Schlagwort-Archive: katholische Kirche

Falsche Mitgliedszahlen: Norwegen verlangt Millionen-Rückzahlung von katholischer Kirche

Hat die katholische Kirche in Norwegen ihre Mitgliederzahlen manipuliert, um mehr Kirchensteuer zu kassieren? Entsprechende Vorwürfe werden von Behörden erhoben. Der Staat fordert nun 40 Millionen Kronen zurück.


SpON

Bild: tilly
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Der norwegische Staat verlangt von der katholischen Kirche umgerechnet rund 4,6 Millionen Euro, weil sie die Zahl ihrer Gläubigen wissentlich übertrieben haben soll. Dies teilte das Bistum Oslo mit. Seit Februar hatten die Behörden in dem Fall gegen die Kirche ermittelt, Gebäude wurden durchsucht.

Die Behörden werfen der Kirche vor, sie habe in Telefonverzeichnissen nach Namen von Einwanderern gesucht und diese als Gläubige eingetragen – wenn dem Namen nach eine Herkunft aus einem katholischen Land als wahrscheinlich erschien. So sollten öffentliche Zahlungen an die Kirche in die Höhe getrieben werden.

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Die Ideologie des sexuellen Missbrauchs

Christian Füller über die Ideologie des sexuellen Missbrauchs bei den Grünen, der katholischen Kirche, der Odenwaldschule, den Nazis und Netzaktivisten.


Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Bild. heise.de

Der Journalist Christian Füller zeichnet in seinem Buch Die Revolution missbraucht ihre Kinder nach, wie der sexuelle Missbrauch von Kindern getarnt als Akt der Befreiung ein integraler Bestandteil deutscher Protestbewegungen werden konnte. Besonders die Grünen tun sich schwer, mit diesem Erbe umzugehen. Teil 2 des Gesprächs.

Herr Füller, kann man den sexuellen Missbrauch bei den Grünen mit dem in der katholischen Kirche vergleichen?

Christian Füller: Ja. Sexueller Missbrauch hat immer Opfer, und zwar doppelt: von Gewalt und von Betrug. Viele Kinder werden ja nicht physisch vergewaltigt, sondern “verführt” – auch wenn das Wort hier eigentlich nicht passt.

Warum nicht?

Christian Füller: Weil auch die Verführung eines Kindes Gewalt ist. Täter versprechen Kindern Geschenke und überhöhen sie als Prinzessinnen und Prinzen – zum Zweck des Missbrauchs.

Was ist der Unterschied zwischen ideologischem und kirchlichem Missbrauch?

Christian Füller: Die Wandervögel, die Reformpädagogen und die 68er haben ein sehr positives, überschießendes Körper- und Nacktheitsgefühl. Dazu wird ein vermeintlicher Egalitarismus aller Altersgruppen erklärt: Kinder und Erwachsene seien gleich und könnten angeblich auch miteinander Sex haben. So wird es jedenfalls behauptet. Das ist ein ganz anderes Konzept als bei den Kirchen. Der Unterschied wird vielleicht an den Tatorten am deutlichsten.

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Zentralrat der Juden und Bischöfe werben für christlich-jüdischen Dialog

Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, hat an die katholische Kirche appelliert, am christlich-jüdischen Dialog keine Zweifel aufkommen zu lassen.


evangelisch.de

Bild: bb
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Hinter die bleibende Verpflichtung gegenüber dem Judentum dürfe die katholische Kirche nicht mehr zurückfallen, sagte Schuster am Sonntag auf einer Veranstaltung in Frankfurt am Main.

Zu der Veranstaltung hatten die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Katholische Akademie Rabanus Maurus aus Anlass des 50. Jahrestages der Konzilserklärung “Nostra aetate” eingeladen. Mit dem Dokument “In unserer Zeit” hatte das Zweite Vatikanische Konzil für eine theologische Wende im Verhältnis zum Judentum gesorgt. Ohne die Bereitschaft vieler Juden, wenige Jahre nach der Schoah mit Christen zu sprechen, wäre der damit eingeleitete Dialog nicht möglich gewesen, sagte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff laut Redetext.

In seiner verlesenen Rede bekannte Kurienkardinal Kurt Koch, Christen müssten ehrlich bedauern, dass erst das “beispiellose Verbrechen der Schoah” ein wirkliches Umdenken bewirkt habe. Der christliche Widerstand gegen die unmenschliche Brutalität des Nationalsozialismus habe nicht die Klarheit aufgewiesen, die man hätte erwarten müssen, sagte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates.

Jesuitenpater Mertes: Missbrauch konsequent aufklären

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Um sexuellen Missbrauch von vornherein zu verhindern, fordert der Schuldirektor und Jesuitenpater Klaus Mertes, die katholischen Missbrauchsskandale restlos aufzuklären.


evangelisch.de

Der Jesuitenpater Klaus Mertes hat die katholische Kirche aufgefordert, Fälle von sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen weiter konsequent aufzuklären. “Prävention setzt voraus, dass aufgeklärt wurde”, sagte er am Montag bei einer Fachtagung zu sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche in Hannover und fügte hinzu: “Erst die Aufklärung deckt Fehler auf.”

Mertes hatte 2010 als damaliger Leiter des Canisius-Kollegs in Berlin den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland in die Öffentlichkeit gebracht. An dem Gymnasium hatten sich zwei Padres hundertfach an Schülern vergangen. Heute ist Mertes Direktor des Internats St. Blasien im Schwarzwald.

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Italien: Homo-Ehe hat kaum Chancen – Vatikan wettert dagegen

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.
Die katholische Kirche wettert in Italien gegen die Homo-Ehe. Ein politischer Anlauf, sie einzuführen, hat vor wenigen Tagen eine Hürde genommen.


Von Bettina Gabbe|SüdwestPresse

Der Ausgang des irischen Referendums über die Homo-Ehe hat Befürworter und Gegner eingetragener Lebenspartnerschaften in Italien bestärkt. Mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gab der zweite Mann im Vatikan nach Papst Franziskus die in Italien weiterhin entscheidende Haltung der katholischen Kirche vor: Das Ergebnis sei eine “Niederlage für die Menschheit”.

Immer wieder sorgen gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle für Schlagzeilen in den italienischen Zeitungen. Die Mehrheit der Bürger steht Versuchen der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften gleichgültig gegenüber.

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Vatikan: Notgeile Altmänner-Riege

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Nachdem die Iren Ja zur Homoehe gesagt haben, wird über die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare endlich wieder debattiert. Nur die katholische Kirche hat damit Probleme, was auch mit dem Zölibat zu tun hat. Und dann gibt es ja noch die Feinde des Kitsches.


Von Daniel Haufler|Berliner Zeitung

In Europa wurde das Ja der Iren zur Homoehe weitgehend begrüßt. Zudem hat es in Deutschland die Debatte über die Gleichstellung der Homoehe wieder belebt. Hier allerdings blockiert die CDU jegliche Reform, obwohl jüngere Mitglieder wie Jens Spahn zu Protokoll gaben: „Man sollte denken, was die katholischen Iren können, können wir auch.“ Apropos Katholiken. Erwartungsgemäß scharf kritisierte der Vatikan die irische Entscheidung als „Niederlage der Menschheit“ (Italienisch umanità, was zudem „Menschlichkeit“ bedeutet).

Gustav Seibt hält das in der Süddeutschen Zeitung für eine Anmaßung. Das Problem der kirchlichen Sexualmoral entstehe „durch die Verbindung von Zölibat und Verbot der Homosexualität. Beides zusammen führte seit Jahrhunderten zu einem überproportionalen Anteil homosexueller Männer in der katholischen Kirche, die hier eine respektable Lösung für ihr Problem fanden“ – während die Kirche Homosexualität verurteilte und mit ihren Moralvorstellungen dazu beitrug, sie zu kriminalisieren.

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Homosexualität: Diesen Text wollte die katholische Kirche nicht veröffentlichen

Ratzinger_HomoDeutschland debattiert über die Homo-Ehe – die katholische Kirche schweigt. Und sperrt sich gegen fortschrittliche Gedanken. Das zeigen der Text eines Theologen und die Geschichte seiner Unterdrückung.


Von Peter Wensierski|SpON

Die deutschen Bischöfe waren im Herbst 2012 sehr stolz auf ihren Relaunch. Die Webseite “katholisch.de” sollte “neue User” ansprechen, “modernere Milieus” und “jüngere Zielgruppen”. Sogar Katholiken, die sich von der Kirche entfernt hatten. Das Design mit schicken Bildern, einer ausgefeilten Typografie und ruhigen Farben entwickelte sogar eine renommierte Werbeagentur, die Hamburger Jung von Matt.

Es hieß, wenn Menschen neuen Kommunikationswegen folgten, könne die Kirche nicht abseits stehen. Der Anspruch des Katholischen Medienhauses in Bonn: führende Marke der deutschen katholischen Kirche im Internet zu werden. Mehr Transparenz, mehr Diskussion. Medienbischof Gebhard Fürst sagte, man wolle “ein Zeichen setzen hin zu einer Kirche, die auf die Menschen zugeht”.Nun setzt die Geschichte eines bestellten und dann nicht veröffentlichten Textes ganz andere Zeichen. Sie lässt erahnen, wie tief die Angst der katholischen Kirche vor offener und ehrlicher Diskussion ist.

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Religionskritik: Unterscheiden statt polemisieren

Katholiban "Großstadt-Mission" in elf Städten Europas

Beim Zweiten Vatikanum hat die katholische Kirche die Religionsfreiheit anerkannt. Das sollten auch Bekenntnislose anerkennen, statt sich in substanzloser Religionskritik zu ergehen und dem Fundamentalismus damit Tür und Tor zu öffnen


Kommentar der anderen |Józef Niewiadomski|derStandard.at

“Weihrauch statt kritischer Analyse” habe der ORF im Radiokolleg: Gewalt und Religion serviert. Die anschauliche Formel verdichtet den von Martin Praska an diesem Ort veröffentlichten Kommentar (“Religion ist friedlich, der Kimono griechisch”, STANDARD vom 6. Mai). Hätte sich Praska von der Etymologie des Wortes Kritik inspirieren lassen, so müsste er damit ernst machen, dass Kritik vom “krinein” kommt. Sie zeichnet sich durch die Gabe der Unterscheidung aus.

Mit einer solchen scheint er nicht gesegnet zu sein. Deswegen verkommt sein Text zum recht geistlosen “Abwatschen”. Auf dem Niveau und auch im Stil einer Bierstammtischrunde religionskritischer Zeitgenossen werden der Reihe nach: der ORF als eine kryptoreligiöse Funkanstalt entlarvt, der verantwortliche Gestalter der Sendung, Johannes Kaup, als “katholischer Theologe” geoutet, die Sendereihe als “Schwafelei” der Theologen diffamiert.

Wer auf diese Weise einen “kritischen” Diskurs beginnt, will auf seinen gesellschaftlichen Ort, sein Interesse und auch sein Leiden aufmerksam machen. Als Vertreter von Menschen “ohne Bekenntnis” beklagt Praska, dass dem “säkularen Element in unserer Gesellschaft” und den “religionskritischen” Sendungen im Radio kaum Raum gegeben werde. Deswegen verfestige die mediale “Volksbildung” die Vorurteile eines “katholischen Landes”. Und wer will heute schon in einem Land leben, dessen Lebenskultur Praska auf die prägnante Formel bringt: “Hände falten, Gosch’n halten”? Schon diese Qualifizierung wird für den Applaus in der Stammtischrunde sorgen.

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Der Vatikan schweigt auch 70 Jahre danach

ReichskonkordatFür die katholische Kirche wäre es an der Zeit, demütig ihr Versagen während der Schoa einzuräumen


Von Klaus Kühlwein|Jüdische Allgemeine

War das Schweigen der katholischen Kirche zur Schoa ein Fehler? Ist sie mitschuldig geworden, weil sie abseits stand bei der großen Judenjagd in Europa? 70 Jahre nach Kriegsende wäscht der Vatikan noch immer seine Hände in Unschuld. Zu bedauern gebe es nichts – im Gegenteil. Pius XII. habe mit seinem Schweigen und seiner klugen Diplomatie »Schlimmeres verhütet«. Der hellsichtige Weckruf der Jüdin Edith Stein an den Heiligen Stuhl war schon 1933 ignoriert worden.

Niemand kann bestreiten, dass Pius XII. durch Hintertür-Diplomatie vielen Juden die Ausreise oder die Flucht in Verstecke ermöglichte. Das war für den Vatikan mit seinen Kontakten eine selbstverständliche Christenpflicht. Vorwerfen kann man Pius keinen Antisemitismus, wohl aber einen Antijudaismus, der ein Nährboden war für den Antisemitismus. Pius sympathisierte auch nicht mit dem NS-Regime oder dem Krieg gegen Stalin, obwohl er den Kommunismus für gefährlicher hielt als den Nationalsozialismus.

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Katholische Kirche lockert ihr Arbeitsrecht

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de
Die katholische Kirche mildert ihr Arbeitsrecht ab. In Zukunft führen schwere Loyalitätsverstöße gegen den kirchlichen Arbeitgeber nicht automatisch zu Kündigungen, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mitteilte.


evangelisch.de

Das neue Arbeitsrecht wurde von mehr als zwei Dritteln der katholischen Bischöfe beschlossen. Es wird damit gerechnet, dass es in den nächsten Monaten in Kraft tritt.

Nach den neuen Regelungen ist auch nach einer Wiederheirat eine Weiterbeschäftigung in einer katholischen Einrichtung möglich. Die Kündigung eines Mitarbeiters soll “das allerletzte Mittel” sein, wie die Bischofskonferenz mitteilte. Dasselbe gilt, wenn Kirchenbeschäftigte eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Auch hier ist der katholische Arbeitgeber nach dem neuen kirchlichen Arbeitsrecht verpflichtet, “alle anderen denkbaren milderen Mittel” auszuschöpfen.

Sozialethiker: Menschenrechte bleiben “Hausaufgabe der Kirche”

Themenbild
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Die Menschenrechte bleiben eine “dringende Hausaufgabe für die katholische Kirche”: Das hat der Schweizer Sozialethiker Peter Kirchschläger im Gespräch mit “Kathpress” unterstrichen. Durch eine breite Rezeption des Menschenrechtsdiskurses auch in der Theologie könne die katholische Kirche inzwischen am internationalen Menschenrechtsdiskurs als geachteter Diskurspartner teilnehmen “und aus ihrer Perspektive dazu beitragen”, so Kirchschläger. Der Sozialethiker äußerte sich am Rande des internationalen Symposions “Wirtschaft – Gemeinwohl – Glück” am Freitagabend an der Universität Wien.


kathweb

Gerade mit ihrer Lehre von der Gottebenbildlichkeit könne die Kirche einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es um die Frage gehe, warum der Mensch überhaupt Rechte besitze. Zugleich gebe es aber auch blinde Flecken in der kirchlichen Rezeption der Menschenrechte, wies Kirchschläger hin.

Zugleich appellierte der Sozialethiker an die großen multinationalen Konzerne, den Einsatz für die Menschenrechte als ein wertvolles Kapital und “ethischen Referenzpunkt” zu entdecken: Gerade multinationale Konzerne verfügten über große Reichweite und Macht, sich auch politisch für die Durchsetzung der Menschenrechte einzusetzen. Dies stelle zweifellos eine Gratwanderung dar, stünden doch gerade multinationale Wirtschaftsunternehmen durch Prinzipien der Gewinnmaximierung immer auch im Verdacht, Menschenrechte zu missachten.

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Kirche begrüßt Vorschlag zum Werteunterricht in Luxemburg

Themenbild.Bild: katholisches.info
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Die katholische Kirche in Luxemburg hat einen Vorschlag der Regierung für den geplanten Werteunterricht begrüßt. Es sei gut, dass in dem Papier auf das Erbe jüdischer und christlicher Religionen sowie des philosophischen Humanismus verwiesen werde, heißt es in der am Montagabend veröffentlichten Stellungnahme der Kirche. Der Bezug zur Geschichte und Kultur sei unabdingbar.


kathweb

Die Kirche begrüßte zudem einen “schülerzentrierten und lebensweltlichen Ansatz des künftigen Faches” sowie die Wissensvermittlung aus dem Bereich der Religionen. Schüler bräuchten “eine Einführung in die lebendigen Denk- und Lebenswelten der Religionen, die sowohl ihre lebensfördernden als auch ihre gefährlichen Potenziale darstellt”, heißt es.

Die luxemburgische Regierung hatte am Montag ein Rahmenpapier zum neuen Schulfach “Leben und Gesellschaft”, dem sogenannten Werteunterricht, vorgestellt. Dieser soll zukünftig den Religionsunterricht ersetzen.

Luxemburg will in den kommenden 20 Jahren eine schrittweise Trennung von Staat und Kirche vornehmen und damit das Staat-Kirchen-Verhältnis in dem traditionell katholischen Großherzogtum neu regeln.

Dodo Kretschmann fordert Meinungsfreiheit in der Kirche

kretschmann150Die katholische Kirche sei von Angst regiert, beklagt der Grünen-Politiker in der ZEIT. Besonders das Kondom-Dogma hält er für weltfremd und überflüssig.

ZEIT ONLINE

Der baden-württembergische Ministerpräsident und bekennende Christ Winfried Kretschmann wirft der katholischen Kirche vor, von Zwang beherrscht zu sein. “Mich irritiert vor allem, wie viel Angst in unserer Kirche regiert”, sagte der Grünen-Politiker der ZEIT. “Die Dogmen lasten wie ein Alb auf uns Gläubigen.” Dass die Kirche nicht zugeben könne, zu irren, könne Kretschmann am schwersten ertragen.

Das Problem seien nicht die Dogmen an sich, sondern dass die Kirche sie alle für richtig halte, sagte der Grünen-Politiker weiter. “Auch wenn manche es noch nicht wahrhaben wollen: Die Zeiten sind vorbei, in denen die Hierarchie Debatten einfach für beendet erklären konnte”, sagte Kretschmann.

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Forscher aus den Reihen der Kirche

Pierre Teilhard de Chardin(Jesuit) bei einer Grabung in der Höhle von Castillo, 1913. Bild: wikimedia.org/PD
Die katholische Kirche gilt gemeinhin eher als wissenschaftsfeindlich. Doch waren die Jesuiten eigentlich der Wissenschaft zugeneigt. Aufpassen mussten sie allerdings, wenn ihre Erkenntnisse die Grundlehren der Kirche infrage stellten.


Von Roland D. Gerste|Neue Zürcher Zeitung

Im Jahr 1633 stand einer der berühmtesten Wissenschafter der europäischen Geschichte vor den Schranken der Inquisition. Galileo Galilei hatte sich in seinem bedeutenden Werk zugunsten der heliozentrischen Auffassung vom Universum ausgesprochen, nach der die Sonne im Zentrum steht und von den Planeten umkreist wird. Die Kirche beharrte indes auf dem mehr als 1500 Jahre alten ptolemäischen Weltbild, mit der Erde im Zentrum, die von Sonne, Mond und Planeten umkreist wird. Dies ist 382 Jahre her, doch das Bild einer wissenschaftsfeindlichen katholischen Kirche hat sich bis heute gehalten.

Galilei musste abschwören, damit ihm der Tod auf dem Scheiterhaufen erspart blieb. Er wurde zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt, die in Hausarrest abgemildert wurde. Erst im Jahr 1992 wurde Galilei von der Kirche rehabilitiert. Mit dieser unrühmlichen Unterwerfung des Wissenschafters und dem jahrhundertelangen starren Festhalten an dem astronomischen Verdikt beschnitt sich die katholische Kirche in ihrer eigenen naturwissenschaftlichen Forschungskompetenz und geriet in den bis heute fortdauernden Geruch der Wissenschaftsfeindlichkeit, so urteilt Alexander Brüggemann von der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn.

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Konzern “Katholische Kirche” erhält 5,68 Milliarden Euro an Steuern

Bild: tilly
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Abermals ist ein Rekord gefallen. Mit exakt 5.681.199.800 Euro lagen die Kirchensteuer-Einnahmen für die katholische Kirche 2014 zum dritten Mal in Folge über der Fünf-Milliarden-Grenze.


RP ONLINE

Wie die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag auf Anfrage bekanntgab, bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr noch einmal ein Plus von 4,24 Prozent. Der Trend bei der evangelischen Kirche dürfte ähnlich ausfallen. Trotz sinkender Mitgliederzahlen mehr Einnahmen – wie kann das sein? Nach Ansicht von Experten liegt das zuallererst einmal an der guten konjunkturellen Lage. “Je größer das Wirtschaftswachstum, desto höher sind die Steuereinnahmen”, sagt Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Viele Menschen gehen einer regulären Arbeit nach, bezahlen mithin Einkommenssteuer. Und bei Katholiken und Protestanten erhöht sich dann auch die daran angehängte Abgabe an ihre Kirche, je nach Bundesland sind es acht oder neun Prozent.

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Polens Kirche im Gestern: «Zusammenleben ohne Trauschein ist Sünde»

kirche_polenKatholische Kirche in Polen startet Plakataktion für Eheschließung


kath.net

Mit einer Werbekampagne will die katholische Kirche in Polen junge Menschen von der Eheschließung überzeugen. Das nationale Zentrum für Familienseelsorge startete in Großstädten eine Plakataktion mit dem Slogan «Zusammenleben ohne Trauschein ist Sünde». Der Leiter des Zentrums, Pfarrer Przemyslaw Drag, kritisierte in der Tageszeitung «Rzeczpospolita» (Mittwoch), dass sich immer mehr Polen aus Angst vor der Verantwortung für ihren Partner gegen eine Hochzeit entschieden.

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Betrugsverdacht bei katholischer Kirche in Norwegen

Bild: tilly
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Staatliche Millionenzuschüsse durch manipulierte Mitgliederzahlen


DIE WELT

Wegen Betrugsverdachts bei der katholischen Kirche hat die norwegische Polizei am Donnerstag den Sitz der Kirche in Oslo durchsucht. Die Diözese von Oslo, die alle Kirchendaten verwaltet, soll über Jahre hinweg die Zahl der Kirchenmitglieder künstlich aufgebauscht und auf diese Weise unrechtmäßig Millionenzuschüsse des Staats eingestrichen haben. Zwischen 2010 und 2014 habe die Kirche 65.000 neue Mitglieder gemeldet und umgerechnet 5,84 Millionen Euro an zusätzlichen Zuschüssen erhalten, sagte die Rechtsvertreterin der Polizei, Kristin Rusdal, der Nachrichtenagentur AFP.

Schweiz: Wenn sich die Oberhirten der Debatte verweigern

Bild: brightsblog
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In der katholischen Kirche tobt ein Richtungsstreit zwischen Reformern und Konservativen. In der Öffentlichkeit darüber zu diskutieren, fällt vor allem den progressiven Bischöfen schwer.


Von Simon Hehli|Neue Zürcher Zeitung

Auf dem Stuhl hätte der Churer Bischof Vitus Huonder sitzen können. Oder sein Stellvertreter Martin Grichting. Oder ihr Mediensprecher Giuseppe Gracia. Oder Markus Büchel, Präsident der Bischofskonferenz (SBK). Doch der Stuhl im SRF-Fernsehstudio blieb leer. Die offiziellen Vertreter des Schweizer Katholizismus weigerten sich, ihre Sicht zur Debatte über den Umgang ihrer Kirche mit Homosexuellen einzubringen. So herrschte im «Club» am Dienstagabend ungetrübte Einigkeit: Der Pfarrer von Bürglen, Wendelin Bucheli, habe das einzig Richtige getan.

Die Gesprächsverweigerung provozierte nicht nur in der Gesprächsrunde und bei Moderatorin Karin Frei selber Kritik. Auch der leitende Redaktor des katholischen Medienzentrums, Martin Spilker, nimmt die Bischöfe in einem Kommentar ins Gebet. Sie hätten die Möglichkeit gehabt, zu einer aktuellen Frage ihre Haltung darzulegen, schreibt er. «Wer sich der Auseinandersetzung aber gar nicht stellt, mit dem kann man leider nicht ins Gespräch kommen.»

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Kirchenasyl: Bischöfe greifen Regierung scharf an

Seit drei Jahren sind Sarah und Amir (Namen geändert) auf der Flucht. Im evangelischen Weigle-Haus in Essen hat das iranische Paar Kirchenasyl gefunden. Foto: epd
Im Streit über das Kirchenasyl greift die katholische Kirche das Bundesinnenministerium scharf an. Der Konflikt mit den Kirchen werde auf dem Rücken von Flüchtlingen ausgetragen, so der Vorwurf.


Von Joachim Frank|Frankfurter Rundschau

Der für Migrationsfragen zuständige Bischof Norbert Trelle (Hildesheim) verteidigte das Kirchenasyl zugleich vehement gegen die Kritik insbesondere von Bundesinnenminister Thomas de Maizière: Anders als unterstellt, „beansprucht das Kirchenasyl keinerlei Sonderrecht gegenüber dem Staat“, sondern „dient dem Rechtsfrieden“.

Überlegungen des Ministeriums, die Aufenthaltsfrist von Asylbewerbern so zu verändern, dass diese noch nach anderthalb Jahren in ein anderes EU-Land abgeschoben werden könnten, verfolgten eindeutig den Zweck, Kirchenasyl zu erschweren oder unmöglich zu machen, sagte Trelle. Wenn der Aufenthalt von Flüchtlingen in Räumen der Kirche bis zu 18 Monaten dauerte, hätte das „fast das Ende des normalen Gemeindelebens“ zur Folge.

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Katholische Kirche: Richtungsstreit wegen Exodus der Gläubigen

konklave

Die konservativen Kreise innerhalb der katholischen Kirche lassen im Fall Bürglen die Muskeln spielen. Auch bei der Frage, wie die Kirche mit der Säkularisierung umgehen soll, pochen sie auf Deutungshoheit.


Von Simon Hehli|Neue Zürcher Zeitung

Die katholische Kirche erlebt derzeit einen konservativen Backlash. Die Bischofskonferenz stellt den Mediensprecher Simon Spengler auf die Strasse, weil er gegen aussen eine zu progressive Haltung vertrat. Der Westschweizer Bischof Charles Morerod hat angekündigt, im September beim «Marsch für das Leben» von christlichen Abtreibungsgegnern mitzulaufen. Und besonders schlagzeilenträchtig: Zusammen mit dem Churer Bischof Vitus Huonder will Morerod den Pfarrer des Urner Dorfes Bürglen abstrafen , weil dieser ein lesbisches Paar gesegnet hat. Es scheint, dass die Reformer in die Defensive geraten sind. Ihr Streit mit den Konservativen um die Deutungshoheit in der katholischen Kirche ist zwar ein Dauerbrenner, sowohl in der Schweiz wie auch weltweit. Doch die Frage, welche Seite die Oberhand gewinnt, könnte weitreichendere Konsequenzen haben als früher. Denn das Ringen spielt sich vor einer gesellschaftlichen Kulisse ab, in der die Existenz von Volkskirchen grundsätzlich infrage gestellt ist.

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