Frau in Saudi-Arabien nach Minirock-Video festgenommen

Dass eine Frau in Minirock und Top durch Saudi-Arabien läuft, ist alles andere als alltäglich. Eine Feministin hat ein Video davon im Internet veröffentlicht – nun wurde die darin Gezeigte festgenommen.

stern.de

Ein bauchfreies Top ohne Ärmel und ein Minirock sind bei Temperaturen von über 40 Grad im Schatten nichts Besonderes. Doch dass eine Frau in Minirock und Top durch Saudi-Arabien läuft, ist alles andere als alltäglich. Nun hat eine Feministin das Video einer Frau in westlicher Sommerkleidung im Internet veröffentlicht und damit die Gemüter erregte.

weiterlesen

Saudi-Arabien: Junge Frau in kurzem Rock statt Abaya sorgt für Eklat

Skandalträchtig: Dieser Ausschnitt aus einem Video zeigt eine junge Frau im Minirock in Saudi-Arabien Quelle: Screenshot Die Welt
Ein Video sorgt in Saudi-Arabien für einen Aufschrei. Zu sehen ist eine Frau im kurzen Rock in einem historischen Fort. Für die einen ist es ein Akt der Befreiung, die anderen wollen sie im Gefängnis sehen.

DIE WELT

Man will es nicht glauben mit westlicher Weltsicht, aber im Jahr 2017 rufen auf dieser Welt tatsächlich noch Menschen „Ins Gefängnis mit ihr“, wenn eine Frau einen Minirock trägt. Im vielleicht konservativsten Land der Welt, Saudi-Arabien, postet eine beliebte Snapchat-Nutzerin unter dem Namen Khulood ein gerade mal sechs Sekunden langes Video auf dem Instant-Messaging-Dienst. Wer genau sich hinter dem Nutzernamen verbirgt, ist nicht bekannt.

Zu sehen ist darauf sie, wie sie im knappen Shirt und im Minirock durch ein leeres historisches Fort in Uschaiager läuft, einer Ortschaft nördlich der Hauptstadt Riad. Aus der Gegend stammen viele der besonders konservativen Clans.

weiterlesen

Deutschland liefert Waffen an Katar-Gegner

Ein Modell des U-Bootes Typ 218SG , das Deutschland nun nach Ägypten verkauft. Foto: afp
Mitten in der Krise zwischen Katar und mehreren arabischen Staaten genehmigt die Bundesregierung Waffenexporte an die Konfliktparteien.

Von Joachim Frank | Frankfurter Rundschau

Mitten in der Auseinandersetzung zwischen dem Emirat Katar und mehreren arabischen Staaten hat die Bundesregierung Rüstungslieferungen an die Konfliktparteien Ägypten und Saudi-Arabien genehmigt. Das geht aus einer Mitteilung von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries an den Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie hervor.

Dem Schreiben zufolge, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt, hat der für Waffenexporte zuständige Bundessicherheitsrat der Ausfuhr eines von Thyssen-Krupp gebauten U-Boots an Ägypten zugestimmt. Saudi-Arabien erhält vier Patrouillenboote der 40-Meter-Klasse sowie 110 ungepanzerte Schwerlastkraftwagen.

weiterlesen

Atheismus in Saudi-Arabien: Angst vor Ketzern und Dämonen

Atheisten werden in Saudi-Arabien bis heute gesellschaftlich geächtet und unterdrückt, bisweilen sogar als Terroristen diskreditiert und hingerichtet. Die Bemühungen, das Verhältnis zwischen ihnen und den gläubigen Muslimen im Königreich zu normalisieren, waren bislang vergebens.

Von Hakim Khatib | Qantara.de

Obwohl die Religionsführer in Saudi-Arabien immer wieder vor der „Gefahr des Atheismus“ oder dem „Zweifel an Gott“ warnen, wenden sich viele Bürger des Königreichs vom Islam ab. Diese Abkehr von der Religion könnte unter anderem an den strengen saudischen Gesetzen im Namen des Islam oder am leichten Zugang zu Informationen im Zeitalter der Massenkommunikation liegen. Leider müssen diejenigen, die diesen Weg tatsächlich beschreiten, mit drakonischen Strafen rechnen oder ein Doppelleben führen.

Vor Kurzem erst wurde im saudischen Königreich erneut ein Atheist zum Tode verurteilt, weil er ein Video veröffentlicht hatte, in dem er dem Islam entsagte. Sein Name ist der junge Ahmad al-Shamri aus Hafar al-Batin, einer Kleinstadt im Osten des Landes. In seiner Videobotschaft schwörte Al-Shamri dem Islam ab und äußerte sich abschätzig über den Propheten Mohammed. Nachdem er 2014 in den sozialen Medien einige Videos hochgeladen hatte, um seine Ansichten zu teilen, wurde er wegen „Atheismus und Blasphemie“ angeklagt.

Da die Abkehr vom Islam in Saudi-Arabien mit der Todesstrafe geahndet wird, wurde Al-Shamri am 25. April 2017 vom Obersten Gerichtshof des Landes tatsächlich zum Tode verurteilt. Auch wenn sich solche Gerichtsverhandlungen über Monate hinziehen können, steht im Fall von Blasphemie, Atheismus oder Homosexualität das Urteil häufig schon vorher fest.

Richter und Henker

2014 hatte die Regierung in Riad einige Gesetze verabschiedet, die es unter Strafe stellen, „atheistisches Gedankengut“ zu verbreiten oder die „Grundlagen der islamischen Religion“ in Frage zu stellen. Laut Informationen von Amnesty International fanden in Saudi-Arabien bisher mindestens 154 Hinrichtungen statt, bei denen die „Todesstrafe aufgrund von Prozessen vollstreckt wurde, die nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entsprechen“. Hierzu einige Beispiele:

weiterlesen

Helium-Blockade am Persischen Golf

Bild: University of Oxford
Wegen des Anfang Juni begonnenen Katar-Boykotts liegt fast ein Drittel der Weltförderung des Edelgases auf Eis. Engpässe drohen – und mit dem Auslaufen des Ultimatums ein Krieg

Von Bernd Schröder | TELEPOLIS

Saudi-Arabien und andere Länder des Nahen Ostens (unter anderem Ägypten, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate) haben Anfang Juni 2017 die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade begonnen. Sie werfen dem Land die Unterstützung extremistischer islamischer Gruppen sowie Beziehungen zum Iran vor (Machtkampf im Nahen Osten: Katar soll sich gefügig zeigen).

Die Blockade richtet sich gegen einen Exportschlager des Emirats, indem sie den Haupttransportweg des Edelgases unterbricht. Der führt auf dem Landweg von Katar durch Saudi-Arabien, zum 700 Kilometer entfernten Hafen von Jebel Ali in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Katar hat mittlerweile die Heliumproduktion gestoppt.

Die Lieferungen dauern normalerweise rund einen Monat, um ans Ziel zu kommen. Aufgrund dieses „Transit-Puffers“ und einer Lieferung, die den Hafen von Hamad am 19. Juni verließ, werden die internationalen Abnehmer erst im Juli Auswirkungen der Blockade zu spüren bekommen, vermuten Beobachter. Sollte die diplomatische Situation nicht bald gelöst werden, könnte der Helium-Vertrieb vor Ort über regelmäßige Lieferungen aus dem neuen Hafen von Hamad organisiert werden. Sollten Katars Widersacher die Seeroute blockieren, entfiele diese Option allerdings auch. Katars Exporte von Flüssigerdgas ab Ras Laffan sind von der Blockade bisher nicht betroffen.

weiterlesen

Abu Dhabi warnt Katar vor „endgültiger Scheidung“

Eine Reihe arabischer Staaten boykottieren Katar. – APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
Vier arabische Staaten legen dem Emirat 13 Bedingungen vor, etwa die Schließung des Fernsehsenders Al-Jazeera. Doha hat zehn Tage Zeit, die Forderungen zu erfüllen.

Die Presse.com

In der Katar-Krise haben vier arabische Staaten ihre Bedingungen für ein Ende ihres Boykotts übermittelt. Innerhalb von zehn Tagen müsse das Emirat 13 Forderungen erfüllen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von einem Vertreter der Ländergruppe aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain. Unter anderem müsse die Regierung in Doha den Fernsehsender Al-Jazeera schließen und ihre Verbindungen zum Iran einschränken, dem Erzfeind der Boykott-Staaten. Nach der Frist ist das Verhandlungsangebot offenbar hinfällig. Katar nahm zunächst nicht Stellung.

Die arabischen Länder verlangen den Informationen zufolge von der Regierung Katars zudem, ihre Beziehungen zu Extremistenorganisationen wie der Muslimbruderschaft, dem Islamischen Staat, Al-Kaida und der Hisbollah abzubrechen.

weiterlesen

Journalisten in Haft: Bitte nicht vergessen!

Laute Proteste sind am Ende die einzige Hoffnung für Menschen, die in autoritären Ländern zu Unrecht im Gefängnis sitzen.FOTO: EPD
Fünf Jahre dauert die Haft von Raif Badawi, 126 Tage die von Denis Yücel, 50 Tage die von Mesale Tolu: Ihre Gefangenschaft ist ein fortwährender Skandal ohne dauernde Empörung. Aber auf die kommt es an.

Von Max Tholl | DER TAGESSPIEGEL

Soll man erleichtert sein, dass Raif Badawi nun die Hälfte seiner Haftstrafe hinter sich hat oder empört, dass er mittlerweile schon fünf Jahre zu Unrecht in Haft sitzt? „Beleidigung des Islams“ lautete im Juni 2012 die offizielle Begründung für die Festnahme des saudischen Bloggers, der mit seiner Webseite „Freie saudische Liberale“ eine offene und pluralistische Debatte über die politischen Zustände im Königreich anstoßen wollte und somit den saudischen Herrschern zum Dorn im Auge wurde. In Wahrheit ist sein Fall eine Beleidigung der Meinungsfreiheit – und kein Einzelfall. Repressalien gegen Kritiker sind in Autokratien alltäglich. Einige Fälle sorgen international für Aufsehen und Protest, die meisten kritischen Stimmen verstummen aber ohne Nachhall.

weiterlesen

Dodo Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte – bigott

Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die deutschen Waffenexporte scharf kritisiert. „Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen“, heißt es in einem Beitrag der Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die „Bild am Sonntag“.

evangelisch.de

Im vergangenen Jahr habe die Bundesregierung Rüstungsexporte in Höhe von 6,85 Milliarden Euro genehmigt. Käßmann: „Das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte der Bundesrepublik.“ Sie forderte, Rüstungsexporte zum Thema bei der Bundestagswahl zu machen.

Außerdem hätten die Kriegswaffenausfuhren zugenommen, darunter auch in problematische Länder wie Algerien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

weiterlesen

„Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitions­zeit“

Foto: Imad KarimDer libanesische Regissuer Imad Karim
Der deutsch-libanesische Regisseur Imad Karim gilt als einer der umstrittensten Islam-Kritiker. Im Interview spricht er über das Versagen der arabischen Gesellschaft, über den politischen Islam, und warum er gegen Einwanderung ist.

Von Stefan Kaltenbrunner | kurier.at

KURIER: Es gibt im Internet ein Video, das den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Nasser zeigt, der vor Parteikollegen eine Rede hält, in der er launig erzählt, dass der Chef der Muslimbrüder tatsächlich von ihm verlangt hätte, dass Frauen dazu verpflichtet werden ein Kopftuch zu tragen. Alle Beteiligten im Saal fanden das sehr lustig.

Karim: Ich kenne das Video, das war Ende der Fünfzigerjahre. Ein Kopftuchzwang war damals völlig illusorisch.

Heute gibt es kaum mehr ein islamisches Land, in dem Frauen kein Kopftuch mehr tragen, was hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der arabischen Welt verändert?

Man hat bis in die Achtzigerjahre in vielen arabischen Ländern geglaubt, dass man mit demokratischen und säkularen Mitteln die Gesellschaft verändern könnte. Aber diese Kräfte haben völlig versagt.

weiterlesen

Wie arabische Staaten fundamentalistische Missionierung in Europa finanzieren

Salafisten beten 2012 in Bonn. (Foto: picture alliance / dpa)
  • Missionare von der Arabischen Halbinsel versuchen, in Europa Grundstücke für Moscheen und Schulungseinrichtungen zu kaufen – auch in Deutschland.
  • Hierzulande hat sich die Zahl radikaler Salafisten in den vergangenen fünf Jahren auf 10 000 verdoppelt.
  • Der Bundesnachrichtendienst ist überzeugt: Vor allem Saudi-Arabien, Kuwait und Katar sähen derzeit eine günstige Gelegenheit, ihren fundamentalistischen Islam in Europa zu verbreiten.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Bei manchen Geschenken wird man eher misstrauisch, als dass man sich freut. Kürzlich hieß es: Das märchenhaft reiche Königshaus von Saudi-Arabien wolle seine Staatsschatulle öffnen und in Deutschland den Bau von 200 neuen Moscheen spendieren.

Schon wahr, Neubauten wären gut. Die deutschen Moscheen sind völlig überfüllt. Nicht nur im Ramadan spüren das die Betenden. Eine knappe Million Flüchtlinge sind seit Herbst 2015 gekommen, siebzig Prozent von ihnen sind muslimisch.

weiterlesen

Trumps Kanonenpolitik scheitert an Nordkorea

Kim Jong-un provoziert lachend US-Präsident Trump. Bild: Rodong Sinmun
Man muss es dem US-Präsidenten Donald Trump lassen. Besonnene Diplomatie ist seine Sache nicht. Gegen Nordkorea hatte er eine Kanonenbootpolitik mit seiner Armada betrieben, allerdings mit wenig Erfolg. Mit seiner Anti-Iran-Politik hat er nun mit seiner Unterstützung des Konflikts der von Saudi-Arabien geführten Golfstaaten gegen Katar einen Konflikt losgetreten, der die sowieso bis an die Zähne bewaffnete und von kriegerischen Konflikten heimgesuchte Region noch weiter ins Chaos stürzen kann.

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nachdem der nordkoreanische Führer Kim Jong-un Anfang Januar angekündigt hatte, demnächst eine Langstreckenrakete zu testen, deren Entwicklung fast beendet sei, herrschte große Aufregung, zumal Nordkorea bislang bereits neun Raketentests durchführen ließ, die allesamt gegen die UN-Resolutionen verstoßen. Es war aber vor allem die Ankündigung des Tests mit der Langstreckenrakete und die Mittelstreckenraketen, die Nordkorea Richtung Japan abfeuerte, die Trump dazu brachten, seine Armada, zunächst stockend, in Ganz zu setzen.

Gleichzeitig signalisierte er weltweit und gegen Nordkorea seine militärische Handlungsbereitschaft durch den Abschuss zahlreicher Tomahwak-Raketen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt, von dem aus angeblich der Giftgasangriff auf Chan Scheichun ausgeführt worden sein soll. Dann ließ Trump noch die größte konventionelle Bombe (Mutter aller Bomben“) auf ein Höhlensystem in Afghanistan abwerfen, um die dortige IS-Zelle zu treffen. Beide Aktionen hatten zwar ein gewisses Medienecho, aber keinerlei militärische Bedeutung, von einem Erfolg gar nicht zu sprechen.

weiterlesen

Vatikanischer Islamexperte: ISIS kann sich auf den Koran berufen

Bild: nationalreview.com
Der Islam müsse ‚neu gedacht’ werden. Das bedeute in erster Linie eine Trennung von Religion und Politik, schreibt Samir Khalil Samir.

kath.net

Die Behauptung, ISIS sei nicht aus dem Islam entstanden und nicht vom Islam inspiriert, sei „kategorisch falsch“. Der „Islamische Staat im Irak und in Syrien“ könne sich auf die authentischsten Quellen des Islam berufen, auf den Koran und die überlieferten Worte und Taten seines Propheten Mohammed. Davon ist der Islamexperte P. Samir Khalil Samir SJ, Professor am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom, überzeugt.

Er wolle damit nicht sagen, dass der Koran nur von Gewalt spreche, doch enthalte er beides – Gewalt und Gewaltlosigkeit – schränkt P. Samir ein. Im Leben Mohammeds seien historisch in zwei Phasen zu unterscheiden. Die erste von 610 bis 622 in seiner Heimat Mekka. In diesen Jahren habe er die Koexistenz mit den Christen gesucht und sich sogar positiv über sie geäußert. Die zweite Phase, die von 622 bis zu seinem Tod 632 anzusetzen sei, sei von der Eroberung anderer Stämme dominiert, schreibt P. Samir in einem Artikel für die Asia News.

weiterlesen

Der Sultan schickt Truppen in die Wüste

Bild: Magazin „The Economist“
Das türkische Parlament beschließt die Stationierung von Truppen in Katar
  • Die Abgeordneten in Ankara billigten ein entsprechendes Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat.
  • Die Zahl der Soldaten und der Zeitpunkt ihrer Stationierung sind noch unklar

DIE WELT

Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Die Abgeordneten billigten am Mittwoch ein Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat.

Angaben zur konkreten Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten. Das Vorgehen der Türkei wird als Zeichen der Unterstützung Katars gewertet.

weiterlesen

Frauenrechtlerin in Saudi-Arabien festgenommen

Bereits 2014 war Ludschain al-Hathlul festgenommen worden, als sie mit dem Auto aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten nach Saudi-Arabien fuhr und sich dabei filmte (Screenshot via AP Photo). (Foto: AP)
Die Aktivistin Ludschain al-Hathlul setzt sich dafür ein, Frauen in dem ultrakonservativen Königreich das Autofahren zu erlauben. Sie hat bereits eine Haftstrafe hinter sich.

Süddeutsche.de

Saudi-arabische Behörden haben die bekannte Frauenrechtlerin Ludschain al-Hathlul festgenommen, die unter anderem dafür eintritt, Frauen in dem wahhabitischen Königreich das Autofahren zu erlauben. Das soll auch der Grund für ihre Festnahme sein.

Nach Angaben des Gulf Centre for Human Rights (GCHR) wurde al-Hathlul bereits am Sonntag am Flughafen der saudischen Stadt Dammam ergriffen und am Montag zur Befragung in die Hauptstadt Riad gebracht.

weiterlesen

Nachbarstaaten kappen alle Beziehungen zu Katar

Blick auf Doha, die Hauptstadt Katars. (Foto: dpa)
  • Katar ist überraschend von seinen Nachbarstaaten isoliert worden.
  • Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten schlossen ihre Grenzen und forderten alle Bürger Katars auf ihrem Gebiet zur Ausreise auf.
  • Die Länder werfen dem Land Unterstützung von Terrorismus vor.

Süddeutsche.de

Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten haben das Emirat scheinbar gemeinsam isoliert. Alle Bürger Katars sollen die Staaten sofort verlassen. Die Länder werfen ihrem Nachbarn „Unterstützung des Terrorismus“ vor.

Das Emirat Katar ist am Montagmorgen überraschend von seinen Nachbarn isoliert worden. In einer offenkundig konzertierten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab.

weiterlesen

Irans Führer beschimpft Saudis als „Idioten“

Ajatollah Ali Chamenei während einer Rede in der Stadt Maschad im Iran. (Foto: dpa)
  • Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die USA für den Waffendeal mit Saudi-Arabien scharf kritisiert.
  • Die Saudis hatten zuvor Waffen in dreistelliger Milliardenhöhe bei US-Firmen bestellt.
  • Der Deal war während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt worden.

Süddeutsche.de

Irans oberster Führer hat die Monarchen in Saudi-Arabien als „Milchkühe für die Amerikaner“ bezeichnet. „Diese Idioten glauben, dass sie mit Geld die Freundschaft der Gegner des Islams gewinnen können“, sagte Ajatollah Ali Chamenei laut Nachrichtenagentur Fars.

Er bezog sich damit auf die Waffenbestellungen der Saudis bei US-Firmen in dreistelliger Milliardenhöhe, die während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt wurden.

weiterlesen

Islam-Experte Khorchide kritisiert gewalttätiges Gottesbild

Theologe bei Berliner Kirchentag zu Manchester-Attentat: „Kann es sein, dass wir an einen gewalttätigen Gott glauben?“

kathpress

Die Religionen allein können nach Einschätzung des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide die Probleme von Krieg und Gewalt nicht lösen. Die eigentlichen Gründe für solche Konflikte lägen in wirtschaftlichen Interessen, sagte der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster am Donnerstag beim Kirchentag in Berlin. Gleichwohl müssten sich die Religionen kritisch mit ihrem Gottesbild auseinandersetzen. „Kann es sein, dass wir an einen gewalttätigen Gott glauben?“, fragte Khorchide unter Hinweis auf das jüngste Bombenattentat in Manchester. Im „Mainstream der islamischen Theologie“ fänden sich immer noch Ansätze, mit denen solche Gewalttaten legitimiert werden könnten.

weiterlesen

Dschihadisten-Sex zur besten Einschaltzeit

Die Schauspielerin Marwa Mohamed bei den Dreharbeiten für die Serie „Black Crows“ des großen arabischen Fernsehsenders MBC Quelle: dpa
Seit Jahren verbreitet die Terrormiliz Islamischer Staat Angst und Schrecken. Jetzt bringt ein arabischer Sender die erste Serie überhaupt zum Thema. Die 30 Folgen basieren auf wahren Erlebnissen.

Von Weedah Hamzah | DIE WELT

Sklaverei, Dschihadisten-Sex, Gehirnwäsche bei Kindern und Frauen, Selbstmordanschläge: Der Terror der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) schockt arabische Länder und die gesamte Welt seit drei Jahren. Ein TV-Sender mit saudischen Eigentümern zeigt nun die erste Serie überhaupt über die sunnitischen Dschihadisten und ihren Alltag anhand von wahren Geschichten. Und das zu einer der besten Einschaltzeiten überhaupt, dem Fastenmonat Ramadan.

weiterlesen

Melania Trump bittet spontan den Papst, ihren Rosenkranz zu segnen

Segnung des Rosenkranzes Livemitschnitt CTV, Screengrab: bb
Die First Lady der USA erschien mit schwarzem Schleier beim Papst.

kath.net

Die Audienz für US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania wurde soeben beendet. Die „Welt/N24“ macht bereits in einem eigenen Beitrag darauf aufmerksam, dass Melanie mit einem schwarzen Schleier beim Papst gewesen ist. Beim Besuch in Saudi-Arabien hatte für Medienaufmerksamkeit gesorgt, dass sie dort ohne Kopftuch und sonst üblicher stark verhüllender Kleidung aufgetreten war. Die First Lady erhielt beim Papst einen goldenen Rosenkranz zur Erinnerung geschenkt, den sie ihm in einer spontanen Geste hinhielt, worauf Franziskus den Rosenkranz segnete.

weiterlesen

Trumps Islam-Rede ist eine Kriegserklärung

Image: NBCNews/YouTube
In Riad hat US-Präsident Trump zu einem stärkeren Kampf gegen den islamistischen Terrorismus aufgerufen.

DIE WELT

  • Trump bot eine Partnerschaft an, forderte zugleich aber mehr Engagement.
  • Trump stellte klar: „Dies ist kein Kampf zwischen verschiedenen Religionen.“

Keine Gnade für Extremisten: In seiner Grundsatzrede zum Islam hat US-Präsident Donald Trump seine Strategie klar formuliert. Bei seinem Auftritt während eines Gipfels am Sonntagnachmittag in Riad rief Trump zu einem stärkeren Kampf gegen den islamistischen Terrorismus auf. Saudi-Arabien zufolge nehmen an dem Gipfeltreffen Vertreter von mehr als 50 islamischen Staaten teil.

„Unser Ziel ist eine Koalition von Nationen, die das Ziel teilen, den Extremismus auszumerzen“, sagte Trump und bot eine Partnerschaft an. Forderte zugleich aber mehr Engagement: „Die Staaten des Nahen Ostens können nicht darauf warten, dass die Macht Amerikas diesen Feind für sie zermalmt.“ Das Übel könne nur überwunden werden, wenn die „Kräfte des Guten vereinigt und stark sind – und wenn jeder in diesem Raum seien fairen Teil dazu beiträgt und seinen Teil der Last trägt“.

weiterlesen