Mathias Rohe: „Die Millionen Islamexperten sind eine Landplage“

Bild: Mathias Rohe
Bild: Mathias Rohe
Mathias Rohe hat das erste Überblickswerk zum Islam in Deutschland vorgelegt. Was hält er von den Diskussionen um Burkaverbot, Ditib und Terrorismus? Und ab wann wird Islamkritik zu Islamhass? Ein Interview.

Von Sebastian Dalkowski | RP Online

Ihr Buch lässt den Schluss zu, dass Sie ein Freund der Sachlichkeit sind. Doch was zum Thema Islam im Umlauf ist, müsste selbst Sie zur Weißglut treiben.

Mathias Rohe Ich habe mir abgewöhnt, meinen Blutdruck von Publikationen abhängig zu machen. Es stimmt, dass es eine destruktive Literatur gibt, die so weit von den Fakten weg ist, dass sie die Atmosphäre vergiftet. Das gilt für die Texte von Islamverherrlichern genauso wie für die von Islamhassern. Aber ich lese auch viel Vernünftiges. Es gibt eine breite Mitte von Leuten mit unterschiedlichen Blickwinkeln.

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Sexueller Missbrauch: Bistum schließt Untersuchung ab – jetzt entscheidet der Vatikan

missbrauch

Abgeschlossen ist die Voruntersuchung des Bistums Münster gegen einen zuletzt in Horstmar tätigen Priester wegen der sexuell intendierte Handlungen an einem Kind. Die Glaubenskongregation im Vatikan wird entscheiden, welche Konsequenzen der Fall für den Geistlichen hat.

Westfälische Nachrichten

Abgeschlossen ist jetzt die kirchenrechtliche Voruntersuchung des Bistums Münster gegen einen zuletzt in Horstmar tätigen Priester, der sexuell intendierte Handlungen an einem Kind vorgenommen haben soll. Das Ergebnis der Voruntersuchung geht nun an die Glaubenskongregation im Vatikan. Sie wird entscheiden, welche kirchenrechtlichen Konsequenzen der Fall für den Geistlichen hat.

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Entwicklungsminister: Religion ist starke gesellschaftliche Gestaltungskraft

Gerd Müller (2009), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ConradNutschan
Gerd Müller (2009), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ConradNutschan

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die gesellschaftliche Kraft der Religion unterstrichen. Religion sei „eine der stärksten gesellschaftlichen Gestaltungskräfte“, sagte Müller am Montag in Berlin.

evangelisch.de

Anlass war die Eröffnung einer Dialogveranstaltung zur Rolle der Religionen in Ägypten, zu der der Präsident der Protestantischen Kirchen Ägyptens, Andrea Zaki Stephanous, sowie der Scheich und Berater des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi und des Großmuftis, Usama al-Sayyid Al-Azhari, eingeladen waren.

Müller sagte, Religion könne Konflikte entfachen und dürfe nicht den Extremisten überlassen werden. „Religion kann und muss Frieden schaffen“, sagte der CSU-Politiker. 80 Prozent der Weltbevölkerung gehörten einer Religion an, auch wenn in Deutschland die offizielle Bedeutung abnehme. Die religiöse Vielfalt weltweit sei das Erbe der Menschheit, das es zu schützen gelte, betonte der Entwicklungsminister.

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Houellebecq: „Ich bin ein halber Prophet“

Schriftsteller Michel Houellebecq in Paris. ©AFP
Schriftsteller Michel Houellebecq in Paris. ©AFP
Am Montagabend hat der französische Schriftsteller Michel Houellebecq in Berlin den Frank-Schirrmacher-Preis erhalten. In seiner Dankesrede widmete er sich der Frage: Wenn der Islam eine religiöse Macht ist – was sind dann wir?

Frankfurter Allgemeine

„Die Zahl der Beleidigungen steigt“, sagte Michel Houellebecq in Berlin in seiner Dankesrede über die Reaktionen, die ihm in seiner französischen Heimat oftmals entgegen gebracht werden. Mit seinem Roman „Unterwerfung“ hatte der Schriftsteller vor anderthalb Jahren die umstrittene Dystopie einer islamistischen Regierung in Frankreich erschaffen. Dafür erhielt er nicht nur Beifall. Houellebecq nannte den Umgang mit ihm eine „Hexenjagd“ und griff besonders die Zeitung „Le Monde“ an: „Es gibt viele französische Journalisten, die sich über meinen Tod ganz ernsthaft freuen werden.“

Die Stellung der französischen Linken verglich Houellebecq mit einem in die Enge getriebenen Tier, „das Todesangst verspürt und gefährlich wird“. Deshalb sei die Linke immer aggressiver geworden. Er selbst will sich nicht den „Neuen Reaktionären“ zuschlagen lassen, ein in Frankreich aktuelles Etikett, das verschiedenste Positionen zusammenfasst. „Aber wenn die Neuen Reaktionäre derart verschieden voneinander sind, derart unterschiedlich, dass sie definitiv nichts miteinander gemein haben, dann ist dies so, weil ihre Gegner, die neuen Progressivisten, ein enger denn je definierter, äußerst kleiner und äußerst anspruchsvoller Kreis sind.“

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Sprengstoffanschläge vor Moschee und Kongressgebäude in Dresden

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, zielten die Anschläge auf eine Moschee sowie auf das Internationale Congress Center Dresden.

evangelisch.de

Verletzt wurde niemand. Über die Höhe des Sachschadens wurden noch keine Angaben gemacht. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Ein Bekennerschreiben liege allerdings noch nicht vor, sagte Polizeipräsident Horst Kretzschmar.

Selbstgebauter Sprengsatz

Zudem vermutet er einen Zusammenhang mit den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Deutsche Einheit am kommenden Wochenende. Die weiteren Ermittlungen hat das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei übernommen.

Bei der Moschee an der Hühndorfer Straße stellten die Ermittler Reste eines selbstgebauten Sprengsatzes fest. Zum Zeitpunkt der Detonation kurz vor 22 Uhr befanden sich der Imam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in dem Gebäude. Alle blieben unverletzt. Die Druckwelle drückte jedoch die Eingangstür nach innen und im Haus entstanden Verrußungen.

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„Faschistische Mentalität war nie tot“

Die Eigentumsverhältnisse blieben unangetastet: italienische Faschisten in den zwanziger Jahren Foto: afp
Die Eigentumsverhältnisse blieben unangetastet: italienische Faschisten in den zwanziger Jahren Foto: afp
Für Faschisten ist die Gesellschaft ein lebender Organismus: der israelische Politologe Zeev Sternhell über die Aktualität ihres Denkens.

Interview Jan Feddersen | taz.de

taz: Herr Sternhell, nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Holocaust dachte die Welt, die faschistische Gefahr sei vorüber. War das eine unsinnige Diagnose?

Zeev Sternhell: Das war das Ergebnis davon, das Wesen des Faschismus und auch des Nazismus zu missverstehen. Für die meisten Menschen in Europa war es sehr bequem zu denken, dass die 1920er und 1930er nicht mehr waren als ein unglückliches Ergebnis des Ersten Weltkrieges. Ein Unfall, der nicht wirklich zur Geschichte dieser Länder gehörte. Für Benedetto Croce war der italienische Faschismus ein Phänomen „in Klammern“, das nicht zur italienischen Geschichte gehörte. In Frankreich wurde die Vichy-Diktatur als ein unbedeutendes Übergangsphänomen zwischen der Dritten und Vierten Republik gesehen.

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Staatlicher Kirchensender ZDF mit Schwerpunkt zum Reformationsjubiläum

ZDF

Das ZDF hat einen Programmschwerpunkt zum 500. Reformationsjubiläum 2017 vorgestellt.

evangelisch.de

Ein dokumentarischer Dreiteiler werde das Ereignis historisch einordnen, teilte der Sender am Montag in Mainz mit. Ein fiktionaler Zweiteiler erzähle davon, wie aus den einstigen Weggefährten Martin Luther und Thomas Müntzer erbitterte Feinde geworden seien. Den musikalischen Höhepunkt bildet die Übertragung des Pop-Oratoriums „Luther – Das Projekt der tausend Stimmen“ mit Chören aus ganz Deutschland.

Zum Auftakt der Feierlichkeiten zeigt das ZDF am 31. Oktober dieses Jahres ab 17.10 Uhr den Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. „Die Reformation vor 500 Jahren hat eine zentrale Bedeutung für die europäische Freiheitsgeschichte. Sie ist nicht nur als historisches Ereignis zu bewerten, ihre Impulse für den Glauben und das Leben vieler Menschen reichen bis in die Gegenwart“, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut: „Zum Jubiläum bieten wir neue Perspektiven auf die Geschichte und moderne Zugänge zum Thema Reformation.“

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Schamane will ehemaliges KZ „heilen“ – mit Hakenkreuzen

 Sphärische Musik, verschiedenfarbige Sandtöne, stilisierte Swastika: Mit dem
Sphärische Musik, verschiedenfarbige Sandtöne, stilisierte Swastika: Mit dem „Ritual“ auf früherem KZ-Grund können sich nicht alle anfreunden. (Foto: Danny Gross/oh)
  • Der Esoteriker Danny Gross glaubt, Orte „schamanisch heilen“ zu können – das wollte er nun auch beim ehemaligen Konzentrationslager Hersbruck versuchen.
  • Dazu malte er Mandalas mit Hakenkreuzen auf den Boden.
  • Der Bügermeister von Herbruck zeigt sich damit „absolut nicht einverstanden“.

Von Olaf Przybilla | Süddeutsche.de

Die Szenerie auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ist gut dokumentiert, im Internet kann sie jederzeit abgerufen werden. In der sogenannten Ehrenhalle, an der während der NS-Parteitage SA und SS aufmarschierten, formen Menschen in weiter Kleidung hakenkreuzartige Figuren auf den Boden, es entsteht ein großflächiges Gebilde. Unterlegt ist die Szene mit sphärischer Musik. „Heilungsritual“ ist das Filmchen ebenso überschrieben wie jenes, das kürzlich auf dem Gelände des früheren KZ-Außenlagers Hersbruck entstanden ist. Auch dort sieht man auf dem Doku-Filmchen mehrere Personen bei der Arbeit, wie sie aus Sand ein Bild auf dem Boden entstehen lassen. Wieder sieht man Kreise und Ecken und wieder verformte Hakenkreuze.

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Amnesty: Flüchtlinge werden in Ungarn misshandelt

Kurz vor dem ungarischen Referendum über verpflichtende Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen am 2. Oktober erhebt Amnesty International schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban.

derStandard.at

Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation zufolge werden Flüchtlinge in Ungarn regelmäßig Opfer von Misshandlungen oder grundlos monatelang eingesperrt.

Für den Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, hat Amnesty 143 Zeugen, hauptsächlich Flüchtlinge und Migranten befragt, sowie Untersuchungen in Serbien, Ungarn und Österreich durchgeführt.

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Merkel empfiehlt mehr Reisen in arabische Länder

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Tourismus kann für viele Länder eine Chance sein, meint Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie motiviert Urlauber, auch in die arabische Welt sowie in Entwicklungs- und Schwellenländer zu reisen.
 

SpON

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfahl anlässlich des Tourismusgipfels zu mehr Reisen in die arabische Welt sowie in Entwicklungs- und Schwellenländer. „Die Zunahme von Tourismus birgt eine Vielzahl von Chancen“, sagte Merkel, dies müsse aber nachhaltig geschehen.

„Es ist wichtig, auch im Tourismusbereich noch mehr auf lokale Kultur und lokale Produkte und Dienstleistungen zu setzen, um daraus wirklich echte Entwicklungschancen zu machen“, sagte Merkel auf dem Treffen des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin.

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Muslimischer Schlepper warf Christen ins Meer

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Im spanischen Almeria steht derzeit ein muslimischer Kapitän eines Flüchtlingsbootes vor Gericht. Dieser hat 2014 Christen, darunter einen katholischen Priester, ins Meer werfen lassen, weil diese auf dem Schiff gebetet hatten.

kath.net

Im spanischen Almeria steht derzeit ein muslimischer Kapitän eines Flüchtlingsbootes vor Gericht. Dies berichtet die „Krone“ am Montag. Der Mann soll während der Fahrt über das Mittelmeer sechs Christen über Bord werfen lassen haben. Zuvor wurden die Gläubigen geschlagen und alle nach christlichen Symbolen wie Kreuze durchsucht. Das „Verbrechen“ der Christen: Diese hatten für besseres Wetter gebetet. Unter den Christen soll sich auch ein katholischer Pfarrer aus Nigeria befunden haben. Die sechs Männer sind im Mittelmeer ertrunken. Vier Überlebende der Schiffsfahrt haben jetzt gegen die Schlepper ausgesagt. „Sie glaubten, dass die Wellen höher würden, je mehr er betete.“ Der Vorfall hat sich bereits im Jahr 2014 ereignet. Auf der Fahrt starben übrigens weitere Migranten, darunter sieben Babys. Der spanische Staatsanwalt plädiert wegen religiös motivierten Mordes auf sechs Mal 15 Jahre Gefängnis.

Theologe Huber dilettiert über Gentechnik

Quelle:dradio.de
Quelle:dradio.de
Für mehr „Weisheit“ bei der Anwendung der neuesten Gentechnik plädiert der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber

evangelisch.de

Die Rasanz ihrer eigenen Entdeckungen dürfe Wissenschaftler nicht davon abhalten, „nach dem Bild vom Menschen zu fragen, an dem sie sich orientieren“, heißt es in einem Beitrag des früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) zu den Chancen und Risiken der sogenannten Gen-Schere Crispr-Cas9.

„Auch in Zukunft werden Menschen lernen müssen, mit ihrer Verletzlichkeit umzugehen und ihre Schwäche einzugestehen. Demut bleibt nötig, allen ‚Zauberscheren‘ zum Trotz“, fügte das frühere Ethikrat-Mitglied an.

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Guam Law Ending Statute of Limitations on Sex Abuse Cases Could Force Church Into Bankruptcy

Image: Friendly Atheist
Image: Friendly Atheist
On Friday, the Governor of Guam, Eddie Calvo, signed a bill removing the statute of limitations on child sex abuse charges for civil cases (but not criminal ones). That means many people who were molested by their priests decades ago can now sue the Church even if it was “too late” before.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

Church leaders are freaking out because — wait for it — this could lead to bankruptcy.

Cue the sad trombone.

Church leaders say lifting the statute of limitations would subject the church to unlimited financial liability, forcing the closure of parish churches and schools on the island where more than three quarters of Guam’s 162,000 residents are Roman Catholics.

In the [open letter to the people of Guam], Calvo said he was “saddened that even a single injustice had to happen in order to make this law necessary. There are no winners. Justice is the only victory.”

He added that he was resolute in his decision, saying the legislation opens “the doors of justice to those who suffered a terrible harm as children.”

See those tears of sympathy streaming down everyone’s faces? Me neither.

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Potsdam: Freitagsgebet auf dem Bürgersteig

Andrang. Die einzige Moschee Potsdams befindet sich in einer Ladenzeile in der Innenstadt.Foto: Henri Kramer
Andrang. Die einzige Moschee Potsdams befindet sich in einer Ladenzeile in der Innenstadt.Foto: Henri Kramer
Die Zahl der Muslime in Potsdam wächst, aber in der Stadt gibt es nur eine Moschee. Gläubige beten dort vor der Tür. Das ruft die AfD auf den Plan.

Von Henri Kramer | DER TAGESSPIEGEL

In die Defensive gedrängte Muslime, verärgerte Anwohner und neuerdings noch AfD-Vertreter auf Stimmenfang: Die wachsende Teilnehmerzahl beim Freitagsgebet in der viel zu kleinen Al-Farouk-Moschee in der Potsdamer Innenstadt birgt Konfliktstoff. Inzwischen sind wegen der begrenzten Räumlichkeit in der Straße Am Kanal einige Hundert Gläubige gezwungen, außerhalb zu beten – auf Teppichen auf dem Gehweg in der Ladenzeile, vor dem geöffneten Fenster.

So war es auch am vorigen Freitag ab 13 Uhr. Die Räume der einzigen Moschee in der Stadt – gelegen in einer früheren Wäscherei im Erdgeschoss eines Wohnblocks, rund 100 Quadratmeter groß – waren längst voll von Gläubigen. Der verantwortliche Verein der Muslime in Potsdam hatte vorgesorgt und zwei metergroße grüne Teppiche auf dem Gehweg ausgebreitet und mit Flatterband abgesperrt. Außerdem wachten drei Ordner in Warnwesten beim Gebet, das über Lautsprecher nach draußen übertragen wurde. Am Ende waren es etwa 200 Menschen, die eine halbe Stunde gemeinsam beteten.

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Islamisten-Kommandeur behauptet: „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite“

 Kämpfer der Al-Nusra-Front südlich von Aleppo. Ein Kommandeur der Terrorgruppe, die sich mittlerweile Fatah-al-Scham-Front nennt, behauptet, die Islamisten hätten Waffen von den USA erhalten. © Omar Haj Kadour/AFP
Kämpfer der Al-Nusra-Front südlich von Aleppo. Ein Kommandeur der Terrorgruppe, die sich mittlerweile Fatah-al-Scham-Front nennt, behauptet, die Islamisten hätten Waffen von den USA erhalten. © Omar Haj Kadour/AFP
Der Publizist Jürgen Todenhöfer hat laut einem Zeitungsbericht in Syrien einen Kommandeur der Terrorgruppe Jabhat al Nusra interviewt. In dem Gespräch behauptet der Islamistenchef, die USA hätten ihm Waffen geliefert.

stern.de

Die syrische al-Nusra-Front erhält angeblich Waffen aus den USA. Die Amerikaner hätten Panzerabwehrraketen vom Typ Tow an die mit dem Terrornetzwerk al Kaida verbundenen Islamisten geliefert, behauptete ein Kommandeur der Kampftruppen nach Angaben des „Kölner Stadt-Anzeigers“ in einem Interview des Publizisten Jürgen Todenhöfer.

„Die Raketen wurden uns direkt gegeben“, antwortete der Kommandeur Abu al Ezz demnach auf die Frage, ob die USA ihnen die Waffen über die Freie Syrische Armee, die sogenannten gemäßigten Rebellen ausgehändigt habe. „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite.“ Al Ezz schränkte dem Bericht zufolge jedoch ein, dass die Kooperation von den USA nicht ausgestaltet werde, wie von Al-Kaida-Seite gewünscht.

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Eine Mehrheit der Muslime will die Scharia – auch in Europa

Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Alle die gegen die Scharia sind, heben die Hand
Angesichts der dem Islam innewohnenden Ausbreitungs-und Suprematie-Dynamik („Allah [hat] den Islam gesandt, um jede andere Religion und jede andere Lebensweise zu besiegen.

Von Paul Nellen | Achgut.com

Der Islam wird sie alle hinwegfegen…. Das ist das Schicksal des Islam“; Ahmed Deedat, einflussreicher Islamprediger, in einer seiner letzten Ansprachen, ca. 1985) muss ein gerade aktuell erhobener Befund aus dem laizistischen Frankreich beunruhigen. Die „Rheinische Post“ berichtet am 22. September 2016, dass die Hälfte der jungen Muslime des Landes die Scharia eingeführt sehen will: Der Aufruf des französischen Bildungsministeriums „zu einer Mobilisierung der Schule für die Werte der Republik“ scheint hingegen ungehört zu verhallen. Der Befund, der einer Drohung gleichkommt, ist, so die „Rheinische Post“ in ihrem Kommentar, auch für Deutschland alarmierend: „Über die Hälfte der jungen Muslime in Frankreich setzt die Scharia über die Gesetze der Republik.

Das ist keine Grundlage für ein gedeihliches Miteinander. Wenn Frankreich so weitermacht, wird es seine Muslime an die Islamisten verlieren. Ähnliche Tendenzen gibt es auch in anderen europäischen Ländern – Deutschland inklusive.“  Damit bestätigt sich im Nachbarland ein asymmetrisch-gegengesellschaftlicher Trend, der inzwischen überall in Europa unter Muslimen erkennbar ist und der sich in den letzten Jahren in einigen Studien niedergeschlagen hat.

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Trump für Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels

Bild: WilliamPriceJr./FB
Bild: WilliamPriceJr./FB
Der republikanische Präsidentschaftskandidat sagte Israels Premier Benjamin Netanjahu seine volle Unterstützung zu – ein diplomatischer Fauxpas.

Von Thomas Vieregge | Die Presse.com

Benjamin Netanjahu nutzte seinen Aufenthalt in New York im Rahmen der UN-Generaldebatte, um nicht nur gewohnheitsgemäß Barack Obama zu treffen, sondern auch dessen Nachfolger – also entweder Hillary Clinton oder Donald Trump. Israels Premier war wie jedes Jahr im September in die Metropole an de US-Ostküste gereist, um sich vor den Vereinten Nationen gegen die Front der Unterstützer eines Palästinenserstaats in der Staatengemeinschaft zu behaupten und ein wenig die Luft der Weltstadt zu schnuppern, wo er samt seiner Entourage gerne am Rande des Central Park spaziert.

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„Der Staat muss auch Wertediskussionen führen“

as erste Mal in großer Runde: Die Teilnehmer Deutschen Islam Konferenz 2006.Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Das erste Mal in großer Runde: Die Teilnehmer Deutschen Islam Konferenz 2006.Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Vor zehn Jahre tagte erstmal die Deutsche Islamkonferenz. Was hat sie gebracht? Ein Gespräch mit Markus Kerber über Religion, staatliche Verantwortung und Sicherheit.

Von Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Herr Kerber, Sie waren in der Anfangsphase der DIK als Leiter der Grundsatzabteilung im Innenministerium der Mann hinter der DIK. Was hat sich seither geändert?

Für Wolfgang Schäuble war sie ein Lieblingsprojekt, das er ins Herz geschlossen hatte. Er ließ sich wöchentlich darüber unterrichten, er gab Input, er hatte klare Vorstellungen. Anders wäre die Sache auch nichts geworden, der Zug musste von der Spitze des Hauses kommen. Später wurde die Islamkonferenz nur noch administriert. Das soll kein Vorwurf an Schäubles Nachfolger sein, die hatten einfach andere Steckenpferde.

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Deutsche Welle verklagt türkische Regierung

Der Streit der Deutschen Welle mit der türkischen Regierung geht vor Gericht: Der Sender reichte in Ankara eine Klage ein. Minister Akif Kilic soll ein konfisziertes Interview freigeben.

SpON

Die Deutsche Welle (DW) geht juristisch gegen die türkische Regierung vor. Wie der Sender mitteilte, hat er in Ankara Klage auf Herausgabe von Filmmaterial eingereicht.

Hintergrund ist ein Interview mit dem türkischen Minister für Jugend und Sport, Akif Cagatay Kilic. Dieses hatte der Journalist Michel Friedman am 5. September in Ankara geführt. Nach der Aufzeichnung hatte Kilic das Videomaterial des Senders beschlagnahmen lassen.

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Warum ist der Rassismus in Ostdeutschland so stark?

Berlin, 10. November 1989. Bild: Sue Ream/CC BY 3.0
Berlin, 10. November 1989. Bild: Sue Ream/CC BY 3.0
Wäre es nicht mehr als 25 Jahre nach dem Untergang der DDR Zeit für die Frage, welchen Anteil die Art und Weise der Wende am Aufkommen der Rechten hat?

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Seit 1990 wird über diese Frage diskutiert. Namen wie Hoyerswerda und Rostock haben sich schließlich eingeprägt. Das Besondere dort waren nicht die rassistischen Anschläge, sondern die offensichtliche Tatsache, dass sich Teile der Bevölkerung offen als rassistischer Mob präsentieren.

Dass nur wenig später auch in Mannheim-Schönau ein rechter Mob aus Nazis und „besorgten Bürgern“ gegen Migranten vorgingen, ist schon weniger präsent. Auch aktuell sind rassistische Tatorte, die nicht in Ostdeutschland liegen, oft kein Thema. So wurde am 3. September 2016 mitten Touristenmagnet Mauerpark im „bunten“ Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ein Grillfest von Menschen aus Kamerun von rechten Fußballfans überfallen.

Es gab mehrere Schwerverletzte. Die Polizei nahm zunächst die Daten der Angreifer nicht auf. Die Öffentlichkeit nahm kaum Notiz davon. Erst zwei Wochen nach dem Angriff begann der Staatsschutz zu ermitteln.

Rassismus als Standorthindernis

Nun ist die Diskussion über die Ursachen des Rassismus in Ostdeutschland erneut laut geworden Anlass ist der jüngste Jahresbericht Deutsche Einheit der Bundesregierung, der „vom bedrohten Frieden“ spricht und den Rassismus als Malus bei der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bezeichnet (Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland: „Es gibt nichts schönzureden“).

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