Archiv der Kategorie: Religion

Papst Franz hofft auf baldige Einigung mit Piusbruderschaft

logo_fsspxPapst Franziskus: «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen».

kath.net

Papst Franziskus hofft nach eigenen Worten auf eine baldige Einigung mit der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen», schreibt er in einem Brief zur geistlichen Vorbereitung und Durchführung des «Heiligen Jahres der Barmherzigkeit», das am 8. Dezember beginnt.

Als Entgegenkommen und Zeichen der Versöhnung erlaubt der Papst für dieses Jubiläumsjahr auch die Beichte bei Priestern der Piusbruderschaft. Um dem Wohl der Gläubigen zu entsprechen, «bestimme ich in der Zwischenzeit in eigener Verfügung, dass diejenigen, die während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit das Sakrament der Versöhnung bei den Priestern der Bruderschaft Sankt Pius X. empfangen, gültig und erlaubt die Lossprechung von ihren Sünden erlangen». Theologisch gelten die Weihehandlungen der von Rom getrennten Pius-Bischöfe als unerlaubt, aber gültig.

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If Kim Davis Won’t Issue Marriage Licenses to Same-Sex Couples, Arrest Her

Kim Davis. Image. Friendly Atheist
Kim Davis, the Rowan County (Kentucky) clerk, began her descent into disgrace by refusing to issue marriage licenses to same-sex couples in the wake of Obergefell. She was then sued for failing to do her job, and the courts said she had to issue the licenses. She appealed the case… and lost. Her lawyers tried to get the Supreme Court to overrule that decision, and yesterday, they denied that appeal, too.

By Lauren Nelson|Friendly Atheist

Today, she’s decided the U.S. Government’s authority is superseded by a higher power.

CBS reports:

On Tuesday morning, Rowan County Clerk Kim Davis’ office denied the licenses to at least two couples. At first, Davis remained in her office with the door closed and blinds drawn. But she emerged a few minutes later, telling the couples and the activists gathered there that her office is continuing to deny the licenses “under God’s authority.”

Where have we heard such an argument before? Oh, that’s right — from racists who opposed desegregation. The same sorts of statements were made by Christian leaders at the time, but the legal system denied their appeals. The interesting distinction here is that this battle is being waged as a function of individual religious liberty, versus the institutional claims of religious liberty in relation to tax-exempt status for Christian colleges embracing racist policies. Will that impact the trajectory of this case? Only time will tell.

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Ken Follet: „Ich glaube nicht an einen Gott“

Ken Follet hält ein Leben nach dem Tod für wenig wahrscheinlich. Bild. Cicero
Wie würde der britische Schriftsteller Ken Follet seine letzten 24 Stunden verbringen? Obwohl er nicht religiös ist, stünde ein Besuch in der Kathedrale Westminster Abbey als Erstes auf dem Programm

Von Ken Follet|Cicero

Das ist also das Ende: ein sehr friedlicher Gedanke. Ich habe all diese Sachen gemacht, hatte meinen Spaß. Und nun laufen langsam meine letzten 24 Stunden ab. Für mich ist der Tod nicht Furcht einflößend, nicht traurig, vorausgesetzt, er kommt nicht zu früh. Solange das Alter angemessen ist, bleibt der Tod in meiner Vorstellung sanft und still.

Meine Eltern haben mich damals streng religiös erzogen. Als Kind glaubt man alles, was die Eltern erzählen. Doch als Teenager fängt man an, sie zu hinterfragen. Das tat ich und lehnte die ganze Sache ab. Ich bin heute nicht religiös. Ich glaube nicht an einen Gott und nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich genieße lieber die Momente des Lebens.

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Suhl: Krawallermittlungen auf versuchten Totschlag ausgedehnt

brennender_koranIn der Nacht vom 19. auf den 20. August kam es in der thüringischen Stadt Suhl zu schweren Ausschreitungen, bei denen 17 Menschen verletzt und eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber sowie zahlreiche Autos verwüstet wurden (vgl. Suhl: Verletzte und Sachschäden in Erstaufnahmeeinrichtung). Die Krawalle begannen, als sich ein afghanischer Asylbewerber, der Seiten aus einem Koran gerissen hatte, vor syrischen Asylbewerbern, die ihn attackierten, in die Wachstube des Sicherheitsdiensts flüchtete.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Angreifer zogen sich darauf hin nicht zurück, sondern versuchten, die Tür der Wachstube einzutreten, worauf hin der Sicherheitsdienst Tränengas versprühte und die Polizei alarmierte. Als diese eintraf, wurde sie von den Angreifern umzingelt und unter Allahu-Akbar-Rufen mit Steinen beworfen, weshalb der Einsatzleiter Verstärkung aus der Landeshauptstadt Erfurt und sogar aus Bayern anfordern musste. Am Ende waren 125 Beamte, neun Notärzte und 90 Sanitäter im Einsatz. Inzwischen gesperrte Videoaufnahmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zeigen, wie der Mob auch andere Asylbewerber und Reporter mit Eisenstangen und Messern attackiert. Mehrere Brandstiftungen konnte die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle bringen.

Am Freitag nach den Krawallen gab die Landespolizeiinspektion Suhl bekannt, dass die für die Stadt zuständige Staatsanwaltschaft Meiningen (unter anderem anhand privater Videoaufnahmen) “prüft, welche Tatverdächtigen in welchem Umfang die Tatbestände des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und der Sachbeschädigung erfüllt haben”. Der thüringische Integrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) hatte davor anhand der Tatschilderungen nicht von Landfriedensbruch, sondern von “versuchter Lynchjustiz” gesprochen.

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Mission: Den Autor müsste man zum IS missionieren schicken

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Christen sollten sich der großen Zahl einwandernder Muslime annehmen.
 

Von Uwe Siemon-Netto|kath.net

Halten wir gleich fest, dass Gott der Herr der Geschichte ist. Somit fällt auch die neue Völkerwanderung – wie ihre Vorgängerin vor anderthalb Jahrtausenden – in seinen Zuständigkeitsbereich. Wir dürfen stolz darauf sein, dass Restbestände christlicher Werte zwei Drittel der Deutschen dazu bewegen, die Flüchtlinge aus Nahost und Afrika willkommen zu heißen. Es ist gut, dass viele Hunderttausend Deutsche ihnen helfen und dass die Kirchen ihre Mitglieder an ihre Pflicht zur Nächstenliebe erinnern. Mögen auch viele Deutsche vom Glauben abgefallen sein, so zeigt doch dieses noch christlich geprägte Deutschland das wahre Gesicht unserer Nation – nicht Heidenau.

Ist sich die Kirche der großen Chance bewusst?

Gott ist der Herr der Geschichte: Ist sich die Kirche dessen überhaupt noch bewusst? Sie hat recht, wenn sie Nächstenliebe anmahnt. Aber erfasst sie die riesengroße Chance, die ihr Gott mit diesem gewaltigen Zustrom von Menschen gibt, die oft Muslime sind, sich aber vor der Gewalt islamistischer Massenmörder und Vergewaltiger ins Abendland retten? Erkennt die Kirche ihre Pflicht, diese Flüchtlinge – natürlich unaufdringlich – auf unseren ganz anderen Gott hinzuweisen, der niemanden dazu aufruft, Köpfe abzuschneiden, sondern sich für uns ans Kreuz nageln lässt?

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Papst Franz: Priester dürfen ein Jahr lang Abtreibung vergeben

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
In der katholischen Kirche ist Abtreibung Sünde. Papst Franziskus hat Priestern nun die Erlaubnis erteilt, betroffenen Frauen zu vergeben – allerdings nur im Heiligen Jahr 2016.

SpON

Papst Franziskus hat katholischen Priestern erlaubt, Abtreibung zu vergeben. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erklärte, es habe entschieden, während des im Dezember beginnenden Heiligen Jahrs allen Priestern zu erlauben, Frauen von der Sünde der Abtreibung loszusprechen – sofern die Betroffenen Reue tun und um Vergebung bitten.

Eine Abtreibung stellt in der katholischen Kirche eine schwere Sünde, ein “verabscheuungswürdiges Verbrechen” dar und wird mit Exkommunizierung der Frau und jener, die sie bei dem Schritt unterstützt haben, geahndet.

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“Scharia ist die schlimmste Form des Rassismus und der Geschlechterungerechtigkeit”

Sabatina James, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de

In ihrem Buch Scharia in Deutschland schildert die unter einem Pseudonym schreibende Ex-Muslima Sabatina James das informelle Fußfassen eines islamischen Rechtssystems in Deutschland, das – obwohl es deutschen Rechtsleitlinien zuwiderläuft – hiesige Politiker auch offiziell einführen wollen.

 

Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Frau James, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass das Leben eines Großteils der 4,3 Millionen in Deutschland gemeldeten Muslime eher durch ihr Herkunftsland als ihr Leben in Deutschland bestimmt werde. Woran machen Sie dies fest und wie erklären Sie sich das?

Sabatina James: Die meisten Muslime kommen aus Ländern, in denen die Scharia als Gottesgesetz gesellschaftlich anerkannt ist. Anders als in Deutschland, entscheidet dort die Religion darüber, was man isst, was man trinkt, wen man heiratet, wie man Frauen und Minderheiten behandelt und welchen Gesetzen man folgt. Der Islam ist dort nicht nur rituelle Religionsausübung, sondern ein soziopolitisches System.

Welcher Muslim verwirft nun die antidemokratischen Aspekte der Scharia bei der Einreise nach Europa? Die Denkweise der Muslime, ihre Handlungen, ihre Sicht auf Andersdenkende, Andersglaubende und Frauen sind weiterhin vom Islam geprägt. Hinzu kommt, dass der Koran die Integration seiner Anhänger in eine westliche Gesellschaft nicht als besonders erstrebenswert darstellt. Er untersagt zum Beispiel in Sure 5:51 Muslimen die Freundschaft zu Juden und Christen.

So leben viele Anhänger des Islam in Deutschland in Parallelgesellschaften. Sie finden in ihren zum Großteil von Migranten bewohnten Wohnvierteln sowieso alles, was sie zum Leben benötigen: Also arabische Ärzte, “Halal- Supermärkte”, Moscheen und Rechtsanwälte. Vor allem Frauen kommen so kaum in Kontakt mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft und müssen sich oft an demselben Ehrenkodex halten wie im Herkunftsland.

Sie sind unfrei in einem freien Land. Selbst die Entscheidung ihres Herzens, nämlich den Mann zu heiraten, den sie lieben, wird ihnen oft nicht gewährt, wenn er der Zukünftige Nichtmuslim ist. Auch wenn diese Unterdrückung nicht alle muslimische Frauen betrifft, darf man sich durchaus fragen, warum es kaum muslimische Frauen gibt, die einen Deutschen als Lebenspartner haben.

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Urteil: Verstößt die Kirchensteuer gegen Grundrechte?

Bild: tilly
Bild: tilly

Mit ihrer Klage wenden sich die Eheleute gegen die Festsetzung der römisch-katholischen Kirchensteuer durch das beklagte Land. Sie sind der Auffassung, die Kirchensteuerpflicht verletze die vom Grundgesetz gewährleistete Religionsfreiheit sowie den Gleichbehandlungsgrundsatz

Rechtsindex

Der Sachverhalt

Gleichzeitig seien auch die entsprechenden Vorschriften der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verletzt. Die Erhebung von Kirchensteuer sei nicht Bestandteil der Religionsausübung innerhalb der römisch-katholischen Kirche.

Auch müsse gesehen werden, dass immer weniger Menschen Mitglied einer der großen christlichen Kirchen seien. Diesem gesellschaftlichen Wandel müsse die Verfassung Rechnung tragen. Eine Kirchensteuerpflicht sei nicht mehr zeitgemäß.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (5 K 1028/14.KO)

Die Klage hatte keinen Erfolg. Die maßgebenden Vorschriften über die Erhebung von Kirchensteuer, so das Urteil des VG Koblenz (Az. 5 K 1028/14), stünden mit dem Grundgesetz und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Einklang. Die freie Entscheidung des Einzelnen für oder gegen die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft mache den Wesensgehalt der Religionsfreiheit aus.

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Kuppelhilfe im Internet: “Du sollst keine Nichtjuden heiraten…”

Ein junge Frau mit Kippa – der Kopfbedeckung religiöser jüdischer Männer (picture-alliance / dpa / Britta Pedersen)
Die Liebe fürs Leben finden – kein leichtes Spiel. Wer als junger jüdischer Mensch jemanden mit der gleichen Religion in Deutschland sucht, muss entweder auf einen großen Zufall hoffen oder sich Hilfe suchen. Viele Juden hierzulande entscheiden sich immer häufiger für die zweite Variante. Mittlerweile gibt es spezielle Kuppelwebseiten oder Shabbatfeiern für Singles.

Von Samuel Acker|Deutschlandfunk

Im Innenhof der Jüdischen Gemeinde Osnabrück wird gegrillt. Bei koscheren Würstchen und Pommes sitzen rund zwanzig junge Menschen. Sie plaudern auf Russisch, Deutsch, Englisch und Hebräisch. Darunter ist auch Tanja aus Düsseldorf.

“Ich möchte einen passenden Mann finden. Ich suche die Liebe meines Lebens. Und ich denke, das ist eine gute Gelegenheit, und wenn das Schicksal so will, dann werde ich hier jemanden finden”

Die 30-Jährige nimmt an einem Single-Shabbat teil. Junge jüdische Männer und Frauen aus ganz Deutschland sind dafür zusammen gekommen. Auf dem Programm stehen Seminare von Rabbinern aus Israel zu Themen wie “Die jüdische Sicht aufs Heiraten”. Aber es wird auch getanzt, Minigolf gespielt, und eben gegrillt.

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Der Protestantismus in der deutschen Demokratie

luther_1Anders als etwa in den Vereinigten Staaten oder in Skandinavien hatte sich der Protestantismus in Deutschland mit der Demokratie als Staatsform ungleich schwerer getan. Manches Ressentiment ist noch heute zu spüren.

Von Professor Dr. Hans Michael Heinig|Frankfurter Allgemeine

Religionen können in der freiheitlich-demokratischen Verfassungsordnung nur dann eine produktive öffentliche Rolle spielen, wenn sie sich die Ideen von Menschenrechten und Demokratie theologisch anverwandeln. Diese Konzeption öffentlicher Religion, die Jürgen Habermas in den vergangenen Jahren entwickelte, hat viel für sich. Die Religionen müssen sich „die normativen Grundlagen des liberalen Staates . . . unter eigenen Prämissen aneignen“, so Habermas. Wie mühsam sich dieser Prozess der Aneignung gestalten kann, lässt sich am Beispiel des deutschen Protestantismus zeigen. Sein Verhältnis zur Demokratie ist von Ambivalenzen geprägt. Die Kirche der Reformation hat sich theologisch und kirchenpolitisch erst nach 1945 mühsam mit dem westlichen Verfassungsstaat arrangiert.

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Schweizer SVP-Politiker: “Neger sollen alle verhungern”

Am gestrigen Abend sorgte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Talkshow “Hart aber Fair” für allgemeines Kopfschütteln, als er den Schlagersänger Roberto Blanco als einen “wunderbaren Neger” bezeichnete.

Von Christoph Lobel|Huffington Post

Doch nicht nur der Politiker der CSU benutzt das “N”-Wort ganz ungeniert, ein Politiker der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei “SVP” bewies, dass es noch schlimmer geht und sorgte in seiner Heimat für einen riesigen Skandal. Auf Facebook postete Corrado Galimberti, immerhin Medienbeauftragter der rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (die SVP ist derzeit die stärkste Partei in der Schweiz) im Kanton Tessin, was er von Schwarzafrikanern hält:

“Die ‘Neger’ vermehren sich haufenweise … sie sollten alle verhungern”, zitiert ihn die schweizer Tageszeitung “Blick”. Grund für seine menschenverachtenden und völlig hirnlosen Aussagen war die Erklärung einer Nichtregierungsorganisation. In dieser hieß es, dass Verhütungsmittel in Uganda noch immer kaum verbreitet seien, was zu einem Anstieg der Bevölkerung führen würde.

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Es gibt ein West-Bundesland, in dem Ausländerhass so schlimm ist wie in Sachsen

Natürlich: Die Zahlen sind erschreckend. In keinem anderen Bundesland gab es in diesem Jahr mehr Brandanschläge auf Asylbewerberheime. Die AfD hat dort bei der Europawahl 2014 knapp acht Prozent der Stimmen bekommen. Und gleichzeitig fachen Politiker mit billigem Populismus das Rassismus-Problem noch weiter an.

Von Sebastian Christ|Huffington Post

Dumpfe, fremdenfeindliche Ressentiments sind hier seit Jahrzehnten verbreitet. Gerade auf dem Land. Dabei leben dort viele Regionen vom Tourismus – ein bisweilen genauso tragischer wie kurioser Umstand.

Wer jetzt auf seiner inneren Deutschlandkarte mit dem Finger nach Osten reist, liegt falsch. Es geht hier nicht etwa um Sachsen. Sondern um den Freistaat Bayern.

Sachsen ist nicht das einzige Problem

Rechtsextremismus ist kein ostdeutsches Problem. Viele Menschen im Westen wünschten sich das vielleicht, weil der Gedanke so verdammt praktisch ist. Frei nach dem Motto: Was ich nicht seh’, das tut mir nicht weh. Die „Zeit“ trieb diese absolut kurzsichtige Debatte auf die Spitze, als einer ihrer Redakteure jüngst den Rausschmiss Sachsens aus Deutschland forderte.

Klappe auf. Sachsen rein. Problem gelöst.

Aber so einfach ist es nicht.

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Arbeitskreis: EKD soll an Opfer der Hexenverfolgung erinnern

Die Hexenprobe. Zeichnung von G. Franz aus "Germania" von 1878 (public domain)
Die Hexenprobe. Zeichnung von G. Franz aus “Germania” von 1878 (public domain)

Der Arbeitskreis Hexenprozesse hat die evangelische Kirche aufgefordert, bei den Feiern zum 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 mit einem Gedenkgottesdienst an die Opfer der Hexenverfolgung zu erinnern.

evangelisch.de

Einen Brief mit mehr als 1.000 Unterschriften für diese Forderung schickte der Arbeitskreis jetzt an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), wie der Vorsitzende Hartmut Hegeler am Montag in Unna mitteilte. “Die dunklen Seiten von Martin Luther dürfen nicht verschwiegen werden”, heißt es in dem Schreiben an den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm und die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann.

Luther befürwortete die Hexenverfolgung und sprach etwa in einer Predigt von einem “überaus gerechten Gesetz”. Dabei berief er sich auf das 2. Buch Mose, wo es heißt: “Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.” Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider bezeichnete Luthers Haltung zur Hexenverfolgung, wie auch seine judenfeindlichen Schriften, bei einem Vortrag im Jahr 2013 in Braunschweig als “dunkle Schatten” der Reformation.

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Christliche Schulen in Israel bleiben geschlossen

Bild: phhesse/flickr
Bild: phhesse/flickr

Christliche Schulen in Israel bleiben bis auf weiteres geschlossen. Das ist das Ergebnis eines Treffens des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin mit Vertretern des Büros für christliche Schulen vom 24. August. Ein Sprecher des Büros nannte die Verhandlungen einen positiven Schritt, es müsse jedoch weitere Gespräche geben. Rivlin lobte die pädagogischen Leistungen der 47 christlichen Schulen.

kath.net

Anlass für das Treffen war die finanzielle Krise, in der sich die Schulen befinden. Am 27. Mai hatten sie gegen eine diskriminierende Politik der Regierung demonstriert. Da sie nicht als öffentliche Schulen gelten, werden sie nur teilweise vom Bildungsministerium unterstützt. Ihr Budget wurde 2014 um 45 Prozent gekürzt. Dies belastet vor allem arme, meist arabische Familien, da das Schulgeld erhöht werden musste. Etwa jeder zweite der 30.000 Schüler an den christlichen Schulen in Israel kommt aus einer christlichen Familie. Von den rund 8,3 Millionen Einwohnern Israels sind etwa 75 Prozent Juden, 17,5 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen, 1,6 Prozent Drusen und 3,9 Prozent Anhänger keiner oder anderer Religionen.

Italien: Im Heimatland des Katholizismus boomen Scheidungen

Die Scheidungen haben in Italien drastisch zugenommen. Doch statistisch sind italienische Ehen nach den Iren immer noch die stabilsten in Europa. – Foto: dpa
Ausgerechnet in der Heimat des Katholizismus steigt die Zahl der Trennungen enorm – vor allem ältere, lang verheiratete Paare wollen noch einmal neue Wege gehen.

Von Paul Kreiner|DER TAGESSPIEGEL

In Italien explodiert momentan die Zahl der Ehescheidungen. Dem Verband der Familienanwälte (AMI) zufolge haben sich allein in den vergangenen beiden Monaten 50 000 Paare für immer getrennt – so viele wie zuletzt in einem ganzen Jahr. Dabei fällt besonders der Anteil älterer, lang verheirateter Paare auf. 20 Prozent der Scheidungen betreffen Ehepartner, die älter als 65 Jahre sind.

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CSU-Politiker bezeichnet Roberto Blanco als “wunderbaren Neger”

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (imago stock & people)
Für Joachim Herrmann, den Innenminister Bayerns, dürfte es ein böses Erwachen gewesen sein. Nach der ARD-Talkshow “Hart aber fair” breitete sich in den Sozialen Medien eine große Debatte aus – man könnte sie auch Shitstorm nennen. Was war geschehen? Herrmann hat eine Aussage über den dunkelhäutigen Schlagersänger Roberto Blanco getätigt.

Deutschlandfunk

Es war mitten in der Diskussion über die Frage: “800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?” Geladen waren neben dem CSU-Politiker Herrmann die Grünen-Chefin Simone Peter, der Focus-Chefredakteur Ulrich Reitz, der WDR-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und die 2002 aus der Kaukasus-Republik Dagestan geflohene Nurjana Arslanova.

Ulrich Reitz führte einen Gedanken über positive Beispiel der Integration aus, als Joachim Herrmann den etwas schwer zu verstehenden Satz äußerte: “Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den weißen Deutschen gefallen hat. Und beim FC Bayern spielen auch eine ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit.” In der Sendung blieb der Satz so stehen. Niemand aus der Diskussionsrunde ging näher darauf ein.

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Politischer Druck auf die Kirche durch Gendermainstreaming?

Bild: FB
Bild: FB

Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) hat zum Gender-Diskurs «auch in der katholischen Kirche» aufgerufen. Will man durch politischen Druck zu Frauendiakonat und Frauenpriestertum?

Von Peter Winnemöller|kath.net

Die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) hat laut einer KNA-Meldung zum Gender-Diskurs «auch in der katholischen Kirche» aufgerufen. Gleichzeitig wies Frau Flachsbarth «polemische Attacken» gegen die «vermeintliche Gender-Ideologie» zurück. Der Hintergrund dieses Postulats wird deutlich, wenn sie kritisiert, Frauen seien in der katholischen Kirche zwar «zur Diakonie, aber nicht zum Diakonat berufen».

Es leuchtet schnell ein, dass genau dies der Hintergrund ist, vor dem dieser Diskurs losgetreten werden soll. Der Diakonat der Frau als Weiheamt steht eindeutig auf der politischen Agenda in Teilen des ZdK und des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), deren beider Mitglied Frau Flachsbarth ist. Insofern ist das oben genannte Postulat nur zu verständlich.

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Wahl Dodo des Monats August 2015

Dodo des Monats August 2015
Dodo des Monats August 2015

Es ist wieder soweit. Obskures, Religiotische, politische Dreistigkeiten stehen zur Auswahl. Bestimmte die Landesverratsaffaire gegen die Internetplattform netzpolitik.org Anfang des Monats die Inhalte der Debatte, folgte stramm und voller Eile Vitus Huonder hinterher. Nichts bestimmt die Diskurse der Kirchen so sehr wie Sexualität, Ehe, Familie. Es gibt Würdenträger welche sich nicht entblöden den Plan Gottes aufzurufen und den Eindruck erwecken zu lassen, sie würden selbigen kennen. Die Auseinandersetzungen mit dem Zustrom der Flüchtlinge, christliche Kontingente einfordernd, gibt sich Politik im Spektrum des Rechtsextremismus banal. Das Versagen von Sozial-und Kommunalpolitik wird nicht einmal angedacht.
Die Wahl ist bis zum 07.September 2015, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird hier, am folgenden Tag, in entsprechender Form gewürdigt werden. Mehrfachabstimmungen sind möglich.

Viel Spaß!

  1. Peter Hahne, “zwangsneurotisches Missionieren als Allheilmittel.”
  2. Reiner Haseloff, “beschwört die jüdisch-christliche Tradition.”
  3. Lutz Marmor, “ab 2017 braucht die ARD 400 Millionen Euro mehr.”
  4. Marlene Mortler, “kein Alkoholverkauf an Jugendlich ab 22:00 Uhr.”
  5. Andreas Laun, “will Lebensrecht um jeden Preis.”
  6. Rudolf Langthaler, “hat den Naturalismus von Richard Dawkins theologisch nicht verstanden.”
  7. Bistum Limburg, “feuert Kita-Leiterin, weil keine kirchliche Heirat.”
  8. Christoph Markschies, “Theologe ohne Bibelkenntnisse.”
  9. Sigmar Gabriel, “Nazi-Rethorik.”
  10. König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum-Wien, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  11. WDR, “löscht Plasberg-Talk in der Mediathek.”
  12. Robert Zwick, “Gehirnerweichung durch Granderwasser.”
  13. Carsten Rentzing, “Homophob, kennt aber Gottes Plan.”
  14. Waleed Ahmed, “ findet die Scharia so toll, braucht aber niemand.”
  15. Annette Schavan, “religiotisches zu Bildung und Wiedervereinigung.”
  16. Heinrich Bedford-Strohm, “Luther-besoffen und Staatsknete.”
  17. Günther Beckstein, “möchte christliche Flüchtlinge bevorzugt behandeln.”
  18. Vitus Huonder, “fundamentale Bibel-Exegese in Sachen Homosexualität.”

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Carbon dating suggests ‘world’s oldest’ Koran is even older than the Prophet Muhammad

A Mongol prince studying the Koran (Wikimedia Commons)
Scholars believe a copy of the Koran held in England may be even older than the Prophet Muhammad.

By Travis Gettys|RawStory

Carbon dating of a fragment from a Koran stored at a Birmingham library suggests that the book was produced between 568 and 545 A.D., said scientists at the University of Oxford, but Islamic scholars generally believe Muhammad lived between 570 and 632 A.D.

If the carbon dating is accurate, the Koran was made before the first formal text was assembled on orders from the caliph Uthman in 653 — and it could date from Muhammad’s childhood or even before his birth, reported The Times of London.

That’s comparable to the discovery of gospel sayings dating from Jesus Christ’s infancy, academics say.

Muslim scholars strongly dispute the findings, which contradict most accounts of the prophet’s life, but some historians say evidence was mounting that traditional accounts of Islam’s origins are unreliable.

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Zentralkomitee der Katholiken fordert mehr Freiräume in der Kirche

zdk Familie, Partnerschaft, Homosexuelle – das sind heiße Eisen in der Kirche. Viele Gläubige wünschen sich eine Abkehr der Bischöfe von starren Moralvorgaben. Der Dachverband der 24 Millionen Katholiken in Deutschland hat den Glauben an Reformen noch nicht verloren.

Lausitzer Rundschau

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erwartet von der Bischofssynode in Rom eine grundlegende Öffnung der Kirche für mehr regionale Spielräume. «Ich hoffe sehr, dass es über die Themen hinaus, die unmittelbarerer Gegenstand der Synode sind, eine Entwicklung gibt zu mehr pastoralen Freiräumen», sagte der scheidende Präsident des Dachverbands katholischer Laien, Alois Glück in München. Die Situation in Deutschland erfordere zum Teil andere Antworten als in anderen Weltregionen.

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