Dodo Marx: Kirchenasyl bleibt unverändert – gegen Ehe für alle

Quelle: http://www.bgland24.de

Die katholische Kirche hält trotz der Kritik von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) an der Praxis des Kirchenasyls fest. An der Ausgestaltung der Kirchenasyle werde sich absehbar nichts ändern, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, am Freitag im Münchner Presseclub.

evangelisch.de

Allerdings müssten sich auch die Gemeinden, die geflüchteten Menschen in ihren Räumen Asyl bieten, „konsequent“ an die Absprachen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge halten. De Maizière hatte Anfang der Woche beklagt, die Zahl der Flüchtlinge im Kirchenasyl sei „höher als erwartet“. Darüber wollten Bund und Länder mit den Kirchen sprechen. Die Vereinbarung, dass die Kirchen die staatlichen Stellen über jeden Fall informieren, klappe leider nicht immer.

Erzbischof Marx betonte, kein Mensch werde in einem Kirchenasyl versteckt, jeder Fall sei den Behörden bekannt. Die Gruppe der Flüchtlinge im Kirchenasyl sei verschwindend gering im Vergleich zu der Gesamtzahl der Asylbewerber, sagte der Kardinal.

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Aiman Mazyek warnt vor Vorrang einer Religion gegenüber anderen

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, hat davor gewarnt, einer einzelnen Religion Vorrang gegenüber den anderen zu geben. Bei einem Vortrag in Münster räumte er ein, es gebe zwar Muslime, die den Islam über alle anderen Religionen stellten. Diese befänden sich jedoch »auf dem Holzweg« und würden eine große Sünde begehen, da so eine Sicht nicht auf den Islam zurückzuführen sei.

Von Melanie Ploch | Kirche+Leben

Mazyek erklärte, für ihn als Muslim stelle der Islam zwar die Wahrheit dar. Allerdings wende er sich nicht von anderen Meinungen, Religionen oder dem Atheismus ab, sondern respektiere diese Anschauungen. Der Zentralratsvorsitzende äußerte sich auf einer Veranstaltung in der Villa ten Hompel, einer Gedenkstätte für Verbrechen während des Nationalsozialismus.

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Dodo Hahne und Sophia Thomalla

Bild: SophiaThomalla/Instagram
„…hätten wir heute einen Nelkenstrauß hier oder Sie säßen auf der Todesliste. Warum mit Jesus?“ – Peter Hahne übt scharfe Kritik an der Werbekampagne mit Sophia Thomalla – Deutscher Werberat leitet ein Beschwerdeverfahren ein

kath.net

„Wenn Sie das mit Mohammed gemacht hätten, hätten wir heute einen Nelkenstrauß hier oder Sie säßen auf der Todesliste. Warum mit Jesus?“ Mit diesen klaren Worten hat ZDF-Journalist Peter Hahne diese Woche bei Sandra Maischberger die umstrittene Werbeaktion von Sophia Thomalla beurteilt. Thomalla hat sich für eine Lottofirma als Gekreuzigte ablichten lassen. Thomalla, die seit einiger Zeit Wahlkampf für Angela Merkel macht, verteidigte sich in der Sendung und meint, die Lottofirma wollten mit einer Frau am Kreuz eine Konvention aufbrechen. Was Lotto mit Jesus zu hat, konnte das deutsche It-Girl aber nicht beantworten, die dann mit folgender Aussage auffällt: „Ich finde es bizarr, dass gerade die Kirche aufgrund der vielen Kreuzigungen, Hexenverbrennungen aus alter Grauzeit und mit pädophilen Eskapaden aus der Neuzeit gerade mir etwas vorwerfen will.“ Kontra für diese Werbung gibt es sogar vom bekannten Journalisten Günther Wallraff: „Es ist kein Tabubruch mehr. Es ist läppisch.“

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Zentralrat der Muslime: Trump hat Völkerrecht „ins Schwimmen gebracht“

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert einen „Fahrplan für Frieden im Nahen Osten“ Quelle: dpa/Boris Roessler
Beim Streit um Jerusalem warnt Aiman Mazyek davor, Ursache und Wirkung zu verwechseln. Trump sei für die Eskalation und Dramatik verantwortlich. „Wir sollten Ursache und Wirkung nicht verwechseln.“

DIE WELT

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, warnt vor einer gefährlichen Entwicklung im israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump habe „die Anerkennung des Völkerrechts ins Schwimmen gebracht. Sie macht den Hardlinern auf beiden Seiten das Geschäft leicht“, sagte Mazyek der „Heilbronner Stimme“.

Mazyek fügte hinzu: „Die Eskalation und Dramatik durch die Entscheidung Trumps schlägt sich vor allem vernichtend nieder in der Erosion des Rechts, des Völkerrechts, der Verbindlichkeit von Sicherheitsrats-Resolutionen und die Hoffnung auf das Existenzrecht zweier Staaten, von Juden und Arabern in Frieden und Nachbarschaft zu leben.“

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Dodo Käßmann: Lasst das Vaterunser, wie es ist

Diskussion um das Vaterunser: Der Papst hält eine Stelle im deutschen Gebetstext für falsch formuliert. Die Theologen Margot Käßmann und Christoph Kähler sind gegen Änderungen an der gängigen Übersetzung.

evangelisch.de

Die Theologin Margot Käßmann ist gegen Änderungen am Vaterunser. „Ich bin dafür, das Vaterunser zu belassen, wie es ist. Es geht wohl wirklich auf Jesus selbst zurück“, schrieb die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einer Kolumne für „Bild am Sonntag“. Sie reagierte damit auf Überlegungen von Papst Franziskus, der den Passus „Und führe uns nicht in Versuchung“ in dem Gebet kritisiert hatte. Zuvor hatte bereits die EKD die gängige Übersetzung des Vaterunsers verteidigt, wie sie in der Luther-Bibel 2017 enthalten ist.

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Nora Illi: Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Ein Gespenst geht um. Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz. Eine kleine Splittergruppe von islamischen Fundamentalisten, ohne großen Rückhalt in der islamischen Community der Schweiz. Das Problem kennen wir aus Deutschland auch. Kleine bärbeißige Islamistenvereine die so tun als wenn alle in Deutschland lebenden Muslime hinter ihnen stehen würden. Wenn sie 20% repräsentieren dürfte das ausreichend sein. Konvertitin Illi, wie sehr oft unter Konvertiten zu finden, ist eine Glaubenseiferin, die es versteht mediale Aufmerksamkeit zu erheischen. Der von ihr bevorzugte Niqab tut ein übriges dazu. Der Beduinenkultur, der arabischen Halbinsel entsprungen, sollte der Niqab vor Sand, Sonne und Staub schützen. Praktisch allemal und vor allem notwendig. Es gibt keine religiöse Notwendigkeit im Islam, für Frauen, sich ständig zu verhüllen. Die Burka ist eine paschtunische Stammestracht aus Afghanistan, Tradition wurde im Laufe der Jahrhunderte religiös umgedeutet. Das Kopftuch ist ebenso nicht notwendig und schon gar nicht religiös begründbar. An der al-Azhar-Universität, der höchsten theologischen Instanz des sunnitischen Islam sogar per Fatwa verboten. Wer meint Religionsfreiheit als Begründung für islamischen Mummenschanz bringen zu müssen, liegt völlig falsch. Und seltsamerweise wird diese dann immer von Leuten eingefordert die für die Kennzeichnungspflicht von Polizisten eintreten. Widerspruchsfrei ist das nicht zu denken.

Also, man nimmt sich einen Niqab, Modell „Kinderschreck“ und begibt sich in die Medien. Dort sitzt man vor der Kamera, wie ein aufgeblasener Müllsack und stellt ikonografisch dar, eigentlich nicht kommunizieren zu wollen. Die Hälfte des Publikum schaut sich um, ob nicht Ellen Ripley im Studio ist, die bei Gefahr das verdammte Alien-Ding in ein Wanne mit geschmolzenem Stahl werfen kann.
Und dann geht es los, Diskriminierung, eingeschränkte Religionsfreiheit, nicht ausgelebte religiöse Kulte, Sexismus allein wegen der Verhüllung des weiblichen, islamischen Körpers. Der Körper gehört nur Allah und dem Ehemann, klingt irgendwie sklavisch ist es auch. Das wird dann als Freiheit der Persönlichkeit angeboten. In dem französischen Film „Alibaba und die 40 Räuber“, mit Fernandel, der mit dem Pferdegrinsen, hört sich das anders an. Er begibt sich auf den Basar und bekommt einen Notizzettel überreicht, „Alibaba, bring bitte zwei schöne fette Frauen mit.“ Allah in jener Zeit muss ein völlig anderer gewesen sein.

Wieder Niqab, diesmal Modell „Angst“, ein Bild vor dem Konzentrationslager Dachau, gut sichtbar das Eingangstor des KZs, links daneben Niqab Modell „Angst“. Wir wissen nicht, wer, was sich darunter befindet. Es kann alles sein. Text zum Bild lautet:

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Nicht erst wenn es soweit ist. #Dachau #Neveragain #memoriesNora Illi

Niqab Modell „Angst“ interpretiert den Twitterpost: Sie wollte auf die vielen Gesetze in Europa hinweisen, die Muslime unterdrücken. Wer Verschleierungsverbote in Europa mit dem industriellen Massenmord der Nazis an den Juden vergleicht ist einfach nur blöd, aber medialer Aufmerksamkeit gewiss. Mit dem Begriff Holocaustrelativierung ist dieser Twitterpost vom Niqab Modell „Angst“ Nora Illi hinreichend beschrieben. Darüber hinaus stürzen sich hunderttausende Glaubensbrüder-und schwestern freiwillig in die westliche Unterdrückung. Der Widerspruch wird auch von Illi nicht aufgelöst, dabei könnte sie den unterdrückenden Elementen fliehen. Es gibt genug Länder auf dieser Erde, da können Muslime ungehindert ihr erlittenes Unrecht hinter sich lassen. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache.

Illi benutzt ihren Niqab als Waffe, sie will provozieren, sie will erschrecken, sie will mediale Aufmerksamkeit. Die bekommt sie natürlich, sie instrumentalisiert ein Bekleidungsstück und wundert sich über Reaktionen, die zeigen, dass sie und der von ihr gelebte Glaube als abstoßend empfunden werden. Man muss andere Menschen, mit anderer kultureller und sozialer Prägung nicht überzeugen wollen, man kann aber viel dafür tun den Zustand der gegenseitigen Akzeptanz zu erreichen. Mit Illi wird das nix, sie hat sich schon vorher selbst diskreditiert. Kommunikation ist Senden – Empfangen – Decodieren – Feedback. Mit Gespenstern kann man nicht kommunizieren.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Dodo Müller: Meine Ablöse war Intrige von ‚bestimmten Kräften‘

Gerhard L. Müller links im Bild
Kardinal Gerhard Müller übt deutlich Kritik an Papst Franziskus: „Es wäre besser, die Glaubensbotschaft des Papstes zu hören, statt mit sekundären Aufmerksamkeitselementen das Papsttum populär zu machen, mit schwarzen Schuhen, Santa Marta…“.

kath.net

Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat in einem Interview mit dem „report München“ erneut Kritik an Papst Franziskus geübt. Besonders missfallen dem Kardinal das Regierungshandeln des Papstes, seine Personalpolitik und Misstrauen gegenüber der Kurie. „Es gibt vielleicht auch aus dem Herkunftsland des Papstes so eine gewisse antirömische Stimmung, gewisse Vorurteile gegen die Kurie. Und so gibt es vielleicht die Vorstellung, es müsse aufgeräumt werden. Aber mit dieser Sichtweise, wo gehobelt wird, da fallen Späne, da haben wir nicht so die besten Erfahrungen gemacht“, erläuterte Müller.

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Dodo-Apostel Huonder verärgert Zürcher Katholiken

Bischof Vitus Huonder spricht während der Gedenkfeier 600 Jahre Niklaus von Flüe im August 2017. (Alexandra Wey / Keystone)
Aus Protest gegen das Bistum Chur haben die Zürcher Katholiken 1,2 Millionen Franken zurückbehalten. Dieses Geld will Bischof Vitus Huonder verteilen – unter anderem an radikale Abtreibungsgegner.

Von Lucien Scherrer | Neue Zürcher Zeitung

Weihnachten ist das Fest der Versöhnung. Doch versöhnliche Töne sind es nicht gerade, die derzeit zwischen dem Bistum Chur und Vertretern der Zürcher Katholiken angeschlagen werden. Auslöser des vorweihnächtlichen Zwists ist laut «Sonntags-Zeitung» ein Brief. Darin erhebt Bischof Huonder «moralischen Anspruch» auf einen Fonds, den die Zürcher Katholiken 1990 installiert haben – dies ausgerechnet mit dem Ziel, die Gründung eines eigenen Bistums Zürich voranzutreiben.

Geäufnet wurde der Fonds über einen freiwilligen Bistumsbeitrag, den die Zürcher aus Protest gegen konservative Churer Bischöfe zurückbehalten haben. Huonder spricht in seinem Brief von einem Boykott, der dem «staatskirchenrechtlichen System in der Schweiz schweren Schaden zugefügt» habe.

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Wahl Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Das Jubeljahr der Reformationsfeierlichkeiten wurde beendet, was nicht heißt, dass sich religiotischer Unsinn in den Medien niederschlägt. Ob nun der Erzapostel von München, der das BGE als undemokratisch empfindet, bei über 12.500€ Staatsknete monatlich und mietfreiem Wohnen in einem Palais, durchaus verständlich, oder aber das Gerichtsurteil gegen die Ärztin Kristina Hänel, auf der Grundlage eines Paragrafen, der der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik zum Durchbruch verhelfen sollte oder aber das Gerichtsurteil welches der Fluglinie Kuwait Airways den Transport von israelischen Bürgern, von Deutschland aus, zu verweigern. Es ist zum aus der Haut fahren.
Hier sind die Kandidaten für die Wahl.
Die endet am 07.12.2017 um 18:00 Uhr. Der Gewinner wird hier am folgenden Tag gewürdigt
werden. Viel Spaß!

  1.  Islamische Zentrum Freiburg im Breisgau, „fühlt sich als Opfer des Islam-Verleumders Ourghi, fordert des Entlassung.“
  2.  Nora Illi, „Ganzkörper-Kondom verhindert Denken, so dass der Unterschied zwischen Burkaverbot und Holocaust zur Umnachtung führt.“
  3.  Katrin Göring-Eckardt, „sucht neue Freunde unter Bienen, Schmetterlingen und Vögeln.“
  4.  Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), „Islamunterricht für alle, vereinfacht den Unterricht, die Inhalte sind seit über 1000 Jahren die gleichen.“
  5.  Heinrich Bedford-Strohm, „beschwört den Zusammenhalt der Religionen.“
  6.  Joachim Gauck, „Schreckliche Christenverfolgung, falsche Zahlen, evangelikale Statistiken.“
  7.  Stephan Ackermann, „seit Jahren harrt die Aufklärung des Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche ihrer Veröffentlichung.
  8.  Margot Käßmann, „redet sich das Refomationsjubiläum schön.“
  9.  IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin, „es bräuchte einen Beauftragten für Religionsfreiheit.“
  10.  Johannes Huber, „Sex, Promiskuität und Immunsystem, katholisch betrachtet.“
  11.  AfD Berlin, „Reformationstag soll dauerhafter Feiertag in der Stadt werden.“
  12.  Evangelische Landeskirche Württemberg, „gepflegte Homophobie.

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats November 2017“

Dodo Müller warnt vor Spaltung in der Kurie

Gerhard L. Müller links im Bild
Der Kardinal im „Corriere della Sera“-Interview: „Eine Front möchte mich an die Spitze einer Bewegung gegen den Papst stellen, doch das werde ich nie tun.“

Kleine Zeitung

Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller warnt vor der Gefahr einer Spaltung in der Kurie im Vatikan. „Eine Front möchte mich an die Spitze einer Bewegung gegen den Papst stellen. Doch ich werde das nie tun“, sagte Müller im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag.

Die kirchlichen Behörden sollten laut Müller auf „gerechtfertigte Beschwerden“ hören. „Man darf Menschen, die diese Beschwerden vorbringen, nicht ignorieren, oder noch schlimmer, demütigen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es, auch ungewollt, zu einer langsamen Trennung kommt, die zur Spaltung eines Teils der desorientierten und enttäuschten katholischen Welt führen könnte. Das protestantische Schisma von Martin Luther vor 500 Jahren sollte uns lehren, welche Fehler man vermeiden muss“, so Müller, der als konservativer Hardliner gilt, der grundlegende Reformen in der katholischen Kirche ablehnt.

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Universität Osnabrück: „Wir bilden keine Imame aus, das wollen wir auch gar nicht“

Der Arbeitsmarkt für muslimische Geistliche ist in Deutschland schwierig Quelle: pa/dpa/Angelika Warmuth
Die neue Landesregierung in Niedersachsen will die Ausbildung muslimischer Geistlicher an der Universität Osnabrück vornehmen lassen. Die wehrt sich nun gegen den Koalitionsbeschluss – und stellt eine Bedingung.

DIE WELT

Die Absicht der neuen Landesregierung, die Ausbildung von muslimischen Geistlichen an der Universität Osnabrück vornehmen zu lassen, stößt bei der Hochschule auf Widerspruch. „Wir bilden keine Imame aus, das wollen wir auch gar nicht“, sagte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Hochschule, Martina Blasberg-Kuhnke.

Die Ausbildung von Imamen sei nicht Sache der Universität – es sei wichtig, dass auch gar nicht erst dieser Eindruck entstehe. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU steht wörtlich: „Aufbauend auf die seit 2010 bundesweit anerkannten Imam-Weiterbildungsangebote an der Universität Osnabrück soll dort eine grundständige Imam-Ausbildung eingerichtet werden.“

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Was Bienen, Schmetterlinge und Vögel wissen sollten – vom KGE-Dodo erklärt

Dodo Schavan: Papst überfordert nicht bei Migration, er ermutigt

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

„Der Papst ist kein Fantast. Er weiß, wie anspruchsvoll Integration in jeder Gesellschaft ist“, betont die deutsche Vatikanbotschafterin und Ex-Bildungsministerin

kath.net

Nach Ansicht der deutschen Vatikanbotschafterin Annette Schavan überfordert der Papst mit seinen Appellen zur Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen die Menschen nicht, sondern ermutigt sie. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress sagte sie am Dienstag in Rom: „Der Papst ist kein Fantast, er macht sich keine Illusionen. Er weiß, wie anspruchsvoll Integration in jeder Gesellschaft ist.“

Allerdings erinnere er daran, dass Schwierigkeiten niemals als Ausrede dafür dienen dürften, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Mit dem Schicksal der Flüchtlinge und dem Umgang mit ihnen sei der Kern der christlichen Botschaft angesprochen. Insgesamt erlebe sie die Amtsführung von Franziskus „als immer wiederkehrenden Aufruf zur Erneuerung“. Er führe der Welt vor: „Ihr habt mehr Potenzial, als ihr denkt“, so Schavan. Das gelte sowohl für die Kirche als auch für die Politik.

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Dodo Käßmann: Reformationsjubiläum Zeichen gegen Nationalismus

Bild: Peter Laskowski/FB
Die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hat die internationale Dimension des Festjahres unterstrichen.

evangelisch.de

Das sei ihr „wichtig, wo in diesem Jahr so viel Nationalismus aus der Mottenkiste der Geschichte geholt wurde“, sagte Käßmann am Sonntag vor der EKD-Synode in Bonn. Sie verwies auf Ausstellungen, Veranstaltungen und Diskussionen über die Reformation und ihre Folgen, die sie im Ausland besucht hat.

Käßmann, die für das 500. Reformationsjubiläum als Botschafterin eingesetzt war, empfahl ihrer Kirche, solch einen Posten für wichtige Themen auch künftig einzusetzen. Es sei hilfreich, wenn eine Person abrufbar sei, sagte sie. Käßmanns Einsatz als Botschafterin endete mit dem Ende des Jubiläumsjahres am 31. Oktober, dem Reformationstag. Im nächsten Jahr will sich die prominente Theologin in den Ruhestand verabschieden.

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VOLKER BECK: „Die Entfremdung der Christen wäre eine Gefahr“

Photographer Angelika Kohlmeier
Volker Beck. Photographer Angelika Kohlmeier

Religionsexperte und Grünen-Politiker Volker Beck über den zunehmenden Heimatverlust von Christen, die zunehmende Beheimatung von Muslimen – und warum der religiös neutrale Staat sich um beides kümmern sollte.

Von Till-Reimer Stoldt | DIE WELT

Viele halten Volker Beck für den Erfinder der Religionspolitik. Und zumindest eines stimmt: Der langjährige Grünen-Bundestagsabgeordnete erdachte 2013 den Titel eines „religionspolitischen Sprechers“ für seine Fraktion. Fragten Kollegen, was das denn sei, antwortete er: „Einer, der nicht nur die Kirche, sondern auch Moschee und Synagoge im Dorf lassen will“. Doch nun, da Beck nicht mehr dem Bundestag angehört, will er die Frage noch grundsätzlicher beantworten – als religionswissenschaftlicher Lehrbeauftragter der Ruhr-Uni Bochum.

DIE WELT: Herr Beck, Deutschland braucht eine durchdachte Religionspolitik – das ist eine zentrale These Ihrer Lehrveranstaltung. Aber gab es die nicht schon immer?

Volker Beck: Regierungen haben stets Entscheidungen getroffen, die sich auf Gläubige und Religionsfreie auswirkten. Insofern gab es Religionspolitik natürlich immer, aber sie wurde über Jahrzehnte anders betitelt – als Integrations-, Rechts- oder Innenpolitik. Deshalb setzen wir uns im Seminar mit den verschiedenen religionspolitischen Akteuren, ihren Interessen und Programmatiken auseinander – von Regierungen bis zu Gewerkschaften. Nicht alle diese Akteure würden von sich sagen, sie machten Religionspolitik. Erst allmählich beginnt Religionspolitik ein Bewusstsein ihrer selbst zu entwickeln.

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Margot Käßmann: Dodo des Monats Oktober

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Halloween, alte heidnische Tradition mit einer ganz dünnen Decke des Christentums. Die katholischen Iren brachten das Fest, als Einwanderer, in die USA. Einer der christlichen Fixpunkte der Nacht der Geister und Dämonen ist das Hochfest Allerheiligen der Katholiken. Gedenkt man dort an die armen Seelen die im Fegefeuer schmoren. Irdisches Leid als transportierte Strafe über den Tod hinaus. Die Enzyklopädia Britannica leitet Halloween von den Kelten her ab. Das Ende des Sommers, das Vieh kehrte von den Weiden in die Ställe zurück. Freudenfeuer, Knochenfeuer, genährt aus den Knochen des Schlachtviehs um die Vorräte für den Winter anzulegen. Wahrsagerei war üblich, zumal das Jahr der Kelten im November begann, Halloween ein Freudenfest. Die Kirche war dagegen, obwohl nur im Bereich der katholischen Kirche in Großbritannien gefeiert wurde. Bibelfundamentalisten sehen in Halloween gar den Teufel am Werk. Geblieben sind um die Häuser ziehende Kinder, verkleidet wie zu Karnevalszeiten erbetteln sie sich Süßigkeiten an den Haustüren.
Halloween am Reformationstag, da geht Käßmann jedweder Humor verlustig, bei der Verteilung dessen scheint sie eh etwas zu kurz gekommen sein. Da kommt der Aufschrei: „Kommerz.“ Für sie nur negativ konnotiert, sofern dem von ihr geliebten Luther nicht gehuldigt wird. Diese Kinder kümmern sich einen Dreck um den fetten Pfaffen.
Käßmann, das ist sicher lebt in einer anderen Welt, einer anderen Realität, fast eifersüchtig geht sie gegen Kritik an Luther und an der Party zum 500. Luther-Jubiläum vor. Egal wer, sie beißt sofort. Sie hätte die Worte ihres Meister verinnerlichen sollen:

[…]daß das Weib geschaffen ist zur Haushaltung, der Mann aber zur Policey, zu weltlichem Regiment, zu Kriegen und Gerichtshändeln, die zu verwalten und zu führen.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 42

Kommen wir zur evangelischen Geldgier zum Reformationsjubiläum, die jede Halloween-Party zum lausigen Mineralwasserbesäufnis werden lässt.
Nehmen wir die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, dort dürften die meisten Luther-Events stattgefunden haben.
In Sachsen-Anhalten gehören 12,7% der Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Nebenbei, 80% sind konfessionlos. Das Land gibt zur Käßmannschen Lutherparty 80 Millionen Euro aus. Allein die Sanierung des Wittenberger-Schloßkomplexes hat den Steuerzahler 32,8 Millionen Euro gekostet. Nach Fertigstellung erfolgte die Übergabe an die evangelische Kirche. Wie blöd muss man in Sachsen-Anhalt sein, auch konfessionslos-blöd, CDU zu wählen und parasitäres Pfaffentum zu unterstützen. Wieviel Halloween-Parties könnte man denn allein von den Kosten in Wittenberg durchführen, einschließlich der Restauration der „Judensau“, die nach den Todeslagern der Nazis noch als kultureller Höhepunkt der Stadt gesehen wird.

In Thüringen ist es ähnlich. 68% der Bevölkerung sind konfessionslos, 22,2% evangelischen Glaubens. Das Land hat rd. 60 Millionen Euro in die Luther-Sause investiert.  Der evangelische Christ Bodo Ramelow spricht selbst von Investitionen. Kommerz? Welch garstiges Wort. Luther ist Handelsmarke, jeder will an Luther verdienen, Touristen locken mit Luther-Bier, Luther-Brote, Luther-Playmobil. Es geht ums Geld, verdienen mit Luther.

Kommerz, ursprünglich „Geschäftsleben“ (von lat.: commercium, „Handel“, aus cum „mit(einander)“ und merx „Handelsgut“, über das frz. commerce),[1] wurde teilweise bis ins beginnende 20. Jahrhundert in der ursprünglichen Bedeutung als Synonym für Handel verwendet. Davon abgeleitet war im Deutschen Reich und ist in Österreich der Titel Kommerzienrat. Meyers Konversations-Lexikon erachtete 1888 den Begriff für veraltet.[2]

Heute wird der Ausdruck meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinnerzielung gerichteten Interesses verwendet.[3][4] Im Gegensatz dazu wird „nichtkommerziell“ als „ohne Gewinnerzielungsabsicht“ verwendet und oft als positives Merkmal für ehrenamtliche, uneigennützige oder lediglich kostendeckende Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen herausgestellt.Wikipedia

Der zweite Teil ist jener den Käßmann auf Halloween angewendet haben möchte. Sich und ihre Kirche geriert sie als nützlich, als gemeinnützlich. Wir wissen nicht, wieviele kleine Firmen zur Struktur der evangelischen Kirche gehören und sich an der Party satt machen wollten.
Sind eine Milliarde Euro in die Lutherdekade geflossen? Ein Drittel davon von der Kirche, den Rest hat der Steuerzahler in irgendeiner Form beglichen. Der ganze Lutherkommerz der Evangelischen Kirche in Deutschland ist banal, albern und erbärmlich, wie die Botschafterin, die 10 Jahre lang ein Lutherbild in der Welt verbreitete, ohne auch nur etwas vom Glauben nahe zu bringen. Religiös-spirituell war die Party ein Versager. Da im Merkelschen Protestantismus transparente Demokratie unmöglich ist, respektive vor dem Bundesverfassungericht erstritten werden muss, werden wir wohl eine Bilanz, nicht zu sehen bekommen, der Steuerzahler hat ein Recht darauf.

Die kognitiven Dissonanzen der Margot Käßmann gipfeln in dem Satz:

„Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“Margot Käßmann, stern.de

Luther höchstselbst hat die beste Antwort darauf

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551

Hexenwahn, Ketzervertilgung, Luther war ein Meister darin.

„Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.“ (Karlheinz Deschner)

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Dodo Hahne: Schafft die Kirchensteuer ab!

Der bekannte Fernsehmoderator vertritt nach Reformationsjubiläum: „Geld erstickt alles.“ – EKD hat sich für das Reformationsjubiläum 500 Millionen Euro ausgegeben, doch das Resultat sei dürftig

kath.net

Der bekannte deutsche Fernsehmoderator Peter Hahne hat sich für eine Abschaffung der Kirchensteuer ausgesprochen. Dies berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Hahne, Bestsellerautor und ehemaliges Mitglied der Leitung der EKD, mahnte am Reformationstag bei einem Vortrag vor rund 3.200 Besuchern beim Sächsischen Gemeindebibeltag in Glauchau: „Geld erstickt alles.“ Obwohl das Reformationsjubiläum etwa 500 Millionen Euro gekostet habe, sei das Resultat dürftig: „Was wir brauchen, sind Glaubenswerke, so wie den sächsischen Gemeinschaftsverband.“

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2017

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Übersättigung gebiert Ekel. Damit lässt sich der Zustand beschreiben, der durch die Luther-Parties landauf-und ab erzeugt wurde. Man möchte Luther ins Grab kotzen. Kaum einer hat wie er die Medien im Monat Oktober befüllt. Kirche und Politik in wahrer Besoffenheit wenn es um die Darstellung des fetten Pfaffen aus Wittenberg ging. Der Eindruck, dass die Luthers Apologeten nicht nüchtern waren, ist nicht von der Hand zu weisen. Und so wurde der protofaschistische Puritaner Luther in den Himmeln gehoben, es steht zu befürchten, dass er zum tausendjährigen Jubiläum seiner Thesen Jesus ersetzt hat. Dann waren es nicht die Thesen, sondern Luther, welcher an das Portal seiner Kirche genagelt wurde. Der Personenkult um ihn erzeugt Brechreiz. In der Lutherdekade wurde reichlich mit Steuergeldern um sich geworfen. Die ersten Apologeten haben schon angefangen sich zu rechtfertigen, es ging nicht um Glauben, es ging um Denkmalschutz, Infrastruktur, Tourismus und Ökonomie. Luther lieferte das Deckblatt für staatliche Subventionen an die evangelische Kirche.

Die Wahl ist bis zum 07. November 2017, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachabstimmungen sind möglich.  Der Gewinner wird am Tag darauf hier gewürdigt werden.

  1.  Margot Käßmann, „280 Millionen € für Luther sind kein Kommerz.“
  2.  Markus Dröge, „träumt den Traum der Staatskirche.“
  3.  Heinrich Bedford-Strohm, „wünscht sich die Globalisierung seiner EKD.“
  4.  Gregor Gysi, „hat Angst im gottlosen Dunkel.
  5.  Winfried Kretschmann, „sieht Toleranz u. Offenheit, es ist aber nicht klar, worüber er spricht.“
  6.  Angela Merkel, „kennt den Unterschied von Religionsfreiheit u. Laizismus nicht.“
  7.  Ilse Junkermann, „verteidigt die Wittenberger „Judensau.“
  8.  Andreas Germeshausen, „nicht integrierter Integrationsbeauftragter.
  9.  Bodo Ramelow, „Millionen für Luther, also Infrastruktur und Denkmalschutz.“
  10.  CDU-Fraktion Berlin, „wir weichen das Neutralitätsgesetz auf, hinten herum.“
  11.  Frank-Walter Steinmeier, „außenpolitische Erpressung Russlands, wegen einer Kirche.
  12.  Sandra Maischberger, „nicht der hellste Spot im Studio.“
  13.  Horst Seehofer, „will zurück ins 19. Jahrhundert.“
  14.  Stephan Ackermann, „mit dem Missbrauchsskandal seiner Kirche überfordert.
  15.  Martin Dutzmann, „bietet die Lösung für verängstigte, verzweifelte Wähler, Kirche.“
  16.  Johann Hinrich Claussen, „Lesen sei eine fast religiöse Tätigkeit.“
  17.  Robert Spaemann, „hatte es als Christ bei den Nazis besser.

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Dodo Käßmann: Kirche soll sich nicht in private Nischen abschieben lassen

Die evangelische Theologin Margot Käßmann sieht in der großen Resonanz auf das Reformationsjubiläum eine Ermutigung für die Kirche, sich nicht in private Nischen abschieben zu lassen.

ZEIT ONLINE

Vielmehr müsse die Kirche nach Wegen suchen, wie sie auch künftig die Menschen mit ihrer Sehnsucht nach Halt und Lebenssinn ansprechen kann, sagte die ehemalige EKD-Chefin und frühere hannoversche Landesbischöfin der dpa. Das könne aber nicht von oben verordnet werden, sondern müsse von Gemeinden vor Ort mitentwickelt werden.

Dodo Käßmann nennt Halloween „ein reines Kommerzfest“ – Luther ist dann ein ganzer Markt

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hegt Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag.

stern.de

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hegt Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag. „Das ist ein reines Kommerzfest“, sagte die 59-Jährige der „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom Montag. „Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“

Das Merchandising um die 500-Jahr-Feier der Reformation verteidigte Käßmann jedoch.

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