Mehr als 2.000 muslimische Flüchtlinge wurden evangelisch

DerverzweifelteJesusIn den vergangenen zwei Jahren sind 2.000 muslimische Flüchtlinge einer evangelischen Kirche beigetreten. Das geht aus einer Anfrage der „Die Welt“ hervor. Allerdings steht hinter der Zahl ein Fragezeichen. Sie entspringe eher einer grobe Schätzung und keiner systematischen Erfassung.

MiGAZIN

Mehr als 2.000 muslimische Flüchtlinge sind einer Umfrage der Tageszeitung Die Welt zufolge in den vergangenen zwei Jahren einer evangelischen Landeskirche oder Freikirche in Deutschland beigetreten. Danach gab es in den Landeskirchen mindestens 1.200 Beitritte, in den evangelischen Freikirchen mindestens 800, „meist verbunden mit einer Taufe“, wie die Zeitung am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Allerdings seien die Zahlen nur eine Annäherung, weil Übertritte nirgendwo systematisch registriert würden.

weiterlesen

Barcelona zählt ertrunkene Flüchtlinge auf Anzeigentafel

3034 Menschen sind seit Beginn dieses Jahres im Mittelmeer ertrunken. Die Zahl ist deutlich höher als im ersten Halbjahr 2015. (Foto: AFP)
3034 Menschen sind seit Beginn dieses Jahres im Mittelmeer ertrunken. Die Bürgermeisterin der Stadt spricht deshalb von einer „Anzeige der Schande“.

Süddeutsche.de

3034 – das ist die Zahl von Menschen, die seit Beginn dieses Jahres im Mittelmeer ertrunken ist. Eine Zahl, die Europa beschämen sollte und die doch untergeht zwischen all den anderen Schreckensmeldungen von Krieg und Terror. Eben das will die spanische Küstenstadt Barcelona nun ändern – und hat deshalb eine digitale Anzeigetafel in Betrieb genommen, die die Ertrunkenen zählt.

Die Tafel sei eine „Anzeige der Schande“, sagte Bürgermeisterin Ada Colau bei der Einweihung. Die 3034 Toten, die die Tafel derzeit anzeigt, hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag für die ersten sieben Monate dieses Jahres bekanntgegeben. Darunter steht auf Spanisch: „Das ist nicht bloß eine Zahl, das sind Menschen.“

weiterlesen

Priestermord in Frankreich – Ein Angriff auf die Christenheit

islam_christentum

Die Ermordung eines Priesters in Nordfrankreich gibt das neue islamistische Angriffsziel vor: die ganze Christenheit. Da sind Betroffenheit, Sprachlosigkeit und Relativierung keine geeigneten Abwehrmaßnahmen.

Von Alexander Kissler | Cicero

Die Mehrheit der Deutschen ist getauft. Rund zwei Drittel gehören einer Kirche an. Die Zahl der Konfessionslosen wächst. Dennoch ist es kein Scherz, kein bizarrer Einfall, keine Laune eines sommerlich erschlafften Gehirns, wenn nun eine Frage gestellt wird, die gestellt werden muss: „Wie sicher sind deutsche Kirchen?“

Der grauenhafte Priestermord von Saint-Etienne-du Rouvray machte offenbar, was offensichtlich ist. Eine Gruppe enthemmter Muslime hat nicht nur den Atheisten, den Liberalen, den nichtfanatischen Muslimen den Krieg erklärt, sondern auch und vor allem der Christenheit. Der Priestermord von Saint-Etienne-du Rouvray ist ein Fanal über Frankreich hinaus.

weiterlesen

Dürer-Werk auf dem Flohmarkt gefunden

Ein verschollen geglaubter Kupferstich des Nürnberger Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528) ist überraschend in die Staatsgalerie Stuttgart zurückgekehrt. Ein elsässischer Sammler und Archäologe habe das Werk auf einem Flohmarkt gekauft, einen Herkunftsstempel der Staatsgalerie entdeckt und es jetzt der Grafischen Sammlung des Museums geschenkt, teilte die Staatsgalerie mit.

evangelisch.de

Waffen diskret in Richtung Krisenregion liefern

SZ-Karte; Quelle: BIRN/OCCRP
  • Osteuropäische Staaten könnten die Fluchtbewegung aus Syrien befeuert haben, weil sie Waffen in den Nahen Osten geliefert haben.
  • Ein Recherchenetzwerk zeigt, dass die Länder entweder Restbestände aus vergangenen Konflikten oder sogar neues Kriegsgerät in die Region verkauft haben.
  • Den Dokumenten zufolge wussten die Exportstaaten, dass die Waffen in das Bürgerkriegsland Syrien gelangen könnten.

Von Moritz Baumstieger | Süddeutsche.de

Als die Flüchtlingszahlen in Europa Anfang August 2015 immer weiter stiegen, wandte sich Tschechiens Präsident Miloš Zeman in einem Interview direkt an die Ankömmlinge: „Niemand hat euch hierher eingeladen“, sagte er der Zeitung Blesk, dann fügte der für seinen Hang zu Alkohol und Populismus berüchtigte Politiker an: „Wenn ihr schon hier seid, müsst ihr unsere Regeln respektieren.“

weiterlesen

Türkei: Vermögen von 3.000 Richtern soll beschlagnahmt werden

erdogan

Betroffene sollen Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben, die laut Erdogan für den Putschversuch verantwortlich ist

derStandard.at

Nach dem gescheiterten Putschversuch will die türkische Staatsanwaltschaft die Privatvermögen von suspendierten Richtern und Staatsanwälten beschlagnahmen lassen. Betroffen sind 3.049 Richter und Staatsanwälte mit mutmaßlichen Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fetullah Gülen, deren Festnahme bereits angeordnet worden sei, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstagabend.

Die Juristen sind bereits vom Dienst freigestellt. Beschlagnahmt werden sollen unter anderem Immobilien, Bankkonten oder Fahrzeuge. Die Regierung macht den in den USA lebenden Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Nach Angaben des Innenministeriums saßen am Mittwoch mehr als 1.600 Richter und Staatsanwälte in Untersuchungshaft. Die Regierung wirft der Gülen-Bewegung vor, den Staat unterwandert zu haben. Gülen wurde in der Vergangenheit großer Einfluss im Justizbereich nachgesagt.

weiterlesen

Zögerliche Aufklärung im Fall der Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile

Villa Baviera (Februar 2014) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Xarucoponce
Bundesregierung bleibt hinter Parlamentsantrag aus dem Jahr 2002 zurück. BND wusste schon 1966 von „KZ-ähnlichen Methoden“

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Trotz der teilweise Öffnung der Archive des Auswärtigen Amtes zur deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile und einem kritischen Umgang mit der eigenen Geschichte in Chile bleibt die Bundesregierung deutlich hinter einem Antrag des Bundestags aus dem Jahr 2002 zurück. Das geht aus den Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die Telepolis vorliegt.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte Ende April eine teilweise Öffnung der Archive zur Rolle der westdeutschen Diplomatie bei den Verbrechen in der Colonia Dignidad in Chile bekanntgegeben. Normalerweise betrage die Sperrfrist für Dokumente 30 Jahre, sagte Steinmeier bei einer Rede vor hunderten Gästen im Auswärtigen Amt. Er habe unter dem Eindruck der aktuellen Debatte aber entschieden, diese Frist um zehn Jahre zu verkürzen. „Damit machen wir die Akten der Jahre 1986 bis 1996 für Wissenschaftler und Medien zugänglich“, so der Minister. Der Vorstoß war nach Angaben von Mitarbeitern des Auswärtigen Amt intern sehr umstritten.

weiterlesen

Albert der Erste: Genetik widerlegt Verschwörungstheorie

Grab von König Albert I. und Königin Elisabeth in der Kirche Notre-Dame von LaekenBild: Virginie Lefour/BELGA
Seit dem tragischen Tod von König Albert dem Ersten im Jahr 1934 in Folge eines Bergunfalls ranken sich Verschwörungstheorien über die wahren Umstände des Unglücks. Die Theorie, dass seine Leiche erst später an den angeblichen Absturzort gebracht wurde, kann man jetzt, 82 Jahre nach der Tragödie, aber offenbar weitgehend ausschließen.

Von Roger Pint | BRF

„Marches-les-Dames, hier stürzte König Albert der Erste vom Berg und zog sich dabei tödliche Kopfverletzungen zu. Man sieht noch den blutbeschmierten Stein“ – ein Ausschnitt aus einer historischen Reportage.

  1. Februar 1934, Marches-les-Damesn, unweit von Namür: König Albert der Erste geht seinem liebsten Hobby nach: Er klettert. Der passionierte Bergsteiger kennt die steilen Felsen am Ufer der Maas. Um 15:30 will er noch die „Roche du Bon Dieu“ besteigen, doch der „liebe Gott“, dem der Felsen gewidmet ist, bringt ihm Unglück.

Wie eine Untersuchung später ergab, griff der König in einen Felsvorsprung, um sich hochzuziehen, doch der Stein brach ab. Albert stürzte in die Tiefe. Unten schlug er mit dem Kopf auf einem Stein auf, danach rollte er noch knapp 50 Meter den Hang hinunter. So zumindest die offizielle Version…

weiterlesen

US-Truppen erhalten riesigen Datensatz der Terrormiliz IS

Die IS-Dokumente wurden beim Kampf um die nordwestsyrische Stadt Manbij entdeckt.Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Es könnte die Terrormiliz empfindlich treffen: Die USA verfügen nun über 10.000 Dokumente und mehr als vier Terabyte digitaler Inhalte über den IS.

Von Thomas Seibert | DER TAGESSPIEGEL

Die US-Militärs haben von verbündeten Milizen im Norden Syriens einen riesigen Datensatz des „Islamischen Staats“ (IS) in die Hände bekommen. Die Informationen könnten dabei helfen, gegen aus dem Westen stammenden IS-Mitglieder vorzugehen, wenn sie nach Europa heimkehren. Nach Angaben des Pentagon handelt es sich um 10.000 Dokumente und mehr als vier Terabyte digitale Inhalte. Demnach unterhielt der IS in Syrien der Gegend nahe der türkischen Grenze mehrere „Empfangszentren“. Diese Informationen sollen nun genutzt werden, um in Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern der USA heimkehrende IS-Kämpfer aus Europa zu identifizieren.

weiterlesen

Al-Nusra-Chef gibt Bruch mit Al-Kaida bekannt

Bild: (c) APA/AFP/Al-Manara Al-Baydaa/HANDOUT (HANDOUT)
Der Chef der syrischen Jihadisten-Organisation kündigte an, dass sich die Al-Nusra-Front umbenenne und künftig Jabhat Fatah al-Sham heiße.

Die Presse.com

Der Anführer der syrischen Jihadisten-Organisation Al-Nusra-Front hat die Trennung vom Terror-Netzwerk Al-Kaida bekannt gegeben. Al-Nusra-Chef Abu Mohammed al-Golani sagte am Donnerstag im Sender Al-Jazeera: „Wir danken den Anführern von Al-Kaida dafür, dass sie die Notwendigkeit verstanden haben, die Verbindungen abzubrechen (…), die darauf abzielen, die syrische Revolution zu verteidigen.“

Scheich Ahmed Hasan Abu al-Khair aus der Al-Kaida-Führung hatte kurz zuvor in einer Audio-Botschaft gesagt, die Führung von Al-Nusra müsse „die notwendigen Schritte“ unternehmen, um die Anhänger des islamischen Kampfes in Syrien zu „schützen“. Im Internet wurde schon seit Tagen über einen Bruch zwischen Al-Kaida und seinem Regionalableger in Syrien spekuliert. Al-Golani kündigte an, dass sich die Al-Nusra-Front umbenenne und künftig Jabhat Fatah al-Sham heiße.

weiterlesen

Bistum Regensburg ruft Flüchtlinge zum Verlassen des Pfarrheims auf

„Es geht nicht mehr. Unsere Bitte an die Behörden um eine geduldete Präsenz wurde zurückgenommen. Es bleibt uns daher keine andere Wahl, als die Gruppe mit Verweis auf das Hausrecht aufzurufen, das Pfarrheim zu verlassen.“

kath.net

Das Bistum Regensburg hat gestern in einer Pressemitteilung die Flüchtlinge, die seit mehr als 22 Tage in einem Pfarrheim sich aufenthalten, zum Verlassen aufgefordert.

Gestern vor 22 Tagen sind 45 Flüchtlinge aus Kosovo und Albanien in den Dom eingedrungen und baten mit dem Hinweis auf unmittelbar bevorstehende Abschiebungen um den Schutz und die Hilfe der Kirche. Gleichzeitig wurde auch das Innere des Domes tagelang von verschiedenen Gruppen für Proteste für ein „Bleiberecht für alle“ und gegen Abschiebungen benutzt.

Das Bistum hat sich zunächst dafür entschieden, humanitär zu helfen und zu klären. Es bat deshalb die staatlichen Behörden für eine sehr begrenzte Zeit um die Duldung der Präsenz dieser Gruppe. Außerdem haben wir uns vom ersten Tag an mit großem Einsatz um die Grundversorgung mit Essen, Feldbetten, ärztlicher Betreuung und vieles andere mehr gekümmert. Nachdem die sanitäre Lage im Vorraum des Domes immer schlimmer wurde, zogen die Flüchtlinge in das Pfarrheim St. Emmeram um.

weiterlesen

Psychopaten: Türkei errichtet einen „Friedhof der Verräter“

Der „Friedhof der Verräter“ im Osten Istanbuls. (Foto: AP)
Die am 15. Juli umgekommenen Putschisten werden in einem gesonderten Areal begraben. „Sie werden in ihren Gräbern keine Ruhe finden“, kündigt der Istanbuler Bürgermeister an.

Süddeutsche.de

Die „Säuberungen“ in der Türkei machen auch vor den Toten nicht halt. Die beim Putschversuch am 15. Juli umgekommenen Umstürzler werden in einem gesonderten Areal begraben – einem „Friedhof der Verräter“.

Der Istanbuler Bürgermeister Kadir Topbaş kündigte diese Entscheidung laut Hürriyet Daily News mit harten Worten an: Die Passanten könnten dann die dort Begrabenen verfluchen, „sie werden in ihren Gräbern keine Ruhe finden“. In der türkischen Stadt Ordu sei dem Bürgermeister zufolge einem Putschisten sogar gänzlich die Beerdigung verweigert worden, die Familie musste die Leiche im eigenen Garten vergraben.

weiterlesen

Chernobyl Has Turned into an Unlikely Poster Child for Environmentalism

The Pripyat Ferris Wheel, viewed from the City Center Gymnasium. Image: Kadams1970/PD
The Pripyat Ferris Wheel, viewed from the City Center Gymnasium. Image: Kadams1970/PD
The name “Chernobyl” has become synonymous with the eerie, urban ruins left in the wake of devastating nuclear fallout.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

But a new legacy has begun to blossom from the ashes of the Chernobyl Exclusion Zone (CEZ), the 1000-square-mile surrounding the remains of the ill-fated Ukrainian power plant and its neighboring city of Pripyat. Once the site of the worst nuclear disaster in history, Chernobyl is becoming an unlikely poster child for sustainable energy and environmental renewal.

The most recent example of the Chernobyl’s green revival is a new effort to develop a solar power plant within the CEZ. For the past few weeks, Ostap Semerak, Ukraine’s minister of ecology, has been pitching Chernobyl as a potential solar hotspot to both foreign and domestic investors.

“We propose for our partners and investors to look on this territory with a quite different understanding; not as a territory of catastrophe, but as a territory of future development,” Semerak said during a visit to the European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) in London this week.

read more

Gericht billigt Herrmann-Beleidigung: Ein ganz wunderbares Urteil

Da hilft auch keine Schutzweste: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann durfte als „ganz wunderbares Inzuchtsprodukt“ bezeichnet werden. Foro: dpa
Ein Anwalt nennt Bayerns Innenminister ein „ganz wunderbares Inzuchtsprodukt“ und wird verklagt. Das Landgericht Karlsruhe hat die Klage nun abgeschmettert.
 

taz.de

Ein deutsch-ghanaischer Anwalt darf Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ungestraft ein „ganz wunderbares Inzuchtsprodukt“ nennen. Das Landgericht Karlsruhe bestätigte ein entsprechendes Urteil. Der Begriff stelle zwar eine unzulässige Beleidigung dar, im konkreten Zusammenhang sei er jedoch als Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung anzusehen, entschied das Landgericht Karlsruhe in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. (AZ: 4 Qs 25/16)

Stein des Anstoßes war der Auftritt Herrmanns in der Talk-Sendung „Hart aber Fair“ am 31. August 2015 zum Thema „800.000 Flüchtlinge – Schafft Deutschland das?“ Darin äußerte der CSU-Politiker ein wenig schmeichelhaftes Lob über den Sänger und Entertainer Roberto Blanco. Dieser sei immer schon ein „wunderbarer Neger“ gewesen, hatte der Minister gesagt.

weiterlesen

 

AfD-Meuthen: „Religionsfreiheit ist kein Super-Grundrecht“

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen (imago / 7aktuell)
Als Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Deutschland unterstützt der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen die Forderung seines Parteikollegen Alexander Gauland nach einer Einschränkung des Asylrechts für Muslime. Er verweist auf eine Gefährdungslage durch die Flüchtlingsbewegung. Gegebenenfalls müsse das Grundrecht auf Religionsfreiheit angepasst werden, sagte Meuthen im DLF.

Jörg Meuthen im Gespräch mit Sandra Schulz | Deutschlandfunk

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen betonte, es sei möglich, Regulierungen der Religionsfreiheit vorzunehmen, wenn sie zu anderen Grundrechten in Konflikt gerieten. Die Religionsfreiheit sei „kein Super-Grundrecht“. Man könne nicht übersehen, dass es in der Bundesrepublik durch die Flüchtlingsbewegung eine Gefährdungslage gebe, die überwiegend „aus dem muslimischen Bereich“ käme. Dies habe auch die Kanzlerin festgestellt, meinte Meuthen. Merkel habe darauf verwiesen, dass die Flüchtlingsbewegung genutzt werde, um Terorristen einzuschleusen. Meuthen erklärte, darauf müsse die Politik reagieren und gegenfalls das Recht anpassen. Es gebe ein kapitales Problem der inneren Sicherheit.

weiterlesen

Deutschland soll Gülen-Anhänger ausliefern

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu.Foto: dpa
Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei fordert diese Deutschland dazu auf, Gülen-Anhänger auszuliefern.

DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Putschversuch in der Türkei fordert die Regierung in Ankara auch von Deutschland die Auslieferung von türkischen Gülen-Anhängern. Das sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag CNN Türk nach Angaben des Senders. Cavusoglu sprach in dem Zusammenhang von „manchen Richtern und Staatsanwälten“, die der Gülen-Bewegung angehörten und sich derzeit in Deutschland aufhielten. „Auch ihre Auslieferung ist notwendig.“

Die türkische Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Von den Regierung in Ankara wird  auch von Deutschland die Auslieferung von türkischen Gülen-Anhängern verlangt. Das sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag CNN Türk nach Angaben des Senders.

weiterlesen

Spock und Hegel: „Philosophie in Star Trek“ von Jenaer Professor veröffentlicht

Spielzeugmodell des Raumschiffes Enterprise vor einem Bildnis des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Ein Philosoph der Universität Jena hat ein Buch zur „Philosophie in Star Trek“ veröffentlicht. Gemeinsam mit seiner Tochter spürt er dabei den Parallelen zwischen Star Trek und den Theorien berühmter Denker nach.

Thüringer Allgemeine

Zu vergeistigt, zu intellektuell – mit diesem Urteil lehnte der Fernsehsender NBC die Pilotfolge „Der Käfig“ der Serie „Star Trek“ 1965 ab. Erst nach einigen Veränderungen konnte das Raumschiff USS Enterprise ein Jahr später seinen Siegeszug durch die Popkultur antreten. Doch trotz der Zugeständnisse, die Grundidee änderte der Erfinder der Serie Gene Roddenberry nicht. Seine philosophischen, ethischen und politischen Ideen wollte der Amerikaner unterhaltsam verpackt den Zuschauern vermitteln, der Gesellschaft den Spiegel vorhalten und ihnen eine erstrebenswerte Utopie geben. Dank dieser Dimensionen ist Star Trek bis heute erfolgreich und so viel mehr als nur eine Fernsehserie.

Die Besatzung veranschaulicht die Idee des Universalismus

Zum 50. Jubiläum beschäftigt sich der Philosoph Prof. Dr. Klaus Vieweg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in seinem neuen Buch „Die Philosophie in Star Trek“ mit dieser Metaebene, auf der sich die Enterprise bewegt. Gemeinsam mit seiner Tochter, der Illustratorin Olivia Vieweg, spürt er dabei den Parallelen zwischen dem Star-Trek-Universum und den Theorien berühmter Denker nach.

Das Cover des Buchs „Die Philosophie in Star Trek“ Foto: Vieweg

weiterlesen

„Es wird immer komplizierter mit der Religion“

Schauspielerin und Autorin Adriana Altaras bekennt sich zu „so etwas wie religiösen Wurzeln“ (imago / Seeliger)
Sie bezeichnet sich selbst als „jüdische Berlinerin“: Die Regisseurin und Schauspielerin Adriana Altaras wurde in Zagreb geboren und wuchs in Gießen auf. Dort gründeten ihre Eltern 1978 die jüdische Gemeinde. Ihr Mann ist katholisch sozialisiert, die beiden Söhne haben eine jüdische Schule besucht. Die 56-jährige Adriana Altaras pendelt zwischen den Welten.

Von Burkhard Schäfers | Deutschlandfunk

Manchmal ist es zum Verzweifeln mit der Religion: Weil da immer wieder dieser tiefe Graben klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Für „mickrig“ und „dürftig“ hält sie manchmal ihre eigene jüdische Identität, lässt Adriana Altaras in ihrem Buch ‚doitscha‘ durchblicken. Ein guter Freund gibt ihr daraufhin den Rat: ‚Macht nichts. Man muss nicht an Gott glauben. Man muss nur so leben, als ob es ihn gäbe.‘

Suche nach religiöser Heimat

Adriana Altaras versucht es: „613 Regeln hat das Judentum. Ich würd mal sagen, zwei davon befolge ich tagtäglich. Andere, keine Ahnung. Ich finde, das ist absurd. Aber ich habe mir die Regeln genommen, die mir wichtig sind. Die Zehn Gebote finde ich ziemlich klug. Wenn man die zehn mehr oder weniger schafft, ist man sein Leben lang beschäftigt, das reicht.“

Adriana Altaras hat ein bewegtes Leben: Sie führt Regie, steht selbst auf der Bühne und vor der Kamera, schreibt Bücher. Darin bearbeitet sie auch ihre eigene Biografie: Die Eltern – jüdische Partisanen – verließen die Heimat, das damalige Jugoslawien, als Altaras ein kleines Kind war. Anschließend lebte sie drei Jahre lang bei ihrer Tante in Italien, ehe sie 1967 nach Deutschland kam. Damals war das mit der religiösen Zugehörigkeit so eine Sache:

weiterlesen

Der Religionskrieg als Falle des „Islamischen Staats“

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD
Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Dem IS gelingt es, westliche Politik und Christentum im Nahen Osten in einen Topf zu werfen. Beim IS-Terror in Europa spielte das bisher keine große Rolle. Das droht sich zu ändern

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Da jedes dieser terroristischen Verbrechen, die Europa durch den Sommer 2016 begleiten, eine schreckliche inspirierende Wirkung auf andere potenzielle Mörder zu haben scheint, ist zu befürchten, dass der Tatort Kirche nicht zum letzten Mal vorgekommen ist. Bisher haben ja spezifisch christliche Ziele bei im Geiste des „Islamischen Staats“ verübten Attentaten im Westen keine besondere Rolle gespielt (anders als jüdische), auch wenn von einer theoretischen Bedrohungslage ausgegangen wurde.

Die gesamte Gesellschaft eines getroffenen Landes – Frankreich, Deutschland – steht im Visier, und sie ist nicht christlich, sondern säkular geprägt. Es ging stets um etwas anderes als um die historische christliche Identität Europas. Dementsprechend wurde in klugen französischen Reaktionen betont, in der Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray sei „Frankreich“ attackiert worden.

weiterlesen

Gewalt gegen Christen und Muslime in Indien nimmt zu

Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Gewalt, Entführungen, Schikanen: In Indien nimmt die Gewalt fundmentalistischer Hindus gegen Christen und Muslime zu. Besonders seit dem Amtsantritt des rechtskonservativen Premierministers Modi hat sich die Lage für religiöse Minderheiten in dem Land verschärft.
 

evangelisch.de

Ein weiterer Fall von Christenverfolgung schlägt in Indien Wellen: Laut indischen Medienberichten wurden vor einigen Tagen Christen in Rewa im Bundesstaat Madhya Pradesh von radikal-fundmentalistischen Hindus angegriffen. Zudem ist der Pastor einer unabhängigen protestantischen Gemeinde entführt worden, wie unter anderem die indische Tageszeitung „Hindustan Times“ berichtete.

Die Entführer hätten Pastor Ram Pal Kori mit einem Messer an der Kehle gezwungen, hinduistische Gebete zu rezitieren und Hindugötter zu preisen. Den Berichten zufolge konnte der Pastor von der Polizei zwar zunächst befreit werden. Nur wenige Stunden später seien Ram Pal Kori sowie einige Gemeindemitglieder von den selben Polizisten jedoch verhaftet worden. Der Vorwurf: Sie würden Hindus zum Christentum konvertieren. Ein Sprecher der Oppositionspartei Janta Dal United bezeichnete gegenüber Medien die Verhaftung der Christen als eine „Verschwörung von Hinduaktivisten und der Polizei“.

weiterlesen