Archiv der Kategorie: Radikalisierung

BKA-Fahnder fassen deutschen Sektengründer in Uruguay

Ein deutscher Sektengründer soll ein Mädchen als “Sexsklavin” gehalten haben. Um einem Prozess zu entgehen, war er seit acht Jahren auf der Flucht. Diese endete jetzt in Südamerika.


SpON

Bild: svz.de
Bild: svz.de

Fahnder des Bundeskriminalamtes (BKA) haben in Uruguay einen Sektengründer gefasst, dem schwerer Kindesmissbrauch vorgeworfen wird. Der 60-Jährige soll sich 1994 insgesamt neun Mal an der 13-jährigen Tochter von zwei Sektenmitgliedern vergangen haben.

Bereits Mitte Juni wurde der Gründer der Sekte “Lichtoase” zusammen mit einer 59 Jahre alten Frau von BKA-Zielfahndern und der einheimischen Polizei festgenommen, teilte das BKA mit.

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“Charlie Hebdo”-Ausstellung startet im Internet

Die Online-Schau umfasst Karikaturen aus 250 Heften. Am 7. Jänner hatten radikale Islamisten in der Redaktion des Satire-Blatts zwölf Menschen erschossen.


Die Presse

charlie_hebdo_2Rund ein halbes Jahr nach dem Terror-Anschlag auf die Redaktion von “Charlie Hebdo” startet eine Online-Ausstellung über das französische Satiremagazin. Für das Projekt haben sich vier Karikaturmuseen aus Hannover, Frankfurt am Main, Kassel und Basel zusammengetan. Es gehe darum, die getöteten Zeichner und deren Themen vorzustellen, sagte die Direktorin des Museums Wilhelm Busch, Gisela Vetter-Liebenow.

Bei dem Attentat auf “Charlie Hebdo” am 7. Jänner hatten Islamisten zwölf Menschen erschossen. Die traumatisierten Redaktionsmitglieder kämpfen seither um ihren Kurs. Der bekannteste überlebende Zeichner Luz kündigte vor kurzem seinen Ausstieg an. Während der Vorbereitung des Projekts standen die deutschen Museen im Kontakt mit der Redaktion von “Charlie Hebdo”. Vetter-Liebenow sagte: “Sie haben versucht, es zu unterstützen, so weit es ihnen in dieser Ausnahmesituation möglich ist.” Eine große Riege von Karikaturisten sei ausgelöscht. “Die Zeichner fehlen.”

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Die Präsentation ist ab 3. Juli auf der Seite www.museen-fuer-satire.com abrufbar.

Using ‘Terrorist Encryption’ Is a Good Way to Get Noticed by the NSA

NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
If you’re a terrorist, perhaps you shouldn’t use terrorist-made encryption software—unless you want to paint a giant digital target on your back.


By Lorenzo Franceschi-Bicchierai|MOTHERBOARD

n the wake of the Edward Snowden revelations, which have laid bare a long list of NSA’s spying activities and techniques, many have feared that extremist groups such as Al Qaeda or ISIS would change their communication habits to avoid being spied on. In fact, several groups supporting Al Qaeda have gone so far as to develop three different versions of encryption software to scramble communications, according to a recent report.

But homegrown terrorist crypto might actually be good news for the NSA. According to new Snowden documents published on Wednesday by The Intercept, NSA analysts can easily identify messages sent using terrorist groups’ homegrown encryption tools.

Homegrown terrorist crypto might actually be good news for the NSA.

The documents provide more detail on a previously disclosed NSA system called XKEYSCORE, the agency’s all-powerful Google-like search tool. XKEYSCORE is graphical interface designed so that NSA analysts can easily search and sift through data captured by the spy agency’s myriad wiretaps on global internet fiber optic cables.

Analysts can use pre-determined, or customized, filters and keywords to look for, say, “individuals in Pakistan visiting certain German message boards,” all emails mentioning a certain word or phrase—or for anyone using the infamous terrorist crypto software known as Mojahedeen Secrets or Asrar al-Mujahideen.

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD

As the NSA slide above clearly shows, Mojahdeen Secrets includes a unique string (“Begin ASRAR El Mohjadeen v2.0 Encrypted Message”) at the beginning of every message encrypted with the program.

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Schuldenschnitt für die Ukraine

Mit Nachdruck wird beim IWF über eine Umschuldung verhandelt, die Griechenland verweigert wird


Von Ralf Streck|TELEPOLIS

Kiew, Bild: worldbeautifullplaces.blogspot.de

Es geht doch, könnte man sagen. Schaltet der Internationale Währungsfonds (IWF) im Fall Griechenland in der Frage eines Schuldenschnitts auf stur, fordert er den im Fall der Ukraine. So wurde mit den Gläubigern am Sitz des IWF in Washington gerade vereinbart, in der kommenden Woche Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu führen, denn der IWF drängt auf eine schnelle Einigung. Vitalij Lisovenko, der die ukrainische Verhandlungsdelegation anführte, hatte schon im Vorfeld gedroht, den Schuldendienst einzustellen, wenn das Treffen beim IWF scheitere.

Doch beim IWF ist man im Fall der Ukraine auch bei solchen Drohungen nachsichtig. Dabei soll es für private Geldgeber der Ukraine teuer werden, denn die sollen einen guten Teil ihrer Forderungen abschreiben. Sogar das im Frühjahr mit dem IWF vereinbarte Hilfsprogramm sieht das vor. Demnach erhält die Ukraine über die bisherigen Milliardenhilfen hinaus weiter 17,5 Milliarden US-Dollar vom IWF und dazu sollen weitere 7,5 Milliarden von anderen Geldgebern kommen. Eine Bedingung ist, dass Gläubiger ihrerseits auf etwa 15 Milliarden verzichten.

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Fragwürdige Schüler-Tipps: Mädchen sollen Flüchtlinge nicht ansehen und keine kurzen Röcke tragen

Kurze Röcke – zu aufreizend für Asylbewerber? Genau das suggeriert die Belehrung an einem Michendorfer Gymnasium. (Symbolbild) Foto: imago/Westend61
Schulleiter und Lehrer des Michendorfer Wolkenberg-Gymnasiums haben den Schülerinnen fragwürdige Belehrungen erteilt. Sie warnen davor, kurze Röcke zu tragen und Asylbewerber offen anzusehen – beides könne falsch verstanden werden.


Von Martin Klesmann|Berliner Zeitung

Eine Episode verdeutlicht, wie schwer es vielen Menschen fällt, mit der zunehmenden Anzahl von Flüchtlingen im Alltagsleben umzugehen. Seit Anfang Juni sind in der Turnhalle eines Gymnasiums in Michendorf (Potsdam-Mittelmark) etwa 100 Flüchtlinge untergebracht. Sie leben dort in unmittelbarer Nähe zu den mehr als 550 Schülern, die die Schule besuchen und nun Sportunterricht auf einem benachbarten Sportplatz haben.

Der Schulleiter des Wolkenberg-Gymnasiums hatte deshalb am 10. Juni seinen Schülerinnen und Schülern eine Belehrung, wie er es nannte, verordnet. „Die Schüler wurde darüber informiert, dass Mimik und Gestik sowie Kleiderordnung von Menschen aus anderen Kulturkreisen falsch verstanden werden könnten“, teilte er der Berliner Zeitung schriftlich mit. Die sogenannten Belehrungen wurden dann von Klassen- und Fachlehrern durchgeführt.

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Jim Carrey tweets unfunny anti-vaccine bullshit

Bild: Twitter. Screenshot:bb
Bild: Twitter. Screenshot:bb
Impfungen verursachen Autismus – immer wieder vertreten Impfgegner diese längst widerlegte Behauptung. In Jim Carrey haben sie einen Unterstützer. Die Mutter eines autistischen Kindes gab ihm nun Kontra.


SpON

Kalifornien hat ein neues Gesetz. Demnach ist es verboten, aus persönlichen oder religiösen Gründen Impfungen zu unterlassen. Einigen Leuten passt das überhaupt nicht, und Jim Carrey gehört dazu. Der Schauspieler wetterte auf Twitter gegen das Gesetz und bediente sich mehr als zweifelhafter Methoden – und mehr als dürftiger Argumente.

Seinen mehr als 14 Millionen Twitter-Followern schrieb Carrey: “Kaliforniens Gouverneur [Jerry Brown, -Red.] sagt Ja dazu, Kinder mit Quecksilber und Aluminium in Zwangsimpfungen zu vergiften.” Brown, der mit seiner Unterschrift das Gesetz absegnete, sei ein “Firmenfaschist”, der gestoppt werden müsse.

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Untersuchungsbericht über den Absturz von MH17 liegt den beteiligten Regierungen vor

Erst im Oktober soll der noch geheime Bericht veröffentlicht werden, obgleich Schuldige hier sowieso nicht benannt werden dürfen


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Gerade hatte der niederländische Staatsanwalt Fred Westerbeke, der das Joint Investigation Team leitet, erklärt, man sei noch nicht so weit, Schuldige benennen zu können (MH17: Noch keine Verdächtigen). Ende des Jahres, wahrscheinlich später werde der Bericht vorgelegt, kündigte er an. Ein Problem dabei ist, dass die an der Untersuchung beteiligten Regierungen (Ukraine, Niederlande, Australien, Belgien sowie Malaysia und Eurojust) die Veröffentlichung von Details verhindern können.

Offenbar wächst auch in dieser Gruppe das Misstrauen daran, dass ein Ergebnis verhindert werden könnte, weswegen ein UN-Tribunal gefordert wird. Malaysia will einen Resolutionsentwurf in diesem Monat dem UN-Sicherheitsrat vorlegen. Russland kritisierte das schon einmal als übereilt und verlangte, dass erst einmal die strafrechtliche Untersuchung beendet werde. Nach dem UN-Sicherheitsratsbeschluss 2166 soll eine “umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung” durchgeführt werden. Ob dies durch das Gemeinsame Untersuchungsteam und den Geheimhaltungsvorbehalt gewährleistet ist, darf bezweifelt werden.

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Berlin: Staatsvertrag mit Hamas-Freunden und Hasspredigern

Die Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln gilt als Hochburg radikaler Salafisten. Foto: dpa/Paul Zinken
Berlin will einen Staatsvertrag mit muslimischen Verbänden verhandeln. Klingt nicht verkehrt. Doch ein Vertragsentwurf von Ex-Innensenator Ehrhart Körting (SPD) macht die Probleme deutlich. Unter den möglichen Vertragspartnern sind nicht selten politische Extremisten.


Von Jan Thomsen|Berliner Zeitung

Das heikle Projekt schien schon von der Tagesordnung verschwunden: Anfang dieses Jahres hatte die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus beschlossen, dass Berlin einen „Staatsvertrag“ mit muslimischen Verbänden und Moscheevereinen schließen solle. Inhalt: die Regelung gegenseitiger Rechte und Pflichten, ähnlich wie bei den Verträgen mit den christlichen Kirchen und der Jüdischen Gemeinde.

Von einem „wichtigen Symbol“ der Anerkennung sprach damals der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh, selbst Muslim: „Wir wollen klarmachen, dass der Islam zu Deutschland gehört.“ Die SPD-Fraktion folgte seinem Vorschlag mit großer Mehrheit, allerdings auch kritischen Stimmen. Dann ging die Angelegenheit zunächst in die für Religionsfragen zuständige Senatsverwaltung für Kultur.

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IS droht der Hamas

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
In einem Video wird der Hamas eine laxe Befolgung des wahren Glaubens vorgeworfen und eine Übernahme des Gaza-Streifens durch IS-Milizen angekündigt


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

“Hamas ist ISIS, ISIS ist Hamas. Sie sind Feinde des Friedens”, schrieb der israelische Premierminister Netanjahu im August 2014 während der “Operation Protective Edge” in Gaza. Die hohen Opferzahlen im Gaza-Krieg (Gaza: Wenn der Krieg in die nächste Eskalation kippt) forderten eine Begründung in der Öffentlichkeit. Rethorisch wurde dies geleistet, in dem der Unterschied zwischen Hamas und Bevölkerung verwischt wurde (vgl. “Wer sich noch im Gebiet aufhielt, war ein Ziel”) und zugleich wurde die Hamas auf eine Stufe mit dem IS gesetzt.

Der IS hat nun ein Video veröffentlicht, um Unterschiede zu verdeutlichen. Mittlerweile ist die Botschaft, die sich an die “Tyrannen der Hamas” richtet, aus dem leichter zugänglichen Web entfernt. Auch auf einschlägigen Webseiten findet sich kein Hinweis.

Laut Guardian und Ha’aretz, die sich auf Reuters berufen, ist es eine Kampfansage des IS an die Hamas. Zitiert wird daraus:

Wir werden den Staat der Juden und euch und die Fatah mit der Wurzel entfernen. Alle Säkularisten sind nichts. Ihr werdet von unseren Massen überrannt.

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Afghanistan: Kalifatsterroristen gegen Taliban

IS-Division Chorasan soll zur Ermordung von Mullah Omar aufgerufen haben.
Der BBC zufolge gab es in den letzten Wochen im Osten Afghanistans “ernste Zusammenstöße” zwischen Taliban und IS-Dschihadisten, die für das syrisch-irakische Terrorkalifat kämpfen und von dort ihre Befehle empfangen. Inzwischen sollen sich die Kämpfe über mehrere Bezirke der Provinz Nangarhar ausgeweitet haben, in der eine etwa zweieinhalb Prozent starke arabische Minderheit lebt und in der Osama bin Ladens Bergfestung Tora Bora lag.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Im Internet verwendet diese IS-Gruppe statt des Ländernamens Afghanistan (“Land der Paschtunen”) den historischen Namen Chorasan (“Land der aufgehenden Sonne”). Außerdem droht sie den vorwiegend paschtunischen Taliban mit der Enthauptung und der Zerstörung ihrer Häuser, wenn sie sich nicht dem Kalifat unterwerfen. Dazu postet sie Fotos von erschossenen und geköpften Taliban.

In Nangarhar sollen die IS-Division Chorasan Paschtunen außerdem dazu gedrängt haben, den Talibanführer Mullah Omar zu töten, weil es nur einen Kalifen geben könne: Abu Bakr al-Bagdadi. Vorher hatten Taliban-Sprecher an die Adresse des IS verlautbart, es könne in Afghanistan keine “zwei Banner” geben, weil das “die Mudschaheddin schwächen” würde.

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Empörung: Lehrer tötet Kaninchen vor Schülern

Bild: (c) EPA
An einem Gymnasium in Niederösterreich tötete ein Biologielehrer zwei Kaninchen. Das wird wohl Konsequenzen haben.


Die Presse

Die Aufregung ist groß. Am Montag hat ein Biologielehrer am Gymnasium Horn in Niederösterreich ein Kaninchen mit in den Unterricht einer vierten Klasse gebracht und getötet. “Vor den zum Teil weinenden Kindern” und “ohne Einverständnis der Eltern”, zitiert die Gratis-Zeitung “Heute” das Posting einer Mutter.

Am Dienstag wiederholte der Lehrer, der außerdem Kaninchenzüchter sein soll, die Schlachtung – offenbar mit einem Bolzenschussapparat. In diesem Fall sollen Schüler sogar Geld gesammelt haben, um das Tier zu retten. Der Lehrer soll darauf geantwortet haben, dass das Tier sein Abendessen sein würde.

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Scharfe Kritik an deutscher Kirche: Kardinal will kein “Christentum light”

Der erzkonservative Kardinal Walter Brandmüller ruft seine deutschen Kollegen zur Ordnung. Nicht allen gesellschaftlichen Strömungen müsse nachgegeben werden. Auch zum Umgang mit Homosexuellen bezieht er klar Stellung.


n-tv.de

Sieht die Kirche als Kontrastprogramm zum Mainstream: Kardinal Walter Brandmüller. (Foto: picture alliance / dpa

Kardinal Walter Brandmüller Kritik hat seine deutsche Amtsbrüder scharf kritisiert. “Es ist absurd: Die Kirchen leeren sich und die Kassen füllen sich. Erhalten wird ein sich selbst genügender teurer Apparat, der mit seinem Klappern die Stimme des Evangeliums übertönt”, sagte der 86 Jahre alte frühere Chefhistoriker des Vatikan der “Rheinischen Post”. Der seit 2009 im Ruhestand lebende Brandmüller zählt zu den Vertretern der Erzkonservativen im katholischen Klerus.

Brandmüller forderte zudem ein entschiedeneres Auftreten der katholischen Kirche. “Wir sollten endlich, anstatt ein ‘Christentum light’ zu predigen, den Mut aufbringen, ein Kontrastprogramm zu dem gesellschaftlichen Mainstream von heute zu fordern und vorzuleben, was die Zehn Gebote und die Ethik des Neuen Testaments zum Inhalt haben.”

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150 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte im ersten Halbjahr 2015

Eine Demonstration von Neonazis © Tim @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
150 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gab es im ersten Halbjahr 2015. Das ist fast so viel im gesamten Jahr davor. Auch die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten ist deutlich gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Verfasssungsschutzbericht hervor.


MiGAZIN

Die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nehmen weiter zu. Allein im ersten Halbjahr 2015 habe es rund 150 Straftaten gegen Asylunterkünfte gegeben, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes für 2014 am Dienstag in Berlin. Im vergangenen Jahr zählten die Behörden insgesamt 170 Angriffe, 2013 noch 55.

Der Verfassungsschutzbericht bestätigt damit einen Trend, der durch Brandanschläge im fränkischen Vorra, sachsen-anhaltischen Tröglitz und zuletzt in Meißen und Lübeck Schlagzeilen machte. In diesen Orten wurde in Gebäuden Feuer gelegt, bevor Flüchtlinge dort einziehen sollten. Weil sie noch nicht bewohnt waren, wurde dabei niemand verletzt.

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Beauftragter Wolosky soll Guantanamo-Schließung vorantreiben

Das umstrittene US-Gefangenenlager Guantánamo © Shane T. McCoy/US Navy/DPA
2009 versprach US-Präsident Barack Obama das Ende des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba. Noch aber sitzen 116 Terrrorverdächtige dort fest. Nun soll Jurist Lee Wolosky die Schließung in die Tat umsetzen.


stern.de

Nach anderthalbjähriger Vakanz hat die US-Regierung einen neuen Guantanamo-Beauftragten ernannt, der sich um die Schließung des umstrittenen US-Gefangenenlagers auf Kuba kümmern soll. Wie Außenminister John Kerry am Dienstag in Washington mitteilte, betraute er mit der Aufgabe den Juristen Lee Wolosky, der den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush als Leiter der Abteilung Grenzüberschreitende Bedrohungen diente. “Lee wird unsere laufenden diplomatischen Bemühungen leiten, die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo in einem angemessenen Zeitraum zu ermöglichen”, erklärte Kerry.

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Deutschland und Bayern(sic) sind für die katholische Kirche wichtig

Das Datum und ein konkretes Programm stünden allerdings noch nicht fest, sagte der Apostolische Nuntius am Dienstag in Regensburg – Nuntius lobte die Großzügigkeit der katholischen Christen, sie bringen rund 550 Millionen Euro jährlich auf


kath.net

Bild: tilly
Bild: tilly

Papst Franziskus möchte nach den Worten von Vatikanbotschafter Erzbischof Nikola Eterovic Deutschland besuchen. Das Datum und ein konkretes Programm stünden allerdings noch nicht fest, sagte der Apostolische Nuntius am Dienstag in Regensburg. «Aber Deutschland ist ja nicht weit von Rom.» – Eterovic äußerte sich zum Abschluss seines fünftägigen Besuchs der Diözese Regensburg.

Vom 26. bis 30. Juni hatte der Vertreter des Heiligen Stuhls das Bistum bereist. Auf dem Programm stand auch eine Begegnung mit
Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg. Er sei beeindruckt, wie sehr sich die Menschen hier für die Flüchtlinge einsetzten, sagte Eterovic.

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More than 25% of the 461 people killed by American police so far in 2015 were mentally disturbed

Police get little training in common-sense approaches to dealing with mentally ill people. attribution: mattthrono-CC
Reporters at The Washington Post are keeping a running tally of people shot and killed by police in 2015. It’s something the FBI also does, but the bureau itself concedes that its total count is incomplete. In fact, according to the Post, the FBI has never counted more than 460 fatal police shootings in a single year.


By Meteor Blades|DAILY KOS

In its own count, however, the newspaper found such shootings added up to one more than that in just the first six months of this year. More than a fourth of those slain, the reporters say, were “in the throes of mental or emotional crisis”:

The vast majority were armed, but in most cases, the police officers who shot them were not responding to reports of a crime. More often, the police officers were called by relatives, neighbors or other bystanders worried that a mentally fragile person was behaving erratically, reports show. More than 50 people were explicitly suicidal.More than half the killings involved police agencies that have not provided their officers with state-of-the-art training to deal with the mentally ill. And in many cases, officers responded with tactics that quickly made a volatile situation even more dangerous. […]

The Post summarizes several of these killings. The dead range in age from 15 to 86. On average, police killed a mentally disturbed person every 36 hours in the first six months of the year.

Police departments concede that they are not well equipped to deal with the mentally ill. But given the inadequacy of state and local budgets for mental health services, needlessly violent police responses are likely to continue.

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IS köpft Frauen wegen “Hexerei”

Die Terroristen des IS haben in Syrien erstmals Frauen enthauptet. Der Vorwurf: “Hexerei”. Männer, die angeblich gegen Ramadan-Regeln verstoßen hatten, wurden aufgehängt – und von Kindern ausgelacht.


DIE WELT

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten in Syrien erstmals zwei Frauen enthauptet. Den Opfern sei “Hexerei” vorgeworfen worden, woraufhin die Frauen und ihre Ehemänner in der Provinz Deir al-Sur getötet worden seien, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es sei das erste Mal, dass die Beobachtungsstelle Kenntnis davon erhalten habe, dass IS-Kämpfer Frauen enthauptet hätten.

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Khorchide verlangt Reform des Islam

Angesichts der islamistischen Terroranschläge vom vergangenen Freitag (Kobane, Kuwait, Frankreich, Tunesien) hat der bekannte Münsteraner Islamreformer erneut eine Reform des Islam verlangt: “Eine innerislamische Aufklärung ist heute akuter als je zuvor.” Professor Mouhanad Khorchide scheut in seiner Analyse vor klaren Worten nicht zurück, wenn er als Verbrecher nicht nur die unmittelbaren Attentäter, sondern auch diejenigen bezeichnet, “die jegliche Reformversuche im Islam bekämpfen.”


Von Walter Otte|hpd.de

Mouhanad Khorchide, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0/blu-news.org

Professor Khorchide in einem Facebook-Eintrag vom 26. Juni wörtlich: “Heute war ein schwarzer Tag im Namen des Islams: eine schiitische Moschee in Kuwait wurde in die Luft gejagt (viele Tote), in Frankreich ein grausames Attentat auf eine Gasfabrik, in Kobane ein Überfall von IS, der viele Menschenleben gekostet hat und ein Anschlag auf ein Hotel in Tunesien mit vielen Toten. Es ist dringend notwendig, der Barmherzigkeit des Islams eine laute Stimme zu geben. Eine innerislamische Aufklärung ist heute akuter als je zuvor.

Apropos Aufklärung, Reformierung, kritisches Hinterfragen usw.: Der Opferdiskurs, der meint, unser Islamverständnis braucht keine ständige Aktualisierung und Aufklärung ist selbst Teil des Problems. Meine Gebete sind mit den Opfern dieses tragischen Tages und deren Familien. Die Verbrecher sind nicht nur die unmittelbaren Attentäter selbst, sondern auch diejenigen, die jegliche Reformversuche im Islam bekämpfen. Das kritische Hinterfragen, auch der eigenen Tradition, ist eine vom Koran mehrfach geforderte religiöse Haltung.”

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Hunderte Buddhisten protestieren in England gegen den Dalai Lama

Konflikt mit Shugden-Gemeinde sorgt seit Jahren für Streit


DIE WELT

Statue von Dorje Shugden, Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0/JoeMabel

Mehrere hundert Buddhisten haben am Montag im südenglischen Aldershot gegen den Dalai Lama protestiert. Die Anhänger der Shugden-Gemeinde warfen dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter religiöse Verfolgung vor. “Dalai Lama, hör auf zu lügen!”, riefen sie, als der Tibeter eintraf, um das erste buddhistische Gemeindezentrum in Großbritannien einzuweihen. Die Anhänger des Dalai Lama hielten eine Gegendemonstration ab.

Piusbruderschaft: „Weiter in Kontakt mit Rom“

Die schismatisch orientierte Piusbruderschaft ist weiterhin in Kontakt mit dem Vatikan. Das sagte ihr Generalsuperior Bernard Fellay in einem Gespräch mit der Zeitung „Présent“. Nach seinem Eindruck sehe Papst Franziskus die Piusbruderschaft durchaus als katholisch an, erklärte Bischof Fellay. Die Kontakte zum Vatikan seien allerdings heikel und die Arbeit laufe diskret.


Radio Vatikan

logo_fsspxDie schismatisch orientierte Piusbruderschaft ist weiterhin in Kontakt mit dem Vatikan. Das sagte ihr Generalsuperior Bernard Fellay in einem Gespräch mit der Zeitung „Présent“. Nach seinem Eindruck sehe Papst Franziskus die Piusbruderschaft durchaus als katholisch an, erklärte Bischof Fellay. Die Kontakte zum Vatikan seien allerdings heikel und die Arbeit laufe diskret.

Der heutige Papst habe in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires „versprochen, der Bruderschaft zu helfen, dass sie vom argentinischen Staat als katholisch anerkannt wird“. Zu dieser Anerkennung sei es jetzt in Argentinien tatsächlich gekommen. Bergoglio-Franziskus habe also „sein Versprechen gehalten“, das gebe doch Grund zur Vermutung, „dass er uns als katholisch ansieht“, so Fellay.

Der Leiter der Priesterbruderschaft St. Pius X. beklagt, seine Gemeinschaft werde von verschiedenen vatikanischen Behörden sehr unterschiedlich behandelt. Die Ordenskongregation etwa sehe die Angehörigen der Gruppe „weiterhin als Schismatiker an“, „andere Kongregationen oder der Papst selbst hingegen nicht“. 2011 habe die Ordenskongregation einen Priester, der der Piusbruderschaft beitrat, für exkommuniziert erklärt.

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