Absolutistisches Saudi-Arabien: Viel schlechter als sein Ruf

Nur der Kronprinz bestimmt, wie die Gesellschaft auszusehen hat. Kritiker sind „Extremisten und Verräter“. Für den Westen gehört das Land zu den „Guten“

Thomas Pany | TELEPOLIS

Medien folgen politischen Vorgaben. Wer die momentane Nachrichtenlage in der westlichen Hemisphäre verfolgt, gewinnt angesichts der insistierenden Schilderung Irans als Sponsor des internationalen Terrors und große Bedrohung für den regionalen Frieden den Eindruck, dass es sich bei den Gegenspielern des „iranischen Regimes“ nur um hauptsächlich „gute Nationen“ handeln kann.

Diese werden in der Medienwahrnehmung regiert von zumindest gut Gesinnten, solchen, die vielleicht noch ein bisschen brauchen mit ihren demokratischen Fortschritten, die aber doch prinzipiell den Anschluss suchen an die freie westliche Welt und deren Werten. Wie zum Beispiel Saudi-Arabien, wo derzeit mehrere Frauen und Männer ohne Zugang zu Anwälten in Polizeigewahrsam sind, weil sie für Frauenrechte eintreten.

Das Land sei „viel besser als sein Ruf“, stellte die Tagesschau im Mai letzten Jahres fest. Der Beitrag ist mittlerweile nicht mehr ohne weiteres online zu finden, die Hoffnung, die darin zum Ausdruck kam, ist noch präsent.

Die Hoffnung lautet, dass in Saudi-Arabien jetzt einiges an Reformen in Bewegung kommt und das Land auf einem guten Weg ist, wofür sich der ARD-Experte Carsten Kühntopp als engagierter Autor zeigt: „Kronprinz Mohammed bin Salman will Reformen, die auch die Religion betreffen und vor allem die Situation der Frauen verbessern sollen. Im US-Fernsehen sagte er jetzt ‚Extremisten‘ den Kampf an“, äußerte Saudi-Arabien-ist besser-als-sein-Ruf-Autor Kühntopp Ende März im Deutschlandfunk:

Viele Saudis reiben sich verwundert die Augen: Über Jahrzehnte wurden sie von gebrechlichen alten Männern regiert – jetzt krempelt ein 32-Jähriger ihr Land um. Von seinem Vater, dem König, hat Mohammed bin Salman, der Kronprinz, die Lizenz dazu bekommen. Er hat Reformen angestoßen, die die saudische Gesellschaft in den kommenden 10, 20 Jahren tiefgreifend verändern könnten.

Deutschlandfunk

Immerhin unterlässt der ARD-Korrespondent in Kairo die Festlegung, dass die tiefgreifenden Veränderungen positiv ausfallen. Auch ist er bei weitem nicht der Einzige, der sich von Mohammed Bin Salman Reformen erwartet, die Saudi-Arabien deutlich verändern. Wie die gesellschaftlichen Veränderungen konkret aussehen werden, weiß niemand genau. Als wichtiges Kriterium wird meist die Annäherung an die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern genannt.

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Atheisten – Terroristen? Die arabischen Regime suchen ihre Feinde am falschen Ort

Kairos Moscheen sind schön – aber für Atheisten senden sie eine bedrohliche Botschaft aus. (Bild: Asmaa Waguih / Reuters)
Wer sich von Gott abwendet, hat in muslimischen Gesellschaften einen schweren Stand. In Ägypten wird Atheismus gerade als Straftatbestand festgeschrieben, Saudiarabien unterstellt ihn sogar dem Terrorgesetz.

Kacem El Ghazzali | Neue Zürcher Zeitung

Es gibt eine Sache, worüber bei den meisten politischen Mächten in der islamischen Welt Einigkeit herrscht: In der Verteufelung und Unterdrückung von Atheisten sind Regierungen wie Oppositionsparteien auf Augenhöhe. Es ist keineswegs übertrieben, zu behaupten, dass ein Bekenntnis zum Atheismus in muslimischen Ländern mehr Mut erfordert, als den Umsturz von Monarchien oder einen Regimewechsel zu verlangen.

Atheisten werden in islamischen Ländern nicht nur häufig ausgegrenzt und geächtet, sondern auch des Terrorismus bezichtigt oder als «soziale Gefahr» gerichtlich belangt. Saudiarabien etwa hat den Atheismus in sein Terrorgesetz mit aufgenommen. Unter der Kuppel des ägyptischen Parlaments arbeiten die Minister gerade an einem Gesetzentwurf zur Kriminalisierung des Atheismus. Gemeinsam mit der Al-Azhar-Universität, der höchsten religiösen Autorität im Land, berät das Religionskomitee über Strafmassnahmen, die Atheisten zukünftig abschrecken sollen.

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Sieben Frauenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien festgenommen

Fahrschülerin in Riad  © 2018 AFP
In Saudi-Arabien sind sieben Frauenrechtsaktivisten festgenommen worden. Die saudiarabischen Behörden teilten am Samstag lediglich mit, die Festnahmen beträfen „sieben Personen, die versucht haben, die Sicherheit und Stabilität des Königreichs zu gefährden (…) und die nationale Einheit zu untergraben“.

stern.de

Zu ihrer Identität wurden keine Angaben gemacht. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) erklärte, es handele sich um Frauenrechtler, die Festnahmen seien seit Dienstag erfolgt.

Laut HRW wurden unter anderem die drei Frauen Loudschain al-Hathloul, Asisa al-Jussef und Eman al-Nafdschan festgenommen, die für ihren Kampf gegen das in Saudi-Arabien geltende Autofahrverbot für Frauen sowie gegen die Bevormundung von Frauen durch männliche Verwandte bekannt sind.

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Arabische Jugend: Lieber Putin als Trump

Bild, CC BY 4.0
Studie Arab Youth Survey: 57 Prozent sehen in den USA einen Feind und nicht einen Verbündeten

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die jährliche Studie der arabischen Jugend (Arab Youth Survey) wird vom PR-Unternehmen ASDA’A Burson-Marsteller mit Hauptsitz in Dubai in Auftrag gegeben. Das geht mit einer anderen Tiefenschärfe und anderen Auffächerung einher als bei wissenschaftlich orientierten Fragestellungen. Aber da die Befragten aus 16 arabischen Staaten sowie den palästinensischen Territorien stammen und der Studie 3.500 Interviews „von Angesicht zu Angesicht“ (jeweils nur Hälfte Männer und Frauen) zugrunde liegen, ist ihren Ergebnissen schon etwas abzulesen.

Zum Beispiel – und das sorgte umgehend für eine Schlagzeile in der Financial Times, in Gulf Today und in der Arab Times, dass Putin bei der Befragung der arabischen Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren als „Top nicht-arabischer Verbündeter“ gilt und nicht die USA unter Trump.

„Es ereignete sich ein dramatischer Wechsel in der Wahrnehmung Amerikas durch die jungen Araber in den letzten beiden Jahren; eine deutliche Mehrheit, nämlich 57 Prozent sehen in den USA nun einen Feind und nicht einen Verbündeten“, schreibt die saudi-arabische Zeitung Arab News.

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Bereitet sich Israel auf einen Krieg vor – oder will es einen provozieren?

Bild: IDF
Erwartet wird, dass Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran heute aussteigen wird, was schnell in einen militärischen Konflikt mit dem Iran münden könnte

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Man geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump, wie schon lange angekündigt, gegen den Druck anderer Regierungen aus dem Atomabkommen mit dem Iran aussteigen wird. Die israelische Regierung drängt Washington, dies zu machen, und hat in letzter Zeit durch Militärschläge gegen iranische Ziele in Syrien sowohl die Angst vor einem iranischen Angriff beschworen, als auch einen solchen provoziert.

Auch jetzt im Vorfeld der Entscheidung Trumps, der bereits demonstriert hat, dass er im Verein mit Israel und den sunnitischen Golfstaaten unter Führung Saudi-Arabiens den Iran zum Pariah machte und einen Kampf zwischen dem Bösen (Iran) und dem Guten (USA, Saudi-Arabien etc.) ausrief (Gipfeltreffen in Saudi-Arabien: Trump in der „Welt der Guten“, USA: Schmusekurs mit Saudi-Arabien und Golfstaaten). Das lief damit überein, den saudischen Stellvertreterkrieg gegen den Jemen offensiver zu unterstützen, den Saudi-Arabien unmittelbar nach dem Abschluss des Atomabkommens mit dem Iran begonnen hatte („Bomb the Deal“, Warum Krieg gegen den Jemen jetzt?). Mit dem Feind Iran ergab sich auch eine Achse zwischen Saudi-Arabien und Israel. Trump unterstützt Israel wiederum bedingungslos, was auch die provozierende Geste zeigt, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

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Roboterforscherin: „Man kann bedingungslose Liebe antrainieren“

foto: ions Julia Mossbridge: Sophia trägt als Hardware im linken Auge eine Kamera, die irgendwann bis zu 100 Bilder pro Sekunde liefern wird und mit einer Software aus neuronalen Netzwerken auf Mikroebene die Mimik des Menschen analysieren kann.

Julia Mossbridge untersucht, wie künstliche Intelligenz die Menschheit in Sachen Liebe weiterbringen könnte

Interview Uta Gruenberger, Conny Lechner | derStandard.at

Sie wird als schlagfertig und belesen beschrieben und passt praktischerweise in einen Koffer. Ihr Name ist Sophia, ein humanoider Roboter des Hongkonger Unternehmens Hanson Robotics, das im vergangenen Jahr durch mehrere plumpe PR-Gags Aufsehen erregte: Im Oktober zum Beispiel verlieh ausgerechnet Saudi-Arabien Sophia die Staatsbürgerschaft. Das Land ist bezüglich Frauenrechte besonders rückständig. Frauenrechtlerinnen, die ohne islamische Kleidung (Hidschab, Abaya) auf die Straße gehen, werden verhaftet.

In westlichen Ländern wurde die Aktion als Verhöhnung der Frauen in Saudi-Arabien bezeichnet. Die Lockerung ultrakonservativer Regeln (Frauen sollen ab Juni Auto fahren dürfen) macht da wenig gut. Dennoch ist Sophia als „Forschungsobjekt“ interessant, ein Roboter, der dem Vernehmen nach noch gar nicht viel mehr kann als andere Vergleichsobjekte. Sie steht im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „Loving AI“ (liebende künstliche Intelligenz) am Institute of Noetic Sciences in Petaluma, Kalifornien, wo die Psychologin Julia Mossbridge untersucht, warum künstliche Intelligenz (KI) die Menschen ausgerechnet in Sachen Liebe weiterbringen soll.

STANDARD: Frau Mossbridge, wie funktioniert Sophia?

Mossbridge: Sophia gibt es einmal als Roboterkörper für öffentliche Präsentationen und Auftritte – da agiert sie mit spezifisch vorprogrammierten Chatbots und schöpft aus einem definierten Pool von Antworten und Reaktionen. Und dann gibt es Sophia auf der Basis des Softwaresystems Open Cog, wenn wir an ihr für diverse Forschungszwecke wie zum Beispiel Loving AI arbeiten. Open Cog verknüpft anhand von neuartigen Denk- und Lernmechanismen das Wissen aus ganz unterschiedlichen Quellen wie Sprache, Audio, Video und Internet. Die Softwareentwicklung ist ein kreativ-offener Prozess, an dem sich jeder interessierte Programmierer beteiligen kann.

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Weltweite Militärausgaben auf höchstem Niveau seit Jahrzehnten

Die Rüstungsausgaben sind im Vorjahr wieder gestiegen. Bild: Die Presse.
Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde weltweit noch nie wo viel Geld für das Militär ausgegeben wie im Vorjahr. Dies zeigt ein Bericht, der heute in Stockholm vorgestellt wird.

Die Presse.com

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2017 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Dies zeigt ein Bericht des Stockholmer Instituts Sipri, der am Mittwoch vorgestellt wird. Erste Details des Berichts wurden bereits vorab veröffentlicht. In Summe haben die Staaten im Vorjahr 1,74 Billionen US-Dollar für die Rüstung ausgegeben. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent. Bei den 1,74 Billionen US-Dollar handelt es sich um den höchsten Wert weit dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Mit Abstand am meisten Geld gaben nach wie vor die USA aus. Auf Platz zwei lag China. Russland wurde von Saudi-Arabien überholt und lag jetzt auf dem vierten Platz.

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In Saudi-Arabien eröffnet erstmals wieder ein Kino

Geht es nach Kronprinz Salman, ist es nur der Anfang: Geplant sind diverse weitere Kinos in Saudi-Arabien. Insgesamt wollen die Behörden bis 2030 etwa 350 Lichtspielhäuser eröffnen. Bild: dpa
Am Wochenende öffnete in Saudi-Arabien nach mehr als 35 Jahren das erste öffentliche Kino. Gezeigt wurde der Film „Black Panther“. Kronprinz Salman gefiel die Geschichte vom Aufstieg eines jungen Prinzen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Karten waren ab Mitternacht online verfügbar und innerhalb von Minuten ausverkauft – trotz eines Preises von umgerechnet 16 Euro. Im Foyer des Kinos in Riad machten Besucher Selfies und stellten sich für Popcorn in die Schlange. Am Wochenende öffnete in Saudi-Arabien nach mehr als 35 Jahren das erste öffentliche Kino. Gezeigt wurde der Superheldenfilm „Black Panther“.

Das Königshaus hatte Kinos Anfang der 1980er Jahre als „unislamisch“ verboten. Hintergrund ist die extreme saudische Lesart des Islam, die Vergnügungen wie Konzerte oder Filme eigentlich verbietet. Mitte 2017 wurde der heute 32-jährige Muhammad Bin Salman zum Kronprinzen ernannt und damit zum designierten Thronfolger. Mit seinem Aufstieg leitete er eine vorsichtige soziale Öffnung in dem Königreich ein. Das Verbot der Kinos ließ er im Dezember aufheben.

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Rana Ahmad: „Frauen dürfen hier nicht träumen“ – es ist noch viel schlimmer

Rana Ahmad bei der Buchvorstellung am Stiftungssitz der Giordano-Bruno-Stiftung. Foto: ©Udo Unger
Rana Ahmad floh unter Einsatz ihres Lebens nach Europa, weil sie es in Saudi-Arabien nicht mehr aushielt. In einer beklemmenden, äußerst lesenswerten Biographie erzählt sie ihre Geschichte. Es offenbart sich ein bisher kaum bekannter Blick auf Alltag und Gefühlswelt einer mutigen Frau im fundamentalistischsten Staat der Welt.

Von Gisa Bodenstein | hpd.de

Es ist schon viel geschrieben worden über Saudi-Arabien. Die meisten wissen inzwischen, dass Frauen dort bis jetzt nicht Auto fahren durften und Menschen zu Körperstrafen verurteilt werden, die zum Teil öffentlich vollstreckt werden. Es ist ein Blick von außen, den man so meistens erhält, ein unpersönlicher, sachlicher. Aus den Medien erfährt man selten etwas über die Menschen und ihren Alltag. Deshalb ist das Buch „Frauen dürfen hier nicht träumen – Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit“, das Rana Ahmad mit Unterstützung der Journalistin Sarah Borufka geschrieben hat, etwas Besonderes. Ahmad, die 2015 während der großen Flüchtlingswelle nach Deutschland kam, kann beide Perspektiven vergleichen. Sie kennt sowohl unsere Lebensweise – und schätzt sie wahrscheinlich mehr, als jeder, für den sie seit seiner Geburt selbstverständlich ist – als auch den Lebensalltag in Saudi-Arabien. Sie schafft es so, in ihren detailreichen Schilderungen genau die Aspekte herauszustellen, bei denen die kulturelle Diskrepanz am deutlichsten zu Tage tritt. Und man stellt fest: Das Leben dort – vor allem als Frau – ist noch viel schlimmer, als man angenommen hatte.

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Der Auszug von Jaish al-Islam aus Ost-Ghouta

Jaish al-Islam-Kämpfer. Bild: Qasioun News Agency / CC BY 3.0
Die unendlichen Kriege in Syrien: Saudi-Arabien und die verlorene Hoffnung des Westens

Thomas Pany | TELEPOLIS

Mit dem Abzug der Miliz Jaish al-Islam aus Ost-Ghouta fällt eine Bastion des Widerstands gegen die syrische Regierung. Damit ist eng verknüpft, dass für alle daran Interessierte die wahrscheinlich nicht mehr so leicht wiederkehrende Möglichkeit verloren geht, Damaskus aus nächster Nähe mit vergleichsweise unaufwändigen Mitteln empfindlich zu treffen.

Am Fall von Baschar al-Assad haben viele Staaten Interesse, was sie auch schon früh durch die Unterstützung seiner Gegner mit Waffen, anderem Kriegsmaterial, Geld, politische Bühnen und PR dokumentiert haben – so zum Beispiel Saudi-Arabien, das zu den großen Förderern der Jaish al-Islam gehört.

Die Kontakte wurden früh geknüpft. Der frühere Führer von Jaish al-Islam, Zahran Alloush, der maßgeblich die bis zu seinem Tod im Dezember 2015 (den die USA betrauerten) weit ausgedehnte Herrschaft seiner Miliz in Ost-Ghouta aufgebaut hatte, hatte neben politischen auch starke religiöse Anknüpfungspunkte mit Saudi-Arabien, was die Zusammenarbeit erleichterte.

Der Salafist gehörte – anders als Dschihadisten der al-Qaida – einer fundamentalistischen Richtung an, die dem mit Wahhabisten verbundenem Herrscherhaus Saud keine Probleme bereitete, eher im Gegenteil. Der zum Hass zwischen Sunniten und Schiiten aufwiegelnde Prediger Adnan Arour, der nach Saudi-Arabien geflohen war, mit dem Zahran Alloush in bester Verbindung stand, illustriert die Gemeinsamkeit der religiösen Auffassung.

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Ältester Homo sapiens aus Arabien entdeckt

Dieser Fingerknochen beweist es: Schon vor rund 90.000 Jahren lebten moderne Menschen in Saudi-Arabien. © Ian Cartwright
Überraschender Fund: In Saudi-Arabien haben Forscher das älteste Homo sapiens-Fossil außerhalb Afrikas und der Levante entdeckt. Der rund 90.000 Jahre alte Fingerknochen belegt: Unsere Vorfahren verließen Afrika früher und kamen dabei weiter als es die gängige Theorie besagt. Der Fund könnte zudem darauf hindeuten, dass die frühen Menschen Afrika über zwei unterschiedliche Routen verließen – eine nördliche über die Levante und eine südliche nach Arabien hinein.

scinexx

Lange schien klar, dass die ersten anatomisch modernen Menschen vor rund 200.000 Jahren in Afrika entstanden und sich von dort anschließend über die ganze Erde verbreiteten. Den ersten Anlauf, den afrikanischen Kontinent zu verlassen, unternahmen die frühen Homo sapiens demnach vor rund 130.000 bis 90.000 Jahren – schafften es dabei jedoch nur bis in die benachbarte Levante. Erst bei einer zweiten Expansionswelle vor rund 60.000 Jahren drangen unsere Vorfahren dann in weite Teile Eurasiens und bis nach Australien vor.

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Saudi-Arabien: Weiter Waffen für den Gegner Irans

USA und Deutschland stocken das Arsenal ihres Partners in der Region auf – trotz des Jemen-Krieges

Thomas Pany | TELEPOLIS

Es ist ein Waffengeschäft in bedeutendem Umfang mit einem Land, das in einem Krieg steckt, welcher der Zivilbevölkerung im Jemen das Leben zur Hölle macht, und das mit Iran in einem Konflikt steckt, bei dem die Zündschnüre kreuz und quer durch den ganzen Nahen Osten verlaufen: Das US-Außenministerium hat dem Verkauf von Waffen im Wert von 670 Millionen Dollar zugestimmt, berichtet die New York Times.

Die Zeitung nennt Panzerabwehrwaffen, 6.700 Raketen vom Hersteller Raytheon, Teile für Panzer, die in den USA gefertigt wurden und Hubschrauber, die bereits im Besitz Saudi-Arabiens sind, als Hauptbestandteile des Geschäfts, das im Zusammenhang mit dem Besuch des saudischen Kronprinzen in Washington steht. Zitiert wird Verteidigungsminister Jim Mattis, der Saudi-Arabien als „Teil der Lösung des Jemen-Kriegs begreift“, was nicht falsch ist, da das Königreich Kriegspartei ist und somit den Konflikt auch herunterfahren könnte.

Ob der Waffenverkauf der USA dafür das richtige Signal ist? Auch wenn nicht völlig klar ist, ob die Präzisionsmunition, ebenfalls aus der Produktion von Raytheon, die unter der Obama-Regierung noch mit einem Verkaufsstopp an Saudi-Arabien belegt wurde, zum Handel gehört – laut einer früheren Meldung der New York Times deutet sich an, dass die Präzisionsmunition zu einem größeren Paket gehört.

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USA wollen in Manbidsch bleiben, Irak lehnt türkische Operation im Nordirak ab

Jesidische PKK-Kämpferinnen in Sindschar. Bild: YPG/CC BY-SA-2.0
Es läuft auf eine Konfrontation zwischen Washington und Ankara zu, aber auch Bagdad stellt sich gegen türkische Invasionspläne

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Kaum hatten die türkischen Truppen mit ihren vandalisierenden Kämpferhorden die Stadt Afrin „eingenommen“, aus der die YPG-Kämpfer bereits abgezogen und die meisten Einwohner geflohen waren, startete das türkische Militär die nächste Invasion. Gedroht wurde erneut, die Kurden, also die „YPG/PKK-Terroristen“ im türkischen Propagandasprech, von Manbidsch über Kobane bis nach Qamishli zu vertreiben, also das gesamte syrische Grenzgebiet im Süden zur Türkei einzunehmen. Zunächst aber waren am Montag türkische Truppen, unterstützt durch die Luftwaffe, im Nordirak einmarschiert, um dort die PKK aus dem Sindschar zu vertreiben. Schon Anfang 2017 hatte die Türkei mit einem militärischen Eingreifen gedroht, wenn die PKK sich nicht aus Sindschar (Shengal) zurückzieht. Im Anschluss hat die Türkei begonnen, für eine Bodentruppe aus Milizen eine Proxy-Armee durch Anwerbung und Ausbildung von arabischen Syrern bzw. Abwerbung von Kämpfern aufzubauen, die nun wohl auch in Afrin mit dabei war.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind allein Sonntag und Montag mehr als 100000 Menschen aus Afrin vor den Türken Richtung Aleppo und Tel Rifaat geflohen. UN-Hochkomissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, sagte, 50.000 seien aus Ost-Ghouta geflohen (nach russischen Angaben sollen es mittlerweile 80.000 sein, die den Fluchtkorridor zum Entkommen benutzt hätten) . Er warf der syrischen Regierung Kriegsverbrechen und Bombardement der eingeschlossenen Zivilisten vor, die türkischen Streitkräfte hätten in Afrin ebenfalls viele Zivilisten getötet und verletzt sowie tausende vertrieben.

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Deutsche Waffenlieferungen in den Nahen Osten steigen um 109 Prozent

Themenbild. Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Die USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China stehen für 74 Prozent aller internationalen Rüstungslieferungen der vergangenen fünf Jahre. Deutsche Waffenlieferungen in den Nahen Osten steigen um 109 Prozent.

Frankfurter Rundschau

Die Geschäfte globaler Rüstungshersteller gehen glänzend: So wuchs der weltweite Waffenhandel zwischen 2013 und 2017 um zehn Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2008 bis 2012, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Dies sei vor allem auf mehr Waffenlieferungen nach Asien und Ozeanien sowie in den Nahen Osten zurückzuführen.

Nach Jahren des Rückgangs wachse das globale Geschäft mit Rüstungsgütern seit 2003 wieder deutlich, erklärte Sipri. Die fünf größten Exporteure waren die USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China. Zusammen stehen diese für 74 Prozent aller internationalen Rüstungslieferungen der vergangenen fünf Jahre. Die wichtigsten Abnehmer waren Indien, Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und China.

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„Islam übernimmt Funktionen, die ein Staat übernehmen sollte“

Bürgerkrieg in Syrien: Wo Staaten scheitern, gedeiht der radikale Islam. (Samer Bouidani / dpa)
Der Islam ist nach Ansicht von Rainer Hermann mitverantwortlich für die Krisen im Vorderen Orient. „Wenn Staaten scheitern, wird die Religion wichtiger“, sagte der „FAZ“-Journalist und Buchautor im Dlf. Ein politischer Islam habe den bürgerlichen, gemäßigten Islam verdrängt.

Rainer Hermann im Gespräch mit Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: Rainer Hermann ist promovierter Islamwissenschaftler und Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Jahrelang hat er als Korrespondent über die arabische Welt berichtet, er ist ein ausgewiesener Kenner der gesamten Region und ihrer Konflikte.

Am 10. März erscheint sein neues Buch, es heißt „Arabisches Beben“. Hermann beschäftigt sich darin mit den Ursachen für das Scheitern vieler arabischer Staaten, mit dem Bürgerkrieg in Syrien, der Rivalität zwischen Iran und Saudi-Arabien, der Spaltung des Islams und dem Erstarken des radikalen Islamismus. „Die wahren Gründe der Krise im Nahen Osten“ heißt das Buch im Untertitel, und ich habe Rainer Hermann gefragt, ob die Religion auch einer dieser Gründe ist.

Rainer Hermann: Zunächst sind die Gründe gesellschaftliche Gründe, Staatsversagen und das Versagen von Eliten. Wenn Staaten versagen, nimmt die Bedeutung der Religion zu, weil die Staaten keinen Halt, keine Sicherheit mehr bieten und die Menschen nach einer Alternative suchen. Wer gibt ihnen Halt, wo finden sie Sicherheit, wo finden sie Solidarität? Insofern hat die große Krise der arabischen Welt, die wir heute erleben, zu einer neuen Bedeutung des Islams geführt.

Wie der Islam zur Widerstandsbewegung wurde

Dittrich: Sie beschreiben in Ihrem Buch, dass das Ende der Kolonialherrschaft den Ländern keine Befreiung gebracht hat, sondern Militärdiktaturen, die wiederum scheiterten. Und die Folge davon war der politische Islam. Was ist das Problem mit diesem politischen Islam?

Hermann: Es hat eine Reihe von externen und internen Faktoren gegeben, die diese Fehlentwicklungen angestoßen haben, die sich heute in diesen Beben und vielen Nachbeben entladen. Und Sie haben das angesprochen: Die Europäer und Amerikaner haben in diese Länder eingegriffen, haben Grenzen gezogen, Verfassungen geschrieben, Könige eingesetzt. Und es waren alles Staaten ohne Nationen, die früher oder später zerfallen sollten.

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Macron will den Islam neu erfinden

Frankreich will Imame stärker kontrollieren. Das wird schwierig, schreibt Necla Kelek Quelle: picture alliance / ZB
Der französische Präsident versucht, die Ausbildung von Imamen staatlich zu kontrollieren. Ob so die anhaltende Entfremdung zwischen Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft gestoppt werden kann, hält unsere Autorin für fraglich.

Von Necla Kelek | DIE WELT

Die Stellung des Islam in Europa ist umstritten. Die einen sagen – vor allem die maßgeblichen Politiker in Deutschland –, der Islam sei, schon allein zahlenmäßig, Teil Europas. Andere beziehen das nur auf die säkularen Muslime. In Großbritannien, Frankreich, Belgien, Holland und auch den anderen westeuropäischen Ländern hat sich in den letzten fünfzig Jahren die Zahl der Muslime, der Moscheen und der entsprechenden Verbände vervielfacht. Arbeitsmigration, Zuwanderung aus ehemaligen Kolonien oder durch Flucht stellen enorme Anforderungen an die Integrationsfähigkeit der Aufnahmegesellschaften.

In großen Teilen ist die kulturelle Integration speziell der muslimischen Migranten gescheitert. Parallelgesellschaften und -justiz, Bildungsferne, hohe Arbeitslosigkeit bis hin zu Fundamentalismus und religiös fundierter Terrorismus bestimmen die Agenda. Die Versuche, die islamischen Organisationen in einen gesellschaftlichen Diskurs einzubeziehen, sind, wie am Beispiel der Deutschen Islamkonferenz deutlich wurde, in den Anfängen stecken geblieben. Vor allem, weil es den Islamvertretern im Kern nur darum ging, dass ihre Gruppeninteressen gesellschaftliche Norm werden. Die erste Islamkonferenz diskutierte ernsthaft drei Jahre darüber, ob den Islamverbänden zuzumuten ist, dass sie die Priorität des Grundgesetzes vor dem Koran, also Allahs Gesetzen, als verbindlich ansehen.

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Saudi-Arabien: Scheich stellt Abaja-Pflicht in Frage

Die Pflicht für Frauen das traditionelle islamische Kleidungsstück zu tragen, wird in Saudi-Arabien diskutiert. Bild: Elisabeth Cargnelli
Frauen in Saudi-Arabien sollten nach Ansicht eines einflussreichen religiösen Würdenträgers des Landes nicht mehr zum Tragen des langen Mantels Abaja verpflichtet werden.

religion.ORF.at

„Mehr als 90 Prozent der frommen Frauen in der muslimischen Welt tragen keine Abaja“, sagte Scheich Abdullah al-Mutlak, der der höchsten religiösen Instanz des erzkonservativen Landes angehört, in einer Fernsehsendung. „Wir sollten die Menschen also nicht zwingen, Abajas zu tragen.“

Lockerungen der Gesetze zu Gunsten der Frauen

Es sind die ersten Äußerungen dieser Art eines so hohen geistlichen Würdenträgers in Saudi-Arabien über die Abaja. In dem Land, wo eine besonders strenge Auslegung des Islam gilt, herrschen für Frauen zahlreiche Einschränkungen. Die Kleiderordnung schreibt für Frauen in der Öffentlichkeit den langen schwarzen Mantel Abaja vor.

Zuletzt hat Riad einige Regeln aber gelockert. So sollen Frauen ab diesem Jahr in Autos am Steuer sitzen dürfen. Außerdem dürfen sie inzwischen in einigen Stadien Sportveranstaltungen besuchen.

Erdogans radikale Hilfstruppe war einst ein Hoffnungsträger

Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) ziehen mit türkischen Flaggen gegen das syrische Kurdengebiet Afrin Quelle: AP
Noch vor ein paar Jahren war die syrische Rebellentruppe FSA ein Liebling des Westens. Sie galt als mutig, effizient und säkular. Jetzt kämpft sie für die Türkei in Afrin – und präsentiert sich klar islamistisch.

Von Erk Acarer | DIE WELT

Lange Bärte, Raketenwerfer auf der Schulter, in den Himmel gereckte Zeigefinger, die auf den einen und einzigen Gott hinweisen – die Kämpfer auf ersten Fotos vom türkischen Vorstoß auf das syrische Kurdengebiet Afrin sahen so gar nicht wie türkische Soldaten aus. Aber auch nicht wie das Bild, das man sich bis dahin von der Freien Syrischen Armee (FSA) gemacht hatte, der syrischen Rebellengruppe, die nun an der Seite der türkischen Streitkräfte gegen Afrin marschierte.

In Ankara sorgten die Bilder für Aufsehen. „Wer sind die Männer auf diesem Foto?“, fragte der Oppositionsabgeordnete Sezgin Tanrikulu, als er eins der Fotos im Internet teilte. „Überbleibsel welcher Organisationen sind sie, unter wessen Schutz stehen sie, welche Botschaft soll ihr Handzeichen geben?“

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Kholoud Bariedah: „Alle zwei Wochen, immer am Freitag, bekam ich 50 Hiebe“

„I am my own Guardian“, steht auf dem Armband von Kholoud Bariedah, „Ich bin mein eigener Vormund“. Die Aktivistin kämpft dafür, die Vormundschaft von Männern über Frauen in ihrem Heimatland abzuschaffen. Foto: AKUD/Lars Reimann
Kholoud Bariedah ist zwanzig Jahre alt, als sie mit ein paar Freunden in ihrer Heimatstadt Dschidda in Saudi-Arabien eine Party feiert – und die Religionspolizei sie dafür verhaftet. Der Richter schickt sie in eine Besserungsanstalt nach Mekka. Sie wird gedemütigt, muss Stockschläge einstecken und wird in der Einzelhaft beinahe verrückt.

Von Silvia Perdoni | Berliner Zeitung

Nach ihrer Entlassung sagt sie sich vom Islam los, bekennt sich öffentlich zum Atheismus und flieht ins Ausland. Erst in die Türkei, dann über Schweden nach Deutschland, wo sie im Jahr 2015 Asyl erhält.

Heute ist sie 32, lebt in Berlin und hat ein Buch über ihre Zeit in Haft geschrieben. Viele Seiten, sagt sie in recht gutem Deutsch, entstanden in dem kleinen Café am Treptower Park, in das sie an diesem Januartag zum Interview kommt.

Frau Bariedah, Ihr Buch beginnt mit einem Alptraum. Wie oft lassen die Erlebnisse Sie heute noch aufschrecken?

Ich konnte nicht frei sein, bis ich die Geschichte aufgeschrieben habe. Jetzt bin ich es. Ich erkenne einen Sinn: Bis heute hat niemand über Frauengefängnisse in Saudi-Arabien geredet. Ich sollte das wohl erleben, um es der Welt mitzuteilen.

Was ist damals, im Jahr 2006, passiert?

Wir waren nur fünf Personen in einer Wohnung mit einem DJ. Doch dass Männer und Frauen gemeinsam feiern, war in Saudi-Arabien nicht erlaubt. Es kamen Polizisten von der Tugendbehörde, in zivil, ohne offizielle Uniform. Sie brachen die Tür auf. Ich geriet in Panik, wusste nicht, ob das vielleicht Terroristen oder andere Moralwächter waren, die Frauen vergewaltigen. Deswegen schlug ich um mich und traf einen der Männer, ich schrie, riss ich mich los und rannte – zur Polizei, um mich über die Männer zu beschweren.

Die saudische Parabel

In jüngster Zeit schließt jede Nachricht über die erratische saudische Außenpolitik mit dem Satz, das Königreich kämpfe mit Iran um die Vorherrschaft in der Region. Die Floskel erklärt nichts, sie wickelt das Unverständliche nur in Pseudo-Plausibilität.

Von Charlotte Wiedemann | Qantara.de

Für die Feministinnen (so nannten sie sich selbst), die ich in Saudi-Arabien traf, war der fürchterliche Krieg im Nachbarland Jemen kein Thema. Sie waren damit beschäftigt, sich selbst und andere Frauen aus den Fesseln eines absurden Vormundschaftssystems zu befreien, in dem ein weibliches Wesen lebenslang das Mündel eines Mannes bleibt.

Die Vorkämpferinnen setzten ihre Hoffnung dabei – außer auf die eigene Kraft – auf jenen Mann, der für zahlreiche Kriegsverbrechen auf dem jemenitischen Schauplatz haftbar zu machen wäre: Kronprinz Mohammed bin Salman, Verteidigungsminister und Saudi-Arabiens starker junger Mann.

Der 32jährige designierte Thronfolger wird im globalisierten politischen Jargon als Reformer bezeichnet – ein Umstand, der vor allem zeigt, wie wenig dieser Begriff besagt. Nach landläufiger Vorstellung gibt es in außereuropäischen und zumal islamischen Ländern eine Art von Paket, das mit dem R-Wort etikettiert wird und in dem sich routinemäßig Folgendes befindet: Mehr Rechte für Frauen und Minderheiten, Marktliberalismus, Bereitschaft zur Kooperation mit dem Westen. Wird dieses Paket ausgepackt, nennt man das Modernisierung. Da die Moderne aber bekanntlich von uns erfunden wurde, machen Reformen die islamischen Länder uns, dem Westen, zwangsläufig ähnlicher.

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