“Islamischer Staat” lässt Schaufensterpuppen verhüllen

Verhüllte Schaufensterpuppen in Mossul: “Islamischer Staat” macht Ernst, AP

Die Radikalen berufen sich auf das Bilderverbot im Islam: Im Einflussgebiet der Terrorgruppe “Islamischer Staat” müssen sich nicht nur Frauen verschleiern – sondern auch Schaufensterpuppen.

SpON

Zuerst haben die radikalen Islamisten der Terrorgruppe “Islamischer Staat” drakonische Regeln für die Menschen in den von ihnen eroberten Gebieten erlassen, jetzt nehmen sie sich die Schaufensterpuppen vor. Die Dschihadisten haben Ladenbesitzern in der irakischen Großstadt Mossul die strikte Anweisung erteilt, die Gesichter sämtlicher Schaufensterpuppen zu verhüllen. Die Anordnung gilt für weibliche und männliche Puppen gleichermaßen.

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Judenhass in Deutschland: Antisemitismus ist keine Lawine

Wolfgang Benz (2013), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, 73, widerspricht Berichten, wonach der Judenhass in Deutschland stark zugenommen habe.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Herr Benz, seit der Nahost-Konflikt eskaliert, kommt es zu mehr antisemitischen Ausschreitungen. Sehen Sie eine neue Qualität?

Nein, und ich würde auch gerne die Wortwahl „antisemitische Ausschreitungen“ hinterfragen. Denn nach meiner Information hat es antiisraelische Demonstrationen gegeben. In Berlin wurden am Rande einer antiisraelischen Demonstration antisemitische Parolen gerufen. Aber deshalb jetzt von antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zu sprechen, halte ich für übertrieben. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet, einige haben blödsinnige Parolen gerufen. Das wird von Interessenten mit großem Medienhall als Wiederaufflammen des Antisemitismus dargestellt, als sei es so schlimm wie nie zu vor.

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Israeli rabbi: It’s okay to kill innocent civilians and destroy Gaza

Image; +972

Dov Lior, a racist Israeli rabbi from the West Bank settlement Kiryat Arba, recently posted a Halakhic ruling allowing to kill innocent civilians, after being asked about the “war” (it’s a massacre) in Gaza.

By Ami Kaufman+972

Here are a few lines from the ruling (pictured above):

“The Torah of Israel guides us in all walks of life, private and public, on how to behave during war and also how to keep moral standards.

The Maharal from Prague (Rabbi Judah Loew – A.K.), in his book Gur Arye, clearly writes that… in all wars the attacked people are allowed to attack fiercely the people from whom the attackers came from and they do not have to check if he personally belongs to the fighters.

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Antisemitismus ist Angriff auf Christen!

Der Altar der Jerusalemer Christ Church vereint jüdische und christliche Symbolik. Hass gegen Juden ist auch ein Angriff gegen Christen, findet unser Kommentator
Foto: Flickr/Ian W Scott | CC-BY-SA 2.0

Gedeiht Hass auf Israel nicht nur in Moscheen, sondern auch in linken Kirchenkreisen? Fest steht: Antisemitismus trifft Christen im Besonderen.

Von Egmond Prillpro Medienmagazin

Wer in diesen Tagen die mediale Berichterstattung verfolgt, wer Augen und Ohren aufmacht, wird hören und sehen: In Paris steckten arabische Demonstranten jüdische Geschäfte an und belagerten eine Synagoge; in Berlin schrieen Hamas-Sympathisanten „Jude, Jude, feiges Schwein“, in Bremen schlug ein Pro-Gaza-Demonstrant einen Mann blutig, der sich schützend vor einen bedrohten Journalisten stellte. Halb Europa scheint auf den Beinen. Und Deutschland geht voran. Eben gab es noch fröhliches Feiern im Siegestaumel der Fußball-WM. Über den Fan-Meilen, in Kleingartenanlagen und auf den Straßen flatterten die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold. Ein Fest der Freude über und mit unseren Fußballern nach dem Sieg in Rio.

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Wie ich Vegetarier wurde… und wieder damit aufhörte

Bild: Colourbox/HuffPo

Ich war lange Zeit ein ziemlicher Hardcore-Vegetarier. Wer jetzt glaubt, um Vegetarier zu sein, reiche es, einfach nur kein Fleisch zu essen, der irrt gewaltig. Vegetarier sein ist ein Lifestyle, eine Lebenseinstellung, eine Religion.

Von Tobias BöhnkeThe Huffington Post

Die Veränderung fing bei mir langsam an und begann – wie bei so vielen – mit einer Ansteckung durch meine damalige Freundin. Ich war natürlich zu dem Zeitpunkt fest davon überzeugt, dass ich von selbst drauf gekommen bin, schließlich war es wirklich ein schleichender Übergang. Zuerst wurde ich Öko. Alles nur Bio, und zwar “richtig Bio”. Also nicht nur dieser kleine Aufkleber, den man im Supermarkt auf den mit kiloweise Plastik umwickelten Gemüse findet, sondern wirklich Bio.

Ich trat einem Krautgartenverein bei.

Schöne Sache eigentlich. 80m² Feld, keine chemischen Düngemittel, Ungezieferabwehr besteht aus einem Eimer, mit dem man die Schnecken einen Kilometer weit wegbringt und wieder aussetzt – Gespräche mit den anderen Gärtnern darüber, wie die Politiker uns alle beobachten. Wie die Folienstreifen auf den Geldscheinen in Wirklichkeit kleine Microchips sind, die genau sammeln, wie viel Geld du hast und wofür du es so ausgibst. Das war sicherlich auch der Grund, warum viele der Gärtner nie Geld hatten.

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Deutscher Anwaltverein: Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt

Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt © Keith Allison @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Deutsche Anwaltverein sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Opfern werde ein Anwalt nur bei komplexen Sachverhalten genehmigt und Opferanwälte würden schlechter bezahlt als Pflichtverteidiger der Täter.

MiGAZIN

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Gerichte lehnten zunehmend die Beiordnung eines Opferanwalts in Fällen politisch motivierter Gewalttaten ab, erklärte die DAV-Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt am Freitag in Berlin.

Die 2001 gegründete Stiftung unterstützt bedürftige Gewaltopfer, indem sie die Kosten für Beratung und Vertretung vor Gericht durch einen Rechtsanwalt übernimmt. Im vergangenen Jahr stellte die Stiftung aus Spendenmitteln rund 33.000 Euro zur Verfügung. Geholfen wurde in 21 Fällen mit ausländerfeindlichem Hintergrund.

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Italiens Justiz ermittelt gegen Salesianer wegen Betrugs

justiz_gross

Gegen ein führendes Mitglied des katholischen Salesianerordens ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts.

kath.net

Gegen ein führendes Mitglied des katholischen Salesianerordens ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts. Sie wirft dem Wirtschaftsverwalter des Ordens Giovanni Battista Mazzali vor, zwei Schlichtern in einem millionenschweren Erbschaftsstreit beim Versuch geholfen zu haben, sich auf Kosten des Ordens zu bereichern.

Dazu hatte der italienische Ordensgeistliche nach Ansicht der Ermittler Unterlagen manipuliert, um das Einverständnis des Vatikan für einen dubiosen Vertrag zu erhalten, wie die Tageszeitung «Corriere della Sera» (Online-Ausgabe Montag) berichtet. Mazzali sei daher von der Staatsanwaltschaft zur Vernehmung vorgeladen worden. Die Ordenszentrale der Salesianer äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht.

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Esoterik: Sind wir Frauen gutgläubiger als Männer?

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Die RTL-Undercover-Reporter haben gezeigt, mit welch dumpfen Tricks angebliche Wahrsager, Hellseher und Wunderheiler arbeiten. Gutgläubige Menschen werden auf simple Art veräppelt – und zahlen dafür ordentlich Geld. Die Opfer scheinen vor allem Frauen zu sein. Warum ist das so – und gibt es auch seriöse Esoteriker?

Von Christiane MitatselisFRAUENZIMMER

Es ist ein Gemeinplatz: Frauen gehen eher als Männer zu einer Wahrsagerin, lassen sich die Karten legen – und am Besten erzählen, dass der Traummann, Reichtum oder andere wünschenswerte Dinge auf sie warten. Frauen gelten dafür als anfälliger, da die Hellseher-Branche aber keine Zahlen dazu veröffentlicht, lässt sich der Eindruck nicht belegen. Sicher scheint nur zu sein, dass Frauen religiöser sind als Männer. In einer Erhebung des “World Value Survey”, die in 57 Staaten durchgeführt wurde, bezeichneten sich 74 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer als religiös.

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Kirchen-Gier: Kirchgeld von den Ungläubigen

Bild: tilly

Bild: tilly

Eingetragene Lebenspartnerschaften in Niedersachsen sollen bei der Kirchensteuer künftig wie Ehepaare behandelt werden. Die rot-grüne Landesregierung stimmte am Dienstag in Hannover einem entsprechenden Gesetzentwurf zu.

evangelisch.de

Demzufolge sollen auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften das sogenannte “Besondere Kirchgeld” zahlen, wenn der Allein- oder Hauptverdiener keiner steuererhebenden Kirche angehört, der Partner mit dem geringeren oder keinem Einkommen aber doch. Bei Ehepaaren wird das Besondere Kirchgeld seit dem Jahr 2000 erhoben.

Dem Gesetzentwurf zufolge sollen Lebenspartnerschaften zudem auch bei der Kirchensteuer wählen können, ob sie gemeinsam oder einzeln veranlagt werden. Ein weiterer Punkt regelt den Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Ab sofort könnten sich Verbände zu dem Gesetzentwurf äußern, hieß es.

The Tides Bring Lego Pieces to This UK Beach

Photo: Kent News & Pictures Ltd.

A container filled with millions of Lego pieces fell into the sea off Cornwall in 1997. But instead of remaining at the bottom of the ocean, they are still washing up on Cornish beaches today – offering an insight into the mysterious world of oceans and tides.

By Mario CacciottoloThe Daily Catch

“Let me see if I can find a cutlass,” says Tracey Williams, poking around some large rocks on Perran Sands with a stick.

She doesn’t manage that, but does spot a gleaming white, pristine daisy on the beach in Perranporth, Cornwall. The flower looks good for its age, seeing as it is 17 years old.

It is one of 353,264 plastic daisies dropped into the sea on 13 February 1997, when the container ship Tokio Express was hit by a wave described by its captain as a “once in a 100-year phenomenon”, tilting the ship 60 degrees one way, then 40 degrees back.

As a result, 62 containers were lost overboard about 20 miles off Land’s End – and one of them was filled with nearly 4.8m pieces of Lego, bound for New York.

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Bürgerentscheid über Potsdamer Garnisonkirche rückt näher

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Während eine Bürgerinitiative bereits 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Garnisonskirche gesammelt hat, unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. In Potsdam läuft alles auf einen Bürgerentscheid hinaus.

evangelisch.de

In Potsdam zeichnet sich ein Bürgerentscheid über den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche ab. Die Rathauskooperation von SPD, CDU, Grünen, Potsdamer Demokraten und Freien Wählern habe sich auf eine Ablehnung des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche verständigt, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pete Heuer dem epd am Dienstag in Potsdam. Am 30. Juli ist eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgerbegehren geplant. Wird dabei das Bürgerbegehren abgelehnt, könnte als nächste Stufe ein Bürgerentscheid beantragt werden.

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Rocker Tom Petty: ‘No one’s got Christ more wrong than the Christians’

image of Tom Petty steve white photos / Shutterstock.com

Veteran rocker Tom Petty isn’t pulling any punches with his new song “Playing Dumb.”

By David FergusonThe Raw Story

In an interview with Billboard magazine, Petty said that he wrote the song about the decades of child sex abuse in the Catholic church and the elaborate lengths that priests and their leaders have gone to cover up the crimes.

“I’m fine with whatever religion you want to have,” Petty said, “but it can’t tell anybody it’s OK to kill people, and it can’t abuse children systematically for God knows how many years.”

Petty went on to say that he doesn’t understand why people continue to donate to the church, which has paid out millions of dollars in legal settlements to the victims of child-molesting priests.

“If I was in a club, and I found out that there had been generations of people abusing children, and then that club was covering that up, I would quit the club. And I wouldn’t give them any more money,” he said.

“Religion seems to me to be at the base of all wars,” said the Florida-born singer and guitarist. “I’ve nothing against defending yourself, but I don’t think, spiritually speaking, that there’s any conception of God that should be telling you to be violent. It seems to me that no one’s got Christ more wrong than the Christians.”

Petty’s career has spanned more than 30 years, spawning multiple gold and platinum records, including the hit singles “Refugee,” “Don’t Come Around Here No More” and “Won’t Back Down.” He has performed as a solo artist, with his band the Heartbreakers and as a member of the supergroup The Traveling Wilburys alongside rock legend Roy Orbison, ELO founder Jeff Lynne and George Harrison of the Beatles.

Burka-Verbot und Gotteslästerung

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Der Vollschleier ist kein religiöses Symbol, sondern mehr ein Zeichen für den Missbrauch der Religion

Von Daniela DahnderFreitag

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Das französische Gesetz zum Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum widerspricht nicht der Menschenrechtskonvention. Das ist heikel und doch konsequent. Die Würde des Menschen wird angetastet, wenn er als Individuum unsichtbar ist. Das Verbot ist keine Verteidigung westlicher Werte, sondern des universellen Humanismus. Ähnliche Gesetze gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in Ägypten, Tunesien, Syrien und – durch das Kopftuchverbot verschärft – in der Türkei.

Die Burka oder der Nikab mit Sehschlitz sind keine traditionell islamischen Frauenkleider. Erst unter dem erzreaktionären Sultan Abdülhamid verbreiteten Ende des 19. Jahrhunderts Gelehrte in Konstantinopel ein fatales Menschenbild, das beiden Geschlechtern ein Armutszeugnis ausstellt: Männer als triebhafte Wesen, die nichts vom Weibe sehen dürfen, da sie sonst zu zügellosen Draufgängern werden. Frauen reduziert auf Sexualobjekte, teuflisch verführerisch und an Vernunft mangelnd, die Aura einer Scham, die nur durch völlige Verhüllung gelindert werden kann.

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Jesus Did Not Become the God-Klingon

Image: centerforinquiry.net

Yesterday the president signed an executive order barring federal contractors from discriminating against LGBT folks, and happily did not add a religious exemption, and we expressed our appreciation:

Center for Inquiry/The Morning Heresy

Too often religious beliefs are used as an excuse to avoid obeying laws that apply to everyone else, as the regrettable Supreme Court decision in the Hobby Lobby case illustrates. … [This] is a welcome step in the right direction, toward a secular government in which religion can’t be used as a shield for prejudice and unequal treatment.

Our reaction’s been noted by the Washington Times and the Christian Post.

RNS’s David Gibson calls Obama’s decision to allow religious contractors to use religious beliefs as a hiring criteria (which we’re not happy about) a “split-the-baby” solution. And usually, atheists love those kinds of solutions.

The Navy vs. whales? The militarization of dolphins? It’s covered on the latest Point of Inquiry with guest Joshua Horwitz.

CFI-Indiana’s chief and the head of our Secular Celebrant program, Reba Boyd Wooden, is a guest on the State of Belief radio show, guest-hosted by RNS’s Kevin Eckstrom. They talk about, of course, our big win for Secular Celebrants in Indiana. And if you want to be a Secular Celebrant, now’s your chance. Well, in August is your chance.

New Jersey’s Sen. Cory Booker introduces the Access to Birth Control (ABC) Act, which requires pharmacists to actually do their jobs and dispense birth control to women with prescriptions despite any religious objections.

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Philosophie: Heideggers umstrittenes NS-Verhältnis

Martin Heidegger (Pinselzeichnung von Herbert Wetterauer) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

1966 wurde der Philosoph Martin Heidegger von dem “Spiegel”-Journalisten Rudolf Augstein interviewt. Darin äußerte sich der öffentlichkeitsscheue Heidegger erstmals zu seinem Verhältnis zum Nationalsozialismus. Der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister beschäftigt sich in seinem aktuellen Buch mit der Frage, wie es dazu kam.

Von Thomas PalzerDeutschlandfunk

Es besitzt seine eigene Pointe, wenn für Heideggers Philosophie Begriffe wie Entbergung, Unverborgenheit oder Lichtung von zentraler Bedeutung sind, während der Philosoph selbst das Geheimnis liebte, die Verschleierung und die List. So hat der “Meister aus Deutschland”, wie ihn der Biograf Rüdiger Safranski einst tituliert hat, es etwa selbst bestimmt, dass man seine Notizbücher erst nach Abschluss der Gesamtausgabe veröffentlichen dürfe. Das ist inzwischen passiert – und die “Schwarzen Hefte” haben sich als geeignet erwiesen, die Diskussion um Heidegger neu zu entfachen und seine – ganz im Sinn des Erfinders – frag-würdige Philosophie bis auf Weiteres der zahllosen Fragen für würdig zu befinden.

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Ken Ham wants to end the U.S. space program because the aliens are all going to hell

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach

45 years after the Apollo 11 moon landing, creationism hits a new low

By Sarah GraySALON

On July 20, 1969, Neil Armstrong took those famous first steps on the Moon’s surface, uttering the well-known words: “That’s one small step for man, one giant leap for mankind.”

Sunday marked the 45th anniversary of that momentous Apollo 11 mission. The event left some pondering the next steps for U.S. space exploration.

Not everyone, however, is so thrilled about the U.S. space program.

On Sunday, Ken Ham, president and founder of the creationist organization Answers in Genesis (best known for debating Bill Nye), wrote a blog post calling for the end of the U.S. space program.

Why? Well, according to Ham, who also runs the Creation Museum in Kentucky, there’s no point in spending money on finding extraterrestrial life for a couple of reasons: First, the search is a deliberate rebuking of God, and second because aliens are already damned to hell.

“I’m shocked at the countless hundreds of millions of dollars that have been spent over the years in the desperate and fruitless search for extraterrestrial life,” Ham wrote.

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Serie „Supernatural”: Zunehmend vergottet

Die Serie „Supernatural”, die seit 2005 erfolgreich läuft, enthält viele Bezüge zum Neuen und Alten Testament, analysierte die österreichische Religionswissenschaftlerin Lisa Kienzl Foto: Giuseppe1999

Die amerikanische Fantasy-Reihe „Supernatural“ enthält zunehmend Elemente aus der Bibel. Das fand die österreichische Religionswissenschaftlerin Lisa Kienzl heraus. Dies zeige, dass es weiter ein starkes Bedürfnis nach mystischen, religiösen und spirituellen Erzählungen in der Gesellschaft gebe, sagt sie.

pro Medienmagazin

In „Supernatural“ kämpfen zwei Männer gegen das Böse, das in Form von Dämonen, mystischen Fabelwesen oder dem Teufel die Welt bedroht. „Figuren und Symbole aus ganz verschiedenen Religionen treten auf, dominant sind jedoch Elemente der jüdisch-christlichen Tradition“, sagte Kienzl gegenüber pro. Die Fantasy-Erfolgsserie läuft seit 2005, in Deutschland ist sie derzeit auf ProSieben MAXX und Sky zu sehen. Die Religionswissenschaftlerin untersuchte die Folgen für ihre Dissertation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.

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Gericht: Patienten dürfen Cannabis zur Eigentherapie anbauen

Foto: Getty Images/iStockphoto/Boltenkoff

Chronisch kranke Patienten, denen außer der illegalen Droge Cannabis nichts gegen ihre Schmerzen hilft, dürfen diese in Ausnahmefällen Zuhause selbst zu Therapiezwecken anbauen.

evangelisch.de

Das entschied das Kölner Verwaltungsgericht am Dienstag in einem aufsehenerregenden Urteil nach den Klagen von drei Schwerkranken gegen ein behördliches Anbauverbot.

Der Cannabis-Eigenanbau bleibe im Grundsatz verboten, könne aber unter mehreren Bedingungen als “Notlösung” erlaubt werden, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Fleischfresser. Zu den Voraussetzungen gehöre, dass der Patient austherapiert ist, es keine Behandlungsalternative für ihn zu Cannabis gibt und Apotheken-Cannabis unerschwinglich ist. Zwei Klagen wurden abgewiesen, drei waren erfolgreich.

Ministerpräsidentin Dreyer verteidigt Staatskirchenleistungen

Bild: tilly

Bild: tilly

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die staatlichen Zahlungen an die Kirchen verteidigt.

evangelisch.de

Die Mittel für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Altenpflege erhielten die Kirchen, weil sie den Staat bei zentralen Aufgaben als Sozial-, Bildungs- und Rechtsstaat unterstützten, sagte Dreyer am Montagabend in Dickenschied (Rhein-Hunsrück-Kreis).

Dreyer betonte, staatlichen Unterstützungen diakonischer und karitativer Einrichtungen seien keine ungerechtfertigte Finanzierung von Kirchen. Damit werde auch die Vielfalt von Angeboten und zugleich ein sozialer und kultureller Reichtum der Gesellschaft gefördert, sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Beisetzung von Pfarrer Paul Schneider.

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Anti-israelische Proteste “Wer hat uns das denn eingebrockt?”

Demonstranten auf einer pro-palästinensischen Kundgebung am Wochenende in Frankfurt. (dpa / Boris Roessler)

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, wundert sich nicht über die neue Welle des Antisemitismus im Land. Im Deutschlandfunk warf er Repräsentanten des Judentums vor, jede Kritik an Israel als antisemitisch zu erklären. Es müsse erlaubt sein, die israelische Politik zu kritisieren.

Von Tobias ArmbrüsterDeutschlandfunk

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden, äußerte sich im Deutschlandfunk kritisch zur israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Er selber wolle am Mittwoch an einer Demonstration gegen “das Massaker der Israelis in Gaza” teilnehmen, sagte Verleger.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte sich gestern über eine neue Welle des Judenhasses in Deutschland beklagt. Rolf Verleger sieht diese Einlassung kritisch. Im Deutschlandfunk sagte er: “Wer hat uns das denn eingebrockt?” Wenn Politiker und Medien in Deutschland Israels Politik für richtig hielten und Repräsentanten des Judentums jede Kritik an Israel zur Kritik an Juden erklärten, fordere man antisemitische Parolen geradezu heraus. Man könne ja “nicht jeden Quatsch, den Israel da macht, mitmachen”.

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