Archiv der Kategorie: Gesellschaft

UN: Assad lässt Gefangene zu Tode foltern

© AFP UN-Ermittler werfen dem syrischen Machthaber Assad Kriegsverbrechen vor.
Fachleute der Vereinten Nationen werfen dem syrischen Machthaber Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Er vernichte die Zivilbevölkerung, sagen sie und fordern, Assad zur Rechenschaft zu ziehen.

Frankfurter Allgemeine

Ermittler der Vereinten Nationen haben der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Tausende Häftlinge seien in den vergangenen vier Jahren in Haft gestorben, erklärte das Gremium am Montag. Dies komme einer Vernichtung der Zivilbevölkerung gleich. Den islamistischen Rebellengruppen IS und Nusra-Front warfen die Fachleute zudem Kriegsverbrechen vor. So seien Hinrichtungen und die Folter von Gefangenen belegt.

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Pfarrer steht am Sonntagmorgen vor leeren Bänken

Image: Louis Berk/CC BY-ND 2.0
Image: Louis Berk/CC BY-ND 2.0
Stell dir vor, es ist Gottesdienst am Sonntag und keiner geht hin. Für den evangelischen Pfarrer Horst Rockel aus Biebertal-Königsberg bei Gießen ist dieser Alptraum am 17. Januar Wirklichkeit geworden.

evangelisch.de

“Es war ein merkwürdiges Gefühl, um 9.30 Uhr im Talar vor völlig leeren Bänken zu stehen”, sagte Rockel am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Wenn ich nicht um 11 Uhr in der Nachbargemeinde Fellingshausen hätte predigen müssen, wäre die Situation noch frustrierender gewesen.”

Als mögliche Erklärung für das Desaster führt der 62-jährige Theologe den Glatteisregen am dritten Januarsonntag an, der wahrscheinlich viele Gemeindemitglieder vom Gottesdienstbesuch abgehalten habe. Die 1654 errichtete Kirche schmiege sich an einen etwa 400 Meter hohen Berg und sei nur über Treppen zu erreichen. “Der Weg wäre vor allem für die Älteren zu gefährlich gewesen.”

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Why Transhumanists Are Angry About the UK’s New Drug Law

Modafinil pills. Image: Jason Tester Guerilla Futures/Flickr
Modafinil pills. Image: Jason Tester Guerilla Futures/Flickr
If you are a transhumanist, brain-hacker or college student, you might have heard of nootropics. Nootropics, or “smart drugs,” are compounds thought to have brain-boosting properties, such as memory enhancement, heightened cognition, or increased focus.

By Gian Volpicelli|MOTHERBOARD

But British transhumanists are fretting that a new UK drug law, set to come into force in April, will outlaw these drugs, many of which are currently legal to sell and possess.

The Psychoactive Substances Act was passed into law at the end of January. Conceived as a tool to do away with so-called “legal highs”—unregulated, ever-changing synthetic compounds that mimic the effects (and sometimes the side effects) of illegal drugs—the law prohibits the production, supply, import, export and in some cases possession of any psychoactive substance, with penalties of up to seven years in prison. It defines illegal psychoactive substances as all those that “by stimulating or depressing the person’s central nervous system, [affect] the person’s mental functioning or emotional state.” Most nootropics, which are often marketed as brain stimulants, would automatically be included in the ban.

“Lots of transhumanists use a lot of nootropics and they’re obviously worried”

In a recent statement, the techno-enthusiast Transhumanist Party UK appealed to the government to exempt nootropics from the impending ban.

“Citizens, academics, shift-workers, entrepreneurs and students employ nootropic substances responsibly to aid cognition and modulate mood during times of stress or when peak productivity is required,” the statement reads. “By denying citizens easy and legal access to what could be a beneficial intervention, the government will enforce a reduction in ‘quality of life.’”

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Erdogan kritisiert Washingtons Zusammenarbeit mit Kurden scharf

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Wir oder die? Der türkische Präsident Erdogan hat die USA aufgefordert, sich zwischen der Türkei und den syrisch-kurdischen Kämpfern zu entscheiden. Washington reagiert gelassen.

SpON

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA scharf kritisiert: Washington müsse sich entscheiden – zwischen der Türkei und den Kurden. Ein US-Gesandter hatte vergangene Woche Kobane besucht, wo der militärische Arm der PKK-nahen Kurdenpartei in Syrien vor etwa einem Jahr mit Unterstützung von Luftschlägen den “Islamischen Staat” besiegte.

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Warum kam es zum rechtsnationalen Umschwung in Polen?

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Das Ausland ist fassungslos, auch viele Polen, erst allmählich erwacht die polnische Zivilgesellschaft aus der Schockstarre

Von Marcin Pietraszkiewicz|TELEPOLIS

Es sind besorgniserregende Nachrichten, die seit der letzten Parlamentswahl im Oktober 2015 aus Polen kommen. Politiker und Journalisten europäischer Medien sind bestürzt. Polen macht wieder Schlagzeilen und namhafte Journalisten und Kommentatoren versuchen sich als Polen-Kenner und -Experten. Der Grundtenor ist jener der völligen Fassungslosigkeit. Wie konnte es passieren? War alles bisher Erreichte in Polen bloß nur eine Fassade, die nun zu bröckeln beginnt?

Wolfgang Müller-Funk wollte in einem Kommentar im österreichischen Standard den Polen und anderen “Osteuropäern” gar “unsere Werte” absprechen und ortete einen “neoautoritären, postkommunistischen Biedermeier” in Osteuropa. Aber wäre es nicht langsam an der Zeit, den Ursachen dieser Entwicklung auf den Grund zu gehen? Was ist dort eigentlich passiert und warum? Bisher wurden diese Fragen kaum beantwortet, ich möchte es im Folgenden versuchen.

Wer sind die PiS-Wähler?

Zuallererst muss festgehalten werden, dass nicht die Polen die nun absolut regierende Partei “Recht und Gerechtigkeit” (PiS) gewählt haben, sondern nur ein relativ kleiner Teil des polnischen Elektorats. Bei einer Wahlbeteiligung von 50% entfielen 37,6% der Stimmen für die PiS. Das bedeutet, dass gerade 19% bzw. 5.7 Millionen von 30 Millionen wahlberechtigten Polen für “Recht und Gerechtigkeit” gestimmt hatten. Aufgrund der Wahlarithmetik hat die PiS nun aber im Sejm, dem polnischen Parlament, die absolute Mehrheit.

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Polit-Zoff in Düsseldorf: Erdogan und IS saufen Kurdenblut

Der umstrittene Mottowagen. Judith Michaelis
Die Türkische Generalkonsulin verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

Westdeutsche Zeitung

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist zwar abgesagt, aber die Mottowagen werden gezeigt: Sie stehen am heutigen Montag den ganzen Tag vor dem Rathaus – zur Besichtigung für jedermann. Und auch den ersten Ärger gibt es schon: Nach Informationen der WZ hat die türkische Generalkonsulin in Düsseldorf, Ṣule Gürel, vom Düsseldorfer Carnevals Comitee verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

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Humor und Religion: Artiges Nachbeten oder schmerzhafte Satire

Papst Johannes Paul II. auf dem “Titanic”-Cover (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Die Diskussion darüber, wie Humor und Religion zusammengehen könnten, das beschäftigt die großen monotheistischen Religionen schon länger. Eine Jüdin, eine Immamin und eine evangelische Theologin sprechen über ihren Umgang mit Glauben und Satire.

Von Susanne Krahe|Deutschlandradio Kultur

Satire hat Hochkonjunktur. Im politischen Diskurs ersetzt sie gelegentlich sogar die  Sachinformation. Statt nüchtern zu argumentieren, wird eine beißende Kritik raffiniert und scheinbar harmlos verpackt, um Zustände anzuprangern, die eigentlich mehr zum Heulen, als zum Lachen wären.

Auch die Religionen geraten immer wieder ins Visier der Satiriker. Neu ist das nicht. Der Glaube, seine sehr speziellen Denkschablonen,  aber auch seine Schrullen und sein Pathos sind immer schon Anlass von Spötteleien gewesen, und die Autoritäten und Institutionen erst recht.

Einer säkularen Gesellschaft erscheinen seine Rituale und Vorschriften überzogen, befremdlich, vielleicht auch gefährlich. Die studierte Philosophin Hannah Kleiber aus Berlin, selbst gläubige Jüdin, zeigt Verständnis für eine solche Entfremdung. Die Welt des Judentums habe ihre eigenen Regeln, die von Außenstehenden oft nur schwer nachvollziehbar sind. Entsprechend komisch wirken sie.

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Indian Man May Be First Ever Confirmed Meteorite Death

Image: C m handler/Wiki/Wiki
Image: C m handler/Wiki/Wiki
On Saturday, a mysterious explosion at the Bharathidasan Engineering College in the South Indian state of Tamil Nadu left one dead and three injured. According to Tamil Nadu Chief Minister Jayalalithaa, the cause of the explosion was determined to be a meteorite, e.g. a piece of a comet or asteroid that makes it to Earth’s surface.

By Daniel Oberhaus|MOTHERBOARD

The victim of the meteorite explosion was a bus driver for the college. He was reportedly walking near one of the college’s buildings when the meteorite struck the ground close by, shattering the windows of the building and leaving a crater in the Earth. The man sustained serious injuries from the fallout and was pronounced dead on Saturday. In a statement released Sunday, Jayalalithaa promised 100,000 rupees (approximately $1,600 USD) to the family of the deceased and 25,000 rupees (approximately $400 USD) to each of the other three injured victims.

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Kabarettist Martin Buchholz: “Wir sind Narren um Christi willen”

Der Kabarettist und Hüsch-Biograf Martin Buchholz (Sergej Falk)
Martin Buchholz ist Kabarettist – und Theologe. Die Tradition der heiligen Narren sei verwurzelt im Christentum, so Buchholz. Den Glauben teilt er mit seinem großen Vorbild Hanns Dieter Hüsch. Der habe das Leben leicht genommen, wobei ihm auch sein Glaube geholfen habe.

Martin Buchholz im Gespräch mit Philipp Gessler|Deutschlandradio Kultur

Philipp Gessler: Hanns Dieter Hüsch, der große Kabarettist vom Niederrhein, ist 2005 gestorben und viele vermissen ihn noch heute sehr. Der Kabarettist, Journalist und Autor Martin Buchholz – es gibt übrigens zwei Kabarettisten gleichen Namens, was ja auch irgendwie tragisch und witzig zugleich ist –, also Martin Buchholz hat ein Buch über Hüsch geschrieben. Er war ein Freund von ihm. Buchholz ist Theologe und genau der richtige Gesprächspartner für die Frage, ob das überhaupt zusammen geht: Religion und Humor. Wenn man sich das Neue Testament durchliest, hat man nicht den Eindruck, dass Jesus Humor hatte. Meine erste Frage an Buchholz war, ob das nun an der Überlieferung durch die Evangelisten liegen könnte, dass sie Humor für den Messias vielleicht etwas unschicklich empfunden haben mögen!

Martin Buchholz: Na ja, ich würde jetzt mal sagen: Jesus hat zwar nicht unbedingt Witze erzählt, die zum Brüllen sind, aber manche Geschichten finde ich doch sehr lustig, die er erzählt.

Gessler: Ja? Sagen Sie doch mal ein Beispiel!

Buchholz: Ja, also, wenn er sagt, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in das Reich der Himmel kommt, dann ist das schon eine sarkastische, lustige Bemerkung, wenn Sie sich das mal lebhaft vorstellen möchten!

Gessler: Ja, aber so ein richtiger Schenkelklopfer ist das ja nicht, oder?

Buchholz: Nö, Karneval gab es ja auch noch nicht!

Gessler: Okay! Trotzdem, also, Religion, gerade das Christentum und wahrscheinlich auch der Islam kommen häufig ja etwas humorlos daher, würde ich sagen. Vertragen sich denn Humor und Religion nicht richtig?

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Abdel-Samad plädiert für «Islam light»

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb
Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Ägyptisch-deutscher Publizist: Es komme darauf an, ein Mittelmaß zu finden. In einer modernen Gesellschaft sei es unmöglich, Religion so zu leben, wie das über Jahrhunderte der Fall gewesen sei.

kath.net

Der ägyptisch-deutsche Publizist Hamed Abdel-Samad (44) hat sich für eine Art «Islam light» ausgesprochen. Dazu gehöre eine gewisse Distanz zum eigenen Glauben, führt er in der Rubrik «Glaubensbekenntnis» der «Süddeutschen Zeitung» (Wochenende) aus. Damit wolle er nicht die Menschen, die jetzt nach Deutschland kämen, zum Atheismus aufrufen. Aber es komme darauf an, ein Mittelmaß zu finden. In einer modernen Gesellschaft sei es unmöglich, Religion so zu leben, wie das über Jahrhunderte der Fall gewesen sei.

Er glaube nicht an große, endgültige Antworten, bekannte Abdel-Samad. «Aber ich glaube an Fragen, an Selbsterkenntnis, an Vernunft, an die Liebe und an die Macht der Worte.» Der Sohn eines Imams wuchs nach eigenen Angaben «sehr religiös» auf. Als geborener Individualist habe er sich aber schon als Kind in diesem Kollektiv fremd gefühlt. «Mich bedrückte vor allem die Idee der sozialen Kontrolle und dass mich Gott 24 Stunden am Tag intensiv beobachtet.» Das führe automatisch zu einem schlechten Gewissen.

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Kinderficker-Sekte feuert kritischen Aufklärer

missbrauch_kathol

In der Kinderschutz-Kommission im Vatikan wollte Peter Saunders gegen Missbrauch kämpfen. Doch der Brite machte sich mit öffentlicher Kritik an Klerikern unbeliebt: Er wurde rausgeworfen – weigert sich aber, zu gehen.

SpON

Er wurde selbst von einem Priester vergewaltigt, kämpft seit vielen Jahren gegen Missbrauch in der katholischen Kirche und wollte in der vom Papst eingesetzten Kinderschutz-Kommission für bessere Aufklärung sorgen. Doch damit soll nun Schluss sein.

Auf einer Sitzung der päpstlichen Kommission wurde entschieden, dass der Brite Peter Saunders beurlaubt sei, damit er darüber nachdenken könne, “wie er die Arbeit der Kommission am besten unterstützen könnte”. Danach, ergänzte Vatikansprecher Federico Lombardi, wolle man entscheiden, ob Saunders in der Kommission verbleibe oder “von außen” seinen Beitrag leisten werde.

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US-Stadtrat verzichtet wegen Satanisten auf Gebet

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist
Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Um einem satanistischen Eröffnungsgebet zu entgehen, beginnt der Stadtrat von Phoenix seine Sitzungen künftig mit einem Moment der Stille.

kath.net

Um einem satanistischen Eröffnungsgebet zu entgehen, beginnt der Stadtrat von Phoenix seine Sitzungen künftig mit einem Moment der Stille. Die Ratsmitglieder in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Arizona beschlossen eigens dafür eine Änderung der Sitzungsordnung, wie der Sender Fox 10 (Mittwochabend) meldete. Das Gebet zu Beginn öffentlicher Ratssitzungen wurde bisher von Angehörigen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften übernommen. Für den 17. Februar hatte sich ein Mitglied des «Satanischen Tempels» aus Tucson eingetragen.

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In Asien verbreiteter Haplotyp starb in Europa nach Gletscherwachstum aus

Phylogenese der menschlichen Haplotypen. Grafik: Vincent Macaulay und Martin Richards. Lizenz: CC BY-SA 2.5
Forscher des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte haben in der Fachzeitschrift Current Bology die Ergebnisse von Genuntersuchungen an 35.000 bis 7.000 Jahre alten Knochen aus Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern veröffentlicht, die sie mit bereits vorher bekannten mitochondrialen Gendaten von 20 alten Europäern verglichen. Ihre Studie zeigt, dass es den heute in Asien, Australien und Amerika verbreiteten Haplotyp M früher auch in Europa gab – und dass er wahrscheinlich durch das letzte glaziale Maximum ausstarb.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Das schließen die Humangenetiker daraus, dass sich diese Haplogruppe nur in den Überresten von drei Menschen fand, die vor 35.000 bis 28.000 Jahren lebten. Danach wurde es deutlich kälter und die Gletscher wuchsen bis nach Sachsen und Irland. Aber auch südlich davon war es durch Berggletscher vor 20.000 Jahren nicht überall eisfrei.

Diese Kälterperiode führte den Schätzungen der Forscher dazu, dass die Bevölkerung Europas um 60 bis 90 Prozent schrumpfte und dass durch diesen Rückgang auch die genetische Vielfalt zurückging. Erst als es vor 14.500 Jahren wieder wärmer wurde, wuchs die Bevölkerung wieder.

Bei den Menschen, die sich danach dort ausbreiteten, dominierte die Haplogruppe R mit ihren Untergruppen H, V, T, J, U, K – daneben behaupteten sich die Haplogruppen I, W und X. In Süd- und Ostasien vermehrte sich neben der Haplogruppe M (aus der die Gruppen C, D, E, G, Z und Q hervorgingen) auch die Haplogruppe N (aus der A, B, F, Y und X entstanden).

Obwohl die Gruppen M und N aus Afrika kommen, sind sie dort heute eher selten zu finden. Hier dominieren Gruppen die aus dem Haplotyp L hervorgingen. Der höhere M-Anteil in Äthiopien könnte durch die “eurasische Rückwanderung” vor 3.000 bis 3.500 Jahren entstanden sein, die man im letzten Jahr entdeckte (vgl. Out of Afrika und zurück). Möglich ist aber auch, dass der M-Anteil dort höher ist, weil der Haplotyp dort herkommt.

Apostel Oster kritisiert liberale Theologen

FB-Page, Screenshot:bb
FB-Page, Screenshot:bb
Passauer Bischof fragt in Richtung der liberalen Theologen, ob die sogenannten Konservativen auch zum erwünschten «Lehramt der Theologie» gehören dürften und wer dann der Regulator eines solchen Lehramtes wäre.

kath.net

In Deutschland ist eine neuerliche Debatte um das Verhältnis der akademischen Theologie zum Lehramt von Papst und Bischöfen entbrannt. In einem Facebook-Eintrag kritisierte der Passauer Bischof Stefan Oster am Wochenende die Auffassung einiger Professoren, die der Theologie ein «unverzichtbares wissenschaftliches Lehramt in der Kirche» neben dem Lehramt der Bischöfe zuschreiben wollten. Einer solchen Position mangele es an Selbstkritik, schreibt Oster. Theologen widersprächen sich oft dramatisch und seien nicht besonders konsensfähig.
Mit seinem Beitrag stellte sich Oster an die Seite des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer, der zuvor eine stärkere Unterordnung der Theologie unter das Lehramt der Bischöfe gefordert hatte. Damit hatte Voderholzer vor einigen Tagen den Widerspruch der beiden Freiburger Universitätsprofessoren Eberhard Schockenhoff und Magnus Striet hervorgerufen. Beide reklamierten für die Theologie ein eigenes Wächteramt in der Kirche, das Irrtümer auch aufseiten des Lehramts korrigieren helfen könne. Dies sei zuletzt etwa im Umgang mit dem «theologischen Antijudaismus» oder der «Verurteilung der Freiheitsrechte durch die Päpste des 19. Jahrhunderts» erfolgt.

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Bistum Regensburg zahlte Opfern rund 400 000 Euro

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Die Katholische Kirche hat im Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen nach Informationen der „Welt am Sonntag“ (WamS) rund 400 000 Euro Entschädigungen gezahlt.

FOCUS ONLINE

Bis Anfang 2016 wurde dem Bericht zufolge mehr als 150 Mal ein Betrag von je 2500 Euro für Opfer körperlicher Gewalt ausgezahlt. Dazu kommen nach Angaben der „WamS“ noch Zahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs, die nach Informationen der Zeitung jeweils höher als 2500 Euro sein sollen. Der mit der Aufklärung der Missbrauchsfälle beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Weber hatte in seinem Zwischenbericht Anfang Januar mitgeteilt, dass nach bisherigen Recherchen von 1953 bis 1992 mindestens 231 Kinder von Priestern und Lehrern körperlich misshandelt worden seien, weitere 50 Schüler seien bei den Domspatzen Opfer sexueller Gewalt geworden – „von Streicheln bis zu Vergewaltigungen“, wie Weber sagte.

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Australien: Zulauf für rechte Anti-Islam-Gruppierungen Down Under

n der australischen Hauptstadt Canberra ziehen Demonstranten gegen eine angebliche Islamisierung ihres Landes durch die Straßen. Sie fühlen sich Pegida in Deutschland verbunden. (picture alliance / dpa / Subel Bhandari)
In Australien gehören mehr als 12.000 Australier zu islam-kritischen Bürgergruppen, die sich vornehmlich über Soziale Medien zusammengeschlossen haben, aber bei Kundgebungen inzwischen Zehntausende mobilisieren – aus Sorge um eine zunehmende Islamisierung des Landes. Was bislang fehlt, ist ein ernst gemeinter Dialog zwischen Bürgergruppen und Muslimen.

Von Andreas Stummer|Deutschlandfunk

  1. Dezember 2014: das Ende einer Geiselnahme. In den frühen Morgenstunden stürmt ein Sondereinsatzkommando der Polizei das Lindt-Café in der Innenstadt von Sydney. 16 Stunden Terror sind in 38 Sekunden beendet.

17 Menschen waren in der Gewalt eines bewaffneten, islamischen Extremisten, bei der Befreiungsaktion starben zwei der Gefangenen und der Geiselnehmer. Ganz Australien war wie gelähmt. Doch der anfängliche Schock ist vielerorts Zorn gewichen – einer Wut auf radikale Muslime, die den islamischen Terror nach Australien gebracht hätten. Vor die eigene Haustür.

Auf Protestmärschen zeigen immer mehr Australier, buchstäblich, Flagge. 500.000 Muslime im Land: Genug sei genug. Das freie Australien müsse ein Zeichen setzen und sich gegen eine zunehmende Islamisierung wehren.

Wayne McArdle: “Wir wollen, dass Australien auch Australien bleibt und nicht von einer anderen Kultur geschluckt wird. Jeder kann hierherkommen, aber nicht wenn wir unsere Gesetze ändern und uns den Neubürgern anpassen sollen.”

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“Aula” darf KZ-Häftlinge “Landplage” und “Massenmörder” nennen

justiz_grossEinstellung des Verfahrens gegen rechte Monatszeitschrift sorgt für Empörung. Grüner Harald Walser brachte nun parlamentarische Anfrage ein.

Von Colette M. Schmidt|derStandard.at

Die Einstellung eines Verfahrens gegen die FPÖ-nahe Monatszeitschrift “Aula” durch die Staatsanwaltschaft Graz sorgt für Aufregung. Der grüne Parlamentarier Harald Walser hatte wegen eines Artikels mit dem Titel “Mauthausen-Befreite als Massenmörder” des Aula-Autors Manfred Duswald Anzeige erstattet. Duswald bezeichnete darin 1945 aus dem KZ Mauthausen befreite Häftlinge als “Landplage” und “Kriminelle”, die “raubend und plündernd, mordend und schändend” das “unter der ‘Befreiung’ leidende Land” plagten.

KZ-Überlebende als “Belästigung”

Die Grazer Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen Duswald und den Aula-Herausgeber Martin Pfeiffer nun ein. Die Begründung: Es sei “nachvollziehbar, dass die Freilassung mehrerer Tausend Menschen aus dem Konzentrationslager Mauthausen eine Belästigung für die betroffenen Gebiete Österreichs darstellte”. Weiters heißt es, dass sich “unbestritten” unter den KZ-Häftlingen “Rechtsbrecher” befanden.

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This Bacteria-Powered Microrobot Navigates via Electric Fields

Engineers from Drexel University have devised a bacteria-powered microrobot that can be steered through fluids with applied electric fields. Imagine a tiny, tiny robotic system covered over by even tinier biomolecular arms (flagella) working cooperatively as a “bacterial surface” to move the biobot from place to place, and then, just as importantly, imagine an algorithm that can steer the thing. The group’s work is described in the current IEEE Transactions on Robotics.

By Michael Byrne|MOTHERBOARD

The bacteria-powered microrobot (BPM) idea is in itself not new. Researchers are chasing after the technology from many different angles, while biomedical engineers from the same Drexel lab had demonstrated an earlier version of this same concept in 2014, albeit in a much simpler environment.

The idea behind the bot is intuitive enough, at least in theory. Take an inorganic substrate—in this case an epoxy known as SU-8 that’s useful for building tiny machine components—and blot it with bacteria swarming on an agar plate. The bacteria adhere naturally the the SU-8 and that’s basically it.

The motion comes from the twisting swimming motions of the bacteria’s wispy appendages, or, in the paper’s words: “The hydrodynamic force is generated by the helical motion created by the bundling of many rotating flagella.” This is how bacteria get around generally, via a collection of tiny biological propellers. It’s pretty neat.

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Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die “Zivile Koalition”, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den “Demo für alle.” Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Sächsische Pietisten: Wo wir Diener widersprechen

Der Landesverband Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen äußert sich zur Kontroverse um Michael Diener. Screenshot: http://www.lgksachsen.de
In der Debatte um den Kurs des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes beim Bibelverständnis und in ethischen Fragen hat sich nun der Landesverband Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen zu Wort gemeldet.

idea.de

Auslöser für die aktuelle Diskussion waren Äußerungen des Gnadauer Präses, Pfarrer Michael Diener (Kassel), gewesen. Er hatte in Interviews gefordert, die Evangelikalen sollten neu über Mission und Politik denken. Im Blick auf das Thema Homosexualität hatte er geäußert, er wünsche sich, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können. Wie der Vorstand des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes schreibt, führten manche dieser Äußerungen „zu Fragen, stießen auf Unverständnis oder forderten Konsequenzen für unseren Landesverband“. Mitglieder hätten nach dem Kurs des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes gefragt, nachdem der Vorstand – dem derzeit kein Mitglied aus den östlichen Bundesländern angehört – Diener das volle Vertrauen ausgesprochen habe. Man habe sich deshalb am 14. Januar zu einem klärenden Gespräch mit Diener getroffen. Übereinstimmung bestehe darin, dass die Bibel Gottes lebendiges Wort sei, die persönliche Erkenntnis dieses Wortes ihre Korrektur aber durch die Gemeinschaft der Glaubenden finde. Einig sei man sich, dass der Missionsbefehl Jesu auch Juden und Muslimen gilt. Unstrittig sei ferner, dass es nicht zulässig sei, „dass gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in unseren Gemeinden und Werken gesegnet werden“.

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