Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Marketing: Apple Maps zeigt Nessie

Für seinen Kartendienst musste Apple viel Kritik einstecken. Doch jetzt ist der Beweis vollbracht, dass das Maps-Programm fürs iPhone oder iPad einen riesigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat: Man kann damit das Monster von Loch Ness sehen.

SpON

Screenshot Reinhold Leinfelder

Screenshot Reinhold Leinfelder

Screenshot Reinhold Leinfelder

Screenshot Reinhold Leinfelder

Es herrscht Krieg im Vatikan

Franziskus – Zeichen der Hoffnung: Vom Erbe Benedikts XVI. zur Revolution im Vatikan

Als der neue Papst gewählt ist, hört das Handy von Andreas Englisch nicht mehr auf zu klingeln. Es sind keine Auftraggeber, die den Journalisten und Vatikanexperten erreichen wollen. Es sind Kollegen. Alle wollen sie das Gleiche von ihm wissen: “Wie zum Teufel konntest du den Tag und die Uhrzeit vorhersagen, wann der neue Papst gewählt wurde?” So erzählt Andreas Englisch die Geschichte jedenfalls in seinem Buch.

Von Lucas WiegelmannDIE WELT

Er habe eben schon vor dem Konklave gewusst, “dass es eine Revolution gegen die Kurie geben würde, der Zorn der Kardinäle war gewaltig, ein Anti-Kurie-Mann würde kommen”, so Englisch. Was er nicht schreibt: Während des Konklaves hatte er noch ganz anders geredet. Ein Kandidat der Italiener werde sich durchsetzen, hatte er prophezeit. Sein Papst-Tipp damals, im März 2013, hieß Angelo Scola. Der ist Erzbischof von Mailand und das Gegenteil von einem Anti-Kurie-MAnti-Kurie-Mannann. Neben Scola sah Englisch noch ein paar andere Favoriten. Jorge Mario Bergoglio gehörte nicht dazu.

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Dodo Mixa zieht Vergleich von Jesus und Tebartz-van Elst

Quelle: HFR

Quelle: HFR

Ein Ex-Bischof spendet dem anderen Ex-Bischof Trost – passend zu Ostern. Walter Mixa muntert Franz-Peter Tebartz-van Elst mit den Worten auf, auch “Jesus war ungerechtem Urteil und Spott ausgesetzt”.

DIE WELT

Der ehemalige Augsburger katholische Bischof Walter Mixa (72) empfindet großes Mitleid mit seinem Amtsbruder Franz-Peter Tebartz-van Elst (54). “Ich kann mir gut vorstellen, dass sich mein bischöflicher Mitbruder ganz aktuell in einem Gemütszustand großer Verlassenheit und Traurigkeit befindet”, sagte Mixa mit Blick auf den früheren Limburger Bischof in einem Interview der “Bild am Sonntag”.

Da helfe der Glaube und das Wissen darum, dass “Jesus Christus selbst, der ohne Sünde gewesen ist, dennoch ungerechtem Urteil und dem Spott der Menge ausgesetzt war”, sagte Mixa.

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Menschenaffen: Unsere haarigen Vettern

Martha Robbins, Christophe Boesch Menschenaffen Aus dem Englischen von Eva Schweikart Verlag: Hirzel, Stuttgart 2013 ISBN: 9783777622323 24,90 €

“Ich war verschwitzt, dreckig, nass und völlig außer Atem. Das Frühstück aus Bohnen und Kartoffeln lag noch schwer im Magen, obwohl wir bereits zwei Stunden unterwegs waren. Wie auf einer Achterbahn ging es in einem fort bergauf und bergab in den sich scheinbar endlos hinziehenden Hügeln des Bwindi-Impenetrable-Nationalparks in Uganda.”

Von Andreas JahnSpektrum.de

Hautnah lässt uns Martha Robbins an ihrer Feldforschung teilnehmen. Genau das ist die Intention des Buchs “Menschenaffen”, das die Verhaltensforscherin vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zusammen mit ihrem Kollegen Christophe Boesch herausgegeben hat. In elf Kapiteln beschreiben zehn Primatenforscher, was sie erlebten, während sie in den Regenwäldern Afrikas nach Schimpansen, Bonobos und Gorillas suchten. Aus ihren gesammelten Tagebucheinträgen ist ein spannendes Dokument geworden, das die “Begegnungen mit unseren nächsten Verwandten” wiedergibt.

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Babys schreien, damit Eltern keine Geschwister zeugen

Bild: swissmom.ch

Ganz schön schlau: Babys wecken ihre Eltern nachts, damit sie keinen weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen. Eine ausgetüftelte Strategie, die den lieben Kleinen die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern einbringen soll.

Kölner Stadt-Anzeiger

Was wäre das für eine Idylle, könnten frischgebackene Eltern einfach mal durchschlafen. Das Glück über das Neugeborene wäre wahrscheinlich gleich dreimal so hoch. Doch dass Babys nachts so oft schreien, hat womöglich einen triftigen evolutionären Grund: Sie wollen verhindern, dass ihre Eltern weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen.

Mütterliche Müdigkeit als Strategie des Babys

So argumentiert jedenfalls der Harvard-Professor David Haig, der seine Forschungsergebnisse kürzlich im Oxford-Fachjournal „Evolution, Medicine, and Public Health“ veröffentlicht hat. Für seinen Artikel hat er zahlreiche Studien zum Thema analysiert.

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“Servicekirche für die individuelle Religion”

HSV-Fan-Friedhof, Bild: abendblatt.de

Kirche zur Taufe, Beerdigung auf dem Friedhof des Lieblingsvereins. Spiritualität brauchen alle, glaubt Theologe Wilhelm Gräb. Die Kirchen sollten die Religion freigeben.

Ein Interview von Friederike SchröterZEIT ONLINE

ZEIT ONLINE: Als Fan von FC Schalke 04 oder dem HSV kann man sich seit einigen Jahren auf speziellen Fan-Friedhöfen bestatten lassen, seit Kurzem gibt es in Berlin einen Friedhof nur für Lesben. Was hat das noch mit Religion zu tun?

Wilhelm Gräb: Enorm viel. Da will sich eine Gemeinschaft auf engem Raum verbunden wissen, noch über den Tod hinaus. Eine Gruppe von Menschen, die zusammen die gleiche Lebensform oder einen bestimmten Lebensinhalt geteilt hat. Wir Menschen suchen die Gemeinschaft, wir können ohne Beziehungen, Kooperation und Kommunikation nicht leben. Das gilt auch in der heutigen sogenannten individualisierten Gesellschaft.

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Theologe Klaus Berger warnt: Christentum bricht zusammen!

Klaus Berger, Bild: wikimedia.org

Emeritierter Neutestamentler übt Grundsatzkritik an historisch-kritischer Exegese und ihrem starken Einfluss auf das Christentum. Das Problem der Kirche bestehe nicht in vermeintlich verkrusteten Strukturen, sondern in einem religiösen Burn-out.

kath.net

„Die Christentümer des Westens“ werden „aus eigener Schwäche zusammenbrechen“, weil man das Glaubensbekenntnis durch das Gebot der Toleranz ersetzt habe. „Retten kann uns nur, wenn wir den Zumutungen Jesu eine Chance geben“, erklärt der Theologe Klaus Berger (Foto), emeritierter Professor für Neues Testament der Universität Heidelberg und Autor des vielbeachteten Buches „Die Bibelfälscher“. Eine bloße Modernisierung der Kirchen löse „das Problem nicht“, warnte Berger, „denn dieses besteht nicht in vermeintlich verkrusteten Strukturen, sondern in einem religiösen Burn-out“.

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Pakistan: Kirchen denken an Opfer des Blasphemiegesetzes

Asia Bibi, Bild: asianews.it

Fünffache Mutter Asia Bibi muss zum vierten Mal Ostern in Einzelzelle in Multan verbringen – Berufungsverfahren vertagt, Richter am High Court von Lahore offenbar von fundamentalistischen Muslimen eingeschüchtert

kathweb

Die Christen in Pakistan solidarisieren sich an den Osterfeiertagen besonders mit jenen Menschen, die Opfer des menschenrechtswidrigen Blasphemiegesetzes geworden und zum Tod verurteilt worden sind. Der katholische Bischof Rufin Anthony von Islamabad-Rawalpindi rief am Karfreitag dazu auf, besonders an Asia Bibi, Sawan Masih, Shafqat Emmanuel und Shugufta Emmanuel zu denken, die verurteilt wurden und derzeit auf ihre Berufungsverfahren warten.

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Odenwaldschule unter Kinderporno-Verdacht

Odenwaldschule Goethehaus, Bild: wikimedia.org

Der reformpädagogischen Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim droht ein neuer Skandal: Ein Lehrer steht im Verdacht, Kinderpornos gesammelt zu haben.

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe bei der Durchsuchung seiner Wohnung auf dem Internatsgelände entsprechendes Material sichergestellt, bestätigte die Schule am Samstag. Der Lehrer sei fristlos gekündigt worden.

Nach einem Bericht des “Mannheimer Morgens” waren die Ermittler durch einen Hinweis der australischen Polizei auf den Mathematik-, Physik- und Chemielehrer aufmerksam geworden. Demnach soll die Internet-Adresse dort im Zuge von Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring aufgetaucht sein. Odenwaldschüler seien nicht betroffen, heißt es in der schriftlichen Erklärung der Schule. Der Lehrer sei seit 2011 in dem Internat beschäftigt gewesen.

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Sexueller Missbrauch: “Kirche muss das hören wollen”

missbrauch_katholDie katholische Gemeinde diskutierte über sexuellen Missbrauch – und über einen Potsdamer Fall.

Von Holger Catenhusenpnnde

Ob gegen den ehemaligen Potsdamer Kaplan M. wegen Missbrauchs eines Jugendlichen doch noch ein kirchliches Strafverfahren eingeleitet wird, ist bislang nicht entschieden. Das berichtete Stefan Förner, Sprecher des Berliner Erzbistums, auf einer Veranstaltung der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul am vergangenen Mittwoch, auf der es um Möglichkeiten der Vorbeugung vor sexuellem Missbrauch innerhalb kirchlicher Gemeinschaften ging. Wie die berufliche Zukunft des einstigen Potsdamer Kaplans aussehe, sei noch ungewiss, so Förner.

Wie berichtet hatte M. im Jahre 1997 den heute in Süddeutschland lebenden Stefan Lüttke, damals 15 Jahre alt und Firmling der Potsdamer Gemeinde St. Peter und Paul, nach einem gemeinsamen Treffen mit Jugendlichen auf dem Nachhauseweg sexuell missbraucht. Nach Darstellung von Lüttke war es auf Veranlassung des Geistlichen zur gegenseitigen Masturbation gekommen.

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Kauder fordert von Türkei mehr Religionsfreiheit

Homo_KauderDie Türkei muss aus Sicht von Unionsfraktionschef Volker Kauder insbesondere Christen mehr Religionsfreiheit gewähren.

Süddeutsche.de

So wie Muslime in Deutschland Moscheen errichten, müssten Christen in der Türkei ihre Kirchen bauen dürfen, sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post». Die Türkei sei von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt, solange sie sich weigerte, Religionsfreiheit zu garantieren. Die Europäische Union müsse in diesem Punkt gegenüber Ankara noch deutlicher werden.

Bullshistic: Sterbehilfe-Ein ungeheurer Einbruch in Kultur des Lebens in Europa

Anton Losinger, Bild: augsburger-allgemeine.de

Augsburger Weihbischof Losinger äußert in seiner Karfreitagspredigt massive Kritik an der Entscheidung der belgischen Abgeordnetenkammer, Sterbehilfe für Minderjährige zuzulassen.

kath.net

Weihbischof Anton Losinger  hat heute Nachmittag während der Karfreitagsliturgie im Hohen Dom zu Augsburg über den Umgang des Menschen und unserer Gesellschaft mit Leben und Tod gepredigt. Die Entscheidung der belgischen Abgeordnetenkammer, Sterbehilfe für Minderjährige zuzulassen, sei “ein ungeheurer Einbruch in die Kultur des Lebens mitten auf europäischem Boden”. Im Alphabet des Evangeliums sei das Kreuz Jesu die Liebe, die den Tod aufhalte. “Es ist diese ungeheure und unbegreifliche Entäußerung Gottes, die Hingabe des Sohnes, die maßlos liebevolle Zuwendung an die Menschheit, die den Tod abwendet”, so Weihbischof Losinger. Der Karfreitag, der Blick auf das Kreuz, setze uns als getaufte Christen in die Nachfolge des Gekreuzigten. Losinger ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Ethikrates.

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Der Antichrist

Bild: lustipics.de

Ingolf Bossenz über das Brauchtum zu Ostern und was der Osterhase damit zu tun hat

Von Ingolf Bossenz - ND

Ostern – ein Fest, zwei Protagonisten: Der eine steht am Morgen auf, um für die Jüngeren Eier zu verstecken. Der andere aufersteht am Morgen, worauf die Jünger ziemlich rumeiern. Ein vertrackter säkular-sakraler Dualismus, vor dessen dialektisch-zwingender Logik die Wahrheit nackt und unerbittlich Farbe (in diesem Fall Eierfarbe) bekennen muss: Der Osterhase (der – siehe Bild – durchaus auch eine Häsin sein kann) ist der direkte Gegenspieler von Jesus. Der Antichrist in persona sozusagen. Allerdings hat er weder Hörner noch Pferdefuß, sondern wuschelige Löffel und einen putzigen Stummelschwanz. Weshalb die Kirchen auch nichts unversucht lassen, die Mümmelmänner und -frauen heidnisch-ruchlosem Brauchtum zu entreißen und in eigener Sache religiös-ideologisch zu instrumentalisieren.

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Wenn der leidende Gott nicht Gott sein kann

Foto: Getty Images/iStockphoto/Jarin

An Karfreitag haben wir das Bild des leidenden Gottessohnes vor Augen. “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” ruft er am Kreuz. Ja, warum hilft ihm Gott nicht – er ist doch allmächtig! Ist er das wirklich? Ingo Baldermann findet in der Hebräischen Bibel kein einziges Wort von der angeblichen Allmacht Gottes. Zum Glück nicht. Denn nur mit einem menschlichen Gott können wir in einen Dialog treten.

Von Ingo Baldermannevangelisch.de

Die Hebräische Bibel kennt ein Wort für das Beste, was sich von einem Menschen sagen lässt: tamim, das meint Schönheit und Güte, Offenheit und vollkommene Redlichkeit. Die Bibel scheut sich, dies von Gott selbst als Person zu sagen, aber von seinen Worten und Werken gilt es: sie sind verlässlich, durchsichtig bis auf den Grund, vollendet schön in jeder Einzelheit.

In der Bergpredigt spricht Jesus so von Gott selbst, aber was wird daraus in den Übersetzungen? “Ihr sollt vollkommen sein wie euer Vater im Himmel vollkommen ist” (Matthäus 5,48) – wie soll uns denn das  gelingen? Die griechische Übersetzung im Neuen Testament konfrontiert uns unversehens mit dem abstrakten Vollkommenheitsideal der Philosophen: Natürlich denken sie ihren Gott als einen absolut Vollkommenen: Er weiß alles, kann alles und ist frei von allen Leidenschaften, unverletzlich, unberührbar – nur: in dieser Vollkommenheit ist nichts Menschliches mehr.

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Tanzverbot: Es geht ums Prinzip

Mini-Demo: Piraten gegen das Tanzverbot. Foto: Monika Müller

Kaum jemand kommt am Karfreitag zur Demonstration gegen das Tanzverbot. Offenbar sehen viele Frankfurter keine Notwendigkeit mehr im Protest gegen die kirchlich motivierte Einschränkung.

Von Alicia LindhoffFrankfurter Rundschau

Um 14 Uhr war die Demonstration gegen das Tanzverbot angekündigt. Um 14.10 Uhr stehen am Karfreitag noch immer nur zehn Menschen neben dem weißen Brunnen in der Mitte der Zeil, der als Treffpunkt dienen sollte.

Alle zehn gehören zum Umfeld der Frankfurter Piratenpartei, die zum Protestzug aufgerufen hatte. Überrascht sind sie über die – freundlich ausgedrückt – geringe Resonanz nicht. Zum einen sei die Organisation nicht gut gelaufen und die Ankündigung erst einen Tag vor der geplanten Demo verschickt worden, sagt Pressesprecher Christian Hufgard.

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