Archiv der Kategorie: Gesundheit

This Bacteria-Powered Microrobot Navigates via Electric Fields

Engineers from Drexel University have devised a bacteria-powered microrobot that can be steered through fluids with applied electric fields. Imagine a tiny, tiny robotic system covered over by even tinier biomolecular arms (flagella) working cooperatively as a “bacterial surface” to move the biobot from place to place, and then, just as importantly, imagine an algorithm that can steer the thing. The group’s work is described in the current IEEE Transactions on Robotics.

By Michael Byrne|MOTHERBOARD

The bacteria-powered microrobot (BPM) idea is in itself not new. Researchers are chasing after the technology from many different angles, while biomedical engineers from the same Drexel lab had demonstrated an earlier version of this same concept in 2014, albeit in a much simpler environment.

The idea behind the bot is intuitive enough, at least in theory. Take an inorganic substrate—in this case an epoxy known as SU-8 that’s useful for building tiny machine components—and blot it with bacteria swarming on an agar plate. The bacteria adhere naturally the the SU-8 and that’s basically it.

The motion comes from the twisting swimming motions of the bacteria’s wispy appendages, or, in the paper’s words: “The hydrodynamic force is generated by the helical motion created by the bundling of many rotating flagella.” This is how bacteria get around generally, via a collection of tiny biological propellers. It’s pretty neat.

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Beschneidungen von Frauen und Mädchen: Keine Frage einer bestimmten Religion

Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)
Weltweit sind laut einem Unicef-Bericht 200 Millionen Mädchen und Frauen Opfer von Genitalverstümmelungen. Auch in Deutschland gibt es Fälle. Mit einer bestimmten Religion haben die Beschneidungen nichts zu tun, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung.

Renate Bähr im Gespräch mit Axel Flemming|Deutschlandradio Kultur

Beschneidungen von Frauen und Mädchen können nach Ansicht der Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr, nicht mit einer bestimmten Religion in Verbindung gebracht werden. Die Hälfte der Fälle weltweit komme in Äthiopien, Ägypten und Indonesien vor, sagte Bähr am Samstag im Deutschlandradio Kultur. “Sie sehen, das ist sowohl ein christlich geprägtes Land wie Äthiopien, als aber auch ein eindeutig islamisches Land. Womit auch klar ist: Man kann es einer Religion direkt nicht zuordnen.” Die Beschneidungen von Frauen und Mädchen seien “ein Ausdruck von patriarchalischen Strukturen”.

In Kenia deutlich zurückgegangen

Bähr erklärte, es handele sich bei Genitalverstümmelungen um ein weltweites Phänomen. Schwerpunkte seien Afrika und Teile Asiens. Durch Zuzug gebe es aber auch Fälle in Europa. “Wir haben gerade auch in Deutschland immer noch die Fälle von Beschneidungen – auch von illegalen Beschneidungen von Mädchen –, weil diese Traditionen werden natürlich auch hierhin transportiert und importiert”, so Bähr.

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Soft Robots for Surgery Are Just Around the Engineering Corner

Behind the collective cringe of surgery there’s certainly many things: blood, lights, cold sterility, possibility of death. But the whole ordeal is symbolized perfectly by its tools, the rigidity of steel in hyper-intimate contact with the profound squish of the human body.

By Michael Byrne|MOTHERBOARD

Fortunately, this jarring contrast may soon enough be replaced by soft robotics, at least in part. In the February issue of IEEE Transactions on Robotics, engineers from the BioRobotics Institute describe “a modular soft manipulator for minimally invasive surgery.” It’s just what it sounds like.

The unit is pneumatically activated and is based on a silicon matrix. It achieves the rigidity needed to do surgery-type things thanks to what’s known as granular jamming, e.g. when some materials like sand or snow stiffen under pressure. The result isn’t even that creepy, or it at least isn’t as creepy is that robotic head-surgery worm.

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MRT-Kontrastmittel bleibt im Gehirn

Patient bei einer Untersuchung im Magnetresonanz-Tomografen (MRT) © Fuse/ thinkstock
Forscher warnen: Das in Kontrastmitteln enthaltene Metall Gadolinium kann nach einer Magnetresonanz-Tomografie (MRT) im Gehirn zurückbleiben. Offenbar löst sich das giftige Seltenerd-Metall von seiner Trägersubstanz und lagert sich dann im Hirngewebe ab, wie erste Berichte zeigen. Noch ist nicht bekannt, ob dies zu Gesundheitsschäden führt, Mediziner raten aber vor Mehrfach-Untersuchungen mit Kontrastmitteln ab.

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Das Seltenerd-Metall Gadolinium ist magnetisch und eignet sich deshalb gut als Kontrastmittel für Kernspin-Untersuchungen. Es wird in die Vene gespritzt, verteilt sich und macht dann im Körper sonst schwer erkennbare Organstrukturen und -funktionen sichtbar. Der Nachteil: Durch den starken Einsatz des Gadoliniums in der Medizin gelangt es in Gewässer wie den Rhein und reichert sich dort in Wasserorganismen an. Auch im Trinkwasser wurde es bereits nachgewiesen.

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Moralische Versager und wissenschaftliche Dilettanten

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Bischof Fürst (DBK-Bioethikkommission) warnt vor Genmanipulationen an menschlichen Embryonen, dies verändere gezielt Keimzellen des betreffenden Menschen sowie Genstruktur nachfolgender Generationen – „Verbrauchende Embryonenforschung“

kath.net

Vor „gravierendsten ethischen Probleme“ warnt Bischof Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) in der DBK-Stellungnahme zur Genehmigung an eine britische Forschergruppe, künftig das Erbgut von Embryonen verändern zu dürfen. Fürst äußerte sich in seiner Funktion als der Vorsitzende der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz. Zum einen seien „Eingriffe in die menschliche Keimbahn“ „aus Sicht der katholischen Kirche moralisch nicht erlaubt“, „sie verändern gezielt nicht nur die Keimzellen des betreffenden Menschen, sondern auch die Genstruktur nachfolgender Generationen“. Außerdem ist vorgesehen, „dass die genetisch manipulierten Embryonen nach wenigen Tagen vernichtet und nicht in die Gebärmutter einer Frau eingepflanzt werden dürfen. Dies veranschaulicht deutlich, dass es sich hier um verbrauchende Embryonenforschung und damit um die Tötung menschlichen Lebens handelt. Auch der künftige Anwendungsbereich, die In-vitro-Fertilisation, hat die Selektion und Verwerfung menschlicher Embryonen zur Folge.“

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Mediziner: “Viele Studien sind nicht reproduzierbar”

foto: apa / barbara gindl Systemische Reviews, die mehrere Studien zusammenfassen, hält John P. A. Ioannidis zwar für eine gute Idee, bei Medikamenten würden sie aber oft Marketingzwecken dienen.
Die Anreizstrukturen in der medizinischen Forschung stellen sich mitunter der Wahrheitssuche entgegen, sagt der Stanford-Wissenschafter John Ioannidis.

Von Julia Grillmayr|derStandard.at

Studien, die nicht reproduzierbar sind, und Forschung, die nicht dem Wohl der Patienten dient, sondern den Profit der Medikamentenhersteller erhöhen soll – egal, ob eine Behandlung wirksam ist, oder nicht: Derlei Kritik ist medizinische Forschung, die von Pharmakonzernen gesponsert ist, oft ausgesetzt. 2005 prangerte der US-amerikanische Mediziner John P. A. Ioannidis mit dem Aufsatz “Warum die meisten der publizierten Forschungsergebnisse falsch sind” die selektive und manipulierende Publikationspraxis in der Wissenschaft an. Bei einem Besuch in Wien sprach er über aktuelle Probleme in den Strukturen der medizinischen Forschung.

STANDARD: Vor zehn Jahren sorgten Sie mit dem Aufsatz über manipulierende Publikationen in der Medizin für Aufsehen. Hat sich die Situation seither verbessert?

Ioannidis: Es hat sich vieles verbessert. Es gab damals etwa noch keine Registrierung klinischer Studien und auch keine Kultur, diese Studien zu wiederholen und zu vergleichen. Aber wenn ich jetzt zufällig ein wissenschaftliches Paper herauspicke, weiß ich nicht, ob die Wahrscheinlichkeit, dass es korrekt ist, heute größer wäre als 2005. Der Grund dafür ist, dass heute viel mehr geforscht und publiziert wird – vieles darunter hat sich deutlich verbessert, anderes nicht. Es gibt also noch immer viele Studien, die nicht reproduzierbar sind.

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„Eine Schande für die Religion“ – Jesidinnen schildern ihre IS-Gefangenschaft

Bild: dtj
Die Titel sind schlicht, die Geschichten erschütternd: Junge Frauen veröffentlichen Bücher über ihre Zeit als Gefangene der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Sie können auch als Weckruf für Europa gelesen werden.

DTJ Online

Seit zwei Jahren haben die Jesiden im Nahen Osten traurige Bekanntheit erlangt. Immer wieder werden Angehörige der Minderheit von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hingerichtet und entführt; laut Schätzungen des Zentralrats der Jesiden in Deutschland wurden bis Ende des vergangenen Jahres 5.000 Frauen versklavt. Mehrere neue Bücher machen einige Einzelschicksale hinter den Schlagzeilen nun greifbar.

Jungen würden als Kindersoldaten ausgebildet, Mädchen „misshandelt, vergewaltigt, entmenschlicht“, so beschreibt es der Psychologe Jan İlhan Kızılhan (im Bild mit jesidischen Flüchtlingen im Nordirak) im Interview des Europa-Verlags. Er behandelt hunderte Betroffener, darunter eine Jesidin, die unter dem Pseudonym Shirin das Buch „Ich bleibe eine Tochter des Lichts“ veröffentlicht hat. Das Land Baden-Württemberg sorgt für die psychosoziale Betreuung von insgesamt 1.000 misshandelten Frauen. „Wieso können Menschen anderen Menschen so etwas antun?“, habe Shirin ihn immer wieder gefragt, sagt Kızılhan. „Sie schaute in meine Augen, als wartete sie auf eine Antwort. Ich hatte keine.“

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Verjüngungskur lässt Mäuse länger leben

Verjüngt und fit: Durch Zerstörung seneszenter Zellen verhalfen Forscher Mäusen zu einem Drittel längeren Leben © Tiripero/ thinkstock
Es klingt fast zu schön um wahr zu sein: Forschern ist es gelungen, das Leben von Mäusen um ein Drittel zu verlängern und die Tiere auch physiologisch zu verjüngen. Gelungen ist dies durch die Zerstörung alter, ruhiggestellter Zellen in den Geweben der Mäuse. Diese seneszenten Zellen könnten an vielen Alterserscheinungen mit schuld sein, so die Wissenschaftler im Fachmagazin “Nature”. Ob diese Verjüngungskur jedoch auch beim Menschen funktioniert, muss sich erst noch zeigen.

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Das Altern beginnt in unseren Zellen. Sie produzieren bei der Teilung häufiger Fehler und die zelleigenen Reparaturmechanismen lassen nach. Als Gegenmittel hat der Körper die Seneszenz entwickelt: Er legt diese Zellen still und verhindert, dass sie sich weiter teilen. “Diese zelluläre Seneszenz ist ein Mechanismus gegen Krebs, spielt aber auch für das Altern und altersbedingte Krankheiten eine Rolle”, erklären Darren Baker vom Mayo Clinic College of Medicine in Rochester und seine Kollegen.

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Zulassung für Gentechnik-Lachs

Bild: Technology Review

Zwei Jahrzehnte ließ sich die FDA, die US-Behörde für Lebensmittelsicherheit, Zeit. Jetzt hat sie das erste transgene Tier für den menschlichen Verzehr zugelassen.

Von Hanns-J. Neubert|Technology Review

Dabei handelt es sich um eine genetisch veränderte Variante des beliebten Atlantiklachses. Im Unterschied zu seinen natürlichen Verwandten wächst er doppelt so schnell und erreicht bereits nach eineinhalb statt nach drei Jahren sein Schlachtgewicht von drei Kilogramm.

Um dies zu realisieren, flochten die Entwickler des Turbofisches bei der Firma AquaBounty Technologies in Maynard, Massachusetts, ein Wachstumsgen des Königslachses in seine DNA ein. Zusätzlich stellten sie das Tier unter die Kontrolle eines Regulationsgens aus einer völlig anderen Fischart, die im Englischen “Ocean Pout” heißt. Sie kommt an der Küste Neuenglands vor und ist mit der europäischen Aalmutter verwandt. Dank dieser Kombination wächst das AquAdvantage genannte Tier das ganze Jahr über und nicht nur im Sommer, wie bei Lachsen üblich.

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Michelangelo litt unter Arthrose

Michealangelos Hände in zwei zeitgenössischen Portraits: Deutlich sind Deformationen und Schwellungen zu erkennen. © historisch
Der große Künstler Michelangelo hat für seinen Schaffensreichtum wahrscheinlich die Gesundheit seiner Hände geopfert. Denn wie Mediziner anhand von zeitgenössischen Portraits herausgefunden haben, litt der Künstler an fortschreitender Arthrose. Die intensive, anstrengende Arbeit an Fresken und Skulpturen hat diesen Verschleiß von Knochen und Gelenken gefördert. Gleichzeitig aber sorgte die ständige Beanspruchung dafür, dass die Hände nicht steif wurden.

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Der Bildhauer, Maler und Dichter Michelangelo Buonarroti gilt bis heute als einer der ganz Großen der Kunstgeschichte. Seine Fresken in der Sixtinischen Kapelle in Rom, darunter die berühmte “Erschaffung Adams” sind weltbekannt. In seinen Werken nutzt er komplexe dreidimensionale Perspektiven, stellt Bewegungsabläufe dynamisch dar und greift auf mathematisch-ästhetische Grundprinzipien wie den Goldenen Schnitt zurück.

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Frühaufstehen liegt in unseren Genen

Ob wir Frühaufsteher oder Nachteulen sind, bestimmt auch unsere DNA © Bruce Rolff/ thinkstock
15 Gene machen den Unterschied: Ob wir Frühaufsteher oder Nachteule sind, wird auch von unseren Genen bestimmt. Welche dies sein könnten, haben Forscher nun durch DNA-Vergleich bei fast 90.000 Menschen herausgefunden. Demnach unterscheiden sich Morgenmenschen in 15 Genen von ihren länger schlafenden Mitmenschen, wie die Forscher im Fachmagazin “Nature Communications berichten.

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Unsere innere Uhr bestimmt den Tagesrhythmus unseres Körpers: Sie beeinflusst, wann wir müde werden, wann bestimmte Stoffwechselprozesse auf Hochtouren laufen und auch, ob wir Frühaufsteher oder Nachteulen sind. Aber warum quälen sich einige Menschen morgens mühevoll aus dem Bett, während andere schon beim Morgengrauen topfit sind?

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Pflanzenextrakt hilft gegen HIV und Ebola

Extrakte aus der Zistrose wirken gegen Viren – zumindest in Zellkulturen © Leonora Enking/ CC-by-sa 2.0
Pflanzliche Waffe gegen aggressive Viren: Extrakte der als Heilpflanze bekannten Zistrose könnten künftig gegen HIV- und Ebola-Infektionen zum Einsatz kommen. Sie sind in der Lage, die Viren inaktiv zu machen und ihre Vermehrung zu hemmen – zumindest in Zellkulturen, wie Forscher im Fachmagazin “Scientififc Reports” berichten. Sollte sich dies auch in Tierversuchen bestätigten, könnte dies ein Ansatzpunkt für neue Therapien werden.

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Virale Infektionen sind für Ärzte nach wie vor eine große Herausforderung. Obwohl gegen viele Viren eigentlich medizinische Wirkstoffe zur Verfügung stehen, wird etwa die Therapie von der HIV und Aids immer schwieriger: Gegen herkömmliche Medikamente bilden die Viren zunehmend Resistenzen. Neuartige antivirale Wirkstoffe werden nicht nur aus diesem Grund dringend benötigt. Gegen etliche Viren gibt es bislang noch gar keine zugelassenen Präparate – zum Beispiel gegen Ebola- oder Marburg-Viren.

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Coca-Cola zahlte Millionen an deutsche Gesundheitsforscher

Coca-Cola: Umstrittene Finanzierung von Forschung und Wissenschaft (Foto: Caballero-Reynolds/Bloomberg)
  • Der Coca-Cola-Konzern und seine Stiftung haben in den vergangenen Jahren in Deutschland Forschung und Projekte im Bereich Gesundheit, Ernährung und Bewegung mit etwa 7,5 Millionen Euro gefördert.
  • Zuletzt hatte der Konzern zugegeben, in den USA mehr als hundert Millionen Dollar für “Gesundheitspartnerschaften” und Kooperationen gezahlt zu haben.

Von Markus Balser, Uwe Ritzer|Süddeutsche.de

Es war einmal die berühmteste und coolste und lange meistbeworbene Marke der Welt. Die Beatles hingen früh an der Flasche, Genosse Fidel Castro fand Gefallen am Getränk des Klassenfeindes. Die Coca-Cola-Mixtur galt Jahrzehnte als Rezept zum Geld verdienen. Allein in Deutschland verkauft der Konzern jährlich fast vier Milliarden Liter seiner Limonaden.

Doch auch solche Zahlen täuschen nicht darüber hinweg: Die Brause steckt in der Krise. Sogar die Amerikaner trinken seit Jahren immer weniger davon. In anderen Ländern sieht es nicht besser aus. Die Zeiten sind schlecht vor allem wegen der immer heftigeren Gesundheitsdebatten um die zuckerhaltigen Getränke des Konzerns. Die Diskussion über Werbeverbote und Limonadensteuern lässt Umsätze sinken. Das öffentliche und politische Bewusstsein für Gesundheit wächst.

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Barschels ehemaliger Medienreferent Pfeiffer starb keines natürlichen Todes

Barschels einstiger Medienreferent Reiner Pfeiffer, aufgenommen am 16.09.1987 neben einem Zeitungskiosk in Hamburg. Vor einem Jahr starb Pfeiffer in seinem Haus bei Bremen unter skurrilen Umständen. © DPA
Er war der Auslöser der Barschel-Affäre, die noch heute, fast 30 Jahre später, Stoff für einen ARD-Themenabend liefert: Reiner Pfeiffer, Barschels einstiger Medienreferent. Auch dessen Tod vor einem Jahr war von geheimnisvollen Umständen begleitet, wie der stern jetzt aufdeckt.

stern.de

Reiner Pfeiffer, der ehemalige Medienreferent des schleswig-holsteinischen CDU-Ministerpräsidenten Uwe Barschel, ist am 12. August des vergangenen Jahres keines natürlichen Todes gestorben. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, war Pfeiffer, Auslöser der sogenannten Barschel-Affäre, morgens in seiner Wohnung in Hambergen bei Bremen leblos aufgefunden worden. Der schwer kranke 76-Jährige war offenbar gestürzt und dabei so unglücklich zwischen das Gestänge seines Krankenbetts geraten, dass er sich selbst erwürgte.

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Ethische Debatte über britische Gentechnik-Experimente

Dürfen menschliche Embryonen gentechnisch manipuliert werden? Großbritannien hat dies nun erlaubt und eine neue ethische Debatte ausgelöst.

evangelisch.de

Das britische Ja zu Genmanipulationen an Embryonen stößt in Deutschland überwiegend auf Skepsis. Die beiden großen Kirchen reagierten am Dienstag mit Kritik. Der Bioethik-Experte der Union, Hubert Hüppe (CDU), sprach von einem Tabubruch. Wissenschaftler in Großbritannien können künftig an gesunden menschlichen Embryonen über die Behandlung von Unfruchtbarkeit und die Ursachen von Fehlgeburten forschen.

CDU-Politiker Hüppe: Letztes Tabu gebrochen

Die britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie (HFEA) hatte am Montag einen entsprechenden Antrag des Londoner Francis-Crick-Instituts genehmigt. Die Embryonen stammen nach Angaben des Instituts von Paaren, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen haben. Dabei reifen oft mehrere Embryos heran, die nicht alle in die Gebärmutter eingesetzt werden. Die Experimente am Erbgut sollen in den ersten sieben Tagen nach der Befruchtung erfolgen. Bevor die Forschung starten kann, muss noch eine Ethikkommission grünes Licht geben.

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Kaffee könnte vor Leberzirrhose schützen

Kaffee hat mehr positive Wirkungen auf die Gesundheit als man früher dachte © AlexRaths / thinkstock
Neues vom Gesundmacher Kaffee: Das koffeinhaltige Getränk könnte auch unsere Leber vor Schäden schützen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein vermehrter Kaffeekonsum das Risiko für eine Leberzirrhose um 44 Prozent zu senken scheint. Für Euphorie ist es den Forschern zufolge aber noch zu früh: Der festgestellte Nutzen müsse erst noch durch weitere Studien gesichert werden, betonen sie.

scinexx

Kaffeeliebhaber haben es schon immer gewusst: Das schwarze Getränk schmeckt nicht nur gut und macht wach – es hält auch gesund. Regelmäßiger Kaffeekonsum kann zum Beispiel bei chronischem Stress helfen, Diabetes vorbeugen, sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken und sogar unsere DNA vor Schäden schützen, wie Studien belegen.

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Mit genmanipulierten Stechmücken gegen das Zika-Virus

Image: Tom/Flickr
Image: Tom/Flickr
Moskitos können zahlreiche gefährliche Krankheiten übertragen. Eine britische Firma setzt dagegen auf eine radikale Methode.

Von Antonio Regalado|Technology Review

Die Idee, problematische Stechmücken mit Hilfe gentechnischer Verfahren auszurotten, existiert schon seit längerem. Ein möglicher Ausbruch des Zika-Virus in der westlichen Hemisphäre könnte nun dafür sorgen, dass solche Versuche auch in den USA gestartet werden.

In der brasilianischen Stadt Piracicaba laufen entsprechende Experimente bereits. Dort sollen DNA-veränderte Moskitos die Unterart Aedes aegypti bekämpfen, die neben Zika auch das Dengue-Fieber und die Chikungunya-Krankheit übertragen kann.

Die genmanipulierten Moskitos wurden von der britischen Firma Oxitec entwickelt, die kürzlich vom US-Unternehmen Intrexon übernommen wurde, einem Spezialisten auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. In Teilen Brasiliens und auf den Caymaninseln wurden die GM-Insekten laut der Firma bereits zur Bekämpfung des Dengue-Fiebers ausgesetzt.

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Bisphenol A: Ersatzstoff ist genauso schädlich

Zebrafisch-Eier und eine Fischlarve: Sie reagieren auf Bisphenol S ähnlich wie auf Bisphenol A. © Zebrafish Lab/ UCLA
Von wegen harmlos: Auch wenn auf einem Plastikgegenstand “frei von Bisphenol A”steht, kann er gesundheitsschädlich sein. Denn der inzwischen häufig eingesetzte Ersatzstoff Bisphenol S hat ebenfalls eine hormonähnliche Wirkung, wie US-Forscher bei Experimenten mit Zebrafischen feststellten. Der Ersatzstoff löste bei den Fischembryonen die gleichen Folgen aus wie Bisphenol A. Er sei daher keineswegs harmlos, betonen die Forscher im Fachmagazin “Endocrinology”.

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Der Plastik-Zusatzstoff Bisphenol A (BPA) gilt als endokriner Disruptor – als Chemikalie, die hormonähnlich wirkt und deshalb störend in die hormonellen Regelkreise des Körpers eingreift. Bei männlichen Tieren führt die Chemikalie zu einer Verweiblichung, sie kann ihr Verhalten verändern und möglicherweise sogar das Autismus-Risiko von Kindern fördern.

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Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk

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Bild: DAZ.de
Eine Initiative will in den nächsten Monaten ein Homöopathie-Netzwerk gründen und eine Informationskampagne starten, um kritische Einordnungen der Homöopathie zu bündeln. Geleitet wird es von der ehemaligen Alternativmedizinerin Natalie Grams. Sie will auch den Begriff „Pseudomedizin“ prägen – und sich für eine Änderung des Arzneimittelgesetzes einsetzen.

Von Hinnerk Feldwisch-Drentrup|DAZ.de

Als eine Gruppe von gut 30 Homöopathiekritikern am Sonntag zur Pressekonferenz nach Freiburg geladen hat, warteten auf die Journalisten weder Kulis, Imagebroschüren noch ein Buffet – sondern eine Packung  „Dubium C30 – enthält nur Zucker, kein Arzneimittel“. Bernd Harder, Pressesprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), zerstreute mögliche Hoffnungen auf Geschenke direkt und nutzte die Gelegenheit, auf das rein ehrenamtliche und pharmafreie Engagement hinzuweisen. Zwei Tage lang hatten sich Interessierte zuvor getroffen, um eine Strategie zum Umgang mit Globuli und Co zu entwickeln. Da die Alternativmedizin laut Harder bisher weitestgehend unbeobachtet vor sich hin arbeite, will die Gruppe der Homöopathiekritiker Widersprüche und leere Versprechen öffentlich machen. Und – als ein Ergebnis des Treffens – zukünftig nur noch von Pseudomedizin sprechen.

„Wir wissen natürlich ganz genau, dass auch in der evidenzbasierten Medizin und in unserem Gesundheitssystem vieles im Argen liegt“, sagte er, „aber das macht Homöopathie nicht wirksamer“. Die Alternative könne nur bessere Medizin sein, keine Pseudomedizin. Die Gruppe will nun Informationen für Patienten aufbereiten, damit jeder die Möglichkeit hat, sich aufgeklärt selbst zu entscheiden. Und es soll ein Homöopathie-Netzwerk gegründet werden, welches die Aktivitäten koordiniert.

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Bewegung hemmt Dickmacher-Gen FTO

Bewegung kann eine genetische Veranlagung zu Übergewicht überwinden. © CILPAREA Custom media / shutterstock
Obwohl Adipositas zu den selbst-verschuldeten Erkrankungen zählt, kann die übermäßige Gewichtszunahme auch durch Gene bzw. Genmutationen beeinflusst werden. FTO zählt zu den bekannten „Dickmacher-Genen“. Aktuelle Studien um die Genmutation zeigen nun, dass Bewegung die Aktivität von FTO senken kann.

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Eine Stunde Bewegung in der Woche kann die Gene überlisten

Dass Sport und Bewegung essentielle für eine Gewichtsabnahme sind, ist allgemein bekannt. Ein Einfluss auf vorhandene Genmutationen geht weit über bisherige Erkenntnisse hinaus. Wie die Forscher der McMaster University herausfanden, sollen bereits ein oder zwei Stunden moderater Bewegung in der Woche die fatalen Auswirkungen des FTO-Gens drastisch reduzieren.

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