Supererde um Barnards Stern

Barnards Stern (links) und sein neuentdeckter Planet – sie liegen nur sechs Lichtjahre von der Erde entfernt. © ESO/ M. Kornmesser
Eine neue Nachbarwelt: Astronomen haben einen Exoplaneten um den sonnennächsten Einzelstern entdeckt – den sechs Lichtjahre entfernten Barnards Stern. Die Supererde ist 3,2 Mal massereicher als die Erde und umkreist den Stern etwa in Merkur-Entfernung. Weil der Rote Zwerg aber viel lichtschwächer ist, herrschen auf ihr wahrscheinlich Temperaturen von minus 170 Grad – zu kalt für flüssiges Wasser und Leben, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Obwohl es in unserer nahen Nachbarschaft gleich mehrere Rote Zwerge und das Centauri-Dreifachsystem gibt, konnten Astronomen dort lange keine Planeten finden. Das aber hat sich geändert: In den letzten Jahren haben Forscher einen Erdzwilling bei unserem nächsten Nachbarn Proxima Centauri entdeckt, dazu einen erdähnlichen Planeten in elf Lichtjahren und fünf weitere Erdzwillinge in bis zu 16 Lichtjahren Entfernung. Auch Alpha Centauri könnte mehrere noch unentdeckte Erdzwillinge besitzen.

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PKK zu Unrecht auf EU-Terrorliste

Bild. tagesschau.de
Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist zu Unrecht auf der EU-Terrorliste geführt worden. Die Vermögenssperre war nicht ausreichend begründet. Das urteilte das EU-Gericht. Konkrete Auswirkungen hat das Urteil aber nicht.

tagesschau.de

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK ist zwischen 2014 und 2017 zu Unrecht auf der EU-Terrorliste geführt worden. Das EU-Gericht erklärte die zugrundeliegenden Beschlüsse der EU-Staaten wegen Verfahrensfehlern für nichtig. Nach Ansicht des Gerichts hat der Rat der Mitgliedstaaten in notwendigen Verordnungen und Beschlüssen nicht hinreichend begründet, warum er die PKK auf der Liste führt.

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Interstellar Object ‚Oumuamua Is Probably a Small, Surprisingly Shiny Comet

An artist’s illustration of the interstellar object ‚Oumuamua passing through the solar system in October 2017. Observations of ‚Oumuamua indicate that it must be very elongated because of its dramatic variations in brightness as it tumbled through space. Credit: M. Kornmesser/European Southern Observatory
The history-making interstellar visitor ‚Oumuamua is a relatively small and reflective object, a new study suggests.

By Mike Wall | SPACE.com

Astronomers spotted ‚Oumuamua streaking through the inner solar system in October 2017 and quickly determined, based on its trajectory, that it’s not from around here. No object from interstellar space had ever been confirmed in our solar system before.

Researchers therefore scrambled to learn more about ‚Oumuamua, training a variety of telescopes on the mysterious body as it barreled toward the outer solar system. No instrument was able to resolve ‚Oumuamua, but measurements of its brightness over time indicated that it’s an oddly tumbling, needle-shaped rock perhaps six times longer than it is wide. [‚Oumuamua: Our 1st Interstellar Visitor Explained in Photos]

Astronomers also noticed that ‚Oumuamua was displaying „nongravitational acceleration“ — motion not attributable to the gravitational pull of the sun or any other solar system body. Such motion could be caused by „outgassing,“ strongly suggesting that ‚Oumuamua is a comet rather than an asteroid, scientists argued in a study published this summer.

(A different research team recently put forward an alternative hypothesis to explain the acceleration — that ‚Oumuamua may be a „sailcraft“ built by an alien civilization.)

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Kritik an schleppender Aufarbeitung der Kolonialzeit

Afrika-Aktivisten und Wissenschaftler fordern von Bund und Ländern eine baldige Aufarbeitung deutscher Gräueltaten während der Kolonialzeit. Yonas Endrias, Vize-Vorsitzender des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland, betonte am Donnerstag bei einem Fachgespräch der Grünen-Fraktion im Bundestag: „Es geht nicht um Geld, es geht um Würde.“

evangelisch.de

Entscheidend seien die Anerkennung der Verbrechen, zum Beispiel gegen Angehörige der Volksgruppen Herero und Nama im heutigen Namibia, und historische Gerechtigkeit. Die deutsche Kolonialgeschichte vor hundert Jahren müsse integriert werden in Kultur und Bildung, müsse an den Schulen gelehrt werden. Endrias sprach sich zudem für ein Mahnmal aus.

Der Leiter Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ an der Universität Hamburg, Jürgen Zimmerer, kritisierte, dass es in Deutschland zwar eine Debatte gebe, „aber keinen Mut“. Entschuldigungen von Bundeskanzlerin und Bundespräsidenten stünden aus. Heftige Kritik äußerten er und andere Redner am Afrika-Beauftragten der Bundesregierung Günter Nooke (CDU).

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Parteispenden in Deutschland – was erlaubt ist und was nicht

Die AfD-Fraktionschefs Alice Weidel und Alexander Gauland auf einem Plakat in Berlin zur Bundestagswahl vom September vergangenen Jahres. (Bild: Imago)
Paragraf 25 des Parteiengesetzes regelt dezidiert, von wem eine Partei Geld annehmen darf und wem sie das gegebenenfalls melden muss. Ein Blick darauf zeigt, dass die AfD offenbar gegen mehrere Vorschriften verstossen hat.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

1. Wer darf nicht spenden?

Ausländer dürfen nur maximal 1000 Euro an eine deutsche Partei spenden. Spenden von ausserhalb Deutschlands wohnenden Personen sind nur dann zulässig, wenn der Spender Deutscher oder EU-Bürger ist oder das Geld aus dem Vermögen eines Deutschen, eines EU-Bürgers oder von einem Wirtschaftsunternehmen stammt, dessen Anteile zu mehr als 50 Prozent einer solchen Person gehören.

Verboten sind Spenden zum Beispiel von Stiftungen, die ausschliesslich gemeinnützigen oder kirchlichen Zwecken dienen, oder von Unternehmen, die ganz oder teilweise Eigentum der öffentlichen Hand sind.

2. Ist die Annahme von weitergeleiteten Spenden Dritter erlaubt?

Nur bis zu einem Betrag bis zu 500 Euro. Alle grösseren Spenden, bei denen der Spender nicht feststellbar ist oder erkennbar Geld eines nicht genannten Dritten weitergeleitet wurde, dürfen von Parteien nicht angenommen werden.

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US-Bischöfe: Wir sind keine Filialleiter des Vatikan

Bild: © KNA/CNS photo/Bob Roller
Die US-Bischöfe haben ihre Vollversammlung beendet. Fest steht: Sie wollen das Vertrauen der Gläubigen nach dem Missbrauchsskandal zurückgewinnen. Der Vatikan hat ihnen ihre ohnehin schwierige Aufgabe allerdings nicht leichter gemacht.

Von Thomas Spang | katholisch.de

Am Ende huschte ein scheues Lächeln über das Gesicht des Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Kardinal Daniel DiNardo sagte zum Abschluss des dreitätigen Treffens am Mittwochabend (Ortszeit) in Baltimore, seine Hoffnung ruhe in Christus. Er habe verstanden, wie entschlossen die Bischöfe seien, sich gegenüber den Gläubigen und den Opfern des Missbrauchsskandals rechenschaftspflichtig zu machen.

„Wir verlassen diesen Ort mit dem Versprechen, die stärkstmöglichen Maßnahmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu ergreifen“, erklärte DiNardo vor den rund 350 Bischöfen aus 196 Diözesen. „Wir werden das in Gemeinschaft mit der universalen Kirche machen“, versuchte er die Intervention Roms unmittelbar vor Eröffnung des Bischofstreffens in ein positives Licht zu rücken. „Zusammen als Weltkirche voranzuschreiten, macht die Kirche in den USA und die globale Kirche stärker.“

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Unter den Phlegräischen Feldern bei Neapel könnte sich Unheil zusammenbrauen

Auch in «ruhigen» Zeiten dampft und zischt es auf den Phlegräischen Feldern bei Neapel. (Bild: Christian Jungeblodt/laif)
Gesteinsanalysen erhellen das Verhalten des vulkanischen Gebiets bei Neapel. Sie deuten darauf hin, dass der Supervulkan auf den nächsten Ausbruch zusteuern könnte.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Das vulkanische Gebiet der Phlegräischen Felder bei Neapel entwickelt sich so, dass es womöglich zu einem neuen grossen Ausbruch kommen wird. Wann sich dieser ereignen wird, ist allerdings ungewiss. Das berichten Forscher aus der Schweiz, Wales und Italien jetzt im Wissenschaftsmagazin «Science Advances». Das Team um Francesca Forni und Olivier Bachmann von der ETH Zürich hat Gesteine aus der Region untersucht und zusätzlich berechnet, wie sich das Magma mit der Zeit verändert hat.

Gewaltige Eruptionen in grauer Vorzeit

Die Phlegräischen Felder sind für gewaltige Eruptionen bekannt. Vor 39 000 Jahren wurden bei einem heftigen Ausbruch riesige Wolken aus Asche und Gesteinsbrocken in die Höhe geschleudert, die bis zu hundert Meter dicke Ablagerungen in der Region hinterlassen haben. Das Magmareservoir unter dem vulkanischen Gebiet entleerte sich damals so stark, dass der Boden grossflächig nachgab.

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Italien: Priester wegen Häresie und Schisma exkommuniziert

Bild: © iurii/Fotolia.com
Seit Jahren beschimpft ein Priester aus Palermo den Papst und die Kirche. Alle Vermittlungsversuche sind gescheitert, an Auftrittsverbote hält sich der Priester nicht – damit hat er sich nun die Exkommunikation zugezogen.

katholisch.de

Das Erzbistum Palermo hat einen seiner Priester exkommuniziert. Die Diözese teilte auf ihrer Webseite mit, dass Erzbischof Corrado Lorefice bereits im August in einem Dekret bestätigt hatte, dass sich Alessandro Maria Minutella aufgrund von Häresie und schismatischen Handlungen die Exkommunikation als Tatstrafe zugezogen hat. Am Dienstag sei dem Priester das Dekret zugestellt worden.

Über die Benennung der Straftaten hinaus, die dem Priester zulasten gelegt werden, macht das Erzbistum keine weiteren Angaben zu den Gründen für die Exkommunikation. Der Konflikt zwischen Minutella und dem Erzbistum schwelt schon seit 2015.

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Meteoritenkrater in Grönland entdeckt

Der Einschlagskrater liegt unter dem Eis des Hiawatha-Gletschers im Nordwesten Grönlands. ©The Natural History Museum of Denmark
Gewaltiger Impakt: Forscher haben in Grönland die Spuren eines gewaltigen Meteoriteneinschlags entdeckt. Unter dem Eis eines Gletschers im Nordwesten der Insel liegt ein Krater von rund 31 Kilometern Durchmesser verborgen. Das dafür verantwortliche Geschoss aus dem All muss den Analysen zufolge mindestens einen Kilometer groß gewesen sein – und könnte für das Leben auf unserem Planeten gravierende Folgen gehabt haben. Wann der Meteorit genau auf der Erde einschlug, ist allerdings noch unklar, wie das Team im Fachmagazin „Science Advances“ berichtet.

scinexx

Wie alle inneren Planeten des Sonnensystems war auch die Erde im Laufe ihrer Geschichte wiederholt das Ziel von Asteroiden und Meteoriten. Diese Geschosse aus dem All brachten wahrscheinlich wichtige Lebensbausteine wie Kohlenstoff und Wasserstoff auf unseren Planeten, lösten aber auch globale Katastrophen aus – zum Beispiel den Untergang der Dinosaurier. Von diesen folgenreichen Einschlägen zeugen heute noch immer zahlreiche Krater.

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Keine Lösung im Streit um Werbeverbot für Abtreibung in Sicht

Bundeskanzleramt, Bild: BB
Im Streit um das Werbeverbot für Abtreibungen zeichnet sich in der Großen Koalition keine Lösung ab. Die zuständigen Ressorts haben laut Medienberichten noch keine Einigung erreicht. Das Bundesjusizministerium zeigt sich dennoch weiterhin zuversichtlich.

DOMRADIO.DE

Eine Ministeriumssprecherin sagte am Mittwoch in Berlin, die Gespräche liefen konstruktiv und würden zeitnah fortgesetzt. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland hatte zuvor berichtet, die Beteiligten hätten sich in der vergangenen Woche vergeblich getroffen, um eine Lösung in dem Streit zu finden.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) ringt seit mehreren Wochen mit ihren Ressortkollegen Franziska Giffey (SPD, Familie), Jens Spahn (CDU, Gesundheit), Horst Seehofer (CSU, Innen) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) um einen Kompromiss beim Streit um den entsprechenden Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch.

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Politiker fordern Prüfung der AfD-Finanzen

Bild: tagesschau.de
Nach der Großspende aus der Schweiz fordern Politiker der anderen Parteien eine umfangreiche Aufklärung der Finanzströme der AfD. Bundestagspräsident Schäuble müsse das Vorgehen der Partei genau prüfen, sagen sie.

tagesschau.de

Wegen der fragwürdigen Wahlkampfspende aus der Schweiz für die AfD werden die Forderungen lauter, die Finanzen der Partei umfassend prüfen zu lassen. Der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs sagte dem „Handelsblatt“, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sei jetzt in der Pflicht, „das Finanzgebaren der AfD mit all ihren Gliederungen genau zu untersuchen“.

„Jede Glaubwürdigkeit verspielt“

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sprach sich ebenfalls für eine vertiefte Prüfung aus. „Es ist an der Zeit, die Finanzströme der AfD genauer zu untersuchen“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Die Rechenschaftsberichte müssten „genau durchleuchtet“ und die Verantwortlichen noch einmal gehört werden – „das ist zwingend notwendig“, sagte Kubicki.

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Richard Dawkins und Michael Shermer – Atheisten aus Leidenschaft

© David Farago
Vergangenen Sonntag diskutierten Richard Dawkins und Michael Shermer in der Berliner Urania vor begeistertem Publikum über Vernunft, Wissenschaft und Moral. Die Diskussion bildete die Auftaktveranstaltung der Säkularen Woche der Menschenrechte, die derzeit in Berlin stattfindet.

Von Daniela Wakonigg | hpd.de

Eine Bühne mit zwei roten Sesseln. Dazwischen ein Tisch mit Büchern. Dass eine solch spartanische Bühnendekoration am vergangenen Sonntag rund 800 Menschen aus ganz Deutschland anzog, lag an den beiden Männern, die unter tosendem Applaus in jenen Sesseln Platz nahmen: Richard Dawkins und Michael Shermer.

Der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins gehört mit seinen wissenschaftlichen und religionskritischen Büchern bereits seit Jahrzehnten zu den großen Verfechtern von Atheismus und wissenschaftlichem Denken. Der US-amerikanische Psychologe und Wissenschaftshistoriker Michael Shermer lehrt an Universitäten und in Fernsehsendungen skeptisches Denken und ist Gründer und Herausgeber der Zeitschrift „Skeptic“.

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Multitasking: Dran glauben hilft

Wer glaubt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, erbringt offenbar besonders gute Leistungen. © Maselkoo99/ istock
Interessanter Effekt: Echtes Multitasking funktioniert häufig zwar nicht – der Glaube daran hilft aber offenbar. Experimente zeigen: Wer den Eindruck hat, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, schlägt sich bei bestimmten Aufgaben besonders gut. Werden die gleichen Aufgaben erledigt, aber als eine Tätigkeit wahrgenommen, leidet dagegen die Leistung. Die Forscher leiten daraus einen Tipp ab: Eine anstehende Aufgabe mental in mehrere Unteraufgaben aufzuteilen und somit ein Gefühl von Multitasking zu erzeugen, könnte im Alltag ziemlich nützlich sein.

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Auch wenn gerade Frauen gerne das Gegenteil von sich behaupten: Echtes Multitasking funktioniert häufig nicht. Studien zeigen, dass mehrere Dinge gleichzeitig und gleich gut zu erledigen, für unser Gehirn kaum machbar ist. Denn es kann immer nur mit einem Sinn auf Höchstleistung arbeiten. Die Folge: Anstatt wirklich parallel E-Mails zu beantworten, zu telefonieren und nebenbei noch Termine zu koordinieren, wechseln wir in Wahrheit oft zwischen diesen einzelnen Aufgaben hin und her.

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Mitarbeitervertreter müssen nicht zwingend Kirchenmitglieder sein

Image: Louis Berk/CC BY-ND 2.0
Die EKD-Synode hat die Neuregelung des Gesetzes zur Mitarbeitervertretung beschlossen. Die so genannte ACK-Klausel wird zur Option für Landeskirchen. Mitarbeitervertretungen können jetzt Einigungsstellen in allen Einrichtungen einfordern.

Hanno Terbuyken | evangelisch.de

Die Synode der EKD regelt das Kirchengesetz zur Mitarbeitervertretung (MAV-EKD) in einigen Punkten neu. Dabei hat das Kirchenparlament auch die ACK-Klausel gestrichen, also die Bestimmung, dass ein Mitglied einer Mitarbeitervertretung immer auch Mitglied in einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sein muss. Die Gliedkirchen können diese Bestimmung für sich selbst anders regeln.

Hintergrund der Diskussion sind zum einen die Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts über die Pflicht zur Kirchenzugehörigkeit, auf die das Kirchenparlament reagiert. Zum anderen steht auch die Frage hinter der Diskussion, wie Kirche in einer säkularisierten Welt weiterhin ihren Auftrag erfüllen kann, wenn qualifizierte Fachkräfte gebraucht werden, aber nicht getauft sind.

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Skripal als Beispiel eines Informationskriegs gegen Russland

Die von der britischen Polizei verdächtigten Russen. Bild: Metropolitan Police
Ein Kurs an der Staatlichen Russischen Universität sieht die Darstellung des Skripal-Falls als „Hetzjagd“ der britischen Geheimdienste gegen Russland

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es kommt immer darauf an, von welcher Seite man etwas wahrnimmt. Von westlicher Seite wird trotz aller offenen Fragen weitgehend das Narrativ akzeptiert und vielfach auch von Medien befördert, dass der Anschlag auf Skripal mit Nowitschok vom russischen Geheimdienst GRU mit Billigung des Kreml und wahrscheinlich Wladimir Putin selbst durchgeführt wurde. Dazu ist die Haltung weit verbreitet, dass Russland versucht, die „Wahrheit“ durch Informationsoperationen zu vernebeln und die Öffentlichkeit mit Fake News zu beeinflussen, beispielsweise was die beiden Russen betrifft, die Großbritannien als verdächtige Täter bezeichnet, die aber Putin selbst als ganz normale russische Geschäftsleute in Schutz nahm.

Wirkliche Beweise fehlen allerdings weiterhin, die britische Regierung lässt eher Medien und scheinbare unabhängige Organisationen wie Bellingcat, deren Beziehungen zum Sicherheitsapparat unklar sind, für weitere „Aufklärung“ sorgen und hält die Skripals vor der Öffentlichkeit verborgen. Dabei war schon ganz zu Beginn der Verdacht berechtigt, dass die britische Regierung, die einen schweren Stand wegen des Brexit hat, schnell auf Russland als Verantwortlichem zeigt, um so wieder eine Einheit in der EU und der Nato und vor allem mit den USA gegenüber dem gemeinsamen Feind zu erreichen. Das klappte auch mit einem konzertierten Vorgehen bei der Ausweisung von russischen Botschaftsangehörigen und anschließend mit Angriffen auf angebliche syrische Chemiewaffeneinrichtungen nach einem Vorfall in Duma, wo ebenfalls nicht nachgewiesen wurde, dass dort ein Giftgasangriff stattfand und wer ihn zu verantworten hat.

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Hale-Bopp: The Bright and Tragic Comet

Comet Hale-Bopp. Credit: NASA
Hale-Bopp was an unusually bright comet that flew by Earth, reaching its closest approach to the planet in 1997. It was most spectacular in the Northern Hemisphere and visible to the naked eye for about 18 months.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

Hale-Bopp was probably one of the most viewed comets in history. It provided quite the sky show, being 1,000 times brighter than Halley’s Comet at the time of its discovery, NASA said. Its twin blue-and-white tails were clearly visible even from light-polluted areas such as Chicago.

Sadly, there was a tragic footnote to the appearance of Hale-Bopp. About 40 people who were part of the „Heaven’s Gate“ cult in San Diego committed mass suicide as the comet came close to Earth.

The Hale-Bopp comet was found independently by two amateur astronomers, Alan Hale in New Mexico and Thomas Bopp in Arizona. At the time of its discovery, Hale-Bopp was the farthest comet ever to be discovered by amateurs, according to NASA.

Both men trained their telescopes on nearby globular cluster M70 on July 23, 1995. Hale, who had a doctorate in astronomy but was running an educational company, had looked at the same area just days earlier and was surprised to see a new blob in the sky.

„As soon as I looked,“ he said in a 1997 Time magazine interview, „I saw a fuzzy object nearby. It was strange, because I’d looked at M70 a couple of weeks earlier and the object hadn’t been there.“

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Durchkitzeln auf dem Schoß des Pastors

Das evangelische Kirchenparlament will Missbrauch innerhalb der EKD mit einem Elf-Punkte-Plan aufklären Quelle: pa/imageBROKER/Ulrich Niehoff
Die Evangelische Kirche will eine lückenlose Aufklärung der sexualisierten Gewalt in ihren Einrichtungen. Eine Bischöfin erinnert an den größten Missbrauchsskandal und mahnt: „Eine Kirche, die solcher Gewalt nicht wehrt, ist keine Kirche mehr.“

Von Claudia Becker | DIE WELT

Die Bischöfin fand klare Worte. Von „wiederholt erfahrener Ignoranz“ sprach sie, von „mangelnder Empathie“, von „Verrat von Vertrauen und Gefühlen“. Die Worte, die Kirsten Fehrs auf der in Würzburg tagenden Synode für die Schuld gegenüber jenen fand, die in der Kirche zu Opfern sexualisierter Gewalt geworden sind, waren ein unverblümtes Bekenntnis. In dieser Deutlichkeit war es längst überfällig.

Dass es auch in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die keinen Zölibat kennt und so weitgehend befreit war vom Verdacht, ein Hort sexueller Verklemmungen zu sein, Missbrauch stattfand, war lange nicht im allgemeinen Bewusstsein. Doch als sich 2010 im Zuge der Enthüllung der Skandale in katholischen Einrichtungen die ersten Opfer evangelischer Geistlicher zu Wort meldeten, kam ein Fall nach dem anderen ans Licht.

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Netanyahus Verteidigungsminister tritt zurück und fordert Neuwahlen

Avigdor Lieberman wirft seinem Regierungschef eine «Kapitulation vor dem Terror» vor. (Bild: Atef Safadi / EPA)
Avigdor Lieberman war stets für eine harte Linie gegenüber der Hamas eingetreten. Nun kritisiert er Netanyahu dafür, vor dem Terror kapituliert zu haben. Der Ministerpräsident will sich verteidigen.

Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Spät kam er, früh geht er. Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, der der Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erst ein gutes Jahr nach der Wahl von 2015 beigetreten war, verlässt sie vorzeitig. Der in der Sowjetunion geborene Politiker gab am Mittwoch bekannt, er und alle Mitglieder seiner Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) träten aus der Regierungskoalition aus. Netanyahu habe «vor dem Terror kapituliert», diese Politik wolle er nicht länger mittragen. Gleichzeitig regte Lieberman an, so schnell wie möglich Wahlen abzuhalten. Wie aus dem Likud-Block Netanyahus verlautete, wird der Ministerpräsident vorerst den Posten des Verteidigungsministers übernehmen.

«Kurzsichtige Politik»

Lieberman betonte, er habe sich stets loyal verhalten und Differenzen nicht nach aussen getragen, obwohl ihm das bei den Wählern Punkte gebracht hätte. Das ist richtig. Doch natürlich konnten die tiefen Zerwürfnisse in der Koalition niemandem verborgen bleiben. Lieberman befürwortete ein hartes Vorgehen gegen die Hamas.

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Sleep Paralysis – A Personal Odyssey into an Apparently Paranormal Experience

Image: Skeptic.com
Skeptics are familiar with different sleep anomalies that help explain the various psychological experiences that people have that are often attributed to supernatural, paranormal, or even extraterrestrial causes.

Byy Heidi Love | Skeptics

Hypnagogic (just after falling asleep) and hypnopompic (just before waking up) hallucinations, for example, occur in the fuzzy borderlands between wakefulness and sleep, when our conscious brain slips into unconsciousness as we fall asleep or transition into wakefulness. Reality and fantasy blur and people report seeing and hearing things that are not actually there, such as speckles, lines, geometric patterns, representational images, and voices and sounds. Lucid dreams are stronger still, and consist of dreams in which the sleeping person is aware that they are asleep and dreaming, but can participate in and alter the dream itself. Sleep paralysis is a type of lucid dream in which the dreamer is generally not aware they are dreaming but rather they perceive themselves to be awake and in their bed. They also feel paralyzed, have difficulty breathing, feel pressure on the chest and often sense the presence of a being in the room with them. Additionally, they sometimes feel themselves floating, flying, falling, or leaving their body, with an emotional component that includes an element of terror, but sometimes also excitement, exhilaration, rapture, or sexual arousal.

I have had many such experiences myself, and now that I am a skeptic I can look back upon them with some reflective hindsight and provide here a first-hand account of what it is like to have a lucid dream under sleep paralysis. First, by way of background, I am a 44-year old white female, a first generation American raised by a working-class single, German immigrant mother. I was raised Mormon, although today I consider myself an open minded, highly inquisitive, skeptical, critically thinking agnostic who is pro-science.

I stopped believing in Mormonism (if I ever really did believe) sometime in my early teens. In my early 20s I got involved in political activism (hardcore lefty), fueled by youthful passion and idealism and intent on changing the world. During that time until my very early 30s I tended to believe in conspiracy theories, pseudoscience and all sorts of woo, including alien abductions. Yet I also had a deep skeptical streak and a fairly well developed inquisitiveness that made me question everything and seek deeper understanding.

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Digital-Investitionen für die evangelische Kirche beschlossen

Image: MIT News
2,2 Millionen Euro hat die Synode für sechs Digitalinitiativen im Jahr 2019 beschlossen, darunter auch der vorgeschlagene Innovationsfonds, der mit einer Million Euro ausgestattet ist.

evangelisch.de

Nach der Vorstellung der Pläne für Digitalinvestitionen gestern in der EKD-Synode hat das Kirchenparlament die sechs Vorschläge so beschlossen. Im Kirchenamt der EKD wird eine neue Stabstelle Digitalisierung geschaffen, deren Aufgabe die weitere Arbeit an der kirchlichen Digitalstragie und Vernetzung kirchlicher Akteure ist. Dem Leiter der Stabsstelle werden zwei halbe Stellen für Sekretariat und Sachbearbeitung zur Seite gestellt. Dazu kommen zwei volle Projektstellen, die auf drei Jahre befristet sind. Eine der Projektstellen bearbeitet hauptsächlich die theologisch-ethischen Fragen zu Digitalisierung, die andere kümmert sich um Verbesserungsmöglichkeiten in Verwaltung und IT.

Der Digitalinnovationsfonds kann 2019 eine Million Euro vergeben. Dafür fordert die EKD-Synode in dem Beschluss „schnelle und einfache Entscheidungsprozesse“, die der Rat der EKD jetzt finden muss.

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