Geheimbericht: Das BKA will schon dieses Jahr Messenger-Apps wie WhatsApp hacken

„Die Polizei hat vollen Zugriff auf das Ziel-Telefon.“ – Werbung der vom BKA gekauften Software. All rights reserved FinFisher
Das Bundeskriminalamt will noch in diesem Jahr seinen Staatstrojaner erweitern, um Smartphones zu hacken und Messenger mitzulesen. Das geht aus einem geheimen Bericht des Innenministeriums hervor, den wir veröffentlichen. Ein zweiter, gekaufter Staatstrojaner kann dagegen immer noch mehr als gesetzlich erlaubt.

Von Andre Meister | Netzpolitik.org

Vor einem Monat hat der Bundestag den Einsatz von Staatstrojanern massiv ausgeweitet. Bisher durfte das BKA Geräte hacken, um internationalen Terrorismus zu verhindern. Jetzt kann die Polizei immer dann in Geräte eindringen, wenn sie ein Telefonat abhören darf – also tausendfach. Dafür rüsten die Behörden ihre Spionage-Software weiter auf.

Das Innenministerium berichtet regelmäßig über die Entwicklung der Staatstrojaner, leider als „nur für den Dienstgebrauch“ eingestufte Verschlusssache. Wir haben trotzdem die ersten beiden Ausgaben publiziert, jetzt veröffentlichen wir an dieser Stelle auch den dritten Bericht im Volltext.

Vom Kompetenzzentrum zur Zentralstelle

Schon vor über zehn Jahren wurde der BND beim Hacken erwischt, das BKA darf seit 2009 in Geräte eindringen. Aufmerksamkeit bekam das Thema vor allem, als der Chaos Computer Club 2011 nachwies, dass die eingesetzte Software der Firma DigiTask technisch mehr konnte als sie rechtlich durfte.

Einen Monat nach diesem PR-Desaster hatte das Bundeskriminalamt ein „Kompetenzzentrum IT-Überwachung“ eingerichtet, um einen eigenen Staatstrojaner zu programmieren. Obwohl Landes-Polizeien und Zoll Mitarbeiter entsendet haben, konnten erst letztes Jahr alle 30 Stellen besetzt werden.

Zeitgleich zur Fertigstellung hat Innenminister Thomas de Maizière die „Zentrale Stelle für IT im Sicherheitsbereich“ (ZITiSins Leben gerufen, die Staatstrojaner für alle Behörden von Bund und Ländern entwickeln soll. Dieses Jahr sind 120 Angestellte und zehn Millionen Euro eingeplant, in den nächsten fünf Jahren soll ZITiS auf 400 Mitarbeiter wachsen.

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Kalaschnikovs neuer Kampfroboter entscheidet selbst, ob er schießt – oder nicht

So sieht das Modul derzeit aus. © Kalaschnikov
Eine Maschine, die selbst entscheiden kann, ob sie einen Menschen tötet oder leben lässt: Das ist nicht länger gruselige Science-Fiction. Ende August will Kalaschnikov sein autonomes Kampfmodul vorführen.

Von Gernot Kramper | stern.de

Russland prescht in Sachen Kampfroboter voran –ob es sich um ferngesteuerte Drohnen-Fahrzeuge oder eigenständig handelnde Maschinen handelt. Der Kreml sieht in den tödlichen Robotern eine militärische Schlüsseltechnologie.

Software und Sensoren

Nun hat auch die weltbekannte Marke Kalaschhnikov eine eigene Entwicklung vorgestellt. Es handelt sich um eine Art automatisierten Geschützturm – ein Kampfmodul, wie es die Firma nennt. Denkbar wäre ein stationärer Einsatz oder der Einbau in einem Mini-Panzer.

Über die Bewaffnung wurde nichts gesagt. Dem Firmenfoto nach zu schließen verfügt das Modul über ein schweres MG und einen automatisierten Granatwerfer. Die offene Zufuhr der Munition deutet darauf hin, dass es sich um ein reines Demonstrationsmodell handelt.

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Wildfires Are on the Rise and Technology Can’t Stop Them

Darin Minnabarriet at his house on the Ashcroft First Nation as a distant fire burns near Ashcroft, B.C. on July 9. Image: THE Canadian Press/Darryl Dyck
We’re getting better at tracking and predicting fires. But when it comes to the biggest, deadliest blazes, there isn’t much to do but evacuate.

By Jacob Dubé | MOTHERBOARD

Wildfires are raging in British Columbia on the west coast of Canada, causing over 40,000 people to evacuate their homes. With the hotter, drier conditions brought on by climate change, fires are expected to get bigger and more intense in years to come.

Surely there must be something we can do to fight these out-of-control fires—some kind of technological fix. Maybe send in a remote-controlled, firefighting mini-tank?

Canada has made progress in technology that tracks and prevents wildfires, Tim Lynham, Forest Fire Research Project Leader with Natural Resources Canada, told me. A suborbital drone is under development that would help firefighters track blazes, he said, and they’re refining a danger rating system that helps identify fires‘ potential to rage out of control.

Even so, our frontline firefighting tools haven’t changed very much in yearsbecause, when it comes to battling the biggest, most dangerous blazes, there’s nowhere else to go. Experts told me that, in this sense, our firefighting tech has reached a ceiling.

University of Alberta professor Mike Flannigan co-authored a recent studyhighlighting how climate change will impact fires in the future. While Canada’s firefighters are able to manage nearly all the fires in their provinces, he said, just 3 percent of fires are responsible for 97 percent of area burned. These powerfully destructive blazes are a real challenge.

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Prediger Abu Walaa soll mit Anis Amri gesprochen haben

In seinen Videobotschaften war Abu Walaa stets von hinten zu sehen – Screenshot aus einem Youtube-Video, das ihn zeigen soll. (Foto: Screenshot via Youtube.com)
  • Ahmad Abdelaziz A. ist in seinen Predigtvideos stets von hinten zu sehen, wird deshalb auch „Prediger ohne Gesicht“ genannt.
  • Abu Walaa soll mit seinen Botschaften Jugendliche radikalisiert und zum IS geschleust haben. Deshalb wird er nun angeklagt.
  • Laut der Anklageschrift, die der SZ vorliegt, soll er auch selbst in Kämpfe verwickelt gewesen sein.

Von Lena Kampf, Andreas Spinrath | Süddeutsche.de

„Prediger ohne Gesicht“ wurde Ahmad Abdelaziz A. genannt, weil er bei seinen Videopredigten stets von hinten gefilmt wurde. Mit seinen Botschaften, die von Tod und Sünde erzählten, erreichte er Tausende Köpfe, ohne je seinen eigenen zu zeigen. Ein Bild jedoch, das Ermittler auf seinem Mobiltelefon fanden, zeigt ihn im Irak, Funkgerät und Sturmgewehr Typ AK-47 in der Hand.

Der aus dem Irak stammende Ahmad Abdelaziz A., auch Abu Walaa genannt, wird von der Bundesanwaltschaft als Deutschland-Repräsentant des IS bezeichnet, er soll Kopf eines Netzwerks sein, das beste Verbindungen in den Irak und nach Syrien unterhielt.

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Start Rolling Your Blunts: NASA Is Uploading Decades of Archival Footage to YouTube

Watch a hypersonic plane go 7,000 miles per hour and more in over 500 videos of experimental aircraft pushing the limits.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Videos unearthed from another time in flight engineering are endlessly fascinating. Until now, footage from NASA’s Armstrong Flight Research Center in Edwards, California, has been tucked away in a forgotten corner of the internet.

AFRC is in the process of uploading it legacy video database to YouTube. So far, they’ve posted around 300 of the approximately 500 videos that were deemed good candidates for migration.

Spanning decades, the footage is no-fluff documentation of some of the most important flight tests and aircraft developments in NASA and Air Force history, including video of the X1 (the first aircraft to reach supersonic flight seen), the X-43A (seen in the video above in going 5,000 and 7,000 mph), testing of the Lunar Landing Research Vehicle, and Space Shuttle landing research. It’s also just really fun to browse through.

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Streit auf Facebook endet in Pakistan mit Todesurteil

Kreuzigung in Syrien. Themenbild. Bild: RMC
In dem Land gibt es bereits strenge Gesetze gegen Blasphemie, doch nun ist auch das Internet betroffen

Von Agnes Tandler | derStandard.at

Taimoor Raza hält sich für unschuldig. Der 30-jährige Pakistaner hatte sich vor einem Jahr auf Facebook mit einem anderen Nutzer über den Islam gestritten. Doch während normalerweise solche Facebook-Auseinandersetzungen allenfalls mit kindischen Beleidigungen oder Blockierungen enden, könnte Raza diesen Streit mit seinem Leben büßen. Ein Gericht im ostpakistanischen Bahawalpur verurteilte den Mann wegen Gotteslästerung zum Tod am Galgen. Es ist das erste Mal, dass in Pakistan wegen blasphemischer Äußerungen im Internet die Todesstrafe über jemanden verhängt wurde.

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Saudi-Arabien: Junge Frau in kurzem Rock statt Abaya sorgt für Eklat

Skandalträchtig: Dieser Ausschnitt aus einem Video zeigt eine junge Frau im Minirock in Saudi-Arabien Quelle: Screenshot Die Welt
Ein Video sorgt in Saudi-Arabien für einen Aufschrei. Zu sehen ist eine Frau im kurzen Rock in einem historischen Fort. Für die einen ist es ein Akt der Befreiung, die anderen wollen sie im Gefängnis sehen.

DIE WELT

Man will es nicht glauben mit westlicher Weltsicht, aber im Jahr 2017 rufen auf dieser Welt tatsächlich noch Menschen „Ins Gefängnis mit ihr“, wenn eine Frau einen Minirock trägt. Im vielleicht konservativsten Land der Welt, Saudi-Arabien, postet eine beliebte Snapchat-Nutzerin unter dem Namen Khulood ein gerade mal sechs Sekunden langes Video auf dem Instant-Messaging-Dienst. Wer genau sich hinter dem Nutzernamen verbirgt, ist nicht bekannt.

Zu sehen ist darauf sie, wie sie im knappen Shirt und im Minirock durch ein leeres historisches Fort in Uschaiager läuft, einer Ortschaft nördlich der Hauptstadt Riad. Aus der Gegend stammen viele der besonders konservativen Clans.

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Nanomesh On-Skin Electronics Are a New Biointerface Frontier

Takao Someya Group/University of Tokyo
New sensors are basically temporary tattoos that act as electronics interfaces.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

You can learn a lot about the goings-on of the human body just through the skin. The electrical activity of the heart, for example, is reflected in tiny electrical changes on the skin, which can be observed through electrocardiography. Electromyography reveals the electrical activity of muscles, which may then reveal neuromuscular diseases. Electroencephalography (EEG) gives us a viewport into the workings of the brain. All are powerful tools, but every one of them involves the pasting of unwieldy pads to the skin in a hospital setting.

In a paper published Monday in Nature Nanotechnology, Akihito Miyamoto and colleagues offer an alternative in the form of ultrathin meshes that offer direct integration with the soft surface of the skin. They involve virtually no mechanical footprint while allowing skin to breathe and sweat as normal. Medical uses aside, the new nanomesh technology offers a crucial advance in wearables, generally—a seamless interface between skin and and electronics. In other words, where skin essentially becomes electronics.

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Russland kopiert deutsches Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Bild: heise.de/tp
Reporter ohne Grenzen verweist darauf, man habe gewarnt, dass es repressiven Staaten als Vorbild dienen könne

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

In Russland wird am 1. Juli 2018 ein Anti-Terror-Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft treten. Dann sind alle Telekom- und Internetprovider verpflichtet, alle Kommunikationsinhalte für 6 Monate und die Verbindungsdaten für 3 Jahre zu speichern. Internetprovider müssen dann den Strafverfolgungsbehörden die Schlüssel übergeben, um den gesamten Verkehr und einzelne Kommunikation einsehen zu können.

Wie Reporter ohne Grenzen berichten, wird im russischen Parlament ein neuer Gesetzentwurf behandelt, mit dem gegen das Gesetz verstoßende Inhalte im Internet schärfer kontrolliert werden sollen. Vorbild ist ausgerechnet das von Justizminister Maas stammende Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Wissenschaftlicher Dienst: NetzDG auch grundgesetzwidrig), mit dem die Aufgabe der Kontrolle den Betreibern großer sozialer Netzwerke zugeschanzt wird, die selbst unter dem Druck hoher Geldstrafen binnen 24 Stunden entscheiden müssen, welche Informationen gelöscht bzw. zensiert werden (Bundestag winkt Zensurgesetz durch).

Reporter ohne Grenzen verweist darauf, dass man das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gerade auch deswegen kritisiert habe, weil es repressiven Staaten als Vorbild dienen könne, um Zensur indirekt auszuüben und durchzusetzen: „Unsere schlimmsten Befürchtungen werden wahr: Das deutsche Gesetz gegen Hassbotschaften im Internet dient undemokratischen Staaten nun als Vorlage, um gesellschaftliche Debatten im Internet einzuschränken“, so ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Auch in Russland sollen in Zukunft Mitarbeiter sozialer Netzwerke unter hohem Zeitdruck darüber entscheiden, welche Informationen gelöscht werden. In einem Land ohne unabhängige Gerichte, die den Schutz der Meinungsfreiheit durchsetzen könnten, ist das eine verheerende Entwicklung.“

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Der ‚unsägliche‘ Papst

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
„In den ‚frömmsten‘ Winkeln der Sozialen Netzwerke ist gerade der Teufel los. Katholiken, die von sich behaupten, sie seien die wahrhaft Papsttreuen, pesten gegen Papst Franziskus, dass es nur so kracht.“

Von Bernhard Meuser | kath.net

In den „frömmsten“ Winkeln der Sozialen Netzwerke ist gerade der Teufel los. Katholiken, die von sich behaupten, sie seien die wahrhaft Konservativen und Papsttreuen, pesten gegen Papst Franziskus, dass es nur so kracht. Da liest man Sätze, dass einem der Atem stockt. Ich zitiere: „Dieser Papst ist nicht unbequem, sondern schlichtweg unerträglich und schädlich für die katholische Kirche. Dieser Papst ist ein Fehlgriff und damit Basta.“ Und weil das übliche Material für ein ordentliches Papstbashing nicht hinreicht, hilft man ein bisschen nach mit alternativen Tatsachen. Ein Hund mit eigener Facebook-Seite raunt, was sein Herrchen niemals raunen würde – dass man nun gewiss und aus zuverlässig flüsternder Quelle wisse, was wirklich geschehen sei, – auf welch infame, kirchenzerstörende Weise der Papst seinen treuen Vasallen Müller gefeuert habe. Fünf fürchterliche Fragen habe ihm der Gnadenlose auf dem Papstthron gestellt – ob er für das Frauenpriestertum sei und für die Aufhebung des Zölibats … Die Folge? Eine halbe Nacht lang: Kollektives Aufheulen im Internet. Ahnte man es nicht? Typisch Franziskus! Nur – am Morgen platzte die Blase. Kardinal Müller hatte entrüstet dementiert. Alles nur Fake. Alles frei erfunden.

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Trump kommt nur zum Staatsbesuch, wenn May ihm eine gute Berichterstattung garantiert

Theresa May und Donald Trump am 8. Juli in Hamburg. Bild: Weißes Haus
Nach der geleakten Mitschrift eines Telefongesprächs soll der US-Präsident den vereinbarten Besuch nur machen, wenn die britische Regierungschefin für einen „guten Empfang“ sorgt

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach Frankreich kam US-Präsident Donald Trump offenbar gerne, auch zum G20-Gipfel reiste er an. Mit Macron scheint er sich zu verstehen, den er etwa so pries: „Great bilateral meetings at Élysée Palace w/ President @EmmanuelMacron. The friendship between our two nations and ourselves is unbreakable.“

Doch Großbritannien, dessen Brexit-Anhänger in vielen Hinsichten mit der Trump-Politik konform gehen und wo die strauchelnde May-Regierung Rückhalt beim großen Bruder sucht, scheint Trump meiden zu wollen. Die britische Regierung will unbedingt mit den USA ein Handelsabkommen abschließen. Das will auch Trump, wie er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz während des G20-Gipfels am 8. Juli in Hamburg sagte und die sehr unterwürfig wirkende May schmeichelte, mit ihr eine „sehr besondere Beziehung“ entwickelt zu haben.

Im Mai endete aufgrund der Wahlen eine Petition an das Parlament, die verhindern wollte, dass Trump offiziell als Staatsgast nach Großbritannien eingeladen wird. Seine Frauenfeindlichkeit und seine vulgären Äußerungen würden es ausschließen, von der Queen oder Prince Charles empfangen zu werden. Immerhin hatten mehr als 1,8 Millionen Menschen die Petition unterschrieben. Dazu beigetragen könnte auch haben, wie Trump versuchte, seinen Golfplatz in Schottland durchzudrücken.

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In Bayern lässt sich der Skandal-König völlig gehen

Aufnahme von Maha Vajiralongkorn, Rama X., König von Thailand, in einem Möbelhaus bei München Quelle: BILD Leser-Reporter
Thailands König nimmt es mit Etikette und Moral nicht so genau. Ein Albtraum für die Militärregierung, die einen untadeligen Monarchen für ihre Zwecke braucht. Inzwischen hat sich die ein oder andere Peinlichkeit angesammelt.

Von Sophie Mühlmann | DIE WELT

Ein König im knallgelben Tanktop, eng wie eine Wurstpelle, weit über den Bauch hochgerollt und die blanke Haut drum herum nur von seinen bunten Tattoos bedeckt, dazu tief hängende Schlabberjeans: Thailands Monarch Maha Vajiralongkorn, alias Rama X. der Chakri-Dynastie, flaniert in solch unköniglichen Outfits immer wieder gern durch seine Wahlheimat München. Auf einer anderen Aufnahme, die ihn beim Besuch in einem Möbelhaus bei München zeigen soll, sieht sein schwarzes Mini-Shirt wie ein BH aus.

Bei Vajiralongkorns Garderobe hapert es häufig an majestätischer Aura. Daheim in Thailand hält sich der 64-Jährige zwar an den guten Ton und trägt die weiße Prachtuniform seines Ranges. Doch auf Reisen, vor allem in Bayern, wo seine derzeitige Liebste wohnt, ist ihm sein Outfit offenbar relativ schnurz. Da zeigt er gerne mal viel nackte Haut – und der Hof daheim hat seine liebe Not, die peinlichen Bilder vor den Augen seiner Untertanen zu verstecken.

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Kampfroboter sollen von Menschen schießen lernen

M153 Common Remotely Operated Weapon Station (CROWS). Bild: http://www.peosoldier.army.mil/CC BY-2.0
Eine der Schwächen von KI-Systemen ist die Erkennung und Unterscheidung von Zielen in einem unübersichtlichen, sich veränderndem Terrain

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Militärische Forschung setzt gegenwärtig auf autonome Systeme, inklusive autonome Kampfroboter, aber auch auf die Verbesserung und Ausweitung der Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Mit Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI) hat man etwa schon große Fortschritte erzielt. Mit nichtinvasiver Abnahme von Hirnwellen lassen sich Computer oder Roboter durch neuronale Befehle steuern, mit Gehirnimplantaten können bereits Prothesen direkt durch Abnahme der Signale aus dem motorischen Cortex bewegt werden.

Um Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und Leistung von Soldaten zu steigern, experimentiert das US-Militär mit einem Headset zur Neurostimulation. Nichtinvasiv wird dabei der motorische Kortex mittels Transkranieller Magnetstimulation in „Stimmung“ gebracht, was die Verarbeitung verbessern soll.

Wissenschaftler am Army Research Lab wollen nun Roboter optimieren, um sie besser Ziele erkennen, auf sie zielen und schießen zu lassen. Zwar sind technische Systeme besser, was die Erkennung vieler Objekte auf weite Entfernung betrifft, sie können im Prinzip auch schneller und genauer zielen und schießen als Menschen, die dazu mehr Zeit benötigen, bis neuronal die Signale aus der Sensorik verarbeitet und motorische Befehle gegeben werden, also bis der Weg von den Augen über die kognitive Verarbeitung bis zu den Muskeln, die einen Schuss auslösen, durchlaufen wird. Aber eine der Schwächen von KI-Systemen ist die Erkennung von Zielen in einem unübersichtlichen, sich veränderndem Terrain, wo es schwer fällt, eine semantische Segmentierung durchzuführen oder gar „Freund“ und „Feind“ auseinanderzuhalten.

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Lebende Bakterien als „Videorekorder“

Dieses Bild eines galoppierenden Pferdes haben US-Forscher in lebenden Bakterien gespeichert – sogar als Video. © Seth Shipman
Zellen als Datenspeicher: US-Forscher haben erstmals ein Foto und sogar einen Film im Erbgut lebender Bakterien gespeichert. Dafür kodierten sie die Bildinformationen in DNA-Stücken, die von den Zellen in ihr Erbgut eingebaut wurden. Durch DNA-Sequenzierung der Zellen ließen sich die Daten wieder abrufen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dies eröffne ganz neue Möglichkeiten der biologischen Datenspeicherung.

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Schon länger experimentieren Forscher damit, das Erbmolekül DNA als Datenspeicher zu nutzen. Denn als Basen kodiert, sind Speicher mit erheblich höheren Datendichten möglich als in herkömmlichen Computern – und sie wären erheblich haltbarer als übliche Datenträger. Bisher wurden solche DNA-Speicher allerdings meist in vitro erzeugt und auch wieder abgelesen – sozusagen im Reagenzglas.

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Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle

Dass sie geortet wurden, erfahren Betroffene in der Regel nicht. (Foto: imago/Westend61)
Millionenfach lassen Behörden Standortdaten von Handys unbescholtener Bürger abfragen. Wer betroffen ist, erfährt das meist nicht – obwohl er informiert werden müsste.

Von Christiane Schulzki-Haddouti | Süddeutsche.de

Die Funkzellenabfrage darf seit kurzem als Standardermittlungsinstrument der Polizei gelten. Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag einen Beschluss des Bundestags von Ende Juni bestätigt, der die Mobilfunk-Rasterfahndung nach jedem Wohnungseinbruchdiebstahl ermöglicht. Mit dem Ermittlungsinstrument wurden in den vergangenen Jahren Millionen unbeteiligter Bürgern erfasst und deren Daten in den Datenbanken von Polizei und Staatsanwaltschaft gespeichert. Doch die Betroffenen erfahren von der Handyortung in der Regel nichts.

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Nearly Half of the Most Popular Websites Use the Same Software to Track You Around the Internet

Image: Shutterstock Remix by Louise Matsakis YOU’RE BEING FOLLOWED
Third-party tracking software is increasingly is controlled by only a handful of companies.

By Louise Matsakis | MOTHERBOARD

When you surf around on the internet, you’re not the only one collecting information. While you check out various web pages, web trackers gather data about you, often without your consent.

Trackers have plenty of legitimate functions, for instance, „cookies“ keep you logged into websites. They’re what prevent you from needing to reenter your username and password every time you load a website.

The problem is that most companies don’t build their own tracking tools, and instead rely on ones developed by third parties, meaning a small number of corporations have an enormous amount of data about our browsing habits. A handful of companies, like Google, CloudFront (owned by Amazon), and Optimizely, make by far the most popular tracking tools on the internet.

A new study published by independent researcher Sarah Jamie Lewis onMascherari Press shows just how consolidated internet tracking has become.

 The study scraped 1000 of the most popular websites on the internet—including everything from Harvard.edu to the dating site for people looking to have an affair AshleyMadison.com—and counted how many third-party trackers each used. What Lewis found was that many of the internet’s most popular destinations (45 percent) are connected to each other because they use the same tracking software. Lewis dubbed the entire connected infrastructure „The Information-Tracking Superhighway.“

Kritik an Facebook: Regenbogenflagge, aber kein Kreuz

Bild: Leipziger Blatt
Das soziale Netzwerk zog sich Kritik von Christen zu – Christen forderten nach der Verwendung einer Regenbogenflagge, auch ein Kreuzsymbol bereitzustellen.

kath.net

Christen in den USA hatten das soziale Netzwerk Facebook darum gebeten, auch ein christliches Kreuz in die Auswahl seiner Emojis aufzunehmen. Facebook lehnte die Bitte ab. Das berichtete die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Vorausgegangen war, dass Facebook für einige Tage eine Regenbogenflagge zur Verfügung gestellt hatte, die als Symbol der Homosexuellenbewegung gilt. Dem folgten lebhafte Diskussionen über die Bildschriftsymbole.

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Ethik bei autonomen Autos und das Trolley-Problem: Was tut der Weichensteller?

Weichensteller in Chicago (Bild: Library of Congress)
Die Debatte um selbstfahrende Autos machte ein philosophisches Gedankenexperiment populär, das Weichensteller- oder Trolley-Problem. Es behandelt die Wahl zwischen zwei moralisch bedenklichen Aktionen. Wir haben uns die Geschichte des Dilemmas angeschaut.

Von Ralf Bülow | heise online

Dichter Nebel. Ein Eisenbahnwaggon oder eine Straßenbahn macht sich selbständig und rast auf mehrere Menschen zu, die auf den Schienen stehen. Retten könnte sie ein Weichensteller, der das Gefährt auf ein Nebengleis ablenkt. Auf diesem sitzt nun ein Gleisarbeiter, was dem Weichensteller ebenfalls bekannt ist. Was soll er tun?

Das ist die Essenz des Trolley-Problems, benannt nach dem amerikanischen Wort für Straßenbahn. Seitdem autonome Autos auf den Straßen rollen, wird es diskutiert, wobei jetzt das Handeln der künstlichen Intelligenz im Mittelpunkt steht. Das Problem erscheint auch im Bericht der Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren, den Bundesverkehrsminister Dobrindt unlängst vorstellte. Regel 8 des Berichts behandelt „echte dilemmatische Entscheidungen“, und Regel 9 fordert: „Die an der Erzeugung von Mobilitätsrisiken Beteiligten dürfen Unbeteiligte nicht opfern.“

Ein alte Frage

Über Opfer grübelten schon antike Philosophen nach. Denn das Problem stellt natürlich grundsätzliche philosphische Fragen, ob man einer konsequentialistischen Ethik folgt, die Handlungen allein anhand ihrer Ergebnisse beurteilt, oder einer deontologischen Ethik, nach der bestimmte Handlungen unabhängig von ihren Ergebnissen gut oder schlecht sind. Es lohnt sich aber, die Geschichte des Trolley-Problems und seiner Logik zu untersuchen – und das, was als reale Beispiele zur Illustration der Problematik herangezogen wird.

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Kinderpornos? Die schauen nicht nur Pädophile

ILLUSTRATION – Ein Screenshot einer Login-Seite der Kinderpornografie-Plattform „Elysium“ ist am 07.07.2017 am Rande einer Pressekonferenz von Bundeskriminalamt (BKA) und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt in Wiesbaden (Hessen) auf dem Monitor eines Smartphones zu sehen. Beim Schlag gegen die europaweit größte Kinderpornografie-Plattform „Elysium“ im Darknet haben die Ermittler 14 Verdächtige festgenommen. Hauptbeschuldigter ist ein 39-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg in Hessen, er war der mutmaßliche Administrator der international ausgerichteten Plattform. Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++ Quelle: dpa
Etwa 87.000 Nutzernamen verzeichnete die jüngst aufgeflogenen Kinderporno-Plattform „Elysium“. Was aber treibt die Nutzer, sich am Missbrauch von Kindern zu weiden? Psychologen sehen mehrere Motive.

Von Fanny Jimenez | DIE WELT

Das internationale Kinderporno-Netzwerks „Elysium“, das Fahnder im Darknet aufgedeckt haben, dem dunklen Teil des Internets. In nur fünf Minuten hatte man die Software heruntergeladen, sich Benutzernamen und Passwort zugelegt – wenn man es wollte.

Anders als sonst auf solchen Plattformen üblich, musste man nicht selbst Material beisteuern, um zuzuschauen. Wie auf einem großen Marktplatz tauschten die rund 87.000 Nutzer Fotos und Videos von missbrauchten Kindern aus, verabredeten sich zum Missbrauch, der teils gleich wieder online gestellt wurde. Daten im zweistelligen Terabyte-Bereich stellten die Ermittler sicher.

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Sexroboter nicht revolutionär, sondern lediglich eine Masturbationshilfe für Männer

foto: abyss creations Abyss Creations stellen Sexpuppen her, die mit Sensoren und künstlicher Intelligenz ausgestattet werden.
Der technologische Fortschritt hat in den vergangenen Jahren für allerlei Innovation gesorgt. Ob selbstfahrende Autos, Smartphones oder Virtual-Reality-Brillen – die Technik vermittelt ein gewisses „Die Zukunft ist hier“-Gefühl. Nun sollen auch Sexroboter eine Revolution mit sich bringen. Mehrere Firmen stehen kurz vor dem Markstart und alle wollen den perfekten, künstlichen Sexualpartner entwickelt haben.

derStandard.at

Nur ein Spielzeug und für Männer

Allerdings werfen die Sexroboter auch einige ethische Fragen auf, die in einem ersten Bericht der Foundation for Responsible Robotics (FRR) beantwortet wurden. In dem Report wurde etwa verdeutlicht, dass Männer deutlich interessierter an Sex mit Robotern sind. Die künstlichen Sexualpartner würden zudem mehr als Spielzeug angesehen werden und nicht als Partner, mit dem eine emotionale Bindung aufgebaut wird.

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