Archiv der Kategorie: Gesellschaft

“Sorgen rechtfertigen nicht, dass man Nazis hinterherläuft”

Angriffe auf Flüchtlingsheime sind zum Alltag geworden. Menschenverachtende Kommentare in sozialen Netzwerken nicht weniger. “‚Wir sind das Pack’ – Rückt Deutschland nach rechts?” Darüber diskutierte Sandra Maischberger unter anderem mit Margot Käßmann.

Von Christiane Meister|evangelisch.de

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht vor einem Angriff auf ein Flüchtlingsheim berichtet wird. Bilder von pöbelnden Massen, die die Ankunft von Bussen mit Asylbewerbern aufhalten. Auf Facebook häufen sich rechtsradikale Kommentare: “Hoffentlich war die Hütte voll mit Asylschmarotzer, bevor es gebrannt hat!” oder “Dreckspack nach Auschwitz und Dachau”. Immer seltener werden solche Inhalte anonym verfasst – viele posten die menschenverachtenden Botschaften mit Klarnamen. Die meisten von ihnen bleiben trotz solcher Worte unbehelligt.

“Ist der rechte Mob nur eine lautstarke, aber kleine Minderheit? Oder vergiftet der Fremdenhass unser ganzes Land?”, fragte Sandra Maischberger in ihrer Talkshow und könnte damit eine wichtige Debatte weiterführen. Denn an diese Fragen schließen sich weitere an: Was sind die Ursachen für den Hass, der Flüchtlingen entgegenschlägt, was kann man dagegen tun? Doch statt zu versuchen, in 75 Minuten Sendezeit Antworten auf diese Fragen zu bekommen, versandet die Diskussion immer wieder in Nebensächlichkeiten.

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Algen formten Schneeball-Erde

Weiße Murmel: Vor rund 700 Millionen Jahren glich die Erde einem Schneeball – die Entsteheung eukaryotischer Algen könnte ein Grund dafür gewesen sein. © iStock / MihailUlianikov
Unerwartete Mittäter: Einzellige Algen könnten mitverantwortlich für eine der Schneeball-Epochen der Erde sein. Sie kühlten die Erde ab, indem sie viel mehr Wolken entstehen ließen, vermuten deutsche Wissenschaftler. Die Wolken reflektierten wärmendes Sonnenlicht ins All, bis die Erde fast vollständig vereiste, wie die Forscher im Fachmagazin “Nature Geoscience” beschreiben. Der Mechanismus funktioniere auch heute noch – aber eine weitere Schneeball-Erde sei in unserer Zeit unmöglich.

scinexx

Die Erde hat sich in ihrer Vergangenheit bereits mehrmals in einen Schneeball verwandelt: Während der Zeit des Cryogeniums vor 720 bis 636 Millionen Jahren war sie kein blauer, sondern ein weißer Planet. Die Ozeane gefroren teilweise zu Eis, die Landmassen verschwanden unter Schneedecken, und selbst in Äquatornähe herrschte Winter.

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Muslimische Familie tötet christlichen Schwiegersohn

Pakistan: Die eigene Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, da die frühere Muslimin Christin geworden war

kath.net

In Pakistan hat eine muslimische Familie ihren Schwiegersohn getötet und ihre Tochter lebensgefährlich verletzt, weil diese Christin geworden war. Die Familie beging die Taten, weil sie glaubte, ihre Tochter habe ihr durch den Religionswechsel Schande gebracht. Wie der Informationsdienst Morning Star News berichtet, lauerten Familienmitglieder Ende Juli in der Ortschaft Narang Mandi, 60 Kilometer von Lahore entfernt, dem 28-jährigen Christen Aleem Masih und seiner 23-jährigen Frau Nadia auf. Sie entführten und folterten sie, bevor Nadias Bruder den Mann mit drei Schüssen tötete. Er schoss auch auf seine Schwester, die zwar überlebte, aber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Angreifer kehrten danach in ihr Dorf zurück und verkündeten, dass sie die Ehre der Muslime durch den Mord wiederhergestellt hätten.

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Die Evolution von Glauben und Moral

Im Verhalten der Bonobos erkennt der Primatenforscher Frans de Waal mögliche Vorformen der Religiosität. (picture-alliance / dpa / Benjamin Beytekin)
Schimpanse, Ratte oder Elefant: Sozial lebende Tiere haben natürlicherweise das Bedürfnis, gut miteinander auszukommen. Warum darin der Schlüssel zu moralischem Verhalten liege, erläutert der niederländische Zoologe Frans de Waal in seinem Buch “Der Mensch, der Bonobo und die zehn Gebote”.

Von Susanne Billig|Deutschlandradio Kultur

Wenn es in Strömen gießt, kauern Schimpansen sich unter das Blätterdach des Dschungels und setzen ihr schlecht gelauntes “Regengesicht” auf. Doch manchmal packt sie ein heiliger Furor: Dann springen sie mit gesträubtem Fell von den Bäumen und stampfen aufrecht auf zwei Beinen umher – bis der Regen verschwindet.

Auch das neueste Buch des niederländischen Zoologen Frans de Waal quillt von Geschichten aus der Tierwelt über: Schimpansenmütter, die ihre Kinder jahrelang aufwendig durch die Kindheit lotsen. Ratten, die auf Futter verzichten, um Artgenossen aus der Patsche zu helfen. Bonobos, die stundenlang neben einem gestorbenen Mitglied ihrer Gruppe ausharren, sichtlich von dessen Tod erschüttert. Und wer weiß – vielleicht soll der Regentanz ja Naturgewalten beschwören?

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Religionswechsel in Saudi-Arabien: Eine Bratpfanne für Neumuslime

Geldwerte Vorteile: Wer eine Frage zum Islam hat, bekommt von Jamil Prepaidkarten für das Handy. Foto: Jannis Hagmann
Viele Gastarbeiter in Saudi-Arabien treten zum Islam über. In großen Städten rufen Prediger zur Konversion auf. Mit bisweilen absurden Anreizen.

Von Jannis Hagmann|taz.de

„Aschhadu“, spricht Jamil langsam und deutlich ins Mikrofon, „alla ilaha illa-llah“. Dann wiederholt er die Worte, diesmal schneller: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Gott.“ Das l spricht Jamil kehlig, die Laute zieht er zusammen. Fast klingt der Filipino wie ein arabischer Muttersprachler. Ein Mann aus dem Publikum tritt vor und spricht ihm das Glaubensbekenntnis nach. Und ist damit zum Islam konvertiert. Die Menge jubelt, aus den Geschäften in Dschiddas Altstadt strömen Schaulustige auf den Platz. „Allahu akbar“, rufen einige, „welcome to Islam!“ Jamil drückt dem frischgebackenen Muslim als Geschenk eine brandneue Elektrobratpfanne in die Hand.

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Einflussnahme in der EU: Big Pharma zahlt 40 Millionen jährlich für Lobbyarbeit

Geld und Pillen
Geld und Pillen (CC-by-sa/3.0/en by Ragesoss)
Pharmakonzerne verstärken ihre Lobbyanstrengungen in der EU: Sie investieren so viel wie nie und sichern sich ihren Zugang zu Entscheidern in der EU-Kommission. Derzeit im Fokus: das Freihandelsabkommen TTIP.
 

SpON

Die Ressourcen im Kampf um die Aufmerksamkeit der EU-Politiker sind ungleich verteilt. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Pharmabranche, die sich mit viel Geld Gehör in Brüssel verschafft.

Zwar veröffentlichen die Unternehmen, Interessenverbände und Agenturen nicht alle Lobby-Ausgaben, aber schon die freiwilligen Angaben zeigen deren finanzielle Übermacht: Mit fast 40 Millionen Euro jährlich geben die Pharmakonzerne in Brüssel für die Durchsetzung ihrer Interessen 15 Mal so viel aus, wie Verbraucherorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen. Die haben einem aktuellen Bericht zufolge nur ein Budget von gut 2,7 Millionen Euro.

Wie erfolgreich aber sind die Konzerne darin, ihre Interessen in der EU zu wahren oder sogar gesetzliche Vorgaben entsprechend zu beeinflussen? Die Nichtregierungs- und Anti-Lobby-Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) hat das gemeinsam mit der NGO Health Europe International (HAI) recherchiert.

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EU will Kriegsschiffe gegen Schleuser einsetzen

Die Pläne für eine militärische Operation der EU zur Bekämpfung der Schleuser im Mittelmeer werden einem Zeitungsbericht zufolge offenbar konkret. Wie “Die Welt” (Mittwochsausgabe) berichtet, will die EU ihren Kampf gegen Schlepper bereits ab Oktober ausweiten.

evangelisch.de

Demnach sollen sieben Kriegsschiffe, außerdem U-Boote, Drohnen und Flugzeuge außerhalb der libyschen Küstengewässer eingesetzt werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf EU-Diplomaten. Den Angaben zufolge sollen die EU-Länder Mitte September melden, in welcher Stärke sie sich an der Operation beteiligen.

Ziel der Operation sei es, Schiffe von Schleusern zu stoppen. Der Einsatz soll in internationalen Gewässern außerhalb der 12-Meilen-Zone erfolgen. Die Militärschiffe sollen aber möglichst nah an die Küste heranfahren, um mutmaßliche Schleuser aufzugreifen.

Die EU-Staaten hatten Ende Juni im Zuge ihres Maßnahmenplans nach den tragischen Unglücken von Flüchtlingsschiffen im Mittelmeer auch einen verstärkten Kampf gegen Schleuser beschlossen. Deutschland hatte sich bislang zurückhaltend zu einem Militäreinsatz geäußert. Die Zustimmung aus Berlin gelte aber als sicher, heißt es in dem Bericht der “Welt”.

Jugendliche in der Freiwilligen Feuerwehr neigen eher zu Rechtsextremismus

Feuerwehr-Sperrzone © Maik Meid @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Kriminologe Baier warnt vor einer hohen Dunkelziffer und mahnt die Feuerwehr, ihren Nachwuchs vor Rechtsextremismus aufzuklären. In Niedersachsen war ein Feuerwehrmann als Brandstifter einer Flüchtlingsunterkunft aufgefallen.

Von Jörg Nielsen|MiGAZIN

Der hannoversche Kriminologe Dirk Baier empfiehlt den Feuerwehren, ihren Nachwuchs über die Gefahren des Rechtsextremismus aufzuklären. Zwar seien die meisten Wehren eher konservativ geprägt, doch könnten bereits zwei oder drei rechtsextreme Rädelsführer eine Jugendfeuerwehr indoktrinieren, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. „Es gibt eine Studie aus den Jahren 2007/2008 mit 15-Jährigen die zeigt, dass Jugendliche, die in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, eher zu rechtsextremen Gedankengut neigen als solche, die nicht bei der Feuerwehr sind.“

In der Nacht zum Freitag war auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf bei Hameln ein Brandanschlag verübt worden. Einer der drei Tatverdächtigen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen, soll Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein. Außerdem sei er wegen politisch motivierter Straftaten bereits auffällig geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm, einem weiteren Mann und einer Frau gemeinschaftlich versuchten Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vor.

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Gazastreifen droht unbewohnbar zu werden

Bild: palästina-portal.eu
Bild: palästina-portal.eu
  • Einem UN-Bericht zufolge könnte der Gazastreifen bis 2020 unbewohnbar werden.
  • Die Arbeitslosenrate liegt bei 44 Prozent. 868 000 Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

Süddeutsche.de

Bevölkerung verarmt zunehmend

Der von Israel mit Krieg und Blockade überzogene Gazastreifen droht nach Einschätzung einer UN-Organisation bis 2020 “unbewohnbar” zu werden. In ihrem am Dienstag in Genf veröffentlichten Jahresbericht schreibt die Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (Unctad), die drei israelischen Militäroffensiven seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hätten in dem Palästinensergebiet wirtschaftliche Verluste in fast dreifacher Höhe des Wirtschaftsvolumen im Gazastreifen verursacht.

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Erste Antineutrino-Karte der Erde

Dies ist die erste Karte der Antineutrino-Ausstrahlung unseres Planeten © National Geospatial-Intelligence Agency/ AGM2015
Auch die Erde glüht – wenn man sie im Licht der Antineutrinos sehen könnte. Denn der radioaktive Zerfall im Inneren erzeugt einen stetigen Strom dieser Antiteilchen. Eine erste Weltkarte dieser irdischen Antineutrino-Strahlung haben Forscher jetzt im Fachmagazin “Scientific Reports” vorgestellt. Sie gibt Aufschluss über das Brennstoff-Budget unseres Planeten, zeigt aber auch, wo aktive Kernreaktoren auf der Oberfläche zusätzliche Antineutrinos erzeugen.

scinexx

Tief im Inneren liegt der Wärmeofen der Erde, hier heizen die aus der Frühzeit übrig gebliebene Hitze und der radioaktive Zerfall von Elementen unseren Planeten auf. Beim sogenannten Betazerfall wandelt sich ein Proton in ein Neutron um und gibt dabei ein Elektron und ein Antineutrino ab. Weil diese Antiteilchen Materie genauso mühelos durchdringen können wie ihre Gegenparts, die Neutrinos, strömen ständig Antineutrinos aus dem Erdinneren an die Erdoberfläche und hinaus ins All.

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Puritaner entmündigen uns

Gottgefälliges Saufen. picture alliance
Auch in schlimmen Zeiten macht der Feldzug gegen den Lebensgenuss keine Pause. Ziel ist die zuckerlose, kalorienarme, alkoholfreie Kost für alle. Dahinter verbirgt sich ein gigantisches Entmündigungsprogramm

Von Alexander Kissler|Cicero

Zucker macht süchtig, Bier dick, Nikotin tötet: Das Regiment der Puritaner, das über uns herrscht, kann das nicht tolerieren. Verbote sollen her, wo der gemeine Menschenverstand partout nicht zum Vernünftigen ausschlagen will. Eine Weile konnte es erscheinen, als seien die dreistesten Vorschläge zur Menschenregulierung angesichts der schlimmen Zeitläufte in der Schublade verschwunden.

Welch großer, welch süßer Irrtum. Die vergangene Woche erinnerte uns bitter daran, dass energisch daran gearbeitet wird, den Homo sapiens zu entmündigen – zu seinem Besten, versteht sich.

Erst vernahmen wir, dass es sich nicht gehört, ein Bier als „bekömmlich“ zu bewerben, und also zu verbieten ist. Eine Brauerei aus Baden-Württemberg wurde per Gerichtsbeschluss ausgebremst; eine Verordnung der Europäischen Gemeinschaft, der zufolge gesundheitsbezogene Angaben über Bier unzulässig seien, ließ dem Ravensburger Landgericht keine Wahl.

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Riesiger Urzeit-Seeskorpion entdeckt

So könnte der Seeskorpion Pentecopterus decorahensis ausgesehen haben. © Patrick Lynch/ Yale University
Gigant der Urmeere: Paläontologen haben in den USA die Fossilien eines riesigen, 460 Millionen Jahre alten Seeskorpions entdeckt. Das räuberische Gliedertier wurde bis zu 1,70 Meter lang und trug vier mit spitzen Klauen besetzte Fangarme am Vorderkörper. Die zuvor unbekannte Art ist der älteste jemals gefundene Seeskorpion und der größte Vertreter dieser Tiergruppe im Ordovizium, wie die Forscher im Fachmagazin ” BMC Evolutionary Biology” berichten.

scinexx

Die ersten Herrscher der urzeitlichen Meere waren große, räuberische Gliedertiere. Schon vor gut 500 Millionen Jahren bevölkerten die bis zu 1,209 Meter großen Anomalocariden die Ozeane, urzeitliche Krebsvorfahren siebten Plankton aus dem Wasser und auch der älteste Vorfahre der Spinnentiere jagte damals bereits nach Beute.

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Radikale Koranauslegung und islamistisches Gedankengut

IS-Schulbuch. Bild: Ankawa/heise.de

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert den von Saudi-Arabien, Katar und der AKP finanzierten Schulunterricht in türkischen Flüchtlingslagern

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

In der Türkei leben derzeit knapp zwei Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien – viele davon in Lagern in der Nähe der Grenze. Die Kinder in solchen Lagern besuchen meistens keine regulären Schulen, sondern einen Unterricht, der zum großen Teil von Gruppen organisiert wird, die das Geld dafür vor allem aus Katar, Saudi-Arabien und von der türkischen AKP erhalten. Das wirkt sich der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zufolge negativ aus, weil die Schüler schon in jungen Jahren mit Intoleranz indoktriniert werden.

GfBV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido, ein syrisch-kurdischer Historiker, der seit 1990 in Deutschland lebt, kritisiert unter anderem eine “radikale Koranauslegung” und ” islamistisches Gedankengut”, das die Kinder “belaste”, weil sie daraus kein “friedliches Miteinander im Umgang mit Nicht-Muslimen und Nicht-Sunniten” lernten. Bei einem Türkeibesuch im Januar und Februar führten besorgte kurdische Flüchtlinge aus Syrien Dr. Sido unter anderem vor, dass ihren Kinder in der Flüchtlingsschule Lieder wie das antisemitische “Khaybar, Khaybar, oh ihr Juden, die Armee Mohammeds wird zurückkommen” beigebracht werden.

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Gaming Computers Use a Truly Astonishing Amount of Energy

DreamHack 2004 Winter. Image: Wikimedia.org/CC-BY-SA-1.0
Gaming is continuing to boom, especially computer gaming. By the end of 2016, sales of PC games are expected to overtake sales for console games, though both will remain massive markets, worth $29 billion and $28 billion, respectively. Unfortunately, the trend comes with a cost—gaming computers are tremendous energy hogs.

By Brian Merchant|MOTHERBOARD

A new study published in the journal Energy Efficiency finds that worldwide, gaming computers suck down $10 billion worth of electricity (or 75 terawatt hours) a year. Given that sales rates are projected to double by 2020, that figure is expected to do the same. The study finds that while gaming computers comprise just 2.5 percent of personal computers worldwide, they account for 20 percent of global computer energy use.

Evan Mills, a UC Berkeley energy researcher and the study’s co-author, calculates that “a typical gaming computer uses 1,400 kilowatt-hours per year, or six times more energy than a typical PC and 10 times more than a gaming console.”

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Sprachwissenschaftler: Allein die Verwendung von Wort «Neger» nicht rassistisch

Eine Person, die das Wort «Neger» verwendet, ist nach Einschätzung des Sprachwissenschaftlers Albrecht Plewnia nicht automatisch ein Rassist.

Von Elisa Makowski|evangelisch.de

«Dennoch ist Neger kein wertneutrales Wort und ist mit einer Reihe von Negativassoziationen besetzt», sagte Plewnia, der am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim forscht, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Deshalb gäbe es einen breiten öffentlichen Konsens, dieses Wort nicht zu verwenden. Darin seien sich normalerweise alle politischen Amtsträger einig.

Unüberlegt gehandelt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) löste eine gesellschaftliche Debatte aus, nachdem er in der Sendung «Hart, aber fair» im WDR am Montagabend sagte: «Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den weißen Deutschen wunderbar gefallen hat.» Herrmann erklärte im ZDF-Morgenmagazin am Dienstag, er habe damit nur auf einen Anrufer reagiert. Der hatte gesagt, er wolle «Neger überhaupt nicht haben.» Herrmann sagte auch, dass er das Wort sonst überhaupt nicht verwende.

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Papst Franz hofft auf baldige Einigung mit Piusbruderschaft

logo_fsspxPapst Franziskus: «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen».

kath.net

Papst Franziskus hofft nach eigenen Worten auf eine baldige Einigung mit der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen», schreibt er in einem Brief zur geistlichen Vorbereitung und Durchführung des «Heiligen Jahres der Barmherzigkeit», das am 8. Dezember beginnt.

Als Entgegenkommen und Zeichen der Versöhnung erlaubt der Papst für dieses Jubiläumsjahr auch die Beichte bei Priestern der Piusbruderschaft. Um dem Wohl der Gläubigen zu entsprechen, «bestimme ich in der Zwischenzeit in eigener Verfügung, dass diejenigen, die während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit das Sakrament der Versöhnung bei den Priestern der Bruderschaft Sankt Pius X. empfangen, gültig und erlaubt die Lossprechung von ihren Sünden erlangen». Theologisch gelten die Weihehandlungen der von Rom getrennten Pius-Bischöfe als unerlaubt, aber gültig.

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If Kim Davis Won’t Issue Marriage Licenses to Same-Sex Couples, Arrest Her

Kim Davis. Image. Friendly Atheist
Kim Davis, the Rowan County (Kentucky) clerk, began her descent into disgrace by refusing to issue marriage licenses to same-sex couples in the wake of Obergefell. She was then sued for failing to do her job, and the courts said she had to issue the licenses. She appealed the case… and lost. Her lawyers tried to get the Supreme Court to overrule that decision, and yesterday, they denied that appeal, too.

By Lauren Nelson|Friendly Atheist

Today, she’s decided the U.S. Government’s authority is superseded by a higher power.

CBS reports:

On Tuesday morning, Rowan County Clerk Kim Davis’ office denied the licenses to at least two couples. At first, Davis remained in her office with the door closed and blinds drawn. But she emerged a few minutes later, telling the couples and the activists gathered there that her office is continuing to deny the licenses “under God’s authority.”

Where have we heard such an argument before? Oh, that’s right — from racists who opposed desegregation. The same sorts of statements were made by Christian leaders at the time, but the legal system denied their appeals. The interesting distinction here is that this battle is being waged as a function of individual religious liberty, versus the institutional claims of religious liberty in relation to tax-exempt status for Christian colleges embracing racist policies. Will that impact the trajectory of this case? Only time will tell.

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Ken Follet: „Ich glaube nicht an einen Gott“

Ken Follet hält ein Leben nach dem Tod für wenig wahrscheinlich. Bild. Cicero
Wie würde der britische Schriftsteller Ken Follet seine letzten 24 Stunden verbringen? Obwohl er nicht religiös ist, stünde ein Besuch in der Kathedrale Westminster Abbey als Erstes auf dem Programm

Von Ken Follet|Cicero

Das ist also das Ende: ein sehr friedlicher Gedanke. Ich habe all diese Sachen gemacht, hatte meinen Spaß. Und nun laufen langsam meine letzten 24 Stunden ab. Für mich ist der Tod nicht Furcht einflößend, nicht traurig, vorausgesetzt, er kommt nicht zu früh. Solange das Alter angemessen ist, bleibt der Tod in meiner Vorstellung sanft und still.

Meine Eltern haben mich damals streng religiös erzogen. Als Kind glaubt man alles, was die Eltern erzählen. Doch als Teenager fängt man an, sie zu hinterfragen. Das tat ich und lehnte die ganze Sache ab. Ich bin heute nicht religiös. Ich glaube nicht an einen Gott und nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich genieße lieber die Momente des Lebens.

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Suhl: Krawallermittlungen auf versuchten Totschlag ausgedehnt

brennender_koranIn der Nacht vom 19. auf den 20. August kam es in der thüringischen Stadt Suhl zu schweren Ausschreitungen, bei denen 17 Menschen verletzt und eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber sowie zahlreiche Autos verwüstet wurden (vgl. Suhl: Verletzte und Sachschäden in Erstaufnahmeeinrichtung). Die Krawalle begannen, als sich ein afghanischer Asylbewerber, der Seiten aus einem Koran gerissen hatte, vor syrischen Asylbewerbern, die ihn attackierten, in die Wachstube des Sicherheitsdiensts flüchtete.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Angreifer zogen sich darauf hin nicht zurück, sondern versuchten, die Tür der Wachstube einzutreten, worauf hin der Sicherheitsdienst Tränengas versprühte und die Polizei alarmierte. Als diese eintraf, wurde sie von den Angreifern umzingelt und unter Allahu-Akbar-Rufen mit Steinen beworfen, weshalb der Einsatzleiter Verstärkung aus der Landeshauptstadt Erfurt und sogar aus Bayern anfordern musste. Am Ende waren 125 Beamte, neun Notärzte und 90 Sanitäter im Einsatz. Inzwischen gesperrte Videoaufnahmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zeigen, wie der Mob auch andere Asylbewerber und Reporter mit Eisenstangen und Messern attackiert. Mehrere Brandstiftungen konnte die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle bringen.

Am Freitag nach den Krawallen gab die Landespolizeiinspektion Suhl bekannt, dass die für die Stadt zuständige Staatsanwaltschaft Meiningen (unter anderem anhand privater Videoaufnahmen) “prüft, welche Tatverdächtigen in welchem Umfang die Tatbestände des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und der Sachbeschädigung erfüllt haben”. Der thüringische Integrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) hatte davor anhand der Tatschilderungen nicht von Landfriedensbruch, sondern von “versuchter Lynchjustiz” gesprochen.

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Mission: Den Autor müsste man zum IS missionieren schicken

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Christen sollten sich der großen Zahl einwandernder Muslime annehmen.
 

Von Uwe Siemon-Netto|kath.net

Halten wir gleich fest, dass Gott der Herr der Geschichte ist. Somit fällt auch die neue Völkerwanderung – wie ihre Vorgängerin vor anderthalb Jahrtausenden – in seinen Zuständigkeitsbereich. Wir dürfen stolz darauf sein, dass Restbestände christlicher Werte zwei Drittel der Deutschen dazu bewegen, die Flüchtlinge aus Nahost und Afrika willkommen zu heißen. Es ist gut, dass viele Hunderttausend Deutsche ihnen helfen und dass die Kirchen ihre Mitglieder an ihre Pflicht zur Nächstenliebe erinnern. Mögen auch viele Deutsche vom Glauben abgefallen sein, so zeigt doch dieses noch christlich geprägte Deutschland das wahre Gesicht unserer Nation – nicht Heidenau.

Ist sich die Kirche der großen Chance bewusst?

Gott ist der Herr der Geschichte: Ist sich die Kirche dessen überhaupt noch bewusst? Sie hat recht, wenn sie Nächstenliebe anmahnt. Aber erfasst sie die riesengroße Chance, die ihr Gott mit diesem gewaltigen Zustrom von Menschen gibt, die oft Muslime sind, sich aber vor der Gewalt islamistischer Massenmörder und Vergewaltiger ins Abendland retten? Erkennt die Kirche ihre Pflicht, diese Flüchtlinge – natürlich unaufdringlich – auf unseren ganz anderen Gott hinzuweisen, der niemanden dazu aufruft, Köpfe abzuschneiden, sondern sich für uns ans Kreuz nageln lässt?

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