Archiv der Kategorie: Gesundheit

Homöopathie: Schluss mit dem Hokuspokus

Ab Donnerstag treffen sich in Bremen über 500 Ärzte zum 165. Homöopathie-Kongress. Dass Mediziner im 21. Jahrhundert noch immer solchen Aberglauben pflegen ist ein Skandal, meint Fabian Schmidt in seinem Kommentar.
 

Von Fabian Schmidt | Deutsche Welle

Die Homöopathie ist eine obskure Irrlehre. Vermeintliche Heilungserfolge erklärt sie mit einem mystisch-magischen „Gedächtnis des Wassers“, mit „Energie“ und „Schwingungen.“ Dieser Hokuspokus ist um nichts wissenschaftlicher als die Geisterbeschwörungen der Santeria-Vodoo-Priester in Haiti.

Homöopathie ist durch die moderne Medizin eindeutig widerlegt. Damit gehört diese Ideologie allerhöchstens noch ins Gruselkabinett medizinhistorischer Forschung. Am besten legt man sie ganz hinten im letzten Regal ab – weit versteckt hinter den verstaubten, in Alkohol eingelegten Exponaten aus der pathologischen Sammlung von Rudolf Virchow. Denn dessen Grusel-Fundstücke sind immerhin noch ein Teil echter wissenschaftlicher Forschung gewesen und haben vor über einem Jahrhundert den Grundstein gelegt für die heutige moderne Medizin.

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Shark-Spotting Drones Could Protect Both Swimmers and Sharks

While the nightmarish scenarios from Steven Spielberg’s hit movie Jaws might be a bit over the top, beachgoers around the world still face the risk of an occasional shark attack. Meanwhile, sharks face their own, larger threats.

By Emiko Jozuka | MOTHERBOARD

Researchers from Duke University and UNC-Chapel Hill want to make coastlines safer and more eco-friendly: For the past year, they’ve been testing shark-spotting drones with the aim of protecting swimmers and to conserving the species.

“We’re interested in trying to understand the role that these kind of predators take on in coastal systems. We want to study their habitats and the relations that they have with their ecosystems,” Dave Johnston, director of the Unoccupied Systems Facility at Duke’s Marine Lab in Beaufort, North Carolina, told me over the phone.

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Bayerns unglücklichster König

König Otto I. von Bayern war der jüngere Bruder Ludwigs II. Regiert hat er nie, er war zu krank. Nun ist ihm erstmals eine Ausstellung gewidmet. (Foto: Harry Wolfsbauer)
Otto I. saß 30 Jahre auf dem Thron. Doch er war so krank, dass er nicht einen einzigen Tag regierte. Erstmals widmet sich eine Ausstellung seinem Leben und Leiden – und den brutalen Methoden der Psychiatrie.

Von Ingrid Hügenell | Süddeutsche.de

Es war ein regelrechter Eklat: Am Fronleichnamstag des Jahres 1875 stürmte der Wittelsbacher-Prinz Otto während des Hochamts in die Münchner Frauenkirche. Der jüngerer Bruder des Königs Ludwig II. trug Jagdkleidung. Er warf sich dem zelebrierenden Erzbischof Gregor von Scherr zu Füßen und bekannte auf Knien öffentlich seine Sünden.

Der 27-Jährige war schwer psychisch erkrankt und litt zudem unter religiösen Wahnvorstellungen. Er ließ sich von zwei Kirchendienern widerstandslos wegbringen. Im Schloss Schleißheim wurde er unter strenge Überwachung gestellt. Noch einmal folgte ein öffentlicher, störungsfreier Auftritt Ottos: Im August des selben Jahres nahm er an der Königsparade auf dem Münchner Marsfeld teil. Danach wurde der Prinz in verschiedenen Schlössern weggesperrt. Er verschwand aus der Öffentlichkeit und nach und nach auch aus dem Gedächtnis der Menschen.

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Religion: Gesünder dank Glaube?

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Der Glaube an höhere Mächte kann Seelenfrieden stiften. Schützt Spiritualität auch vor Krankheiten? Studien legen das nahe. Über die Gründe streiten Forscher

Von Christian Andrae | Apotheken Umschau

Glauben Sie an einen Gott? Oder an höhere Mächte? Dann leben Sie wahrscheinlich länger und gesünder als ungläubige Zeitge­­nos­sen. Zumindest behauptet das Professor Harold G. Koenig. Der Psychiater leitet an der renommierten Duke-Universität in Durham (USA) das „Center for Spirituality, Theology and Health“.

Seit 2004 sammelt das Team um Koenig dort Studien über den Zusammenhang von Religion, Spiritualität und Gesundheit und wertet sie aus. Aktuell haben die Forscher insgesamt mehr als 3300 wissenschaftliche Arbeiten durchleuchtet: Ob Wohlbefinden, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Ausdauer, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen – wer gläubig ist, lebt gesünder, wird seltener krank und hat vor allem eine ausgeglichenere Psyche. Stimmt das, dann müssten gläubige Menschen doch auch länger leben. Mönche und Nonnen zum Beispiel.

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Ex-Rockerbräute und japanische «Meister»: Das übersinnliche Geschwurbel im Basler Psi-Verein

Brigitte Balzarini und Steve Lee am Zürcher Filmfestival 2009. Bild: KEYSTONE
Sie haben eine esoterische Metamorphose vollzogen und angeblich übersinnliche Kräfte: «Spirituelle Meister» wie Brigitte Balzarini, Partnerin des Gotthard-Sängers Steve Lee, oder Michael J. Tamura. Sie alle treffen sich im Basler Psi-Verein.

Von Hugo Stamm | watson.ch

Basel ist die Hauptstadt der Esoterik. Dieses unrühmliche Prädikat beanspruchen die Bebbi seit Jahrzehnten. Genau: seit 1967. Also eine halbe Ewigkeit. Und nichts deutet darauf hin, dass Basel die Spitzenposition abgeben wird.

Fahnenträger ist der Psi-Verein, ein Basler Urgestein. Früher gehörte Basel sogar zur europäischen Spitze. Denn jahrelang organisierten die spirituellen Überflieger die Basler Psi-Tage, die wohl grösste europäische Messe für übersinnliche Wunder und spirituellen Plunder.

Volles Wochenprogramm beim Psi-Verein

Die Psi-Tage gibt es nicht mehr, das wöchentliche Programm ist aber weiterhin voll befrachtet. Ein Blick ins aktuelle Geschehen zeigt die Stossrichtung der Veranstaltungen.

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Pfizer untersagt Nutzung seiner Substanzen für Hinrichtungen

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  • Pfizer verspricht, die Nutzung von sieben seiner Produkte bei Hinrichtungen in den USA zu verhindern.
  • Damit folgt der US-Konzern 24 anderen Herstellern.
  • Wegen des Boykotts sind US-Gefängnisse von der Versorgung mit zugelassenen Substanzen für den „Giftspritzen-Cocktail“ abgeschnitten.
  • Bundesstaaten wie Texas haben bereits dubiose Alternativen entwickelt.

Von Johannes Kuhn | Süddeutsche.de

Langsam, sehr langsam stirbt die Todesstrafe in den USA – und jetzt leistet auch Pfizer Beihilfe. Der Pharmakonzern hat angekündigt, künftig dafür zu sorgen, dass keines seiner Produkte mehr für die staatliche Tötung durch Injektionen verwendet wird.

Laut der Anti-Hinrichtungs-Organisation Reprieve blockieren damit alle 25 Pharmafirmen, deren Substanzen in den USA zur staatlichen Tötung verwendet werden, den Verkauf zu diesem Zweck. Damit ist kein von der US-Gesundheitsbehörde Federal Drug Administration (FDA) zugelassenes Mittel mehr auf dem Markt erhältlich, um Hinrichtungen durchzuführen. Vor Pfizer hatten bereits zahlreiche andere Pharmakonzerne Verkaufsstopps verkündet, die EU verhängte 2011 ein Exportverbot.

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Sterbehilfe-Weltkonferenz Das schwere Ringen um den sanften Tod

Ist die Entscheidung zu Sterbehilfe ein Selbstbestimmungsrecht des Menschen? © Oliver Berg/DPA
Für einige ist Sterbehilfe eine Schreckensvision – für andere das freie Recht des Menschen über seinen Körper bestimmen zu können. Auf einer Konferenz in Amsterdam zeigt sich: Das Thema sorgt weltweit für Zündstoff.

stern.de

Sue Carter will sterben. Die Kanadierin leidet an der Muskelkrankheit ALS. Immer mehr Körperfunktionen fallen aus, Sue leidet. Ihr Arzt darf ihr Leben aber nicht beenden, in Kanada ist Sterbehilfe verboten. 1992 zieht Sue vor Gericht und verliert. Zwei Jahre später stirbt sie – mit der Hilfe eines anonymen Arztes.

Das Schicksal von Sue Carter setzte in Kanada eine Debatte in Gang, die nicht mehr zu stoppen war, berichtete Julie Besner vom kanadischen Justizministerium bei der Weltkonferenz zur Sterbehilfe „Euthanasia“, die an diesem Samstag in Amsterdam zu Ende geht. Jetzt, fast ein Vierteljahrhundert nach dem Prozess, legte die Regierung einen Gesetzentwurf zur ärztlichen Sterbehilfe vor. „Es war ein langer Weg“, sagte die Juristin.

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Erwartungen beeinflussen Schmerzempfinden

Wie sehr schmerzt es? Je nach Erwartung bewerten Männer Schmerzen anders © thinkstock/ DAJ
Schmerzlindernde Wirkung: Werden Männer mit der Information versorgt, dass sie Schmerzen besser ertragen können als Frauen, wirkt sich das prompt aus – sie bewerten Hitzereize dann als weniger unangenehm. Umgekehrt funktioniert der Effekt aber auch, wie ein Experiment zeigt: Wer denkt, Frauen hätten eine höhere Schmerztoleranz, kann Schmerzen weniger gut aushalten als ohne diese Erwartung.

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Unsere eigenen Erwartungen sind machtvolle Manipulateure: Sie beeinflussen, wie wir andere Menschen wahrnehmen, wirken sich auf unsere Leistungen aus – und sind der Grund dafür, dass es den Placebo-Effekt gibt. „Der Placebo-Effekt funktioniert gerade bei der Behandlung von Schmerzen oft sehr gut“, sagen Wissenschaftler um Katharina Schwarz von der Universität Würzburg.

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Tiny Ingestible Origami Robots: Coming Soon to a Microsurgery Near You

A busy surgeon’s second in command might soon be a tiny ingestible origami robot.
 

By Emiko Jozuka | MOTHERBOARD

Researchers from MIT, the University of Sheffield, and the Tokyo Institute of Technology have teamed up to create a micro origami bot that once swallowed, can unfold itself from a capsule. Steered by external magnetic fields, it can crawl across a pig’s stomach wall, patching wounds or removing swallowed button batteries as it goes.

The findings were published this week at the International Conference on Robotics and Automation, and builds on the team’s previous research: a teeny origami terrestrial bot that unfolded itself, carried goods, and swum before self-destructing.

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Gen-Keime gegen Killer-Keime

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Fluoreszenz-mikroskopische Aufnahme eines Multi-Spezies-Biofilms auf rostfreiem Stahl (Public domain)
Forscher statten Mikroben mit neuen genetischen Schaltkreisen aus, damit sie im menschlichen Körper krank machende Keime erkennen und abtöten.

Von Ed Yong | Technology Review

Matthew Wook Chang hat eine Akademie für Killer ins Leben gerufen. Einer von ihnen ist das verbreitete Darmbakterium Escherichia coli (kurz E.coli). Dessen Gene hat Chang so umprogrammiert, dass es zum Killer wird: Es kann krank machende Bakterien aufspüren und zerstören. Sein Hauptziel ist der schädliche Keim Pseudomonas aeruginosa, der Menschen mit schwachem Immunsystem befällt: Besonders in Krankenhäusern richtet er oft in den Lungen von Patienten mit der Erbkrankheit Mukoviszidose und im Darm frühgeborener Babys schwere Schäden an. Changs Killer leben vorerst nur im Darm von Versuchsmäusen. „Die Überlebensrate der Tiere hat sich signifikant erhöht“, sagt Chang.

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Kein Aufenthaltsstatus: Tausende Kinder ohne medizinische Versorgung

Baby mit Opa © conorwithonen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Aufgrund aufenthaltsrechtlicher Bestimmungen erhalten mehrere Tausend Kinder in Deutschalnd – darunter auch Babys – keine medizinische Versorgung. Die Ärzteorganisation IPPNW fordert anonyme Krankenscheine.

MiGAZIN

Mehrere Tausend Kinder ohne Aufenthaltsstatus erhalten nach Angaben der Ärzteorganisation IPPNW in Deutschland offiziell keine medizinische Versorgung. Selbst im akuten Krankheitsfall sei eine Behandlung nicht gesichert, kritisierten Vertreter der Organisation Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) am Donnerstag in Berlin. Schätzungen zufolge gibt es bundesweit einige Tausend bis einige Zehntausend Kinder und Jugendliche ohne Papiere. Insgesamt könnten in Deutschland bis zu 600.000 Menschen in der Illegalität leben, hieß es.

Betroffen von fehlender adäquater medizinischer Versorgung seien auch Babys, für die wegen des ungeregelten Aufenthalts ihrer Eltern auch keine gültige Geburtsurkunde existiere. Diese Kinder seien „in besonderer Weise rechtlich ungeschützt“, erklärte IPPNW. Ihre Eltern würden für die Kinder nur im äußersten Notfall medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, was dramatische Folgen haben könne.

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Bei der Darmflora mischen auch die Gene mit

Welche Bakterien sich in unserem Darm besonders wohlfühlen, das entscheiden auch die Gene mit. © thinkstock
Vererbte Bakteriengesellschaft: Nicht nur die Ernährung und andere Umweltfaktoren bestimmen, welche Mikroben sich in unserem Darm besonders wohlfühlen. Auch die Gene spielen eine Rolle dabei, wie Forscher berichten. Sie konnten zeigen: Bestimmte genetische Unterschiede zwischen zweieiigen Zwillingen spiegeln sich in der Darmflora der Geschwister wider.

scinexx

Die Bakterienlandschaft im Darm ist bei jedem Menschen verschieden. Im Laufe unseres Lebens bestimmen unter anderem unsere Ernährung und unsere Umwelt, welche Mikroben sich im Darm ansiedeln. Der Grundstein für die Darmflora wird jedoch bereits bei der Geburt gelegt: Die ersten Bakterienspezies, die den Darm eines Neugeborenen besiedeln, stammen aus dem Geburtskanal der Mutter – sie vererbt damit einen Teil ihres Mikrobioms an das Kind.

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Austria: Grüne fordern Verbot von Lebensschutz-Vorträgen an Schulen

Wien: Nationalratsabbeordnete der Grünen stellten parlamentarische Anfrage: „Welche Maßnahmen werden angedacht, um das Abhalten von ‚Lebensschutz‘- Workshops im Rahmen des Religionsunterrichts zu unterbinden?“

Von Jutta Graf | kath.net

Parlamentarier Walser und Co sind verärgert. Ein Redeverbot an Schulen für den Verein „Jugend für das Leben“ ist immer noch nicht in Sicht. Die „gefährlichen“ Vorträge der Altersgenossen sind ansprechend und anschaulich. Eine Ablehnung der Abtreibung könnte die Folge sein.

Im April hat der grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser gemeinsam mit seiner Kollegin Berivan Aslan sowie „Freundinnen und Freunden“ eine parlamentarische Anfrage an Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestellt: „Welche Maßnahmen werden angedacht, um das Abhalten von ‚Lebensschutz‘- Workshops im Rahmen des Religionsunterrichts zu unterbinden?“ Diese und ähnliche Fragen soll die Ministerin bis 13. Juni beantwortet haben.

Seit 20 Jahren halten die Jugendlichen des Vereins mit Erfolg Vorträge in Schulklassen. Sie zeigen auf, dass es sich beim ungeborenen Kind um einen Menschen handelt, der es verdient, mit Liebe und Würde behandelt zu werden. Sie sprechen über die gängige Praxis der Abtreibung, über die Abtreibungsfolgen und erarbeiten mit den Schülern mögliche Alternativen. Die Schüler-Rückmeldungen sind durchwegs positiv.

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Hepatitis E durch Schweinefleisch – wie groß ist die Gefahr?

Gefahr im Essen: Rohes Schweinefleisch und Mettwurst können Hepatitis E-Viren enthalten © Uwe Meyer/iStockphoto
Die Verbraucherschützer von Foodwatch warnen: Durch rohes Schweinefleisch würde es in Deutschland immer häufiger zu Infektionen mit Hepatitis E-Viren kommen. Die Zahlen seien „alarmierend“. Welche Produkte sind betroffen? Und wie äußert sich eine Infektion?

Von Ilona Kriesl | stern.de

Die  Verbraucherschutzorganisation Foodwatch schlägt Alarm: In Deutschland melden Ärzte immer mehr Fälle der Leberentzündung Hepatitis E  – hervorgerufen durch rohes Schweinefleisch. Jährlich würden rund 1,8 Millionen Schweine mit infektiösen Hepatitis-Viren geschlachtet und vermarktet, so Foodwatch. Dies sei ein „ernstes Infektionsrisiko“, das „flächendeckend“ bekämpft werden müsse. Insbesondere Schwangere seien gefährdet, an einer akuten und zum Teil tödlichen Leberentzündung zu erkranken.

So neu das Thema auf den ersten Blick erscheinen mag – es ist es nicht. Die gesundheitlichen Gefahren, die durch rohes Mett und Schweinefleisch ausgehen, sind bereits seit Längerem bekannt. So warnte das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits im Jahr 2009 vor Hepatitis E-Infektionen, die durch ungekochte Fleischprodukte ausgelöst werden. Und die Empfehlung, dass Schwangere auf rohes Fleisch und Rohwürste verzichten sollten, ist auch nicht gerade neu.

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Virtuelle Herzen prognostizieren Arrhythmie-Risiko

Normalerweise sorgen spezielle Taktgeberzellen für den gleichmäßigen Herzschlag © Herzmodell: BruceBlaus / CC-by-sa 3.0
Genaue Prognose: Ob Patienten mit Herzschädigungen in Zukunft wahrscheinlich eine gefährliche Arrhythmie entwickeln, könnte künftig eine besondere Simulation verraten. Forscher haben Kopien von Herzen am Computer erstellt und damit die Funktion der Pumporgane simuliert. Die Modelle können das Risiko für jeden Patienten individuell berechnen – und sind dabei genauer als herkömmliche Methoden, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Normalerweise dient ein kleiner Zellknoten im rechten Vorhof, der Sinusknoten, als Taktgeber für unseren Herzschlag. Er besteht aus spezialisierten Zellen, die in regelmäßigen Abständen elektrische Impulse erzeugen. Ist dieser Taktgeber gestört, sprechen Mediziner von einer Arrhythmie: Das Herz schlägt dann zu langsam oder unregelmäßig.

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Wie wir uns an negative Erlebnisse erinnern

Wut im Bauch beeinflusst unsere Erinnerung – genauso wie Schmerz, Angst, Trauer und andere negative Emotionen © thinkstock/ Marjan Apostolovic
Aus dem Zusammenhang gerissen: Negative Situationen brennen sich oft tief in unser Gedächtnis ein – doch der Kontext, indem sie stattgefunden haben, verblasst. Warum das so ist, haben Forscher nun mithilfe von Hirnscans entschlüsselt. Schuld daran ist demnach eine erhöhte Aktivität in der für Emotionen zuständigen Amygdala sowie eine verminderte im Hippocampus, dem Kontextbeauftragten des Gehirns. Diese Mechanismen könnten den Wissenschaftlern zufolge unter anderem die Entstehung Posttraumatischer Belastungsstörungen erklären.

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Emotionen können unsere Erinnerungen stark beeinflussen. Studien belegen: Je emotionaler wir eine Situation wahrnehmen, desto eher werden wir uns später daran erinnern. „Gerade an emotional aufgeladene negative Erlebnisse erinnern sich Menschen gut“, sagen Forscher um James Bisby vom University College London. „In welchem Kontext dieses Erlebnis stattgefunden hat, das wiederum können sie sich oft weniger gut ins Gedächtnis zurückrufen.“

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Americans are delusional, prudish religious nuts–especially when compared to the rest of world: study

Hands covering chest superimposed on American flag (Shutterstock)
Cultural differences exist across borders, and because monoliths are mostly fantasies, often within them, too. That said, America, in particular, is culturally perplexing, and even confounding, to a lot of the rest of the world. I am not, as Americans are wont to do, laboring under the delusion that people in other places spend all that much time thinking about us.

By Kali Holloway | RawStory/Alternet

We are all, as a species, just trying to get through this thing called life. The conservative American notion that people with far better healthcare, civil rights laws and gun control “hate our freedom” is a wishful imperialist delusion. Worse, it’s not fooling anybody at this point.

That said, if all the world’s a stage, America is a prime player: a rich, loud, attention-seeking celebrity not fully deserving of its starring role, often putting in a critically reviled performance and tending toward histrionics that threaten to ruin the show for everybody else. (Also, embarrassingly, possibly the last to know that its career as top biller is in rapid decline.) To the outside onlooker, American culture—I’m consolidating an infinitely layered thing to save time and space—is contradictory and bizarre, hypocritical and self-congratulatory. Its national character is a textbook study in narcissistic tendencies coupled with crushing insecurity issues.

How to reconcile a country that fetishizes violence and is squeamish about sex; conflates Christianity and consumerism; says it loves liberty yet made human rights violations a founding principle? In conversations with non-Americans, should the topic of the U.S. come up, there are often expressions of incredulity and bewilderment about things that seem weird when you aren’t from here. Talk and think about those things enough, and they also start to seem objectively weird if you are from here, too.

That perception is held even by countries that share similarities with America. The Pew Research Center rounded up surveys from recent years that point out some of the ways American and European attitudes diverge, not infrequently widely. Obviously, there’s plenty of cultural difference among European countries, and surveys aren’t necessarily nuanced in describing how the citizens of entire countries see the world. But these polls do tell us something about the things large swaths of those countries agree on, as well as how those popular ideas tend to differ from pervasive notions and sensibilities within America.

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Forscher entwickeln künstliche „zweite Haut“

Eine durchsichtige „zweite Haut“ könnte künftig die Folgen von Hautalterung mildern © Melanie Gonick/ MIT
Eine Schicht Jugend: Forscher haben ein Material entwickelt, das vorübergehend eine zweite Haut bildet. Das durchsichtige Polymer verhält sich ähnlich wie natürliche junge Haut und könnte künftig die Folgen von Hautalterung mildern. Die künstliche Schicht glättet unter anderem Falten und schützt die Haut – sie könnte womöglich aber auch medizinische Funktionen übernehmen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Materials“.

scinexx

Tiefe Falten und schlaffes Gewebe: Wenn Haut altert, wird sie weicher und weniger elastisch. Neben den ästhetischen Aspekten, beeinträchtigen die Folgen der Alterung oder von Schäden vor allem die Schutzfunktionen der Haut gegenüber extremen Temperaturen, Giftstoffen, Mikroorganismen, Strahlung und Verletzungen. Schon lange versuchen Forscher deshalb, Schutzbeschichtungen zu entwickeln, die die Funktionen der gesunden Haut wiederherstellen oder verbessern können.

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Malaria-Erreger in der „Radarfalle“

Wie schnell bewegen sich Malaria-Erreger im menschlichen Gewebe fort? © Universitätsklinikum Heidelberg
Rasante Parasiten: Wissenschaftler haben erstmals untersucht, wie schnell und kraftvoll sich Malaria-Erreger im menschlichen Körpergewebe fortbewegen. Ihre Lasermessungen zeigen: Die kleinen Plasmodien erreichen Geschwindigkeiten von immerhin rund sieben Millimetern pro Stunde. Damit bewegen sie sich rund zehnmal schneller als die Fresszellen der Körperabwehr – eine beachtliche Leistung.
 

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Die Malaria gehört nach wie vor zu den schlimmsten Plagen der Menschheit. Therapien sind schwierig, denn der Erreger ist raffiniert und wie es scheint auch schwer fassbar: Die sogenannten Plasmodien gelangen ursprünglich durch einen Mückenstich vom Speichel der Mücke in den menschlichen Organismus. Von der Haut wandern sie dann in die Blutbahn, von dort in Leberzellen und anschließend in Blutkörperchen.

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Pannenserie in Europas Meilern: Jod statt Abschalten

Pannenserie in Europas größtem Atomkraftwerk Saporoschje in der Ostukraine: Anfang Mai musste der vierte Reaktor in Folge vom Netz genommen werden. Foto: Ralf1969 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Risse in Druckbehältern, gefälschte Protokolle, Notabschaltungen – wir dokumentieren die jüngsten Störungen in europäischen Reaktoren.

Von Andrea Hösch | greenpeace magazine

Belgien: Seit Monaten kommt es in den beiden belgischen Atomkraftwerken Doel und Tihange zu Störungen, Zwischenfällen und Abschaltungen. Aufgrund eines Brandes kam es zu einer Schnellabschaltung von Doel 1, Doel 3 musste wegen eines Wasserlecks vom Netz, und in beiden Anlagen wurden tausende feine Haarrisse im Druckbehälter festgestellt. Die Städteregion Aachen klagt aufgrund der Materialfehler nun gegen den Weiterbetrieb des Reaktors 2 in Tihange. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks forderte, Doel 3 und Tihange 2 herunterzufahren, bis offene Sicherheitsfragen geklärt seien. Doch die belgische Atomaufsicht erklärt, die Meiler seien sicher. Dennoch plant die belgische Regierung, im kommenden Jahr vorsorglich Jod-Tabletten zum Schutz vor radioaktiver Strahlung an die gesamte Bevölkerung zu verteilen. „Es ist absurd, dass Belgiens Regierung lächerliche Präventivmaßnahmen einleitet, statt das einzig wirklich wirksame Mittel gegen Nuklearunfälle zu ergreifen – den Atomausstieg“, sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace.

Frankreich: Der Atomkonzern Areva entdeckte Unregelmäßigkeiten bei hunderten Bauteilen, die zum Teil in französischen Atomkraftwerken verbaut sind. Man könne nicht ausschließen, dass Herstellerangaben gefälscht wurden, räumte Areva-Chef Philippe Knoche ein.

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