Dodo Gloria und die Geschlechterdebatte

Bild. BR24
Gloria von Thurn und Taxis mischt sich erneut mit provokanten Äußerungen in eine gesellschaftspolitische Debatte ein. Dieses Mal zieht sie in der offiziellen Zeitung des Bistums Regensburg gegen die Gleichstellung der Geschlechter und transsexueller Menschen zu Felde.

Von Uli Scherr | RB24

Gloria empfiehlt in der jüngsten Ausgabe der „Katholischen Sonntagszeitung“ mit Blick auf den Feiertag Mariä Himmelfahrt eine Hinwendung zur Heiligen Maria. Das „schärft unseren Verstand, zu erkennen, wo der Widersacher lauert“, schreibt sie wörtlich und nimmt konkret Bezug zur Diskussion um das „Gender Mainstreaming“, also die  Förderung der Geschlechtergleichstellung.

„In der Sklaverei wollte uns der Teufel immer schon haben. Nun hat er einen Teil der Wissenschaft hinter sich gebracht, der uns einreden will, wir seien nur die Summe unserer Veranlagungen.“

Gloria von Thurn und Taxis in der ‚Katholischen Sonntagszeitung‘

Sexuelle Vielfalt

„Mittlerweile gibt es offiziell 60 verschiedene Geschlechteridentitäten, von Transgender bis Pangender und intersexuell“, so die Fürstin. Jetzt werde den Kindern bereits in der Vorschule spielerisch beigebracht, „wie sich sexuelle Vielfalt angeblich positiv auswirkt“, behauptet sie.

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Käßmann fordert, dass Kirche bei Scheidungen sensibler wird

Die Theologin Margot Käßmann fordert von der evangelischen Kirche einen besseren Umgang mit zerbrechenden Ehen.

evangelisch.de

„Die Voraussetzung für Ehe ist, dass man für immer zusammen bleiben will. Aber daran kann man scheitern wie an anderen Dingen im Leben auch“, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und EKD-Reformationsbotschafterin am Donnerstag in Wittenberg. Von Kirchengemeinden wünsche sich Käßmann, Brüche im Leben der Menschen nicht zu tabuisieren.

Aus Sicht reformatorischer Theologen wie Martin Luther (1483-1546) oder Johannes Bugenhagen (1485-1558) sei Ehe kein Sakrament und eine Scheidung möglich. „Trotzdem ist das in unserer Kirche ein Thema, das wir seit Beginn der Reformation diskutieren und noch nicht ausdiskutiert haben“, sagte Käßmann, die sich selbst in ihrer Amtszeit als Landesbischöfin Hannovers scheiden ließ und daraufhin starker Kritik ausgesetzt sah. Kein Mensch lebe sündenfrei, betonte Käßmann, aber alle dürften mit ihren Sünden vor Gott treten. Das sei ein wesentlicher Bestandteil Luthers Gottesbildes und seiner Definition von Freiheit.

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Dodo Juli 2017: Gloria von Thurn und Taxis

Lasst uns über Fossilien reden. Lebende.
Die Töne des Abschlussberichts zu Missbrauch und Gewalt bei den Regensburger Domspatzen waren noch nicht verklungen als sich die unheilige Allianz von Pfaffentum und blaublütiger Melange, aus Hausfrau und Unternehmerin, zu Wort meldete. Nirgendwo wird der Gegensatz zwischen Moderne und Ewiggestrigkeit deutlicher als in der Thematik sexueller Missbrauch und Gewalt.
Um es vorweg zu nehmen. Natürlich gibt es häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch bis in die Familien, oder gerade dort. Aber niemand von den Tätern behauptet Kinder ficken zu müssen im Namen Gottes, geweiht zu sein um mit irdischen Leid den Christen zu formen. Keiner der Täter meint seine Moral als unabdingbar darstellen zu müssen oder gar als gesellschaftliche Norm einzufordern. All das tun kinderfickende, prügelende, cholerische Pfaffen, die sich noch als Vertreter Gottes auf Erden sehen. Jahrzehnte schaute die Institution Kirche wohlgefällig in andere Ecken. Mit dem öffentlichen Ruf „Haltet den Dieb“ lenkte man von sich ab und stahl Kindern und Jugendlich einen wichtigen Teil ihres Lebens, die Kindheit, die Jugend. Ein Schuldbewusstsein, bis in „ehrwürdigste“ katholische Kreise, hat sich nicht entwickelt. Im Gegenteil, die Täter-Opfer-Umkehr funktioniert bestens. Die anderen sind schuld. Die anderen sind die Schweine, die am komatösen Kirchenkörper auch noch die letzten Dreckstellen aufdecken wollen.

Eilfertig kommt die Regensburger Hausfrau Gloria in die Dislussion gestürzt und versucht aus dem Dreckschwein ein sauberes zu machen. Ihre Argumentation kann man durchaus Plemplem nennen:

Das ist totaler Schmarrn. Das ist einfach richtig gemein. In jeder Schule, in jedem Sportverein gibt es dieses Phänomen und das wird es auch immer geben. Man geht gerne auf die Kirche los und das ist ein gefundenes Fressen.
Gloria von Thurn und Taxis

Irgendjemand meinte nach dieser Äußerung, dass die Regensburger Hausfrau nicht mehr alle Latten am Zaun habe. Angesichts der Bereitschaft die Ereignisse, Straftaten, die Gewalt bei den Regensburger Domspatzen zu relativieren ist das noch geschmeichelt.

Auf Schloß Emmeram können sich die Betroffenen ihre Wunden lecken und über die ach so schlechte Welt wehklagen. Thron und Kirche, moralischer Niedergang aller orten. Dank des Konstrukts der Beichte ist man mit seinem imaginären Freund schon wieder im Reinen. Politische Unterstützung gibt es auch, ob nun von Vertretern der AfD oder von der schweigenden Mehrheit „christlicher“ Politik. Klerikaler Konservatismus mit faschistoider Tendenz. Die Fossilien wollen zurück in ihren Sumpf. Den gilt es trockenzulegen.
Gloria von Thurn und Taxis Kämpferin für Recht und eine Ordnung die die meisten Menschen nicht wieder haben wollen. Sexuelle Aufklärung im Kindesalter fördere Pädophilie. Im Oberstübchen scheinen etliche Kontakte nicht mehr zu funktionieren.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Die Menschen werden niemals frei sein bis man nicht den letzten König mit den Eingeweiden des letzten Priesters erdrosselt hat.Denis Diderot

 

Aiman Mazyek: „Die AfD ist eine antimuslimische Partei“

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Aiman Mazyek kritisiert, dass sich die etablierten Parteien verleiten lassen, das Thema Islam im Wahlkampf zu instrumentalisieren. Mit der AfD wolle der Muslimen-Zentralrat zwar weiter sprechen, doch ein Umstand macht dies schwierig.

DIE WELT

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, warnt die Parteien im Wahlkampf davor, das Thema Islam zu instrumentalisieren. „Islamthemen versprechen immer erhöhte Aufmerksamkeit. Das verleitet Politiker, die Themen zu bedienen. Ich kann nur appellieren, es nicht ausarten zu lassen, denn die Betroffenen müssen es ausbaden“, sagte Mazyek dem „Badischen Tagblatt“. Politiker dürften nicht den Radikalen hinterherlaufen, „wie sie es teilweise schon tun“.

Auf Nachfrage sagte Mazyek, er beziehe alle Parteien in seinen Appell mit ein. „Schauen Sie sich die Linke an: Frau Wagenknecht sagt, man müsse die Wähler von der AfD zurückholen. Aber doch nicht, indem man deren Positionen übernimmt.“

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Es müllert wieder in Regensburg

Gerhard L. Müller links im Bild
  • Kardinal Müller wurde von Papst Franziskus als Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan entlassen.
  • Nun kehrt er ins Bistum Regensburg zurück, wo er von 2002 bis 2012 Bischof war.
  • Die Bistumsspitze hofiert ihn, doch Müller ist in Regensburg durchaus umstritten.

Von Andreas Glas | Süddeutsche.de

Der Kardinal schaut von oben herab. Der Altar steht auf einer Empore, sechs Stufen ist Gerhard Ludwig Müller, 69, hinaufgestiegen. Der Dekan tritt ans Pult, nennt Kardinal Müller „einen überzeugenden Hirten“. Oben der Hirte, unten die Schafe. Oben roter Teppich, unten harte Bierbänke. Es müllert wieder im Bistum Regensburg.

Sonntag, 9.30 Uhr, in Sulzbach-Rosenberg, Messe unter weiß-blauem Himmel. Ein paar Hundert Leute wollen den Mann sehen, den Papst Franziskus als Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan entlassen hat, manche sagen auch: gefeuert. Nun kehrt er dorthin zurück, wo er von 2002 bis 2012 Bischof war: ins Regensburger Bistum. Erst nach Sulzbach-Rosenberg, im Oktober nach Donaustauf, im November in den Regensburger Dom. „Dabei werden wir auf ein segensreiches Jahrzehnt zurückblicken, in dem Kardinal Müller als Bischof der Diözese Regensburg diente“, kündigt das Bistum an.

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Dodo Lütz: „Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot“

„Gott“-Autor Lütz signiert (CC-by-nc-sa/3.0 by Kuro Sawai)

„Ob Beten zum längeren oder zum kürzeren Leben führt, ist völlig egal“, sagt der Theologe und Psychiater Manfred Lütz: Gesundheit ist keine Religion. Im Christentum komme es auf etwas ganz anderes an.

katholisch.de

Der katholische Theologe und Psychiater Manfred Lütz hält nichts von Studien, wonach religiöse und betende Menschen länger leben. „Ehrlich gesagt, ich finde das ziemlichen Schwachsinn“, sagte er am Donnerstag dem Kölner domradio. „Stellen Sie sich vor, bei der Studie wäre heraus gekommen, wer betet, lebt kürzer. Würden Sie dann nicht mehr beten?“

Lütz warnte davor, auf diesen Trend der „Gesundheit als Religion“ hereinzufallen. „Viele Menschen glauben heute nicht mehr an den lieben Gott, sondern an die Gesundheit“, so der Buchautor. „Früher fastete man, fuhr auf Wallfahrten und betete für den Glauben. Heute tut man das für die Gesundheit.“ Es gebe Menschen, die nur noch vorbeugend lebten und dann gesund sterben. „Aber auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot.“

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Nicht noch einmal, bitte!

CSU-Chef Horst Seehofer wünscht sich eine Rückkehr des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die Bundespolitik. Keine gute Idee! Eine Meinung.

Von Michael Schmidt | DER TAGESSPIEGEL

Karl-Theodor zu Guttenberg. Der Name weckt Erinnerungen. Immer noch haftet ihm so etwas gel-glänzend Smartes an. KT. War das nicht der Baron im Bendlerblock, der Verteidigungsminister mit Glamourfaktor, der es verstand bella figura zu machen, im Wüstensand Afghanistans nicht weniger als auf dem roten Teppich daheim? Eine Ausnahmeerscheinung, zweifellos. Und der kommt jetzt zurück?

Seehofer jedenfalls wünscht es sich. Man staunt. Wurde der Popstar in Merkels Kabinett nicht mit Schimpf und Schande, als Plagiator überführt, vom Ministeriumshof gejagt? Sein Nachfolger sprach von einem Trümmerhaufen, den er in Ministerium und Bundeswehr vorgefunden habe. Selten ist jemand in der deutschen Politik so raketengleich auf-, und so ikarusgleich abgestürzt. Entlarvt als Blender, enttarnt als Möchtegerngroß. Selbst seine neuerdings demonstrativ vorgetragene Bescheidenheit: mehr eitler Schein als wahres Sein.

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Apostel Voderholzer: ‚So denke ich über die Austrittszahlen‘

„Statt ständig an den Strukturen, auch und gerade den sakramentalen Strukturen der Kirche herumzumäkeln, statt die Botschaft des Evangeliums zu verdünnen und statt eine Light-Version von Jesus zu verkünden, ist Evangelisierung angesagt.“

kath.net

Der zukunftsweisende Weg der Kirche könne nicht darin bestehen, ständig an den Strukturen, auch und gerade den sakramentalen Strukturen der Kirche „herumzumäkeln, die Botschaft des Evangeliums zu verdünnen und eine Light-Version von Jesus zu verkünden“. Dass das nicht helfe, widerlegten die noch zahlreicher austretenden evangelischen Christen, die eine Gemeinschaft verlassen, die fast alle Anpassungsforderungen erfüllt habe. Darauf wies der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer angesichts der jüngst bekannt gewordenen Kirchenaustrittszahlen hin. Diese Zahlen verdeutlichten eine seit Jahren fortschreitende Säkularisierung und Verweltlichung, einen Schwund an Kirchenbindung und letztlich einen Rückgang an Glaubenssubstanz, eine Verflüchtigung des Gottesbewusstseins.

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Dodo Hahne: ‚Wo bleibt der Aufschrei der Frauenrechtlerinnen?

Polizistin wollte ihrem muslimischen Kollegen mit Handschlag zur Beförderung gratulieren, doch er verweigerte den Handschlag – Gegen den muslimischen Polizisten läuft nun ein Disziplinarverfahren

kath.net

Die rheinland-pfälzische Polizistin wollte ihrem muslimischem Kollegen mit Handschlag zu seiner Beförderung gratulieren. Doch bei einer internen Feier in Montabaur verweigerte der Polizist den Handschlag. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums von Rheinland-Pfalz in Mainz habe der Beamte sein Verhalten mit seinen religiösen Überzeugungen begründet. Der muslimische Polizist wurde in den Innendienst versetzt, gegen ihn läuft nun ein Disziplinarverfahren.

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Dodo Voderholzer als „Fremdkostümierter“ abgewiesen

Erst nach Vorzeigen seines Dienstausweises konnte Voderholzer in seiner bischöflichen Kleidung (Talar und Bischofskreuz) das Festgelände der „Landshuter Hochzeit“ betreten – Kardinal Marx verzichtete daraufhin auf seinen Talar

kath.net

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer wollte das Volksfest „Landhuter Hochzeit“ besuchen, wurde aber von einem Ordner zunächst abgewiesen: Als „Fremdkostümierter“ habe er keinen Zutritt zum Festgelände. Das berichtete das Landshuter „Wochenblatt“ . Erst nach Vorzeigen seines Dienstausweises konnte Voderholzer in seiner erkennbaren bischöflichen Kleidung (Talar und Bischofskreuz) das Festgelände betreten. Aus Sicherheitsgründen hatte der Sicherheitsdienst die Anweisung, keine kostümierten Personen auf das Gelände zu lassen. Noch vor wenigen Jahren kamen viele Besucher in mittelalterlicher Kleidung.

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Dodo Gloria von Thurn und Taxis relativiert Missbrauchsskandal

Bild. Süddeutsche.de

Gloria von Thurn und Taxis hat den Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen relativiert. Auf die Frage, ob die Institution der Domspatzen den Missbrauch ermöglicht habe, sagte sie: „Das ist totaler Schmarrn.“ Die Opfervertreter reagieren mit Fassungslosigkeit.

Von Guido Fromm, Andreas Schrank | BR24

Am Rande der Regensburger Schlossfestspiele äußerte Gloria von Thurn und Taxis sich zum Skandal bei den Domspatzen – hier Auszüge aus dem Abschlussbericht – und sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass auch sie als Kind geschlagen wurde. Die 57-Jährige relativierte dies zugleich mit einem Verweis auf andere Zeiten: „In meiner Jugend war Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.“ Gloria betonte auch, sie fände es unfair, heutige Maßstäbe auf frühere Dekaden anzuwenden. „Das geht nicht. Die Welt hat sich verändert.“

„Sexuellen Missbrauch gibt es überall“

Beim Thema sexueller Missbrauch wies sie darauf hin, dass dieser in vielen Bereichen geschehe. Es sei Aufgabe der Eltern, ihre Kinder darauf hinzuweisen. Auf die Frage, ob die Institution den Missbrauch ermöglicht habe, reagierte Gloria von Thurn und Taxis empört:

„Das ist totaler Schmarrn. Das ist einfach richtig gemein. In jeder Schule, in jedem Sportverein gibt es dieses Phänomen und das wird es auch immer geben. Man geht gerne auf die Kirche los und das ist ein gefundenes Fressen.“Gloria von Thurn und Taxis

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Dodo Müller fordert Entschuldigung von Missbrauchsbeauftragtem des Bundes

Gerhard L. Müller links im Bild
  • Der ehemalige Regensburger Bischof Kardinal Müller hat in der Aufarbeitung des Missbrauchs bei den Regenburger Domspatzen eine Entschuldigung gefordert.
  • Seine Forderung richtete sich an Johannes-Wilhelm Rörig, den Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung.
  • Es würden „Falschaussagen und falsche Informationen“ verbreitet, lautet Müllers Vorwurf.

Süddeutsche.de

Der ehemalige Regensburger Bischof Kardinal Gerhard Ludwig Müller fordert eine Entschuldigung von Johannes-Wilhelm Rörig, dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung. Es würden „Falschaussagen und falsche Informationen“ verbreitet, sagte Müller der Passauer Neuen Presseund wies den Vorwurf zurück, er habe die Aufklärung des massenhaften Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen verschleppt. Er habe „erstmals diese Aufklärungsarbeit an die Institutionen des Bistums übertragen, sodass mit der Untersuchung begonnen werden konnte“, sagte Müller, der von 2002 bis 2012 Bischof von Regensburg war.

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Dodo Müller kritisiert „scheinheilige Papstdevotion“

Gerhard L. Müller links im Bild
Die Amtszeit von Kardinal Müller hat Franziskus überraschend nicht verlängert. Die Gründe sind unklar. Doch nun tritt Müller nach, spricht von „höfischem Gehabe“. Den Papst kritisiert er nur zwischen den Zeilen.

DIE WELT

Es ist Anfang Juli in Rom und glühend heiß. Die Klimaanlage brummt. Kardinal Gerhard Ludwig Müller sitzt vor einer großen Bücherwand in seiner Wohnung unweit des Vatikans und deutet auf die Anlage. „Ich bin drei Mal umgezogen, bis ich hier in die Wohnung einziehen konnte. Dann die Renovierung, die Klimaanlage, das alles auf eigene Kosten“, sagt er. Drei Mal umziehen für einen der wichtigsten Posten der katholischen Kirche – den er jetzt allerdings verloren hat.

Der ehemalige Regensburger Bischof war fünf Jahre lang Chef der Glaubenskongregation im Vatikan und gehörte zu den mächtigsten Männern im Kirchenstaat. Bis Papst Franziskus seine Amtszeit Anfang Juli überraschend nicht verlängerte. „Ich bin alleine für dieses Amt nach Rom gegangen“, sagt der 69-Jährige. „Es ist nicht so wie wenn man bei einer Regierung berufen wird oder bei internationalen Organisationen, wo alles bezahlt wird. Da hat sich niemand um mich gekümmert.“ Und: „Wir Deutschen kriegen die Wohnungen, in die man am meisten investieren muss. Mehr will ich dazu nicht sagen.“

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Dodo Müller zum Missbrauchsbericht: Priester werden auch a priori verdächtigt

Gerhard L. Müller links im Bild
Bisheriger Präfekt der Glaubenskongregation reagierte gemäß „Zeit online“ auf den Missbrauchsbericht des Bistums Regensburg

kath.net

Katholische Priester würden durchaus auch a priori verdächtigt werden, es sei offensichtlich, dass die katholische Kirche beim Missbrauchsthema härter angegangen werde als andere Institutionen. Das sagte Gerhard Ludwig Kardinal Müller, nachdem das Bistum Regensburg einen ausführlichen Bericht zu Missbrauchsfällen im Bistum vorgestellt hatte, wie „Zeit online“ berichtete. Müller war Präfekt der Glaubenskongregation gewesen, zuvor Bischof von Regensburg.

Außerdem wies er gemäß „Zeit online“ Vorwürfe zurück, wonach er als Präfekt der Glaubenskongregation die Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen behindert habe.

Dodo Marx für Verfassungsklage gegen ‚Ehe für alle‘ – warum betet er nicht

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

DBK-Vorsitzender unterstützt im „Augsburger Allgemeinen“-Interview Überlegungen der Bayrischen Staatsregierung zur Verfassungsklage – Er halte eine solche Klage unabhängig von ihren Ausgang „für den Rechtsfrieden in Deutschland“ gut.

kath.net

DBK-Vorsitzender Reinhard Kardinal Marx würde eine Verfassungsklage der Bayrischen Staatsregierung gegen die vom Deutschen Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ „sehr begrüßen“. Das sagte der Münchner Erzbischof im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. Er erläuterte weiter, dass eine solche Klage unabhängig von ihren Ausgang „für den Rechtsfrieden in Deutschland“ gut wäre.

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Thierse: Kirche soll sich stärker mit AfD auseinandersetzen

Man müsse Gemeindepfarrer, Priester und Verbandsmitglieder dazu befähigen, mit AfD-Mitgliedern Gespräche zu führen, so Thierse.

evangelisch.de

Eine intensivere Auseinandersetzung mit der AfD innerhalb der Kirche hat der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) angeregt. „In den Gemeinden findet kein breiter Diskurs über die AfD statt“, sagte Thierse am Freitagabend im Bayerischen Landtag während eines Gesprächs der Arbeitsgruppe Kirche und Politik der SPD-Fraktion zum Thema Rechtspopulismus in Kirchen und Gesellschaft. Man müsse Gemeindepfarrer, Priester und Verbandsmitglieder dazu befähigen, mit AfD-Mitgliedern Gespräche zu führen.

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Frank-Walter Steinmeier: Dodo des Monats Juni 2017

Dodo des Monats Juni 2017 ©HFR

Man könnte es sich einfach machen, ganz realistisch, die Zahlen der Umfragen nehmen und feststellen dass rund 2 Drittel der Menschen in Deutschland den Islam ablehnen bzw. misstrauisch gegenüber stehen. Frank-Walter Steinmeier ist anderer Auffassung, Realitätsverlust, Verweigerung der Fakten? Wahrscheinlich beides.

„Es ist schön, zu sehen, dass der Ramadan in Deutschland inzwischen zu einem selbstverständlichen Teil unseres gemeinsamen Lebens geworden ist“ Frank-Walter Steinmeier

Der Ramadan interessiert die meisten Menschen in Deutschland nicht und wer Selbstverständlichkeit unterstellt sagt die Unwahrheit. Präsidiale Fake News. Voller Spannung schauen wir ob der Bundesjustizminister mit dem NetzDG zukünftig gegen derartigen Falschmeldung mit der Zensur droht.
Im Ramadan, so die Sage aus der arabischen Wüste, wurde der Koran in Erstausgabe zur Erde gesandt. Zur Zeit des Ramadans war es auch, dass sich Mohammed, der Wüstenhäuptling, zurückzog um in der Einsamkeit zu meditieren. Ohne Nahrung, Wasser nur er, allein mit dem Sand. Die Sonne schien ihm die Birne weich und zauberte die tollsten Halluzinationen als Sinnbilder vor sein inneres Auge. In der Art kann man sich die Basics islamischen Glaubens vorstellen, Jesus sättigte Tausende, brach das Brot mit ihnen, Mohammed hungert sich durch die Wüste. So gegensätzlich können göttliche Schicksale sein. Dem reformierten Christen Steinmeier überzeugt das, ist ihm doch die Prädestinationslehre seiner Kirche nicht unbekannt. Erfolg ist der Ausdruck der Gnade seines Gottes.

Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland huldigt politisch korrekt dem Islam. Gehen wir großzügisch davon aus, dass rund 25% der in Deutschland lebenden Muslime in ihren Moscheeverbänden „organisiert“ sind. Dem Rest ist das völlig egal, entweder er hat andere Wege gefunden seinen Glauben zu leben oder aber er ist säkular, dann ist der Ramadan eh nur noch von periphärem Interesse. Ein weiterer Eckpunkt der das Zitat Steinmeiers widerlegt.

Muslime, Juden und Christen teilten nicht nur die Freude an der Gemeinschaft, „sie teilen auch den Glauben an einen barmherzigen Gott. Die Barmherzigkeit des abrahamitischen Gottes ist deutlich in aller Welt zusehen. Mit diplomatischer Eloquenz vermittelt Steinmeier den Eindruck die Gesellschaft in Deutschland würde nur aus Abrahimiten bestehen, den Rest unterschlägt er.

„Wir können uns zusammen freuen, miteinander leben und uns mit Respekt und Fürsorge begegnen“Frank-Walter Steinmeier

Für das Zusammenleben braucht es Gott nicht in einer Dönerbude und schon gar nicht für Falafel. Wichtig ist das nur für Menschen die andere Menschen nach ihrer Religion beurteilen. Christen sind ja noch nicht einmal in der Lage miteinander einen Jesuskeks zu brechen. Also gilt, liebe deinen Nachbarn, reiß den Zaun aber nicht ein.

Wenn dem Bundespräsidenten solche unwahren Wortungetüme entfleuchen hat das seinen Grund. Es wird etwas herbeigeredet was nicht existiert, metareligiöse Mission des Staatsoberhauptes. Braucht kein Mensch, in der Praxis reguliert sich das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise auf praktische Art und Weise. Altväterliches Geschnetzel über Gott und seine abtrusen Kulthandlungen braucht es da nicht.
Und hier liegt der Knackpunkt der geistigen Verwerfung des Präsidenten, diplomatische Sprache, verklausulierte Botschaften, versteckte Hinweise, das ist nicht authentisch sondern obskurant. Er sagt nicht was er meint, er redet drumherum. Der Zuhörer denkt, was redet der Typ da eigentlich? Es ist die gleiche obskure Sprache mit der Murat Kurnaz abgefertigt wurde, die Datenweitergabe an die NSA spitzfindig verklausoliert und die Armenien-Resolution des Bundestages  angeblich den Holocaust relativieren würde.

Man freut sich nicht wenn das Staatsoberhaupt so einen Stuss von sich gibt. Fremdschämen ist da nicht notwendig, es ist sein Stuss.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Dodo Müller kritisiert Art seiner Entlassung durch den Papst

Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard Müller wolle weiterhin loyal zu Papst Franziskus stehen. Der Vatikan hatte am Samstag den Abgang Müllers als Chef der Glaubenskongregation verkündet.

Die Presse.com

Der deutsche Kardinal Gerhard Müller hat die Art seiner Entlassung durch Papst Franziskus vor wenigen Tagen scharf kritisiert. Der Papst habe ihm am letzten Arbeitstag seiner fünfjährigen Amtszeit als Präfekt der Glaubenskongregation „innerhalb einer Minute seine Entscheidung mitgeteilt“, das Mandat nicht zu verlängern, sagte Müller der „Passauer Neuen Presse“ vom Donnerstag.

„Diesen Stil kann ich nicht akzeptieren“, fügte er hinzu. Trotz seiner Kritik an der Vorgehensweise des Papstes will Müller loyal zu Papst Franziskus stehen. „Ich werde darauf nicht mit irgendwelchen Aktionen antworten. Manche denken ja, sie könnten mich vor den Karren einer papstkritischen Bewegung spannen“, sagte Müller. Er habe aber als Kardinal „weiterhin die Verantwortung, für die Einheit der Kirche zu sorgen und Polarisierungen so weit wie möglich zu verhindern“.

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‚Differenzen zwischen mir und Papst Franziskus gab es nicht‘

Gerhard L. Müller links im Bild
Kardinal Müller erläutert gegenüber der „Allgemeinen Zeitung“, dass ihm der Papst mitgeteilt habe, er wolle dazu übergehen, generell Amtszeiten auf fünf Jahre einzugrenzen, „und da war ich der Erste, bei dem er das umgesetzt hat“.

kath.net

„Differenzen zwischen mir und Papst Franziskus gab es nicht.“ Das stellte der Gerhard Ludwig Kardinal Müller im Gespräch mit der „Allgemeinen Zeitung“ fest. Vielmehr sei die fünfjährige Amtszeit als Präfekt der Glaubenskongregation abgelaufen. Zwar sei es üblich, dass diese Amtszeiten verlängert werden, doch habe sich Papst Franziskus anders entschieden. Müller, der sich derzeit in Mainz aufhält, erläuterte gegenüber der „Allgemeinen Zeitung weiter: Der Papst habe ihm mitgeteilt, er wolle dazu übergehen, generell Amtszeiten auf fünf Jahre einzugrenzen, „und da war ich der Erste, bei dem er das umgesetzt hat“. Müller sage, er habe diese Entscheidung nicht erwartet. Doch wirkte er nach Angaben der Zeitung „sehr entspannt“.

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