Der Jude unter den Staaten

Bild: phhesse/flickr

70 Jahre nach seiner Staatsgründung ist Israel der Jude unter den Staaten. Die Weltgemeinschaft arbeitet sich mit ungezählten Resolutionen an der kleinen Demokratie im Nahen Osten ab.

Von Thomas Eppinger | mena-watch

Welches Maß auch immer an jedes andere Land angelegt wird, man kann sicher sein, für Israel gilt ein eigenes. Künstler, Politiker und Intellektuelle formulieren den Schlachtruf der Nationalsozialisten „Kauft nicht bei Juden“ neu und rufen dazu auf, das Land zu boykottieren, Investitionen abzuziehen und mit Sanktionen zu belegen. Die meisten Medien übernehmen kritiklos die Inszenierungen von Pallywood-Akteuren und ergreifen Partei gegen Israel. Mal mehr, mal weniger offen. Kein Wunder, dass die Zahl der „Israelkritiker“ in der Bevölkerung nur mehr von jener der „Fußballtrainer“ übertroffen wird.

Kurz: Die „Antizionisten“ sind allgegenwärtig, während die Antisemiten auf wundersame Weise verschwunden sind. Antisemitismus ist out. Niemand mag mehr Antisemit sein; man könnte sagen, der Antisemitismus ist in ein schlechtes Licht geraten, seit die Nationalsozialisten und ihre willigen Helfer ihn vor achtzig Jahren übertrieben haben. Auschwitz war dann doch zu viel, „vergasen“ geht einfach nicht.

Und so sind die Antisemiten nach dem Krieg auch irgendwann ausgestorben, schon weil die Latte für Antisemitismus seither so hoch liegt, dass man sogar dann noch unten durch läuft, wenn man eine Synagoge anzündet. Da mag man es zwar mit der „Israelkritik“ ein wenig übertrieben haben, aber ein Antisemit ist man deswegen noch lange nicht. Solange sich nicht herausstellt, dass einer „sechs Juden eigenhändig erwürgt hat“, gibt es kein Problem, das hat Michael Graff schon während der Waldheim-Affäre erkannt. Und selbst wenn jemand ein paar Juden auf dem Gewissen hat, der richtige Antisemitismus beginnt erst beim Völkermord, das haben wir aus der Geschichte gelernt. Darum kann ein deutscher Präsident einen Kranz am Grab von Arafat niederlegen, ohne mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt zu werden. Denn eigentlich war Arafat ja auch nur ein Israelkritiker, manchmal ein wenig grob vielleicht, aber wo gehobelt wird, fallen eben Späne.

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Behandlung von Pädophilen erspart der Gesellschaft Kosten

Therapien für Opfer von Kindesmissbrauch sind weitaus teurer als Prävention für Pädophile.Foto: Jörg Carstensen/dpa
Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet Hilfe für Menschen mit pädophilen Neigungen – und hat Erfolg dabei.

Von Frank Bachner | DER TAGESSPIEGEL

Klaus Beier kennt die schrecklichen Bilder von den missbrauchten Kindern, er muss sie sich anschauen, er ist Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft an der Charité. Und Beier seufzt: „Unsere Hilfe ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Aber es ist Hilfe, das ist entscheidend.

Beier leitet das Präventionsprojekt, das pädophile Menschen therapeutisch betreut, um Schlimmeres zu verhindern. Und der Erfolg ist da. 56 Teilnehmer einer Therapie wurden sechs Jahre nach Behandlungsende befragt. Resultat: Nur einer hatte in der Zwischenzeit sexuellen Kontakt mit einem Kind. Dieses Ergebnis stellte Beier am Mittwoch vor.

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Bundesregierung: Visa für Ditib-Imame, um Erdogan nicht zu verärgern?

DİTİB-Zentralmoschee in Köln. Bild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
350 Ditib-Imamen wurde 2017 die Einreise genehmigt. Dem Dachverband türkisch-islamischer Moscheegemeinden wird u.a. Kriegspropaganda vorgeworfen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Wie eine Anfrage der Linken an den Tag brachte, hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr 350 Ditib-Imamen die Einreise genehmigt; ihnen wurden Arbeitsvisa mit einer Gültigkeitsdauer von 180 Tagen ausgestellt. Der Antrag kam dafür von der türkischen Religionsbehörde Diyanet.

Die Information aus der parlamentarischen Anfrage, die heute von vielen Medien verbreitet wird, lässt aufhorchen, weil sie ein weiteres Indiz dafür ist, wie sehr die Bundesregierung und ihr angeschlossene Behörden darauf achten, sich gut mit Erdogan und seinen Leute an den wichtigen Schaltstellen zu stellen, bzw. sie nicht zu verärgern.

Die Verbindung zwischen Diyanet und Ditib gilt als verlängerter Arm der türkischen Regierung in die Bundesrepublik.

Ditib wird vom staatlichen „Präsidium für religiöse Angelegenheiten der Türkei“ (Diyanet) kontrolliert, das wiederum direkt der türkischen Regierung untersteht. Diyanet bereitet die Materialien für den Koran-Unterricht und die Freitagspredigten vor, die auch an die Imame im Ausland ausgegeben werden – so auch an die Ditib-Gemeinden in Deutschland. Immer mehr werden diese beeinflusst von der Ideenwelt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Birgit Gärtner, German Naivität

Der entzündliche Bereich ist dort, wo sich Politik und Religion vermischen. Bei Ditib wurde dies auch einer größeren Öffentlichkeit anschaulich, als Ende 2016 der Vorwurf laut wurde, dass Ditib-Imame in mehreren deutschen Städten Spionage im Dienste der türkischen Regierung betrieben haben sollen.

Die Zeitung Die Welt berichtete von einem ihr vorliegenden, vom 20. September 2016 datiertem Schreiben der Religionsbehörde Diyanet in Ankara an sämtliche türkischen Auslandsvertretungen, in denen diese dazu aufgefordert werden, Aktivitäten der Gülen-Bewegung zu melden.

Volker Beck von Grünen warf Ditib-Imamen vor, dass sie in mehreren Städten der Bundesrepublik in ihren Moscheen Listen von angeblichen Gülen-Unterstützern angefertigt und an die Generalkonsulate weitergegeben haben. Er Strafanzeige wegen des Verdachts nachrichtendienstlicher Tätigkeiten und legte der Bundesanwaltschaft umfangreiches Material vor (siehe In Deutschlands Moscheen wird für Erdogan spioniert).

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Es sind wieder mehr Migranten unterwegs auf der Südroute durch den Balkan

Migranten in einem Park in Sarajevo. (Bild: HRW)
In Bosnien-Herzegowina ist der Staat überfordert, doch zahllose Ehrenamtliche kümmern sich um sie. Die Islamische Gemeinschaft hingegen hält sich zurück und erregt damit Kritik.

Andreas Ernst | Neue Zürcher Zeitung

Die Grenze zwischen Serbien und Ungarn ist mit Zäunen fast hermetisch abgeriegelt. Jene zu Kroatien kann dank flachem Terrain leicht von der Grenzpolizei überwacht werden. Da liegt es auf der Hand, dass Migranten aus Syrien, dem Irak, Iran und Nordafrika seit Frühjahrsbeginn einen neuen Weg über den Balkan wählen. Die sogenannte Südroute führt von Griechenland über Albanien nach Montenegro und Bosnien-Herzegowina. Das Land hat eine 932 Kilometer lange Grenze mit dem EU-Mitglied Kroatien. Sie ist über weite Strecken schwer kontrollierbar, weil sie hügelig, schroff und bewaldet ist.

Der Mehrverkehr auf der Südroute hat aber auch mit dem steigenden Migrationsdruck in Griechenland zu tun. Die Behörden dort zählen fast einen Drittel mehr Ankommende als im letzten Frühling. Und möglicherweise steigen die Zahlen bald weiter: Das oberste Verwaltungsgericht in Athen hat Mitte April entschieden, dass neu ankommende Migranten nicht mehr auf den Inseln festgehalten werden dürfen.

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Kruzifix-Befehl: CSU missbraucht das Kreuz als politisches Dominanz-Symbol

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hängt eigenhändig ein Kreuz im Eingangsbereich der Staatskanzlei auf. (Foto: dpa)
Die bayerische Staatsregierung hat angeordnet, ein Kruzifix im Eingangsbereich jeder Behörde anzubringen. Aus der religiösen Kernbotschaft wird so ein billiges „Mia san mia“.

Von Heribert Prantl | Süddeutsche Zeitung

Das Kreuz ist nicht einfach ein heimatlicher Wandschmuck. Es ist nicht einfach Symbol für Tradition und Verwurzelung. Es ist nicht Folklore, es ist kein religiöses Hirschgeweih. Es ist das wichtigste christliche Zeichen, es ist das christliche Symbol für Erlösung, es ist Sinnbild des Leidens und der Herrschaft Christi. Diese Herrschaft ist aber kein staatliches Regiment, deshalb gehört das Zeichen nicht per staatliche Anordnung in staatliche Räume gehängt.

Die bayerische CSU-Staatsregierung tut genau das. Sie hat angeordnet, das Kreuz als „Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns“ in jeder staatlichen Behörde im Eingangsbereich jedes Dienstgebäudes „deutlich wahrnehmbar“ anzubringen. Dies ist keine Respektbezeugung, das ist ein Missbrauch, das ist die politische Instrumentalisierung einer religiösen Kernbotschaft. Die CSU macht aus dieser Kernbotschaft die billige Botschaft „Mia san mia“. Das ist nicht christlich, das ist Ketzerei – weil es das Kreuz verstaatlicht und damit säkularisiert.

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How Would We Know If Intelligent Life Existed on Earth Before Humans?

How do we really know there weren’t previous industrial civilizations on Earth that rose and fell long before human beings appeared? Credit: University of Rochester illustration/Michael Osadciw
Reptilian menaces called Silurians evolved on Earth before humankind — at least in the „Doctor Who“ rendition of the universe. But science fiction aside, how would we know if some advanced civilization existed on our home planet millions of years before brainy humans showed up?

By Charles Q. Choi | SPACE.com

This is a serious question, and serious scientists are speculating about what traces these potential predecessors might have left behind. And they’re calling this possibility the Silurian hypothesis.

When it comes to the hunt for advanced extraterrestrial civilizations that might exist across the cosmos, one must reckon with the knowledge that the universe is about 13.8 billion years old. In contrast, complex life has existed on Earth’s surface for only about 400 million years, and humans have only developed industrial civilizations in the last 300 years. This raises the possibility that industrial civilizations might have been around long before human ones ever existed — not just around other stars, but even on Earth itself. [Greetings, Earthlings! 8 Ways Aliens Could Contact Us]

„Now, I don’t believe an industrial civilization existed on Earth before our own — I don’t think there was a dinosaur civilization or a giant tree sloth civilization,“ said study co-author Adam Frank, an astrophysicist at the University of Rochester in New York. „But the question of what one would look like if it did [exist] is important. How do you know there hasn’t been one? The whole point of science is to ask a question and see where it leads. That’s the essence of what makes science so exciting.“

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Mehrheit der US-Bürger glaubt an Gott

In den USA glauben einer Umfrage zufolge 89 Prozent der Bürger an Gott oder eine „spirituelle Macht“. An Gott, wie er in der Bibel dargestellt wird, glaubten 56 Prozent, hieß es bei der am Mittwoch in Washington veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts „Pew Research Center“.

evangelisch.de

Ältere Menschen glaubten mehr an Gott als jüngere, Gebildete weniger als Menschen ohne akademischen Hintergrund, hieß es weiter. Republikaner sind der Umfrage zufolge gläubiger als Demokraten.

Für viele gläubige US-Amerikaner spiele Gott oder ein höheres Wesen offenbar eine Rolle im Alltag. 28 Prozent der befragten Gläubigen gaben an, sie redeten mit Gott und Gott spreche zu ihnen. 47 Prozent redeten mit Gott, doch Gott antworte nicht. 77 Prozent erklärten, Gott habe sie beschützt, 67 Prozent, Gott habe sie belohnt und 40 Prozent, Gott habe sie bestraft.

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Religiöse Konflikte auch an Hamburgs Schulen

Auch in Hamburg soll es „Vorkommnisse beginnender religiöser Konflikte“ an Schulen geben. Hier ein Mädchen mit Kopftuch vor einem Klassenzimmer
Eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver geht möglichen religiösen Konflikten an Hamburger Schulen auf den Grund. Auch Einblicke in das Ausmaß der Gewalt unter Schülern.

Von Jana Werner | DIE WELT

Der Fall einer Berliner Grundschülerin, die bedroht worden sein soll, hat die aktuelle Debatte über Antisemitismus an Schulen neu entfacht. Auch in Hamburg berichten Eltern und Lehrer über „Vorkommnisse beginnender religiöser Konflikte und Beleidigungen auf dem Schulhof und im Schulalltag“, wie die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver in einer Kleinen Anfrage an Rot-Grün schreibt. Dies sei „als Vorstufe zur Radikalisierung von Schülermeinungen in fundamentalistische Weltbilder zu sehen, denen im besten demokratischen Sinne entgegengetreten werden muss“. Stöver: „Immer wieder machen neue Fälle Schlagzeilen und der Senat verschließt die Augen und unterschätzt die Problematik massiv.“ Das gehe aus der Senatsantwort auf ihre Anfrage hervor.

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Warum wir unsere Meinungen nicht ändern

Bild: RDF
Niemand überdenkt sein Weltbild gerne. Es macht uns aus und gibt uns ein Zugehörigkeitsgefühl.

Von Felix Kruppa | Richard-Dawkins-Foundation

Die Irrationalität des Weltbildes ist dafür vollkommen unerheblich. Sogenannte kognitive Verzerrungen helfen uns dabei, wider die Fakten an unserer Meinung festzuhalten. Insbesondere politische Ansichten werden zunehmend durch Emotionen bestimmt und gefährden so den rationalen Diskurs.

Wie und warum sich Menschen vor neuen Überzeugungen schützen

Die Gesamtheit der persönlichen Überzeugungen eines Menschen beschreibt sein Weltbild. Wer in seinem Weltbild erschüttert wird, muss lieb gewonnene und über Jahre kultivierte Ansichten revidieren und hinterfragt dabei immer auch sich selbst oder die Gruppe, die dieses Weltbild reproduziert. Die eigenen Überzeugungen sind elementarer Bestandteil der eigenen Identität, weswegen sie auch um den Preis der intellektuellen Redlichkeit beschützt werden. Die Psychologin Dorothe Kienhues nennt ein treffendes Beispiel: „Für einen tiefreligiösen Menschen kann es sehr schwer sein, unvoreingenommen über embryonale Stammzellenforschung zu diskutieren.“1

Anstatt sich neuen Informationen, die mit dem eigenen Weltbild nicht vereinbar sind, also unvoreingenommen anzunehmen oder zumindest einer Überprüfung zu unterziehen, greifen sogenannte kognitive Verzerrungen, die es dem Individuum erlauben, hinsichtlich seiner Überzeugungen konsistent zu bleiben. Diese kognitiven Verzerrungen (cognitive bias) sind fehlerhafte Neigungen beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen und bleiben meist unbewusst.

Widersprüche, die sich durch neue Informationen ergeben, erzeugen eine sogenannte kognitive Dissonanz. Die gleichzeitige Existenz nicht miteinander vereinbarer Kognitionen (Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten) wird vom Individuum als unangenehm empfunden, weswegen es kognitive Dissonanz zu vermeiden versucht. In einer bildgebenden Studie konnte Drew Westen von der Emry University in Atlanta im Jahr 2004 belegen, dass Widersprüche zwischen Fakten und Wunschvorstellungen bestimmte Hirnareale wie den anterioren zingulären Kortex und den ventromedialen präfrontalen Kortex stärker durchbluten lassen.2 Diese Hirnareale gelten als Verarbeitungsstationen für negative Gefühle, Stresserleben und Schmerz.

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1Aus: Theodor Schaarschmidt: „Es fühlt sich so wahr an.“ Spektrum der Wissenschaft. Gehirn und Geist. 09/2017. S. 27.

2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17069484

Milchstraße: Mehr als nur ein supermassereiches Schwarzes Loch?

Im Außenbereich der Milchstraße könnte sich noch mehrere supermassereiche Schwarze Löcher verbergen © NASA/CXC/M.Weiss
Versteckte Schwerkraftgiganten: Unsere Milchstraße könnte mehr als nur ein supermassereiches Schwarzes Loch besitzen. Weitere, unsichtbare „Geschwister“ der zentralen Singularität könnten sich in den Außenbereichen der Galaxie, im Halo, verstecken, wie eine Simulation nahelegt. Die zusätzlichen Schwarzen Löcher sind demnach Überbleibsel vergangener Kollisionen der Milchstraße mit anderen Galaxien, so die Astronomen.

scinexx

Bisher schien die Sache klar: Im Herzen jeder Galaxie sitzt ein supermassereiches Schwarzes Loch – so auch im Zentrum unserer Milchstraße. Diese Schwerkraftgiganten spielen nach gängiger Theorie für das Verhalten und die Entwicklung ihrer Muttergalaxien eine entscheidende Rolle. Doch offenbar sind sie keineswegs immer ortstreu: Astronomen haben bereits einige massereiche Schwarze Löcher entdeckt, die isoliert durch das All wandern – möglicherweise wurden sie bei Kollisionen aus ihren Galaxien geschleudert.

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Taliban kündigen Offensive gegen US-Truppen an

Zahlreiche Taliban-Kämpfer in Paktika leisten ihren Treueschwur auf den neuen Führer, will zumindest das Foto der Taliban demonstrieren. SymbolBild: heise.de
Die radikalislamischen Taliban haben in Afghanistan einen verschärften Kampf gegen die Truppen der USA im Land angekündigt.

Frankfurter Rundschau

Die „amerikanischen Invasoren“ seien vorrangiges Ziel ihrer Offensive „Al-Khandaq“, teilten die Taliban mit. Die „einheimischen Unterstützer“ der Amerikaner, also afghanische Regierung und Sicherheitskräfte, stünden an zweiter Stelle. Die Taliban sind die mit Abstand größte Aufständischen-Gruppe in Afghanistan.

Deutsche Gefängnisse stoßen an ihre Grenzen

Ein Untersuchungsgefängnis in Hamburg Bild: dpa
Vollbelegung oder Überbelegung? In allen Bundesländern wird es eng in den Gefängnissen, Vollzugsbeamte sprechen von Überlastung. Mehr Häftlinge können auch mehr Angriffe aufs Personal bedeuten.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In Deutschlands Gefängnissen wird nach einem Medienbericht der Platz knapp. Eine Umfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe bei den Justizministerien der 16 Bundesländer ergab eine Auslastung von bis zu 100 Prozent, so etwa in Baden-Württemberg. In Bayern, Rheinland-Pfalz, Berlin, Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz lag die Auslastung demnach im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei deutlich über 90 Prozent. Fachleute sprechen dem Bericht zufolge schon bei einer Auslastung von 85 bis 90 Prozent von Vollbelegung.

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Prantl: AfD-Einladung zum Katholikentag „skandalös“

© Bild: picture alliance/dpa-Zentralbild/Sascha Steinach
Wird die AfD mit der Einladung zum Katholikentag „demaskiert“? Nein, sagt der katholische Publizist Heribert Prantl. Denn die rechtspopulistische Partei maskiere sich gar nicht.

katholisch.de

Der Publizist Heribert Prantl wertet die Einladung eines AfD-Vertreters zum Katholikentag Mitte Mai in Münster als „skandalös“. „Ich kann es nicht mehr hören, dass damit die AfD demaskiert wird“, sagte das Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ am Montagabend in Berlin. Die rechtspopulistische Partei „maskiert sich ja gar nicht“.

Die AfD agiere in der Öffentlichkeit so, „wie jemand, der in der Gesellschaft furzt und dann grinsend in die Runde blickt“, so Prantl. Man könne die AfD nicht einladen, nur weil sie „im Parlament sitzt und dort Unsäglichkeiten von sich gibt, derzeit etwa gegenüber Behinderten“.

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36.000 Stellen in der Pflege unbesetzt

Bild. tagesschau.de
Union und SPD versprechen im Koalitionsvertrag ein Sofortprogramm mit 8000 zusätzlichen Stellen in der Pflege. Neue Zahlen zeigen jedoch, dass das viel zu wenig ist. Das kritisieren die Grünen.

Von Tamara Anthony | tagesschau.de

Viele kennen es aus eigener Erfahrung, andere aus Erzählungen: Die Personaldecke in der Pflege ist dünn. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD deshalb ein Sofortprogramm mit 8000 zusätzlichen Stellen im Pflegebereich vereinbart. Nun legte die Bundesregierung Zahlen vor, die zeigen, wie dramatisch die Situation in der Pflege ist – es fehlt schlicht überall in Deutschland das Personal.

Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 36.000 Stellen in der Pflege nicht besetzt, schreibt das Bundesgesundheitsministerium auf die Anfrage der Grünenfraktion. Besonders in der – schlechter bezahlten – Altenpflege bleiben die Stellen unbesetzt. Rund 15.000 Fachkräfte und 8500 Helfer fehlen in der Altenpflege. In der Krankenpflege gab es 11.000 offene Fachkräftestellen und 1500 unbesetzte Helfer-Jobs.

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Türkische Staatsführung deklariert Wahlkampfauftritte um

Die Bilder von Kindern in Kampfanzügen präsentierten die ATİB-Einrichtungen sogar selbst in Sozialen Medien. Screenshot und Bearbeitung: TP
Österreich und die Niederlande geben sich unnachgiebiger als der deutsche Außenminister Maas und werden aus Ankara angegriffen

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Letzten Mittwoch verkündete der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, er werde die regulär erst im November 2019 fälligen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bereits am 24. Juni 2018 abhalten. Dabei wahlberechtigt sind neben gut 55 Millionen erwachsenen Türken in der Türkei weitere knapp drei Millionen im Ausland. 1,4 Millionen davon leben in Deutschland, wo sie einem gestern bekannt gewordenen Antrag der türkischen Regierung nach erneut nicht nur in den Konsulaten, sondern auch in zahlreichen anderen Einrichtungen abstimmen sollen, die die deutsche Bundesregierung genehmigen muss.

Darüber hinaus hat Erdoğan im türkischen Fernsehsender NTV angekündigt, im Wahlkampf auch im Ausland vor „seinen türkischen Staatsbürgern“ aufzutreten – und zwar „in einem Stadion mit einem Fassungsvermögen von 10.000 oder 11.000 Personen […] bei der Versammlung einer internationalen Organisation“. Ob diese „Versammlung einer internationalen Organisation“ in Deutschland stattfindet, sagte er nicht. In jedem Fall könnte er damit ein dort im letzten Jahr ausgesprochenes Wahlkampfverbot für Politikern aus Nicht-EU-Staaten umgehen.

Testballon für diese Umgehung könnte ein Auftritt seines Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu am 29. Mai in Solingen sein. Çavuşoğlu deklariert diesen Auftritt nämlich offiziell als Rede zum Jahrestages eines Brandanschlags, bei dem 1993 fünf türkischstämmige Solinger ums Leben kamen. Sein deutscher Amtskollege Heiko Maas, der kurz davor noch betont hatte, das deutsche Auftrittsverbot „gelte“, schluckte diesen Auftritt nach einem Treffen mit Çavuşoğlu beim G7-Außenministertreffen im kanadischen Toronto.

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„Reporter ohne Grenzen“: Pressefreiheit in Europa zunehmend unter Druck

Das Wort Pressefreiheit ist in einem Ausschnitt des Artikels 5 des Grundgesetzes auf einer Glasscheiben am Außenhof des Jakob-Kaiser-Hauses zu sehen. Bild: dpa
Die Arbeit von Journalisten ist in Teilen Europas deutlich gefährlicher geworden. Deutschland rückt in der jüngsten Rangliste der Pressefreiheit nach vorne – dennoch gab es eine hohe Zahl an Übergriffen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen gegen Medienschaffende.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Pressefreiheit hat laut einer Studie in einigen europäischen Ländern 2017 die stärksten Rückschläge weltweit erlitten. Nach der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit 2018 von „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) gilt dies für Malta, Tschechien, der Slowakei und Serbien.

Am deutlichsten fiel Malta zurück: von Rang 18 auf Rang 65. Berichterstatter seien dort zunehmend dem Druck durch Politik, Wirtschaft und Justiz ausgesetzt. Das zeige exemplarisch der Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im vergangenen Oktober.

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Was der älteste Friedensvertrag der Welt uns lehrt

Ältester erhaltener Friedensvertrag zwischen Ramses II. und Ḫattušili III., circa 1259 vor Christus; Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum, Foto: Olaf M. Teßmer
Heutige Friedenssymbole reichen bis in die Antike zurück – Trotz Kriegsverherrlichung waren Friedensbilder laut Archäologen gerade im Krieg weit verbreitet – Ältester Friedensvertrag belegt langjährige Verhandlungen statt triumphalem Sieg – Golden glänzende Eirene-Bronzestatue erstmals zu sehen – Internationale Friedens-Tagung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ im Mai zeigt neue Forschungen – Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ an fünf Orten in Münster
Viola van Melis Zentrum für Wissenschaftskommunikation
Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Der älteste erhaltene Friedensvertrag der Welt widerlegt Archäologen zufolge die verbreitete Vorstellung, die Antike habe Frieden nicht durch Verhandlungen, sondern stets durch Demütigung der Verlierer herbeigeführt. „Ägypter und Hethiter sicherten sich in dem Vertrag vor mehr als 3.200 Jahren gegenseitig Unterstützung zu, keiner triumphierte. Dem müssen viele Aushandlungen vorangegangen sein, dies bezeugt eine umfangreiche Korrespondenz zwischen den Herrschern“, so Direktor Prof. Dr. Achim Lichtenberger und Kustos Dr. Helge Nieswandt vom Archäologischen Museum der Universität Münster. „Zwar dominiert in Friedensbildern der Antike der ‚Siegfrieden‘ gegenüber dem ‚Versöhnungsfrieden‘, doch unsere Forschungen zeigen, dass es auch letzteren gab.“ Das Museum präsentiert ab 28. April im Ausstellungsprojekt „Frieden. Von der Antike bis heute“ eine Kopie des ältesten Vertrags aus dem Berliner Pergamonmuseum (Abb. 1). Eine weitere Kopie hängt im Gebäude der Vereinten Nationen in New York.

Die Forscher des Museums und des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ räumen mit weiteren Klischees auf: Eine Vielzahl an Friedensbildern entstand nicht in Friedens-, sondern in Kriegszeiten, etwa die römische Friedensgöttin Pax auf unzähligen Münzen. „Trotz der Kriegsverherrlichung der Antike, die es ohne Zweifel gab und uns befremdet: Bilder vom Ideal des Friedens waren gerade im Krieg verbreitet“, so Nieswandt. Er zeigt die „Inflation des Friedens“ auf Münzen (Abb. 2) am 23. Mai auf der Tagung „FRIEDEN. Theorien, Bilder und Strategien von der Antike bis heute“ des Exzellenzclusters, die Teil des Ausstellungsprojektes ist.

Erstmals zeigt das Museum in der Ausstellung mit dem Untertitel „Eirene – Pax. Frieden in der Antike“ auch eine bronzefarbene Kopie der berühmten Friedens-Gottheit „Eirene“ des Bildhauers Kephisodot (Abb. 3). Sie symbolisiert, dass Frieden Wohlstand bringt. Prof. Lichtenberger: „Trotz Verherrlichung des Kriegs wusste die Antike immer, dass nicht Krieg, sondern Frieden zum Reichtum führt.“ Dieses Ideal verdeutlichen auch viele weitere der 160 antiken Ausstellungsexponate, etwa Abbildungen von Botenstab, Handschlag und Getreideähren (Abb. 4). „Sie zeigen, wie stark unsere heutigen abendländischen Friedenssymbole in antiken griechischen und römischen Bildern verankert sind und sich über Jahrhunderte wiederholten. Die antiken Abbildungen sind uns daher oft vertraut.“

Bronzefarbene Friedensgöttin und Tauben im Tier-Idyll

Sogar das heute bekannteste Friedenssymbol, die Taube, entstammt der Antike, so Lichtenberger. Die Herleitung sei aber nicht linear: „Die Taube an sich steht in der Antike nicht für Frieden. Sie war aber eng mit Aphrodite, der Göttin der Liebe, verbunden und taucht in Tier-Idyllen auf, in denen das friedliche Miteinander von Tieren den Frieden repräsentierte. So wurde die Taube als Friedenssymbol für Christen anschlussfähig.“ Wie weit die antiken Symbole in spätere Jahrhunderte hineinreichen, zeigt auch eine Friedensallegorie in antiker Tradition mit Füllhorn und Hermesstab aus dem Jahr 1659 des flämischen Malers Theodoor van Thulden. „Der Hermesstab verlieh nach antiker Vorstellung seinem Träger diplomatische Immunität“, so Nieswandt. „Dass die Göttin Pax ihn auf zahlreichen antiken Darstellungen trägt, unterstreicht erneut die Bedeutung des Verhandlungsfriedens auch für die Antike.“ (Abb. 5)

Zu den zahlreichen Münz-Darstellungen der Friedensgöttin „Pax“ (Abb. 2) führt Helge Nieswandt aus: Sie wurde besonders oft in kriegerischen Zeiten auf dem ersten Massenmedium der Menschheit, auf Münzen, gezeigt, weil Herrscher damit der Realität ein Ideal entgegensetzten. Der Forscher wird dies im Tagungsvortrag am 23. Mai an einem Beispiel der römischen Antike zeigen: „Als die Ordnung des römischen Reiches im 3. Jahrhundert nach Christus zerbrach, und sich meist kurzlebige Soldatenkaiser ablösten, kam es zur ‚Inflation des Friedens‘ auf Münzen.“ Die Forscher sehen dies als Beispiel von vielen dafür, dass die Menschen in allen Jahrhunderten Sehnsucht nach Frieden äußerten und bildlich darstellten, ihn auf Dauer aber nicht zu sichern vermochten. Dieser Leitgedanke prägt die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“.

Zur bronzefarbenen Kopie der Eirene des Kephisodot erläutern die Wissenschaftler, dass es sich um eine Statue handelt, deren griechisches Original aus dem 4. Jahrhundert vor Christus nicht mehr erhalten ist, deren Popularität und Aussehen aber zahlreiche römische Kopien bezeugen. Die Friedensgöttin Eirene hält einen Ploutos-Knaben, Personifizierung des Reichtums, im Arm. Das Archäologische Museum hat die Kopie dieser mit 2,05 Metern überlebensgroßen Darstellung bei einem Restaurator in Auftrag gegeben und wird sie zur Ausstellungseröffnung am 28. April erstmals öffentlich zeigen. „Die golden glänzende Bronze ist nach unseren Untersuchungen nur eine Möglichkeit von mehreren farbigen Fassungen, sie ist aber in jedem Fall einleuchtender als das Weiß des Gipses. Die Münsteraner Rekonstruktion ist als Impuls zu verstehen, die Statue anders als bislang zu sehen.“ (sca/vvm)

Tagung „FRIEDEN. Theorien, Bilder und Strategien von der Antike bis heute“

International ausgewiesene Forscherinnen und Forscher widmen sich auf der öffentlichen Tagung des Exzellenzclusters vom 22. bis 25. Mai 2018 in Münster in 21 Vorträgen der Frage, warum Menschen zu allen Zeiten den Frieden wünschten, seine Bewahrung auf Dauer aber nie gelang. Anhand vieler historischer Beispiele der europäischen Geschichte befassen sie sich mit Strategien, Verhaltensmustern und Verfahren, mit denen sich Menschen von der Antike bis heute um Herstellung und Wahrung des Friedens bemühten. Sie richten das Augenmerk darauf, wie viele der Bilder, Rituale und Strategien zeitüberdauernd Geltungskraft behielten. Zugleich zeigen sie zeittypische Veränderungen und ihre Ursachen auf. Alle Vorträge finden im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Domplatz 10, in Münster statt.

Zentrale Themen der Tagung stellt der Exzellenzcluster in den nächsten Wochen in Web und Medien multimedial vor. Die Tagung ist Teil der Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“, die die Themen in einer Vielzahl von Exponaten an fünf Orten in der Stadt des Westfälischen Friedens vom 28. April bis 2. September 2018 präsentiert. Aufgrund der langjährigen Untersuchungen am Exzellenzcluster zum Thema Frieden entstanden Idee und Grundkonzept des Ausstellungsprojekts. (asc/vvm)


Weitere Informationen:

https://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2018/apr/PM_Was_der_a…
https://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/audioundvideo/video/frieden_ant…

Missionierung im Berliner Club „Prachtwerk“ – Gottes Werk und Hipsters Beitrag

Kaffee, Kuchen und kein Kreuz. Von seinen evangelikalen Betreibern ahnt man im Berliner „Prachtwerk“ nichts. Foto: Prachtwerk / CC BY-SA 2.0 | Peter Minarik / flickr.com.
Geld für die Mission durch Gin Tonic, Rosmarinlimonade und Konzerte. Im Berliner „Prachtwerk“ kann Hipster auf Pastor treffen. Aber nicht offiziell. Denn wer hinter dem angesagten Club steckt, ist nicht jedem bekannt.

Patrick Ehrenberg | detektor.fm

Gott folgt den Gästen nicht auf Schritt und Tritt in diesem Berliner Café und Club. Denn so würde das Geldsammeln für die christliche Missionierung wohl heutzutage auch nicht mehr funktionieren. Zumindest nicht bei jungen Menschen und schon gar nicht beim Neuköllner Publikum.

Mit Kaffee und Kuchen, Konzerten und Poetry Slams versucht das „Prachtwerk“ für entspannte Atmosphäre zu sorgen. Auch der Auftritt in sozialen Medien betont eher das Angebot für das leibliche und nicht für das seelische Wohl.

Der Betreiber […] weiß, dass, wenn irgendwo ganz groß ‚evangelikal‘ an seinem Club stehen würde, dann würden sehr viele Menschen sehr kritisch sein und vielleicht gar nicht als Musiker bei ihm auftreten oder als Gäste kommen. Weil dieses Label so einen schlechten Ruf hat und so in Verruf gekommen ist. – Christian Fuchs, Zeit-Journalist

Modernes Auftreten und konservative Haltung

Das Ambiente kommt an. Der Betreiber bleibt den meisten Gästen dabei aber verborgen. Es ist die „National Community Church“ (NCC), eine evangelikale Gemeinschaft mit Sitz in Washington, D.C.. Dort betreibt sie schon länger Cafés und Begegnungsstätten.

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350 Ditib-Imame kamen 2017 nach Deutschland

Türkische Prediger in Deutschland: Im Auftrag Erdogans? Bild: dpa
Der Dachverband der türkischen Moscheegemeinden werde von Erdogan kontrolliert, heißt es. Im Schnitt reiste vergangenes Jahr fast ein Ditib-Imam pro Tag ein. Die Bundesregierung sei „naiv oder verantwortungslos“, kritisiert die Linke.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr die Einreise von 350 Ditib-Imamen genehmigt. Die deutschen Behörden hätten den Imamen auf Antrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet Arbeitsvisa mit einer Gültigkeitsdauer von 180 Tagen ausgestellt, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Das Ministerium habe aber keine Erkenntnisse darüber, ob die Imame das Land nach Ablauf der Frist wieder verlassen oder möglicherweise Asyl beantragt haben.

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Streit über Abtreibungen verfolgt die Koalition

Das jüngste Mitglied in Merkels Kabinett legt nach: Gerade ist der Wirbel über seine Hartz-IV-Äußerungen verzogen, kommt Jens Spahn mit plakativen Worten zu einem anderen Reizthema. Wieder mit großem Echo. Quelle: WELT
Im Ringen um das Werbeverbot für Abtreibungen wird gedroht und gepokert. Nun unternimmt das Kanzleramt einen Schlichtungsversuch. Es geht um den Koalitionsfrieden, weniger um die Sache selbst.

Von Sabine Menkens, Thorsten Jungholt | DIE WELT

Es war ein schmerzhaftes Zugeständnis, das SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles ihrem Unionskollegen Volker Kauder (CDU) am Vorabend der Kanzlerinnenwahl gemacht hatte. Um die gemeinsame Arbeit in der Koalition nicht gleich zu Beginn zu gefährden, wollte die Fraktionsführung der SPD darauf verzichten, ihren Gesetzentwurf zur Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche ins Parlament einzubringen.

Eine Mehrheit für die Streichung oder zumindest die Entschärfung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch hätten die Sozialdemokraten leicht organisieren können – sowohl Linke als auch Grüne und FDP sind dafür.

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