Gekreuzigter Osterhase: Medienverbund legt Programmbeschwerde ein

Ist das noch Satire? In der „heute-show“ vom 6. April der Osterhase ans Kreuz genagelt.Scrrenshot: Tsp
Der Christliche Medienverbund KEP hat eine Programmbeschwerde gegen die ZDF-Satiresendung „heute-show“ eingelegt. Im Zentrum der Kritik stehen mehrere Bilder, auf denen unter anderem ein Osterhase am Kreuz zu sehen ist.

DOMRADIO.DE

Dies verstoße gegen den Programmgrundsatz, die sittlichen und religiösen Überzeugungen in der Bevölkerung zu achten, sagte KEP-Geschäftsführer Christoph Irion. Der Beitrag mache „den zentralen Glaubensinhalt des Christentums buchstäblich zur Lachnummer“.

Neben dem Christlichen Medienverbund, einem Zusammenschluss christlich-konservativer Medienvertreter mit Sitz in Wetzlar, sind beim ZDF-Fernsehrat nach Angaben des Mainzer Gremienbüros noch mindestens fünf weitere Programmbeschwerden von Privatpersonen eingegangen. Auch die Staatsanwaltschaft Mainz befasst sich bereits mit der Osterhasen-Satire. Nach mehreren Strafanzeigen wegen Verunglimpfung religiöser Bekenntnisse prüft die Ermittlungsbehörde nun, ob sie ein Verfahren gegen die Verantwortlichen einleitet.

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Immer mehr Internetnutzer leugnen Existenz von Australien

foto: getty/walton
Bereits seit den Anfangstagen des World Wide Web verbreiten sich Verschwörungstheorien rund um „Fake-Orte“

derStandard.at

Hunderttausende Internetnutzer haben in den vergangenen Tagen eine Theorie über den „Australien-Hoax“ gelesen. Der Kontinent soll gar nicht existieren, behaupteten seit Jahren Verschwörungstheoretiker im Netz. Eine Facebook-Userin namens Shelley Floryd hat nun „Fakten“ gesucht und ihre bizarre Recherche auf dem sozialen Netzwerk verbreitet. Sie schreibt darin, dass Australien eine Erfindung der Briten sei, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten, Häftlinge dorthin zu schicken, diese aber tatsächlich exekutierten.

„Vertuschungsaktion“

Seit damals sei eine „riesige Vertuschungsaktion“ in Gang, um die Illusion von Australien weiter aufrecht zu erhalten, so Floryd. Australier seien „Schauspieler oder Bots“, Flugpiloten würden Inseln nahe Südamerika ansteuern. Das Posting hat zehntausende überwiegend wütende Kommentare gesammelt, vor allem von Australiern.

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Jens Spahn: Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Jens Spahn hat das Rennen um die kotztütenblaue Dronte souverän gewonnen. Der neue deutsche Politharte, der sich gern als Universalpolitiker darstellt, spricht über alles und über jeden. Morgens, beim hochfahren der Rechner kommt unweigerlich die Frage in den Sinn, was hat die Spahnplatte aus dem Dorf Ottensen wieder an Neuigkeiten produziert. Bei Spahn gibts Spoiler-Alarm. Armut, Hartz IV, sichere Aussengrenzen, Frontex, Recht und Ordnung und dem Familiennachzug von Flüchtlingen, alles Themen, die vom Bundesgesundheitsminister nebenbei abgehandelt werden. Pflegenotstand, Ärztemangel und Zweiklassenmedizin sind nicht seine Themen, da könnte Versagen öffentlich werden. Und so kam es wie es kommen musste, die ersten Wochen als Minister der neuen Bundesregierung kann man mit dem Titel, „aus dem Leben eines Taugenichts“ versehen. Sieht man ihn in den Medien fällt spontan Großmaul ein. Generator unablässiger Dampfplauderei und leerer Worthülsen, eingebettet in die Arroganz eines Höflings der Kanzlerin, der sich auf die Stirn geschrieben hat, dereinst den Posten zu übernehmen. Populistische Profilierung des Erbschleichers der Kanzlerin. Populismus ist in, auch christdemokratisch und so werden die Grenzen des Pseudokonservatismus der CDU verschoben, die Richtung ist klar.

Geht es um den § 219a StGB wird Spahn auch schon mal demagogisch. Wobei ich ja der persönlichen Aufassung bin, wenn es um Frauenrechte geht, sollten Männer sich nicht in die erste Reihe drängeln und schon gar nicht mit erhobenen Zeigefinger.

„Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“Jens Spahn

Was für ein Vergleich, Tierrechte und Abtreibungen. Da weiß man sofort wo Spahn Frauen verortet.
Es geht beim § 219a StGB um Werbung, richtig, aber nicht um die Werbung die allabendlich in die Wohnzimmer des Kleinbürgers tröpfelt. Es geht nicht um Dichtedarstellungen von Tampons und Binden, bei denen der Nachweis, mittels Ersatzflüssigkeiten, optisch dargestellt wird.
Genau diesen Eindruck wollen Spahn und Co vermitteln. Es wird der Eindruck vermittelt als wäre ganz paternalistisch die Frau nicht geschäftsfähig, wenn es um ihren Körper geht.
Es geht um Information, das Recht der Frauen über ihren Körper, ihre Gesundheit und mögliche Karriere zu bestimmen. Diese Fach-und Sachinformationen können betroffene Frauen nur von der Fachfrau/mann bekommen. Die eigentliche Schwangerschaftsunterbrechung ist nicht Gegenstand des § 219a. Schaut man sich die Geschichte der besagten Rechtsnorm an, landet man im Deutschland der NS-Zeit.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo. Ich bin der Überzeugung, dass es nicht bei dem einen bleibt.

 

Wahl Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Der Monat März war von zwei grundlegenden Themen bestimmt, alles andere ging im Raunen, ob der Islam zu Deutschland gehöre und die Streichung des § 219a StGB, Werbung für Abtreibung, unter.
Medien, Politik, Kirchen scheinen nur ein Thema zu kennen, Islam und des politischer Ableger Islamismus. Man möchte Mohammed ins Grab kotzen. Tag für Tag, 24 Stunden, wird man mit der Thematik guter oder böser Islam regelrecht besoffen gemacht. Leute es reicht, zur Islam Suada gesellen sich noch die Vertreter der Kirchen, die auf irgendeine Art und Weise immer ihren religiösen Senf dazu geben müssen und die Polit-Christen der Bundesregierung, Bundestag und Länder. Wer noch nicht negativ zum Islam eingestellt ist, wird es, die Diskussionen sind Herpes verursachend.
Anschließend tobt sich der religiöse Mob der Republik zum Thema § 219a StGB aus. Werbung, Abtreibung zu guter Familienzeit im Früh-Abend-Programm von ARD und ZDF, grünblaue Flüssigkeiten, kleine Aspikklumpen, Ersatzflüssigkeiten wird am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Das ist der Eindruck den Jens Spahn und Co vermitteln, Spahns Plattitüden lassen den morgendlichen Kaffee ausflocken, sofern er wieder Stimmenfang in eigener Sache betrieben hat. Es geht um Frauenrechte und nicht um Binden-oder Tamponwerbung, es geht um Information, Aufklärung, es geht um Hilfe für betroffene Frauen.
Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07.04. 2018, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am Folgetag hier gewürdigt werden.

  1.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „glückliche Sklavin ihres Geschlechts.“
  2.  Gemeinderat Herxheim am Berg, „nie hat Hitlers Glocke schöner geklungen.
  3.  Horst Seehofer „erschreckende Unkenntnis des Grundgesetzes.“
  4.  Jens Spahn, „junger Ewiggestriger.“
  5.  Margot Käßmann, „mit christlichen Alleinvertretungsanspruch.“
  6.  Deutscher Kulturrat, „Mission in der Öffentlichkeit.“
  7.  Gregor Gysi, „möchte seine Politik mit den Kirchen abstimmen.“
  8.  Karsten Hilse, „die Irrungen und Wirrungen eines Geschichtenerzählers.“
  9.  Ursula von der Leyen, „ hat sich in die Taliban verliebt.“
  10.  Institut für Freiwillige Selbstkontrolle, „mediale Inquisition.“
  11.  Annette Widmann-Mauz, „noch so ein Fall des Unwissens übers Grundgesetz.
  12.  Deutsche Bischofskonferenz, „mit der Zuchtrute gegen die Ungläubigen.“
  13.  Heinrich Bedford-Strohm, „Gesinnungsbruder von Jens Spahn.“
  14.  Reinhard Marx, „Muslime nicht auf Religion reduzieren, gilt das auch für Katholiken?
  15.  Ludwig Schick, „das Kreuz als Hinrichtungswerkzeug ist seine Kultur.“

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Das Marienevangelium!

Foto: pixabay.com / Pexels
„Lebens- und Glaubenshilfen“ in den „Sonntagsgedanken“ als wöchentliche Indoktrination. Eine Satire.

Von Berit & Manfred Such | Richard-Dawkins-Foundation

In einem westfälischen Provinzblatt in der „Wallfahrtsstadt Werl“ erscheinen Woche für Woche sogenannte „Sonntagsgedanken“, in denen ausschließlich Vertreter der Kath. und Ev. Werler Kirchengemeinden seit Jahrzehnten zum Wochenende Texte veröffentlichen dürfen. Andere Religionsgemeinschaften oder religionsfreie Autoren sind nach Auskunft der Redaktion ausdrücklich von der Teilnahme an der Rubrik „Sonntagsgedanken“ ausgeschlossen. Kritik an den Inhalten wird grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Die Autoren der Texte sind durch die Redaktion ausdrücklich berufen und fühlen sich offensichtlich befugt und kompetent, den Lesern ihre „Lebens- und Glaubenshilfen“ aufdrängen zu dürfen. Die wöchentliche Indoktrination!

Welche „Qualität“ solche „Sonntagsgedanken“ auszeichnet und welcher Geist dahintersteckt, mag man beispielhaft für viele solcher „sonntäglicher Gedanken“ aus dem Beitrag eines Anstaltsgeistlichen aus der Werler JVA entnehmen.

Dass der Verfasser in seinem erfundenen Brief, „Jesu an seine Mutter“, die Gedanken ermordeter Widerstandskämpfer gegen die Nazis benutzt und mit Heilssprüchen aus der Bibel vermischt und daraus einen absurden Zusammenhang konstruiert und dann damit eine „gesegnete Passions- und Osterzeit“ wünscht, dürfte besonders perfide sein.

In seinen „Sonntagsgedanken“, versetzt sich der Gefängnispfarrer in die Lage des durch Pilatus festgenommenen Jesus, der seiner Mutter aus dem Verliese des Pilatus schreibt. Jesus schildert seiner Mutter sein Schicksal, das er und sie vorausgesehen hätten. Er hält seiner Mutter vor, dass sie sich gesträubt habe, diesen Weg zu gehen, den er meinte gehen zu müssen. In der Einsamkeit der Zelle fühle er sich verlassen und der Versuchung ausgesetzt, doch ein König zu werden, wie ihn sich Pontius Pilatus vorstelle, ein König der Völker!

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Manfred Lütz: Dodo des Monats Februar 2018

Dodo des Monats Februar 2018 ©HFR

Geschichtenerzähler Lütz liebt Geschichten, katholische natürlich. Sein Christentum, seine Kirche sind auf dem besten Wege sich  abzuschaffen. Das schmerzt. Der imaginäre Himmelsfreund schweigt, keine Antworten. Wer sein Leben in die Verantwortung anderer legt ist nicht erwachsen und so kommt Lütz daher, pseudo-wissenschaftlich, das katholische Gemüt kindlich.  Unweigerlich kommt Matthäus in den Sinn, „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.„(Lutherbibel 1912). Auf dieser Ebene bemüht sich Lütz. Er setzt sich hin und schreibt ein Buch über die Geschichte des Christentums, müdes Abwinken, wissenschaftlich wäre gewesen, ergebnisoffen zu argumentieren, das wollte er nie. Sein Buch ist eine Verteidigungschrift, die Sicht eines Mannes, der gern und oft, im Sinnes seines polytheistischen Gottes, Geschichte verbiegt, klittert und schön redet. Sein Gott ist Liebe, gemeint ist Gehorsam und all die Ungehorsamen schmerzen Lütz zutiefst. Sein Buch produzierte Fake News in Serie. Da er glaubt, beweist er nichts und bedient sich eines Taschenspielertricks. Wenn er sonst gegen die Trennung von Staat und Kirche wettert, politische Aktionen von Christen einfordert, bedient er sich genau dieser Separation um sein Christentum rein zu waschen. Es war die weltliche Macht, die geistliche Urteile vollstreckte, die Verbindung Thron-Kirche, Kaiser-Papst, blendet er aus, der Adel gab den Glauben vor und der war bis zur Reformation katholisch. Es dauerte nicht lange, bis die katholische Kirche, nachdem das Christentum Staatsreligion wurde, die ersten Ketzer und Häretiker hinrichten ließ. Die Anerkennung derselben sollte bis zum 2. Vaticanum andauern.
Nimmt man das Alte Testament so war die Sintflut der erste Völkermord in der Geschichte der Menschheit, immer vorausgesetzt man glaubt diesen Mist. Lütz glaubt an die Päpste, seine Väter im Glauben hatten Macht, sie hielten den Schlüssel in der Hand um den Feudeladel den Weg in alle Himmel zu weisen. Die Päpste hatten feudale, ökonomische und politische Macht, sie konnten Heere ausrüsten und für die Sache des Christengottes kämpfen lassen. Missioniert heute Politik von Oben, indem man dem ungläubigen Pöbel Kirchen vor die Nase setzt und Märchenstunden abhält, die allein durch die Wiederholung Hoffnung erzeugen sollen, ganz in christlicher Hinsicht. In der Geschichte des Christentums wurde mit dem Schwert missioniert, tötet sie alle, der Herr wird die Seinen schon erkennen. Die Päpste öffneten mit ihren Bullen die Tore der Hölle um die „Affen“ der Amerikas zu christianisieren. Die Erlaubnisse bekamen nicht die Landsknete, Glücksritter und Mörder, sie waren für Könige bestimmt. Das Christentum matschte sich durch die Welt um das Symbol des Kreuzes allerorten zu hissen. Schlimm wurde es mit der Reformation. Allein die Feststellung ob der Christengott evangelisch oder katholisch sei kostete ein Drittel der deutschen Bevölkerung das Leben. Schade eigentlich dass diese Armee der Toten nicht bei den Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum defilieren konnte. Selbst die katholische Liga verweltlicht in der Trickserei des Herrn Lütz. Zum katholischen Fundamentalismus kam nun der evangelische Extremismus. Die Taliban des Christentums, sola scriptura, Luthers nur die Schrift haben sich Jahrhunderte später Wahhabiten und Taliban zu eigen gemacht. Religiotie im Streit um den Wahrheitsbegriff, ganze Generationen verdummt und verblödet. Lütz generiert sich als göttliches Mietmaul, nichts anderes versucht er im Namen seines imaginären Freundes zu sein, mit Liebe natürlich.
Es braucht weltliches Geld um den Schinken des Herrn Lütz in die Bestsellerlisten zu hieven. Der Herder-Verlag knausert nicht, wohl wissend, wie man Bestseller produziert, das Produkt wird zum Hit, wenn es der Markt wahr genommen hat. Man muss die Lützsche Geschichte des Christentums nicht lesen. Es empfiehlt sich für Interessenten die Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner zu lesen. Danach ist nicht nur die christliche Ursuppe versalzen. Anzunehmen ist, dass sich Lütz dieser Lektüre verweigert. Deschner hat mit dieser Bande von Gangstern, die sich Päpste, Kardinäle, Bischöfe und Äbte, Theologen, Nonnen, Mönche und Priester nennen aufgeräumt.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

„Je größer der Dachschaden, um so schöner der Aufblick zum Himmel.“(Karlheinz Deschner)

Wahl Dodo des Monats Februar 2018

Dodo des Monats Februar 2018 ©HFR

Im vergangenen Monat gab es nur wenig Tage, an denen obskure und groteske Meinungen aus Politik und Kirchen nicht in die Medien schwemmten. Mögliche Kandidaten konnten nicht berücksichtigt werden, ob nun Dodo Laun, der Hilfsbischof aus Österreich, endlich in Rente, nicht darin gehindert größtmöglichen Blödsinn zu verkünden, natürlich alles im Namen seines himmlischen Freundes. Bedford-Strohm, der subalterne Regierungspfarrer bringt nun seinen Sohn um die Vergottung des Internets weiter entwickeln zu können. Zwangsmission via ZDF, Geld sammeln für ein fragwürdiges Projekt in Potsdam, die Kriegskirche. Vielleicht finden sich ja noch die Trophäen aus deutsch-französischen Kriegen, die man nach der Niederlage des 1. Weltkriegs schnell beseite geschafft hat. Und, und, und.
Seht selbst.

Die Wahl ist bis zum 07. März 2018, 18:00 Uhr, befristet. Am Folgetag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Christian Gerlinger, „SPD-Ortsvorsitzender, mag keine Religionskritik.“
  2.  Manfred Lütz, „verbiegt die Geschichte des Christentums bis zum geht nicht mehr.“
  3.  Gemeinderat Herxheim am Berg, „mag es wenn das Hitler-Glöckchen Friedensmelodien läutet.“
  4.  Manfred Spieker, „die schwule Schöpfung seines Herrn will er nicht akzeptieren.“
  5.  Markus Dröge, „unterscheidet zwischen Flüchtlingen und Christen, bei letzteren soll bevorzugt werden.“
  6.  Monika Grütters, „politische Gottesmagd, die sich um Entchristlichung sorgt.“
  7.  Markus Söder, „Patrioten und Religiöse nicht zurücklassen, wann singt er ein Heimatlied?“
  8.  Peter Dabrock, „Vorsitzender Theologe des Ethikrates mit bigotter Ethik.
  9.  Eugen Brysch, „Kommunion und letzte Ölung auf dem OP?“
  10.  ZDF, „Staatsfernsehen mit Zwangsmission für Geldspenden zum Wiederaufbau einer Kriegskirche.“
  11.  Peter Homberger, „mit Kreationismus gegen den Kreationismus um die Evolutionstheorie zu widerlegen.“
  12.  Mechthild Löhr, „lebt ihre pränatalen Fruchtwasserträume aus.“
  13.  Alice Weidel, „nicht die hellste Kerze ihrer Partei.“
  14.  Angela Merkel, „normalisiert Länderbeziehungen, gut christlich, mit Waffengeschäften.“
  15.  Jens Spahn, „will seine dörfliche Leitkultur landesweit sehen.“
  16.  Heinz Josef Algermissen, „die Kirchenspaltung und der Atheismus, er ist 500 Jahre zurück.“

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„Unrecht und Unfreiheit nehmen sich jeden Raum, den man ihnen lässt“

Der Streit um Böhmermanns „Schmähgedicht“ geht in Hamburg in die nächste Runde. (Foto: dpa)
Das OLG Hamburg verhandelt, ob Böhmermanns Schmähgedicht Erdoğans Rechte verletzt. Der Moderator nutzt die Chance, um der Bundesregierung ins Gewissen zu reden.

Von Annette Ramelsberger | Süddeutsche Zeitung

Eigentlich ist es nur ein Zivilgerichtsverfahren, zweite Instanz. Eigentlich nur ein Streit darüber, wie weit Kunst gehen darf. Aber offenbar sehen sich die Streitparteien in einem politischen Stellvertreterkrieg: Hier der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan, der angeblich die Ehre seines Landes verteidigt; dort der Fernsehsatiriker Jan Böhmermann, der die freie Welt gegen Erdoğans Meinungsdiktatur beschützen will. So hört es sich zumindest an.

Böhmermann hat eine persönliche Erklärung verfasst, eine Erklärung, in der er sich als Mahner sieht und der Bundesregierung ins Gewissen redet: Berlin habe viel zu zurückhaltend auf Erdoğans Kritik an Satire, nicht nur seiner, reagiert. „Unrecht und Unfreiheit nehmen sich jeden Raum, den man ihnen lässt. Es ist daher meine tiefe Überzeugung, dass dem Unrecht, der Unfreiheit und der Unterdrückung nicht mit Zurückhaltung begegnet werden darf.“ Ganz ohne Zurückhaltung sprach er dann von Erdogans „Schrumpelklöten“.

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Zivilstreit zwischen Erdogan und Böhmermann geht weiter

Screenshot: youtube
Das Oberlandesgericht Hamburg beschäftigt sich mit der Zivilklage von Erdogan gegen Böhmermann. Der Satiriker fühlt sich von der Politik im Stich gelassen.

Von Kurt Sagatz | DER TAGESSPIEGEL

Der Zeitpunkt der Entscheidung hat es in sich. Am Dienstag findet vor dem Oberlandesgericht Hamburg (OLG) die Berufungsverhandlung im Streit zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem deutschen Satiriker und TV-Moderator Jan Böhmermann über das genannte Schmähgedicht vom März 2016 statt. In der Vorinstanz war Böhmermann verboten worden, die ehrverletzenden Passagen aus dem Gedicht zu wiederholen. Böhmermann ging in Berufung, bemängelt wird vor allem das Herausschneiden einzelner Passagen, das den Kontext außer Acht lasse. Der Text sei eindeutig eine satirisch überhöhte Jura-Vorlesung, der die Grenzen der Meinungsfreiheit auslote, wurde gegen das Urteil argumentiert. Erdogans Anwalt hatte die Entscheidung dagegen als „Sieg des Rechtsstaats“ bezeichnet.

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Eklat auf Kunstmesse: Erdogan-Anhänger erzwingen Entfernung eines Bildes

Das ist das umstrittene Kunstwerk: „Türkischer Diktator“ von Thomas Baumgärtel. © Uli Deck/ Picture Alliance
Die Art Karlsruhe zeigte bis Donnerstag ein Bild des türkischen Präsidenten Erdogan – mit einer Banane im Hintern. Auf Druck einer kleinen Gruppe wurde das Werk entfernt. Der Maler beklagt nun die fehlende Kunst- und Meinungsfreiheit.

Von Carsten Heidböhmer | stern.de

Sein Markenzeichen ist die Banane: Seit Jahrzehnten sprüht der Künstler Thomas Baumgärtel das an Andy Warhol angelehnte Symbol an die Eingänge von Museen und Galerien. Immer wieder verarbeitet er die Frucht auch in Kunstwerken. Er malte den US-Präsidenten Donald Trump mit einer Banane im Mund.

Vor zwei Jahren fertigte er in Solidarität mit Jan Böhmermann und seinem „Schmähgedicht“ ein Bild an, das den türkischen Präsidenten Erdogan mit heruntergezogener Hose und einer Banane in seinem Hintern zeigt. Bereits damals bekam er massive Drohungen von Erdogan-Anhängern und stand eine Weile unter Polizeischutz.

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Vom EU-Parlament verbotene Schau: Die Mullahs und das Lachen

Die rund 20 Bilder der Schau zeigen zu Gefängniszellen umgewandelte Wahlurnen … ©AJC
Israeli Cartoon Project und AJC eröffnen vom EU-Parlament verbotene Schau mit Iran-Karikaturen

Jüdische Allgemeine

In Brüssel ist am Mittwochnachmittag eine Ausstellung mit Karikaturen über das iranische Regime eröffnet worden, die zuvor im Europaparlament verboten worden war.

»Dies ist kein Ruhmesblatt für ein westliches Parlament, insbesondere für eines, das erklärtermaßen Menschenrechte, Meinungsfreiheit und den Kampf für Demokratie zu seinen Hauptprioritäten zählt«, erklärte Daniel Schwammenthal vom American Jewish Committee (AJC) als Mitorganisator angesichts der Eröffnung in einem Gebäude unmittelbar neben dem Brüsseler Parlament.

usa und israel Die Ausstellung des Israeli Cartoon Project, die Menschenrechtsverletzungen durch das Regime aufs Korn nimmt, könne in Brüssel leider nun nur in einem kleinen Kreis gezeigt werden, betonte Schwammenthal. Anschließend soll die Schau auch deshalb in anderen Ländern gezeigt werden, darunter die USA und Israel. Weitere Ziele seien noch offen. »Wir würden sie gern auch nach Deutschland bringen«, so Schwammenthal am Rande der Veranstaltung.

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Satirische Texte: AfD startet rüde Attacke auf Yücel

Vor wenigen Tagen wurde Deniz Yücel aus türkischer Haft entlassen – nun fährt die AfD eine Kampagne gegen ihn. (Foto: Can Erok/dpa)
  • Die AfD will, dass die Bundesregierung Texte des aus türkischer Haft entlassenen Journalisten Deniz Yücel öffentlich rügt.
  • Es geht um Satiren, die Yücel für seinen früheren Arbeitgeber, die taz, schrieb.
  • Der Vorstoß entlarve die zweifelhafte Haltung der AfD zur Pressefreiheit, sagen Kritiker.

Von Jens Schneider | Süddeutsche Zeitung

Die SPD-Fraktion im Bundestag sprach vorab von einem Angriff auf die Grundwerte in Deutschland. „Die AfD zeigt damit, dass sie näher bei Erdoğan und Putin steht als auf dem Boden des Grundgesetzes“, sagte Carsten Schneider, der Parlamentarische Geschäftsführer der Sozialdemokraten. Die Missbilligung eines journalistischen Textes durch den Bundestag oder die Bundesregierung, so Schneider, komme „staatlicher Zensur sehr nah“. Gemeint war ein Antrag der AfD-Fraktion, der am Donnerstagabend im Bundestag heftig debattiert wurde. Die AfD hatte darin verlangt, dass der Bundestag die Bundesregierung dazu auffordern sollte, Äußerungen aus Artikeln des Journalisten Deniz Yücel zu missbilligen. Ihr Abgeordneter Gottfried Curio warf Yücel in der Begründung „Deutschen-Hass“ vor. Die AfD stieß damit bei der großen Mehrheit des Bundestages auf massiven Widerspruchs. So nannte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki ( FDP) die Initiative der AfD einen „Antrag von intellektueller Erbärmlichkeit“.

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Bernd(Björn) Höcke: Dodo des Monats Januar 2018

Dodo des Monats Januar 2018 ©HFR

Es ist nicht Riad, nicht Dschidda und auch nicht Mekka, von denen die Bedrohung des christlichen Abendlandes ausgeht. Der saudische Wahhabismus und die Spielart der Salafiyya auch nicht. Das islamistische Übel beginnt am Bosporus, glaubt man Björn Höcke, dem thüringischen Landesvorsitzenden der Alternative für Deutschland. Oder besser, dem völkischen Volk, welches in Thüringen lebt und für das er vorgibt zu sprechen. Das Volk, das Deutsche, hat es ihm angetan, er verspricht Großes, Deutschland den Deutschen, es bleibt abzuwarten in welchen Grenzen Höcke seine Deutschtümelei verortet wissen will. Momentan ist das noch sein Geheimnis, gilt es doch Deutschland von den „Muselmannen“ zu befreien und dem wiederentstehenden Osmanischen Reich Sultan Erdogans rechtzeitig entgegenzutreten.

Lassen wir ihn zu Wort kommen.

„Das, was wir jetzt noch nicht durchsetzen können, weil wir nicht die Macht haben – aber wir werden die Macht bekommen – und dann werden wir das durchsetzen, was notwendig ist, damit wir unser freies Leben leben können. Dann werden wir die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M, Mohammed, Muezzin und Minarett, Schluss ist, liebe Freunde!“Björn Höcke, Eisleben

Es gilt den Islam in der Türkei zu verbieten, mittels Direktive. Die Methode ist uns nicht unbekannt, seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei, wird das Land mittels Direktiven Erdogans regiert. Die Methode hat er also geklaut, viel besseres als Direktiven herauszugeben fällt ihm nicht ein. Da er in Thüringen, bei der nächsten Landtagswahl 2019, Ministerpräsident werden will konstruieren wir den Fall, dass er es schafft. Also, Ministerpräsident Höcke verbietet mittels Direktive den Islam am Bosporus, Mohammed, Muezzin und Minarett sind am Ende. Donald Trump lässt sich von seinem Berater erklären, dass die Thüringer kein Indianer-Volk aus den Black Hills sind, die kommunistische Partei Chinas verwendet einen Globus, da steht nur DDR. Verwirrung, global und international. Polen versetzt die Armee in erhöhte Gefechtsbereitschaft, weil sie damit rechnen, dass Höcke mittels Direktive Ostpreussen, Pommern und Schlesien, einschließlich Danzig, zum deutschen Volke gehörig erklärt. Und so werden Höckes Thüringer, Glasbläser, Spielzeugmacher, als Volk versteht sich, zu Eroberern. Der einzige, der wirklich handelt ist ein Psychiater. Er schickt vier kräftige Pfleger, die Höcke in der Bewegungsfreiheit hemmen und steckt ihn die Klappse. So könnte es sein, die Realität ist leider eine andere.

Nichts ist so obskur wie der Begriff des Volkes, eine willkürliche Setzung. Wir sind die in.group und zeigen allen anderen, wie wir uns Freiheit vorstellen, die out.group landet in Lagern, wird deportiert oder gleich erschossen. Hatten wir schon, die Resultate sind weithin bekannt, die Höckes bedienen sich demagogischer Metaphern, das Kollektiv Gleichgesinnter wird zur verbalen Gewaltzelle, noch.

Da es gilt das christliche Abendland zu retten, können die Kelles, von Storch‘, Beverfoerdes et al für die Verdummung der Kinder sorgen und ihre christlichen Bildungspläne des 19. Jahrhunderts in der Praxis umsetzen. Den abendländischen feministischen Spinnern wird der Garaus gemacht, für Frauen gilt dann wieder Kinder, Küche, Kirche.

Und weil das Volk angeblich so wichtig ist, die Sicht Heinrich Heines zum Thema:

O das Volk, dieser arme König in Lumpen, hat Schmeichler gefunden, die viel schamloser, als die Höflinge von Byzanz und Versailles, ihm ihren Weihrauchkessel an den Kopf schlugen. Diese Hoflakaien des Volkes rühmen beständig seine Vortrefflichkeiten und Tugenden, und rufen begeistert: wie schön ist das Volk! wie gut ist das Volk! wie intelligent ist das Volk! – Nein, ihr lügt. Das arme Volk ist nicht schön; im Gegenteil, es ist sehr häßlich. Aber diese Häßlichkeit entstand durch den Schmutz und wird mit demselben schwinden, sobald wir öffentliche Bäder erbauen, wo Seine Majestät das Volk sich unentgeltlich baden kann. Ein Stückchen Seife könnte dabei nicht schaden, und wir werden dann ein Volk sehen, das hübsch propre ist, ein Volk, das sich gewaschen hat. Das Volk, dessen Güte so sehr gepriesen wird, ist gar nicht gut; es ist manchmal so böse wie einige andere Potentaten. Aber seine Bosheit kommt vom Hunger; wir müssen sorgen, daß das souveräne Volk immer zu essen habe; sobald allerhöchst dasselbe gehörig gefüttert und gesättigt sein mag, wird es euch auch huldvoll und gnädig anlächeln, ganz wie die andern. Seine Majestät das Volk ist ebenfalls nicht sehr intelligent; es ist vielleicht dümmer als die andern, es ist fast so bestialisch dumm wie seine Günstlinge. Liebe und Vertrauen schenkt es nur denjenigen, die den Jargon seiner Leidenschaft reden oder heulen, während es jeden braven Mann haßt, der die Sprache der Vernunft mit ihm spricht, um es zu erleuchten und zu veredeln. So ist es in Paris, so war es in Jerusalem. Laßt dem Volk die Wahl zwischen dem Gerechtesten der Gerechten und dem scheußlichsten Straßenräuber, seid sicher, es ruft: »Wir wollen den Barnabas! Es lebe der Barnabas!« – Der Grund dieser Verkehrtheit ist die Unwissenheit; dieses Nationalübel müssen wir zu tilgen suchen durch öffentliche Schulen für das Volk, wo ihm der Unterricht auch mit den dazugehörigen Butterbröten und sonstigen Nahrungsmitteln unentgeltlich erteilt werde.Heinrich Heine, Geständnisse – Kapitel 5, Projekt Gutenberg.de

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2018

Dodo des Monats Januar 2018 ©HFR

Kaum waren die letzten Knaller der Silvesternacht verklungen, die Raketen erloschen schritt die politisch-religiöse Bande von Ehrwürdigkeiten daran die geleerten Sprechblasen mit Unsinn, kruder Weltsicht und jeder

Menge Bullshistic zu füllen.Protestantin Merkel tat was sie in den letzten Jahren so erfolgreich ausgeübt hatte, Aussitzen, Katholik Seehofer zerfaserte sich mit seinem ungeliebten Finanzminister Söder, so dass die zweite Reihe der Hofschranzen des Kanzlerinnenamtes in die Öffentlichkeit drängen konnten. Bei zelebrieren von Tee versuchte Gabriel ein paar Rüstungsgeschäfte gut christlich an den Mann zu bringen und scheiterte grandios an der neurotischen Politik seines Kollegen aus der Türkei. Die Pfaffen der Kirchen brachten ungehinderte ihre rückwärts gewandte Weltsicht ans Wahlvolk und sehnt sich nach alten Zeiten, alter Größe und Herrlichkeit.

Die Wahl ist bis zum 07. Februar 2018, 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag, wird der Gewinner gewürdigt werden.

  1.  Mustafa Yoldas, „gebt ihm einen Kampfanzug und ab ins Kurdengebiet.“
  2.  Ansgar Puff, „Willkommen im Mittelalter.“
  3.  Michael Borgholte, „verhandelt lieber mit konservativen Islam-Verbänden, Flexibilität geht anders.“
  4.  Georg Welker, „möchte die Geschichte unter der Hitler-Glocke neu deuten.“
  5.  Bernd(Björn) Höcke, „will das christliche Abendland in Istanbul retten.“
  6.  Uwe Becker, „5 Millionen Euro Steuergelder für arme, bettelnde Christenkirchen.
  7.  Manfred Scheuer „erkennt die Menschenrechte nicht an, warnt aber vor aggressiven Atheismus.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „bestimmt über Frauen, die ihn nichts angehen, mag nur Werbung für seinen imaginären Daddy.“
  9.  Franz-Josef Overbeck, „braucht die mögliche islamische Militärseelsorge um seine christliche vor dem Koma zu retten.“
  10.  Heiner Koch, „weg mit dem Berliner Neutralitätsgesetz, Freiheit für das Joch unterm Kreuz.“
  11.  Johanna Rahner, „islamische Theologie als Waffe gegen den Terror. Katholischer Größenwahn.“
  12.  Stephan Weil, „Niedersachsen braucht einen Reformationstag um die Kultur des Antisemitismus Luthers zu pflegen.“
  13.  Jens Maier, „gelebter Rassismus.“
  14.  Aiman Mazyek, „sollte endlich seine Version des Korans offenlegen.
  15.  Rainer Maria Woelki, „lebt in der Angst, dass mittels CRISPR ein Woelki geklont werden könnte.“

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NetzDG: Facebook sperrt Karikaturisten Schwarwel

(Bild: Schwarwel)
In seiner Zeichnung nahm der Schwarwel die rassistische H&M-Werbung aufs Korn. Facebook und Instagram verstanden jedoch keinen Spaß.

Von Hartmut Gieselmann | heise online

Der in Leipzig wohnende Karikaturist Thomas Meitsch, alias Schwarwel, ist in der vergangenen Woche als Administrator seiner Facebook-Seite gesperrt worden. Als Begründung führte Facebook an, seine Karikatur würde gegen die „Allgemeinen Gemeinschaftsstandards“ verstoßen. Zuvor war das Bild bereits am Montag auf Instagram gesperrt worden. Es sei inzwischen die zweite Sperrung, die Facebook gegenüber dem Künstler verhängt hätte, so Schwarwel.

Das Bild nimmt Bezug auf eine Werbekampagne des Kleidungsherstellers H&M, in der ein dunkelhäutiger Junge mit einem grünen Kaputzenpulli und der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“ zu sehen ist. Schwarwel nahm zudem Bezug auf einen Tweet des AFD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier, der Noah Becker, Sohn der Schauspielerin Barbara Becker, als „Halbneger“ bezeichnet hatte.

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Der Kölsche Stang en d’r Monstranz – fiese Möpp

Das Kölsch in der Monstranz empört Christen. Foto: Richard Bongartz
Der Orden der Karnevalsfründe Durschlöscher ruft die Kirchen auf den Plan. Er zeigt eine Monstranz, in deren Inneren statt der Hostie ein Kölschglas steht – angebetet von durstigen Jecken.

Von Richard Bongartz | General Anzeiger

Wie weit dürfen Karnevalisten mit Satire und Persiflage gehen? Wo diese Grenze verläuft, muss immer wieder neu ausgelotet werden. So sorgt der aktuelle Orden der Karnevalsfründe Durschlöscher für Aufsehen – und für Ärger. Er zeigt eine Monstranz, in deren Inneren statt der Hostie ein Kölschglas steht – angebetet von durstigen Jecken. Nachdem der GA den Orden vorgestellt hatte, rief das nicht nur Leser auf den Plan, sondern auch die katholische und evangelische Kirche in Bonn.

„Wie weit soll unsere Gesellschaft noch sinken, was Achtung und Respekt vor den Gefühlen anderer Mitmenschen angeht?“, fragt Leserin Margit Schmitt und spricht von einem „Schandmal-Orden“.

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Düsseldorf: Erstmals jüdischer Mottowagen im Karneval

Jüdischer Mottowagen im Düsseldorfer Karneval (dpa / David Young)
Am Düsseldorfer Rosenmontagszug beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde mit einem Mottowagen.

Dlf24

Er zeigt den Dichter Heinrich Heine mit einer Kippa und einem Gebetsschal. Auf einer Schriftrolle steht „Wir feiern den größten jüdischen Sohn unserer Stadt“. Heinrich Heine war 1825 vom Judentum zum Protestantismus konvertiert.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf will nach den Worten ihres Verwaltungsdirektors Michael Szentei-Heise mit dem Wagen ein Zeichen gegen den wieder hoffähig werdenden Antisemitismus setzen. Die Juden seien Teil der Stadtgesellschaft. „Wir gehören dazu, und Antisemitismus hat hier nichts zu suchen“, betonte er.

NetzDG: Beiträge der bekannten Street-Art-Künstlerin Barbara gelöscht

Dieses Foto wurde auf Facebook gelöscht – zu viel Nackheit? Bild: Barbara
Barbara kontert mit ironischen Klebeschildern hasserfüllte Schmierereien und widerspricht übereifrigen Verboten. Nun wurde ihr das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zum Verhängnis: Facebook hat Einträge entfernt und droht mit der Account-Löschung.

Von Martin Holland | heise online

Die bekannte Street-Art-Künstlerin Barbara beklagt, dass Facebook zahlreiche Beiträge von ihr gelöscht habe, „weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen“. Auch ihr Profil auf Instagram sei betroffen. Ihr wurde auch gedroht, dass ihr Account gelöscht werde, sollte noch eine Löschung durchgeführt werden. Die Fotoplattform gehört auch zu Facebook. Hintergrund ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das seit Januar voll greift. Soziale Netze stehen seitdem unter stärkerem Druck, rechtswidrige Einträge schneller und konsequenter zu entfernen. Kritiker hatten befürchtet, dass das zu übermäßigen Löschungen führen könnte, da die Netzwerke auf Nummer sicher gehen dürften. Nicht nur Barbara sieht die Freiheit im Internet dadurch nun „mehr als nur bedroht“.

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Kanada: Kritik an Premier Trudeau wegen Karikatur des Abendmahls

Bild: Hon. Candice Bergen, MP, Facebook

Eine Parlamentsabgeordnete wirft dem kanadischen Premierminister vor, das Christentum verhöhnt und lächerlich gemacht zu haben. Er ist auf einem Foto zu sehen, das ihn in einem Pullover mit einer Karikatur von Da Vincis ‚Das letzte Abendmahl’ zeigt.

kath.net

Candice Bergen, eine konservative Abgeordnete des kanadischen Parlaments, hat Justin Trudeau, dem Premierminister ihres Landes, vorgeworfen, sich die christliche Religion verhöhnt zu haben.

Sie bezieht sich in ihrer Kritik auf ein Foto, das den Premierminister und seinen Bruder Alexandre in einem Pullover zeigt, auf dem Leonardo Da Vincis berühmtes Gemälde „Das letzte Abendmahl“ zu sehen ist. An Stelle der Gesichter sind gelbe „Smileys“ zu sehen, die derart veränderten Figuren tragen bunte, spitze Hüte auf den Köpfen. Auf den Tellern liegen Kuchenstücke, über der Szene ist die Aufschrift „Happy Birthday“ zu lesen (siehe Bild).

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Dodo des Monats Dezember 2017: Dirk Behrendt

Dodo des Monats Dezember 2017 ©HFR

Der Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dirk Behrendt, möchte muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Hijab zu erlauben.

Dem Wunsch des Senators steht das Berliner Neutralitätsgesetz entgegen.

Lehrkräfte und andere Beschäftigte mit pädagogischem Auftrag in den öffentlichen Schulen nach dem Schulgesetz dürfen innerhalb des Dienstes keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole, die für die Betrachterin oder den Betrachter eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft demonstrieren, und keine auffallenden religiös oder weltanschaulich geprägten Kleidungsstücke tragen. Dies gilt nicht für die Erteilung von Religions- und Weltanschauungsunterricht.Gesetz zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin.Vom 27. Januar 2005.GVBl. 2005, 92

Behrendt sieht Diskriminierung für Lehrerinnen, die auf Grund ihrer Religion Kopftuch tragen wollen.

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Kopftuchtragende Frauen sind nichts anderes als glückliche Sklaven. Die Not Sklavin einer Religion zu sein wird zur Tugend. Nicht wenige behaupten ihre Verhüllung freiwillig zu tragen. Warum nehmen sie dann diese nicht freiwillig wieder ab? Und schon wird die Freiwilligkeit ad absurdum.
Der Senator meint die Diskriminierung liege in der Einstellung von muslimischen Lehrern begründet, die ja völlig unverschleiert daher kämen. Wie grünäugig muss man sein derart zu denken und zu unterstellen. Es sind eben jene Männer, die ihren Frauen die Freiwilligkeit der Verhüllung einreden. Welche naive Weltsicht steht hinter der Auffassung ein Gesetz aufzuweichen, welches religiös-weltanschauliche Neutralität für alle garantiert. Der säkulare Staat mischt sich nicht in die Dinge des Glaubens ein, sichert aber auch, dass er selbst weltlich neutral bleibt. Das gewährleistet die Handlungsfähigkeit des Staates gegenüber jedweder Religion und Weltanschauung. Der Pastafari-Lehrer kann nicht mit dem Nudelsieb auf dem Kopf zum Unterricht erscheinen, der Hindu darf seinen geliebten Ganesh nicht aufs Pult stellen usw. In weltlichen Angelegenheiten bestimmt der Staat, in Sachen Himmel und Hölle die vermeintlichen irdischen Hilfskräfte imaginärer Himmelsgeister.

Was wäre denn die Signalwirkung einer Lehrerin mit Hidschab? Schon jetzt werden muslimische Schülerinnen von Mitschülern unter Druck gesetzt. Der Druck wird auch aus den Moscheen heraus an die Schülerinnen vermittelt. Die kopftuchtragende Lehrerin wird zum Hebel den Druck auf muslimische Schülerinnen zu erhöhen.
Behrendt meint, Mission finde trotz Kopftuch nicht statt. Bei solch geradezu kindlicher Naivität entsteht die Frage wie man Senator in Berlin werden kann. Eine kopftuchtragende Lehrerin ist Dauermission, Propaganda. Außerdem, wie will er überprüfen, dass eben keine Mission stattfindet. Das Kopftuch höchst selbst steht für Handlungen die mit unseren Grundrechten nicht korrespondieren. Die glückliche Sklavin diskriminiert sich selbst, sie begibt sich in eine Rolle als Frau, welche dem Gleichberechtigungsgedanken des Grundgesetzes entgegensteht. Dort liegt die Diskriminierung muslimischer Kopftuchträgerinnen. Kindern soll vorgelebt werden, dass Frauen nur an Männer herantreten können, dürfen, wenn sie Kopftuch tragen. Gehts noch? 300 Jahre Aufklärung im Müll der Geschichte.
Ich würde mein Kind sofort von der Schule nehmen, angesichts dieser religiösen Indoktrinationsversuche.
Heute reden wir über kopftuchtragende Lehrerinnen, morgen darf der Scientologen-Lehrer seine Xenu-Puppe den Kinder vorführen. Vielleicht will ja der Berliner Justizsenator eine religiös-plurale Theokratie.
2001 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte: Das Erziehungsrecht der Eltern und die negative Religionsfreiheit des Kindes (also frei von Religion zu sein) sowie der staatliche Bildungsauftrag müssen höher bewertet werden, als das Recht auf freie Berufswahl der Lehrerin.

Die Grünen-Abgeordnete Bettina Jarasch auf dem Parteitag der Grünen im Dezember 2017: „Das Neutralitätsgesetz gehöre auf den Prüfstand.“

Es ist erschreckend zu sehen wie angebliche Feministinnen religiöse Unterdrückungsszenarien legitimieren wollen, unabhängig der Tatsache, sich selbst lächerlich zu machen.
Mit den Berliner Grünen werden wir es erleben, religiöser Mummenschanz auf den Richterbänken, die Richterin in Burka und über allen schwebt das Kreuz. Lichtenergie, Gong-Meditation, die grinsende Glatze vom Dalai Lama hängt neben den Lattenjupp. Die Burka-Polizistin und die Niqab-Frau vom Ordnungsamt, die grüne Welt pluralen Gotteswahns. Wer es versucht allen recht zu machen hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Behrendt verweist auf die derzeitige Rechtslage. Kopftuch-Lehrerinnen können in Berlin auf Entschädigung klagen, wenn sie nicht eingestellt werden. Dieser juristische Streit ist aber noch nicht letztinstanzlich entschieden. Das vom Senator ebenfalls zitierte Bundesverfassungsgericht hat „pauschale Kopftuch-Verbote“ auch nur dann als rechtswidrig eingestuft, wenn nicht alle äußeren religiösen Bekundungen unterschiedslos für alle Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen verboten werden.

Die freudige Einfalt von Dirk Behrendt wird uns eine Vielfalt bescheren, die selbst Marokko und Tunesien als fundamentalistischen Islam erkennen werden.
Das Kopftuch ist ein religiöses und politisches Statement, wer das nicht erkennt leidet unter kognitiven Dissonanzen. Das Erschreckende daran, wie leicht Politik Erfüllungsgehilfe religiösen Konservatismus wird, statt liberal dem Freiheitsgedanken zu folgen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.