Schlagwort-Archive: Großbritannien

IS-Terroristen zertrümmern antike Statuen

Themenbild. Von den Taliban zerstörte Buddha-Statuen

Themenbild. Von den Taliban zerstörte Buddha-Statuen

Die IS-Terroristen haben im Norden des Iraks einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört. Darunter ist eine assyrische Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist. Ein Internetvideo der Extremisten zeigt, wie IS-Anhänger im Museum der Stadt Mossul und an der Grabungsstätte Ninive bedeutende Bildwerke aus der Antike zertrümmern.


derStandard.at

Experten bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei vielen der zerstörten Stücke um Originale handelt. Die Türhüterfigur sei eine “Ikone der altorientalischen Bildkunst”, sagte Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, am Donnerstag. “Das ist so, als würde jemand die Sphinx in Ägypten zerstören.” Die Figur ist laut Experten Teil des assyrischen Nergal-Tores aus dem siebenten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Es gehörte zur Befestigung von Ninive, dem Zentrum des assyrischen Reiches.

Schmuggel

Bis zu hundert syrische Kunstwerke soll die IS-Terrormiliz “The Times” zufolge nach Großbritannien geschmuggelt haben, um damit neue Gelder zu lukrieren. Kriminalisten und Archäologen warnen davor, dass die geraubten Gegenstände, darunter Gold- und Silbermünzen sowie Tonwaren, in London verkauft werden.

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AKW-Befürworter: Zwischen Verehrung des freien Marktes und Abhängigkeit vom Staat

Gelände des Neubaus – “Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station”; Foto: Richard Baker /CC BY-SA 2.0

Zwischen Großbritannien und Österreich schwelt ein Atomstreit. Großbritannien lässt neue Atomkraftwerke bauen. Gegen eines dieser Bauprojekte – das an der Küste der Grafschaft Somerset gelegene Atomkraftwerk Hinkley Point C – will das Land Österreich klagen. Der Grund: Die Finanzierung sei mit dem europäischen Wettbewerbsrecht nicht vereinbar.


Von Christian Bunke|TELEPOLIS

Nicht nur Österreich ist dieser Meinung. Auch 20 europäische Stromproduzenten aus erneuerbaren Energien wollen gegen Großbritannien rechtliche Schritte einleiten. Bereits Ende November 2014 reichten die Elektrizitätswerke Schönau aus dem Schwarzwald eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Doch Großbritannien ficht das nicht an. Österreich erhielt bereits eine Protestnote, in der die Inselmonarchie Maßnahmen ankündigt. Kein Vorhaben Österreichs soll mehr vor einer eskalierenden Abfolge rechtlicher Maßnahmen Großbritanniens sicher sein. Der von Großbritannien ausgeübte Druck geht über den Einzelfall Hinkley Point hinaus. So soll Österreich die Atomkraft als “nachhaltige Energiequelle” anerkennen, andernfalls müsse das Land “beim EU-internen effort sharing einen größeren Anteil” tragen.

Hinkley Point C: ohne Beihilfen des britischen Staates und der EU unmöglich

In Großbritannien herrscht über Parteigrenzen hinweg Einigkeit über den Bau neuer Atomkraftwerke. Schon 2008 wurde das unter der von Tony Blair und Gordon Brown geleiteten Labour Regierung beschlossen. Auch die Konservativen waren damals dafür. Sie gaben damals aber eine Warnung mit auf den Weg. Unter keinen Umständen, so forderten sie, dürften staatliche Gelder für den Bau neuer Kraftwerke ausgegeben werden.

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Barbara Hendricks: Das strahlende Erbe im Land verteilen

Themenbild. Bild: brightsblog

Themenbild. Bild: brightsblog

Umweltministerin Barbara Hendricks will die Castoren aus Frankreich und Großbritannien auf ganz Deutschland verteilen, wenn sich kein Freiwilliger findet. Das schreibt sie in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.


Von Barbara Hendricks|DER TAGESSPIEGEL

Als der Bundestag vor knapp vier Jahren den endgültigen Abschied Deutschlands von der Atomenergie besiegelte und damit die wenige Monate zuvor von der damaligen Koalition beschlossenen Laufzeitverlängerungen kassierte, ging ein Aufatmen durch die Republik. Nach vier Jahrzehnten erbittert geführter Auseinandersetzungen auf Bauplätzen, Straßen und in Parlamenten schien sich endlich die Chance zu bieten, befreit vom Ballast dieser Vergangenheit an den Umbau der Energieversorgung des Landes zu gehen. Inzwischen ist klar geworden, wie schwer es ist, alle Herausforderungen des Ausstiegs zu bewältigen.

Zu lang ist der Schatten der Atomkraft, zu tief die Wunden vergangener Auseinandersetzungen, zu langlebig ihr strahlendes Erbe, zu dicht das Interessengestrüpp ihrer Nutznießer.
Nach dem Zickzack-Kurs von Schwarz- Gelb stand zwar am Ende ein parteiübergreifend getragener Ausstiegsbeschluss, aber viele wichtige Randbedingungen wurden in der vergangenen Legislaturperiode nur mittels einer Schiebeverfügung gelöst. Im ersten Jahr nach meiner Amtsübernahme habe ich eine Reihe dieser offenen Baustellen schließen können, bei einigen sind wir einer Lösung näher gekommen, und bei anderen sind nach wie vor große Hürden zu überwinden.

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Sind Muslime Schuld am Sterben der britischen Pubs?

Foto: Getty Images Das “Public House” ist nicht nur eine Eckkneipe, es gehört genauso zur britischen Seele wie Fish and Chips

Jede Woche schließen in Großbritannien mindestens 29 Pubs. Und wer ist schuld? Die Muslime. Weil sie keinen Alkohol trinken. Das sagen jedenfalls Politiker. Wirklich? Eine Studie nennt andere Gründe.


Von Marianne Taylor|DIE WELT

“O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid.” Es ist diese Stelle des Korans, wegen der Muslime in aller Welt dazu angehalten sind, keinen Alkohol zu trinken. Und nun soll der Satz auch Folgen für die britische Gesellschaft haben. Denn der britische Pub stirbt aus. Und schuld sind angeblich: die Muslime.

“Vor 20 oder 30 Jahren lebten in meinem Wahlbezirk vor allem Facharbeiter weißer Hautfarbe. Nun wird er von erst kürzlich angekommenen Somalis oder anderen Leuten bevölkert. Natürlich machen Pubs in solchen Gegenden zu”, erklärte jüngst Stephen Williams, britischer Minister für Kommunen und Gemeinden und liberaldemokratisches Parlamentsmitglied in Bristol, vor dem britischen Unterhaus. Und provozierte damit eine Kontroverse.

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In Großbritannien breitet sich der Judenhass aus

Chassidische Juden im Londoner Stadtteil Stamford Hill. Nach den Anschlägen in Paris wurde die Polizeipräsenz in Vierteln mit vielen jüdischen Bewohnern verstärkt Foto: Getty Images

Gewalt und Hetze gegen Juden nehmen in Großbritannien drastisch zu. Die Zahl der Angriffe verdoppelte sich in Großbritannien 2014 auf fast 1200. Das Londoner Innenministerium ist alarmiert.


Von Stefanie Bolzen|DIE WELT

Der jüdische Mann war mit seinem Fahrrad auf dem Weg zur Synagoge in Manchester, als ihm eine Gruppe Jugendlicher in den Weg sprang. Er fiel zu Boden, die Jugendlichen umringten ihn, riefen “Jude! Jude!” und verletzten das Opfer mit Fußtritten. In London betraten mehrere Männer spätabends ein koscheres Restaurant mit dem Ruf “Heil, Adolf Hitler!”. Einer der Männer legte seine Arme um einen jüdischen Gast. An einer Londoner Untergrundstation schrie ein Mann eine Gruppe jüdischer Schulmädchen an: “Jude sein ist falsch. Nach der Schule komme ich und bringe euch alle um!”

Dies sind nur drei von insgesamt 1168 antisemitischen Übergriffen, die die Stiftung Community Security Trust (CST) für das Jahr 2014 in Großbritannien verzeichnet. Im Jahr 2013 wurden 535 gezählt. Damit hat sich die Zahl solcher Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Verfasser führen die höchste Zahl seit Beginn der Erhebung 1984 vor allem auf den Gazakrieg zwischen Israel und der Hamas im vergangenen Sommer zurück.

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Auswertung von TV-Sendungen: Medien berichten negativ über den Islam

Tacheles, screenshot Brightsblog

Tacheles, screenshot Brightsblog

Wenn Medien über Religionsgruppen berichten, dann meist negativ – insbesondere der Islam kommt nicht gut weg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, über die der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet.


SpON

Über Religionsgruppen wird in den Medien meistens mit negativer Tendenz berichtet. Zu diesem Schluss kommt der Schweizer Auswertungsdienst Media Tenor, der seit 2001 für seine Analyse zahlreiche Medien untersuchte. Eine der wenigen Ausnahmen sei Papst Franziskus, der oft gut wegkomme. Besonders kritisch sei die Tonalität in Berichten über den Islam.

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USA/Großbritannien: Angst vor den Folgen

„Die Liebe ist stärker als der Hass”, „Charlie Hebdo gehört verhüllt” – provokante Titelblätter aus Paris Foto: flickr | Kanichat, Mona Eberhardt | CC BY-NC-SA 2.0

Weltweit druckten Redaktionen Charlie Hebdos Titelseiten mit Mohammed-Zeichnungen nach. In den USA und in Großbritannien sind sie meist verpixelt zu sehen. Fehlt es den Verlegern dort schlicht an Mut?


pro Medienmagazin

Der blutige Anschlag auf die Macher des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo wurde weltweit als Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit verurteilt. Während noch über die Folgen des Massakers diskutiert wird, erklärte der frühere Erzbischof von Canterbury, Lord Carey, das Vereinigte Königreich habe sich längst dem radikalen Islam gebeugt. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung (FAZ) sagte er am Sonntag in London: „In Britannien gilt heute de facto ein Blasphemiegesetz“. Für den Geistlichen ist es eine Tatsache, „dass Verleger und Zeitungen in ständiger Furcht davor leben, den Islam zu kritisieren“.

Um den ermordeten Machern von Charlie Hebdo ihren Respekt zu erweisen, druckten viele Redaktionen in Deutschland und anderen Ländern die provokanten Mohammed-Karikaturen nach. Kein größeres Medium in Großbritannien habe dies gewagt, analysiert der Zeitungsbericht. Offiziell heißt es, man wolle niemandes religiöse Gefühle verletzen. Der frühere Chefredakteur Dominic Lawson verwarf diese Begründung in der Sunday Times indes als „hohle Phrase“. Vielmehr sei niemand bereit, sein Leben für religiöse Satire zu opfern, so der Brite.

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Britische Schulen verbannen Jesus aus Krippenspielen

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Jede achte Schule führt Laienspiele ohne religiöse Bezüge auf


kath.net

Zahlreiche britische Schulen verbannen Maria, Josef und das Jesuskind aus ihren Krippenspielen. Nur etwa ein Drittel aller Schulen führen die Weihnachtsgeschichte von Christi Geburt nach biblischem Vorbild auf, hat das Online-Forum Netmums festgestellt. Die meisten entschieden sich für Darstellungen, in denen sie moderne Charaktere einfügen; jede achte Schule verzichtet mit Rücksicht auf die verweltlichte Gesellschaft ganz auf religiöse Inhalte.

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Ewiggestrig: «Wir bitten Sie, der rezeptfreien ‘Pille danach’ nicht zuzustimmen»

ALfA HP, Screenshot: BB

ALfA HP, Screenshot: BB

Alexandra Linder schreibt für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Gröhe: ‚Pille danach‘ ist oft nicht notwendig, kann frühabtreibend wirken und senkt nicht Abtreibungszahlen.


kath.net

„Wir bitten wir Sie, der rezeptfreien Vergabe der Pille danach keinesfalls zuzustimmen.“ Dies schreibt Alexandra Linder für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ e.V. (ALfA) in ihrem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Foto). Der CDU-Politiker hatte sich lange gegen die Abschaffung der Rezeptpflicht für die hochdosierte Hormongabe ausgesprochen, nach einer Entscheidung des EU-Arzneimittelausschusses änderte er inzwischen allerdings seinen Kurs.

kath.net dokumentiert den Brief von Alexandra Linder, stellvertretende Bundesvorsitzende der ALfA e.V., an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, in voller Länge:

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Vatikanische Raubkunst in 3-D

Kinostart in Großbritannien: Ein 70-minütiger 3-D-Film mit modernster Projektionstechnik bietet einen atemberaubenden Rundgang durch die Vatikanischen Museen und die wichtigsten Kunstwerke des päpstlichen Staates.

kath.net

Einen Blick an die Decke der Sixtinischen Kapelle vom Kinositz aus bieten seit Dienstag rund 250 Filmtheater in Großbritannien und Irland. Ein 70-minütiger 3-D-Film mit modernster Projektionstechnik biete einen atemberaubenden Rundgang durch die Vatikanischen Museen und die wichtigsten Kunstwerke des päpstlichen Staates, berichtet die Tageszeitung «Daily Telegraph» (Onlineausgabe Dienstag).

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Polen: “Holy Wins” gegen Halloween

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Katholische Kirche im Kampf gegen Heidnisches
Zur Zeit landen sie wieder auf der geliebten Heimaterde, die traditionell gestimmten Exil-Polen aus Großbritannien und den USA: die Flughäfen verlassen sie demonstrativ mit einer Grabkerze in den Händen, die sie den verblichenen Verwandten auf die letzte Ruhestätte stellen wollen.


Von Jens MatternTELEPOLIS

Allerheiligen gilt in diesem Land mit über 90 Prozent Katholiken als der wichtigste Feiertag. Millionen drängen sich zwischen den Gräbern, um die lebende wie tote Sippschaft zu “treffen”. Prominente, Politiker und Schauspieler mischen sich an diesem Tag unter das Volk, um auf den Friedhöfen mit der Sammelbüchse für gute Zwecke zu sammeln.

In den Nachrichtensendungen und den Zeitungen wird derzeit der prominenten Toten gedacht. Dieses Jahr ist ein umstrittener Politiker der bekannteste Verstorbene – General Wojciech Jaruzelski, der in Polen den Kriegszustand im Dezember 1981 verhängte. Am Abend des 1. Novembers leuchtet dann auf den Gräberfeldern ein rotes Kerzenmeer.

Der Feiertag stellt die polnische Familie wie die polnische Gesellschaft jedes Jahr vor viele Herausforderungen. Zum einen müssen ausgiebig die Grabstellen geputzt werden, was meist älteren Frauen oder darauf spezialisierte Firmen überlassen wird.

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Zehnerallianz gegen das Salafistenkalifat

Magog, biblischer Dämon. G.W.Bush zog mit biblischer Prophetie in den Irak, um die Dämonen Gog und Magog zu zerstören. technogypsie.com

Auf dem NATO-Gipfeltreffen im walisischen Casnewydd hat der amerikanische Außenminister John Kerry eine “Kern-Allianz” von zehn Staaten angeregt, die der Ausbreitung des Kopfabschneiderkalifats seiner Ansicht nach ein Ende setzen könnte. Dem Bündnis sollen neben den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Dänemark, Polen auch Deutschland und die Türkei angehören.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Dass die Türkei mit einbezogen wird, ist insofern bemerkenswert, als Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie in der Vergangenheit bei Grenzübertritten von Salafisten beide Augen zudrückte, um damit im Nachbarland Syrien den gewaltsamen Sturz der Regierung zu fördern: Nach bisherigen Erkenntnissen westlicher Behörden reisten fast alle der mindestens 800 französischen, mindestens 500 britischen und mindestens 400 deutschen Dschihadisten über die Türkei in das Salafistenkalifat ein, das auf syrischer Seite zwei Grenzabschnitte kontrolliert.

Bis zum Juni wurde die Sekte von Ankara nicht als terroristische Organisation eingestuft und noch heute werden in türkischen Städten offen Devotionalien und Kleidungsstücke mit ihren Symbolen angeboten und Spenden für sie gesammelt. Die Anhänger, die die Sekte unter türkischen Sunniten hat, könnten sich im Falle eines halbwegs wirksamen Engagements schnell und direkt gegen die eigene Regierung wenden.

Hinzu kommt, dass die Kopfabschneider zahlreiche Mitarbeiter des türkischen Konsulats in Mosul als Geiseln gefangen halten, deren Leben gefährdet ist, wenn sich der “Islamische Staat” von der Türkei verraten sieht. Im Gegensatz zu den USA, wo man die vorhandenen Geiseln bereits geköpft hat, reichen die etwa 50 Angestellten aus der Türkei noch für viele Videoaufnahmen, die die dortige Regierung unter Druck setzen können.

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NSU Abschlussbericht: Der institutionelle Rassismus in deutschen Behörden

Auf einer Demonstration: Nazis morden der Verfassungsschutz hilft mit © Fraktion DIE LINKE. im Bundestag @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Gibt es institutionellen Rassismus in deutschen Sicherheitsbehörden? Eine systematische Untersuchung dazu gibt es nicht; die Abschlussberichte der NSU- Untersuchungsausschüsse hingegen sind unmissverständlich – Prof. Claus Melter hat sie unter die Lupe genommen.

Von Claus MelterMiGAZIN

In Großbritannien wurde Stephen Lawrence Anfang der 1990er Jahre rassistisch ermordet. Polizei und Staatsanwaltschaft haben nachlässig ermittelt, Beweise nicht gesichtet, Zeugen nicht verhört usw. Auf Druck der Schwarzen britischen Community wurde eine Untersuchungskommission eingerichtet. Ergebnis: Institutioneller Rassismus in der Polizei wurde systematisch nachgewiesen. Folge: Es wurden umfangreiche Gegenmaßnahmen umgesetzt.

Und in Deutschland? Dort haben NSU Terroristen über viele Jahre auf rassistische Weise neun Menschen mit Migrationshintergrund getötet und eine Polizistin. Nicht geklärt sind neben zahlreichen anderen Beispielen auch die Fälle von Ermyas Mulageta in Potsdam oder von Oury Yalloh in Dessau.

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Imam tritt aus Protest gegen Extremismus zurück

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Seine Moscheegemeinde lud einen Salafisten als Gastredner ein.

kath.net

In Großbritannien hat ein Imam aus Protest gegen extremistische Strömungen den Dienst in seiner Moscheegemeinde quittiert. Die Jalalia Moschee in der walisischen Hauptstadt Cardiff habe gegen seinen Willen einen salafistischen Gastprediger eingeladen, erklärte der Geistliche Mohammad Bashir Uddin. Der Prediger gehöre einer extremistischen Sekte an, die Studenten zum Kampf für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) gewinnen wolle. Diese Gruppe geht im Nordirak mit äußerster Brutalität gegen Andersgläubige vor, besonders gegen Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime.

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Schock für Gläubige: Evangelikale Sängerin outet sich als lesbisch

Vicky Beeching Facebook/Screenshot.BB

Vicky Beeching Facebook/Screenshot.BB

Die Sängerin Vicky Beeching ist für evangelikale Christen in den USA und Großbritannien ein Star. Homosexualität gilt ihnen als Sünde. Trotzdem hat sich Beeching nun dazu bekannt.

SpON

Manchmal reicht ein Satz, um eine Karriere zu zerstören. Vicky Beeching, 35, hat 22 Jahre gebraucht, um ihn offen auszusprechen. Der Satz lautet: “Ich bin lesbisch.”

Beeching ist für evangelikale Christen in den USA und Großbritannien ein Popstar. Sie singt Lieder, in denen es um Gott geht, um Tugend, um Sünde. In den amerikanischen Megakirchen jubelten ihr Tausende zu. Das ist nun vorbei. Homosexualität ist für Evangelikale eine Sünde, ein Werk des Teufels.

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Großbritannien: Größtenteils geheimes Gerichtsverfahren erlaubt

Der Court of Appeal Vergrößern Bild: antmoose, CC BY 2.0

In Großbritannien darf ein Gerichtsverfahren gegen zwei Terrorverdächtige “im Kern” geheim stattfinden. Das Oberste Berufungsgericht hat entschieden, dass die Namen der Angeklagten aber genannt werden dürfen.

Heise News

Das oberste britische Berufungsgericht, der Court of Appeal, hat entschieden, dass ein Gerichtsverfahren gegen Terrorverdächtige in einem beispiellosen Vorgehen “in seinem Kern” geheim stattfinden darf. Das berichtet der Guardian, eine der Zeitungen, die gegen die ursprünglichen Pläne, das Verfahren gänzlich geheimzuhalten, geklagt hatten.

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Kirche steht Geld eines insolventen Spenders zu

Bild: tilly

Bild: tilly

Spenden an eine Kirche, die sich ausschließlich aus milden Gaben finanziert, sind sakrosankt. Ein Insolvenzverwalter möchte 33.000 Euro von der Russisch Orthodoxen Diözese in München zurück, die ein Gläubiger gespendet hatte – vergebens.

Von Ekkehard Müller-JentschSüddeutsche.de

Spenden an eine Kirche, die sich ausschließlich aus milden Gaben finanziert, sind sakrosankt – das ist einem ungewöhnlichen Prozess vor dem Oberlandesgericht München (OLG) zu entnehmen. Ein Insolvenzverwalter fordert dort von der Russisch Orthodoxen Diözese insgesamt 33 000 Euro Spendengeld eines Gläubigen zurück, der inzwischen bankrott ist und vor allem einer Krankenkasse viel Geld schuldet. In erster Instanz hatte das Landgericht München I die Kirche des Münchner Erzbischofs Mark zur Zahlung verurteilt, weil sie sich an den Spenden sozusagen bereichert habe. Doch der Insolvenz-Senat des OLG hält diese Betrachtungsweise für “unglücklich”.

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Wie der Vatikan einen gesuchten Kriegsverbrecher schützte

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

CIA-Dokumente belegen den Aufenthalt des kroatischen Faschistenführers Ante Pavelic in Rom. Die USA klagten zwar, dass die Briten Pavelic entkommen ließen. Selbst festnehmen wollten sie ihn aber auch nicht.

Von HELMAR DUMBSDiePresse.com

Unter den Verbündeten Adolf Hitlers war er der schlimmste, sein Ustascha-Regime das grausamste, das Europa – abgesehen von Nazi-Deutschland – erlebt hat: Ante Pavelic. Der „Führer” des 1941 gegründeten, sogenannten „Unabhängigen Staates Kroatien” ist unter anderem verantwortlich für den Massenmord an bis zu 100.000 (die genaue Opferzahl ist bis heute ungewiss) Menschen im Konzentrationslager Jasenovac, vor allem Serben, Juden, Roma und Regimegegner. Doch er musste sich bis zu seinem Tod 1959 dafür nie vor Gericht verantworten. Dazu leisteten der Vatikan, aber auch Großbritannien und in geringerem Maße die USA ihren Beitrag, wie jüngst freigegebene Dokumente des US-Geheimdienstes CIA aus dem Jahre 1947 zeigen.

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Islamisierung britischer Schulen – Arabisch als Pflichtfach, Verschleierungspflicht für Lehrerinnen

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Großbritannien erwachte am Morgen und mußte feststellen, daß sechs staatliche Schulen heimlich „islamisiert“ worden waren. So geschehen in Birmingham, wo die Mädchen abgesondert hinten in der Klasse sitzen, die Lehrerinnen Schleier tragen und alle Schüler Arabisch lernen müssen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

In diesen Tagen ist Sir Michael Wilshaw, Englands oberster Schulinspektor persönlich in Birmingham im Einsatz, um ein heißes Eisen anzufassen. Sein Amt, dasOffice for Standards in Education, Children’s Services and Skills (Ofsted), muß ein Problem zu lösen, das die britische Öffentlichkeit in Unruhe versetzt hat. Sechs staatliche Schulen Birminghams, der mit mehr als einer Million Einwohnern zweitgrößten Stadt Englands, wurden stillschweigend islamisiert. Islamisiert wurden Kleiderordnung, interne Verhaltensregeln und der Lehrplan. Wie britische Zeitungen berichten, hatten Mädchen hinter den Jungen am Ende der Klasse zu sitzen. Weibliche Lehrkräfte hatten ausnahmslos verschleiert zu erscheinen. Auch für christliche Schüler gab es an den Schulen nur islamischen Religionsunterricht.

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