Big Data: Wie die Erde war und werden könnte

(Bild: David Bruyland )
EarthTime zeigt, wie sich die Erde in den letzten 30 Jahren verändert hat und wie es weitergehen könnte, sollte die Menschheit unachtsam sein. Ein Big-Data-Projekt mit Videospiel-Technologie.

Bernd Mewes | heise online

EarthTime zeigt im Zeitraffer, wie sich die Erde zwischen 1984 und 2016 aufgrund von Klimabedingungen und dem Eingriff des Menschen in die Natur verändert hat und wie sich unser Planet unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse verändern könnte. Zum Earth Day (22.4.) will das auf den Karten von Google Earth aufbauende Projekt das Verständnis für den Wandel auf dem Planeten fördern.

Zur Auswahl stehen verschiedene Szenarien („Stories“) wie Änderung der Vegetation, Anstieg der Meeresspiegel, Städtewachstum, Gletscherschmelze, Korallensterben und vieles mehr, bezogen auf unterschiedliche Orte. Die verwendeten Daten und Informationen stammen aus unterschiedlichen Quellen. Neben Bildern der NASA werden Daten vom US Census Bureau, Igarapé Institut, den Vereinten Nationen, Forschungsprogrammen verschiedener Universitäten, darunter Oxford und Harvard, und weitere Informationen für den Verlauf und Prognosen herangezogen.

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Familiengeheimnisse

Bild: TP
Kommenden Donnerstag läuft die Frist für die angekündigte Freigabe der noch gesperrten JFK-Akten aus, sofern es keine zwingenden Gründe geben sollte, dieser auch ein halbes Jahrhundert nach dem Präsidentenmord weiterhin geheim zu halten.

Markus Kompa | TELEPOLIS

Ursprünglich hätten die Akten nach dem JFK-Act bereits vor einem halben Jahr freigegeben werden müssen. Demnächst will der aktuelle Präsident die Sache entscheiden.

Die Energie, mit welcher die CIA Nachforschungen zum Attentat behinderte und hierzu eigens gegen Skeptiker den psychologischen Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ einführte, nährt den Verdacht, als habe man etwas zu vertuschen (50 Jahre „Verschwörungstheoretiker“). Der offizielle CIA-Historiker David Robarge beschwichtigt gerne und verlautbart, die CIA habe sich stets kooperativ verhalten und mit einem gut gemeinten Cover Up lediglich anderweit peinliche Informationen schützen wollen.

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Jenseits von Himmel und Hölle

Ägypten ist weit davon entfernt, eine gottlose Gesellschaft zu sein: Mitglieder einer Sufi-Bruderschaft gedenken Husseins, eines Enkels des Propheten Mohammed. (Bild: Amr Abdallah Dalsh / Reuters)
Wer in der arabischen Welt nicht an Gott glaubt, gilt wahlweise als Extremist oder als psychisch gestört. Auch in Ägypten steht Atheismus womöglich bald unter Strafe.

Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Zweimal, sagt Ismail Mohamed, habe er echte Todesangst verspürt. Zweimal sei er nicht vorsichtig genug gewesen. Beim ersten Mal habe ihn ein Mann in ein Café in Alexandria eingeladen. «Der Typ schien eigentlich ganz freundlich zu sein. Er sagte, er hätte mich im Fernsehen gesehen. Er wollte mit mir über den Islam reden. Als ich aufstand und zur Toilette ging, richtete er eine Pistole auf mich.» Gott sei Dank, erzählt Mohamed, habe der Mann zu lange gezögert. «Seine Hand zitterte. Die Leute im Café konnten ihn deswegen überwältigen. Sie übergaben ihn der Polizei.»

Beim zweiten Mal habe er sich auf einer belebten Strasse in Kairo aufgehalten. Wieder sei er erkannt worden. «Ich hörte nur, wie jemand rief: ‹Der da, der glaubt nicht an Gott! Verprügelt ihn!› Plötzlich war ich von einer wütenden Menge umgeben. Alle redeten auf mich ein. Es war aussichtslos, mit den Leuten zu diskutieren. Einer zog ein Messer.» Gerade noch rechtzeitig sei Hilfe erschienen, die Polizei habe ihn auf die Wache genommen und verhört. Gott sei Dank sei er dort an keine Sadisten geraten und frei gelassen worden.

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Europa exportiert illegal Elektroschrott

Europa exportiert seinen Elektroschrott per Frachter nach Nigeria – illegal. © lady-photo / iStock
Giftiger Exportschlager: Europa verschifft jedes Jahr 60.000 Tonnen an Elektrogeräten nach Nigeria – ein Viertel davon ist Schrott. Der Großteil des illegalen Frachtguts kommt in gebrauchten Autos in den Häfen an, wie Forscher nun berichten. Ganz oben auf der Schmuggelliste stehen kaputte Fernseher und Kühlschränke, die meistens falsch oder einfach gar nicht deklariert sind. Für die Schrotthändler ergeben sich daraus jedoch keine Konsequenzen.

scinexx

Ob kaputte Handys, Flachbildschirme oder Kühlschränke: Wir produzieren weltweit gewaltige Mengen an elektronischem Abfall – und die Schrottflut nimmt immer weiter zu. Im Jahr 2016 warf jeder Deutsche 22,8 Kilogramm Elektroschrott in den Müll, womit wir weit über dem weltweiten Durchschnitt von sechs Kilogramm liegen. Eigentlich sind die EU-Vorschriften für die Entsorgung klar: E-Schrott muss gesondert gesammelt, fachgerecht entsorgt und darf nicht exportiert werden. Aber halten sich alle an die Vorschriften?

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Autonome Waffen mit KI: Auf dem Weg zur „Schlachtfeld-Singularität“

(Bild: Future Army / US Marines (Screenshot YouTube))
Können mit Künstlicher Intelligenz bestückte Torpedos, Drohnen oder Marschflugkörper noch verhindert werden? China habe sich in Genf zumindest gegen eine „Nutzung“ solcher Systeme ausgesprochen, hieß es im „Clausewitz-Strategiegespräch“.

Stefan Krempl | heise online

Autonomie in Waffensystemen gebe es längst etwa im Raketenabwehrsystem Patriot, befand Frank Sauer vom Institut für Politikwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München am Mittwoch auf dem „12. Clausewitz-Strategiegespräch“ in Berlin. Es müsse nun aber dringend darum gehen, ethische rote Linien in die Technik einzuziehen. Sonst komme die Menschheit mit der zunehmenden Entscheidungsgeschwindigkeit sich selbst steuernder Systeme „in Teufels Küche“. Diese Problematik könnte etwa im Südpazifik besonders virulent werden, wenn sich dort „Wechselwirkungen zwischen zwei Algorithmen“ in Systemen der USA und Chinas ergäben, die sich gegenseitig belauerten.

In einem solchen Horrorszenario in einem Kalten Krieg zwischen Künstlichen Intelligenzen (KI) könne das gesamte politische System destabilisiert werden, meinte Sauer. Der Mensch könnte dann nicht mehr eingreifen. Für den Forscher ist daher klar: „Wir müssen die menschliche Kontrolle über diesen Entscheidungszyklus sicherstellen.“ Nötig sei die „Verfügungsgewalt“ über autonome Waffen, wie sie auch Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag fordere. Es müssten aber Menschen beteiligt werden, die dafür „völkerrechtlich Verantwortung übernehmen“.

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Großmufti verbietet den Kauf von Facebook-Likes

© Bild: KNA
Fake-Likes sind haram, heißt es in einer Fatwa des Großmuftis von Ägypten. Immer wieder äußert er sich zu Fragen des modernen Lebens – und zieht neben Mohammed auch die Facebook-AGB heran.

katholisch.de

Der Großmufti von Ägypten, Schawki Ibrahim Allam, hat in einer Fatwa den Kauf von „Likes“ auf Facebook für nicht mit der islamischen Lehre vereinbar erklärt. Das Rechtsgutachten wurde bereits in der vergangenen Woche auf der Facebook-Seite des Chefs des Ägyptischen Fatwa-Amtes veröffentlicht. Die Fatwa unterscheidet zwischen zulässiger Werbung, die gegen Bezahlung an Nutzer ausgespielt wird, und unzulässiger Manipulation von Like-Zahlen und Interaktionen durch Dienstleister, die Fake-Accounts anlegen.

Gekaufte „Likes“ seien eine Form des Betrugs, führt der Großmufti aus. Er begründet seine Rechtsauslegung mit einem Hadith, einem überlieferten Ausspruch Mohammeds. Der von den Muslimen als Prophet Verehrte soll gesagt haben „Wer betrügt, ist keiner von uns“. Außerdem verweist Allam auf die Geschäftsbedigungen Facebooks, nach denen dort keine falschen oder irreführenden Inhalte veröffentlicht werden dürfen.

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MDR-Sendung platzt nach „Neger“-Tweet

Frauke PetryFoto: Matthias Hiekel/dpa
„Darf man heute noch ,Neger‘ sagen?“ – eine so vom MDR angekündigte Radio-Diskussion löst einen Shitstorm aus. Der Sender sagt sie daraufhin ab.

Von Matthias Meisner | DER TAGESSPIEGEL

„Darf man heute noch „Neger“ sagen? Warum Ist politische Korrektheit zur Kampfzone geworden?“ – so kündigte der MDR Sachsen seine für diesen Dienstagabend geplante Radiosendung „Dienstags direkt“ an. Unter dem Motto „Politisch korrekt? Das wird man wohl noch sagen dürfen!“ sollte unter anderem mit der früheren AfD-Chefin Frauke Petry, dem Moderator Peter Hahne, der sächsischen Linke-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz und dem Leipziger Politikwissenschaftler Robert Feustel diskutiert werden.

Wenige Stunden vor Beginn strich der MDR die Sendung aus dem Programm, wie der Direktor des Landesfunkhauses Sachsen, Sandro Viroli, dem Tagesspiegel sagte. Köditz und Feustel hatten kurz zuvor ihre Teilnahme an der Diskussion nach dem Shitstorm wegen der Ankündigung im Netz gemeinsam abgesagt.

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Zufallszahlen mittels Quantenphysik

Forscher haben eine Methode entwickelt, um perfekt zufällige Zahlenfolgen von Nullen und Einsen zu generieren. © Irvine/ NIST
„Unknackbar“ dank Quanten-Effekt: Die Quantenphysik könnte künftig Zufallszahlen liefern, die komplett unvorhersehbar und damit besonders sicher sind. Das wäre vor allem für die Kryptografie ein wichtiger Fortschritt. Die von US-Physikern entwickelte Methode nutzt verschränkte Photonen als Lieferanten für zufällige Folgen von Nullen und Einsen. Die Effekte der Quantenphysik machen diese Abfolgen perfekt zufällig und damit nahezu unknackbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Zufallszahlen sind wichtige Hilfsmittel für moderne Forschung und vor allen für die Verschlüsselung von Daten. Denn bei vielen gängigen Kryptografie-Methoden, wie beispielsweise die Public-Key-Verschlüsselung, werden lange Abfolgen zufälliger, nicht vorhersehbarer Zahlen verwendet, um den Zugriff auf Inhalte durch Unbefugte zu verhindern. Milliarden solcher Zufallszahlen werden dafür jeden Tag von speziellen Algorithmen erzeugt, den sogenannten Random Number Generators.

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Immer mehr Internetnutzer leugnen Existenz von Australien

foto: getty/walton
Bereits seit den Anfangstagen des World Wide Web verbreiten sich Verschwörungstheorien rund um „Fake-Orte“

derStandard.at

Hunderttausende Internetnutzer haben in den vergangenen Tagen eine Theorie über den „Australien-Hoax“ gelesen. Der Kontinent soll gar nicht existieren, behaupteten seit Jahren Verschwörungstheoretiker im Netz. Eine Facebook-Userin namens Shelley Floryd hat nun „Fakten“ gesucht und ihre bizarre Recherche auf dem sozialen Netzwerk verbreitet. Sie schreibt darin, dass Australien eine Erfindung der Briten sei, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten, Häftlinge dorthin zu schicken, diese aber tatsächlich exekutierten.

„Vertuschungsaktion“

Seit damals sei eine „riesige Vertuschungsaktion“ in Gang, um die Illusion von Australien weiter aufrecht zu erhalten, so Floryd. Australier seien „Schauspieler oder Bots“, Flugpiloten würden Inseln nahe Südamerika ansteuern. Das Posting hat zehntausende überwiegend wütende Kommentare gesammelt, vor allem von Australiern.

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«Der Gedanke an Muslime lässt mich schaudern»

Ein ultrachristliches Mädchen-Duo verbreitet Schminktipps, Homophobie und Fremdenhass im Internet. Das alles im Namen Gottes.

TiLLATE

Die Chancen stehen gut, dass du irgendwann in letzter Zeit über die Videos von «Girl Defined» gestolpert bist. Vielleicht durch deine merkwürdige Vorliebe für gottesfürchtige Schminktutorials und Anleitungen zum Gründen eines eigenen Predigtdienstes für christliche Mädchen. Oder du kennst Bethany Baird und Kristen Clark als Mittelpunkt eines seit gefühlten Ewigkeiten andauernden Shitstorms, der die jungen Frauen seit dem Start ihrer Youtube-Karriere vor rund zwei Jahren begleitet.

Die zwei Blondinen predigen sich mit ihrem bizarren Mix aus fresher Millennial-Attitude und zutiefst christlich-konservativen Ansichten nicht nur in die Herzen ihrer 120’000 bibeltreuen Abonnenten, sondern auch in die Vorhölle des Internets, wo sie gnadenlos gedis(s)likt und zu Memes verarbeitet werden. Vor allem ihr Video namens «How to Wear Makeup in a God Honoring Way» (dt. etwa: «Wie man sich gottesfürchtig schminkt») scheint die Twitter-Gemeinde zu triggern.

Das Christentum ist verkommen

«Ich habe mich endlich dazu überwunden, mir dieses Video anzusehen und musste erfahren, dass es sich nicht um Satire handelt. Meine Ohren bluten jetzt», schreibt etwa User «bXbyme». Sein Kollege «PoliticalAtheist» präzisiert: «Nach etwa 30 Sekunden wurde mir schlecht. Das ist es, wozu das Christentum heutzutage verkommen ist? Soziale Überheblichkeit, perfekte Haare, perfekte Zähne, perfekte Kleider. Das gesamte Wirken und Werken von Christus steht im Gegensatz zu dem Lifestyle, den die beiden propagieren.»

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Schweiz: «Kein journalistisches Interview»

Nicolas Blancho (links) und Naim Cherni müssen sich zusammen mit einem dritten Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrats Schweiz im Mai vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten. (Bild: Keystone)
Mitte Mai müssen sich drei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats am Bundesstrafgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, mit einem Video Propaganda für Al-Kaida betrieben zu haben.

Marcel Gyr | Neue Zürcher Zeitung

Die zweitägige Hauptverhandlung gegen drei führende Mitglieder des umstrittenen Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) in Bellinzona beginnt am 16. Mai. Das Urteil soll einige Tage später, am 25. Mai, eröffnet werden. Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte im vergangenen September Anklage erhoben, wegen Verstosses gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» (IS) sowie verwandter Organisationen.

Insbesondere soll der Deutsche Naim Cherni, Kulturproduzent im IZRS, zwei Propagandavideos hergestellt und Ende 2015 veröffentlicht haben. Ebenfalls angeklagt sind der Präsident des IZRS, Nicolas Blancho, sowie dessen Mediensprecher Qaasim Illi: Sie sollen das Video auf sozialen Netzwerken sowie an einer Veranstaltung in Winterthur beworben haben.

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Pädophiler gesteht Kindsmissbrauch

In Staufen im Breisgau haben die Mutter und ihr Lebenspartner das Kind während über zwei Jahren gequält. (Bild: Simon Hofmann / Getty)
Eine Mutter in Süddeutschland bietet zusammen mit dem Lebensgefährten ihren Sohn via Darknet zum Missbrauch an. Die Täter sind vorbestrafte, unter Aufsicht stehende Vergewaltiger. Seit Donnerstag steht einer vor Gericht.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Zweimal soll der 41-jährige Markus K. aus dem badischen Ortenaukreis im vergangenen Sommer einen damals achtjährigen Buben missbraucht haben. Einmal auf einem Feldweg bei Staufen, dem Wohnort des Kindes. Das zweite Mal in dessen Wohnung. Das Kind ist laut Anklage von Mutter und Stiefvater zuvor gewarnt worden, wenn es nicht stillhalte, lande es im Heim. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Freiburg am Donnerstagvormittag hat der Angeklagte die Taten gestanden. Dafür wurde auf seinen Antrag hin – es gehe hier um sein Sexualleben, brachte er vor – die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

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AfD-Whatsapp-Gruppe: Rassistische Hundevideos und Witze über Gewalt-Opfer

© Markus Scholz DPA
Über Wochen verfolgte der stern eine Whatsapp-Gruppe von AfD-Funktionären und -Mitgliedern. Was dort gepostet und kommentiert wurde, ist entlarvend.

Wigbert Löer | stern.de

Der Chat einer WhatsApp-Gruppe zeigt, welche Themen die AfD beschäftigen und wie sie darüber spricht. Der stern konnte rund einen Monat lang einer WhatsApp-Gruppe mit dem Namen Integrativ-Konservativ folgen. Administratoren sind zwei AfD-Funktionäre aus Nordrhein-Westfalen.

Dem Chat gehört mit Guido Reil ein Mitglied des AfD-Bundesvorstands an, der Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, und der Partei-Prominente André Poggenburg sind ebenfalls dabei. Die meisten Mitglieder betreiben AfD-Politik auf Kreisebene. Im März posteten die Chat-Mitglieder mehr als 3000 Textbeiträge, Bilder und Filme.

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Gesichtssensoren ermöglichen sprachlose Rechnerkommunikation

Was sagt dieser Mann? (Bild: MIT Media Lab)
US-Forscher arbeiten an einer neuen Form von nichtinvasiven Gehirn-Computer-Schnittstelle.

Ben Schwan | heise online

Mit einer um die Mundwinkel angebrachten Sensorik wollen MIT-Wissenschaftler neuartige Computer-Gehirn-Schnittstellen schaffen, bei dem eine sprachlose Kommunikation mit Rechnern möglich ist. Das Verfahren namens AlterEgo basiert auf der Tatsache, dass das Gehirn an die Muskeln im Mundbereich auch dann elektrische Signale sendet, wenn die Person einen inneren Monolog führt oder etwas liest, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe („Rechner erkennt Unausgesprochenes“).

Direkte Computer-Hirn-Schnittstellen arbeiten bislang mehr schlecht als recht: Die Genauigkeit insbesondere von noninvasiven Verfahren wie etwa der Elektroenzephalografie (EEG), bei der Gehirnströme gemessen werden, ist noch reichlich ungenau. Die von außen erfassbaren Körperdaten reichen nicht aus, um ein echtes „Gedankenlesen“ durch den Rechner zu ermöglichen. Im Gehirn implantierte Elektroden erfassen zwar genauere Daten, sind für normale Nutzer aber ungeeignet.

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Click This Link to See If Your Facebook Data Was Shared With Cambridge Analytica

Image: Anthony Quintana/Flickr
Facebook has introduced a new tool to check if your information was shared.

Jason Koebler | MOTHERBOARD

Monday, Facebook began rolling out a “Protecting Your Information” News Feed notification that began telling people whether a third party app shared their Facebook data with analytics firm Cambridge Analytica.

Because I am weird, I refreshed my Facebook dozens of times waiting to see my notification, but I haven’t gotten it yet. This is frustrating, because a lot of my friends have and I have no idea if/when I will ever get it. Luckily, there’s an easier and more reliable way to find this information that doesn’t involve spending lots of extra time on a platform that has played fast-and-loose with your personal data for a decade.

Facebook created this tool that will let you know if you or any of your friends logged into the “This Is Your Digital Life” app, which ultimately shared data with Cambridge Analytica. I had a hell of a time finding it though, so here is the link.

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Ganz ohne Bibel geht es nicht

Mit über einer Million Besuche ist Katholisch.de das kirchliche Onlineportal mit der größten Reichweite. Evangelisch.de kommt auf…Screenshot: Tsp
Wie sich die konfessionellen Medien in einer zunehmend säkularen Welt behaupten wollen. Dabei spielen Berichte über Fastenaktionen wie „Sieben Tage Ohne“ und über christliche Tattoos eine Rolle.

Von Sophie Krause | DER TAGESSPIEGEL

Rund zwei Drittel der Deutschen haben haben einer Umfrage von infratest dimap zufolge mit Glaube und Religion wenig bis gar nichts am Hut. Trotzdem finden die christlichen Medien auf verschiedenen Wegen ihre Leser auch außerhalb der Gemeinden. Ob als Agenturmeldung in den Nachrichten, als Beilage in der Wochenzeitung oder im Netz: Die Medien der evangelischen und katholischen Kirche sind in allen Bereichen der deutschen Presselandschaft etabliert. Sie bewegen sich zwischen Nachrichten- und Special Interest-Journalismus, zwischen Kirchen-PR und Kirchen-Berichterstattung.

Der Evangelische Pressedienst (epd) beliefert etwa zwei Drittel aller 333 Tageszeitungen in Deutschland, darunter alle überregionalen Blätter. Die Redaktion produziert Beiträge zu Politik, Kirchen- und Glaubensthemen, zu Sozial- und Entwicklungspolitik und berichtet mit sieben Landesdiensten aus den Regionen.

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„Weil Journalismus nicht objektiv sein kann“

Grafik: TP
Perspective Daily-Mitgründerin Maren Urner über die Zwänge und Grundlagen der Berichterstattung

Marcus Klöckner | TELEPOLIS

„Im Gehirn gibt es kein Faktenzentrum“, sagt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Tatsachen und Zusammenhänge können wir laut Urner nur „mit Gefühlen sinnvoll einordnen.“ Mit diesen Gedanken wirft die Mitgründerin von Perspective Daily eine zwar altbekannte, aber dennoch aktuelle Frage auf. Nämlich: Wie objektiv kann Journalismus eigentlich sein?

Urner hatte vor kurzem in einem Beitrag gesagt, objektiver Journalismus sei „eine Fata Morgana“ und zu behaupten, ein solcher Journalismus könne existieren, sei gar gefährdend für die Demokratie. Kurz darauf kritisierte ein langjähriger Chefredakteur und Herausgeber eines Standardwerks für Journalisten Urner mit der Bemerkung: Das Journalismus nicht radikal objektiv sein kann, sei „eine Binse“. Im Interview mit Telepolis verweist Urner auf ein grundlegendes Phänomen, wenn über Objektivität im Journalismus diskutiert wird. Einerseits würden hochrangige Medienvertreter den Rezipienten einen objektiven Journalismus versprechen, andererseits aber zugleich in Diskussionen relativieren. Urner vertritt die Auffassung: Von Objektivität im Journalismus solle allenfalls dann gesprochen werden, wenn es darum geht, zu erklären, „warum Journalismus nicht objektiv sein kann.“

Frau Urner, Sie haben vor kurzen einen Artikel zum Thema Objektivität im Journalismus veröffentlicht, der wohl einen Nerv getroffen hat. Der ehemalige Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen hat sich in einem Artikel auf kress.de zu Wort gemeldet und mit einem kritischen Unterton angemerkt, es sei „bemerkenswert“, dass ein seriöses Magazin wie Perspective Daily den Journalismus „in toto negativ darstellt“. Was genau haben Sie denn kritisiert?

Maren Urner: Die Überzeugung, dass es einen objektiven Journalismus geben kann. Der wird auf der einen Seite von Journalisten, Chefredakteuren und in Rundfunkstaatsverträgen versprochen und auf der anderen Seite – auch wegen dieser Versprechen – von den Rezipienten eingefordert. Dann wird auf beiden Seiten viel darüber diskutiert, wie jemand „objektiv“ berichten und „Subjektivität“ vermieden werden kann. Diese Frage stellt sich aber gar nicht, weil objektiver Journalismus ein Mythos ist, eine Fata Morgana, die wir erkennen, wenn wir uns auf den Weg zu ihr machen. Das ist natürlich erstmal unangenehm, weil niemand gern seine eigenen Überzeugungen in Frage stellt.

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China: Bibel aus Onlinehandel verbannt

Die Bibel ist für chinesische Christen online nicht mehr erhältlich. AFP/PHOTO/Greg Baker
Chinesen, die online ein Exemplar der Bibel erwerben wollen, erleben dieser Tage eine unangenehme Überraschung: Buchhändler haben die Bibel – offenbar auf Druck der Regierung – aus ihrem Sortiment entfernt.

religion.ORF.at

Dass die kommunistische Regierung Chinas den Verkauf der Bibel kontrolliert, ist keine Neuigkeit. So darf die Bibel nur von ganz bestimmten Kirchen verkauft werden, die vom Staat legitimiert wurden. In China existieren zwei unterschiedliche katholische Kirchen – die romtreue, vom Staat nicht anerkannte sogenannte Untergrundkirche sowie die regimetreue Staatskirche, die Chinesische Katholische Patriotische Vereinigung.

Bibelverkauf aus „Zwang“ gestoppt

In den vergangenen Jahren wurde die Bibel trotz der strengen Regelung ungestört auf Onlineplattformen verkauft. Ein Schlupfloch, das, wie es scheint, nun geschlossen wurde. Wie die Onlinenachrichtenseite Quartz am Dienstag berichtete, wurden Leuten, die auf Plattformen wie Amazon China sowie dem chinesischen Onlineauktionshaus Taobao und dem Internetmarktplatz JD.com nach der Bibel suchten, keine Produkte mehr angezeigt.

Ein Händler sagte Quartz, Taobao habe ihn gezwungen, den Verkauf der Bibel auf der Plattform einzustellen. Einen Grund habe das Auktionshaus ihm nicht geliefert. Ein Zusammenhang mit der Ankündigung der Regierung am Ostermontag, die Behörden würden nun gegen die Verbreitung „illegaler Publikationen“ vorgehen, liegt nahe.

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Cyborgs manipulierten laut Studie «No Billag»-Abstimmungskampf auf Twitter

Im Abstimmungskampf um die «No Billag»-Initiative haben Roboter mit automatischen Meldungen kräftig auf Twitter mitgemischt. 50 Nutzer generierten gemäss der Fachhochschule Nordwestschweiz die Hälfte der Twitter-Kommunikation zur Vorlage.

Neue Zürcher Zeitung

Die mit technischer Unterstützung kommunizierende Nutzer setzten auf Twitter 200 bis 1000 Nachrichten pro Tag ab, wie Stefan Gürtler, Professor am Institute for Competitiveness and Communication an der Fachhochschule Nordwestschweiz, in einem Interview mit der «Nordwestschweiz» vom Freitag erklärte. Zum Teil hätten die Cyborgs in einer Zehntelsekunde Nachrichten beantwortet oder weiterverbreitet. Kein Mensch könne so schnell tippen.

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Wenn der Datenschutz die Seelsorge behindert – Gott braucht Datenschutz

Die Berliner Jugendkirche SAM ist nicht per WhatsApp zu erreichen – das teilte sie kürzlich über Facebook mit: Die Rechtsabteilung des Erzbistums untersagt die Nutzung von Messengerdiensten. Die Diözesandatenschutzbeauftragten hatten schon 2017 die Nutzung von Messengerdiensten unter enge Auflagen gestellt, die vom beliebtesten, eben WhatsApp, nicht erfüllt werden.

Felix Neumann | katholisch.de

Zugleich nutzen Bistümer genau diese Dienste erfolgreich in der Pastoral: Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ist per WhatsApp zu erreichen, ebenso unter anderen die Bistümer Essen und Würzburg. Die Speyerer „Netzgemeinde“ da_zwischen ist so erfolgreich, dass sie in mehrere weitere Diözesen expandiert. Kardinal Rainer Maria Woelki betont, wie wichtig zeitgemäße Kommunikationsformen für die Kirche sind.

Das Nebeneinander von Datenschutz und Pastoral ist leider typisch. Wenn Ende Mai ein neues Datenschutzrecht in Kraft tritt – das Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG), das die kirchlichen Regeln an die ebenfalls neu in Kraft tretenden europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) anpasst –, dann wird zwar das Datenschutzniveau auf ein weltweit einmaliges Niveau angehoben. Doch um welchen Preis?

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