Archiv der Kategorie: Recht

Limburger Staatsanwaltschaft bekräftigt ihre Rechtsauffassung

War es richtig von der Staatsanwaltschaft in Limburg, kein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einzuleiten? Die Behörde wehrt sich jetzt gegen die Kritik aus den letzten Tagen.


kath.net

justiz_grossDie Limburger Staatsanwaltschaft hält ihre Entscheidung weiterhin für richtig, kein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einzuleiten. Auch wenn es in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten Kritik an der nun ein Jahr zurückliegenden Entscheidung gegeben habe, habe sich an der damaligen Rechtsauffassung nichts geändert, betonte ein Sprecher der Behörde am Dienstag auf Anfrage.

Die Staatsanwaltschaft hatte seinerzeit über mehrere Strafanzeigen zu entscheiden, in denen der Vorwurf der Untreue erhoben worden war im Zusammenhang mit dem umstrittenen rund 31 Millionen teuren Bau des bischöflichen Wohn- und Dienstsitzes auf dem Limburger Domberg.

Die Behörde hatte das Verfahren eingestellt und in der Begründung ausgeführt, dass zwar etliche Verstöße gegen innerkirchliches Recht festgestellt worden seien, dass diese jedoch nicht zu einer möglichen Strafbarkeit führten. Bei innerkirchlichen Entscheidungen und Verhaltensweisen komme eine Strafbarkeit nur dann in Betracht, wenn außerkirchliche Belange strafrechtlich relevant berührt würden. Das sei zum Beispiel dann der Fall, wenn Handlungen gegen die körperliche Integrität, das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung oder auch Diebstahlsdelikte vorlägen.

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Saudi-Arabien: Bruch mit dem Islam am Smartphone

Frauen werden in Saudi-Arabien sofort verhaftet, wenn sie unverschleiert in die Öffentlichkeit gehen. Die Rechtssprechung folgt streng der Scharia. Doch das gilt wohl nicht für die Sozialen Netzwerke: Dort nämlich hat Amy Roko einen Weg der Emanzipation als Frau gefunden.


Von Maximilian Schönherr|Deutschlandfunk

islam_frauenAmy Roko ist ein Star. Nimmt man die Zahlen ihre Internet-Fans, kommt man leicht auf über eine Million. Sie ist Anfang 20, lebt und studiert in Riad, der Hauptstadt Saudi Arabiens. Die langen Strecken zur Uni, zum Buchladen, zum Krankenhaus kosten die Familie eine Menge Geld, denn sie darf nicht selbst am Steuer sitzen – weil sie eine Frau ist. Sie wehrt sich gegen die Erniedrigung von Frauen in ihrem Land, indem sie die Sozialen Netze des Internets nutzt, vor allem Vine und Instagram.

Statt ins Auto aufs Skateboard

Vine ist das Twitter-Portal für Filme, die nur wenige Sekunden lang sind; hier finden sich Hunderte von Videos von Amy Roko. Sie erscheint stets traditionell gekleidet, man sieht nur ihre Augen. In diesem Clip hier greift sie mit einem Tritt einen jungen Mann an.
In einem anderen Video fährt sie Skateboard.

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Kirchenpfleger auf der Flucht

Mit diesem Plakat fahndet das BKA nach dem Kirchenpfleger und seiner mutmaßlichen Komplizin. (Foto: BKA
Der 44-Jährige soll aus der Kasse einer Kirchengemeinde in Hof 1,4 Millionen Euro abgezweigt haben. Er hat sich mit seiner Komplizin wohl nach Argentinien abgesetzt. Nun sucht die Polizei mit einem Kopfgeld nach den beiden.


Von Olaf Przybilla|Süddeutsche.de

Pfarrer Holger Fiedler holt tief Luft, dann sagt er: “Der Mensch in seiner Tiefe ist interessant.” Fiedler hat den Kirchenpfleger Erwin Kaus noch kennengelernt, vor fünf Jahren war das, da war Fiedler noch gar nicht Pfarrer in der katholischen Hofer Sankt-Marien-Gemeinde. Aber Kaus kannte man einfach. Die mit ihm zu tun hatten, berichten von einem leutseligen, eloquenten und vertrauenswürdigen Mann, von dem die Rede ging, der verstehe etwas von Geld. Bis der Kirchenpfleger plötzlich weg war, 2012 war das.

Allein die Kirchenstiftung in Hof soll der heute 44-Jährige um etwa 1,4 Millionen Euro betrogen haben. Auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts steht Erwin Kaus inzwischen, außerdem sind nun 5000 Dollar für denjenigen ausgelobt worden, der Hinweise liefern kann, um ihn zu fassen.

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Vom religiösen Eiferer zum Humoristen

Koran-Exemplare auf dem Jahrestreffen der “Union islamischer Organisationen'”(UOIF) bei Paris (AFP / JACQUES DEMARTHON)
Farid Abdelkrim gehörte zu den führenden Mitgliedern der französischen Muslimbrüderschaft, dann stieg er aus. Heute warnt er vor seinen einstigen islamistischen Weggefährten. Als Buchautor – und als Kabarettist auf der Bühne.


Von Margit Hillmann|Deutschlandfunk

In einem Pariser Fernsehstudio: Farid Abdelkrim – dreiteiliger Nadelstreifenanzug, dichtes, nach hinten gegeltes Haar – sitzt auf einem schwarzen Ledersofa. Die Redaktion hat den 48-Jährigen in ihre Sendung eingeladen, um mit ihm über sein Buch zu sprechen. Der Titel: “Warum ich aufgehört habe, Islamist zu sein”. Die Maskenbildnerin pinselt noch einmal über sein braungebranntes Gesicht, dann geht es vor die Kamera.

Das Interview ist nur eines von vielen, die Farid Abdelkrim in den vergangenen Monaten gegeben hat. Sein Buch hat in Frankreich für Aufsehen gesorgt: Insiderwissen aus den innersten Zirkeln der politischen Islamistenszene hat Seltenheitswert, nur wenige Aussteiger wagen sich an die Öffentlichkeit. Er will aufklären, sagt Abdelkrim einige Tage später. Wir treffen uns nochmal zum Interview. Er will junge Muslime davor bewahren, seine Fehler zu begehen und Glaube mit Islamismus und politischem Machtstreben zu verwechseln.

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«Die Kirche kann diesen Fragen nicht mehr aus dem Weg gehen»

REUTERS/Yves Herman
REUTERS/Yves Herman
Die Theologin Eva-Maria Faber befasst sich mit Wiederverheirateten und Homosexuellen. Das beschäftigt auch die Weltbischofssynode im Herbst.


Mit Eva-Maria Faber sprach Michael Meier|Tages Anzeiger

Der Reformwillen der Bischofssynode wird daran gemessen, ob sie Wiederverheiratete zur Kommunion zulässt. Zeigt das nicht, wie weit weg die Kirche von den Menschen ist?
Die Kirche, das sind doch zuerst die Menschen selbst und alle, die mit ihnen auf dem Weg sind. In der seelsorgerlichen Praxis ist es selbstverständlich, dass man Menschen begleiten muss und nicht einfach Normen anwenden kann. Das Kirchenrecht kennt übriges kein Sak­ramentenverbot für Wiederverheiratete. Das ist nur eine Auslegung des Kirchenrechts. Solange es aber so ausgelegt wird, muss man darüber nachdenken. Man sollte auch kirchlicherseits merken, dass das Leben komplizierter ist, als das Ideal es will. In diesem Sinne möchten Wiederverheiratete so etwas wie eine Anerkennung. Und es gibt auch theologische Gründe, warum die «offizielle» Kirche ihre Haltung überdenken sollte.

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Kongo: “Wir sind der Kriege müde”

Im Osten des Kongo herrscht seit mehr als 20 Jahren Krieg. Es geht um Land, Rohstoffe und Macht. Auch die Präsenz der weltgrößten UN-Mission ändert daran nichts. Doch viele Bürger sind nicht länger bereit, das hinzunehmen.


evangelisch.de

Das Gesicht des Krieges, S. Dali 1940
Das Gesicht des Krieges, S. Dali 1940

Menschenrechtler schätzen, dass im Osten des Kongo jedes Jahr 25.000 Frauen vergewaltigt werden. In dem mehr als 20 Jahre andauernden Konflikt um Macht und Rohstoffe setzen Milizen und Armee sexuelle Gewalt als Waffe ein. Auch die 22.000 Mann starke UN-Mission ändert daran nichts. “Wir wollten der Not der Überlebenden nicht länger tatenlos zusehen”, erläutert Masika Kafanya den Grund, weshalb sie im Jahr 2000 mit weiteren Mitstreiterinnen in der Stadt Butembo die Hilfsorganisation FEPSI gründete.

Bei FEPSI, das seit 2007 von der Deutschen Welthungerhilfe unterstützt wird, erhalten die Überlebenden medizinische Betreuung und juristische Beratung. Außerdem bekommen sie Hilfe bei einem wirtschaftlichen Neustart. Die Mitarbeiterinnen gehen dabei ein hohes Risiko ein, denn Menschenrechtsverteidiger sind den Kriegsparteien ein Dorn im Auge.

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Indien: Ordensfrau wegen Schleier von Uni-Test ausgeschlossen

In Indien ist einer Ordensfrau die Teilnahme an einem Zulassungstest für das Medizinstudium verweigert worden, weil sie ihren Schleier und ihr Kreuz nicht ablegen wollte.


kath.net

Nadrenda Modi.
Nadrenda Modi.

In Indien ist einer Ordensfrau die Teilnahme an einem Zulassungstest für das Medizinstudium verweigert worden, weil sie ihren Schleier und ihr Kreuz nicht ablegen wollte. Der Vorsitzende der katholischen Indischen Bischofskonferenz mit Sitz im südindischen Thiruvananthapuram, Kardinal Baselios Cleemis, verlangte daraufhin eine Debatte über Kultfreiheit in einer multireligiösen Gesellschaft, wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews (Montag) in Bangkok berichtete.

Anlass war eine landesweite Eignungsprüfung, die wegen zahlreicher Betrugsfälle hatte wiederholt werden müssen. Um zu verhindern, dass erneut unerlaubte Hilfsmittel eingeschmuggelt werden, hatte das Oberste Gericht für die rund 600.000 Kandidaten eine strikte Kleiderordnung erlassen. Davon betroffen waren auch islamische Kopfschleier. Laut Ucanews klagten zwei muslimische Studentinnen erfolglos gegen die Vorschrift.

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Darwin Day: Federal prisons agree to recognize humanism as a religion

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying he and other inmates were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon
  •  Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day after Inmate Jason Michael Holden filed a lawsuit last year
  • Humanist inmates can now request access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities
  • Humanism is similar to atheism though rather than simply rejecting belief in a god, humanists advocate rational thinking

By Mail Online

Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day and get accommodations typically afforded to those inmates who believe in a deity.

The federal Bureau of Prisons agreed in the settlement of a lawsuit to add a section on humanism to its manual on inmate beliefs and practices.

Officials in the prison system will also consider requests from humanist inmates for access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities.

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying Holden and other humanist prisoners were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon. 

The settlement was reached earlier this month, and the association announced the settlement in a news release issued on Monday.

Humanism is similar to atheism. But rather than simply reject belief in a god, humanists advocate rational thinking.

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Angriffe von beiden Seiten vor der Dresdner Zeltstadt für Flüchtlinge

Notunterkunft für Flüchtlinge. Mitarbeiter bereiten eine Notunterkunft für Flüchtlinge vor. Foto: Roland Halkasch/Archiv (Quelle: dpa)
In Dresden hat es erneut Auseinandersetzungen an der Zeltstadt für Flüchtlinge im Stadtteil Friedrichstadt gegeben.


evangelisch.de

In der Nähe des Geländes habe eine Gruppe von 20 Personen des rechten Spektrums in der Nacht zum Dienstag etwa 15 Asylbefürworter angegriffen, teilte die Polizeidirektion am Dienstag in Dresden mit. Ein 25-jähriger Unterstützer der Flüchtlinge erlitt den Angaben zufolge eine Platzwunde am Kopf. Die Angreifer seien geflüchtet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch.

Der Vorfall ereignete sich nach einer antirassistischen Demonstration. Der Landesvorsitzende der Grünen, Jürgen Kasek, war nach eigenen Aussagen selbst vor Ort und sprach von “vermummten Nazihooligans”, die auf Asylunterstützer losgegangen seien. Kasek kritisierte die Polizei: Es habe mehr als fünf Minuten gedauert, bis nach einem Notruf ein Streifenwagen vor Ort gewesen sei, sagte er. Die Notunterkunft sei zu diesem Zeitpunkt nur noch durch drei Beamte abgesichert gewesen. Die Polizei habe allerdings erklärt, dass eine Hundertschaft zur Absicherung des Camps bereitstehe.

Police swarm illegal settlement buildings, 50 arrested

Israeli security forces scuffle with settlers who had barricaded themselves in an attempt to prevent the demolition of illegally constructed buildings, at the Jewish settlement of Beit El, near the West Bank town of Ramallah, on July 28, 2015 (Nati Shohat/FLASH90)
Preempting protests, special forces clear Beit El structures of barricaded Jewish settlers after court orders their destruction


By Times of Israel staff

Hundreds of Israel Police special forces early Tuesday morning stormed illegally constructed buildings in the West Bank settlement of Beit El, where settler demonstrators had barricaded themselves in an attempt to prevent the demolition of the structures.

Up to 50 demonstrators were detained following scuffles with officers.

Settlers had set up barbed wire and stockpiled tires to burn in preparation for a protest against a Supreme Court decision to demolish the disputed buildings, in the settlement’s Dreinoff neighborhood.

Shortly after 3 a.m., however, police arrived to preempt the demonstration ahead of the demolition. Protesters inside the neighborhood were removed forcefully by police, but there were no immediate reports of injuries.

Additional demonstrators were pouring into the settlement, which is located north of Jerusalem, with the intention of erecting a tent city as part of the effort to prevent the Supreme Court’s decision from being carried out.

“We came to build, not to be driven out,” settlers painted on one of the buildings slated for demolition.

“With my blood, I will defend the Land of Israel,” another sign declared.

Footage from overnight showed police forces marching on the two buildings containing 24 housing units, a large fire blazing to their left.

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Geert Wilders holt mit Wiener Rede Justiz auf den Plan

Screenshot: bb
Screenshot: bb
Bei seinem Wien-Besuch Ende März auf Einladung der FPÖ wetterte Geert Wilders in der Hofburg gegen den Islam. Muslime erstatteten Anzeige gegen den niederländischen Rechtspopulisten. Jetzt mahlen die Mühlen der Justiz.


heute.at

“Europas Bedrohung durch die Islamisierung” – Das war das Thema von Geert Wilders’ Rede Ende März in Wien in der Hofburg. “Wir werden den Islam besiegen”, so Wilders damals vor den FPÖ-Herrschaften, der Koran gehöre verboten, und “Wir werden die Tore Wiens verteidigen”. Nach der Sachverhaltsdarstellung der “Initiative Muslimischer Österreicher” bekommt der niederländische Rechte Ärger mit der Justiz. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut “Kurier” wegen Verhetzung.

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Australien: Missbrauchs-Vertuschung bei Zeugen Jehovas

Die Zeugen Jehovas in Australien haben die systematische Vernichtung von Dokumenten über den sexuellen Missbrauch Minderjähriger eingeräumt.


Radio Vatikan

Themenbild.
Themenbild.

Man habe vermeiden wollen, dass die Aufzeichnungen „in falsche Hände fallen“, sagte ein Leitungsverantwortlicher der Religionsgemeinschaft, Max Horley, laut australischen Medien am Montag vor dem staatlichen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Umgangs mit Missbrauchsfällen.

Seit 1950 seien den Zeugen Jehovas 1.006 Fälle von Kindesmissbrauch bekanntgeworden. Alle diese Fälle seien intern behandelt worden, statt sie bei der Polizei anzuzeigen, so Horley. Man sei sich damals nicht bewusst gewesen, dass es sich um ein „kriminelles Vergehen“ handle. Schon zuvor waren in der Kommission Vorwürfe laut geworden, die Zeugen Jehovas hätten wiederholt übergriffige Verantwortungsträger in andere Positionen verschoben, um Missbrauch zu vertuschen.

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USA: Satanisten enthüllen Denkmal in Detroit

Die Organisation Satanic Temple hat Samstagnacht eine Baphomet-Skulptur im US-amerikanischen Detroit enthüllt. Der Tempel hatte lange versucht, das Denkmal nahe dem Zehn-Gebote-Denkmals in Oklahoma zu platzieren.


religion.ORF.at

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist
Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Aufgrund der geplanten Demonstrationen gegen das Denkmal hatte die Gruppe die Enthüllung bis zum letzten Moment geheim gehalten, berichtete die britische Zeitung „Guardian“ am Sonntag (Onlineausgabe). Per E-Mail informierten die Satanisten erst kurz vor der Enthüllung des rund drei Meter hohen Denkmals Anhänger, die sich zuvor schriftlich anmelden mussten.

Teufel mit Flügeln

Der Satanic Temple präsentierte die Statue – sie soll rund eine Tonne wiegen -kurz vor Mitternacht bei einem Industriegebäude in der Nähe des Detroit-Flusses. Unterstützer jubelten: „Heil Satan“, Hunderte Anhänger waren anwesend, einige posierten für Fotos mit der Baphomet genannten Figur.

Die umstrittene Statue besteht aus einem geflügelten Baphomet mit einem menschlichen Körper und dem Kopf einer Ziege – eine Kunstfigur, die von Satanisten als Abbildung für den Teufel verwendet wird. Rechts und links neben dem Baphomet stehen ein Bub und ein Mädchen, die den Teufel anbeten.

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Austria: Stifte und Klöster haben viel Platz – aber nicht für Flüchtlinge

Stift Altenburg: Keine freien Zimmer für Flüchtlinge © Michael Rausch-Schott
Die katholische Kirche ist die drittgrößte Immobilienbesitzerin des Landes. Doch Stifte und Klöster haben bisher kaum Flüchtlinge aufgenommen, meist mit fadenscheinigen Begründungen. Die öffentliche Kritik daran wird immer lauter – auch in der ÖVP.


Von Otmar Lahodynsky|profil.at

„Wir sind kein leerstehendes Haus“, seufzt Abt Georg Wilfinger vom Benediktinerstift Melk: „Wir haben keinen Platz für Flüchtlinge. Soll ich sie etwa gar im Kaisersaal oder in der Bibliothek unterbringen?“

Im größten österreichischen Barockkloster, dessen Hauptachse sich über 320 Meter erstreckt, ist derzeit angeblich kein einziges Zimmer frei. Nach dem Bosnien-Krieg fanden dort noch 50 Flüchtlinge im ehemaligen Internat des Stiftgymnasiums Unterschlupf. Und jetzt: kein Platz. Nicht einmal in den Schulferien werden die Klassenzimmer zur Verfügung gestellt. „Kein Personal“, bedauert der Abt – und fügt eilig hinzu, dass das Stift Sozialprojekte in Rumänien, Sri Lanka und Afrika betreibe.

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Shitstorm gegen Halal-Schlachter

Shitstorm gegen Schlachter: Islamfeinde wettern gegen halal-Fleisch. Foto: dpa
Nach einem Aufruf von Pegida-Gründer Lutz Bachmann posten Islamfeinde rassistische Beleidigungen auf der Seite einer Halal-Schlachterei.


Von Andrea Scharpen|taz.de

Pegida-Anhänger und Islamfeinde haben die Facebook-Seite einer kleinen Schlachterei aus dem niedersächsischen Elsfleth mit rassistischen Kommentaren überzogen.

Der Betreiber Rolf Piepmeier schlachtet nach islamischem Brauch, aber deutschen Tierschutzstandards (siehe Kasten). Seine Kunden sind insbesondere Muslime. Im Netz wird Piepmeier nun als Tierquäler bezeichnet und übel beleidigt.

Ausgelöst hat den Shitstorm der Pegida-Gründer Lutz Bachmann. Der verwies auf seiner Facebook-Seite mit den Worten „Tierquäler! Wer hier kauft, befürwortet den qualvollen Tod von Tieren!“ auf die Facebook-Seite der Schlachterei.

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There Was Nothing Wrong with Richard Dawkins’ Tweet That “Islam Needs a Feminist Revolution”

[Note from Hemant: There was an overwhelming response to a recent post on this site about a tweet made by Richard Dawkins, including strong disagreements within our writing team. For that reason, we’re posting some additional thoughts on the matter so the conversation can go beyond the comment threads.]

By Bo Gardiner|Friendly Atheist

I’ve disagreed with Richard Dawkins before on his insensitivity to women, feminism, and majority privilege. Some of it he’s apologized for, so I’d like to think we’re starting to be heard. I know all too well from environmental campaigns the importance of acknowledging our successes.

And thus, I part with my fellow Friendly Atheist contributor Lauren Nelson in her recent post, which struck out scathingly at Dawkins for the following single tweet:

There is nothing wrong with those words.  The question deserves answers, not attacks.

Lauren wrote:

It’s not unusual for renowned atheist Richard Dawkins to rub people of faith the wrong way. It’s not unheard of for him to get on the bad side of feminists. But it’s not every day that he pisses off the intersection of the two groups. But this week, with a series of tweets, that’s exactly what Dawkins did.

He started the hullabaloo off with this humdinger:  “Islam needs a feminist revolution. It will be hard. What can we do to help?”

When I first saw her headline — “Richard Dawkins Fails Spectacularly on Feminism and Islam” — I sighed and thought “Oh dear, what has he said now?” But when I arrived at his tweet, I kept scanning, looking for the bad part. I couldn’t believe it when I realized that was it.

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Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

Spätestens seit dem skandalösen Prunkbau des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst, kommt bei vielen Menschen die Frage auf: Woher stammt das ganze Geld der Kirche, über das die Kirchenoberen offenbar ganz ungehemmt verfügen können?
Die Dokumentation beantwortet diese Fragen und gibt Einblicke in ein Jahrhunderte altes System der Bereicherung im Namen Gottes.

Der Film zeigt (Kapitelangaben in Min.)

  1. Recherchen und Schätzungen bekannter Journalisten, Autoren und Historikern zum unermesslichen Reichtum der Kirche
  2. Wie kam der Vatikan zu diesem gigantischen Reichtum? 13:00

Kapitelübersicht:

Superreich durch …
… Blutgeld der Sklaverei 13:10
… Leibeigene 18:10
… Urkunden und Titelfälschung 19:25
… Handel mit Ämtern 22:58
… Handel mit Segen und Titeln 27:45
… Ablasshandel 29:52
… Raubmord 32:15
… Inquisition 41:15
… Erbschleicherei 46:50
… Zehnt 49:20
… Nebeneinnahmen 51:00
… Prostitution 53:05
… staatliche Subvention 55:15

Zahl der illegalen Einreisen in Bayern stark gestiegen

In Bayern ist die Zahl unerlaubter Einreisen nach Angaben der Bundespolizei in diesem Jahr “explosiv” gestiegen.


evangelisch.de

bayern_fahneAuch die gesamte vergangene Kalenderwoche habe alle bisherigen Dimensionen gesprengt. Beinahe 6.000 Menschen seien ohne die nötigen Papier nach Bayern eingereist, teilte die Bundespolizei mit. Die meisten illegalen Grenzübertritte fänden an der österreichisch-deutschen Grenze statt, am stärksten betroffen sei das Revier Passau der Bundespolizei und die Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Bayernweit habe die Bundespolizei im vergangenen Jahr rund 23.500 unerlaubte Einreisen erfasst, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien es schon mehr als 32.000 gewesen. Die meisten aufgegriffenen Migranten ohne erforderliche Papiere stammen den Angaben zufolge aus Syrien, Afghanistan und Eritrea.

Pfarrer gesteht Liebe zu Frau im Sonntagsgottesdienst

Für katholische Pfarrer wie für Helmut Guggemos ist das Zölibat eine schwere Herausforderung, was manchmal gegen die Liebe einer Frau keine Chance hat Foto: Susi Donner
Erneut verliert eine Bodensee-Gemeinde ihren Pfarrer: Helmut Guggemos möchte heiraten und gibt sein Amt dafür auf. Dem Priester gelingt ein emotionaler Abschied. Im Nachbarort fehlte der Mut dafür.


DIE WELT

In gleich zwei Pfarrgemeinden am Bodensee hat die Liebe über den Zölibat gesiegt – und das binnen einem Jahr. Am Sonntag offenbarte Pfarrer Helmut Guggemos seiner Gemeinde beim Gottesdienst in der Sankt Markus-Kirche: Er sei verliebt.

Offiziell hatte es seit Tagen auf der Website der Kirche geheißen, der Pfarrer werde seine Stelle in Weißensberg aus gesundheitlichen Gründen zum September wechseln. “In der letzten Zeit habe ich deutlich gespürt, wie mir die Gesamtverantwortung als leitender Pfarrer mit vielen verschiedenen administrativen Aufgaben immer mehr zu Belastung wird”, hatte der 45-Jährige dort geschrieben. Dahinter steckten jedoch rein private Beweggründe.

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Bigotterie: Der Verlust der Scham

Bild: netzkraft-berlin.de
Über die zunehmende Schamlosigkeit in der deutschen Öffentlichkeit


Von Alexander Kissler|kath.net

Wer sich in diesen Tagen einer deutschen Großstadt nähert, wird am Bahnhof von einem moralischen Imperativ empfangen: „Mach’s mit!“. Die Aufforderung ergeht von Plakatwänden herab an alle – Kinder und Greise, Frauen und Männer. Mitmachen soll die Welt beim gummibewehrten Geschlechtsverkehr. Möglichst oft, gerne mit wechselnden Partnern gleichen oder anderen Geschlechts, immer aber mit Präservativ. So will es die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln). Die Plakatgesichter strahlen und fordern den horizontalen Nachvollzug.

„Heute wirst Du flachbelegt“

Auf dem Weg aus dem Bahnhof kommt der Reisende an Tafeln eines Lieferservices vorbei. Pizza wird angepriesen mit den Worten „Heute wirst Du flachbelegt!“, ein Nudelgericht mit „Isch will mit dir Penne!“. Im Hotelzimmer läuft vielleicht nichtsahnend die FKK-Show von RTL, „Adam sucht Eva“, in der nackte Kandidaten sich über das Gewicht der männlichen primären und der weiblichen sekundären Geschlechtsorgane austauschen. Sollte es sich bei der deutschen Großstadt um Berlin handeln, kann der Blick aus dem Zimmer auf eine besondere Scheußlichkeit fallen. Am Bahnhof Zoo hat die Hauptstadt ein offen einsehbares Urinal aufgestellt. Dort erleichtern Männer sich vor aller Augen, rund um die Uhr.

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