Why Misinformation Is About Who You Trust, Not What You Think

Image: NAUTILUS
Two philosophers of science diagnose our age of fake news.

By Brian Gallagher & Kevin Berger | NAUTILUS

I can’t see them. Therefore they’re not real.” From which century was this quote drawn? Not a medieval one. The utterance emerged on Sunday from Fox & Friends presenter Pete Hegseth, who was referring to … germs. The former Princeton University undergraduate and Afghanistan counterinsurgency instructor said, to the mirth of his co-hosts, that he hadn’t washed his hands in a decade. Naturally this germ of misinformation went viral on social media.

The next day, as serendipity would have it, the authors of The Misinformation Age: How False Beliefs Spread—philosophers of science Cailin O’Connor and James Owen Weatherall—sat down with Nautilus. In their book, O’Connor and Weatherall, both professors at the University of California, Irvine, illustrate mathematical models of how information spreads—and how consensus on truth or falsity manages or fails to take hold—in society, but particularly in social networks of scientists. The coathors argue “we cannot understand changes in our political situation by focusing only on individuals. We also need to understand how our networks of social interaction have changed, and why those changes have affected our ability, as a group, to form reliable beliefs.”

O’Connor and Weatherall, who are married, are deft communicators of complex ideas. Our conversation ranged from the tobacco industry’s wiles to social media’s complicity in bad data. We discussed how science is subtly manipulated and how the public should make sense of contradictory studies. The science philosophers also had a sharp tip or two for science journalists.

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Donald Trump und die Künstliche Intelligenz

Grafik: TP
Symbolpolitisch will Trump die Entwicklung der KI fördern, aber seine „KI-Initiative“ offenbart, dass er mit dem Rücken zur Zukunft steht

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Donald Trump hat gestern eher nebenbei die executive order „Accelerating America’s Leadership in Artificial Intelligence“ unterzeichnet, nach der die Behörden und Ministerien angewiesen werden, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) vorrangig zu behandeln. Damit kommt der Bau-Mogul, der symptomatisch von einer Beton- oder Stahlmauer an der Grenze zu Mexiko träumt, sogar noch später als Deutschland und auch erst nachdem Russland KI-Entwicklung als Topthema gesetzt hat.

Bekanntlich hat die deutsche Bundesregierung Ende des letzten Jahres eine „KI-Strategie“ mit großer Geste und wenig Ressourcen beschlossen, um mit ganzen 3 Milliarden Euro bis 2025 zu einem global player in Sachen KI zu werden. Aber nach Medienberichten tut sich bislang nicht viel.

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Die esoterische Anastasia-Bewegung: Der Traum der arischen Öko-Gemeinschaft

Bild: belltower.news
Die Anastasia-Bewegung aus Russland breitet sich auch in Deutschland weiter aus. In ihren Reihen finden sich Esoteriker*innen, Ökos und Reichsbürger*innen wieder, aber auch Rechtsextreme können der Bewegung – nicht zuletzt wegen ihrer Blut-und-Boden-Ideologie – etwas abgewinnen. Ihre Anhänger*innen vernetzen sich zunehmend und versuchen, Schulen zu gründen. Ein Ausflug in eine krude und antisemitische Welt.

Von Kira Ayyadi | BellTower

Auf den ersten Blick geht es bei der Anastasia-Bewegung um ökologische und nachhaltige Landwirtschaft und Lebensweisen. Schaut man sich die Ideologie dieser esoterischen Bewegung genauer an, stößt man jedoch schnell auf eine verfassungsfeindliches, rassistisches und antisemitisches Gedankenwelt. Die neu-esoterische Anastasia-Bewegung fungiert als Sammelbecken verschiedener Esoteriker*innen, die in ihren Reihen Mitglieder duldet, die offen rechtsextrem auftreten und den Holocaust leugnen.

„Die klingenden Zedern Russlands“

Die Anastasia-Bewegung beruht auf der Buchreihe „Die klingenden Zedern Russlands“ des russischen Esoterikautors Wladimir Nikolaevich Megre (* 1950). Benannt ist die Bewegung nach dem zweiten Teil der zehnbändigen Reihe, die zwischen 1996 und 2010 erschienen und zwischen 1999 und 2011 auf Deutsch übersetzt wurde. Laut Aussagen des Autors wurden weltweit bereits 11 Millionen Exemplare verkauft.

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BKA ermittelt zu Kriegsverbrechen in Syrien

Viele „ausländische Kämpfer“ kehren in ihre Heimatländer zurück, allein 40 Deutsche sollen aus kurdischen Gefängnissen überstellt werden. Interpol und Europol sammeln „Gefechtsbeweise“

Matthias Monroy | TELEPOLIS

Die Polizeiorganisation Interpol sucht im Internet nach gerichtsverwertbaren Beweisen zu „ausländischen Kämpfern“. Durchsucht werden vor allem Soziale Medien, Interpol nutzt dabei ein Verfahren mit Gesichtserkennung. Die Ermittler wollen Medieninhalte finden, in denen Verdächtige oder Kontaktpersonen auftauchen. Laut einem Dokument, das die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch online gestellt hat, betreibt auch die Polizeiagentur Europol unter dem Namen „FACE“ ein solches Projekt.

Interpol fordert die 194 Mitgliedstaaten auf, bei Ermittlungen gegen „ausländische Kämpfer“ vermehrt in seinen Datenbanken zu suchen. Dies beträfe die Datei für gestohlene oder als vermisst gemeldete Ausweisdokumente sowie die Fahndungsdatenbank mit internationalen Haftbefehlen. Eine Suche in Interpol-Dateien kann auch nach unbekannten Personen erfolgen. Hierfür können die Interpol-Zentralstellen Fingerabdrücke nutzen, seit Kurzem ist die Suche auch mit biometrischen Fotos möglich (Interpol startet neues System zur Gesichtserkennung).

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Forum für Digitalisierung beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz als Gabe Gottes

Photograph: Solent News/Rex
Um die Möglichkeiten einer humanen Digitalisierung ging es beim 3. Forum für Digitalisierung der württembergischen Landeskirche in Stuttgart.

evangelisch.de

Die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien Stuttgart, Petra Grimm, hat sich für eine humane Digitalisierung ausgesprochen. Diese Art der Digitalisierung sollte nach dem Sinn, den Werten und den Folgen der Digitalisierung fragen, sagte die Professorin für Medienforschung und Kommunikationswissenschaft auf dem 3. Forum Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg vor etwa 200 Zuhörern. Bereits die Entwicklung Künstlicher Intelligenz müsse wertebasiert und datenschutzgesichert sein, nur so könne das Problem an der Wurzel gepackt werden.

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Roboter erkennt sich selbst – KI entwickelt selbständig ein Bild der eigenen Fähigkeiten und Form

Image Gizmag/SeriousWonder
Maschine mit Selbsterkenntnis: Forscher haben einen Roboter konstruiert, der ohne Vorwissen ein Bild seiner Selbst entwickelt. Er lernt selbstständig, welche Form er hat und wie er sich bewegen kann – ähnlich wie ein neugeborenes Kind. Diese Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ermöglicht es Robotern, sich flexibler an neue Aufgaben, aber auch an Schäden anzupassen. Gleichzeitig könnte dies ein erster Schritt hin zu einem echten Selbstbewusstsein der Maschinen sein, so die Forscher im Fachmagazin „Science Robotics“.

scinexx

Roboter sind heute fast schon allgegenwärtig: Sie arbeiten in Fabriken und Lagerhallen, saugen für uns Staub oder mähen den Rasen und fliegen als autonome Drohnen durch die Luft. Auch beim Militär, für Rettungseinsätze oder bei der Erkundung fremder Planeten tun Roboter ihren Dienst. Künftig sollen die maschinellen Helfer zudem noch enger mit dem Menschen zusammenarbeiten, beispielsweise als Pflegekräfte oder Haushaltsassistenten für Alte und Kranke.

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Studies Shoot Down Tech’s Harmful Effects on Kids—So Now What?

Ultimately, what matters most is that we provide our children with a sense of agency and autonomy by teaching them that tools don’t use us, we use them.Photograph by Iakov Filimonov / Shutterstock
It looks like grownups can disregard the fear-mongering about the ill effects of digital media on kids. A 2017 study in Child Development found “little or no support for harmful links between digital screen use and young people’s psychological well-being.”

By Jordan Shapiro | NAUTILUS

Parents can police their kids’ smartphone use if they like, but they should know such restrictions aren’t evidence-based. As authors Andrew Przybylski and Netta Weinstein explain, “a critical cost-benefit analysis is needed to determine whether setting firm limits constitutes a judicious use of caregiver and professional resources.”

The American Academy of Pediatrics currently recommends that parents limit screen time to less than two hours for children two to five years old. But when researchers compared those who implemented these limits with those who didn’t, they found no significant difference in the level of children’s well-being. Apparently, the guidelines hadn’t been empirically evaluated before; they were based on findings which show that media use can supplant other activities, potentially leading to sedentary behaviors and/or loss of sleep.

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NOAA scientists debunk Trump’s ‘global waming’ tweets with a cartoon

Cartoon tweeted out by NOAA scientists Tuesday morning. CREDIT: NOAA.
„Winter storms don’t prove that global warming isn’t happening.“

Joe Romm | ThinkProgress

U.S. government climate scientists took the unprecedented step of tweeting out a rebuttal to President Donald Trump’s recent tweets implying that winter storms and cold weather in the U.S. somehow disprove global warming.

“Large parts of the Country are suffering from tremendous amounts of snow and near record setting cold,” Trump tweeted out last week. “Wouldn’t be bad to have a little of that good old fashioned Global Warming right now!”

On Monday evening, he tweeted again: “What the hell is going on with Global Waming? [sic] Please come back fast, we need you!”

And now, with government staffers back to work after a 35-day-long partial government shutdown, it appears even the administration’s own scientists have had enough of this long-debunked denial of climate science.

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Evangelikale Gemeinschaft in Luxemburg: Per Whatsapp zur Erlösung

Für jedes Problem gibt es eine Lösung – und ein passendes Gebet. So das Motto des Centre d’Accueil Universel. Die evangelikale Gemeinschaft wächst rasant in Luxemburg. Auch durch cleveres Marketing. Sie setzt auf Flyer, Smartphone-Apps und ein neues Lokalradio.

Von Michèle Zahlen | reporter.lu

Die beiden Familien strahlen die Passanten förmlich an. Vater, Mutter, Tochter und Sohn liegen auf einer perfekt grünen Wiese. Bei perfektem Wetter. Mit einem perfekten Lachen. Dieses allzu perfekte Werbeplakat hängt an einem eher unauffälligen Gebäude mitten in Esch-Alzette. Daneben der Schriftzug „Centre d’Accueil Universel“.

Die Familien zeigen: Wir sind glücklich, unbeschwert, sorgenfrei. Wer das auch werden will, muss einfach nur einen Fuß ins Centre d’Accueil Universel setzen. Die Eingangstür ist direkt nebenan.

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Facebook Paid Teens $20 to Install ‚Research‘ App That Collects Private Data

Image: The Hacker News
If you are thinking that Facebook is sitting quietly after being forced to remove its Onavo VPN app from Apple’s App Store, then you are mistaken.

Swati Khandelwal | The Hacker News

It turns out that Facebook is paying teenagers around $20 a month to use its VPN app that aggressively monitors their smartphone and web activity and then sends it back to Facebook.

The social media giant was previously caught collecting some of this data through Onavo Protect, a Virtual Private Network (VPN) service that it acquired in 2013.

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Magnetfeldverschiebung: Der Nordpol wandert nicht mehr – er rennt

Der magnetische Nordpol bewegt sich von Kanada nach Sibirien. Graphik: Nature/Tsp/Böttcher
Das Magnetfeld der Erde scheint stets konstant zu sein. Doch in Wahrheit ändert es sich so schnell, dass Forscher nun handeln müssen.

Von Jan Berndorff | DER TAGESSPIEGEL

Für den 30. Januar haben sich Geophysiker aus den USA und Großbritannien zu einem ungewöhnlichen, für die ganze Welt bedeutsamen Schritt entschlossen: Sie aktualisieren vorzeitig das „World Magnetic Model“, das Weltmagnetmodell. Täten sie es nicht, würden Piloten, Schiffskapitäne und sogar Nutzer von Google Maps demnächst dumm aus der Wäsche schauen, wenn ihr GPS mal ausfällt.

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Das Moralmenü – Moralische Maschinen mit einer Stellvertretermoral

Grafik:TP
Die Maschinenethik bringt moralische und unmoralische Maschinen hervor. Die maschinelle Moral ist in der Regel festgelegt; es sind bestimmte Aktionen möglich, andere nicht. Ein alternativer Ansatz ist das Moralmenü.

Oliver Bendel | TELEPOLIS

Über dieses überträgt der Besitzer oder Benutzer seine eigene Moral auf die Maschine. Diese agiert und reagiert so, wie er dies auch tun würde. Die Vorteile und Nachteile werden in diesem Beitrag diskutiert.

Ansätze in der Maschinenethik

Die Maschinenethik ist nicht nur eine reflektierende, sondern auch eine gestaltende Disziplin (Wallach und Allen 2009; Anderson und Anderson 2011). Sie bringt moralische und unmoralische Maschinen hervor, als Konzepte, Simulationen oder Prototypen (Anderson und Anderson 2011; Pereira und Saptawijaya 2016; Bendel 2016c; Bendel 2018b), künftig vielleicht verstärkt in Form von Produkten. Die maschinelle Moral ist überwiegend fest verankert, über Prinzipien bzw. Metaregeln sowie Regeln. Die Maschine ist damit zu bestimmten Aktionen in der Lage, zu anderen nicht (Bendel 2018b). „Maschinelle Moral“ ist wie „moralische Maschine“ ein Terminus technicus, so wie auch „künstliche Intelligenz“.

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Bullshistic pur: Roboter segnet in Oelde – Bless-U-2

Bild: WDR.DE
In der Stadtkirche der evangelischen Kirchengemeinde in Oelde segnet ein sprechender Roboter jetzt Kirchenbesucher. Er heißt „Bless-U-2″und ist 1,80 Meter groß.

wdr.de

Der Segnungsroboter beherrscht sechs Sprachen und Dialekte, unter anderem Polnisch und Hessisch. Und er kann die Arme heben und sogar die Augenbrauen bewegen, wenn er seinen Segen spricht. Ansonsten kommuniziert „Bless-U-2“ mit den Kirchgängern über ein Display.

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Woelki warnt vor digitaler Diktatur: „Nicht bloß Science-Fiction“ – zuviel schlechte Literatur gelesen

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die Entwicklung von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Big Data schreitet immer weiter voran. Angesichts dessen warnt der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki vor einer digitalen Diktatur. Dies sei keine Sciene-Fiction, betont Woelki.

DOMRADIO.DE

„Monopolähnliche Plattformen und Portale spähen unsere Interessen und Vorlieben aus“, schreibt der Erzbischof in einem Beitrag für den NRW-Wirtschaftsblog der Landesvereinigung der Unternehmensverbände. „Gigantische Datenspeicherung bis zum Big Data bieten ihnen Informationen über persönliche Nutzer. Die Giganten verkaufen sie und untergraben unsere Privatsphäre.“

„Nicht bloß Science-Fiction“

Die Prognose des israelischen Bestsellerautors Yuval N. Harari, wonach Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Big Data bald das Kommando übernähmen, ist nach den Worten Woelkis nicht bloß Science-Fiction.

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Fleisch muss nach Fleisch aussehen

Grafik: TP
Artificial Intelligence kann jetzt Fotos von Essen generieren, das es gar nicht gibt. Das macht nichts, denn Procter & Gamble hat Photoshop für Haut erfunden

Harald Taglinger | TELEPOLIS

Wie das jetzt bitteschön zusammenhängen soll, muss mir erst noch einer erklären. Vermutlich tut es das auch gar nicht, aber wenn man es nacheinander liest, dann drängt sich einem der Verdacht auf, dass da doch irgendetwas in die gleiche Richtung geht. Nur hat das eine mit dem anderen eigentlich erst einmal wenig zu tun.

Zum Punkt. Ein Team an der Universität von Tel-Aviv hat ein wenig KI zusammengerührt, die jetzt imstande ist, Fantasieessen herzustellen. Also nicht direkt im Kochtopf. Mehr auf Bildern. Da kommen einem dann die leckersten Fotos von einem Essen unter, das man sich sofort bestellen würde. Allerdings geht das nicht, denn die vollen Portionen bestehen nur im Eingemachten des neuralen Netzwerks von StackGAN V2. Ein eher unappetitlicher Name, wenn ich das anmerken darf. Aber ja nun: Das Ergebnis als Neukombination von Darstellungen aus einer auf Essen spezialisierten Bilderdatenbank kann sich durchaus sehen lassen. Auf jeden Fall löst es Speichelbildung aus, wenn man darüber schreibt. Wir wissen ja nicht, wie es schmecken soll, das Zeug, das sich StackGAN V2 da ausdenkt, aber es kann sich sehen lassen. Wie gesagt.

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#NazisRaus: Wo sollen sie denn hin, die Nazis?

© imago, FR Nazis raus – aber wohin? Vermummte Anhänger der NPD schwenken Fahnen während einer Demonstration in Augsburg.

Von Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Die Aufregung in den sozialen Netzwerken war kaum zu toppen, als die Korrespondentin des ZDF-Hauptstadtstudios, Nicole Diekmann, den Hashtag „NazisRaus“ auf Twitter absetzte. Alle Grünen-Wähler auf Nachfrage ironisch als „Nicht-Nazis“ auszudeuten, brachte ihr schließlich den fulminanten Shitstorm ein. Sie hätte ahnen können, dass die deutsche Seele keinen Spaß versteht, wenn es um den Nazi geht, zumal dem ein oder der anderen so manche Ausgestaltung des Nationalsozialismus gar nicht so wesensfremd ist.

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Hat Trumps Wahlkampfmanager Manafort Assange besucht?

Julian Assange im April 2016 mit dem damaligen UN-Sonderbotschafter Maina Kiai in der ecuadorianischen Botschaft in London. Bild: Maina Kiai/CC BY-2.0
Über die vermeintliche Enthüllungsstory, die der Guardian verbreitet hat

Christian Bunke | TELEPOLIS

Es hätte der Nachrichtenknüller zum Ende des Jahres werden sollen. Zumindest schien alles dafür angerichtet, als die britische Tageszeitung „The Guardian“ sowohl in ihren Print-Publikationen als auch Online am 27. November 2018 mit einer großen Enthüllungsstory über den Wikileaks-Gründer Julian Assange aufwartete.

Bekanntlich sitzt Assange seit mehreren Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. In dieser Botschaft soll Assange in den Jahren 2013, 2015 und 2016 Donald Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort empfangen haben. Das ist die zentrale Unterstellung des von Luke Harding, Dan Collyns und Fernando Villavicencio veröffentlichten Artikels. Villavicencio taucht inzwischen nicht mehr als Autor auf, wie die Geschichte überhaupt inzwischen vielfach mutiert wurde.

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Huber: Kirche darf nicht auf »Twitter-Falle reinfallen«

Der Berliner Altbischof und frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat davor gewarnt, sich in der Kirche zu stark an Trends und Moden zu orientieren.

DER SONNTAG

Die Kirche müsse sich zwar beständig erneuern, dabei aber Tradition und Zukunft miteinander verbinden, sagte Huber am Donnerstagabend bei einer Diskussion im Dom zu Brandenburg an der Havel. Die Kirche dürfe nicht »auf diese Twitter-Falle reinfallen« und denken, sie sei »beständig neu«, wenn sie sich digitalen Trends anschließe.

Kirche, darunter auch das evangelische Domstift Brandenburg, müsse ein Ort sein, an dem sich Menschen begegnen und sich nicht »durch twittern aus dem Weg gehen«, sagte Huber.

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„Big Data“ in der Medizin nicht unproblematisch

/Gorodenkoff, stockadobecom
Die Auswertung großer Datenbestände – Big Data – für die medizinische Forschung aber auch für die individuelle Therapieplanung gilt weithin als äußerst vielversprechende Option für den medizinischen Fortschritt.

aerzteblatt.de

Einen kritischen Kommentar zu dieser Entwicklung hat jetzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) publiziert. Er ist in der neuen Broschüre des Instituts „Auf den Punkt gebracht“ erschienen. In dieser jährlich erscheinenden Publikation veranschaulicht das Institut wichtige Aspekte seiner Arbeit in prägnanten Texten und Abbildungen – jetzt ist die vierte Ausgabe erschienen.

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Russisch-orthodoxer Patriarch meint: „Der Satan steckt im Internet“

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. zeigt sich skeptisch über das Internet und soziale Medien und warnt vor zu häufiger Nutzung von sozialen Netzwerken oder Geräten wie Smartphones.

kath.net

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. (Foto) zeigt sich skeptisch über das Internet und soziale Medien und warnt vor zu häufiger Nutzung von sozialen Netzwerken oder Geräten wie Smartphones. Dies berichtet der „Standard“. In einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender Rossija 1 meint er: „Jedes Mal, wenn man sein Gadget verwendet, kann jemand – egal ob die Standortbestimmung eingeschalten ist – herausfinden, wo man ist, was man für Interessen hat und wovor man sich fürchtet.“ Und Kyrill meint: „Der Satan steckt im Internet.“ Denn der „Antichrist ist die Person, die das World Wide Web anführen und die Menschheit kontrollieren wird.“