Internet: KI entlarvt gefälschte Bilder

Fake News werden oft von gefälschten Bildern begleitet. Eine neue SOftware erkennt, wenn Kontext oder Inhalt nicht stimmen. © jinga80, kchungtw/ thinkstock
Fake Images auf der Spur: Eine neue Software kann gefälschte und manipulierte Bilder im Internet erkennen – und so Fake News auch anhand ihrer Fotos entlarven. Die künstliche Intelligenz prüft dafür, ob das gleiche Bild schon woanders im Netz erschienen ist, ob der Kontext stimmt und ob das Foto vielleicht nachträglich manipuliert wurde. Die Software läuft als Browser-Add-on und warnt Internetnutzer, wenn ein solches Falschbild auf dem Screen erscheint.

scinexx

Fake News haben zwar eine lange Tradition, aber selten war ihr Einfluss und ihre Verbreitung so groß wie heute. Vor allem in den sozialen Medien werden häufig Nachrichten gepostet und geteilt, die falsche Tatsachen oder gezielte Desinformation enthalten. Häufig sind solche Fake News mit falschen, aus einem anderen Kontext stammenden, oder manipulierten Bildern illustriert.

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Prominenter Blogger Yameen Rasheed von Unbekannten erstochen

Der Blogger und Social-Media-Aktivist war öffentlicher Kritiker der islamischen Extremisten und Korruption in der Regierung

derStandard.at

Er erhielt regelmäßig Morddrohungen wegen seiner anti-islamischen Ansichten. Am Sonntag wurde der maledivische Blogger und Social-Media-Aktivist Yameen Rasheed mit zahlreichen Stichwunden tot im Stiegenhaus seiner Wohnung in der Hauptstadt Malé aufgefunden.

Rasheeds regierungskritischer Blog „The Daily Panic“ hatte eine beträchtliche Anzahl von Lesern unter den etwa 340.000 sunnitischen Muslimen der südasiatischen Inselrepublik. Bekannt wurde Rasheed, als er sich für den verschwundenen und mutmaßlich verschleppten unabhängigen Journalisten Ahmed Rilwan einsetzte.

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I Talked to Four Humanoid Robots and They’re Mostly Dumb as Doornails

Prof. Youngsook Park stands in front of the Han robot. Image: Zoltan Istvan/Motherboard
Over the last 18 months, I’ve found myself in the strange habit of hanging out and interviewing English-speaking humanoid robots. I was able to chat with four machines, each which possessed some level of artificial intelligence. Even though none of them could fully carry on normal conversations, they all had something to say. And sometimes, what they say and how they say it, is a piercing glimpse into the future of humanity.

By Zoltan Istvan | MOTHERBOARD

Three of the robots I talked to were mass-production models: Pepper, Meccanoid, and iPal. The fourth was Han, which was presented by AI expert Dr. Ben Goertzel, chief scientist at Hanson Robotics. The various price tags of these bots range from $200 on Amazon, to potentially many millions of dollars for something like Han. The production robots are all between three to four feet tall and are mobile. Han is just an upper body, the torso of which rests against whatever he’s placed upon.

Han

What Han is lacking in body, though, he makes up for in intellect. He’s the smartest of the bunch by a long shot. I first saw Han at the 2016 Global Leaders Forum in Seoul, South Korea. The event was organized by Futurist Professor Youngsook Park and hosted by Korean channel TV Chosun. Han was helping to formally open the event in front of hundreds of Korean onlookers. Everyone in the audience, including myself, was immediately impressed with the robot’s sophisticated articulation and level of understanding.

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Das erhabene Spektakel der Atomtests

Themenbild. Screengrab Youtube
US-Wissenschaftler haben Videos von den oberirdischen Atomwaffentests der USA aus den Jahren 1945 bis 1962 deklassifiziert und eine „Playlist“ veröffentlicht

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Im Konflikt mit Nordkorea herrscht die Angst, es könne zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommen. Das Säbelrasseln und Waffen-Vorführen ist zwar ein übliches Macho-Gehabe zwischen Staaten, wenn sie aber von unberechenbaren Menschen wie Donald Trump oder Kim Jong-un geleitet werden, bleibt die Unsicherheit groß, dass einmal eine schnelle Entscheidung eine Entwicklung auslöst.

So ist womöglich damit zu rechnen, dass Nordkorea wieder einen provozierenden Atomwaffentest ausführt. Es wäre der bislang sechste. Ob das Regime über einsatzfähige Atomwaffen verfügt, ist allerdings weiterhin eine Frage der Spekulation. Nordkorea macht alles, damit es so scheint, zumal das Regime – ein Teil der „Achse des Bösen“ von George W. Bush – gelernt hat, dass einzig Atomwaffen vor Regime Change schützen.

Nordkorea führte seine Atomwaffentests unterirdisch durch. Im Kalten Krieg haben die USA und die Sowjetunion zahlreiche Tests durchgeführt. Während Russland mehr als 700 Tests durchführte, zündeten die USA über 1000 Mal eine Bombe, davon 200 Mal oberirdisch. Auch Frankreich war mit fast 200 Atomwaffentests dabei, China und Großbritannien führten jeweils 45 Tests durch.

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US-Justizminister: Festnahme von Wikileaks-Gründer Assange hat „Priorität“

Wikileaks-Gründer Julian Assange spricht von einem Balkon der Botschaft von Ecuador in London zu Journalisten. (Foto: dpa)
  • Seit 2012 lebt Julien Assange, Betreiber der Enthüllungplattform Wikileaks, im ecuadorianischen Exil in der Botschaft in London.
  • Bisher wurde keine Anklage gegen den Enthüller erhoben. Das könnte sich nun ändern.
  • Die US-Regierung debattiert Medienberichten zufolge über eine Anklage gegen Assange. Seine Festnahme habe Priorität, sagt US-Justizminister Sessions.

Süddeutsche.de

Der US-Justizminister Jeff Sessions hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu einer „Priorität“ der neuen US-Regierung erklärt. „Wir werden unsere Anstrengungen gegen alle undichten Stellen verstärken und verstärken diese bereits“, antwortete Sessions am Donnerstag in Washington auf die Frage eines Journalisten, ob Assanges Festnahme eine Priorität der USA sei.

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Wikileaks: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Bundesregierung

Öffentliche Anhörungen (hier Kanzlerin Angela Merkel) und das Wälzen geheimer Unterlagen gehören zur Arbeit des NSA-Ausschusses. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)
Wer hat vertrauliche Daten aus dem NSA-Untersuchungsausschuss an Wikileaks weitergegeben? Bislang wurden Abgeordnete als Quelle vermutet, jetzt wächst der Kreis der Verdächtigen.

Von Reiko Pinkert, Hakan Tanriverdi | Süddeutsche.de

Die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin hat den Kreis der verdächtigten Personen bei der Suche nach dem Leck im NSA-Untersuchungsausschuss erweitert. Sie hat sich vom Kanzleramt die notwendige Ermächtigung eingeholt und prüft derzeit, ob auch gegen Mitarbeiter der Bundesregierung ermittelt wird. Das bestätigte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde der Süddeutschen Zeitung.

Vertrauliche Dokumente waren bei der Enthüllungsplattform Wikileaks aufgetaucht. Ein Regierungssprecher teilte mit, dass man über „Stand und Einzelheiten“ den Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft nicht vorgreifen wolle. Bislang wurden Parlamentarier als Quelle vermutet.

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Facebook’s War on Weed Is Totally Legal, But It Still Sucks

Image MOTHERBOARD
Just another reason to reconsider our total reliance on a handful of social media sites.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

It’s rare to get online these days without being networked through at least one of a handful of massive social media hubs such as Facebook, Instagram, Twitter, or Reddit. Each platform offers its users a slightly different experience, which isn’t always pleasant. Reddit and Twitter, for example, have each come under fire for their overly tolerant stance on free (read: hate) speech; on the flipside, Facebook and Instagram have been called out for issuing gag orders on what many users feel is legitimate content.

Last year, Facebook drew considerable criticism from the hemp-isphere after shutting down dozens of pages for legal medical marijuana dispensaries. Patients decried the action as limiting access to information that helped them procure and learn about their medicine, while cannabusiness owners were indignant about their dispensaries being flagged as illegal commerce. But when the (pot) smoke cleared, nothing had changed other than a greater awareness of our near-total dependency on the whims of the modern gatekeepers of free speech.

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Aus für “Kopp Online”: Eine Quelle für gefälschte Nachrichten geht offline

Das Kopp-Verlagshaus in Rottenburg Flickr / Metropolico.org / CC BY-SA 2.0
Mit Neuigkeiten über außerirdische Raumschiffe, die „Umvolkung“ oder „Warum Impfstoffe, Pestizide und Chemtrails die Top 3 der Massenvernichtungswaffen sind“, ist nach Verlagsangaben nicht genug Geld zu verdienen: Das “Nachrichtenportal” des Kopp-Verlags namens “Kopp Online” ist Geschichte.

Von Stefan Lauer | BellTower News

„Beim Kopp Verlag (…) fließen Gewinne. Jeden Tag werden 25.000 Bücher verkauft. Außerdem freut man sich über ein jährliches zweistelliges Wachstum beim Verlag.“ So steht es am Ende des aktuellsten Artikels, der auf „Kopp-Online“ veröffentlicht wurde. Das war am 10.03.2017, also mittlerweile vor mehr als einem Monat. Die Realität ist möglicherweise nicht ganz so rosig, denn seitdem herrscht Funkstille auf der Website mit dem Untertitel: „Informationen, die Ihnen die Augen öffnen“. Laut eines Facebook-Posts auf der Seite des  Verlages  wird das “Nachrichten”-Portal “Kopp Online” wegen “mangelnder Unterstützung der Leser” eingestellt.

Die Leser von Kopp-Online wären nicht die Leser von Kopp-Online, wenn sie nicht empört wären und eine Verschwörung wittern würden. Schon vor Jahren wurden auf anderen verschwörungsideologischen  Websites behauptet, die Bertelsmann-Gruppe hätte in den Verlag investiert, um eine Kontrolle über Veröffentlichungen zu erlangen. Diese Gerüchte bestätigten sie nie. Trotzdem sind sie auch jetzt wieder Thema. Tatsächlich passiert schon seit Ende 2016 nicht mehr sonderlich viel bei “Kopp-Online”. Die Ausnahme sind Artikel, die sich mit Neuerscheinungen befassen oder Berichte über Artikel anderer Medien, die den Verlag und sein Programm kritisieren. Ansonsten erschien nur noch eine wöchentliche Presseschau, die „aktuellen Weltnachrichten“, bei denen die Verfasser_innen unter Zwischenüberschriften wie „Dschihad“ oder „Bunte Vielfalt für die bunte Republik“ Artikel aus Publikationen teilen, die im Kopp-Universum ansonsten eher unter „Lügenpresse“ gehandelt werden.

Eine Stellungnahme von Kopp zur Einstellung der Website gibt es nur indirekt und auf Anfrage, denn auch das Social-Media-Angebot des Verlags liegt seit dem 10.03. brach. Die vielen Nachfragen besorgter Facebook-Fans, die staatliche Zensur vermuten, bleiben unbeantwortet. Am 20.03. antwortet die Facebookseite aber schließlich doch noch auf die Frage eines Nutzers, die er zwölf Tage vorher gestellt hat:

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Datentausch mit dem US-Militär: BND lehnt ab, Europol springt ein

Die biometrische Identifizierung hat das US-Militär Irak und wie hier in Afghanistan begonnen, im Rahmen der Operation „Gallant Phoenix“ werden Fingerabdrücke und DNA-Spuren im Irak und in Syrien gesammelt, die EU will eine Datenbank über „ausländische Kämpfer“ anlegen. Bild: DoD
Polizeien des Bundes und der Länder könnten demnächst Fingerabdrücke und DNA-Spuren nutzen, die das US-Militär in Syrien und dem Irak einsammelt. Auch Geheimdienste erhielten Zugriff

Von Matthias Monroy | TELEPOLIS

Laut einem Ratsdokument der Europäischen Union will die EU-Polizeiagentur Europol in Den Haag Fingerabdrücke und DNA-Spuren verarbeiten, die das US-Militärs in Kriegsgebieten sammelt. Der Datentausch erfolgt im Rahmen der Operation „Gallant Phoenix“. Dabei handelt es sich um ein Aufklärungsprojekt des US-Militärs, das in Jordanien angesiedelt ist. Auch US-Geheimdienste nehmen daran teil. „Gallant Phoenix“ steht unter Leitung des Joint Special Operations Command, das die Spezialeinheiten aller Teilstreitkräfte befehligt (Pentagon: Neue Spezialeinheit zur weltweiten Jagd auf Terroristen).

Neben „Gallant Phoenix“ hat die US-Regierung einigen EU-Mitgliedstaaten angeboten, eine Datenbank zu „ausländischen Kämpfern“ einzurichten, biometrische Daten ankommender Geflüchteter damit abzugleichen. Laut einem Papier der amtierenden EU-Ratspräsidentschaft handelt es sich um „Daten aus Kriegsschauplätzen in Syrien und dem Irak und anderen Konfliktgebieten“. Auch das deutsche Innenministerium wurde hierzu vom Heimatschutzministerium angesprochen. Details zur möglicherweise militärischen Herkunft der Daten kennt die Bundesregierung angeblich nicht, trotzdem wird der Vorschlag geprüft.

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Meet Babel Street, the Powerful Social Media Surveillance

Image: Shutterstock/MOTHERBOARD
Newly released records from the Seattle Police Dept. illustrate the formidable capabilities of Babel Street’s software and offers a look into who is using it.

By Curtis Waltman | MOTHERBOARD

After Geofeedia’s highly publicized PR disaster, in which Chicago Police were found to have used the social media surveillance platform to track racial justice protests and gatherings, the social media monitoring company saw Twitter, Facebook, and Instagram cut off its data streams. Arguably the three most valuable API streams for social media sites, it would make sense for law enforcement to try and find an alternative software. A company called Babel Street, hailing from Reston, Virginia, might just be the answer.

Newly released records from the Seattle Police Department indicate that in March of 2016, the agency acquired a two month trial run of Babel Street’s Babel X software and Open Source Intelligence training. The purchase ran the department $6,500. The price of a one year Babel X subscription is $18,500, per a quote for the Army National Guard, which for some reason wound up in this SPD release. That price is notably lower than what Geofeedia charged for a year long contract, $26,000.

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Neuer Leak: „Die Mutter aller NSA-Exploits“ veröffentlicht

foto: apa Mit den NSA-Tools sind nun Millionen Windows-Rechner in Gefahr
Hackergruppe „Shadow Brokers“ veröffentlichte Hackertools des US-Geheimdienstes

Von Markus Sulzbacher | derStandard.at

Wieder sorgt die ominöse Hackergruppe „Shadow Brokers“ für Schlagzeilen. Die Gruppe, die in den vergangenen Monaten bereits NSA-interne Programme und Informationen veröffentlichte, legte am Freitag neue Enthüllungen nach. Und Diese haben es in sich: US-Medien sprechen sogar vom „schlimmsten Leak seit Snowden“.

Kein Schutz für Windows

So finden sich in den von den Hackern veröffentlichten Dateien auch Programme der NSA, mit denen es möglich ist, Windows-Rechner zu hacken und vollständig zu kontrollieren. Diese sogenannten Exploits funktionieren auf Rechnern mit Windows XP bis Windows 8. Servervarianten aus dem Hause Microsoft sind mit diesen Tools ebenfalls ein leichtes Ziel für Angreifer.

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Geheimakte BND & NSA: Die rätselhafte Supergeheim-Operation Glotaic

Symbolbild. heise online
Nicht nur im Rahmen von Eikonal sondern auch mit einem Programm namens Glotaic hat der BND daran gearbeitet, einen Netzbetreiber direkt anzuzapfen. Trotz NSA-Untersuchungsausschuss bleiben viele Details dazu aber im Dunkeln.

Von Stefan Krempl | heise online

Das Projekt Eikonal war zwar in seiner engen Kooperation mit der NSA im gewissen Sinne einzigartig, blieb nach dem einmal trainierten Zugriff an einem Internetknoten aber trotz all der damit verknüpften großen rechtlichen Schwierigkeiten beileibe kein Einzelfall. Anfang Dezember 2014 ließ sich der technische Leiter der Operation beim Bundesnachrichtendienst, S. L., von der Obfrau der Linken im NSA-Untersuchungsausschuss, Martina Renner, aus der Nase ziehen, dass der BND einen weiteren Netzbetreiber angezapft hatte.

Große Lernkurve bei den Überwachern

„Es gab noch einen zweiten Ansatz, in dem Meldungen an einen ausländischen Nachrichtendienst weitergeleitet worden sind“, entfuhr es dem Zeugen nach mehrfachen Nachfragen. Zuvor hatte er behauptet, dass es sich bei Eikonal „um das einzige Projekt dieser Art“ gehandelt habe. Der zweite Fall bei einem anderen Netzbetreiber, also nicht bei der Deutschen Telekom, sei dagegen ein „kompletter BND-Ansatz“ mit eigenem Gerät gewesen. Einzelheiten dazu könne er aber nur in nicht-öffentlicher Sitzung offenbaren. Einen dritten vergleichbaren Vorgang habe es nicht gegeben.

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This Site Sells Replica ISIS Suicide Vests and Pressure Cooker Bombs

Image: Inert Products LLC
Islamic State’s weaponized drones are now so ubiquitous that you can even buy replicas of the bombs they drop for training purposes. They look just like the real thing, and even feature removable fuzes and safety pins. Of course, they won’t explode, and are made out of solid urethane.

By Ben Sullivan | MOTHERBOARD

Welcome to the replica ISIS weapon emporium, Inert Products LLC, the self-titled „world’s leading supplier of inert training products“.

Pennsylvania-based Inert Products is an eye-opening seller of fake Islamic State weapons, fake casualties (including body parts), simulated explosives, and replica ordnance—all in the name of military, government, and law enforcement training purposes.

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CIA-Chef bezeichnet Wikileaks als feindlichen Geheimdienst

© AP Geheimdienst-Chef Mike Pompeo
Den Wikileaks-Gründer Julian Assange nennt Mike Pompeo einen Betrüger und Feigling: Der Chef der CIA greift die Enthüllungsplattform scharf an – sie würde für die Russen arbeiten.

Frankfurter Allgemeine

CIA-Direktor Mike Pompeo hat die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks als nicht-staatlichen „feindlichen Geheimdienst“ bezeichnet. Dieser Geheimdienst werde oftmals von staatlichen Akteuren etwa aus Russland unterstützt, sagte der Chef des amerikanischen Geheimdienstes am Donnerstag in seiner ersten Rede im neuen Amt vor dem Center for Strategic and International Sudies.

So habe der russische Militärgeheimdienst Wikileaks benutzt, um Material zu verbreiten, das durch Hackerangriffe auf die Demokratische Partei bei der amerikanischen Präsidentenwahl gewonnen worden sei. Zudem ermuntere Wikileaks seine Anhänger, sich um Anstellung bei der CIA zu bemühen, um an Geheiminformationen zu gelangen.

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Künstliche Intelligenz übernimmt Vorurteile

Image: FUTURISM M.A
Rassistische Maschine: Wenn Künstliche Intelligenz anhand von Text-Datensätzen Sprache lernt, übernimmt sie auch die darin enthaltenen Stereotypen. Ein Assoziationstest offenbart: Solche Computerprogramme zeigen dann dieselben rassistischen Vorurteile oder Geschlechter-Klischees wie viele Menschen in unserer Gesellschaft. In Zukunft könnte das zu einem echten Problem werden – nämlich dann, wenn Künstliche Intelligenzen vermehrt Aufgaben in unserem Alltag übernehmen.

scinexx

Computersysteme, die menschliche Intelligenz nachahmen, beherrschen inzwischen erstaunliche Fähigkeiten: Die Maschinengehirne werten selbständig Sprache, Bilder und Texte aus oder schreiben sie sogar. Zudem haben sie gelernt, sich gegenseitig etwas beizubringen und kommen auch mit komplexen Aufgaben mühelos zurecht. Für Aufsehen sorgten jüngst etwa Siege von KI-Programmen gegen menschliche Gegenspieler bei Poker, Go und im Fragespiel Jeopardy.

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SPD-Politiker zeigen Hilfsapostel Dodo Laun an

Laun hatte in seinem jüngsten Hirtenbrief Homosexuelle als „gestörte Männer und Frauen“ bezeichnet, „die anatomisch eine kleine Missbildung haben“

Von Stefanie Ruep | derStandard.at

Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat mit seinen Aussagen schon häufig für Empörung und Kritik gesorgt. Sein jüngster Hirtenbrief hat nun zu einer Strafanzeige aus Deutschland geführt. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner, Eva Högl, Johannes Kahrs und der stellvertretende Landesvorsitzende der SPDqueer in Berlin, Christopher Jäschke, haben gemeinsam die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und Strafantrag gegen den katholischen Bischof und die Betreiber der Internetseite kath.net gestellt.

Der scheidende Salzburger Weihbischof hatte in dem Hirtenbrief umfassend gegen die „Gender-Ideologie“ gewettert, die er wie den Nationalsozialismus und den Kommunismus als Lüge des Teufels bezeichnete. In dem Text bezeichnete der 74-Jährige Homosexuelle als „irgendwie gestörte Männern und Frauen, die anatomisch eine kleine Missbildung haben oder eine sexuelle Anziehung zum eigenen Geschlecht verspüren“.

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Government Hackers Used Microsoft Word Zero-Day to Install Spyware on Russian Targets

Image: MOTHERBOARD
The hackers exploited the unknown vulnerability to install spyware made by the infamous surveillance company FinFisher.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

An unknown group of government hackers used the recently discovered vulnerability in Microsoft Word to target Russian victims with booby-trapped documents.

The hackers leveraged a military manual written in Russian, a document referencing the Russian Ministry of Defense, as well as a document that promised to reveal the „top 7 hot hacker chicks“ to lure victims into opening the .doc attachments. If the targets fell for it, they’d get hacked thanks to the Microsoft Word zero-day and infected with FinSpy, spyware made by the infamous surveillance technology firm FinFisher.

Security researchers working at FireEye, as well as Claudio Guarnieri, a malware hunter and senior technologist at Amnesty International, spotted these operations in the wild. The hackers, whoever they were, left a series of booby-trapped documents on a server online.

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IS nutzt österreichische Internetseiten für Propaganda

Die IS-Agentur Amaq verbreitet Propaganda in Österreich. – REUTERS
Der Islamische Staat registriert immer mehr Domains über die österreichische Registrierungsstelle nic.at. Der Kampf gegen die Propaganda gleicht einer Sisyphos-Arbeit.

Die Presse.com

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bedient sich bei ihrer Propaganda offenbar auch verstärkt österreichischer Internetseiten. Wie die Onlinezeitschrift „Vice Alps“ am Montag berichtete, waren es in den letzten Wochen und Monaten überwiegend österreichische Domains, die als Sprachrohr der IS-Agentur Amaq fungierten. Über Amaq bekennt sich der IS regelmäßig zu Anschlägen.

Als Registrierungsstelle für Internetadressen mit „.at“-Endungen dient die nic.at GmbH mit Sitz in Salzburg. Dort bestätigte man gegenüber „Vice Alps“ etwa ein Dutzend Fälle. „Uns ist das Problem seit Mitte Jänner bekannt“, teilte das Unternehmen mit. Man sei allerdings nur Vergabestelle und könne höchstens die Domain an sich im Wortlaut prüfen. Man habe nichts mit den Inhalten zu tun und könne dort auch nicht eingreifen, erklärte am Dienstag ein nic.at-Sprecher auch in den „Salzburger Nachrichten.“ Dafür seien in der Regel die Host-Provider zuständig. Es sei auch nie Geld vom IS nach Salzburg geflossen.

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Der schmutzige Wahlkampf der NRW-AfD

Stiefmütterchen und rechte Hetze: Hinter der bürgerlichen Fassade der AfD kommt so manches schmutzige Detail zum Vorschein. (Foto: dpa)
Die AfD im Westen gibt sich bürgerlich. Im Internet aber zeigt sich: Unter den Parteimitgliedern sind Hetzer, Islamfeinde und Sexisten.

Von Benedikt Peters | Süddeutsche.de

Es gibt diese Momente, in denen man die AfD für eine bürgerliche Partei halten kann. Am Donnerstabend vergangener Woche zum Beispiel, in Mettmann, einer Kleinstadt bei Düsseldorf. Die „Gesellschaft Verein zu Mettmann“ hat zur Podiumsdiskussion in ein Vier-Sterne-Hotel geladen. Gut hundert Zuhörer sitzen auf gepolsterten Stühlen über dickem Teppichboden, und vorn, auf dem Podium neben den anderen Lokalpolitikern, sitzt Herbert Strotebeck in dunklem Anzug und Krawatte.

Strotebeck steht auf Platz fünf der AfD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Nach der Abstimmung am 14. Mai wird er im größten deutschen Landtag sitzen, alles andere wäre bei den derzeitigen Umfragewerten ein Wunder. Er trägt das graue Haar akkurat gescheitelt und spricht in geschliffenen Sätzen: Über die neue Einbruchsstatistik, über den Ausbau der Straßen, darüber, warum er das alte Abitur nach neun Jahren wieder zurück haben möchte. „Ich begründe Ihnen das auch gern. Unsere Kinder können noch genug arbeiten. Wir sollten ihnen mehr Zeit lassen, zum Beispiel, um ein Instrument zu erlernen oder Sport zu treiben.“ Strotebeck bekommt viel Applaus von Mittfünfzigern in Hemden und Sakkos, manchmal sogar mehr als der Mann von der CDU. Hier sitzt ein Bürgerlicher unter Bürgerlichen, so wirkt es.

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Bewaffnete Drohnen für US-Polizisten

Bild: Lima Pix/CC By-2.0
Ein Gesetzentwurf in Connecticut stellt zwar die Bewaffnung von Drohnen unter Strafe, würde aber das Tor für eine Aufrüstung der Sicherheitskräfte öffnen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Ein neues Gesetz im US-Bundesstaat Connecticut reguliert auf interessante Weise die Verwendung von Drohnen. Aufgenommen wurde, dass auch Mini-Drohnen nicht nur selbst als Waffen dienen können, um mit ihnen Personen, Fahr- oder Flugzeuge anzugreifen, sondern dass sie auch bewaffnet werden können. Das hatte letztes Jahr der Islamische Staat begonnen (Der IS stattet Drohnen mit Sprengsätzen aus) und ab Beginn dieses Jahres Drohnen auch mit Sprengstoff und mit Bomben aufgerüstet, um so gezielt vor allem Fahrzeuge in Gebieten anzugreifen, die jenseits des von ihm kontrollierten Territorium liegen (Mini-Drohnen verbreiten Angst. Seitdem ist die Nachfrage nach effektiven Antidrohnen-Waffen bei Militärs gestiegen und haben die irakischen Truppen begonnen, ihrerseits Mini-Drohnen zu bewaffnen (Wettrüsten: Irakische Streitkräfte „drohnen“ in Mosul zurück).

Bislang haben die Amerikaner – und andere Menschen im Westen – dem Drohnenkrieg eher gelangweilt zugeschaut, fand er doch weit entfernt in Afghanistan, Pakistan, Somalia, Syrien, Libyen, im Irak oder Jemen statt. Obgleich seit Jahren von vielen zivilen Opfern berichtet wurde, fanden die Angriffe mit Kampfrobotern in Gebieten statt, in denen Menschenleben wenig wert ist und sich keine staatliche Macht um diese kümmert. Und es handelte sich um große Drohnen, während sich die Menschen Zuhause massenweise auf den ersten Blick harmlose Mini-Drohnen kauften und man erst einmal nur die Gefahr sah, dass sie unvorsichtig benutzt werden oder mit den Kameras weitere Breschen in die Privatsphäre schlagen oder etwas ausspähen können. Man hätte es schon lange wissen können, doch erst seit der Islamische Staat vorgeführt hat, wie leicht sich überall zu kaufende Drohnen zu Mordmaschinen umbauen lassen, beginnt auch die Angst zu wachsen, dass der Drohnenkrieg nun auch in die westlichen Staaten einzieht, die sich angeblich am Hindukusch oder im Nahen Osten verteidigen müssen.

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