Archiv der Kategorie: Radikalisierung

Terrorismus: Schon mehr als 340 Angriffe auf Flüchtlingsheime in diesem Jahr

Zerbrochene Fensterscheibe © iwanp. auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Bis Ende August wurden mehr als 340 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Das sind bereits doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2014. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke warnt: Das ist Terrorismus.

MIGAZIN

Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingseinrichtungen hat deutlich zugenommen. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Bundestagsinnenausschusses mitteilte, wurden bis Ende August mehr als 340 Anschläge auf Unterkünfte von Asylbewerbern gezählt. Das sind in den ersten acht Monaten des Jahres bereits fast doppelt so viele wie im Gesamtjahr 2014. Im vergangenen Jahr wurden 175 rechtsextrem motivierte Angriffe gezählt.

Die Sondersitzung des Innenausschusses wurde angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland und Europa anberaumt. Thema sollten auch die fremdenfeindlichen Ausschreitungen gegen Flüchtlinge wie im sächsischen Heidenau in der vergangenen Woche sein.

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Kentucky: Standesbeamtin kämpft gegen Homo-Ehe

Protest in Kentucky gegen die radikal christliche Standesbeamtin. Foto: AFP
Zählt Gottes Wort oder das Oberste Gericht? Eine evangelikale Standesbeamtin in Kentucky verweigert Homosexuellen trotz Anordnung den Trauschein.

Von Damir Fras|Frankfurter Rundschau

Kim Davis hat ihr Leben „Jesus Christus übergeben“. Die Beamtin aus dem US-Bundesstaat Kentucky weigert sich mit dieser Begründung, gleichgeschlechtlichen Paaren Trauscheine auszustellen, obwohl ihr das sogar der Oberste Gerichtshof in Washington Anfang der Woche aufgetragen hat. Für ihren Widerstand gegen die Homo-Ehe könnte die Frau nun eine Geldstrafe erhalten oder sogar ins Gefängnis gesteckt werden.

Die Stimmung war schnell ein wenig aufgeheizt, als sich David Ermold und David Moore am Dienstag im Standesamt der Kleinstadt Morehead einfanden, um wieder einmal zu versuchen, einen Trauschein von Kim Davis zu bekommen. Mit dabei waren Journalisten und Kameraleute, die Zeugen eines bemerkenswerten Dialogs wurden. Sie würden das Büro erst verlassen, wenn sie getraut seien, sagten Ermold und Moore.

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Ist die katholische Kirche mittlerweile ein reines Satireprojekt?

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Abtreibung ist eine unverzeihliche Sünde, zumindest im Katholizismus. Nicht mal durch erbittertes Beichten konnten sich Frauen bisher die Absolution Gottes erhoffen; eine Sache, die Papst Franziskus, der für Vatikanverhältnisse sowieso ziemlich weltoffen und proaktiv agiert, nun ändern möchte.

Von Lisa Ludwig|Vice.com

Alle Priester sollen die Erlaubnis erhalten, reuige Christinnen von ihrer ehemals unverzeihlichen Sünde freizusprechen—allerdings nur zwischen dem 8. Dezember 2015 und dem 20. November 2016, dem „heiligen Jahr”, dem „Jubiläum der Barmherzigkeit”. Solltet ihr, liebe Frauen, also ungestraft abtreiben wollen, legt eure ungewollten Schwangerschaften und Vergewaltigungen doch einfach in dieses Zeitfenster.

Lassen wir kurz die wirklich offensichtlichen Fragen beiseite wie „Warum beginnt das Jahr der Barmherzigkeit Anfang Dezember?” oder „Mit wem genau muss Papst Franziskus sich kurzschließen, um so was beschließen zu können?” (wahrscheinlich Gott). Fragen wir uns: Gibt es auf Seiten der Kirche irgendjemanden—und sei es die heilige Putzkraft im Petersdom—, der ab und an innehält und sagt: Moment mal, das ergibt doch jetzt gar keinen Sinn?

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Anklage gegen Mitglieder der salafistischen «Scharia-Polizei»

Bild: SAT1.NRW
Bild: SAT1.NRW
Im vergangenen Jahr waren wiederholt Islamisten als «Sittenwächter» durch Wuppertaler Straßen patrouilliert. Diese Auftritte hatten deutschlandweit für Empörung und Entsetzen gesorgt.

kath.net

Gegen Mitglieder der sogenannten Scharia-Polizei um den Hassprediger Sven Lau ist am Amtsgericht Wuppertal Anklage erhoben worden. Wie die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, werden den neun Angeklagten im Alter zwischen 24 und 34 Jahren Verstöße gegen das Uniformverbot vorgeworfen. Zudem soll einer der Männer das Versammlungsgesetz missachtet haben. Diese Delikte werden nach dem Strafgesetzbuch mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet.

Laut Anklage hatten die Beschuldigten aus der Salafisten-Szene am Abend des 3. September 2014 als «Scharia-Polizei» einen Rundgang durch die Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld gemacht und die Passanten dabei eindringlich ermahnt, die islamischen Gesetze, wie das Alkohol- und Pornografieverbot, strikt einzuhalten. Dabei hätten die neun Männer gelbe Warnwesten mit der Aufschrift «Shariah Police» getragen.

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Israel Paid Senator Tom Cotton $1 Million To Block The Iran Nuclear Deal

Source: Kent Williams via Flickr.com
Last year, Sen. Rand Paul traveled to Guatemala, where he worked against U.S. foreign policy during the child-migrant crisis. Before that, other GOP legislators traveled to Israel, with the intention of undermining U.S. foreign policy in the Middle East.

By Keith Foote|LIBERAL AMERICA

Senator Tom Cotton himself, organized 46 of his Senate Republican colleagues, asking them to each to write letter to Iranian officials, which urged them not to trust the United States during sensitive negotiations. Behavior like this, behavior which is destructive to the United States as a whole, is becoming more and more common for Republicans.

Tom Cotton (R) Ark. met with the Israeli Prime Minister, Benjamin Netanyahu on Monday, part of his one week trip to Israel. Tom Cotton said in a statement after the meeting,

“Today’s meeting only reaffirms my opposition to this deal. I will stand with Prime Minister Netanyahu and Israel, and work with my colleagues in Congress to stop this deal and to ensure that Israel has the means to defend itself against Iran and its terrorist surrogates.”

Consider the behavior being endorsed by the Republican party. An elected U.S. senator travels to another country as part of his purchased partnership with a foreign official. Together, their goal is to undermine American foreign policy. The Republican senator is working for Israel, and against the United States of America. And there is a reason for that. The Kristol’s Emergency Committee for Israel gave Tom Cotton nearly $1 million in his race for the Senate just five months ago.

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Warum Weiße nie “Neger” sagen sollten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann löste mit der Verwendung des Begriffs eine Debatte aus, die sich auch positiv entwickeln könnte. (Foto: dpa)
  • Innenminister Herrmann sagt, das Wort “Neger” gehöre nicht zu seinem Sprachgebrauch. Die Afrikanistin Marianne Bechhaus-Gerst hält die Talkshow-Szene hingegen für “entlarvend”.
  • Die Geschichte des Begriffs ist die der rassistischen Unterdrückung. Wer ihn verwendet, rechtfertigt aus Sicht des Historikers Sebastian Jobs Unterwerfung und Gewalt.
  • Die Aufregung um die Äußerung des bayerischen Innenministers könnte einen Bewusstseinswandel in Deutschland andeuten.

Von Sophie Rohrmeier|Süddeutsche.de

Afrikanistin hält Talk-Show-Szene für “entlarvend”

Auch wenn man die viel diskutierte Talkshow “Hart aber fair” am Montagabend gesehen hat und einmal dem bayerischen Innenminister glauben möchte, dass er den Satz “Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger” rein ironisch und als Konter auf einen zuvor gesendeten Einspieler verwendet habe: Das Wort geht Joachim Herrmann ganz locker über die Lippen. Lächelnd sagt er es, er scheint sich über sein Beispiel zu freuen. Die Empörung aber ist groß. Zu Recht, sagen Wissenschaftler, denn: Wer nicht schwarz ist, kann das Wort nur rassistisch verwenden.

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“Sorgen rechtfertigen nicht, dass man Nazis hinterherläuft”

Angriffe auf Flüchtlingsheime sind zum Alltag geworden. Menschenverachtende Kommentare in sozialen Netzwerken nicht weniger. “‚Wir sind das Pack’ – Rückt Deutschland nach rechts?” Darüber diskutierte Sandra Maischberger unter anderem mit Margot Käßmann.

Von Christiane Meister|evangelisch.de

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht vor einem Angriff auf ein Flüchtlingsheim berichtet wird. Bilder von pöbelnden Massen, die die Ankunft von Bussen mit Asylbewerbern aufhalten. Auf Facebook häufen sich rechtsradikale Kommentare: “Hoffentlich war die Hütte voll mit Asylschmarotzer, bevor es gebrannt hat!” oder “Dreckspack nach Auschwitz und Dachau”. Immer seltener werden solche Inhalte anonym verfasst – viele posten die menschenverachtenden Botschaften mit Klarnamen. Die meisten von ihnen bleiben trotz solcher Worte unbehelligt.

“Ist der rechte Mob nur eine lautstarke, aber kleine Minderheit? Oder vergiftet der Fremdenhass unser ganzes Land?”, fragte Sandra Maischberger in ihrer Talkshow und könnte damit eine wichtige Debatte weiterführen. Denn an diese Fragen schließen sich weitere an: Was sind die Ursachen für den Hass, der Flüchtlingen entgegenschlägt, was kann man dagegen tun? Doch statt zu versuchen, in 75 Minuten Sendezeit Antworten auf diese Fragen zu bekommen, versandet die Diskussion immer wieder in Nebensächlichkeiten.

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Muslimische Familie tötet christlichen Schwiegersohn

Pakistan: Die eigene Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, da die frühere Muslimin Christin geworden war

kath.net

In Pakistan hat eine muslimische Familie ihren Schwiegersohn getötet und ihre Tochter lebensgefährlich verletzt, weil diese Christin geworden war. Die Familie beging die Taten, weil sie glaubte, ihre Tochter habe ihr durch den Religionswechsel Schande gebracht. Wie der Informationsdienst Morning Star News berichtet, lauerten Familienmitglieder Ende Juli in der Ortschaft Narang Mandi, 60 Kilometer von Lahore entfernt, dem 28-jährigen Christen Aleem Masih und seiner 23-jährigen Frau Nadia auf. Sie entführten und folterten sie, bevor Nadias Bruder den Mann mit drei Schüssen tötete. Er schoss auch auf seine Schwester, die zwar überlebte, aber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Angreifer kehrten danach in ihr Dorf zurück und verkündeten, dass sie die Ehre der Muslime durch den Mord wiederhergestellt hätten.

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Religionswechsel in Saudi-Arabien: Eine Bratpfanne für Neumuslime

Geldwerte Vorteile: Wer eine Frage zum Islam hat, bekommt von Jamil Prepaidkarten für das Handy. Foto: Jannis Hagmann
Viele Gastarbeiter in Saudi-Arabien treten zum Islam über. In großen Städten rufen Prediger zur Konversion auf. Mit bisweilen absurden Anreizen.

Von Jannis Hagmann|taz.de

„Aschhadu“, spricht Jamil langsam und deutlich ins Mikrofon, „alla ilaha illa-llah“. Dann wiederholt er die Worte, diesmal schneller: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Gott.“ Das l spricht Jamil kehlig, die Laute zieht er zusammen. Fast klingt der Filipino wie ein arabischer Muttersprachler. Ein Mann aus dem Publikum tritt vor und spricht ihm das Glaubensbekenntnis nach. Und ist damit zum Islam konvertiert. Die Menge jubelt, aus den Geschäften in Dschiddas Altstadt strömen Schaulustige auf den Platz. „Allahu akbar“, rufen einige, „welcome to Islam!“ Jamil drückt dem frischgebackenen Muslim als Geschenk eine brandneue Elektrobratpfanne in die Hand.

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EU will Kriegsschiffe gegen Schleuser einsetzen

Die Pläne für eine militärische Operation der EU zur Bekämpfung der Schleuser im Mittelmeer werden einem Zeitungsbericht zufolge offenbar konkret. Wie “Die Welt” (Mittwochsausgabe) berichtet, will die EU ihren Kampf gegen Schlepper bereits ab Oktober ausweiten.

evangelisch.de

Demnach sollen sieben Kriegsschiffe, außerdem U-Boote, Drohnen und Flugzeuge außerhalb der libyschen Küstengewässer eingesetzt werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf EU-Diplomaten. Den Angaben zufolge sollen die EU-Länder Mitte September melden, in welcher Stärke sie sich an der Operation beteiligen.

Ziel der Operation sei es, Schiffe von Schleusern zu stoppen. Der Einsatz soll in internationalen Gewässern außerhalb der 12-Meilen-Zone erfolgen. Die Militärschiffe sollen aber möglichst nah an die Küste heranfahren, um mutmaßliche Schleuser aufzugreifen.

Die EU-Staaten hatten Ende Juni im Zuge ihres Maßnahmenplans nach den tragischen Unglücken von Flüchtlingsschiffen im Mittelmeer auch einen verstärkten Kampf gegen Schleuser beschlossen. Deutschland hatte sich bislang zurückhaltend zu einem Militäreinsatz geäußert. Die Zustimmung aus Berlin gelte aber als sicher, heißt es in dem Bericht der “Welt”.

Jugendliche in der Freiwilligen Feuerwehr neigen eher zu Rechtsextremismus

Feuerwehr-Sperrzone © Maik Meid @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Kriminologe Baier warnt vor einer hohen Dunkelziffer und mahnt die Feuerwehr, ihren Nachwuchs vor Rechtsextremismus aufzuklären. In Niedersachsen war ein Feuerwehrmann als Brandstifter einer Flüchtlingsunterkunft aufgefallen.

Von Jörg Nielsen|MiGAZIN

Der hannoversche Kriminologe Dirk Baier empfiehlt den Feuerwehren, ihren Nachwuchs über die Gefahren des Rechtsextremismus aufzuklären. Zwar seien die meisten Wehren eher konservativ geprägt, doch könnten bereits zwei oder drei rechtsextreme Rädelsführer eine Jugendfeuerwehr indoktrinieren, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. „Es gibt eine Studie aus den Jahren 2007/2008 mit 15-Jährigen die zeigt, dass Jugendliche, die in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, eher zu rechtsextremen Gedankengut neigen als solche, die nicht bei der Feuerwehr sind.“

In der Nacht zum Freitag war auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf bei Hameln ein Brandanschlag verübt worden. Einer der drei Tatverdächtigen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen, soll Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein. Außerdem sei er wegen politisch motivierter Straftaten bereits auffällig geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm, einem weiteren Mann und einer Frau gemeinschaftlich versuchten Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vor.

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Gazastreifen droht unbewohnbar zu werden

Bild: palästina-portal.eu
Bild: palästina-portal.eu
  • Einem UN-Bericht zufolge könnte der Gazastreifen bis 2020 unbewohnbar werden.
  • Die Arbeitslosenrate liegt bei 44 Prozent. 868 000 Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

Süddeutsche.de

Bevölkerung verarmt zunehmend

Der von Israel mit Krieg und Blockade überzogene Gazastreifen droht nach Einschätzung einer UN-Organisation bis 2020 “unbewohnbar” zu werden. In ihrem am Dienstag in Genf veröffentlichten Jahresbericht schreibt die Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (Unctad), die drei israelischen Militäroffensiven seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hätten in dem Palästinensergebiet wirtschaftliche Verluste in fast dreifacher Höhe des Wirtschaftsvolumen im Gazastreifen verursacht.

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Radikale Koranauslegung und islamistisches Gedankengut

IS-Schulbuch. Bild: Ankawa/heise.de

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert den von Saudi-Arabien, Katar und der AKP finanzierten Schulunterricht in türkischen Flüchtlingslagern

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

In der Türkei leben derzeit knapp zwei Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien – viele davon in Lagern in der Nähe der Grenze. Die Kinder in solchen Lagern besuchen meistens keine regulären Schulen, sondern einen Unterricht, der zum großen Teil von Gruppen organisiert wird, die das Geld dafür vor allem aus Katar, Saudi-Arabien und von der türkischen AKP erhalten. Das wirkt sich der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zufolge negativ aus, weil die Schüler schon in jungen Jahren mit Intoleranz indoktriniert werden.

GfBV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido, ein syrisch-kurdischer Historiker, der seit 1990 in Deutschland lebt, kritisiert unter anderem eine “radikale Koranauslegung” und ” islamistisches Gedankengut”, das die Kinder “belaste”, weil sie daraus kein “friedliches Miteinander im Umgang mit Nicht-Muslimen und Nicht-Sunniten” lernten. Bei einem Türkeibesuch im Januar und Februar führten besorgte kurdische Flüchtlinge aus Syrien Dr. Sido unter anderem vor, dass ihren Kinder in der Flüchtlingsschule Lieder wie das antisemitische “Khaybar, Khaybar, oh ihr Juden, die Armee Mohammeds wird zurückkommen” beigebracht werden.

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Papst Franz hofft auf baldige Einigung mit Piusbruderschaft

logo_fsspxPapst Franziskus: «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen».

kath.net

Papst Franziskus hofft nach eigenen Worten auf eine baldige Einigung mit der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. «Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen», schreibt er in einem Brief zur geistlichen Vorbereitung und Durchführung des «Heiligen Jahres der Barmherzigkeit», das am 8. Dezember beginnt.

Als Entgegenkommen und Zeichen der Versöhnung erlaubt der Papst für dieses Jubiläumsjahr auch die Beichte bei Priestern der Piusbruderschaft. Um dem Wohl der Gläubigen zu entsprechen, «bestimme ich in der Zwischenzeit in eigener Verfügung, dass diejenigen, die während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit das Sakrament der Versöhnung bei den Priestern der Bruderschaft Sankt Pius X. empfangen, gültig und erlaubt die Lossprechung von ihren Sünden erlangen». Theologisch gelten die Weihehandlungen der von Rom getrennten Pius-Bischöfe als unerlaubt, aber gültig.

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If Kim Davis Won’t Issue Marriage Licenses to Same-Sex Couples, Arrest Her

Kim Davis. Image. Friendly Atheist
Kim Davis, the Rowan County (Kentucky) clerk, began her descent into disgrace by refusing to issue marriage licenses to same-sex couples in the wake of Obergefell. She was then sued for failing to do her job, and the courts said she had to issue the licenses. She appealed the case… and lost. Her lawyers tried to get the Supreme Court to overrule that decision, and yesterday, they denied that appeal, too.

By Lauren Nelson|Friendly Atheist

Today, she’s decided the U.S. Government’s authority is superseded by a higher power.

CBS reports:

On Tuesday morning, Rowan County Clerk Kim Davis’ office denied the licenses to at least two couples. At first, Davis remained in her office with the door closed and blinds drawn. But she emerged a few minutes later, telling the couples and the activists gathered there that her office is continuing to deny the licenses “under God’s authority.”

Where have we heard such an argument before? Oh, that’s right — from racists who opposed desegregation. The same sorts of statements were made by Christian leaders at the time, but the legal system denied their appeals. The interesting distinction here is that this battle is being waged as a function of individual religious liberty, versus the institutional claims of religious liberty in relation to tax-exempt status for Christian colleges embracing racist policies. Will that impact the trajectory of this case? Only time will tell.

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Suhl: Krawallermittlungen auf versuchten Totschlag ausgedehnt

brennender_koranIn der Nacht vom 19. auf den 20. August kam es in der thüringischen Stadt Suhl zu schweren Ausschreitungen, bei denen 17 Menschen verletzt und eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber sowie zahlreiche Autos verwüstet wurden (vgl. Suhl: Verletzte und Sachschäden in Erstaufnahmeeinrichtung). Die Krawalle begannen, als sich ein afghanischer Asylbewerber, der Seiten aus einem Koran gerissen hatte, vor syrischen Asylbewerbern, die ihn attackierten, in die Wachstube des Sicherheitsdiensts flüchtete.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Angreifer zogen sich darauf hin nicht zurück, sondern versuchten, die Tür der Wachstube einzutreten, worauf hin der Sicherheitsdienst Tränengas versprühte und die Polizei alarmierte. Als diese eintraf, wurde sie von den Angreifern umzingelt und unter Allahu-Akbar-Rufen mit Steinen beworfen, weshalb der Einsatzleiter Verstärkung aus der Landeshauptstadt Erfurt und sogar aus Bayern anfordern musste. Am Ende waren 125 Beamte, neun Notärzte und 90 Sanitäter im Einsatz. Inzwischen gesperrte Videoaufnahmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zeigen, wie der Mob auch andere Asylbewerber und Reporter mit Eisenstangen und Messern attackiert. Mehrere Brandstiftungen konnte die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle bringen.

Am Freitag nach den Krawallen gab die Landespolizeiinspektion Suhl bekannt, dass die für die Stadt zuständige Staatsanwaltschaft Meiningen (unter anderem anhand privater Videoaufnahmen) “prüft, welche Tatverdächtigen in welchem Umfang die Tatbestände des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und der Sachbeschädigung erfüllt haben”. Der thüringische Integrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) hatte davor anhand der Tatschilderungen nicht von Landfriedensbruch, sondern von “versuchter Lynchjustiz” gesprochen.

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Mission: Den Autor müsste man zum IS missionieren schicken

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Christen sollten sich der großen Zahl einwandernder Muslime annehmen.
 

Von Uwe Siemon-Netto|kath.net

Halten wir gleich fest, dass Gott der Herr der Geschichte ist. Somit fällt auch die neue Völkerwanderung – wie ihre Vorgängerin vor anderthalb Jahrtausenden – in seinen Zuständigkeitsbereich. Wir dürfen stolz darauf sein, dass Restbestände christlicher Werte zwei Drittel der Deutschen dazu bewegen, die Flüchtlinge aus Nahost und Afrika willkommen zu heißen. Es ist gut, dass viele Hunderttausend Deutsche ihnen helfen und dass die Kirchen ihre Mitglieder an ihre Pflicht zur Nächstenliebe erinnern. Mögen auch viele Deutsche vom Glauben abgefallen sein, so zeigt doch dieses noch christlich geprägte Deutschland das wahre Gesicht unserer Nation – nicht Heidenau.

Ist sich die Kirche der großen Chance bewusst?

Gott ist der Herr der Geschichte: Ist sich die Kirche dessen überhaupt noch bewusst? Sie hat recht, wenn sie Nächstenliebe anmahnt. Aber erfasst sie die riesengroße Chance, die ihr Gott mit diesem gewaltigen Zustrom von Menschen gibt, die oft Muslime sind, sich aber vor der Gewalt islamistischer Massenmörder und Vergewaltiger ins Abendland retten? Erkennt die Kirche ihre Pflicht, diese Flüchtlinge – natürlich unaufdringlich – auf unseren ganz anderen Gott hinzuweisen, der niemanden dazu aufruft, Köpfe abzuschneiden, sondern sich für uns ans Kreuz nageln lässt?

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Es ist, als würde Dir jemand in den Kopf schießen

Xavier-Naidoo
Montage: bb
Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht – könnte man meinen. Es gibt sie aber doch. Aktuell haben uns Anwälte von Pop-Star Xavier Naidoo abgemahnt, weil wir über einen gerichtlichen Vergleich angeblich “falsch” berichtet haben. Den Anlass könnte man als “absurd” betrachten – er ist aber todernst. Die Angelegenheit ist mehr als brisant, sie kann existenzvernichtend werden. Deswegen bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Lesen Sie unseren Text, teilen Sie ihn, debattieren Sie mit anderen darüber.

Von Hardy Prothmann|RHEINECKARBLOG

In den meisten Ländern der Welt gibt es keinen ordentlichen Journalismus und wenn es doch kritische Journalisten gibt, werden diese drangsaliert, verfolgt, bedroht, verschleppt und gar nicht selten wird ihnen tödlich in den Kopf geschossen.

In Deutschland überleben Journalisten in der Regel, aber “es ist, als würde Dir jemand eine Kugel in den Kopf schießen”, gibt es auch hier. Viele Verleger und Chefredakteure diktieren ihren Journalisten, was sie wie zu berichten haben – wer dagegen verstößt, kriegt Ärger oder wird entlassen. Die meisten akzeptieren die so genannte “Schere im Kopf”, man braucht das Auskommen, für sich und die Familie.

Durchgeladene Gedankentöterknarre im Anschlag

“Schere im Kopf” klingt wie Bastelstunde. Ich sage, es ist wie ein Kopfschuss, der jeden weiteren kritischen Gedanken nicht “ausschneiden”, sondern auslöschen soll. Und diese Bedrohung wird immer massiver. Zunehmend durch Prominente wie auch Unternehmen, die Journalisten abmahnen lassen.

Einer, der die Gedankentöterknarre aktuell mit “Dum-Dum-Geschossen” durchgeladen hat, ist Xavier Naidoo. Paradoxerweise jemand, der für sich selbst als “kämpferischer Systemkritiker” die “Meinungs- und Kunstfreiheit” einfordert, nach der er als “kritischer Mensch” auch “nicht-massentaugliche” Äußerungen von sich geben will.

Einem Journalisten und der Amadeu Antonio Stiftung, die sich im Kampf gegen Rechts engagieren, wollte er umgekehrt Aussagen über sich verbieten lassen, die ihm nicht gefallen.

Während Herr Naidoo irgendwelche “Wahrheiten” als “Künstler” in die Welt setzt, streiten seine Anwälte über kleinste Details, die ein Journalist in einem Artikel über Herrn Naidoo behauptet. Heraus kommt vor Gericht ein Vergleich.

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Schweizer SVP-Politiker: “Neger sollen alle verhungern”

Am gestrigen Abend sorgte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Talkshow “Hart aber Fair” für allgemeines Kopfschütteln, als er den Schlagersänger Roberto Blanco als einen “wunderbaren Neger” bezeichnete.

Von Christoph Lobel|Huffington Post

Doch nicht nur der Politiker der CSU benutzt das “N”-Wort ganz ungeniert, ein Politiker der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei “SVP” bewies, dass es noch schlimmer geht und sorgte in seiner Heimat für einen riesigen Skandal. Auf Facebook postete Corrado Galimberti, immerhin Medienbeauftragter der rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (die SVP ist derzeit die stärkste Partei in der Schweiz) im Kanton Tessin, was er von Schwarzafrikanern hält:

“Die ‘Neger’ vermehren sich haufenweise … sie sollten alle verhungern”, zitiert ihn die schweizer Tageszeitung “Blick”. Grund für seine menschenverachtenden und völlig hirnlosen Aussagen war die Erklärung einer Nichtregierungsorganisation. In dieser hieß es, dass Verhütungsmittel in Uganda noch immer kaum verbreitet seien, was zu einem Anstieg der Bevölkerung führen würde.

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Es gibt ein West-Bundesland, in dem Ausländerhass so schlimm ist wie in Sachsen

Natürlich: Die Zahlen sind erschreckend. In keinem anderen Bundesland gab es in diesem Jahr mehr Brandanschläge auf Asylbewerberheime. Die AfD hat dort bei der Europawahl 2014 knapp acht Prozent der Stimmen bekommen. Und gleichzeitig fachen Politiker mit billigem Populismus das Rassismus-Problem noch weiter an.

Von Sebastian Christ|Huffington Post

Dumpfe, fremdenfeindliche Ressentiments sind hier seit Jahrzehnten verbreitet. Gerade auf dem Land. Dabei leben dort viele Regionen vom Tourismus – ein bisweilen genauso tragischer wie kurioser Umstand.

Wer jetzt auf seiner inneren Deutschlandkarte mit dem Finger nach Osten reist, liegt falsch. Es geht hier nicht etwa um Sachsen. Sondern um den Freistaat Bayern.

Sachsen ist nicht das einzige Problem

Rechtsextremismus ist kein ostdeutsches Problem. Viele Menschen im Westen wünschten sich das vielleicht, weil der Gedanke so verdammt praktisch ist. Frei nach dem Motto: Was ich nicht seh’, das tut mir nicht weh. Die „Zeit“ trieb diese absolut kurzsichtige Debatte auf die Spitze, als einer ihrer Redakteure jüngst den Rausschmiss Sachsens aus Deutschland forderte.

Klappe auf. Sachsen rein. Problem gelöst.

Aber so einfach ist es nicht.

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