Don’t Panic: „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird als TV-Serie umgesetzt

(Bild: Hulu)

Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ kommt wieder auf den Bildschirm. Die TV-Serie soll auf Hulu ausgestrahlt werden.

Von Daniel Herbig | heise online

Der US-amerikanische Streaming-Dienst Hulu bekommt eine Serien-Umsetzung von „Per Anhalter durch die Galaxis“. Das Werk von Douglas Adams soll vom „Lost“-Showrunner Carlton Cruse umgesetzt werden, berichtet das Magazin Deadline. Ebenfalls an der Produktion beteiligt ist demnach der Autor Jason Fuchs, der unter anderem an „Wonder Woman“ gearbeitet hat.

Weitere Details zur geplanten Serienumsetzung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ (im Original „A Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“) nennt der Deadline-Bericht nicht. Unklar ist zum Beispiel, welche Schauspieler an dem Projekt beteiligt sein werden. Die Serie werde ein „modernes Update“ für das kultige Sci-Fi-Franchise, heißt es lediglich. Die Rechte für „Per Anhalter durch die Galaxis“ gehören Disney.

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Kontroverse über «Emma»-Karikaturen – Rassismus-Vorwurf

Die langjährige Cartoonistin des Magazins «Emma» wird des Rassismus beschuldigt – zu Unrecht, findet die Herausgeberin und Deutschlands bekannteste Feministin Emma Schwarzer.

Neue Zürcher Zeitung

Satire hat aus Sicht von «Emma»-Herausgeberin Alice Schwarzer keine Grenzen. «Und sie darf auch keine haben», betonte sie in Köln anlässlich der Kritik an «Emma»-Hauscartoonistin Franziska Becker. Die überspitzte Wiedergabe der Realität sei nötig, um den Menschen die Augen zu öffnen. «Genau das ist die Aufgabe eines Satirikers.» Die deutsch-türkische Bloggerin Sibel Schick hatte Becker der Diskriminierung Kopftuch tragender Musliminnen bezichtigt, die sie mit IS-Kämpferinnen gleichsetze.

Hintergrund ist die Verleihung der Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes an Becker für ihr Lebenswerk.

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Katholische Bischöfe protestieren gegen Kunstpreis: Karikaturstreit in Kerala

Photo/Ani

Im indischen Bundesstaat Kerala protestieren die katholischen Bischöfe gegen die Vergabe eines staatlichen Kunstpreises. Mit dem Preis soll eine Karikatur ausgezeichnet werden, die einen wegen Vergewaltigung angeklagten Bischof zeigt.

DOMRADIO.DE

Der Künstler K.K. Subhash hatte Franco Mulakkal in seiner Karikatur als Hahn dargestellt, der einen Bischofsstab hält, an dem das Kreuz durch Damenunterwäsche ersetzt wurde. Die Auszeichnung Subhashs sei ein vorsätzlicher Versuch der kommunistischen Regierung Keralas, die Kirche zu beleidigen und christliche Symbole verächtlich zu machen, zitiert der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Donnerstag aus dem Protestschreiben des Rats der Bischöfe von Kerala.

„Wir mussten dagegen protestieren“

Ein Sprecher des Bischofsrats sagte Ucanews, die Bischöfe hätten nicht protestiert, wäre der Preis von einer privaten Organisation verliehen worden. „Da es sich aber um den Preis einer staatlichen kulturellen Organisation handelt, mussten wir dagegen protestieren.“

Der Leiter Kunstakademie „Kerala Lalithakala Akademi“, Nemom Pushparaj, wies eine Beeinflussung der Preisvergabe durch die Regierung zurück. Trotzdem solle die Entscheidung der unabhängigen Jury überprüft werden. Es sei nicht die Absicht gewesen, das Christentum verächtlich zu machen.

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Hoch lebe der Staatshumor

Grafik: TP

Die öffentlich-rechtlichen Sender bespaßen ihr Publikum mit einer kunterbunten Parade aus Komikern, Witzeerzählern, Hofnarren und ein paar politischen Kabarettisten im Alibimodus. Hört und sieht man genauer hin, vergeht einem umgehend das Lachen

Wolf Reiser | TELEPOLIS

Claus von Wagner, neben Max Uthoff gastgebender Klinikchef der ZDF-Anstalt, erinnerte unlängst an die Definition seiner Kunstsparte: „Kabarett ist das Spiel mit dem erworbenen Wissenszusammenhang eines informierten Zuschauers.“ Und im gleichen Atemzug erfolgte die Frage: „Doch was macht man, wenn über wesentliche Belange nicht, falsch oder manipulativ berichtet wird?“

In normalen Zeiten sind Journalisten dafür zuständig, Journalismus zu betreiben, während sich die Kabarettisten um das Kunsthandwerk der satirischen Nachrichtenbearbeitung kümmern. Doch wir leben in keinen normalen Zeiten. Die Ära Merkel hat die Republik umfassend sediert und sie in einen hypnotischen Dämmerzustand aus Opportunismus, Diskursverschleppung und Paralyse versetzt.

Aus diesem Grund müssen politische Künstler sich nicht nur durch die wuchernden Fake-Narrative der politischen Macht kämpfen, sondern parallel auch noch die journalistischen Defizite der loyalen Leitmedien aufarbeiten. Das kostet Nerven und unendlich viel Zeit, also auch Sendezeit. Und so greifen die Anstaltsmacher immer wieder zum Trick der antiquierten Grundschul-Schautafel, um den Zuschauern auf diesem Weg die grundlegenden Fakten des jeweiligen Themas zu vermitteln.

Trotz dieser Widrigkeiten schafft man es in jeder Folge, Facetten aus dem rotierenden Irrsinn unseres Absurdistans herauszugreifen, das Rad anzuhalten und die Dunkelstellen mit detektivischer, respektloser und im besten Sinne unterhaltsamer Präzision zu erhellen.

In den fünf Jahren nahm man sich Themen wie Steuergerechtigkeit, Sexismus, Rechtsextreme oder Automobil-industrie vor und kümmerte sich um Griechenland wie auch des Öfteren um die westliche Wertemilitanz in Libyen, Syrien und der Ukraine. Man legt hohes Tempo an den Tag, intellektuelle Schärfe, eine lockere Mischung aus Kalauern, Parodie, Klartext und radikaler Opposition zum politisch-medialen Mainstream, oft auch in Form der Medien. Und die reagieren nicht immer wohlgesonnen. Mal erkennt man die Autoren als Putin-Trolle und antiamerikanische Aufwiegler oder straft das ganze Format als arroganten Agit-Prop und neomarxistisches Bauerntheater ab.

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Manager bestätigt: Böhmermann kannte Strache-Video

Satiriker Jan Böhmermann – imago/STPP

Der deutsche Satiriker hatte bereits im April bei der Verleihung der Romy-Akademiepreise in einer Video-Botschaft Andeutungen zu dem Fall gemacht.

Die Presse.com

Der deutsche Satiriker Jan Böhmermann hat das Video mit heimlichen Aufnahmen des nun zurückgetretenen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ) bereits vor Wochen gekannt. Das bestätigte sein Manager Peter Burtz am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Burtz dementierte aber, dass die Aufnahmen Böhmermann angeboten worden seien. Da sie ihm nicht angeboten worden seien, habe er sie auch nicht abgelehnt. Woher Böhmermann die Aufnahmen kannte, wisse er nicht, sagte Burtz.

Böhmermann hatte bereits im April bei der Verleihung der Romy-Akademiepreise in einer Video-Botschaft Andeutungen zu dem Fall gemacht. Den Preis könne er nicht persönlich abholen, weil er „gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge“, hatte Böhmermann gesagt.

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Peinlich, peinlicher, Böhmermann

Jan Böhmermann bei der Grimme-Preis-Verleihung 2018. Bild: JCS/CC BY-SA-3.0

Von Christoph Schlingensief zu Jan Böhmermann oder der Niedergang der deutschsprachigen Satire

Peter Nowak | TELEPOLIS

Erregte Menschenmassen standen tagelang um die Installationen herum und stritten mit- oder besser gegeneinander. In allen Medien überboten sich die Rechten aller Couleur mit Empörungsgeschrei. Es herrschte fast ein Ausnahmezustand im Sommer 2000 in Wien. Verantwortlich dafür war die Kunstaktion „Ausländer raus“ von Christoph Schlingensief.

Im Rahmen der Wiener Festwochen 2000 hatte der Künstler in Wien einen Container im touristischen Zentrum Wiens aufgestellt, der standesgemäß Herbert-Karajan-Platz heißt, benannt nach einen Künstler, der mit den Nazis genauso konnte wie mit deren Nachfolgern und so zum Prototyp des Opportunisten wurde. Auf dem Container prangten Wahlparolen der rechten FPÖ, mit denen die Partei damals unter Jörg Haider große Wahlerfolge erzielte (Tötet Europa! Bitte liebt Österreich!, Alles nur Theater?).

Es war gerade mal 15 Jahre her, als die Waldheim-Affäre aufzeigte, wie schnell der zivilisatorische Firnis abbröckelt und offen antisemitische Äußerungen wieder hörbar waren. Ein Großteil der österreichischen Bevölkerung übte sich in Schulterschluss mit einem Präsidentschaftskandidaten, der bei der Wehrmacht an Kriegsverbrechen beteiligt war. Erst vor wenigen Monaten hat die Regisseurin Ruth Beckermann mit dem Film „Waldheims Walzer“ die Atmosphäre jener Zeit in Österreich noch einmal lebendig gemacht. In einem solchen Klima hat Schlingensief mit seiner Kunstaktion punktgenau interveniert. Der Spiegel berichtete damals, was sich am Karajan-Platz in Wien abspielte:

Auf dem Platz ruft der deutsche Aktionskünstler Christoph Schlingensief die Österreicher per Megafon auf, per Telefon täglich zwei Asylbewerber aus dem Land zu wählen. Touristen sollen Fotos schießen – damit man daheim sehen könne, „was hier los ist in Österreich“.

Schlingensiefs Kunst bestand gerade darin, dass er den Rechten aller Couleur deren eigene Melodie vorspielte. Er beschimpfte sie nicht als Rassisten, er brachte sie dazu, dass sie bei den Äußerungen, die sie eigentlich vertreten, im wahrsten Sinne ausflippten vor Wut. Das kann man auf vielen Videos der Aktion sehen. Haider und seine Anhänger im Parlament orchestrierten die rechte Kampagne durch ihre Auftritte in den Medien. So war Schlingensiefs Kunst im wahrsten Sinne aufklärerisch, sie klärte auf über die österreichischen Verhältnisse jener Jahre.

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Brian bittet an Karfreitag, behördlich genehmigt, zum Tanz im Revier

Steht ganz Oben auf der Liste. Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube

Der Karfreitag ist in Deutschland ein „stiller“ Feiertag – Feiern und Tanzen verboten. Auch „nicht feiertagsfreie“ Filme wie „Das Leben des Brian“ dürfen nicht gezeigt werden. Eigentlich. Mit Ausnahmegenehmigung ist all das aber doch möglich.

evangelisch.de

In Bochum dürfen Religionskritiker in diesem Jahr an Karfreitag den Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ zeigen und zu einem Tanz einladen. Wie die Initiative „Religionsfrei im Revier“ am Dienstag mitteilte, genehmigte die Bezirksregierung Arnsberg die „unterhaltsame öffentliche Veranstaltung einschließlich Tanz“ am 19. April. An Karfreitag gilt in Deutschland als stiller Feiertag ein Verbot öffentlicher Veranstaltungen, auch Feiern mit Tanz sind nicht erlaubt. In Nordrhein-Westfalen kann jedoch eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

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„Things did take a weird-ass turn around 2016“

Iron Sky 2: The Coming Race. Bild: © Splendid Film / Tomi Tuuliranta

Timo Vuorensola, film director of „Iron Sky“, about his new film „The Coming Race“, Donald Trump and reptiloids

Markus Kompa | TELEPOLIS

Mr Vuorensola, in your movie Iron Sky you had offered the grotesque dystopia that Americans had made a kind of Sarah Palin president. Now Earth has an even more unusual POTUS. How reliable is your information about Nazis on the moon?

Timo Vuorensola: Things did take a weird-ass turn around 2016 and we felt that the real world upped the ante in regards of crazyness. After 2016, it’s been more challenging to write films like Iron Sky, because nearly every day the real world over-Iron Skyifies itself and things become weirder and weirder.

Thus, with „Iron Sky: The Coming Race“ we wanted to take a big enough leap forward to make sure our film still has some ammunition left when it hits the theatres. Thus, we have hollow Earth, dinosaurs and lizard Hitler among many other things. Those, we hope, won’t start coming true in the following 6-7 years from now, like it did actually happen with the first Iron Sky. Every morning you wake up and read of yet another thing that we already had in our movie back in 2012, now coming true.

Current President Donald J. Trump has plagiarized parts of Iron Sky’s material during the election campaign and has now even launched a Space Force, also sketched by you. Will you defend yourself legally against this unfriendly act?

Timo Vuorensola: I think Trump has already enough legal troubles, we don’t want to add any more to his plate. I mean, he is, in the end, our best marketing strategy.

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«Wir lieben euch auch, aber . . .»: Die britische «Sun» hat einen Brief an die Deutschen verfasst

Nachdem eine Gruppe bekannter Deutscher, darunter CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, den Briten in einem Brief ihre Zuneigung erklärt hatte, kam nun die Antwort der grössten und lautesten Zeitung des Königreichs. Das Blatt haut den Deutschen sämtliche schwarz-rot-goldenen Klischees um die Ohren und ist dabei so herzlich wie nie.

Marc Felix Serrao | Neue Zürcher Zeitung

Es gibt wenige Nationen, die britische Boulevardzeitungen mit so viel Hingabe beobachten wie die «Krauts» mit ihren vermeintlichen Stärken und Schwächen. Die Themenpalette variiert selten. Es geht meistens um Fussball, Autos, Zuverlässigkeit und Claudia Schiffer. Trotzdem kann man sich als Leser amüsieren, und sei es darüber, dass kaum eines der Klischees noch der Realität entspricht. Der deutsche Fussball hat sich bei der WM 2018 mit einem 0:2 gegen Südkorea in der Vorrunde verabschiedet. Die letzte Innovation, mit der deutsche Autos von sich reden gemacht haben, war die illegale Abschalteinrichtung. Und die deutsche Zuverlässigkeit darf man angesichts so gut wie aller namhaften Grossprojekte der jüngeren Vergangenheit, vom Berliner Flughafen bis zu Stuttgart 21, ins Reich der Mythen verbannen. Nur Claudia Schiffer sieht mit 48 Jahren so phänomenal aus wie eh und je. Aber die lebt schon lange in England.

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Streit um „Schmähkritik“: Böhmermann geht vor den BGH

Vor drei Jahren löste Böhmermanns Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan eine Staatsaffäre aus. 18 von 24 Zeilen darf der Moderator nicht mehr wiederholen. Nun zieht er dagegen vor den Bundesgerichtshof.

tagesschau.de

Der Rechtsstreit um das Schmähgedicht des TV-Moderators Jan Böhmermann über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan geht in die nächste Runde: „Wir haben Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt“, sagte Böhmermanns Rechtsanwalt Christian Schertz dem Evangelischen Pressedienst.

Im Mai vergangenen Jahres war Böhmermann mit einer Berufung vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg gescheitert. Es musste im Wesentlichen darüber urteilen, ob das Gedicht durch die Freiheit der Kunst erlaubt ist oder gegen die Menschenwürde verstößt.

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Warum Asia Bibi für ihren Glauben sterben sollte

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Der Christengott liebt das Blut seiner Anhängerschar. Das monetäre Opfer, Geldzahlungen, in Deutschland Kirchensteuer genannt, reicht ihm nicht. Er braucht Tote, die für den Glauben an ihn gestorben sind, ermordet wurden, gefoltert, was auch immer. Stuss dieser Art versucht der absolutistische Kirchenfürst aus Rom der Allgemeinheit zu vermitteln. So twittert er, zwischen den Feiertagen:

„Die Kirche wächst durch das Blut der Märtyrer, der Männer und Frauen, die ihr Leben für Jesus hingeben. Heute gibt es viele von ihnen, auch wenn sie keine Nachricht wert sind.“

Nehmen wir als Beispiel die Katholikin Asia Bibi, wegen Blasphemie gegen den islamischen Gott zum Tode verurteilt, Jahre in Haft zugebracht, steht nun für die römische Spukgestalt die Gefahr, dass sie mit dem Leben davon kommt und schon ist sie für die Weltkirche der Katholen nicht mehr wertvoll. Asia Bibi, von einem frommen, islamischen Extremismus auf der Straße geschlachtet, in der Wohnung oder im Gefängnis. Der vatikanische Geisterbeschwörer würde um ihre Seele beten, nicht um ihr Leben, da ist sie, den Worten nach, wertlos. Nur Blut, von frommen Katholiken hilft der Kirche im Wachstum.
Das vom Papst zitierte von einem islamistischen Mufti, Ayatollah geäußert und die westliche Welt würde kollektiv Aufschreien. Die islamistischen Verbände in Deutschland entschuldigen sich reihenweise um dann zum Althergebrachten zurück zu kehren.
Dass, vom römischen Franz geäußerte ist schlichtweg idiotisch zu nennen, inhuman und zeigt ein äußerst fragwürdiges Menschenbild. Was die politischen Gottesmägde und -knechte nicht davon abhält ihm metaphorisch die Füße zu küssen. Keine Kritik am Ewiggestrigen, feuchten Auges blickte man die letzten Tage nach Rom, sehend, den Kitsch, die esoterische Geisterbeschwörung, den Obskurantismus des Todes, weil dieser die Kirche wachsen ließe.

Also, Asia Bibi, geh sterben, kirchengefällig, oder lebe menschlich. Letzteres ist eine gute Alternative.

Bild: Twitter @Pontifex_de. Screenshot: bb

Journalismus-Skandal

Bild: CC0

Geheime Tagebücher eines Starreporters geleakt

Selma Mahlknecht, Simon Raffeiner | TELEPOLIS

Viel ist in den letzten Tagen geschrieben worden über den Fall Relotius und den Verfall des Journalismus, auch hier auf unserer Plattform. Wenn Reportagen zu kitschigen Rührstücken verkommen, wird aber oft eines vergessen: der Mensch im Hintergrund. Wer sind diese Journalisten, die sich mühsam rührselige Geschichten ausdenken, um uns zu erfreuen? Wie ergeht es ihnen, was treibt sie um? Wir lechzen nach einer empathischen, authentischen Innensicht, mit der die menschliche Dimension hinter der Zuckerguss-Fassade zum Vorschein kommt.

Unseren Reportern ist es gelungen, an die geheimen Tagebücher einer sogenannten Edelfeder zu gelangen, die erstaunliche Einsichten zutage fördert. Der Whistleblower, der diese Dokumente geleakt hat, möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, wir nennen ihn daher „C.R.“. Das R steht für „reliable“.

15.03.2007

Liebes Tagebuch,

Mama sagt, jetzt, wo ich bald 30 werde, soll ich weniger Schundromane lesen und endlich etwas aus meinem Leben machen. Werde ich halt auch Romanautor. Ideen hab ich ja genug.

20.06.2008
Liebes Tagebuch,

der Suhrkamp-Verlag hat meinen Romanentwurf mit dem Kommentar „kitschtriefende, bollywoodeske Schmonzette, von welcher man Brechdurchfall bekommt“ abgelehnt. Egal, mache ich daraus eben eine Reportage über einen erzkatholischen Waffennarren aus Bochum mit Erektionsstörungen und Mutterkomplex, welcher davon träumt, einmal in seinem Leben das noch schlagende Herz eines Büffels essen zu können. Vielleicht nimmt sie ja wer.

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Wütende Mormonen wollen „Once Upon a Deadpool“-Poster verbieten lassen

Bild: Filmstarts

Deadpool schafft es, so ziemlich jeden zu verärgern – jetzt auch die Mormonen. Zahlreiche Anhänger dieser christlichen Glaubensgemeinschaft unterschrieben eine Petition, um das neueste Poster zu „Once Upon A Deadpool“ aus dem Verkehr zu ziehen.

Von Annemarie Havran | Filmstarts

Ein Weihnachtsfilm soll er sein, der in den USA am gestrigen 12. Dezember 2018 gestartete „Once Upon a Deadpool“. Doch ganz unweihnachtlich sorgt die PG-13-Version von „Deadpool 2“ nun in den USA für Unfrieden. Wie unter anderem NME berichtet, wurde auf change.org eine Petition gestartet, das neueste Poster aufgrund von „religiöser Diskriminierung“ aus dem Verkehr zu ziehen. Angegriffen sehen sich viele Anhänger des Mormonentums, die dem Poster ankreiden, ein für diese religiöse Gruppierung zentrales Kunstwerk zu kopieren: das Gemälde „The Second Coming“ von Harry Anderson.

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Im Namen des Atheismus wurde noch kein Kondom verboten und kein Selbstmordattentat durchgeführt

Zeitgemäßer Zynismus: Mathias Tretter brachte vor rund 300 Zuschauern im Festsaal des Kultur im Oberbräu sein aktuelles Soloprogramm „Pop“ auf die Bühne. © Andreas Leder

Ein fulminantes und fesselndes Spitzenkabarett lieferte Mathias Tretter. Mit seinen Soloprogramm „Pop“ war er im Festsaal des Holzkirchner Kultur im Oberbräu.

Reinhold Schmid | Merkur.de

Mit seinem aktuellen Soloprogramm „Pop“ liefert Mathias Tretter ein Musterbeispiel für fesselndes und dichtes Kabarett. Zwei Stunden lang brannte er am Samstag vor knapp 300 Zuhörern im Festsaal des Holzkirchner Kultur im Oberbräu ein satirisches Feuerwerk ab. Dabei kamen leichtere Gags zum zwischenzeitlichen Durchschnaufen ebenso zum Einsatz wie verblüffende Geistesblitze, frappierende Gedankenverbindungen und schonungslos zugespitzte kabarettistische Abrechnungen mit Missständen und Fehlentwicklungen unserer Zeit.

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Wo eiserne Jungfrauen im Mekka-Wasser baden

Spott mit Gott: eine typisches Noktara-Wunder (Noktara.de)

Das Portal „Noktara.de“ – erfunden von zwei Satirikern aus Wiesbaden – macht sich lustig über Fundamentalisten, Terroristen und Nazis. Die Meldung, dass während des Ramadan die Stadt Essen in „Fasten“ umbenannt werde, schaffte es sogar ins ungarische Staatsfernsehen.

Von Kirsten Lorek | Deutschlandfunk

„Noktara.de – feinste Ethno-Satire mit Nachrichten aus dem Morgenland, schon heute.“

Mal ehrlich, wer nach diesem Werbetrailer nicht kapiert hat, dass es hier um Satire geht, ist selber schuld. Und Satire darf, frei nach Tucholsky, schließlich alles. Obwohl, da schränken die beiden Macher von „Noktara.de“ ein:

„Ich würde sagen, man kann sehr viel machen, es ist immer die Frage, wie man es macht. Man kann auch sehr viel machen mit dem Islam.“

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Watch Nerd Dream-Team Stephen Colbert and Neil deGrasse Tyson Drive a Mars Rover in NYC!

Astrophysicist Neil deGrasse Tyson and late-night television host Stephen Colbert took one of NASA’s Mars rovers out for a joyride in the streets of Manhattan last week, and you can watch their out-of-this-world adventure in this video clip.

By Hanneke Weitering | SPACE.com

NASA’s Mars rover concept vehicle, which looks like a beefed-up version of the Batmobile, made a special appearance on an episode of the CBS series „The Late Show with Stephen Colbert“ that aired on Friday (Sept. 22). [We Explored NASA’s Concept Mars Rover, and It Was Out of This World]

Designed and built by the Florida-based company Parker Brothers Concepts, the six-wheeled, tank-like rover was made as a prototype off-roading vehicle for the first humans on the Red Planet. „Before they send it to Mars, they want to see if it can stand up to New York’s inhospitable atmosphere of urine-based humidity,“ Colbert said before hopping in with his buddy Neil.

The duo cruised down 53rd Street at a „lugubrious“ speed of about 3 mph (5 km/h), getting honked at only a handful of times as they took the wrong way onto 8th Avenue before turning the cumbersome vehicle around.

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Spott sei Dank!


Bild: Piero Masztalerz

 

Beim Humanistischen Pressedienst wird es in Zukunft nicht nur kritische Texte, sondern auch regelmäßig satirische Bilder geben, denn heute geht die neue hpd-Rubrik für Karikaturen an den Start: „Spott sei Dank“.

Der hpd in eigener Sache

Liebe LeserInnen, Friends und Follower des einzig wahren Portals vernünftiger Nachrichten,

der hpd hat lange gezögert diesen Schritt zu wagen. Aber nun zwingen uns die äußeren Umstände dazu, diesen Weg einzuschlagen und ein lang respektiertes Tabu ein für alle Mal zu brechen. Manchmal darf man eben auch vor radikalen Maßnahmen nicht zurückschrecken. Da die Zeiten und die pöbelnden Wutbürger um uns herum immer ernster werden, sehen wir uns gezwungen, zur äußersten uns verfügbaren Waffe zu greifen: der Humanistische Pressedienst eröffnet hiermit seine neue Sparte: „Spott sei Dank“!

Seit diesem denkwürdigen Mittwoch, den 19. September 2018, um Punkt 12:00 Uhr wird nun zurückgescherzt. Und es soll Witz um Witz veröffentlicht werden, bis auch der letzte vom Ernst der Lage infizierte Trockennasenaffe durch Wellen eruptiven Lachens erfasst und gelockert sein wird. Auf dass ihm sein Ernst abhanden kommen möge.

Wie sagte schon Nietzsche: „Ohne Humor wäre das Leben ein Irrtum.“ Oder?

Außerdem sind wir der Meinung: ein bisschen Blasphemie am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Gotteslästerer aller Länder vereinigt Euch! In hoffentlich lang anhaltendem Gelächter. Denn eines haben Fundamentalisten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht: Humor.

Viel Vergnügen wünscht Euch und Ihnen

die hpd-Spaß-Sparte

Markus Söders landesväterliche Enzyklika

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Foto: dpa)

Der Ministerpräsident hat gerade das Lehrschreiben „Mit brennendem Anstand“ vorgelegt. Schriften zur Schönheit des Polizeipferds und eine Übersetzung des Alten Testaments sollen folgen.

Von Roman Deininger | Süddeutsche Zeitung

München. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat jüngst seine erste Enzyklika veröffentlicht. In seiner vierhundertseitigen Lehrschrift mit dem Titel „Mit brennendem Anstand“ mahnt Söder die Bürgerinnen und Bürger des Freistaats zu einer „Wiederentdeckung von Respekt und Stil im politischen Miteinander“.

Wer die Liebe abschaffe, schreibt der Ministerpräsident, „der schafft auch den Menschen ab“. Dies sei besonders aktuell in „unseren Tagen, in denen Schwestern und Brüder sich selbst am heiligen Sonntag von ihrer Missgunst auf die regennassen Straßen treiben lassen“. Streit nütze nie, so Söder weiter. Er bete dafür, dass „alle Menschen guten Willens rasch zur vollkommenen Einigkeit mit mir zurückkehren können“.

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