Kirchenpräsident schaut sich IT-Firmen an

Volker Jung (2013), Foto: Rolf Oeser. Bild: wikimedia.org/CC0

Kirchenpräsident Volker Jung war bei Facebook und Google zu Gast und sieht einige Parallelen zwischen Kirche und Internetkonzernen – aber auch wichtige Unterschiede.

Von Peter Hanack | Frankfurter Rundschau

Wie sieht es aus bei Facebook, Google und Co.? Was bewegt die Menschen, die dort arbeiten? Kirchenpräsident Volker Jung war auf Stippvisite in Kalifornien und hat einige überraschende Gemeinsamkeiten zwischen den dortigen Unternehmen und seiner Kirche gefunden – und große Unterschiede. Immerhin: Verkünder einer frohen Botschaft gibt es hier wie dort. Und den Glauben, die Welt verbessern zu können.

Herr Jung, haben Sie den Geist entdeckt, den Spirit, der die Menschen bei Facebook und Co. antreibt?  
Was zu spüren war, ist eine ausgesprochen positive Haltung zur eigenen Arbeit. Die Grundüberzeugung dort ist: Wir tun etwas Gutes.

Die Menschen dort glauben an das, was sie tun? 
Ja. Wir sind bei Google zum Beispiel einem Manager mit der für uns etwas seltsamen Berufsbezeichnung Chief Evangelist begegnet. Er war wie viele andere davon überzeugt, für eine Firma zu arbeiten, die die Welt verbessert. Das ist schon ein hoher Anspruch.

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Das Cyberkommando der Bundeswehr formiert sich

Bild: heise.de/TP
Die Bundeswehr verkauft sich als Start-up, Ex-Thyssen-Manager Mühleck, der Leiter des Bereichs Cyber- und Informationsraum im Ministerium hat viel vor, politisch müsste die rechtliche Situation des Militärs im Cyberspace geregelt werden

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Bundeswehr hat lange gebraucht, bis sie ebenfalls ein Cyberkommando eingeführt hat. Der Bereich Cyber- und Informationsraum (CIR) im Ministerium und das Kommando bei der Bundeswehr nahmen am 1. April ihre Arbeit auf und wurden neben Land-, Luft- und Seestreitkräften sowie Sanitätsdienst und Streitkräftebasis ein eigenständiger militärischer Organisationsbereich bzw. eine eigenständige Teilstreitkraft (Deutschland wird nun auch im Cyberraum verteidigt).

Im Juli wurden dem Kommando weitere Abteilungen eingegliedert, womit nun insgesamt 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter für Verteidigung und Angriff im Cyberraum tätig sind. 2021 soll die deutsche Cybertruppe dann mit 14.500 Soldaten die volle Einsatzbereitschaft erreicht haben, sofern die geeigneten Cybersoldaten eingestellt werden können. Dazu will sich die Bundeswehr als „IT-Arbeitgeber“ darstellen und die IT-Gründerszene einbeziehen. Geplant ist an der Bundeswehrhochschule München die Einrichtung des „größten Forschungszentrums“ für Cybersicherheit, womit man auch ein „Cyber-Cluster“ schaffen will (Bundeswehrhochschule München richtet „größtes Forschungszentrum“ für Cybersicherheit ein). Mit dem Cyber Innovation Hub will man „eine aktive Rolle im sogenannten digitalen Startup-Ökosystem“ einnehmen.

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Spyware Company That Said It Would Leave Spyware World Shows Up At Arms Fair

Image: Matt Kennard
Aglaya said it wasn’t interested in selling sketchy products to governments. Now, it’s advertising the same products at arms shows.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

In the unregulated, digital weapons gold rush, it looks like old habits die hard.

Last year, Motherboard published some pages of a leaked catalog offering governments sketchy services such as „weaponized information“ to infiltrate, „ruse,“ and „sting,“ with the goal to discredit a target or a company—basically astroturfing, disinformation campaigns. The catalog, prepared by the little-known Indian-based vendor Aglaya, also offered distributed denial-of-service or DDoS as a service, and a wide range of other more commonplace products such as computer and smartphone spyware, or alleged industrial control systems exploits.

When we exposed the catalog and inquired about it, Aglaya’s founder and CEO Ankur Srivastava had a puzzling response. These offerings, he said, don’t „represent the vision of our product portfolio.“ Srivastava said the products were only a „custom proposal for one customer,“ and not something that was advertised on the company’s site or actually sold to any customer. And, moreover, they were outdated information anyway, since „we are not a part of this market and unintentionally underwent a marketing event at the wrong trade-show,“ Srivastava told me over email.

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Medienbischof ruft zu kritischer Distanz gegenüber Sozialen Netzwerken auf

Bild: wikimedia.org/CC-2.5/MarkusAngermeier
Der evangelische Medienbischof Volker Jung ruft angesichts populistischer Stimmungsmache durch Fake News zu kritischer Distanz gegenüber Darstellungen in Sozialen Netzwerken auf. „Falsche Behauptungen, falsche Darstellungen hat es schon immer gegeben.

Von Karsten Frerichs | evangelisch.de

Es liegt auch an jedem selbst, sich zu einem kritischen Umgang mit Medien anzuhalten“, sagte der hessen-nassauische Kirchenpräsident dem Evangelischen Pressedienst (epd). Für den seriösen Journalismus sei es in Abgrenzung zu Sozialen Netzwerken eine „große Herausforderung zu zeigen, dass man sauber arbeitet und der Wahrheit verpflichtet ist“. Kritisch sehe er, „dass die Sogkraft einer stärkeren Personalisierung und Boulevardisierung auch die journalistischen Angebote verändert“. „Wirklichkeit muss natürlich ausgelegt und interpretiert werden, sie darf aber nicht verzerrt oder einem reinen Meinungsjournalismus geopfert werden“, sagte Jung. Er sei davon überzeugt, dass es für Qualitätsjournalismus immer einen Markt geben wird – „vielleicht sogar zunehmend mehr“.

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Ist Fotografie grundsätzlich rassistisch?

Hoher Kontrastumfang lässt Schatten im Vordergrund absaufen. Bild: Christoph Jehle
Seit Ende August geistert die These durch die Lande, dass Fotografie grundsätzlich rassistisch sei, weil sie für die Wiedergabe heller Hauttöne optimiert wäre

Von Christoph Jehle | TELEPOLIS

Ausgelöst durch ein Tagesspiegel-Interview mit der Uni-Dozentin Natasha A. Kelly vom 30. August, steht der Vorwurf im Raum, dass Fotografie grundsätzlich rassistisch sei, weil sie von Anfang an auf die Wiedergabe heller Haut optimiert sei: „Wenn wir etwa die Technik der Fotografie anschauen: Die Belichtungstechnologie wurde für weiße Haut entwickelt. Das ist eine Normsetzung, wie es sie in zahlreichen anderen Bereichen auch gibt, ohne dass das vielen Menschen bewusst wäre“.

Erweitert wurde der Vorwurf, dass Fotografie rassistisch sei, in einem zweiten Artikel des Tagesspiegel am Abend des 30. August unter dem Titel Kann Technik rassistisch sein?. Auch dort hieß es, sie Belichtungstechnologie sei „für weiße Haut entwickelt worden.“ Der Vorwurf wird generell für die analoge, wie auch die digitale Fotografie einschließlich aller Wiedergabemethoden erhoben.

In Österreich war bereits im August des Jahres 2008 der Vorwurf erhoben worden, dass Hinweise für ein optimal ausgeleuchtetes Passbild rassistisch seien. Damals hingen in allen Passämtern Österreichs Beispiele für richtige und falsche Belichtung von Passbildern aus. Neben der überbelichteten Blondine, deren Haar sich im Nichts auflöste, wurde ein unterbelichtetes Bild eines Schwarzen gezeigt, dessen Kinnpartie im Schwarz des Bildes abgetaucht ist, so dass sich Kopf und Hals praktisch nicht mehr unterscheiden lassen.

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INTERVIEW MIT EINEM CYBORG : „Ich wurde gehackt und es war gut“

Bild: FAZ.net
Neil Harbisson ist farbenblind und hat sich eine Antenne in den Schädel verpflanzen lassen, mit der er Farben hören kann. Warum er die Putzmittelabteilung in Supermärkten liebt und auch anderen Menschen empfiehlt, Cyborgs zu werden.

Von Nadine Bös | Frankfurter Allgemeine

Herr Harbisson, Sie können Farben hören. Wie klingt eine rote Ampel für Sie?

Das hängt ein bisschen von der Ampel ab. Es gibt verschiedene Rottöne bei Ampeln. Nicht alle haben ein pures Rot. Es sind verschiedene Abstufungen der Note F: F und Fis. Eine tiefe Note.

Können Sie das mal vorsingen?

Nein, ich bin kein guter Sänger. Ich kann die Farben nicht wirklich singen. Wenn wir jetzt ein Instrument hätten, wäre das was anderes. Nein, eine rote Ampel singen, das krieg ich nicht hin.

Mögen Sie lieber eine grüne Ampel versuchen?

Ich bin wirklich kein guter Sänger. Ich habe schon mal versucht, Farben zu singen, aber ich habe es immer bereut, weil es nicht klingt, wie es soll.

Schade! Sonst hätten Sie uns einen Regenbogen vorsingen können…

Ok, also Rot ist sehr tief, so hmmmmm, und dann kommt Orange, Grün und so weiter – es klingt wie eine einfache Tonleiter von F bis F. Rot ist das tiefste, danach kommt Orange, Gelb, Grün, Türkis, Blau und zum Schluss Violett. Eigentlich ist das tiefste Infrarot und das höchste Ultraviolett, die kann ich auch über die Antenne wahrnehmen. Es gibt Tausende Infrarot- und Ultravioletttöne, für den Menschen sind sie aber alle eigentlich unsichbar.

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Facebook ließ gezielte Werbung an „Judenhasser“ zu

Bild: heise.de
Das Werbesystem von Facebook steht erneut in der Kritik. Diesmal geht es nicht um die Frage, ob das Netzwerk bei der Reichweite der Anzeigen schummelt, sondern um die Tatsache, dass man mit dem System gezielt Antisemiten als Zielgruppe auswählen konnte.

heise online

Das soziale Netzwerk Facebook – gleichzeitig eines der größten Werbe-Unternehmen der Welt – hat Anzeigen-Kunden ermöglicht, gezielt Antisemiten anzusprechen. Wie das US-Magazin ProPublica enthüllt hat, konnten Nutzer für die Vermarktung von Nazi-Andenken oder die Werbung für rechtsradikale Veranstaltungen die Zielgruppe „Juden-Hasser“ auswählen. Facebook entfernte diese und ähnliche antisemitische Kategorien, nachdem ProPublica seine Recherchen öffentlich gemacht hatte. Die Zielgruppe beruhte auf Angaben, die die Facebook-Anwender über sich selbst gemacht hatten und wurde von einem Algorithmus eingeführt.

Werbung an Antisemiten

Nach eigenen Angaben konnte ProPublica Anzeigen für Leute platzieren, die etwa „Nazi Party“ oder die SS aus dem Dritten Reich als Arbeitgeber eingetragen hatten. Die Zielgruppen seien aber klein gewesen, schränkte das Magazin ein. So habe man in der Kategorie „Jew Hater“ 2274 Facebook-Mitglieder erreichen können sowie mit „German Schutzstaffel“ und „Nazi Party“ als Arbeitgeber jeweils 3149 und 2449 Profile. Um Werbung nur für sie zu schalten, seien sie zu klein gewesen. Das habe sich aber geändert, nachdem Nutzer mit einem Interesse an der deutschen NPD in die Auswahl genommen wurden (194.600).

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Startup That Sells Zero-Days to Governments Is Offering $1 Million For Tor Hacks

Image: g0d4ather/Shutterstock
A startup that sells exploits to governments says it wants hacks for the browser used by activists, protesters, journalists, and criminals.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

A notorious startup is offering up to $1 million in rewards to security researchers who can find bugs and develop techniques to exploit the anonymous web surfing tool the Tor Browser.

On Wednesday, Zerodium, a US-based company that buys exploits from researchers and sells them exclusively to government customers, announced the new bounty. The highest bounty is $250,000 for an exploit that allows the attacker to hack a target who’s using the Tor Browser with high security settings on Linux Tails and Windows, giving the attacker the highest kind of privileges on the target’s computer. Other bounties range between $75,000 (for exploits that only work for either Windows or Tails, and work only with Javascript allowed, for example, making them easier to develop) and $200,000.

„We need many exploits as we have many customers with many ongoing operations against illegal activities undertaken on Tor,“ Chaouki Bekrar, the CEO and founder of Zerodium, told Motherboard in an online chat. „We have a higher demand for Tor exploits from our government customers as they are facing higher illegal activities on Tor and they must take action.“

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Modular Robot Self-Heals and Even Redesigns Itself for New Tasks

Marco Dorigo, Nithin Mathews
The thing before the thing before the thing before the Terminator.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

The T-1000 blob-terminator seems like a too-easy touchstone, but when it comes to autonomously reconfigurable robots―machines that become other machines at will―it really is perfect. See, this is a very real goal within robotics and artificial intelligence. It’s what we might even think of as a fundamental goal, a toppling of a once-fundamental limitation of robots (or even machines, generally) as a concept: They are only what we make them.

Writing this week in Nature Communications, computer scientist Marco Dorigo and colleagues at Universite Libre de Bruxelles in Belgium describe a robotics system that basically consists of a bunch of little robots that are able to work together to build themselves into different kinds of big robots. The result isn’t exactly liquidmetal Robert Patrick, but it’s a key demonstration of shape-shifting robotics that may easily be scaled from from just a few modular subunits to however many you can reliably network together in a small space (which is a lot).

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Neonazi-Webseite DailyStormer wechselt auf .at-Adresse

foto: screenshot Die Seite ist mittels VPN auf ihrer .at-Domain erreichbar
Inhalte der Seite sind von Österreich und Deutschland nicht erreichbar – österreichische Domain vor einer Woche angelegt

Von Fabian Schmid | derStandard.at

Die Webseite Daily Stormer, eine der größten Neonazi-Plattformen weltweit, hat seit vergangener Woche eine österreichische Domain. Seit den rechtsextremen Vorfällen in der US-Stadt Charlottesville vor rund einem Monat suchte Dailystormer nach einer neuen Adresse. Nach einem Beitrag von Chefredakteur Andrew Anglin, in dem er die ermordete antifaschistische Gegendemonstrantin verspottete, kündigte der große US-Hostingprovider GoDaddy seinen Vertrag mit der Seite. Andere Anbieter weigerten sich, den DailyStormer aufzunehmen.

Daraufhin kündigte die Seite an, ins Dark Web zu wechseln. Nun hat sie aber mit einer .at-Domain einen neuen Platz gefunden. Registriert wurde die Adresse vergangene Woche von Chefredakteur Andrew Anglin über ein Unternehmen, das in China gemeldet ist. Allerdings scheinen die Angaben bei der Registrierung dubios zu sein, als Adresse wird ein „International Finance Center“ in Shanghai angegeben. Die Webseite dieses Domainvermittlers ist offenbar erst Ende August eingerichtet worden – ein Indiz dafür, dass der Service nur eingerichtet wurde, um „DailyStormer“ und Konsorten einen neuen Platz zu finden.

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Die neue Enthüllung kommt für die AfD wie gerufen

Am vergangenen Mittwoch zeigt sich AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel an einer Wahlveranstaltung guter Dinge – jetzt ist eine alte E-Mail von Weidel mit fragwürdigen Äusserungen aufgetaucht. (Bild: Kai Pfaffenbach / Reuters)
Die Spitzenkandidatin der AfD, Alice Weidel, steht einmal mehr im Mittelpunkt einer Debatte: Eine E-Mail mit höchst fragwürdigem Inhalt soll von ihr verfasst worden sein. Weidel dementiert. So oder so dürfte das der Partei im Wahlkampf nützen.

Von Markus Ackeret | Neue Zürcher Zeitung

Bis weit in den Sommer hinein war es um die Alternative für Deutschland (AfD) ziemlich ruhig geblieben – zu ruhig wohl für die Partei selbst. Das hat sich in den vergangenen Wochen gründlich geändert. Ob Wahlkampftaktik oder nicht: Die AfD hat mit Äusserungen und Fernsehauftritten ihrer Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel jenen Gesprächsstoff geliefert, der sie im Wahlkampf beflügelt. Mag Gaulands Äusserung über die SPD-Politikerin Aydan Özoguz auch abstossend und rassistisch und Weidels Abgang aus einer Fernsehsendung inszeniert gewesen sein, die mediale Auseinandersetzung damit war eher hilfreich für die Partei. Sie zeigte aber zugleich, was den künftigen Bundestag erwarten dürfte.

Intrige aus dem Bekanntenkreis?

Eine Spur weiter, und zwar in doppelter Hinsicht, geht die Veröffentlichung einer E-Mail durch die «Welt am Sonntag», die angeblich von Weidel stammt. Zum einen geht der kurze Text inhaltlich über alles Fragwürdige hinaus, was vom Spitzenpersonal der AfD und besonders von der 38-Jährigen bis anhin bekannt war.

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Mann seit zwei Jahren in Haft, weil er Festplatten nicht entschlüsselt

foto: apa/dpa/balk Seit zwei Jahren sitzt der US-Amerikaner Francis Rawls in Haft, weil er sich weigert, zwei Festplatten zu entschlüsseln.
Ehemaliger Polizist soll Kinderpornografie auf diesen gespeichert haben

derStandard.at

Seit zwei Jahren sitzt Francis Rawls aus Philadelphia bereits im Gefängnis, weil er sich weiterhin weigert, seine Festplatte zu entschlüsseln. Der Ex-Polizist geriet im Zuge von Ermittlungen rund um Kinderpornografie ins Visier der Behörden. Bei ihm zuhause wurden bei einer Hausdurchsuchung dann zwei verschlüsselte Festplatten gefunden. Der Forderung, diese zu entschlüsseln, kam Rawls seit dem 30. September 2015 nicht nach, sodass er seitdem im Gefängnis sitzt.

Supreme Court soll über Fall entscheiden

Die Anwälte des Mannes aus Philadelphia versuchen seitdem die Freilassung durchzusetzen, indem sie sich auf den fünften Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten berufen. Bis auf den obersten Gerichtshof wurden sämtliche juristische Möglichkeiten ausgereizt, nun soll der Supreme Court über den Fall entscheiden.

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Roboter im Kampfeinsatz: Wenn die künstliche Intelligenz Krieg führt

Bei einer Parade in Bagdad im November 2011 marschieren Einheiten des US-Militärs und der irakischen Armee gemeinsam mit Robotern. Bild: ap
Der Roboter auf dem Werbevideo von Boston Dynamics sieht nicht so aus, als würde er in einen Krieg zeihen. Viel eher ähnelt er verblüffend einem Hund. Auf vier Beinen stolziert er durch die Gegend.

Von Anna Sawerthal | derStandard.at

Ein anderer, groß wie ein Pony, stapft durch einen Wald, geht Bäumen selbstsicher aus dem Weg und erklimmt Stiegen. Einer der Entwickler gibt einem Roboter einen festen Tritt in die Seite – die Maschine tariert aus, fängt sich und steht wieder fest auf ihren Beinen. Ein anderer Roboter greift in einer Küche nach einer Cola-Dose.

Selbst erkennen kann er die Dose noch nicht, meint Markus Vincze vom Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der TU Wien. Er erkennt die Position nur durch Mark-ups. Was die Roboter aber gut können, ist, robust über unwegsames Gelände zu gehen. Sie wissen durch GPS auch, wo sie sich selbst befinden. Dass sie auch andere Objekte erkennen können, sei nur noch eine Frage der Zeit.

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Religiotie: Unterdrückt ‚Google Maps‘ die Kreuze auf Kirchtürmen?

In den sozialen Netzwerken wird unter christlichen Teilnehmern derzeit die Frage diskutiert, ob Google Maps bei seiner Funktion „Streetview“ möglicherweise die Kreuze auf den Kirchen unterdrückt.

kath.net

Es werden teilweise Beispielsfotos gebracht, die dies zu belegen scheinen. Andere User weisen allerdings darauf hin, dass die Kreuze oft eher filigran seien und deshalb in der bisher noch eher gröberen 3D-Darstellung schlicht untergingen, wie auch andere schmale Objekte, etwa Antennen.

Islamismus-Experte: Radikalisierung meist nicht in der Moschee

Themenbild.
Islamistische Terroristen radikalisieren sich nach Einschätzung des Islamexperten Olivier Roy weniger in Moscheen als in kleinen Gruppen.

evangelisch.de

„Der erste Ort der Radikalisierung ist das Gefängnis“, sagte der französische Politikwissenschaftler dem „Kölner Stadt-Anzeiger (Donnerstag). „Oder sie findet in kleinen Gruppen von Freunden und Brüdern statt.“ Diese örtlichen Gruppen radikalisierten sich meist durch den Einfluss von Dritten, etwa über das Internet, und stünden über eine Kontaktperson mit Terrororganisationen wie dem „Islamischen Staat“ in Verbindung.

Dieses Muster habe sich etwa bei den Attentätern in Barcelona, Brüssel, Paris und London gezeigt. „Keiner von ihnen ist wirklich in einer örtlichen muslimischen Gemeinde aktiv“, sagte der Experte, dessen Buch „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod. Der Dschihad und die Wurzeln des Terrors“ gerade erschienen ist. „Die meisten von ihnen haben kein oder nur wenig religiöses Wissen.“

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AI Will Soon Identify Protesters With Their Faces Partly Concealed

Image: University of Cambridge/ National Institute of Technology/ Indian Institute of Science
Protesters regularly wear disguises like bandanas and sunglasses to prevent being identified, either by law enforcement or internet sleuths. Their efforts may be no match for artificial intelligence, however.

By Louise Matsakis | MOTHERBOARD

new paper to be presented at the IEEE International Conference on Computer Vision Workshops (ICCVW) introduces a deep-learning algorithm—a subset of machine learning used to detect and model patterns in large heaps of data—that can identify an individual even when part of their face is obscured. The system was able to correctly identify a person concealed by a scarf 67 percent of the time when they were photographed against a „complex“ background, which better resembles real-world conditions.

The deep-learning algorithm works in a novel way. The researchers, from Cambridge University, India’s National Institute of Technology, and the Indian Institute of Science, first outlined 14 key areas of the face, and then trained a deep-learning model to identify them. The algorithm connects the points into a „star-net structure,“ and uses the angles between the points to identify a face. The algorithm can still identify those angles even when part of a person’s mug is obscured, by disguises including caps, scarves, and glasses.

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Glowing Nanoparticle Ink Could Lead to Easy DIY Holograms

Image: MOTHERBOARD
Want to make phosphorescent ink? Dope it with some europium.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

We live in a golden age of printing in which it’s possible to churn out toolsweapons, and even experimental artificial organs. Now, scientists at ITMO University in Saint Petersburg, Russia are engineering yet another specialized field of futuristic printing—luminescent holograms that can be produced by a normal inkjet model printer.

In a study published in the journal Nanoscale, researchers led by Alexandra Furasova introduced a new type of „nanoparticle ink“ made with zirconium dioxide crystals that are „doped“ with the phosphorescent element europium.

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Verschollene Briefe von Alan Turing entdeckt

In Manchester wurden 148 verschollene Diokumente des Mathematikers und Codeknackers Alan Turing entdeckt. © University of Manchester
Historischer Zufallsfund: In Manchester haben Forscher verschollene Briefe und Notizen von Alan Turing entdeckt – dem Mathematiker, der den Code der Enigma knackte und der als einer der Väter des Computers gilt. Die historischen Dokumente lagen mehr als 30 Jahre lang vergessen in einem Lagerraum der Universität. Sie geben spannende Einblicke in Turings Arbeitsalltag nach dem Krieg und auch in einige seiner Ansichten.

scinexx

Der britische Mathematiker Alan Turing hat gleich in mehrerer Hinsicht Bahnbrechendes gelistet. Er erfand die Zweiteilung des Computers in eine Hardware und eine programmierbare Software. Schon in den 1950er Jahren entwickelte der Forscher zudem den ersten Intelligenztest für künstliche Intelligenzen – den Turing-Test. Und im Zweiten Weltkrieg halfen seine Codeknacker-Maschinen den Alliierten dabei, den mit der Enigma verschlüsselten Funkverkehr der deutschen Kriegsmarine zu dechiffrieren.

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Der seltsame Tod Europas: Immigration, Identität, Islam

Bild: RDF
In seinem neuen Buch „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ (Bloomsbury, 2017) lässt Douglas Murray Faktoren ahnen, die zum Niedergang Europas beitragen werden.

Von Terri Murray | Richard-Dawkins-Foundation

Eine Übersetzung des Originalartikels „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ von Conatus News.

Darunter die Beschränkung der Redefreiheit, westliche Schuld und Masseneinwanderung.1992 schrieb Francis Fukuyama das wohl bahnbrechendste Buch der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In „Das Ende der Geschichte“ („The End of History and the Last Man) legte Fukuyama seine These dar, die westliche freiheitliche Demokratie habe sich zum einzigen politischen Modell entwickelt, das die moralische und praktische Widerstandskraft aufbringt, um als die endgültige Regierungsform zu überdauern. [1] Seine Vorhersage, die liberale Demokratie in Europa repräsentiere das Endstadium der menschlichen ideologischen Evolution, erfuhr seither ein Bombardement der Kritik von Seiten jener, die geltend machen, er gewichte die ethno-religiösen Rivalen der Demokratie nicht genügend. Religiöser Fundamentalismus und speziell radikaler Islam, so die Kritiker, stellten ein mächtiges Bollwerk des Widerstands gegen die Ausbreitung der Demokratie dar und eine wirksame Gegenkraft.

Wenn es je Gründe für Zweifel an Fukuyamas Optimismus über das Überdauern der westlichen Zivilisation gab, dann erläutert Douglas Murrays schmerzlich prophetisches Buch, warum dafür jetzt die Zeit ist. Sein „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ ist wahrscheinlich das wichtigste Buch, das im 21. Jahrhundert bisher geschrieben wurde. Er ist nicht der erste, der den Untergang Europas vorhersagt, aber seine Causa ist zeitlich passender und überzeugender unterfüttert als alle vorherigen Verkündigungen.

Europas Krankheit: Die Diagnose

Die Ursache der verhängnisvollen Krankheit Europas wird nicht simplifizierend einem einzigen Faktor zugeschrieben, sondern dem Zusammenwirken mehrerer. Der erste ist das beispiellose Ausmaß der Masseneinwanderung nach Europa. Der zweite die intolerante religiöse Ideologie, mitgebracht von einer überproportional großen Anzahl Einwanderer. Der dritte und zeitgleiche ist eine Krise des Vertrauens der Europäer in die Rechtmäßigkeit ihrer eigenen Überzeugungen und Traditionen. Schuldgefühle und Selbstzweifel lassen sie davor zurückscheuen, in einer Auseinandersetzung ihre eigene Sache zu vertreten. Schließlich, verwandt mit dem letzten Faktor, die Vergiftung des Diskurses. Am Gipfelpunkt der Migrationskrise, an dem Gedanken, Worte und Debatte einen Zenith des vielfältigen Austausches über die zukünftigen Implikationen der Einwanderung erreicht haben sollten, wird die Sprache eingeengt und die Sprecher unberechtigterweise mit Schmutz beworfen.

Die deutsche Bundeskanzlerin setzte den Facebook-Chef Mark Zuckerberg unter Druck, in sozialen Medien Kritik an ihrer Migrationspolitik einzudämmen, der „Guardian“ schaltete bei dem Thema seine Kommentarspalten ab, und jeder, der versuchte, europäische Werte ins Spiel zu bringen, wurde unmissverständlich als „rechts“ abgestempelt. Murray legt dar, wie der Trend von Millionen Menschen hin zu einer „schuldigen“, existentiell erschöpften, sterbenden Kultur, die ihre eigene Ethik und ihre Grundsätze aus dem Blick verloren hat – Europa – zu einem selbst verhängten Todesurteil führt.

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