Schlagwort-Archive: Regierung

Street-Art: Ägypten beschlagnahmt deutschen Bildband über Arabischen Frühling Graffiti-Kunst: Die Freiheit, für die ich sprühe

Ägypten-Street-Art

Die ägyptische Regierung hat einen in Deutschland verlegten Bildband konfisziert. Er zeigt regierungskritische Graffiti aus der Zeit der Revolution von 2011.


SpON

Ägyptens Behörden haben in Alexandria 400 Ausgaben eines Bildbandes konfisziert, der im Zusammenhang mit der Revolution von 2011 entstandene Graffitikunst zeigt. In dem von einem Berliner Verlag herausgegebenen Band “Walls of Freedom” (Mauern der Freiheit) seien Bilder, die “Hinweise zum Aufstand gegen Polizei und Militär” liefern, zitierte die ägyptische Nachrichtenseite “Al-Masry al-Youm” einen Sprecher des ägyptischen Finanzministeriums. Die Exemplare seien bei der Einfuhr aus Deutschland beschlagnahmt worden.

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Luxemburg: Religionslehrer und „Fir de Choix“ sind unzufrieden

Die Initiative “Fir de Choix” und die Religionslehrer der Grundschule kritisieren die Abschaffung des Religionsunterrichts. Photo:Anouk_Antony/WORT

Die Religionslehrer der Grundschule sind „unzufrieden und enttäuscht“ über die Konvention, die am Montag von Regierung und Glaubensgemeinschaften unterschrieben wurde, und die zu einer Trennung von Kirchen und Staat führen soll. Durch das Abkommen werde der Beruf des Religionslehrers einfach abgeschafft, erklärte der Vorsitzende der „Association luxembourgeoise d’enseignant(e)s d’éducation religieuse et morale dans l’enseignement fondamental“ (Alerf), Yves Brosius.


Luxemburger Wort

Brosius kritisiert hauptsächlich die Regierung. Unterrichtsminister Claude Meisch habe die Alerf nicht hinreichend in die Diskussionen eingebunden, man habe kaum eine Möglichkeit gehabt, die Interessen der Religionslehrer zu verteidigen. „Der Religionsunterricht hatte in den vergangenen Jahren nie eine Chance, sich richtig zu beweisen“, betonte Brosius gegenüber der Presse.

Dabei hätten sich die Religionslehrer durchaus mit einem „Religionenunterricht“ anfreunden können. Ein duales System – Religionenunterricht und Moralunterricht – hätte laut Alerf zudem den Vorteil gehabt, dass die Kinder und Jugendlichen, bzw. ihre Eltern weiterhin zwischen zwei Unterrichtsfächern hätten wählen können.

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Türkei genehmigt seit 1923 erstes Mal Bau christlicher Kirche

Themenbild.

Themenbild.

Sie soll im Istanbuler Stadtteil Yesilköy errichtet werden.


derStandard.at

Erstmals seit der Gründung der Türkischen Republik im Jahr 1923 hat die Regierung in Ankara den Bau einer neuen christlichen Kirche genehmigt. Das Gotteshaus der christlichen syrischen Minderheit solle im Istanbuler Stadtteil Yesilköy am Marmarameer auf städtischen Grund und Boden entstehen, hieß es am Samstag aus Kreisen der islamisch-konservativen Regierung in der Hauptstadt.

Bisher seien in der modernen Türkei nur Kirchen saniert oder wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Ein Neubau sei aber nie genehmigt worden, hieß es.

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US-Regierung bremst Veröffentlichung von CIA-Folterbericht

usa

Der US-Senat wollte umfassende Informationen über geheime Foltermethoden der CIA publizieren. Nun blockiert die Regierung in Washington in letzter Sekunde die Veröffentlichung – und begründet dies mit Sorge vor neuer Gewalt im Nahen Osten.


SpON

Die US-Regierung hat den Senat davor gewarnt, den Bericht über geheime Foltermethoden des Geheimdienstes CIA wie geplant kommende Woche zu veröffentlichen. Außenminister John Kerry habe deshalb Senatorin Dianne Feinstein angerufen, die den Bericht seit Monaten publik machen will, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Bernadette Meehan, am Samstag. Kerry habe gewarnt, dass der Bericht neue Gewalt im Nahen Osten auslösen und weitere US-Geiseln gefährden könne, ergänzte die Sprecherin des State Department, Jen Psaki, sagte.

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Baschar al-Assad: Nicht säkular genug?

Baschar al-Assad (2010), Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0-br

“Feinde des Islams müssen konvertiert oder bekämpft und getötet werden. Die syrische Regierung bringt den Schulkindern bei, dass über die Hälfte der Weltbevölkerung zur Hölle gehen wird und aktiv von Muslimen bekämpft werden muss.” Diese Sätze stammen nicht aus der Zukunft, er ist keine vorwegnehmende Beschreibung der Machtübernahme Syriens durch die Kalifatisten des IS. Die Aussagen sind syrischen Schulbüchern entnommen, die eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahr 2003 genauer untersucht. Damals war der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad drei Jahre im Amt.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Sohn Baschar setzte eine Politik fort, die sein Vater Hafez al-Assad mit der sogenannten “Korrekturbewegung” nach seiner Machtübernahme in den 1970er Jahren in Gang gesetzt hatte: ein Machtarrangement mit Führern der syrischen Sunniten, das gegen radikalere Säkularisierungstendenzen in der Baath-Partei gerichtet war. Dieses Machtarrangement bringt nun der britische Journalist Brian Whitacker neu in den Fokus. Seine These lautet:

Seit Beginn des syrischen Konflikts bemüht sich Baschar al-Assad darum, seinen politischen Überlebenskampf als heroische Anstrengung darzustellen, welche den religiösen Spannungen zwischen den Gruppen entgegenarbeitet und sie einzudämmen sucht, aber die Konflikte sind zum Teil auch Resultat der “Religions-Politik” der syrischen Regierung.

Spaltungen zugearbeitet

Man kann die These noch griffiger fassen: Whitacker hält der Regierung Assad vor, dass sie weitaus weniger säkular agierte, als dies ihrem verbreiteten Ruf als Gegenpol zur Islamisierung Syriens gerecht würde. Im Gegenteil: die Baath-Regierung habe nach ihrer Kurskorrektur den konfessionellen Spaltungen sogar zugearbeitet. Sie habe dem sunnitischen “Klerus” ein bedeutendes politisches Wirkungsfeld überlassen, in der sozialen Sphäre und in der Erziehung, wie man am Beispiel der Schulbüchertexte erkennen kann.

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Was hinter 78 antimuslimischen Vorfällen steckt

islam_christentumDie Regierung, die Medien, die muslimischen Verbände: Wenn es um das Thema Islamfeindlichkeit geht, wird immer wieder eine Zahl zitiert. 78. Doch was ist in diesen Fällen eigentlich passiert? SZ.de hat nachgefragt.

Von Hakan Tranriverdi|Süddeutsche.de

Achtundsiebzig. Diese Zahl bestimmt mit, wie in Deutschland über den Islam gesprochen wird. Sie wird in Zeitungen zitiert und dient dort als Symptom für Islamfeindlichkeit. Aus diesem Grund sind muslimische Gemeinden auch beunruhigt über jene Zahl, die gleichzeitig die Antwort der Bundesregierung auf die Frage ist: Wie oft kommt es in und um Moscheen zu antimuslimischen Vorfällen? So lautete eine Kleine Anfrage der Linkspartei. Offizielles Ergebnis: 78 mal im Zeitraum Januar 2012 bis März 2014 (hier das PDF).

Doch eine einzelne Zahl ist so gut wie wertlos, wenn unklar bleibt, was sich hinter ihr verbirgt. Was genau ist passiert?

Das Papier zur Linken-Anfrage liefert nur wenige Details: In 78 Spalten werden dort zwar einige Zusatzinformationen genannt, zum Beispiel Ort, Datum und welcher Paragraf des Strafgesetzbuches angewendet wurde. Das Wort “islamfeindlich” findet sich in diesen Spalten allerdings nicht. Genauere Angaben kann das Bundeskriminalamt (BKA) nicht liefern – schlicht, weil es diese nicht hat.

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Kenia: Tetanus-Impfung und die Verblödung katholischer Bischöfe

BischöfeSchwere Vorwürfe gegen ein Tetanusimpfprogramm von Regierung und Weltgesundheitsorganisation erheben die katholischen Bischöfe Kenias: Dem Impfstoff sei ein schwangerschaftsverhütendes Hormon beigegeben.

kath.net

Kenias katholische Bischöfe schlagen wegen eines landesweiten Tetanusimpfprogramms Alarm. „Wir rufen alle Kenianer dazu auf, das Tetanusimpfprogramm zu meiden, denn wir sind überzeugt, dass es eigentlich ein heimliches Programm zur Geburtenkontrolle ist.“ Dies stellte Bischof Paul Kariuki, Vorsitzender der kenianischen Bischofskonferenz fest. Darüber berichtete „Crux“, das katholische Magazin der US-Tageszeitung „Boston Globe“. Bei einer Anhörung vor dem staatlichen Gesundheitskommitee erläuterten die Bischöfe, dass sie den Impfstoff privat hatten testen lassen und darin Humanes Choriongonadotropin (HCG) gefunden worden sei, ein schwangerschaftsverhütendes Hormon.

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Isis-Terroristen sind an Atom-Material gelangt

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Mitglieder terroristischer Gruppen sind nach Angaben der Regierung Iraks an atomares Material gelangt. Die Stoffe zu Forschungszwecken stammen aus einer Universität im Norden des Landes. Ob das Material waffenfähig ist, ist jedoch ungewiss.

FOCUS ONLINE

Aufständische im Irak sind nach Regierungsangaben an Nuklearmaterial gelangt. Die radioaktiven Stoffe stammten aus der Forschung einer Universität im Norden des Landes, teilte der Irak in einem Brief den Vereinten Nationen mit und rief die Staatengemeinschaft zur Hilfe auf, „um die Bedrohung abzuwenden, dass es von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird“. Fast 40 Kilogramm von Urangemischen seien in der Uni Mossul gelagert worden, schrieb der Botschafter des Irak bei den Vereinten Nationen, Mohamed Ali Alhakim, an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem auf den 8. Juli datierten Brief, der Reuters vorlag.

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Politik ohne Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelWarum die Religion etwas Wunderbares sein kann – als Privatsache.

Von Helmut OrtnerThe European

Unser Land darf auch in dieser Regierungszeit auf göttlichen Beistand hoffen. Am 17. Dezember 2013 begann ein komplett christliches Kabinett mit seiner Arbeit: alle Bundesministerinnen und -minister beendeten ihren Amtseid mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“. Nicht nur im Parlament, auch in deutschen Gerichtssälen wird viel geschworen. Bei der Vereidigung vor Gericht geht dem Eid stets die Eingangsformel „Sie schwören…” (bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden) voraus. Im Strafverfahren wird nach §64 StPO angemahnt: „…, dass Sie nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen haben“. Kurzum: auf göttliche Beschwörung und Beteuerung wird hierzulande gerne vertraut.

Alle dürfen, niemand muss

Hierzulande herrscht Glaubensfreiheit. Wer Beamter, Staatsanwalt oder Richter werden möchte, schwört auf die Verfassung, nicht auf die Bibel oder den Koran. Entscheidend sind nicht religiöse Präferenzen, sondern Verfassungstreue. Wir sind eine pluralistische, multi-ethnische, multi-religiöse Gesellschaft. Niemand wird wegen seines Glaubens diskriminiert. Gläubige, Andersgläubige und Ungläubige müssen miteinander auskommen. Deutschland ist kein Gottes-Staat, sondern ein Verfassungs-Staat. Alle dürfen glauben, niemand muss.

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Das Wort Allah ist älter als der Islam

Bild: freeislamiccalligraphy.com

Richter verbieten den Christen in Malaysia, ihren Gott Allah zu nennen. Dabei hat schon Jesus am Kreuz Gott mit einem ähnlichen Wort angeredet. Die malaysische Regierung schwächt das Urteil ab.

Von Matthias HeineDIE WELT

Malaysia ist ein vielfältiges und uneinheitliches Land, was wohl schon durch seine geografische Lage bedingt ist: Es besteht aus zwei Landesteilen, die durch das südchinesische Meer getrennt sind: die malaysische Halbinsel im Westen und Teile der Insel Borneo im Osten. 60 Prozent der Malaysier sind Muslime, aber es gibt starke christliche, buddhistische und hinduistische Minderheiten.

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Hagia Sophia soll offenbar wieder als Moschee genutzt werden

Hagia Sophia, Bild: wikimedia.org/CC-SA-3.0

Die Türkei provoziert das Christentum: Türkische Regierung prüft nach dem Bericht einer regierungsnahen Zeitung Wege zur Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee.

kath.net

Die türkische Regierung prüft nach dem Bericht einer regierungsnahen Zeitung Wege zur Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee. Demnach sollen christliche Mosaiken und Fresken in dem als Kirche errichteten byzantinischen Bau nur mehr in den Morgenstunden für Touristen zu sehen sein, berichtete die Zeitung «Yeni Safak» am Donnerstag. Vor dem islamischen Mittagsgebet sollten Fresken und Mosaiken dann mit Hilfe einer speziellen Lichttechnik abgedunkelt werden. Nach Gründung der türkischen Republik 1923 wurde die Hagia Sophia zum Museum erklärt, in dem religiöse Riten verboten sind.

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Gefälschte Arbeitsverträge: Vatikan warnt vor Betrügern

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Der Vatikan wehrt sich gegen Betrüger: Die Regierung des Kleinstaats hat am Donnerstag, 8. Mai, vor einer Firma gewarnt, die gefälschte Verträge für eine Anstellung im Vatikan anbietet.

kipa-apic

In den vergangenen Tagen seien «besorgniserregende Meldungen» über solche Vorfälle eingegangen, heisst es in einer Mitteilung. Die Firma gebe vor, im Auftrag des vatikanischen Governatorats zu handeln. Dies sei falsch. Die vatikanische Regierung betraue keine auswärtigen Firmen mit der Rekrutierung von Personal. Zudem seien derzeit keine Einstellungen geplant. Der Vatikan rief dazu auf, Personen, die entsprechende Versprechungen machten, den italienischen Behörden zu melden. Das Governatorat ist eine Art Regierung des Vatikanstaates und vor allem für die Infrastruktur zuständig

Twitter-Nutzer in der Türkei umgehen Erdogans Sperre

erdogan_twitter Die Twitter-Sperre in der Türkei verfehlt offenbar ihre Wirkung. Nutzer des Kurznachrichtendienstes umgehen die von der Regierung auferlegte Sperre häufig.

Kölner Stadt-Anzeiger

Laut der Medien-Ratingagentur Somera nahm die Nutzung von Twitter seit der Sperre in der Nacht zum Freitag sogar um 33 Prozent zu. Twitterer können die von Premier Recep Tayyip Erdogan veranlasste Blockade umgehen, indem sie ihre Identität und die Herkunft ihrer Netzeinwahl verschleiern. Solche Verschlüsselungsprogramme sind frei im Internet erhältlich.

Obama: Religionsfreiheit dient nationaler Sicherheit

us_flagge_bibel_kreuzDas 62. jährliche „National Prayer Breakfast“ hat am Donnerstag in Washington die extreme Armut weltweit thematisiert. Zudem mahnte der US-amerikanische Präsident Barack Obama vor 3.000 Teilnehmern die Folgen eingeschränkter Religionsfreiheit an.

pro Medienmagazin

In der Hauptrede rief Rajiv Shah, der Leiter von „US Aid“, einer staatlichen Hilfsorganisation, dazu auf, der extremen Armut weltweit ein Ende zu setzen. Dieses Ziel sei innerhalb der nächsten 20 Jahre zu erreichen, wenn Regierung, Hilfsorganisation und Unternehmen zusammenarbeiten. „Ich glaube, dass der Geist dieses Gebetsfrühstücks wesentlich dafür ist, unsere Herzen zu stärken und uns in unseren Bemühungen zu vereinen.“

Shah nannte als Beispiel für die Armut eine Mutter in Somalia. Auf der Flucht vor einer Hungersnot musste sie eines ihrer schwach gewordenen Kinder zurücklassen, um das andere retten zu können. Mit Verweis auf das zuvor verlesene Gleichnis vom barmherzigen Samariter sagte Shah: „Wie kommen wir heute der Aufforderung Jesu nach, es dem barmherzigen Samariter gleich zu tun?“

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Nigeria: Katholische Kirche begrüßt Homo-Verfolgung

In einer unterwürfigen Botschaft an den Präsidenten bedankt sich Erzbischof Ignatius Kaigama, dass in Nigeria gegen homosexuellen „Müll“ vorgegangen wird Bild: Maurizio Lupi / flickr / cc by 2.0

Die katholische Bischofskonferenz in Nigeria lobt die Regierung in höchsten Tönen, weil sie mit einem neuen Gesetz Schwule und Lesben noch gnadenloser jagen lässt als in den vergangenen Jahren.

QUEER.DE

Die Führung der römisch-katholischen Kirche in Nigeria hat die im Januar von Präsident Goodluck Jonathan unterschriebene Gesetzesverschärfung gegen Homosexuelle begrüßt. In einer Pressemitteilung erklärte die Bischofskonferenz, die verschärfte Verfolgung von Schwulen und Lesben im einwohnerstärksten Land Afrikas sei ein “richtiger Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen”. Die Kirche lobte ausdrücklich den Präsidenten, der sich dem Druck aus dem westlichen Ausland widersetzt habe.

Das Gesetz bestraft nicht mehr “nur” gleichgeschlechtlichen Sex, sondern verbietet auch Treffen von Homosexuellen, gleichgeschlechtliche Küsse oder die simple Teilnahme an einer Verpartnerungszeremonie oder gleichgeschlechtlichen Eheschließung, egal ob diese in Nigeria oder im Ausland stattfindet. Wer gegen das Gesetz verstößt, kann mit 14 Jahren Haft bestraft werden (queer.de berichtete). Amnesty International erklärte, dass aufgrund des Gesetzes eine “Hexenjagd” gegen Homosexuelle eingesetzt habe (queer.de berichtete).

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Der Puppenspieler Fethullah Gülen und Recep Tayyip Erdogan

Religion als Maske: Fethullah Gülen Foto: Stringer Turkey / Reuters

Der Prediger Fethullah Gülen verkörpert den »tiefen Staat« in der Türkei. Seine politische Karriere begann er in einer CIA-Zweigstelle zur Bekämpfung des Kommunismus

Von Nick BraunsjW

In Deutschland war der Name Fethullah Gülen bis zum offenen Ausbruch des derzeitigen Machtkampfes zwischen der millionenstarken Gemeinde (Cemaat) des pensionierten Imam und der religiös-konservativen AKP-Regierung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan kaum bekannt. Das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Time wählte den Prediger dagegen im April 2013 auf seine jährliche Liste der 100 einflußreichsten Persönlichkeiten. Gülens Laudator, der ehemalige Türkei-Korrespondent der New York Times, Stephen Kinzer, nannte den Imam einen der »faszinierendsten religiösen Führer«, der mit seiner »Botschaft der Toleranz Bewunderer in aller Welt« erreiche. Gleichzeitig charakterisierte Kinzer Gülen als »schattenhaften Puppenspieler«, der aufgrund seines immensen Einflusses in seiner türkischen Heimat, wo seine Schüler Spitzenpositionen in Regierung, Justiz und Polizei errungen haben, von ebenso vielen Menschen gefürchtet wie geliebt werde.

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Missbrauch: Kardinales Lügen in Australien nicht akzeptabel

Bild: wikipedia

Regierung fordert von Kardinal Pell vor Anhörung vor dem Missbrauchsausschuss im Bundesstaat Victoria Ehrlichkeit

kathweb

Sydneys Kardinal George Pell ist von Regierungsseite zu Offenheit und Ehrlichkeit bei seiner Anhörung vor dem Missbrauchsausschuss im Bundesstaat Victoria aufgerufen worden. “Es ist an der Zeit, dass George Pell im Namen der Katholischen Kirche nicht nur gegenüber dem Ausschuss, sondern gegenüber dem Volk von Victoria und Australien offen und ehrlich ist”, zitierte die katholische deutsche Nachrichtenagentur KNA Aussagen des Premierministers im Bundesstaat Victoria, Denis Naphtine vor australischen Journalisten. Pell wird am Montag vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss erwartet. Das Parlament in Victoria hatte den Ausschuss eingesetzt, nachdem Polizei und Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen die Erzdiözese Melbourne erhoben hatten.

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Serbien: Bischöfe drohen Regierung mit dem Tod

Bild: AP

Zwei Bischöfe haben in Serbien einen handfesten Skandal ausgelöst: Die Geistlichen drohten der Regierung in Belgrad und dem Parlament mit dem Tod, unter anderem mit einer symbolischen Totenmesse. Medien und Regierungsvertreter reagieren mit Empörung.

SpON

Es muss ein gespenstischer Auftritt gewesen sein: Die serbischen Bischöfe Amfilohije und Atanasije lasen am Freitag bei einer Demonstration von Nationalisten in Belgrad eine Totenmesse für die Regierung und das gesamte Parlament.

Sie beließen es nicht bei dem symbolischen Akt, sondern drohten Regierungschef Ivica Dacic direkt mit einem ähnlichen Schicksal wie dem vor zehn Jahren ermordeten ersten demokratischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic.

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Wer “Gott” sagt, will betrügen

Foto: picture-alliance / akg-images

Jan Roß weiß Bescheid über die Kreuzzüge, religiösen Judenhass, islamische Selbstmordattentäter. Die Religion verteidigt er trotzdem. Weil der Mensch ohne Religion nicht groß von sich denken kann.

Von Hannes SteinDIE WELT

Die Sowjetunion hat postum gesiegt. Gewiss nicht in Amerika, wo die Uhren ja ein wenig anders gehen, aber doch ganz gewiss in Europa. Vor allem dieser zentrale Glaubenssatz der sowjetischen Staatsmacht hat sich eigentlich flächendeckend durchgesetzt: Religion ist Opium fürs Volk. Wer “Gott” sagt, will betrügen. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind überflüssige Relikte des Mittelalters, die nur unter Zähneknirschen geduldet werden.

So kommt es, dass unter “säkularer Staat” heute nicht mehr verstanden wird, dass Parlament und Regierung sich aus Religionsfragen gefälligst rauszuhalten haben.

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China: Religion dem Staat untergeordnet

Bild: englishfirst.com

Die chinesische Regierung fordert nach Einschätzung des Direktors des Pekinger Instituts für Weltreligionen, Zhuo Xinping, die Anpassung aller dort vertretenen Religionen an die sozialistische Staatsideologie.

religion ORF.at

Ziel der politischen Führung sei es, die Religionen in das Bemühen um eine „harmonische Gesellschaft“ einzubeziehen. Dazu müssten sich die Religionen und damit auch das Christentum in China dem Staat unterordnen, sagte Zhuo am Donnerstag in Sankt Augustin bei Bonn gegenüber der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA.

Staatsloyalität hat Vorrang

Die Loyalität zum Staat stehe für die Staatsvertreter immer an erster Stelle, erst danach komme die Loyalität zu einer Religion, so der Wissenschaftler. Dies sei auch geschichtlich begründet: „Es gab und gibt in der Geschichte Chinas bis heute nie eine Einheit von Staat und Religion, in der die Religion die führende Rolle gespielt hätte oder eine sogenannte Trennung von Staat und Religion. Die einzige Beziehung zwischen Staat und Religion, die es in China jemals gab, war die des Vorrangs des Staates und die Unterordnung der Religion.“

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