Tempel für Atheisten

Entwurf für den Temple to Perspective (Vordergrund rechts). Bild: Thomas Greenall & Jordan Hodgson

Der Londoner Philosoph und Schriftsteller Alain de Botton will in Großbritannien eine Serie von Tempeln für Atheisten errichten lassen. Das meldet der britische Guardian. Das erste Anti-Gotteshaus soll in der Londoner City entstehen.

Von FLORIAN MANTHEY - Immobilien Zeitung

„Warum sollten religiöse Menschen die schönsten Gebäude im Land haben?“, fragt de Botton. „Es ist Zeit, dass Atheisten ihre eigenen Versionen von Kirchen und Kathedralen bekommen“, wird er vom Guardian zitiert. Der Temple to Perspective soll das erste atheistische Monument werden. Die Pläne für das 46 m hohe Gebäude stammen von Tom Greenall. Der Architekt arbeitete zusammen mit de Botton an dessen gerade erschienenen Buch „Religion for Atheists: A non-believer’s guide to the uses of religion“.

De Botton sehe seinen neuen Atheismus als Gegenentwurf zu Richard Dawkins’ aggressivem und zerstörerischem Atheismus. Für Dawkins hingegen sind atheistische Tempel ein Widerspruch in sich. „Atheisten brauchen keine Tempel“, sagt der Autor des Bestsellers „Der Gotteswahn“ laut Guardian.

Zwangsouting im Pfarrblatt

Bild: (c) APA/DIETMAR STIPLOVSEK (DIETMAR STIPLOVSEK)

Ein Weinviertler Geistlicher veröffentlichte Namen der Personen im Pfarrblatt. Die Betroffenen zeigen sich über das Zwangsouting verärgert. Im Rahmen einer Messe entschuldigte sich der Pfarrer.

Die Presse

Es passt zur derzeit laufenden Diskussion über die sogenannte „Liste der Schande“, auf der Namen von Steuersündern veröffentlicht werden sollen – der Pfarrer der Weinviertler Gemeinde Sitzendorf an der Schmida publizierte im Pfarrblatt die Namen von Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind.

Die Betroffenen sind verärgert, weil sie ihren Austritt nicht unbedingt öffentlich gemacht sehen wollten. Pfarrer Nicolaas Janssens sagte gegenüber dem ORF-Niederösterreich, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er mit seinem Vorgehen Menschen verletzen würde. Er bedauere dies nun. Im Rahmen einer Messe habe er sich bereits entschuldigt, eine weitere offizielle Entschuldigung für das Outing soll im kommenden Pfarrblatt folgen.

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New Yorker Polizei schockt mit Islam-Video

Bild der Bedrohung: Der Film "The Third Djihad" warnt New Yorker Polizisten vor dem Islamismus. Foto: Clarion Fund

Die New Yorker Polizei steht in der Kritik, weil sie bei der Ausbildung einen Film über die Gefahren des radikalen Islam zeigt. Nach einem Bericht der „New York Times“ hat die pro-israelische Organisation „Clarion Fund“ den Film produziert. Die Polizeibehörde sieht keinen Anlass zum Handeln.

pro Medienmagazin

Wie die amerikanische Tageszeitung „New York Times“ berichtet, zeigt die New Yorker Polizei in ihrer Ausbildung einen Film, der vor einer „Infiltrierung“ Amerikas durch den Islam warnt. In „The Third Djihad“ (Deutsch: „Der dritte Dschihad“) beklagen Experten, die politische Elite und die Medien würden diese Gefahr herunterspielen. Doch würde der Islam seit seinen Anfängen in einem „1.400-jährigen Krieg“ gegen das Christentum führen. Mitarbeiter amerikanischer Sicherheitsorgane sprechen von einer nuklearen Bedrohung durch muslimische Terroristen.

New Yorker Polizei in der Kritik

Offenbar hatten einige Polizisten ihre Schwierigkeiten mit dem Film und gingen an die Öffentlichkeit. Ein Sprecher der Polizeibehörde spielte den Fall daraufhin herunter: Man habe den Film „nur ein paar Mal“ vor Beginn des offiziellen Kurses gezeigt. Die Polizei verweigerte laut „Times“ zunächst die Herausgabe von Dokumenten, die Hinweise darauf enthalten, wann und wie sie den Film erhalten hat.

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Migros-Amulette verärgern Christen-Fundis

In der neuen Sammelaktion Animanca verteilt die Migros mystische Tieramulette.

Zum Auftakt von Animanca, der neusten Sammelaktion der Migros, verteilt der Grossverteiler mystische Tieramulette. Das sei «esoterisch», meinen die Freikirchen und laufen Sturm.

Von Cécile Blaser20 minuten online

Das «Animanca-Entdecker-Jahr», wie die Migros ihre neuste Jahrespromotion nennt, wurde gerade erst ausgerufen – und schon hagelt es harsche Kritik. Der Grund: Bei der ersten Aktion «Entdecke die Tiere in dir» dreht sich alles um 48 magische Tieramulette, die jeweils für eine besondere Kraft oder Eigenschaft eines Tieres stehen.

«Mystische Steine, die das Tier und Kräfte in uns wecken? Tönt doch recht esoterisch», heisst es in einem Artikel auf Jesus.ch gestern. Fritz Imhof, der Mediensprecher des Verbands Evangelische Freikirchen Schweiz (VFG), ergänzt: «Der Glaube an die Kraft in Steinen ist ein Aberglaube, der klar der christlichen Tradition widerspricht.» Mit der mystisch angehauchten Aktion der Migros werde den Kindern vorgegaukelt, dass Glück und Kraft von einem Gegenstand abhängen. Das sei problematisch. Auch Alt-SVP-Nationalrat Theophil Pfister wettert: «Das ist klassische Esoterik, davon sollte man die Finger lassen.»

Bundesregierung erwägt Ausstieg aus dem Christentum

Risiko Kölner Dom: Sprengladungen liegen zur Sicherung bereit. Foto: DAPD

Der Kölner Dom ist schuld: Aufgrund unwägbarer Risiken will sich die Koalition in Berlin von einer veralteten Glaubenstechnologie verabschieden.

Von Jean GnatzigWELT ONLINE

Der Kölner Dom bereitet Wissenschaftlern Sorgen. Ein rheinischer Geologe hat festgestellt, dass das Gotteshaus bei Erdbeben stärker schwankt als bislang angenommen. Selbst der 9000 Kilometer entfernte Tsunami im März vergangenen Jahres ließ den Dom erzittern.

 Dom wird heruntergefahren

Die Bundesregierung reagierte umgehend auf diese Meldung. „So etwas wie in Japan darf in Deutschland nicht passieren“, heißt es aus dem Kanzleramt. Man werde deshalb den Kölner Dom aus Sicherheitsgründen erst mal abschalten.

Ob er jemals wieder hoch gefahren wird, ist fraglich. In der CDU mehren sich nämlich mittlerweile die Stimmen, die sich für einen Ausstieg aus dem Christentum stark machen. Bei vielen Parteimitgliedern hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass die veraltete Glaubenstechnologie zu viele Risiken berge.

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Priester: Missbrauch in 250 Fällen – sechs Jahre Haft

Missbrauch in 250 Fällen: Das Landgericht Braunschweig verurteilte einen katholischen Priester zu sechs Jahren Gefängnis. (© dpa)

„Er hat das besondere Vertrauensverhältnis systematisch ausgenutzt“: Das Landgericht Braunschweig hat einen katholischen Priester des hundertfachen Missbrauchs an drei Jungen für schuldig befunden. Der Mann muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Über seine berufliche Zukunft muss indes noch entschieden werden.

Süddeutsche.de

Über Jahre hinweg hat sich der Priester an den drei Jungen vergangen, immer und immer wieder: Für Missbrauch in 250 Fällen wurde der Mann nun vom Landgericht Braunschweig schuldig gesprochen. Er muss für sechs Jahre ins Gefängnis.

Der 46-Jährige habe drei neun bis 15 Jahre alten Jungen hundertfach sexuell missbraucht, urteilte dasLandgericht Braunschweig am Donnerstag. „Er hat das besondere Vertrauensverhältnis systematisch ausgenutzt, das er als katholischer Geistlicher hatte“, begründete der Vorsitzende Richter Manfred Teiwes das Urteil.

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Tmura – humanistisches Judentum ohne Gott

In Israel will Tmura, die Gesellschaft für humanistisches Judentum, für Pluralismus werben, © flash 90

Die säkulare Bewegung kommt aus den USA und ist auch in Israel aktiv

Von Andreas HacklJÜDISCHE ALLGEMEINE

Vor 20 Jahren war die Israelin Sivan Maas als Emissärin der Jewish Agency in den USA und besuchte die Stadt Michigan. »Mein Selbstbild als Jüdin hat sich dort verändert«, sagt die Rabbinerin heute. Damals fuhr sie von einer jüdischen Gemeinde zur nächsten. Und als sie auf dem Weg an einem Schild mit der Aufschrift »The Birmingham Temple« vorbeikam, wurde sie neugierig und ging in das Gebäude.

Drinnen hörte sie die versammelte Gemeinde Lieder singen, die ihr vertraut erscheinen. Dann bekam sie ein Papier in die Hand gedrückt. Das erste Mal erfuhr sie an diesem Tag vom säkular-humanistischen Judentum. »Später hat mir ein Rabbiner erklärt, dass ich auf nichtreligiösem Weg Rabbinerin werden kann«, erinnert sie sich. Heute ist sie genau das: eine atheistische, humanistische Rabbinerin.

Auch der Ursprung des humanistischen Judentums liegt in Michigan, denn dort wurde die Gemeinde 1963 vom reformistischen Rabbiner Sherwin Wine gegründet. Sie entwickelte sich dann zum Birmingham-Tempel. Fünf Jahre später schlossen sich die ersten Gemeinden zur Society for Humanistic Judaism, der Gesellschaft für Humanistisches Judentum, zusammen.

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Wer heilt, hat Recht

Heike Possnien in ihrem neu eröffneten Esoterikladen in Friemersheim. Foto: Tanja Pickartz

Heike Possnien hat in Friemersheim einen Esoterik-Laden eröffnet. Eine Geschichte über Erfolge und umstrittene Therapien.

Von Stephan SadowskiDERWESTEN

Sich mit dem Inneren beschäftigen – dieses Phänomen verbirgt sich hinter dem Esoterik- Begriff. Ein Wort, das über die Jahre in Deutschland in Mode gekommen ist. Viele Heilpraktiker nehmen diese philosophisch-mystisch angehauchte Lehre inzwischen in ihr Programm auf, setzen dabei auf Hypnoseverfahren, Kraft durch Handauflegen oder ähnliche Therapiemöglichkeiten, bei denen der Klient wieder zu dem Kern seiner selbst zurückfinden lernen soll. Dabei ist diese Heilform nicht unumstritten: Kritiker behaupten, dass der Erfolg dieser Verfahren nicht unmittelbar nachweisbar ist, und so kann man diese Therapieform natürlich in Frage stellen.

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Die Bibel wird in evangelischen Bekenntnisschulen nicht zum Gesetz

Foto: www.thomasschirrmacher.info

Anmerkungen zu einigen Aussagen im Artikel von Ann-Kristin Schäfer „Wenn die Bibel zum Gesetz wird“ in der Süddeutschen Zeitung vom 19.12.2011

Von Thomas SchirrmacherDirektor des International Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo)

Download dieser Stellungnahme als PDF hier

Im Folgenden möchte ich zu einigen – jeweils kursiv gedruckten – Aussagen des Artikels von Ann-Kristin Schäfer kurz Stellung nehmen.

„in den staatlich anerkannten Privatschulen spielt christlicher Glaube immer eine Rolle …“ / „Bekenntnisschulen müssen sich zwar auch an den Lehrplan ihres Bundeslandes halten, arbeiten aber auf der Basis einer religiösen Weltanschauung.“

Antwort: Bekenntnisgebundene Privatschulen jedweden religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, auch des christlichen, sind im Grundgesetz verankert. Wenn Frau Schäfer das Grundgesetz ändern möchte, sollte sie das offen sagen. Zu unser freiheitlichen Grundordnung gehört, dass nicht nur der Staat Schulen betreiben darf, sondern auch religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften oder die sich einem gemeinsamen religiösen Bekenntnis verpflichtend fühlenden Eltern eigene Schulen betreiben dürfen.

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Facebook – eine Urversion sozialer Netzwerke

Foto: orf.at

Von Facebook hatten unsere steinzeitlichen Vorfahren noch nicht die geringste Ahnung. Sie lebten jedoch ebenfalls in sozialen, wenn auch weniger virtuellen Netzwerken. Forschern zufolge war deren Struktur den heutigen ganz ähnlich. Die menschliche Kooperationsfähigkeit könnte darin ihre Wurzeln haben.

Von Eva Obermüller - science.orf.at

Im Kern ist die Natur bzw. das Leben eher grausam, jeder kämpft – vereinfacht gesprochen – um sein Überleben. Es gibt aber auch eine andere Seite: Einige Tiere wie auch der Mensch kooperieren und handeln selbstlos, sogar dann, wenn es sich um nicht verwandte Individuen handelt. Mit Darwins Evolutionstheorie ist dieses Verhalten nicht zu erklären. Bis heute zählt es zu den nicht restlos gelösten Rätseln. Man geht aber davon aus, dass selbstloses Verhalten immer auch einen – zumindest indirekten – Nutzen haben muss, d.h. Kooperation muss sich in jedem Fall lohnen.

Alle theoretischen Modelle, wie Verwandtenselektion, Reziprozität und Gruppenselektion beruhen daher auf einer Grundannahme. Das System muss es ermöglichen, dass sich die Kooperationswilligen mit all den andern zusammentun, die ebenfalls teilen wollen. „Wenn sich die Kooperativen zusammenfinden, kann sich Kooperation entwickeln“, so Coren Apicella von der Harvard University, Hauptautorin der aktuellen Studie. Genau das sei durch soziale Netzwerke möglich.

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Hessen: Christentum ohne Christen

Bibelfest? Eine Studie im Auftrag des Hessischen Rundfunks erfragt die Religiosität der Hessen. Foto: dpa

„Was glauben die Hessen?“ Eine Studie fördert Erstaunliches zutage: Christen sind inzwischen zu einer Minderheit geworden und selbst Kirchenmitglieder stimmen zentralen Aussagen ihrer Religion in erheblichen Teilen nicht mehr zu.

Von Joachim FrankFrankfurter Rundschau

Es ist bloß ein harmloser Packen Papier, aber er enthält Sprengstoff. Zumindest gilt das für die Kirchen und alle, die sich mit der Zukunft des Christentums in Deutschland befassen. Denn zentrale Befunde einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung lauten: Im Land Hessen sind Christen inzwischen zu einer Minderheit geworden. Selbst Kirchenmitglieder stimmen zentralen Aussagen ihrer Religion zu erheblichen Teilen nicht mehr zu. Damit ist ein „Christentum ohne Christen“ kein Paradox, sondern gelebte Realität.

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Der Dschihad spricht deutsch

Quelle: RP ONLINE

Modern gestaltete Internet-Seiten von Islamisten richten sich gezielt an deutsche Konvertiten. Der Verfassungsschutz sieht ein „erhebliches Gefahrenpotenzial“, weil sich die Selbstradikalisierung jeder Beobachtung entzieht. Aufgerufen wird zu Anschlägen mit Gift und Bakterien.

VON GREGOR MAYNTZRP ONLINE

Unscharfe und verwackelte Bilder mit arabischen Schriftzeichen und kaum verständlichen Kommentaren – die ersten Bekenner-Videos aus dem Al-Qaida-Umfeld waren etwas für die Entschlüsselungsprofis der Nachrichtendienste. Aber nichts fürs breite Volk. Das scheint sich allmählich zu ändern. „Die Propaganda wird besser“, lautet das Urteil von Stephan Jacobi, einem Islamismus-Experten vom Bundesamt für Verfassungsschutz. „Die Bedeutung der deutschen Sprache im Islamismus steigt an“, weiß Jacobi. Das Arabische verschwinde, das Design werde gefälliger, und spätestens seit Osama bin Laden vor schwarz-rot-goldenem Hintergrund zu sehen sei, werde auch klar, worauf die Terrorgruppe aus ist: auf die direkte Ansprache potenzieller Konvertiten in Deutschland.

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J’ACCUSE: Fegefeuer der Käseplatten

Quelle: The European

Sollte ich mit meinem Atheismus Unrecht haben, dürfte ich im Fegefeuer landen. Für die Hölle reichen meine Untaten nicht, andererseits wäre es ungerecht, wenn ich gleich 72 Jungfrauen bekäme. Mit zunehmendem Alter frage ich mich daher, wie es wohl im Fegefeuer aussieht. Und komme zum Ergebnis: Es ist ein Frühstücksbüfett.

Von Alan PosenerWELT ONLINE

Im Paradies – oder in einem guten Hotel – wirst du an einen Platz geleitet, wo du in Ruhe die Speisekarte studierst, um dann wie immer Orangensaft und Assam-Tee, Eier mit Speck, Toast mit gesalzener Butter und bitterer Orangenmarmelade zu bestellen. Im Fegefeuer beginnt die Qual mit der Platzsuche. Nahe am Büfett? Dann quetschen sich alle Leute an dir vorbei. Weit weg? Dann ist alles kalt, bevor du wieder am Platz bist. Den gewählten Sitz gilt es – etwa mit einer Zeitung – zu markieren, während du einen Orangensaft holst; dich vor der Kaffeemaschine anstellst, wo es zehn Arten gibt, die alle gleich schmecken, und wo garantiert jemand gerade dann vergisst, eine Tasse runterzustellen, wenn du daneben stehst. Dann überlegen, ob du den Kaffee zum Platz zurückbringst, wo er erkalten wird, während du dich beim Rührei anstellst, oder ihn mitnimmst, wo er über die Eier schwappt. Und wenn du wieder am Tisch bist, sitzt jemand da und liest deine Zeitung.

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Verfassungsschutz: Rechtes Auge blind, linkes Auge blöd

Quelle: www.hackerboard.de

Symposium des Verfassungsschutzes in Berlin: „Islamisten sind führend bei der Nutzung des Internets, Links und Rechts haben bis auf einige Hacks oder das Blockieren von Webseiten das Netz als Waffe bislang noch nicht entdeckt“

Von Florian Flade - Telepolis

Ein verregneter, grauer Januar-Morgen in Berlin-Pankow. Der Tagungssaal der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) füllt sich. An diesem Montag hat das Bundesamt für Verfassungsschutz zu seinem Symposium geladen. Die Veranstaltung mit dem Thema „Extremismus und Terrorismus im digitalen Zeitalter“ sollte eigentlich schon im Dezember stattfinden. Doch Anfang November flog die Zwickauer Terrorzelle auf. Quasi über Nacht wurde klar, dass ein untergetauchtes Neonazi-Trio unentdeckt von Polizei und Geheimdiensten über 10 Jahre lang ungehindert mordete und raubte. Der Verfassungsschutz verschob angesichts dieser Entwicklung seine geplante Veranstaltung auf den gestrigen Montag.

„Nicht zur Tagesordnung übergehen“, hieß es Ende 2011 in einer schriftlichen Erklärung an die geladene Gäste. „Nicht zur Tagesordnung übergehen. Das ist auch weiterhin gültig“, sagt Heinz Fromm, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), zu Beginn des Symposiums. Das Thema der Tagesveranstaltung wurde aktualisiert aber nicht geändert: Extremismen und ihre Nutzung des Internets.

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Menschheitsgeschichte Jenseits von Darwinismus und Kreationismus

Vortrag von Armin Risi, Die Menschheitsgeschichte: Jenseits von Darwinismus und Kreationismus

Die Konsenquenzen des darwinistischen & des kreationistischen Weltbildes werden näher beleuchtet. Das theistische Mysterienwissen wird gegen ende des Vortrages in ihren Grundzügen vorgestellt.

Muslim-Taxi: Wir schützen Ehen

Quelle: muslimtaxi.de

Selim Reid hat eine muslimische Mitfahrgelegenheit gegründet. Damit seine Mutter nicht mehr angepöbelt wird und es weniger Seitensprünge gibt.

taz-Interview mit Selim Reid

taz: Herr Reid, Sie haben im Dezember die islamische Mitfahrgelegenheit gegründet. Wie ist die Idee zum „Muslim-Taxi“ entstanden?

Selim Reid: Viele muslimische Schwestern wie auch Brüder haben sich beschwert, dass sie nicht alleine mit der herkömmlichen Mitfahrzentrale fahren können, weil die nach dem Islam vorgegebene Geschlechtertrennung hier nicht umgesetzt wird. Die Klagen der Geschwister häuften sich und so hatte ich den Einfall für „Muslim-Taxi“.

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Der Tod bringt die Kultur voran

Plakat für eine Ausstellung mit der Caricatura Kassel (Ausschnitt)

Das Kasseler Museum für Sepulkralkultur feiert seinen 20. Geburtstag. Im hr-online-Interview spricht Museumschef Reiner Sörries darüber, was am Tod schön ist und welchen Einfluss soziale Netzwerke auf den Umgang mit dem Sterben haben.

hronline.de

Vor genau 20 Jahren eröffnete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker feierlich das Museum für Sepulkralkultur. Was am Anfang noch skeptisch beäugt wurde, ist inzwischen aus der Kasseler Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Jedes Jahr bietet das Haus die unterschiedlichsten Veranstaltungen an. Sie alle befassen sich mit den Themen Tod, Bestattung und Trauerkultur.

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RKK: Ehebruch – gefeuert

Quellel: www.spielwiki.de

Die Diözese Rottenburg hat einem langjährigen Mitarbeiter fristlos gekündigt. Er hatte sich scheiden lassen und hat mit einer anderen Frau ein Kind.

SÜDWEST PRESSE

Stephan Karus war 20 Jahre lang Mitarbeiter der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er war in Freudenstadt Gemeindereferent und Dekanatsjugendseelsorger – und er war Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender der Diözese. Was erst jetzt bekannt wurde: Seit März 2009 ist Karus arbeitslos. Die Diözese hat ihm damals fristlos gekündigt. Die Begründung lautete: Ehebruch.

Karus hatte sich von seiner Frau, mit der er drei Kinder hat, getrennt. Als eineinhalb Jahre nach der Trennung seine neue Partnerin ein Kind von ihm bekam, war das für die Diözese Grund genug, dem langjährigen Mitarbeiter die fristlose Kündigung zu schicken und ihm von dem Tag an auch kein Gehalt mehr zu bezahlen.

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Oh Danke Herr, dass du mich nicht hast zur Frau werden lassen!

Zwei Welten: ultraorthodoxer Mann und weibliches Werbegesicht in Jerusalem. © flash90

Kulturkampf und Geschlechtertrennung – Streit um Charakter des jüdischen Staates

Jüdische Allgemeine

Beit Schemesch wurde zum Symbol. Nachdem in der Kleinstadt zwischen Jerusalem und Tel Aviv die achtjährige Naama Margolis Ende Dezember von einem Ultraorthodoxen wegen angeblich unzüchtigen Auftretens angespuckt wurde, entbrannte eine heftige Diskussion. In den Medien macht seitdem die Auseinandersetzung zwischen säkularen und streng religiösen Israelis um Geschlechtertrennung in Bussen und die Exklusion von Frauen im öffentlichen Raum Schlagzeilen. Wie viel Einfluss darf Religion im jüdischen Staat haben?

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Bundesbeauftragter Jahn: Rolle der Kirchen für friedliche Revolution hinterfragen

Bundesbeauftragter Roland Jahn © epd-bild / Andreas Schoelzel

Die evangelische Kirche sollte nach Auffassung des Leiters der Stasi-Unterlagen-Behörde, Roland Jahn, ihren Beitrag zum Fall der Mauer 1989 selbstkritisch hinterfragen.

Evangelischer Pressedienst – Landesdienst Ost

„Viele Menschen in der Kirche haben zu dieser friedlichen Revolution beigetragen“, sagte Jahn dem Evangelischen Pressedienst (epd). Entscheidend sei aber, dass sie auf der Straße stattgefunden habe und nicht in der Kirche: „Mit Kerzen und Gebeten hätte sich die DDR-Regierung nicht fortjagen lassen“, betonte Jahn.

„Es ist wichtig, genau hinzuschauen, was in der Kirche möglich war und was nicht“, sagte der frühere DDR-Bürgerrechtler. Viele Menschen hätten sich von der Kirche im Stich gelassen gefühlt. „Das soll nicht die positive Rolle vieler einzelner Pfarrer mindern, die ihre Räume geöffnet haben für die Menschen, die in Not waren“, fügte er hinzu.

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Christlicher Antijudaismus

Einblattdruck mit Wittenberger Judensau, 1596, Quelle. wikipedia

Die erste antijüdische Politik setzte im 4. Jahrhundert n. Chr. in Rom ein. Das Christentum hatte unter der Herrschaft Kaiser Konstantins (324 – 337) zunehmend an Einfluß gewonnen, um schließlich zur Staatsreligion zu werden und die Christianisierung in weiten Teilen Europas einzuleiten. Seit dieser Zeit machte der Staat Kirchenpolitik. Juden waren vielfach die einzige Minderheit, die demgegenüber auf ihrer eigenen Religion beharrte…

Von Eckart DietzfelbingerhaGalil.com

In den folgenden zwölf Jahrhunderten bestimmte die katholische Kirche, wie hinsichtlich der Juden zu verfahren sei. Anders als im vorchristlichen Rom, das in Religions- und Glaubensfragen keinerlei Monopolanspruch erhob, bestand sie auf der Alleingültigkeit der christlichen Lehre. Die Bekehrung der Juden mit einem entsprechenden fortwährenden theologischen Kampf war somit das erste Ziel der katholischen Kirche, die erste antijüdische Politik in der Geschichte des Abendlandes.

Doch die Juden ließen sich nicht bekehren. Sie haben nur einen Gott, der unteilbar ist. Er ist nicht Christus, und Christus ist nicht Er. Christentum und Judentum sind seitdem unvereinbar. Die Hinwendung zum Christentum ist seitdem gleichbedeutend mit der Abkehr vom Judaismus.

Allmählich begann die Kirche, ihren Worten gewaltsam Nachdruck zu verleihen. Sie belegte interkonfessionelle Ehen, die Erörterung religiöser Fragen oder das Wohnen von Christen und Juden in gemeinsamen Unterkünften mit strengem Verbot. Durch öffentliches Verbrennen des Talmud, eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums, sowie durch Ausschluß von Juden aus öffentlichen Ämtern versuchte sie Christen vor der „verderblichen“ jüdischen Lehre zu bewahren bzw. zu „schützen“.

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Die frühe Erdatmosphäre: Das Miller-Urey-Experiment – und was der Kreationismus verschweigt

Quelle: AG EvoBio

Wie unter den Bedingungen der frühen Erde die ersten Schritte zum Leben ausgesehen haben könnten, ist in einigen Bereichen schon entschlüsselt worden. Inzwischen haben wir für vieles, was vor Jahren noch völlig rätselhaft erschien, recht gut begründete Vorstellungen und Modelle. Die heutige Wissenschaft bietet mögliche Lösungen in Gestalt präbiotisch relevanter Synthesewege für Probleme an, die lange Zeit unlösbar schienen, wie etwa das Problem der Entstehung langer RNA-Ketten in wässrigem Milieu (Szostak 2009; Costanzo 2009) oder von biologischer Chiralität (vgl. Kaiser 2009). Das Miller-Urey-Experiment („Ursuppen-Versuch“) liefert nur einen Baustein im Erklärungsgebäude der chemischen Evolution, und noch nicht einmal einen eminent wichtigen. So ist schon lange bekannt, dass Millers Annahme hinsichtlich einer stark reduzierenden Atmosphäre nicht korrekt war. Diese Einsicht wurde kürzlich noch einmal durch geologische Befunde untermauert. Doch was ändert sich dadurch? Und was machen die Kreationisten aus dem Befund?

Von Martin NeukammAG Evolutionsbiologie

Einführung: Miller-Experimente in reduzierender Atmosphäre

Es ist eine alte Vermutung, dass die Zusammensetzung der Atmosphäre im Frühstadium der Erde vor ca. 3,8 bis 4,3 Mrd. Jahren im Wesentlichen der Zusammensetzung der Gashülle von Planeten wie Jupiter und Saturn entsprach. Bereits in den 1940er Jahren zog der Atmosphärenspezialist Harold C. Urey aufgrund der damals neuesten Erkenntnisse aus den Bereichen der Geo- und Kosmochemie den Schluss, dass die Uratmosphäre (auch: „erste Atmosphäre“) vor allem aus reduzierenden Gasen wie Methan (CH4), Ammoniak (NH3) und Wasserstoff (H2) bestanden habe. Diese Annahme erschien plausibel, da im Kosmos fast ausschließlich das Element Wasserstoff vorkommt, welches reduzierend wirkt. Seine Annahmen fasste er in dem 1952 erschienenen Buch „The planets – their origin and development“ zusammen.

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Der neue Antisemitismus

Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde besucht die Synagoge in Bochum mit traditioneller Kopfbedeckung: der Kippa. Foto: dapd

Antisemitisches Gedankengut ist einer Studie zufolge in weiten Teilen der Gesellschaft verbreitet. Demnach sind 20 Prozent der Bevölkerung „latent“ antisemitisch eingestellt.

Berliner Zeitung

„Die neue Form des Antisemitismus äußere sich nicht zwingend in Taten, sondern sei „in den Einstellungen vorhanden“, sagte der Zeithistoriker Peter Longerich, der dem Expertenkreis angehört, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Es handele sich dabei jedoch nicht um ein gesellschaftliches „Randphänomen“. Beispielsweise seien rassistische, rechtsextreme und antisemitische Parolen auch weiterhin auf deutschen Fußballplätzen an der Tagesordnung. Aussprüche wie: „Juden gehören in die Gaskammer“ oder „Synagogen müssen brennen“ seien nicht unverbreitet.

Bei der Verbreitung antisemitischer Einstellung unter der Bevölkerung nehme Deutschland aber im europaweiten Vergleich einen Mittelplatz ein. Zum Teil extrem hohe Antisemitismus-Werte gebe es in Polen, Ungarn und Portugal. In Deutschland zählt das „rechtsextremistische Lager“ weiterhin als „wichtigster politischer Träger“ des Antisemitismus. Rund 90 Prozent der antisemitischen Straftaten seien rechtsextremen Tätern zuzuordnen.

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Richard Dawkins über Gott und die Welt

Boko Haram stürzt Nigeria ins Chaos

Quelle: wikipedia

Die radikalislamische Gruppe Boko Haram („Westliche Bildung ist Gotteslästerung“) hat im Norden des Landes mit mehreren zeitgleichen Anschlägen mindestens 180 Menschen getötet. Die Fanatiker, die Verbindungen zu al Qaida haben sollen, kämpfen für einen islamischen Gottesstaat.

RP ONLINE

Sie griffen am helllichten Tag an. Die Ziele waren die bestbewachten Gebäude der Millionenstadt Kano im Norden Nigerias. Bewaffnete Kämpfer auf Motorrädern sicherten Fahrzeuge ab, in denen Selbstmordattentäter mit ihrer tödlichen Fracht auf Polizeistationen und staatliche Einrichtungen zurasten. Die Männer auf den Rücksitzen der Zweiräder schossen auf alles, was sich ihnen in den Weg stellte, berichteten nigerianische Medien. Autobomben explodierten gleichzeitig vor Behörden. Mindestens 180 Menschen starben.

Die Terrorangriffe der radikal-islamischen Sekte Boko Haram am Freitagnachmittag schüren die Angst vor einem Bürgerkrieg im bevölkerungsreichsten Staat Afrikas. Denn ganz Nigeria scheint langsam aber sicher ins Chaos zu taumeln.

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Mit dem Bauch gegen die Evolutionstheorie

Quelle:Naturkundemuseum Berlin

Man muss nur genug über die Evolutionstheorie wissen, um sie zu akzeptieren, meinen viele Biologen. US-Forscher haben diese Annahme nun untersucht – und kommen zu einem ganz anderen Ergebnis.

sueddeutsche.de

Wieso lehnen so viele Menschen die Evolutionstheorie ab? Wieso finden sich sogar unter angehenden Biologielehrern in Deutschland etliche Kreationisten, die lieber an einen Schöpfer aller Arten glauben als an einenlangsamen Entwicklungsprozess? Wissenschaftler der Ohio State University in Columbus, USA, bieten eine Erklärung für ein Phänomen an, dass Naturwissenschaftler zur Verzweiflung bringt.

Ihre Antwort: Viele lassen sich nicht überzeugen, weil ihr Bauchgefühl dagegen spricht, dass Mensch und Affe denselben Vorfahren haben und dass alles Leben auf Einzeller zurückgeht – das Gefühl behält im Zweifelsfall die Oberhand über den Verstand.

„Die ganze Vorstellung davon, dass die Evolutionstheorie sich durchsetzen müsste, beruht auf der Annahme, dass die Menschen sie akzeptieren, wenn sie sie nur verstehen; wenn sie die Logik dahinter sehen“, erklärt David Haury, einer der Autoren der Studie. Das aber ist ein Irrtum, wie sie im Fachmagazin Journal of Research in Science Teaching berichten.

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Landtagspräsident würdigt evangelikale Schule-zuviel Äppelwoi

Quelle: nh24.de

Der Präsident des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann (CDU), hat die evangelikal orientierte August-Hermann-Francke-Schule in Gießen gewürdigt. Wo man bete und arbeite, könne Bildung gut vermittelt werden, sagte der Politiker am 21. Januar bei der Einweihungsfeier für ein neues Schulgebäude.

CID-News

In dem dreigeschossigen Bau befinden sich unter anderem eine Aula mit Mensa, Laboratorien für den Fachunterricht in Physik, Chemie und Biologie sowie neun Klassenräume. Die Kosten betrugen 5,5 Millionen Euro. Davon steuerte das Land Hessen 1,8 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes bei. Wie Kartmann weiter sagte, werde in der Politik zu viel über die Bildung gestritten: „Unser Schulen sind besser als ihr Ruf.“ Der Leitende Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes in Gießen, Arno Bernhardt, dankte der Schule für ihre bisherige erfolgreiche Arbeit. Sie zeige sich nicht nur in den guten Noten der Abschlussarbeiten, sondern auch darin, dass das Begabungspotential schwächerer Schüler entfaltet werde.

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Ägyptische Salafiten brennen Häuser der Christen nieder

Die Salafiten, eine gewalttätige Richtung des Islam setzen ihre antichristliche Gewalt in Ägypten fort. Sie greifen die christliche Minderheit an, um sie an der Wahlteilnahme zu hindern. In Rahmaniya-Kebly wurde ein christlicher Junge von einer Kugel getroffen, ein anderer Mann wurde im Gesicht verletzt. Die Moslemextremisten zündeten die Häuser von Christen an und zerstörten die Kirchen. Polizei und Feuerwehr griffen absichtlich verspätet ein, um den Salafiten die Möglichkeit zur Vollendung ihres Zerstörungswerks zu lassen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Am 19. Januar wurde die christliche Gemeinschaft von Rahmaniya-Kebly nahe von Nag Hammadi im Bezirk Qena in Oberägypten Ziel eines Salafitenangriffs. Die Angreifer stürmten mit dem Schlachtruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) die Häuser der Christen, ihre Geschäfte und die Kirche und zündeten sie an. Zwei Christen wurden schwer verletzt: ein Junge von 16 und ein Mann von 40 Jahren.

Augenzeugen berichten laut Assyrian International News Agency (AINA), daß Polizei vor Ort gewesen sei, aber erst spät eingegriffen habe, um die Christen vor den Angreifern zu schützen. Auch die anrückende Feuerwehr habe ihren Einsatz außerhalb des Ortes um anderthalb Stunden verzögert. Das Haus eines Christen wurde niedergebrannt, weil die Moslems dort eine Moschee errichten wollen, obwohl es in der Gegend bereits über 300 moslemische Gebetsstätten gibt, aber nur eine einzige Kirche, obwohl 50 Prozent der Bevölkerung Christen sind.

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Die Torheit ging, die Idioten blieben

Erasmus von Rotterdam, um 1500. Bild: gemeinfrei

Vor 500 Jahren schrieb Erasmus von Rotterdam seinen Beststeller „Lob der Torheit“
Wenn von Toren die Rede ist, erwarten wir heutzutage Ausführungen über Fußball. Die Wörter Tor und Torheit sind, ähnlich wie die verwandten Begriffe Narr oder Schelm, zum Spezialvokabular von Literaturwissenschaftlern und Deutschlehrern verkommen. Das war zu Beginn des 16. Jahrhunderts ganz anders. Da zählte die Torheit zu den neuralgischen Vokabeln, die ganze Völkerschaften elektrisierte. Und das lag an einem einzigen Mann: Erasmus von Rotterdam, der 1509 ursprünglich für rein private Zwecke das „Lob der Torheit“ schrieb und im Jahr 1511 erstmals veröffentlichte.

Von Hektor HaarkötterTelepolis

Nach seiner Veröffentlichung einige Jahre später wurde das kleine Werk schnell zu einem der ersten europäischen Bestseller, brachte seinem Verfasser jede Menge Ärger ein und schuf eine völlig neue Literaturgattung. Ganz schön viel auf einmal für ein schmales Büchelchen, das von seinem Verfasser lediglich als rhetorische Fingerübung – und noch dazu auf Latein! – gedacht war. Aber machen wir es nicht wie die Toren und beginnen wir am Anfang.

Erasmus erblickte das Licht der Welt in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts. Licht der Welt, lateinisch „lumen mundi“, wird er selbst später als Gelehrter genannt. Doch das genaue Geburtsjahr des Erasmus liegt im Dunkeln, die Angaben schwanken zwischen 1465 und 1469.

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„Syrische Christen fühlen sich vom Westen verraten“

Christen in Syrien zünden zur Sonntagsmesse in einer syrisch-orthodoxen Kirche Kerzen an. Foto: Dung Vo Trung/LookatSciences/laif

Mehr als sechs Prozent der Bevölkerung im Krisenland Syrien sind Christen. Sie haben Angst, in dem Konflikt zwischen dem Regime des alawitischen Clans von Präsident Baschar al-Assad und der mehrheitlich sunnitischen Protestbewegung unter die Räder zu geraten. Das Oberhaupt der mit Rom unierten Syrisch-Katholischen Kirche, Patriarch Ignatius Joseph III. Younan, wirft westlichen Regierungen vor, sie opferten die Rechte der Minderheiten in Nahost ihren geostrategischen und wirtschaftlichen Interessen.

Die Fragen stellte Anne-Béatrice Clasmannevangelisch.de

Es gab in den vergangenen Monaten unter den Vertretern der syrischen Kirchen Diskussionen darüber, wie sich die Christen in dem Konflikt zwischen Präsident Assad und der Protestbewegung positionieren sollten. Wie ist der aktuelle Stand der Debatte?

Ignatius Joseph III.: “Wir, die Christen des Nahen Ostens, sind enttäuscht von der Politik der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten. Denn wir stellen fest, dass die Europäer und die Amerikaner die Fragen des Nahen Ostens nur unter politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass es unvermeidbar ist, dass in diesen Ländern islamische religiöse Fanatiker an die Macht kommen werden, und sie haben resigniert. Wir Christen fühlen uns von ihnen verraten.“

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Pallien-Wollproduzenten von B16 gesegnet

Quelle: brautdeslammes.blogspot.com

Papst Benedikt XVI. hat am Samstag im Vatikan zwei Lämmer gesegnet, aus deren Wolle die erzbischöflichen Pallien gewebt werden.

domradio.de

Das Pallium ist eine weiße Wollstola, die vom Papst und den Metropolitan-Erzbischöfen über dem Messgewand getragen wird, den Erzbischöfen also, die einer Kirchenprovinz vorstehen. Es wird den neu ernannten Erzbischöfen jeweils am 29. Juni, dem römischen Patronatsfest Peter und Paul, im Vatikan überreicht. Die Herstellung der Pallien obliegt den Benediktinerinnen der Kirche Santa Cecilia im römischen Stadtteil Trastevere. Die kurze Zeremonie in der Urban Kapelle des Apostolischen Palastes erfolgte traditionsgemäß am liturgischen Festtag der heiligen Agnes (21. Januar), einer römischen Märtyrerin aus dem 3. Jahrhundert. Der Überlieferung nach fand Agnes als junges Mädchen während einer Christenverfolgung in Rom wahrscheinlich im dritten Jahrhundert den Tod auf dem Scheiterhaufen. Die Verbindung mit den Lämmern leitet sich von der Namensähnlichkeit mit dem lateinischen „agnus“ (Lamm) her.

Das christliche Abendland: arbeitsfreie Sonntage, Glockenläuten, Ostern, Kirchenmusik…

Quelle: kirchen-tastungen.org

Die Kultur in Deutschland ist tief imprägniert mit Christentum, sagt Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy. Er zählt auf: arbeitsfreie Sonntage, Weihnachten, Ostern, Glockenläuten, Notfallseelsorge, Kirchenmusik. All das gäbe es nicht ohne christliche Kirche. Für Brandy ist der Gottesdienst mit seinen architektonischen, musikalischen und liturgischen Aspekten ein Gesamtkunstwerk. Die Kernaussage seines Vortrages beim Loccumer Kreis könnte einfach so zusammengefasst werden: Das Christentum ist die Quelle aller Kultur.

Von Peter von DöllenWeserkurier

Doch Brandy hat seinen Ausführungen den Titel „Kirche und Kultur – zwei starke Partner“ gegeben. Der Grund für diese Trennung ist laut Brandy in der Entwicklung zu suchen, die er 250 Jahre vor unserer Zeit ansiedelt. „Die Kirche bejaht die Weltlichkeit der Welt“, betont er. Wissenschaft, Kultur und Kirche gingen unterschiedliche Wege. Dabei sei Kultur von Freiheit geprägt, die von der Kirche respektiert werde. Schließlich wolle sie nicht auf einer Insel leben. Mehr noch: Die Kirchen gäben inzwischen eine Geldsumme für Kultur aus, die mit der von Kommunen und Ländern vergleichbar sei. „Die Kirchen tun sehr viel für die Kultur. Leider wird es oft nicht erkannt“, bedauerte der Landessuperintendent des Sprengels Stade.

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Kirche will Kinder vor Übergriffen schützen

Der Ort des Lernens wird das Internet sein. Jeder Pfarrer, jede Religionslehrerin, jeder Gruppenleiter auf der Welt soll sich dort in drei Jahren ein Programm herunterladen können, das erklärt, wie man sexuelle Gewalt gegen Kinder erkennen und verhindern kann, wie sich Erwachsene gegenüber schutzbefohlenen Kindern zu verhalten haben, wie man Kinder stark macht, dass sie sich gegen übergriffige Erwachsene zur Wehr setzen, dass sie Hilfe holen können.

sueddeutsche.de

Die Orte, an denen das weltweit bislang einzigartige Programm (http://elearning-childprotection.com) bis dahin entstehen sollen, sind München, Ulm und Rom: Vor allem das katholische Erzbistum München und Freising finanziert und organisiert das 1,2 Millionen Euro teure Projekt. Geleitet wird es von Jörg Fegert, dem Ärztlichen Direktor am Uni-Krankenhaus Ulm, der gerade ein vergleichbares E-Learning-Programm im Auftrag des Bundesforschungsministeriums entwickelt. Und getragen wird es von der Gregoriana in Rom, der weltweit wichtigsten päpstlichen Universität.

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„Jesus war Jude, kein Christ“

Die Bergpredigt, Altarbild von Henrik Olrik in der Matthäuskirche Kopenhagen, Dänemark; gläubige Juden sehen Jesus natürlich nicht auf diese Art als Messias oder Gottessohn.

Rabbiner Walter Homolka: Jesus von Nazareth hat das Judentum nicht „revitalisiert“

Wiener Zeitung

Jesus war ein einflussreicher Pharisäer, dessen Botschaft sich von zeitgenössischen Schriftgelehrten jedoch nicht abhebt: Diese schon im 19. Jahrhundert vorgebrachte These des deutschen Rabbiners und Gelehrten Abraham Geiger (1810-1874) umschreibt laut Rabbiner Walter Homolka immer noch die Sichtweise des Judentums auf seinen berühmtesten Spross Jesus von Nazareth.

 Wie der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam diese Woche in Wien in einem Vortrag über „Jesus im Spiegel jüdischer Forschung“ erklärte, ist die „Heimholung“ des Nazareners durch die moderne Bibelwissenschaft auch in der christlichen Theologie allgemein anerkannt. „Jesus war kein Christ, Jesus war Jude“, hatte es schon der protestantische Bibelwissenschafter Julius Wellhausen (1844-1918) auf den Punkt gebracht.

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Friedrich der Große und die Religion

Quelle: mdr.de

Friedrich II. von Preußen war nicht nur ein erfolgreicher Feldherr, sondern auch ein aufgeklärter König. Das brachte auch eine gewisse religiöse Toleranz mit sich. Mechthild Baus hat sich von dem Leipziger Professor Peter Zimmerling die Religionspolitik des preußischen Königs erklären lassen.

mdr.de

Eines seiner bekanntesten Zitate ist die Aussage, in seinem Land solle „jeder nach seiner façon selig werden“. Friedrich der Große hat sie 1740, bei seinem Regierungsantritt getroffen. Mit seiner Zusicherung religiöser Toleranz wollte der Preußenkönig in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten, erklärt Peter Zimmerling, Professor für evangelische Theologie an der Universität Leipzig. Denn seit Kurfürst Johann Sigismund 1613 zum reformierten Glauben übergetreten, das Volk aber beim lutherischen Glauben belassen hatte, war Preußen ein gemischtkonfessionelles Land.

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