„Jane Roe“ gestorben – die Frau hinter dem US-Abtreibungsrecht

(c) REUTERS (SHAUN HEASLEY)
(c) REUTERS (SHAUN HEASLEY)
Die 69-Jährige erstritt einst das Abtreibungsrecht, später bezeichnete sie die von ihre erkämpfte Legalisierung als größten Fehler ihres Lebens.

Die Presse.com

Die Amerikanerin Norma McCorvey, die unter dem Pseudonym Jane Roe den Frauen in den USA vor Gericht das Abtreibungsrecht erstritt, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Das bestätigte der Journalist Joshua Prager, der an einem Buch über den Fall arbeitet, der dpa in einer E-Mail. Demnach starb McCorvey am Samstag in Katy (Texas) an Herzversagen.

Sie war 22 Jahre alt, arm und unverheiratet, als sie schwanger wurde und ein texanisches Gesetz anfocht, das Abtreibungen als verfassungswidrig verbot – es sei denn, das Leben der Mutter wäre gefährdet. Ähnliche Gesetze gab es damals fast überall in den USA. Zum Schutz ihrer Identität wurde sie zu „Jane Roe“, der Rechtsfall als „Roe v. Wade“ bekannt. Später enthüllte sie aber selber ihre Identität.

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Umweltministerin verbietet Fleisch und Fisch für ihre Gäste

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Das Ministerium von Barbara Hendricks serviert seinen Gästen seit Februar nur noch vegetarische Speisen. Die Behörde müsse schließlich Vorbild sein. Ernährungsminister Schmidt kritisiert die Regelung.

DIE WELT

Nicht Fisch, nicht Fleisch: Gäste des Bundesumweltministeriums (BMUB) werden auf Anweisung von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) seit Anfang Februar nur noch vegetarisch verköstigt. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Demnach erhielten die Abteilungsleiter per E-Mail eine entsprechende Aufforderung. „Dienstleister/Caterer, die Veranstaltungen des BMUB beliefern, … verwenden weder Fisch oder Fischprodukte noch Fleisch oder aus Fleisch hergestellte Produkte“, zitierte die Zeitung.

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Warum Schlangenbisse immer noch tödlich enden

Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Millionen Menschen kämpfen jährlich mit den schweren Folgen eines Schlangenbisses. Oft fehlt das Gegengift, weil sich für Pharmafirmen die Produktion nicht lohnt.

Von Nicole Simon | Potsdamer Neueste Nachrichten

Wenn der Regen kommt, ist es besonders schlimm. Mit den Wolkengüssen kriecht eine tödliche Gefahr hervor. Der Regen drängt Kobras, Vipern und Mambas aus ihren Verstecken. Jedes Jahr werden rund fünf Millionen Menschen von Schlangen gebissen, rund 100 000 von ihnen sterben. Mehr als dreimal so viele verlieren Gliedmaßen, werden entstellt oder entwickeln andere schwere Behinderungen.

Die meisten Opfer leben in Afrika und Südostasien. Es sind Menschen in ländlichen Gebieten und mittellose Kleinbauern, die ihre Felder noch mit einfachsten Mitteln bewirtschaften. Wer den ganzen Tag mit bloßen Händen Unkraut jätet, mit nackten Füßen das Vieh auf die Felder führt oder Getreide erntet, ist den Tieren schutzlos ausgeliefert. Je ärmer eine Bevölkerung ist, umso wahrscheinlicher wird das tödliche Aufeinandertreffen. Rund ein Viertel der Toten sind Kinder. In den kleinen Körpern ist der Schaden, der das Gift anrichtet, besonders groß.

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«Impfungen führen zu Krebs und Masturbation»

Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Im Toggenburg machen die Impfgegner zunehmend mobil. Die Heilpraktikerin Zita Schwyter spricht sogar von einer Impfkrankheit mit schauerlichen Symptomen.

20min.ch

«Symptome der Impfkrankheit: Schlafstörung, Legasthenie, Stottern, Autismus, Hirntumor oder Masturbation», heisst es auf einem Zettel im Behandlungszimmer von Heilpraktikerin Zita Schwyter aus Uznach SG. Das alles seien mögliche Folgen, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen, so heisst es in der«Toggenburger Zeitung».

Mit ihrer Haltung ist Impfgegnerin Schwyter nicht allein. Im Toggenburg gibt es laut der Zeitung derzeit einen regelrechten Run auf «Informationsabende» rund um das Thema Impfen. Und die Impfgegner finden offenbar Gehör, denn laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich immer weniger Menschen impfen.

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Australien: Kirche zahlte 190 Millionen an Missbrauchsopfer

missbrauch

Australiens katholische Kirche hat in den vergangenen Jahrzehnten umgerechnet mehr als 190 Millionen Euro an Tausende Opfer von sexuellem Missbrauch durch Geistliche gezahlt.

religion.ORF.at

m Durchschnitt bekam jedes Opfer 91.000 australische Dollar (etwa 66.000 Euro) – meist allerdings mit vielen Jahren Verspätung. Das wurde am Donnerstag bei Beratungen einer offiziellen Untersuchungskommission bekannt, die die Missbrauchsvorwürfe aufarbeiten soll.

Behandlungen und Anwaltskosten

Insgesamt zahlte die Kirche seit 1980 etwa 276 Millionen australische Dollar aus – als Entschädigung, aber auch für ärztliche Behandlungen und Anwaltskosten. 4.445 Frauen und Männer haben bisher gemeldet, dass sie als Kinder von katholischen Geistlichen missbraucht worden seien. Die Dunkelziffer liegt vermutlich viel höher. In mehr als 3.000 Fällen wurde Geld überwiesen. Mehrere hundert Fälle sind aber auch noch offen.

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Missbrauchsopfer: ‚Der Vergewaltiger ist nach wie vor Priester‘

missbrauch

„Der Vergewaltiger ist nach wie vor Priester.“ Das sagt Missbrauchsopfer Daniel Pittet, wie „kath.ch“ berichtet.. Pittet war als Ministrant der Kathedrale Freiburg jahrelang regelmäßig von einem Kapuzinerpater missbraucht worden, erst mit 12 Jahren konnte er sich aus dem Zugriff des Priesters befreien. Der 58-Jährige hat seine Erfahrungen in einem soeben erschienen Buch öffentlich gemacht

kath.net

Pittet machte viele Jahre später die Sache dem damaligen Offizial des Diözesangerichts des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg bekannt, dem späteren Vatikandiplomaten und Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset. Dieser glaubte ihm, rief den Kapuziner zu sich, der Pater gestand die Taten, so berichtete „kath.ch“. Der Pater wurde nach Frankreich versetzt, Pittet wurde informiert, dass der Geistliche sich behandeln lassen werde.

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Trump just gave a weapons-grade crazy press conference — here are the 7 most insane moments

Donald Trump speaking with supporters at a campaign rally at the Prescott Valley Event Center in Prescott Valley, Arizona (Gage Skidmore/Flickr)
Donald Trump speaking with supporters at a campaign rally at the Prescott Valley Event Center in Prescott Valley, Arizona (Gage Skidmore/Flickr)
President Donald Trump held a press conference today in which he once again boasted about his November election win and attacked the mainstream media for producing “fake news.”

By Brad Reed | RawStory

But beyond the usual boasting and bashing, the president made several jaw-dropping statements that were surprising even by his standards. Below, we’ll go over the seven craziest moments at today’s press conference.

  1. Trump says that while the leaks coming out of his administration are real, the news stories being written about them are still fake news.When asked to explain the seeming contradiction in his desire to both crack down on leaks in his administration and to attack news stories based on those leaks, the president simply said the leaks from the administration were real, but the news they generated was fake.”The leaks are real,” Trump said. “The leaks are absolutely real. The news is fake because so much of the news is fake.”
  2. Trump falsely claims that his electoral college victory this past November was the biggest since Ronald Reagan’s.With 306 electoral college votes, Trump’s margin of victory last year was smaller than not only Ronald Reagan’s, but also George H.W. Bush’s victory in 1988, Bill Clinton’s two victories in 1992 and 1996, and Barack Obama’s two wins in 2008 and 2012.When confronted by this, Trump simply replied that he “was given that information,” without acknowledging that the information was false.

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Kloster Irsee arbeitet Euthanasie auf

Bild. BR.de
Bild. BR.de
Das Kloster Irsee bei Kaufbeuren war ein zentraler Ort der Euthanasie-Verbrechen und Patientenmorden in der NS Zeit – jetzt hat man die Massengräber genauer lokalisieren können und eine Dokumentation vorgelegt.

Von Daniel Knopp | BR.de

Noch bis 1972 hieß das Kloster Irsee „Kreis-Irren-“ beziehungsweise „Heil-und Pflegeanstalt“. Im Rahmen einer großen Pflege-Fachtagung hat das Bildungswerk des Bayerischen Bezirketags nun eine Schrift über die Patientengräber dort vorgelegt, die die Grausamkeiten in der NS-Zeit dokumentiert:

Ein „lebhafter Idiot“, dann der „Exitus“

„Es grüßt dich deine dich nie vergessende Mama“, so endet ein Weihnachtsbrief an den 5jährigen Erwin L. Es sollte der letzte Weihnachtbrief sein. Am 14. September 1943 wurde der fränkische Junge, der lediglich nicht richtig sprechen konnte, nach Irsee verlegt. Der zuständige Oberarzt beschreibt Erwin als, so wörtlich, „lebhaften Idioten ohne Sprachäußerung“. Sechs Wochen später folgt der Eintrag „Exitus“ mit der für die Opfer der Euthanasie typischen Todesursache Bronchopneumonie. Erwins Grab befindet sich heute auf dem Irseer Ortsfriedhof, die genaue Stelle ist jetzt gefunden: Es sei die Nummer 264, sagt Stefan Raueiser vom Bildungswerk Irsee.

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Wunderwaffe Mikrobiom – obskures in 3Sat-Doku

Asthmapatient mit Inhalator. Foto: ZDF und ORF
Asthmapatient mit Inhalator. Foto: ZDF und ORF
Eine 3sat-Doku will die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Bakterienforschung zusammentragen – und verirrt sich dabei in allzu dubiosen Ecken.

Von D. J. Frederiksson | Frankfurter Rundschau

Die Fakten der menschlichen Bakterienflora hören nie auf, zu erstaunen: 100 Billionen autonome Kleinstlebewesen residieren in jedem menschlichen Körper, das sind mehr als körpereigene Zellen. Allein der Darm beinhaltet volle zwei Kilogramm Mikrobenmaterial – die gleiche Masse wie unser Gehirn. Dass eine so komplexe Lebensmischung nicht nur die Frage nach dem „Selbst“ ganz neu stellt, sondern auch allerhand Einfluss auf den Gesundheitszustand hat, war schon länger bekannt. Diese 3Sat-Doku versucht nun, 50 Minuten mit neuen Erkenntnissen zu dem Thema zu füllen. Weil diese aber partout nicht ausreichen, müssen sich die Macher so einige Albernheiten einfallen lassen.

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Polen: Die „Pille danach” wieder rezeptpflichtig?

kirche_polenDie polnische Regierung hat heute ein Gesetzesvorhaben verabschiedet, nach dem die sogenannte Notverhütung nicht mehr rezeptfrei sein wird. Der Gesundheitsminister kündigte diese Änderung bereits kurz nach seinem Amtsantritt an und begründet dies mit der Möglichkeit des Missbrauches.

Von Dorota Rędzikowska | POLEN HEUTE

Das Medikament „EllaOne“ wird „die Pile danach“ oder „Notfallverhütung“ genannt. Es blockiert oder verspätet den Eisprung, so dass die Schwangerschaft auch nach dem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung oder einer Vergewaltigung verhindert werden kann. „EllaOne“ wurde in der Europäischen Union im Jahre 2009 zugelassen und seit 2015 ist es rechtlich erlaubt, das Medikament rezeptfrei zu kaufen. Dies wurde vor knapp zwei Jahren in Polen mit einer Einschränkung zugelassen – sie waren ab dem 15. Lebensjahr erhältlich.

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After a 40 Year Battle, Is Male Birth Control Finally Coming?

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Meet the man who never gave up on bringing it to market.

By Sohini Chattopadhyay | MOTHERBOARD

Professor Sujoy K. Guha is undeniably stylish. A short, slender man, he is among the select few who can pull off a pair of sneakers with formal shirts and trousers. At 76, he is deceptively brisk, guiding me around the Indian Institute of Technology (IIT) Kharagpur campus to show off his new projects: an artificial heart modeled on the 13-chamber heart of the cockroach; a road transport system to lower vehicular pollution. Guha is cheerful and poised with a birdlike quaver in his voice, not at all how I expected a man who has waited 37 years for his work to be introduced to the world.

In 1979, Guha published a paper in the scientific journal Contraception  laying out the idea for his original drug molecule Risug, a non-hormonal, reversible male contraceptive. His idea is simple: All particles carry an electric charge and can be defused by the opposing charge. Sperm are negatively charged and can be defused by the positive ions of the Risug drug polymer. This polymer is inserted with a single injection to the scrotum, which forms an indissoluble film inside the vas deferens—the duct connecting the testes to the penis. The drug formulation for this injection is styrene maleic acid anhydride with dimethyl sulfoxide (SMA+DMSO).

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Reprogrammierte Totipotenz könnte Erzeugen von genetischen Klonen ermöglichen

Embryonale Stammzellen (links) können kein Gewebe wie die Plazenta herstellen, um eine Verbindung zwischen Embryo und Mutter herzustellen. Wird eine microRNA blockiert, können diese extra-embryonalen Gewebe (rote Zellen, rechts) produziert werden. Bild: Lin He
Embryonale Stammzellen (links) können kein Gewebe wie die Plazenta herstellen, um eine Verbindung zwischen Embryo und Mutter herzustellen. Wird eine microRNA blockiert, können diese extra-embryonalen Gewebe (rote Zellen, rechts) produziert werden. Bild: Lin He
Eine einfache Manipulation scheint auszureichen, um totipotente Stammzellen mit weitgehend unbegrenzter Entwicklungsfähigkeit zu erzeugen

Von Volker Henn | TELEPOLIS

Vier genetische Faktoren verwandeln gewöhnliche Körperzellen in pluripotente Stammzellen. Forschern gelang nun in Mäusen der nächste Schritt: Das Ausschalten eines einzelnen Faktors erzeugt Stammzellen, die einer befruchteten Eizelle ähneln. Sollte dies auch beim Menschen möglich sein, stände das Tor für die Erzeugung von genetischen Klonen weit offen.

Einfach ist oftmals besser – das gilt auch in der Wissenschaft. Wenn Methoden so kompliziert und zeitraubend sind, dass nur wenige Spezialisten sie beherrschen, kommt die Forschung nur schleppend voran. Werden die Methoden vereinfacht, kann die Entwicklung regelrecht explodieren, wie jüngst die Genschere CRISPR und davor die iPS-Zellen demonstriert haben. Nun gelang Forschern womöglich ein weiterer Durchbruch: Eine einfache Manipulation scheint den Zugriff auf totipotente Zellen zu ermöglichen – und damit auf das unbeschränkte Entwicklungspotenzial der befruchteten Eizelle.

Eizellen weisen eine Fähigkeit auf, die selbst embryonale Stammzellen verloren haben. Letztere sind zwar pluripotent und verwandeln sich in fast alle menschlichen Gewebe, jedoch nicht in die Plazenta: Damit fehlt den embryonalen Zellen die Möglichkeit, sich eigenständig im Mutterleib zu einem vollständigen Menschen zu entwickeln.

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Forscher bewahren genmodifizierte Mäuse vor Kokainsucht

Die Steigerung der Cathein-Abgabe führt zu weniger und nicht zu mehr Verlangen nach der Droge

derStandard.at

Ob man das Verlangen nach Drogen besiegen kann, hat womöglich auch etwas mit Willensstärke zu tun. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive hat Drogensucht sehr viel mehr mit Genetik und Biochemie zu tun. Einen sehr anschaulichen Beweis dafür haben nun Forscher um Shernaz Bamji (University of British Columbia) im Fachmagazin „Nature Neuroscience“ vorgelegt – und zwar anders als ursprünglich gedacht.

Die Neurobiologen haben Mäuse genetisch so manipuliert, dass sie mehr Catheine produzierten, die Synapsen im Hirn stärken. Die Forscher gingen davon aus, dass sich auf diese Weise die neuronale Netze im Belohnungszentrum so verändern würden, dass die Nager noch anfälliger für Suchtverhalten werden würden.

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Umweltgifte selbst im Tiefseegraben

Der Flohkrebs Hirondellea gigas lebt im Marianengraben - und ist eort extrem hoch mit PCB belastet. © Alan Jamieson/ Newcastle University
Der Flohkrebs Hirondellea gigas lebt im Marianengraben – und ist eort extrem hoch mit PCB belastet. © Alan Jamieson/ Newcastle University
Überraschend giftig: Selbst die tiefsten Gräben der Ozeane sind mit Giftstoffen wie PCB und polybromierten Diphenlyethern (PBDE) belastet – und das überraschend stark. Am Grund des Marianengrabens ermittelten Forscher in Krebsen PCB-Werte, die sogar 50-fach höher liegen als im dreckigsten Fluss Chinas. Woher die Schadstoffe stammen und warum ausgerechnet die vermeintlich unberührte Tiefsee so stark belastet ist, bleibt vorerst rätselhaft.

scinexx

Polychlorierte Biphenyle (PCB) gehören zum „dreckigen Dutzend“ der langlebigen organischen Schadstoffe (POP). Diese hormonähnlich wirkenden und krebserregenden Chlorverbindungen sind teilweise seit Jahrzehnten verboten. Dennoch lassen sich diese in der Natur kaum abbaubaren Umweltgifte bis heute im Gletschereis, in Meeressäugern und sogar in Blut und Muttermilch von Menschen nachweisen.

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Papst: Suizide von Missbrauchsopfern „lasten auf meinem Herzen“

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Papst Franziskus hat die Angehörigen von Menschen, die sexueller Missbrauch durch Priester in den Suizid trieb, um Vergebung gebeten. Anlass ist die Veröffentlichung des Erfahrungsbericht des Schweizer Ex-Priesters Daniel Pittet. Als Kind wurde er jahrelang von einem Priester missbraucht.

evangelisch.de

„Diese Toten lasten auf meinem Herzen, auf meinem Gewissen und dem der Kirche“, schreibt Papst Franziskus in einem am Montag in der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ vorab veröffentlichten Vorwort zum Buch eines Missbrauchsopfers. „Ihre Familien bitte ich demütig um Vergebung.“

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Kirche und sexueller Missbrauch: Es ist ein Lügentheater

missbrauchWährend einer Veranstaltung beim ökumenischen Kirchentag in München, am 14.05 2010 als Pater Klaus Mertes zum Thema „Missbrauch“ sprach, hat der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, seine Stimme für die vielen im Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt erhoben und lautstark gefordert:

„Beenden Sie diese Veranstaltung. Es ist ein Lügentheater. Treten Sie ab. Sie haben versagt.“

Pressemitteilung netzwerkB

Seitdem sind bald sieben Jahre vergangen. Eine Aufarbeitung der Verbrechen in der katholischen Kirche wird nach wie vor in Deutschland verhindert – unterstützt durch Politik und einer Justiz, die lieber die Augen verschließen wenn es um Gerechtigkeit geht.
In Australien hat die Justiz erschreckende Tatsachen öffentlich gemacht.
Die nun veröffentlichte Studie einer staatlichen Untersuchung durch eine Royal Commission, die auf höchster Ebene durch die australische Justiz geführt wird, hat 4500 Fälle von ‘sexuellem Missbrauch‘ von Kindern in den letzten 30 Jahren in mehr als 1000 kirchlichen Institutionen dokumentiert.

„Täter wurden von der einen in die andere Kirchengemeinde versetzt, statt sie zur Rechenschaft zu ziehen. So konnten sie ungehindert weitermachen, in einigen Fällen taten sie dies jahrzehntelang.“
Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt dazu wie folgt
Stellung:

Auch in Deutschland wurden die Täter in andere Gemeinden versetzt. Die Kardinäle und Bischöfe haben zu verantworten, dass aus Einzeltäter
Serientäter wurden.
Uns von netzwerkB liegt beispielhaft ein Fall vor, der diese von uns
erhobenen Vorwürfe gegen die katholische Kirche eindeutig nachweist. Der Fall ist dokumentarisch festgehalten; schriftliche Tätergeständnisse
liegen vor.

Bereits mehrfach haben wir den Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, der für den vorliegenden Fall Verantwortung trägt, gebeten, uns bei der Aufarbeitung zu unterstützen. Bischof Feige schweigt.

Den Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz Dr. Stephan Ackermann haben wir ebenfalls um Aufarbeitung gebeten. Auch Bischof Ackermann schweigt.

Liebe Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen,

Sie haben uns in den vergangen Jahren immer wieder unterstützt, haben uns eine Stimme gegeben wo andere uns lieber wieder mundtod machen wollten.

Auch wenn es darum ging, der Politik zu verdeutlichen, dass es an der Zeit ist, das Schweigen zu beenden und gegen diese abscheulichen Verbrechen endlich etwas zu unternehmen, gaben Sie uns eine Stimme und haben darüber berichtet.

Leider hat das alles nicht viel gebracht, denn:

Kardinäle, Bischöfe und sonstige Würdenträger schweigen nach wie vor,
haben nicht das geringste Interesse an Aufarbeitung.
Die Politik hat mit einem ‚Missbrauchsbeauftragten‘, der keinerlei
Kompetenzen hat, sondern nur als Papiertiger auftreten kann, in der
Gesellschaft für Ruhe gesorgt.
Die Justiz denkt nicht daran und ist auch rechtlich von der Politik nicht
dazu befugt, die Verbrechen von damals aufzuklären.
Die Worte beim Kirchentag in München, im Mai 2010, treffen leider auch
heute zu:

„Beenden Sie diese Veranstaltung. Es ist ein Lügentheater. Treten Sie
ab. Sie haben versagt.“

Weiterführende Informationen:

SRF 06.02.2017 – Untersuchung in Australien:
http://www.srf.ch/news/international/sieben-prozent-der-katholischen-geistlichen-missbrauchten-kinder

ARD Brisant 14.05.2010 – Ökumenischer Kirchentag in München:
https://youtu.be/GEPjxAul2TA

Brief an Bischof Ackermann vom 23.09.2016:
http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2016/11/2016-09-23_an-Bischof-Ackermann.pdf

Darum jammern Männer bei einer Grippe wirklich

 Männer leiden bei einem Infekt besonders stark Quelle: Getty Images/OJO Images RF
Männer leiden bei einem Infekt besonders stark Quelle: Getty Images/OJO Images RF
Mehr als 40.000 Menschen sind in diesem Winter bereits an der Grippe erkrankt. Männer leiden besonders stark, heißt es. Und tatsächlich: Die „Männergrippe“ gibt es wirklich. Forscher haben eine Erklärung.

DIE WELT

Krank von jetzt auf gleich: Die Grippe greift in Deutschland um sich, sorgt für volle Arztpraxen und Ausbrüche in Schulen und Altenheimen. Das Robert-Koch-Institut hatte vor wenigen Tagen die beträchtliche Zahl von 14.000 bestätigten Fällen von Influenza sowie 32 größeren Ausbrüchen innerhalb einer Woche übermittelt. Beides Saison-Höchstwerte.

Insgesamt ist damit die Gesamtzahl der im Labor bestätigten Erkrankungsfälle seit Oktober 2016 auf 43.288 gestiegen. Ausbrüche treffen vor allem Einrichtungen, wo viele Menschen zusammenkommen und sich leicht gegenseitig anstecken können: Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeheime.

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Zika: Das Virus bleibt gefährlich

Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der...Foto: dpa/Antonio Lacerda
Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der…Foto: dpa/Antonio Lacerda
Forschern ist erstmals eine konkrete Risikoabschätzung zu Missbildungen bei Embryos gelungen, die sich im Bauch der Mutter mit Zika infizierten. Die WHO verspricht Impfstoffe für 2020.

Von Hermann Feldmeier | DER TAGESSPIEGEL

Vor einem Jahr griff die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Anbetracht der dramatischen Ausbreitung des Zikavirus in Süd- und Mittelamerika zu einer äußerst selten genutzten Maßnahme und rief den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Auslöser für die Alarmierung der Öffentlichkeit war die Beobachtung brasilianischer Frauenärzte über einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Zikavirus-Infektion während der Schwangerschaft und Gehirnfehlbildungen des Kindes. Wie hoch allerdings das Missbildungsrisiko ist, blieb bislang unklar. Eine in dem Fachblatt „Journal of the American Medical Association“ veröffentliche Studie ermöglicht nun erstmals eine konkrete Risikoabschätzung.

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Cell Death Might Be Reversible, and Scientists Are Trying to Find Out Why

Image: Denise Montell
Image: Denise Montell
A mysterious cell process named anastasis (Greek for „rising to life“) challenges our idea of life being a linear march towards death, and suggests that cell death can actually be reversed under certain conditions—essentially allowing cells to un-die.

By Farnia Fekri | MOTHERBOARD

Even as the cell is shrivelling up in response to radiation, toxins, or other stresses, it can in some cases undo the dying process and repair itself if the stress is taken away before the cell is completely gone, said cell biologist Denise Montell of the University of California, Santa Barbara.

„In the field of people studying apoptosis—this programmed cell suicide mechanism—it has been a tenet in that field that once cells trigger this death process, it’s irreversible,“ Montell told me over the phone. Her research, beginning with a paper published by the journal Molecular Biology of the Cell in 2012, shows otherwise.

Montell’s lab wants to see if they can use anastasis to salvage hard-to-replace cells in the human body, which could be important in treating ischemia or heart attacks. But it could also provide an accidental, chilling glimpse into the hows and whys of cancer.

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Sexueller Missbrauch von Heimkindern – Aufklärung verzögert sich

 dpa/Daniel Naupold Das Kinder- und Jugendheim „Hoffmannhaus“ der Brüdergemeinde Korntal.
dpa/Daniel Naupold Das Kinder- und Jugendheim „Hoffmannhaus“ der Brüdergemeinde Korntal.
Der Vorwurf wiegt schwer: Sexueller Missbrauch von Heimkindern. Seit Jahren hoffen Betroffene auf Klärung und eventuelle Wiedergutmachung. Die Bemühungen um einen Aufklärer sind vorerst gescheitert.

FOCUS ONLINE

Im Ringen um die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Heimen der evangelischen Brüdergemeinde Korntal (Kreis Ludwigsburg) haben sich die Fronten verhärtet. In einem mehrere Stunden dauernden Gespräch konnten sich Opfervertreter, die Brüdergemeinde und Mediatoren am Samstag nicht auf einen gemeinsamen Aufklärer einigen.

Man sei sich zwar grundsätzlich einig, doch habe der Widerspruch einer Mediatorin gegen den zunächst vorgesehenen Aufklärer eine Entscheidung im Konsens verhindert, berichteten Teilnehmer. Demnach führte die Mediatorin Elisabeth Rohr Medienberichte an, wonach der einzige Kandidat für das Amt, der Rechtsanwalt Ulrich Weber, in eine Korruptionsaffäre verwickelt sein könnte.

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