Archiv der Kategorie: Religion

Kurienkardinal: Ehenichtigkeitsprozesse künftig rascher

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Im Vatikan kommt die Prüfung der Möglichkeiten, Ehenichtigkeitsverfahren zu beschleunigen, zügig voran: Voraussichtlich bis Juni werden die beiden dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse dem Papst vorlegen, hat Kardinal Francesco Coccopalmerio, Präsident des vatikanischen Rates für Gesetzestexte, in Wien gegenüber “Kathpress” erklärt. “Die Vorschläge werden der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst zur Verfügung stehen.” Dass dann bereits eine Entscheidung folge, sei “sehr wahrscheinlich und auch notwendig”, so der Kardinal am Rande eines Vortrags über das Kirchenrecht, den er kürzlich im Wiener Theater- und kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Don Juan Archiv hielt.


kathweb

Für ein schnelleres Verfahren sei es etwa möglich, dass künftig nur noch eine Gerichtsinstanz ein Urteil treffen muss, stellte Coccopalmerio in Aussicht. Bislang muss jeder Fall mindestens zwei Instanzen durchlaufen – nämlich Diözesan und Metropolitangericht – und bedarf unter Umständen noch einer dritten Instanz – in der Regel der Rota Romana -, damit zwei gleichlautende Urteile vorliegen. Dass Nichtigkeitsprozesse bald einfacher werden, hat Papst Franziskus bereits mehrmals angekündigt. Die dabei häufige Bezeichnung als “Annullierung” sei falsch, wie der Kardinal betonte: “Die Kirche kann eine geschlossene Ehe nicht lösen, sondern nur feststellen, dass sie ungültig ist und nie bestanden hat, wenn die Voraussetzungen dafür fehlten.”

Um bei den Voraussetzungen anzusetzen, bezeichnete es der Kurienkardinal als entscheidend, dass parallel auch mehr Augenmerk auf die Ehevorbereitung sowie auch die ständige Begleitung in den ersten Ehejahre gelegt werde; eine Intensivierung auf diesem Gebiet hatte bereits die außerordentliche Bischofssynode vergangenen Herbst gefordert. Coccopalmerio verwies darauf, dass in der konkreten Durchführung neben der Erstellung von Büchern und Unterlagen für die Katechese auch die vermehrte Einbindung von Laien sinnvoll sei: “Ältere Ehepaare können die Jüngeren begleiten.”

Lösung bei Wiederverheirateten “sicher möglich”

Für die im Herbst 2015 angesetzte Bischofssynode wünsche er, dass eine Möglichkeit für den Sakramentenempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gefunden werde, erklärte der Kardinal. Er selbst sei “hoffnungsvoll”, dass hier eine Lösung zustande komme, auch da diese aus Sicht des Kirchenrechtes “sicherlich möglich” sei. Zum Bewahren von Ruhe mahnte er angesichts der verschiedenen Positionen unter den Synodalen und der schwierigen Konsensfindung. Die Bischofsversammlung sei doch vor allem ein geistiger Prozess: “Wir müssen um den Heiligen Geist beten.”

Die von Papst Franziskus im Umfeld der Synode immer wieder eingeforderte Barmherzigkeit sei kein Gegensatz zur Gerechtigkeit, so der Präsident des Rates für Gesetzestexte: Recht und Barmherzigkeit gehörten zusammen und seien nicht voneinander zu trennen. Barmherzigkeit rechtfertige ein fehlerhaftes Verhalten eines Menschen nicht, ermögliche jedoch, ihn anzunehmen. “Wahre Gerechtigkeit ist Liebe zu jenen, die etwas brauchen – also Barmherzigkeit”, erklärte der Kardinal. Allgemein enthalte jedes Gesetz eine Pflicht gegenüber anderen, welche ein Ausdruck der Liebe sein solle. Coccopalmerio: “Für das Kirchenrecht gilt das besonders.”

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Gröhe, Joost und Schwaetzer in neuer EKD-Synode

Foto: epd-bild/Norbert Neetz /Steffen Schellhorn

Der neuen Synode der Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD) gehören erneut etliche Spitzenpolitiker und bekannte Wissenschaftler an. Neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der SPD-Sozialpolitikerin Kerstin Griese wird auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wieder im Kirchenparlament mitarbeiten, wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte.


evangelisch.de

Neu in der 12. Synode, die vom 1. bis 3. Mai zu ihrer konstituierenden Sitzung in Würzburg zusammenkommt, sind die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, sowie die frühere sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).

Die Synode ist das gesetzgebende Leitungsorgan der EKD. Sie berät auf ihren Tagungen, die gewöhnlich einmal im Jahr stattfinden, neben kirchlichen Angelegenheiten auch gesellschaftliche Schwerpunktthemen. In die Amtszeit der neuen Synodalen, die für sechs Jahre bestimmt worden sind, fällt unter anderem das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Dem Kirchenparlament gehören 120 Mitglieder an. 100 Synodale werden von den 20 Landeskirchen gewählt. Darüber hinaus beruft der Rat der EKD 20 Vertreter aus Politik, wichtigen Gesellschaftsgruppen sowie von Universitäten. Unter anderen gehören der Berliner Historiker Paul Nolte, die Göttinger Dogmatik-Professorin Christine Axt-Piscalar und der Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Matthias Rogg, der Synode an.

Dantschke: Früher war ich gegen Religionsunterricht

Bild: dtj-online.de

Die Extremismus-Expertin Claudia Dantschke referierte in Berlin bei der Stiftung für Dialog und Bildung. Nach ihrem Vortrag wird klar: Das Extremismus-Problem betrifft nicht nur die Muslime, bei der Gegenwehr müssen alle anpacken.


Von İsmail Kul|Deutsch Türkisches Journal

Die jüngste Syrien-Ausreisende stammt aus Bayern. Sie heißt Elif, ist 16 Jahre alt und in München aufgewachsen. Sie lebte weltlich, trug ein Zungen-Piercing, die Eltern waren nicht religiös. Doch jetzt ist sie wahrscheinlich in Syrien. Vater Atila sucht verzweifelt nach seiner Tochter.

Wie kommt es, dass ein in Bayern aufgewachsenes Mädchen sich für Salafisten begeistert, ins Kriegsgebiet nach Syrien ausreist? Hat uns der Geschichtsunterricht in der Schule die Gräuel des Krieges nicht genügend nahegebracht? Wenn Elif in einer streng religiösen Familie aufgewachsen wäre, hätten die Leitmedien ihren Schritt als Konsequenz ihrer religiösen Erziehung interpretiert. Warum aber geraten gerade „moderne“ junge Mädchen in die Fänge der Salafisten?

Für Claudia Dantschke, Extremismus-Expertin vom Zentrum für Demokratische Kultur in Berlin, sind diese Fälle nichts Ungewöhnliches. Sie hat bei der Stiftung für Dialog und Bildung in Berlin genau zu diesem Thema referiert. Vor einem kleinen Hörer-Kreis beleuchtete sie die Salafisten-Szene in Deutschland.

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“Luther regiert” – Gottesstaat Deutschland

merkel_ratze

Fast alle CDU-Spitzenpolitiker sind Protestanten. Entsprechend finden sich Gemeinsamkeiten zwischen der Unionspolitik und dem Ablauf einer EKD-Synode, stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fest.


pro Medienmagazin

Bundesinnenminister Thomas de Maizière gehört zum Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Gesunheitsminister Hermann Gröhe ist Mitglied der EKD-Synode. Bundeskanzlerin Angela Merkel stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus, und auch ihre Kollegen Volker Kauder, Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble haben protestantische Wurzeln. Der einzige katholische CDU-Minister ist derzeit Kanzleramtschef Peter Altmaier.

„Luther regiert“ schreibt deswegen der Journalist Markus Wehner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und versucht zu deuten, woran das liegt. So erklärt der Autor, der Protestantismus passe besser in die säkularisierte Gesellschaft: „Er ist moderner und individualistischer, offener und unbestimmter als das Katholische.“ Während der Katholizismus klare moralische Forderungen stelle, gehe es im Protestantismus mehr um die Beziehung des Einzelnen zu Gott.

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Protestantischer Preußenprinz entschuldigt sich für Völkermord an Armeniern

Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers in Döttingen: Philip Kiril Prinz von Preußen ist evangelischer Pfarrer und Vater von sechs Kindern. Foto: Ufuk Arslan

Mit einem ökumenischen Bußgottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist am Sonntagabend des Völkermords an den Armeniern gedacht worden. Bei dem Genozid an der christlichen Minderheit in der Türkei waren im Jahr 1915 bis zu eineinhalb Millionen Armenier, Chaldäer und Assyrer ums Leben gekommen. Den Gottesdienst feierten der armenisch-orthodoxe Erzbischof Karekin Bekdjian und der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen, mit mehreren hundert Christen aus Berlin und Brandenburg.


kathweb

“Seit dem Flugzeugabsturz vom 24. März wird uns grauenvoll vor Augen geführt, wozu ein einzelner Mensch fähig ist, sofern er sich nicht von tiefstem Herzen an Jesus Christus bindet”, sagte von Preußen in seiner Predigt. Der Mensch, der sich nicht von Gottes Hand helfen lasse, sei zu den schlimmsten Dingen fähig, “sei er Copilot, Krankenpfleger, Beamter oder Reichskanzler”.

Zwischen 1915 und 1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Armenier ermordet. Historiker sprechen vom “ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts”. Das Deutsche Kaiserreich war im Ersten Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet und wusste auch über die Massaker und Vertreibungen Bescheid, ohne dagegen einzuschreiten.

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Amnesty wirft Hamas Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vor

Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB

Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft bewaffneten Palästinensergruppen wie der Hamas Kriegsverbrechen im jüngsten Gaza-Krieg vor. In dem 50-tägigen Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas im Juli und August 2014 seien Tausende Raketen und Granaten auf Wohngebiete in Israel abgefeuert worden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.


derStandard.at

Dabei seien insgesamt sechs Zivilisten in Israel getötet worden, unter ihnen ein Vierjähriger. Auch auf palästinensischer Seite habe es durch den wahllosen Beschuss mit Raketen und Granatwerfern durch bewaffnete Gruppen zivile Opfer gegeben.

In einem Bericht aus dem Dezember hatte Amnesty auch Israel mögliche Kriegsverbrechen in den letzten Tagen des Gaza-Kriegs vorgeworfen. Der Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty, Philip Luther, betonte, die Tatsache, dass auch von palästinensischer Seite Kriegsverbrechen verübt worden seien, entbinde Israel nicht von den Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts.

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Slavoj Žižek „Blasphemische Gedanken“

Der gebürtige Slowene Slavoj Žižek vor der Frankfurter Skyline (Archivbild).

Slavoj Žižek sorgt mit seinem neuen Buch erneut bewusst für Verwirrung. „Blasphemische Gedanken“ heißt es, aber schon der Titel stimmt und stimmt doch nicht.


Von Arno Widmann|Frankfurter Rundschau

Der Titel stimmt und stimmt nicht. „Blasphemische Gedanken“ mögen es in den Augen der Gläubigen sein. Der gläubigen Muslime und derer, die an die Werte des Westens glauben.

Für Slavoj Žižek sind es einfach Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, wenn er etwa an den Schleier und das Schleierverbot denkt. Es sind Gedanken. Keine Argumentation. Žižek stellt sich nicht vor seine Leser und erklärt ihnen etwas. Er setzt sich hin und schreibt. Dabei fallen ihm Dinge ein, Lesefrüchte, Erinnerungen fliegen ihm zu. Wir Leser sind dabei. Wir kommen mit seinem Tempo nicht mit. Wir stolpern, finden übertrieben, was er da tut, lachen über unsinnig Erscheinendes und werden dann wieder gepackt von einer Assoziation. Wer etwas beigebracht bekommen möchte, der ist falsch bei Žižek. Wer dabei sein möchte, wie einer in Stemmschwüngen denkt, der hat seinen Spaß an dem slowenischen Philosophen.

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Dhaka: Erneut Blogger in Bangladesch brutal ermordet

We-Want-Islam

In Bangladesch ist ein 27-jähriger Blogger ermordet worden. Er wurde in der Hauptstadt Dhaka nach Angaben der örtlichen Polizei mit großen Messern zerstückelt. Erst kürzlich war ein Kollege von ihm ermordet worden.


SpON

Einen Monat nach der Ermordung des prominenten atheistischen Bloggers Avijit Roy ist in Bangladesch ein Kollege von ihm getötet worden. Der 27-jährige Washiqur Rahman sei am Morgen in der Hauptstadt Dhaka “mit großen Messern brutal zerstückelt worden”, sagte der örtliche Polizeichef Wahidul Islam der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach ereignete sich der Mord im Bezirk Begunbari wenige hundert Meter vom Haus des Mannes entfernt. Unmittelbar danach seien zwei Verdächtige festgenommen worden, die versucht hätten zu flüchten.

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Gladbeck: Muezzin bedroht nicht die christlich-abendländische Kultur

muezzinrufIn Gladbeck (bei Essen) wird ab dem 20. April einmal täglich vom Minarett einer Moschee der Gebetsruf eines Muezzin zu hören sein


kath.net

Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) teilte dies in einer Pressekonferenz mit dem Vereinsvorsitzenden der Moschee, Nadir Kahraman, mit. Sie gehört zum Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die beiden großen Kirchen wurden vorab nicht darüber informiert, sondern erfuhren es aus den Lokalmedien. Dieses Vorgehen stößt beim Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck – Bottrop – Dorsten, Dietmar Chudaska (Gladbeck), zwar auf Kritik. Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, begrüßt er aber die städtische Entscheidung, da jeder das Recht auf freie Religionsausübung habe. Chudaska: „Wir leben in einem Rechtsstaat, und die Stadt hat formal korrekt nach einem Prüfverfahren die Genehmigung erteilt. Ich hätte mich aber gefreut, wenn vor dem Ratsbeschluss eine öffentliche Debatte geführt worden wäre. Das ist eine vertane Chance, um diese Debatte zu versachlichen.“

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„La Rose et le Réséda“

Louis Aragon, Bild: wikimedia.org/PD

Dabei hätte doch alles so einfach sein können: Ein Religionsunterricht auf der einen Seite, ein Moralkurs auf der anderen, und jeder wäre nach seiner Fasson selig geworden. Doch die Regierung hat sich in ihrem Koalitionsabkommen auf einen gemeinsamen Werteunterricht geeinigt.


Von Marc Thill|Luxemburger Wort

Wer weiß, vielleicht ist dies auch die bessere Idee. Denn das Aufteilen der Schüler in zwei Lager, auf der einen Seite die mit Religion, auf der anderen die ohne, ist vor allem im jungen Schulalter eine doch sonderbare Lösung. Man zeigt damit den Kindern sehr früh, dass es die einen und die anderen gibt, man differenziert also ganz bewusst, obwohl man sich insgeheim mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft wünscht.

Mit dem gemeinsamen Werteunterricht – wobei die Betonung auf gemeinsam liegt – werden die Kinder zunächst einmal lernen, was uns in einer multikulturellen Gesellschaft eint und nicht was uns entzweit. Das ist richtig und auch gut so.

Die Regierung hat Anfang des Jahres ein Abkommen mit den Glaubensgemeinschaften abgeschlossen und auch bereits die Ausarbeitung des neuen Schulfachs „Leben und Gesellschaft“ in Angriff genommen.

Da sich nun ansatzweise abzeichnet, wie dieser gemeinsame Werteunterricht abgehalten werden soll, beginnt es aber ganz plötzlich zu haken. Warum nur? Zu wenig Philosophie und vor allem zu viel Religion, bemängeln laizistische Vereinigungen. Sie sprechen von Kuhhandel und Etikettenschwindel.

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Kardinal vergleicht Homosexuelle mit Mördern, die nur nett tun

Raymond Leo Kardinal Burke , Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

In einem Interview vergleicht Kardinal Raymond Burke gläubige Homosexuelle mit Mördern, die nett tun, um die anderen Gläubigen hinters Licht zu führen. Und so die Todsünde hoffähig machen.


Von Dr. David Berger|Huffington Post

Der US-amerikanische Cardinal Raymond Burke gilt derzeit als die große Hoffnungsfigur der extrem konservativen und traditionalistischen Katholiken weltweit. Bezüglich moralischer und auch liturgischer Fragen ist er der entscheidende Gegenspieler von Papst Franziskus. Vergangenen November wurde der Kardinal daher wohl vom Papst zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt und so von Rom weg-befördert.

Sein neuer Job in dem kleinen europäischen Staat hat ihn jedoch nicht zum Schweigen gebracht, sondern führt dazu, dass er jetzt seine teilweise menschenverachtenden Thesen umso offener und radikaler ausspricht.

Homosexuelle tolerieren? Auf keinen Fall!

In einem Interview mit der konservativen Internetseite LifeSiteNews hat er sich nun zu den Versuchen, die kirchliche Sexualmoral zu modernisieren, geäußert. Auf die Frage des Journalisten, ob man nicht Homosexuelle, die als gläubige Katholiken und gute Christen leben, akzeptieren könne, antwortete Burke:

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«Pille danach»: Rasantes Ansteigen des Verkaufs nach Rezeptfreigabe

pille_danachDer Hersteller HRA Pharma sieht laut Branchendienst in Deutschland ein hohes Wachstumspotenzial von bis zu 2,4 Millionen Packungen pro Jahr. Davon sei man mit zuletzt 400.000 Packungen im Jahr noch sehr weit entfernt, so HRA-Deutschlandchef Czort.


kath.net

Nach der Entlassung aus der Rezeptpflicht verzeichnet der Verkauf der «Pille danach» ein rasantes Wachstum. Wie der Branchendienst «Apotheke adhoc» am Samstag in Berlin unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen IMS Health berichtete, wurden allein in den ersten zwei Wochen fast ein Drittel mehr Packungen als im Vorjahreszeitraum abgegeben.

Demnach wurden in der 12. Kalenderwoche 13.500 Packungen der «Pille danach» in den Apotheken verkauft. Hochgerechnet auf den ganzen Monat entspricht das 54.000 Packungen.

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Dodo Laun wünscht “bessere Gesprächskultur”

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Gegen Kritik an seiner Person hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (72) in einem Interview mit der Tageszeitung “Kurier” (Sonntag) gewandt. Er vermisse die gute Gesprächskultur, wenn er den Eindruck habe, oft nur deshalb gefragt zu werden, “weil man Streit sucht”, erklärte Laun, der vor 20 Jahren zum Bischof geweiht wurde. Auch bei den polarisierenden Themen vertrete er statt seiner Privatmeinung “das, was die Kirche sagt. Und die Kirche ist nicht politisch korrekt”, so Laun.


kathweb

Viele würden eine “katholische Antwort” nicht hören wollen, doch betrachte er es als “Sünde”, würde er zu manchen Zeitströmungen schweigen, betonte Laun. Er verwies hier etwa auf die “Sexualisierung von Kindern in den Schulen” sowie auf die Abtreibung, die “für die Kirche Mord, in der EU ein Menschenrecht” sei. Er selbst wäre heute “wahrscheinlich abgetrieben” worden, bemerkte der Bischof – “weil ich mit einer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren bin”.

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Bananenrepublik Bavaria

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Ein Bericht des Rechnungshofes von 2013 zeigt das subtile Zusammenspiel zwischen dem Finanzminister und einem damals noch einflussreichen CSU-Abgeordneten: Bei der Verlagerung zweier Behörden von München an die Donau wurden alle Regeln des Haushaltsrechts grob missachtet.


Von Stefan Mayr|Süddeutsche.de

Auf den ersten Blick klingt alles wunderbar. 57 Arbeitsplätze will der Freistaat Bayern von München nach Höchstädt an der Donau verlagern. Die Bewertungsstellen der Finanzämter München-Stadt und München-Land sollen künftig in der schwäbische Kleinstadt untergebracht werden. Hierfür hat der Freistaat ein Gebäude des ehemaligen Krankenhauses für exakt zwei Euro erworben. Dieses soll für etwa 18 Millionen Euro saniert werden – und hier beginnt der große Ärger. Der Oberste Rechnungshof (ORH) hat den Kauf der Immobilie geprüft und eine umfassende Liste an Beschwerden zusammengetragen. Der Süddeutschen Zeitung liegt der Prüfbericht des ORH vor – er fällt vernichtend aus: “Die Planungen gehen am tatsächlichen Bedarf vorbei”, stellt der ORH fest, das Finanzministerium habe “die haushaltsrechtlichen Vorgaben ignoriert.”

Der ORH hat seinen Prüfbericht dem Finanzministerium bereits Ende 2013 vorgelegt – mit der Bitte um Stellungnahme. Heute sind 15 Monate vergangen, doch Söders Haus hat bis heute noch nicht geantwortet. Warum? Finanzminister Markus Söder (CSU) will sich auf Anfrage der SZ jedenfalls nicht zu diesem Thema äußern.

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Die Botschaft vom Kreuz: Keine Wellness-Religion

Nein Danke. Brauchen wir nicht.  Image. Godless Atheists/FB

Nein Danke. Brauchen wir nicht.
Image. Godless Atheists/FB

Das Kreuz Christi ist Provokation und spaltet die Christen in zwei Lager, schreibt FAS-Autor Christian Feldmann. Dabei werde das wichtigste allzu oft vergessen: Jesu Auferstehung. „Er lebt bis heute“, ist Feldmann überzeugt.


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Die Hinrichtung Jesu sei unfassbar grausam gewesen, erklärt der Autor in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Ausführlich beschreibt Feldmann, wie sich der Tod Jesu vollzogen hat und welche Qualen dieser am Kreuz ausstand. Als „teuflische Quälerei“ bezeichnet er den Kreuzestod. Es gebe kaum eine Art, qualvoller zu sterben. Der Tod durch Kreuzigung habe in der Antike als erniedrigendste aller Todesstrafen gegolten. Unzählige Verbrecher starben auf die gleiche Weise wie Jesus. „Warum hat man diesen Gekreuzigten nicht vergessen – und mit ihm das Kreuz, das nicht nur Höhepunkt grausamer Strafjustiz markiert, sondern zu den Ursymbolen der Menschheitskultur gehört?“, fragt Feldmann.

Der Autor findet eine Antwort in der „ambivalenten Botschaft“, die Jesu Tod vermittle und die bis heute provoziere. Einerseits drücke Jesu Opfer eine „menschenfreundliche Tradition von Solidarität zwischen Schöpfer und Geschöpf und von stellvertretendem Leiden“ aus. Andererseits lasse der Kreuzestod auch „das fragwürdige Bild eines rachsüchtigen, unbarmherzigen, auf Sühne und Strafe sinnenden Gottes“ aufkommen.

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GOP’s Carly Fiorina: Economy is suffering because workers are ‘watching porn all day long’

Carly Fiorina speaks to Fox News (screen grab)

Former Hewlett Packard CEO Carly Fiorina, who is expected to announce a campaign for president, said over the weekend that she could improve the economy by cutting federal worker pay because they were “watching porn all day long.”


By David Edwards|Raw Story

In a Sunday interview with Fox News host Chris Wallace, Fiorina said that there was a “higher than 90 percent” chance that she would become a Republican presidential candidate.

The former HP CEO explained that she would make a formidable candidate “because I understand technology: a transformational tool, because I understand bureaucracies, how they work and how you need to change them. And our government is a huge bureaucracy.”

According to Fiorina, the United States was “destroying more businesses than we are creating” for the first time in U.S. history under President Barack Obama’s administration.

“Washington, D.C. has become a vast and unaccountable bureaucracy. It’s been growing for 40 years,” she opined. “We have no idea how our money is spent.”

Fiorina said that she had two prong plan for boosting the economy by reforming the federal government.

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“Menschen wie Waren auf einem Tisch ausgelegt”

Die Professorin Eva Illouz im Studio am Mikrofon. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Die Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Im Deutschlandfunk erläutert sie, warum Soziologie die Profession des Fremden an sich sei – und warum Gefühle in die Geschäftswelt und Maximierung in die Liebe Einzug halten.


Eva Illouz im Gespräch mit Torsten Teichmann|Deutschlandfunk

Torsten Teichmann: Am Mikrofon heute Torsten Teichmann, heute aus Israel, genauer gesagt aus Jaffa, einer Jahrhunderte alten arabischen Stadt am Mittelmeer, die heute ein Teil von Tel Aviv ist.

Mir gegenüber sitzt Eva Illouz, sie ist Professorin für Soziologie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Herzlich willkommen!

Eva Illouz: Good morning!

Teichmann: Eva Illouz ist in Marokko geboren, 1971 zog die Familie nach Frankreich, nach Sarcelles, einem Vorort im Norden von Paris. Sie hat in Paris und Jerusalem studiert; Soziologie, Kommunikation und Literatur, in den USA promoviert.

Eva Illouz forscht auf einem Gebiet der Emotionen, also der Beziehung zwischen Gefühlen, Wirtschaft und Kommunikation in der modernen Gesellschaft. Zur Arbeit gehören Vorlesungen, zum Beispiel am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main 2004, Forschung am Wissenschaftskolleg in Berlin und Gastprofessuren, zum Beispiel in Princeton, in den USA.

In Deutschland ist zuletzt ihr Buch “Warum Liebe weh tut” erschienen, das war 2011. Und in diesem Jahr gibt der Suhrkamp-Verlag eine Sammlung von Kolumnen und Essays heraus, das sind dann auch Texte zur gegenwärtigen Politik.

  • Eva Illouz, Sie wurden in Marokko, in eine jüdische Familie geboren. Und als Sie zehn Jahre alt waren, beschloss Ihre Familie, nach Frankreich zu gehen. Warum entschieden sich Ihre Eltern 1971 für Frankreich?

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Wie Pegida gegen den Koran kämpfen will

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB

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Die Anti-Islam-Bewegung Pegida will Rechtspopulisten aus ganz Europa auf ihre Kundgebungen in Sachsen holen – und mit einem Förderverein ihre Aktivitäten auf dauerhafte sichere finanzielle Grundlage stellen.


Von Matthias Meisner und Lars Radau|DER TAGESSPIEGEL

Für Pegida war es ein Vorgeschmack. auf den Gastauftritt des niederländischen Islam-Hassers Geert Wilders am 13. April in Dresden. Am vergangenen Freitag war der Rechtspopulist Gast bei der einer Veranstaltung der rechtspopulistischen FPÖ in der Wiener Hofburg – und die Dresdner Anti-Islam-Bewegung war ganz begeistert.

“Wir werden diesem mutigen Mann an der Spitze des europäischen Widerstands gegen die Islamisierung unsere volle Unterstützung zeigen und seinen Mut honorieren”, schrieb Pegida auf ihrer Facebook-Seite mit Blick auf die Dresdner Kundgebung am Montag nach Ostern, zu der Zehntausende mobilisiert werden sollen. Und zitierte aus der Wilders-Rede: “Der Islam wurde an den Toren Wiens besiegt. … Unsere deutliche Botschaft an den Islam ist: Wir werden den Islam besiegen!”

Nach Wien eingeladen hatte das Freiheitliche Bildungsinstitut und der FPÖ-Bundesobmann Heinz-Christian Strache.

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ISIS-Rückkehrer: »Ich hatte falsche Freunde«

Bild: oe24.at

Der 16-jährige Wiener Oliver N. floh von seinem Einsatz für die ISIS-Terroristen zurück nach Wien.


Von Iris Brüggler|oe24.at

Noch liegt Oliver N. (16) in der Sonderkrankenanstalt der Justizanstalt Wien-Josefstadt. Vergangene Woche ist der Wiener von seinem Einsatz bei den ISIS-Terroristen in Syrien zurück nach Österreich geflohen. ÖSTERREICH am SONNTAG wollte wissen, wie Oliver N. jetzt über seinen ISIS-Einsatz denkt und bat dessen Anwalt, Werner Tomanek, Fragen an Oliver N. zu übermitteln. Das sagt der ISIS-Aussteiger:

ÖSTERREICH: Wie froh sind Sie darüber, wieder in Österreich zu sein?
Oliver N.: Ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe, wieder nach Österreich zurückzukehren und dass der ganze Spuk endlich vorbei ist.

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen?
Oliver N.: Obwohl ich jetzt inhaftiert bin, geht es mir deutlich besser als in den letzten Monaten, insbesondere seit ich bei einem Bombentreffer schwer verletzt worden bin.

ÖSTERREICH: Bereuen Sie, dass Sie für die ISIS gekämpft haben?
Oliver N.: Ich habe niemals für die ISIS gekämpft, ich habe auch keine Kampfausbildung erhalten. Ich war ­lediglich drei Tage als Rettungsfahrer im Kampfgebiet eingesetzt.

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Wenn deutsche Schulmädchen ins IS-Beuteschema passen

Diese Frauen mit Gewehren in einem IS-Propagandavideo gehören angeblich der Al-Chansaa-Brigade an. Al-Chansaa bedeutet “Gazelle”. Es ist eine IS-Kampfeinheit, die nur aus Dschihadistinnen besteht Foto: dpa

Die Terrortruppe IS wirbt offensiv um junge Frauen und Mädchen – auch in Deutschland. Im Internet kursieren “Reiseführer”. Mit Erfolg. Mehr als 70 Frauen sind bereits in die Kampfgebiete gereist.


DIE WELT

Die junge Frau veränderte sich schnell. Sie ging auf einmal oft in die Moschee, las Bücher über den Islam, fing an, sich zu verschleiern. Sie begann, die Eltern zu kritisieren für deren liberalen Lebensstil, suchte im Internet nach neuen Vorbildern und tauchte tief in die salafistische Szene ein. In einer Facebook-Gruppe lernte die Muslimin zwei andere junge Frauen kennen, die ihr vom Leben im Islamischen Staat vorschwärmten und ihr einflüsterten, auch sie müsse diesen Weg gehen. Ein paar Wochen später verschwand sie aus ihrem Elternhaus in Deutschland – Richtung Syrien.

“Die junge Frau hat ins ‘Beuteschema’ gepasst. Die IS-Propaganda hat sie angesprochen”, sagt Florian Endres von der Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Bei seinem Team landete der Fall der jungen Muslimin.

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