Paragraf 219a: Linke gegen Fraktionszwang

Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
Es gebe eine Mehrheit im Bundestag für die Änderung von Paragraf 219a, so die Linken-Vize Cornelia Möhring. Deshalb fordert sie über das Werbeverbot für Abtreibungen eine Abstimmung ohne Fraktionszwang.

katholisch.de

Die Bundestagsfraktion der Linken drängt bei einer Abstimmung über das in Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs geregelte Werbeverbot für Abtreibungen auf eine Befreiung der Abgeordneten vom Fraktionszwang. Die SPD dürfe sich da „nicht länger herausreden“, sagte Vizefraktionschefin Cornelia Möhring der Tageszeitung „neues deutschland“ (Montag). Es gebe eine parlamentarische Mehrheit von Linken, Grünen, FDP und SPD im Parlament für die Änderung des Paragrafen, so Möhring weiter. Die SPD habe einen Beschluss gefasst, dass es „entweder im Frühherbst einen Gesetzesentwurf der zuständigen Ministerien gibt oder die Abstimmung im Bundestag freigegeben wird“. Möhring betonte, sie rechne damit, dass dies auf die Befreiung der Abgeordneten vom Fraktionszwang hinauslaufe. Denn dass sich die Ministerien einigen, „kann ich mir kaum vorstellen“.

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Dublins Erzbischof hofft auf Papstworte zum Thema Missbrauch

Der irische Erzbischof Diarmuid Martin wünscht sich von Papst Franziskus klare Worte zum Thema Missbrauch. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird am 25. und 26. August Irland besuchen, Anlass ist das Weltfamilientreffen in Dublin.

DOMRADIO.DE

Es sei wichtig, dass der Papst bei seinem bevorstehenden Irlandbesuch das Thema nicht als Teil der Kirchengeschichte anspreche, sondern „als Teil der Gegenwart, denn die Wunden sind da, und es entstehen neue Wunden“, sagte der Erzbischof von Dublin dem Sender RTE am Samstag.

Wenn man ihn vor zwei Jahren gefragt hätte, hätte er wohl von Institutionen und Missbrauch durch Kleriker gesprochen, sagte Martin weiter. Aber heute gebe es den Fall der sogenannten Magdalenen-Wäschereien, der Mutter- und Kindheime und „eine ganze Reihe anderer Orte, an denen Missbrauch als traurige Dimension der Entwicklung der Kirche entsteht“, so der Erzbischof.

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Data from Weather-Tracking Satellite Helps Scientists Predict Cholera Outbreak

Extra-Tropical Cyclone Off the Coast of Japan, March 10, 2014 Credit: NASA/JAXA
Hurricanes are devastating for the populations they hit, not only because of the damage caused by winds but also because of the increased risk of diseases after the storm passes. To help people affected by these storms, researchers used data from NASA’s Global Precipitation Measurement (GPM) satellite to make predictions about cholera outbreaks.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

Cholera, according to the Mayo Clinic, is a bacterial disease that spreads through contaminated water or food. Symptoms of cholera can include nausea, vomiting, severe diarrhea, dehydration and even death if left untreated. There were more than 130,000 reported cases of cholera worldwide in 2016, according to the World Health Organization, but estimates of the true number of cholera cases are much higher – between 1.4 million to 4 million cases annually.

„In the countries less developed with infrastructure that is not the equivalent, let’s say, of Europe or the United States or Canada, then, the population that has to rely on river water or pond water is at risk for cholera,“ microbiologist Rita Colwell said in a new video from NASA’s Goddard Space Flight Center. She is a microbiologist and professor at the University of Maryland, College Park, and at Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health. [Photos: NASA’s Rain-Tracking GPM Satellite Mission in Pictures]

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Schadet Handystrahlung dem Gedächtnis?

Die erhöhte Strahlenbelastung durchs drahtlose Telefonierern könnte zumindest bei Jungendlichen doch negative Effekte haben. © OJO image/ iStock
Doch schädlich? Wenn Jugendliche viel mit dem Handy telefonieren, könnte dies negative Auswirkungen auf ihre Gedächtnisentwicklung haben. Wie eine Schweizer Studie mit 700 Jugendlichen ergab, beeinträchtigt die erhöhte Strahlenbelastung vor allem das visuell-gegenständliche Gedächtnis. Halten die Vieltelefonierer ihr Handy vorwiegend an die linke Kopfseite, ist dagegen das verbale Gedächtnis stärker betroffen, wie die Forscher berichten.

scinexx

Die Frage, ob und wie Handystrahlung der Gesundheit schadet, ist nach wie vor hoch umstritten. Studien zu den Folgen erhöhter Strahlenbelastung durch die hochfrequenten elektromagnetischen Felder kamen bisher zu widersprüchlichen Ergebnissen. So gibt es Hinweise auf eine lokale Erhöhung der Hirnaktivitätund Veränderungen des Ionenhaushalts im Gehirn. Während jedoch die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung als potenziell krebserregend einstuft, gab eine der bisher größten Studien dazu eher Entwarnung.

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Präparate aus Griechenland: Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten

Bild: tagesschau.de
Eine Brandenburger Firma soll jahrelang in ganz Deutschland Krebsmedikamente vertrieben haben, die offenbar aus Griechenland gestohlen wurden. Die griechische Polizei warnt vor Gefahr für Gesundheitsrisiken.

tagesschau.de

Fragwürdige Medikamente gegen Krebserkrankungen sind offenbar in Deutschland in den Arzneihandel gelangt: Die Brandenburger Firma „Lunapharm“ steht im Verdacht, jahrelang gestohlene Medikamente im Wert von mehreren Millionen Euro vertrieben zu haben.

Das geht aus einer Rückrufliste des brandenburgischen Gesundheitsministeriums hervor, die dem rbb vorliegt. Demnach sind Apotheken und Pharmahändler in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zwischen 2015 und 2017 von „Lunapharm“ mit Medikamenten beliefert worden. Die Firma selbst bezog die Mittel demnach von einer griechischen Apotheke, die in Deutschland keine Großhandelslizenz hatte.

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Weil es um Leben und Tod geht

Ein Kind erhält in einer onkologischen Tagesklinik bei einer Chemotherapie eine Infusion.Foto: Matthias Balk/dpa
Der Skandal um Krebsmedikamente trifft nicht nur Brandenburg, sondern ganz Deutschland. Nötig sind politische Konsequenzen. Der Staat hat seine Bürger nicht geschützt.

Von Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Das darf nicht passieren. Weil es um Leben und Tod geht. In Brandenburg hat das Landesgesundheitsamt bei einer seiner Kernaufgaben versagt: bei der Arzneimittelüberwachung. Deshalb wurden vermutlich unwirksame Krebsmedikamente für die Chemotherapie verkauft und Patienten verabreicht, für die die Therapie die Rettung sein kann, eine Chance, die letzte vielleicht.

Im Kern geht es beim Arzneimittelrecht um die Abwehr von Gefahren für die Patienten. Der Staat übernimmt eine Fürsorgepflicht für seine Bürger. Die hat das zuständige Landesamt nicht erfüllt.

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Die fünf grössten Fleisch- und Milchkonzerne der Welt verursachen zusammen mehr Treibhausgase als ExxonMobil, Shell oder BP

Vor allem in reichen Ländern wird zu viel Milch und Fleisch produziert, konsumiert und exportiert. (Bild: Regis Duvignau / Reuters)
Zwei NGOs zeigen auf, dass der Fleischkonsum in den reichen Ländern einen gewaltigen Anteil am Klimawandel hat. Ihre Empfehlungen für den Einzelnen sind aber alles andere als radikal.

Esther Widmann | Neue Zürcher Zeitung

Bei der Suche nach den Verantwortlichen für den Klimawandel gehören Ölkonzerne sprichwörtlich zu den üblichen Verdächtigen. Überraschender dürfte für viele deshalb sein: Die fünf grössten Fleisch- und Milchkonzerne der Welt sind zusammen für mehr Treibhausgase verantwortlich als Ölkonzerne wie ExxonMobil, Shell oder BP. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP), eine Non-Profit-Organisation mit Büros in Minneapolis und Genf, zusammen mit der NGO Grain durchgeführt hat. Beide Organisationen setzen sich für nachhaltige Landwirtschaft ein.

Demnach emittieren die Fleisch- und Milchproduzenten JBS, Tyson, Cargill, Dairy Farmers of America sowie Fonterra zusammen 578,3 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr und liegen damit – wenn auch knapp – vor dem grössten Ölkonzern der Welt, ExxonMobil mit 577 Millionen Tonnen. (Allerdings ändert das nichts daran, dass ExxonMobil, Shell und BP zusammen 1,5 Milliarden Tonnen und damit so viel klimaschädliche Emissionen verursachen wie Japan.)

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Erstmals Schadensersatz für ausländischen Sonderschüler

Szene aus dem WDR-Doku: „Für dumm erklärt – Nenads zweite Chance“
Elf Jahre lang musste Nenad M. eine Sonderschule für geistig Behinderte besuchen – obwohl er keine Behinderung hat. Jahrelang kämpfte er für seine Versetzung auf eine normale Schule. Vergeblich. Experten sehen einen Zusammenhang mit seiner ausländischen Herkunft. Jetzt hat ihm ein Gericht Schadensersatz zugesprochen.

Von Claudia Rometsch, Ekrem Şenol | MiGAZIN

Nenad M. strahlt über das ganze Gesicht. „Jetzt bin ich frei“, kommentiert der 21-Jährige das Urteil des Landgerichts Köln (AZ: 5 O 182/16), das ihm am Dienstag Schadensersatz wegen jahrelanger falscher Beschulung auf der Förderschule zusprach. „Es ist ein bisschen das Gefühl wie letzter Schultag.“ Das Wichtigste an der Gerichtsentscheidung sei für ihn die offizielle Bestätigung, dass er nicht geistig behindert ist. „Die Gerechtigkeit hat gesiegt“, stellt seine Rechtsanwältin Anne Quack fest.

Nenad M. besuchte elf Jahre lang gegen seinen Willen Förderschulen für Kinder mit geistiger Behinderung. Kurz vor seinem 18. Geburtstag hatte er mit Unterstützung des Vereins Mittendrin seinen Wechsel auf eine Berufsschule durchgesetzt und dort seinen Hauptschulabschluss nachgeholt. „Gesunder Menschenverstand hätte ausgereicht, um zu sehen, dass er keine geistige Behinderung hat“, sagt Anwältin Quack.

Wie konnte das passieren?

Doch wie konnte das passieren? Wie konnte ein normal begabtes Kind auf eine Schule für geistig Behinderte zugewiesen werden – und dort elf Jahre lang bleiben? Hat keiner der Sonderpädagogen gemerkt, dass der Junge an dieser Schule falsch war? Hat niemand die Diagnose „geistig behindert“ noch einmal überprüft? Nein!

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Diesel-Skandal: 20 Milliarden Euro Bußgelder gefordert

Bild: Robert-Lehmann/DUH
Noch immer bleibt der Einsatz von Betrugssoftware in Diesel-Pkw in Deutschland weitgehend ungesühnt. Umweltschützer wollen sich nicht damit abfinden

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Seit nun mehr annähernd vier Jahren schwappt der Diesel-Betrug-Skandal durch die Medien, mal auf größere, mal auf geringere öffentliche Aufmerksamkeit treffend (hier eine Chronologie der Ereignisse). Aber mit richtig schmerzhaften Konsequenzen müssen die beteiligten Konzerne hierzulande bisher kaum rechnen.

Wohl gab es die eine oder andere Festnahme – überwiegend in der zweiten und dritten Reihe – und auch ein paar Bußgelder, aber von jenen gut 25 Milliarden Euro, die die bewusst irreführende Manipulation der Emissionswerte auf dem Teststand VW in den USA gekostet haben, ist man hierzulande weit entfernt. Daran zeigt sich unter anderem mal wieder, wie wichtig auch in den Zeiten der Globalisierung die Mutterländer für die Konzerne sind, die bei Bedarf die schützende Hand über sie halten.

Die Frage ist indes, ob sich geprellte Käufer und unter den Stickoxidbelastungen leidende Bürger dies von ihren Regierungen bieten lassen. Die Deutsche Umwelthilfe, die aus dem konservativen und rechtsextremen Lager immer wieder wegen ihrer beharrlichen Aufklärungsarbeit und ihrer Klagen gegen untätige Behörden angegangen wird, ist nicht bereit, die Sache auf sich sitzen zu lassen.

Nach ihrer Ansicht muss Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, „endlich geltendes Recht durchsetzen und Bußgelder in der nach EU-Recht geforderten Höhe gegen die betrügerischen Autokonzerne zu verhängen“.

Bei etwa vier Millionen hierzulande zugelassenen Diesel-Pkw seien „betrügerische Abschalteinrichtungen amtlich nachgewiesen“. Die DUH geht davon aus, dass in nächster Zeit noch weitere Euro-5- und -6-Diesel-Pkw-Modelle mit Betrugssoftware hinzu kommen und es in Deutschland insgesamt um elf Millionen Pkw geht.

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Fall Kardinal McCarrick: Missbrauch war lange bekannt

Mehrere Bischöfe wussten über die Missbrauchsfälle offenbar jahrelang Bescheid, ohne dass es Konsequenzen für McCarrick gegeben hat. Die New York Times veröffentlichte neue Details.

kath.net

Die New York Times hat neue Details über die Fälle sexuellen Missbrauchs an Priestern und Seminaristen veröffentlicht, die offenbar von Theodore Kardinal McCarrick, dem ehemaligen Erzbischof von Washington D.C., verübt worden sind. Die Zeitung schreibt auch von Berichten an Bischöfe und den Vatikan über das Fehlverhalten McCarricks, die ohne Folge geblieben sind.

Boniface Ramsey, ein Professor an der Seton Hall University von 1986 bis 1996, sagte gegenüber der New York Times, er melde das Verhalten McCarricks seit dreißig Jahren ohne irgendetwas zu erreichen. Er habe den damaligen päpstlichen Nuntius Gabriel Montalvo und auf dessen Veranlassung hin auch den Vatikan über das Fehlverhalten von Erzbischof McCarrick informiert, als dieser zum Erzbischof von Washington ernannt worden war.

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Mit Gentech gegen Alterskrankheiten

Interpretierbar: Aus ihrer DNA-Struktur können Computer inzwischen das Aussehen von Menschen rekonstruieren. (imago/stock&people/Science Photo Library)
In Darmstadt feiert das Unternehmen Merck dieses Jahr seinen 350. Geburtstag – und hat dazu Dutzende Spitzenforscher einfliegen lassen, die bei der Zukunftskonferenz „Curious 2018“ Einblicke in die Technologien von morgen geben. Darunter auch der Genomforschungspionier Craig Venter, der aktuell daran arbeitet, Alterskrankheiten auszubremsen.

Michael Lange im Gespräch mit Ralf Krauter | Deutschlandfunk

Ralf Krauter: Die Liste der Referenten liest sich wie das „Who is Who“ der Wissenschaft: Die CRISPR-Entdeckerin Emmanuelle Charpentier ist dabei, der Virusforscher Harald zur Hausen sowie vier weitere Nobelpreisträger, der ESA-Astronaut Thomas Reiter und der US-Genomforscher Craig Venter. Auch der Wissenschaftsjournalist Michael Lange ist nach Darmstadt gefahren, um sich das Treiben im Kongresszentrum anzuschauen. Michael, ist das eher ein Schaulaufen der Wissenschafts-Promis, oder lässt sich bei dieser Konferenz wirklich Neues erfahren?

Michael Lange: Die Eröffnung erinnerte wirklich eher an eine Oscar-Verleihung als an eine nüchterne, seriöse Wissenschaftskonferenz. Bombastische Musik, Multimedia-Effekte – und alles perfekt organisiert. Auch das Publikum bei dieser Konferenz ist sehr ungewöhnlich: Weniger Wissenschaftler, dafür sehr viele Wirtschaftsvertreter – also mehr Anzüge als T-Shirts. Aber die Vortragenden, das waren tatsächlich meist Wissenschaftler, denn das sollten Leute sein, die die Zukunft gestalten, die mit ihren Ideen und Visionen das planen, was auf uns zukommt. Das war dem Veranstalter Merck wichtig. Und zu diesen Visionären gehört Craig Venter ja auf jeden Fall dazu.

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Gefälschte Krebsmedikamente: Brandenburgs Gesundheitsministerium gesteht Fehler ein

Medikamente (Symbolbild) Foto: dpa
Das Brandenburger Gesundheitsministerium hat Fehler und Versäumnisse im Umgang mit einem Pharmahändler eingeräumt, der möglicherweise gestohlene und gefälschte Krebsmedikamente vertrieben haben soll.

Berliner Zeitung

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht früher gehandelt wurde“, sagte Sozialministerin Diana Golze (Linke) am Mittwoch in Potsdam. Bis heute habe der Pharmahändler eine Betriebserlaubnis.

Am vergangenen Freitag hatten Ministeriumsmitarbeiter auf einen entsprechenden Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ reagiert und gesagt, es habe keine Kenntnisse gegeben, wonach über eine griechische Apotheke gestohlene und gefälschte Medikamente nach Deutschland vertrieben wurden. Für Patienten habe es keinen Grund zur Besorgnis gegeben.

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Theologe: Kirche hat Pillen-Verbot als Irrweg erkannt

© Bild: picture alliance / blickwinkel /McPHOTO
1968 sorgte ein Aspekt von „Humanae vitae“ für weltweite Kritik: Der Papst verbot Katholiken den Gebrauch von Verhütungsmitteln. Laut einem Theologen hat sich in der Kirche inzwischen aber ein Wandel vollzogen.

katholisch.de

Der Papst und viele Bischöfe haben nach Ansicht des Moraltheologen Eberhard Schockenhoff das Verbot künstlicher Empfängnisverhütung „als Irrweg erkannt“. Benedikt XVI. und erst recht Papst Franziskus seien bei diesem Thema weit zurückhaltender als ihre Vorgänger, sagte Schockenhoff der Wiener Presseagentur Kathpress (Donnerstag). „Ein Papst kann nicht einfach seine Vorgänger korrigieren und sagen, der hat sich geirrt, sondern er versucht einfach, das nicht mehr mit der gleichen Lautstärke und Verbindlichkeit einzufordern.“

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Röntgenbilder in Farbe

3D-Röntgenaufnahme eines Handgelenks mit Armbanduhr: Die Knochen erscheinen weiß, das weiche Gewebe rot. © MARS Bioimaging Ltd
Schluss mit schwarzweiß: Wissenschaftler haben zum ersten Mal eine Röntgenaufnahme in Farbe erstellt. Möglich machte dies ein neuartiger Scanner, der auf einer ursprünglich für den Teilchenbeschleuniger LHC entwickelten Technik beruht. Das Gerät registriert jedes ankommende Strahlungsteilchen und kann deren unterschiedlichen Energien farbig darstellen – dadurch erlaubt es eine einfache Unterscheidung von Gewebetypen. Die Entwickler versprechen sich genauere Bilder und bessere Diagnosen.

scinexx

Ob für einen Blick in den Kiefer oder das verknackste Sprunggelenk: Die Röntgendiagnostik ist aus der Medizin kaum noch wegzudenken. 1,7 Mal wird jeder Deutsche pro Jahr mithilfe der unsichtbaren Strahlen durchleuchtet, die Wilhelm Conrad Röntgen bereits vor mehr als 120 Jahren entdeckte. Das Röntgen ist ein altes Verfahren – und das sieht man ihm trotz aller Fortschritte an. Denn obwohl die Bilder mittlerweile digital verarbeitet werden, hat sich eines bis heute nicht geändert: Röntgenaufnahmen sind schwarzweiß.

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Die giftige Seite des Mondes

Von Mondstaub bwedeckt: Apollo-Astronaut Eugene Cernan nach einem Mondpsaziergang. © NASA
Staubige Bedrohung: Der feine Staub des Mondes könnte künftigen Mond-Astronauten gefährlich werden. Denn er kann tief in die Lungen eindringen und schwere Zell- und DNA-Schäden verursachen, wie eine Studie belegt. Das Problem: Die winzigen, scharfkantigen Partikel kleben an Raumanzügen und Geräten und werden daher unweigerlich auch in das Innere von Mondbasen und Landefähren geschleppt – wie schon die Apollo-Astronauten feststellen mussten.

scinexx

Schon bei der ersten Mondlandung berichteten die Astronauten der Apollo 11 über den feinen, klebrigen Mondstaub. Er setzte sich an ihren Raumanzügen fest, überzog alle Geräte und bald auch das Innere der Landefähre. Das aber blieb nicht ohne Folgen: Alle zwölf Astronauten der Mondmissionen litten unter Symptomen, die Apollo-17-Astronaut Harrison Schmitt als „lunaren Heuschnupfen“ umschrieb: Niesen, eine verstopfte Nase, ein kratziger Hals und tränende, juckende Augen.

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Landespflegekammer warnt vor mehr Gewalt in der Pflege

Eine Pflegekraft hilft in einem Seniorenzentrum einer Pflegehausbewohnerin sich hinzulegen. Foto: Angelika Warmuth/Archiv
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat vor einem Anstieg der Gewalt in der Pflege in Hessen gewarnt. Hintergrund sei die Entscheidung des hessischen Landtags, die Mindestvoraussetzungen für die Altenpflegerausbildung zu senken, teilte die Landespflegekammer am Dienstag in Mainz mit.

Frankfurter Rundschau

„Es ist äußerst bedenklich, wenn der Einstieg in die Altenpflege ohne ausreichende Mindestqualifikation erfolgen kann“, sagte Hans-Josef Börsch, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer. Die Anforderungen an den Beruf seien „hochkomplex und anspruchsvoll“. Das Risiko für Gewalt gegen andere Pflegende und Pflegebedürftige steige, wenn Berufsanfänger zum Beispiel kein hohes Maß an Selbstreflexion mitbrächten.

Der hessische Landtag öffnete Mitte Juni die Altenpflegeausbildung auch für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollten unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen.

Betroffenenverband kritisiert Meldepflicht beim Psychiatriegesetz

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener hat auch den geänderten Entwurf des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) kritisiert.

evangelisch.de

Wie der Betroffenenverband am Dienstag mitteilte, lehnt er die Meldepflicht von Personen an die Polizei ab, die in der Unterbringung waren, wie es der neue Gesetzentwurf vorsieht. Personengruppen mit psychiatrischer Diagnose würden dabei als potenziell gefährlich eingestuft, ohne den Einzelfall zu betrachten. Das sei „diskriminierend“ und unterlaufe die ärztliche Schweigepflicht. Der Betroffenenverband sieht darin immer noch den Geist der heftig kritisierten „Unterbringungsdatei“, die psychisch Kranke vor allem als Gefährder gesehen habe.

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Schichtarbeit stört innere Organe

Nachtschicht stört die Taktgeber unserer inneren Organe stärker als die innere Uhr in unserem Gehirn. © Ranta images/ iStock
Uhr im Darm: In unseren Organen sitzen Taktgeber, die noch sensibler auf Schichtarbeit und Jetlag reagieren als unsere innere Hauptuhr. Wie eine Pilotstudie enthüllt, reichen schon drei durchwachte Nächte aus, um die Rhythmen von Darm, Leber und Co um zwölf Stunden zu verschieben. Weil aber die Hauptuhr ihren Takt im gleichen Zeitraum nur um zwei Stunden verschiebt, kommt es zu einer De-Synchronisation der Stoffwechselrhythmen, wie die Forscher berichten.

scinexx

Schichtarbeit, Jetlag und andere Störungen unseres Tag-Nacht-Rhythmus schaden der Gesundheit – so viel ist klar. Das Leben gegen die innere Uhr erhöht das Risiko für Übergewicht und Diabetes, fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen und könnten sogar für einen verstärkten geistigen Abbau sorgen. Auch das Krebsrisiko ist wegen einer gehemmten DNA-Reparatur erhöht.

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Belgien streicht Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch

foto: reuters/yves herman Demonstration in Brüssel für europaweite gleiche Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch Ende 2017.
Symbolische Wende in Belgien: Der Schwangerschaftsabbruch wird nicht länger im Strafgesetzbuch geregelt sein

Roxane Seckauer | dieStandard.at

Österreichische Feministinnen thematisieren schon lange die Entkriminalisierung von Abtreibung. Jetzt könnten sie sich mit ihrer Forderung auf den Vorreiter Belgien stützen. Eine neue Rolle für das Land, waren dort doch bis ins Jahr 1990 Schwangerschaftsabbrüche verboten. Letzte Woche hat die belgische Regierung nun die Entkriminalisierung von freiwilliger Abtreibung beschlossenen, indem sie die Regelung zum Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen hat, wie die belgische Tageszeitung „De Standaard“ berichtete. Belgien ist damit das erste westeuropäische Land, das den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch streicht.

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Mit Gummiknüppel: Hebamme verprügelt Schwangere

Eine Schwangere ist Opfer einer Attacke geworden. (Symbolbild) Foto: dpa
Den Gummiknüppel hat Doris S. (62, Name geändert) immer bei sich. „Zum eigenen Schutz“, sagt die gelernte Hebamme und Kinderkrankenschwester in ihrer polizeilichen Vernehmung.

Von Hariett Drack | Kölner Stadt-Anzeiger

Mit dem Schlagstock soll sie im Oktober 2017 auf eine Frau losgegangen sein, die im siebten Monat schwanger und mit einem Kleinkind an der Hand unterwegs war. Wegen gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft die Seniorin jetzt angeklagt, im August soll der Prozess vor dem Amtsgericht beginnen.

„Langsam und vorsichtig“ sei sie am Steuer ihres Autos im Oktober vergangenen Jahres in Höhenhaus in eine Wohnstraße eingebogen, schon von weitem habe sie die Schwangere in Begleitung einer Freundin und zweier Kleinkinder wahrgenommen, die wegen des schmalen Bürgersteigs auf der Fahrbahn liefen.

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