Archiv der Kategorie: Gesundheit

„Genmanipulierte Lebensmittel sind nicht schädlich“

Bild: International Rice Research Institute (IRRI) CC BY 2.0
Bild: International Rice Research Institute (IRRI) CC BY 2.0
Diplom-Biologin Julia Offe hält die Befürchtungen für völlig absurd und sieht sogar Chancen. Im Interview spricht sie außerdem über Heilpraktiker, Wünschelrutengänger und Impfgegner.

Von Marco Tripmaker | DIE WELT

Persönliche Heilungsgebete für fünf Euro, hellseherischer Kontakt zu Verstorbenen und Klangschalen, die auf dem Bauch stehend zur Ich-Findung und Entspannung beitragen sollen:

Diplom-Biologin Julia Offe (43) überfällt auch Wochen nach dem Besuch der letzten Esoterik-Messe ein Schmunzeln, wenn sie über die Dinge, die sie dort gesehen hat, spricht. Gepaart mit einem Gefühl von Wut, „denn es ist doch unglaublich, wie viele Menschen auf solchen Veranstaltungen hinters Licht geführt werden.“

Julia Offe ist Vorstandsmitglied bei der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften – kurz Skeptiker –, ein Verein mit bundesweit 1400 Mitgliedern, der sich gegen Pseudowissenschaften und Esoterik wendet. Bis Sonnabend tagen die Skeptiker mit interessanten, öffentlich zugänglichen Vorträgen in der HAW Hamburg. Die „Welt“ sprach mit Julia Offe über Gentechnik, Heilpraktiker und Wünschelrutengänger.

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There Are Proven Ways to Fight HIV. Telling People Not to Have Sex Isn’t One

Former US President George W. Bush watching a skit on abstinence during a visit to the 'Lycee de Kigali', a school, in Kigali on February 19, 2008. Image: Jim Watson/AFP
Former US President George W. Bush watching a skit on abstinence during a visit to the ‚Lycee de Kigali‘, a school, in Kigali on February 19, 2008. Image: Jim Watson/AFP
Here’s some news that will shock you: Studies are showing that fighting HIV is going to cost money, and spending that money on telling people not to have sex is a basically like throwing it into the toilet.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

Over the last five years, transmissions rates and new cases of HIV have dropped in the US, according to a new study published in AIDS and Behavior. In 2015, the number of new cases of HIV infection was down 11 percent over 2010. Transmission rates—that’s a measure of transmissions in relation to the current number of HIV-positive people—had fallen 17 percent. That’s great news, but it fell short of the goals President Obama laid out in his National HIV/AIDS Strategy back in 2010, which hoped to see transmission rates fall by 30 percent, and new cases to drop by 25 percent.

The study shows that, while the strategies laid out—which included things like developing cheaper treatments and creating simpler systems to connect patients with health care—were effective, we flat out didn’t invest enough money into seeing them through

“We got part of the way there, that should be highlighted, but at the same time we only got about halfway to the finish line,” David Holtgrave, chair of the Bloomberg School’s department of health, behavior and society and lead author of the study, told me over the phone. “The National AIDS Strategy is a terrific document and is really very visionary, but it doesn’t address the costs necessary to achieve the goals. As a nation, we didn’t quite make the investment that was necessary to scale up programs to the level that was needed.”

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Umweltinstitut wirft Behörden bei Glyphosat „Fälschung“ vor

In Studien zur Schädlichkeit des Pestizidwirkstoffs Glyphosat wurden potenziell noch schädlichere Ackergifte gefunden. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
  • Einer Anzeige wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat schließen sich weitere Organisationen an, darunter der Verein Umweltinstitut München.
  • Der Verein wirft dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor, bei der Bewertung von Glyphosat Studien unterschlagen zu haben.
  • Das BfR weist die Vorwürfe zurück – die betreffenden Studien seien begrenzt aussagekräftig. Ähnlich sieht es die internationale Krebsforschungsagentur IARC.

Von Kathrin Zinkant | Süddeutsche.de

Der Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat geht weiter: Sowohl der Verein Umweltinstitut München, als auch das deutsche Pesticide Action Network haben sich der Anzeige des österreichischen Umweltverbandes Global 2000 angeschlossen. Sie richtet sich gegen den Agrarkonzern Monsanto, die europäische Lebensmittelbehörde Efsa und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). In Berlin stellte das Umweltinstitut am Donnerstag ein Gutachten des Bremer Epidemiologen Eberhard Greiser vor, das vor allem die Vorwürfe gegen das BfR erhärten soll. Es geht darin um Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem direkten Kontakt mit Glyphosat und einem erhöhten Risiko für eine aggressive Form von Lymphdrüsenkrebs bei Menschen belegen sollen.

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Klosterinternat Damme bestätigt Missbrauchsfälle

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Wie das Kloster auf seiner Homepage mitteilte, gab es zwischen 1966 und 1974 sexuelle Grenzverletzungen und körperliche Gewalt durch einen Benediktinerpater. Der Pater ist bereits verstorben.

kath.net

Der Missbrauchsverdacht gegen einen bereits verstorbenen Pater des Klosters Sankt Benedikt in Damme hat sich bestätigt. Wie das Kloster auf seiner Homepage mitteilte, gab es zwischen 1966 und 1974 sexuelle Grenzverletzungen und körperliche Gewalt durch den Benediktiner. Das habe ein Treffen ehemaliger Internatsschüler ergeben. Weder die Namen der Opfer noch die damaligen Vorgänge oder die jetzt zu ergreifenden Maßnahmen würden aber publik gemacht. Das sei der ausdrückliche Wunsch der Opfer, so das Kloster, das ein Priorat der Benediktinerabtei Münsterschwarzach ist.
Wegen des Verdachts auf mögliche Missbrauchsfälle in den 60er und 70er Jahren in dem Internat hatte die Benediktinerabtei Münsterschwarzach rund 80 ehemalige Schüler angeschrieben und zu einem Treffen eingeladen.

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Rörig: Bei sexuellem Missbrauch wird noch zu viel weggeschaut

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Sechs Jahre nach Bekanntwerden der kirchlichen Missbrauchsskandale wird die Dimension sexueller Gewalt gegen Kinder nach Einschätzung des Unabhängigen Beauftragten Johannes-Wilhelm Rörig noch immer verkannt.

evangelisch.de

Bei diesem Thema werde in Deutschland zu viel weggeschaut, bagatellisiert und verdrängt, sagte Rörig am Dienstag in Berlin. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern gab Rörig den offiziellen Startschuss für die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs. Sie soll bis 2019 mehr Informationen über Ausmaß, Strukturen und Hintergründe von Missbrauch in Institutionen und im privaten Umfeld aufklären.

Anhörung der Opfer

Seit Dienstag können Betroffene unter einer kostenfreien und anonymen Telefonhotline (0800/4030040) oder auf der Website http://www.aufarbeitungskommission.de Kontakt zu dem Gremium aufnehmen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Anhörungen von Opfern stünden im Zentrum der Kommissionsarbeit, sagte die Vorsitzende Sabine Andresen.

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Muttermilch fördert Hirnentwicklung

Nahrhaft und gut für das Gehirnwachstum: Muttermilch © John Twombly
Nahrhafter Entwicklungsbeschleuniger: Muttermilch versorgt Neugeborene nicht nur mit wertvollen Nährstoffen. Zumindest bei Frühchen fördert es auch die Gehirnentwicklung, wie nun eine Studie zeigt. Frühgeborene, die in den ersten Wochen nach der Geburt viel Muttermilch erhalten, haben demnach zum eigentlichen Geburtstermin größere Gehirne als Babys, die nur wenig oder gar nichts von der Milch trinken. Ob sich das auch spürbar auf die späteren kognitiven Fähigkeiten auswirkt, muss noch geklärt werden.

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Stillen bringt einem neugeborenen Kind große Vorteile. Über die Muttermilch erhält das Baby wertvolle Nährstoffe sowie Antikörper und Botenstoffe, die das Immunsystem stärken und das Neugeborene so auf die Herausforderungen des Lebens vorbereiten. Studien belegen, dass die Milch der Mutter unter anderem vor entzündlichen Darmerkrankungen schützt – eine Wirkung, die bis weit ins Erwachsenenalter anhält.

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Missbrauch: Die Täter fühlten sich sicher

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Carlos Ibanez (58) muss sich ziemlich sicher gefühlt haben. So sicher, dass er beim Besuch von Papst Franziskus in Paraguay am 12. Juli 2015 in der ersten Reihe jenes Platzes stand, der für katholische Priester reserviert war. Ein beeindruckter Ibanez verfolgte dabei genau, wie sein Landsmann nur wenige Meter an ihm vorbeischritt. Das zeigen TV-Bilder des Gottesdienstes in Nu Guasu, die die Tageszeitung „La Nacion“ vor wenigen Tagen veröffentlichte.

Von Tobias Käufer | katholisch.de

Seitdem ist die Kirche in Paraguay schockiert und muss einen unappetitlichen Missbrauchsskandal aufklären. Gegen Carlos Ibanez wurde bereits in dessen Heimatland Argentinien wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Das hinderte den flüchtigen Priester allerdings nicht daran, im Nachbarland weiter seiner kirchlichen Tätigkeit nachzugehen.

„Netzwerk des Schweigens“

Insgesamt, so schreibt es „La Nacion“, seien fünf argentinische Priester in Paraguay untergetaucht, die von der Justiz Argentiniens wegen Missbrauchsvorwürfen gesucht würden. Das Blatt vermutet dahinter ein „Netzwerk des Schweigens“. Dieses habe das Untertauchen der Geistlichen erst möglich gemacht.

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Kanada: Suizidserie in Indianerreservat

foto: reuters / chris wattie Bewohner von Attawapiskat nehmen an einer Mahnwache teil. In den vergangenen Monaten kam es dort zu zahlreichen Suizidversuchen.
Der Häuptling in Attawapiskat erklärt den Notstand und wirft so ein Schlaglicht auf die schlechte Lage der Ureinwohner

Von Bernadette Calonego | derStandard.at

Im isolierten kanadischen Indianerreservat Attawapiskat werden die Menschen von Suizidwünschen heimgesucht, als ginge ein tödliches Virus um. Am 11. April entdeckte der Stammesrat einen entsprechenden Pakt zwischen zwanzig Bewohnern des Reservats, darunter dreizehn Kinder. Sie hatten sich auf Facebook abgesprochen. Nur zwei Tage zuvor hatten sich elf Stammesmitglieder in der entlegenen Siedlung im Norden der Provinz Ontario umzubringen versucht. Daraufhin erklärte Häuptling Bruce Shisheesh den Notstand für sein Reservat. „Attawapiskat braucht Hilfe“, sagte er Politikern und Journalisten.

Seit vergangenem September hat es in dem isolierten Dorf Attawapiskat rund hundert Suizidversuche gegeben. Das jüngste Opfer unter den rund 1500 Bewohnern war elf Jahre alt, das älteste 71.

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Missbrauch: Wieviel Transparenz will die Kirche – Klaus Mertes ein Nestbeschmutzer

Seit 2011 ist Klaus Mertes Direktor des Kollegs St. Blasien. Wikimedia/Etzagots
Klaus Mertes deckte 2010 einen der grössten Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche auf. Über Jahre hinweg hatten zwei Patres am Canisius-Kolleg in Berlin hunderte von Schülern missbraucht. Mertes machte die Fälle öffentlich und wurde bald darauf in einen kleinen Ort im Schwarzwald versetzt.

Von Hansjörg Schultz | SRF

Als Klaus Mertes Kolleg-Rektor in Berlin war, haben sich ihm zwei ehemalige Schüler anvertraut. Er hat daraufhin sämtliche Schüler der betroffenen Jahrgänge des Canisius-Kollegs angeschrieben und nach ihren Erlebnissen mit Patres gefragt. Es stellte sich heraus, dass Hunderte missbraucht wurden, ohne dass es Konsequenzen für die Übeltäter gegeben hätte.

Mertes übernahm die Verantwortung für das Vertuschen und das Schweigen in seiner Kirche. Er brach ein Tabu, ging an die Öffentlichkeit und entschuldigte sich für seine katholische Kirche. Er erhielt jede Menge Preise, darunter in der Schweiz den Herbert-Haag-Preis.

«Das hätte man intern regeln können»

Nach weltlichen Massstäben hatte der Aufklärer etwas von einem Helden, er hatte eine 2000 Jahre alte, machtvolle Institution wachgerüttelt.

Für jene, die über Mertes in der Kirchenhierarchie sind, war und ist Mertes ein Kirchenrebell, ein Nestbeschmutzer. «Das hätte man doch auch intern regeln können», sagen sie. Und: Erst kommt die Kirche, dann kommen die Menschen.

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Länger leben durch längeres Arbeiten?

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Bild: Perscheid/FB
Arbeit macht langlebig – so scheint es zumindest. US-Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die im Alter länger arbeiten, auch länger leben. Je später die Pensionierung lag, desto später starben die Studienteilnehmer. Jedes Jahr mehr an Arbeit senkte dabei das Risiko vorzeitig zu sterben um immerhin elf Prozent, wie die Forscher berichten. Das bestätige die Annahme, dass ein aktives Leben körperlich und geistig fit halte.

scinexx

Wir werden heute nicht nur immer älter, die meisten von uns sind auch im Alter noch deutlich fitter als noch unserer Vorfahren vor rund 100 Jahren. Bis heute ist jedoch nur in Teilen bekannt, welche Faktoren einige Menschen einen besonders langen, gesunden Lebensabend beschert. Klar scheint, dass neben einer genetischen Veranlagung auch die Lebensweise und Ernährung eine Rolle spielt.

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Erste „Wortkarte“ unseres Gehirns

Ein neuer Hirnatlas zeigt erstmals, wo unser Gehirn welche Wörter verarbeitet. Für mehr als 10.000 Wortbedeutungen kann man direkt erkennen, welche Areale aktiv werden. Demnach aktivieren Wörter mit eher sozialer Bedeutung beispielsweise andere Hirnareale als Farbwörter, Ortsangaben oder Zahlen. Das gesamte semantische Netzwerk überzieht jedoch das gesamte Gehirn, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Dank moderner bildgebender Verfahren weiß man heute, dass Sprache in unserem Gehirn mehr Areale aktiviert als nur die beiden bekannten Sprachzentren der linken Hirnhälfte. Stattdessen ist ein ganzes Netzwerk daran beteiligt, die Bedeutung der Wörter zu entschlüsseln. Doch wie die Arbeit innerhalb dieses Netzwerks verteilt ist und wo welche Bedeutungen verarbeitet werden, blieb weitgehend unbekannt.

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Neandertaler: Wurde ihnen Opportunismus zum Verhängnis?

Schädel eines Homo sapiens und eines Neandertalers im Vergleich © Hairymuseummatt/ CC-by-sa 2.0
Vorsprung durch Technik: Die Ernährung könnte eine entscheidende Rolle für das Verschwinden der Neandertaler gespielt haben. Denn wie Zahnanalysen belegen, waren die Eiszeitmenschen in puncto Speiseplan Opportunisten – sie aßen, was grad da war. Der Homo sapiens dagegen war unabhängiger von den Umweltbedingungen, denn er nutzte vermehrt Werkzeuge, um selbst schwer zugängliche Nahrung zu erbeuten.

scinexx

Die Neandertaler waren mehr als 250.000 Jahre lang die dominierende Menschenart in Europa. Doch vor rund 40.000 Jahren war plötzlich Schluss: Während aus Afrika unsere Vorfahren nach Europa einwanderten, schwand die Population unseres eiszeitlichen Vetters und er starb aus. Warum, ist bis heute rätselhaft.

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Wie die Kirche entscheidet, was ein Wunder ist

Das Gemälde "Letztes Wunder und Tod des heiligen Zenobius" von Sandro Botticelli | Wikimedia Commons | Gemeinfrei
Das Gemälde „Letztes Wunder und Tod des heiligen Zenobius“ von Sandro Botticelli | Wikimedia Commons | Gemeinfrei
In Rom ist 2016 ein sogenanntes Jubeljahr, was bedeutet, dass der Vatikan sich unzählige Initiativen ausdenkt, um die italienische Bevölkerung mehr für die katholische Kirche zu begeistern. Zu diesen Bemühungen gehört auch die Ankündigung, Mutter Teresa von Kalkutta werde diesen September als Heilige kanonisiert.

Von Demented Burrocacao | VICE.com

Eine unumstößliche Voraussetzung für den Heiligenstatus ist die Wundertätigkeit des Kandidaten oder der Kandidatin. In Mutter Teresas Fall war das Wunder die Heilung eines Mannes, der „an einer viralen Hirninfektion litt, die mehrere Abszesse und einen Hydrozephalus zur Folge gehabt hatte“, so Vertreter der Vatikans.

Ob eine Handlung ein wissenschaftlich unerklärbares Wunder darstellt, ist eine Frage, die von der medizinischen Kommission der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse geprüft wird. Ich habe mich mit einem Mitglied dieser Kommission in Verbindung gesetzt und nachgefragt, wie die Sünder von den Heiligen unterschieden werden. Er ist Arzt und möchte gern anonym bleiben.

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Stechmücken: Forscher entdecken neue Mischform

Die Gemeine Stechmücke: Forscher haben eine natürliche Kreuzung zweier Untertypen dieser Mückenart entdeckt © gbohne/ CC-by-sa 2.0
Blutsaugender Hybrid: Forscher haben in Österreich erstmals eine natürliche Kreuzung zweier Untertypen der Gemeinen Stechmücke entdeckt. Diese neue Mischform vereint vermutlich die Vorlieben beider Formen, wie die Forscher berichten. Sie ist demnach nicht auf das Blut von Säugern oder Vögeln spezialisiert, sondern ernährt sich von beiden. Damit könnte die Mücke Krankheitserreger von Vögeln auf den Menschen übertragen.

scinexx

Stechmücken verbreiten eine Vielzahl von Krankheitserregern wie das West-Nil- oder das Dengue-Virus. Klimawandel und Globalisierung bewirken, dass auch Deutschland immer mehr Blutsauger erobern, die hierzulande zuvor nicht heimisch waren, und dass heimische Mücken vermehrt exotische Erreger übertragen.

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Täterorganisation Kirche: Missbrauchsopfer wurden nicht unter Druck gesetzt

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Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben.

kath.net

Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben. Bei den Gesprächen mit Missbrauchsopfern aus dem südbadischen Ort Oberharmersbach habe es keine Drohungen oder vergleichbare Äußerungen gegeben, sagte ein Bistumssprecher am Dienstag auf Anfrage. «Report Mainz» zitiert einen Betroffenen mit den Worten: «Es hieß damals, entweder geben wir uns mit 20.000 Euro zufrieden oder wir bekommen halt nichts.» Ein anderer Mann warf der Kirche laut «Report» vor, ihn nach der Geldzahlung im Stich gelassen zu haben.

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This VR Tour of Chernobyl Eerily Compares Scenes Before and After the Fallout

This Tuesday marks the 30th anniversary of the Chernobyl disaster, which remains the worst nuclear accident in history. On April 26, 1986, the plant’s infamous reactor four experienced a spike in power that sparked a catastrophic meltdown. Thirty-one people were killed during the event itself, and radiation poisoning has since affected millions of people within the massive fallout zone.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

In the decades since, the power plant has been abandoned to ruin and reclamation by the surrounding wilderness, as has its host city of Pripyat, which has made the region a popular destination for adventurous tourists. But soon, anyone with a VR headset will be able to explore the eerie landscape thanks to the Chernobyl VR Project, an immersive virtual tour currently being developed by Polish game development company The Farm 51.

The development team acquired scientific permits to explore and film areas off limits to the public

The game is set for release this June on Oculus Rift, but the team released a sneak peek of the graphics and design for the 30th anniversary. With 360-degree views and ghostly apparitions of life before the fallout, the new trailer offers a chilling look at Chernobyl, past and present.

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Das Glück liegt in den Genen

Unser Erbgut beeinflusst, wie glücklich wir sind – zumindest zum Teil © thinkstock
Vererbtes Glück: Wer mit seinem Leben zufrieden ist und sich glücklich fühlt, könnte das seinem Erbgut verdanken. Denn die Neigung zu einer positiven Einstellung liegt auch in den Genen, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Genetics“ berichten. Sie fanden drei Genvarianten, die mit diesem Persönlichkeitsmerkmal zusammenhängen – und zwei, die die Entstehung von Depressionen begünstigen könnten. Doch keine Angst: Ein Großteil unseres Lebensgefühls hängt auch von der Umwelt und eigenen Erfahrungen ab.

scinexx

Familie, Gesundheit, Geld und Erfolg – all das kann einen Menschen glücklich und zufrieden machen. Doch selbst unter den gleichen Voraussetzungen sind manche Menschen leichter zufrieden zu stellen als andere. Sie scheinen das Leben besser genießen zu können. Diese Unterschiede in der Persönlichkeit entstehen einerseits durch Umwelteinflüsse, also durch alles, was uns im Leben widerfährt. Doch auch die Gene spielen eine Rolle dabei.

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Und ewig strahlt das Plutonium

A radioactive sign hangs on barbed wire outside a cafÈ in Pripyat.
Bild: VOA, Public Domain
Vor genau 30 Jahren ereignete sich im ukrainischen Tschernobyl, nördlich von Kiew und unweit der weißrussischen Grenze, der bis dahin folgenschwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomenergienutzung. Der damals erst seit drei Jahren im Betrieb befindliche Reaktor 4 des dortigen Atomkraftwerks sollte zur jährlichen Revision herunter gefahren werden und geriet dabei völlig außer Kontrolle.

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Eine Mischung aus Bedienungsfehlern der Mannschaft und einem problematischen Design des Reaktors vom Typ RBMK, so 2002 die Nuclear Energy Agency der OECD in einer Übersichtsdarstellung, führte dazu, dass es schließlich zu einer sehr raschen Entwicklung von Wasserdampf kam und der dadurch entstehende Druck den Reaktorbehälter sowie das Dach des Gebäudes wegsprengte.

Die Explosion und die danach einsetzenden Brände schleuderten radioaktives Material hoch in die Atmosphäre, wodurch die leichteren Bestandteile in den folgenden Wochen zum Teil über mehrere 1.000 Kilometer transportiert werden konnten. Schwere Partikel, darunter auch Splitter der Brennstäbe mit den darin enthaltenen Spaltprodukten wie Plutonium gingen in einem Umkreis von einigen Dutzenden Kilometern in der Ukraine und im Südosten Weißrusslands runter.

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Fruchtzucker verändert DNA von Gehirnzellen

Unsere Ernährung kann womöglich Erbgutmoleküle verändern – und damit beeinflussen, welche Gene abgelesen werden © Svisio/ thinkstock
Weitreichender Einfluss: Eine fruchtzuckerhaltige Ernährung könnte unser Erbgut verändern, wie ein Versuch mit Ratten zeigt. Demnach verändert Fructose Anlagerungen an der DNA von Gehirnzellen. Diese beeinflussen, welche Gene abgelesen werden – und können so das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen, sowie die Entstehung von Krankheiten wie Parkinson oder Depressionen fördern.

scinexx

Alle unsere Zellen tragen das gleiche Erbgut. Doch je nach Gewebe und Zelltyp ist jeweils ein anderer Teil davon aktiv und wird abgelesen. Reguliert wird dieser zweite Code des Lebens über das sogenannte Epigenom – molekulare Veränderungen an der DNA, die wie ein Schalter das Ablesen der genetischen Informationen an bestimmten Stellen verhindern können. Zellen steuern so unter anderem, wann sie welche Proteine produzieren.

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Die Armen in Deutschland – dem Tod so nah

Bild: heise.de
Politik und Gesellschaft begegnen den Gestrauchelten oft voller Abscheu. Jeden Tag frisst sich die Armut ein Stück weiter und tiefer in die Armen und Ärmsten, bis von ihrem Menschsein nur noch ein Stück Elend übrig ist (Selber schuld: Arm, kränker und früher Tod). Und an diesem Stück Elend ergötzen sich dann Teile der Gesellschaft. Sie schütteln und rütteln die Armen und setzen sie einer symbolischen Gewalt aus, die in ihrer Brutalität der Gewalt des Straßenschlägers, der seinem wehrlosen Opfer noch an den Kopf tritt, kaum nachsteht. Seit vielen Jahren findet eine geradezu schizophrene Politik Anwendung, die, bei Lichte betrachtet, Armut zu bekämpfen versucht, indem sie Armut noch weiter verstärkt.

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

An einem regnerischen Januarabend 2016: Ein Auto fährt auf einer der langen Hauptstraßen stadteinwärts. Im Scheinwerferlicht ist ein Mensch zu erkennen, der rechts auf dem Fahrradweg liegt. Drei Meter hinter ihm ein Fahrrad, ein Meter seitlich davon ein Rucksack. Der Autofahrer fährt langsamer, schaut sich die Szene genauer an und kommt zu dem Schluss: Der Mann mit dem Fahrrad ist gestürzt. Der Autofahrer hält auf Höhe des Mannes an, lässt die Seitenscheibe seines Fahrzeugs runter und fragt: „Alles in Ordnung, brauchen Sie Hilfe?“

Innerhalb von wenigen Sekunden wird klar, was schon auf den ersten Blick aus etwas Entfernung vermutet werden konnte: Der Mann Ende 40, Anfang 50, der mittlerweile auf dem Boden sitzt, dürfte kaum zur Bourgeoisie des Landes gehören. Ein dicker, verwaschener Kapuzenpullover, eine Jeans, die schon lange nicht mehr parketttauglich ist, ein altes Mountainbike, das für die Körpergröße des Mannes eine Nummer zu klein ist und ein Rucksack, der bei genauerer Betrachtung wohl seine eigene Geschichte erzählen würde. „Nein“, sagt der Mann. „Alles in Ordnung. Geht schon.“

„Was ist los?“, fragt der Autofahrer. Gestürzt sei er, antwortet der Mann. Die Kette seines Fahrrads sei beim Schalten übersprungen, dann habe es ihn vom Fahrrad gehauen. Beim Versuch aufzustehen, sei ihm der Kreislauf weggesackt, aber nun gehe es.

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