
Priester der Piusbruderschaft: Die Diskussion um die Gemeinschaft beschädigt das Vertrauensverhältnis zwischen Papst und Katholiken. Foto: dpa
Die Rede von J. Meisner im Kölner Dom ist noch nicht verhallt und schon melden sich die katholischen Fundamentalisten der übelsten Sorte zu Wort.
Es wundert mich nicht, dass Holocaust-Leugner nun aus ihren Löchern gekrochen kommen und Meisner für seine Hetzrede im Dom in den Himmel heben. Den eigenen Dreck und Schund 2000-jähriger Geschichte unter den Talar gekehrt werden jetzt Feindbilder klar und deutlich. Geht es nach diesen Herrschaften dürften in Deutschland bald die Feuer wieder brennen, um all jene der Gerechtigkeit eines scheinbaren Gottes zu übereignen, die sich vehement gegen eine religiöse Vereinnahmung ihres Lebens wehren. Einen katholischen Gottesstaat wollen sie haben, möge er ihnen nie gelingen.
Zu Meisners umstrittenen Nazi-Vergleich meinte Schmidberger, Meisner liege richtig, wenn er Dawkins vorwerfe, dessen aggressiver Kampf gegen Glaube und Kirche führe zur Abschaffung des Menschen, wofür letztlich auch KZs und Gulags stehen. „Das ist richtig, was Kardinal Meisner gesagt hat. Ob der Nazi-Vergleich klug war, ist eine andere Sache. Leider ist es in Deutschland immer ein bisschen gefährlich, wenn man Vergleiche mit KZs anstellt. Da handelt man sich gleich den Vorwurf ein, man sei Antisemit. Aber grundsätzlich führt das, was Dawkins sagt, in letzter Konsequenz genau dazu.“
Schmidberger im O-Ton:
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