Schweden erkennt Palästina als Staat an

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Es war eine der ersten Ankündigungen der neuen Regierung, nun wird sie in die Tat umgesetzt: Schweden erkennt Palästina als eigenständigen Staat an.

SpON

Das Thema stand ganz oben auf der Agenda, gleich in seiner Antrittsrede Anfang Oktober sagte Schwedens Premierminister Stefan Löfven: “Der Konflikt zwischen Israel und Palästina kann nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung gelöst werden, ausgehandelt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Völkerrechts.”

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Wien: Abdullah-Zentrum beschwert sich

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Der saudiarabische Generalsekretär des Dialogzentrums vermisst Solidarität. Der Außenminister will sich nicht zum “Watschenmann” machen lassen.

Von CHRISTIAN ULTSCHDiePresse.com

Nein, so hat sich das Faisal bin Abdulrahman bin Muammar nicht vorgestellt. Der saudiarabische Generalsekretär des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien ist höchst unzufrieden. Er hätte sich mehr Rückendeckung von seinen österreichischen Gastgebern erwartet.

Penibel ließ der Vertraute des saudiarabischen Königs unlängst Vorfälle auflisten, in denen seine internationale Organisation Kritik einstecken musste – und nicht vom Außenministerium verteidigt wurde. Besonders in Rage geriet er dem Vernehmen nach, als Sebastian Kurz am Rande der UN-Generalversammlung Ende September auch noch erklärte, das Dialogzentrum in Wien dürfe kein Feigenblatt für Saudiarabien sein. „Kein Kommentar“, heißt es dazu im Abdullah-Zentrum. Ein Dementi ist das auch nicht. Das Außenamt meinte zur „Presse“ nur: „Wir bleiben dabei: Das Zentrum darf kein Alibi sein.“

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Halloween: Sinnfreies vom Erz-Apostel

FB-Seite des  Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

FB-Seite des Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

Heilige wie Franziskus, Mutter Teresa von Kalkutta, Edith Stein und Kolping oder der evangelische Theologe und Märtyrer Bonhoeffer haben Bescheidenheit und Demut, Einsatz für Arme sowie Widerstand gegen Verletzung der Menschenrechte vorgelebt.

kath.net

Zu Allerheiligen ruft der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick dazu auf, die Ideale der Heiligen und anderer wichtiger Persönlichkeiten unserer Geschichte ins Bewusstsein zu bringen und die chaotischen Auswüchse von Halloween-Feiern zu verhindern. „Man kann auch feiern und Spaß haben mit einem Martinsumzug, einer Nikolausfeier oder einer Cäcilia-Lichterprozession“, sagte der Bamberger Oberhirte am Mittwoch.

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Langzeitstudie: Cannabis-Konsum macht Schüler nicht dumm

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Es gibt zahlreiche Cannabis-Studien, die zeigen, dass Kiffen den IQ schrumpfen lässt. Nun haben britische Forscher herausgefunden, dass daran nicht die Droge Schuld ist. Vielmehr führt die Lebensweise der Konsumenten zu den Leistungseinbußen.

FOCUS ONLINE

Gelegentlicher Cannabis-Konsum führt nicht zu schlechteren Ausbildungsergebnissen oder zu Einbußen intellektueller Fähigkeiten. Das wollen britische Forscher in einer groß angelegten Studie der Universität London nun herausgefunden haben. In der Studie wurde die Langzeitwirkung von Cannabis untersucht. Gemessen wurde der IQ von 2612 Kindern im Alter von 8 Jahren und erneut im Alter von 15 Jahren.

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Dodo Käßmann im Reformationswahn

Margot-KässmannDer Reformationstag soll nach Ansicht der evangelischen Theologin Margot Käßmann ein gesetzlicher Feiertag werden.

evangelisch.de

Sie hoffe, dass nicht nur zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther (1483-1546) im Jahr 2017 der 31. Oktober ein solcher Feiertag werde. “Ich fände es schon richtig, wenn das nicht einmalig wäre”, sagte die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe).

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Religion: Neue Feiertage braucht das Land

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Der 31. Oktober und der 1. November nähern sich: Reformationstag und Allerheiligen sind wichtige christliche Feiertage. Doch im säkularisierten Deutschland haben sie ihre eigentliche Bedeutung längst eingebüßt. Könnte man für Ungläubige nicht andere Feiertage erfinden?

Von Arno OrzessekDeutschlandradio Kultur

“Das ‘christliche Abendland’ war einmal”, titelte kürzlich nicht etwa eine linksliberale Multikulti-Gazette… Sondern das evangelikale Magazin Idea spektrum, Hausblatt strenggläubiger Protestanten.

Dem ist schwer zu widersprechen. Nicht nur die Kirchen leeren sich notorisch – auch der Islam gehört zu Deutschland.

Ja, aber… Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen: Das kommende Wochenende bietet alles auf, um dem zu widersprechen. Wenn es noch einen Rückzugsort des einst allmächtigen Christentums gibt, dann ist es der Kalender.

Die christlichen Feiertage sind in Deutschland das letzte lose Bindeglieder zwischen der säkularen Gesellschaft und ihrer christlichen Vergangenheit. In der einst in der Tat eine eklatante Heiligen-Sucht herrschte. Zuerst waren Märtyrer die Favoriten. Doch schon im frühen Mittelalter verehrten die Gläubigen maßlos viele Engel, Apostel, Evangelisten, Personen des Neuen Testaments, Kirchenleute, Missionare und überhaupt auffällig gute Menschen als Heilige.

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Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

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de Maizière: Deutsche Extremisten sind unsere Söhne und Töchter

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) © bearb. MiG

Beim Kampf gegen die Terrororganisation IS stehe Deutschland in besonderer Verantwortung. 450 Radikale aus Deutschland hätten sich dem IS angeschlossen. Diese Menschen seien „in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine“, so der Minister.

MiGAZIN

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland in besonderer Verantwortung beim Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), weil in deren Reihen mindestens 450 Extremisten aus Deutschland kämpfen. „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Magazin stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“.

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Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.

1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

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Pfarrer in Triest gesteht Missbrauch und erhängt sich

missbrauch_katholIn Triest hat sich der Priester einer slowenischen Gemeinde erhängt, nachdem er den früheren Missbrauch an einer Dreizehnjährigen zugegeben hatte. Wie die Zeitung “Corriere della Sera” (Mittwoch) berichtet, tötete sich der 48-jährige Pfarrer Maks Suard am Dienstag kurz vor einem Termin mit dem Triester Bischof Giampaolo Crepaldi, der ihm seine Suspendierung aus dem pastoralen Dienst und die Weiterleitung des Vorgangs an den Vatikan mitteilen wollte.

kathweb

Am Samstag hatte ihm Suard laut Bericht den Missbrauch an dem zur Tatzeit 13-jährigen Opfer gestanden und um einige Ruhetage gebeten, um sich auf seine Amtsniederlegung vorzubereiten. Am Dienstag hätten dann Crepaldi und der Mesner den Beschuldigten erhängt in seinem Pfarrhaus aufgefunden.

Der Bischof zeigte sich laut “Corriere” bestürzt und betroffen über den Vorfall. Wann der Missbrauch geschehen sein soll, ist bisher unklar, ebenso die Identität des mutmaßlichen Opfers.

Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

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Kentucky Shocked Creationist’s Tax-Funded Ark Museum Will Discriminate On Basis Of Religion

Image: Facebook/Ark_Encounter

Image: Facebook/Ark_Encounter

Ken Ham, president of a Christian ministry and the Creation Museum got millions in tax-break assurances from Kentucky, but now the State is shocked that he plans to discriminate based on religion. Will those tax breaks disappear?

By David BadashTheNewCivilRightsMovement

Ken Ham recently made headlines when he debated evolution with Bill Nye, “the science guy,” at Ham’s Creation Museum in Kentucky. Depending on your point of view, Nye won, or Ham won. But in another sense, Ham was the winner because Nye has been much more of a household name, for decades, than Ham.

Until now.

Born in Australia in 1951, Ham is a “young earth creationist” who believes the earth is just 6000 years old and everything anyone needs to know can be learned from the Bible — actual science, he insists, is misleading and wrong. He is the president of Answers in Genesis, a Christian Ministry that runs his Creation Museum, and soon — or, soon he had hoped — Ark Encounter, a Noah’s Ark museum to be based in Kentucky, too.

But as The New Civil Rights Movement reported this summer, Ham’s detractors found that the Ark Encounter, unlike the Creation Museum, isn’t a Christian ministry, and that’s creating a legal employment rights problem for Ham.

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„Reformationsgedenken zu sehr auf Luther zentriert“

ekd_reformation_magazin300Historiker kommentiert kirchliche und staatliche Gedenkaktivitäten zum Jubiläum 2017

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die kirchlichen und staatlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 sind aus Historikersicht „ein Musterfall für das schwierige Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit“. In Ausstellungen, Tourismus-, Schul- und Musikprojekten werde die Erinnerung an die religiöse Erneuerungsbewegung sehr stark auf den Wittenberger Reformator Martin Luther (1483-1546) zugespitzt, schreibt Reformationshistoriker Prof. Dr. Matthias Pohlig vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ auf http://www.religion-und-politik.de. Dies sei einer der Gründe dafür, warum Reformationshistoriker ein Problem mit den Jubiläumsaktivitäten hätten.

„Gerade die Luther-Zentriertheit der Lutherdekade ist für eine historische Forschung, die sich seit Jahrzehnten bemüht, die sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche um 1500 zu beschreiben, ohne in die Falle einer Geschichte großer Männer zu tappen, ein Problem“, schreibt der Wissenschaftler in dem Beitrag „Vom Fremdeln mit dem Reformationsjubiläum 2017“. Während die Kirche die Identifikationspotenziale der Reformation suche und mit vielen Jubiläumsaktivitäten einem Bedürfnis nach Identitätsstiftung und Selbstvergewisserung nachkomme, bemühten sich Historiker in kleinteiliger kulturhistorischer Forschung „um Dekonstruktion des allzu vertraut Scheinenden“. Die verbreitete Vorstellung von einem „Luther der Moderne, Vorkämpfer von Freiheit und Toleranz“ komme dabei nicht mehr in Frage, genauso wenig wie das im Rahmen der Lutherdekade diskutierte Gegenteil: „Luther ist eben auch nicht der Unmoderne, Repressive, der Intolerante.“

Prof. Pohlig erörtert in seinem Beitrag verschiedene Gründe, warum viele Historiker nach seiner Einschätzung „mit dem Jubiläumshype fremdeln“. So seien nicht-theologische Reformationshistoriker weniger institutionell und gedanklich in die evangelische Kirche integriert als Kirchenhistoriker und teilten insofern nicht das Ziel der Identitätsstiftung, das sich oft mit Jubiläen verbinde. Zudem sähen akademische Historiker in Formaten der Geschichtsvermittlung wie Dokudramas, Geschichtscomics oder historischen Events die Gefahr einer Verflachung oder Verfälschung. „Auswüchse der Lutherdekade“ seien etwa Luther-Raps und -songs bei YouTube, Ratgeberliteratur, kitschige Bücher mit Lutherzitaten oder das Aussenden von Schülern als „Lutherbotschafter“ in andere Länder. Auch darin liege das Fremdeln begründet.

Eine weitere Ursache sieht der Autor in der Skepsis vieler Historiker gegenüber der Rolle des public intellectuals, in die sich noch in den 1980er Jahren viele Fachkollegen gern begeben hätten. Die damalige „sozialhistorische Debattenfreudigkeit“ habe auch den Blick auf die Reformation geprägt: „Das letzte große Jubiläum, das Lutherjahr 1983 zum 500. Geburtstag des Reformators, stand ganz im Zeichen der erbitterten Ost-West-Systemkonkurrenz.“ Luther sei für Diskussionen über sich verändernde soziale und politische Strukturen und eine „frühbürgerliche Revolution“ herangezogen worden. Damit wurde dem Autor zufolge genau die Leitfrage behandelt, die auch zum Gedenken 2017 im Zentrum stehe: „Was hat Luther mit uns zu tun und was wir mit Luther?“ Heute hingegen sei „just zum Jubiläum weit und breit keine integrierende Perspektive zu sehen“. Wenn Kulturwissenschaftler sich zum Beispiel mit Ritualen um 1520 oder mit dem Verhältnis der Reformatoren zur Körperlichkeit beschäftigten, ließen sich kaum übergreifende Perspektiven generieren. „Eine solche integrierende, Kontroversen stimulierende Perspektive wäre aber nötig, wollte die akademische Reformationsforschung die inhaltlichen Leitlinien von 2017 umfassend mitprägen.“

Den Nutzen der Lutherdekade für die geschichtswissenschaftliche Forschung sieht Prof. Pohlig skeptisch. Zwar sei die Zahl der reformationshistorischen Konferenzen und Publikationen nun erheblich angestiegen. „In diesem Rahmen wird, so mein Eindruck, noch sorgloser als sonst Geld für zweifelhafte Tagungen und zusammenhanglose Sammelbände ausgegeben – ein Indiz für eine Eventisierung auch des Wissenschaftsbetriebs.“ Mit Blick auf den „im engeren Sinne wissenschaftlichen Ertrag“ sei das Reformationsjubiläum „irrelevant“.

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Pat Robertson: Brittany Maynard Shouldn’t Kill Herself Because “God Can Heal Anything”

Image: Friendly Atheist

Brittany Maynard (left) is the 29-year-old with brain cancer who has chosen to kill herself in a few days so that she can die with dignity before the disease takes away everything that she believes makes life worth living.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Pat Robertson commented on her story last night — you know you were waiting for his opinion — explaining how she should totally not kill herself because God will heal her… and how her decision is just a symptom of death-loving liberals:

… It’s amazing; the so-called liberals are a culture of death, they want to kill babies, they want to kill the terminally ill, they don’t seem to honor life

We should fight for life. It is a slippery slope… She has brain cancer, but brain cancer can get healed, God can heal anything.

If God cared so much, maybe he shouldn’t have given her the brain cancer to begin with…? Just a thought.

To repeat, there is no known cure for what Maynard has and the only options to extend her life would “destroy the time” she has left (her words).

Right Wing Watch points out that a woman once claimed Robertson faith-healed her brain tumor, though doctors made clear it wasn’t cancer. No alternative explanations were offered.

Norwegen: Dodo Märtha redet mit den Toten

Prinzessin Märtha Louise

Prinzessin Märtha Louise

Norwegens Monarchie in der Kritik: Prinzessin Märtha Louise sieht Engel und kommuniziert mit den Toten – gegen Geld natürlich. Und Kronprinz Haakon rührt gar an ein sozialdemokratisches Tabu.

Von Per HinrichsDIE WELT

Manche Leute haben einen Talisman im Auto. Andere vertrauen ihrem Schutzengel.

So weit, so gut. Ein bisschen Aberglaube hilft ja manchmal. Aber nur ganz wenige behaupten, sie könnten auch mit Engeln reden. Und wahrscheinlich gibt es kaum Menschen auf der Welt, die eine “Engelschule” betreiben, in der man lernen soll, zu Wesen Kontakt aufzunehmen, die es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gibt. Diesen wenigen Menschen wird man in der Regel sehr verständnisvoll begegnen, sie bestärken und ihnen gut zureden.

Oh, eine Engelschule. Schön! Manche von ihnen dürften ein Leben unter Aufsicht führen.

Powerplay im norwegischen Staatsfernsehen

So ist es wohl auch bei Märtha Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, Prinzessin von Norwegen. Sie darf und kann sich zwar frei bewegen, aber alles, was sie tut, geschieht im Licht der norwegischen Öffentlichkeit – sie ist schließlich eine Prinzessin, mit diesem Titel ist sie im Königreich anzusprechen. An die esoterischen Schrullen der ausgebildeten Physiotherapeutin hat sich das Volk mittlerweile gewöhnt.

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Senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit’

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

As Israel’s relationship with its critical ally enters ‘full-blown crisis,’ The Atlantic reports, senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit,’ hell-bent on career preservation.

The Times of Israel

American anger at the government of Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is “red hot” and the relationship between Israel and the US is now in a “full-blown crisis,” The Atlantic reported Tuesday.

The piece, by Jeffrey Goldberg, observed the extraordinarily harsh tone now used in increasingly regular and open fashion by Obama administration officials in reference to Jerusalem leaders, chiefly among them Netanyahu. One senior administration official was quoted by the publication as calling the Israeli prime minister “a chickenshit,” referring to what he saw as the premier’s pandering to his political base for fear of electoral defeat, his refusal to make any diplomatic headway with the Palestinians and moderate Arab states, and his fear of initiating wars.

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Das linke Islam-Tabu

brennender_koran

Linke überlassen die Religionskritik zunehmend den Rechten – und stabilisieren ungewollt den strukturellen Rassismus

Von Christian BaronND

Linke tun sich schwer damit, den Islam zu kritisieren. Weil vor allem muslimische (Post-) Migranten in Deutschland einer massiven Diskriminierung ausgesetzt sind, entwickeln viele Linke die Neigung, jede Kritik am Islam mit noch schärferen Volten gegen den grassierenden »antimuslimischen Rassismus« zu kontern. So ist das Thema »Islam« aktuell eine Domäne der Nazis, der rechtspopulistischen Rattenfänger (Sarrazin, AfD), der reaktionären Ex-Feministinnen (Alice Schwarzer) und der neoliberalen Komiker (Dieter Nuhr). Deren »Kritik« am Islam hält den strukturellen Rassismus in Deutschland aktiv mit am Laufen.

Linke Religionskritik existiert derzeit nur in Nischendebatten, weil bislang kein Weg gefunden ist, zwischen den brüchigen Fronten der rassistischen Hassprediger und der notwendigen Kritik an machtversessenen Religionen wie dem Islam zu agieren. Warum sollte es sich widersprechen, diejenigen vor Unterdrückung zu schützen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und sich zugleich massiv gegen die in weiten Teilen dieser Welt brutal sich auswirkenden muslimischen Glaubenssätze zu wenden? In einigen Staaten des Nahen Ostens werden Homosexuelle geköpft, scheidungswillige Frauen gesteinigt und alle Nicht-Muslime als unwertes Leben betrachtet. Alles unter plausibler Berufung auf den Koran.

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Richard Dawkins launches on-line rant about his dogs being terrified by fireworks

Image: dailymail.co.uk

He is no stranger to controversy and has made headlines for his views on rape, paedophilia and aborting babies with Down’s syndrome.
Yesterday Professor Richard Dawkins turned his attention to the subject of people who set fireworks off all year round and the distress they cause animals.

By Laura CoxDaily Mail

The 73-year-old biologist unleashed a furious rant on-line after he claimed his beloved dogs were left terrorised by the loud bangs.

Taking to social network site Twitter, Prof Dawkins told his one million followers the explosions are no longer reserved for specific celebrations: ‘It isn’t Guy Fawkes Day. It isn’t New Year. It isn’t even a weekend. Why are there fireworks, terrifying the dogs and other non-human animals?’

Prof Dawkins, who taught at Oxford University until his retirement in 2008, added in a second Tweet: ‘Selfishly, I like fireworks. But I suspect that my dogs’ terror is typical of thousands of animals, tame and wild. Don’t you care about them?’

Prof Dawkins, an outspoken atheist, made his comments on Monday night, several days after Diwali, known as the festival of light and celebrated by Hindus and Sikhs, which saw scores of fireworks let off last week.

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“Kirchen trugen dazu bei, dass viele nicht mehr an Gott glauben”

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Wiener Theologe Zulehner und deutsche Pastorin Heinecke formulieren Schuldbekenntnis zum Reformationsjubiläum 2017: Angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche wurde auch zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” in Europa

kathweb

“Durch die Spaltung und gegenseitige Beschuldigungen haben beide Kirchen dazu beigetragen, dass viele Menschen nicht mehr an Gott glauben können”: Zu dieser Einsicht kommen zwei Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche – der Wiener Theologe Paul M. Zulehner und die deutsche Pastorin Irene Heinecke – im Blick auf das 2017 anstehende Reformationsjubiläum. In einem gemeinsam formulierten und im Internet veröffentlichten Schuldbekenntnis attestieren sie der Reformation, “gut gedacht und nötig” gewesen zu sein und viele Anstöße gegeben zu haben; zugleich sei sie “schon zu Beginn verstrickt in Schuld und Blutvergießen und Ausgrenzung” gewesen und habe die Verbindung zwischen Macht und Kirche “gefestigt anstatt sie aufzulösen”.

Die angestrebte Erneuerung der weströmischen Kirche sei zugleich zum Anfang “einer der tiefsten Krisen des christlichen Glaubens” geworden. Die Folge: Vor allem unter den nachdenklichen Menschen in Europa “verloren die Konfessionen und mit ihm das Christentum ihre Reputation”. Die Aufklärung als Absetzbewegung von kirchlicher Bevormundung und später der europäische Atheismus wurzeln laut Zulehner und Heinecke in der Erfahrung, dass die Kirchenspaltung auch die Gesellschaft spaltete und etwa im 30-jährigen Krieg Gewalt und Tod über den ganzen Kontinent brachte.

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Creationists To Discuss Evolution And Its Alleged Influence On Adolf Hitler’s Nazism

Image: inquisitr.com

Creationists are planning to conduct a university workshop discussing Adolf Hitler’s Nazi ideology and how it was allegedly influenced by Charles Darwin’s theory of evolution.

INQUISITR

Creationist group Creation Summit has announced plans to set up a conference called the Origin Summit at the Michigan State University, a research university that employs dozens of scientists studying evolution.

Creation Summit, a non-profit Christian organization that preaches a literal interpretation of the Bible, has been scheduled to visit the prestigious university on November 1. Speakers include creationist theorists like biologist Jerry Bergman, physicist Donald DeYoung and geneticist John Sanford.

One of the aims of the conference is to explore the possible influences of the theory of evolution on Adolf Hitler’s Nazi ideology, an idea that has already been debunked by historians. According to Science Mag, the summit will also discuss other unscientific statements, bearing titles such as “the big bang is fake,” and “natural selection is NOT evolution.” The creationist group will also discuss Michigan State University scientist Richard Lenski’s groundbreaking, on-going study on the evolution of E.coli, an experiment that demonstrates the observability of evolution on bacterial populations.

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