Deutschland, ein gottloses Land


Die christliche Tradition gehört zu Deutschland, den Gottesdienst besuchen jedoch nur noch wenige Bild: dpa

Die Mitgliederzahlen und die gesellschaftliche Relevanz der Großkirchen schrumpfen, diesen Trend könnten nicht einmal weniger Austritte stoppen. Der Staat sollte sich nun auch den Muslimen öffnen.

Von Thomas GroßböltingDIE WELT

Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist längst kein dominant christliches Land mehr. Spätestens um 2025 wird weniger als die Hälfte der Deutschen der katholischen oder der evangelischen Kirche angehören. Der Trend ist selbst dann nicht zu stoppen, wenn ab heute niemand mehr aus den Kirchen austritt.

Die Gemeinden überaltern; die Bereitschaft, sein Kind taufen zu lassen, nimmt rapide ab. Und dass angesichts der jüngsten Kirchenskandale der Frust insbesondere unter den Aktiven wächst, ist hinlänglich bekannt.

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1 Comment

  1. In der BRD sind 38% der Menschen konfessionslos, 29% Evangelen, 29% Katholen. Bei den Christen der RKK glauben nur noch 9% das vollständige Bekenntnis ihrer Religion, 6% bei den Evangelen. Unter 3% der Bevölkerung besucht noch Kirchen, der Rest gilt nach den Kriterien der Amtskirchen als ungläubige Heiden, die man aber gerne finanziell ausbeutet. Die Kirchen schrumpfen bereits auf unter 50% einstiger Größe. Die 9.500 RKK Priester sind im Durchschnitt 60 Jahre alt ohne Nachwuchs, in etwa 15 Jahren sinkt deren Zahl auf etwa 3.000. Notwendig wären über 500 Novizen/Jahr, bei über 60% Abbrechern verbleiben weniger als 85 im Jahr. Kinderficker ist kein Beruf mit sozialen Ansehen, sondern gilt als menschlicher Abschaum.

    Das Bistum Speyer löst 124 von 346 Pfarreien auf, Würzburg 455 von 619, Magdeburg 44 von 186, Erfurt 10 von 16, Freiburg 747 von 1075, Trier 216 von 389 Hildesheim 224 von 348, Essen 216 von 259, Aachen 379 von 450, Augsburg 800 von 1000, Berlin 70 von 100 usw. Im Mittel werden 70% der RKK Pfarreien in Deutschland geschlossen, die Zahl der Kirchenbauten wird auf unter 1.500 reduziert, die Zahl 27 Bistümer auf 7. Mindestens 27.000 der etwa 33.350 Kirchenbauten in der BRD sind überflüssig bzw. unbezahlbar. Nicht geweihte Freiwillige verlesen dann irgendwo „Wortgottesdienste“ als Märchen für gläubige Einfaltspinsel. Auch die RKK Orden mit nur noch 22.000 Nonnen sterben ohne Nachwuchs in etwa 25 Jahren aus.

    Die Neuordnung der RKK mit 25.000 Gläubigen je Pfarrstelle anstatt 1.500 soll den Niedergang abwehren. Priester betreuen bis zu 14 Gemeinden ohne direkte Kontakte, die mehrheitlich alten Kirchenbesucher sind behindert ohne Auto und bleiben weg. Die 245 ewig wahren Dogmen des Kathatolizismus sind in ihrer Absurdität nur in der geschlossenen Psychiatrie vermittelbar, dafür setzt die RKK verstärkt auf „religiöse Soap-Operetten“ im staatlich kontrollierten Fernsehen. Eheschließungen und Taufen nehmen über 50% ab, Priester bieten bereits bis zu 500 € als Belohnung für eine kirchliche Trauung. Nach einer Omni Quest Umfrage von 2010 glauben nur 20% der Menschen an eine Aufklärung von sexuellem Missbrauch der RKK, für 73% ist für den Missbrauch das zölibatäre Priesteramt verantwortlich, die RKK gilt durchweg verlogen.

    Die evangelische Kirche hat bis 2009 bei 1.700 Gläubigen/Pfarrei noch genug Pfarrer, jetzt fehlt auch dort der Nachwuchs. Das Vertrauen in die Amtskirchen ist so niedrig wie niemals zuvor. Die demographische Entwicklung und der freiwillige Religionsunterricht beschleunigen den Niedergang, sind aber nicht die eigentliche Ursache. Besonders ältere Menschen entfernen sich nach dem Berufsleben massiv von der Religion, Der heutige Kirchenbesuch ohne persönliche Ansprache, einst der einzige soziale Kontakt, wird durchs Fernsehen und Internet verdrängt.

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