Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer?

Grafik: TP
Nach norwegischen Wissenschaftlern erreichten die in den 1970er Jahren Geborenen einen Gipfel in IQ-Tests, seitdem sind die gemessenen Fähigkeiten beträchtlich zurückgegangen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Während des 20. Jahrhunderts stieg der Intelligenzquotient der Menschen kontinuierlich an, ebenso wie die Lebenserwartung. Damit schienen die Menschen sowohl körperlich als auch kognitiv auf dem unaufhaltsamen Weg des Fortschritts eingeschenkt zu sein. Doch seit kurzem tauchen Hinweise auf, dass es mit der Lebenserwartung nicht mehr richtig bergauf zu gehen scheint, es wurden sogar Rückgangstrends festgestellt. Der Anstieg des Intelligenzquotienten ist schon länger gebrochen. Nach einer Studie scheint der Trend recht plötzlich zum Stillstand gekommen zu sein.

In den 1980er Jahren hatte der neuseeländische Intelligenzforscher James Flynn die Beobachtung gemacht, dass bei Menschen aus hochindustrialisierten Ländern die Werte, die sie bei Intelligenztests erzielten, kontinuierlich zunahmen. Wenn man die Messungen aus Intelligenztests mit dem Durchschnitt für eine Vergleichsgruppe einer oder mehrerer Generationen früher vergleicht, so ließ sich ein durchschnittliches Wachstum des Intelligenzquotienten in einem Jahrzehnt von 3 Prozent erkennen. Diesen Trend, der auch von anderen Wissenschaftlern bestätigt wurde, hieß nach seinem Entdecker Flynn-Effekt.

Für den sogenannten WAIS-Test oder den Raven-IQ-Test konnte Flynn Daten finden, um die Entwicklung während eines ganzen Jahrhunderts zu verfolgen. Wer vor 100 Jahren, so Flynn, zu den besten 10 Prozent gehörte, würde jetzt zu den schwächsten und „dümmsten“ 5 Prozent gerechnet werden. Selbstverständlich werden durch die Tests nur bestimmte kognitive Fähigkeiten getestet, die wahrscheinlich schlicht mehr gelernt und eingeübt werden.

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NASA’s New Planet-Hunting Telescope Spots Its Second Possible World Already

An artist’s depiction of the Transiting Exoplanet Survey Satellite at work spotting exoplanets. Credit: NASA
Scientists poring over data from NASA’s newest planet-hunting telescope have announced that they’ve spotted a second possible planet, just three days after many of the same team members announced their first find.

By Meghan Bartels | SPACE.com

The two potential planets are the beginning of a discovery bonanza that scientists have calculated may hit 10,000 worlds within just two years. Both come from the first month of observation time from the instrument — called the Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) — which changes position each month to better survey the sky.

„A second @NASA_TESS candidate planet has been discovered!“ scientists with the mission announced on Twitter Thursday (Sept. 20). Slightly bigger than Earth, this planet orbits LHS 3844, a M dwarf star 49 light-years away, every 11 hours. This find is being reviewed by other scientists, and we’re looking forward to studying this cool „hot Earth.“ [NASA’s TESS Exoplanet-Hunting Mission in Pictures]

TESS works by staring at a field of stars to monitor their brightness. If those stars host planets that line up in just the right way to slip between the telescope and a star, the instrument registers a slight dip in brightness as the planet blocks the star. By watching several of those events, called transits, scientists can calculate the size of the planet and the length of its year.

Umweltschützer begrüßen Stopp für Palmöl-Plantagen in Indonesien

Umweltschützer in Indonesien haben die Anordnung der Regierung begrüßt, drei Jahre lang keine neuen Palmöl-Plantagen zu erlauben. Allerdings sei das Moratorium nur ein erster überfälliger Schritt, der längst nicht weit genug gehe, zitierte die Tageszeitung „Jakarta Post“ am Freitag das Umweltforum Walhi. Die Organisation fordert ein 25 Jahre lang dauerndes Verbot für neue Plantagen, weil die Erholung der Natur so lange brauche.

evangelisch.de

Indonesien ist reich an Regenwäldern und das weltgrößte Palmölerzeugerland. Am Donnerstag hatte Präsident Joko Widodo nach Angaben des Wirtschaftsministeriums angeordnet, dass in den kommenden drei Jahren keine weiteren Flächen für die Produktion von Palmöl gerodet werden dürfen. Damit wolle Indonesien dazu beitragen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und den Anbau von Palmöl umweltverträglicher zu machen.

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DiTiB: Ein Dossier wie ein Sündenregister

Schon die Turmhöhe der Minarette war umstritten. Nun soll der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan zur offiziellen Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld kommen. (Foto: imago/Future Image)
  • Der Verfassungsschutz prüft derzeit, ob der größte deutsche Moscheeverband Ditib aufgrund staatsfeindlicher Ziele überwacht werden soll.
  • In einem Papier der Behörde ist von einigen verdächtigen Vorgängen innerhalb der Gemeinschaft die Rede.
  • Während im Bundesamt viele der Meinung sind, dass Ditib in Zukunft mindestens als Verdachtsfall behandelt wird, warnen die Länder vor einer solchen Einstufung.

Von Georg Mascolo, Andreas Spinrath | Süddeutsche Zeitung

Die neue Moschee an der Venloer Straße in Köln ist ein wahrer Prachtbau, sie bietet Platz für 1200 Gläubige, eines ihrer Minarette ragt 55 Meter in die Höhe. Sie ist das zentrale Gebetshaus des größten deutschen Moschee-Verbandes, der Ditib. Das Kürzel steht für die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“, Hunderttausende in Deutschland lebende Türken und türkischstämmige Deutsche praktizieren in einer der rund 900 Ditib-Moscheen in Deutschland ihre Religion. Die Imame werden aus der Türkei entsandt. Deutschland überlässt in diesem Fall die religiöse Seelsorge einem ausländischen Staat.

In der kommenden Woche erwartet die Moschee einen besonderen Gast. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan scheint gewillt zu sein, den Prachtbau in Köln persönlich zu eröffnen. Das Haus ist schon in Betrieb, aber eine feierliche Eröffnung gab es bis heute nicht.

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Bischöfe schalten Hotline für Missbrauchsopfer frei

In der kommenden Woche wird in Fulda die Studie zum Missbrauch in der Kirche vorgestellt. Begleitend dazu schalten die Bischöfe eine Beratungshotline für Missbrauchsopfer frei und verweisen auf ein weiteres Angebot.

katholisch.de

Die Deutsche Bischofskonferenz schaltet ab dem kommenden Dienstag erneut eine Hotline für Betroffene von sexuellem Missbrauch frei. Die Rufnummer 0800/0005640 sei ab dem 25. September ab 11 Uhr erreichbar, teilte die Bischofskonferenz am Freitag in Bonn mit. Die Hotline bleibe dann an den darauf folgenden Tagen bis zum 28. September immer zwischen 14 und 20 Uhr besetzt. „Außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück.“

Die Bischöfe hatten bereits zwischen 2010 und 2012 eine Hotline geschaltet. In diesem Zeitraum wurden rund 8.500 Gespräche geführt.

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Forscher erstellen Phantombild Gottes

Das linke Bild zeigt, wie sich liberale Studienteilnehmer Gott vorstellen, das rechte, wie ihn Menschen mit konservativer Einstellung sehen (Kurt Gray)
In den USA haben Forscher versucht, ein Phantombild von Gott zu erstellen.

Dlf24

Für die Studie bekamen 500 amerikanische Christen Bilder von menschlichen Gesichtern vorgelegt, die jeweils mit einem Rauschfilter verfremdet wurden. Insgesamt 300 Mal mussten sich die Teilnehmer zwischen je zwei Bildern entscheiden.

Heraus kam ein kumpelhaft aussehender, relativ junger weißer Mann mit zugewandtem Gesichtsausdruck. Überrascht hat die Wissenschaftler, dass sich das Gottesbild der Befragten in vielerlei Hinsicht als Spiegel der eigenen Persönlichkeit erwies. Alte Menschen stellen sich demnach eher einen alt aussehenden Gott vor, Afro-Amerikaner einen dunkelhäutigen, Konservative einen strengeren als Liberale.

Dabei gab es nach Angaben der Forscher nur eine Ausnahme: „Egal wen wir gefragt haben – ob Frau oder Mann: Gott war immer männlich. Frauen haben in Gott nicht einmal weiblichere Gesichtszüge gesehen. Er war einfach immer ein Mann.“

Säurenheiliger: Warum unterdrückte der Vatikan die Briefe zu Padre Pio?

Diese detaillierte Silikonmaske, angefertigt nach Fotos des gerade verstorbenen Padre Pio, ist heute über seinen Schädel gezogen Quelle: AFP/Getty Images
Der italienische Mönch Francesco Forgione soll im September 1918 mit Wundmalen Christi gezeichnet worden sein. Obwohl viele Fragen ungeklärt sind, stieg er zum beliebtesten Geistlichen Italiens auf.

Von Antonia Kleikamp | DIE WELT

Die Umfrage war eindeutig: 31 Prozent der Italiener beten gelegentlich oder sogar regelmäßig zu Padre Pio. Kein Heiliger wird öfter verehrt als der Kapuzinermönch – an zweiter Stelle folgte den repräsentativ hochgerechneten Ergebnissen von 2006 zufolge Antonius von Padua und erst an dritter Stelle die Heilige Jungfrau Maria. Allein in Italien gibt es mehr als 2300 Gruppen, die sich an Padre Pios Spiritualität orientieren, weltweit noch Hunderte mehr. Wie kam es dazu?

Am 20. September 1918, so jedenfalls heißt es in der offiziellen Darstellung, seien am Körper des damals gerade 31-jährigen Priesters und Kapuzinermönches Francesco Forgione, Ordensname Pio, auf einmal fünf Wundmale aufgetreten: große Narben in beiden Handflächen, beiden Füßen sowie seitlich am Brustkorb.

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Dänische Regierung will mehr Christliches in den Medien

Das dänische und das christliche Erbe soll der Dänische Rundfunk in Zukunft stärker im Programm berücksichtigenBild: Wikipedia, Hans Andersen

 

Die Dänen müssen in Zukunft nicht mehr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezahlen. Stattdessen wird der Sender über den Staatshaushalt finanziert. Die Regierung will auch das Programm verändern.

pro – Christliches Medienmagazin

Bereits im Frühjahr hatte die dänische Regierung bekanntgegeben, dass sie die Rundfunkgebühren abschaffen wolle. „Danmarks Radio“, das dänische öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen, solle in Zukunft aus dem Staatshaushalt bezahlt werden. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel im März meldete, sollen dafür Steuerfreibeträge gesenkt werden.

Nun gab „Danmarks Radio“ bekannt, wie der damit zusammenhängende Sparplan umgesetzt werden soll. Das Budget des Senders wird in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent gekürzt. Die Tageszeitung taz meldete, dass jährlich umgerechnet 56 Millionen Euro eingespart werden sollen. Dafür werden 400 Stellen, sowie jeweils drei Fernseh- und Radiokanäle wegfallen.

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Da ist sie: Die erste Wurst aus dem Labor

Für diese Wurst musste kein Tier sterben. Denn sie wurde komplett im Labor hergestellt. Wie sie schmeckt, haben erste Tester jetzt herausfinden dürfen.

 

futurezone.de

 

Zellbasiert und trotzdem essbar: Die erste Wurst aus dem Labor ist da. Ein historischer Moment sozusagen. Einige Journalisten durften sie gleich probieren – und waren überrascht.

Hergestellt hat die Wurst ein Start-up aus dem Silicon Valley, New Age Meats. Sein Ziel ist es, Fleisch aus tierischen Zellen herzustellen, ohne die Tiere dafür töten zu müssen. Damit ist es aber nicht allein. Etliche Start-ups haben sich diesem Zweck verschrieben, selbst Bill Gates hat bereits in künstliches Fleisch investiert.

„Rauchig und pikant“

Am Montag durften einige Journalisten und potenzielle Investoren in einer Brauerei in San Francisco die Wurst kosten, die aus Stammzellen eines noch lebenden Schweins namens Jessie hergestellt worden war. Auch Redakteure von Business Insider waren dabei. Sie konnten zusehen, wie die Wurst gebraten wurde, sich langsam braun färbte und ein „Aroma von Frühstücksfleisch den Raum erfüllte“.

 

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Die Macht der Frauen

Brett Kavanaugh: Brett Kavanaugh vor dem Justizausschuss des US-SenatsBild: Drew Angerer/Getty Images

 

Die Berufung Brett Kavanaughs an den Supreme Court schien sicher. Der Vorwurf versuchter Vergewaltigung kann ihn das Amt kosten – und die US-Republikaner noch viel mehr.

 

Eine Analyse von Carsten Luther ZEIT ONLINE

 

Die Berufung von Brett Kavanaugh an den Supreme Court sollte für die Republikaner ein großer Triumph werden. Da die Richterinnen und Richter auf Lebenszeit ernannt werden, würde Kavanaugh auf Jahrzehnte eine konservative Mehrheit am obersten Gericht der USA sichern. Das ist vielleicht sogar mehr wert als den Präsidenten zu stellen. Zumal der in Gestalt Donald Trumps nicht gerade der verlässlichste Partner ist, um die eigene Politik wirksam umzusetzen. Mit der Mehrheit im Senat schien es auch lange keine Frage, ob es den Republikanern gelingen würde, ihren Mann an die Stelle von Anthony Kennedy zu setzen, der im Sommer zurückgetreten war.

 

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Jesus – alternativ in Brandenburg, braun in der Unterwolle

Die AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg gab sich am vergangenen Wochenende die Ehre. Sie war Gastgeber der Tagung „AfD und Amtskirchen – gemeinsam für ein christliches Abendland“, auf der die „Potsdamer Erklärung der Christen in der AfD Nordost“ verabschiedet wurde.
Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Andreas Kalbitz, gab dazu folgende Erklärung ab:

„Die Potsdamer Erklärung der Christen in der AfD Nordost ist ein deutliches Zeichen im Sinne eines klaren Bekenntnisses zu unserer abendländischen Identität. Das kulturelle Erbe Brandenburgs, das sich auch in den rund 1800 Kirchen in Brandenburg manifestiert, hat seine Wurzeln im Christentum. Und dieses Erbe gilt es heute mehr denn je zu schützen im Kulturkampf gegen die Islamisierung des Abendlandes, gegen die weitere Islamisierung Deutschlands. Der identitäre Werte-Anker unserer Gesellschaft ist immer noch weitgehend durch unser christlich-jüdisches Erbe geprägt. Das betrifft auch die vielen Menschen, vor allem in Ostdeutschland, die nicht Mitglieder einer der beiden großen Kirchen sind. Gleichzeitig ist die Potsdamer Erklärung als Dialogangebot an die Amtskirchen zu verstehen. Dialoge, auch wenn sie kritisch geführt werden, statt Ausgrenzung, das sollte für Christen selbstverständlich sein.“Andreas Kalbitz

Es ist die alte Mär des Abendlandes, Rechtsextremist Kalbitz fügt dem Märchen des Okzidents noch die für ihn hochwichtige Identität bei. Zur Legitimierung des christlichen Erbes im Bundesland Brandenburg führt er die rund 1.800 Kirchen des Landes als Beleg an. Zunächst sind die Kirchen Gebäude, nicht mehr und nicht weniger, all diese Kirchen teilen sich rd. 25% der Einwohner des Landes, die sich noch zu den christlichen Kirchen bekennen, gottesdienstliches Bekenntnis dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen. Die Kirchen als Erbe.

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.Albert Schweitzer

Genau auf diesem Level befindet sich Kalbitz mit seiner obskuren Geschichte vom christlichen Abendland. Und weil es so schön ist, die Juden immer ein gutes Alibi hergeben, schließlich will man sich ja nach Auschwitz nicht als Antisemit etikettieren, faselt man vom christlich-jüdischen Abendland.
Die reale Geschichte des Judentums, im Abendland, völlig außer acht lassend. Die Geschichte ist eine Geschichte der Unterdrückung, Diskriminierung, Mord, Pogrome, rassistisch allemal und gipfelte letztlich gut christlich in Auschwitz und im Holocaust. Mit dieser Verquickung von christlicher und jüdischer Geschichte ist die AfD um Kalbitz nicht allein. Gern benutzen Politiker die Mär vom christlich-jüdischen Erbe und lügen sich in die eigenen Taschen. Wir nehmen das Judentum mit ins Boot und stellen uns als die Guten in der Geschichte dar. Philosemiten und ihre Pseudos handeln letztlich rassistisch, wie ihre antisemitischen Gegenspieler.
Man möchte den Gedanken von Kalbitz nicht zu Ende denken, was wird er mit der Anzahl der Garagen, Apotheken und Schulen, im Land Brandenburg, begründen wollen.
Mit der Verwendung des Begriffs vom identitären Werteanker lässt Kalbitz die Katze aus dem Sack, hier können wir erkennen, dass er selbst von seinem rechtsextremen Gedankengut, als Ex-Republikaner versteht er sich in diesem Geschäft, nicht lassen kann.
Die Geschichte des Christentums in Europa ist eine Geschichte von Kriegen, von Gewalt, Tod und Unterdrückung. Christen haben sich immer und zu jeder Zeit getötet, mit den gleichen göttlichen Schlachtrufen, nur in anderen Sprachen.
Die Geschichte und damit das Erbe des christlichen Abendlandes ist nicht als Einheit zu haben, regionale, nationale und kulturelle Unterschiede prägen diese Gewaltorgie.

Und so verkündet Kalbitz den Kulturkampf gegen die Islamisierung des Abendlandes. Kulturkampf. Politiker wie Kalbitz sind bereit für ihren imaginären Freund im Himmel, den gleichen imaginären Freund anderer notfalls mit Gewalt zu bekämpfen. Hatten wir schon alles. Die Ergebnisse sind bekannt, was Extremisten wie Kalbitz nicht daran hindert zu den Fahnen zu rufen, Jesus, eignet sich hervorragend dazu. Wenn die Geisterbeschwörer der Religionen warnen, dass ohne Gott alles möglich sei, so zeigt uns die Geschichte, mit ihm auch.

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Gab es eine dritte Magellansche Wolke

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke sind unsere nächsten Nachbarn – doch einst könnte es noch eine dritte von ihnen gegeben haben. © Andrew Lockwood
Verschwundener Dritter: Die Magellanschen Wolken könnten einst Teil einer Dreiergruppe von Zwerggalaxien gewesen sein. Die dritte Galaxie jedoch kollidierte vor rund drei bis fünf Milliarden Jahren mit der Großen Magellanschen Wolke und wurde zerstört, wie Astronomen berichten. Indizien dafür liefern eine Gruppe verkehrtherum kreisender Sterne in der Großen Magellanschen Wolke und ein rätselhafter Ausbruch der Sternbildung etwa um die Zeit der postulierten Kollision.

scinexx

Die Milchstraße und ihre Nachbarn haben eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Unsere Galaxie kollidierte vor rund zehn Milliarden Jahren mit einer Nachbargalaxie und auch die Andromedagalaxie erlebte eine dramatische Kollision, die eine dritte größere Galaxie in unserer lokalen Gruppe zerstörte. Auch unsere nächsten Nachbarn, die Großen und Kleine Magellanschen Wolke, zeugen von Gas- und Sternendiebstählen und intensiven galaktischen Wechselwirkungen.

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Der Luftkrieg der Killerdrohnen hat begonnen

US-Drohne. Bild: DoD
Erstmals hat eine MQ-9-Reaper-Drohne eine etwas kleinere Drohne abgeschossen und damit den Start des Drohnenluftkriegs eröffnet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Der massive Einsatz der Killerdrohnen hat aus amerikanischer Seite mit dem Afghanistan-Krieg eingesetzt. Erstmals im Dezember 2001 feuerte eine Predator-Drohne zwei Hellfire-Raketen auf einen Konvoi fliehender Taliban-Kämpfer ab. Bei dem Angriff, an dem auch Kampfflugzeuge mitwirkten, sollen viele Taliban, darunter der Kommandeur Atef, getötet worden sein (Ferngesteuerte Waffensysteme senken die Angriffsschwelle). Schnell wurden Drohnen auch in weiteren Ländern eingesetzt, beispielsweise Ende 2002 im Jemen (Schuss aus der Ferne).

De Einsatz der Kampfdrohnen in Kriegen und Konfliktgebieten zur gezielten Tötung ließ diese zu einer Wunderwaffe machen. Mit der Bewaffnung konnte das bislang herrschende Zeitfenster zwischen der Entdeckung eines Gegners und dem Zuschlagen im Prinzip auf Sekunden verringert und damit geschlossen werden. Weltweit wurden in der Folge des demonstrierten Erfolgs in vielen Ländern Kampfdrohnen gebaut oder beschafft. Bislang beschossen in der Regel die großen Kampfdrohnen Ziele auf dem Boden oder sie wurden vom Boden aus abgeschossen. Es gab aber auch einzelne Fälle, in denen Drohnen bereits mit Luft–Luft-Raketen im Luftkrieg abgeschossen wurden. Das hat die israelische Luftwaffe beispielsweise mehrmals mit unbewaffneten Drohnen gemacht, die vermutlich von Hisbollah über israelisches Gebiet gesteuert wurden.

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Astronauts Going to Mars Will Absorb Crazy Amounts of Radiation – Now We Know How Much

An artist’s depiction of ESA’s Trace Gas Orbiter at work around Mars. Credit: D. Ducros/ESA
There are plenty of challenges to putting people on Mars, whether you look at the rocket, the astronaut or the planet itself.

By Meghan Bartels | SPACE.com

New data from one of the many spacecraft at work around Mars confirm just how dangerous a round-trip human journey would be by measuring the amount of radiation an astronaut would experience.

Cosmic radiation is made up of incredibly tiny particles moving incredibly fast, nearly at the speed of light — the sort of phenomenon a human body isn’t very well equipped to withstand. That radiation travels across all of space, but Earth’s atmosphere buffers us from the worst of its impacts. That means the farther away from Earth’s surface you go, the more cosmic radiation your body absorbs. [Space Radiation Threat to Astronauts Explained (Infographic)]

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Papst kritisiert Politik: Instrumentalisierung von Angst

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat die Instrumentalisierung von Ängsten durch Politiker angeprangert. Für überwunden gehaltenes Misstrauen, Verachtung bis hin zu Hass gegenüber Angehörigen anderer Ethnien, Nationen oder Religionen verbreiteten sich heute erneut, beklagte er am Donnerstag im Vatikan.

evangelisch.de

Politiker fielen der Versuchung anheim, Ängste zu instrumentalisieren und aus kurzsichtigen Wahlkampfinteressen heraus illusorische Versprechen zu machen. Wieder erstarkte Ängste führten zu Intoleranz, Diskriminierung und Ausgrenzung, sagte der Papst bei einer Audienz für Teilnehmer einer Antirassismus-Konferenz im Vatikan. Die damit einhergehende Verletzung von Grundrechten gehe bis hin zu Bedrohungen der körperlichen Unversehrtheit, sagte er unter Anspielung auf Übergriffe auf fremdländisch aussehende Menschen.

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Evangelische Kirche plant keine eigene Studie zu Missbrauch

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
In der kommenden Woche stellt die Bischofskonferenz eine umfassende Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche vor. Ein evangelisches Pendant dazu wird es nicht geben. Stattdessen soll das geschehen.

katholisch.de

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) plant derzeit keine vergleichbare Studie zu sexuellem Missbrauch wie die katholische Kirche. „Entsprechend der Struktur der evangelischen Kirche waren die Aufarbeitungsprozesse lokal und regional verortet“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Rom. Er verwies unter anderem auf den Abschlussbericht der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland von 2014 zum Missbrauchsskandal in Ahrensburg.

Im Übrigen müsse „jede Institution, auch Sportvereine und andere nicht-religiöse Vereinigungen, in ihrer eigenen Organisation die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um Kinder, Jugendliche und andere Schutzbedürftige vor sexueller Gewalt zu schützen“.

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Ditib im Visier des Verfassungsschutzes

Wird die Ditib bald vom Verfassungsschutz beobachtet? Nach Informationen von WDR, NDR und „SZ“ hat der Inlandsgeheimdienst den Bundesverband zum Prüffall erklärt.

Von Georg Mascolo, Andreas Spinrath, Marc Steinhäuser | tagesschau.de

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) prüft die Beobachtung des größten deutschen Moscheeverbandes Ditib. Nach Informationen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ soll eine mögliche Beobachtung des Verbandes bei einer Bund-Länder-Sitzung im November diskutiert werden.

Die Ditib war zuletzt wegen umstrittener Predigten und angeblicher Spionage durch Imame in die Kritik geraten. Der Generalbundesanwalt ermittelte im vergangenen Jahr gegen 19 Geistliche, die unter anderem Informationen über Anhänger des Predigers Fethullah Gülen gesammelt haben sollen. Gülen wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich gemacht.

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Da ist sie: Die erste Wurst aus dem Labor

Die erste künstliche Wurst aus den Stammzellen eines Schweins kam bei den Testern gut an. Foto: Screenshot/YouTube/Wochit News
Für diese Wurst musste kein Tier sterben. Denn sie wurde komplett im Labor hergestellt. Wie sie schmeckt, haben erste Tester jetzt herausfinden dürfen.

futurezone.de

Zellbasiert und trotzdem essbar: Die erste Wurst aus dem Labor ist da. Ein historischer Moment sozusagen. Einige Journalisten durften sie gleich probieren – und waren überrascht.

Hergestellt hat die Wurst ein Start-up aus dem Silicon Valley, New Age Meats. Sein Ziel ist es, Fleisch aus tierischen Zellen herzustellen, ohne die Tiere dafür töten zu müssen. Damit ist es aber nicht allein. Etliche Start-ups haben sich diesem Zweck verschrieben, selbst Bill Gates hat bereits in künstliches Fleisch investiert.

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Erdogans Deutschland-Besuch – überraschender Rückzieher!

Bild: Magazin „The Economist“
Deutschland rollt den roten Teppich für Erdogan aus – und der Staatsgast scheint diesmal mehr Rücksicht auf die deutsche Politik zu nehmen als sonst.

BZ

Anders als ursprünglich geplant wird Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan während seines Staatsbesuchs in Deutschland diesmal doch keine große Ansprache halten.

„Eine große Rede in einer Halle ist nicht geplant“, sagte Refik Sogukoglu, Sprecher der türkischen Botschaft in Berlin. Es sei allenfalls möglich, dass Erdogan bei der Eröffnung der Moschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib in Köln am 29. September eine kurze Ansprache halte, sagte er.

Auch zu einer ursprünglich angedachten gemeinsamen Begegnung von Erdogan und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit türkischstämmigen Bürgern wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht kommen.

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Haben Pflanzen Rechte?

Bild: bb
Beim Streit um den Hambacher Forst geht es nicht nur um Energiepolitik oder um Bäume – sondern auch um Kant und Aristoteles.

Von Rainer Erlinger | Süddeutsche Zeitung

Deutschland im Herbst 2018. Man kämpft um Bäume. Im Hambacher Forst, einem über 10 000 Jahre alten Mischwald mit bis zu 350 Jahre alten Bäumen. Fast schon ironischerweise soll er gerodet werden, um an noch ältere Wälder und Bäume zu gelangen, die darunter vor Millionen Jahren zu Braunkohle geworden sind. Dagegen wehren sich Aktivisten, teilweise mit Gewalt, wogegen die Polizei vorgeht – ebenfalls teilweise mit Gewalt. Auch beim Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 war es zu Tätlichkeiten gekommen. Und auch hier waren Bäume im Spiel. Berühmt wurde dann jedoch der Juchtenkäfer, dessen Schutz das Bauvorhaben verzögerte und verteuerte. Wie die Kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, den Bau der Waldschlösschenbrücke in Dresden. Nun aber, im Hambacher Forst, geht es wirklich – neben der Grundsatzfrage des Kohleausstiegs – in erster Linie um Bäume, also Pflanzen.

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