Dodo Müller unzufrieden mit Amtsführung des Papstes und „Hofschranzen“

Gerhard Ludwig Müller links im Bild. Bild: bb
Müller hat sich über Papst Franziskus‘ Amtsführung gewendet: Es dürfe nicht sein, dass „die Gesamtkirche nach den Regeln des Jesuitenordens geführt wird“, sagte er dem Spiegel. Nicht nur am Papst hatte er viel auszusetzen.

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Kardinal Gerhard Ludwig Müller kritisiert die Amtsführung von Papst Franziskus und bescheinigt ihm zugleich Rechtgläubigkeit. Franziskus mache sich etwa bei Personalentscheidungen „von Zuträgern und ihren oft unedlen Motiven abhängig“, sagte der frühere Chef der vatikanischen Glaubensbehörde dem „Spiegel“.

Auf die Frage, ob Franziskus ein Häretiker sei, antwortete der Kardinal: „Nein. Dieser Papst ist orthodox, das heißt im katholischen Sinne rechtgläubig.“ Seine Aufgabe sei es aber, die Kirche zu einen. „Und es wäre gefährlich, wenn er der Versuchung erläge, jene Gruppe, die sich mit ihrem Progressismus brüstet, gegen den Rest der Kirche auszuspielen“.

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Spahn will Therapien gegen Homosexualität verbieten

Jens Spahn (rechts) mit seinem Partner Daniel Funke. – APA/AFP/DPA/GREGOR FISCHER
Jens Spahn will sogenannte Kornversionstherapien verbieten. Der Politiker geht mit seiner Homosexualität offen um: „Ich sage immer: Der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“

Die Presse

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn will sogenannte Konversionstherapien gegen Homosexualität verbieten. „Homosexualität ist keine Krankheit, und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig“, sagte Spahn der „tageszeitung“ aus Berlin vom Freitag. Gemeinsam mit dem Justizministerium werde er bis zum Sommer einen Vorschlag für eine Verbotsregelung erarbeiten.

Sogenannte Konversionstherapien zielen darauf ab, Schwule und Lesben heterosexuell zu machen. „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins“, sagte Spahn der „taz“. „Ich sage immer: Der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“

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Volker Beck: Islamverbände sind keine Religionsgemeinschaften – „Kein Stein bliebe auf dem anderen“

Volker Beck fordert „aktivere Religionspolitik“ © Wilhei (Pixabay)
Falls die großen Islamverbände in Deutschland als Religionsgemeinschaften anerkannt werden, sieht der Grünen-Politiker Volker Beck eine Gefahr für das deutsche Religionsverfassungsrecht. Er sprach von „politisierten religiösen Vereinen“.

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Zur Begründung verwies der Ex-Bundestagsabgeordnete, der heute am „Centrum für Religionswissenschaftliche Studien“ der Ruhr-Universität Bochum lehrt, am Mittwoch bei einer Tagung des Deutschen Richterbunds in Berlin auf eine Steuerung der Verbände aus der Türkei. Wenn „politisierte religiöse Vereine in die Rechte von Religionsgemeinschaften“ einrückten, seien die Fundamente „des bewährten deutschen Religionsverfassungsrechts“ bedroht. „Dann ginge die ordnende Kraft unseres Religionsverfassungsrechts verloren, und kein Stein bliebe da auf dem anderen“, fügte er hinzu.

Beck bezog sich auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im vergangenen Dezember in einem seit über 20 Jahren laufenden Rechtsstreit zum islamischen Religionsunterricht an Schulen in Nordrhein-Westfalen.

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Fünf Medizin-Probleme von Frauen, für die Jens Spahn wirklich mal fünf Millionen Euro locker machen sollte

Bild: bento.de
Damit Forschung macht, was sie kann: Leben retten!

Thembi Wolf | bento

Für fünf Millionen Euro will Gesundheitsminister Jens Spahn die seelischen Langzeitfolgen von Abtreibungen untersuchen lassen. Klingt erstmal gut: Über 100.000 Frauen treiben in Deutschland jährlich ab, die meisten davon zwischen 18 und 34. Was macht das eigentlich mit denen? Sind sie traumatisiert oder nur traurig? Bereuen sie das?

Weil diese Fragen naheliegend sind, haben sich das schon jede Menge Forscherinnen und Forscher gefragt und die Antworten veröffentlicht.

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Niedersachsen lehnt Ditib-Seelsorger in Gefängnissen weiter ab: Staatlich beeinflusst

Ein Imam betet in einer Moschee © Axel Heimken (dpa)
Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza hat ihre Entscheidung bekräftigt, keine Imame des türkischen Moscheeverbandes Ditib mehr als Seelsorger in niedersächsischen Gefängnissen zuzulassen.

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Diese Imame würden „von der türkischen Regierung bezahlt und haben eine Berichtspflicht in die Türkei“, sagte Havliza der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Das bedeute, dass die Imame berichten könnten, was sie in den Gefängnissen mitbekämen, woraus sich wiederum eine Gefährdung etwa für kurdische Gefangene oder mögliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen ergeben könnten.

„Unsere Gefängnisse, unsere Beamten, unsere Verantwortung“

Der Ditib als Verband gelinge es nicht, sich von staatlichen Einflüssen aus der Türkei zu lösen und allein hier in Deutschland verortet zu sein, sagte Havliza weiter.

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Dodo Müller: „…dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden…“

Gerhard Ludwig Müller, links. Bild: bb
Angesichts einer „sich ausbreitenden Verwirrung in der Lehre“ hat Kardinal Müller ein sogenanntes „Glaubensmanifest“ veröffentlicht. Darin verteidigt er den Absolutheitsanspruch der Kirche, den Zölibat und die Priesterweihe nur für Männer.

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Mit einem „Glaubensmanifest“ hat sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller zu Wort gemeldet. Der Text des Glaubensmanifestes wurde in der Nacht zum Samstag auf mehreren Internetseiten in Englisch, Deutsch und Italienisch veröffentlicht. Darin fasst Müller auf knapp vier Seiten aus seiner Sicht grundlegende Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche zum dreifaltigen Gott, Jesus Christus, dem Wesen der Kirche und ihrer Sakramente zusammen.

„Um öffentliches Zeugnis gebeten worden“

Als Anlass der Veröffentlichung nennt er eine „sich ausbreitende Verwirrung in der Lehre des Glaubens“. Von mehreren Seiten sei er daher „um ein öffentliches Zeugnis gebeten worden“. Aufgabe des Lehramtes der Kirche sei es, das „Volk vor Verirrungen und Glaubensschwäche zu schützen“, um „den ursprünglichen Glauben irrtumsfrei zu bekennen“.

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Mazyek sieht Staatskirchenrecht am Scheideweg: Braucht der Staat die Religion?

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat vor einem Bedeutungsverlust der Religionen durch die Debatte über das Staatskirchenrecht gewarnt. Das Staatskirchenrecht stehe am Scheideweg, sagte Mazyek in Paderborn.

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Die muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland sind dabei zu einer Projektionsfläche geworden.“ Er sprach sich dafür aus, den Religionsgemeinschaften, die seit der Gründung der Bundesrepublik hinzugekommen sind, ebenfalls alle Rechte und Pflichten zuzubilligen. „Wenn es eine Novelle geben sollte, muss sie für alle gelten“, betonte Mazyek.

Braucht der Staat die Religion?

Die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan forderte die Politik auf Bundes- und EU-Ebene auf, sich ernsthaft mit Religion zu beschäftigen. Viel zu oft werde in Europa aktuell „Politik am Rande des religiösen Analphabetentums gemacht“, beklagte Schavan, die von 2014 bis 2018 deutsche Botschafterin im Vatikan war.

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Bürgermeister fordert Anerkennung von Ditib als Religionsgemeinschaft: „Dann müssen sie die rechtlichen Anforderungen erfüllen“

Halbmond auf der Spitze eines Minarettes der Kölner Zentralmoschee der Ditib © Oliver Berg (dpa)
Politischer Vorstoß: Der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann fordert die Anerkennung des Islamverbandes Ditib als religiöse Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die christlichen Kirchen oder die jüdischen Gemeinden.

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Dann müssen sie sich selbst finanzieren und die rechtlichen Anforderungen erfüllen, die gesetzt sind“, sagte der Kommunalpolitiker der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Er habe mit der Ditib bisher „keine schlechten Erfahrungen gemacht“, sagte der 36-jährige Zimmermann (Peto).

Eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Ditib lehnt der Bürgermeister ab: „Ich halte die Verweigerung einer Zusammenarbeit mit der Ditib für verkehrt und populistisch.“ Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) steht vor allem wegen ihrer Nähe zum türkischen Staat in der Kritik.

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Dodo Müller:„Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten“ – Versprochen?

Gerhard L. Müller links im Bild.
Gerhard Ludwig Müller führt durch seine Titelkirche

kath.net

„Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten“, sagt Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Sein Blick richtet sich auf eine Darstellung der heiligen Agnes, einer Märtyrerin wohl aus dem 3. Jahrhundert. Am Ort ihres Martyriums hat man eine Kirche errichtet. Sant‘Agnese in Agone, zu Deutsch: heilige Agnes im Kampf. Sie ist Kardinal Müllers Titelkirche in Rom.

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Dodo Gloria sieht „Gesinnungsdiktatur“ am Werk

Zu wenig der „Vielfalt“ verpflichtet, zu eng mit Steve Bannon: Nachdem ein New Yorker Museum Gloria Fürstin von Thurn und Taxis bei einer Gala wieder auslud, verteidigt diese nun ihre Ansichten – und Kontakte.

DIE WELT

„Die Spießer haben das Kommando übernommen“: So kurz und knapp beurteilt Gloria Fürstin von Thurn und Taxis die Entscheidung eines New Yorker Museums, das die 58-Jährige vergangene Woche öffentlichkeitswirksam von seiner kommenden Gala ausgeladen hatte.

„Als kulturelle Institution, die auf den Prinzipien von Inklusion, Bürgerrechten und Vielfalt gegründet wurde, will das Museo del Barrio Menschen ehren, die diese Prinzipien hochhalten“, hatte das Museum, das sich vor allem mit lateinamerikanischer und karibischer Kunst befasst, verkündet. „Im Ergebnis haben wir entschieden, dass sich die Wege von uns und Gloria Fürstin von Thurn und Taxis trennen“, heißt es in der Meldung weiter, über die unter anderem die „New York Times“ berichtet hatte.

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Dodo Marx kritisiert Begriff „christliches Abendland“: „Friedliches Europa kein Selbstläufer“

Gegen den Begriff „christliches Abendland“ wendet sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Er hält ihn für ausgrenzend und hofft auf Gläubige, die ihren Glauben an einen Gott nicht missbrauchen lassen.

DOMRADIO.DE

Kardinal Reinhard Marx hat sich gegen die Rede vom „christlichen Abendland“ gewandt.

„Davon halte ich nicht viel, weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagabend in Berlin.

Friedliches Europa mit verschiedenen Religionen

Dies verkenne die „große Herausforderung, in Europa dafür zu sorgen, dass verschiedene Religionen mit jeweils eigenen Wahrheitsansprüchen friedlich zusammenleben“, so Marx bei einer Diskussion mit dem Publizisten Michel Friedman im Theater „Berliner Ensemble“. Er betonte: „Ein friedliches Europa ist kein Selbstläufer.“

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Überlegung zu Ditib-Beobachtung durch Verfassungsschutz

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Die Ausrichtung einer europäischen Islamtagung durch den deutsch-türkischen Islamverband Ditib in der vergangenen Woche in Köln schlägt weiter hohe Wellen. Nun ist gar von einer Beobachtung der Ditib durch den Verfassungsschutz die Rede.

DOMRADIO.DE

Nach Berichten über die Teilnahme radikaler Islamisten an einer Kölner Islamtagung schließt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Beobachtung des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib durch den Verfassungsschutz nicht aus.

„Besonders alarmierend ist, dass die Ditib auch Vertreter der Muslimbrüder eingeladen hat“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch): „Die Bruderschaft vertritt Standpunkte, die mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen sind, da muss der Staat sehr aufmerksam sein.“

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Dodo Müller: Keine Verbindung zwischen Missbrauch und Zölibat

Gerhard L. Müller links im Bild
Laut der Missbrauchsstudie werden Priester weitaus häufiger des Missbrauchs beschuldigt als Diakone. Kardinal Gerhard Ludwig Müller wehrt sich dennoch gegen den Schluss, dass zölibatär lebende Priester besonders zu Sexualverbrechen neigten.

katholisch.de

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, sieht keine Verbindung zwischen der vorgeschriebenen Ehelosigkeit katholischer Priester und dem vielfachen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. „Es ist eine diskriminierende Unterstellung, dass Menschen, die freiwillig dem Ruf Jesu in diese Lebensform folgen, besonders disponiert zu Sexualverbrechen wären“, so Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

„Den abscheulichen sexuellen Missbrauch von Heranwachsenden zu benutzen, um eine im Evangelium Christi begründete Lebensform zu bekämpfen, nur weil sie dem rein innerweltlichen Denken unverständlich und anstößig erscheint, ist nichts anderes als menschenverachtende Ideologie.“ Durch die Aufhebung des Zölibats würde keine einzige Straftat verhindert, so Müller in dem per Mail geführten Interview.

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Dodo Marx: Müssen Kirchenlehre weiterentwickeln

Quelle: http://www.bgland24.de

Versagen und die Unfähigkeit, auf Missstände angemessen zu reagieren, bescheinigt Kardinal Reinhard Marx der Kirche für 2018. Zu einer wahren Erneuerung gehöre auch der Blick auf den Zeitgeist, denn die Tradition der Kirche sei nichts Abgeschlossenes.

katholisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat zum Jahreswechsel eine Erneuerung von Kirche und Gesellschaft angemahnt. Für die Kirche sei diese Notwendigkeit „gerade in den letzten Jahren und Monaten deutlich geworden angesichts des Versagens und der Unfähigkeit, auf Herausforderungen und Missstände angemessen zu reagieren“, sagte der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript in seiner Silvesterpredigt im Münchner Liebfrauendom. „Das gilt gerade für uns als Verantwortliche in der Kirche und besonders im Blick auf das ungeheure Geschehen des sexuellen Missbrauchs, das im Kern ein Missbrauch geistlicher Macht war und ist.“

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Dodo Thierse sieht die römische Spukgestalt als Vorbild für die Politik

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sieht in Papst Franziskus ein Vorbild im Einsatz gegen Ungerechtigkeiten und für Menschenrechte. „Wir brauchen diesen christlich-jesuanischen Zorn sehr dringend“, meint Thierse.

DOMRADIO.DE

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wünscht sich „mehr heiligen Zorn und etwas weniger egoistische Wut in der Politik“. Während Wut vor allem auf den Wütenden selbst verweise, richte sich Zorn auf „ungerechte Verhältnisse“, die es zu bekämpfen gelte, sagte er der Wiener Zeitschrift „miteinander“ (Januar 2019). „Wutbürger gehen auf die Straße, weil sie sich persönlich benachteiligt fühlen“, so der SPD-Politiker. Wer dagegen zornig sei, wolle etwa gegen Armut und andere Missstände protestieren.

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Dodo Lütz für eine staatliche Missbrauchs-Untersuchung

Der Bestseller-Autor hat nochmals Kritik an der Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland geübt und Konsequenzen gefordert. „Es ist in Teilen der schlechteste wissenschaftliche Text, den ich je gelesen habe.“

kath.net

Der Bestseller-Autor, Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat in einem Gespräch mit „Vatikan News“ seine Kritik an der Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland erneuert und Konsequenzen gefordert. „Es ist in Teilen der schlechteste wissenschaftliche Text, den ich je gelesen habe.“ Lütz, der auch Mitglied im Päpstlichen Dikasterium für Familie und Laien ist, meinte, dass fünf der sieben Teile der Studie „völlig schiefgegangen “ seien. „Ich bin inzwischen der Meinung, es wäre tatsächlich besser, es würde eine staatliche Untersuchung stattfinden, ähnlich wie in Australien: Objektiv, auf gutem, wissenschaftlichem Niveau, auch transparenter.“ Laut Lütz klagten Opfer darüber, dass jetzt wieder dauernd über Zölibat, Frauenpriestertum und diese üblichen Kirchenthemen geredet werde. „Davon haben die Opfer nichts!“

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Dodo Müller: Missbrauchsskandal wird instrumentalisiert

Gerhard L. Müller links im Bild
Das Verbrechen des Missbrauchs wird nach Ansicht von Gerhard Ludwig Müller in der Kirche ausgenutzt, um eine „andere Agenda“ zu befördern. Das sakramentale Priestertum solle aus den Angeln gehoben werden.

katholisch.de

Nach Meinung von Kardinal Gerhard Ludwig Müller wird der sexuelle Missbrauch von manchen Akteuren innerhalb der katholischen Kirche instrumentalisiert, um eigene Interessen durchzusetzen. Das schreibt der frühere Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation in einem Gastbeitrag, der auf den Internetseiten Lifesitenews und Kath.net erschienen ist. „Es ist klar, dass diese Verbrechen instrumentalisiert werden, um eine andere Agenda zu befördern“, so Müller dort wörtlich. „Man will das sakramentale Priestertum mit der Missbrauchskrise aus den Angeln heben.“

Müller kritisiert Bischöfe

Müller kritisiert außerdem, wie manche „Mächtigen in der kirchlichen Bürokratie“ in der  Missbrauchskrise agierten. Die Kirche sei ein Werk Gottes und als solches nicht veränderbar, betont Müller. Sie sei „wesenhaft“ heilig und könne nicht nur als „historisches Gebilde“ gesehen werden.

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Ditib: Weihnachten unterstreicht Menschenliebe unter den Gläubigen

Der türkisch-islamische Verband Ditib hat in seiner Botschaft zu Weihnachten den Aufruf religiöser Feste zu Solidarität und Menschenliebe betont.

evangelisch.de

Die anstehenden Feiertage böten die Möglichkeit, dass sich die Religionen ihrer gemeinsamen Verantwortung in einer globalisierten Welt bewusstwürden und zu einem umfassenden Dialog und Konsens fänden, erklärte die Ditib in Köln in ihrer Weihnachtsbotschaft. Die Menschheit habe „nur diese eine Welt“, deshalb müssten die Menschen lernen, sie mit anderen zu teilen.

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Volker Becks Mär vom antifreiheitlichen Säkularismus

Photographer Angelika KohlmeierEs gibt Politiker, die können es nicht lassen, ihr Halbwissen öffentlich zu machen. So auch Volker Beck (B90/Die Grünen), der sich einmal mehr in eine Debatte einmischte, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben.

Von Jan Weber | hpd.de

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck ungefragt zu Wort meldet und Dinge verkündet, die ebenso falsch wie unangebracht sind. Man erinnere sich: Als die Diskussion um die Beschneidung von unmündigen Jungen begann und noch kaum ein Argument ausgetauscht war, wedelte Volker Beck bereits mit der Antisemitismuskeule.

Nun hat sich Volker Beck wieder einmal mehr nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Als der Psychologe Ahmad Mansour bei Twitter auf ein ZEIT-Interview mit ihm zur neuen Islam-Initiative hinwies, antwortete Volker Beck: „Deshalb kann ich -bei aller Sympathie für Pluralität- die „Initiative Säkularer Islam“ nicht unterstützen: ‚Keine Kopftücher, keine Kreuze, keine Kippas‘ – das ist weder säkular noch neutral, es ist religionsfreiheitsfeindlich & richtet sich gegen das Grundgesetz.“ Damit zeigte er, wie wenig er von der Idee eines säkularen Staates begriffen hat und wie falsch er das Grundgesetz versteht.

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Dodo Müllers Logik: Wer liberal ist, ist oberflächlich, nachlässig und gleichgültig

Gerhard L. Müller links im Bild
„Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, während sie gegenüber rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und nur mit Drohungen durchsetzen können.“

Von Gerhard L. Müller | kath.net

Bischöfe würden ihre Autorität untergraben, wenn sie Gehorsam fordern für Verstöße gegen das natürliche Sittengesetz und falsche Lehren in Glaubens- und Sittenfragen. Offenbar hatte der frühere Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, von Seminaristen und Priestern unsittliche Handlungen verlangt, indem er seine Macht zu Belohnungen oder Bestrafungen missbrauchte. Es ist nicht nur eine Facette am Missbrauchsskandal, sondern der Grund der Unfähigkeit mit ihm fertig zu werden, dass man seine Quelle im Zusammenbruch der Sexual-Moral nicht sehen und sich weigert, diesen Sumpf auszutrocknen. Genau so schlimm wäre es, wenn ein Bischof mit Berufung auf den „religiösen Gehorsam“, dem ihm die Priester und Gläubigen seines Bistums schulden (Lumen gentium 25) von ihnen in Verkündigung und Pastoral eine Abweichung von der „Wahrheit des Evangeliums“ (Gal 2,14) verlangen würde. In diesem Falle ist jeder Katholik und besonders jeder Seelsorger wie Paulus gegenüber Petrus in der Pflicht, „ihm offen entgegenzutreten, weil er sich ins Unrecht gesetzt hat“ (Gal 2,11). Leider haben wir nicht nur „Seelsorger“ von der Statur des hl. Paulus. Manche Bischöfe sind liberal, d.h. nachlässig und gleichgültig in der Glaubenslehre, ja geradezu relativistisch, während sie gegenüber den rechtgläubigen Katholiken sich hyperautoritär aufspielen und sich nur mittel Drohungen und Strafen durchsetzen können. Dahinter steht die Verweltlichung der Kirche. Hier verstellen die politisch-ideologischen Kategorien von „modern“ und „konservativ“ den Blick auf die Unterscheidung von orthodoxer und häretischer Alternative in der Darlegung und Verteidigung des katholischen Glaubens.

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