Theologin fordert Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz – sie hätte besser geschwiegen

Image: FUTURISM M.A
Mit unseren Daten können wir bis ins Detail vermessen werden: unsere Aufenthaltsorte, Gewohnheiten, Vorlieben. Dabei bleibt es aber nicht. Algorithmen können anhand der Daten auch Prognosen für unser Verhalten in der Zukunft erstellen.

DOMRADIO.DE

Künstliche Intelligenz und digitale Technologien benötigen nach Ansicht der evangelischen Theologieprofessorin Johanna Haberer Leitlinien und einen Rechtsrahmen.

„Wir müssen eine ethische Haltung zum Umgang mit Daten entwickeln“, sagte die Professorin für Christliche Publizistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen dem „Sonntagsblatt – Evangelische Wochenzeitung für Bayern“.

Haberer ist Mitglied der deutschen Datenethikkommission, die 2018 eingesetzt wurde und bis Oktober 2019 Leitlinien für den Umgang mit digitalen Technologien entwickeln soll.

Ethische Leitlinien für den Umgang mit Daten

Gerade in Bezug auf persönliche Daten müsse es eine Regulierung geben, sagt die Theologin: „Persönliche Daten sagen sehr viel aus über eine Person. Bis in die Emotionen hinein können Menschen vermessen werden, und diese Daten können wiederum durch Algorithmen für Prognosen genutzt werden, wie ein Mensch sich künftig verhalten wird, ob er an Depressionen leidet und so fort“, sagte die Theologin.

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Seehofers Geheimdienstgesetz: Die Abrissbirne für die Grundrechte

Der Plan von Innenminister Seehofer, die Geheimdienste etwa mit Staatstrojanern aufzurüsten, atmet Orwellschen Geist, analysiert Stefan Krempl.

Von Stefan Krempl | heise online

Der Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Harmonisierung des Verfassungsschutzrechts“ aus dem von Horst Seehofer geführten Bundesinnenministerium hätte das Licht der Welt nie erblicken dürfen. Es handelt sich um ein monströses Vorhaben unter dem Deckmantel, doch „nur“ überbordende Überwachungspraktiken des Bundesnachrichtendiensts (BND) zu legalisieren. Und wenn die auf fragwürdige Weise gewonnenen Daten schon mal da sind, kann man sie nach Logik der Verfasser auch gleich mit schier allen austauschen, die angeblich irgendwie etwas mit „Sicherheit“ zu tun haben.

Dabei stapelt die Mannschaft des CSU-Politikers unverhohlen einen Angriff aufs Grundgesetz auf den anderen und rüttelt so an den Fundamenten der liberalen Demokratie und des Rechtsstaats. In einem Haus, zu dessen Aufgabenbereich nicht nur die öffentliche Sicherheit, sondern auch der Schutz der Verfassung gehört, hätte dies eigentlich dem ein oder anderen Juristen auffallen müssen.

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Zelle wird zum „Dual-Core“-Prozessor

Forscher haben menschlichen Zellen zwei biologische Prozessoren eingebaut – sie fungieren als logische Schaltkreise. © Colourbox/ Steven Emmett, ETH Zürich
Biologischer Computer: Forscher haben menschliche Zellen durch zwei Prozessoren ergänzt – biologische Konstrukte, die wie logische Schaltkreise arbeiten. Sie bestehen aus einem modifizierten CRISPR/Cas9-System und könnten beispielsweise medizinischen Nutzen haben: Detektieren sie bestimmte Krankheitsmarker, veranlassen sie die Zelle zur Produktion eines therapeutischen Wirkstoffs. Nach Ansicht der Wissenschaftler haben solche Biocomputer daher ein enormes Potenzial.

scinexx

Zellen sind die Grundeinheit allen Lebens und echte Multifunktions-Maschinen. Denn mittels DNA, RNA und Proteinen können sie unzählige Aufgaben erfüllen. Wie ein Computer reagieren sie dabei auf Eingaben und stoßen Prozesse an, die den gewünschten Output liefern. Forscher versuchen inzwischen, sich diese Miniatur-Maschinen durch DNA-Manipulation, eingeschleuste synthetische Bauteile oder sogar komplett künstliche Zellen zu Nutze zu machen.

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Eine Milliarde vernetzter Geräte sind eine zentrale Herausforderung

Bild: J. Tauss
Im Jakob- Kaiser -Haus, einem dieser hohen Bürogebäude des Deutschen Bundestags, hängen vier in den Farben schwarz-rot-gold und blau (für Europa) lackierte „Ruderachter“. An Seilen sollen diese Boote mittels Motor in einer als „Auf und Ab“ bezeichneten Installation der Künstlerin Christiane Möbus ständig in Bewegung sein. Theoretisch. Denn seit längerer Zeit dümpeln sie eher bewegungslos im ruhenden Zustand an der Decke. Insofern ist das Kunstwerk auch ein Symbol für die aktuelle IT- Politik.

Jörg Tauss | TELEPOLIS

Seit der Kryptodebatte in den neunziger Jahren – erinnert sich noch jemand an die Regulierungsforderungen des damaligen Innenministers Manfred Kanther (Pluto)? – gibt es auch hier bestenfalls ein Auf und Ab von IT- Sicherheitsgesetzen und Behördengründungen. Entsprechend beschäftigte sich auch dieser Tage der Bundestagsinnenausschuss zwei Stunden lang mit dem Thema „IT- Sicherheit“. Vor allem Abgeordneten von CDU/ CSU stand die Langeweile ins Gesicht geschrieben, sich mit dem Thema und einigen, teilweise seit Monaten vorliegenden, Anträgen der Opposition beschäftigen zu müssen.

Die SPD- Abgeordnete Saskia Esken vergaß zwischendurch sogar, dass es sich um eine Expertenanhörung handelte, und stellte ihre Frage an einen der anwesenden Beamten vom Ministerium des Inneren. Dieses Ansinnen wurde von dort natürlich erschrocken von sich gewiesen. Das Ministerium machte die Abgeordnete auf die Möglichkeit aufmerksam, doch passender zu einem anderen Zeitpunkt von dort direkt Auskunft zu erbitten.

Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor hielt sich dem gegenüber mit gar keinen Fragen an Niemand auf. Er beschäftigte sich, wie in einer lästigen Schulstunde, lieber mit seinem Laptop und mit Plaudereien mit dessen Nachbarn. Die Union bekräftigte mit Christoph Bernstiel ungefragt noch deren uneingeschränktes Vertrauen zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Lediglich wollte er noch wissen, wohl vom eigentlichen Thema der oppositionellen Bundestagsanträge ablenkend, was denn „die Wirtschaft“ zur IT-Sicherheit beitrüge. Dr. Rainer Baumgart von secunet antwortete so ehrlich wie erwartungsgemäß, dass es damit in Großkonzernen besser und in kleineren Betrieben mangels Kompetenz und Bereitschaft zu Investitionen eher schlechter bestellt sei.

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Schengen-Überwachung: EU-Parlament beschließt Biometrie-Superdatenbank

(Bild: EU-Parlament / EU-Kommission)
Mit dem verabschiedeten Gesetzespaket können große EU-Informationssysteme zur inneren Sicherheit verknüpft und Biometriedaten abgeglichen werden.

Von Stefan Krempl | TELEPOLIS

Ein Prestigeprojekt von Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und EU-Sicherheitskommissar Julian King hat das EU-Parlament am Dienstag befürwortet. Laut zwei beschlossenen Verordnungsentwürfen zur „Interoperabilität“ sollen sämtliche EU-Datenbanken in den Bereichen Sicherheit, Grenzmanagement und Migrationssteuerung miteinander verzahnt werden. Zugleich kann die biometrische Überwachung der Bevölkerung und Einreisender deutlich ausgebaut werden.

Ziel ist es, unter anderem das Schengen-Informationssystem (SIS) mit rund 80 Millionen Einträgen, das Visa-Register (VIS) oder die Eurodac-Datei, in der vor allem Fingerabdrücke von Asylbewerbern gespeichert werden, über ein Suchportal zu verknüpfen. Dazu kommen werden etwa das neue Ein- und Ausreisesystem zur biometrischen Grenzkontrolle (Smart Borders) sowie das Europäische Reisegenehmigungssystem (ETIAS). Ermöglicht werden soll so ein Abgleich der vorhandenen Daten „mit einem einzigen Klick“. Grenzschützer und Polizisten könnten künftig etwa Ausweise einfacher überprüfen, indem sie alle EU-Informationssysteme auf einem Bildschirm gleichzeitig abfragen.

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Deutsche Schattenkrieger in der Schweiz?

Uniter: ein Netzwerk von Elite-Soldaten, Polizisten, Rettungskräften und Sicherheitsleuten, die auch abseits des Arbeitsalltags weitertrainieren. Die Frage ist: wofür? bild: uniter
In Deutschland löst das Netzwerk Uniter Unbehagen aus. Der Verdacht: Aufbau einer rechten Schattenarmee. Jetzt überlegt sich der Verein einen Umzug in die Schweiz. Der Präsident und sein Vize leben schon hier – in Zug und Luzern.

Kilian Küttel | watson.ch

Ein normales Restaurant an einem normalen Werktag. Ein unauffälliger Mann tritt ein, die Haltung leicht gebückt, die Jacke so schwarz wie der Rucksack. Er setzt sich hin, verschränkt die Hände und bestellt ein Mineralwasser:

«Ich werde Ihnen alles erzählen, was ich weiss und was ich sagen kann.»

Der Mann ist Deutscher, wohnt im Kanton Luzern, arbeitet bei einer Zentralschweizer Firma im Gesundheitssektor. Seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen. Wir nennen ihn Markus W.

Als Vizepräsident übernimmt W. die Medienarbeit des Vereins Uniter. Dieser hat seinen Sitz in Stuttgart, doch auch der Präsident lebt in der Zentralschweiz, nämlich in Zug. Die Verbindung in unsere Region ist bemerkenswert: Hier faktisch unbekannt, beschäftigt der Verein in Deutschland seit Monaten Behörden, Medien und Politik.

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BlackHoles@home: Gravitationswellen auf dem heimischen PC

Die Simulation kollidierender Schwarzer Löcher ist extrem rechenaufwändig. Jetzt soll ein Netzwerk heimischer PCs bei dieser Aufgabe helfen. © Werner Benger/ CC-by<-sa 2.0)
Astronomie für alle: Demnächst kann jeder zu einem Teil der Gravitationswellen-Forschung werden. Denn im Citizen-Science-Projekt BlackHoles@home sollen heimische Rechner dabei helfen, die in Gravitationswellen steckenden Informationen zu dekodieren. Dafür wird die freie Rechenzeit der PCs genutzt, um Schwarze Löcher virtuell kollidieren zu lassen. Die physikalischen Parameter der dabei entstehenden Raumzeit-Wellen helfen dann Forschern, die Vorgänge bei echten Kollisionen zu entschlüsseln.

scinexx

Projekte wie SETI@home oder Einstein@home haben es vorgemacht: Wenn selbst die Leistung moderner Supercomputer nicht ausreicht, dann können heimische PCs helfen. Über ein Netzwerk verbunden, arbeiten bei dieser Art des verteilten Rechnens Millionen von Privatrechnern wissenschaftliche Teilaufgaben ab. Die Teilnehmer dieser Citizen-Science-Projekte stellen dabei freiwillig die von ihnen nicht benötigte Rechenzeit zur Verfügung.

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Plattformunternehmen bilden zunehmend das Rückgrat der Infrastruktur ganzer Volkswirtschaften

Grafik: TP
Das angestammte Marktgeschehen wird seit rund einem Jahrzehnt von globalen Plattformunternehmen wie Google, Amazon, Uber, AirBnB und Co. disruptiv aufgebrochen und umgestaltet. Die Plattformunternehmen nutzen die Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung bietet, und vernetzen die Marktteilnehmer in einer neuartigen Weise.

Ruben Schattevoy | TELEPOLIS

Die Plattformen senken dabei massiv die Transaktionskosten. Sie bieten den Marktteilnehmern einen großen Mehrwert und schöpfen einen erheblichen Teil dieses Mehrwerts ab.

Der Marktwert der globalen Plattformunternehmen übersteigt mittlerweile den der meisten angestammten Unternehmen.1 Die angestammten Unternehmen wiederum müssen entweder selbst Plattformen aufbauen oder sich unter die Obhut einer der großen Plattformen begeben, um weiterhin erfolgreich am Markt agieren zu können.

Die Plattformen bieten den Konsumenten ein völlig neues Einkaufserlebnis. Neben den klassischen Merkmalen der angebotenen Produkte und Dienstleistungen rücken mehr und mehr auch die Komfortmerkmale des Handels in den Fokus.

Durch die Plattformen wird der Markt für den Konsumenten transparenter. Er findet schneller, was er sucht. Er kann die Angebote leichter vergleichen. Er kann einfacher als bisher Verträge schließen, Bestellungen auslösen, Rechnungen bezahlen, Reklamationen durchsetzen, Service in Anspruch nehmen und vieles mehr.

Das Geschäftsmodell der Plattformunternehmen basierte in der Anfangszeit auf der Senkung der Transaktionskosten und dem Abschöpfen ihres Anteils am erzeugten Mehrwert. Die Plattformen bieten den Marktteilnehmern Vorteile und zwar gerade auch deshalb, weil sie die Vielfalt auf beiden Seiten des Marktes einschränken. Sie erzeugen und nutzen Netzeffekte2, prägen ganze Technologiepfade und setzen neue Industriestandards.3

Die Plattformunternehmen entwickeln sich zunehmend zu Torwächtern der Märkte, ohne die Angebot und Nachfrage nicht mehr zusammenfinden. Den Plattformunternehmen liegt inhärent die Tendenz inne, ihre Gewinne fortwährend in die Ausweitung ihrer Plattform zu reinvestieren, um ihre Position immer weiter auszubauen und sich die Marktdominanz zu sichern. Sie aggregieren zu immer größeren Unternehmen und entwickeln globale Monopole.

Was ist der Preis?

Das Geschäftsmodell der Plattformunternehmen hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Es geht ihnen zunehmend darum, ganze Marktsegmente oder gleich ganze Märkte unter ihre Kontrolle zu bringen, um in den (alleinigen) Besitz der Nutzungs- und Transaktionsdaten zu gelangen. Auf der Grundlage dieser Daten und unter Verwendung aktueller Technologien wie Data-Mining, maschinelles Lernen etc. haben sich die Plattformunternehmen daran gemacht, das eigentliche Gold der Digitalisierung zu heben. Sie sitzen schon heute auf einem wahren Datenschatz, nutzen die darin enthaltenen Informationen, um den Marktteilnehmern einen maximalen Nutzen zu bieten und erhalten daher mehr und mehr Nutzungs- und Transaktionsdaten.

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Bedford-Strohm: Im Netz werden „Kübel von Hass“ ausgeschüttet

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Öffentliche Debatten werden nach Einschätzung des bayerischen Landesbischofs und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zunehmend durch „neue Brüllorte im Internet“ vergiftet.

evangelisch.de

Das Hören habe es heutzutage nicht leicht, das laute Reden und auch das Brüllen hätten „Hochkonjunktur“, sagte Bedford-Strohm am Sonntag bei einem Gottesdienst in der Rothenburger Heilig-Kreuz-Kirche: „Unter dem Schutz der Anonymität oder auch mit Klarnamen unter dem Schutz der Masse der Gleichgesinnten in den Internetblasen schütten Menschen Kübel von Hass auf andere aus“, erläuterte der evangelische Theologe laut Redemanuskript.

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Raumschiffe, Saurier und Nazis: die Effekte in „Iron Sky: The Coming Race“

Pixomondo erweckte für den FIlm „Iron Sky: The Coming Race“ in Stuttgart und Frankfurt unter anderem Dinosaurier zum Leben.
Der Nazi-Klamaukfilm „Iron Sky: The Coming Race“ läuft in den Kinos. Wir sprachen mit dem Effektstudio Pixomondo über die Effekte des Crowdfunding-Projekts.

Von André Kramer | heise online

Seit die Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“ 2012 ins Kino kam, steht der Titel für klamaukige Nazi-Satire mit Kultfaktor und erstklassigen visuellen Effekten. Nun ist der zweite Teil in den Kinos zu sehen. c’t sprach mit VFX-Supervisor Adam Figielski vom Effektstudio Pixomondo, das für den Film Dinosaurier, Mondbasen und Raumschiffe zum Leben erweckte.

heise online: Um kurz die Brücke zum ersten Film zu schlagen: Worum geht es in der Fortsetzung „Iron Sky: The Coming Race“?

Adam Figielski: Über zwanzig Jahre ist es her, seit die Mond-Nazis im ersten Teil angegriffen haben. Die Erde ist mittlerweile ein unbewohnbarer Ort, von einem Atomkrieg verwüstet. Die letzten Überlebenden der Menschheit flüchteten auf die ehemalige Mondbasis der Nazis, doch der Mond droht auseinanderzubrechen. Dies ist der Beginn eines verrückt-absurden Abenteuers, in dem es darum geht, die Menschheit zu retten.

heise online: Und Sie arbeiteten an den visuellen Effekten. Vor welchen kreativen Herausforderungen standen Sie dabei?

Figielski: Wie immer war – trotz Crowdfunding, langer Finanzierungsphase und langer Produktionszeit – der Anspruch enorm hoch. Wir mussten tief in die VFX-Trickkiste greifen. Wir ließen Atombomben auf Washington fallen, Alien-Raumschiffe in den Mond krachen, eine Verfolgungsjagd mit Dinosauriern und Schlachten im Weltall entstehen. Trotzdem war es ein Riesenspaß, denn wir waren schon bei der Preproduction dabei und entwickelten zum Teil die Geschichte mit. Das ist eher ungewöhnlich und war nicht nur kreativ und technisch hilfreich, sondern auch emotional wichtig.

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Missing Link: Die unerträgliche Leichtigkeit der Thermodynamik – von KI und dem Erbe der Aufklärung

(Bild: pixabay.com)
In „Aufklärung jetzt“ macht Steven Pinker mit optimistischem Blick auf das Erbe der Aufklärung auch vor der künstlichen Intelligenz nicht halt.

Von Detlef Borchers | heise online

Für den kognitiven Psychologen Steven Pinker ist die künstliche Intelligenz (KI) nichts, vor der man Angst haben muss. Jedenfalls ist sie nicht in der Lage, den Menschen zu bedrohen. KIs, die Menschen aus Versehen unterjochen, weil sie gnadenlos zielstrebig den Auftrag erfüllen, etwa Büroklammern zu produzieren, hält Pinker für ein Hirngespinst. Solche Ideen seien Ausdruck einer viel zu engen Definition von Intelligenz, die „vollkommen außer Acht lässt, was für Informations- und Kontrollnetzwerke es in einem intelligenten System wie einem Computer, einem Hirn oder auch einer Gesellschaft als Ganzes gibt“, schreibt er in seinem Buch „Aufklärung jetzt“, das Bill Gates als sein „absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten“ lobte.

Mit dieser Art einer Entwarnung hat sich Pinker in einer dieser KI-Debatten zu Worte gemeldet, die der Literaturagent John Brockmann auf Edge.org führt und in immer neuen Büchern verdichtet. Gegen die Büroklammer-Superintelligenz des Philosophen Nick Bostrom hat Pinker einen empirischen Einwand parat: „Es ist nur eine Binse, aber bisher hat noch keine dieser KIs versucht, ihr Labor zu übernehmen oder ihre Programmierer zu versklaven. Und selbst wenn eine KI versuchen würde, Machtwillen zu entwickeln, wäre sie ohne die Kooperation von Menschen nur ein impotentes Hirn im Fass.“

Denn solch eine frei drehende KI müsste ihre komplette Infrastruktur sicherstellen, von der Versorgung mit Strom bis zur Gestaltung der Effektoren, die sie mit der Welt verbindet. Für Pinker ist die Lösung ganz einfach: Baut so etwas nicht! So weit sein Beitrag zur KI-Debatte in der Süddeutschen Zeitung, der eine Auskoppelung aus seinem neuesten Buch ist: Aufklärung jetzt. Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung.

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Daniel Ellsberg: Assange’s Arrest Is the Beginning of the End

Daniel Ellsberg. (Steve Rhodes / Flickr)
What follows is a conversation between author and famed whistleblower Daniel Ellsberg and Sharmini Peries of the Real News Network. Read a transcript of their conversation below or watch the video at the bottom of the post.

Sharmini Peries | truthdig

SHARMINI PERIES It’s The Real News Network. I’m Sharmini Peries, coming to you from Baltimore.

Whistleblower associated with WikiLeaks Julian Assange appeared to be making a statement as he was shuffled out in handcuffs from the Ecuadorian Embassy in London. He was carrying a book, a book published by The Real News Network with Gore Vidal on the history of the national security state. We gather Assange may have been trying to send the world a message, as did the Washington Post. And you can find an interview that Paul Jay, the senior editor here at The Real News Network, had done with The Washington Post in the link below.

On to talk about Assange and the reasons for his arrest is a man that is, perhaps, the most famous whistleblower in history that has experienced this type of arrests and state threats, is Daniel Ellsberg, who leaked the famous Pentagon Papers. Daniel’s new book, The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner. You will find an interview series related to Daniel’s book here on The Real News Network, and we’ll put a link to that, as well. Daniel, good to have you here.

DANIEL ELLSBERG Glad to be back with you. Thank you.

SHARMINI PERIES Daniel, your reaction to what has just happened to Julian Assange in London?

DANIEL ELLSBERG It’s a very serious assault on the First Amendment. A clear attempt to rescind the freedom of the press, essentially. Up till now we’ve had a dozen or so indictments of sources, of which my prosecution is the very first prosecution of an American for disclosing information to the American public. And that was ended a couple of years later by governmental misconduct. There were two others before President Obama, and nine or so under President Obama, of sources, none of these having been tested in the Supreme Court yet as to their relation to the First Amendment. Hasn’t gone to them.

This is the first indictment of a journalist and editor or publisher, Julian Assange. And if it’s successful it will not be the last. This is clearly is a part of President Trump’s war on the press, what he calls the enemy of the state. And if he succeeds in putting Julian Assange in prison, where I think he’ll be for life, if he goes there at all, probably the first charge against him is only a few years. But that’s probably just the first of many.

In my own case, my first indictment was for three counts, felony counts. That was later expanded to 12 felony counts by the end of the year, for a possible 115-year sentence. So I think this is a warning shot across the bow of every editor and publisher in the country.

If they make the connection of the Real News Network book that he was carrying with him into prison, which I think Gore Vidal would be very pleased to see, him associated with this incident in terms of defending Germany Assange’s rights, but they may connect you. You may be in the next conspiracy trial with Julian Assange. It may not take much more than that. I see on the indictment, which I’ve just read, that one of the charges is that he encouraged Chelsea Manning and Bradley Manning to give him documents, more documents, after she had already given him hundreds of thousands of files. Well, if that’s a crime, then journalism is a crime, because just on countless occasions I have been harassed by journalists for documents, or for more documents than I had yet given them. So they–none of them have been put on trial up till now. But in this case, if that’s all it takes, then no journalist is safe. The freedom of the press is not safe. It’s over. And I think our republic is in its last days, because unauthorized disclosures of this kind are the lifeblood of a republic.

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Uploadfilter, Terrorfilter und ungefiltert abgeladener Error

Grafik: TP
Als man Helmut Kohl 1994 auf die Datenautobahn ansprach, ließ der CDU-Chef wissen, für den für Bau von Autobahnen seien neben dem Bund hauptsächlich die Länder zuständig. Wenn ein Vierteljahrhundert später, nämlich kommenden Montag, der Rat der Europäischen Union die Urheberrechtsreform finalisieren wird, geschieht dies kurioserweise durch die Landwirtschaftsminister. Deutschland wird insoweit durch Julia Klöckner vertreten, eine studierte Theologin.

Markus Kompa | TELEPOLIS

Ähnliche Profession in Informationstechnologie und Urheberrecht boten auch die beiden deutschen Grünen, die im EU-Parlament für die von der Fachwelt einhellig abgelehnte Urheberrechtsrichtlinie stimmten: Helga Trüpel wird als Religionspädagogin selig; Maria Heubuch ist „Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft“ und versteht sich insbesondere aufs Melken – die Verwerterindustrie ist entzückt.

Doch auch ein Jurastudium, wie es Axel Voss nachgesagt wird, ist keine Garantie für methodisches Arbeiten wie etwa das Befragen von Experten, wenn man selbst das Internet nur aus Papierausdrucken kennt. Bei den fachlichen Blößen etwa, die sich der für die Urheberrechtslinie federführende CDU-Politiker in aller Öffentlichkeit leistete, konnte selbst Helga Trüpel nicht mithalten.

Wo die CDU/CSU und Grüne dilettieren, darf auch die ehemalige Volkspartei SPD nicht fehlen: Theoretisch hätte Bundesjustizministerin Katarina Barley die Reform noch sabotieren können, da die Stimme der deutschen Bundesregierung ausschlaggebend sein wird. Doch die SPD arbeitet hart daran, auch den letzten Wählenden ihre Illusion von Glaubwürdigkeit zu nehmen. Die widersprüchlich agierende Barley wird demnächst im Europaparlament neben Voss brillieren.

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Debatte um Assange: „Die Idee ist in den Hintergrund gerückt“

Bild. tagesschau.de
WikiLeaks stand einst für Transparenz und Enthüllungen. Mittlerweile sei die Idee überschattet worden, sagt der Journalist Beckedahl im Interview mit tagesschau.de. Das liege auch an Assange.

tagesschau.de

tagesschau.de: Was steht bei Julian Assange für Sie persönlich im Vordergrund: Seine Verdienste für WikiLeaks oder die Probleme, die sich um die Plattform und seine Person entwickelt haben?

Markus Beckedahl: Assange ist eigentlich eine tragische Figur. Er war ein großer Innovator für einen zukunftsgetriebenen Journalismus und hat viele Sachen angestoßen, die von anderen Medien kulturell übernommen wurden.

Allerdings ist er in den vergangenen Jahren – wahrscheinlich auch durch die Situation mit seinem Asylverfahren und seiner Flucht vor einer möglichen Auslieferung in die USA – immer merkwürdiger geworden.

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Der Assange-Trump-Komplex

Julian Assange, hier bei einem Video-Auftritt 2016. (Foto: REUTERS)
Was die Festnahme von Wikileaks-Gründer Assange mit US-Präsident Trump zu tun hat und warum die USA seine Auslieferung verlangen: Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Von Thorsten Denkler | Süddeutsche Zeitung

Wikileaks-Gründer Julian Assange wurde am Donnerstag in der Londoner Botschaft von Ecuador festgenommen. Seit 2012 hatte er sich dort der Strafverfolgung entzogen und politisches Asyl der Regierung von Ecuador genossen. Festgenommen wurde er auch wegen eines Auslieferungsersuchens der USA.

Was liegt aus US-Sicht gegen Assange vor?

Am 6. März 2018 ist Julian Assange vor einem Bundesgericht in Alexandria im Bundestaat Virginia in einem Geheimverfahren angeklagt worden, zwischen dem 2. und 10. März 2010 gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning unberechtigt in einen Computer der US-Regierung eingedrungen zu sein. Der Anklageschrift zufolge haben sie dafür ein Passwort gehackt.

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Assange: Koordinierte Aktion von Ecuador, USA und Großbritannien

Bild: DoJ
Sofort hat das US-Justizministerium einen Auslieferungsantrag vorgelegt, in Ecuador wurde ein Mann festgenommen, der angeblich mit Russen und dem Ex-Außenminister Ecuador „destabilisieren“ wollte

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wie es aussieht, war die Festnahme von Julian Assange eine koordinierte Aktion der ecuadorianischen, britischen und amerikanischen Regierung, auch wenn dies von der britischen und vor allem der ecuadorianischen Regierung bestritten wird. Letztere beeilte sich, Assange die ecuadorianische Staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen.

In Ecuador hat der Fall auch innenpolitische Gründe, weil Assange das Asyl in der Botschaft von der linken Vorgängerregierung von Rafael Correa gewährt wurde. Heute wurde in Ecuador von der rechten, sich eng an Washington anlehnenden Regierung von Lenin Moreno ein WikiLeaks-Anhänger festgenommen, der mit dem früheren Justizminister Ricardo Patiño zusammengearbeitet habe, um das Land zu „destabilisieren“. Er soll auch mal nach Venezuela gereist sein. Im Spiel sollen auch zwei „russische Hacker“ sein, die sich in Ecuador aufhalten sollen, wie die Innenministerin María Paula Romo sagte. „Wir werden nicht zulassen, dass sich Ecuador in ein Zentrum der digitalen Piraterie verwandelt und wir können nicht zulassen, dass illegale Aktivitäten stattfinden, um ecuadorianische Bürger oder Regierungsangehörige zu schaden.“

Patiño wies die Beschuldigungen als erfundene Geschichte zurück. Correa wirft der ecuadorianischen Regierung ebenso wie WikiLeaks vor, die Verhaftung nach der Veröffentlichung der INA Papers zugelassen zu haben. Nach diesen wird er der Geldwäsche in Zusammenarbeit mit einer Bank in Panama verdächtigt, die Generalstaatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Moreno eingeleitet. Allerdings haben die INA Papers mit WikiLeaks nicht direkt zu tun.

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Wann Fake News Erfolg haben: Die erstaunlichen Parallelelen der Hitler-Zeit zu heute

Die Deutsche La Plata Zeitung am 11. April 1938: Das Foto zeigt, wie Anhänger der NSDAP den Anschluss Österreichs im Luna Park in…Foto: Georg Ismar
Falschnachrichten zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung sind zur Waffe geworden. Historiker sehen Parallelen zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Von Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Die Stimmungsmache vor dem Brexit–Votum, russische Einflussversuche im US-Wahlkampf, Schauermärchen über die „Flüchtlingskanzlerin“ Angela Merkel. Es gerät gerade in sozialen Medien einiges in Schieflage, mehrere Parteien im Bundestag setzen inzwischen auf eigene „Newsrooms“, um Fake News mit Fakten entgegen zu treten – es geht um die Deutungshoheit im Netz und ein Frühwarnsystem für Fake News.

Ohne gemeinsame Sachinformationen ist ein rationaler Meinungsbildungsprozess unmöglich. In einer postfaktischen Demokratie können die Bürger die Leistungen und Fehler von Politik nicht mehr objektiv beurteilen. Umso leichter haben es die Populisten, mit ihren Falschinformationen durchzudringen und den demokratischen Diskurs zu unterminieren“, hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion in einem Beitrag für den „Tagesspiegel“ betont.

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Is Superintelligence Impossible? On Possible Minds: Philosophy and AI

David Chalmers, Daniel C. Dennett . Image credit: edge.org

[ED. NOTE: On Saturday, March 9th, more than 1200 people jammed into Pioneer Works in Red Hook, Brooklyn, for a conversation between two of our greatest philosophers, David Chalmers and Daniel C. Dennett:  „Is Superintelligence Impossible?“ the next event in Edge‘s ongoing „Possible Minds Project.“ Watch the video, listen to the EdgeCast, read the transcript. Thanks  to  physicist, artist, author, and Edgie Janna Levin, Director of Sciences at Pioneer Works, who presented the event with the support of Science Sandbox, a Simons Foundation initiative. —JB]

edge.org

Somebody said that the philosopher is the one who says, „We know it’s possible in practice, we’re trying to figure out if it’s possible in principle.“ Unfortunately, philosophers sometimes spend too much time worrying about logical possibilities that are importantly negligible in every other regard. So, let me go on the record as saying, yes, I think that conscious AI is possible because, after all, what are we? We’re conscious. We’re robots made of robots made of robots. We’re actual. In principle, you could make us out of other materials. Some of your best friends in the future could be robots. Possible in principle, absolutely no secret ingredients, but we’re not going to see it. We’re not going to see it for various reasons. One is, if you want a conscious agent, we’ve got plenty of them around and they’re quite wonderful, whereas the ones that we would make would be not so wonderful. —Daniel C. Dennett

One of our questions here is, is superintelligence possible or impossible? I’m on the side of possible. I like the possible, which is one reason I like John’s theme, „Possible Minds.“ That’s a wonderful theme for thinking about intelligence, both natural and artificial, and consciousness, both natural and artificial. … The space of possible minds is absolutely vast—all the minds there ever have been, will be, or could be. Starting with the actual minds, I guess there have been a hundred billion or so humans with minds of their own. Some pretty amazing minds have been in there. Confucius, Isaac Newton, Jane Austen, Pablo Picasso, Martin Luther King, on it goes. But still, those hundred billion minds put together are just the tiniest corner of this space of possible minds. —David Chalmers

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Die Plattformen haben das partizipative Web gekapert

Aus dem Cover der Ausgabe der Fabrikzeitung über die „Neue Öffentlichkeit
Das World Wide Web stand einmal für radikale Aufklärung und Partizipation. Von diesem Aufbruchsgeist ist nicht mehr viel übrig geblieben

Adrian Lobe | TELEPOLIS

In der Mitte der 1990er Jahren war im Grundrauschen der Modems, die in Wohnzimmern und Büroräumen installiert waren, ein Revolutionsknistern zu vernehmen. Der Siegeszug des World Wide Web würde die Demokratisierung beschleunigen, er würde autoritäre Herrscher hinwegfegen, tradierte Institutionen überflüssig machen, Machenschaften ans grelle Licht der Öffentlichkeit zerren, die Welt zu einer „Placeless Society“ (William Knoke) machen, für die Orte keine Rolle spielen. Futuristen und Akzelerationisten berauschten sich an der Geschwindigkeit der Bytes und Bits ebenso wie Kapitalisten. Die gegenkulturellen Netzaktivisten erträumten eine Cyberagora, einen elektronischen Marktplatz von Ideen, wo alle gleichberechtigt am Diskurs partizipieren können.

Der Internetpionier John Perry Barlow postulierte in seiner „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“ im Jahr 1996: „Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelne an jedem Ort seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu müssen.“

Dass diese Utopie herrschaftsfreien Diskurses im Netz eine Utopie bleiben würde, war selbst dem größten Optimisten klar. Auch der gerne idealisierte Speakers Corner, wo seit 140 Jahren die freie Rede kultiviert wird, war immer bloß ein Corner, eine Ecke der Debattierfreude, ein Schaukasten für besonders bunte Ideen, wo sich die demokratische Gesellschaft ihrer Werte vergewisserte, wohl wissend, dass die freie Rede in elitären Kreisen wie Eton oder Oxford auch von informellen und formellen Sprachregelungen eingeschränkt wird. Die brachiale Art und Weise, mit der diese Utopie einer elektronischen Agora (vorläufig) gescheitert ist, hat dann aber doch überrascht. Fake-News fluten das Netz, Hasskommentare verrohen den Diskurs, Trollfabriken manipulieren Wahlkämpfe, Hacker greifen Daten ab, Meinungsroboter torpedieren den politischen Diskurs, autoritäre Regime zensieren das Netz.

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Schon wieder: Axel Springer verklagt Adblock Plus

Auf „bild.de“ werden Nutzer von Adblock Plus abgewiesen. (Bild: Screenshot von „bild.de“.)
Mit einer neuen Klage will der Konzern das Eyeo-Geschäftsmodell angreifen. Erst voriges Jahr war Axel Springer vor dem BGH gescheitert.

Von Torsten Kleinz | heise online

Wiederauflage eines Rechtsstreits: Der Konzern Axel Springer verklagt den Hersteller des Werbeblocker Adblock Plus, die Kölner Firma Eyeo. Die neue Klage soll sich ganz auf das Urheberrecht stützen.

„Werbeblocker verändern die Programmiercodes von Webseiten und greifen damit direkt in das rechtlich geschützte Angebot von Verlagen ein“, begründet Claas-Hendrik Soehring, Leiter Medienrecht bei Axel Springer, die neue Klage. „Dadurch beschädigen sie langfristig nicht nur eine zentrale Finanzierungsgrundlage von digitalem Journalismus, sondern gefährden auf Dauer auch den offenen Zugang zu meinungsbildenden Informationen im Internet.“ Dies werde Axel Springer nicht hinnehmen.

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