Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Kirchentags-Generalsekretärin rät Kirchen zu mehr Staatferne

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär, rät den Kirchen um deren Glaubwürdigkeit willen zu einer größeren Distanz zum Staat.


evangelisch.de

Heute sei zu fragen, “ob die Kirche sich als Gegenüber zum Staat oder als Teil einer lebendigen Zivilgesellschaft versteht”, schreibt Ueberschär in einem Beitrag für das evangelische Monatsmagazin “zeitzeichen”. Auf manchen Dörfern Brandenburgs sei der Einfluss der Christen größer, wenn sie sich als ein gesellschaftlicher Akteur unter mehreren verstünden. “Das mag sich in Hannover und Stuttgart anders anfühlen, aber das staatsförmige Kleid der Kirchen ist mancherorts längst zu weit geworden”, argumentiert die Theologin.

Die evangelische Kirche habe sich von der Staats- zur Volkskirche entwickelt, aber auch dieses Modell scheine gerade an sein Ende zu kommen. Auch in Deutschland würden die Kirchen auf einen Markt gedrängt, auf dem sie sich behaupten müssten. Dies stelle die Kirchen auch auf eine Glaubwürdigkeitsprobe. “Glaubwürdigkeit, das eigene Tun zum Maßstab des eigenen Redens zu machen – das ist im zivilgesellschaftlichen Umgang normal, für die Kirchen ist es relativ neu und vor allem existenziell.”

Römisches ‘Geheimtreffen’ – Alles wurde bezahlt

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

“Geheim”-Treffen einiger Bischöfe aus Deutschland, Schweiz und Frankreich in Rom. Statt “Theologie des Leibes” soll jetzt eine “Theologie der Liebe” propagiert werden. Ausgewählten Journalisten wurden alle Reisekosten erstattet.


kath.net

Das “Geheim”-Treffen einiger Bischöfe aus der Deutschland, Schweiz und Frankreich vom vergangenen Montag in Rom sorgt weiter für Diskussionen. Vergangene Woche hatte die französische Zeitung Le Figaro als erstes Medium vom Treffen berichtet. Erst deutlich danach wurden von den verschiedenen Pressestellen Informationen nachgereicht. Inzwischen liegen weitere Details zum Treffen vor. In der kath.net vorliegenden Einladung an die Teilnehmer heißt es, dass es sich um eine “geschlossene Veranstaltung” handle, die für Journalisten “den Charakter eines Hintergrundgespräches” habe. Besonders interessant ist, dass die Bischofskonferenzen die Kosten für die Reise und Übernachtung von allen Teilnehmern (auch der Journalisten) bezahlt haben. Die drei Themen, die behandelt wurden, waren “Jesu Wort zur Ehescheidung. Überlegungen zu einer katholischen Bibelhermeneutik”, “Sexualität als Ausdruck der Liebe. Überlegungen zu einer Theologie der Liebe” und “Geschenk des eigenen Lebens. Überlegungen zu einer Theologie der Biographie.” Bemerkenswerte im vorliegenden Vorbereitungstext ist, dass mit keinem einzigen Wort die kirchliche Theologie des Leibes, die von Johannes Paul II. jahrelang propagiert wurde und Bestandteil der kirchlichen Lehre ist, erwähnt wird. Stattdessen heißt es dann wörtlich: “Erforderlich ist eine neu entwickelte Theologie der Liebe, die an die Tradition der moraltheologischen Unterscheidungsfähigkeit anknüpft und neue Einsichten der Anthropologie wie der Soziologie integriert.

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Südafrika: Die Partei weiß, dass die Stimme des Königs zählt”

Bester Laune: Der Hofstaat um Zulu-König Goowill Zwelithini, der sich nur für besondere Anlässe traditionell kleidet Foto: Getty Images

In Südafrika haben die zehn Könige und die traditionellen Stammesführer noch immer viel Macht. Doch wenn sie gegen Ausländer hetzen, wird es gefährlich. Eine Audienz bei Queen Precious Thabisile Zulu.


Von Christian Putsch|DIE WELT

Heute ist Gerichtstag in Izigodi, die Stammesführerin trägt Lederjacke und thront hinter einem nagelneuen Laptop. Queen Precious Thabisile Zulu, 40, wird später über die Angeklagten zweier Viehdiebstähle und eines Handyraubs richten. Danach soll sie noch rasch über einen Bauantrag am Rande eines Dorfes entscheiden, 300 Kilometer nördlich von Südafrikas Küstenmetropole Durban entfernt.

Zunächst aber gewährt sie eine seltene Audienz. Queen Thabisiles kühler Blick weicht einem Lächeln, als sie die korrekte Begrüßung hört. “Ndabezitha, Queen Thabisile”, ihre königliche Hoheit registriert erfreut die Einhaltung des Protokolls. Dabei hatte man sich schon zuvor auf dem Parkplatz gesehen. Aber Blickkontakt war unerwünscht, als die Königin in ihrem Toyota-Kleinwagen vorfuhr und direkt neben dem Auto der Besucher parkte. Nachdem sie in das Gebäude gegangen war, mussten die Besucher noch 15 Minuten warten, bis sie aussteigen durften. Es gehe um Respekt, erklärte eine ihrer Mitarbeiterinnen.

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“Schaumigkeit” der Raumzeit begrenzt

Wie “schaummig” ist die Raumzeit? © NASA/CXC/ M.Weiss

Weniger schaumig als gedacht: Sollte die Raumzeit im Universum tatsächlich auf kleinster Ebene gequantelt sein, dann ist dieser Quantenschaum feiner als es einige Modelle annehmen. Mit Hilfe von Beobachtungen ferner Objekte im Röntgen- und Gammastrahlenbereich haben Astrophysiker zwei Modelle der Raumzeit-Quantelung ausgeschlossen. Denn die Störeinflüsse des Quantenschaums auf das Licht sind deutlich geringer als von diesen vorhergesagt.


scinexx

Einigen Theorien nach ist die Raumzeit des Universums nicht kontinuierlich, sondern besteht aus winzigen, diskreten Grundeinheiten, dem sogenannten Quantenschaum. “Wenn man mit dem Flugzeug über den Ozean fliegt, sieht seine Oberfläche auch völlig glatt aus”, erklärt Studienleiter Eric Perlman vom Florida Institute of Technology in Melbourne. “Wenn man aber nahe genug heruntergeht, sieht man die Wellen und noch näher dran auch Schaum mit kleinen Bläschen, die kontinuierlich umherwabern.”

So könnte es auch mit der Raumzeit sein. Doch wenn es sie gibt, ist diese Quantelung des Raums viel zu winzig, um sich direkt nachweisen zu lassen, ihre Einheiten entsprechen gerade einmal der Plancklänge von 10 hoch minus 35 Metern. Wie dieser Quantenschaum daher aussieht und wie er sich verhält, ist bisher noch völlig unklar. Einige Modelle vergleichen ihn mit einer superfluiden Flüssigkeit, andere sehen in unserem Universum nur eine Art holografischer Projektion von winzigen zweidimensionalen Grundbausteinen.

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We Need More Liberals Willing to Critique Islam, Says Ex-Muslim Leader

Image: Friendly Atheist

The American Humanist Association just uploaded several videos from its recent conference in Denver. I’ll post a few of them over the next day or so, but the crown jewel so far has to be Sarah Haider‘s speech about the necessity of liberal critiques of Islam.

By Hemant Mehta|Fiendly Atheist

Haider, who works with Ex-Muslims of North America, wrote a guest post for this site last year rebutting arguments made by Reza Aslan that I thought was just fantastic.

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Untersuchungen gegen Kurienerzbischof Paglia

Bild: tilly

Bild: tilly

Gegen den Präsidenten des Päpstlichen Familienrates laufen Untersuchungen in einem möglichen Betrugsfall. In Auktion sei der Kaufpreis für eine Immobilie auf 1,7 Millionen Euro manipuliert worden, trotz ihres Schätzwertes von 5,6 Millionen Euro.


kath.net

Gegen den Präsidenten des Päpstlichen Familienrates, Kurienerzbischof Vincenzo Paglia, laufen Untersuchungen in einem möglichen Betrugsfall. Laut italienischen Medienberichten (Donnerstag) geht es um den Kauf eines Renaissance-Kastells 2011 in der damals von Paglia geleiteten umbrischen Diözese Terni-Narni-Amelia. In einer manipulierten Auktion sollen Bistumsmitarbeiter mittels einer Gesellschaft und mit Bistumsgeld die Immobilie in der Stadt Narni erworben haben. Der Kaufpreis habe rund 1,7 Millionen Euro betragen, obwohl der Wert auf rund 5,6 Millionen Euro geschätzt werde.

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Mann stürmt Kirche wegen Glockenläuten

Symbolfoto: © Helga Gross / pixelio.de

Während der Messe die Kirchtüren zusperren? Das ist neuerdings Usus beim sonntäglichen Gottesdienst in der evangelischen Pfarrgemeinde in Reutte. Die Kirchgänger wollen sich vor ungebetenem Besuch schützen.


unserTirol.com

Grund dafür ist ein Mann aus der Nachbarschaft, der schon zweimal während der Messfeier in die Kirche eindrang und dort laut um sich schrie. Der Mann verlangte lautstark, dass das Läuten der Glocken aufzuhören habe.

Pfarrer Mathias Stieger erklärte gegenüber der Tiroler Tageszeitung: „Wir haben Kinder und ältere Personen im Gottesdienst. Und müssen uns irgendwie schützen.“ Beim letzten Mal wurde er erst durch vier junge Männer dazu bewogen, aus der Kirche zu verschwinden.

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Dodo Mixa findet neue Aufgabe im Kloster Altomünster

Quelle: HFR

Quelle: HFR

Vor fünf Jahren trat Walter Mixa als Bischof von Augsburg zurück, weil ihm Kindesmisshandlung vorgeworfen wurde. Jetzt soll er Referent eines neuen “Burnout Centrums” werden


Von Helmut Zeller|Süddeutsche.de

Sein schlechter Ruf eilt ihm im Landkreis Dachau voraus: Der frühere Augsburger Oberhirte Walter Mixa ist zurück und könnte schon bald häufiger Gast im Kloster Altomünster sein. In den Pfarrgemeinden im Landkreis ist der Skandal um den Geistlichen noch in frischer Erinnerung. Vor fünf Jahren resignierte der Bischof, nachdem bekannt geworden war, dass er als Stadtpfarrer Heimkinder misshandelt haben soll. Jetzt wird er als Referent eines “Burnout Centrums” wirken, das von 1. Juni an im Kloster Altomünster Kurse anbietet. Schwester Apollonia, Priorin des Birgitten-Klosters, sagte dazu: “Vielleicht, Bischof Mixa hält ja viele Vorträge, aber es ist nicht so, dass er den Fuß in der Tür hat.”

Der 74-jährige Mixa bewohnt in Gunzenheim im Bistum Eichstätt ein Jugendstilhaus. Walter Mixa war von 1996 bis 2005 Oberhirte von Eichstätt und wurde dann von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Augsburg ernannt. Fünf Jahre später trat Mixa, der auch Militärbischof war, zurück: Als Schrobenhausener Stadtpfarrer soll er Heimkinder geohrfeigt oder geprügelt haben. Mixa wies die Vorwürfe zunächst zurück, räumte aber nach zwei Wochen ein: “Die eine oder andere Watschn kann ich nicht ausschließen”. Mit seinem Rücktritt hadert er bis heute.

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Philosophie-Festival phil.Cologne: Peter Singer empört über Ausladung

Peter Singer im März 2009, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Die diesjährige phil.Cologne hat ihren ersten Skandal: Der Veranstalter hat den Bioethiker Peter Singer wegen seiner radikalen Thesen wieder ausgeladen. Der Australier ist fassungslos. Die Festival-Leitung ringt um Erklärungen.


Von Michael Hesse|Kölner Stadt-Anzeiger

Der australische Philosoph Peter Singer hat verärgert auf die Ausladung von dem Philosophie-Festival phil.Cologne reagiert. „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“, sagte Singer in einem Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „War das nicht immer die Rolle von Philosophen seit den Zeiten von Sokrates?“, fragte er. Der australische Denker hatte erst vor wenigen Tagen in der Berliner Urania einen Preis erhalten, den nach ihm benannten “Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung” eines neu gegründeten gleichnamigen Fördervereins.

Er verwies  darauf, dass er  innerhalb einer Woche eine Reihe von Ehrungen erhalten habe, unter anderem wurde ihm die Ehrendoktorwürde an der Universität in Athen und der Universität von Bukarest verliehen. Auch die New York Times hatte erst vor zwei Tagen ein Interview mit ihm veröffentlicht. „Sie sind weniger ängstlich, kontroverse Themen zu diskutieren als das internationale Philosophie-Festival in Köln“, sagte Singer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Bischofsbier “Urbi et Ortie”: Saufen ist gottgefällig

la-croix.com

“Urbi et Ortie”: Unter diesem Namen wird im westschweizerischen Fribourg ab Montag ein sogenanntes Bischofsbier angeboten.


evangelisch.de

Zunächst stehen 500 Flaschen zum Verkauf, wie Bistums-Sprecherin Laure-Christine Grandjean am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. “Aber falls es funktioniert, werden wir sofort mehr bestellen”, versicherte sie. Die Einnahmen sollen an zwei Flüchtlingshilfswerke gehen.

Angestoßen hat die Aktion der Bischof der Diözese von Lausanne, Genf und Fribourg, Charles Morerod. Anlass ist die Beteiligung des Bischofshauses von Fribourg an der Nacht der Museen am Samstag. Zudem soll Morerod wenig erfreut gewesen sein, als die Brauerei “Cardinal” vor vier Jahren ihre Produktion in Fribourg einstellte. In Bistum Lausanne, Genf und Fribourg leben rund 700.000 Katholiken.

Das neue Bischofsbier wurde den Angaben zufolge von einer Brauerei in Fribourg gebraut und schmeckt leicht nach Brennnesseln. Dies erklärt – neben der Anspielung auf den päpstlichen Segen “Urbi et Orbi” – auch den Namen des Gerstensaftes: Im Französischen steht “Ortie” für Brennnessel.

Genf verbietet Schülern Auftritt in religiöser Oper

religion_dark_agesGrundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten mitsingen, lediglich das Zuhören sei erlaubt. Es gehe um die vorgeschriebene Laizität.


kath.net

Grundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten (1913-1976) mitsingen. Lediglich anhören sei für Primarschüler erlaubt, entschied die zuständige Bildungsbehörde des Kantons Genf unter Berufung auf die vorgeschriebene Laizität, wie das Portal «kath.ch» (Mittwoch) berichtet. Das Genfer Kammerorchester wollte das religiöse Werk aufführen.

Das Genfer Bildungsdepartement beruft sich bei seinem Verbot unter anderem auf Artikel 15 der Bundesverfassung, der Glaubens- und Gewissensfreiheit gewährleistet. Niemand darf demnach gezwungen werden, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Aus Sicht der Behörde ist das «Singen eines biblischen Werkes, insbesondere von Texten mit starker religiöser Konnotation» vergleichbar mit dem «Vollzug einer religiösen Handlung», erklärte die stellvertretende Generalsekretärin Teresa Skibinska auf Anfrage. Das Singen der besagten Oper sei darum nicht vereinbar mit der Bundesverfassung. Die Beteiligung der Primarschüler an der Oper widerspreche der «religiösen Neutralität», die für die Schulen im Kanton gelte. Primarschüler seien zudem in Fragen des Glaubens nicht gefestigt.

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Religionsstreit an bayerischer Schule: “Atheisten sind dumm”

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Ein Schulleiter will eine staatliche Realschule bei München auf streng christlichen Kurs bringen: Er hängt Kreuze in die Klassen und möchte tägliche Gebete einführen. Laut Gesetz darf er das – doch Eltern und Schüler wehren sich.


Von Bernd Kramer|SpON

Die Aussage soll in einer Vertretungsstunde in der 10e gefallen sein. Der Schulleiter der Realschule Geretsried betrat die Klasse. Es sollte, so schildert es ein Lehrer der Schule, ein Gebet gesprochen werden, einige Schüler wollten aber offenbar nicht. Eine Diskussion entspann sich. Am Ende sagte der Schulleiter den Satz, der Lehrer, Eltern, Schüler aufregt: “Atheisten sind dumm.”

Nicht alle Schüler der Schule sind getauft. Einige Lehrer glauben nicht an Gott, etwa der Biologielehrer der 10e; die Schüler wissen davon. Sagt der Rektor also, dass an der Schule dumme Lehrer unterrichten? Dass man glauben muss, um an dieser bayerischen Schule klug zu werden?

In Geretsried geht es längst um Grundsätzliches: Wie viel Religion darf es an einer staatlichen Schule geben?

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DIA-Dokument: Das Märchen vom US-Masterplan für den “Islamischen Staat”

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Haben die USA den Aufstieg des “Islamischen Staats” gefördert? Ein Papier des US-Militärgeheimdienstes DIA soll das beweisen. Doch das Dokument belegt vor allem Heuchelei und Versagen der US-Regierung.


Von Christoph Sydow|SpON

Das Geheimdokument ist nur sieben Seiten lang, davon sind drei Blätter fast völlig weiß, weil zensiert. Doch die übrigen Zeilen sollen dafür sorgen, dass der Aufstieg der Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) in einem neuen Licht erscheint. Das Dokument aus dem Jahr 2012 belegt angeblich, dass die USA den Aufstieg der Dschihadisten förderten. Davon sind zumindest Kritiker der US-Regierung überzeugt. Doch bei genauerer Betrachtung lässt sich diese Schlussfolgerung nicht halten.

Das Papier, um das es geht, wurde in der vergangenen Woche von der konservativen Organisation Judicial Watch veröffentlicht. Die Gruppe steht den Republikanern nahe und hatte erfolgreich auf die Herausgabe von Regierungsunterlagen zum tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi 2012 geklagt. Unter den Dokumenten, die daraufhin von der Regierung herausgegeben wurden, ist auch ein Bericht der Defense Intelligence Agency (DIA). Die DIA ist die Dachorganisation der Nachrichtendienste der vier Teilstreitkräfte im US-Militär.

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Die ‘Festung Europa’ und der Tod im Meer

Prof. Dr. Klaus J. Bade, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration © David Ausserhofer, MiG

Flucht und Asyl werden seit den Schiffsunglücken mit Hunderten Toten auf dem Mittelmeer kontrovers diskutiert. Aus humanitärer Perspektive erscheint dabei die EU-Migrationsagenda als Reform und Fiasko zugleich.


Von Prof. Klaus J. Bade|MiGAZIN

Am Ende seiner Amtszeit (1998-2005) meldete sich Bundesinnenminister Otto Schily im Zusammenhang der Diskussion um Flucht und Asyl mit dem Vorschlag zu Wort, nach Europa strebende Flüchtlinge und Asylsuchende weit vor den europäischen Grenzen in Aufnahmeeinrichtungen genannten Auffanglagern aufzuhalten und damit auch die steigende Zahl der Opfer bei der illegalen Zuwanderung über das Mittelmeer zu begrenzen. Das weckte in humanitär engagierten Kreisen die nicht unbegründete Vorstellung, dass es hier mehr um defensive Sicherheitspolitik als um humanitäre Erwägungen gehe.

Mit ähnlichen, allerdings differenzierteren und weitgreifenderen Überlegungen zu nunmehr ‘Transitzentren’ genannten Aufnahmeeinrichtungen trat zuletzt der amtierende Bundesinnenminister Thomas de Maizière hervor. Hintergrund waren die dramatisch steigenden Zahlen von illegal über das Mittelmeer zuwandernden Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie die Katastrophen auf See.

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Glaube und Moderne: Religion lässt sich nicht komplett abschreiben

hawkings_gott

Mit Beginn der 1960er-Jahre flaute das Interesse an Kirche und Religion in Deutschland ab. Ein Vorgang, der bis heute anhält. Warum ist das so? Detlef Pollak und Gergely Rosta haben in ihrem Buch “Religion in der Moderne – Ein internationaler Vergleich” den aktuellen Stand von Religion in säkularen Zeiten analysiert.


Von Mirko Smiljanic|Deutschlandfunk

Deutschlands christliche Kirchen hatten ihre beste Zeit in den 1940er- und 1950er-Jahren. Städte lagen in Schutt und Asche, die Zahl der Opfer des mörderischen Krieges ging in die Millionen, traumatisiert suchten Überlebende Hilfe und Orientierung bei den großen Konfessionen. Und fanden sie auch. Die Gotteshäuser waren voll, was Pfarrer sagten, hatte Gewicht. Ein Einfluss, den die Kirchen nutzten: Geschickt verbanden sie religiöse Werte mit politischen, wirtschaftlichen und nationalen Interessen. “Funktionale Diffusion” nennen Religionssoziologen diesen Prozess. Doch nach dem Aufstieg folgte der Fall, den Soziologen mit dem Begriff “Funktionale Differenzierung” umschreiben. Sobald die Ziele erreicht waren – also mit Beginn der 1960-Jahre – flaut das Interesse für Religion und Kirche ab. Ein Vorgang der bis heute anhält, so Detlef Pollak, Professor für Religionssoziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Autor der Studie “Religion in der Moderne – Ein internationaler Vergleich”.

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Asteroid Impacts 3.3 Billion Years Ago Caused Earth’s Oceans To Boil

Image Credit: NASA/Don Davis

Image Credit: NASA/Don Davis

Don’t complain too much when temperatures rise this summer, because it used to be worse. A lot worse.


By Ed Mazza|The Huffington Post

Some 3.3 billion years ago, monster asteroids — in some cases bigger than Rhode Island — repeatedly slammed into the Earth with impacts so violent that air temperatures soared to 932 degrees Fahrenheit for weeks at a time, according to a new study published in the journal Geology.

Temperatures rose to such extreme levels that the oceans literally boiled, causing sea levels to drop by about 330 feet.

Yet somehow, early life managed to survive.

These impacts would have a profound influence on any life trying to evolve into more complex, low-temperature organisms,” geologist Donald Lowe of Stanford University, who led the research, told Science News. “They’d keep getting whacked by these giant impactors and driven to extinction or near extinction.”

Lowe and study co-author Gary Byerly of Louisiana State University made the discovery while examining the Barberton Greenstone belt in South Africa, where ancient rock is exposed.

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Katholischer CDU-Arbeitskreis Sachsen: Nein zur Homo-‘Ehe’

HP,Screenshot: bb

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„Ehe im Sinne des Grundgesetzes ist die Verbindung von Mann und Frau. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen lehnen wir ab.“ Dies stellte für den Katholischen Arbeitskreis Sachsen der Vorsitzende Mathias Kretschmer auf Anfrage von kath.net fest.


kath.net

Landesvorsitzender Kretschmer erläuterte wörtlich gegenüber kath.net:

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind nicht auf die Weitergabe des menschlichen Lebens ausgerichtet und sind deshalb für eine Gesellschaft nicht grundlegend. Sie können schon auch aus diesem Grund nicht Maßstab politischen Handelns sein.

Wir denken, dass die Ehe im Sinne des Grundgesetzes die Verbindung von Mann und Frau ist. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen lehnen wir ab. Beispielsweise sind bei vollem Adoptionsrecht die Konsequenzen überhaupt nicht absehbar. Das adoptierte Kind steht im täglichen absoluten Focus der Gesellschaft, es hat massiven Leistungsdruck sich zu behaupten und es bekommt eine einseitige Erziehung, die der Zukunft nicht dienlich ist. Die gleichgeschlechtlichen „Eheleute“ werden definitiv nicht ihre errungenen Werte aufgeben. Und dabei haben wir hier noch nicht die Rechte der Kinder berücksichtigt.

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Justizminister Maas will Staatsvertrag mit Muslimen

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) © Frank Nürnberger

Staatsverträge könnten Muslime enger an die deutsche Verfassung heranführen. Deshalb plädiert Bundesjustizminister Maas für einen Staatsvertrag mit Muslimen und warnt davor, den Islam pauschal abzuqualifizieren.


MiGAZIN

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich für einen Staatsvertrag mit den muslimischen Gemeinschaften in Deutschland ausgesprochen. Staatsverträge könnten ein wichtiger Schritt sein, “um die muslimischen Gemeinschaften enger an den Verfassungsstaat und seine Werte heranzuführen”, sagte Maas am Mittwochabend laut Redemanuskript in der Berliner Humboldt-Universität. Der Minister sieht in einem solchen Vertrag eine Chance für die Entwicklung eines deutschen Islam.

Maas zog dabei eine Parallele zum kirchlichen Arbeitsrecht. Bislang habe die katholische Kirche Mitarbeiter regelmäßig entlassen, wenn diese nach Scheidung wieder geheiratet hätten oder eine homosexuelle Lebensgemeinschaft eingegangen seien, sagte Maas. Diese Praxis war in der Gesellschaft zunehmend auf Ablehnung gestoßen. Inzwischen hat die Kirche Änderungen angekündigt. “Solche positiven Einwirkungen des staatlichen Rechts auf die Binnenorganisation der Religionsgemeinschaften kann ich mir auch bei den Muslimen gut vorstellen”, sagte Maas.

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“Folterwerkzeuge dürfen in der EU noch immer beworben werden”

Elektrische Schlagstöcke. Bild: igfm

Amnesty-Experte Marczynski über Folter in Europa und wie ein bestehendes EU-Handelsverbot mit Folterwerkzeugen umgangen wird


Interview Bianca Blei|derStandard.at

Im Jahr 2006 führte die Europäische Union die weltweit erste Handelsregulierung für Gegenstände ein, die keinen Zweck außer der Hinrichtung, der Folter oder ähnlichen Misshandlungen von Menschen haben. Eine Reihe von Dingen wie elektrische Fußfesseln, elektrische Schlagstöcke und Netzbetten landeten auf der Liste von verbotenen Gütern, die in die EU weder ein- noch ausgeführt werden dürfen.

Ein Bericht von Amnesty International zeigt allerdings, dass europäische Unternehmen immer noch in den Handel mit solchen Gütern involviert sind. Am Donnerstag begann im EU-Parlament eine Debatte über eine Verschärfung der Richtlinie. Amnesty-Experte Marek Marczynski über Schlupflöcher in der aktuellen Bestimmung, wie Firmen die Regulierung umgehen und wo Folter noch immer stattfindet.

STANDARD: Wenn man von Folter spricht, dann ist das etwas sehr Mittelalterliches. Wie gängig sind solche Praktiken in der heutigen Zeit noch?

Marczynski: Klar ist, dass Folter unter internationalem Recht streng verboten ist. Das gilt für alle Staaten dieser Welt. Da gibt es einen sehr hohen gesetzlichen Standard. Realität ist aber, dass laut unserem Bericht aus dem vergangenen Jahr 82 Prozent der Länder weltweit in irgendeiner Weise und in einem gewissen Grad foltern.

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Vatikan weist Erdogans Darstellung zu Papst-Flugzeug zurück

Headquarter des Konzerns.

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Erdogan hatte behauptet, der Papst verfüge über eigene Flugzeuge. Hintergrund der Erdoganaussage ist, dass das türkische Religionsamt wegen eines teuren Dienstwagens für den Behördenleiter in die Schlagzeilen geraten war.


kath.net

Der Vatikan hat die Darstellung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen, wonach Papst Franziskus über eigene Flugzeuge verfüge. In einem Interview der privaten türkischen Nachrichtenagentur DHA erklärte Vatikansprecher Ciro Benedettini laut Presseberichten vom Donnerstag, der Papst nutze bei Auslandsreisen Charterflüge der italienischen Gesellschaft Alitalia. Erdogan hatte eine Forderung, der Chef des türkischen Religionsamtes solle künftig mit Regierungsflugzeugen reisen können, mit Hinweis auf den Papst begründet.

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