Prokrastination: Das ist der wahre Grund, wieso du immer alles aufschiebst

Unangenehme Aufgaben erledigt niemand gern. Gegen das sogenannte Prokrastinieren, also das Aufschieben, haben Wissenschaftler aus Pittsburgh in den USA nun eine einfache Lösung gefunden. Quelle: Die Welt
Was du heute kannst besorgen – das verschiebst du gerne auf morgen? Da bist du nicht der oder die Einzige. Wissenschaftler haben herausgefunden, wieso wir so gerne Dinge aufschieben und was du dagegen tun kannst.

Von Britta Sieling | DIE WELT

Eigentlich wolltest du ja heute zum Sport gehen, aber dann hat deine Mutter angerufen. Dann hast du zufällig gesehen, dass es eine neue Folge deiner Lieblingsserie gibt und dann lag da noch dieser unglaublich spannende Fussel am Boden. Schließlich war es schon so spät, dass es sich nicht mehr gelohnt hätte, zum Sport zu gehen.

Wenn du allerdings dachtest, dass diese Eigenschaft einfach nur ein störender Charakterzug an dir ist, kannst du ab heute die Evolution dafür verantwortlich machen.

Denn das Bedürfnis etwas aufzuschieben ist evolutionär bedingt.

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Verzierungstrend: Frohes Mustern

In der Osterzeit werden vor allem Hühnereier bemalt und gefärbt – über das Jahr hinweg verziert der Mensch fast alles. (Foto: dpa)
Ostereier, Haare, Cappuccino-Schaum und sogar Pferde – der Mensch muss fast alles verschnörkeln oder färben. Woher kommt der Drang zur Verzierung?

Von Laura Hertreiter | Süddeutsche.de

Wo nichts ist, herrscht Leere. Und Leere erträgt der Mensch offensichtlich schlecht. Auf dem Kaffee zum Beispiel: Der ist heute nur dann noch ordentlicher Kaffee, wenn darauf Milchschaum in Form von Schwänen und Blattwerk in die Tassen geschwenkt wurde. Wie auch der Fußballer nur noch ein echter Fußballer ist, wenn er sich wenigstens einmal seltsame Muster ins Haupthaar einrasieren lässt.

Der Mensch malt, fräst, schnitzt, stickt und sprayt, wo auch immer ihm die Leere entgegengähnt. Er strichelt und punktet und kariert und liniert. In den vergangenen Tagen bevorzugt auch auf Eierschalen, denn ein Ei ohne Dekor ist kein Osterei. Woher aber kommt der Drang, jede noch so kleine Freifläche zuzumustern?

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Tagträumen: Von wegen Fehler im System

Den Gedanken einfach mal freien Lauf lassen – das kann richtig gut tun. © MPI CBS
Mehr als nur loses Gedanken-Wirrwarr: Tagträume gelten gemeinhin als störende mentale Aussetzer. Doch solche Auszeiten haben auch etwas Positives. Denn wer seinen Gedanken regelmäßig bewusst freien Lauf lässt, bei dem arbeiten bestimmte Hirnregionen, die für die kognitive Kontrolle zuständig sind, besser zusammen. Tagträumen ist demnach alles andere als ein unkontrollierter Prozess – sondern kann im Gegenteil sogar beim Lösen von Problemen helfen.

scinexx

Wer kennt das nicht: Am Schreibtisch im Büro sinnieren wir über den bevorstehenden Urlaub, planen auf dem Heimweg gedanklich schon das Wochenende durch oder grübeln beim Autofahren plötzlich darüber nach, ob wir wirklich die Haustür abgeschlossen haben. Immer wieder schweifen wir im Alltag mit unseren Gedanken von der Situation im Hier und Jetzt ab.

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Deutsche Babys schreien weniger als andere

Nach drei Monaten ist das Schlimmste vorbei Quelle: Getty Images/Cultura RF
In den ersten Lebenswochen weinen viele Kinder ohne erkennbaren Grund. Forscher haben nun untersucht, ob Babys auf der ganzen Welt gleich viel jammern – und erstaunliche Unterschiede gefunden.

Von Caroline Ring | DIE WELT

Drei Monate müssen frischgebackene Eltern in der Regel durchhalten – dann haben sie das schlimmste Geschrei ihrer Kinder überstanden. So sagt es jedenfalls die Legende von der „Dreimonats-Kolik“, die entgegen ihrem Namen nichts mit Verdauungsproblemen bei Neugeborenen zu tun hat.

Viel wahrscheinlicher sind die Kleinen mit den übermäßigen Reizen aus ihrer Umwelt überfordert. „Regulationsstörungen“ bringen sie dann zum übermäßigen Brüllen und Jammern – so erklärt es zumindest der heutige Kenntnisstand. Dass diese Phase tatsächlich nur zwölf Wochen anhält, konnten nun britische Forscher zeigen: Sie verglichen Studien, in denen Eltern mit Hilfe von Tagebüchern die Schreidauer ihrer Babys dokumentiert hatten. So konnten sie Daten von knapp 8700 Kleinkindern aus neun verschiedenen Ländern auswerten.

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Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du aufhörst, an Gott zu glauben

Image: The Humanist/Clay Farris Naff
Mit 16 verlor ich meine Jungfräulichkeit. Ich hörte auf, in die Kirche zu gehen. Ich blieb länger draußen als erlaubt. Als Strafe dafür ließ mich meine Mutter Bibelverse auswendig lernen, die ich dann einfach runterbetete. Mein Glaube an Gott ist nicht plötzlich weggegangen. Nein, er ist langsam immer mehr in den Hintergrund gerückt.

Von Caroline Beaton | VICE.com

Immer mehr junge Menschen fühlen sich keiner Religion mehr zugehörig. Dieser Verlust des Glaubens ist ein schleichender Prozess. Nur ein Prozent der Amerikaner, die religiös erzogen wurden und nun nicht mehr an Gott glauben, führen das auf eine einmalige „Glaubenskrise“ zurück. 36 Prozent wurden hingegen immer desillusionierter und weitere sieben Prozent gaben an, dass sich ihre Ansichten weiterentwickelt hätten.

Es verhält sich hier wir beim Glauben an den Weihnachtsmann. Die Psychologinnen Thalia Goldstein und Jaqueline Woolley haben herausgefunden, dass Kinder nicht von einem Tag auf den anderen nicht mehr an den Mann mit dem weißen Rauschebart glauben, sondern schrittweise. Zuerst halten sie den verkleideten Mann im Einkaufszentrum für echt. Dann gehen sie davon aus, dass er immerhin mit dem echten Weihnachtsmann in Kontakt steht. Und so geht es weiter, bis sie irgendwann erkennen, dass in den Kostümen nur bezahlte Schauspieler stecken. „Kinder stellen ihren Glauben nicht einfach so ab“, sagt Goldstein.

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NSU-Prozess: Anwalt will Zschäpes Schuldunfähigkeit feststellen lassen

Die Angeklagte Beate Zschaepe (M.) sitzt im NSU-Prozess zwischen ihren Anwälten Hermann Borchert (l.) and Mathias Grasel.Foto: AFP
Der Anwalt der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe will ihre Schuldunfähigkeit feststellen lassen. Ein Psychiater habe eine Persönlichkeitsstörung bei ihr diagnostiziert, sagte Mathias Grasel.

DER TAGESSPIEGEL

Im Münchner NSU-Prozess will einer der Anwälte der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe deren Schuldunfähigkeit feststellen lassen. Ein Psychiater habe bei ihr eine schwere dependente (abhängige) Persönlichkeitsstörung festgestellt, sagte Rechtsanwalt Mathias Grasel am Donnerstag im Prozess vor dem Oberlandesgericht München. Damit seien die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Schuldunfähigkeit erfüllt.

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Glaubenssache – Existenz nach dem Tod

Eigentlich logisch: Zumindest im Christentum können gläubige Menschen auf eine Existenz nach dem Tode hoffen. Das sollte ihnen die Angst vor dem Sterben nehmen. Doch so einfach ist das nicht, wie Studien zeigen. Und warum eigentlich sind auch Atheisten relativ furchtlos?

Von Christian Weber | Süddeutsche.de

Warum haben Hunde und Kaninchen eigentlich keine Religion? Okay, vielleicht, weil sie kognitiv etwas herausgefordert wären, sich einen unfehlbaren Papst und einen Gott auszudenken. Doch es gibt einen weiteren Grund: Ihnen fehlt das Bewusstsein ihrer eigenen Sterblichkeit, sie bellen und springen herum bis sie irgendwann einfach tot umfallen. Anders aber der Mensch: Er weiß, dass er eines Tages sterben wird, und das macht ihm Angst. Um diese Angst zu dämpfen, erfindet er sich eine Religion und glaubt an das ewige Leben, am besten in einem Paradies. So zumindest vermutet es die sogenannte Terror-Management-Theorie (TMT), die Sozialpsychologen in den 80er Jahren entwickelt haben, aber in Ansätzen bereits von Denkern wie Lucretius Carus bis Ludwig Feuerbach vertreten wurde. Es ist eine elegante Theorie, die nur einen Nachteil hat: Sie ist empirisch nie so richtig sauber belegt worden. Zwar gibt es viele Studien, doch zeigen sie sehr widersprüchliche Ergebnisse.

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Philosophie des Arschlochs

Klo-Rolle nicht ersetzt: Hier war ein Arschloch am Werk. Bild: Peter Dazeley (Getty Images)
Kürzlich hat Stan Wawrinka Roger Federer als «Arschloch» bezeichnet. Es war im Spass, und wir alle wissen, dass Federer ziemlich sicher kein solches ist. Doch auf wen trifft die Bezeichnung zu? Und wann ist jemand ein Arschloch und eben kein Trottel oder Sauhund?

Von Philippe Zweifel | Basler Zeitung

Damit beschäftigt sich nicht nur der Stammtisch, sondern auch die Philosophie. Nun sind Leute, die andere Leute in Arschlöcher und Nichtarschlöcher einteilen, selber nicht ganz unverdächtig. Aaron James, Harvard-Abgänger und Professor in Kalifornien, hat es mit dem Buch «Assholes: A Theory» trotzdem gewagt.

Die Definition des Philosophen lautet: Ein Arschloch ist jemand, der sich systematisch Freiheiten herausnimmt, die andere stören, und durch sein tief verwurzeltes Anspruchsdenken immun gegenüber Reklamationen ist. Auch ist ein Arschloch meistens narzisstisch und unfreundlich, vom Soziopathen unterscheidet es sich eigentlich nur, dass es sich ans Gesetz hält. Wie der Soziopath löst es bei seinen Mitmenschen jedoch Ohnmachtsgefühle, Angst oder Wut aus.

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Kann künstliche Intelligenz Suizidgefährdete erkennen?

© AP Gina Alexis weint um ihre 14 Jahre alte Tochter, die bei einer Pflegefamilie lebte und im Januar ihren Suizid in Florida auf Facebook Live übertragen hatte. Später kam heraus, dass die Mutter selbst die Suizid-Ankündigung verfolgt hatte und nicht eingeschritten war – wie Hunderte weitere auch.
Regelmäßig kursieren auf Facebook Videos von Suiziden. Nun will das Unternehmen gefährdete Nutzer automatisch identifizieren. Kritiker fürchten, der ernste Anlass könne genutzt werden, um noch mehr Überwachung durchzusetzen.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine

Es ist noch nicht lange her, dass Videos zweier dramatischer Ereignisse auf Facebook erschienen. Im Dezember filmte ein zwölf Jahre altes Mädchen aus dem amerikanischen Bundesstaat Georgia ihren Suizid. Das Video lief in Echtzeit auf Live.me, Mitschnitte wurden auf Facebook veröffentlicht. Im Januar folgte eine Vierzehnjährige aus Miami dem furchtbaren Vorbild. Auch sie konnte nicht gerettet werden, obwohl ihr Suizid live auf Facebook zu sehen gewesen sein soll und angeblich sogar die Mutter des Mädchens unter den Zuschauern war.

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Genderdysphorie

Bild: S. Schleim
In diesem Beitrag will ich mich nicht daran versuchen, das gesamte Thema der Transsexualität zu beleuchten. Dafür ist es zu komplex. Es geht mir vielmehr um eine Einladung zum Nachdenken: Was ist eigentlich eine psychische Störung und was bedeutet das für die Menschen, die unter diesen Begriff fallen?

Von Stephan Schleim | TELEPOLIS

Dabei beschäftige ich mich mit den Kriterien des 2013 erschienenen DSM-5. Das DSM ist das Diagnosehandbuch der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA; meint, wie so oft, vor allem die USA).

Es gilt zwar erst einmal nur dort, wird aber in manchen anderen Ländern ebenfalls angewendet und auch die internationale Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation in Zukunft beeinflussen. Diese verwaltet das ICD, zurzeit in zehnter Auflage, das auch in Deutschland angewandt wird und zuletzt 1992 runderneuert wurde.

Nun muss man wissen, dass das DSM am Konferenztisch entsteht. Die Planung für die fünfte Auflage begann 2000. Dass von dem Vorhaben, die Definitionen psychischer Störungen auf eine neurobiologische Grundlage zu stellen, nichts aber auch wirklich gar nichts Anwendungsreife erreicht hat, ist ein Thema für einen eigenen Beitrag.

Jedenfalls haben sich diese namhaften Damen und (vor allem) Herren der nordamerikanischen Psychiatrie an besagtem Tisch darauf verständigt, die sogenannte Gender Identitiy Disorder (dt. Genderidentitätsstörung) durch den Begriff der Gender Dysphoria zu ersetzen. Das heißt erst einmal nur, dass jemand mit der ihm oder ihr zugewiesenen Geschlechtsrolle unzufrieden ist, eben dysphorisch.

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There’s a New .Health Domain and It Could Save You From Fake Medicine

Image: MOTHERBOARD
In the vein of .gov and .edu, the new domain is supposed to help differentiate between doctors and quacks.

By Knvul Sheikh | MOTHERBOARD

Looking for health information online usually feels like casting your line in a swamp of „alternative“ treatments and snake oil. But the folks behind a new domain—.health—want to help people identify legitimate sources of medical information.

The domain head honcho—the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) —gave the responsibility for new .health websites to a Miami-based company, dotHealth, which will oversee who gets to purchase the shiny new suffix. This week, dotHealth CEO Jose Rasco announced that they will begin selling registrations to trademarked health companies in May, and open it to the public in December.

The goal is to have .health addresses become an identifier for qualified medical companies and websites providing important, reliable information. „With more information online, it has become more difficult to distinguish the credible information, particularly when it comes to health,“ Rasco said in an email interview. „The .health TLD will provide a home for health information online that is focused, credible and meaningful.“

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Emojis: Es knirscht im Zeichensatz

© Illustration Aphelandra Messer Künftiges Emoji: Wird der Hijab für Frauen zum Symbol des muslimischen Glaubens schlechthin?
In der Online-Kommunikation scheint es kaum noch einen Text zu geben, der nicht mit Emojis verziert ist. Hinter der harmlos daherkommenden Fassade der bunten Bildchen tobt ein Kulturkampf.

Von Anatol Stefanowitsch | Frankfurter Allgemeine

Die Geschichte der Emojis begann Ende der neunziger Jahre, als Shigetaka Kurita für den mobilen Internetdienst eines japanischen Mobilfunkanbieters 176 pixelige Piktogramme entwarf. Neben Smileys und abstrakten Symbolen wie Ziffern, Pfeilen und Sternzeichen waren darunter auch gegenständliche Abbildungen für Gebäude, Fahrzeuge und Nahrungsmittel. Andere japanische Anbieter zogen mit eigenen Entwürfen nach, aber jeder dieser Bildzeichensätze funktionierte nur innerhalb des jeweiligen Internetdienstes.

Der weltweite Siegeszug der Emojis begann 2010, als das Unicode-Konsortium – eine Arbeitsgemeinschaft, die für die einheitliche digitale Darstellung von Schriftsystemen sorgt – die Piktogramme der unterschiedlichen Anbieter einsammelte und in seinen Standard integrierte. Die Bildzeichen unterscheiden sich auf verschiedenen Plattformen zwar noch in kleineren Details, aber wer ein Haus, ein Flugzeug oder ein lachendes Gesicht verschickt, kann sich seitdem sicher sein, dass beim Gegenüber auch tatsächlich ein Haus, Flugzeug oder lachendes Gesicht ankommt.

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Was treibt Selbstmordattentäter an?

Warum sind manche Menschen dazu bereit, ihr eigenes Leben für die Ziele einer Gruppe zu opfern? © Zabelin/ thinkstock
Schmerzvolle Verbindung: Forscher haben herausgefunden, warum Selbstmordattentäter scheinbar so bereitwillig ihr eigenes Leben opfern. Demnach führen gemeinsame Erfahrungen und vor allem negative Erlebnisse dazu, dass sie eine extreme Form der Gruppenidentität entwickeln: Sie fühlen sich so stark eins mit der Gruppe, dass sie für sie in den Tod gehen. Diese extreme Form der Kooperation könnte für unsere Vorfahren sogar überlebenswichtig gewesen sein.

scinexx

Menschen sind für Evolutionsbiologen ein ganz besonderes Phänomen. Kein anderes Tier ist so hilfsbereit und kennt gegenseitige Unterstützung in solchem Ausmaß wie der Homo sapiens. In bestimmten Ausnahmesituationen nimmt dieser Trieb zur Kooperation mitunter extreme Auswüchse an. Ob die japanischen Kamikazepiloten im Zweiten Weltkrieg oder islamistische Selbstmordattentäter – manche Menschen sind bereit, für andere das ultimative Opfer zu bringen.

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Kein Scherz: Türken weisen niederländische Kühe aus

Eine Gruppe Holsteiner Kühe aus den Niederlanden wird aus der Türkei zurückgeschickt (Symbolbild) © Picture-Alliance
Nun wird es skurril: Den Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden um verhinderte Wahlkampfauftritte bekommen nun auch Kühe zu spüren. Ein türkische Züchterverband schickt Rinder zurück in die Niederlande.

stern.de

Die diplomatische Krise zwischen der Türkei und den Niederlanden wirkt sich jetzt auch auf das Rindvieh aus: Ein türkischer Züchterverband kündigte am Mittwoch an, eine Gruppe niederländischer Kühe aus Protest gegen das Verhalten Den Haags des Landes zu verweisen. „Die erste Gruppe Holsteiner ist verladen worden und wird zurückgeschickt“, sagte Bülent Tunc vom Türkischen Verband der Viehproduzenten.

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Milgram-Experiment funktioniert heute noch

Das Milgram-Experiment belegte: Schon die Anweisungen eines vermeintlichen Versuchsleiters reichen, um Menschen zu unmenschlichen Handlungen zu bewegen. © Rian Jackson/ thinkstock
Schockierend autoritätshörig: Die Mehrheit der Menschen ist offenbar dazu bereit, einem anderen Schmerz zuzufügen, wenn sie von einer vermeintlichen Autorität die Anweisung dazu bekommen. Das belegt eine Wiederholung des berüchtigten Milgram-Experiments durch polnische Forscher. 90 Prozent der Probanden gaben bereitwillig vermeintliche Elektroschocks – trotz sich steigernder Schmerzensschreie aus dem Nebenraum.

scinexx

Vor mehr als 50 Jahren führte der US-Psychologe Stanley Milgram ein Experiment durch, das in die Geschichte einging. Er testete, wie weit Probanden darin gehen würden, einem anderen Menschen Elektroschocks zu verabreichen – und welche Rolle die Anweisungen einer „Autoritätsperson“ im weißen Kittel dafür spielte. Hintergrund dafür waren die damals die Nürnberger Prozesse und die Gräuel der Nazizeit.

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Teenager: Gehirn als Baustelle

In der Pubertät verändern sich nicht nur die Hormone, auch das Gehirn der Jugendlichen wird umgebaut. © Diego Cervo/ thinkstock
Neuronaler Ausnahmezustand: Während der Pubertät ähnelt das Gehirn von Teenagern einem Baustellen-Parcours. Denn viele Hirnareale werden nun umstrukturiert – und das teilweise drastisch. Welche Hirnbereiche besonders betroffen sind, haben nun US-Forscher aufgedeckt. Demnach werden vor allen Netzwerke für höhere Denkfunktionen und die Sprache in der Pubertät zur Baustelle – was einige der Verhaltensänderungen von Heranwachsenden erklären könnte.
In der Pubertät verändern sich nicht nur die Hormone, auch das Gehirn der Jugendlichen wird umgebaut.

scinexx

Teenager ticken anders: Kaum kommen Kinder in die Pubertät, verändert sich ihr Verhalten oft radikal. Sie werden reizbarer und unberechenbarer, ihr Schlafrhythmus verschiebt sich und auch Lernverhalten, ihre Motivierbarkeit und sogar ihr Intelligenzqzuotient ändern sich. Studien legen zudem nahe, dass sich auch die Struktur des Gehirns bei den heranwachsenden ändert. Doch wo genau dies geschieht und wie stark, blieb bisher weitgehend ungeklärt.

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Und sie lächelt doch

Das berühmteste Lächeln der Welt: die Mona Lisa von Leonardo da Vinci © historisch / Louvre
Froh oder traurig? Das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa gilt als Paradebeispiel für eine mehrdeutige Mimik. Jetzt jedoch belegt ein Experiment: Nahezu alle Betrachter deuteten das Lächeln als Ausdruck der Freude – zur Überraschung der Forscher. Als uneindeutig wurden dagegen manipulierte Varianten des Gemäldes eingestuft, bei denen die porträtierte Schöne ihre Mundwinkel stärker nach unten zieht.

scinexx

Die Mona Lisa von Leonardo da Vinci ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt. Einen Teil seiner geheimnisvollen Aura verdankt es dabei der speziellen Maltechnik des Künstlers, bei der Licht und Schatten zu verschwimmen scheinen. Für Rätselraten sorgte aber auch die Mimik der dargestellten Frau: Lächelt sie oder nicht? Das Halblächeln der Gioconda gilt heute geradezu als Paradebeispiel für mehrdeutige Mimik – und als ein Grund für die Faszination dieses Bildes.

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Could AI Replace Student Testing?

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD/Josh Davis/Flickr
Artificial intelligence-based systems could provide constant feedback to students and teachers.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

To call standardized testing a contentious issue would be an understatement. It’s more like political trench warfare, in which one group of parents laments the organic student-centered approaches of yore while another freaks out about math problems they think are too politically correct. Critics often bemoan standardized testing as fostering assembly line education and „teaching to the test“ while ignoring more abstract learning outcomes like creativity and critical thinking. Standardized testing is also expensive and time-consuming.

On the other hand, we should expect some sort of accountability in education, right? Schools are expensive, and, as new industries demand more educated workers, the stakes are higher than ever when it comes to the global economy and class mobility. Developed economies no longer have the safety net of middle-class manufacturing jobs. Whatever Trump says, that’s permanent.

In a commentary published this week in Nature Human Behavior, Rose Luckin, an education researcher at University College London, argues that we now have a realistic alternative to standardized testing „at our fingertips.“ Technology exists to build realistic education assessments based on artificial intelligence in which students can be evaluated individually and at deep, fine-grained scales. Luckin says that AI has the capability of opening up the „black box“ of learning.

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Roboter Pepper: „Du Mistkerl, warum machst Du das nicht?“

© Marcus Kaufhold Lernwillig: Der nette Roboter Pepper zeigt bei ICS, was er kann – oder auch noch nicht kann.
© Marcus Kaufhold Lernwillig: Der nette Roboter Pepper zeigt bei ICS, was er kann – oder auch noch nicht kann.
Entwickler der Firma ICS in Neu-Anspach hauchen dem Roboter Pepper digitales Leben ein. Der ist nett, tut aber nicht immer, was man von ihm erwartet.

Von Martina Propson-Hauck | Frankfurter Allgemeine

Die Besucher des Presseballs in Berlin waren entzückt. Da stand dieser nur ein Meter zwanzig große Kerl, gerade einmal 28 Kilogram leicht, ganz in Weiß mit schwarzer Fliege vor Politikern, Sportlern und Medienmenschen, begrüßte sie mit Namen und machte den Frauen Komplimente über ihre hübschen Kleider. Sein „Vater“ Oliver Moser und dessen Mitarbeiter Rüdiger Kreis schließen bei solchen Präsentationen gern Wetten darüber ab, wie lange es dauert, bis das Wort „süß“ das erste Mal fällt.

Denn wenn der humanoide Roboter „Pepper“ mit seinen japanischen Manga-Comics nachempfundenen großen Augen klickt und den Kopf dreht, wenn man ihn ruft, werden auch Menschen sentimental, die sonst professionell mit moderner Computertechnik umgehen.

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Was, wenn wir kein Fleisch mehr essen würden?

Themenbild. Bild: 4ever.eu
Themenbild. Bild: 4ever.eu
Um unser Essen wird zunehmend wie über Religion diskutiert: fleischlastig, vegetarisch oder doch gleich vegan? Doch was würde das für uns und die Erde bedeuten?

Von Vince Ebert | Spektrum.de

Das Thema Ernährung ist ja in den letzten Jahren zu einer fast schon religiösen Bewegung geworden. Ich kenne Leute, die halten das Jüngste Gericht für eine Kochshow. Viele Veganer und Vegetarier verurteilen mit teilweise missionarischem Eifer die von ihnen verachteten Fleischesser: „Jaja, du zahlst zwar 20 Euro für ein Stück Bio-Rinderfilet – aber ich möchte nicht wissen, wie wenig von dem Geld bei dem Tier selbst ankommt …“

Aber Scherz beiseite. Tatsächlich sind ihre Anliegen im Kern durchaus berechtigt. Seit Jahren nimmt in wohlhabenden Gesellschaften der Fleischkonsum dramatische Ausmaße an. Die exzessive Viehzucht belastet in vielerlei Hinsicht die Natur, von der ethischen Komponente der Massentierhaltung gar nicht erst zu sprechen. Und gleichzeitig ist klar, dass wir uns inzwischen ohne gesundheitliche Einschränkungen fleischlos ernähren könnten.

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