Alan Turing: Wissenschaftler rekonstruieren erste Computer-Musikaufnahme

Alan Turing (ca. 1938). Bild: wikimedia.org/PD
Alan Turing (ca. 1938). Bild: wikimedia.org/PD

Erst knackte er Enigma, dann programmierte er „God Save the King“: Vor 65 Jahren nahm der Informatiker Turing Musik mit einem selbstgebauten Rechner auf. Jetzt ist sie wieder zu hören.

DER TAGESSPIEGEL

Neuseeländischen Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, die allerersten Aufnahmen von mit Computern generierter Musik zu restaurieren. Die 65 Jahre alten Aufnahmen zeigten, dass der britische Mathematiker und Informatiker Alan Turing auch auf musikalischem Gebiet ein Wegbereiter gewesen sei, erklärten die Forscher der Universität von Canterbury im neuseeländischen Christchurch am Montag.

Turings Pionierarbeit bei der Umwandlung des Computers zum Musikinstrument in den 40er Jahren sei bislang wenig bekannt, erklärten sie. Die Musikaufnahmen wurden 1951 in einem Labor im nordenglischen Manchester gemacht. Der von Turing gebaute Rechner war so groß, dass er einen großen Teil des Labors ausfüllte. Der Computer generierte damals drei Musikstücke: Die britische Hymne „God Save the King“, das Kinderlied „Baa Baa Black Sheep“ und Glenn Millers Swing-Klassiker „In the Mood“.

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Auszüge der Aufnahme können Sie hier hören.

Der Präsident des Deutschen Arbeitgeberverbandes hätte besser geschwiegen

Bild: deutscherarbeitgeberverband.de
Bild: deutscherarbeitgeberverband.de

Insekten statt Schweinefleisch

An keinem Platz der Erde lebt es sich so schön und sorglos wie in der imaginierten Traumwelt des religiös Beseelten. Unsere Überflussgesellschaft bietet den besten Nährboden für unzählige dieser Traumwelten. Hier kann jeder, bei dem sich prekärer Bildungsstand mit gutem Willen und Verantwortungslosigkeit paart, Welten virtuell schaffen und bevölkern. Ungezählte dieser Parallelwelten haben wir inzwischen – bedrohlich daran ist, dass aus den Schichten heraus, die man früher als „gut gebildet“ bezeichnet hätte, kein „Stoppt den Wahnsinn“ mehr öffentlich bekundet wird.

Von Peter Schmidt | Deutscher Arbeitgeberverband

Eine dieser Heilsideen: Insektenproteine zur Ernährung der Menschheit.

Insekten als Proteinlieferanten, das Ende der Massentierhaltung. Asien, Afrika, Japan und viele andere Länder machen es uns vor: Geht doch! Mücken, Schmetterlingsraupen und Kakerlaken werden gefuttert, was das Zeug hält. Ordentlich knackende Wanzen liefern die Proteine, die wir brauchen und gleichzeitig der Welt die Erlösung bringen. Was den Syltern ihre Krabben, sind Chinesen und Ökos in siedendem Wasser gesottene Seidenraupen.

Wie zu hören ist, untersuchen Forscher in gutdotierten und großanlegten Projekten, wie sich Heuschrecken, Insekten und Würmer als Grundlage unserer Nahrung von morgen nutzen lassen können. Das, was unsere Vorfahren in grauen Notzeiten neben dem Kitt vom Fenster fraßen, kommt nun zu neuen Ehren: »Schoko-Berge mit Mehlwürmern«. Schadbefall, den unsere Vorfahren noch unbedingt aus dem Mehl heraushaben wollten.

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Islamisten-Kommandeur behauptet: „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite“

 Kämpfer der Al-Nusra-Front südlich von Aleppo. Ein Kommandeur der Terrorgruppe, die sich mittlerweile Fatah-al-Scham-Front nennt, behauptet, die Islamisten hätten Waffen von den USA erhalten. © Omar Haj Kadour/AFP
Kämpfer der Al-Nusra-Front südlich von Aleppo. Ein Kommandeur der Terrorgruppe, die sich mittlerweile Fatah-al-Scham-Front nennt, behauptet, die Islamisten hätten Waffen von den USA erhalten. © Omar Haj Kadour/AFP
Der Publizist Jürgen Todenhöfer hat laut einem Zeitungsbericht in Syrien einen Kommandeur der Terrorgruppe Jabhat al Nusra interviewt. In dem Gespräch behauptet der Islamistenchef, die USA hätten ihm Waffen geliefert.

stern.de

Die syrische al-Nusra-Front erhält angeblich Waffen aus den USA. Die Amerikaner hätten Panzerabwehrraketen vom Typ Tow an die mit dem Terrornetzwerk al Kaida verbundenen Islamisten geliefert, behauptete ein Kommandeur der Kampftruppen nach Angaben des „Kölner Stadt-Anzeigers“ in einem Interview des Publizisten Jürgen Todenhöfer.

„Die Raketen wurden uns direkt gegeben“, antwortete der Kommandeur Abu al Ezz demnach auf die Frage, ob die USA ihnen die Waffen über die Freie Syrische Armee, die sogenannten gemäßigten Rebellen ausgehändigt habe. „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite.“ Al Ezz schränkte dem Bericht zufolge jedoch ein, dass die Kooperation von den USA nicht ausgestaltet werde, wie von Al-Kaida-Seite gewünscht.

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Hollande verspricht endgültige Schließung des „Dschungels“ in Calais

Weit weg: Präsident Hollande besuchte zwar die Hafenstadt Calais, nicht jedoch das umstrittene Flüchtlingscamp in der Nähe.Foto: THIBAULT VANDERMERSCH/AFP
Weit weg: Präsident Hollande besuchte zwar die Hafenstadt Calais, nicht jedoch das umstrittene Flüchtlingscamp in der Nähe.Foto: THIBAULT VANDERMERSCH/AFP
Am Montag hat der französische Präsident die Hafenstadt Calais besucht – nicht aber das nahegelegene Flüchtlingscamp. Obwohl es nur darum ging.

DER TAGESSPIEGEL

Der französische Staatspräsident François Hollande hat den Willen seiner Regierung zur Schließung des Flüchtlingslagers von Calais bekräftigt. Das Camp werde „vollständig und endgültig aufgelöst“, sagte Hollande am Montag bei einem Besuch in der nordfranzösischen Hafenstadt. In dem Lager in der Nähe des Hafens halten sich nach offiziellen Angaben rund 7000 Menschen auf. Nach Zählungen von Hilfsorganisationen sind es sogar mehr als 10.000.

„Die Grenze ist komplett dicht“, sagte Hollande, der zum ersten Mal in seiner Amtszeit nach Calais gereist war. Ein Besuch des „Dschungels“ war allerdings nicht geplant.

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Eine Mehrheit der Muslime will die Scharia – auch in Europa

Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Angesichts der dem Islam innewohnenden Ausbreitungs-und Suprematie-Dynamik („Allah [hat] den Islam gesandt, um jede andere Religion und jede andere Lebensweise zu besiegen.

Von Paul Nellen | Achgut.com

Der Islam wird sie alle hinwegfegen…. Das ist das Schicksal des Islam“; Ahmed Deedat, einflussreicher Islamprediger, in einer seiner letzten Ansprachen, ca. 1985) muss ein gerade aktuell erhobener Befund aus dem laizistischen Frankreich beunruhigen. Die „Rheinische Post“ berichtet am 22. September 2016, dass die Hälfte der jungen Muslime des Landes die Scharia eingeführt sehen will: Der Aufruf des französischen Bildungsministeriums „zu einer Mobilisierung der Schule für die Werte der Republik“ scheint hingegen ungehört zu verhallen. Der Befund, der einer Drohung gleichkommt, ist, so die „Rheinische Post“ in ihrem Kommentar, auch für Deutschland alarmierend: „Über die Hälfte der jungen Muslime in Frankreich setzt die Scharia über die Gesetze der Republik.

Das ist keine Grundlage für ein gedeihliches Miteinander. Wenn Frankreich so weitermacht, wird es seine Muslime an die Islamisten verlieren. Ähnliche Tendenzen gibt es auch in anderen europäischen Ländern – Deutschland inklusive.“  Damit bestätigt sich im Nachbarland ein asymmetrisch-gegengesellschaftlicher Trend, der inzwischen überall in Europa unter Muslimen erkennbar ist und der sich in den letzten Jahren in einigen Studien niedergeschlagen hat.

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Trump für Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels

Bild: WilliamPriceJr./FB
Bild: WilliamPriceJr./FB
Der republikanische Präsidentschaftskandidat sagte Israels Premier Benjamin Netanjahu seine volle Unterstützung zu – ein diplomatischer Fauxpas.

Von Thomas Vieregge | Die Presse.com

Benjamin Netanjahu nutzte seinen Aufenthalt in New York im Rahmen der UN-Generaldebatte, um nicht nur gewohnheitsgemäß Barack Obama zu treffen, sondern auch dessen Nachfolger – also entweder Hillary Clinton oder Donald Trump. Israels Premier war wie jedes Jahr im September in die Metropole an de US-Ostküste gereist, um sich vor den Vereinten Nationen gegen die Front der Unterstützer eines Palästinenserstaats in der Staatengemeinschaft zu behaupten und ein wenig die Luft der Weltstadt zu schnuppern, wo er samt seiner Entourage gerne am Rande des Central Park spaziert.

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„Der Staat muss auch Wertediskussionen führen“

as erste Mal in großer Runde: Die Teilnehmer Deutschen Islam Konferenz 2006.Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Das erste Mal in großer Runde: Die Teilnehmer Deutschen Islam Konferenz 2006.Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Vor zehn Jahre tagte erstmal die Deutsche Islamkonferenz. Was hat sie gebracht? Ein Gespräch mit Markus Kerber über Religion, staatliche Verantwortung und Sicherheit.

Von Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Herr Kerber, Sie waren in der Anfangsphase der DIK als Leiter der Grundsatzabteilung im Innenministerium der Mann hinter der DIK. Was hat sich seither geändert?

Für Wolfgang Schäuble war sie ein Lieblingsprojekt, das er ins Herz geschlossen hatte. Er ließ sich wöchentlich darüber unterrichten, er gab Input, er hatte klare Vorstellungen. Anders wäre die Sache auch nichts geworden, der Zug musste von der Spitze des Hauses kommen. Später wurde die Islamkonferenz nur noch administriert. Das soll kein Vorwurf an Schäubles Nachfolger sein, die hatten einfach andere Steckenpferde.

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Deutsche Welle verklagt türkische Regierung

Der Streit der Deutschen Welle mit der türkischen Regierung geht vor Gericht: Der Sender reichte in Ankara eine Klage ein. Minister Akif Kilic soll ein konfisziertes Interview freigeben.

SpON

Die Deutsche Welle (DW) geht juristisch gegen die türkische Regierung vor. Wie der Sender mitteilte, hat er in Ankara Klage auf Herausgabe von Filmmaterial eingereicht.

Hintergrund ist ein Interview mit dem türkischen Minister für Jugend und Sport, Akif Cagatay Kilic. Dieses hatte der Journalist Michel Friedman am 5. September in Ankara geführt. Nach der Aufzeichnung hatte Kilic das Videomaterial des Senders beschlagnahmen lassen.

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This Hubble Image Is a Premonition of the Sun’s Violent Death

NGC 2440, Bild: NASA/PD
NGC 2440, Bild: NASA/PD
The planetary nebula NGC 2440, captured in dazzling detail in this new Hubble Space Telescope image, was once a star much like our Sun.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

But after billions of years of steady output, this solar twin ran out of hydrogen fuel, and started blowing itself up episodically in a spectacular series of pulse-like blasts. Any life that might have evolved on planets orbiting the star would have been vaporized as it died, leaving behind only its white dwarf shell, with its searing temperatures of 360,000 degrees Fahrenheit (200,000 degrees Celsius), and a surrounding cloud of kicked up dust and gas.

Fortunately, NGC 2440 is located over 4,000 light years away from Earth, so its self-destruct sequence poses no threat to life here at home.

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Warum ist der Rassismus in Ostdeutschland so stark?

Berlin, 10. November 1989. Bild: Sue Ream/CC BY 3.0
Berlin, 10. November 1989. Bild: Sue Ream/CC BY 3.0
Wäre es nicht mehr als 25 Jahre nach dem Untergang der DDR Zeit für die Frage, welchen Anteil die Art und Weise der Wende am Aufkommen der Rechten hat?

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Seit 1990 wird über diese Frage diskutiert. Namen wie Hoyerswerda und Rostock haben sich schließlich eingeprägt. Das Besondere dort waren nicht die rassistischen Anschläge, sondern die offensichtliche Tatsache, dass sich Teile der Bevölkerung offen als rassistischer Mob präsentieren.

Dass nur wenig später auch in Mannheim-Schönau ein rechter Mob aus Nazis und „besorgten Bürgern“ gegen Migranten vorgingen, ist schon weniger präsent. Auch aktuell sind rassistische Tatorte, die nicht in Ostdeutschland liegen, oft kein Thema. So wurde am 3. September 2016 mitten Touristenmagnet Mauerpark im „bunten“ Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ein Grillfest von Menschen aus Kamerun von rechten Fußballfans überfallen.

Es gab mehrere Schwerverletzte. Die Polizei nahm zunächst die Daten der Angreifer nicht auf. Die Öffentlichkeit nahm kaum Notiz davon. Erst zwei Wochen nach dem Angriff begann der Staatsschutz zu ermitteln.

Rassismus als Standorthindernis

Nun ist die Diskussion über die Ursachen des Rassismus in Ostdeutschland erneut laut geworden Anlass ist der jüngste Jahresbericht Deutsche Einheit der Bundesregierung, der „vom bedrohten Frieden“ spricht und den Rassismus als Malus bei der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bezeichnet (Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland: „Es gibt nichts schönzureden“).

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Deutsch-türkisches Magazin kämpft gegen Klischees

Vielseitig. Chefredakteurin Melisa Karakus hat aufgehört, darüber nachzudenken, ob sie nun türkisch oder deutsch ist.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Vielseitig. Chefredakteurin Melisa Karakus hat aufgehört, darüber nachzudenken, ob sie nun türkisch oder deutsch ist.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Das deutsch-türkische Magazin „renk.“ will Klischees entgegenwirken. Online läuft das schon sehr gut – nun soll es auch in gedruckter Form erscheinen.
 

Von Yasmin Polat | DER TAGESSPIEGEL

Sie selbst trägt Schwarz. „Als Kontrast“, sagt Melisa Karakus und lacht. „Außerdem muss ich ja meinem Namen gerecht werden.“ Karakus, das heißt auf Deutsch: schwarzer Vogel.

Sie sitzt entspannt an einem der Tische der Blogfabrik und trinkt einen Schluck von ihrer Cola, auch schwarz, ist ja klar. Hier, im Hinterhof der Kreuzberger Oranienstraße, arbeitet sie seit drei Jahren an ihrem Online-Magazin „renk.“, zu Deutsch: Farbe. Das Magazin beschäftigt sich mit Klischees über Türken und stellt deutsch-türkische Kreative vor.

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Fremdenfeindliche Gewalt schon jetzt doppelt so hoch wie im Vorjahr

Die DÜGIDA in Düsseldorf © Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die DÜGIDA in Düsseldorf © Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Bis Mitte September haben Behörden bereits über 500 fremdenfeindliche Gewaltdelikte registriert. Das ist doppelt so hoch wie 2015. Grünen Politiker werfen dem Verfassungsschutz vor, Rechtsextremismus nur bruckstückenhaft zu analysieren. Bei diesen Zahlen könne es nicht sein, dass es mehr islamistische Gefährder gebe als Neonazis.
 

MiGAZIN

Die Zahl der fremdenfeindlicher Gewaltdelikte in Deutschland bleibt hoch. Die Behörden registrierten von Januar bis Mitte September 507 rechte Gewaltdelikte, das waren nach Darstellung der Grünen-Bundestagsfraktion etwa doppelt so viel wie 2015. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die dem MiGAZIN vorliegt.

Die Grünen-Fraktion nennt unter Verweis auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage aus dem vergangenen Jahr eine Vergleichszahl von 247 Gewaltdelikten im Zeitraum von Januar bis Anfang November 2015. „Wir beziehen uns auf den sogenannten Oberbegriff des offiziellen ‚Themenfeldkatalogs Politische motivierte Kriminalität‘ des Bundeskriminalamts ‚Straftaten im Bereich der Ausländer/Asylthematik‘. Und für dieses Datenfeld lassen sich im Hinblick auf die Gewaltdelikte die ungefähre Verdopplung nachweisen“, erläuterte eine Sprecherin auf Anfrage. Im Bericht des Bundesamtes für den Verfassungsschutz wird die Zahl der rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund für das ganze Jahr 2015 mit 918 angegeben.

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Soziologe Rosa: Ruf nach Mauern zeigt gestörte Weltbeziehung

„Tractatus“-Preisträger bei Philosophicum Lech: Sichtweise von Kindern bietet Ausweg aus verdrehtem Verhältnis der Gesellschaft zum „Anderen“
In der heutigen Beziehung zur Welt „stimmt etwas nicht, und zwar fundamental“: So lautet die Gegenwartsdiagnose des Soziologen und Sozialphilosophen Hartmut Rosa, der am Freitagabend beim Philosophicum Lech eine Dankesrede für den ihm verliehenen Essaypreis „Tractatus“ gehalten hat.

kathpress

„Die Welt läuft uns in fast allen Perspektiven aus dem Ruder“, so der Preisträger in seiner Ansprache, in der er auch aus dem Evangelium zitierte. Ausgezeichnet wurde er für sein jüngstes Werk „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“.

Rosa, Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt, ist der achte Träger der mit 25.000 Euro hochdotierten Auszeichnung für Wissenschaftsprosa und philosophische Essayistik. Als Laudator würdigte der deutsche Schriftsteller Michael Krüger, Mitglied der dreiköpfigen Jury, Rosas Werk und nannte den Preisträger einen „unverbesserlichen Optimisten“. Ob er dies tatsächlich sei, stellte Rosa gleich daraufhin allerdings in Frage.

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Boris Johnson besucht „Wichser“ Erdogan

Boris Johnson (2015), Bild: wikimedia.org/PD
Boris Johnson (2015), Bild: wikimedia.org/PD

Britischer Außenminister hatte türkischen Präsidenten im Mai noch beleidigt und Sympathie für PKK geäußert

derStandard.at

Zwei Monate vor seiner überraschenden Ernennung zum britischen Außenminister bezeichnete Boris Johnson den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Schmähgedicht noch als „Wichser“ – nun wird Johnson von Erdogan in Ankara empfangen.

Erstmals seit seiner Amtsübernahme wurde der Brite am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in der Türkei erwartet, wie das Außenministerium in Ankara mitteilte.

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Studie: Europäer nehmen lieber christliche Asylwerber auf

Studie in 15 EU-Ländern: Abneigung gegenüber Muslimen sei in allen untersuchten Ländern deutlich erkennbar – Verfolgte sind eher willkommen als reine Wirtschaftsflüchtlinge

kath.net

Die Europäer wollen eher qualifizierte, politisch verfolgte und christliche Asylsuchende aufnehmen. Dies geht aus einer internationale Studie hervor, in 15 europäischen Staaten durchgeführt wurde, wie die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass in den Augen der europäischen Öffentlichkeit nicht alle Flüchtlinge gleich sind“, sagt einer der Studienautoren, Dominik Hangartner. Die Befragten ziehen jüngere Asylsuchende mit besseren beruflichen Qualifikationen und besseren Kenntnissen der Landessprache vor.

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Neural Networks Are Alarmingly Good at Identifying Blurred Faces

Image: alicebaxterblog.wordpress.com
Image: alicebaxterblog.wordpress.com
In a world of ubiquitous smart-phone cameras, drones, and Google Street View cars, there’s probably never been a more important time to start protecting the identities of people unwittingly captured in photos and videos.

By Joshua Kopstein | MOTHERBOARD

But while websites like YouTube have started offering tools to obscure faces and other objects appearing in digital media, researchers have found that those protections can be defeated at an alarming rate thanks to recent advances in artificial intelligence.

In a paper released earlier this month, researchers at UT Austin and Cornell University demonstrate that faces and objects obscured by blurring, pixelation, and a recently-proposed privacy system called P3 can be successfully identified by a neural network trained on image datasets—in some cases at a more consistent rate than humans.

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Bürgerpreis für Edward Snowden

Kollage: brightsblog
Screengrab: brightsblog
Der amerikanische Whistleblower Edward Snowden ist am Sonntag mit dem Kasseler Bürgerpreis „Glas der Vernunft“ ausgezeichnet worden. Snowden habe mutig und in festem Glauben an Menschenrechte eine Gewissensentscheidung getroffen, die weltweit zum Nachdenken über verfassungsmäßige Grundrechte geführt habe, begründete Bernd Leifeld, Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Bürgerpreises, die Ehrung.

evangelisch.de

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro werde Snowden, der im Exil in Moskau lebt, überwiesen. Die zum Preis gehörende Skulptur werde so lange im Kasseler Stadtmuseum aufbewahrt, bis Snowden sie persönlich abholen könne.

Ein sichtlich bewegter Snowden, der live zu der Veranstaltung aus Moskau zugeschaltet war, beklagte eine weltweit zunehmende Angst. „Wir erleben die Entstehung einer Welt, in der die Angst der wichtigste politische Wert ist“, sagte er. Mühsam errungene Werte würden über Bord geworfen, um sich vor Bedrohungen zu schützen. „Das Gesetz ersetzt nicht das Gewissen“, begründete er sein aus Sicht der US-Justiz strafbares Handeln.

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CDU-Politikerin muss trotz Nazi-Parole keine Konsequenzen fürchten

 Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla, 54, sitzt für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag. Sie ist gebürtige Münchnerin, war Kämmerin in Rosenheim. (Foto: Laurence Chaperon/dpa)
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla, 54, sitzt für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag. Sie ist gebürtige Münchnerin, war Kämmerin in Rosenheim. (Foto: Laurence Chaperon/dpa)
Bettina Kudla warnt vor der „Umvolkung Deutschlands“. Partei und Bundestagsfraktion lassen sich Zeit, bis sie die Äußerung kommentieren. Ungemach droht Kudla in ihrem Wahlkreis.

Von Stefan Braun | Süddeutsche.de

Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla hat mit einem Tweet gegen die Flüchtlingspolitik Angela Merkels zwar heftige Kritik geerntet, muss offenbar aber bis auf Weiteres nicht mit Konsequenzen in Partei und Fraktion rechnen.

Kudla hatte am Wochenende auf dem Nachrichtendienst Twitter geschrieben: „BK Merkel streitet es ab, Tauber träumt. Die Umvolkung Deutschlands hat längst begonnen. Handlungsbedarf besteht!“ Mit dem Begriff „Umvolkung“ umschrieben die Nationalsozialisten ihr aggressives Vorgehen gegen slawische Bewohner eroberter Gebiete im europäischen Osten, die sie vertrieben oder ermordeten, um dort Deutsche anzusiedeln. Heute nutzen Rechtsextremisten das Wort, um Angst vor Flüchtlingen zu schüren.

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Swedish Scientist Begins Editing Human DNA in Healthy Embryos

Image: Dr Yorgos Nikas/Science Photo Library
Image: Dr Yorgos Nikas/Science Photo Library
Whether creating GM crops or making animals disease-resistant, gene-editing has always faced harsh criticism. One fear is how altering human DNA in embryos could recklessly create a fatal genetic disease that would exist for generations.

By Jelor Gallego | FUTURISM

Despite this, one researcher is attempting the most controversial type of gene editing on earth. Developmental biologist Fredrik Lanner is the first researcher to ever modify the DNA of healthy human embryos.

Lanner, who works at the Karolinska Institute in Stockholm, is editing genes in human embryos to see how they regulate early embryonic development. He’s specifically targeting genes crucial to normal embryonic growth to learn more about infertility, miscarriages, stem cells, and how to treat debilitating conditions.

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Warum der Dschihadismus weiter andauern wird

 Der iranisch-französische Soziologe Farhad Khosrokhavar (AFP / Damien Meyer)
Der iranisch-französische Soziologe Farhad Khosrokhavar (AFP / Damien Meyer)
Seit fast 30 Jahren erforscht Farhad Khosrokhavar das Phänomen der Radikalisierung unter Moslems. Europa werde das nächste Jahrzehnt mit dschihadistischem Terror leben müssen, ist sich der iranisch-französische Soziologe sicher.

Moderation: Burkhard Birke | Deutschlandradio Kultur

Welche Parallelen gibt es zwischen Selbstmordattentätern vor Jahren im Iran und den Attentätern von Paris und Brüssel? Welche Rolle spielen Kleinkriminalität und Gefängnisse bei der Radikalisierung? Weshalb kehren sich immer mehr junge Menschen von der Gesellschaft ab und wollen diese bekämpfen? Wie kann man dem Phänomen der Radikalisierung europaweit begegnen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt der iranisch-französische Soziologe Farhad Khosrokhavar in Tacheles.

Europa wird die nächste Dekade mit dschihadistischem Terror leben müssen

Die Europäer müssten bereit sein, die Gefahr durch islamistischen Terror zu akzeptieren, ohne die Demokratie infrage zu stellen, sagte der Soziologe von der École des Hautes Études en Sciences Sociales aus Paris. Mindestens eine Dekade lang wird Europa mit dschihadistischem Terror leben müssen, betonte der aus dem Iran stammende Khosrokhavar im Deutschlandradio Kultur.

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