Volker Becks Mär vom antifreiheitlichen Säkularismus

Photographer Angelika KohlmeierEs gibt Politiker, die können es nicht lassen, ihr Halbwissen öffentlich zu machen. So auch Volker Beck (B90/Die Grünen), der sich einmal mehr in eine Debatte einmischte, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben.

Von Jan Weber | hpd.de

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck ungefragt zu Wort meldet und Dinge verkündet, die ebenso falsch wie unangebracht sind. Man erinnere sich: Als die Diskussion um die Beschneidung von unmündigen Jungen begann und noch kaum ein Argument ausgetauscht war, wedelte Volker Beck bereits mit der Antisemitismuskeule.

Nun hat sich Volker Beck wieder einmal mehr nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Als der Psychologe Ahmad Mansour bei Twitter auf ein ZEIT-Interview mit ihm zur neuen Islam-Initiative hinwies, antwortete Volker Beck: „Deshalb kann ich -bei aller Sympathie für Pluralität- die „Initiative Säkularer Islam“ nicht unterstützen: ‚Keine Kopftücher, keine Kreuze, keine Kippas‘ – das ist weder säkular noch neutral, es ist religionsfreiheitsfeindlich & richtet sich gegen das Grundgesetz.“ Damit zeigte er, wie wenig er von der Idee eines säkularen Staates begriffen hat und wie falsch er das Grundgesetz versteht.

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Dodo Müllers Logik: Wer liberal ist, ist oberflächlich, nachlässig und gleichgültig

Gerhard L. Müller links im Bild
„Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, während sie gegenüber rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und nur mit Drohungen durchsetzen können.“

Von Gerhard L. Müller | kath.net

Bischöfe würden ihre Autorität untergraben, wenn sie Gehorsam fordern für Verstöße gegen das natürliche Sittengesetz und falsche Lehren in Glaubens- und Sittenfragen. Offenbar hatte der frühere Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, von Seminaristen und Priestern unsittliche Handlungen verlangt, indem er seine Macht zu Belohnungen oder Bestrafungen missbrauchte. Es ist nicht nur eine Facette am Missbrauchsskandal, sondern der Grund der Unfähigkeit mit ihm fertig zu werden, dass man seine Quelle im Zusammenbruch der Sexual-Moral nicht sehen und sich weigert, diesen Sumpf auszutrocknen. Genau so schlimm wäre es, wenn ein Bischof mit Berufung auf den „religiösen Gehorsam“, dem ihm die Priester und Gläubigen seines Bistums schulden (Lumen gentium 25) von ihnen in Verkündigung und Pastoral eine Abweichung von der „Wahrheit des Evangeliums“ (Gal 2,14) verlangen würde. In diesem Falle ist jeder Katholik und besonders jeder Seelsorger wie Paulus gegenüber Petrus in der Pflicht, „ihm offen entgegenzutreten, weil er sich ins Unrecht gesetzt hat“ (Gal 2,11). Leider haben wir nicht nur „Seelsorger“ von der Statur des hl. Paulus. Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, ja geradezu relativistisch, während sie gegenüber den rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und sich nur mittel Drohungen und Strafen durchsetzen können. Dahinter steht die Verweltlichung der Kirche. Hier verstellen die politisch-ideologischen Kategorien von „modern“ und „konservativ“ den Blick auf die Unterscheidung von orthodoxer und häretischer Alternative in der Darlegung und Verteidigung des katholischen Glaubens.

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Kurienkardinal zu Söder-Erlass – Kreuz nicht verzwecken

Screenshot FB
Mit Blick auf den Kreuz-Erlass von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich Kurienkardinal Gianfranco Ravasi gegen eine Instrumentalisierung ausgesprochen. Das christliche Symbol dürfe nicht politisch verzweckt werden.

DOMRADIO.DE

Dies wolle er unmissverständlich klar machen, sagte der Präsident des Päpstlichen Kulturrats der römischen Tageszeitung «Il Messaggero» (Samstag). Söder hatte durchgesetzt, dass im Eingangsbereich bayerischer Behörden seit dem 1. Juni verpflichtend ein Kreuz hängen muss.

Religiöse Zeichen, die zum kulturellen Erbe einer Nation gehörten, könnten nur dann im öffentlichen Raum wiedereingeführt werden, wenn man der Trennung zwischen Glaube und Politik Rechnung trage. Zur konkreten Präsenz von Kreuzen oder Weihnachtskrippen sagte der Kardinal, dies sei dort sinnvoll, wo es eine Gemeinschaft gebe, die sich in diesen Symbolen wiedererkenne.

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Zentralrat der Muslime will langfristig keine Imame aus dem Ausland

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Forsche Töne: Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, will auf längere Sicht ausländische Imame in deutschen Moscheen vermeiden. Benötigt würden aber Übergangsregelungen, so Mazyek. Eine Idee dafür hat er schon.

DOMRADIO.DE

Mazyek schlug gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) ein „duales Modell“ vor, „wonach Religionslehrer zu 50 Prozent in einer Schule, zu den anderen 50 Prozent in der Gemeinde arbeiten – getrennt finanziert“.

Übergänge schaffen

Die Kosten für den Stellenanteil an der Schule trage dann der Staat, den anderen übernähmen die Moschee-Gemeinden. „Das würde Übergänge schaffen und gleichzeitig die Neutralität des Staates gewährleisten“, argumentierte Mazyek. Hier könne die Politik konkrete Anreize schaffen.

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Kramp-Karrenbauer: Orbán sollte verfolgte Christen aufnehmen

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Ungarn aufgefordert, christliche Flüchtlinge aufzunehmen. „Es wäre doch zumutbar, dass Viktor Orbán, der jedenfalls sein Verständnis des Christlichen in den Mittelpunkt stellt, sich dort engagiert“, sagte die Bewerberin um den den CDU-Vorsitz der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

evangelisch.de

Es gebe weltweit eine große Zahl verfolgter Christen. Der ungarische Ministerpräsident ist ein entschiedener Gegner einer offenen Flüchtlingspolitik.

Kramp-Karrenbauer sprach sich für ein System der „flexiblen Solidarität“ im Umgang mit Asylsuchenden innerhalb Europas aus. „Aber nicht so, wie manche sich das vorstellen: Jeder sucht sich aus, was ihm am besten passt“, fügte sie hinzu.

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Spahn kritisiert kirchlichen Moralismus in politischen Debatten

Eigentlich begrüßt CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn Debattenbeiträge der Kirchen, eine starke Moralisierung von politischen Sachfragen durch Kirchenvertreter kritisiert er hingegen.

DOMRADIO.DE

Er halte es für wünschenswert, wenn sich die Kirchen zu Themen wie Lebensschutz, Sterbehilfe oder Organspende zu Wort meldeten, schreibt der Kandidat für die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze in einem Gastbeitrag für die „Welt“. Große Fragen der Gegenwart wie Migration, Digitalisierung, Wohlstandsverteilung oder Umweltschutz ließen sich aber nicht schablonenartig beantworten.

„Ohne Detailkenntnisse“

Spahn kritisierte in diesem Zusammenhang „hohe Funktionäre der Kirchen“, die „oft genug ohne Detailkenntnisse im Ton moralischer Empörung“ Steuer-, Renten oder außenpolitische Fragen kommentierten.

„Ich empfinde es als irritierend, wenn ein religiös inspirierter oder kirchlich unterstützter Moralismus um sich greift und von der Gesellschaft wie der Politik fordert, seiner engen Gesinnungsethik Folge zu leisten“, schreibt der bekennende Katholik unter Hinweis auf die Debatten um Migration und Asyl.

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Dodo Müllers zum „Dogma geronnene klerikale Dünkel“

Gerhard L. Müller links im Bild
Homosexualität und Atheismus: Für Kardinal Gerhard Ludwig Müller sind das die beiden Auslöser für die aktuelle Krise der Kirche. Der Jesuit Klaus Mertes nennt dessen Aussagen nicht nur „unglaublich dreist“. Er gibt Müller und „seinesgleichen“ auch einen Tipp für die Zukunft.

katholisch.de

Der Jesuit Klaus Mertes hart scharfe Kritik an Kardinal Gerhard Ludwig Müller geübt. Die jüngsten Aussagen des Kardinals zur Kirchenkrise seien der „zum Dogma geronnene klerikale Dünkel“, der der Schlüssel zum Gesamtproblem Missbrauch ist, so Mertes am Freitag im Interview mit katholisch.de. Müller hatte in einem Interview unter anderem gesagt, dass Laien nicht über Bischöfe urteilen könnten.

Auch auf die Aussage Müllers, dass sich die Kirche im Hinblick auf die Missbrauchsfälle mit der praktizierten Homosexualität auseinandersetzen müsse, griffe der Jesuit auf. Es gebe eine Fraktion, die den Homosexuellen die Schuld geben wolle, so Mertes.

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Dodo Müller: Kirche muss das Problem des Atheismus und sexuellen Fehlverhaltens unter Geistlichen angehen

Gerhard L. Müller links im Bild
Die Kirche muss das Problem des Atheismus und sexuellen Fehlverhaltens unter Geistlichen angehen: Das hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller laut der US-Website „LifeSiteNews“ gefordert.

CNADeutsch

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation äußert sich zur Kirchenkrise und den Skandalen um sexuelles Fehlverhalten, Missbrauch und Vertuschung in einem weitreichenden neuen Interview mit Maike Hickson bei „LifeSiteNews„.

„Der Ursprung der gesamten Krise liegt in einer Verweltlichung der Kirche und eine Reduktion des Priesters auf einen Funktionär. Letztlich ist es der Atheismus, der sich in der Kirche breitgemacht hat. In diesem Ungeist wird die Offenbarung in Glaube und Moral an die Welt ohne Gott angepasst, so dass sie einem Leben nach den eigen Lüsten und Bedürfnissen nicht mehr im Wege steht“, so Kardinal Müller.

Die jetzige Kirchenkrise zeige sich aber auch darin, „dass man die wahren Ursachen nicht sehen will und durch Propagandaphrasen der Homo-Lobby vertuscht. Unzucht mit Jugendlichen und Erwachsenen ist eine  Todsünde, die keine Macht der Welt für moralisch neutral erklären kann“, betont der deutsche Prälat im Interview.

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Annegret Kramp-Karrenbauer: Die katholische Kronprinzessin

Die CDU-Generalsekretärin bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages mit ihren Kollegen Lars Klingbeil von der SPD (links) und Andreas Scheuer (CSU). Foto (vom 12. März 2018): Sandro Halank/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Die Saarländerin auf dem Weg zur Kanzlerschaft? Ein Kommentar

Marcus Hammerschmitt |TELEPOLIS

Sie hat eine glänzende Karriere hingelegt und wirkt oberflächlich wie die erträglichere Alternative zu Jens Spahn und Friedrich Merz. Wer sich mit der Politik von Annegret Kramp-Karrenbauer beschäftigt, dem könnten in dieser Hinsicht Zweifel kommen.

Mit 35 zum ersten Mal im Bundestag. Von 2000 – 2004 die erste Innenministerin überhaupt in der Geschichte Deutschlands, im Saarland. Im Mai 2011 die erste Ministerpräsidentin des Saarlandes und die erste saarländische CDU-Vorsitzende. Im Februar 2018 Generalsekretärin der Bundes-CDU.

Kein Zweifel, man hat es in Annegret Kramp-Karrenbauer mit einem ehrgeizigen Menschen zu tun. Und dieser Ehrgeiz hat im Verlauf der bisherigen politischen Karriere von Frau Kramp-Karrenbauer schon eine Menge Kollateralschäden hervorgerufen.

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Sprache der Kirche: Dodo Lütz beklagt Entfremdung

Dass die Kirche bei vielen Menschen nicht mehr ankommt, liegt auch an ihrer Sprache – das meint der Theologe Manfred Lütz. So lange sich daran nichts ändert, sprechen Kirche und Menschen weiter aneinander vorbei.

DOMRADIO.DE

Die Krise der Kirche wurzelt nach Ansicht des Kölner Theologen und Mediziners Manfred Lütz auch in einer Entfremdung ihrer Sprache von den einfachen Gläubigen. Theologische Erkenntnisse müssten übersetzbar und für eine Verkäuferin „oder meinen Friseur verstehbar sein“ wie sonntägliche Predigten, sagte Lütz im Interview der Nachrichtenagentur „Kathpress“. Ansonsten werde sich „die gegenwärtige Krise des Glaubens“ nur noch weiter verstärken und die Kirche weiter an Relevanz in der Gesellschaft verlieren, sagte er am Rande der Tagung „Gott & Gewalt“ in Stift Heiligenkreuz, die er als Festredner am Freitagabend eröffnet hatte.

Lütz kritisierte ein weit verbreitetes kirchliches Schweigen über den Abbruch christlicher Traditionen: „Die Menschen glauben nicht mehr an Gott, aber die Kirche redet nicht darüber, sondern lieber über Pastoralstrukturen oder den Zölibat.“ Auch stelle er fest, dass sich selbst kirchliche Leitungsverantwortliche „offenbar ihrer eigenen Kirchengeschichte schämen, ohne sie eigentlich wirklich zu kennen“, so der Theologe. „Die Krise der Kirche wurzelt im Unwissen über die eigene Geschichte.“

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Dodo Gysi: Ohne Kirchen keine allgemeinverbindliche Moral

Bild: Montage bb

Der Linken-Politiker Gregor Gysi hat den Kirchen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung verbindlicher moralische Normen bescheinigt.

evangelisch.de

„Hätten wir keine Kirchen, hätten wir auch gar keine allgemeinverbindliche Moral“, sagte der 70-Jährige laut Vorabmeldung vom Freitag dem Evangelischen Rundfunkdienst Baden. Zwar könne auch die Linke Normen formulieren, aber sie schaffe es nicht, sie allgemeinverbindlich zu machen.

Gysi erläuterte, dass es die Kirchen in Ostdeutschland geschafft hätten, die Versuche der „Entkirchlichung durch die SED und die DDR-Führung“ zu überstehen.

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AfD: Spende von Kardinal Marx ist ein Unding

Themenbild. dpa
Neue Attacke der AfD auf die Kirche: Die Bundestagsfraktion der Partei hat am Mittwoch mit scharfen Worten die 50.000-Euro-Spende von Kardinal Marx für das deutsche Rettungsschiff „Lifeline“ kritisiert.

katholisch.de

Die AfD-Bundestagsfraktion hat die Unterstützung für die Seenotrettungsmission des deutschen Schiffs „Lifeline“ im Mittelmeer durch den Münchner Kardinal Reinhard Marx scharf kritisiert. „Es ist ein Unding, dass Kardinal Marx das private Rettungsschiff ‚Lifeline‘ mit Mitteln aus der Kirchensteuer unterstützt. Denn die Arbeit von ‚Lifeline‘ ist nur scheinbar christlich“, sagte der kirchenpolitische Sprecher der Fraktion, Volker Münz, am Mittwoch in Berlin.

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Dodo Müller: Keine Sanktionen gegen McCarrick bekannt

Gerhard L. Müller links im Bild
Die Vorwürfe von Ex-Nuntius Carlo Maria Vigano wiegen schwer: Als Papst soll Benedikt XVI. Sanktionen gegen Kardinal Theodore McCarrick verhängt haben – wegen Missbrauchsvorwürfen. Franziskus habe diese dann wieder gelockert. Aber stimmt das? Nun äußert sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller.

katholisch.de

Als Präfekt der Vatikanischen Glaubenskongregation von 2012 bis 2017 waren Kardinal Gerhard Ludwig Müller nach eigener Aussage keinerlei Sanktionen gegen US-Kardinal Theodore McCarrick (88) bekannt. „In der Kongregation wussten wir, wusste ich nichts von irgendwelchen Maßnahmen gegen ihn“, sagte Müller in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des katholischen TV-Senders EWTN in Washington.

„Privat hörte man schon mal, er sei ‚zu liberal‘, aber was heißt das schon“, ergänzte der deutsche Kardinal über McCarrick.

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Medienbericht: Müller bestätigt, dass Papst Untersuchungen stoppte

Gerhard L. Müller links im Bild
LifeSiteNews“ erhielt von Kardinal Müller ein „Ja“ auf die Frage, ob Papst Franziskus tatsächlich Untersuchungen gegen den missbrauchsverdächtigen Kardinal Murphy-O’Connor vorzeitig gestoppt habe – O’Connor wird zu den Papstwählern gezählt

kath.net

„LifeSiteNews“ erhielt vom früheren Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Kardinal Müller, ein „Ja“ auf die Frage, ob Papst Franziskus tatsächlich die Untersuchungen gegen Kardinal Cormac Murphy-O’Connor wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch eher vorzeitig gestoppt als erfüllt habe. Der britische Kardinal, der 2017 verstorben ist, war mit Vorwürfen einer Frau konfrontiert gewesen, sie in den 1960ern im Alter von etwa 13 Jahren sexuell missbrauchst zu haben. Müller, der als Präfekt der Glaubenskongregation direkt mit dem Fall beschäftigt gewesen sein dürfte, sagte gegenüber „LifeSiteNews“ weiter, dass er „an das Päpstliche Geheimnis gebunden“ sei, aber erläuterte gleichzeitig, dass es für solche „Untersuchungen der Zustimmung des Papstes“ bedürfe.

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Dodo Lütz: Leider spektakulär misslungen!

Wer über Verhältnisse in der katholischen Kirche wissenschaftlich arbeitet, muss besonders darauf achten, nur als wissenschaftliche Ergebnisse auszugeben, was sich mit Daten seriös belegen lässt. Das ist in der MHG-Studie leider spektakulär misslungen

Manfred Lütz | kath.net

Offensichtlich ist man der Versuchung erlegen, eine Studie mit schwacher Datenbasis dadurch öffentlich zu platzieren, dass man – ohne Datenbasis – die üblichen kirchenkritischen Themen raunend oder dezidiert anspricht, was sofort für öffentliche Aufmerksamkeit sorgt. Darüber hinaus hat man dann noch über eine für wissenschaftliche Veröffentlichungen absurde Geheimhaltungsstrategie das öffentliche Interesse zum Sieden gebracht – und den verständlichen journalistischen Ehrgeiz geweckt, das Geheimnis zu lüften. So ist nun eine Studie, die kaum einer kennt, in aller Munde.

Wer die ganze Studie dann liest, ist befremdet vom unwissenschaftlichen Stil weiter Passagen, von feuilletonistischen und anekdotischen Bemerkungen und vom fast vollständigen Mangel an wissenschaftlich-kritischer Diskussion der Ergebnisse.

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Schulz wirft Gauland faschistische Rhetorik vor

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Martin Schulz wirft AfD-Fraktionschef Alexander Gauland eine faschistische Rhetorik vor.

evangelisch.de

Die Reduzierung komplexer politischer Sachverhalte auf ein einziges Thema, in der Regel bezogen auf eine Minderheit im Land, sei ein „Mittel des Faschismus“, sagte er bei einer Intervention nach einer Ansprache Gaulands am Mittwoch im Bundestag. „Eine ähnliche Diktion hat es in diesem Hause schon einmal gegeben.“

Es sei Zeit, dass die Demokraten in diesem Lande sich gegen diese Art der rhetorischen Aufrüstung wehrten, die am Ende zu einer Enthemmung führe, deren Resultat Gewalttaten auf den Straßen sei. „Es ist Zeit, dass die Demokratie sich gegen diese Leute wehrt“, mahnte der ehemalige Kanzlerkandidat Schulz.

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Ist Seehofer „eigentlich schon weg“?

Bild: TP
Markus Söder könnte am 14. Oktober nicht nur ein gutes, sondern auch ein schlechtes CSU-Wahlergebnis für sich nutzen

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Normalerweise ist für einen Politiker ein gutes Wahlergebnis seiner Partei von Vorteil – und ein schlechtes von Nachteil. Schafft er es jedoch, die Schuld für ein schlechtes Ergebnis einem Rivalen in die Schuhe zu schieben und diesen damit auszuschalten, dann befindet er sich in einer Situation, in der er so und so der Gewinner ist. In die könnte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder manövrieren, wenn es ihm gelingt, seine Partei und die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass nicht er, sondern der Parteivorsitzende Horst Seehofer die Verantwortung dafür trägt, wenn die CSU bei der Landtagswahl am 14. Oktober dort landet, wo sie in Umfragen aktuell gemessen wird.

Bei GMS sind das dem Ergebnis der gestern veröffentlichten Sonntagsfrage für SAT.1 nach 36 Prozent, beim für die Augsburger Allgemeine tätigen Civey-Institut sogar nur 35,8. Das wären 11,9 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Landtagswahl 2013 und noch einmal 2,7 Punkte weniger als bei der Bundestagswahl im letzten Jahr.

Einen Teil der Schuld daran dürfte tatsächlich Seehofer tragen: Trotz des historisch schlechten Bundestagswahlergebnisses ging er erneut eine Koalition mit der SPD ein, anstatt auf Neuwahlen unter einer anderen CDU-Kanzlerkandidatin als Merkel zu bestehen. Und ein mit ihr öffentlich ausgetragenes Gefecht um eine Rücknahme der mündlichen Anweisung seines Vorgängers Thomas de Maizière, an den Grenzen nicht mehr den Dublin-Vorschriften und dem Artikel 16a des Grundgesetzes gemäß zurückzuweisen, endete mit einem Kompromiss, der praktisch nur für so wenige Personen greift, dass sich viele Wähler gefoppt vorkommen.

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Seehofer erinnert an einen Feuerwehrmann, der Brände mit Benzin löscht

Die CSU verbrennt ihre absolute Mehrheit in einem Feuer, das sie selbst mitgeschürt hat. Schuld daran ist vor allem der Parteichef.

Von Heribert Prantl | Süddeutsche Zeitung

350 Führungskräfte der deutschen Feuerwehren treffen sich in der kommenden Woche in Berlin. „Retten – Löschen – Bergen“ heißt das Motto der Tagung, die sich unter anderem mit der Waldbrandgefahr in Deutschland und in Europa beschäftigt. Weil Horst Seehofer beim „13. Berliner Abend der Feuerwehren“ am Mittwoch die Festrede hält, liegt es nahe, das Thema, also die Waldbrandgefahr, und das Motto, also das Retten, Löschen und Bergen, ins Politische zu übertragen. In Bayern beginnt nämlich jetzt die heiße Phase des Landtagswahlkampfs – mit einer „Wahlarena“ der Spitzenvertreter der Parteien im Fernsehen und mit dem CSU-Parteitag am nächsten Samstag.

Die Lage war noch nie so ernst

Die CSU steht vor der vielleicht größten Niederlage ihrer Geschichte; die Umfragedaten sind schlecht bis desaströs, dafür steht die AfD, die mit den Grünen um Platz 2 konkurriert, ziemlich gut da. Zur CSU, die jahrzehntelang die Partei der absoluten Mehrheit war, fällt einem da der Satz ein, den Konrad Adenauer, der erste Kanzler der Republik, gern gebraucht hat: „Die Lage war noch nie so ernst“.

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Dodo Gloria: „Die Homoehe ist ein Angriff auf die klassische Familie“

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist bekannt für ihre teils erzkonservativen Thesen – und dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das tat sie jetzt auch bei einer CSU-Veranstaltung in Regensburg nicht. Bei einem Thema gab es allerdings Gegenwind aus dem Publikum.

Von Hanna Gibbs | onetz.de

„Das Kreuz als Symbol christlicher Kultur. Christliche Werte in Gesellschaft und Politik“ lautete der Titel der Podiumsdiskussion im Prüfeninger Schlossgarten, an der neben der Fürstin auch Prälat Wilhelm Imkamp, CSU-Landtagsabgeordneter Franz Rieger und CSU-Stadtrat Armin Gugau als Moderator teilnahmen.

Ausgangspunkt war der Kreuzerlass von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dass in allen Eingangsbereichen bayerischer Dienstgebäude ein Kreuz hängen soll, lobten die Podiumsteilnehmer.

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Dodo Marx: Nationalismus ist nicht katholisch

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Kardinal Reinhard Marx hat im Zeichen der Oppositionsbewegung Solidarnosc aus den 1980er Jahren die polnische Stadt Danzig besucht. Im Interview zieht er eine Bilanz über Europa, Demokratie und Freiheit.

Leticia Witte, Bartosz Dudek | katholisch.de

Frage: Kardinal Marx, was kann Europa heute von der Solidarnosc-Bewegung lernen?

Marx: Zuerst einmal ist da der Glaube, dass wir etwas bewegen können. Dass die Dinge, wie sie sind, nicht einfach so bleiben müssen. Das finde ich natürlich in einer Situation wie damals 1980 sehr mutig. Wir leben ja in anderen Zeiten, aber auch bei uns in einer Demokratie ist manchmal die Überzeugung da: Was kann man schon machen? Da kann man von diesen Personen, die noch vor viel größeren Schwierigkeiten standen, lernen. Es kann etwas Neues in Gang kommen, und das finde ich sehr schön. Wir haben eine Erinnerung an die Kostbarkeit der Freiheit, die wir nicht als selbstverständlich ansehen dürfen. Die Demokratie könnte ja auch eine Episode in der Geschichte der Menschheit sein. Es ist immer wieder nötig, für die Freiheit des Einzelnen, für Minderheiten, für den Respekt einzutreten und für das, was notwendig ist, damit eine Demokratie, eine freie und offene Gesellschaft verlässlich leben kann. Es ist eine Art „Gesamtkunstwerk“, für das ständig gearbeitet werden muss. Und wenn man nachlässt, merkt man es gleich. Dann werden Gefährdungen auf einmal deutlich.

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