Mimikry mal anders

Fast vollkommene Ähnlichkeit: Wespe (links) und Falter sind kaum zu unterscheiden. © Michael Boppré
Fast vollkommene Ähnlichkeit: Wespe (links) und Falter sind kaum zu unterscheiden. © Michael Boppré
Lehrbuch-Meinung unvollständig: Ein kleiner Schmetterling enthüllt, dass Mimikry auch ganz anders funktionieren kann als bisher gedacht. Denn dieser Bärenspinner tarnt sich als Wespe, setzt dabei aber nicht auf den Abschreckungseffekt. Stattdessen will er damit sein Vorbild täuschen: die Wespen selbst. Denn diese greifen Artgenossen nicht an – und damit auch nicht den kleinen Schmetterling.

scinexx

Mimikry – die Nachahmung giftiger oder sehr wehrhafter Arten – ist im Tierreich eine verbreitete Strategie. So ahmt beispielsweise eine Schabe in Vietnam die schwarzgelbe Warntracht wehrhafter Laufkäfer nach, Schwebfliegen imitieren Wespen und einige harmlose Schlangen ahmen giftige Verwandte nach.

weiterlesen

Opus Dei Priester Martin Rhonheimer: „Barmherzigkeit schafft keinen Wohlstand“

© Frank Röth Martin Rhonheimer: „Ich würde niemals behaupten, Sozialdemokraten seien die schlechteren Christen. Ich würde nur sagen, sie sind im Irrtum.“
© Frank Röth Martin Rhonheimer: „Ich würde niemals behaupten, Sozialdemokraten seien die schlechteren Christen. Ich würde nur sagen, sie sind im Irrtum.“
Martin Rhonheimer liebt den Papst – und den Neoliberalismus. Kirchensteuern will er abschaffen, von staatlich organisierter Caritas hält er nichts. Wie passt das zum Christentum?

Frankfurter Allgemeine

Er stammt aus einer großbürgerlich jüdischen Familie in Zürich und konvertierte mit sieben Jahren zum Katholizismus. Später studierte Rhonheimer Theologie und wandte sich während der  Finanzkrise auch ökonomischen Themen zu.

„Diese Wirtschaft tötet“, verkündet Papst Franziskus. Er polemisiert gegen die Reichen und stellt sich auf die Seite der Armen. Herr Rhonheimer, was halten Sie als Priester der katholischen Kirche von dieser Position Ihres Oberhauptes?

Als Priester verstehe ich die Sorge der Kirche um die Armen; das hat eine lange Tradition. Als Philosoph und Ökonom kann ich aber die Lösungsansätze des Papstes hier nicht nachvollziehen. Wozu Franziskus aufruft, soll den Armen helfen. Aber in Wirklichkeit hilft es den Armen nicht, sondern verschlimmert ihre Situation nur noch.

Wie kommt der Papst zu seiner Behauptung?

Man muss das verstehen aufgrund seiner Erfahrungen in Argentinien, dem Land, aus dem der Papst stammt. Dort hält man den Liberalismus für eine Quelle von Klientelismus und Korruption, die den Staat heruntergewirtschaftet haben. Franziskus hatte Sympathien mit dem Peronismus und den Wohltätigkeitsaktionen von Evita. Da gab es die populäre Vorstellung, Armut sei eine böse Folge des Reichtums der Reichen, und die Reichen müssten deshalb ihren Reichtum mit den Armen teilen.

weiterlesen

Däne wegen „Vergewaltigung auf Bestellung“ vor Gericht

Ein 70-Jähriger soll in 346 Fällen den Missbrauch von Kindern auf den Philippinen bestellt und per Livestream verfolgt haben. Er steht seit Dienstag vor Gericht.

Die Presse.com

Ein dänischer Pensionist soll in 346 Fällen Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch von Kindern über das Internet bestellt haben. Dafür muss sich der 70-Jährige seit Dienstag in Glostrup vor Gericht verantworten. Der Mann habe die Taten, die sich zwischen 2011 und 2016 auf den Philippinen abgespielt haben sollen, über einen Livestream verfolgt, heißt es in der Anklage.

Von seinem Computer in einem Kopenhagener Vorort aus, habe er bestimmen können, was mit den Kindern passieren solle. Im Februar 2016 war der 70-Jährige wegen des Vorwurfs der „Vergewaltigungen auf Bestellung“ festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Die meisten Fälle gibt der Mann zu. Für den Prozess sind 41 Verhandlungstage geplant. Ein Urteil soll im Juni fallen.

15 Jahre Vatikan-Euros, heute ohne Papstbild: Wie ging das zu?

euro_vatikan
Themenbild.
Seit genau 15 Jahren gibt der Vatikan Euromünzen heraus, am 1. März 2002 kamen die ersten auf den Markt. Doch 2017 gibt es eine Neuigkeit: Die vatikanischen Euromünzen tragen nicht mehr das Bild des Papstes.

Radio Vatikan

Franziskus wollte es so. Gudrun Sailer hat den Anlass zu einem Besuch im vatikanischen Büro für Numismatik und Filatelie – also für Münzen und Briefmarken – genutzt und festgestellt: Wenigstens auf den Briefmarken darf man sich hier noch mit dem Konterfei des Kirchenoberhauptes austoben.

Malerisch in den vatikanischen Gärten, genau hinter dem Petersdom und leicht erhöht, liegt das Governatorat, die Stadtverwaltung des Vatikanstaats, und darin das Büro für Numismatik und Filatelie. Direktor Mauro Olivieri empfängt uns in seinem geschmackvollen Büro im Parterre, gelber Damast spannt sich über die Wände, Münzkataloge liegen auf dem Schreibtisch, an die Tür hat Olivieri einen Zettel geklebt, „Interview, bitte nicht stören“.

weiterlesen

 

Bayern will das Guantanamo-Prinzip einführen – Überdachen?

bayern_fahne

Die CSU erwägt einen ungeheuerlichen Tabubruch: Sogenannte Gefährder sollen beliebig lange in Haft bleiben. Damit stellt die Staatsregierung die Unschuldsvermutung auf den Kopf.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Es ist nicht „Schutzhaft“, was da in Bayern entstehen soll. Es soll noch eine unabhängige Justiz entscheiden, ob jemand, dem keinerlei Straftat nachzuweisen ist, hinter Gitter gesteckt wird und für wie lange. Es geht auch nicht um das Einschüchtern von politischen Gegnern der CSU.

Aber es ist immerhin das Guantanamo-Prinzip, das die Staatsregierung da einführen will, erstmals in Deutschland. Es lautet: Wen wir für terrorgefährlich halten, den sperren wir weg, bis wir ihn für ungefährlich halten oder er verrottet ist, whichever comes first.

weiterlesen

NSU-Polizistenmord: Ermittlungssabotage in Süd-West

Themenbild.
Themenbild.
Kiesewetter-Ausschuss: Nach dem November 2011 wurden die Fahnder in Baden-Württemberg kalt gestellt – Der Anschlag ist ungeklärt.

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Ermittlungen zum Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn, beeinflusst wurden – und wie das geschah.

Erst wurden sie jahrelang behindert, dann – nach dem Auffliegen des NSU im November 2011 – wurden die bis dahin erzielten Erkenntnisse für null und nichtig erklärt, schließlich sollten gar keine Ermittlungen mehr stattfinden. Doch vier Jahre mühsamer politischer Aufarbeitung des NSU-Skandals unter anderem durch parlamentarische Untersuchungsausschüsse haben die Decke soweit gelüftet, dass das sichtbar geworden ist.

Es ist ein Desaster – allerdings ein organisiertes. Und es hat dazu geführt, dass der Polizistenmord von Heilbronn bis heute nicht aufgeklärt ist, allen gegenteiligen Verlautbarungen zum Trotz. Nicht Böhnhardt und Mundlos waren die – alleinigen – Täter, sondern mindestens vier bis sechs Personen müssen an dem Anschlag beteiligt gewesen sein. Möglicherweise hatten auch die beiden Uwes dabei eine Rolle. Welche, ist unklar.

Im Kiesewetter-Ausschuss von Baden-Württemberg kamen weitere Einzelheiten des Ermittlungsdesasters zur Sprache, auch wenn das nicht so genannt wird. Eine Art unfreiwillige Kronzeugin ist die Kriminalhauptkommissarin Sabine Rieger vom Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart, die bereits zigmal in den Untersuchungsausschuss geladen wurde. Die Fakten kommen scheibchenweise ans Licht. Die Karrierebeamtin trägt die durch die Bundesanwaltschaft angeordnete Umpolung der Ermittlungen nach dem November 2011 ausschließlich Richtung Böhnhardt und Mundlos gleichwohl mit. „Täterorientiertes Ermitteln“ nennt sie es.

weiterlesen

Keime, gegen die kein Mittel mehr hilft

 Acinetobacter im 3D-Modell:
Acinetobacter im 3D-Modell: „Wir verlieren rasch an Optionen zur Behandlung“ (Foto: CDC/ James Archer)
  • Eine Liste der Weltgesundheitsorganisation WHO nennt die derzeit gefährlichsten Antibiotika-resistenten Bakterien.
  • Von dem Keim Acinetobacter baumannii geht derzeit die größte Gefahr aus, vor allem in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Herkömmliche Antibiotika versagen zunehmend bei der Behandlung, da die Mikroorganismen unempfindlich dagegen geworden sind.
  • Die Bewertung der WHO soll Forschern und Politikern helfen, Prioritäten beim Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen zu setzen.

Von Christoph Behrens | Süddeutsche.de

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt in einer neuen Bewertung vor den aktuell gefährlichsten antibiotikaresistenten Keimen. Die in dem Katalog verzeichneten zwölf Bakterien-Familien seien eine enorme Gefahr für die menschliche Gesundheit.

Angeführt wird die Liste von dem Bakterium Acinetobacter baumannii. Die Familie dieses Keims verursacht schwere Infektionen und ist gegenüber vielen Antibiotika resistent geworden. Als Reserveantibiotika gedachte Medikamente aus der Gruppe der Carbapeneme und Cephalosporine helfen gegen Infektionen mit diesem Keim häufig nicht mehr. Wie tödlich die resistenten Acinetobacter baumannii sind, zeigte sich etwa 2015 im Uniklinikum Kiel. 31 Patienten befiel ein Acinetobacter-Stamm dort in kurzer Zeit, zwölf Menschen starben. Der Stamm hatte Resistenzen gegen vier verschiedene Antibiotika-Klassen entwickelt.

weiterlesen

George W. Bush verteidigt die Pressefreiheit

George W. Bush (wikipedia)
George W. Bush (wikipedia)
  • Der frühere US-Präsident George W. Bush verteidigt die Pressefreiheit in den USA.
  • Medien würden Menschen zur Verantwortung ziehen, die ihre Macht missbrauchen, sagt Bush in einem Interview.
  • Es ist ein deutlicher Widerspruch zum amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, der Medien als „Feinde des Volkes“ bezeichnet hat.

Süddeutsche.de

In deutlicher Abgrenzung zu Donald Trump hat George W. Bush die Medien als unverzichtbaren Bestandteil der Demokratie hervorgehoben. „Wir brauchen sie, um Leute wie mich zur Verantwortung zu ziehen“, sagte der frühere US-Präsident dem US-Sender NBC.

„Macht kann sehr süchtig machen, und sie kann sehr zerstörerisch sein. Es ist wichtig, dass Medien Menschen zur Verantwortung ziehen, die ihre Macht missbrauchen – sei es hier oder anderswo“, sagte Bush.

weiterlesen

Evolutionstheologie: 7 Tage Schöpfung ins Genom gequetscht

Bild, theologie-naturwissenschaften.de
Bild, theologie-naturwissenschaften.de

Wie die planvolle Schöpfung eines gütigen Gottes mit den Zufällen der Evolution zu vereinbaren sei, ist die zentrale Fragestellung des vorliegenden Buches von Wolfgang Schreiner. Der Autor ist Professor für Medizinische Computerwissenschaften, also Naturwissenschaftler und zudem „praktizierender Christ“. Diese Wortwahl macht deutlich, aus welchem christlichen Milieu der Autor kommt und er kann daher recht treffend darstellen, welche Probleme sich für ein bestimmtes christliches Selbstverständnis aus der Konfrontation mit den Evolutionsprozessen ergeben, wenn man diese nicht kreationistisch weginterpretieren will. Insofern ist das vorliegende Buch ein sehr ehrliches Buch.

Von Dr. Andreas Losch | Dialog Theologie & Naturwissenschaften

Wenn die evolutionären Genomveränderungen, mit denen sich der erste Teil des Buches befasst, tatsächlich zufällig verlaufen, wäre der Mensch ein Zufallsprodukt, seine Besonderheit in der Natur in Frage gestellt. Wie könnte man dann noch von seiner absichtsvollen Erschaffung durch Gott reden? Und wie lassen sich die vielen negativen Genomveränderungen, die Leiden und Krankheit verursachen, mit der Vorstellung eines gütigen und planenden Gottes zusammendenken? Wäre ein solch „würfelnder“ Gott noch gerecht?

Der Autor möchte den naturwissenschaftlichen Fakten ebenso gerecht werden ebenso wie dem Wortlaut der Bibeltexte, wobei er sich dessen bewusst ist, dass deren spätere Rezeption und Interpretation durchaus zu hinterfragen ist (S. 53). Den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sind die ersten fünf Kapitel des Buches gewidmet, in denen anschaulich auf den Erkenntnisweg der Naturwissenschaften eingegangen und dann recht detailliert der Prozess der evolutionären Genomveränderungen geschildert wird.

weiterlesen

Berlin verbietet Fussilet-Verein – Razzia an 24 Orten

„Diese Moschee ist endgültig geschlossen!“ So stand es vor einer Woche an einer Tür der Fussilet-Moschee in Moabit.Foto: Paul Zinken/dpa
Die Fussilet-Moschee in Moabit war auch Anlaufstelle für den Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri. Seit dem frühen Dienstagmorgen laufen nun Durchsuchungen gegen den Trägerverein „Fussilet 33“.

Von Ingo Salmen | DER TAGESSPIEGEL

Der Berliner Senat greift gegen den Moscheeverein „Fussilet 33“ durch. Die Innenverwaltung hat ein Vereinsverbot verfügt. Seit 6 Uhr am Dienstagmorgen durchsucht die Polizei deshalb Objekte an 24 Orten in mehreren Bezirken. Dazu zählten Wohnungen, zwei Geschäftsräume und Zellen in den Justizvollzugsanstalten Moabit und Tegel. Ziel der Razzia seien die Sicherstellung von Beweismitteln und die Festsetzung des Vereinsvermögens, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel dem Tagesspiegel. 450 Beamte seien im Einsatz.

Das Bethaus in der Perleberger Straße in Moabit hatte der Verein vor einer Woche schon von sich aus geräumt. „Diese Moschee ist endgültig geschlossen!“, stand auf einem Schild am Eingang. Die Einrichtung galt seit langem schon als Treffpunkt von Salafisten. Auch der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri verkehrte dort. Ende Januar hatte die Polizei bei einer Razzia bereits drei Terrorverdächtige festgenommen, einer davon ein führender Kopf des Vereins.

weiterlesen

Israel schlägt Saudi-Arabien eine Anti-Iran-Allianz vor

saudi_isis

Das Regime in Teheran sei die größte Gefahr für den jüdischen Staat, erklärt der israelische Verteidigungsminister im „Welt“-Interview. Vorbild für ein Bündnis mit den Golfstaaten könnte die Nato sein.

Von Daniel-Dylan Böhmer, Michael Stürmer | DIE WELT

Israel hat Saudi-Arabien die Bildung einer Art Nato im Nahen Osten vorgeschlagen. „Es ist Zeit, öffentlich ein formelles Bündnis zu bilden, eine Koalition aller gemäßigten Kräfte im Nahen Osten gegen den Terror“, sagte der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman der „Welt“.

Die gemäßigten sunnitischen Staaten hätten verstanden, dass „die größte Gefahr für sie nicht Israel ist, oder der Zionismus, oder die Juden, sondern der Iran“, sagte Lieberman. Zu den gemäßigten Staaten zählte er die Golfstaaten, namentlich auch Saudi-Arabien. Lieberman sagte, es sei egal, „ob es sich bei den Partnern einer solchen Allianz „um Muslime, Juden oder Christen handelt“.

weiterlesen

Juristen-Protest gegen geplantes Verbot von Kinderehen

Themenbild rnw.nl
Themenbild rnw.nl
Noch ist das Gesetz zum Verbot der Kinderehe noch nicht vom Bundesrat beschlossen. Juristen versuchen dies nun zu verhindern. Sie warnen vor den Konsequenzen, die die Nichtigerklärung einer Ehe hätte.

DIE WELT

Das von der großen Koalition geplante Gesetz zum Verbot von Ehen mit Minderjährigen stößt einem Zeitungsbericht zufolge auf teils heftige Kritik bei juristischen Fachverbänden. Der Deutsche Notarverein bezeichnet den Gesetzentwurf als verfassungswidrig, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Montag unter Berufung auf eine Stellungnahme des Verbandes berichtet.

Besonders problematisch sei demnach das Vorhaben der Bundesregierung, im Ausland rechtskräftig geschlossene Ehen künftig für nichtig zu erklären, wenn ein Partner jünger als 16 Jahre ist.

weiterlesen

Siberia’s ‚doorway to the Underworld‘ Is Getting So Big It’s Uncovering Ancient Forests

Alexander Gabyshev, Research Institute of Applied Ecology of the North
Alexander Gabyshev, Research Institute of Applied Ecology of the North
It’s no secret that Siberia’s permafrost has been on thin ice lately. Conditions are varying so much that huge holes are appearing out of nowhere, and, in some places, tundra is quite literally bubbling underneath people’s feet.

By Fiona MacDonald | Science alert

But new research has revealed that one of the biggest craters in the region, known by the local Yakutian people as the ‚doorway to the underworld‘, is growing so rapidly that it’s uncovering long-buried forests, carcasses, and up to 200,000 years of historical climate records.

Known as the Batagaika crater, it’s what’s officially called a ‚megaslump‚ or ‚thermokarst‚.

Many of these megaslumps have been appearing across Siberia in recent years, but researchers think Batagaika could be something of an anomaly in the region, located around 660 km (410 miles) north-east of the region’s capital city of Yakutsk.

Not only is the crater already the largest of its kind, almost 1 km (0.6 miles) long and 86 metres (282 feet) deep, but it’s getting bigger all the time.

read more

„Quarz“ im Erdkern?

Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Überraschung im Erdkern: Die leichteren Elemente im äußerern Erdkern verhalten sich möglicherweise ganz anders als erwartet. Statt Eisenlegierungen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff miteinander reagieren und zu Siliziumdioxid auskristallisieren – der Verbindung, aus der Quarzsand besteht. Sollte sich dieses Ergebnis von Hochdruck-Experimenten bestätigen, könnte diese Kristallisation sogar eine Triebkraft für den Geodynamo sein, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Der Erdkern bildet die Basis für das schützende Magnetfeld der Erde und damit letztlich für das irdische Leben. Denn ohne die Wechselwirkung des inneren, festen mit dem äußeren flüssigen Kern gäbe es das Erdmagnetfeld nicht. Doch wann genau der innere Erdkern erstarrte und woraus er neben Eisen noch besteht, ist bisher umstritten beziehungsweise schlicht unbekannt.

weiterlesen

Homophobie: Facebook-Konto wegen Bibelzitaten zu Homosexualität gesperrt

facebook-welt-karte

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat wiederholt die Unparteilichkeit und Offenheit seiner Plattform betont.

kath.net

Das Facebook-Konto einer christlichen Nutzerin ist gesperrt worden, nachdem diese Stellen aus der Bibel zitiert hatte, welche Homosexualität verurteilen.

Elizabeth Johnston, die auf Facebook unter dem Namen „Activist Mommy“ schreibt, zitierte Stellen aus dem Alten und dem Neuen Testament, um zu beweisen, dass die Bibel Homosexualität ablehnt. Facebook löschte diese Beiträge und sperrte ihr den Zugang zu ihrer eigenen Seite. Sie konnte nicht einmal auf private Nachrichten antworten.

weiterlesen

 

Ab Mittwoch gelten strengere Sicherheitsvorschriften im Kölner Dom

Themenbild
Themenbild
Im Kölner Dom gelten ab Mittwoch strengere Sicherheitsvorschriften. Auf der Internetseite werden Besucher darauf hingewiesen, dass die Mitnahme von großen Taschen, Reisekoffern und Wanderrucksäcken nicht mehr erlaubt ist.

evangelisch.de

Wer das katholische Gotteshaus besichtigen will, darf aber weiterhin ungehindert Flüssigkeiten mitnehmen. Auch eine Handtasche oder ein kleiner Rucksack bleiben weiterhin erlaubt.

weiterlesen

I Went to the International UFO Congress to Learn the Truth About the Phoenix Lights

mage courtesy of Lynne Kitei/Phoenix Lights Networks
Image courtesy of Lynne Kitei/Phoenix Lights Networks
20 years ago, dozens of people in Phoenix, Arizona experienced something… out of this world.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

The mountaintop and what occurs there has played a central role in the mythologies of civilizations gone by, and these stories speak volumes about how the people telling them interpreted the world around them. The Ancient Greeks had Olympus, which was believed to host a pantheon populated by immortals. Jews and Christians have Mount Sinai, which they believe Moses ascended to receive the Ten Commandments. And Phoenix, Arizona has the Sierra Estrella—a mountain range that many Phoenicians believe is presided over by UFOs.

The story begins on March 13, 1997, when thousands of Arizonans from all across the state reported seeing strange lights in sky. It remains one of the largest UFO sightings ever, but the details of the Phoenix Lights story ultimately depends on who is telling it—some contend that it was actually a composite of two separate events occurring simultaneously over Arizona, and there is little consensus as to whether these lights were extraterrestrial in origin.

As a longtime resident of Phoenix and UFO agnostic, I’ve heard the story of the Phoenix Lights retold countless times, each retelling rife with contradictions and inconsistencies. So, tired of the hearsay, I decided to visit the International UFO Congress to see if I could discover the truth about one of history’s most infamous UFO sightings.

read more

Neonicotinoide auf dem Prüfstand

Clothianidin von Takeda, Bayer (2002), der Wirkstoff in Poncho. Das Neonicotinoid der 2. Generation wird vor allem in der Saatgutbehandlung verwendet, bei Poncho Pro zum Beispiel 1.25 mg Wirkstoff pro Maiskorn. Bild: Bernd Schröder
Clothianidin von Takeda, Bayer (2002), der Wirkstoff in Poncho. Das Neonicotinoid der 2. Generation wird vor allem in der Saatgutbehandlung verwendet, bei Poncho Pro zum Beispiel 1.25 mg Wirkstoff pro Maiskorn. Bild: Bernd Schröder
US-Umweltbehörde EPA veröffentlicht Zwischenbericht zur Risikobewertung der umstrittenen Insektizide

Von Bernd Schröder | TELEPOLIS

Insektizide aus der Klasse der Neonicotinoide werden seit längerem verdächtigt, eine Rolle beim sogenannten Bienensterben zu spielen. Dieser Verdacht hat die US-Umweltbehörde EPA dazu veranlasst, eine Bestäuber-spezifische Risikobewertung für die wirtschaftlich wichtigen Vertreter Clothianidin, Thiamethoxam und Dinotefuran vorzunehmen, ebenso ein Update der Risikobewertung von Imidacloprid für aquatisch vorkommende Lebewesen.

Gleichzeitig machen die Dokumente ihre weit verbreitete Nutzung deutlich: Neonics, wie sie hier auch genannt werden, sind die am häufigsten genutzten Insektenbekämpfungsmittel unter US-amerikanischen Mais-, Soja-, Weizen-, Baumwoll- und Sorghumbauern. Auf den Feldern der USA werden jährlich rund 2000 Tonnen dieser hochwirksamen Insektizide ausgebracht. Die Bemühungen der EPA zur Überprüfung der Registrierung bereits zugelassener Vertreter dieser Substanzklasse werden von Industrie, Landwirten und Umweltschützern weltweit beobachtet. Denn der Patentschutz ist für die meisten Neonicotinoide bereits abgelaufen. Die Generika- Herstellung ist in anderen Teilen der Welt bereits in vollem Gange.

In den im Januar 2017 veröffentlichten Dokumenten unterrichtet die EPA über die Ergebnisse einer vorläufigen Risikobewertung zur Giftigkeit der Neonicotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Dinotefuran hinsichtlich bestäubender Insekten. Außerdem werden die Resultate einer vorläufigen Risikobewertung zur Toxizität von Imidacloprid gegenüber aquatischen Lebewesen ausgewertet und ein Update der bereits veröffentlichten Risikobewertung von Imidacloprid gegenüber bestäubenden Insekten aus dem Vorjahr vorgenommen. Eine endgültige Entscheidung über die weitere Zulassung der Chemikalien wird erst im Winter 2018/19 erwartet. Vorher wird es für Landwirte und Unternehmen vermutlich keine Änderungen für die Verwendung der Chemikalien geben.

weiterlesen

Haftantrag gegen „Welt“-Reporter Deniz Yücel

 Der Türkei-Korrespondent der
Der Türkei-Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel Quelle: Esra Gültekin
Die Ungewissheit hat kein Ende: Deniz Yücel, „Welt“-Korrespondent in der Türkei, ist nach 13 Tagen in türkischem Gewahrsam dem Haftrichter überstellt worden. Der entscheidet über die Verhängung von Untersuchungshaft.

DIE WELT

Seit knapp zwei Wochen ist „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel in Polizeigewahrsam in Istanbul. Nach einer Vernehmung durch den Staatsanwalt stellte dieser am Montag Nachmittag Haftantrag. Jetzt entscheidet der Haftrichter über die Verhängung von Untersuchungshaft.

Yücel wird Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen.

weiterlesen

Kirche St. Michael in Vöhringen beschmiert

Vandalismus in der Kirche St. Michael. Bild: SüdwestPresse
Vandalismus in der Kirche St. Michael. Bild: SüdwestPresse
Am Sonntagnachmittag haben Unbekannte das Innere der katholischen Stadtpfarrkirche St. Michael in Vöhringen beschmiert. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, seien vor allem die Wände aber auch Heiligenfiguren verunstaltet worden. Die Polizei spricht von „großflächigen Schmierereien in erheblichem Ausmaß“. Stadtpfarrer Martin Straub nannte die Schmierereien eine „Schändung des Kirchenraums“.

SÜDWEST PRESSE

Augenzeugen zufolge soll unter anderem eine Marienfigur komplett mit Goldfarbe besprüht worden sein. Außerdem sei am Altar die Abkürzung „ACAB“ (all cops are bastards) zu lesen gewesen. Weitere Schmierereien, zum Beispiel „Fuck Kirche“, „Luzifer“ sowie die Zahlen „666“ und „187“ seien in der kompletten Kirche verteilt. Der Sachschaden ist laut Polizei noch nicht zu beziffern.

Die hundert Jahre alte Kirche wurde während des ersten Weltkrieges erbaut und erst vor wenigen Jahren saniert.