Hopfen und Malz – Gott erhalt’s! Die christliche Kultur des Bieres

Bild: BR.de

Bier ist eine tragende Säule in der christlichen Kultur: In den Klöstern des Mittelalters wurde fleißig gebraut – schließlich galt für die körperlich schwer arbeitenden Mönche die Regel: ‘Flüssiges bricht das Fasten nicht!’

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Schon in den Klöstern des Mittelalters wurde fleißig gebraut. Schließlich galt für die körperlich schwer arbeitenden Mönche die goldene Regel “Liquida non frangunt ieunum” – Flüssiges bricht das Fasten nicht.

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Martin Walser im Gotteswahn?

Martin Walser, Bild: wikimedia.org/CC-3.0/AmreiMarie

Der Schriftsteller Martin Walser (87) hat sich für einen Gottesbezug in der Präambel der künftigen Landesverfassung Schleswig-Holsteins ausgesprochen.

evangelisch.de

“Man kann das nicht entbehren”, sagte Walser am Freitagabend auf einer Veranstaltung im Landeskirchenamt der Nordkirche in Kiel. Wer den Gottesbezug nicht wolle, müsse sagen, “was da dann sonst stehen könnte”. Der Bezug auf Gott verdeutliche ein Vertrauen über die Grenzen des Menschen hinaus, betonte Walser.

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Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan

Bild: youtube

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Vor der Reise von Papst Franziskus nach Albanien sind nach einem unbestätigten Medienbericht die Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan verschärft worden. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf “einschlägige Kreise” am Freitag berichtete, sei die Bewachung des Petersplatzes “verdoppelt” worden. Hinweise auf eine konkrete Terrorbedrohung gebe es jedoch nicht.

derStandard.at

Bereits zur Generalaudienz des Papstes am Mittwoch sei der Platz von der vatikanischen Polizei sowie Kräften der Sondereinheit DIGOS verstärkt überbewacht worden. Eine Bestätigung des Vatikan zu dem Bericht war am späten Freitagnachmittag nicht zu erhalten.

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Münster: Katholen wollen ihre “Gottseibeiuns-Fete” mit öffentlichen Geldern bezahlen

Bild: tilly

Bild: tilly

Seit jeher werden Kirchentage von Bund, Land und Kommune bezuschusst. Auch in Münster stößt das jetzt auf Widerstand, zum Ärger von Oberbürgermeister Markus Lewe. Doch er gilt als befangen – hat er doch zuvor im Bistum gearbeitet.

Von Michael KrögerSpON

Wenn Rainer Maria Woelki am 20. September sein Amt als Erzbischof von Köln antritt, dürfen sich die Kölner auf ein großes Fest freuen. Allein für Bier, Suppe und Würstchen auf dem Roncalli-Platz hat das Bistum 38.000 Euro eingeplant – hinzu kommen die Kosten für die Großbildleinwand, die vielen Plakate, für Ordner und für die anschließende Müllbeseitigung.

Bei anderen Großveranstaltungen sind die Glaubenshüter deutlich knausriger. Dazu gehören zum Beispiel die Kirchentage, zu denen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) jährlich im Wechsel mit den Protestanten zusammenruft. Die Vereinigung versteht sich als Interessenvertretung der katholischen Laien, tritt also unabhängig von der Kirche auf. Entsprechend bezahlte die katholische Kirche lediglich rund die Hälfte der knapp zehn Millionen Euro, die die Katholikentage bislang kosteten. Rund ein Sechstel wird durch Eintrittsgelder und Spenden gedeckt. Den Rest müssen regelmäßig Bund, Länder und Kommunen zuschießen.

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Saudi-Arabien: Erneut Übergriff der Polizei gegen Christen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

In Saudi-Arabien ist es wieder zu einem Übergriff der “Religionspolizei” (“Komitee zur Förderung der Tugend und zur Bekämpfung des Lasters”) gegen Christen gekommen.

kathweb

Wie die Nachrichtenagentur “Mideast Christian News” (MCN) berichtet, wurde in der Ölstadt Khafji an der Grenze zu Kuwait ein Haus umstellt, der Eigentümer – ein Inder – und 26 weitere Personen mit “Migrationshintergrund” wurden verhaftet, weil sie zu einem christlichen Gebetsgottesdienst zusammengekommen waren. Unter den Festgenommenen waren auch Frauen und Kinder. Bibeln und Musikinstrumente wurden konfisziert. Ein Nachbar hatte den Religionspolizisten den Tipp gegeben, dass es im Haus des Inders im Stadtteil Al-Aziziya christliche Gebetstreffen gebe.

Wegen der Arbeitsplätze in der Ölindustrie haben sich in Khafji viele Arbeitsmigranten aus asiatischen Ländern angesiedelt, nicht wenige von ihnen sind Christen. Sie haben keine Möglichkeit, ihren Glauben zu leben. In Saudi-Arabien besteht keine Religionsfreiheit; jeder christliche Gottesdienst (auch in Privathäusern) ist untersagt, ebenso die Einfuhr von Bibeln, Gebetbüchern, Kreuzen oder Ikonen.

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Juristentag: An «hiesiger Rechtsgemeinschaft» orientieren

justiz_grossAuf absolute Ablehnung stieß bei den Juristen die Überlegung, die kulturelle oder religiöse Prägungen des Täters als Rechtfertigungsgrund heranzuziehen.

kath.net

Auch in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft sollten sich Gesetzgebung und Rechtsprechung nach Auffassung des Juristentages vorrangig an den Vorstellungen der «hiesigen Rechtsgemeinschaft» orientieren. Auf dem 70. Juristentag in Hannover sprach sich eine deutliche Mehrheit der Rechtsexperten dafür aus, hiervon abweichende Vorstellungen nur in Ausnahmefällen zu berücksichtigen.

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“donum vitae” warnt vor Einschnitten bei Schwangerenkonfliktberatung

Schwangere verweigert Tumortherapien, stirbt und wird dafür Heilig gesprochenVor dem Auftakt seines Bundeskongresses in Mainz hat der Schwangeren-Beratungsverein “donum vitae” vor einer Ausdünnung der Anlaufstellen für schwangere Frauen gewarnt.

evangelisch.de

Die Nachfrage nach Gesprächen in den Beratungsstellen steige noch immer an, sagte die “donum vitae”-Bundesvorsitzende Rita Waschbüsch am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zu dem Jahrestreffen der Organisation werden am Samstag rund 250 Teilnehmer erwartet. Auf der Rednerliste stehen unter anderen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der frühere Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier.

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Verletzung von Kinderrechten in Deutschland – Wie viel darf´s denn sein?

beschneidung

MOGiS e.V.

“Zu der in § 1631d Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelten Beschneidung von Jungen äußerte sich der ehemalige Marburger Universitätsprofessor Dieter Rössner. Die Regelung sei ein „religionspolitisches Basta“ gewesen. Der Gesetzgeber habe vorschnell gehandelt und die empirischen Hintergründe nicht ausreichend ermittelt.

Dies stellten freilich in der anschließenden Diskussion sowohl der am Gesetzgebungsverfahren beteiligte ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag als auch der Richter am Bundesgerichtshof (BGH) und Abteilungsreferent Prof. Henning Radtke in Frage. Radtke mahnte insgesamt „etwas mehr Nüchternheit in der Diskussion“ an. Über das elterliche Erziehungsrecht würden irrationale religiöse Gründe rationalisiert, so Dieter Rössner. Die Regelung stehe in eindeutigem Widerspruch zum Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung. Schließlich sei es entwürdigend, wenn aus religiösen Motiven dem Einzelnen für sein ganzes Leben lang eine Kennzeichnung seiner Religionszugehörigkeit beigebracht werde.

Dem wurde aus dem Teilnehmerkreis entgegengehalten, dass auch hygienische Gründe für eine Beschneidung ausreichend sein müssten. Anders als es das Gutachten von Prof. Tatjana Hörnle fordere, müsse die Motivation der Eltern keine tragende Säule von deren Erziehungskonzept sein. Der Gutachterin wurde auch vorgeworfen, sie überspanne die Anforderungen an die Hygiene, wenn sie Beschneidungen nur in Arztpraxen und Operationssälen zulasse. Schließlich machten Ärzte auch Hausbesuche und leisteten eine hygienisch einwandfreie Notversorgung bei Unfällen.

Hinsichtlich der in § 226a StGB unter Strafe gestellten Verstümmelung weiblicher Genitalien sprach sich die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes Ramona Pisal deutlich gegen die vom vorgelegten Gutachten vorgeschlagene geschlechtsneutrale Formulierung der Vorschrift aus. Frauen und Mädchen seien in besonderer Weise betroffen, hob Pisal hervor. Außerdem plädierte sie für die Anhebung des Strafrahmens. In diesem Kontext betonte Gutachterin Hörnle in Reaktion auf eine Falschmeldung des Berliner Kurier, dass sie nicht die Beschneidung von Mädchen erlauben wolle, sondern sich vielmehr für eine Erhöhung der Strafe ausspreche.”

Man mag sich langsam die Frage stellen, ob es möglich ist, sich mit Verweis auf ein geplantes Jurastudium schon in den unteren Schulklassen vom Biologieunterricht freistellen zu lassen – so absurd sind wieder einmal die Vergleiche, die uns zum Thema Vorhautamputation bei Minderjährigen erreichen – diesmal vom 70. Deutschen Juristentag in Hannover.

Hier ist es allen Ernstes der Hinweis auf eine angebliche “Überspannung der Hygienevorschriften” bei einem Arztpraxenvorbehalt und der Vergleich mit Notversorgung bei Unfällen sowie ärztlichen Hausbesuchen.

Um vorab das eigentlich Selbstverständliche klarzustellen: eine Vorhautamputation ist ein chirurgischer Eingriff und unterliegt damit nach geltenden Vorschriften selbstverständlich dem Vorbehalt, in einer Arztpraxis bzw. Operationssaal ausgeführt zu werden. Des weiteren handelt es sich bei dieser Operation nicht um einen Notfall. Sehr wohl aber gibt es (wie bei jeder Operation) die Gefahr von Komplikationen, die eine Notversorgung erforderlich machen können, die wiederum nur in einer Klinik sicher gewährleistet ist.

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Dröger Rückzug

Distanziert sich vom „Marsch des Lebens“: Der Berliner Bischof Markus Dröge Foto: Andreas Schoelzel

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat seine Unterstützung für den „Marsch des Lebens“ zurückgezogen. Damit folgt er der Bitte seiner Kirchenleitung, die eine „inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter sieht.

pro Medienmagazin

Mit dem „Marsch des Lebens“ protestieren die Teilnehmer gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Zu der Demonstration am Samstag in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Kirchenvertreter, darunter Papst Franziskus, und Politiker wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder unterstützen die Veranstaltung, die um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt beginnt.

Auch Dröge hatte sich im vergangenen Jahr noch beteiligt.

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Jesuit Mertes fordert neue Debatte über Sexualpädagogik

missbrauch_katholKirche müsse “Sprachlosigkeit bei Sexualität und Missbrauch” begegnen

kathweb

Eine Debatte über Ziele und Methoden der Sexualpädagogik im Schulunterricht hat der Jesuit und Schulleiter Pater Klaus Mertes gefordert. “Die Missbrauchsdebatte der vergangenen Jahre muss auch zu einem tiefgreifenden Nachdenken über unsere Sexualpädagogik führen, das ist bislang viel zu wenig geschehen”, sagte Mertes am Freitag vor Journalisten in Freiburg. So müsse Sexualpädagogik als Querschnittsthema über alle Schulfächer hinweg verstanden werden. “Und wir müssen der vielerorts vorherrschenden Sprachlosigkeit bei den Themen Sexualität und auch Missbrauch begegnen, gerade auch vor dem Hintergrund des Lärms einer über das Internet immer leichter verfügbaren Pornografie.”

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Tantiemen für Goebbels

Joseph Goebbels, Bild: Süddeutsche.de

Der Siedler-Verlag muss an die Rechteverwalterin des Nazi-Verbrechers Joseph Goebbels mehrere Tausend Euro zahlen. Sie darf mit ihm weiterhin Geld verdienen. Warum?

Von Willi WinklerSüddeutsche.de

Letztlich ist es nur Geld. Es geht um eine Summe von 6307,87 Euro, das entspricht ungefähr einem mittelgroßen Lottogewinn, und der BAT wird auch wissen, wie weit man in der Ministerialbürokratie aufgestiegen sein muss, um auf ein solches Gehalt zu kommen.

Der Betrag entspricht dem einprozentigen Anteil am Gesamterlös aus dem Verkauf der 2010 erschienenen Goebbels-Biografie von Peter Longerich.

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Sufi Holy Man Is Arrested For Killing Volunteer He Failed to Bring Back to Life During Promised ‘Miracle’

Image: Friendly Atheist

Pakistan’s Express Tribune reports that in Mubarakabad, Punjab, a pir (Sufi master) named Muhammad Sabir was so convinced he could perform miracles, he asked for a volunteer he could murder. Not to worry, Sabir told his followers: after killing his victim, he would reanimate the dead man and make him as good as new.

By Terry FirmaFriendly Atheist

He announced that he could breathe life back into a dead man. The pir gave the condition that the victim must be married and have children.

I mean, who doesn’t like a high-stakes bet, amirite?

When told of this amazing opportunity, 40-year-old Muhammad Niaz, described as “a daily wage worker and father of six children,” decided to give it a go.

On Wednesday, Niaz was placed on a table in a square and his hands and legs were bound. [A] police spokesman said Sabir then sliced his throat as people looked on. Meanwhile, an anonymous caller informed the police about ‘the miracle.’ By the time police reached [the scene], Niaz had died. Witnesses said Sabir uttered some words to bring him back to life. They said when he realized his ‘miracle’ had not worked, he tried to flee. He was detained by the villagers and handed over to the police.

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George Weigel: Rechtfertigung für Papst Benedikts Regensburger Rede

George Weigel Blog, Screenshot: BB

George Weigel Blog, Screenshot: BB

Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Rede zwei Schlüsselfragen angesprochen: Kann der Islam Argumente für religiöse Toleranz und für die Trennung von Politik und Religion finden? Diese Themen seien heute höchst aktuell, schreibt George Weigel.

kath.net

In seiner „Regensburger Rede“ hat Papst Benedikt XVI. zwei Schlüsselfragen angesprochen, deren Antworten den „Bürgerkrieg innerhalb des Islam“ ebenso entscheidend beeinflussen werden wie die weltweiten Bedrohungsszenarien. Das schreibt der Theologe und Papst-Biograph George Weigel auf dem Blog First Things.

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Zur Erinnerung. Am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.

Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.

B16

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

B16 selbst zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350-1425), der während eines Gesprächs mit islamischen Gelehrten, diese Aussagen getroffen haben soll.

Israel’s oil wars shift to the Golan Heights

Illustrative photo of an oil rig (photo credit: Dwight Burdette/Wikimedia Commons/File)

Environmentalists made headlines two weeks ago when they blocked a controversial oil shale pilot project in the Shfela; largely unnoticed, the same US parent company has won approval for exploratory drilling up north.

By Melanie LidmanThe Times of Israel

What if Moses had made a right turn?

According to the old joke, if Moses had turned right when he led the Jews out of the Sinai Desert after 40 years of wandering, perhaps the Jewish people, rather than the Saudi Arabians, would be sitting on large oil reserves.

But an American oil company is convinced that Moses may not have been wrong after all. It is betting millions of dollars on the hope that Israel actually has enormous amounts of oil inside its borders that could meet most of the country’s needs. The only problem? The oil is either trapped deep inside rock, in a compound known as oil shale, or located hazardously close to Israel’s freshwater reserves.

Environmental activists won an important victory on September 2 when the Jerusalem Regional Planning and Building Committee denied a pilot program for a controversial new technology to extract oil shale in the Judean lowlands (Shfela) near Beit Shemesh, to the west of Jerusalem. But while the country was focused on the south and the war with Gaza over the summer, the Northern Regional Planning and Building Committee quietly approved a pilot for drilling in the Golan Heights.

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Kirchenoberhaupt zweifelt an Existenz Gottes

Justin Welby, hier kurz nach seiner Inthronisation in der Kathedrale von Canterbury (Foto: Reuters)

“Gibt es einen Gott?” Nicht gerade ein Thema, mit dem ein Geistlicher öffentlich hadern sollte. Umso weniger, wenn er Erzbischof und Oberhaupt der Kirche von England ist.

Süddeutsche.de

Gerüttelt wird da an Grundfesten nicht mehr, man kommt ihnen eher mit dem Vorschlaghammer. Als würde Kanzlerin Merkel die Demokratie zu einer minderwertigen Staatsform erklären. Als würde die Queen die Sinnhaftigkeit des Fünf-Uhr-Tees in Frage stellen. Oder Flughafenchef Hartmut Mehdorn öffentlich erklären, dass der Hauptstadtflughafen BER mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu unser aller Lebzeiten seinen Betrieb nicht mehr aufnehmen wird.

Nun also hat der Erzbischof von Canterbury, immerhin das Oberhaupt der Kirche von England und das Ehrenoberhaupt der anglikanischen Kirche weltweit, ernsthafte Zweifel an der Existenz Gottes angemeldet. Aufgedrängt haben sie sich ihm offenbar in einem Moment der Kontemplation über das derzeitige Weltgeschehen. Beim Joggen mit seinem Hund.

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Alexis Tsipras: “Der Papst ist kein Linker, aber er spricht wie einer”

foto: epa / sotiris barbarousi Beten ist Alexis Tsipras' Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

foto: epa / sotiris barbarousi
Beten ist Alexis Tsipras’ Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

Die Europäische Linke wurde vom Papst empfangen, der Chef der griechischen Partei Syriza sucht eine Allianz mit Franziskus

Von Peter MayrderStandard.at

Um exakt 9.45 Uhr setzte sich die kleine Delegation in Bewegung. Von der Piazza del Sant’Uffizio ist es nicht weit ins Herz des Vatikans. Der geladene Gast wirkt angespannt. Es ist auch ein besonderer Termin: Zum ersten Mal trifft ein hochrangiger Vertreter der Europäischen Linken den Papst. Noch heikler ist diese Mission, weil es Alexis Tsipras, Chef der griechischen Linkspartei Syriza, ist – also der Gottseibeiuns vieler europäischer Spitzenpolitiker.

Rund zwei Stunden später gibt es einen gelöst wirkenden Tsipras. Dreißig Minuten dauerte die Privataudienz bei Franziskus. Es sei ein historisches Treffen gewesen, stellt Tsipras zufrieden fest. Das wurde auch anderen Ortes offenbar so gewertet: Denn kaum war der Termin für die Zusammenkunft publik geworden, habe es Druck aus Griechenland gegeben, hieß es aus der Delegation. “Die griechische Regierung mag nichts von dem, was ich mache. Sie mag mich nicht”, sagte Tsipras dazu im Gespräch mit dem Standard.

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ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

Islamisten und Faschisten: „Sie teilen den Hass“

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Zu einem Tag gegen den Hass rufen die deutschen Islamverbände für Freitag, 19. September, auf. Zu spät, zu halbherzig, nicht glaubwürdig – das sagt der deutsch-ägyptische Politologe und Buchautor Hamed Abdel-Samad. Islam, Krieg und Terror – für Abdel-Samad gibt es hier einen engen Zusammenhang:

Von Tibor PeszaHNA.de

Seiner Ansicht nach ist der politische Islam genauso faschistisch wie es die Nazis waren. HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa sprach mit ihm.

Herr Abdel Samad, warum sagen Sie, dass der Islam dort, wo er politisch wird, faschistisch ist?

Hamed Abdel Samad: Weil die Parallelen mit Händen zu greifen sind. Der politische Islam wie auch der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus sind auf den Trümmern des ersten Weltrkieges entstanden. Beide teilten das Gefühl der Erniedrigung. Aber auch den Traum von der Weltherrschaft.

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Wenn Dummheit zur materiellen Gewalt wird: Ärzteteam in Guinea ermordet

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Ebolaviren, Bild: wikimedia.org/PD

Ein Ärzteteam, das Bewohner in Guinea über Ebola aufklären sollte, ist offenbar getötet worden.

evangelisch.de

Insgesamt acht Leichen seien aus der Sickergrube eines Dorfes nahe der Stadt Nzerekore im Süden Guineas gezogen worden, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstagabend in der Hauptstadt Conakry. Er sprach von einem kaltblütigen Mord. Die Täter sind vermutlich Bewohner des Dorfes. Auch drei Journalisten, die die Mediziner begleitet hatten, seien getötet worden. Sie hatten berichtet, von den Dorfbewohnern angegriffen und mit Steinen beworfen worden zu sein, bevor der Kontakt zu ihnen abbrach.

Das Dorf liegt nicht weit vom ersten Ausbruchsort der derzeitigen Ebola-Epidemie entfernt. Die Bewohner machen Ärzte und Politiker mitverantwortlich für die Epidemie. Dem Gesundheitsminister des Landes, Remy Lamah, war es jüngst beim Versuch, in den Ort zu reisen, nicht gelungen, die Straßensperren zu überwinden. Ärzte waren wiederholt angegriffen und vertrieben worden.

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Vom Menschen zum Monstrum

Die Erbsündelehre beschränkt den Kreis der Erlösungskandidaten: Tag des Jüngsten Gerichts als Flachrelief an der Fassade des Doms von Orvieto in Umbrien. Foto: imago

Der Philosoph Peter Sloterdijk über den zerborstenen Generationenvertrag, die Erbsünde sowie den Unterschied zwischen einer naiven und sentimentalen Moral.

Interview Michael HesseFrankfurter Rundschau

Herr Sloterdijk, Sie bezeichnen die Menschen der Moderne in Ihrem Buchtitel als „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“. Hinter dem Gedanken der „schrecklichen Kinder“ steckt die Figur der Abtrünnigkeit, das Losreißen von den Eltern. Was hat dieser Bruch mit der Tradition bewirkt?
Ich beschreibe die Moderne als ein umfassendes anti-genealogisches Experiment. Dieses gründet in dem Umstand, dass es keine kulturellen Automatismus mehr gibt, der auf gesicherte Weise von Großeltern zu Kindern zu Enkeln führt. Vielmehr könnte in jedem genealogischen Intervall die ganze Kette reißen. Für die Moderne ist typisch, dass sich das Intervall zwischen Eltern und Kindern bei jeder Wiederholung etwas weiter aufspreizt.

Eltern und Kinder werden einander immer unähnlicher?
Unvermeidlich, auch weil die Lebenswelten sich so rasch verändern. Die Moderne lässt keinen anderen Befund zu. Die herkömmliche Orientierung am Wissen der Alten geht fast völlig verloren, das Alter verliert seine Autorität. Damit beginnt das Zeitalter der immer unähnlicheren Kinder. Manchmal hat man den Eindruck, in einem einzigen generation gap könnte die Welt untergehen. Man staunt, dass die Welt trotz allem noch da ist.

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