“Wir sind Kirche” macht Druck auf Bischöfe

Bild: wir-sind-kirche.at

Vor der Frühjahrskonferenz drängt die kritische Plattform “Wir sind Kirche” die heimischen Bischöfe zu “kühnen Vorschlägen” in der Familienpolitik.


Die Presse

Die kritische Plattform “Wir sind Kirche” drängt die Bischöfe zum Auftakt von deren Frühjahrskonferenz zu “kühnen Vorschlägen” etwa in der Familienpolitik. Schließlich habe auch der Papst dazu aufgefordert. Da solche Vorschläge bisher aber ausgeblieben seien, gebe es weiter ungebremste Austrittszahlen und Resignation.

Die österreichischen Bischöfe sollten sich nach Vorstellung von “Wir sind Kirche” entschieden dafür einsetzen, dass bei der Ordentlichen Bischofssynode im Herbst 2015 noch sehr viel mehr “Laien”, die über sehr unterschiedliche Familienerfahrungen verfügten, rede- und stimmberechtigt teilnehmen könnten.

Gefordert sei jedenfalls ein neues Verständnis der Sexualität sowie eine Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Empfängnisregelung. Zudem dürften geschiedene Wiederverheiratete nicht weiter von den Sakramenten ausgeschlossen bleiben. Nötig sei überdies ein Ende jeglicher Diskriminierung von Frauen inner- und außerhalb der Kirche. Priestern müsse endlich das Recht auf Familienleben eingeräumt werden. Schließlich will “Wir sind Kirche” eine Entdiskriminierung von Homosexuellen.

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Dodo Marx: In der Ökumene geht es um die Zukunft des Christentums

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Münchner Kardinal: Nicht das Trennende ins Zentrum stellen, “sondern das, was uns verbindet, und das ist doch das Evangelium”


kathweb

Das Gespräch zwischen Katholiken und Protestanten ist nach den Worten des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, auch immer wieder geprägt von der Frage nach der Zukunft des Christentums. “Das kann den Dialog verstärken, aber auch schwächen, weil wir in der Analyse der Situation nicht so einfach zusammenkommen”, sagte Marx der französischen Jesuitenzeitschrift “Etudes”. Das gelte innerhalb der eigenen Kirche, aber auch zwischen den Konfessionen.

Das Interview ist in deutscher Übersetzung auf der Internetseite der “Stimmen der Zeit” veröffentlicht. Erst im Jänner war ein Gespräch mit Marx in dem US-Jesuiten-Magazin “America” erschienen.

In Deutschland sei das Gespräch zwischen evangelischer und katholischer Kirche auf einem “sehr freundschaftlichem, intensiven Niveau”, erklärte der Erzbischof von München und Freising. Da der neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auch bayerischer Landesbischof sei und ebenfalls wie Marx in München lebe, werde sogar schon von der “Ökumene der kurzen Wege” gesprochen. Grundsätzlich aber gelte für die Ökumene, nicht das Trennende ins Zentrum zu stellen, “sondern das, was uns verbindet, und das ist doch das Evangelium”.

Sorge bereitet dem Kardinal jedoch, dass in den Kirchen die Kenntnis der anderen Konfessionen nicht zugenommen habe. Die ökumenisch Engagierten gehörten eher den älteren Generationen an. Manche verstünden nicht die Wichtigkeit des theologischen Dialogs und meinten, es komme nur auf gemeinsame Aktionen an.

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The first ever photograph of light as both a particle and wave

Image. Phys.org

Light behaves both as a particle and as a wave. Since the days of Einstein, scientists have been trying to directly observe both of these aspects of light at the same time. Now, scientists at EPFL have succeeded in capturing the first-ever snapshot of this dual behavior.


Phys.Org

Quantum mechanics tells us that can behave simultaneously as a particle or a wave. However, there has never been an experiment able to capture both natures of light at the same time; the closest we have come is seeing either wave or particle, but always at different times. Taking a radically different experimental approach, EPFL scientists have now been able to take the first ever snapshot of light behaving both as a wave and as a particle. The breakthrough work is published in Nature Communications.

When UV light hits a metal surface, it causes an emission of . Albert Einstein explained this “photoelectric” effect by proposing that light – thought to only be a wave – is also a stream of particles. Even though a variety of experiments have successfully observed both the particle- and wave-like behaviors of light, they have never been able to observe both at the same time.

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Kirchen fordern: “Wildwuchs” bei Sonntagsarbeit stoppen

Bild: tilly

Bild: tilly

Zum Internationalen Tag des freien Sonntags am 3. März fordern evangelische Landeskirchen die Gesetzgeber auf, bundesweiten “Wildwuchs” bei der Sonntagsarbeit zu stoppen.


evangelisch.de

Die “Allianz für den freien Sonntag” warnt vor einer weiteren Aushöhlung des Sonntagsschutzes. Aus den Urteilen oberster Bundesgerichte zum Schutz des Sonntags müssten Konsequenzen gezogen werden, sagte die Stellvertreterin des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten, Ulrike Scherf, am Montag. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im vergangenen November Sonntagsarbeit in hessischen Call-Centern, Videotheken sowie Lotto- und Totoannahmestellen untersagt. “Die Entscheidung muss aber Konsequenzen in ganz Deutschland haben, denn die betroffenen Regelungen sind in fast allen Bundesländern gleich”, sagte Scherf. Sie wies die Landesregierungen auf ihre Verpflichtung hin, dem Rechtsstaatsprinzip zu folgen, nach dem Verordnungen entsprechend angepasst werden müssten: “Es wäre klug, die Länder besinnen sich auf dieses Prinzip und warten nicht darauf, bis es eingeklagt wird.”

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Puerto Rican Atheists Are Receiving Threats Online After Their Activism Becomes More Public

Image: Friendly Atheist

This is a guest post by Manolo Matos. He is one of the hosts of Podcast Ateorizar and can be found on Twitter at @manolomatos.

Friendly Atheist

A few days ago the American Atheists convention in Puerto Rico was announced with billboards around the island. (The convention will take place on August 21-23 at the Sheraton Puerto Rico Hotel and Casino in Old San Juan.)

Just hours after this announcement was made in the local newspapers of the island, one of the organizing groups, Humanistas Seculares de Puerto Rico (Secular Humanists of Puerto Rico) started receiving death threats over social media.

Wishing to rip apart some atheists, but since they rip each other apart, I’ll let them be. -ElSabioDeLaCalle7 When he drinks too much wine

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Berlin: Evangelische Kirche prüft Aufnahme weiterer Flüchtlinge – wer zahlt?

Foto: dpa/DIE WELT

Die Evangelische Kirche in Berlin sieht Möglichkeiten, mehrere tausend weitere Flüchtlinge aufzunehmen. «Es gibt Träger, die bereitstehen, etwas zu entwickeln», sagte Bischof Markus Dröge am Montag nach einem Treffen mit Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) und dem rot-schwarzen Senat. Über konkrete Gebäude sei aber noch nicht gesprochen worden. Müller bedankte sich für das Engagement von Kirche und Diakonie. Weitere Gesprächsthemen waren die Finanzierung des Religionsunterrichts in Berlin, der anstehende Kirchentag und das Reformationsjubiläum 2017.

DIE WELT

Religion im Job: Der Gebetsraum gehört Christen wie Muslimen

napoleon_religion

Glaubensfragen haben bei der Arbeit nichts verloren. Dennoch nehmen viele Firmen Rücksicht auf die Religion der Mitarbeiter. Das ist gut für die Stimmung und Vielfalt.


Von Ingrid Weidner|ZEIT ONLINE

In das Ingolstädter Liebfrauenmünster strömten Mitte Dezember viele Mitarbeiter von Audi mit ihren Familien und Freunden, denn ihre mexikanischen Kollegen gestalteten den Gottesdienst zu deren Nationalfeiertag Día de la Virgen de Guadalupe am 12. Dezember. Für die rund 600 mexikanischen Audi-Mitarbeiter war es eine gute Gelegenheit, ihren Kollegen ein Stück der eigenen Kultur näherzubringen. Und ein Stück ihres Glaubens.

In unserer säkularen Arbeitswelt bleiben Religion und Kultur meistens außen vor. Zwar garantiert das Grundgesetz allen Bürgern Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierung in der Arbeitswelt aufgrund der religiösen Weltanschauung. Der Glaube gilt indes als Privatsache. Trotzdem gibt es Arbeitnehmer, die sich auch am Arbeitsplatz Platz für ihren Glauben wünschen. Seien es Pausen, die zum Gebet genutzt werden dürfen, oder religiöse Symbole, die aufgehängt oder getragen werden dürfen. Immer wieder sind solche Fragen auch Thema vor den Arbeitsgerichten.

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Olaf Scholz (SPD) war Schirmherr: Zoff um den Christen-Kongress im CCH

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Kreationisten, bibeltreue Evangelikale, die umstrittene „Mission Freedom“: Unter den 180 Ausstellern beim „Kongress christlicher Führungskräfte“ von Donnerstag bis Sonnabend im CCH waren auch einige Fundamentalisten. Dass Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) Schirmherr der Veranstaltung war, empörte homosexuelle Aktivisten.


Von Stephanie Lamprecht|Hamburger Morgenpost

Die Liste der Aussteller: vielfältig. Christliche Unternehmensberater, Reisebüros, Kliniken, Immobilienmanager, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“, die Junge Union. Viele Besucher tragen Nadelstreifen, die Seminare heißen etwa „Ausgebrannt – ein Führungsproblem?“ Aber: Organisator ist der evangelikale Verlag idea, Plattform etwa für Autoren, die Homosexualität für eine Krankheit halten. Das schwul-lesbische Magazin „queer.de“ wirft dem Bürgermeister vor, „Gast bei Homo-Hassern“ zu sein.

Vertreten ist auch „Mission Freedom“, jene Organisation der Neugrabener Pastorenfrau Gaby Wentland, die in ihren Predigten Krankheiten wie Epilepsie als „Fluch“ bezeichnet und behauptet, sie könne durch Handauflegen heilen.

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Wie die fünf Weltreligionen mit dem Tod umgehen

Themenbild.

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Für Gläubige ist der Tod nicht unbedingt das Ende. Buddhisten, Muslime, Juden, Christen und Hindus gehen sehr verschieden mit Tod und Trauer um. Doch alle Religionen zeigen, wie Gemeinschaft Trost spenden kann.


Redaktion Süddeutsche Zeitung

Hindus

Für einen Hindu ist der Tod nur eine weitere Stufe, er ist der Übergang in eine neue Existenz. Es gibt im Hinduismus eine Größe, die vom Tod nicht betroffen ist, einen unsterblichen Kern in jedem Lebewesen. Wie man seine alten Kleider ablegt, so legt der Mensch seinen alten Körper ab. Der Sterbende soll möglichst positive Gedanken haben, wenn es so weit ist. Er wird gebadet, eingesalbt, in Tücher gewickelt, möglichst schmucklos, damit die Seele nicht abgelenkt ist. Mit den Füßen zuerst wird er aus der Hintertür des Hauses getragen und vom erstgeborenen Sohn am Einäscherungsplatz entzündet.

Es ist das größte Glück eines Hindus, in der heiligen Stadt Varanasi am heiligen Fluss Ganges verbrannt zu werden, wo das Universum erschaffen wurde und in Flammen stehen wird am Ende der Zeit. Der Tod ist hier die reine Freude, moksha, Erlösung. Keine Träne. Wer hier verglüht, dem flüstert Gott Shiva das Taraka Mantra ins Ohr, das Mantra der Überfahrt. Tod ist an diesem Ort Befreiung, das Ende vom ewigen Kreislauf aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Wer hier brennt, wird keine weltlichen Qualen mehr erleiden.

Wer nicht das Glück hat, am Ganges zu sterben, der folgt dem Pfad des vorhergegangenen Lebens. Nur Hindus der obersten Kaste können dem Kreislauf des Samsara entfliehen, bei den niederen Kasten entscheidet das Karma, die guten oder bösen Handlungen im Leben, in welcher Gestalt man wiedergeboren wird. Niemand weiß, wann er dem Kreislauf entrinnen wird, niemand weiß, in welchen Körper seine Seele ziehen wird. Alles ist Wandel. Nur eines ist sicher: Sterben ist Teil des Lebens. Und es ist ein Geschäft. Keiner soll weinen, wenn am Einäscherungsplatz die Toten brennen, wenn ihre Bauchdecken im Feuer aufplatzen, der Schädel aufgebrochen wird, damit die Seele, atman, den Körper verlassen kann. Daneben preisen Händler Acht-Gewürze-Pulver und Sandelholz an, damit der Geruch des Todes nicht zu aufdringlich wird. Dazu gibt es Tüten voll buttrigem Ghee, damit sie gut brennen: die leeren, seelenlosen Hüllen.

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Schnüffeldrogen: Höchstgericht zieht Poppers aus dem Verkehr

Bild: (c)

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Verbot des Bundesamts für Sicherheit und Gesundheit, Stimulanzmittel zum Schnüffeln zu bewerben und zu vertreiben. Das Amt verlangt auch Namen von Kunden, aber nicht von Konsumenten.


Von Benedikt Kommenda|Die Presse

Sie kommen in kleinen bunten Fläschchen daher und versprechen sagenhafte Wirkungen: Wer an Poppers schnüffelt, soll innerhalb von Sekunden high sein, Hemmungen verlieren, die Muskulatur (bis hin zum Schließmuskel) entspanne sich, die Lust beim Sex soll sich verstärken. Die Nebenwirkungen der vorgeblichen Raumluftverbesserer haben es aber auch in sich: Sie reichen von Kopfschmerzen über Schwindel, Herzrasen, Blutdruckabfall, Ruhelosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Bei höherer Dosierung kann es zu Ohnmacht, akuten Psychosen, vorübergehenden Lähmungen und – selten – zum plötzlichen Tod kommen. Das Einatmen der flüchtigen nitrithaltigen Flüssigkeit kann Haut und Schleimhäute schädigen; bei langfristigem Gebrauch droht Impotenz.

Diese Wirkungen und Nebenwirkungen waren für das Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen Grund genug einzuschreiten: Es verbot einem Unternehmen in Wien, einzeln aufgelistete Schnüffeldrogen im Internet zu bewerben und online zu vertreiben. Entgegen einer Beschwerde des Unternehmens bestätigte der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) diese Zwangsmaßnahme gegen die gesundheitsgefährenden Produkte und zog diese damit rechtskräftig aus dem Verkehr (2012/10/0189).

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Größtes Radioteleskop der Welt im Bau

Bild: Heise.de

Fernab von Störquellen baut Südafrika das gigantische “Square Kilometer Array”, um in den Weltraum zu horchen.


Von Leonie March|Technology Review

Schon die Landschaft wirkt nahezu außerirdisch: karges, weites Niemandsland, so weit das Auge reicht. Ebenso spärlich wie die Vegetation ist in der Halbwüste Karoo im Nordwesten Südafrikas auch die Besiedelung – was die Gegend zu einem perfekten Ort für Radioastronomen macht, wie Willem Esterhuyse lächelnd erklärt. Fernab von Störquellen wie Elektrosmog, Luft- oder Lichtverschmutzung leitet der Ingenieur von der nationalen Forschungsstiftung Südafrikas den Bau der riesigen Radioteleskopanlage MeerKAT, dem Vorläufer des noch gigantischeren “Square Kilometer Array” – ein Projekt der Superlative, das dem gebürtigen Südafrikaner, wie er selbst eingesteht, regelmäßig den Schlaf raubt.

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Berliner Senat gibt mehr Geld für Religionsunterricht

Bild: tilly

Bild: tilly

Die Kirchen hatten zuletzt immer größere Schwierigkeiten, den Religionsunterricht an Berliner Schulen noch auskömmlich zu finanzieren: Erstmals seit 2002 sollen nun die öffentlichen Zuschüsse wieder aufgestockt werden.


evangelisch.de

Nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) soll die jährliche Förderung von derzeit 48 Millionen Euro ab dem Jahr 2016 steigen. Vorgesehen sei ein Plus von voraussichtlich etwa vier Millionen Euro. Nach einem Treffen von Senat und Leitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hieß es am Montag, beide Seiten seien sich nahezu einig über eine Weiterentwicklung des zuletzt 2002 geschlossenen Vertrages.

Dieser regelt die Zuschüsse des Landes Berlin zum evangelischen und katholischen, aber auch zum Religionsunterricht anderer Religionsgemeinschaften. Der neue Vertrag soll nach den Worten Müllers eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Der Regierende Bürgermeister nannte es “richtig und wichtig”, das bisherige Vertragswerk weiterzuentwickeln. Anders als in anderen Bundesländern ist Religionsunterricht in Berlin lediglich ein freiwilliges, zusätzliches Fach.

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Kurienkritik des Papstes ist «motivationspsychologischer Blödsinn»

Bild bearb. BB

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Münsteraner Kirchenrechtler Schüller nennt Kurienkritik des Papstes «motivationspsychologischen Blödsinn» – Zur Situation der katholischen Kirche in Deutschland: «Die Bischöfe sind zur Zeit erschreckt. Sie dürfen plötzlich selber denken.»


kath.net

«Motivationspsychologischen Blödsinn» hat der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller Papst Franziskus in dessen Rolle als Chef der römischen Kurie bescheinigt. Schüller bezog sich mit seiner Kritik am Mittwochabend in Neustadt an der Weinstraße auf die Ansprache des Papstes beim Weihnachtsempfang für die leitenden Mitarbeiter des Vatikan im vergangenen Dezember, kath.net hat berichtet. Damals hatte Franziskus 15 an der römischen Kurie verbreitete «Krankheiten» öffentlich angeprangert, darunter ein «geistliches Alzheimer», Geschwätzigkeit und Karrierestreben. Die Rede des Papstes war in den Medien überwiegend zustimmend kommentiert worden, unter den Betroffenen hingegen hatte es vielfach Kritik an den rügenden Worten des Papstes gegeben.

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Religion im Computerspiel: Ballern für die Sache Gottes

creenshot der Web 3D Simulation Second Life ( imago/Friedrich Stark)

Die Spieleindustrie macht jedes Jahr ein Vermögen – und erreicht Millionen Daddler mit ihren Botschaften. Das brachte einige Kirchenleute auf die Idee, am PC-Spiele-Boom teilhaben zu wollen. Doch das war gar nicht so einfach.


Von Peter Kaiser|Deutschlandradio Kultur

Eine perfekte Welt braucht keine Götter…

“Es gibt Spiele, wie Black and White zum Beispiel oder Populous. Da spielen Sie eine gottähnliche Gestalt. Sie sind quasi Gott, Sie haben Ihre Geschöpfe,  die haben Sie teilweise einfach geschaffen und denen gegenüber verhalten Sie sich. Gut oder böse.”

Michael Walthemathe ist akademischer Oberrat am Lehrstuhl für praktische Theologie der Rhein-Universität in Bochum.

…doch wenn die Menschen beten, wird ein Gott geboren, der die Ewigkeit verändern kann…

“Das ist ganz interessant, das verzerrt so ein bisschen die Gottesvorstellungen der etablierten Religionen.”

Dieser Gott bist du…. 

“Im Leben ist das letztendlich viel einfacher. Sie werden geboren, und da sind schon mal die Würfel gefallen. Westliche Hemisphäre, östliche Hemisphäre, Mann, Frau. Im Spiel ist das alles offen, ja.”

Natascha Adamowsky ist Kulturwissenschaftlerin an der Universität in Freiburg.

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Deutsch-katholische Sonderwege?

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Logo Deutsche Bischofskonferenz

In seltener Klarheit haben Kardinal Marx und Bischof Bode bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz den Sonderweg der Kirche in Deutschland angekündigt.


Von Johannes Graf|kath.net

Die Tendenzen waren in den letzten Jahren und Jahrzehnten bereits spürbar, so deutlich hat sich bis jetzt aber noch kein deutscher Bischof geäußert: „Wir sind keine Filialen von Rom. Jede Bischofskonferenz ist für die Pastoral in ihrem Kulturkreis zuständig und hat das Evangelium in ureigener Aufgabe selber zu verkünden“, sagt Kardinal Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vor Journalisten in Hildesheim. Kath.net hat berichtet. Die deutschen Bischöfe wollen deshalb ein eigenes Hirtenwort zu Ehe und Familie im Anschluss an die ordentliche Synode im Oktober dieses Jahres veröffentlichen, gab Marx bekannt.

Gegen ein Schreiben der deutschen Bischöfe zur Ehe- und Familienpastoral wäre grundsätzlich nichts einzuwenden. Die spezifische Situation der Kirche in Deutschland könnte auf diese Weise konkret in den Blick genommen werden. Im Zusammenhang der zitierten Marxschen Aussagen und der Ergänzungen des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode lässt die Ankündigung aber nichts Gutes erwarten.

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Nicht mein Judentum

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Lassen Sie uns von der wahren Bedrohung Israels reden. Nein, das sind nicht die Hamas oder der Islamische Jihad, nicht die Hizbollah oder al-Qaida, ja nicht einmal ISIS ist die wahre Bedrohung Israels. Es ist die israelische Linke.


Von Richard C. Schneider|DER SEMIT

Denn sie wird, sollte sie an die Macht kommen, all den Islamisten, die ich oben erwähnt habe, Tür und Tor öffnen, ihnen den Weg nach Jerusalem weisen. So zumindest behauptet dies ein Wahlspot des Likud. Und eine extremistische Siedlergruppe hat diesem Spot gleich noch eins draufgesetzt: in einem Zeichentrickfilm erfüllt ein geldgieriger Jude mit krummer Nase alle Wünsche der Europäer für bare Euros. Die Wünsche? Schlechte Schlagzeilen über Israel. Und er liefert sie. Am Schluss, wenn er nicht mehr gebraucht wird, hängt er sich auf. Und dann heisst es: Ihr glaubt, die Europäer hätten sich geändert, aber das stimmt nicht. Und für die Europäer seid ihr immer noch das, was ihr schon immer wart: miese Juden.

Lassen Sie uns nicht über die Geschmacklosigkeit dieser Wahlspots reden. Lassen Sie uns lieber darüber reden, was dahinter steht. Der Rechten in Israel ist es in den vergangenen Jahren zunehmend gelungen, die «Linke» (was auch immer man darunter wirklich verstehen mag) als «anti-zionistisch» zu diskreditieren. Ich bin für eine Zweistaatenlösung, dann bin ich ein Antizionist. Ich bin für zivile Hilfe für die Menschen in Gaza, dann bin ich ein Antizionist. Ich glaube an Mahmoud Abbas, also bin ich ein Antizionist. Und so geht es endlos weiter.

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Richard C. Schneider, geboren 1957 als Kind ungarischer Holocaust-Überlebender, ist seit 2006 Studioleiter und Chefkorrespondent der ARD in Tel Aviv, verantwortlich für Israel, die palästinensischen Autonomiegebiete und Zypern.

 

Gesellschaftskonformes Sterben – alles andere ist asozial

Foto: Getty Images/Rubberball Das deutsche Recht hat kein Verständnis für Menschen, die ihre Angehörigen aus Mitleid aus einem würdelosen Dasein ohne Bewusstsein befreien.

Ein junger Mann tötet seine Mutter. Sieben Jahre lang lebte sie im Koma – ohne Chance, je ins Leben zurückzukehren. Die Tat, die aus Liebe geschah, brachte den Sohn ins Gefängnis.


Von Martina Rosenberg|DIE WELT

Erst wenn sich eine Tür geschlossen hat, öffnet sich die nächste. Der Weg zum Besucherraum führt durch mehrere Schleusen. Uniformierte Wachleuten beobachten jeden Schritt. Ich befinde mich in einem hochmodernen Gefängnis mit Schwerstkriminellen im Norden Deutschlands. Es ist beklemmender, als ich dachte.

Ich besuche einen jungen Mann, 26 Jahre alt, der im Juni 2012 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Er hat seine Mutter getötet, und ich will wissen, wie es dazu kam.

Nun sitzt er vor mir. Eine Frage, geht mir seit Monaten durch den Kopf: Was muss passieren, dass ein Sohn seine Mutter tötet, die er liebt? Wer war noch daran beteiligt? Oder ist er für die Tat allein verantwortlich?

Ja, es gäbe da etwas, was er bereue, etwas, was er in all den Jahren nicht getan habe: Viel zu lange hätte er mit seinem Entschluss gewartet. Mehr sagt er zunächst nicht. Distanziert und zurückhaltend sitzt Jan mir gegenüber.

Wie viele Jahre waren es denn?, will ich wissen. Sieben!

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Kinder, Karnickel und Kondome – Ist Papst Franziskus schizophren?

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Zwei Jahre ist Papst Franziskus nun im Amt. Der fast einhellige Jubel der ersten Monate schlägt zunehmend in Enttäuschung um. Nicht nur, weil sich konkret nichts an den neuralgischen Punkten verändert hat. Auch die Aussagen des Papstes offenbaren in ihrer Widersprüchlichkeit ein zutiefst schizophrenes Denken.


Von Dr.David Berger|Huffington Post

Zwei Jahre werden es am 13. März her sein, dass Mario Jose Bergoglio als Papst Franziskus über die römisch-katholische Kirche herrscht. Innerhalb kürzester Zeit avancierte er zum Lieblingskind der Medien. Einer der kirchenkritischsten Journalisten Deutschlands, Peter Wensierski vom „Spiegel”, war schon bei der wenige Tage später stattfindenden Amtseinführung in seiner Papst-Euphorie nicht mehr zu bremsen.

Diese Begeisterung ist geblieben, sie ist aber seit geraumer Zeit eingetaucht in ein Wechselbad der Gefühle auf Seiten der Medien, aber auch der Politiker, die sich regelmäßig in kirchenpolitischen Fragen in Deutschland zu Wort melden. Neben immer wieder neuem Jubel über eine auf Erneuerung der Kirche ausgerichtete Geste oder einen Toleranz andeutenden Nebensatz, treten zunehmend Nachrichten über Äußerungen des Papstes, die das blanke Entsetzen selbst der wohlmeinendsten Kommentatoren hervorrufen.

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Impfen aus Solidarität – aber Rücksicht auf Esos

todesspritze“Wir haben eine Mitverantwortung für die Gesellschaft”, sagt Cornelia Coenen-Marx. In der aktuellen Debatte um eine Impfpflicht hält die Referentin der EKD für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen gesetzlichen Zwang aber nicht für den richtigen Weg. Bestehende Möglichkeiten zur Beratung und Kontrolle müssten ausgeschöpft werden.


evangelisch.de

Fast 500 Erkrankte seit Oktober – Berlin erlebt gerade die schlimmste Masernwelle seit Einführung der Meldepflicht 2001. Ein anderthalbjähriger Junge ist gestorben. Auch im Jahr 2013 stieg die Zahl der Fälle sprunghaft an. Dabei sollte diese ansteckende Krankheit in Deutschland eigentlich besiegt sein.

Viele fordern jetzt eine Impfpflicht, wie sie auch in anderen Ländern existiert. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagt, eine solche Verpflichtung sei angesichts der aktuellen Entwicklung kein Tabu. Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) und Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery springen ihm bei.

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Untersuchungsbericht über Ferguson: Justizministerium kritisiert Rassismus bei der Polizei

Robert Cohen/St. Louis Post-Dispatch/AP Photo
PHOTO: Tactical officers line up Monday, Aug. 11, 2014, in Ferguson, Mo

Die tödlichen Schüsse eines weißen Polizisten auf einen schwarzen Teenager in Ferguson lösten heftige Proteste aus. Die Justizbehörde untersuchte daraufhin die Arbeit der Polizei in der Stadt. Jetzt wurden erste Ergebnisse bekannt.


SpON

Die Vorwürfe wiegen schwer: Die Polizei in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri habe seit Jahren vor allem schwarze Autofahrer angehalten – und dadurch zu einer Atmosphäre der rassistischen Feindseligkeit beigetragen. Dies habe letzten Endes zu den tödlichen Schüssen auf den schwarzen Teenager Michael Brown geführt. Das legt ein Bericht des US-Justizministeirums nahe, über den die “New York Times” (“NYT”) berichtet.

Die Zeitung beruft sich dabei auf mehrere Quellen, die über die Ergebnisse des Berichts unterrichtet worden sein sollen. Offiziell wird das Papier wohl erst im Lauf dieser Woche veröffentlicht.

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