arbeitet, hat jetzt einen Autor ihrer Erfolgsserie „Girls“ verteidigt – nachdem gegen Murray Miller Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs laut geworden waren. Die 23-jährige Schauspielerin Aurora Perrineau (“Passengers“) wirft ihm vor, sie vor fünf Jahren vergewaltigt zu haben.

Demnach soll Miller Perrineau im Jahr 2012 angegriffen und belästigt haben. Sie habe Miller damals zusammen mit Freunden in einem Hotel getroffen und „einige alkoholische Getränke konsumiert“. „Er flirtete mit mir. Ich habe ihm wiederholt gesagt, dass ich 17 Jahre alt bin“, sagte sie laut der Erklärung. Perrineau und ihre Freunde begleiteten den damals 35-jährigen Miller angeblich zu sich nach Hause, weil er betrunken war.

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Kirchensteuern in Sachsen erstmals seit 2005 zurückgegangen

Bild: tilly
Die sächsische Landeskirche schreibt rote Zahlen: Erstmals seit 2005 werden die erwarteten Kirchensteuereinnahmen nicht erreicht.

evangelisch.de

Wie der Finanzdezernent der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Michael Klatt, am Samstag auf der Tagung der sächsischen Synode sagte, schließe der laufende Haushalt voraussichtlich mit einem Defizit von 1,5 Millionen Euro ab.

Für 2018 werden 115,4 Millionen Euro an Kirchensteuern erwartet, 2017 waren es 113,6 Millionen Euro und 2016 noch 116,8 Millionen Euro. Auch für die folgenden Jahre werde mit einem geringeren Kirchensteueraufkommen gerechnet. Sinkende Mitgliederzahlen würden derzeit allerdings mit der optimalen Konjunktur, der günstigen Tarifpolitik und der bisherigen Steuerpolitik aufgefangen.

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RBB-Doku über Wolfgang Schnur: Verraten und verkauft

Am Ende: Wolfgang Schnur im März 1990 im Krankenhaus, wenige Tage nach Bekanntwerden seiner Stasi-Spitzeleien. Es ist das Aus für…Foto: rbb/Alexander Kobylinski
Tief in einer Parallelwelt: Eine RBB-Doku zeigt das doppelte Leben des Stasi-Spitzels Wolfgang Schnur.

Von Michel Graupner | DER TAGESSPIEGEL

Die Rollen in einer Diktatur sind in der Regel klar verteilt. Es gibt die, die das System unterstützen – aktiv oder passiv – und die, die es ablehnen. Und es gibt einige Wenige, die auf beiden Seiten zu finden sind. Es sind die Janusgesichter der Diktatur. Ein solches war der Rechtsanwalt, DDR-Oppositionspolitiker und Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Wolfgang Schnur.

Als Schnurs Doppelköpfigkeit am 8. März 1990 auffliegt, können es seine engsten Mitstreiter in der DDR-Oppositionsgruppe des Demokratischen Aufbruchs nicht glauben. Das könne nur eine Intrige der Stasi sein, meinen ehemalige Mandanten. Tage zuvor war Schnur noch mit Helmut Kohl in Erfurt vor über 100 000 Menschen im Wahlkampf zur Volkskammer aufgetreten. Er schien der kommende Mann der DDR, vielleicht sogar ihr erster demokratisch gewählter Ministerpräsident.

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Vatikan geht Berichten über Missbrauch in Jugendseminar nach

Der Vatikan hat nach jüngsten Berichten über sexuelle Handlungen in einem Jugendseminar eine Untersuchung eingeleitet.

Frankfurter Rundschau

Das teilte der Heilige Stuhl mit. Hintergrund ist erschienenes Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi über Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche. In dem Buch mit dem Titel „Peccato originale“ schreibt Nuzzi, ein früherer Seminarist und heutiger Priester habe in dem Präseminar St. Pius X. einen Priester beim Oralsex mit einem Mitbewohner gesehen. In dem Seminar werden Jungen im Alter von 11 bis 14 Jahren auf eine Priesterausbildung vorbereitet.

Judaism is the star at a Bible museum built by Hobby Lobby

Kids can be Samson bringing down the walls at Courageous Pages, the play area at the new Museum of the Bible in Washington, DC (Ron Kampeas)
Newest DC institution celebrates Jewish origins; Israel’s ambassador to US and host of Israeli dignitaries attend opening ceremony

By Ron Kampeas | The Times of Israel

As the Burning Bush crackles, God is heard.

“Mow-zes,” God says in the mysterious mid-Atlantic accent that Hollywood once trained its actors to use — the one Anne Baxter as Nefertiti used to summon Charlton Heston’s Moses in the 1956 blockbuster “The Ten Commandments.” “Mow-zes, Mow-zes.”

That epic, earnest and seemingly endless film has much in common with the Museum of the Bible, the $500 million extravaganza gifted to the National Mall by one of America’s leading evangelical families, the founders of the Hobby Lobby chain.

The museum celebrates Jews and Judaism as the noble, beloved and even feared antecedents to Christianity, and argues that its best modern expression is in the State of Israel. And it makes the case that the Bible is not merely to be studied but to be believed.

Speaking at the dedication Friday, Steven Green, the president of Hobby Lobby and the museum’s chairman of the board, said museum-goers should come away realizing that the Bible “has had a positive impact on their lives in so many different ways and when they leave they will be inspired to open it.”

It especially celebrates the Bible’s Jewish origins, notably those made manifest in modern Israel. The dedication included a rabbi, Israel’s ambassador to the United States, the Israeli minister of tourism and the director of the Israel Antiquities Authority.

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