Archiv der Kategorie: Recht

Hilfsorganisation: Zahl der Bootsflüchtlinge steigt stark an

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"
Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus “Report Mainz”

Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, steigt nach Angaben einer Hilfsorganisation weiter.

evangelisch.de

Die Zahl von durchschnittlich 2.000 Flüchtlingen pro Tag in den ersten Wochen des laufenden Jahres übersteige die durchschnittliche Zahl der Angekommen pro Tag im Vorjahreszeitraum um fast das Zehnfache, teilte die Internationale Organisation für Migration am Dienstag in Genf mit.

Aus Syrien kommen die meisten Menschen

Mehr als 76.000 Männer, Frauen und Kinder hätten seit Anfang Januar 2016 die Küsten Europas erreicht. Im gesamten Januar 2015 seien gut 5.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet, teilte die IOM mit.

Mehr als 70.000 Flüchtlinge seien seit Jahresbeginn in Griechenland an Land gegangen, knapp 6.000 in Italien. Das Konfliktland Syrien ist das größte Herkunftsland.

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US-Wahlen: Lieber einen Muslim als Präsident, als einen Atheisten

atheist_horror

Religion und Politik vermischen sich in den USA wie wohl nirgends sonst in der westlichen Welt. Aber auch hier ändern sich die Einstellungen – wenn auch langsam.

DTJ-Online

Eines der größten Hindernisse auf dem Weg ins Weiße Haus ist bis heute die Ungläubigkeit eines Kandidaten. Deutlich mehr US-Amerikaner halten Atheismus oder Agnostizismus für einen gravierenden Makel als zu viel öffentlich zur Schau gestellte Frömmigkeit. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) sagten den Meinungsforschern in einer aktuellen Studie des renommierten Pew Research Center, das Eingeständnis eines Kandidaten, nicht an Gott zu glauben, mache ihn weniger wählbar.

Im Vergleich dazu hätten weniger, nämlich 42 Prozent der US-Amerikaner, Bedenken, einen Muslim ins Weiße Haus zu wählen und 20 Prozent einen evangelikalen Christen. Wenn die Demoskopen die rund 2.000 Teilnehmer der Studie umgekehrt danach befragten, wie wichtig der Glaube eines Kandidaten für die Wahlentscheidung ist, bestätigt sich der traditionell hohe Stellenwert der Religion im politischen Diskurs der USA. Mit Gott in den Wahlkampf zu ziehen, ist weiterhin ein großes Plus.

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Krach in der Diaspora

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Querelen, Chaos, Handgreiflichkeiten: Das Verhältnis zu Israel und den Exil-Israelis spaltet Deutschlands größte jüdische Gemeinde.

Von Michal Bodemann|taz.de

In der Berliner jüdischen Gemeinde ist der Dibbuk los, und Außenstehenden fällt es schwer, die Auswüchse dieser tiefen Krise zu verstehen. Im Januar wurde in einer – vermeintlich– konstituierenden Sitzung des Gemeinderates der Gemeindevorsitzende Gideon Joffe wieder gewählt. Doch die Wahl wie die Sitzung selbst werden vom oppositionellen Wahlbündnis, „Emet” (Wahrheit), geführt von dem Juristen Sergey Lagodinsky, nicht anerkannt.

Seit 2012 dauern die Querelen zwischen „Emet“ und dem Joffe-Bündnis „Koach“ (Kraft) an. Die Repräsentantenversammlungen versinken in Chaos und Handgreiflichkeiten. Angekündigt werden die seit Jahrzehnten öffentlichen Sitzungen nur noch kurzfristig und intern. Ein Versuch, die Gemeinde dem Blick der Öffentlichkeit zu entziehen.

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Das Paläo-Steak bitte blutig

Schweinsbraten mit Erdäpfelknödel – Foto: Kurier
Es ist modern geworden, sich Sorgen über gesunde Ernährung zu machen. Aber manchmal sind Sorgen ungesünder als Fast-Food.

Von Florian Aigner|futurezone.at

Es scheint eine Altersfrage zu sein. Als Studenten im ersten Semester hielten wir Tiefkühlpizza für ein wertvolles Grundnahrungsmittel und Büffelgrasvodka für ein Vitamingetränk. Irgendwann entwickelt man sich weiter. Doch man kann es auch übertreiben und sich in einem Gesundheitswahn verfangen, der nicht mehr gesund ist.

In urbanen, gebildeten Bevölkerungskreisen gehört es heute fast zum guten Ton, sich Sorgen über die Ernährung zu machen. Der eine bemüht sich gerade, Industriegifte im Körper mit Detox-Smoothies loszuwerden, die andere verbringt ihre Freizeit damit, panische Angst vor Mono- und Diglyceriden zu entwickeln. Die junge Familie mit dem Kind lebt jetzt lactose- und glutenfrei, nicht weil irgendwelche langweiligen wissenschaftlichen Tests auf eine Unverträglichkeit hingewiesen hätten, sondern weil der Großstadtschamane des Vertrauens das so ausgependelt hat.

Wenn moderne Menschen ihre Ernährungsprobleme vergleichen wie Philatelisten ihre Briefmarkensammlung, dann fühlt man sich als einigermaßen beschwerdefreier Allesfresser schon fast als Außenseiter. Ich kann bloß versuchen, mit Berichten über meine Pollenallergie Mitleidspunkte zu sammeln. Es misslingt: „Siehst du, das kommt, weil du so viel Chemie isst“, sagt man mir mit strengem Ton. Ich schäme mich, verstecke mich am Klo und löffle aus Frust heimlich ein halbes Glas industriegefertigte Billigmajonäse.

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Leipziger Islam-Wissenschaftlerin rät zu mehr Moscheen

Gebet-islamMuslime in Sachsen sollten ihre Religion nach Auffassung der Leipziger Islamwissenschaftlerin Verena Klemm öffentlicher leben. „Es müssen viel mehr Moscheen sichtbar und gebaut werden“, sagte die an der Universität Leipzig lehrende Expertin der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag). Im Gegenzug müssten die Moscheen sich öffnen und transparenter werden. „Nur so kann Integration funktionieren.“

FOCUS ONLINE

Religionen dürften sich im öffentlichen Raum präsentieren, im Freistaat aber seien Muslime bislang nach außen kaum sichtbar, stellte Klemm fest. Oftmals kämen sie in Wohnungen zum Gebet zusammen. „Weil die Ausübung des Glaubens im Privaten und Unsichtbaren stattfindet, herrscht bei Außenstehenden eine große Verunsicherung, die in Ablehnung mündet.“ Damit würden Muslime ins Abseits gedrängt.

25 Anschläge auf Gotteshäuser in Berlin

Geschützt. Synagogen werden in Berlin rund um die Uhr bewacht. – Foto: Thilo Rückeis
2015 gab es 25 Anschläge gegen Gotteshäuser und andere religiöse Einrichtungen. Die Aufklärungsquote dieser Straftaten ist bislang gering.

Von Frank Bachner|DER TAGESSPIEGEL

Die Täter kamen um 9 Uhr, am 7. April 2015. Ihr Ziel war die Russisch-Orthodoxe Kirche in Marzahn. Genau genommen suchten sie den Briefkasten. Der war kurze Zeit später zerstört, demoliert mit einem mächtigen Knall. Die Täter hatten vermutlich einen Böller in den Schlitz geworfen, für die Polizei ein Delikt mit rechtsradikalem Hintergrund. Denn auf dem Briefkasten klebte plötzlich ein Aufkleber, der als Motiv eine Variante der Reichskriegsflagge zeigte. Wer den Briefkasten demolierte, ist bis heute nicht bekannt.

Das ist nur einer von 25 Anschlägen gegen Kirchen, kirchliche Einrichtungen, Synagogen und Moscheen, die es im vergangenen Jahr in Berlin gegeben hatte. Zu den Anschlägen werden auch Schmierereien und eine antisemitische Mail gezählt, die beim Zentralrat der Juden in Deutschland einging. Diese Informationen teilte Bernd Krömer (CDU), Staatssekretär der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, auf Anfrage der Abgeordneten Clara Herrmann (Grüne) mit.

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Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen

Clemens Berger: Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen. Nur ein kleiner Schnitt? Betroffene packen aus über Schmerzen – Verlust – Scham. tredition GmbH (Hamburg) 2015. 324 Seiten. ISBN 978-3-7323-4012-5. 17,90 EUR.

Ein vierjähriger muslimischer Junge wird im November 2010 in die Notaufnahme der Kölner Universitätsklinik eingeliefert. Nach einer rituellen Beschneidung stellten sich starke Blutungen ein. Die daraufhin durchgeführten Ermittlungen der Justiz führen durch das Landgericht Köln zu einer Anklage, Verurteilung und zugleich einem Freispruch für den behandelnden Arzt.

Von Hans-Joachim Lenz|socialnet.

Dieser Fall ist der Ausgangspunkt einer der heftigsten politischen Kontroversen der vergangenen Jahre (Elternrecht auf religiöse Kindererziehung vs. Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung) und endet mit einer Neufassung des § 1631d BGB durch den Gesetzgeber, der fortan die Beschneidung bei Jungen in Deutschland – im Gegensatz zu Mädchen (StGB 226a) – erlaubt. Mit dieser rechtlichen Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts wird Jungen ihre Schutzwürdigkeit vor nicht-medizinisch begründeten genitalen Eingriffen abgesprochen. Aufschlussreich ist, dass nach dem Gerichtsurteil ein öffentlicher, ideologisch aufgeheizter Schlagabtausch stattfand und bei dem überstürzten Gesetzgebungsverfahren die Betroffenen außen vor blieben. Nicht mit ihnen, sondern über sie wurde gestritten, präziser wäre wohl: sie dienten als Objekt der Erregung auf der Grundlage nicht näher überprüfter und hinterfragter Vorannahmen.

Autor/Herausgeber

Bis auf wenige Betroffene, die bereit waren, unter vollem Namen aufzutreten, bestanden fast alle interviewten Personen auf ein selbstgewähltes Pseudonym. Auch der als Herausgeber fungierende Autor des Buches – Clemens Bergner – tritt ebenfalls nicht mit seinem wirklichen Namen auf, da er sich schützen wollte.

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Waldreport 2016: Wie es um den deutschen Wald steht

Raubbau im Naturschutzgebiet Pähler Schlucht. Foto: Helmut Hermann/BUND
Der Waldreport 2016 des Umweltverbandes BUND dokumentiert, wie Waldeigentümer gegen Naturschutzgesetze verstoßen. Aber es gibt auch positive Beispiele.

Von Joachim Wille|Frankfurter Rundschau

Man sagt ja: „Wie die Axt im Wald.“ Dass es im Forst nicht immer zimperlich zugeht, ist also bekannt. Trotzdem muss es nicht so aussehen wie, zum Beispiel, in einem Laubmischwald am Ammersee in Bayern.

Dort gibt es ein Naturschutzgebiet, „Pähler Schlucht“ genannt. In ihm machten die privaten Waldeigentümer im Frühjahr 2014 Kasse, in dem sie laut dem Umweltverband BUND viel mehr Bäume fällen ließen als erlaubt – und das mit brachialen Methoden. Die Bilanz war fatal. Es entstanden Lücken im Wald von bis zu 0,3 Hektar, und dabei erwischte es sogar besonders geschützte Biotop-Bäume. Stürme konnten dort angreifen – und rissen im Herbst des Jahres zahlreiche weitere Bäume um. Es entstanden starke Bodenschäden, weil das beauftragte Forstunternehmen die Maßnahmen mit den schweren Harvester-Maschinen entgegen der Ankündigung nicht auf gefrorenem Boden durchführte. Zudem wurde der in einer Schlucht verlaufende Bach auf mehreren hundert Metern als Rückweg missbraucht, kubikmeterweise landete Schlamm in ihm.

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CDU-Vize Klöckner: Deutschland ist kein Selbstbedienungsladen

Julia Klöckner, Bild: welt.de
Stellvertretende CDU-Vorsitzende: Außer Rechten gebe es auch Pflichten; wer diese nicht akzeptiere, «muss dann eben wieder gehen in ein Land, das ihm besser passt».

kath.net

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner gibt einer europäischen Lösung der Flüchtlingskrise weniger als zwei Wochen Zeit. Nach dem EU-Gipfel am 18./19. Februar müsse Deutschland entscheiden, ob es nationale Maßnahmen ergreife, sagte Klöckner der «Bild am Sonntag». Der nächste EU-Gipfel sei eine Zäsur. «Da muss sich zeigen, ob die europäischen Staaten nur auf eigene Vorteile aus sind oder eine Wertegemeinschaft bilden», so Klöckner.
Für Deutschland forderte Klöckner erneut eine gesetzlich verankerte Integrationspflicht. «Deutschland ist kein Selbstbedienungsladen», sagte die CDU-Politikerin. Außer Rechten gebe es auch Pflichten; wer diese nicht akzeptiere, «muss dann eben wieder gehen in ein Land, das ihm besser passt».

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Eine junge Frau wird zusammengeschlagen – HoGeSa und ‚Pro-NRW‘ freuen sich

Dominik Horst Roeseler bei seinem Auftritt bei „Pegida schützt”, einer Veranstaltung, die in Köln nach den Vorfällen an Silvester stattfand. Vielleicht erklärt er hier gerade, wer schützenswert ist und wer nicht? Wir wissen es nicht | Foto: Imago | epd
Am Freitagabend wurde eine Frau in Köln von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen und ausgeraubt. Als sie sich in eine Kneipe retten will, wird sie vom Wirt wieder rausgeworfen und findet in einem Kiosk Zuflucht, bis die Polizei kommt.

Von Stefan Lauer|VICE.com

Die Frau, um die es geht, heißt Alicia Trovatello und ist die Tochter des Black-Föös-Gitarristen Gino Trovatello.

Für die meisten Leute wäre sowas jetzt eher eine unschöne Nachricht, weil es tendenziell selten ein Grund zum Jubeln ist, wenn jemand zusammengeschlagen wird, um das eigene Leben fürchten muss und der Person dann nicht mal wirklich geholfen wird.

Aber Dominik Horst Roeseler, HoGeSa-Mitgründer und stellvertretender Vorsitzender von ProNRW ist nicht wie die meisten Menschen und postet Folgendes auf Facebook:

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“Raum der Stille” an der TU Dortmund: “Wir halten das Experiment für gescheitert”

Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Muslimische Studenten haben einen “Raum der Stille” der TU Dortmund umgebaut: Männer links, Frauen rechts, dazwischen eine Trennwand. Jetzt wurde er geschlossen. Was ist da los?

Ein Interview von Matthias Kaufmann|SpON

SPIEGEL ONLINE: Frau Prost, an der TU Dortmund gibt es Ärger um einen “Raum der Stille”: Einige Muslime haben ihn für ihre Zwecke vereinnahmt, daraufhin hat die Uni ihn geschlossen. Warum muss eine Universität überhaupt einen Gebetsraum anbieten?

Prost: Das muss sie nicht. Und es gab auch nie einen Gebetsraum, weder für muslimische noch für christliche Studierende. Unser “Raum der Stille” war vielmehr ein Angebot an alle, die Ruhe und Einkehr im oft stressigen Universitätsalltag suchen. Wer dann im Stillen ein Gebet sprechen möchte, darf das dort auch tun. Aber nur, wenn er niemand anderen damit stört oder von der Nutzung des Raums ausschließt.

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UN: Assad lässt Gefangene zu Tode foltern

© AFP UN-Ermittler werfen dem syrischen Machthaber Assad Kriegsverbrechen vor.
Fachleute der Vereinten Nationen werfen dem syrischen Machthaber Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Er vernichte die Zivilbevölkerung, sagen sie und fordern, Assad zur Rechenschaft zu ziehen.

Frankfurter Allgemeine

Ermittler der Vereinten Nationen haben der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Tausende Häftlinge seien in den vergangenen vier Jahren in Haft gestorben, erklärte das Gremium am Montag. Dies komme einer Vernichtung der Zivilbevölkerung gleich. Den islamistischen Rebellengruppen IS und Nusra-Front warfen die Fachleute zudem Kriegsverbrechen vor. So seien Hinrichtungen und die Folter von Gefangenen belegt.

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Why Transhumanists Are Angry About the UK’s New Drug Law

Modafinil pills. Image: Jason Tester Guerilla Futures/Flickr
Modafinil pills. Image: Jason Tester Guerilla Futures/Flickr
If you are a transhumanist, brain-hacker or college student, you might have heard of nootropics. Nootropics, or “smart drugs,” are compounds thought to have brain-boosting properties, such as memory enhancement, heightened cognition, or increased focus.

By Gian Volpicelli|MOTHERBOARD

But British transhumanists are fretting that a new UK drug law, set to come into force in April, will outlaw these drugs, many of which are currently legal to sell and possess.

The Psychoactive Substances Act was passed into law at the end of January. Conceived as a tool to do away with so-called “legal highs”—unregulated, ever-changing synthetic compounds that mimic the effects (and sometimes the side effects) of illegal drugs—the law prohibits the production, supply, import, export and in some cases possession of any psychoactive substance, with penalties of up to seven years in prison. It defines illegal psychoactive substances as all those that “by stimulating or depressing the person’s central nervous system, [affect] the person’s mental functioning or emotional state.” Most nootropics, which are often marketed as brain stimulants, would automatically be included in the ban.

“Lots of transhumanists use a lot of nootropics and they’re obviously worried”

In a recent statement, the techno-enthusiast Transhumanist Party UK appealed to the government to exempt nootropics from the impending ban.

“Citizens, academics, shift-workers, entrepreneurs and students employ nootropic substances responsibly to aid cognition and modulate mood during times of stress or when peak productivity is required,” the statement reads. “By denying citizens easy and legal access to what could be a beneficial intervention, the government will enforce a reduction in ‘quality of life.’”

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Erdogan kritisiert Washingtons Zusammenarbeit mit Kurden scharf

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Wir oder die? Der türkische Präsident Erdogan hat die USA aufgefordert, sich zwischen der Türkei und den syrisch-kurdischen Kämpfern zu entscheiden. Washington reagiert gelassen.

SpON

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA scharf kritisiert: Washington müsse sich entscheiden – zwischen der Türkei und den Kurden. Ein US-Gesandter hatte vergangene Woche Kobane besucht, wo der militärische Arm der PKK-nahen Kurdenpartei in Syrien vor etwa einem Jahr mit Unterstützung von Luftschlägen den “Islamischen Staat” besiegte.

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Warum kam es zum rechtsnationalen Umschwung in Polen?

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Das Ausland ist fassungslos, auch viele Polen, erst allmählich erwacht die polnische Zivilgesellschaft aus der Schockstarre

Von Marcin Pietraszkiewicz|TELEPOLIS

Es sind besorgniserregende Nachrichten, die seit der letzten Parlamentswahl im Oktober 2015 aus Polen kommen. Politiker und Journalisten europäischer Medien sind bestürzt. Polen macht wieder Schlagzeilen und namhafte Journalisten und Kommentatoren versuchen sich als Polen-Kenner und -Experten. Der Grundtenor ist jener der völligen Fassungslosigkeit. Wie konnte es passieren? War alles bisher Erreichte in Polen bloß nur eine Fassade, die nun zu bröckeln beginnt?

Wolfgang Müller-Funk wollte in einem Kommentar im österreichischen Standard den Polen und anderen “Osteuropäern” gar “unsere Werte” absprechen und ortete einen “neoautoritären, postkommunistischen Biedermeier” in Osteuropa. Aber wäre es nicht langsam an der Zeit, den Ursachen dieser Entwicklung auf den Grund zu gehen? Was ist dort eigentlich passiert und warum? Bisher wurden diese Fragen kaum beantwortet, ich möchte es im Folgenden versuchen.

Wer sind die PiS-Wähler?

Zuallererst muss festgehalten werden, dass nicht die Polen die nun absolut regierende Partei “Recht und Gerechtigkeit” (PiS) gewählt haben, sondern nur ein relativ kleiner Teil des polnischen Elektorats. Bei einer Wahlbeteiligung von 50% entfielen 37,6% der Stimmen für die PiS. Das bedeutet, dass gerade 19% bzw. 5.7 Millionen von 30 Millionen wahlberechtigten Polen für “Recht und Gerechtigkeit” gestimmt hatten. Aufgrund der Wahlarithmetik hat die PiS nun aber im Sejm, dem polnischen Parlament, die absolute Mehrheit.

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Polit-Zoff in Düsseldorf: Erdogan und IS saufen Kurdenblut

Der umstrittene Mottowagen. Judith Michaelis
Die Türkische Generalkonsulin verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

Westdeutsche Zeitung

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist zwar abgesagt, aber die Mottowagen werden gezeigt: Sie stehen am heutigen Montag den ganzen Tag vor dem Rathaus – zur Besichtigung für jedermann. Und auch den ersten Ärger gibt es schon: Nach Informationen der WZ hat die türkische Generalkonsulin in Düsseldorf, Ṣule Gürel, vom Düsseldorfer Carnevals Comitee verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

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Humor und Religion: Artiges Nachbeten oder schmerzhafte Satire

Papst Johannes Paul II. auf dem “Titanic”-Cover (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Die Diskussion darüber, wie Humor und Religion zusammengehen könnten, das beschäftigt die großen monotheistischen Religionen schon länger. Eine Jüdin, eine Immamin und eine evangelische Theologin sprechen über ihren Umgang mit Glauben und Satire.

Von Susanne Krahe|Deutschlandradio Kultur

Satire hat Hochkonjunktur. Im politischen Diskurs ersetzt sie gelegentlich sogar die  Sachinformation. Statt nüchtern zu argumentieren, wird eine beißende Kritik raffiniert und scheinbar harmlos verpackt, um Zustände anzuprangern, die eigentlich mehr zum Heulen, als zum Lachen wären.

Auch die Religionen geraten immer wieder ins Visier der Satiriker. Neu ist das nicht. Der Glaube, seine sehr speziellen Denkschablonen,  aber auch seine Schrullen und sein Pathos sind immer schon Anlass von Spötteleien gewesen, und die Autoritäten und Institutionen erst recht.

Einer säkularen Gesellschaft erscheinen seine Rituale und Vorschriften überzogen, befremdlich, vielleicht auch gefährlich. Die studierte Philosophin Hannah Kleiber aus Berlin, selbst gläubige Jüdin, zeigt Verständnis für eine solche Entfremdung. Die Welt des Judentums habe ihre eigenen Regeln, die von Außenstehenden oft nur schwer nachvollziehbar sind. Entsprechend komisch wirken sie.

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Abdel-Samad plädiert für «Islam light»

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb
Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Ägyptisch-deutscher Publizist: Es komme darauf an, ein Mittelmaß zu finden. In einer modernen Gesellschaft sei es unmöglich, Religion so zu leben, wie das über Jahrhunderte der Fall gewesen sei.

kath.net

Der ägyptisch-deutsche Publizist Hamed Abdel-Samad (44) hat sich für eine Art «Islam light» ausgesprochen. Dazu gehöre eine gewisse Distanz zum eigenen Glauben, führt er in der Rubrik «Glaubensbekenntnis» der «Süddeutschen Zeitung» (Wochenende) aus. Damit wolle er nicht die Menschen, die jetzt nach Deutschland kämen, zum Atheismus aufrufen. Aber es komme darauf an, ein Mittelmaß zu finden. In einer modernen Gesellschaft sei es unmöglich, Religion so zu leben, wie das über Jahrhunderte der Fall gewesen sei.

Er glaube nicht an große, endgültige Antworten, bekannte Abdel-Samad. «Aber ich glaube an Fragen, an Selbsterkenntnis, an Vernunft, an die Liebe und an die Macht der Worte.» Der Sohn eines Imams wuchs nach eigenen Angaben «sehr religiös» auf. Als geborener Individualist habe er sich aber schon als Kind in diesem Kollektiv fremd gefühlt. «Mich bedrückte vor allem die Idee der sozialen Kontrolle und dass mich Gott 24 Stunden am Tag intensiv beobachtet.» Das führe automatisch zu einem schlechten Gewissen.

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US-Stadtrat verzichtet wegen Satanisten auf Gebet

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist
Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Um einem satanistischen Eröffnungsgebet zu entgehen, beginnt der Stadtrat von Phoenix seine Sitzungen künftig mit einem Moment der Stille.

kath.net

Um einem satanistischen Eröffnungsgebet zu entgehen, beginnt der Stadtrat von Phoenix seine Sitzungen künftig mit einem Moment der Stille. Die Ratsmitglieder in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Arizona beschlossen eigens dafür eine Änderung der Sitzungsordnung, wie der Sender Fox 10 (Mittwochabend) meldete. Das Gebet zu Beginn öffentlicher Ratssitzungen wurde bisher von Angehörigen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften übernommen. Für den 17. Februar hatte sich ein Mitglied des «Satanischen Tempels» aus Tucson eingetragen.

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Bistum Regensburg zahlte Opfern rund 400 000 Euro

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Die Katholische Kirche hat im Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen nach Informationen der „Welt am Sonntag“ (WamS) rund 400 000 Euro Entschädigungen gezahlt.

FOCUS ONLINE

Bis Anfang 2016 wurde dem Bericht zufolge mehr als 150 Mal ein Betrag von je 2500 Euro für Opfer körperlicher Gewalt ausgezahlt. Dazu kommen nach Angaben der „WamS“ noch Zahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs, die nach Informationen der Zeitung jeweils höher als 2500 Euro sein sollen. Der mit der Aufklärung der Missbrauchsfälle beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Weber hatte in seinem Zwischenbericht Anfang Januar mitgeteilt, dass nach bisherigen Recherchen von 1953 bis 1992 mindestens 231 Kinder von Priestern und Lehrern körperlich misshandelt worden seien, weitere 50 Schüler seien bei den Domspatzen Opfer sexueller Gewalt geworden – „von Streicheln bis zu Vergewaltigungen“, wie Weber sagte.

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