Archiv der Kategorie: Religion

Wie muslimische Karikaturisten den IS bekämpfen

Karikatur von Osama Hajjaj

Muslime hätten keinen Humor, Satire sei ihnen fremd. So ein weit verbreitetes Klischee. Dass das nicht stimmt, zeigen die vielen arabischen Karikaturisten, die sich bissig gegen den sogenannten Islamischen Staat richten. Humor ist ihre ultimative Waffe gegen den Terror


Von Katharina Pfannkuch|Cicero

Terroristen, Kämpfer, Dschihadisten – von Begriffen wie diesen für Mitglieder des sogenannten Islamischen Staates (IS) hält Osama Hajjaj nichts. Für den Jordanier sind die Anhänger der Terrorgruppe, die auf realen und virtuellen Schlachtfeldern für den selbsternannten Kalifen Abu Bakr Al-Baghdadi zu Felde ziehen, nur eins: „Feiglinge“. Ein Wort, aus dem Verachtung spricht. Für die Zerstörungswut des IS, für seine Vereinnahmung islamischer Symbole und für seine Brutalität.

Doch Hajjaj wäre nicht der, der er ist, wenn er dem IS nur mit Worten begegnen würde: Der 41-jährige Karikaturist macht den IS immer wieder zum Thema seiner Zeichnungen. „Ich will diese Leute bloßstellen“, erklärt Hajjaj, „und klar machen, dass der IS nicht den Islam repräsentiert.”

Dafür greift er zu einfachen, aber wirkungsvollen Bildern: Da knien fünf Geiseln mit gebeugtem Haupt vor vermummten, ganz in Schwarz gekleideten IS-Anhängern. Vier von ihnen halten Messer in den Händen, einer verliest einen Text. Es ist das mittlerweile auf zynische Weise klassisch anmutende Szenario der Hinrichtungsvideos, die der IS unermüdlich veröffentlicht. Die Körper der knienden Geiseln jedoch bilden in arabischer Schrift das Wort „Islam“. Nicht nur die Vereinnahmung der Religion wird hier sichtbar, Hajjaj stellt auch die muslimischen Opfer des IS in den Fokus, die in der medialen Öffentlichkeit oft untergehen.

weiterlesen

IOR: Nettogewinn von 69,3 Millionen Euro

Alter Wehrturm: Der Sitz des IOR im Vatikan – EPA

2014 war ein positives Jahr für die Vatikanbank IOR: mit einem Nettogewinn von 69,3 Millionen Euro, im Vergleich zu den rund 2,9 Millionen im Vorjahr. Im Gespräch mit Radio Vatikan bestätigte diese Zahlen Max Hohenberg aus dem Medienbüro der Vatikanbank. Er betont eine „normale wirtschaftliche Entwicklung“.


Radio Vatikan

Diese Verbesserung von rund 66,4 Millionen Euro ist laut dem neuesten Bericht auf Wertpapierhandel und den Rückgang von Betriebskosten zurückzuführen. Laut Hohenberg hat der Vatikanstaat nun auch alle finanziellen Richtlinien an internationale Standards angepasst. Das Institut erfülle die „Compliance“ Regeln. Vom jetzigen Gewinn will die Bank 55 Millionen an den Heiligen Stuhl abführen, 14,3 Millionen fließen in Reserven.

Die Kunden seien der Vatikanbank treu geblieben, mit einem kleinen Aufschwung: Rund sechs Milliarden Euro Rücklagen folgen auf mehr als 15.000 Kunden. Von Mai 2013 bis zum 31.Dezember 2014 hat die Vatikanband 4.614 Konten geschlossen – 2.600 waren „schlafende Konten“, also inaktive Konten, 554 davon waren nicht autorisiert, also Laien, und 1.460 sind „natürlich ausgelaufen“. Die Gesamtzahl der Konten sank laut Bilanz leicht von 15.495 auf 15.181. Darauf lagerten 6 Milliarden Euro (2013: 5,9 Milliarden). Das Eigenkapital der Bank betrug Ende 2014 insgesamt 695 Millionen Euro
(2013: 720 Millionen).

weiterlesen

 

CDU-Konservative wehren sich gegen Homo-Ehe

Homo_KauderDie Union ist bei der Homo-Ehe tief gespalten. Die Konservativen pochen auf den Koalitionsvertrag. Andere fürchten, man könne von der Rechtsprechung überholt werden und machen Druck auf die Kanzlerin.


stern.de

Mit Verweis auf den Koalitionsvertrag hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Gleichstellung Homosexueller abgelehnt. “Wir sollten uns an unsere Verabredungen halten”, sagte Strobl der “Frankfurter Rundschau”.

Der CDU-Landesvorsitzende aus Baden-Württemberg bezeichnete den Ruf der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Christine Lüders, nach einer fraktionsübergreifenden Bundestagsinitiative als falschen Weg. Das Parlament müsse berechenbar bleiben und dürfe nicht mit Zufallsmehrheiten operieren, argumentierte Strobl.

Nach dem Ja der katholisch geprägten Iren für die völlige Gleichstellung homosexueller Paare mit der klassischen Ehe von Mann und Frau melden sich auch in der Union die Befürworter einer Reform zu Wort. “Die Öffnung der Ehe hätte natürlich für viele gleichgeschlechtliche Liebende und weit darüber hinaus einen ungeheuren Symbolcharakter”, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann der “Tageszeitung”. Am Ende werde man angesichts der bewussten Trennung von Kirche und Staat in Deutschland zu keinem anderen Ergebnis kommen als die Iren bei ihrem Referendum.

weiterlesen

“Kirchenzeitung” vergleicht Homosexuelle mit Dieben

Herausgeber der “Kirchenzeitung” ist Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki Bild: Erzbistum Köln

Die Segnung lesbisch-schwuler Paare sei ebensowenig akzeptabel wie Straffreiheit für Einbrecher, heißt es in der vom Kölner Erzbischof Woelki herausgegebenen “Kirchenzeitung”.


QUEER.DE

Auch nach dem Rücktritt von Joachim Kardinal Meisner im vergangenen Jahr scheint sich das Erzbistum Köln in seinen homophoben Entgleisungen treu zu bleiben. In der jüngsten Ausgabe der offiziellen “Kirchenzeitung”, herausgegeben von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, werden in einem Kommentar Lesben, Schwule und geschiedene Heteros mit Einbrechern und Dieben verglichen.

Unter der Überschrift “Ist das ZDK verzichtbar?” kritisiert Siegbert Klein, Chef vom Dienst des kostenpflichtigen Wochenblattes, die Forderung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), auch homosexuelle Paare und geschiedene Heterosexuelle zu segnen (queer.de berichtete). Der Begründung des ZdK, man müsse die “Lebenswirklichkeit” akzeptieren, hält der Autor entgegen, dass man schließlich auch Verbrechen nicht tolerieren würde: “Die Zahl der Einbrüche und Diebstähle steigt Jahr für Jahr, während immer weniger Täter überführt werden können. So erleben viele Menschen heute ihre Lebenswirklichkeit.”

Weiter heißt es in dem Kommentar von Siegbert Klein: “Wer etwas mitgehen lässt, muss sich anscheinend keiner Schuld bewusst sein. Machen doch alle. Damit die Zahlen nicht weiter stören, dringen wir darauf, dass Diebstahl nicht mehr bestraft wird und dass die Täter zu loben sind, weil sie vielleicht für die Playstation ihrer Kinder oder für eine Aufmerksamkeit für ihre Partnerin auf Beutezug gehen. Solches Handeln müsste die Gesellschaft eigentlich wertschätzen. Es ist vorbildlich. Sie schütteln energisch den Kopf?”

weiterlesen

Hobby-Imam: Masturbation führt zur Schwangerschaft der Hand

Der TV-Moderator und Hobby-Imam Mücahit Han geht auf die Fragen seiner Zuschauer ein. (Screenshot)

Ein TV-Imam aus der Türkei warnt seine männlichen Zuschauer davor, sich mit der Hand einen „runterzuholen“. Denn die vergewaltigte Hand werde am Tag des Jüngsten Gerichts vor ihren Peiniger treten und Zeugnis ablegen. Noch dubioser ist: Die Hand wird zu diesem Zeitpunkt schwanger sein.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der Moderator des Islamisten-Kanals „Ehli-Sünnet TV“, Mücahid Han, schwadroniert in karnevalistisch anmutender Bekleidung nicht nur gerne über den Islam, sondern steht im TV auch für die alltäglichen Fragen seiner Zuschauer bereit.

So fragte ihn einer seiner Fans, wie es denn religiös zu klassifizieren sei, wenn man ständig masturbieren muss. Han begegnete der Frage mit einer klaren Antwort, die einem keine Interpretationsmöglichkeiten lässt. Er meinte, wer immer sich mit seiner Hand „verlobt“, also sich einen „runterholt“, wird am Tag des Jüngsten Gerichts auf seine Hand stoßen. Diese Hand werde „geschwängert“ vor seinen Peiniger, also dem ehemals Masturbierenden, treten und ihn dafür verurteilen, dass so mit ihr umgegangen wurde. Die Masturbation kommt einer Art „Vergewaltigung“ der Hand nahe, so der Hobby-Imam.

Die Erklärung des Hobby-Imams löste auf Twitter eine Welle der Belustigung aus. Der Twitter User Levent Pişkin schreibt: „Verlobung mit der Hand? Eine geschwängerte Hand? Wow, der Mann ist echt kreativ!“

Ein weitere Twitter-User unter den Synonym Cemil Marki schreibt: „Meine Hand kann gar nicht schwanger werden, weil ich beim masturbieren immer ein Kondom benutze.“

Vom Linksterroristen zum deutschen Gesicht al-Qaidas

Foto: Thomas Rabsch/laif . Bernhard Falk in der Kölner Abubakr-Moschee. Am Ärmel seines Militärparkas ist ein Aufnäher mit dem muslimischen Glaubensbekenntnis zu sehen

Früher beging Bernhard Falk linksextreme Anschläge, heute betreut er islamistische Straftäter. Mit Blick auf mögliche Terrorakte in Deutschland sagt der Al-Qaida-Anhänger: “Unschuldige gibt es nicht.”


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Der Islamist isst Käsespätzle mit Beilagensalat und trinkt Wasser dazu. Sein Gegenüber nippt an einem Glas Bier und spießt Currywurst auf seine Gabel, an einem Restauranttisch im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Alkohol und Schweinefleisch: Beides ist für gläubige Muslime “haram”, also verboten. Aber das stört den Islamisten nicht. “Ich weiß ja, wen ich hier treffe”, sagt der Mann mit dem dichten, grauen Bart. Dabei ist die Verbreitung des Glaubens zu seiner Mission geworden, seit er zur Lehre Allahs übergetreten ist.

Der Mann nennt sich Muntasir bi-llah, besser bekannt ist er aber unter seinem Geburtsnamen Bernhard Falk. Am Ärmel seines Militärparkas ist ein Aufnäher, darauf eingestickt die Schahada, das muslimische Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter. Auch Bernhard Falk begreift sich als Vorkämpfer für die gute Sache. Er hat nur über die Jahre seine Meinung geändert, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Der heute 48-Jährige war früher Mitglied der linksextremen Antiimperialistischen Zellen (AIZ), die mehrere Bombenanschläge in der Bundesrepublik verübten. Falk saß wegen vierfachen Mordversuchs 13 Jahre lang im Gefängnis. Noch bevor er seine Haft antrat, konvertierte er zum Islam.

weiterlesen

Waldrapp in Palmyra: IS-Einmarsch bedroht auch seltene Vogelart

Waldrapp-Jungvogel (Geronticus eremita). Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0

Angesichts der vielen Gräueltaten der Terrormiliz ist es nur eine Randnotiz, für Naturschützer dürfte es dennoch eine traurige Nachricht sein: Die Eroberung der Oasenstadt Palmyra durch den IS könnte auch das Ende der letzten Waldrappe Syriens bedeuten.


SpON

Der “Islamische Staat” (IS) hat vor wenigen Tagen Palmyra besetzt. Meldungen zufolge werden Anhänger von Dikator Assad systematisch aufgespürt und ermordet.

Den Ruinen der antiken Oasenstadt, die zum Weltkulturerbe zählen, droht die Zerstörung.

Ein Bericht der britischen BBC zeigt also bei weitem nicht das drängendste Problem in der besetzten syrischen Stadt auf, es ist jedoch ein weiteres Beispiel für die Zerstörung, die der IS über Syrien bringt.

Die letzten Waldrappe Syriens brüteten nahe Palmyra. Drei Vögel wurden laut dem Bericht in Gefangenschaft gehalten. Nachdem ihre Betreuer wegen der Kämpfe geflohen sind, weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist. Wo sich ein bestimmtes Waldrapp-Weibchen aufhält, ist auch unbekannt: Es geht um den einzigen Vogel, der die Reiseroute vom Brutquartier in Syrien zum Winterquartier in Äthiopien zuverlässig kennt und daher enorm wichtig ist, um die Zugvogel-Population zu erhalten.

weiterlesen

AKP-Kandidat: Türken von Izmir saufen, feiern und laufen nackig herum

Für den AKP-Abgeordneten Cuma İçten sind alle Bürger, die die AKP bei den anstehenden Parlamentswahlen nicht wählen möchten, Ungläubige. (Screenshot)

Ein islamistischer AKP-Abgeordneter schlägt verbal mit der Religions-Keule auf Mitbürger ein, um Stimmen für die anstehenden Wahlen zu sammeln. Er sagt, die Türken von Izmir seien „Ungläubige“. Sie würden „saufen“, feiern und „nackig“ rumlaufen. Der intolerante Mann verlangt im selben Atemzug Toleranz für seine politisch-religiösen Anhänger.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der türkische AKP-Abgeordnete Cuma İçten hat die Einwohner der Stadt Izmir auf Twitter als Ungläubige umschrieben. „Die jungen Anhänger der CHP aus Izmir verstehen unter dem Wort Freiheit: Nackig rumlaufen, sich Besaufen und Partys bis in den Morgengrauen“, zitiert die Zeitung Cumhuriyet den islamistischen Politiker. Diese Lebensweise stehe im Gegensatz zur islamischen Kultur und der aktuelle Bürgermeister von Izmir habe das zu verantworten.

Die Stadt Izmir ist traditionell eine Hochburg der säkularen Kräfte. Nachdem İçten sich ausgiebig über das Privatleben anderer Menschen ausgelassen hat, bezichtigt er die Oppositions-Partei CHP der Intoleranz. Die Gegner der AKP würden die Lebensweise von religiösen Menschen nicht tolerieren, so der AKP-Abgeordnete.

weiterlesen

Zusammenstöße und Verhaftungen auf Jerusalemer Tempelberg

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es am Montag erneut zu Konfrontationen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden sechs Muslime festgenommen, als sie Juden am Besuch der heiligen Stätte hindern wollten. Zudem wurden laut Medienberichten sechs jüdische Besucher festgenommen, die unerlaubterweise öffentliche Gebete vollzogen und die öffentliche Ordnung störten.


kathweb

Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht, der Tempelberg blieb für Besucher geöffnet. Bereits am Sonntag waren drei Palästinenser und drei jüdische Israelis wegen Auseinandersetzungen auf dem Tempelberg verhaftet worden.

Der Tempelberg ist für Muslime und Juden eine wichtige heilige Stätte. An diesem Ort befand sich der zentrale jüdische Tempel bis zu seiner Zerstörung durch die Römer im Jahr 70. Mittlerweile erheben sich dort die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom; sie sind die drittheiligste Stätte des Islam nach Mekka und Medina.

Creationist: If evolution is true, then it wasn’t wrong for Josh Duggar to molest his sisters

Eric Hovind (Facebook)

A creationism activist suggested Josh Duggar be punished for molesting his sleeping sisters and their friends by being paid to campaign against LGBT people marrying one another.


By Travis Gettys|Raw Story

That’s exactly what the 27-year-old Duggar was doing until Thursday, when he resigned his position with the Family Research Council after admitting to “inexcusable behavior” as a teenager.

“Since Josh molested girls, which could damage their trust of men, which could damage their future marriage, which could damage their future family, we should make Josh Duggar work the rest of his life to help families stay together and help them recognize how twisted the world is and how God offers instruction on how to live righteously!” said Hovind, who is affiliated with the Olive Baptist Church in Pensacola, Florida.

“He should be forced to push faith, family and freedom in the public showing the Christian worldview has the answers,” Hovind continued. “We should force him to get a job at the Family Research Counsel (whose) mission is ‘to advance faith, family and freedom in public policy and the culture from a Christian worldview.’ That would be a great punishment!”

Eric Hovind — son of imprisoned creationist theme park operator Kent Hovind – said Duggar was the victim of a double standard by the media, which he said praised sins such as lust, abortion, and homosexuality but condemned “confession, judgment, and forgiveness.”

read more

Irlands Ja zur Homo-Ehe beschäftigt den Vatikan

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen können nicht länger von der katholischen Kirche ignoriert werden, fordert der sizilianische Bischof del Vallo.


Die Presse

Das Ergebnis beim Referendum in Irland fiel eindeutig zu Gunsten der Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe aus. Dieses Ja hat Signalwirkung und scheint jetzt auch bis in den Vatikan zu reichen. Nicht öffentlich, sondern hinter verschlossenen Türen wurde im Vatikan der Rat der Bischofssynode einberufen, um die Familiensynode im kommenden Oktober vorzubereiten.

Dabei sollen Bischöfe aus aller Welt die bislang für die katholische Kirche heiklen Themen wie das Umgehen mit Homosexuellen und mit Geschiedenen in der katholischen Kirche diskutieren. Bei diesen Beratungen wird auch Papst Franziskus dabei sein, berichtete Radio Vatikan.

Viele Gläubige vor allem in Europa erhoffen sich von Franziskus eine Öffnung der Kirche in Familienfragen. Der Umgang der katholischen Kirche mit Homosexuellen ist unter ihm immerhin zu einem Thema geworden, das diskutiert wird. “Wenn jemand schwul ist und er den Herrn sucht und guten Willen zeigt, wer bin ich, das zu verurteilen”, hatte der Argentinier 2013 gesagt.

weiterlesen

Türkische Opposition fordert Rücktritt des Religionsamt-Leiters

Mehmet Görmez,

Die Opposition in der Türkei fordert den Leiter des staatlichen Religionsamtes, Mehmet Görmez, wegen einer Dienstwagenaffäre zum Rücktritt auf. Der Oppositionsführer der rechtsgerichteten Partei der Nationalen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, sagte laut Presseberichten vom Montag, Behördenleiter Görmez schade dem Ansehen des Religionsamtes. Görmez hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.


kathweb

Der Leiter des Religionsamtes hatte für Aufsehen gesorgt, weil er sich im derzeitigen Parlamentswahlkampf einen umgerechnet rund 300.000 Euro teuren Mercedes als Dienstwagen bestellt hatte. Görmez hatte anschließend aber wegen heftiger Kritik aus den Medien und der Opposition auf das Fahrzeug verzichtet. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nahm Görmez in Schutz und ordnete die Lieferung eines anderen Wagens an. Der Chef der Kurdenpartei HDP, Selahattin Demirtas, kritisierte mit Blick auf das teure Auto, der Islam verbiete Luxus.

Nicht nur Görmez hat Ärger wegen eines teuren Dienstwagens. Ein Angestellter der Religionsbehörde in der Westtürkei soll sich ebenfalls einen teuren Mercedes zugelegt haben – nachdem er angeblich wertvolle Kunstgegenstände aus den Moscheen seines Amtsbezirks verkaufen ließ, meldet die Zeitung “Bugün”. Die Zentrale des Religionsamtes in Ankara habe erst mit zweijähriger Verspätung eine Untersuchung eingeleitet.

weiterlesen

Spirituell: Rechte Esoterik

© Bild: Corbis

Rechte und Rechtsextreme hatten immer ein besonderes Naheverhältnis zur Esoterik


Von Daniel Steinlechner|NEWS.at

Heinz-Christian Strache vertraut einer Mystikerin und einem Schamanen, wie News berichtete. Der FPÖ-Chef ist mit seinem Interesse an Esoterik nicht allein. Sie ist weit verbreitet und ein Milliardengeschäft. Allein in Deutschland werden die Umsätze auf mehr als 25 Milliarden Euro geschätzt. Esoterik ist ursprünglich ein griechisches Wort und bedeutet „dem inneren Bereich zugehörig“. Es bezeichnete philosophische Lehren, die nur einem eingeweihten Kreis an Personen zugänglich sind. Heute versteht man Esoterik hingegen als Sammelbegriff für diverse Lehren, die abseits der anerkannten Religionsgemeinschaften stehen und oft auch miteinander verbunden werden. Vom Geisterglaube über Schutzengel-Talismane bis zum Hellsehen oder dem Kartenlesen umfasst es einen breiten Bereich an spirituellen Angeboten. Politisch war die Esoterik bei den Rechten immer besonders stark verankert.

Esoterik bietet einen Halt in einer Welt die raschen Veränderungen ausgesetzt ist. Lösungsmöglichkeiten die bei der Persönlichkeit ansetzen und durch einfach zu befolgende Rituale, Magie oder Kuren Heilung und Glück versprechen. Seit Beginn der modernen Wissenschaft gibt es eine esoterische Gegenwissenschaft. Die Esoterik bietet Antworten auf Fragen die die Wissenschaft stellt und scheinbar nicht beantworten kann. Einfache Antworten auf komplizierte und unsichere Lebenslagen. In diesen befinden sich Politiker besonders häufig. Wenig verwunderlich, dass seit der Antike Politiker aller politischen Fraktionen Halt in der Esoterik fanden. So unterschiedliche Politiker wie Stalin und der ehemalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt sollen beispielsweise die Dienste von Wahrsager in Anspruch genommen haben.

weiterlesen

Bedford-Strohm wurde vom heiligen Geist verlassen

DerverzweifelteJesus

Die Bedeutung der Kirchen hängt nach den Worten des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm nicht von den Mitgliederzahlen ab.


evangelisch.de

Angesichts mancher Verfallsdiagnosen könne man fast schon den Eindruck gewinnen, bei der Kirche handle es sich um eine allmählich verschwindende Minderheit, sagte Bedford-Strohm am Pfingstmontag beim bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg bei Gerolfingen: “Aber das ist Unsinn.” Anders als früher sei heute niemand mehr Mitglied der Kirchen, “weil es zum guten Ton gehört” oder ein Austritt gar soziale Sanktionen zur Folge hätte. Sie seien überzeugte Mitglieder, betonte der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Bedford-Strohm rief die rund 10.000 Kirchentagsbesucher auf dem Hesselberg dazu auf, den Heiligen Geist in sich wirken zu lassen und mit der Kraft daraus “die Kirche neu zu bauen, lebendige Steine zu werden”. Er forderte dazu auf, “die jungen Leute viel mehr zu beteiligen”, auf ihre Ideen zu hören und sie zum Mitmachen zu bewegen. “Lasst uns wieder radikaler auf Christus hören”, sagte der Landesbischof und zeigte sich zuversichtlich: “Ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft der Kirche.” Die beiden großen Kirchen würden in Deutschland künftig vielleicht etwas weniger Mitglieder als die heute rund 50 Millionen haben: “Aber die Kraft des heiligen Geistes kann niemand brechen”, betonte der EKD-Ratschef.

Bullshistic: Gesellschaft kommt mit Freiheit nicht zurecht

Image. Sam Harris The Blog

Image. Sam Harris The Blog

Die Gesellschaft hat im Zuge der Aufklärung Befreiung erreicht, kommt damit aber nicht zurecht. Diese Ansicht vertrat der Philosoph Prof. Wilhelm Schmid (Berlin) beim 8. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge.


kath.net

Dieser findet vom 20. bis 23. Mai in Würzburg zum Thema „Das gute Leben“ statt. Schmid zufolge will das „moderne Erlösungsprojekt“ von allem Bösen befreien. So habe sich der Mensch von einer normativen Religion (gemeint ist das Christentum) gelöst, die versucht habe, ihn „auf den einzigen richtigen Weg zu predigen und manchmal auch zu prügeln“.

Der Mensch sei heute frei, sich von allen belastenden Beziehungen zu lösen. So sei es heute nicht mehr sozial geächtet, den Ehepartner loszuwerden. Beziehungen litten darunter, dass die Partner einerseits Bindung und andererseits völlige Freiheit wollten. Beides zugleich sei jedoch nicht möglich. Schmid: „Wir sind immer noch davon benebelt, frei zu werden, wissen aber nicht wozu.“ Schmid beobachtet bei vielen Menschen Orientierungslosigkeit: „Da ist keine Spur, kein Weg, keine Straße – wir müssen diesen Weg erst selber finden.“

weiterlesen

USA haben Entstehung des Islamischen Staats bewusst nicht verhindert

Aus dem Geheimdienst-Papier geht hervor, dass alle anderen Geheimdienste der USA über die Vorgänge ebenso im Bild waren wie das Verteidigungsministerium. (Foto: Flickr/ Statuesque Obama by Steve Jurvetson CC BY 2.0)

Ein amerikanischer Geheimdienst-Bericht zeigt, dass der Westen bereits 2012 Anzeichen für das Entstehen eines Islamischen Staats hatte. Doch unternommen haben die Amerikaner nichts, im Gegenteil: Sie sahen in einem solchen Gebilde eine Chance, Syrien zu destabilisieren und Assad zu stürzen. Das Dokument gibt Zeugnis für eine komplett fehlgeleitete Politik, die der Grund für die Flüchtlingswelle nach Europa und die weltweite massive Beschränkung der Bürger- und Freiheitsrechte ist.


Deutsch Türkische Nachrichten

Im Sommer 2014 herrschte in der westlichen Öffentlichkeit großes Erstaunen: Aus dem Nichts war auf dem Territorium ein „Islamischer Staat“ (IS) entstanden. Niemand konnte sich wirklich erklären, wie eine schwer bewaffnete und gut ausgerüstete Truppe von radikalen Islamisten trotz Rundum-Beobachtung durch die zahlreichen Geheimdienste von einem Tag auf den anderen zur größten Bedrohung des Weltfriedens hatte werden können. Seitdem vergeht kein Tag, an dem nicht IS-Terroristen als Gefahr für Europa beschworen werden. Die Bürgerrechte in Europa und den USA wurden eingeschränkt, Muslime sind seither einem unerträglichen Generalverdacht ausgesetzt. Die Lage in Syrien wurde immer schlimmer, tausende Syrer flüchten seither nach Europa – wo ihnen Misstrauen und Ablehnung entgegenschlagen.

In der aktuellen Flüchtlingsdiskussion wird zwar gelegentlich angeregt, man möge über die Entstehung von Flüchtlingswellen nachdenken, und diese möglichst schon am Ort des Geschehens stoppen. Doch im Hinblick auf Syrien und Libyen bleiben die Anregungen allgemein und vage, wodurch der Eindruck entsteht, man könne im Grunde nichts machen – Krieg gäbe es überall und jederzeit. Die EU schickt Kriegsschiffe ins Mittelmeer, um trotz aller Warnungen von Menschenrechtsorganisationen die Flüchtlingsboote abzuschießen. Gleichzeitig weigern sich große europäische Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Polen oder Spanien, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

weiterlesen

Muslimische Konvertiten fühlen sich in Freikirchen wohler

Der Islamwissenschaftler Dr. Jörn Thielmann, Geschäftsführer des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa. Foto: PR

Muslime, die in Deutschland zum Christentum übertreten, fühlen sich in Freikirchen wohler als in Kirchengemeinden. Freikirchliche Gemeinden seien oft attraktiver, „weil sie in ihrer Religiosität verbindlicher sind“, sagte der Islamwissenschaftler Jörn Thielmann, Geschäftsführer des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa, der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).


idea.de

Thielmann weiter: „Diese Gemeinden sind fürsorglicher, kuscheliger und zeigen mehr Begeisterung für Neuzugänge.“ Auf diese Weise böten die Freikirchen den Migranten auch ein soziales Zuhause. Jedes Jahr lassen sich in Deutschland nach Schätzungen mehrere Hundert Muslime taufen. Genaue Angaben gibt es nicht, denn die Taufregister werden unter Verschluss gehalten. Thielmann: „Die großen Kirchen sind sehr zurückhaltend beim Thema Konvertiten, weil sie den Dialog mit dem Islam nicht gefährden wollen.“

Viele Muslime haben Angst vor Gott

Nach Ansicht des Islamwissenschaftlers fühlen sich Muslime grundsätzlich zum christlichen Glauben hingezogen, weil sie ihn als weniger einschränkend erleben: „Im Islam spielt die Angst in der Gottesbeziehung eine große Rolle.“ Besonders viele Konvertiten kämen aus dem Iran und Afghanistan, wo der Glaube sehr stark politisiert werde. Wer das ablehne, aber dennoch nach Religiosität sucht, komme oft schon im Heimatland mit der Bibel in Berührung und fliehe aus diesem Grund. Andere entwickelten erst in Deutschland Interesse für das Christentum.

weiterlesen

Ist der ewige Gott nur ein Hirngespinst?

der_die_das_gott

Theologen sprechen über Gott, Hirnforscher über das menschliche Denkzentrum. Die Neurotheologie beschäftigt sich mit beidem. Kann man Gott im Gehirn dingfest machen?


Von Markus Brauer|Stuttgarter Nachrichten.de

Im Deutschen Epilepsiemuseum in Kehl-Kork kann man sich über die Geschichte der Anfallkrankheiten und über prominente Betroffene wie den Apostel Paulus (10–65 n. Chr.) informieren. Im alten Irland wurde Epilepsie auch „Saint Paul’s disease“ (Krankheit des heiligen Paulus) genannt. Paulus’ „Damaskus-Erlebnis“, bei dem ihm laut Bibel Christus erschienen ist (Apostelgeschichte 9, 3–9), soll ein epileptischer Anfall zugrunde liegen.

Gott im Gehirn

Wenn Gott allgegenwärtig ist, wie die Kirchen lehren, muss er auch im Zentralnervensystem gegenwärtig sein. Offenbart sich der Allmächtige und Ewige im menschlichen Gehirn? Oder ist er ein Hirngespinst? Sind religiöse Erlebnisse nichts anderes als Hirnprodukte und eine subjektive Täuschung?

Neurotheologie

Wie alles Erleben hängen auch Glaubenserfahrungen mit komplexen Vorgängen im Gehirn zusammen. Seit einigen Jahren versuchen Hirnforscher dem Geheimnis des Glaubens auf die Spur zu kommen. Wenn bestimmte Hirnregionen bei Meditation und Gebet besonders aktiv sind, könnte dies ein Hinweis auf eine biologische Basis für die Glaubensfähigkeit des Menschen sein.

weiterlesen

Blame Game im Irak

Nach der Einnahme von Ramadi. Bild: IS-Video

Während der Islamische Staat mit seiner Strategie weiter erfolgreich ist, sucht das Pentagon den feigen irakischen Soldaten die Schuld zuzuschieben


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Es klingt etwas ratlos, wenn der US-Verteidigungsminister Carter erklärt, die Einnahme Ramadis durch den Islamischen Staat zeige, dass den irakischen Truppen “offensichtlich” der Wille zum Kämpfen fehle. Zahlenmäßig seien die irakischen Truppen dem IS weit überlegen gewesen sein: “Dennoch scheiterten sie daran zu kämpfen. Sie zogen sich zurück, und heißt für mich, dass wir ein Problem mit dem Willen der Iraker haben, den IS zu bekämpfen und sich selbst zu verteidigen.” Geschätzt wird, dass gerade einmal 200 IS-Kämpfer mehrere Tausend Soldaten, mindestens 2000, in die Flucht geschlagen haben.

Man könne die Iraker mit Waffen und Ausbildung versorgen, aber nicht mit dem Kampfwillen. Die Luftangriffe seien “effektiv”, aber sie können nicht den Kampfwillen bei den Irakern ersetzen, wiederholte Carter ein ums andere Mal. Der irakische Regierungschef al-Abadi, der auch Oberbefehlshaber ist, hatte nach der Flucht der irakischen Truppen angeordnet, die strafrechtliche Vorgehen gegen Soldaten einzustellen, die geflohen oder nicht zum Dienst erschienen sind, die sich selbst verletzt haben oder Straftaten gegen die militärische Ordnung begangen haben. Offenbar wird eine weitere Erosion der Truppenmoral befürchtet.

weiterlesen

‚Christen in der AfD‘ rücken von Parteisprecher Lucke ab

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Unter den „Christen in der AfD“ ist die Begeisterung für die von Parteisprecher Bernd Lucke gestartete Initiative „Weckruf 2015“ verhalten. Am 18. Mai hatte Lucke den Verein gegründet, zu dessen Mitstreitern mehrere Europaabgeordnete und Landesvorsitzende der Partei zählen, darunter Ulrike Trebesius, Bernd Kölmel und Hans-Olaf Henkel.


kath.net

Zweck der gegründeten Initiative sei es, wirtschaftsliberale AfD-Mitglieder zu sammeln und so den national-konservativen in der Partei entgegenzutreten. Lucke betonte, dass die Aktion weder der Gründung einer neuen Partei diene, noch eine Einladung zum Parteiaustritt darstelle. Der Bundesvorstand der Partei hat in einem Beschluss vom 22. Mai den „Weckruf 2015“ missbilligt.

Schultner: Weckruf führt zur Spaltung der Partei

„Ich kenne niemanden aus den „Christen in der AfD“, der sich dem „Weckruf“ anschließen möchte“, sagte die Bundeskoordinatorin der Vereinigung, Anette Schultner (Hameln), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch glaubt sie nicht, dass es sich dabei nur um eine – wie Lucke versichert hat – innerparteiliche Sammlungsbewegung handelt. Dies sei allein deswegen schon falsch, weil der Initiative auch Nichtmitglieder der AfD beitreten dürften. „Dem Aufruf Luckes an AfD-Mitglieder, nicht die Partei zu verlassen, schließen wir uns selbstverständlich gerne an. Aber in der Praxis forciert der Weckruf 2015 leider die Möglichkeit einer Abspaltung aus der Partei; deswegen werden wir ihn als ‚Christen in der AfD’ nicht unterstützen.“

weiterlesen