WikiLeaks’ New Dump Shows How The CIA Allegedly Hacked Macs and iPhones Almost a Decade Ago

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The new documents show how the CIA was ahead of the curve in attacking Apple computers.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

Earlier this month, when WikiLeaks dumped a cache of hundreds of secret documents allegedly detailing the CIA’s hacking operations, Julian Assange promised that was just „less than 1%“ of what the secret-spilling had in its hands. On Thursday, WikiLeaks released a new cache of twelve documents, mostly detailing how the CIA allegedly hacked Apple computers and cellphones around a decade ago.

„These documents explain the techniques used by CIA to gain ‚persistence‘ on Apple Mac devices, including Macs and iPhones and demonstrate their use of EFI/UEFI and firmware malware,“ WikiLeaks stated in a press release.

EFI and UEFI is the core firmware for Macs, the Mac equivalent to the Bios for PCs. By targeting the UEFI, hackers can compromise Macs and the infection persists even after the operating system is re-installed.

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GIF als „tödliche Waffe“ – Spektakulärer Prozess in den USA

Der Journalist Kurt Eichenwald wurde Opfer von Cyberstalking Quelle: Getty Images/Getty Images North America
In den USA ist ein Mann Opfer einer GIF-Attacke geworden. Er hatte via Twitter eine flackernde Animation erhalten und daraufhin einen epileptischen Anfall erlitten. Der Täter handelte wohl im vollen Bewusstsein.

Von Naemi Goldapp | DIE WELT

Der Vorfall könnte aus einem Science-Fiction-Roman stammen: Ein 55-jähriger Mann liest einen Tweet mit einem GIF – und erleidet einen epileptischen Anfall. Nun landete der Fall vor Gericht. In der Anklage ist die Rede von dem Gebrauch der Animation als „tödliche Waffe“.

Das Opfer ist der 55-jährige Kurt Eichenwald. Er ist Journalist beim US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“, bekannter Trump-Kritiker und mit mehr als 300.000 Followern ein aktiver Twitter-Nutzer. Am Tag des Angriffs hatte er in der Sendung „The Carlson‘s Fox News Show“ ein Interview gegeben. Darin sollte er sich dafür erklären, dass er behauptet hatte, US-Präsident Donald Trump sei wegen einer psychischen Krankheit in Behandlung gewesen, ohne dafür Belege vorlegen zu können, schreibt die „Washington Post“.

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Grüne fordern Höchstpreise für Medikamente

Geld und Pillen
Geld und Pillen (CC-by-sa/3.0/en by Ragesoss)
Die Verhandlungen über eine Regulierung des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneien stocken. Die Grünen präsentieren nun einen eigenen Vorschlag. Ein Fonds soll ländliche Apotheken unterstützen.

Von Timot Szent-Ivanyi | Frankfurter Rundschau

Hermann Gröhe läuft die Zeit davon. Der Gesundheitsminister will unbedingt noch in dieser Wahlperiode den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten untersagen, doch der Koalitionspartner SPD ist weiterhin dagegen. Mit jedem ergebnislos verstrichenen Tag sinkt die Chance, dass das Vorhaben noch Gesetzeskraft erlangen kann. Schließlich muss das Vorhaben vor der endgültigen Beschlussfassung noch von der EU genehmigt werden, was bis zu sechs Monate dauern kann. Nun haben die Grünen einen neuen Vorschlag vorgelegt, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen.

Der Europäische Gerichtshof hatte im Herbst geurteilt, dass die in Deutschland bestehende Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente nicht für ausländische Versandapotheken gilt. Unternehmen wie der in den Niederlanden sitzende Versender Docmorris kann daher seinen Kunden Rabatte geben. Das will Minister Gröhe (CDU) auf Druck der Apothekerverbände durch ein Verbot des Versandhandels verhindern. Die SPD lehnt das jedoch ab, weil sie den Versandhandel als gute Ergänzung der Arzneimittelversorgung betrachtet. Die Sozialdemokraten sehen allerdings ebenfalls dringenden Handlungsbedarf, weil sie inländische Apotheken nicht benachteiligen wollen.

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A Court Will Decide if a GIF Can Be Considered a ‘Deadly Weapon‘

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Cases like this have strong implications for the roughly 10,000 people with photosensitive epilepsy in the US.

By Naomi Lachance | MOTHERBOARD

On Monday, a suspect faced federal charges in a Dallas County court for allegedly sending a strobing GIF that triggered a seizure in Kurt Eichenwald, a Newsweek writer with epilepsy, late last year.

Light-induced seizures have been fought with lawsuits and TV bans in the past. But like something out of Black Mirror, they’ve had their day in what’s likely the first criminal trial over a seizure induced via the internet.

The case has similarities with previous complaints over videos, often with bright flashing lights, that triggered seizures. For example, a scene from a 1997 episode of Pokémon, in which Pikachu launches a lightning attack, reportedly hospitalized some 685 children.

Eichenwald, who has been vocal about his epilepsy in the past, allegedly suffered an eight-minute seizure in December after opening a tweet containing the flashing GIF and a message that read: „you deserve a seizure for your posts.“ Eichenwald’s wife found him and called 911. The FBI later arrested one John Rivello, who has been charged with cyberstalking and aggravated assault with a deadly weapon.

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Daten-Religion

Die Menschheit hat schon viele Religionen gehabt, nun kommt der Dataismus. Sagt Yuval Noah Harari in seiner rasanten Prophetie „Homo Deus“.

Von Gustav Seibt | Süddeutsche.de

Dass die Menschheit vor entscheidenden Durchbrüchen stehe, dass sie bald die schlimmsten Krankheiten besiegen, die organische Alterung aufhalten, mechanische Arbeiten überflüssig machen, mit gigantischen elektronischen Rechenleistungen die Gesellschaft steuern und Kriege von blutigen Schlächtereien in technische Entwaffnung verwandeln könne; dass der Mensch selbst optimierbar sei, durch genetische Ummodelung, psychopharmakologische Unterstützung, durch Verbindung von organischer mit künstlicher Intelligenz, dass er gottgleich ins Räderwerk der Natur eingreifen werde – dergleichen liest man öfter. Aber meistens sind es Naturwissenschaftler, Technikutopisten, die solche Hochrechnungen von aktuellen Fortschritten auf die Zukunft vornehmen.

Als Historiker kann man das mit Interesse lesen und sich doch zurücklehnen: Wie viel vergangene Zukunft ist nicht schon den Zeitenbach heruntergegangen! Meist war sie ein kurioser Mix aus partiellem Scharfsinn und vollkommenem Danebenliegen. Das Industriezeitalter imaginierte seine Zukunft industriell, nur umfassender. Die Neuordnung der Welt in global vernetzten Algorithmen sah kaum jemand, bevor sie da war. Noch vor einem Vierteljahrhundert war sie unvorstellbar, obwohl alle Elemente längst bereitlagen.

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Erschreckend: Missbrauch trifft immer mehr auch Neugeborene

Unermüdlicher Kämpfer gegen Pädophilie: Don Fortunato Di Noto – RV
Erschreckende Zahlen zum Kindesmissbrauch kommen an diesem Montag von der Kinderschutz-Vereinigung METER. Die vom sizilianischen Priester Don Fortunato Di Noto gegründete Vereinigung gibt jedes Jahr einen Bericht heraus, in dem das Phänomen des Kindesmissbrauchs und insbesondere die rasant im Wachsen begriffene und via Web verbreitete Pädopornographie in penibler Kleinarbeit weltweit dokumentiert wird.

Radio Vatikan

Erschreckend: Insbesondere im Darknet, also in gesicherten und nur schwer zu knackenden Chatgruppen und passwortgeschützten Seiten, ist eine erhöhte Aktivität festzustellen. Besonders grausam: Der Missbrauch an Neugeborenen hat enorm zugenommen, berichtet uns im Gespräch Don Di Noto, der den Bericht an diesem Montag vorgestellt hat.

„Es gibt wirklich einen immens hohen Prozentsatz an Neugeborenen. Das geht so weit, dass sogar ein Portal eingerichtet worden ist, das Neugeborenen gewidmet ist und in dem Material hochgeladen wird, das abscheulichste Missbrauchsvergehen zeigt. Dieses Material stammt aus der ganzen Welt, das ist also nicht ein Problem, das sich örtlich auf eine Nation oder einen Platz einschränken lässt.“

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Website That Simulates How Speech Works in Your Mouth Is So Weird and Cool

I can’t stop giggling uncontrollably at this web application. It’s not even the name, „Pink Trombone,“ that’s getting to me. It’s something about manipulating a disembodied mouth to sound as delightfully ridiculous as possible.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

t’s the creation of Neil Thapen, a researcher at the Institute of Mathematics of the Academy of Sciences of the Czech Republic.

The app is built to explore how speech is formed in the throat and mouth, from the sound generated at the glottis to each part of the soft palate, hard palate, lips, tongue and nasal cavity. Depending on where you click or press, the mouth lets out a steady, slightly bored scream, or a nasally babble that almost sounds like words (though I still haven’t been able to make it say anything distinct—motivation to keep trying!). Moving the tongue and pitch around produces vowels, while touching the lips and oral cavity produces consonant.

What are you trying to say, Pink Trombone? Muh-ma-OOwahoooOOOa? Got it.

Kann künstliche Intelligenz Suizidgefährdete erkennen?

© AP Gina Alexis weint um ihre 14 Jahre alte Tochter, die bei einer Pflegefamilie lebte und im Januar ihren Suizid in Florida auf Facebook Live übertragen hatte. Später kam heraus, dass die Mutter selbst die Suizid-Ankündigung verfolgt hatte und nicht eingeschritten war – wie Hunderte weitere auch.
Regelmäßig kursieren auf Facebook Videos von Suiziden. Nun will das Unternehmen gefährdete Nutzer automatisch identifizieren. Kritiker fürchten, der ernste Anlass könne genutzt werden, um noch mehr Überwachung durchzusetzen.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine

Es ist noch nicht lange her, dass Videos zweier dramatischer Ereignisse auf Facebook erschienen. Im Dezember filmte ein zwölf Jahre altes Mädchen aus dem amerikanischen Bundesstaat Georgia ihren Suizid. Das Video lief in Echtzeit auf Live.me, Mitschnitte wurden auf Facebook veröffentlicht. Im Januar folgte eine Vierzehnjährige aus Miami dem furchtbaren Vorbild. Auch sie konnte nicht gerettet werden, obwohl ihr Suizid live auf Facebook zu sehen gewesen sein soll und angeblich sogar die Mutter des Mädchens unter den Zuschauern war.

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Animiertes Gif löste Epilepsie aus: Twitter-Nutzer festgenommen

foto: ap photo/bullit marquez Flackerndes Licht oder Animationen mit Stroboskopeffekt können bei manchen Personen mit Epilepsie Anfälle verursachen.
US-Amerikaner drohen zehn Jahre Haft – hatte Journalisten flackerndes Bild geschickt

derStandard.at

Im Dezember 2016 hat der an Epilepsie leidende US-Journalist Kurt Eichenwald einen Anfall erlitten. Auslöser war ein Tweet mit einem animierten Gif, der mit den Worten „Du verdienst einen Anfall“ an ihn gerichtet war. Nun wurde der mutmaßliche Absender des Tweets festgenommen, berichtet die „New York Times“.

Anwalt: Wie eine Briefbombe

Der 29-Jährige John R. wurde vom FBI wegen des Verdachts auf Cyberstalking mit der Absicht auf Tötung oder Körperverletzung festgenommen. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Eichenwald hatte schon im Oktober zuvor ein ähnliches Bild mit flackender Animation erhalten, damals aber schnell genug wegsehen können.

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There’s a New .Health Domain and It Could Save You From Fake Medicine

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In the vein of .gov and .edu, the new domain is supposed to help differentiate between doctors and quacks.

By Knvul Sheikh | MOTHERBOARD

Looking for health information online usually feels like casting your line in a swamp of „alternative“ treatments and snake oil. But the folks behind a new domain—.health—want to help people identify legitimate sources of medical information.

The domain head honcho—the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) —gave the responsibility for new .health websites to a Miami-based company, dotHealth, which will oversee who gets to purchase the shiny new suffix. This week, dotHealth CEO Jose Rasco announced that they will begin selling registrations to trademarked health companies in May, and open it to the public in December.

The goal is to have .health addresses become an identifier for qualified medical companies and websites providing important, reliable information. „With more information online, it has become more difficult to distinguish the credible information, particularly when it comes to health,“ Rasco said in an email interview. „The .health TLD will provide a home for health information online that is focused, credible and meaningful.“

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Heiko Maas will den digitalen Judge Dredd

Geht es nach dem Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas, müssen Facebook und Co. bei Kommentaren und Beiträgen genauer…Foto: dpa
Der Justizminister Heiko Maas hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der sich so liest, als stamme er aus dem Roman „1984“. Ein Kommentar.

Von Harald Martenstein | DER TAGESSPIEGEL

Viele regen sich, und zwar zu Recht, über Adülf Erdogan auf, den Sultan mit dem Hitlertick. Er will sich zum Alleinherrscher machen, er lügt den Völkermord an den Armeniern weg, er unterdrückt Andersdenkende und Kurden. Das Wort „Nazimethoden“ müsste diesem Mann eigentlich jeden Morgen beim Blick in den Spiegel einfallen, stattdessen schwingt dieser Frechdachs die Nazikeule gegen andere.

Für eine Majestätsbeleidigung wie „Frechdachs Adülf Erdogan“ könnte einem Journalisten in der Türkei ja alles Mögliche zustoßen. Dort, wo es verboten ist, die Herrschenden zu kränken, sind wir in einer Despotie. Dort, wo die Regierung entscheidet, was „Wahrheit“ ist und was „Fake“, sind wir in einer Despotie. Aber genau jetzt, während wir uns noch über Erdogan aufregen, werden hier, in diesem Land, Erdogan-Methoden vorbereitet. Der Justizminister Heiko Maas hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der sich so liest, als stamme er aus dem Roman „1984“.

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„Es geht um ein verzweifeltes Rückzugsgefecht der klassischen Massenmedien“

Bild: heise.de/tp
Medienwissenschaftler Norbert Bolz über Echokammern und Betroffenheitsapostel

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

Schlagen Journalisten die Wirklichkeit platt? Führen sich viele von ihnen wie Oberlehrer auf? Im Interview mit Telepolis findet Norbert Bolz klare Worte. Der Professor für Medienwissenschaft an der Technischen Universität Berlin hat vor kurzem in einer bemerkenswerten „Phönix Runde“ zum Thema „alternative Fakten“ auch eine zentrale Medienkritik angebracht. Im Interview führt er die Kritik fort und stellt fest, dass Medien, egal wie oft hochrangige Vertreter aus dem journalistischen Feld dies auch wiederholen, gar nicht „zeigen können, was ist.“ Medien, so Bolz, „konstruieren die Wirklichkeit, die sie darstellen und sind dabei hochselektiv“.

Herr Bolz, wer derzeit bei Google news den Begriff „alternative Fakten“ eingibt, erhält über 600.000 Ergebnisse. Um nur mal ein Beispiel anzuführen: In einem nachrichtlichen Artikel des Handelsblatt heißt es, der EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans habe dem polnischen Außenminister Witold Waszczykowski bei der Münchner Sicherheitskonferenz vorgeworfen, „alternative Fakten“ zu verbreiten“. Warum wird gerade von vielen Seiten so aufgeregt reagiert, wenn ein Akteur „alternative Fakten“ erwähnt? Sind „alternative Fakten“ denn überhaupt grundsätzlich ein Problem?
Norbert Bolz: Dass jemand alternative Fakten verbreitet, kann gar kein Vorwurf sein. Natürlich gibt es alternative Fakten – aber das war mit dem von der Trump-Regierung lancierten Ausdruck eigentlich nicht gemeint. Man wollte schlicht betrügen.
Also eigentlich müsste man von bewussten Lügen, von bewusst gestreuter Desinformation sprechen und nicht von „alternativen Fakten“?
Norbert Bolz: Genau.
Ist die aufgeregte Diskussion um „alternative Fakten“ ein Hinweis dafür, dass wir einen Kampf um die Interpretationshoheit beobachten können?
Norbert Bolz: Ja. Diejenigen, die „alternative Fakten“ jetzt als
Kampfbegriff gebrauchen, wollen suggerieren, die von ihnen selbst verbreiteten Informationen seien die Wahrheit und alles andere Lüge.

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The First On-Site Residential Home 3D Printed in Russia

As crazy as it might sound, 3D printed architectural structures aren’t the most sci-fi thing in our present day. But for most people, the idea of 3D printing an entire home is still considered a far-off dream. And even though we’ve witnessed the 3D printing of full-scale buildings in China, the technology was simply too young to truly disrupt the construction industry – until now.

By B.J. Murphy | Serious Wonder

Thanks to 3D printing company Apis Cor and its innovative technologies, the first on-site residential home has been printed in Russia. Partnered with PIK Group construction company, Apis Cor was able to use its mobile 3D printer at its test facility in the town of Stupino. How long did the entire printing process take? Less than a day.

The single-story residential home was specifically chosen as a means of testing out the company’s technology – in particular, its ability to 3D print under flexible conditions without issue. The printer passed in flying colors, not only showing quickness and resiliency, but equally at a relatively inexpensive price range of $10134 – approximately $275 per square meter.

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Emojis: Es knirscht im Zeichensatz

© Illustration Aphelandra Messer Künftiges Emoji: Wird der Hijab für Frauen zum Symbol des muslimischen Glaubens schlechthin?
In der Online-Kommunikation scheint es kaum noch einen Text zu geben, der nicht mit Emojis verziert ist. Hinter der harmlos daherkommenden Fassade der bunten Bildchen tobt ein Kulturkampf.

Von Anatol Stefanowitsch | Frankfurter Allgemeine

Die Geschichte der Emojis begann Ende der neunziger Jahre, als Shigetaka Kurita für den mobilen Internetdienst eines japanischen Mobilfunkanbieters 176 pixelige Piktogramme entwarf. Neben Smileys und abstrakten Symbolen wie Ziffern, Pfeilen und Sternzeichen waren darunter auch gegenständliche Abbildungen für Gebäude, Fahrzeuge und Nahrungsmittel. Andere japanische Anbieter zogen mit eigenen Entwürfen nach, aber jeder dieser Bildzeichensätze funktionierte nur innerhalb des jeweiligen Internetdienstes.

Der weltweite Siegeszug der Emojis begann 2010, als das Unicode-Konsortium – eine Arbeitsgemeinschaft, die für die einheitliche digitale Darstellung von Schriftsystemen sorgt – die Piktogramme der unterschiedlichen Anbieter einsammelte und in seinen Standard integrierte. Die Bildzeichen unterscheiden sich auf verschiedenen Plattformen zwar noch in kleineren Details, aber wer ein Haus, ein Flugzeug oder ein lachendes Gesicht verschickt, kann sich seitdem sicher sein, dass beim Gegenüber auch tatsächlich ein Haus, Flugzeug oder lachendes Gesicht ankommt.

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Pakistan will „Blasphemie“ aus den Sozialen Netzwerken verbannen

Bild: heise.de/tp
Die pakistanische Regierung droht Facebook und Co. mit Verbot, wenn keine Lösung gefunden wird, und will auch die Daten derjenigen haben, die Blasphemisches posten

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

In den westlichen Ländern wollen Regierungen gegen Fake News und Hass im Internet vorgehen. Bundesjustizminister Maas hat gerade einen umstrittenen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem „Hasskriminalität und strafbare Falschnachrichten “ auf Sozialen Netzwerken bekämpft werden sollen. Die Betreiber sollen unter Androhung von hohen Bußgeldern gezwungen werden, Inhalte, die den „objektiven Tatbestand“ von Strafvorschriften wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, öffentliche Aufforderung zu Straftaten, Volksverhetzung und Bedrohung erfüllen, zu löschen (Juristen halten Maas‘ Gesetz gegen „Fake News und Hate Speech“ für verfassungs- und europarechtswidrig).

Gut dachte sich der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif angesichts solcher Vorhaben und ordnete am Dienstag alle Behörden an, gegen Blasphemie vorzugehen. Er beauftragte den Außenminister, sich an die internationalen Organisationen zu wenden, schließlich sei „der heilige Prophet Mohammed der Wohltäter der gesamten Menschheit“.

Der pakistanische Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan und erklärte dann gestern, dass seine Regierung gegen blasphemische Äußerungen in den Sozialen Netzwerken einschreiten wird. Blasphemie versteht er auch als eine Hassbotschaft. Wer Gotteslästerung betreibt, gilt für ihn als Menschenfeind, kein Muslim könne Blasphemie gegen den Propheten dulden, meinte er. Das falle nicht unter Meinungsfreiheit, ebenso wenig wie „Holocaust-Leugnungen in Europa und in den USA“. Allerdings ist sie etwa in den USA nicht strafbar. Die Gefühle der Muslime müssten geachtet werden.

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J Swipe, Muzmatch, Minder und Chringles – Dating-Apps für Gläubige

Bild: watson.ch
Tinder ist zu einem Synonym für Dating im Zeitalter von Social Media geworden. Anonym, niederschwellig und oberflächlich.

Von Richard Oppermann | watson.ch

Doch zahlreiche gesellschaftliche Gruppen werden mit der Plattform nicht glücklich. Grade wenn es darum geht, dass es eben nicht oberflächlich sein soll. Und dass das Kennenlernen ganz spezifisch und relevant sein soll.

Eine Demographie, die sich eigene Alternativen geschaffen hat, sind religiöse Gruppen. 

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Femninistische Burschenschaft: Und lachend zeigt die Hyäne ihre Zähne

foto: facebook/hysteria … weht dort nun die Hyänenfahne.
Die Burschenschaft Hysteria erfüllt alle Kriterien eines traditionellen Männerbundes – abgesehen davon, dass sie links und feministisch ist und allein Frauen aufnimmt

Von Julia Grillmayr | derStandard.at

„Bruder Sargnagel wurde geblockt.“ Das erste virtuelle und gleich virale Lebenszeichen der Burschenschaft Hysteria im April 2016 war der Aufruf, jenes Facebook-Posting zu teilen, das der Künstlerin Stefanie Sargnagel eine zeitweilige Sperre auf der Social-Media-Plattform einbrachte. Sie machte sich darin über ein Mitglied der rechten Bewegung der Identitären lustig. Kurz darauf formulierte die Burschenschaft – auf Facebook unter @BurschenschaftHysteria, auf Twitter unter B!Hysteria zu finden – ihr Leitbild. Als „älteste Burschenschaft Österreichs“ stehe Hysteria für starke ideelle Werte, die Unterdrückung Andersdenkender und für aktiven Vaterlandsverrat. Wie in jeder Burschenschaftssatzung fehlt der Wahlspruch nicht: „Ehre, Freiheit, Vatermord. Heil Hysteria!“ Nachtrag: „Der Beitritt von Männern ist aufgrund unserer jahrhundertealten Tradition selbstverständlich nicht möglich.“

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Bodies Are the Key to Human Intelligence—What About Machines?

Image: The Humanist/Clay Farris Naff
Most AI researchers are currently missing a central piece of the puzzle: embodiment.

By Ben Medlock | MOTHERBOARD

It’s tempting to think of the mind as a layer that sits on top of more primitive cognitive structures. We experience ourselves as conscious beings, after all, in a way that feels different to the rhythm of our heartbeat or the rumblings of our stomach. If the operations of the brain can be separated out and stratified, then perhaps we can construct something akin to just the top layer, and achieve (AI) while bypassing the messy flesh that characterizes organic life.

I understand the appeal of this view, because I co-founded SwiftKey, a predictive-language software company that was bought by Microsoft. Our goal is to emulate the remarkable processes by which human beings can understand and manipulate language. We’ve made some decent progress: I was pretty proud of the elegant new communication system we built for the physicist Stephen Hawking between 2012 and 2014. But despite encouraging results, most of the time I’m reminded that we’re nowhere near achieving human-like AI. Why? Because the layered model of cognition is wrong. Most AI researchers are currently missing a central piece of the puzzle: embodiment.

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Child Abusers Ran Fake Chat Sites to Trick Kids

Abusers would coerce victims with webcam footage of other children, or „loops.“

By Joseph Cox | MOTHERBOARD

Child abusers have always adapted technology to stay ahead of the law, or find new ways to target victims. With one case, in which a suspect recently pleaded guilty, a group of pedophiles ran two fake chat sites to coerce children into producing explicit videos.

On Friday, Jeffrey Van Dyke, 46, from Weed, California who was part of the conspiracy, pleaded guilty to child pornography crimes, according to a Department of Justice press release.

Image: MOTHERBOARD

The case involved chat sites MyVlog and SOWYD, according to the criminal complaint. Visitors could talk and use their webcams, but instead of being a site where lots of children hung out and chatted, the pedophiles who ran the site would play old webcam footage of kids—or „loops“—tricking their targets into thinking they were communicating with other children. The abusers would then persuade the children to remove their clothes and perform sexual acts.

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Journalist Kanthak kritisiert Verfall der Debattenkultur

Der Journalist Dietmar Kanthak hat einen Niedergang der Debattenkultur in Deutschland beklagt. Feindseligkeit, Aufhetzung, Desinformation und Shitstorms bestimmten den Ton, sagte der stellvertretende Chefredakteur und Feuilleton-Chef des Bonner „General-Anzeigers“ am Sonntagabend in einer Kanzelrede in der evangelischen Kreuzkirche in Bonn.

evangelisch.de

Vor allem im extremen rechten Milieu seien „sprachliche Exzesse, unappetitliche und manchmal menschenverachtende Parolen“ an der Tagesordnung. „Zum rhetorischen Arsenal gehören gefälschte Fakten, Lügen und kalkulierte Verdrehungen“, sagte Kanthak laut Redemanuskript.

Doch auch antirechte Intellektuelle und Journalisten hätten sich „in ihrem Engagement gegen rechts die kommunikative Rüpelei, die sie gern wortreich beklagen, zu eigen gemacht“, erklärte der Gastredner. „Mit allem, was dazugehört: Schimpfen, Weghören, Ausgrenzung, Kommunikationsverweigerung und fragwürdige Positionen.“ Begriffe wie „Mob“, „Pack“, „Idioten“ und „Dumpfbacken“ gehörten mittlerweile zum Vokabular mancher Medienleute.

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