Ernährung: Wie viel Fett ist gesund?

Vor allem die Art der konsumierten Fette ist entscheidend – die Menge ist weniger ausschlaggebend. © Julija Dmitrijeva/ istock
Auf das Wie kommt es an: Ob Low-Carb oder fettarm – eine ideale Formel für die gesunde Ernährung gibt es hierbei nicht. Denn ob wir mehr Kohlenhydrate oder Fette essen, spielt für die Gesundheit eine geringere Rolle als meist angenommen, wie Wissenschaftler berichten. Stattdessen ist vor allem die Art der konsumierten Fette entscheidend. Ihre Überblicksarbeit zeigt aber auch: Für Menschen mit bestimmten Stoffwechselstörungen könnte tatsächlich eine fettreichere, kohlenhydratärmere Kost empfehlenswert sein.

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Welche Ernährungsweise ist die gesündeste? Während die einen auf No-Fat schwören, setzen die anderen auf Low-Carb, Mittelmeer-Diät oder Steinzeitkost. Einige dieser Philosophien widersprechen sich in ganz grundsätzlichen Annahmen – zum Beispiel in Bezug auf die Frage, ob Fett nun ungesund ist oder fit macht. Das verwirrt viele Menschen, die sich möglichst gesund ernähren möchten.

Dieses Problem haben auch Wissenschaftler um David Ludwig von der Harvard Medical School in Boston erkannt – und nach einer Lösung gesucht. Sie fragten sich: Muss es nicht möglich sein, einen wissenschaftlichen Konsens darüber zu erlangen, wie viel Fett tatsächlich empfehlenswert ist?

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Frankreich untersucht, warum in manchen Regionen ungewöhnlich viele Kinder ohne Arme zur Welt kamen

Eine Hebamme hält ein neugeborenes Kind im Arm (Symbolbild). (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
In drei Regionen Frankreichs sind innert kurzer Zeit auffallend viele Kinder mit Missbildungen an Armen und Händen geboren worden. Die Suche nach den Gründen ist in einem ersten Anlauf erfolglos verlaufen. Auf öffentlichen Druck hin werden die Fälle nun neu untersucht.

Nina Belz | Neue Zürcher Zeitung

Dem acht Jahre alten Sohn von Mélanie und Jonathan Vitry fehlt die rechte Hand. Ryan ist so geboren worden, doch warum, wissen seine Eltern bis heute nicht. Die Ärzte schlossen laut der Mutter genetische Gründe ebenso aus wie den Einfluss von Drogen oder Medikamenten. Mélanie Vitrys Schwangerschaft verlief unkompliziert, die Missbildung wurde erst bei der Geburt entdeckt. In Frankreich werden durchschnittlich 150 Kinder pro Jahr mit derartigen Missbildungen geboren. Doch Ryans Schicksal hat seit ein paar Wochen landesweit Aufmerksamkeit erhalten, weil der Sender France 2 darüber berichtete. Die Journalisten hatten einen Bericht der regionalen Meldestelle für Missbildungen (Remera) ausgewertet, der zwar aus dem Jahr 2014 stammt, aber angeblich lange als vertraulich galt.

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Kaffeegenuss: Auch die Gene mischen mit

Unser Geschmacksempfinden beeinflusst die Vorliebe für Kaffee – aber völlig anders als erwartet. © Shalith/ iStock
Das Bittere macht’s: Ob wir passionierte Kaffeetrinker sind oder nicht, liegt auch in unseren Genen. Denn wie eine Studie enthüllt, beeinflusst eine Genvariante, wie intensiv wir den bitteren Geschmack des Koffeins wahrnehmen. Überraschend jedoch: Gerade diejenigen, die das Koffein als besonders bitter empfinden, trinken tendenziell mehr Kaffee, wie die Forscher berichten. Offenbar haben diese Kaffeetrinker gelernt, dass „bitter“ in diesem Fall etwas Gutes bedeutet – ein Fall von Konditionierung.

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Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit – und entgegen früherer Annahmen sogar gesund. Denn der Wachmacher enthält neben dem anregenden und stresshemmenden Koffein mehrere weitere Pflanzeninhaltsstoffe mit gesundheitsfördernder Wirkung. Dadurch soll Kaffee unter anderem vor Gefäßerkankungen und Diabetes schützen, dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen und sogar unsere DNA vor Schäden bewahren helfen.

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Keine Lösung im Streit um Werbeverbot für Abtreibung in Sicht

Bundeskanzleramt, Bild: BB
Im Streit um das Werbeverbot für Abtreibungen zeichnet sich in der Großen Koalition keine Lösung ab. Die zuständigen Ressorts haben laut Medienberichten noch keine Einigung erreicht. Das Bundesjusizministerium zeigt sich dennoch weiterhin zuversichtlich.

DOMRADIO.DE

Eine Ministeriumssprecherin sagte am Mittwoch in Berlin, die Gespräche liefen konstruktiv und würden zeitnah fortgesetzt. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland hatte zuvor berichtet, die Beteiligten hätten sich in der vergangenen Woche vergeblich getroffen, um eine Lösung in dem Streit zu finden.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) ringt seit mehreren Wochen mit ihren Ressortkollegen Franziska Giffey (SPD, Familie), Jens Spahn (CDU, Gesundheit), Horst Seehofer (CSU, Innen) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) um einen Kompromiss beim Streit um den entsprechenden Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch.

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Sleep Paralysis – A Personal Odyssey into an Apparently Paranormal Experience

Image: Skeptic.com
Skeptics are familiar with different sleep anomalies that help explain the various psychological experiences that people have that are often attributed to supernatural, paranormal, or even extraterrestrial causes.

Byy Heidi Love | Skeptics

Hypnagogic (just after falling asleep) and hypnopompic (just before waking up) hallucinations, for example, occur in the fuzzy borderlands between wakefulness and sleep, when our conscious brain slips into unconsciousness as we fall asleep or transition into wakefulness. Reality and fantasy blur and people report seeing and hearing things that are not actually there, such as speckles, lines, geometric patterns, representational images, and voices and sounds. Lucid dreams are stronger still, and consist of dreams in which the sleeping person is aware that they are asleep and dreaming, but can participate in and alter the dream itself. Sleep paralysis is a type of lucid dream in which the dreamer is generally not aware they are dreaming but rather they perceive themselves to be awake and in their bed. They also feel paralyzed, have difficulty breathing, feel pressure on the chest and often sense the presence of a being in the room with them. Additionally, they sometimes feel themselves floating, flying, falling, or leaving their body, with an emotional component that includes an element of terror, but sometimes also excitement, exhilaration, rapture, or sexual arousal.

I have had many such experiences myself, and now that I am a skeptic I can look back upon them with some reflective hindsight and provide here a first-hand account of what it is like to have a lucid dream under sleep paralysis. First, by way of background, I am a 44-year old white female, a first generation American raised by a working-class single, German immigrant mother. I was raised Mormon, although today I consider myself an open minded, highly inquisitive, skeptical, critically thinking agnostic who is pro-science.

I stopped believing in Mormonism (if I ever really did believe) sometime in my early teens. In my early 20s I got involved in political activism (hardcore lefty), fueled by youthful passion and idealism and intent on changing the world. During that time until my very early 30s I tended to believe in conspiracy theories, pseudoscience and all sorts of woo, including alien abductions. Yet I also had a deep skeptical streak and a fairly well developed inquisitiveness that made me question everything and seek deeper understanding.

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Betroffene kritisiert Missbrauchs-Aufarbeitung in der EKD: „Es geht nicht, nur über Betroffene zu reden“

Bild: WAZ

Die evanglische Kirche steht bei der Missbrauchs-Aufarbeitung noch ganz am Anfang. Das sagt Kerstin Claus, Betroffene sexuellen Missbrauchs durch einen evangelischen Pfarrer, der sogar noch im Amt ist. Sie fordert mehr als Absichtserklärungen.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Sie sind als junges Mädchen über längere Zeit von einem evangelischen Pfarrer missbraucht worden, haben das Jahre später angezeigt und auf Granit gebissen. Der Mann ist noch immer im Amt. Das ist kaum zu glauben, wenn man das so hört?

Kerstin Claus (Missbrauchsopfer und Mitglied im Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs): Ja, das stimmt. Es fällt immer wieder schwer. Ähnlich wie das in Teilen der katholischen Kirche berichtet wurde, habe ich erlebt, wie eine Kirche massiv Täter-schützend vorgeht. Damals hat der Pfarrer seine Tat gestanden, Beweise waren vorhanden und trotzdem waren die Konsequenzen der Kirche für ihn eine Auflage für eine gemeinnützige Spende und eine Entschuldigung bei mir. Für mich schockierend war auch, dass der Pfarrer kurz darauf sogar befördert werden konnte.

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Malaria auf die drastische Art bekämpfen

Verschiedene Arten von Anopheles-Mücken (im Bild A. quadrimaculatus) können Malaria übertragen. (Bild: Keystone / Science Photo Library / Dennis Kunkel Microscopy)
Gene-Drives sind gentechnische Veränderungen, die sich rasend schnell in Populationen ausbreiten und ganze Arten zum Aussterben bringen könnten. Zur Bekämpfung von Krankheiten birgt das grosses Potenzial. Aber man sollte wissen, was man tut.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Sie werden bisweilen als die gefährlichsten Tiere der Welt bezeichnet: Stechmücken. Tatsächlich gibt es nicht viel, was die Mitglieder dieser etwa 4500 Arten umfassenden Insektenfamilie sympathisch macht, und dafür umso mehr, was ein schlechtes Licht auf sie wirft. Zum schwerwiegendsten Problem gehört ihre Rolle in der Übertragung von Krankheiten, insbesondere der Malaria. Allein im Jahr 2016 starben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 445 000 Personen, unter ihnen 285 000 Kinder unter fünf Jahren, an dieser Krankheit; 216 Millionen Personen erkrankten.

Übertragen werden die Malaria-Erreger von einigen Arten der weiblichen Stechmücken der Gattung Anopheles. Diese Mücken zu bekämpfen und sie am Stechen zu hindern, gehört denn auch zu den essenziellen Bestandteilen der Malaria-Bekämpfung.

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Pestizid-Cocktail in Europas Böden

Das Spritzen von Pestiziden gehört in der konventionellen Landwirtschaft zum Alltag. © Oticki/ thinkstock
Stark belastet: Ackerboden in Europa ist häufig mit Pestiziden kontaminiert. Wie eine Analyse aus mehreren EU-Ländern offenbart, finden sich inzwischen in 80 Prozent der Bodenproben Rückstände dieser potenziell giftigen Mittel. Dabei lässt sich oftmals gleich ein ganzer Pestizid-Cocktail im Erdreich nachweisen. Wie sich diese Belastung auf das Ökosystem Boden und die darauf wachsenden Nahrungspflanzen auswirkt, ist den Forschern zufolge noch weitestgehend unklar.

scinexx

Der intensive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft hat einen hohen Preis: Die für Mensch und Tier teils giftigen Rückstände dieser Mittel finden sich in vielen Gewässern, im Grundwasser und sogar im Hochgebirge. Auch unsere Böden sind zunehmend mit Pestiziden kontaminiert.

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Pregnancy Changes Perception of Odors and Tastes

Image: Credit: © MPI of Neurobiology/ Friedrich/NAUTILUS
The perception and reactions to odors and tastes can change in pregnancy, sometimes dramatically. This is also true for flies. The mechanisms, however, that trigger these changes are not understood in either mammals or insects.

By Max Planck Institute of Neurobiology | NAUTILUS

Scientists from the Max Planck Institute of Neurobiology in Martinsried now succeeded in demonstrating that the concentration of a certain receptor increases in the sensory organs of gravid fruit fly females. As a result, the taste and odor of important nutrients, called polyamines, are processed differently in the brain: Pregnant flies favor nutrition that is rich in polyamines and increase their reproductive success in this way.

A pregnancy represents a huge challenge for the mother’s body. To provide optimal nutrition for the developing offspring, her nutrition must be adapted to the altered requirements. “We wanted to find out whether and how expectant mothers can sense the nutrients they need,” explains Ilona Grunwald Kadow, Research Group Leader at the Max Planck Institute of Neurobiology.

Polyamines are nutrients that can be produced by both the body itself and by intestinal bacteria. However, some of the polyamines needed must be obtained from food. With advancing age, the consumption of polyamines through food increases in importance, as the body’s own production declines. Polyamines play a role in numerous cell processes and a polyamine deficiency can have a negative impact on health, cognition, reproduction, and life expectancy.

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Bundesregierung: Kinder im Netz besser schützen

Bild: tagesschau.de
Beim Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern im Netz soll das Recht verschärft werden. Das kündigten die Ministerinnen Barley und Giffey an. Betroffen sei unter anderem das Jugendmedienschutzgesetz.

tagesschau.de

Bundesjustizministerin Katarina Barley will den Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet intensivieren. Künftig soll sich jeder Täter strafbar machen, der Kontakte mit dem Ziel anbahnt, ein Kind zu missbrauchen, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bislang gilt: Wenn ein Täter glaubt, mit einem Kind zu kommunizieren, tatsächlich aber mit verdeckten Ermittlern oder Eltern Kontakt hat, macht er sich nicht strafbar. Das werde man ändern und diese Fälle künftig auch erfassen, sagte Barley. „Wir schützen Kinder in der digitalen Lebenswelt. Die Strafverfolgung machen wir effektiv“, sagte die SPD-Politikerin. Das sogenannte Cybergrooming kann mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden.

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Trolle schüren Impfskepsis

Obwohl längst als Fake-News entlarvt, zirkulieren gewisse Aussagen zu schweren Impfschäden weiterhin durchs digitale Netz. Dafür sorgen auch Provokateure, die mit emotionalen Inhalten gezielt Stimmung machen.

Nicola von Lutterotti | Neue Zürcher Zeitung

In den Industrienationen nimmt die Impfskepsis zu, und das nicht etwa in den unterprivilegierten Schichten. Vor allem in den gebildeten Kreisen zögern viele Eltern, ihre Kinder selbst gegen potenziell gefährliche Infektionskrankheiten immunisieren zu lassen. In der Schweiz ist diese Haltung zwar weniger weit verbreitet als in anderen Ländern Europas. Auch hier ist die Impfquote aber mancherorts nicht hoch genug, um besonders vulnerable Gruppen – etwa Personen, die aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht geimpft werden können – zuverlässig vor einer Ansteckung zu bewahren. Wie aber kommt es, dass in den wohlhabenden Ländern eine wachsende Zahl von Personen Impfungen mit Argwohn betrachtet oder für unnötig hält?

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Trump befreit Arbeitgeber von Versicherungspflicht für Pille

Picture: Tiffany Trump/Facebook
Mit einer neuen Regelung will US-Präsident Donald Trump Arbeitgebern ermöglichen, ihren weiblichen Angestellten den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln im Rahmen ihrer Krankenversicherung zu verweigern.

DOMRADIO.DE

Laut Medienberichten (Freitag) soll der Versicherungsschutz für Verhütungsmittel Ausnahmen aus religiösen und moralischen Gründen erlauben. Bislang sind die meisten Unternehmen verpflichtet, kostenlose Empfängnisverhütung mitzuversichern.

Regelung soll in zwei Monaten in Kraft treten

Die katholische Kirche, Evangelikale und konservative Gruppen fordern seit langem, die bisherige Praxis zu ändern. Die Ankündigung löste dagegen heftige Proteste von Frauen- und Bürgerrechtlern aus. In Kalifornien und Pennsylvania gibt es Klagen gegen das Vorhaben.

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Auf neue Super-Antibiotika zu warten, ist tödlicher Leichtsinn

Gegen Bakterien wie das Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) wirken die meisten Antibiotika nicht mehr. (Bild: Kari Lounatmaa / Keystone)
Weniger Antibiotika in der Tierhaltung, gnadenlose Hygiene in Spitälern: Ja, es ist immer dieselbe Leier, was im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen zu tun ist. Aber alles andere hilft nichts, und die Lage ist ernst.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Alle Jahre, ja eigentlich alle Monate wieder hören und lesen wir es: Resistenzen gegen Antibiotika sind auf dem Vormarsch. Unwillkürlich fürchtet man, bei der nächsten bakteriellen Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion nicht mehr mit wirksamen Gegenmitteln behandelt werden zu können. Aber ehrlich gesagt tritt auch ein Gewöhnungseffekt ein. Ah ja, Tausende von Infektionen und Toten in Europa wegen antibiotikaresistenter Keime. Weiss man doch! Doch es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Zahlen zu werfen, die diese Woche für die Schweiz sowie für Europa veröffentlicht worden sind.

Erstmals wurden für die Schweiz belastbare Zahlen und nicht nur Schätzungen präsentiert. Laut dem Schweizerischen Zentrum für Antibiotikaresistenzen starben 2015 an Infektionen durch antibiotikaresistente Bakterien 276 Menschen.

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Für die Lebenserwartung sollen genetische Faktoren kaum eine Rolle spielen

Der Jungbrunnen von Lucas Cranach dem Älteren. Bild: gemeinfrei
Nach einer Untersuchung von Stammbäumen könnten ähnliche Lebensspannen in Familien eher durch soziokulturelle Faktoren und eine assortative Partnerwahl geprägt werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Normalerweise geht man davon aus, dass die Länge der Lebensspanne eines Menschen von der Geburt bis zum Tod vor allem genetisch bedingt ist, wobei allerdings viele Faktoren wie Erkrankungen, Unfälle, Konflikte, Umweltbelastungen, Naturkatastrophen, das eigene Verhalten und vieles mehr hereinspielt. Für das Altern selbst und für viele Erkrankungen geht man jedoch von starken genetischen Einflüssen aus, auch wenn im gegenwärtigen Gesundheits-Optimierungskult dem Glauben gefolgt wird, dass sich die Lebenserwartung durch eine entsprechend „gesunde“ Lebensführung verlängern ließe.

Auch wenn vielfach noch davon ausgegangen wird, dass Langlebigkeit in Familien genetisch bedingt ist, gehen Schätzungen über den genetischen Einfluss jedoch oft nur von einem Anteil von 15-30 Prozent aus. Wissenschaftler der Firmen Calico Life Sciences, die mit Google zusammenhängt und Altersforschung betreibt, und Ancestry, eine Online-Plattform für die Ahnenforschung, haben nun aus den Daten von Hunderten von Millionen historischen Menschen in den öffentlichen Stammbäumen von Ancestry versucht, die Vererbbarkeit von Langlebigkeit abzuschätzen. Es liegen Daten von 54 Millionen Stammbäumen über 6 Milliarden Verwandte und Ahnen vor. Die Studie wurde in der Zeitschrift Genetics veröffentlicht.

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Ein Dreijähriger soll hören – mit einem Hirnstammimplantat

Der Bub war ohne Hörnerven geboren worden. Das Implantat war darum seine einzige Möglichkeit, überhaupt hören zu können, schreibt das Unispital Zürich.

Neue Zürcher Zeitung

Zum ersten Mal in der Schweiz haben Ärzte am Universitätsspital Zürich einem Kleinkind ein Hirnstammimplantat zum Hören eingesetzt. Für den dreijährigen Jungen sei die Operation die einzige Möglichkeit gewesen, doch noch zu hören.

Dies schreibt das Universitätsspital Zürich (USZ) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Hirnstammimplantate seien eine besondere Form von Hörimplantaten. Sie werden in der Regel bei Erwachsenen eingesetzt, wenn Hörnerven nicht mehr funktionieren.

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30 Prozent aller Nonnen werden missbraucht

Heute findet Doris Wagner Rom schön. Vor zehn Jahren wurde die Stadt für sie zur Hölle. Bild: filmcoopi
Die 34-jährige Philosophin und Theologin spricht mit uns über ihr tragisches Leben hinter Klostermauern. Und darüber, wieso sie jetzt im Schweizer Dokfilm «#Female Pleasure» mitmacht.

Simone Meier | watson.ch

Wenn ich mir Männer und Frauen in der Bibel anschaue, läuft es immer auf diese ganz einfache Ordnung hinaus: Der Mann kann herrschen, aber er kann sich nicht beherrschen. Jedenfalls nicht, wenn er sich einer Frau gegenübersieht. Die ist automatisch eine Versuchung.

In der Bibel, auch der christlichen Tradition, ist so viel drin, was auch toll ist. So viele Sachen, die wertvoll sind, die schön sind, die mich durchs Leben tragen, die Freude machen. Das Problem ist, dass das immer alte Männer waren, die bestimmten, wie diese Texte gelesen werden sollen und wie das rezipiert werden muss. Die Bibel selbst ist gar nicht so schrecklich und es gibt viele befreiende Geschichten.

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Vertuschung auch in evangelischer Kirche

Bild: tagesschau.de
Kurz vor der EKD-Synode prangert eine unabhängige Kommission jahrelanges Vertuschen und Verschweigen bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an. Die evangelische Kirche müsse Verantwortung übernehmen.

tagesschau.de

Täter wurden offenbar geschützt, Verantwortliche schwiegen und vertuschten: Eine unabhängige Komission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mahnt mehrere Vergehen an. Die Fälle von Missbrauch in einzelnen Institutionen und durch ihre Amtsträger ließen auf „strukturelle Ursachen in der Kirche schließen“, erklärte die Kommisionsvorsitzende Sabine Andresen im Vorfeld der bevorstehenden zwölften EKD-Synode.

Die evangelische Kirche sollte „Verantwortung für eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in ihren Einrichtungen übernehmen“.

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EKD: „Wir haben Schuld auf uns geladen“

Beim Thema sexueller Kindesmissbrauch richteten sich die Augen bislang vor allem auf die katholische Kirche. Auch die evangelische Kirche müsse sich aber noch intensiver mit dem Thema befassen, sagt die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs. „Wir haben Schuld auf uns geladen“, betont die Theologin.

Corinna Buschow, Bettina Markmeyer | evangelisch.de

Bischöfin Fehrs, Ende September hat die katholische Deutsche Bischofskonferenz die von ihr in Auftrag gegebene Studie zu sexuellem Missbrauch durch Geistliche veröffentlicht. Wann legt die evangelische Kirche nach?

Kirsten Fehrs: Die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch hat mehrere Aspekte. Es ist zu unterscheiden zwischen institutioneller und individueller Aufarbeitung. In dem von der katholischen Kirche beauftragten Bericht ging es um eine institutionelle Aufarbeitung. Im Blick auf die dezentrale Struktur der Landeskirchen finden solche Aufarbeitungsprozesse in der evangelischen Kirche regional statt. Zumeist, wie etwa in der Nordkirche, durch externe Teams, zusammengestellt aus Juristen, Soziologen und Traumatherapeuten. Darüber hinaus gibt es für die individuelle Aufarbeitung in zehn Landeskirchen unabhängige Kommissionen. Dort, und das finde ich wichtig, wird durch das Gespräch mit Betroffenen deutlich, welch furchtbare Verletzungen Missbrauch verursacht hat und wo die evangelische Kirche versagt hat, Schutz zu gewähren. Das ist eine institutionelle Verantwortung, die wir als evangelische Kirche tragen und der wir uns stellen.

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Diesel: Kein Vorteil fürs Klima

Europa erlebte von 1995 bis 2015 einen Diesel-Boom – dank staatlicher Förderung der vermeintlich klimaschonenderen Antriebe. Doch was hat es gebracht? © alexandragl/ thinkstock
Von wegen klimafreundlicher: Dieselautos sorgen nicht nur wegen ihres zu hohen Stickoxid-Ausstoßes für Ärger – auch beim Kohlendioxid halten die Diesel nicht, was sie versprechen. Denn wie eine Studie jetzt enthüllt, ist der CO2-Ausstoß neuer Dieselautos schon seit 2001 nicht mehr niedriger als bei Benzinern. Insgesamt hat der europäische Diesel-Boom für das Klima kaum etwas gebracht, wie die Forscher berichten. Umweltpolitisch gebe es daher keinen Grund, den Diesel weiterhin steuer- und abgabenrechtlich zu bevorteilen.

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In Zeiten des Diesel-Skandals ist es kaum mehr vorstellbar, aber Dieselfahrzeuge galten eigentlich mal als die sauberere und klimafreundlichere Alternative zum Benziner. Weil die Dieselmotoren weniger CO2 produzierten, wurden Selbstzünder als unverzichtbare Technik zum CO2-Sparen beworben und gefördert. Bis heute ist Dieselkraftstoff mit einer niedrigeren Steuer belegt. Auch wegen dieses Kostenvorteils ist etwa ab 1995 die Zahl der neuzugelassenen Dieselautos in der EU stark angestiegen – ihr Anteil stieg von nur rund elf Prozent bis auf mehr als 40 Prozent.

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Kommission: Evangelische Kirche muss Missbrauch aufarbeiten

Die evangelische Kirche wird bei ihrer Tagung in Würzburg beraten, was sie zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in ihren Einrichtungen unternehmen will. Die Aufarbeitungskommission in Berlin dringt auf konkrete Schritte.

evangelisch.de

Die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat von der evangelischen Kirche eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen gefordert. Fälle von Missbrauch in einzelnen Institutionen in ihrer Trägerschaft und durch ihre Amtsträger ließen auf strukturelle Ursachen in der Kirche schließen, sagte die Kommissionsvorsitzende Sabine Andresen am Mittwoch in Berlin. Kurz vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlichte die Kommission eine Stellungnahme mit konkreten Empfehlungen an die evangelische Kirche.

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