Kann die DNA erklären, warum Niederländer die größten Europäer sind?

ap photo / leo correa Kein Land der Welt hat größere Bewohner als die Niederlande. Das trifft auch zu, wenn man die Durchschnittsgrößen von Frauen (Rang 2 hinter Lettland) und Männern (Rang 1) addiert.
Die menschliche Körpergröße und ihre Unterschiede zwischen Nationen sind ein spannendes Thema, zumal für Populationsgenetiker. Denn an diesem Merkmal lassen sich die Einflüsse von Genen und Umwelt besonders gut studieren.

Klaus Taschwer | derStandard.at

Sind es eher genetische Faktoren und die Selektion, die dazu führten, dass etwa die niederländischen Männer, die vor 200 Jahren zu den kleinsten Europäern gehörten, mittlerweile mit 1,84 Metern die größten sind? Oder haben vor allem andere Faktoren wie eine bessere Ernährung zum Größenwachstum beigetragen?

Kleiner Beitrag vieler Gene

Schon vor über 100 Jahren war es Statistikern wie Ronald Fisher klar, dass eine Vielzahl von Genen einen jeweils kleinen Beitrag zur Körpergröße leisten dürften. Das wurde durch populationsgenetische Untersuchungen, zuletzt durch sogenannte genomweite Assoziationsstudien (GWAS) bestätigt. So kam eine 2014 im Fachblatt „Nature Genetics“ veröffentlichte GWAS mit Daten von mehr als 250.000 Individuen auf nicht weniger als 697 Genomvarianten, die 20 Prozent der Unterschiede erklären können.

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Chilenischer Kardinal tritt von Bistumsleitung zurück: Papst nimmt Ezzatis Amtsverzicht an

Kardinal Ricardo Ezzati Andrello © Romano Siciliani (KNA)
Der im Zusammenhang mit dem katholischen Missbrauchsskandal unter Druck stehende chilenische Kardinal Ricardo Ezzati hat die Leitung seines Erzbistums Santiago abgegeben. Papst Franziskus habe den Amtsverzicht angenommen, teilte der Vatikan am Samstag mit.

DOMRADIO.DE

Als Übergangsleiter ernannte der Papst den Kapuziner Celestino Aos Braco, bislang Bischof von Copiapo in Nordchile.

Missbrauchsopfer werfen Ezzati wie auch seinem Vorgänger Kardinal Francisco Errazuriz seit Jahren vor, Täter geschützt und die Aufklärung verschleppt zu haben. Ezzati wurde im Januar 77 Jahre alt; mit 75 sind katholische Bischöfe gehalten, dem Papst ihren Rücktritt anzubieten.

„Ezzatis Tage sind gezählt“

Einer der prominentesten Kritiker Ezzatis, der als Jugendlicher von einem Priester in Chile sexuell missbrauchte Juan Carlos Cruz, hatte erst in einem am Freitag veröffentlichten Interview der chilenischen Zeitschrift „La Segunda“ gesagt, Ezzatis Tage seien gezählt. Für die chilenischen Bischöfe sei „der Karneval vorbei“. Cruz bekundete jedoch Sorge, Ezzati könne sich als gebürtiger Italiener in sein Heimatland absetzen, um sich einer Strafverfolgung in Chile zu entziehen.

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Haltung der Bundesregierung: Schlangenlinien beim Upload-Filter

Das Internet By Matt Britt CC-BY-2.5. en.wikimedia.org
Eigentlich war die Sache klar: Laut Koalitionsvertrag lehnen Union und SPD Upload-Filter ab. Auf EU-Ebene hat die Bundesregierung dann aber doch dafür gestimmt. Warum? Weil sie das Thema falsch eingeschätzt hat.

Von David Zajonz | tagesschau.de

Beim Thema Upload-Filter fährt die Bundesregierung seit Monaten Schlangenlinien. Anfangs war die Sache mal klar: Im Koalitionsvertrag lehnten die Regierungsparteien eine Pflicht zur Einführung von Upload-Filtern klar ab. Aber wie das so ist in der Realpolitik: Als Zugeständnis an Frankreich hat Deutschland in Brüssel doch zugestimmt, als es um die Urheberrechtsreform ging. Damit hat die Bundesregierung in Kauf genommen, dass die Filter bald im großen Stil Memes oder Videos blockieren.

Das ist doppelt bitter: Denn bei den vielen sinnvollen Vorschlägen, die Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in den vergangenen Monaten zur Europapolitik gemacht hat, schwieg Kanzlerin Angela Merkel oder sagte Nein. Und bei diesem für die Zukunft des Internets so bedeutendem Thema war Merkel plötzlich die Freundschaft zu Frankreich so wichtig, dass die Bundesregierung nachgegeben hat.

Also warum hat die Regierung gerade diesen Punkt auf EU-Ebene „geopfert“? Gegen den Widerstand ihrer eigenen Digitalpolitiker. Dafür gibt es eigentlich nur eine plausible Erklärung: Er war ihr nicht wichtig genug. Das kann unter anderem daran liegen, dass viele Spitzenpolitiker das Internet nicht richtig verstanden haben. Sie nutzen es weniger und anders als viele junge Menschen.

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Bischöfe und Missbrauch: Jesuitenmagazin kritisiert Papst Franz

Bild: © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA
Der Papst stammt aus dem Jesuitenorden und wird normalerweise von Publikationen der „Gesellschaft Jesu“ unterstützt. Nicht so bei seinem Umgang mit Bischöfen, die des sexuellen Missbrauchs oder der Vertuschung von Fällen bezichtigt werden.

katholisch.de

Das Jesuiten-Magazin „America“ hat Kritik am Umgang des Papstes mit der Missbrauchskrise geübt. In einem Leitartikel der aktuellen Ausgabe beklagt die innerkirchlich einflussreiche Publikation fehlende Transparenz im Umgang mit Bischöfen und Kardinälen, die entweder des Missbrauchs Minderjähriger oder der Untätigkeit angesichts von Missbrauchsvorwürfen in ihrem Zuständigkeitsbereich beschuldigt werden.

„Beides, das Verfahren und die Kommunikation müssen verbessert werden, um das Vertrauen des Gottesvolks wiederherzustellen“, heißt es in dem Meinungsbeitrag der Herausgeber. Dieser wirft einen Blick auf das unterschiedliche Vorgehen von Papst Franziskus mit den Beschuldigungen und Verurteilungen in den Fällen der Kardinäle Theodore McCarrick (USA), George Pell (Australien) und Philippe Barbarin (Frankreich).

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Metamaterial löst Integralgleichungen – Forscher entwickeln den ersten rein photonischen „Taschenrechner“

Diese merkwürdig durchlöcherte Plastikplatte ist ein „photonischer Taschenrechner“ – sie kann Integralgleichungen lösen. © Eric Sucar
Wellenleiter als analoge Rechenmaschine: US-Forscher haben einen Kunststoffblock konstruiert, der rechnen kann – er löst blitzschnell Integralgleichungen. Dafür benötigt dieser Computer jedoch keine Elektronik, sondern nutzt allein Licht als Rechenmedium. Die spezielle Struktur des Metamaterials manipuliert diese Strahlung entsprechend bestimmter Gleichungen. Das Spannende daran: Ein solcher „photonischer Taschenrechner“ ist viel schneller als jeder normale Computer, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten.

scinexx

Metamaterialien sind Strukturen, die Strahlung auf ungewöhnliche Weise brechen und manipulieren können. Sie können beispielsweise Licht bremsen, stoppen oder seine Phasengeschwindigkeit unendlich groß machen. Das Spannende daran: Diese Eigenschaften machen Metamaterialien zu vielversprechenden Ausgangsstoffen für neuartige Linsen, Tarnkappen oder sogar Miniatur-Wurmlöcher. Aber auch in der optischen Datenverarbeitung könnten Metamaterialien künftig zum Einsatz kommen.

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Syrien: 70.000 Mitglieder des IS warten auf Abholung

IS-Propaganda, Twitter Hammurabi’s Justice
Die Kurden sind damit überfordert. Der Sieg in Baghouz und das Ende der militärischen Lösungen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Seit Tagen heißt es, dass der Sieg in Sicht sei. („Wir sind nah dran“, US-Außenminister Pompeo). Doch die SDF warnen auch seit Tagen. Trotz großer Fortschritte würden sich noch immer IS-Kämpfer im Gelände der Umgebung von Baghouz verschanzen. Es dauere noch bis zur endgültigen Befreiung.

Tunnels und Gräben, auch Höhlen werden genannt, würden als Versteck dienen. Sogar Frauen und Kinder sollen an der Seite von Männern kämpfen, wie Videos zeigen, die aber einigen Interpretationspielraum lassen (eine Vollverschleierung zeigt nicht viel). Kinder werden als Schutzschilde benutzt. Wie hoch die Zahl der verbliebenen kämpfenden IS-Anhänger ist, sei schwer einzuschätzen. Auch nächtliche Luftangriffe haben sie nicht zur Kapitulation bewegt.

„Es gab Russen, Schweden, Deutsche und andere“, sagte Asmar al-Bahr (ein Fotograph, Anm. d. A.) am Donnerstag. „Viele von ihnen sagten mir, dass sie nicht aufgeben und dass sie zurückkommen würde, um sich die Köpfe der Ungläubigen zu holen; einige sagten, dass es bedauern würden, dass sie sich Daesh angeschlossen haben, dass sie aber nicht so einfach gehen könnten, also blieben sie“.

Al-Jazeera

Auf Twitter-Seiten sind grausige Bilder von Opfern im Umlauf, die mit „Massaker“ betitelt werden. Wie bei der Befreiung von Rakka und Mosul werden Vorwürfe an ein unerbittliches militärisches Vorgehen gemacht. Sie werden von anderen als bloße Propaganda gebrandmarkt. Und sie auch werden sicher als Propagandamaterial ihre Verwendung finden. Der Guerillakampf des IS geht weiter.

Verlustreiche Kämpfe

Derweil müssen auch die SDF, die angeblich zur Hälfte jeweils aus kurdischen und arabischen Milizen bestehen, stärkere Verluste im Bodenkampf hinnehmen. Sprengfallen und in einem offenbar weit verzweigten Tunnelsystem (behauptet wird, dass es bis Deir ez-Zor und in die irakische Wüste reichen soll) und in Gräben versteckte Schützen machen die Befreiung des letzten Geländes am Ufer des Euphrat zu einer schwierigen und verlustreichen Angelegenheit.

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More Than One Reality Exists (in Quantum Physics)

Image: Timothy Yeo/Centre for Quantum Technologies/National University of Singapore
Can two versions of reality exist at the same time? Physicists say they can — at the quantum level, that is.

By Mindy Weisberger | SPACE.com

Researchers recently conducted experiments to answer a decades-old theoretical physics question about dueling realities. This tricky thought experiment proposed that two individuals observing the same photon could arrive at different conclusions about that photon’s state — and yet both of their observations would be correct.

For the first time, scientists have replicated conditions described in the thought experiment. Their results, published Feb. 13 in the preprint journal arXiv, confirmed that even when observers described different states in the same photon, the two conflicting realities could both be true. [The Biggest Unsolved Mysteries in Physics]

„You can verify both of them,“ study co-author Martin Ringbauer, a postdoctoral researcher with the Department of Experimental Physics at the University of Innsbruck in Austria, told Live Science.

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„Trauung für alle“: Keine einheitliche Regelung in Württemberg

Bild: bpb.de
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg will einigen ihrer Kirchengemeinden ermöglichen, einen Gottesdienst zur Segnung gleichgeschlechtlicher Ehen anzubieten.

evangelisch.de

Ein am Freitagnachmittag in die Landessynode eingebrachtes Gesetz hält zugleich in seiner Präambel fest, dass es keine einheitliche Regelung für alle Kirchengemeinden der württembergischen Landeskirche geben wird.

„Kein Pfarrer und keine Gemeinde wird zu einem Gottesdienst gezwungen. Aber es wird auch niemand davon abgehalten, der sich durch die Heilige Schrift dazu verpflichtet sieht“, ein gleichgeschlechtliches Ehepaar zu segnen, sagte der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Professor Christian Heckel, bei der Einbringung des Gesetzes.

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Empörung über Trumps Golan-Erklärung

Bild: tagesschau.de
Illegal, unverantwortlich, inakzeptabel: Nach der Erklärung von US-Präsident Trump zu Israels Herrschaft auf den Golanhöhen geht nicht nur durch die arabische Welt ein Aufschrei der Empörung.

tagesschau.de

Die Erklärung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung der israelischen Souveränität auf den 1967 besetzten Golanhöhen hat international heftige Kritik ausgelöst. Das russische Außenministerium erklärte, dass eine Statusveränderung der Golanhöhen UN-Entscheidungen direkt verletze. Ein Sprecher des Ministeriums warnte vor dem Risiko einer ernsthaften Destabilisierung der Region infolge der Trump-Äußerung.

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Vatikankommission: Keine Beweise für weibliche Diakone

Dies teilte Theologieprofessor Peter Hünermann gegenüber „LifeSiteNews“ mit – Ergebnis schon seit Mitte 2018 bekannt – Papst Franziskus soll Ergebnis laut Hünermann zurückhalten, weil ihm das Ergebnis nicht gefalle

kath.net

Der Vatikankommission über weibliche Diakone, die von Papst Franziskus eingesetzt wurde, hat offensichtlich keine historischen Beweise für die Existenz von weiblichen Diakonen entdecken können. Dies teilte der deutsche Theologieprofessor Peter Hünermann unter Berufung auf die Theologenkommission der Deutschen Bischofskonferenz „LifeSiteNews“ mit. Die Kommission wurde 2016 von Papst Franziskus einberufen und soll bereits Mitte 2018 den Bericht an Papst Franziskus übergeben haben. Für Hünermann ist die Nicht-Veröffentlichung durch Franziskus ein Zeichen dafür, dass er mit dem Ergebnis nicht einverstanden sei.

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Facebook: Vier Arten von Impfgegnern trollen

Bild: 4ever.eu
Wer Impfgegner auf Facebook über einen Kamm schert, wird kaum gegen sie ankommen. Das zeigt eine Studie der University of Pittsburgh, die einen Online-Troll-Angriff gegen eine örtliche Kinderklinik genauer unter die Lupe genommen hat.

pressetext

Demnach sind Impfgegner zwar meist Mütter, dennoch gibt es aber vier grundverschiedene Typen. Um deren Bedenken zu zerstreuen, wäre es sinnvoll, in der Kommunikation mit ihnen auch wirklich auf ihre jeweiligen Vorbehalte einzugehen.

Skeptiker verstehen

Impfgegner auf sozialen Medien sind Spinner, die man nicht ernst nehmen kann – so sehen das viele. „Wenn wir jeden, der eine andere Meinung hat, einfach abtun, geben wir die Chance auf, ihn zu verstehen und einen gemeinsamen Nenner zu finden“, warnt hingegen Brian Primarck, Leiter des Center for Research on Media, Technology, and Health https://crmth.pitt.edu . Daher hat sich ein Team am Zentrum eine Trollkampagne aus dem Jahr 2017 näher angesehen, bei der Impfgegner ein Facebook-Video der Klinik Kids Plus Pediatrics https://kidspluspgh.com zur HPV-Impfung mit tausenden impfkritischen Kommentaren bombardiert hatten.

Dabei hat das Team die Profile 197 zufällig ausgewählter Kommentatoren genauer analysiert. Obwohl es sich um eine Klinik handelt, die nur den Raum Pittsburgh bedient, haben die Forscher allein in dieser Auswahl User aus 36 US-Bundesstaaten sowie acht Ländern gefunden. Die Mehrheit der Imfgegner auf Facebook sind demnach Mütter. Soweit das Team politische Einstellungen ermitteln konnte, waren 56 Prozent der Kommentatoren Trump-Anhänger. An zweiter Stelle (elf Prozent) kamen jedoch Unterstützer des gerade für US-Verhältnisse weit links stehenden Bernie Sanders. Schon das legt nahe, dass Impfkritiker eine eher diverse Gruppe sind.

Mehr als nur Autismus

Auch die oft als ein Hauptargument von Impfgegnern dargestellte Sorge, Impfungen würden Erkrankungen wie Autismus auslösen, ist laut der Analyse nicht allgemein gültig. Vielmehr sind Personen, die Bedenken zur „Sicherheit“ von Impfungen haben, nur einer von vier wichtigen Subtypen. Anderen fehlt „Vertrauen“ – einerseits in die Wissenschaft und andererseits in persönliche Freiheiten oder sie bevorzugen „Alternativen“ wie Homöopathie. Letztlich gibt es noch die echten Verschwörungstheoretiker, die beispielsweise glauben, die Regierung würde verheimlichen, dass das Polio-Virus gar nicht existiert.

Es scheint also nicht sinnvoll, Impfgegner mit allgemeinen Botschaften zu begegnen, warnt Studien-Erstautorin Beth Hoffman. „Jemandem aus der ‚Vertrauen‘-Gruppe zu sagen, dass Impfungen keinen Autismus auslösen, könnte sie beispielsweise entfremden, da das gar nicht ihre Sorge ist“, erklärt sie. Um Impfgegnern auf sozialen Medien zu begegnen, wäre es sinnvoller, den Skeptiker-Gruppen mit jeweils auf sie zugeschnittenen Botschaften zu begegnen. Bei Personen, denen das Vertrauen mangelt, könnte es beispielsweise sinnvoll sein, auf die Sorge einzugehen, dass Pflichtimpfungen ihre Entscheidungsfreiheit bezüglich des Kindes einschränken.

Bistum Münster passt Einstellungsregeln an: Erzieher müssen nicht mehr katholisch sein

In einer Kita © Arno Burgi (dpa)
Erzieher im Bistum Münster müssen nicht mehr zwingend katholisch sein. Dies sei eine Reaktion auf kürzlich ergangene Arbeitsgerichtsurteile zum Diskriminierungsverbot, sagte der Personalchef der katholischen Diözese, Diethelm Schaden.

DOMRADIO.DE

Allerdings müssten sich Erzieher jedweder Konfession „mit den Zielen einer katholischen Kita identifizieren und sie im Sinn des Trägers umsetzen“, sagte Schaden dem Online-Magazin „Kirche und Leben“ aus Münster. Denkbar sei, dass auch Muslime beschäftigt werden.

Für Leitungspositionen von Kita-Verbünden und einzelnen Einrichtungen im Bistum werden laut dem Magazin aber weiterhin nur Katholiken eingestellt. Auf Mitarbeiter-Ebene werde dagegen nicht mehr nach der Konfession gefragt.

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Der Chef der deutschen AfD gerät wegen finanzieller Zuwendungen in Erklärungsnot

Laut Medienberichten handelt es sich bei mehreren angeblichen Geldgebern, die 2016 Jörg Meuthens Wahlkampf unterstützt haben sollen, in Wahrheit um Strohmänner, die für die Ausstellung fingierter Quittungen bezahlt wurden. Die Frage, wer Meuthens Kampagne finanziert hat, bleibt offen.

Hansjörg Müller | Neue Zürcher Zeitung

In einer Affäre um Wahlkampfhilfe aus der Schweiz gerät Jörg Meuthen, einer der beiden Chefs der rechten AfD, zunehmend in Erklärungsnot. Gemeinsame Recherchen des «Spiegels» und des Südwestrundfunks zeigen, dass eine Liste von zehn angeblichen Gönnern, die von seiner Partei bei der Bundestagsverwaltung eingereicht wurde, erhebliche Ungereimtheiten aufweist. Bei mindestens zwei der vermeintlichen Financiers soll es sich um Strohleute handeln, deren Dienste mit bis zu 1000 Euro pro Person vergolten wurden.

Offenbar haben mehrere der auf der Liste stehenden Personen in Vernehmungen durch das baden-württembergische Landeskriminalamt bestritten, jemals Geld gegeben zu haben. Vielmehr hätten sie Geld erhalten, und zwar dafür, dass sie fingierte Zuwendungsbescheinigungen unterzeichnet hätten, auf denen sie behauptet hätten, Meuthens Wahlkampf finanziell unterstützt zu haben. Auf der Liste sollen unter anderem fünf Mitglieder einer Familie stehen, darunter eine pflegebedürftige Rentnerin und eine Bezügerin von Arbeitslosengeld. Die Anwerbungen der Strohleute soll ein in Spanien ansässiger Deutscher vorgenommen haben.

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Kurioser Vorfall in Großbritannien: Christentum keine friedliche Religion – Behörde lehnt Asylantrag ab

Bild: © Matthias Stolt/Fotolia.com (Symbolbild)
Ein zum Christentum konvertierter Iraner möchte in Großbritannien Asyl bekommen. Als Grund für seine Konversion nennt er die friedliche Natur des Christentums. Doch die Asylbehörde lehnt den Antrag ab – mit Verweis auf die Bibel.

katholisch.de

In Großbritannien sorgt der Brief einer Asylbehörde für Aufsehen, in dem das Christentum als gewalttätige Religion gesehen wird. Laut einem Bericht des „Catholic Herald“ vom Donnerstag hatte ein vom Islam zum Christentum konvertierter Iraner in Großbritannien Asyl beantragt, da ihm wegen seines Übertritts in seiner Heimat Verfolgung drohe. Als einen der Gründe für den Wechsel seiner Religion nannte er, dass er den Islam für gewalttätig halte, im Christentum hingegen „Frieden, Vergebung und Güte“ sehe. Die Behörde lehnte seinen Antrag ab: In der Bibel gebe es zahlreiche Passagen über Gewalt und Krieg, außerdem sage Jesus selbst: „Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Mt 10,34) Die Argumentation des Iraners sei also inkonsistent. Der Antragsteller legte Einspruch ein.

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Imame-Ausweisungen: VfGH weist Beschwerden ab

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Beschwerden gegen die Ausweisung von Imamen der Moscheegemeinde ATIB (Türkisch Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich) abgewiesen.

religion.ORF.at

Die Imame – türkische Staatsbürger – hatten Beschwerde gegen das im Islamgesetz 2015 geregelte Verbot der Auslandsfinanzierung von Religionsgesellschaften erhoben. Der Verstoß gegen diese Regelung hatte zur Ausweisung von Imamen geführt. Der VfGH entschied nun, dass das Verbot der Auslandsfinanzierung nicht verfassungswidrig ist.

Die Bestimmung greife zwar in die in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierte Religionsfreiheit ein, die Maßnahme sei aber „nicht unverhältnismäßig“. „Diese Bestimmung stößt im Ergebnis auf keine verfassungsrechtlichen Bedenken“, heißt es in der Begründung des Höchstgerichts.

Eingriff in Religionsfreiheit gerechtfertigt

„Die Wahrung der Selbständigkeit und Unabhängigkeit gesetzlich anerkannter Kirchen und Religionsgesellschaften vom Staat, aber insbesondere auch von anderen Staaten und deren Einrichtungen, bildet ein im öffentlichen Interesse gelegenes Ziel“, so der VfGH. Dieses Regelungsziel rechtfertige den Eingriff.

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Menschheitsgeschichte: Es gibt keine Rassen

Die vielerorts verbreitete helle Hautfarbe gibt es in Europa erst seit vier- bis fünftausend Jahren (Imago)
„Rasse“ – dieser Begriff hat viel Leid über die Menschheit gebracht. Die Idee, dass Menschen unterschiedlich viel wert sein sollten, je nach Herkunft und Hautfarbe. Doch es ist bewiesen, dass so etwas wie „Rasse“ gar nicht existiert: Die Menschen auf der Erde sind genetisch betrachtet fast gleich.

Von Dagmar Röhrlich | Deutschlandfunk

Der Begriff „Rasse“, wie wir ihn heute verstehen, entwickelte sich in der Zeit, als Europäer die Erde „entdeckten“, fremde Kontinente und Kulturen. Im 18. Jahrhundert, mit dem Entstehen der modernen Wissenschaften, begannen Philosophen und Naturforscher in ihrem Bestreben, die Welt zu ordnen und zu erklären, äußerlichen Unterschieden Wertungen beizumessen:

„Europäer – weiß, sanguinisch, muskulös

Amerikaner – rot, cholerisch, aufrecht

Asiaten – gelb, melancholisch, steif

Afrikaner – schwarz, phlegmatisch, schlaff

Carl von Linné, Systema Naturae, Zehnte Auflage, 1758“

Diese Auffassung von „Rasse“, die in der Aufklärung entstand, bildete das geistige Fundament, auf dem sich der Kolonialismus entfalten konnte, der Imperialismus und später die völkischen Rassenideologien des 19. und 20. Jahrhunderts und der Holocaust.

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How to Improve Political Forecasts

Image: NAUTILUS
With a better understanding of probability, we won’t be misled.

By Aubrey Clayton | NAUTILUS

The 2020 Democratic candidates are out of the gate and the pollsters have the call! Bernie Sanders is leading by two lengths with Kamala Harris and Elizabeth Warren right behind, but Cory Booker and Beto O’Rourke are coming on fast! The political horse-race season is upon us and I bet I know what you are thinking: “Stop!”

Every election we complain about horse-race coverage and every election we stay glued to it all the same. The problem with this kind of coverage is not that it’s unimportant. Who’s leading a particular race and by how much can matter a great deal to someone trying to decide which candidate to volunteer time or money to, or even whether it’s worth learning the policy positions of a fringe candidate with no chance of winning. The problem is the well-documented incentive for the media to make every race seem closer than it is, what Erika Fry in the Columbia Journalism Review called “rooting for the race.”

Those who simply want to know how the candidates stack up and who seek a more objective, quantitatively rigorous alternative to punditry have in recent years turned to such data journalism sources as Nate Silver’s FiveThirtyEight. But even they are feeling burned by 2016. Silver, who scored on both Obama victories, had Trump as a distant longshot in the primary and Clinton as a 71 percent favorite to make the winner’s circle in the general. Data-centered political coverage, as a whole, took a serious blow.

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Starke Götter als Kitt der Hochkulturen

Religionen mit strengen Moralvorgaben und Gottheiten stärkten den Zusammenhalt in komplexen, multiethnischen Hochkulturen. (Bild: imagineGolf/ iStock)
Warum und wann haben sich Religionen mit starken Göttern und strengen Moralregeln entwickelt? Darauf haben Forscher nun eine überraschende Antwort gefunden. Denn entgegen gängiger Annahme waren solche Religionen nicht die Triebkraft für die Entwicklung komplexer Gesellschaften, sondern eher ihr Kitt: Sie entstanden erst nach den komplexen Großreichen, sorgten dann aber dafür, dass diese Sozialgebilde auf Dauer stabil blieben, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Ob Christentum, Islam, Judentum oder Buddhismus: In vielen großen Weltreligionen gibt es strenge moralische Gebote und starke Gottheiten, die ihren Gläubigen bestimmte Regeln auch im sozialen Umgang untereinander auferlegen. Das Auffallende daran: Religionen mit starken moralisierenden Gottheiten haben sich vor allem in Hochkulturen entwickelt, aber nur selten bei Naturvölkern. Schon länger vermuten Wissenschaftler deshalb einen engen Zusammenhang zwischen der Umwelt, der gesellschaftlichen Komplexität einer Kultur und der Art ihrer Religion.

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Facebook speicherte Nutzer-Passwörter intern im Klartext

Die betroffenen Nutzer sollen «als Vorsichtsmassnahme» benachrichtigt werden, obwohl es laut Facebook keinen Hinweis auf einen Datenmissbrauch gibt. (Bild: Luong Thai Linh / EPA)
Facebook muss die nächste Datenpanne einräumen: Hunderte Millionen Passwörter wurden in internen Systemen im Klartext gespeichert. Es gebe keinen Hinweis auf einen Missbrauch, betont das Online-Netzwerk.

Neue Zürcher Zeitung

Passwörter von Hunderten Millionen Facebook-Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks im Klartext zugänglich gewesen. «Wir gehen davon aus, dass wir Hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie Zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden», erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Facebook habe keine Hinweise darauf, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe, hiess es weiter. Die Passwörter seien auch für niemanden ausserhalb des Unternehmens sichtbar gewesen.

Kein Hinweis auf Missbrauch

Die betroffenen Nutzer sollen dennoch «als Vorsichtsmassnahme» benachrichtigt werden, obwohl es keinen Hinweis auf einen Missbrauch der Daten gebe.

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Amnesty kritisiert Fortsetzung des Prozesses gegen Peter Steudtner in der Türkei

Der Prozess sei am Donnerstag ohne den lange überfälligen Freispruch fortgesetzt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Der nächste Prozesstag sei für den 16. Juli angesetzt.

evangelisch.de

Der Prozess sei am Donnerstag ohne den lange überfälligen Freispruch fortgesetzt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Der nächste Prozesstag sei für den 16. Juli angesetzt.

Angeklagt sind neben Steudtner unter anderem der Ehrenvorsitzende der türkischen Sektion von Amnesty International, Taner Kilic, und die frühere türkische Amnesty-Direktorin, Idil Eser. Ihnen wird Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Organisation vorgeworfen. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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