Kognitive Dissonanzen bei Dodo Marx: Miteinander der Völker zeigt christliche Prägung Europas

Quelle: http://www.bgland24.de

Kardinal Reinhard Marx ruft am Karfreitag beim „Kreuzweg der Völker“ zu einem „Miteinander der Völker und Nationen, in einem Geist der Versöhnung und des Friedens“ auf. Er blickt dabei auf die ganze Welt und besonders auf Europa.

DOMRADIO.DE

Christen müssten nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx „gerade in Europa dafür sorgen, dass nicht neu Hass und Misstrauen gegeneinander gesät werden“.

Das sagte der Erzbischof von München und Freising am Karfreitag laut Manuskript in seiner Predigt zum „Kreuzweg der Völker“ in der Münchner Innenstadt.

Brücken bauen im Geiste Jesu

Die christliche Prägung Europas wird demnach „erkennbar und spürbar“ in einem „Miteinander der Völker und Nationen, in einem Geist der Versöhnung und des Friedens“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ergänzte: „Wir wollen uns dort engagieren, im Geiste Jesu, wo Brücken zueinander gebaut werden.“

Christen seien „Menschen der Versöhnung, die Gräben überwinden, die Streit beenden, die Miteinander ermöglichen, die Gemeinsamkeit suchen“, so Marx weiter. Diesen Geist sollten sie „nicht nur untereinander leben, sie sollen ihn einbringen in unsere Gesellschaft, in unser Gemeinwesen“.

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Enthüllungen über Missbrauch in Kirche: Kramp-Karrenbauer fällt hartes Urteil im Missbrauchs-Skandal

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zum Missbrauchs-Skandal in der Kirche geäußert. © dpa / Ina Fassbender
Angesichts der Enthüllungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche erwartet die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ein stärkeres Gegensteuern der Kirche.

Merkur.de

„Die katholische Kirche trägt ohne Wenn und Aber Schuld daran, dass sie die Aufklärung dieser Verbrechen an den Kindern systemisch verhindert und damit auch den Missbrauch ermöglicht hat. Das ist die große Schuld, die die Kirche in sich trägt“, sagte sie der Zeitschrift „Publik-Forum“. „Die Bemühungen, die es jetzt gibt, reichen bei Weitem nicht aus, um dafür zu sorgen, dass sich ein solches Versagen der Institution Kirche nicht wiederholt.“

Überdies sprach sich Kramp-Karrenbauer, die dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken angehört, dafür aus, künftig auch Priesterinnen in der katholischen Kirche zuzulassen. „Ein erster Schritt wäre, Frauen zum Diakonat zuzulassen. Angesichts des Priestermangels wäre ein zweiter, den Pflichtzölibat aufzuheben. Dann wären mehr Männer bereit, Priester zu werden“, sagte sie.

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Dodo Müller würdigt Missbrauchs-Analyse von Benedikt XVI. „Das Übel beim Namen genannt“

Gerhard L. Müller links im Bild. Bild: bb
Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat die jüngsten Äußerungen von Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal gewürdigt. Es handle sich um „die tiefgründigste Analyse der Genese der Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in Fragen der Sexualmoral“.

DOMRADIO.DE

Das sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des österreichischen Internetportals kath.net.

„Nicht mit Worthülsen wie Klerikalismus oder Forderung nach einer Sexualmoral nach dem egoistischen Lustprinzip kommen wir aus der Krise, sondern nur wenn das Übel beim Namen genannt wird“, so der Kardinal weiter. Das grundsätzliche Problem bestehe in einem Zusammenbruch der bürgerlichen Moral und dem aus seiner Sicht missglückten Versuch „einer katholischen Moralbegründung ohne das Naturrecht und die Offenbarung“, so Müller.

Aufsatz von Benedikt XVI.

Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz von Benedikt XVI. mit dem Titel „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ publiziert. Darin sieht der emeritierte Papst einen Verfall der kirchlichen Morallehre und eine zunehmende Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft als Hauptursachen der Missbrauchskrise.

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Der „Papst emeritus“ fördert die Spaltung seiner Kirche

Bild: bb
Der Aufsatz von Benedikt XVI. zur aktuellen Kirchen- und Missbrauchskrise klingt wie ein Echo längst vergangener Zeiten, kommentiert Tilmann Kleinjung. Der Text des emeritierten Kirchenoberhaupts sei eine Kampfschrift gegen Papst Franziskus.

Von Tilmann Kleinjung | katholisch.de

Nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Februar in Rom sind wir Berichterstatter hart mit Papst Franziskus ins Gericht gegangen. Weil die konkreten Ergebnisse dieses Bischofstreffens eher mager waren, weil sich die katholische Kirche nach wie vor schwer tut mit einer radikalen Null-Toleranz-Politik gegenüber Tätern und Vertuschern, weil irgendwie alles zu langsam geht bei der Aufarbeitung dieses monströsen Skandals.

Nachdem wir nun einen Einblick in die Gedankenwelten seines Vorgängers Benedikt XVI. bekommen haben, müssen wir feststellen: Wir haben Papst Franziskus Unrecht getan. In einem für katholische Verhältnisse rasenden Tempo versucht er in seiner Kirche einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Die Stimme des emeritierten Papstes klingt da wie ein Echo längst vergangener Zeiten. Dass Joseph Ratzinger seine Ansichten auch noch veröffentlicht, schadet ihm und seinem Vorgänger.

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Kognitive Dissonanzen: B16 stellt provokante These zu Kirchenskandalen auf – Theologen sind entsetzt

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. © dpa / Gregorio Borgia
Der frühere Papst Benedikt hat sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche geäußert. Einen Hauptgrund für die Skandale sieht er weit außerhalb der Kirche.

Merkur.de

Für den emeritierten Papst Benedikt sind die 68er Jahre eine Ursache für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche. „Zu der Physiognomie der 68er-Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde“, schrieb Benedikt in einem Aufsatz, den unter anderen das katholische Nachrichtennetzwerk CNA am Donnerstag veröffentlichte. Unabhängig davon hätte sich zeitgleich „ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte“.

Benedikt: „Geltende Maßstäbe vollkommen weggebrochen“ – Papst macht 68er für Missbrauchsskandale mitverantwortlich

Grund für die Krise der katholischen Kirche sei auch eine „Gottlosigkeit“. „Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmaß erreichen? Im letzten liegt der Grund in der Abwesenheit Gottes“, schreibt der deutsche Ex-Papst, der nächste Woche 92 Jahre alt wird.

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AfD klagt wegen Berufung Schavans zur Vatikan-Botschafterin

Bild: © KNA
War die Berufung Annette Schavans zur Botschafterin beim Heiligen Stuhl unrechtmäßig? Das sieht die AfD jedenfalls so und hat gegen Mitglieder des damaligen Bundeskabinetts Strafanzeige gestellt. Darunter sind Kanzlerin Merkel und Präsident Steinmeier.

katholisch.de

Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag will die 2014 erfolgte Berufung der früheren Bundesministerin Annette Schavan (CDU) zur Botschafterin beim Heiligen Stuhl rechtlich prüfen lassen. Wie der Fraktionsvorsitzende Jörg Urban am Montag in Berlin mitteilte, wurde gegen die Mitglieder des damaligen Bundeskabinetts Strafanzeige wegen Untreue bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt. Betroffen wären damit unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD), der damals Justizminister war.

Die Anzeigen gelten aber auch Politikern, die heute nicht mehr dem Kabinett angehören, wie den damaligen Außenminister und heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, SPD-Parteichefin Andrea Nahles und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

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Dodo Mosebach vergleicht Franziskus-Auftritte mit Hitler und Stalin

Bild: © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
Verbale Breitseite gegen den Papst: Der Schriftsteller Martin Mosebach hat die öffentlichen Auftritte von Franziskus mit den Inszenierungen totalitärer Diktaturen verglichen. Wie Hitler und Stalin nutze der Papst bestimmte Stilmittel, um sich ins rechte Licht zu setzen. Scharfe Kritik an Mosebach folgte prompt.

katholisch.de

Der Schriftsteller Martin Mosebach hat die öffentlichen Auftritte von Papst Franziskus mit den Inszenierungen totalitärer Diktaturen verglichen. „Ein Fußballstadion, wo Zigtausende auf eine einzelne weiße Gestalt in der Mitte ausgerichtet sind, das ist eine viel totalitärere Sprache als das umständliche, verstaubte Hofzeremoniell von einst“, sagte Mosebach in einem am Montag veröffentlichten Interview der Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“ mit Blick auf entsprechende Auftritte des Papstes.

Als es am Papsthof noch Straußenfederfächer gegeben habe, sei dies in seiner Gestrigkeit altmodisch und rührend gewesen, so Mosebach weiter.

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Nach Anschlag: Mazyek fordert besseren Schutz deutscher Moscheen

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Nach den Anschlägen auf Moscheen in Neuseeland fordert der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, einen besseren Schutz islamischer Gotteshäuser in Deutschland.

evangelisch.de

Außer über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen, wenn die Einrichtung zuvor attackiert worden sei, gebe es bislang keinen Schutz für Moscheen, sagte Mazyek der „Heilbronner Stimme“ (Montag). „Diesen Umstand, dass Moscheen praktisch ungeschützt sind, haben wir immer wieder angemahnt und kritisiert, ohne dass Konsequenzen gezogen worden sind.“

In der muslimischen Gemeinde leide inzwischen das Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden, fügte er hinzu. „Viele haben das Gefühl, dass ihre Sorgen und ihr nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis nicht ernstgenommen werden.“

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Dodo Käßmanns evangelisches Badesalz

Bekommt jetzt eine eigene Zeitschrift: Margot Käßmann, hier auf einem Adventskalender neben dem Reformator Martin Luther (dpa/ Holger Hollemann)
Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Von Arno Orzessek | Deutschlandfunk

Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Eine Info vorab… Und zwar für diejenigen, die im Religiösen nicht so sattelfest sind und von Margot Käßmann vielleicht nur wissen, dass sie anno dunnemals mit 1,5 Promille über Rot gebrettert ist: Käßmann hat sich zwar im letzten Sommer bei verminderten Bezügen frühzeitig pensionieren lassen, aber die gläubige Christin ist natürlich weiterhin im Auftrag des Herrn unterwegs – echter Ruhestand folgt erst im Himmel.

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Dodo Schavan fordert stärkere Auseinandersetzung mit der Bibel: „‚Heilige‘ Schrift ist manchen fremd geworden“

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Die frühere deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit der Bibel. Die Heilige Schrift sei manchen fremd geworden, bedauert die Vorsitzende der Stiftung Bibel und Kultur.

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Schavan äußerte sich bei einer Ausstellungseröffnung in Mainz, wie das Bistum am Donnerstag mitteilte. Ohne Kenntnis der Bibel würden die Grundlagen fremd, die für das Zusammenleben bedeutsam seien. „Wir werden uns fremd, wenn wir die Bibel vergessen“, so die ehemalige Bundesbildungsministerin.

Sonderausstellung mit neuem Blickwinkel auf die Bibel

Im Dommuseum ist ab diesem Donnerstag eine Sonderausstellung zu sehen, die einen neuen Blickwinkel auf die Bibel eröffnen will. Die Schau zeigt 77 Einzelwerke, darunter Gemälde, Fotografien, Videoinstallationen und Skulpturen, von 30 Künstlern aus Europa.

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Ditib strebt Anerkennung als Religionsgemeinschaft an

Der neue Vorstand des türkischen Islamverbandes Ditib strebt eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft an. Dazu sollten die regionalen Ditib-Vertreter mit den Länderregierungen erneut in einen Dialog treten und den Austausch vertiefen, sagte der neue Vorsitzende des Verbandes, Kazim Türkmen, in der ZDF-Sendung „Forum am Freitag“. Auch in Bezug auf den islamischen Religionsunterricht wolle die Ditib das Gespräch weiterführen. Deshalb sollten die föderalen Ableger des Verbandes gestärkt und der Posten eines Geschäftsführers etabliert werden.

evangelisch.de

Im Zusammenhang mit dem islamischen Religionsunterricht solle ein Schulreferatssystem eingeführt werden, erklärte Türkmen. Die Ditib suche bei der Etablierung und Fortführung des islamischen Religionsunterrichts an den Schulen zudem den Austausch mit anderen islamischen Organisationen.

Türkmen hatte bei der Vorstellung des neuen Ditib-Vorstandes vor einigen Wochen von einer Neuausrichtung des Verbandes gesprochen. Die Ditib steht wegen ihrer Nähe zum türkischen Staat und dessen Religionsbehörde Diyanet in der Kritik. Bereits auf Länderebene ausgehandelte Staatsverträge sowie diverse Kooperationen mit Bund und Ländern wurden auf Eis gelegt. Auch die Beteiligung der Ditib am islamischen Religionsunterricht in Hessen und Nordrhein-Westfalen wurde in jüngster Zeit infrage gestellt.

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Zentralrat der Muslime kritisiert EuGH-Urteil zu halal-Fleisch – religiöse Diskriminierung

Helal-Produkt (auch Halal genannt) in einem türkischen Supermarkt © Paul Zinken (dpa)
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sieht in dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen das Bio-Siegel für Fleisch aus ritueller Schlachtung eine Diskriminierung religiöser Minderheiten.

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„Eine richtig praktizierte ‚Halal‘-Schächtung erfüllt die Tierschutz-Kriterien und verdient aus diesem Grunde das Bio-Siegel sogar eher als zum Beispiel nach Bolzenschlägen betäubte Tiere“, erklärte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag in Berlin. Am Dienstag hatte der EuGH in Luxemburg erklärt, dass rituelle Schlachtmethoden nicht die höchsten Tierschutzstandards erfüllten.

Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass eine Betäubung zum Zeitpunkt der Schlachtung die Technik sei, die das Tierwohl „am wenigsten beeinträchtigt“, hieß es in der Begründung der Richter. Die Praxis der rituellen Schlachtung ohne Betäubung, etwa bei der Produktion von „Halal“-Fleisch nach islamischen Regeln, sei „nicht geeignet, Schmerzen, Stress oder Leiden des Tieres genauso wirksam zu mildern“.

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Zur Religionsfreiheit gehört Religionskritik

Muslimen, die sich nicht über ihren Glauben definieren lassen wollen, möchte die „Initiative säkularer Islam“ eine organisierte Stimme geben

Von Richard Herzinger | DIE WELT

Ist eine „Initiative säkularer Islam“ nicht ein Widerspruch in sich? Schließlich kann ja eine Religion per Definition nicht „säkular“ sein. Verlangt werden muss aber von ihr, sich den Regeln einer säkularen Gesellschaft zu unterwerfen, die keine religiösen Vorherrschaftsansprüche in den öffentlichen Angelegenheiten akzeptiert und keinen bestimmten Glauben bevorzugt.

Den leicht missverständlichen Namen hat sich eine „Gruppe von Publizist/innen, Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen der Zivilgesellschaft“ (so ihre Selbstbeschreibung), die den Monopolanspruch islamischer Verbände auf die Vertretung muslimischer Bürger in Deutschland brechen will, aber bewusst gegeben. Gegründet wurde die Initiative bereits im Herbst vergangenen Jahres anlässlich der damaligen Neuauflage der Deutschen Islamkonferenz. Ihr gehören unter anderem Seyran Ates, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, der Politologe Hamed Abdel-Samad, der wegen islamistischer Drohungen unter permanentem Polizeischutz leben muss, und der Psychologe und Publizist Ahmad Mansour an. Jetzt stellte sich die Initiative in Berlin der breiteren Öffentlichkeit vor.

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Marx stellt „Päpstliches Geheimnis“ bei Missbrauch infrage

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Am Vormittag hielt der DBK-Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx seine Rede auf dem Anti-Missbrauchsgipfel in Rom: Dabei stellte er die kirchlichen Geheimhaltungsnormen bei der Verfolgung von Missbrauchs-Straftaten infrage und forderte die Einführung einer Verwaltungsgerichtsbarkeit in der Kirche.

katholisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Anwendung des „Päpstlichen Geheimnisses“ bei kirchlichen Prozessen gegen Missbrauchstäter infrage gestellt. Beim internationalen Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan sagte Marx am Samstag, er sehe keine „zwingenden Gründe“, warum diese Geheimhaltungsnormen bei der Verfolgung von Missbrauchs-Straftaten Anwendung finden sollten. Deshalb sei der Hinweis auf das Päpstliche Geheimnis kein überzeugender Einwand gegen die Forderung nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit in Missbrauchs-Prozessen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Auch der juristische Grundsatz der Unschuldsvermutung für die Beschuldigten widerspreche nicht der Forderung nach Transparenz. Im Gegenteil sei ein transparentes, öffentliches und klar geregeltes Verfahren der „beste Sicherungsmechanismus gegen Vorurteile oder falsche Beurteilungen eines Falls“. Dadurch werde „ein Grad an Glaubwürdigkeit geschaffen, der die Wiederherstellung des Rufs einer zu Unrecht beschuldigten Person ermöglicht“, so der Kardinal. Marx betonte weiter: „Nicht Transparenz fügt der Kirche Schaden zu, sondern begangene Missbrauchstaten, mangelnde Transparenz und Vertuschung in deren Folge.“

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„Besser Frauen in Not helfen“: Spahns Abtreibungsstudie weckt Misstrauen

Der Gesundheitsminister will es nochmal wissen: Wie belastend ist eine Abtreibung für Frauen? picture alliance/dpa
Gesundheitsminister Spahn will untersuchen, ob Schwangerschaftsabbrüche Frauen seelisch belasten. Fünf Millionen Euro sollen dafür ausgegeben werden. Die Fachwelt ist irritiert, weil die Frage schon erforscht ist. Plant das Ministerium eine politische Studie?

ntv

Eigentlich sollte es für Forscher ein Grund zur Freude sein, wenn die Politik eine Studie in Auftrag gibt. Doch das Misstrauen ist enorm: Das Projekt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die gesundheitlichen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen für Frauen untersuchen zu lassen, stößt in der Fachwelt auf große Skepsis – aus wissenschaftlichen und vor allem aus gesellschaftlichen Gründen: „Es gibt eine alte Tradition, eine Drohkulisse aufzubauen für Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen lassen“, sagt Cornelia Helfferich von der Evangelischen Hochschule Freiburg. „Wenn die Studie in diesem Kontext steht, dann haben wir ein Problem.

Claudia Schumann, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG), vermutet „eine politisch motivierte Studie“. „Da soll eine bestimmte Klientel bedient werden“, sagt die Frauenärztin und Psychotherapeutin aus Northeim.

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Dodo Müller und die Frage gottgewollter Homosexualität

Gerhard Ludwig Müller links im Bild. Bild: bb
In einem Interview sagte Kardinal Gerhard Ludwig Müller jüngst, „dass kein Mensch gottgewollt als Homosexueller geboren wird, wir werden geboren als Mann oder Frau.“ Bei dem Mainzer Moraltheologen Stephan Goertz wirft diese Äußerung viele Fragen auf, wie er in seinem Gastbeitrag schreibt.

Von Stephan Goertz | katholisch.de

Auf die Frage, ob Papst Franziskus zu viel rede, antwortet Kardinal Gerhard Ludwig Müller im Gespräch mit dem Spiegel-Redakteur Walter Mayr, dass Zurückhaltung „in weltlichen Fragen“ wünschenswert wäre. Ein päpstliches Wort zu diesen oder jenen Einzelaspekten weltlicher Dinge sei so viel wert wie das Urteil eines jeden Bürgers. Dem ist wohl zuzustimmen, denn über welche bessere Einsicht in weltliche Sachverhalte sollte ein geistlicher Würdenträger verfügen? Gefragt seien die kirchlichen Autoritäten hingegen in moralischen Angelegenheiten.

Angesprochen auf seine wiederholte Behauptung, zwischen sexuellem Missbrauch und Homosexualität gebe es einen Zusammenhang, äußert der Kardinal unter anderem als seine Meinung, „dass kein Mensch gottgewollt als Homosexueller geboren wird, wir werden geboren als Mann oder Frau.“

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Dodo Müller unzufrieden mit Amtsführung des Papstes und „Hofschranzen“

Gerhard Ludwig Müller links im Bild. Bild: bb
Müller hat sich über Papst Franziskus‘ Amtsführung gewendet: Es dürfe nicht sein, dass „die Gesamtkirche nach den Regeln des Jesuitenordens geführt wird“, sagte er dem Spiegel. Nicht nur am Papst hatte er viel auszusetzen.

DOMRADIO.DE

Kardinal Gerhard Ludwig Müller kritisiert die Amtsführung von Papst Franziskus und bescheinigt ihm zugleich Rechtgläubigkeit. Franziskus mache sich etwa bei Personalentscheidungen „von Zuträgern und ihren oft unedlen Motiven abhängig“, sagte der frühere Chef der vatikanischen Glaubensbehörde dem „Spiegel“.

Auf die Frage, ob Franziskus ein Häretiker sei, antwortete der Kardinal: „Nein. Dieser Papst ist orthodox, das heißt im katholischen Sinne rechtgläubig.“ Seine Aufgabe sei es aber, die Kirche zu einen. „Und es wäre gefährlich, wenn er der Versuchung erläge, jene Gruppe, die sich mit ihrem Progressismus brüstet, gegen den Rest der Kirche auszuspielen“.

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Spahn will Therapien gegen Homosexualität verbieten

Jens Spahn (rechts) mit seinem Partner Daniel Funke. – APA/AFP/DPA/GREGOR FISCHER
Jens Spahn will sogenannte Kornversionstherapien verbieten. Der Politiker geht mit seiner Homosexualität offen um: „Ich sage immer: Der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“

Die Presse

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn will sogenannte Konversionstherapien gegen Homosexualität verbieten. „Homosexualität ist keine Krankheit, und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig“, sagte Spahn der „tageszeitung“ aus Berlin vom Freitag. Gemeinsam mit dem Justizministerium werde er bis zum Sommer einen Vorschlag für eine Verbotsregelung erarbeiten.

Sogenannte Konversionstherapien zielen darauf ab, Schwule und Lesben heterosexuell zu machen. „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins“, sagte Spahn der „taz“. „Ich sage immer: Der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“

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Volker Beck: Islamverbände sind keine Religionsgemeinschaften – „Kein Stein bliebe auf dem anderen“

Volker Beck fordert „aktivere Religionspolitik“ © Wilhei (Pixabay)
Falls die großen Islamverbände in Deutschland als Religionsgemeinschaften anerkannt werden, sieht der Grünen-Politiker Volker Beck eine Gefahr für das deutsche Religionsverfassungsrecht. Er sprach von „politisierten religiösen Vereinen“.

DOMRADIO.DE

Zur Begründung verwies der Ex-Bundestagsabgeordnete, der heute am „Centrum für Religionswissenschaftliche Studien“ der Ruhr-Universität Bochum lehrt, am Mittwoch bei einer Tagung des Deutschen Richterbunds in Berlin auf eine Steuerung der Verbände aus der Türkei. Wenn „politisierte religiöse Vereine in die Rechte von Religionsgemeinschaften“ einrückten, seien die Fundamente „des bewährten deutschen Religionsverfassungsrechts“ bedroht. „Dann ginge die ordnende Kraft unseres Religionsverfassungsrechts verloren, und kein Stein bliebe da auf dem anderen“, fügte er hinzu.

Beck bezog sich auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im vergangenen Dezember in einem seit über 20 Jahren laufenden Rechtsstreit zum islamischen Religionsunterricht an Schulen in Nordrhein-Westfalen.

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Fünf Medizin-Probleme von Frauen, für die Jens Spahn wirklich mal fünf Millionen Euro locker machen sollte

Bild: bento.de
Damit Forschung macht, was sie kann: Leben retten!

Thembi Wolf | bento

Für fünf Millionen Euro will Gesundheitsminister Jens Spahn die seelischen Langzeitfolgen von Abtreibungen untersuchen lassen. Klingt erstmal gut: Über 100.000 Frauen treiben in Deutschland jährlich ab, die meisten davon zwischen 18 und 34. Was macht das eigentlich mit denen? Sind sie traumatisiert oder nur traurig? Bereuen sie das?

Weil diese Fragen naheliegend sind, haben sich das schon jede Menge Forscherinnen und Forscher gefragt und die Antworten veröffentlicht.

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