Im Zweifel gegen das Gehirn


Hirnforscher sprechen dem Menschen die Willensfreiheit ab. Und wenn das Gehirn an allem schuld ist, dürften konsequenterweise Verbrecher nicht mehr bestraft werden. Doch eine solche «Neuro-Justiz» basiert nicht auf Wissenschaft, sondern auf Pop-Science, schreibt Eduard Kaeser -NZZ

Z um normalen Geschäft von Gerichten gehört es, Strafen für schuldhafte Taten auszusprechen. Die Annahme dabei ist, dass der Mensch die Fähigkeit und Möglichkeit zu rechtmässigem Verhalten besitzt. Aus diesem Grund bestimmt das Gesetz, dass beim Fehlen dieser Fähigkeiten die Strafbarkeit entfällt. Schuldig in allgemeinster strafrechtlicher Bedeutung heisst also: nicht schuldunfähig. Das macht es zur Routine von Verteidigern, Schuldminderungen auszuhandeln. Dazu ist natürlich oft die Expertise von Forensikern gefragt. Und in diesem Sinne stützt sich das Recht auf die Wissenschaft, mehr noch, muss sich die Rechtsprechung offenhalten für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Zum Beispiel der Neurobiologie.

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Das Böse im Mann

Wer die Verbrechen des Josef Fritzl verstehen will, sollte einen Blick auf die Biologie werfen. Bas Kast sucht nach Ursachen in der menschlichen Natur - und die steckt in uns allen.

Foto:dpa

Von Bas Kast Tagesspiegel

Wenn etwas Unfassbares passiert, wenn ein Vater seine Tochter zur Sexsklavin macht und 24 Jahre lange brutal in seinem Keller einsperrt, vergewaltigt und mit ihr eine Parallelfamilie aufbaut, dann, so heißt es, brauchen wir Ursachen. Ursachen beruhigen. Sie machen das Unfassbare fassbar. Daran ist etwas Wahres.

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Jeder Mensch ist religiös - auch die Brights?

von Peter Strasser, Autor, veröffentlicht in der Welt-online

R ichard Dawkins, dessen Buch „Der Gotteswahn“ zu den Eckpfeilern des Neuen Atheismus zählt, nennt sich und jene, die denken wie er, „The Brights“. Helle Köpfe also, außerdem Demokraten. Für sie lautet die beste Antwort auf die Frage: „Warum überhaupt Religion?“, Ja, warum nur? Würden im Wettbewerbsernstfall nicht durchgehend säkularisierte Demokratien liberalen Zuschnitts als die besten aller möglichen Massengesellschaften aus der Reihe ihrer historischen Alternativen hervorstechen?

Was man den Brights gewiss nicht entgegenhalten darf, das sind die bisherigen Gesellschaften atheistischen Typs, die Diktaturen Stalins und Maos oder der Steinzeitkommunismus im heutigen Nordkorea. Atheismus und Totalitarismus sind nicht wesensverwandt. Freilich, für viele Menschen, und zwar auch solche, die gar nicht gläubig sind, ist die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Religion an sich trostlos.

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Gehe ins Gefängnis und ziehe keine 4.000€ ein

»Harun Yahya« aka Adnan Oktar, der islamistische Kreationist, wurde durch eine türkisches Gericht zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Begründung: Die Bildung einer illegalen Organisation zum Zwecke der persönlichen Bereicherung.

Die Nachricht ist bei Reuters nachzulesen. Wir erinnern uns, im vorigen Jahr hatte der kreationistische Spinner alle WordPress - Blogs in der Türkei sperren lassen. Der Grund war die kritische Auseinandersetzung mit seinen kreationistischen Machwerken. Darüber hinaus leugnet er den Holocaust und seine Web-Portale waren oftmals mit nazistischer Symbolik versehen. Mal sehen ob sein “Atlas des Kreationismus” weiter vertrieben wird.

Berichte auf dem Blog diesen Typ betreffend finden sich hier:

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Konferenzvideos: Brights und Neue Atheisten

Andreas Müller, Die BrightsDie Humanistische Akademie hat nun vier Videos von der Konferenz “Neuer Atheismus und moderner Humanismus” veröffentlicht, die im April diesen Jahres stattfand.

Diese sind:

Dr. Horst Groschopp:
Begrüßung und Einführung ins Programm

Prof. Dr. Frieder Otto Wolf: Was war der „alte Atheismus“?

Andreas Müller: Wer sind die „Brights“ und was wollen sie?

Dr. Fiona Lorenz: Wozu brauche ich Gott? Gespräche mit Ungläubigen und Abtrünnigen

Man findet sie hier:

http://humanistische-akademie.de/archiv.html

Für 10 Euro kann man sich eine CD mit allen Vorträgen besorgen, darunter der Vortrag über den “Neuen Humanismus” von Michael Schmidt-Salomon.

Der Mythos des Mozart-Effekts

Will Dowd über die Frage, ob Mozart hören wirklich intelligent macht, oder ob das alles nur ein Mythos ist?

hpd

Wann immer er vor einem hartnäckigen Problem stand, griff Einstein, so heißt es, zu seiner Geige. Er spielte, um sein Gehirn zu entwirren und um sich das aktuelle Problem zu verdeutlichen. Vor allem Mozart gelang dieses Kunststück. Einstein liebte Mozarts durchorganisierte, intensiv gestaltete Sonaten. Er fühlte, wie viele vor ihm, dass Musik und ein denkender Intellekt verbunden waren. Musik und seine wissenschaftliche Arbeit, so meinte er, „entstammten der selben Quelle“.

Mit dem selben Glauben versammelte Dr. Gordon Shaw, ein Psychologe der kalifornischen Universität Irvine, 36 Studenten im Februar 1993 für ein Forschungsexperiment. Man gab den Studenten drei Aufgaben zum räumlichen Denken aus den Stanford-Binet Intelligenztests. Vor jeder Aufgabe hörten sie zehn Minuten entweder Stille, ein Entspannungsband, oder Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur. Einer Arbeit zufolge, die später in diesem Jahr in Nature veröffentlicht wurde, steigerte das Hören von Mozart den IQ der Studenten durchschnittlich um acht bis neun Punkte. Die Verbesserung hielt zwischen zehn und fünfzehn Minuten an, so die Forscher. Die Ergebnisse wurden weithin als Belege für das dargestellt, was die Presse den „Mozart Effekt“ nannte. Die International Herald Tribune behauptete zum Beispiel, „Mozarts Noten sind gutes Gehirnfutter“.

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Exzellenz in Lehre und Forschung

Bild von antiquemapsandprints, Prof. Axel Meyer, Ph.D., Universität Konstanz

Nach der „Exzellenzinitiative“, die hauptsächlich Qualität in der Forschung belohnen sollte, gibt es nun auch vermehrt Rufe nach besserer Lehre und besserer Belohnung derselben. Sogar eine Exzellenzinitiative für die Lehre wird gefordert oder spezielle Lehrprofessoren, die mehr Unterricht abhalten und weniger Forschung betreiben. Eine gute Idee, die schon längst international umgesetzt ist und die es auch bei uns einmal gab – sie hieß Mittelbau, bevor sie eingespart wurde.

Wie sieht die Realität in puncto Lehrverpflichtung an Deutschlands Universitäten aus? Professoren müssen während des Semesters acht bis neun Stunden Vorlesungen pro Woche halten. Das klingt erst einmal nach wenig Aufwand, doch im internationalen Vergleich ist das ein extrem hohes Deputat. Die meisten französischen, italienischen und spanischen Professoren, die ich kenne, halten im Jahr etwa 100 Stunden Vorlesung – nicht einmal halb so viele wie die deutschen Kollegen. Und selbst die erstgenannten sind noch schlecht dran im internationalen Vergleich.

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Pangea Day - 10. Mai 2008

Pangea Day ist ein globales Ereignis. Es ist der Versuch, die Welt zu einen, dabei die Medien Film und Internet nutzend.

In unserer heuten Welt sind die Menschen geteilt durch Grenzen, Unterschiede und Konflikte, dabei vergessen wir eigentlich die Dinge die uns einen. Pangea Day versucht die Menschen zu verbinden durch die Macht des Films und der Kunst. Am 10. Mai 2008 um 20:00 MEZ werden die Städte Kairo, Kigali, London, Los Angeles, Mumbai, und  Rio de Janeiro miteinander verbunden sein. Ein Live-Programm mit Filmen, Musik und visionären Rednern. Das Programm wird in 7 Sprachen über das Internet, Fernsehen und Mobil-Phones gesendet. Es werden 24 Kurzfilme gezeigt, die von einer Jury aus über 2.500 Beiträgen ausgewählt worden sind. Es wird interessant.

Die Sklaverei des Geistes

Bondage of Mind_Cover

von Tim Callahan

Die meisten von uns, die kritisches Denken gewohnt sind, sind vertraut mit dem, was wir unter dem Komplex des Fundamentalismus verstehen, der ausdrücklich den christlichen Fundamentalismus einschließt.

Die Sklaverei des Geistes beschäftigt sich speziell mit dem jüdischen Fundamentalismus. Genau wie der Protestantismus ist vor allem der evangelikale Fundamentalismus eine potente Kraft in der Christenheit. Gleiches gilt für das orthodoxe Judentum unter den heutigen Juden. Das orthodoxe Judentum beansprucht die einzig gültige Form des Judentums zu sein, ähnlich dem der Fundamentalisten unter den Christen.

Im Prozess der Evangelisierung der Juden, vor allem der jüdischen Jugend, wird auf jene verwiesen, die ihre Loyalität vom reformierten Judentum zum orthodoxen überleiteten. Der Ursprung für die Teilung des Judentums in die ideologischen Bereiche orthodox, reformiert und konservativ, liegt in der jüdischen Aufklärung des 19. Jahrhunderts. Die meisten europäischen Denker betrachteten die Juden bis zur jüdischen Aufklärung kulturell und intellektuell als hoffnungslos rückständig. Die intellektuelle Isolation der Juden resultierte aus der Trennung von der sie umgebenden christlichen Gesellschaft und der damit über Jahrhunderte verbundenen Verfolgung.

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Scientologische Mis(s)(t)verständnisse

Scientology Bunker Berlin
Scientology HQ in Berlin Foto:©Brightsblog

Scientology macht Druck

espace.ch
Schweizer Bibliotheken geraten ins Visier von Scientology: Mit Bücherpost, Telefonanrufen und «Kontrollbesuchen» versucht die Organisation, auf die Bücherbestände Einfluss zu nehmen. Zahlreiche Bibliotheken erhielten in den vergangenen Wochen aus Dänemark dicke Pakete mit Schriften von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard zugeschickt.

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Gottes Taratoufli

Charles Darwin 1854
Die “heilige Kartoffel” von Berlin: Das Kreuz in der Mitte ist deutlich zu erkennen Foto: Privat

Gläubige halten Kartoffel für Zeichen Gottes - Berliner Morgenpost

Beim Schälen einer ganz gewöhnlichen Kartoffel hat eine Berlinerin eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. In der Knolle befand sich ein Loch in Form eines christlichen Kreuzes. Nun hat Berlin eine “heilige Kartoffel”. Familie und Nachbarn halten es für ein Zeichen, andere glauben an eine ganz banale Erklärung.

Das Wunder von Berlin-Charlottenburg geschah am Samstag. Birgül Balta (49) stand in der Küche und schnitt Kartoffeln. An diesem Abend sollte es selbst gemachte Pommes geben. Sie nahm eine schöne große Kartoffel in die Hand, schälte sie sorgfältig. Dann setzte sie das Messer an und schnitt die Kartoffel der Länge nach durch. “Da sah ich es”, sagt Birgül Balta, noch immer ganz aufgeregt. “Auf beiden Hälften der Kartoffel war eine Vertiefung mit dem christlichen Kreuz zu sehen.” Die gläubige Muslimin rief sofort ihre Familie in die Küche. Alle starrten auf das Kreuz. “Dann rief ich Nachbarn herbei”, sagt sie. “Alle waren ergriffen. Einige fingen sogar an zu weinen und zu beten.” Birgül Balta legte die Kartoffel zunächst in eine Schale mit Wasser. “Damit sie besser hält”, sagt sie.

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Islam - mehr soziale Wärme?

©Die Presse (Clemens Fabry) Die Presse.com
Warum katholische Österreicher konvertieren, wie sich ihr Leben dadurch verändert hat und was sie im österreichischen Alltag erleben können.
WIEN. Die Wandlung kam auf Raten und der Sinneswandel rückte immer näher, bis er eines Tages Realität wurde: Das ist die Geschichte einer Kärntnerin, die schließlich vom Christentum zum Islam konvertieren soll.

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Somalia - abseits vom mainstream

Seit 17 Jahren herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Eine Million Menschen sind Flüchtlinge im eigenen Land.

Amnesty-Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Somalia
Nach 17 Jahren Bürgerkrieg in Somalia steht die Zivilbevölkerung schutzlos zwischen den Konfliktparteien, heißt es in einem Bericht von amnesty international. Die Menschenrechts - Organisation spricht von Mord, Vergewaltigung und Folter und wirft allen Kriegsparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Von der somalischen und der äthiopischen Regierung fordert amnesty eine Untersuchung der Vorfälle.

Von Wim Dohrenbusch, ARD-Hörfunkstudio Nairobi

Die humanitäre Krise in Somalia hat sich laut amnesty international dramatisch zugespitzt. Menschenrechtsverletzungen würden von allen Kriegsparteien begangen, heißt es in dem im kenianischen Nairobi vorgelegten Bericht.

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Münchens “schwuler Maibaum”

Wolf Steinberger als Schwulen-Thearpeut

MÜNCHEN. (hpd) Tradition ist in Bayern wichtig. Nicht erst seit Michael Schmidt-Salomons Leitartikeln in der Zeitung MIZ ist die Erkenntnis entstanden, dass sich der Wandel in Zeit und Moral nicht nur in intellektuellen Schriften, sondern auch symbolisch und humorvoll ausdrücken sollte.

Um dieser Symbolik Gewicht zu verleihen wurde am 1. Mai in München u.a. von Vorstandsmitgliedern des bfg München der “1. schwule Maibaum” aufgestellt. Die Veranstaltung am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz war extrem gut besucht, der Platz war überfüllt.

Um auf die angestaubten und diskriminierenden Äußerungen der katholischen Kirche zu Homosexualität und zur Stellung der Frau hinzuweisen, haben sich die beiden Vorsitzenden des bfg München in kirchliche Gewänder geworfen. Die 1. Vorsitzende Assunta Tammelleo zeigt sich als weiblicher Papst mit Stöckelschuhen, der 2. Vorsitzende Wolf Steinberger komplettierte das Tableau Vivant als Pfarrer mit dem Schild “Heilung von Homosexualität gibt es kostenlos beim Gebetskreis Jungfrau Maria, Tuntenhausen”.

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Raus aus dem Dschungel, Gringos!

©AP (Alberto Cesar)

Die Regierung will die zahllosen teils obskuren NGOs strenger kontrollieren, die in der Amazonasregion aktiv sind.
CARL D. GOERDELER (Die Presse)

RIO DE JANEIRO. Brasiliens Regierung will im Regenwald „aufräumen: Bald soll ein Gesetz vor den Kongress kommen, das den Aufenthalt von Ausländern in Amazonien erschwert und die Tätigkeit nationaler und internationaler Hilfsorganisationen strenger Kontrolle unterwirft. Es dürfte Zustimmung finden, denn in Brasilien ist das Gefühl verbreitet, dass vor allem fremde Missionare, Entwicklungshelfer und andere „Experten“ im Dschungel ihr eigenes Süppchen kochen: Vor allem, dass diese „Gringos“ die Indios aufwiegeln, und dass Amazonien am Ende „internationalisiert“ werden könnte.

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Vereinsgründung

Ankündigung

Die erste Mitgliederversammlung des Vereins “Die Brights-FG” ist für den So, 18.05.2008 geplant. Sie wird im Brights Hamburg-Forum unter http://www.forum.brights-hamburg.de in einem abgetrennten, nur für Vereinsmitglieder zugänglichen Bereich stattfinden. Sollten Mitglieder, die an der Versammlung teilnehmen möchten, noch keinen Account im Brights-Hamburg Forum besitzen, bitte ich sie mir das vor der Versammlung schnellst möglich mitzuteilen, damit ich einen entsprechenden Account mit Freischaltung zum Vereinsbereich organisieren kann.

Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:

-Wahl der noch ausstehenden Ämter
-Wahl eines Vereins-Logos
-Beschluss über die Gebührenordnung inkl. der Mitgliedsbeiträge ab nächstem Jahr

Bis fünf Tage vor der Versammlung kann außerdem beantragt werden, weitere Punkte in die Tagesordnung aufzunehmen.

Evangelikal glauben, homosexuell lieben

Ein schwules Paar küsst sich - manche evangelikale Christen stören sich noch immer daran. (Bild: AP Archiv)

Der schwierige Umgang mit einem Tabuthema
Von Michael Hollenbach

Das offene Ausleben von Homosexualität - für manche evangelikale Christen ist das noch immer ein Problem. Das “Christival”, zum dem sich am Wochenende in Bremen rund 20.000 fromme Jugendliche treffen, geriet deswegen in die Schlagzeilen: In einem Seminar sollte Schwulen und Lesben der Weg in die Heterosexualität gewiesen werden.

Der Berliner Wolfgang Perlack ist in einem evangelikalen Umfeld groß geworden. Als er in der Pubertät merkte, dass er schwul war, wusste er, dass er das lieber gegenüber seinen Brüdern und Schwestern in der Gemeinde verschweigt:

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Jubiläum der Laizisten

Laizisten-Logo

Die Laizisten feiern einjähriges Jubiläum. Seit Ende März 2007 besteht die Webseite Laizisten.de auf der umfassend über die Verflechtung von Kirche und Staat informiert wird. Zu ihrem einjährigen Bestehen gratuliere ich den Laizisten herzlich - wenn auch etwas verspätet - und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.

Nachfolgend das Selbstverständnis der Laizisten und die Meldung zum Jubiläum:

Wir sind eine Gruppe von angehenden, aktiven und ehemaligen Studierenden, die das Ziel verbindet, eine klare Trennung von Religion und Staat herbeizuführen. Wir wollen an Hochschulen und darüber hinaus über Kirchen- und Religionsprivilegien informieren. Wir sehen dringenden Aufklärungsbedarf, da diese Thematik in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. In Deutschland gibt es von Seiten des Staates immer noch eine Bevorzugung einzelner Weltanschauungen, insbesondere der evangelischen und katholischen Kirche. Damit erfüllt der Staat nicht das Neutralitätgebot. Experten sprechen von einer “hinkenden Trennung”. Einige muslimische und humanistische Verbände beanspruchen in letzter Zeit ähnliche Privilegien wie die beiden Großkirchen. Eine echte Gleichberechtigung aller Bürger ist so aber nicht zu garantieren, weshalb wir eine Abschaffung der Privilegien fordern.

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Macht Wissenschaft den Gottesglauben überflüssig?

hpd - Ja, sagt der Physiker Victor Stenger und beruft sich auf neueste Forschungsergebnisse. Ist die Nichtexistenz Gottes wissenschaftlich erwiesen?

Es war einmal vor langer Zeit, da gab es starke wissenschaftliche Argumente für die Existenz Gottes. Eines der ältesten und langlebigsten ist das Design-Argument. Die meisten Menschen schauen sich die Komplexität der Welt an und können sich nicht vorstellen, wie sie entstanden sein mag, wenn nicht durch den Eingriff eines Wesens oder einer Kraft von großer Macht und Intelligenz.

Das Design-Argument wurde auf die vielleicht genialste Weise im Werk des anglikanischen Erzdiakons William Paley zum Ausdruck gebracht. In seiner Natural Theology, or Evidences of the Existence and Attributes of the Deity Collected from the Appearance of Nature („Natürliche Theologie oder Belege von Existenz und Eigenschaften der Gottheit. Gesammelt aus dem Erscheinungsbild der Natur“), das zum ersten Mal 1802 veröffentlicht wurde, schreibt Paley davon, wie er beim Überqueren einer Heidelandschaft sowohl einen Stein wie eine Uhr findet.

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Amstetten: »Ohne Glauben verrohen die Menschen«

Klaus KüngGEORG RENNER (Die Presse)
Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zum Fall Josef F.

Die Presse: Nach dem Missbrauchsfall von Amstetten stellt sich wieder die Frage der Theodizee: Wie kann ein allmächtiger Gott das zulassen?
Bischof Klaus Küng: Gott hat den Menschen mit Freiheit ausgestattet. Diese befähigt zum Guten, kann aber auch zum Bösen missbraucht werden. Die schrecklichen Geschehnisse in Amstetten zeigen, zu welchen Untaten eine Perversion führen kann, wenn sie mit Intelligenz und gewissen Fähigkeiten kombiniert ist. Das Leiden Unschuldiger ist hier Folge des Bösen. Es gibt unverschuldete Leiden, die – wie für Hiob in der Bibel – zur großen Prüfung werden.

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Der Tibet-Aufstand: Wahrheit und Lügen

Originalaufnahmen von den Aufständen.

Auch die anderen Teile ansehen. Der Beitrag über die westliche Berichterstattung ist sehr interessant…

Lockerungsübungen im Weltraum

Owen GingerichHELMUT MAYER - FAZ.Net

Der Stein, den wir loslassen, fällt zur Erde. Auf die Frage, warum er das tut, sind verschiedene Antworten möglich: weil wir ihn losgelassen haben. Weil er dem Gravitationsgesetz gehorcht. Weil es der Wille Gottes ist, ihn gemäß dem Gravitationsgesetz seinen Fall vollziehen zu lassen. Die erste Antwort ist lebensweltlich beiläufig, die zweite gehört in den Kontext wissenschaftlicher Erklärungen, die dritte ist eine metaphysische beziehungsweise theologische Erklärung “in letzter Instanz”. In ihrem jeweiligen Kontext gibt jede von ihnen eine gediegene Erklärung, die den anderen nicht ins Gehege kommt. Zumindest, solange die verschiedenen Erklärungsansprüche auseinandergehalten werden.

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Intelligente Verschwörung

Charles Darwin 1854
Das Feindbild der Kreationisten: Charles Darwin. Das Foto zeigt ihn im Jahre 1854, noch ohne seinem berühmten Bart. Darwin online

Kreationistischer Dokumentarfilm in US-amerikanischen Kinos

Deutschlandfunk-Forschung

Wissenschaftstheorie. - Als “Intelligent Design” ist einer der jüngeren Versuche bekannt, mit denen Anhänger der Schöpfungslehre ihren Glauben zur Wissenschaft erheben wollen. In der seriösen Forschungswelt wird die neokreationistische Pseudowissenschaft nicht ernst genommen, wohl aber in einem gerade in den USA angelaufenen Film. Er stellt die These auf, dass Verfechter des “Intelligent Design” systematisch aus ihren Jobs gedrängt würden. Der Wissenschaftsjournalist Arndt Reuning hat den Film gesehen und berichtet darüber im Gespräch mit Gerd Pasch.

Gerd Pasch: Ben Stein ist ein Phänomen - zumindest in den USA. Ein Hans Dampf in allen Gassen. Ein Wirtschaftswissenschaftler und Jurist, der in den Sechzigern in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv war und in den Siebzigern Reden für Präsident Nixon geschrieben hat. Danach ist er als Drehbuchautor nach Hollywood gegangen und hat außerdem eine Gameshow moderiert. Jetzt hat Ben Stein den Film “Expelled: No Intelligence Allowed” produziert, ein Streifen, der laut New York Times ein übles Propaganda-Werk darstellt. Unser Wissenschaftsreporter in Washington hat sich den Film angesehen. Herr Reuning, worum geht es denn bei Expelled?

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Dodo des Monats April 2008

Dodo des Monats

Am 18. April 2008 war in der FAZ ein Artikel mit einer Rezension zum Buch von Peter Strasser “Warum überhaupt Religion?” von Herrn Bernhard Dressler zu lesen. Der intellektuellen Blähung des Herrn Dresslers folgend, hatte der Bildredakteur der FAZ noch ein Bild einer Neuheiden-Prozession in Stonehenge eingefügt. Die gedanklichen Assoziationen der beiden verschwinden im Dunkel eines schlecht geschriebenen Artikels und scheinen sich der Sprache Luthers zu bedienen. In diesem Sinne ist der Beitrag voll gestopft mit ad hominems, nun nicht gegen Strasser, obwohl ja sein Buch behandelt wird, nein, gegen Dawkins. Dressler hat offensichtlich den “Gotteswahn” von Dawkins nicht gelesen. Um bei Luther zu bleiben, er kotzt seine üblen Argumente der FAZ.net ins Webportal. Stupend behauptet Dressler, Wittgenstein zitierend, dass “der Neue Aberglaube, wahrscheinlich der naturalistische Szientismus sei”. Er kommt zu einer Art gedanklichem Orgasmus,

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Reaktion der GWUP auf das “seelische Quanten-Voodoo” von Rolf Froböse

von Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger beim HPD. Siehe auch den entsprechenden Blogbeitrag: “Seelisches Quanten-Voodoo”


Seifenblase

WIEN. (gwup) Seit mehr als drei Wochen schwirrt es nun durchs WWW und lässt die Esoterikforen in kollektiven Jubel ausbrechen: Quantenphysiker behaupten: “Es gibt ein Jenseits.”

Auf der Readers Edition fing es an. Im Internet mutiert das zuerst zu Quantenphysiker sind dem Jenseits auf der Spur und daraufhin zu der Behauptung Quantenphysiker entdecken die Existenz des Jenseits. In der Berliner Morgenpost wird daraus Auf der Spur der Seele und dem Fass endgültig den Boden auszuschlagen gelingt der WELT, die zuerst online titelt: Quantenphysik - Die Seele existiert auch nach dem Tod, um in der Print-Ausgabe vom 26. April daraus die Schlagzeile Die Seele gibt es wirklich zu fabrizieren. In der Rubrik „Wissenschaft”, wohlgemerkt, nicht unter „Religion”. Damit das Karussell sich weiter dreht, wird dieser Artikel noch am selben Tag in der Readers Edition vorgestellt und verlinkt.

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»Fundamentalisten können politisch gefährlich werden«

Jost BelkenEvangelikale laden in Bremen zum »Christival« – und agitieren u. a. gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Gespräch mit Jost Beilken

Interview: Claudia Wangerin

Jost Beilken ist kultur- und bildungspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft

Was mißfällt Ihnen am sogenannten Christival, zu dem sich von Mittwoch an in Bremen rechte Christen treffen?
Seine fundamentalistischen Tendenzen. Eine Arbeitsgruppe, die nach massiver Kritik zurückgezogen wurde, sollte zum Beispiel Homosexualität als heilbare Krankheit thematisieren. Wir gehen davon aus, daß die Streichung dieses Programmpunkts nur ein taktisches Manöver ist – und nicht Ausdruck eines Erkenntnisgewinns der Veranstalter. Auch sonst hat das Christival, das nun für sechs Tage begangen wird, in den letzten Wochen wiederholt als fundamental-evangelikaler Kongreß von sich reden gemacht. Eine andere Veranstaltung, die nach wie vor auf dem Programm steht, maßt sich sogar an, das Recht auf Abtreibung selbst nach Vergewaltigung in Abrede zu stellen.

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Schwierigkeiten mit der Realität

Steinerlustigoder wie manipuliere ich eine Online-Abstimmung!

DÜSSELDORF. (hpd) Der Bund der Freien Waldorfschulen hat erfolgreich bei einer Online-Abstimmung interveniert - doch die Aktion ist aufgeflogen. Die Wirtschaftswoche zeigte sich „not amused” und hat in ihrer Internet-Ausgabe über den Vorgang berichtet. Die Waldörfler hingegen verstehen die ganze Aufregung nicht…

Mitte April startete wiwo.de eine Umfrage: „Soll der Staat Privatschulen genauso fördern wie öffentliche Schulen?” Als mögliche Antworten waren vorgegeben: „Ja, damit auch Kindern aus finanzschwachen Familien Privatschulen offenstehen” und „Nein, der Staat soll sich raushalten. Privatschulen sollen sich nur über Elternbeiträge und Spenden finanzieren”. Die Umfrage mag ein wenig irreführend erscheinen, da bereits heute Privatschulen ihre Einnahmen zu einem hohen Prozentsatz aus staatlichen Zuschüssen bestreiten und eine Streichung aufgrund der sog. Liberalisierung des Bildungssektors im Zuge des GATS-Abkommens gar nicht zur Debatte steht. Auch sind Abstimmungen in der virtuellen Welt generell mit Vorsicht zu genießen, weil das Publikum nicht als repräsentative Stichprobe gelten kann. Trotzdem können sie einen Trend für Stimmungen im das Internet nutzenden Teil der Bevölkerung anzeigen.

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Laizismusdefender

In diesem Spiel geht es um die Beschützung des Laizismus im Staat Laizistica durch entsprechende Gesetze.

Laizismusdefender Screenshot

In diesem Defender-Spiel musst Du deinen Staat vor den Verflechtungen mit den Religionen bewahren. Du bist Kanzler in Laizistica. Die Trennung von Weltanschauung und Staat scheint zu funktionieren. Doch nur, weil Du Dir jeden Tag und gegen jeden Gegner immer wieder neue Paragraphen ausdenkst. So kannst Du Schulkreuzen den Garaus zu machen.

Evolution ist überall

Evolution ist überall
Gesammelte Kolumne “Quantensprung” des Handelsblattes

von Prof. Axel Meyer, Ph.D., Zoologe und Evolutionsbiologe, Universität Konstanz

Mit dem Titel „Kleine Schritte für die Wissenschaft“ startete am 24. November 2005 die Quantensprung-Kolumne. Damals schon – irgendwie kommt es mir gar nicht vor, als sei es schon so lange her – habe ich versucht, Ihnen, verehrter Leser, meine Motivation als Kolumnen-Autor und meine Denkweise als Naturwissenschaftler vorzustellen. Ich freue mich, dass sich der „Quantensprung“ anscheinend einer gewissen Beliebtheit erfreut.

122 Kolumnen nach der ersten gibt es nun einen Anlass, den Begriff Quantensprung nochmals anzusprechen: Gestern vor 150 Jahren wurde der Physiker Max Planck geboren. In meiner ersten Kolumne erklärte ich, dass der auf ihn zurückgehende Begriff Quantensprung umgangssprachlich falsch benutzt wird. In der von Planck begründeten Quantenmechanik versteht man unter einem Quantensprung nicht einen großen Sprung oder Fortschritt, sondern genau da