Bamf soll Identität von Asylbewerbern durch Blick ins Handy überprüfen

 Das Smartphone ist für Asylsuchende das wichtigste Instrument, um sich auf der Flucht und in der neuen Heimat zu orientieren. (Foto: Fabrizio Bensch/Reuters)
Das Smartphone ist für Asylsuchende das wichtigste Instrument, um sich auf der Flucht und in der neuen Heimat zu orientieren. (Foto: Fabrizio Bensch/Reuters)
  • Bamf-Mitarbeiter sollen bei der Identitätsprüfung von Asylbewerbern künftig Zugriff auf deren Handys bekommen.
  • Das sieht der Entwurf eines Gesetzes „zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ vor, der SZ, WDR und NDR vorliegt.
  • Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat die Abschiebepraxis in Deutschland verändert. Alias-Identitäten stehen nun klar im Fokus.

Von Lena Kampf, Hans Leyendecker | Süddeutsche.de

Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sollen künftig in großem Maßstab in die Handys von Asylbewerbern schauen dürfen, um deren Identität besser feststellen zu können. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums (BMI) „zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ hervor. Der Entwurf liegt der Süddeutschen Zeitung, dem WDR und dem NDR vor. Er befindet sich noch in der Ressortabstimmung. „Über die Regelungen im Einzelnen“ könnten vor Abschluss dieser Abstimmung „keine näheren Informationen übermittelt werden“, teilte das Innenministerium mit.

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Twitter Has Made Our Alien Contact Protocols Obsolete

Image: BBC Screengrab bb.
Image: BBC Screengrab bb.
Social media will make an alien encounter much more complicated.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

In 1990, the International Academy of Astronautics published a special issue of their journal , Acta Astronautica, dedicated to the problem of what to do in the event that the Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI) detected an alien signal. These „post-detection protocols“ as outlined in the IAA’s Declaration of Principles in 1989 were inspired by increasingly rapid technological advances in the SETI field that made the likelihood of detecting a signal more likely than at any other point in the search’s 30 year history.

But the one technological development that its collaborators couldn’t have anticipated was the rise of social media, which could seriously complicate the ability of government and private research institutions to control the social consequences resulting from the detection of an extraterrestrial message.

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Lan-Party für die Wissenschaft: Aktivisten sichern Klimadaten vor Trump

Die amerikanische Weltraumorganisation Nasa forscht auch zu Klimaphänomenen wie El Niño. Foto: dpa
Die amerikanische Weltraumorganisation Nasa forscht auch zu Klimaphänomenen wie El Niño. Foto: dpa
Alles sichern, bevor es verschwindet. Das war bis jetzt die Maxime der Studenten, Hacker und Wissenschaftler, die in den letzten Wochen Klimadaten von US-Regierungsseiten gespeichert haben. Ihr nächstes Ziel: Sie wollen vorgenommene Änderungen analysieren und ihr Netzwerk dezentraler ausbreiten.

Von Hanna Gieffers | Greenpeace Magazin

Renee Bell wird seinen Samstag vor dem Laptop verbringen. Zusammen mit 260 anderen Studenten und Mitarbeitern des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Der Mathematikstudent und seine Mitstreiter werden Webseiten speichern, deren Änderungen verfolgen, Leitfäden schreiben. „Viele Wissenschaftler, die vorher nichts mit Umweltfragen zu tun hatten, engagieren sich plötzlich“, sagt Bell. „Auch mir war die Sache zu wichtig ist, um nichts zu tun.“

Was wie eine riesige Lan-Party aussehen wird, ist ein Kampf gegen das Vergessen – und das Löschen von wissenschaftlichen Daten. Allein dieses Wochenende finden in vier US-Städten solche Treffen statt. Dahinter stecken die Organisation „Environmental Data & Governance Initiative“ ( EDGI) und die Plattform „DataRefuge“. Sie helfen, die Ereignisse zu strukturieren und stellen lokalen Aktivisten Software zur Verfügung. Ziel ist es, ein umfassendes Archiv aller Umwelt- und Klimadaten der staatlichen Internetseiten aufzubauen. Neuerdings nutzen die Aktivisten auch Programme, mit denen sie Änderungen auf Webseiten nachvollziehen können. Außerdem wollen sie Leute darin schulen, von überall aus Internetseiten zu durchsuchen, auch wenn das oft eine mühevolle Sisyphusarbeit ist.

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Inside Wikipedia’s Attempt to Use Artificial Intelligence to Combat Harassment

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
A range of tactics are going to be needed to solve Wikipedia’s problem with harassment.

By Sarah Smellie | MOTHERBOARD

Despite its noble goals, Wikipedia is notorious for harassment among its editors. Now, research from tech incubator Jigsaw and the Wikimedia Foundation is looking at how artificial intelligence can help stop the trolls.

The research project, called Detox, began last year and used machine learning methods to flag comments that contain personal attacks. The researchers looked at 14 years of Wikipedia comments for patterns in abusive behaviour. Detox is part of Jigsaw’s Conversation AI project, which aims to build open-source AI tools for web forums and social media platforms to use in the fight against online harassment.

The algorithm could determine the probability of a given comment being a personal attack as reliably as a team of three human moderators

A paper published last week on the arXiv preprint server by the Detox team offers the first look at how Wikimedia is using AI to study harassment on the platform. It suggests that abusive comments aren’t the domain of any specific group of trolls, and that diverse tactics are going to be needed to combat them on Wikipedia.

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Türkei-Korrespondent Deniz Yücel in Polizeigewahrsam

Türkei-Korrespondent Deniz Yücel der WELT-Gruppe
Türkei-Korrespondent Deniz Yücel der WELT-Gruppe
Der „Welt“-Reporter Deniz Yücel hatte sich in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben, um sich Fragen der Ermittler zu stellen. Er wurde im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das E-Mail-Konto des türkischen Energieministers gesucht.

DIE WELT

Der Türkei-Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel, befindet sich in Polizeigewahrsam. Yücel, der im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das E-Mail-Konto des türkischen Energieministers gesucht wurde, hatte sich am Dienstag in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben, um sich Fragen der Ermittler zu stellen. Nach den Regeln des derzeit geltenden Ausnahmezustandes in der Türkei kann er bis zu 14 Tage ohne Anhörung durch einen Richter in Polizeigewahrsam gehalten werden. Anschließend kann die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragen. Yücels Wohnung wurde durchsucht.

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Merkel verteidigt Entscheidung gegen Asyl für Snowden

 Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss © Bernd von Jutrczenka/DPA
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss © Bernd von Jutrczenka/DPA
Hat die Kanzlerin von den Ausspähungen des BND gewusst, als sie sich über Spionagepraktiken der USA empörte? Stundenlang steht sie dem NSA-Ausschuss Rede und Antwort. Fazit: Sie habe alles richtig gemacht.

stern.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Entscheidung der Bundesregierung verteidigt, dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden kein Asyl in Deutschland zu gewähren. Eine Prüfung durch das Auswärtige Amt und das Justizministerium habe ergeben, dass die Voraussetzungen für Asyl nicht vorlägen, sagte Merkel am Donnerstag im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. „Das ist der Sachverhalt.“

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Gelernt von Trump: Identitäre bringen eigene Smartphone-App

foto: apa Die Trump-App
foto: apa Die Trump-App „America First“ dient auch als Vorbild.
Fremdenfeindliche Gruppierung geht neue Wege – App soll „Waffe im Infokrieg“ werden

derStandard.at

Der Wahlsieg von Donald Trump spornt heimische Rechtsextremisten an. Besonders hat es der US-Präsident den sogenannten Identitären angetan. Von ihm habe man gelernt, dass Handys die „Waffen im Infokrieg“ sind, erklärte Martin Sellner, der als Gesicht und Mastermind der Identitären gilt, Ende Jänner bei einer Veranstaltung der fremdenfeindlichen Gruppierung in Graz. Um in dieser Auseinandersetzung stärker mitmischen zu können, will man eine eigene Handy-App veröffentlichen. Dabei macht man es sich einfach – als Vorbild dient augenscheinlich „America First“, jene App mit der Trump und sein Team während des US-Wahlkampfes die Anhängerschaft mobilisierten und informierten.

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Vatikan: Polizei ermittelt wegen Fake News

Papst mit grimmigem Blick samt Schelte gegen ihn: 200 dieser Plakate wurden in Rom affichiert. – REUTERS
Papst mit grimmigem Blick samt Schelte gegen ihn: 200 dieser Plakate wurden in Rom affichiert. – REUTERS
Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ist vorbei. Das merkt man vor allem im Vatikan, wo der Ton gegen Papst Franziskus immer schroffer, die Kritik an ihm immer lauter und öffentlicher wird. Dass er sich mit seinem Reformeifer vor und hinter den Mauern des Vatikans nicht nur Freunde macht, dürfte Franziskus klar sein. Doch die Fälle offener – und immer schamloserer – Kritik häufen sich.

Von Almut Siefert | Die Presse.com

Am Wochenende der aktuellste Vorfall: Von einer anonymen E-Mail-Adresse aus wurde eine gefälschte Titelseite der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ an die Privat-Mailadressen von Kardinälen, Bischöfen und anderen Geistlichen verschickt. Neben der lateinischen Variante ist nun auch eine englische im Umlauf. „Er hat geantwortet“, so die Titelgeschichte auf dieser falschen Zeitungsseite. Eine Anspielung auf die fünf Zweifel, die Dubia, die vier Kardinäle vergangenen November in einem Brief an Papst Franziskus geäußert hatten. Stein des Anstoßes: Das päpstliche Schreiben „Amoris Laetitia“, das Franziskus nach der letzten Familiensynode veröffentlicht hatte, und in dem er unter anderem die Kommunion von wiederverheirateten Geschiedenen thematisiert. Die vier Kardinäle sehen in dem Schreiben Widersprüche zur kirchlichen Lehre. Der Papst hat sich dazu nicht geäußert. Auf die Zweifel und die Fragen der Kardinäle lauten die erfundenen Antworten auf der gefälschten Titelseite nun: „Sic et non“ – „Ja und Nein“.

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A Glimpse Into How Much Google Knows About Russian Government Hackers

Image: searchengineland.com/ prep.bb
Image: searchengineland.com/ prep.bb
A 2014 leaked private report from Google shows how much the internet giant knows about government hacking groups.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

In October of 2014 an American security company revealed that a group of hackers affiliated with the Russian government, dubbed APT28, had targeted Georgia and other Eastern European countries in a wide-ranging espionage campaign. Two and a half years later, APT28—also known as „Fancy Bear“ or „Sofacy“—is a household name not just in the cybersecurity industry, but in the mainstream too, thanks to its attack on the US Democratic party and the ensuing leaks of documents and emails.

Before that report by FireEye, APT28 was a well-kept secret within the cybersecurity industry. At the time, several companies were willing to share information about the hacking group. Even Google investigated the group, and penned a 40-page technical report on the hacking group that has never been published before.

This sort of document, which Motherboard obtained from two independent sources, may be a common sight in the threat intelligence industry, but the public rarely gets to see what such a report from Google looks like. The report draws from one of Google’s most interesting sources of data when it comes to malware and cybersecurity threats: VirusTotal, a public malware repository that the internet giant acquired in 2012.

Sofacy and X-Agent, the report read, referring to the malware used by APT28, „are used by a sophisticated state-sponsored group targeting primarily former Soviet republics, NATO members, and other Western European countries.“

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Wenn der Computer aggressiv wird

Image: FUTURISM M.A
Image: FUTURISM M.A
Wann bekämpfen Computerprogramme sich und wann arbeiten sie zusammen? Forscher von Google haben das getestet – mit einem bemerkenswerten Ergebnis.

Von Alexander Armbruster | Frankfurter Allgemeine

Beinahe ein Jahr ist es nun her, dass ein schlaues Computerprogramm im traditionsreichen Brettspiel „Go“ den Weltmeister besiegte. Der spektakuläre Sieg ging durch die Presse. Fachleute staunten nicht nur über das Ergebnis. Denn das selbstlernende Programm, dass Mitarbeiter von Googles Abteilung für künstliche Intelligenz „Deep Mind“ erschaffen hatten, führte an einer Stelle einen strategischen Spielzug aus, der Profispieler vollkommen überraschte und von dem der Computer sogar „wusste“, dass er außergewöhnlich war.

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Drohne statt Biene

Pollensammlerin
Honigbiene (CC-by Christopher Down aka Neurolysis)
Es ist eine traurige Tatsache: Die Zahl der Bienenpopulationen geht in vielen Teilen der Welt weiter zurück. Noch sind die Gründe für das Massensterben der für die Landwirtschaft so wichtigen Lebewesen nicht abschließend geklärt. Ein Forscherteam aus dem japanischen Tsukuba hat nun aber eine mechanische Alternative zu den Pflanzenbestäubern entwickelt, das sie zumindest teilweise ersetzen könnte.

Von Antonio Regalado | Technology Review

Das Team vom National Institute of Advanced Industrial Science suchte eigentlich nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für klebrige Spezialflüssigkeiten aus der Klasse der ionischen Gele, die ungewöhnliche physikalische Eigenschaften aufweisen.

Um ihren „Pollinator“ zu entwickeln, kauften die Wissenschaftler Einsteigerdrohnen von Amazon für rund 100 Dollar und befestigten Flicken aus Pferdehaar an ihrer Unterseite. Nachdem diese mit dem Gel bestrichen wurden, das feucht und ungefähr so klebrig wie Post-It-Notizzettel ist, waren die Fluggeräte bereit zum Einsammeln und Weitergeben von Pollenkörnern.

Erprobt wurde die Technik an japanischen Lilien in den Farben Rosa und Weiß. Die Drohne flog dazu an die männlichen und weiblichen Teile der Pflanzen heran. Das sei das erste Mal, dass eine Drohne eine Blume bestäubt habe, so Projektleiter Eijiro Miyako.

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US-Amerikaner muss bei Einreise Smartphone-Passwort verraten

 Einreise nur gegen Smartphone-Passwort - in den USA kein Einzelfall. (Foto: AFP)
Einreise nur gegen Smartphone-Passwort – in den USA kein Einzelfall. (Foto: AFP)
  • Nasa-Mitarbeiter Sidd Bikkannavar wird bei der Einreise in die USA am Flughafen festgehalten.
  • Grenzschützer wollen den Zugangscode seines dienstlichen Smartphones wissen.
  • Bikkannavar gewährt den Beamten schließlich Zugriff, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt.

Von Simon Hurtz | Süddeutsche.de

Sidd Bikkannavar lebt den amerikanischen Traum. Er entwickelt Strahlantriebe für die Nasa, die Teil des James-Webb-Weltraumteleskops werden sollen. In seiner Freizeit fährt er Rennen in futuristischen Autos, die von Solarenergie angetrieben werden. Ende Januar rast er zwei Wochen durch die Hochebenen von Patagonien. Sein Rückflug von Santiago de Chile nach Houston endet am dortigen George Bush Intercontinental Airport: US-Grenzschutzbeamte halten Bikkannavar auf, er darf nicht in seine Heimat einreisen.

Die Grenzschützer der Behörde Customs and Border Protection (CBP) beschlagnahmen sein Smartphone. Sie fordern ihn auf, seinen Zugangscode zu verraten.

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Die emotionalen Reaktionen der AfD-Anhänger auf den Entschluss zu Höcke

 Björn Höcke soll dem Willen des Bundesvorstandes nach aus der AfD ausgeschlossen werden © Hendrik Schmidt/DPA
Björn Höcke soll dem Willen des Bundesvorstandes nach aus der AfD ausgeschlossen werden © Hendrik Schmidt/DPA
Der AfD-Bundesvorstand hat beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke einzuleiten. Das gefällt nicht allen Mitgliedern. Auf der Facebook-Seite der Partei tobt eine emotionale Debatte.

stern.de

„Die Maßnahme erfolgte nach eingehender juristischer Prüfung und politischer Bewertung der Rede Björn Höckes vom 17. Januar 2017 in Dresden“, schreibt der AfD-Vorstand auf der Facebook-Seite der Partei – und liefert damit die Erklärung, warum die Partei ein Ausschlussverfahren gegen Höcke einleitet.

Der thüringische Landesvorsitzender gilt als Führer des rechten Flügels der AfD. In seiner viel kritisierten Rede am 17. Januar in Dresden hatte er eine „errinerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

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‚katholisch.de‘-Chefredakteur nennt AfD Frust-Truppe für Arschlöcher

Screenshot Twitter
Screenshot Twitter
Steffen Zimmermann, Chefredakteur der von den deutschen Bischöfen mit 2 Millionen Euro Kirchensteuer subventionierten Website, beschimpft AFD-Wähler auf Twitter. Es kommt zu heftigen Reaktionen. Zimmermann stellt Account auf „geschützt“ um.

kath.net

Steffen Zimmermann, der Chefredakteur des offiziellen Online-Auftrittes der katholischen Kirche (katholisch de) in Deutschland, hat am gestrigen Sonntag auf Twitter AFD-Wähler als „A…löcher“ beschimpft. Wörtlich schreibt Zimmermann auf Twitter: „Diese hasserfüllte Frust-Truppe soll eine Alternative sein? Vielleicht für Arschlöcher. Aber nicht für Deutschland.“ Der Tweet wurde gestern am Nachmittag nach der Wahl des neuen deutschen Bundespräsidenten abgesetzt. Unmittelbar danach gab es bereits heftige Reaktionen auf Twitter.

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Der Islamische Staat steigt auf bewaffnete Drohnen um

Mit den Drohnen lassen sich Bomben abwerfen und gleichzeitig Bilder machen.
Mit den Drohnen lassen sich Bomben abwerfen und gleichzeitig Bilder machen.
Mittlerweile kann der IS im Irak mit Drohnen, ausgestattet mit Bomben oder Sprengstoff, gezielt Menschen und Fahrzeuge angreifen, der Drohnenkrieg dürfte auch auf den Westen übergreifen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Beim Beginn der Offensive auf die irakische Großstadt Mosul im Oktober des letzten Jahres wurde auch das US-Militär aufgeschreckt durch erste Versuche, Drohnen zu Waffen zu machen, indem an ihren Sprengstoff befestigt wurde (Der „Islamische Staat“ rüstet im Irak Drohnen mit Sprengsätzen aus). Es war allerdings verwunderlich, warum nun erstmals Drohnen zu fliegenden Sprengsätzen (IED) bzw. zum Ersatz von Selbstmordattentätern gemacht wurden.

Allerdings verfügt der IS nur über kleine Drohnen mit einer geringen Traglast, weswegen weiterhin mit Sprengstoff beladene und zum Schutz gepanzerte Fahrzeuge, gesteuert von Selbstmordattentätern, bevorzugt wurden, weil sie größeren Schaden und Terror verursachen können. Letztes Jahr wurde zwar auch bekannt, dass der IS in Raqqa mit autonomen Autobomben experimentiert, aber bislang war von deren Einsatz noch nichts zu hören (Bilder aus der Waffenschmiede des Islamischen Staats in Raqqa). Zunächst waren Drohnen zum Auskundschaften verwendet worden, wie das auch andere islamistische Gruppen machen, der IS setzte sie zudem ein, um Selbstmordattentäter mit Autobomben zu ihrem Ziel zu bringen und die Explosion zur Auswertung und für Propagandazwecke aufzunehmen.

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Kinderpornos im Limburger Bischofshaus

Im Bistum Limburg gibt es laut Medienberichten einen Skandal rund um den Büroleiter von Bischof Georg Bätzing. Offensichtlich sind auf dem Dienst-PC Kinderporno-Bilder gefunden worden. Dies berichtet die „Frankfurter Neue Presse“. Die Fotos sollen eindeutig und schockierend sein. Das Bischöfliche Ordinariat hat den leitenden Mitarbeiter freigestellt.

kath.net

Aufgedeckt wurde der Skandal von der in Gießen ansässige Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, nachdem wochenlang verdeckt ermittelt wurde.

Es gab auch in den vergangenen Tagen eine Durchsuchung des Büros des Domdiakons im Bischofshaus und im Priesterseminar sowie in seiner Wohnung.

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Wikipedia in Maschinenschrift

Foto: Wikimedia/Robertolyra/Lizenz: CC BY-SA 3.0
Foto: Wikimedia/Robertolyra/Lizenz: CC BY-SA 3.0
Weil die Wikipedia an ihre Grenzen stößt, sollen Computerprogramme das Online-Lexikon weiterschreiben. Das ändert unseren Zugang zu Wissen grundlegend.

Von Anton Weste | Technology Review

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Das ist unser Ziel!“ Die Vision von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat eine Online-Enzyklopädie hervorgebracht, die über 40 Millionen Artikel in fast 300 Sprachen umfasst. Eine gewaltige Erfolgsgeschichte.

Allerdings nur dann, wenn man die richtige Sprache spricht: Bengali beispielsweise ist die Muttersprache von über 215 Millionen Menschen, doch die bengalische Wikipedia weist gerade einmal 42000 Artikel auf – weniger als ein Hundertstel der Artikel in der englischen Wikipedia. Und das ist nicht das einzige Beispiel. Über die Hälfte der Wiki-Sprachversionen besitzt weniger als zehn aktive Autoren und zeigt ein entsprechend rudimentäres Angebot.

Weil das Wikipedia-Projekt nicht genügend Freiwillige findet, soll jetzt Software das Versprechen vom universellen, freien Zugang zu Wissen einlösen. Das Ziel: Programme, die Wikipedia-Artikel bei Bedarf in allen möglichen Sprachen vollautomatisch aus einer Datenbank heraus generieren können. „Die Automatisierung ist die einzige Möglichkeit, um 300 Sprachversionen der Wikipedia aktuell zu halten“, sagt der Informatiker und Ontologe Denny Vrandečić, Gründer der Datenplattform Wikidata. In der von Wikimedia Deutschland gestarteten Datenbank sind Fakten und Daten für Wikipedia-Artikel in sämtlichen verfügbaren Sprachen zentral gespeichert – in einer maschinenlesbaren und sprachunabhängigen Form.

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Dragon Ball Super – Hindus fordern den Charakter Ganesha zu entfernen

Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Themenbild(Foto: spreadshirt.de)
Der Präsident der Universal Society of Hinduism, Rajan Zed, fordert Toei Animation und Funimation auf, dass der Gott der Zerstörung Ganesha aus der Anime-Serie Dragon Ball Super genommen wird.

Sumikai.com

Der  Grund ist recht einfach, der Charakter wurde Ganesha getauft. Ganseha ist der Name einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, außerdem ähnelt der Charakter auch im Aussehen der Gottheit.

In einer Erklärung sagte ein Vertreter des Hinduismus, Rajan Zed, dass es eine Trivialisierung ihrer Hochverehrten Gottheit und eine Verzerrung sei, da Lord Ganesha als Gott der Weisheit und der Beseitigung von Hindernissen verehrt wird.

Zed, der Präsident der Universal Society of Hinduism, fordere Toei Animation und Funimation auf, diesen unangemessenen Charakter umgehend aus der Serie herauszunehmen.

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Fake News aus dem Pentagon?

AH-64 Apache-Kampfhubschrauber der Army. Bild DoD
AH-64 Apache-Kampfhubschrauber der Army. Bild DoD
Nach den Military Times sind die Angaben des Pentagon über die Zahl der Luftangriffe im Irak, in Syrien und Afghanistan nicht korrekt

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das Pentagon listet regelmäßig die Zahl der Luftangriffe in Syrien und im Irak auf und gibt die Ziele an. Das sieht nach Transparenz aus, die Zahlen werden den Medien und der Öffentlichkeit, aber auch den Abgeordneten präsentiert, wobei es kaum Möglichkeiten gibt, die Korrektheit der Angaben zu verifizieren. Jetzt hat Military Times die Angaben geprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass das Pentagon tausende Luftangriffe, die während der letzten Jahre in den Kriegsgebieten Afghanistan, Syrien und Irak nicht aufgeführt bzw. verschwiegen hat.

Danach wären die Angaben des Pentagon, wie man heute sagen würde, Fake News, allerdings sind Militärs nicht nur in den USA für Strategische Kommunikation bekannt, die sich nicht nur gegen Bevölkerung in gegnerischen Ländern richtet. Wenn schon die Zahlen über die Luftangriffe irreführend sind, dürfte der Zweifel berechtigt sein, inwieweit Angaben über Erfolge, getötete „Extremisten“ und Zivilisten oder Kosten der Wahrheit entsprechen oder auch geschönte Fake News sind. Da beispielsweise praktisch zuerst immer erfolgreiche Luftanschläge gegen Extremisten durchgeführt werden und das Pentagon regelmäßig erst mögliche Zivilopfer eingesteht, wenn sonst die Lüge zu offensichtlich wäre, ist eine schon lange gefahrene Strategie. Bei den Pentagon-internen Untersuchungen werden regelmäßig nur ganz wenige Zivilopfer bestätigt, ansonsten werden gerne einmal Prüfungen angekündigt, die aber nur bei besonders schweren Fällen mitgeteilt werden – in der Regel zugunsten des US-Militärs.

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