Neuer Spendenkatalog für Wiederaufbau des Garnisonkirchturms

Blick in den Innenraum in Richtung Osten. Bild: wikimedia.org/PD

Für den geplanten Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche sollen bis zu 18,5 Millionen Euro neue Spenden eingeworben werden. Der Spendenkatalog dafür, in dem Patenschaften für einzelne Bauelemente vom Ziegelstein über zahlreiche Schmuckelemente bis hin zur Büroausstattung angeboten werden, wurde am Freitag in Potsdam vorgestellt.

evangelisch.de

Die Beträge für die Bauelemente reichen von 100 Euro für einen Ziegelstein bis zu 750.000 Euro für eine der Läuteglocken des Kirchturms. Der historische Kirchturm, der 1945 zerstört und 1968 abgerissen wurde, sei ein „in sich selbst faszinierender Ort“, der 230 Jahre lang die Silhouette der Stadt geprägt habe und sie nun erneut prägen solle, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Garnisonkirchenstiftung, der evangelische Berliner Altbischof Wolfgang Huber. Ziel sei, den rund 38 Millionen Euro teuren Turm in einem Zug einschließlich der bisher noch nicht finanzierten Schmuckelemente zu errichten.

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Bosnien-Herzegowina – Einfallstor für den IS

Die Moschee im Herzen Sarajevos wurde für rund 10 Millionen US-Dollar von Saudi-Arabien errichtet / picture allianc
Bosnien-Herzegowina ist ein Land mit verschiedenen Religionen. Die größte Gruppe stellen dabei die Muslime. Deren offiziellen Vertreter aber haben längst die Kontrolle über die Fundamentalisten in manchen Regionen verloren

Deutsche Welle | Cicero

Hunderte bosnische Islamisten haben sich nach Syrien aufgemacht, um für den IS zu kämpfen. Mit den Verlusten des IS kommen immer mehr zurück und bestimmen das Klima in Bosnien. Seit 2013 ist Bosniern die Reise nach Syrien oder in den Irak verboten.

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Abu Dhabi warnt Katar vor „endgültiger Scheidung“

Eine Reihe arabischer Staaten boykottieren Katar. – APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
Vier arabische Staaten legen dem Emirat 13 Bedingungen vor, etwa die Schließung des Fernsehsenders Al-Jazeera. Doha hat zehn Tage Zeit, die Forderungen zu erfüllen.

Die Presse.com

In der Katar-Krise haben vier arabische Staaten ihre Bedingungen für ein Ende ihres Boykotts übermittelt. Innerhalb von zehn Tagen müsse das Emirat 13 Forderungen erfüllen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von einem Vertreter der Ländergruppe aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain. Unter anderem müsse die Regierung in Doha den Fernsehsender Al-Jazeera schließen und ihre Verbindungen zum Iran einschränken, dem Erzfeind der Boykott-Staaten. Nach der Frist ist das Verhandlungsangebot offenbar hinfällig. Katar nahm zunächst nicht Stellung.

Die arabischen Länder verlangen den Informationen zufolge von der Regierung Katars zudem, ihre Beziehungen zu Extremistenorganisationen wie der Muslimbruderschaft, dem Islamischen Staat, Al-Kaida und der Hisbollah abzubrechen.

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Sklaverei im Hotel? Prozess gegen arabische Prinzessinen

Eines der Opfer im Prozess gegen acht arabische Prinzessinnen kommt im Mai in Brüssel in den Gerichtssaal. Anwälte haben unmenschliche Arbeitsbedingungen für die Dienerschaft der Angeklagten geschildert. Foto: Dirk Waem/BELGA
Während acht Prinzessinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem Brüsseler Luxushotel residierten, sollen sie Angestellte wie Leibeigene behandelt haben.

Frankfurter Rundschau

Eine Witwe eines arabischen Scheichs und ihre Töchter sollen in einem Brüsseler Hotel ihre Bediensteten wie Sklaven ausgebeutet haben.

In dem als „Prinzessinnen-Prozess“ bekannt gewordenen Verfahren gegen die Frauen und einen Verwalter wird nun das Urteil in Brüssel erwartet. Den Angeklagten drohen Haft und eine Geldstrafe von insgesamt fast 1,9 Millionen Euro.

Die Ereignisse, auf die sich der Prozess bezieht, liegen inzwischen mehr als neun Jahre zurück: Die Scheichfamilie hatte eine gesamte Etage eines Luxushotels in der belgischen Hauptstadt auf Jahresbasis gemietet. Dort mussten die mehr als 20 Angestellten den Prinzessinnen laut Anklägern Tag und Nacht zu Diensten sein.

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Bundesregierung weist Diyanet-Kritik an liberaler Moschee zurück

Screenshot Da Al-Ifta, Diyanet bb.
Die Kritik der türkischen Religionsbehörde Diyanet an der kürzlich in Berlin gegründeten liberalen Moschee hat zu scharfen Reaktionen in Deutschland geführt.

evangelisch.de

Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, wandte sich am Freitag in Berlin „in aller Klarheit“ gegen Äußerungen, „die ganz offensichtlich darauf abzielen, Menschen in Deutschland das Recht zur freien Ausübung ihrer Religion abzusprechen und das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken“. Auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums drückte „Befremden“ über die Stellungnahmen aus dem Ausland aus. Äußerungen, die geeignet seien, den Frieden innerhalb Deutschlands zu gefährden, könne man nicht hinnehmen, sagte er.

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Türkei Regierung streicht Evolutionsunterricht

Angeblich zu kontrovers und zu kompliziert: Das türkische Bildungsministerium will offenbar die Evolutionslehre aus dem Stundenplan der Schüler streichen.

SpON

Evolution soll an türkischen Schulen künftig nicht mehr unterrichtet werden, wie ein hochrangiger Vertreter des Bildungsministeriums mitteilte. Der Beamte Alpaslan Durmus sagte, Evolution sei umstritten, kontrovers und zu kompliziert. „Wir glauben, dass dieses Unterrichtsfach das Verständnis der Schüler übersteigt“, so Durmus in einem Video, das auf der Homepage des Bildungsministeriums veröffentlicht wurde.

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Grütters: Kreuz soll „einladender Gestus“ sein

Berliner Schloss, Album von Berlin; Globus Verlag, Berlin 1904, PD
Mit oder ohne Kreuz? Kulturstaatsministerin Monika Grütters steht hinter den Plänen für ein christliches Zeichen auf dem Berliner Stadtschloss – und freut sich über Unterstützung von Nichtchristen.

katholisch.de

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Entscheidung für das Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss bekräftigt. „Wir haben einmal entschieden, dass es historisch rekonstruiert wird. Dazu gehört die Kuppel und das Kreuz“, sagte Grütters am Donnerstag im Rahmen des ZDF-Morgenmagazins auf dem Dach der Baustelle des Humboldt-Forums in Berlin. Das Christentum stehe für Toleranz und deswegen sei das Kreuz ein „einladender Gestus“. Es dürfe nicht als Ausgrenzung verstanden werden. Sie freue sich darüber, dass auch Islamverbände die Errichtung des Kreuzes unterstützt hätten.

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Witz der Woche: Christentum war schon immer „Multikulti“

Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
Das Christentum war nach den Worten des deutschen Caritas-Präsidenten Peter Neher „von Beginn an ein multikulturelles Experiment“.

kathpress

Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Schichten hätten sich von dem jungen Glauben angezogen gefühlt, sagte Neher am Mittwoch in München. „Ohne Offenheit für andere Kulturen wäre das Christentum eine galiläische Sekte geblieben und nicht zu einer Weltreligion geworden.“ Deswegen gehöre es „zu einer christlich-abendländischen Leitkultur“, sich für eine Gesellschaft einzusetzen, „in der alle Menschen ihre eigene Lebensperspektive entwickeln und am sozialen Leben teilhaben können“.

Neher äußerte sich in einem Grußwort bei der Feier des 100-jährigen Bestehens des Landes-Caritasverbands Bayern. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer würdigte bei dem Festakt das Wirken der Caritas. Der Verband sei „das mitmenschliche Gesicht unserer Gesellschaft, Retter und Engel in der Not“, sagte der Regierungschef: „Ich möchte mir ein Bayern ohne die Kirchen und Wohlfahrtsverbände nicht vorstellen.“

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Antisemitismus mit Ansage

© DPA „Zensur auf Arte“, titelte die „Le Monde“ zum Beschluss des Senders, die Dokumentation über Antisemitismus nicht zu zeigen.
Dass die Antisemitismus-Doku nun in Frankreich gezeigt wurde, war überfällig. Doch dass sich Arte nicht zu einer eigenen Bearbeitung durchringen konnte, ist eine Bankrotterklärung.

Von Jürg Altwegg | Frankfurter Allgemeine

„Die Anstrengungen von Luc Rosenzweig und eines guten Teils der deutschen Presse haben sich bezahlt gemacht“, freute sich das Magazin „Causeur“ auf seiner Homepage ein paar Stunden vor der Ausstrahlung. Auf drei Seiten hatte der langjährige Deutschland-Korrespondent von „Le Monde“ in der Monatszeitschrift über den Film „Auserwählt und ausgegrenzt“ berichtet, unter dem Titel: „Zensur auf Arte“. Dass der europäische Kultursender den Dokumentarfilm klammheimlich aus dem Programm genommen hatte, war in Paris zuvor offensichtlich niemandem aufgefallen.

Man kann das mit dem ursprünglichen Sendedatum nach dem ersten Durchgang der Präsidentenwahl erklären. Man muss aber auch die Frage nach dem französischen Umgang mit dem „neuen“ Antisemitismus in Zeiten der Terrors – der zunächst ausschließlich jüdische Tote gefordert hatte – und der Islamisierung in den Banlieues stellen.

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Bundesanwaltschaft, BKA und LKA sabotieren NSU-Ausschuss

Bild: heise.de/tp
Sicherheitsbehörden behandeln Landtag von Baden-Württemberg wie rechtlosen Bittsteller – Immer noch wird ermittelt – nur was genau?

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

NSU-Aufklärung 2017 live – dabei geht es weniger um die Taten und Täter, als um diejenigen, die aufklären sollten und nicht wollen.

Die Ermittlungsbehörden Bundesanwaltschaft (BAW), Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalamt von Baden-Württemberg (LKA) behindern fortgesetzt die Arbeit des parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) des Landes. Das reicht bis zu Demütigungen. Doch der Ausschuss hat sich das selber zuzuschreiben. Er unterwirft sich seit zweieinhalb Jahren der Exekutive und deren Regeln. Die jüngste Sitzung lieferte dazu gleich drei Beispiele. Sie zeigen nebenbei, dass wir uns nach wie vor mitten im Skandal befinden und die Sicherheitsbehörden Teil davon sind.

Thema des Baden-Württemberg-Ausschusses ist der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter vom April 2007 in Heilbronn – der letzte der zehn Morde, die dem NSU zugeschrieben werden. Die BAW behauptet, die Täter seien allein Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen. Haltbar ist das nicht. Dennoch stützt der Ausschuss in Stuttgart die Sicht der Karlsruher Behörde. Er meint aber, es müsse Unterstützer gegeben haben. Die sucht er seit Monaten in Neonazi-Kreisen des Landes.

Nach wie vor gibt es eine Reihe von offenen Spuren im Fall Heilbronn, die einen anderen Tatablauf nahelegen. Eine wurde jüngst von dem ARD-Magazin Report Mainz und vom Stern veröffentlicht. Danach waren am Tattag, dem 25. April 2007, bis kurz vor dem Anschlag auf die zwei Polizeibeamten um 14 Uhr Handys von zwei Islamisten am Tatort Theresienwiese eingeloggt.

Der U-Ausschuss in Stuttgart weiß das seit Dezember 2015, doch erst aufgrund der aktuellen Berichterstattung wurde er jetzt aktiv. Vom Generalbundesanwalt (GBA) erbat er Ermittlungen zu den Handynummern. Der lehnte postwendend ab, wie der PUA-Vorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) öffentlich mitteilte: Laut GBA gebe es keine Hinweise auf Verbindungen zu islamistischen Kreisen. Das sei eine bloße Vermutung und nicht durch Tatsachen gestützt.

Die obersten Ermittler der Bundesrepublik verteidigen ihre Zwei-Täter-Theorie ohne Rücksicht auf Widersprüche und andere Erkenntnisse. Beispiel eins der Aufklärungsblockade seitens der Behörden.

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Dodo Müller: Säkularismus schränkt den Horizont des Menschen ein

Gerhard L. Müller links im Bild
Christen haben ihren Blick auf die Zukunft gerichtet. Sie leben im Licht Christi, betont der Präfekt der Glaubenskongregation.

kath.net

Das Christentum bietet die „beste Alternative“ zur „Kultur des Todes“, weil es „die Kultur des Lebens und der Hoffnung“ verbreitet. Das sagt Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation in einem Interview mit Edward Pentin, dem Romkorrespondenten des National Catholic Register anlässlich der Veröffentlichung der englischen Ausgabe des Buches „Die Botschaft der Hoffnung“.

Der Säkularismus sei eine große Herausforderung für die Moderne Welt, weil er den Horizont des Menschen und seine intellektuelle Orientierung eingrenze. Christen seien keine „Relikte der Vergangenheit“, sondern hätten ihren Blick auf die Zukunft gerichtet. Sie leben nicht in „apokalyptischer Dunkelheit“, sondern im Licht Christi. Durch seine Auferstehung habe Christus den Menschen das Leben gegeben und die Tür zur Überwindung von Sünde und Tod geöffnet. Auf diesem Weg könne der Mensch seine durch die Erbsünde innewohnende Tendenz zur Selbstzerstörung überwinden, sagte Müller.

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Zerstörte Kulturdenkmäler – im Namen der Religion

Palmyra: Ein russischer Soldat entfernt Minen, die IS-Milizen in der historischen Stätte gelegt haben. Quelle: dpa
Der Schaden ist mit Geld nicht zu bezahlen: Religiöse Fanatiker zerstören immer wieder bedeutenden Zeugnisse längst vergangener Kulturen. Ein trauriger Überblick.

Märkische Allgemeine

 Die Bilder gingen um die Welt: Im März 2001 zerstörten die radikalislamistischen Taliban die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. Im Tal von Bamiyan sprengten sie die 53 beziehungsweise 35 Meter hohen Kulturdenkmäler, die aus dem 6. Jahrhundert stammen. Nicht das einzige Beispiel für Kulturvandalismus im Namen der Religion. Eine Übersicht:

Palmyra: Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zertrümmert in der syrischen Oasenstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, 2015 unter anderem den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel, Turmgräber sowie den Triumphbogen und Teile des römischen Theaters. Der IS hatte Palmyra erstmals im Mai 2015 eingenommen und viele einzigartige Denkmäler gesprengt. Im März 2016 haben syrische Truppen mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Stadt zurückerobert – bis der IS im Dezember 2016 wieder die Oberhand gewann.

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Warum der Staatstrojaner so umstritten ist

Der Staatstrojaner ist eine Schadsoftware, mit der Ermittler Geräte von Verdächtigen infizieren. (Foto: Matthias Ferdinand Döring)
  • Die Große Koalition hat ohne nennenswerten Widerstand ein neues Überwachungsgesetz durchgesetzt.
  • Der Staatstrojaner ist umstritten, weil er Ermittlern weitreichende Zugriffsmöglichkeiten gibt und auch normale Nutzer gefährdet.
  • Kritiker sagen voraus, dass sich das Bundesverfassungsgericht mit dem Gesetz wird beschäftigen müssen.

Von Hakan Tanriverdi | Süddeutsche.de

Vor exakt einem halben Jahr ließ sich erahnen, dass die Bundesregierung auf Heimlichkeit setzen würde. Am 23. Dezember 2016, einen Tag vor Weihnachten, bekam ein Sprecher des Innenministeriums in der Bundespressekonferenz zwei Fragen gestellt.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte zuvor gesagt, dass die Behörden auch Dienste wie Whatsapp überwachen können sollen, so wie das aktuell bereits bei SMS möglich ist. Der fragende Journalist wollte wissen: „Können Sie einen zeitlichen Rahmen dafür nennen, bis wann diese Angleichung vollzogen werden wird und welches parlamentarische Vorgehen dafür noch nötig ist?“

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EKD könnte ‚Sprachpanscher des Jahres 2017‘ werden

Bild: orf.at
Bei der Wahl zum „Sprachpanscher“ des Jahres 2017 steht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ganz oben auf der Kandidatenliste des „Verein Deutsche Sprache“ (VDS). Das teilte der VDS am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mit.

religion.ORF.at

Der VDS, nach eigenen Angaben Deutschlands größter Sprach- und Kulturverein, hat nach seinen Statuten zum Zweck „die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern.“ Der Verein „widersetzt sich insbesondere der fortschreitenden Anglisierung des Deutschen und der Verdrängung der deutschen Sprache aus immer mehr Bereichen des modernen Lebens.“ Der Verein wird unter anderem von Sprachwissenschaftlern kritisiert, da er fremdenfeindliche Tendenzen verstärken könnte.

„godspot“ im Visier der Sprachwächter

Die Nominierung der EKD zum „Sprachpanscher“ des Jahres 2017 begründete der VDS damit, dass sie im Lutherjahr das sprachschöpferische Erbe ihres Gründers mit „godspots“ (kostenlosem WLAN in vielen Kirchen) lächerlich gemacht habe.

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Kirchen: Die Totenruhe ist nur die Sorge ums Geld

Bild: tilly
Ein Gesetzentwurf der niedersächsischen Landesregierung zur Lockerung des Bestattungswesens stößt auf Einwände bei den evangelischen Kirchen.

evangelisch.de

Kritisiert wurde vor allem, dass danach künftig das Verstreuen der Asche auf einem dafür vorgesehen Feld eines Friedhofs erlaubt werden soll. Dabei stelle sich die Frage, ob „die Totenruhe“ hinreichend gewährleistet sei, heißt es in einer Stellungnahme der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.

„Manipulationen“ an der Asche lehne die Kirche ab. Aus ethischen Gründen halte sie das Verstreuen für nicht vertretbar: „Wir bitten von dieser Neuregelung Abstand zu nehmen.“ Gleiches gelte für die Herstellung eines Diamanten mit Teilen der Asche. Der Gesetzentwurf hatte hingegen geltend gemacht, es widerspreche der Menschenwürde, wenn der Gesetzgeber die Möglichkeit einer „erdfreien Bestattung“ verweigere.

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Fatwa gegen liberale Moschee in Berlin

Bild: HP Dar Al-Ifta, Screenshot: bb
Weil eine Frau die Hauptrolle spielt, gibt es gegen eine Berliner Moschee eine Fatwa, die potenziell zum Tode verurteilt. Ein Kommentar

Von Birgit Gärtner | TELEPOLIS

Folgendes Szenario: Eine evangelische Kirche in Berlin stellt einer Gruppe von Muslimen, die sich als liberale Reform-Muslime verstehen, einen Raum zur Verfügung. Diese Gruppe möchte der Welt zeigen, dass ein anderer Islam, ein zeitgemäßer Islam, möglich ist. Und lädt die Welt ein, daran teilzuhaben, diesen zu entwickeln.

Egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, gläubig oder nicht, welchen Glaubens, homo-, hetero oder a-sexuell, alt oder jung, konservativ oder links. Mit und ohne Kopftuch. Im Grunde geht es um Spiritualität, unabhängig von Anbetung eines bestimmten Gottes. Wobei der Grundkonsens, dass es einen gibt, schon gegeben ist. Aber selbst das darf angezweifelt werden. Zumindest in der Theorie, es gab ja noch nicht viel Gelegenheit, diese Offenheit in der Praxis zu testen.

In diesem Raum spielt eine Frau die Hauptrolle. Als Imamin. Also als Vorbeterin, als Priesterin sozusagen. Das wäre auch für die katholische Kirche eine Sensation und würde in Rom vermutlich keine Begeisterungsstürme auslösen.

Gut, wir haben also diesen Raum mit dieser Frau als Vorbeterin. Das bringt nicht nur hiesige, angeblich so moderate und an Integration interessierte Muslime und Islamverbände auf die Palme, die ihr im Sekunden-Takt Hassmails schicken. Was namhafte Vertreter dieser Verbände äußerst unterhaltsam finden und auf Popcorn nur verzichten, weil grad Ramadan ist.

Die muslimische Zusammenkunft sorgt in der islamischen Welt für Aufruhr. Eine hohe sunnitische Instanz schaltet sich ein, die Fatwa-Behörde Dar al-Ifta.

Die Moscheegründung „sei ein Angriff auf den Islam“, lautet ihr Urteil. Dar al-Ifta ist quasi das jüngste Gericht. Und das meine ich ganz ohne Witz, denn die Fatwa kommt einem Todesurteil gleich. Das ist quasi wie die Fatwa gegen Rushdie.

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Ex-Bischof als Sexualstraftäter: Kirche von England vertuschte Missbrauch

Ein ehemaliger Bischof hat in England über 20 Jahre junge Männer missbraucht. Die Kirche vertuschte die Übergriffe, wie ein Untersuchungsbericht zeigt.

SpON

Die Kirche von England hat zugegeben, jahrelang sexuellen Missbrauch von jungen Männern vertuscht zu haben. Führende Geistliche haben den ehemaligen Bischof Peter Ball gedeckt, der sich in mehreren Fällen an jungen Männern verging. Das geht aus einem Untersuchungsbericht der Kirche zu dem Fall hervor.

Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, entschuldigte sich nun bei den Opfern, die gegen Ex-Bischof Ball ausgesagt hatten.

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Staatsanwaltschaft weist Anzeige gegen Dodo Laun und kath.net ab

Vor einigen Wochen hatten einige Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten eine Strafanzeige gegen Laun und kath.net eingebracht. Anlass war der Hirtenbrief von Bischof Andreas Laun zum Thema „Gender“.

kath.net

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat eine Klage gegen den Salzburger Weihbischof Andreas Laun bzw. gegen die katholische Internetzeitung kath.net abgewiesen. Dies teilte Bischof Laun am Donnerstag kath.net mit. Vor einigen Wochen hatten einige Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten eine Strafanzeige gegen Laun und kath.net eingebracht. Anlass war der Hirtenbrief von Bischof Andreas Laun zum Thema „Gender“. Auch die österreichische Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige zurückgewiesen. Im linken „Standard“ hieß es dazu in einem Bericht vor einigen Wochen: „Auch für die Betreiber des Nachrichtenportals kath.net wird die Verbreitung des Hirtenbriefs ein rechtliches Nachspiel haben.“

Wikileaks Docs Show How the CIA Allegedly Infected Offline Computers

Cherries / Shutterstock
Hacking air-gapped machines—computers that are not connected to the internet, so theoretically less vulnerable—is always pretty interesting. On Wednesday, Wikileaks published a series of alleged CIA documents that supposedly show how the intelligence agency’s malware was designed to infect these sort of targets.

By Joseph Cox | MOTHERBOARD

Naturally, the documents indicate how the CIA has continued to develop its own hacking tools, allegedly targeting devices from smart TVs to internet routers.

According to one of the documents, „Brutal Kangaroo is a tool suite for targeting closed networks by air gap jumping using thumbdrives.“ The 11 files allegedly come from the CIA’s Engineering Development Group, and appear to date from 2012 to 2016.

In short, a CIA operator first remotely installs a piece of malware on a system connected to the internet, the „primary host.“ Then, an unwitting user inserts a USB drive into that system, and the malware infects the drive. The user then, hopefully, plugs that infected USB into an air-gapped computer unavailable to the CIA. The malware does whatever it has been configured to carry out, and sends any data back to the CIA once it is plugged into the primary host again.

Once the malware has infected a target, Brutal Kangaroo sets up its own „custom covert network“ within the air-gapped computers, and can collect files, survey the victim machines, launch its own executables, and more, according to one of the documents. The malware can also delete a predetermined list of files, one of the documents adds.

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Stadtschloss bekommt Kuppelkreuz

Berliner Schloss, Album von Berlin; Globus Verlag, Berlin 1904, PD
Trotz Protesten soll das neue Berliner Stadtschloss wie geplant ein Kuppelkreuz erhalten. Evangelische und katholische Kirche begrüßten die Entscheidung.

DER TAGESSPIEGEL

Trotz Protesten soll das neue Berliner Stadtschloss wie geplant ein Kuppelkreuz erhalten. Das Humboldt-Forum, das in den Nachbau des historischen Gebäudes einziehen soll, werde trotz der Kritik der vergangenen Wochen von einem Kreuz gekrönt, bestätigte ein Sprecher der Stiftung am Donnerstag verschiedenen Medien. Aus dem Senat hieß es, damit sei die Entscheidung gefallen. Man werde aber weiter diskutieren. Evangelische und katholische Kirche begrüßten die Entscheidung. Der Stiftungsrat habe Anfang der Woche seine bisherige Beschlusslage bekräftigt, „dass die Kuppel auf dem Berliner Schloss originalgetreu rekonstruiert wird, mit allem historischen Bauschmuck und dem dazugehörigen Kreuz“, sagte der Sprecher der Stiftung. Der Auftrag für das Kupferdach der Kuppel sei bereits vergeben worden. Das Humboldt-Forum soll 2019 eröffnet werden.

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