Archiv der Kategorie: Religion

CDU-Politiker warnen vor Zuwanderung “in unser Sozialsystem”

Rhizinus? (CC-by-nc-sa/3.0/de by Pantoffelpunk)

Rhizinus? (CC-by-nc-sa/3.0/de by Pantoffelpunk)

Aufgrund einer EU-Regelung könnten Einwanderer möglicherweise schon früher als nach einem Jahr Anspruch auf Hartz IV haben. CDU-Politiker sehen darin einen “Anreiz für Zuwanderung in unser Sozialsystem”.


evangelisch.de

CDU-Politiker warnen davor, dass großzügigere Hartz-IV-Leistungen in Deutschland für EU-Bürger Anreize zur Einwanderung schaffen. “Die hohen Sozialleistungen in Deutschland sind schon heute ein Anreiz für Zuwanderung in unser Sozialsystem. Dieser Anreiz darf nicht noch größer werden”, sagte Christian von Stetten (CDU), Chef des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion, der “Bild”-Zeitung (Samstagsausgabe).

Stetten reagierte auf ein Gutachten des EU-Generalanwalts Melchior Wathelet, wonach Deutschland die Vergabe von Hartz-IV-Leistungen an arbeitsuchende EU-Zuwanderer großzügiger regeln muss. Das Gutachten könnte wegweisend für ein anstehendes Urteil des Europäischen Gerichtshofes sein. Demnach solle es eine Einzelfallprüfung geben, wenn jemand länger als drei Monate im Land ist und während dieser Zeit schon gearbeitet habe. Bislang gilt in Deutschland für den dauerhaften Hartz-IV-Bezug eine Mindestgrenze von einem Jahr Beschäftigung (AZ: C-67/14).

weiterlesen

Unmut in der CDU über Kopftuch-Urteil

Themenbild

Themenbild

Nach dem Karlsruher Kopftuch-Urteil blieb es in der Landespolitik merkwürdig still. Doch nun rührt sich zumindest in der CDU Unmut über die Verfassungsrichter. CDU-Landesvize Winfried Mack hält das Urteil für falsch. Damit steht er nicht allein.


Von Reiner Ruf|Stuttgarter Zeitung.de

Als 1998 die deutsche Muslima Fereshta Ludin nach dem Abschluss ihres Referendariats in den baden-württembergischen Schuldienst strebte, gingen die Wogen in der Landespolitik hoch. Ludin bestand darauf, auch im Unterricht das Kopftuch zu tragen. Die damalige Schulministerin Annette Schavan (CDU) schien im Fall Ludin anfangs geneigt, diesem Begehren nachzukommen. Die engagierte Katholikin befürchtete, ein Kopftuchverbot werde ungewollte Nebenwirkungen entfalten – und auch die Präsenz christlicher Symbole an den Schulen in Frage stellen. Doch unter dem Druck der CDU-Landtagsfraktion schwenkte sie um. Fraktionsvize Hermann Seimetz erklärte seinerzeit, wenn Schavan das Kopftuch toleriere, werde sie ihr Amt verlieren. Die Ansichten im Landtag gingen auseinander, aber quer durch die Fraktionen gab es eine Mehrheit gegen das Kopftuch.

weiterlesen

Burke: Kirche soll Kultur umformen statt vereinnahmt zu werden

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

US-Kardinal Raymond Leo Burke befürchtet, dass sich die katholische Kirche von der Gegenwartskultur vereinnahmen lässt. Dies sei eine der großen Gefahren in der aktuellen innerkirchlichen Diskussion, sagte Burke der “Tagespost” (Samstag) in Würzburg. In der Begegnung mit der Kultur müsse sich die Kirche über ihre eigene Identität und Lehre im Klaren bleiben, “um diese Kultur umzuformen”. Daher müsse es “eine sehr deutliche Unterscheidung geben zwischen dem Verhältnis von Glaube und Kultur”.


kathweb

Angesichts der Debatten um die katholische Auffassung von Ehe und Familie unterstrich der Kardinal die Bedeutung der Kontinuität in den päpstlichen Lehrschreiben des 20. Jahrhunderts. Es gelte nun erneut aufzuzeigen, “dass sich das Lehramt nicht ändert” und dies auch gar nicht könne. Die Lehre Jesu Christi sei besonders hinsichtlich des heiligen Bundes der Ehe eindeutig. “Da es zu einem Bruch gekommen ist – dass Menschen sich in Rebellion gegen die Lehre der Kirche gewandt haben – müssen wir diese kraftvoll wieder von Neuem darlegen und die Menschen zur Bekehrung aufrufen”, so Burke.

weiterlesen

Voyeurismus statt Aufklärung

Der Kopf des heiligen Apollinaris wird in der Apollinaris Kirche, Remagen, aufgewahrt. Foto: ZDF und WDR/K.P. Baum

3sat beschäftigt sich in einer Themenwoche mit dem Glauben. Die Beiträge „Heilige Knochen“ und „makro: Glaube und Profit“ bleiben allerdings zu sehr im Anekdotischen hängen, um wirkliche Denkanstöße zu geben.


Von Franziska Schuster|Frankfurter Rundschau

Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Mischung aus der Sendung mit der Maus und einem soliden Fernsehkrimi: Joviale Moderatoren, parataktische Erläuterungen und ein Anflug ironischer Abgeklärtheit, während die präsentierten Sachverhalte illustrativ bebildert werden.

Damit das nicht zu harmlos daherkommt, streut man ein paar Vorschläge für Themen ein, vor denen sich der Zuschauer fürchten möge. Im Fall der Sendung „Heilige Knochen“ sind das die Satanisten, beim Wirtschaftsmagazin „makro“ die große Inflation.

Experten werden befragt, die belegen, dass die Angst auch wirklich berechtigt ist – das Gruseln darf ein wenig ausgekostet werden. Dann kommt auch schon das Rettungsangebot mit versöhnlichen Allgemeinplätzen. Irgendwie war es doch immer schon so: „Das Irrationale ist eher normal, doch auch das ist menschlich.“ Und man geht zur Tagesordnung über.

weiterlesen

Haus von Sektenführer durchsucht

justiz_grossDie Polizei hat mit einem Großaufgebot das Haus eines mutmaßlichen Sektenführers in Hanau durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Ziel der Aktion ist es unter anderem den Tod eines vierjährigen Jungen aufzuklären.


Von Gregor Haschnik und Frank Sommer|Frankfurter Rundschau

Mit einem großen Aufgebot haben Polizisten am Donnerstag und Freitag das Haus der mutmaßlichen Sektenführer in Hanau durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft der FR bestätigte, wird in zwei Angelegenheiten ermittelt: Zum einen geht es um den Tod eines Vierjährigen, der in der Gruppe lebte und 1988 laut Akte an erbrochenem Haferschleim erstickt ist. Da es keine Hinweise auf Fremdverschulden gegeben habe, wurde der Junge nicht obduziert. Mehrere Informanten hatten der FR berichtet, das Kind sei für besessen gehalten und misshandelt worden. Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze betont, dass die mutmaßlichen Anführer in diesem Fall nicht Beschuldigte, sondern Zeugen seien. Die Ermittler wollen nun die genauen Umstände des Todes klären. Die Hausdurchsuchung wurde angeordnet, weil eventuell aufschlussreiche Unterlagen hätten beseitigt werden können.

weiterlesen

Raif Badawi: “Auf wundersame Weise 50 Peitschenhiebe überlebt”

Bild: Center for Inquiry

Bild: Center for Inquiry

  • Der saudische Blogger Raif Badawi hat sich erstmals nach seiner Verhaftung öffentlich geäußert.
  • In einem Brief, der in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins Spiegel veröffentlicht wird, schreibt Badawi, er habe die ersten 50 Peitschenhiebe “auf wundersame Weise überlebt”.
  • Ein Buch Badawis kommt am 1. April in den Buchhandel. Darin sind auch die Blogeinträge zu lesen, wegen der Badawi veruteilt wurde. Er setzt sich für eine säkulare saudische Gesellschaft ein.


Von Christoph Meyer|Süddeutsche.de

Badawi äußert sich in Brief zur Prügelstrafe

Der saudische Blogger Raif Badawi hat sich erstmals seit seiner Verhaftung im Jahr 2012 zu Wort gemeldet. Dem Magazin Spiegel zufolge konnte er einen Brief aus dem Gefängnis schreiben, der in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift abgedruckt wird.

Darin schreibt der zu 1000 Peitschenhieben verurteilte Blogger, er habe die ersten 50 Hiebe auf “wundersame Weise überlebt”.

weiterlesen

Geisterflüsterin Lotte Ingrisch: „Mit Esoterik hab ich nichts am Hut“

Bild: (c) Die Presse – Clemens Fabry

Im Krimi der 84-Jährigen geht es um Killer und Geister. Ein Gespräch über Störfelder und Kraftorte, amputierte Gehirnhälften und Quantenphysik.


Von Christine Imlinger|Die Presse

Bevor sich Lotte Ingrisch an den Tisch setzt, beobachtet sie ihren kleinen Finger. An dessen Bewegungen – der Finger sei, sagt sie, wie ein Pendel quasi ein Verstärker, der Wahrnehmungen sichtbar macht – erkennt sie, ob ein Platz gestört ist oder nicht. In ihrer Wohnung in der Hofburg lebt sie zwischen Kraftorten und Störfeldern – das intensivste Störfeld, sagt sie, sei das Fenster, das unter die Michaelerkuppel hinausgeht. Sitzt sie dort, hat sie starke übersinnliche Erfahrungen – beim Fernsehen sei da schon ein „blauer Mann“ durchs Zimmer gelaufen.

Das Übersinnliche, die Geister, der Tod und das Danach, das sind die großen Themen der 84-jährigen Autorin. Auch im neuen Buch: Darin stirbt ein Auftragskiller, ersteht als Geist wieder auf und verliebt sich in die Frau, die er töten sollte. Um sie zu retten, braucht er die Hilfe einer liebenswerten, verrückten alten Dame in der Hofburg, die als Einzige mit dem Geist kommunizieren kann. Und die ihm erklärt, dass das Sterben ganz anders ist, als er sich das vorgestellt hätte. Der Tod als Reich unbegrenzter Möglichkeiten.

weiterlesen

Studie: “Systemversagen” im Stift Kremsmünster

Archivbild: Stift Kremsmuenster / Bild: Clemens Fabry / Die Presse

Ein Münchner Institut hat die Missbrauchs-Affäre aufgearbeitet – und 350 Fälle sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt ausgemacht.


Die Presse

“Das Stift Kremsmünster hat es über Jahrzehnte nicht geschafft, die ihm anvertrauten Schüler ausreichend vor pädosexuellen Übergriffen zu schützen” und “Es hätte mit einer besseren Kommunikationsstruktur verhindert werden können” – so fasst Sozialforscher Florian Straus eine von ihm und seinen Kollegen erstellte und am Freitag präsentierte Studie zum Missbrauchsskandal im Stift zusammen – und spricht von “Systemversagen”.

Nach dem Auffliegen der Affäre 2010 hat das Stift das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) mit einer Studie zur Aufarbeitung beauftragt. Im Projektbeirat waren Abt und Prior, drei IPP-Experten sowie fünf ehemalige Schüler vertreten. Den Kern der Untersuchung bilden Interviews mit ehemaligen Schülern, Patres und weltlichen Angestellten, die zwischen 1945 und 2000 im Stift tätig waren. Dabei wurden 350 Fälle sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt ausgemacht, 24 Personen wurden beschuldigt. Da es sich um keine repräsentative Umfrage handelt, besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

weiterlesen

John Cleese: “Muslime haben das Recht, ausgelacht zu werden”

John Cleese, Bild: rebellesociety.com

Muslime auszulachen ist in Ordnung: So sieht es Monty-Python-Mitglied John Cleese im SPIEGEL-Gespräch. Über den Propheten habe er sich allerdings nie lustig gemacht.


SpON

Der Islam ist nach Ansicht des britischen Komikers und Autors John Cleese ein gutes Thema für die Satire.

Cleese, 75, und die übrigen Mitglieder der legendären Gruppe Monty Python hatten in den Achtzigerjahren mit der Religionssatire “Das Leben des Brian” Kontroversen unter Christen ausgelöst.

In einem SPIEGEL-Gespräch anlässlich seiner Autobiografie, die am Montag auf Deutsch erscheinen wird, sagte Cleese: “Muslime, die bei uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft. Sie haben das Recht, ausgelacht zu werden.” (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Wilders: “Lasst Jihadisten gehen – aber nicht zurückkehren”

Wilders und Strache / Bild: APA/EPA/HELMUT FOHRINGER

Dem niederländischen Rechtspopulisten ist es lieber, wenn Jihadisten ihre Verbrechen im Ausland begehen. Für FPÖ-Chef Strache sind die “Teufelskrieger” tickende Zeitbomben.


Die Presse

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders diskutieren heute Abend in der Wiener Hofburg das Thema “Europas Bedrohung durch die Islamisierung”. Schon vorab ließ Wilders, der zu den prominentesten und umstrittensten Islamkritikern Europas zählt, mit einem ungewöhnlichen Lösungsvorschlag für das Problem ausländischer Kämpfer in Syrien und im Irak aufhorchen: Er verstehe nicht, warum westliche Regierungen dies Menschen an der Ausreise hinderten.

weiterlesen

Berlin: Evangelische Kirche plant “Flüchtlingskirche”

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz will ihre Flüchtlingsarbeit intensivieren. Es soll eine “Flüchtlingskirche” eingerichtet werden sowie eine mobile Beratung für Kirchengemeinden, wie die Kirche am Freitag in Berlin mitteilte. Ferner gebe es nun Förderungsmöglichkeiten für die Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen sowie von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit. Dazu habe die Kirchenleitung eine Rahmenkonzeption beschlossen.

kathweb

Unter dem Namen “Flüchtlingskirche” werde ein Ort für die Beratung und für Begegnungen von und mit Flüchtlingen geschaffen. Eine konkrete Lokalität dafür gebe es noch nicht. Das Team der “Flüchtlingskirche” soll auch Ansprechpartner in Flüchtlingsfragen für die gesamte Landeskirche sein. Träger werde der Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte in Zusammenarbeit mit der Landeskirche.

Im November 2014 hatte die evangelische Herbstsynode 500.000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingen bewilligt und weitere 500.000 Euro in Aussicht gestellt, verbunden mit dem Auftrag an die Kirchenleitung, ein Rahmenkonzept zu erstellen.

Bundestagsabgeordnete Albsteiger: ‘Gendermainstreaming ist Ideologie!’

Katrin Albsteiger (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0/Foto-AG Gymnasium Melle

Katrin Albsteiger (CSU): „Ich halte das Überstülpen einer zweifelhaften Denkweise über die ganze Gesellschafft, die dazu nie befragt worden ist, für das falsche Mittel.“ – Diskussion mit Birgit Kelle bei „Christdemokraten für das Leben“


kath.net

„Bei Gender-Mainstreaming geht es nicht um Frauenförderung, sondern es geht um Ideologie. Der Maßnahmenkatalog spricht Bände: Sprache ,bereinigen‘, Lehrpläne verändern, ein wie auch immer geartetes ,gesellschaftliches Klima‘ herbeiführen – das sind alles Instrumente aus dem Werkzeugkasten der Ideologen. Hier nehmen ein paar Leute ihre Überzeugungen zu wichtig. Ihr Ziel ist nicht ,Frauenförderung‘, sondern ,Umerziehung‘ – das ist aber nicht die Aufgabe von Politik.“ Dies stellte die CSU-Bundestagsabgeordnete Katrin Albsteiger in einer Diskussion mit Bestsellerautorin Birgit Kelle fest. Zur Diskussion zum Thema Frauenförderung, Gender-Mainstreaming und zu Kelles neustem Buch „GenderGaga“ hatten am Dienstag die Berliner „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) eingeladen, mit Albsteiger waren insgesamt vier Bundestagsabgeordnete bei der Diskussion anwesend (MdB Sylvia Pantel/CDU, MdB Graf Philipp von Lerchenberg/CSU, MdB Josef Rief/CDU).

weiterlesen

Secret NSA documents reveal scope of Israeli spying on US

Confetti falls in front of a poster of Israeli PM Netanyahu as supporters of his Likud party take part in early celebrations while they wait for the announcement of the first official results of elections on March 17, 2015 in Tel Aviv (AFP Photo/Jack Guez)

The Israeli government’s assertion that Israel does not spy on the United States is contradicted by secret National Security Agency (NSA) documents, The Intercept reported on Thursday. Israel had refuted a report published in the Wall Street Journal earlier this week, which claimed that Israel was spying on ongoing talks for a nuclear deal with Iran. The information was then allegedly shared with U.S. lawmakers and other parties in order to undermine support for the deal domestically.

By Aditya Tejas|Raw Story 

“We got our intelligence from other sources, not from the United States. The instruction has been clear for decades now: you don’t spy on the United States, directly or indirectly,” Israeli Foreign Minister Avigdor Lieberman had said, according to the Times of Israel. According to The Intercept, however, the recently leaked documents show that the NSA considers Israel’s intelligence service a “key threat” and a “hostile” player.

read more

Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Katholiken- und Kirchentag

Bild: tilly

Bild: tilly

Nordrhein-Westfalen bezuschusst den Katholikentag 2018 in Münster und den Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund. Das Land unterstützt den Katholikentag mit bis zu 1,6 Millionen Euro und den Kirchentag mit bis zu 3,5 Millionen Euro, wie die Staatskanzlei am Freitag nach Abfrage der Kabinettsmitglieder mitteilte. Es würden jeweils 18 Prozent der von Veranstaltern veranschlagten Gesamtkosten übernommen.


kathweb

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erklärte, dass Katholiken- und Kirchentage mit ihren sozialen, kulturellen und ethischen Fragestellungen auch für die Gesellschaft als Ganzes von Bedeutung seien. “Deshalb möchte die Landesregierung beide Veranstaltungen unterstützen”, so die Regierungschefin. Sie sei erfreut, dass es im Land wieder einen Katholiken- und einen Kirchentag gebe. Zuletzt fanden in NRW 1986 ein Katholikentag in Aachen und 2007 ein Kirchentag in Köln statt.

Der Stadtrat von Münster hatte am Mittwochabend einen finanziellen Beitrag der Kommune zum Katholikentag 2018 abgelehnt. Eine Vorlage von Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), die einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro vorsah, fand keine Mehrheit. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei wurde beschlossen, den Katholikentag nur durch Sachleistungen zu unterstützen.

weiterlesen

Tote Bischöfe sind gute Bischöfe

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Präfekt der Glaubenskongregation mahnt: «Wir müssen Bekennende im Glauben sein, gerade in Europa.» – «Das, was Gottes Recht ist, darf die Kirche nicht anrühren.»


kath.net

Bischöfe müssen nach den Worten von Kurienkardinal Gerhard Müller Märtyrer sein. Dabei sollten sie den Glauben nicht nur mit Worten, sondern nötigenfalls mit dem Leben bezeugen, «wie uns das Beispiel so vieler Christen, Priester und Bischöfe in verschiedenen Teilen der Welt zeigt», sagte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation dem französischen Magazin «Famille Chretienne» (Samstag). «Wir müssen Bekennende im Glauben sein, gerade in Europa.»

weiterlesen

Kirche: Grundlagenpapier zur Passion Christi

Die EKD legt mit „Für uns gestorben“ einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi vor Foto: Pics money|Fotolia

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Donnerstag einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi vorgelegt. Er ist nicht allein an Christen adressiert. Die Kirche beantwortet darin wichtige Fragen zum Sinn von Jesu Tod.


pro Medienmagazin

Der gefolterte Jesus hängt am Kreuz von Golgatha. Durch seinen Tod am Kreuz sind die Sünden der Menschen vergeben. Diese Bild kennzeichnet die Basis des christlichen Glaubens. Die Kammer für Theologie der EKD hat einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi erarbeitet. Sie hat sich mit Fragen auseinander gesetzt wie: „Was heißt es, dass Gott uns liebt?“ oder „Was heißt es, dass er sich in Jesus Christus für uns ans Kreuz schlagen ließ?“

Der Text „Für uns gestorben. Die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi“ soll Zugänge zu diesem Glauben eröffnen. Er sei eine Orientierungshilfe und ganz bewusst für breitere Kreise geschrieben worden, teilt die EKD mit. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm schreibt im Geleitwort: „Dieses Buch ist nicht nur an Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche adressiert, sondern ist ein Gesprächsangebot an alle, die nach Bedeutung und Sinngehalt des christlichen Glaubens fragen, auch dann, wenn sie diesen nicht teilen oder ihm sogar ablehnend gegenüberstehen.“ Ein theologisches Memorandum für Experten möchte die Schrift nicht sein.

weiterlesen

Hindu-Fest in Bangladesch: Mindestens zehn Tote bei Massenpanik

Astami Snan, Themenbild.

Hunderttausende versammelten sich in Bangladesch, um das Hindu-Fest Astami Snan zu feiern. Doch dann brach Panik unter den Pilgern aus. Zehn Menschen starben, mindestens 50 wurden verletzt.


SpON

Bei einem Hindu-Fest in Bangladesch sind am Freitag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Laut Polizei kam es bei Rajghat, einer rituellen Badestelle im Fluss Brahmaputra etwa 25 Kilometer südlich von Dhaka, zu dem Unglück. Augenzeugen zufolge wurden mindestens 50 weitere Menschen verletzt.

Anlässlich der Astami-Snan-Feiern hatten sich Hunderttausende Hindu-Pilger versammelt. Offenbar brach am Ufer schließlich wegen Überfüllung Panik aus. Die genaue Ursache für das Unglück werde untersucht, sagte ein Polizeisprecher.

Jährlich reisen zu den Feiern rund eine Million Pilger an den Brahmaputra; in diesem Jahr dürften es nach Behördenangaben jedoch noch mehr sein, weil die Feiern in die Ferien zum Nationalfeiertag des asiatischen Landes fallen.

Freiwillig Kopftuch – Eine Leipzigerin tritt zum Islam über

Themenbild

Themenbild

So wie sich andere schminken, bindet sich Steffi Mahdi das Kopftuch. Früher trug sie ihr langes Haar offen, heute verlässt sie nie ohne Kopf-Bedeckung das Haus. Doch die Vorbehalte sind groß, die Konsequenzen auch.


MDR Kultur

Sie ist blond, Sportlehrerin und Muslima. Für Steffi Mahdi kein Widerspruch. Die Haare verhüllt sie inzwischen unter einem Kopftuch.  Als Deutsche zum Islam zu konvertieren, war für sie normal. Für ihr Umfeld dagegen überhaupt nicht.

Die Eltern finden es schwierig, der Kontakt ist schlecht. Feiertage wie Weihnachten und Geburtstage werden zur Zerreißprobe, denn für Steffi Mahdi sind sie kein Thema mehr. Ihre Arbeit als Sporttherapeutin hat sie verloren …

Heiße Debatte nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

Seit dem 13. März ist das Tragen eines muslimischen Kopftuches wieder ein großes Thema: An diesem Tag entschied das Bundesverfassungsgericht, dass es gegen die Religionsfreiheit verstößt, wenn der Staat muslimischen Lehrerinnen pauschal verbietet, das Tuch während der Arbeit zu tragen. Es sei denn, der Schulfrieden oder die staatliche Neutralität sei dadurch nachweislich beeinträchtigt. Die Karlsruher Richter korrigierten damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2003, nach der ein Kopftuch-Verbot prinzipiell zulässig war, wenn in den Ländern entsprechende Gesetze existierten. Viele ergänzten ihre Schulgesetze daraufhin um ein Kopftuchverbot. Auf die Novelle können sich nun muslimische Lehrerinnen landesweit berufen.

weiterlesen

Sekten-Info NRW: «Geistheiler werden immer dreister und gefährlicher»

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Sekten-Info NRW bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige an, die im Konflikt mit Glaubensgemeinschaften stehen. Falsche Geistheiler beispielsweise hielten Patienten von wichtigen Arztbesuchen ab, warnen die Experten.


Westfälische Nachrichten

Nach den Erfahrungen von Sektenexperten sind in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen Opfer falscher Versprechungen von Geistheilern geworden. Mit dem Erfolg der Esoterikwelle seien auch die Methoden der Wunderheiler dreister geworden, sagte die Leiterin von Sekten-Info NRW in Essen, Sabine Riede. Die Beratungsstelle stellt heute ihren Jahresbericht 2014 mit aktuellen Fällen vor.

Nach den Worten von Riede behaupten beispielsweise Esoterik-Heiler ohne medizinische Ausbildung, bei Krankheiten helfen zu können und halten so Patienten von einem wichtigen Arztbesuch ab. Die Zeugen Jehovas und Scientology seien immer noch gefährlich, warnte die Expertin. Die Anzahl an Beratungsfällen habe sich zwar nicht groß verändert, es gebe es aber inzwischen mehr Menschen, die aus solchen Gruppierungen ausstiegen.

Studie: Das Vertrauen in Geistliche nimmt ab

jesus_schaukelSeelsorger liegen jetzt unter 24 Berufsgruppen auf dem 15. Rang, direkt vor Journalisten (26 Prozent)


kath.net

Geistliche haben in Deutschland deutlich an Vertrauen verloren. Das geht aus Studien des Verlages Reader´s Digest (Stuttgart) hervor. Laut der Untersuchung „Trusted Brands 2015“ vertrauen 39 Prozent der Bürger Pfarrern. Vor fünf Jahren war es noch die Hälfte der Befragten (51 Prozent). Damit liegen die Seelsorger jetzt unter 24 Berufsgruppen auf dem 15. Rang – direkt vor Journalisten (26 Prozent) und hinter Offizieren (42 Prozent). Die Daten für die Studie wurden in sieben Ländern erhoben. Mehr Vertrauen als in Deutschland genießen Geistliche demnach in Finnland (69 Prozent), Russland (56 Prozent), der Schweiz (47 Prozent), Österreich und Rumänien (jeweils 46 Prozent) sowie Portugal (44 Prozent). Am vertrauenswürdigsten sind für Bundesbürger Feuerwehrleute (92 Prozent), Krankenschwestern (88 Prozent), Apotheker und Piloten (jeweils 82 Prozent) sowie Ärzte (81 Prozent). Am schlechtesten schneiden ab: Finanzberater (15 Prozent), Politiker (12 Prozent), Autoverkäufer (10 Prozent), Immobilienmakler (6 Prozent) und Mitarbeiter in Telefonberatungs- und Verkaufszentren (5 Prozent). Die Studie „European Trusted Brands“ wird seit 2001 durchgeführt. Dabei geht es auch um die Vertrauenswürdigkeit von Firmenmarken. In Deutschland lag die Zahl der Befragten für die aktuelle Untersuchung bei 6.232.