Im Zweifel gegen das Gehirn
Mai 12, 2008 — nickpol
Hirnforscher sprechen dem Menschen die Willensfreiheit ab. Und wenn das Gehirn an allem schuld ist, dürften konsequenterweise Verbrecher nicht mehr bestraft werden. Doch eine solche «Neuro-Justiz» basiert nicht auf Wissenschaft, sondern auf Pop-Science, schreibt Eduard Kaeser -NZZ
Z um normalen Geschäft von Gerichten gehört es, Strafen für schuldhafte Taten auszusprechen. Die Annahme dabei ist, dass der Mensch die Fähigkeit und Möglichkeit zu rechtmässigem Verhalten besitzt. Aus diesem Grund bestimmt das Gesetz, dass beim Fehlen dieser Fähigkeiten die Strafbarkeit entfällt. Schuldig in allgemeinster strafrechtlicher Bedeutung heisst also: nicht schuldunfähig. Das macht es zur Routine von Verteidigern, Schuldminderungen auszuhandeln. Dazu ist natürlich oft die Expertise von Forensikern gefragt. Und in diesem Sinne stützt sich das Recht auf die Wissenschaft, mehr noch, muss sich die Rechtsprechung offenhalten für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Zum Beispiel der Neurobiologie.







Wer die Verbrechen des Josef Fritzl verstehen will, sollte einen Blick auf die Biologie werfen. Bas Kast sucht nach Ursachen in der menschlichen Natur - und die steckt in uns allen. 
»Harun Yahya« aka Adnan Oktar, der islamistische Kreationist, wurde durch eine türkisches Gericht zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Begründung: Die Bildung einer illegalen Organisation zum Zwecke der persönlichen Bereicherung.
Die Humanistische Akademie hat nun vier Videos von der Konferenz “Neuer Atheismus und moderner Humanismus” veröffentlicht, die im April diesen Jahres stattfand.





©Die Presse (Clemens Fabry) 






HELMUT MAYER - 

Evangelikale laden in Bremen zum »Christival« – und agitieren u. a. gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Gespräch mit Jost Beilken
oder wie manipuliere ich eine Online-Abstimmung!
