Fruits and Vegetables Are Trying to Kill You

Illustration by John Hendrix

Antioxidant vitamins don’t stress us like plants do—and don’t have their beneficial effect.

John Hendrix | NAUTILUS

You probably try to exercise regularly and eat right. Perhaps you steer toward “superfoods,” fruits, nuts, and vegetables advertised as “antioxidant,” which combat the nasty effects of oxidation in our bodies. Maybe you take vitamins to protect against “free radicals,” destructive molecules that arise normally as our cells burn fuel for energy, but which may damage DNA and contribute to cancer, dementia, and the gradual meltdown we call aging.

Warding off the diseases of aging is certainly a worthwhile pursuit. But evidence has mounted to suggest that antioxidant vitamin supplements, long assumed to improve health, are ineffectual. Fruits and vegetables are indeed healthful but not necessarily because they shield you from oxidative stress. In fact, they may improve health for quite the opposite reason: They stress you.

That stress comes courtesy of trace amounts of naturally occurring pesticides and anti-grazing compounds. You already know these substances as the hot flavors in spices, the mouth-puckering tannins in wines, or the stink of Brussels sprouts. They are the antibacterials, antifungals, and grazing deterrents of the plant world. In the right amount, these slightly noxious substances, which help plants survive, may leave you stronger.

Eating food from plants that have struggled to survive toughens us up as well.

Parallel studies, meanwhile, have undercut decades-old assumptions about the dangers of free radicals. Rather than killing us, these volatile molecules, in the right amount, may improve our health. Our quest to neutralize them with antioxidant supplements may be doing more harm than good.

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Veruntreuung von Ebola-Geldern im Kongo: Ex-Minister festgenommen

Der frühere kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga muss sich am Montag wegen der mutmaßlichen Veruntreuung von Hilfsgeldern vor Gericht verantworten.

evangelisch.de

Wie der französische Auslandssender RFI meldete, wurde Ilunga am Samstag festgenommen, nachdem die Behörden Ermittlungen wegen der Verschwendung von Geldern im Kampf gegen Ebola aufgenommen hatten. In den vergangenen Wochen waren bereits drei seiner früheren Mitarbeiter inhaftiert worden.

Ilunga wird vorgeworfen, rund 4,3 Millionen US-Dollar veruntreut zu haben. Der frühere Minister weist die Anschuldigungen zurück. Alle Gelder, die dem Gesundheitsministerium zur Bekämpfung von Ebola zur Verfügung gestellt wurden, seien zweckgerecht eingesetzt worden, erklärten Ilungas Anwälte laut dem lokalen Nachrichtenportal „Actualité“.

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Der «Marsch fürs Läbe» ist im rot-grünen Zürich eine Provokation sondergleichen

Unter der Hardbrücke haben linksautonome Gegendemonstranten Container angezündet. (Bild:Keystone/Walter Bieri)

Christen und Rechtskonservative demonstrieren in Zürich. Nach einer Störaktion radikaler Linken setzt die Polizei Tränengas und Gummischrot ein. Protokoll eines Nachmittags der Extreme.

Daniel Fritzsche | Neue Zürcher Zeitung

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Protestaktionen gegen den von Abtreibungsgegnern organisierten «Marsch fürs Läbe» in Zürich-West ist es zu Ausschreitungen gekommen.
  • Linksextreme warfen Gegenstände, zündeten Abfallcontainer an und demolierten ein Polizeifahrzeug. Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot ein. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.
  • Ein 30-jähriger Mann ist wegen Gewalt und Drohungen festgenommen worden. 175 weitere Personen wurden von der Polizei kontrolliert.

Auf Besuch bei den «Christen-Fundis»

Auf dem Zürcher Turbinenplatz haben sie sich versammelt, die «Christen-Fundis», die «rechten Hetzer», die «Ewiggestrigen». Es sind wenig schmeichelhafte Etiketten, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des «Marsch fürs Läbe» angeheftet werden. Mehr als tausend von ihnen sind am Samstag nach Zürich-West gekommen, um gegen die Abtreibungspraxis in der Schweiz zu demonstrieren.

Wer sind diese Leute? Wie eine «Gefahr für die Schweizer Gesellschaft» wirken sie an diesem sonnigen Nachmittag nicht. Zu sehen sind viele ältere Personen, manche von ihnen gebrechlich, Menschen mit Behinderungen, Familien mit vier, fünf, sechs Kindern. Auch Jugendliche sind dabei, einige von ihnen geben sich als Mitglieder der Freikirche ICF zu Erkennen. Eine Gruppe aus Polen schwenkt Holzkreuze.

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Fehlbildung bei Babys: Ministerium will NRW-Kliniken abfragen

Mutter und neugeborenes Kind | Bildquelle: picture-alliance
  • Drei Kinder mit Fehlbildungen in Gelsenkirchen geboren
  • NRW-Gesundheitsministerium will sich Überblick verschaffen
  • Ursachenforschung wegen fehlender Daten schwierig

tagesschau.de

Nach einer ungewöhnlichen Häufung von Fehlbildungen bei Neugeborenen an einer Gelsenkirchener Klinik will sich Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerium einen Das Ministerium werde alle Klinken in NRW abfragen, ob dort ähnliche Fehlbildungen aufgefallen seien, sagte eine Ministeriumssprecherin am Samstag (14.09.2019).

Man nehme die Berichte über solche Fälle „sehr ernst“. „Darüber hinaus nehmen wir Kontakt mit den Ärztekammern, dem Bund und den anderen Bundesländern auf, um möglichen Ursachen mit aller Sorgfalt nachzugehen.“ Ob ein Melderegister der richtige Weg sei, gelte es gemeinsam zu prüfen, sagte die Sprecherin.

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Klagt nicht. Flucht lieber!

Britisches Wetter ist nicht trostlos, man muss es nur aushalten lernen. Ein kleines Schimpfwort hilft da schon mal. (Bild: Dai Kurokawa / EPA)

Wer jammert, kommt nicht weiter. Im Gegenteil: Er verdoppelt die Pein. Schimpfworte kann man da schon eher empfehlen.

Manuel Müller | Neue Zürcher Zeitung

So fand ich mich kürzlich wieder: mit laufender Nase und trockenem Husten, zwei Wochen lang eine Sommergrippe. Sie liess sich mit einem Grossaufgebot von Schnupftüchern zwar aushalten – doch was tut man bei derartigen Zumutungen? Mir schien, ich hätte alles Recht, mich beherzt zur Wehr zu setzten. Notfalls mit unsanften Methoden und einem Griff in die psychohygienische Trickkiste. Ich würde jammern.

Und siehe da: Es umfängt einen gleich ein trügerisch wohliges Gefühl. Das Leiden am erstbesten Zipfel packen, ausbreiten und in die Länge ziehen – bei so was bringt es mancher zu echter Meisterschaft. Etwa mit punktgenauem Seufzen – eine sehr subtile Taktik. Sie versteckt den eigentlichen Grund und Anlass der Äusserung. Seufz! – wie geheimnisvoll! Ein sensibles Gegenüber wird da nachfragen: Wo drückt der Schuh?

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Plastikrückstände im Kinderkörper

Gummistiefel stehen im Regal in einer Kindertagesstätte. Bild: tagesschau.de

Fast alle Kinder und Jugendlichen haben Plastikrückstände im Körper. Das zeigt eine Untersuchung des Umweltbundesamts. Bei bestimmten Stoffen ist die Belastung gesundheitlich bedenklich.

Katrin Schirner | tagesschau.de

Plastik ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Die Rede ist hier nicht von Tüten oder Plastiktellern, sondern von Gegenständen, denen ihr Plastikanteil oft nicht anzusehen ist: auf beschichteter Kleidung, in Lebensmittelverpackungen, Waschmitteln oder Cremes. Im direkten Kontakt mit dem Körper oder über die Raumluft kommt jeder in Berührung mit diesen Stoffen.

Das Umweltbundesamt hat zwischen 2003 und 2017 untersucht, welche Rückstände dieser Kunststoffe sich im Blut und Urin von Kindern und Jugendlichen nachweisen lassen. Das Ergebnis: Mit bestimmten Plastikrückständen ist jedes vierte Kind zwischen drei und fünf Jahren so stark belastet, dass es gesundheitlich bedenklich ist. Insgesamt haben fast alle Kinder Plastikrückstände im Körper.

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Studie: Leichen bewegen sich noch lange nach dem Tod

17 Monate lange studierte Alyson Wilson die Bewegung einer Leiche.Foto: APA/BARBARA GINDL

Die Erkenntnisse könnten die Arbeit von Kriminalisten und Pathologen bei der Aufklärung von Mordfällen verändern

DERSTANDARD

Ein australisches Forschungsteam hat nachgewiesen, dass es bei menschlichen Leichen auch noch mehr als einem Jahr nach dem Tod deutliche Bewegungen gibt. „Wir glauben, dass die Bewegungen auf den Prozess der Verwesung zurückgehen, während der Körper mumifiziert und die Bänder austrocknen“, sagt Studienleiterin Alyson Wilson.

Ihre Erkenntnisse könnten die Arbeit von Kriminalisten und Pathologen bei der Aufklärung von Mordfällen verändern. 17 Monate lange studierte Wilson die Bewegung einer Leiche. Dafür nutzte sie eine Zeitraffer-Kamera, die bei der Polizeiarbeit zur Abschätzung der Todeszeit genutzt wird.

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WHO: Jede Minute fünf Tote durch falsche medizinische Behandlung

(Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Millionen Menschen auf der Welt erleiden jedes Jahr gesundheitliche Schäden durch medizinische Fehler. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jede Minute fünf Menschen nach einer fehlerhaften Behandlung.

Neue Zürcher Zeitung

Millionen Menschen weltweit kommen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bei medizinischen Behandlungen zu Schaden. «Jede Minute sterben fünf Menschen wegen fehlerhafter Behandlung», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Am 17. September findet erstmals der «Tag der Patientengesundheit» statt. Damit will die WHO auf das Thema aufmerksam machen. In vielen Ländern würden Wahrzeichen in orange angestrahlt, darunter die Pyramiden in Ägypten und die Wasserfontäne in Genf.

Weltweit erlitten 40 Prozent der Patienten bei ambulanten Behandlungen Schäden, im Spital seien es zehn Prozent, so die WHO. In den rund 150 Ländern mit niederen und mittleren Einkommen kämen nach Schätzungen 2,6 Millionen Menschen im Jahr durch fehlerhafte medizinische Behandlung ums Leben.

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Krankenkassen verschwenden Millionen

Eine Patientin wird für eine MRT-Untersuchung vorbereitet | Bildquelle: picture alliance / Stefan Sauer/

Mehrere AOK verschwenden offenbar Millionenbeträge bei Kontrastmitteln. Laut internen Unterlagen zahlen die Kassen in Sachsen und Thüringen vier Mal so viel für die Präparate wie andere Krankenkassen.

Markus Grill | tagesschau.de

Jedes Jahr bekommen fünf Millionen Menschen in Deutschland ein Kontrastmittel gespritzt, bevor sie in die Röhre kommen, also eine MRT oder CT-Untersuchung machen lassen. Die Mittel sind nicht apothekenpflichtig, werden von den Herstellern direkt an die Arztpraxen geliefert und von Bundesland zu Bundesland vollkommen unterschiedlich abgerechnet.

In Berlin und Schleswig-Holstein zum Beispiel schreiben die Krankenkassen Kontrastmittel aus, der günstigste Hersteller bekommt den Zuschlag. Dort erstatten die Kassen den Herstellern für einen Liter MRT-Kontrastmittel nur rund 800 Euro. Im Gebiet der AOK Plus, also in Sachsen und Thüringen, dagegen zahlen die Kassen rund 4700 Euro pro Liter. Das geht aus Unterlagen hervor, die die AOK Plus an die Hersteller dieser Medikamente geschickt hat.

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EU-Kommission und WHO sagen Impfverweigerung den Kampf an

Jean-Claude Juncker und Tedros Adhanom. Bild: EC – Audiovisual Service

Fast die Hälfte der EU-Bürger glaubt, dass Impfstoffe oft schwerwiegende Nebenwirkungen haben können

Andreas Krebs | TELEPOLIS

Die Europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben in Brüssel den weltweit ersten Globalen Impfgipfel ausgerichtet, um globale Maßnahmen gegen die Ausbreitung von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten voranzutreiben und gegen die Verbreitung von Desinformation über Impfstoffe vorzugehen.

Bei der Eröffnung des Gipfeltreffens riefen Kommissionspräsident Juncker und Dr. Tedros, der Generaldirektor der WHO, nachdrücklich dazu auf, die Ausbreitung von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten wie Masern stärker zu bekämpfen.

Dieses Jahr wurden bislang weltweit die meisten Masernfälle seit 2006 gemeldet. Der 2018 verzeichnete Anstieg der Masernerkrankungen hat sich 2019 fortgesetzt; so wurden allein in der ersten Jahreshälfte in der Europäischen Region der WHO rund 90.000 Fälle gemeldet. Das ist bereits mehr als die Zahl der erfassten Fälle des Gesamtjahres 2018 mit 84.462 Fällen. In den vergangenen drei Jahren verloren sieben Länder, darunter vier Länder in der Europäischen Region, ihren Status als „Masern Frei“. Neue Ausbrüche sind unmittelbar auf Impflücken zurückzuführen, auch bei Jugendlichen und Erwachsenen, die keinen vollständigen Impfschutz erhalten haben.

Eine Erklärung hierfür liefert der Bericht zum Thema „Vertrauen in Impfstoffe in der EU“, der zeigt, dass die Impfverweigerung in vielen EU-Mitgliedstaaten auf dem mangelnden Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen beruht. Fast die Hälfte der EU-Bürger (48 %) ist der Ansicht, dass Impfstoffe oft schwerwiegende Nebenwirkungen haben können, 38% glauben, dass sie die Krankheiten verursachen können, vor denen sie schützen, und 31% sind überzeugt, dass sie das Immunsystem schwächen können. In Frankreich beispielsweise halten etwa 30 % der Menschen Impfstoffe für unsicher.

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Stressreaktion kommt aus den Knochen

Welche Rolle spielt unser Skelett für die Stressreaktion? © metamorworks/ istock

Überraschende Entdeckung: In Gefahrensituationen schütten auch unsere Knochen ein Stresshormon aus. Dieser Botenstoff spielt offenbar eine noch wichtigere Rolle für die akute Stressreaktion des Körpers als das Adrenalin, wie Forscher berichten. Sie haben damit einen bisher völlig unbekannten Mechanismus aufgedeckt, der Tiere und wahrscheinlich auch Menschen auf „Kampf oder Flucht“ vorbereitet.

scinexx

In Gefahren- und Stresssituationen reagiert unser Körper sofort: Veranlasst durch Signale des Gehirns schütten die Nebennieren das Hormon Adrenalin aus. Als Folge werden Herzschlag und Atmung schneller, die Muskeln spannen sich an – jede Faser unseres Organismus ist nun auf Kampf oder Flucht vorbereitet.

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70 Liter Weihwasser über Stadt ausgekippt, gegen Alkoholismus

Symbolbild: Weihwasser © N.N. (shutterstock)

Im Kampf gegen Alkoholismus hat ein Priester in Russland zu einer ungewöhnlichen Methode gegriffen. Er kippte 70 Liter Weihwasser aus einem Kleinflugzeug. Das soll betroffenen Bewohnern helfen, nüchtern zu werden.

DOMRADIO.DE

Aus einem Kleinflugzeug heraus goss der russisch-orthodoxe Geistliche über die Stadt Twer nordwestlich von Moskau 70 Liter Weihwasser, wie lokale Medien am Donnerstag berichteten.

Bei offener Luke habe der Geistliche das Wasser aus einem goldenen Kelch aus einer Höhe von bis zu 300 Metern über die Kleinstadt geschüttet. Das solle den betroffenen Bewohnern helfen, nüchtern zu werden und nicht mehr zur Flasche zu greifen, sagte er demnach. Die Aktion im Flugzeug finde bereits seit 2006 statt und er hoffe auf Erfolg.

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UN-Nachhaltigkeitsbericht: Auf einem schlechten Weg

Wie nachhaltig leben wir? © Rapid Eye/ istock

Schlechte Nachrichten: Mit ihren Nachhaltigkeitszielen wollen die Vereinten Nationen bis 2030 die Grundlagen für eine bessere Welt schaffen – doch davon sind sie noch weit entfernt. Wie der erste Weltnachhaltigkeitsbericht der UNO zeigt, sind die unter anderem für den sozialen und umweltpolitischen Bereich formulierten Vorhaben nur durch einen rigorosen Wandel überhaupt noch zu erreichen. Handlungsbedarf besteht demnach vor allem bei der Energienutzung und der Ernährung.

scinexx

Eine Welt ohne Armut, in der die wachsende Weltbevölkerung langfristig gut leben kann. Um diese Vision zu realisieren, haben die Vereinten Nationen vor vier Jahren 17 Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Sie reichen vom Kampf gegen Hunger, über den Klimaschutz bis hin zu einem nachhaltigeren Konsum und sollen die Welt bis zum Jahr 2030 besser machen.

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Brasilien: Das Erbgut freigesetzter Gentech-Mücken konnte sich wider Erwarten in der Natur halten

Stechmücken der Art Aedes aegypti in einem Oxitec-Labor. (Bild: Paulo Whitaker / Reuters)

Gentechnisch veränderte Mücken sollten in Brasilien die Stechmücken reduzieren – und dann aus dem Freiland verschwinden. Doch nun haben Forscher deren Erbgut in heimischen Mücken nachgewiesen. Was bedeutet das?

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

In Jacobina in Brasilien wurden von Juni 2013 bis September 2015 jede Woche rund 450 000 gentechnisch veränderte Männchen der Stechmückenart Aedes aegypti ausgesetzt. Die Moskitos waren in den Labors der britischen Firma Oxitec entwickelt und in Brasilien vermehrt worden. Ziel des Grossversuchs war es, die lokale Mückenpopulation zu dezimieren: Die gentechnisch veränderten Männchen sollten sich mit freilebenden Weibchen paaren und der entstehende Nachwuchs aufgrund eines gentechnischen Eingriffs absterben. Die Reduktion der Mücken sollte die Zahl der Dengue- und Zika-Infektionen senken. Denn die dafür verantwortlichen Viren werden von Aedes aegypti auf Menschen übertragen.

Die Moskitopopulation konnte zwar während der Freisetzungsperiode um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Aber nur wenige Monate nach der letzten Freisetzung stieg sie wieder deutlich an. Und offenbar überlebten auch einige der Gentech-Nachkommen.

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Verzweiflungstat in rheinland-pfälzischer Flüchtlingserstaufnahme

In der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Hermeskeil bei Trier hat sich ein Asylbewerber aus Aserbaidschan mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet.

evangelisch.de

Der 34-Jährige habe schwere Verbrennungen erlitten und sei nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte in eine Spezialklinik transportiert worden, teilte die für die Einrichtung zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier am Donnerstag mit. Sein Gesundheitszustand bleibe kritisch. Der Vorfall hatte sich bereits am Mittwochnachmittag ereignet. Etwas Vergleichbares sei in rheinland-pfälzischen Flüchtlingserstaufnahmestellen bislang noch nie geschehen.

Die Behörde geht von einer Verzweiflungstat des Asylbewerbers aus, der sich ohne weitere Angehörige in der Aufnahmeeinrichtung befand.

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Frauen sind zäher als Männer

Frauen sind zäher als Männer, sagt die Gendermedizinerin Frau Dr. Vera Regitz-Zagrosek. (Eyeem / Grlls Mnmxms)

Frauen werden auf andere Weise krank als Männer. Dieses Phänomen untersucht die Ärztin Vera Regitz-Zagrosek, sie leitet das einzige Institut für Gendermedizin in Deutschland. Eines ihrer Ziele: maßgeschneiderte Therapien für Frauen.

Moderation: Ulrike Timm | Deutschlandfunk Kultur

Frauen ticken nicht nur anders als Männer – sie zeigen bei Krankheiten auch andere Symptome und reagieren oft auch unterschiedlich auf Medikamente. Warum dies so ist – und was daraus folgen sollte – das ist das Forschungsfeld von Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek. Die Medizinerin leitet seit 2003 das Institut für Gendermedizin an der Charité in Berlin, das einzige seiner Art in Deutschland.

„Verstehen wir nicht – das ist ’ne Frau“

Regitz-Zagrosek erinnert sich noch gut an ihre erste Begegnung mit dem Thema in den 90er Jahren: Sie arbeitete am Herzzentrum München, eine junge Frau wurde eingeliefert, schwerstkrank – alles sah nach einem Herzinfarkt aus. Die Patientin zeigte jedoch nicht die typischen Symptome, wie sie bei Männern vorkommen. „Wir konnten uns das damals nicht erklären. Und der leitende Oberarzt ging aus dem Raum und sagte: ‚Verstehen wir nicht – das ist ’ne Frau.‘“

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Pharmakonzerne stoppen Entwicklung von Antibiotika

Eine Packung eines Antibiotikums liegt auf einem Tisch in einer Apotheke. Immer weniger Präparate kommen auf den Markt. Bild: dpa

Obwohl die Ausbreitung resistenter Keime als eine der größten globalen Gefahren gesehen wird, stoppen Pharmaunternehmen die Forschung an neuen Antibiotika – das könnte gesundheitliche Folgen haben.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zuletzt hatten sich die Branchenriesen Novartis und Sanofi 2018 sowie AstraZeneca Ende 2016 aus der Antibiotikaforschung verabschiedet. Das zeigen Recherchen des NDR. Dem Sender bestätigte nun auch der größte Gesundheitskonzern der Welt, die Firma Johnson & Johnson, dass sich derzeit bei ihnen „keine weiteren Antibiotika in der Entwicklung“ befänden. Dabei hatte der Internationale Pharmaverband (IFPMA) erst 2016 eine „Industrie-Allianz“ („AMR Industry Alliance“) zum Kampf gegen die Resistenzen gegründet. Etwa 100 Unternehmen, darunter Johnson & Johnson, Novartis, Sanofi und AstraZeneca, hatten eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin sagten sie unter anderem zu, in die Forschung in diesem Bereich zu investieren.

Die Recherchen zeigen, dass fast die Hälfte der Firmen, die unterzeichnet und damals zu Antibiotika geforscht haben, mittlerweile nicht mehr in dem Bereich aktiv ist. Die Großkonzerne Pfizer und Allergan entwickeln nach Einschätzung von Branchen-Insidern ebenfalls keine neuen Antibiotika-Wirkstoffe, obwohl auch sie Mitglieder der „AMR Industry Alliance“ sind. Auf Anfrage des NDR antwortete Allergan allgemein, es forsche weiter zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

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Wann verbietet ihr endlich den Kaffee?

Kaffeeduft
Kaffeeduft (CC-by-sa/3.0/en by Takkk)

Wie heißt der Deutschen populärstes Pestizid? Nein, nicht Glyphosat. Es handelt sich vielmehr um ein Insektizid, noch dazu eines, das viele Menschen Tag für Tag sehnsüchtig erwarten: das Koffein.

Udo Pollmer | Nordkurier

Damit schützt sich der Kaffeestrauch vor Insektenfraß. Ganz ungeniert verleibt sich der Deutsche täglich etwa 300 Milligramm dieses „Insektentods“ ein, um guten Mutes sein Tagwerk zu beginnen. Mengenmäßig ist das viel, viel mehr als das, was wir an Pestizidrückständen so mitverspeisen.

Böse Zungen können stolz auf sich sein: Haben sie nicht vor dem gefährlichen Trunk gewarnt? Vor dem „Genußgift“ Koffein, das den toxikologischen Kennwerten zufolge giftiger ist als Glyphosat? Sie pflegen damit eine alte Tradition: Überall dort, wo Menschen Freude empfinden, wähnen sie das Werk des Teufels, der die armen Sünder verführen und ins Verderben locken will. Was haben die Gesundheitsapostel in den vergangenen Jahrhunderten nicht alles gegen den Kaffee vorgebracht?

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Forscher erschaffen Mensch-Affen-Chimären

(CC-by-sa/2.0 von Wilfried Berns)

Mit der Schaffung von Mischwesen aus Menschen und Affen begeben sich derzeit Wissenschaftler aus China, den USA und Spanien in ethische Grenzzonen.

Antonio Regalado | Technology Review

In China haben der Biologe Juan Carlos Izpisúa Belmonte vom kalifornischen Salk Institute und Forscher der Katholischen Universität von Murcia gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern menschliche Stammzellen in Affen-Embryonen injiziert. Ihre Hoffnung ist, dass die menschlichen Zellen sich in dem wenige Tage alten Embryo parallel zu den Affenzellen entwickeln, berichtete die spanische Tageszeitung „El País“. Das Fernziel: Tiere erzeugen, bei denen einzelne Organe vollständig aus menschlichen Zellen bestehen, damit sie den Spenderorgan-Mangel beheben helfen.

Izpisúa Belmonte hatte bereits in einem früheren Experiment versucht, sogenannte Mensch-Tier-Chimären herzustellen. Er injizierte menschliche iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen, die sich in jedes Gewebe weiterentwickeln können) in mehr als 2000 Schweine-Embryonen, die anschließend bis zu vier Wochen lang von Leihmutter-Schweinen getragen wurden. Nur wenige der menschlichen Zellen überlebten die Verpflanzung, aber auch die entwickelten sich nicht zu einem Organ oder anderen nennenswerten biologischen Strukturen der Tiere.

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Kleine Menschen erkranken häufiger an Diabetes

Wie groß werde ich? Erstaunlicherweise ist diese Frage auch im Zusammenhang mit Diabetes von Bedeutung. © xefstock/ istock

Überraschendes Phänomen: Das individuelle Diabetes-Risiko wird auch von der Körpergröße beeinflusst. Wie eine Studie nun bestätigt, erkranken kleinere Menschen häufiger an Diabetes Typ 2 als große. Ein möglicher Grund dafür: Kleine Personen haben im Schnitt offenbar mehr Leberfett und einen insgesamt ungünstigeren Stoffwechsel. Sie sollten im Rahmen der Früherkennung daher womöglich engmaschiger untersucht werden, so das Fazit des Teams.

scinexx

300 Millionen Menschen weltweit leiden an Diabetes mellitus Typ 2. Bei dieser Form der Zuckerkrankheit kann das Hormon nicht mehr genügend Wirkung entfalten, um Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Als wichtige Risikofaktoren für die Erkrankung gelten neben einer gewissen genetischen Veranlagung unter anderem Übergewicht, Bewegungsmangel und eine falsche Ernährungsweise.

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