AKK-„Welche Regeln gelten im digitalen Bereich?“ nimmt an der Bilderberg-Konferenz teil

Grafik: TP
Auch führende Journalisten beim Treffen der Machteliten in der Schweiz

Marcus Klöckner | TELEPOLIS

Annegret Kramp-Karrenbauer wird an einer der elitärsten Zusammenkünfte auf diesem Planeten teilnehmen: der Bilderberg-Konferenz. Eines der Themen, über das die versammelten Eliten diskutieren wollen: „Die sozialen Medien als Waffe“. Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wird die Vorsitzende der CDU auf einer Konferenz, die demokratische Politikern als eine „absolut vordemokratischen Veranstaltung“ bezeichnen, auch über die Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet reden? Ihre gerade viel diskutierten Aussagen, die sie nach der Gremiensitzung ihrer Partei am Montag getätigt hat (Artenschutz für CDU und SPD?), lassen jedenfalls tief blicken. Ihre Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz lässt ihre Aussagen in einem noch düsteren Licht erscheinen.

Das alljährliche Treffen der Machteliten findet in diesem Jahr in der Schweiz statt. Vom 30. Mai bis 2. Juni kommen hochrangige Akteure unter anderem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und den Medien zusammen, um in Montreux über die ganz große Weltpolitik zu diskutieren. Zu ihnen gesellt sich auch Annegret Kramp-Karrenbauer (oder wie man im Saarland sagt: „es Annegret“).

Die Vorsitzende der CDU, einer Partei, die immer wieder ihren demokratischen Charakter betont, wird für mehrere Tage hinter verschlossenen Türen auf die große Weltpolitik fokussieren: „Russland“, „China“, „Die Zukunft des Kapitalismus“ und: „The Weaponization of Social Media“.

Wer sich nun die Aussagen von AKK vor Augen führt, die sie nach der Gremiensitzung getätigt hat und die gerade hoch und runter in den Medien diskutiert werden, mag Düsteres erahnen (CDU zieht Konsequenzen aus Wahldebakel: Meinungsfreiheit muss geregelt werden). Werden die Eliten und Machteliten darüber reden, wie sich Zensur im Internet zügig durchsetzen lässt? Wird Kramp-Karrenbauer ihre Meinung, die sie in Sachen YouTuber geäußert hat zum Besten geben? Und: Hatte Kramp-Karrenbauer, als sie sagte, dass nicht nur innerhalb der CDU darüber zu diskutieren sei, welche Regeln „eigentlich für den digitalen Bereich“ gelten sollen, gar die bevorstehende Bilderberg-Konferenz vor Augen?

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Kramp-Karrenbauer: Es gibt keine christliche Politik

Nach Ansicht der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer kann es „christliche Politiker geben, aber keine christliche Politik“. Sie sei „Christdemokratin mit Leib und Seele“, erklärte Kramp-Karrenbauer in einem Gastbeitrag in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Sie weise aber von sich, „eine christliche Politik zu machen“.

evangelisch.de

„Die christliche Botschaft kennt keine christliche Politik“, unterstrich die CDU-Politikerin, die dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört. Die Botschaft des Christentums könne Politikern Orientierung geben. Sie könne konkreten Entscheidungen eine Richtung geben, aber sie könne konkrete Entscheidungen nicht ersetzen. Diese Einsicht binde im Übrigen nicht nur Christen in der Politik, sie binde auch „religiöse Würdenträger mit ihren Ansprüchen und Erwartungen an Politik“.

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Zentralrat der Muslime kritisiert Debatte um Kopftuchverbot

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Der Zentralrat der Muslime hat das erneute Aufflammen einer Debatte um ein Kopftuchverbot in Deutschland kritisiert.

ZEIT ONLINE

Er finde es absurd, dass eine solche Diskussion «gefühlt zum tausendsten Mal» geführt werde – meist vor Wahlen, sagte dessen Präsident Aiman Mazyek im rbb-Inforadio. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, nenne es absurd, dass Mädchen Kopftuch tragen, und die meisten Muslime sähen das auch so. Es gäbe kein Kopftuchgebot für Schulkinder. Mazyek sprach von Fällen im «Promillebereich», die Schulen und Familien regeln könnten.

Dodo Gysi bietet Papst Zusammenarbeit an: „Ich fürchte eine gottlose Gesellschaft“

Gregor Gysi und Papst Franziskus © privat (Die Linke)
Der Präsident der Europäischen Linken, Gregor Gysi, hat sich mit Papst Franziskus getroffen und mit ihm über Armut und Migration gesprochen. Sein Fazit: Um Europa zu retten, müssten Kirche und Politik zusammenarbeiten.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Migration und Armut – das waren zwei der Themen, die Sie mit dem Papst besprechen wollten. Sie selbst bezeichnen sich als nicht gläubig. Warum wollten Sie denn in diesen Fragen das Oberhaupt der katholischen Kirche mit ins Boot holen?

Gregor Gysi: Ich glaube tatsächlich nicht an Gott, aber ich fürchte eine gottlose Gesellschaft. Ich kenne die Bedeutung der Religion und der Kirchen für Tradition, für Kultur und auch für eine allgemein verbindliche Moral.

Zweitens haben wir jetzt einen Papst, der versucht, an die ursprünglichen Werte des Christentums zu erinnern und deshalb im nächsten Jahr eine Konferenz machen will, wo es um die Wirtschaftsstrukturen geht. Weder will er den Kapitalismus wie er jetzt ist, noch will er die Wirtschaft aus dem Staatssozialismus, sondern etwas anderes. Ich habe ihm zum Beispiel angeboten, wenn er da Unterstützung braucht, dass ich gerne bereit bin diese zu liefern – auch die europäische Linke ist dazu bereit.

Ich halte den Papst für eine sehr wichtige moralische Autorität auf der Erde, und wenn er eine Welt-Armutskonferenz initiiert, kann die UNO schlecht Nein dazu sagen. Wenn ich dahin schreibe, dann habe ich das Nein schon, bevor der Brief angekommen ist. Aber am Papst kommen die nicht so einfach vorbei. Das sollte er nutzen, sollten wir alle nutzen.

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Bistum Augsburg lehnt Auftritt von Bischof Mixa bei AfD ab

Die hasserfüllten Augen des Herrn Mixa, Quelle: HFR.

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wollte Ende Mai einen Vortrag über Islamisierung halten – auf Einladung der AfD. Nachdem sich das Bistum Augsburg ausdrücklich davon distanziert hat, sagt Mixa den Auftritt nun ab.

katholisch.de

Das Bistum Augsburg lehnt einen geplanten Vortrag von Alt-Bischof Walter Mixa auf einer AfD-Veranstaltung Ende Mai ausdrücklich ab. Dieser Auftritt sei weder mit Bischof Konrad Zdarsa noch mit der Bistumsleitung abgestimmt worden und könne nicht gutgeheißen werden, teilte das Bistum am Montag mit. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der frühere Bischof von Eichstätt und Augsburg am 24. Mai auf Einladung der örtlichen AfD einen Vortrag mit dem Titel „Islamisierung? Christentum“ halten wird.

Bischof Zdarsa werde Mixa schriftlich auffordern, nicht bei der Veranstaltung aufzutreten, heißt es in der Mitteilung weiter. „Offenbar ist es dem emeritierten Bischof nicht bewusst, dass er mit seinem Verhalten bei vielen Menschen, insbesondere auch bei zahlreichen Gläubigen große Verärgerung verursacht und damit dem Bistum Augsburg und der Kirche insgesamt schweren Schaden zufügt.“

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Polit-Nonne Schavan: „Kirche ist nicht dazu da, es jedem Recht zu machen“

Annette Schavan, ehemalige deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl (Markus Scholz/dpa)
Wachsende Fremdenfeindlichkeit sei nicht vereinbar mit dem Selbstverständnis von Christinnen und Christen, sagte die ehemalige deutsche Botschafterin im Vatikan Annette Schavan im Dlf. Die Kirche solle Impulse für eine Gemeinschaft geben und als Korrektiv für die Gesellschaft dienen.

Annette Schavan im Gespräch mit Änne Seidel | Deutschlandfunk

Die Frage, wie man mit Menschen umgehe, die zu einem kommen, sei eine Kernfrage für die christliche Tradition, sagte Annette Schavan, die ehemalige deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl im Dlf. Es sei eine wichtige Facette der Ökumene sich für das Gemeinwesen und die Demokratie einzusetzen.

Mit Blick auf Rechtspopulisten in den Gemeinden, sagte Schavan, Kirche sei nicht dazu da, es jedem Recht zu machen. Die Kirche solle Impulse geben, als Korrektiv dienen.

„Reden ist wichtig“

Der Blick in die Geschichte zeige, wie wichtig es ist, dass es Korrektur gebe, wenn „eine Gesellschaft den Rattenfängern nachläuft“, sagte die ehemalige Bildungsministerin. Es solle niemand aus den Gemeinden ausgeschlossen werden. Es helfe miteinander zu reden, in den Dialog zu treten. „Reden ist wichtig“, sagte Schavan.

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Kognitive Dissonanzen bei Dodo Marx: Miteinander der Völker zeigt christliche Prägung Europas

Quelle: http://www.bgland24.de

Kardinal Reinhard Marx ruft am Karfreitag beim „Kreuzweg der Völker“ zu einem „Miteinander der Völker und Nationen, in einem Geist der Versöhnung und des Friedens“ auf. Er blickt dabei auf die ganze Welt und besonders auf Europa.

DOMRADIO.DE

Christen müssten nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx „gerade in Europa dafür sorgen, dass nicht neu Hass und Misstrauen gegeneinander gesät werden“.

Das sagte der Erzbischof von München und Freising am Karfreitag laut Manuskript in seiner Predigt zum „Kreuzweg der Völker“ in der Münchner Innenstadt.

Brücken bauen im Geiste Jesu

Die christliche Prägung Europas wird demnach „erkennbar und spürbar“ in einem „Miteinander der Völker und Nationen, in einem Geist der Versöhnung und des Friedens“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ergänzte: „Wir wollen uns dort engagieren, im Geiste Jesu, wo Brücken zueinander gebaut werden.“

Christen seien „Menschen der Versöhnung, die Gräben überwinden, die Streit beenden, die Miteinander ermöglichen, die Gemeinsamkeit suchen“, so Marx weiter. Diesen Geist sollten sie „nicht nur untereinander leben, sie sollen ihn einbringen in unsere Gesellschaft, in unser Gemeinwesen“.

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Enthüllungen über Missbrauch in Kirche: Kramp-Karrenbauer fällt hartes Urteil im Missbrauchs-Skandal

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zum Missbrauchs-Skandal in der Kirche geäußert. © dpa / Ina Fassbender
Angesichts der Enthüllungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche erwartet die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ein stärkeres Gegensteuern der Kirche.

Merkur.de

„Die katholische Kirche trägt ohne Wenn und Aber Schuld daran, dass sie die Aufklärung dieser Verbrechen an den Kindern systemisch verhindert und damit auch den Missbrauch ermöglicht hat. Das ist die große Schuld, die die Kirche in sich trägt“, sagte sie der Zeitschrift „Publik-Forum“. „Die Bemühungen, die es jetzt gibt, reichen bei Weitem nicht aus, um dafür zu sorgen, dass sich ein solches Versagen der Institution Kirche nicht wiederholt.“

Überdies sprach sich Kramp-Karrenbauer, die dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken angehört, dafür aus, künftig auch Priesterinnen in der katholischen Kirche zuzulassen. „Ein erster Schritt wäre, Frauen zum Diakonat zuzulassen. Angesichts des Priestermangels wäre ein zweiter, den Pflichtzölibat aufzuheben. Dann wären mehr Männer bereit, Priester zu werden“, sagte sie.

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Dodo Müller würdigt Missbrauchs-Analyse von Benedikt XVI. „Das Übel beim Namen genannt“

Gerhard L. Müller links im Bild. Bild: bb
Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat die jüngsten Äußerungen von Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal gewürdigt. Es handle sich um „die tiefgründigste Analyse der Genese der Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in Fragen der Sexualmoral“.

DOMRADIO.DE

Das sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des österreichischen Internetportals kath.net.

„Nicht mit Worthülsen wie Klerikalismus oder Forderung nach einer Sexualmoral nach dem egoistischen Lustprinzip kommen wir aus der Krise, sondern nur wenn das Übel beim Namen genannt wird“, so der Kardinal weiter. Das grundsätzliche Problem bestehe in einem Zusammenbruch der bürgerlichen Moral und dem aus seiner Sicht missglückten Versuch „einer katholischen Moralbegründung ohne das Naturrecht und die Offenbarung“, so Müller.

Aufsatz von Benedikt XVI.

Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz von Benedikt XVI. mit dem Titel „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ publiziert. Darin sieht der emeritierte Papst einen Verfall der kirchlichen Morallehre und eine zunehmende Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft als Hauptursachen der Missbrauchskrise.

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Der „Papst emeritus“ fördert die Spaltung seiner Kirche

Bild: bb
Der Aufsatz von Benedikt XVI. zur aktuellen Kirchen- und Missbrauchskrise klingt wie ein Echo längst vergangener Zeiten, kommentiert Tilmann Kleinjung. Der Text des emeritierten Kirchenoberhaupts sei eine Kampfschrift gegen Papst Franziskus.

Von Tilmann Kleinjung | katholisch.de

Nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Februar in Rom sind wir Berichterstatter hart mit Papst Franziskus ins Gericht gegangen. Weil die konkreten Ergebnisse dieses Bischofstreffens eher mager waren, weil sich die katholische Kirche nach wie vor schwer tut mit einer radikalen Null-Toleranz-Politik gegenüber Tätern und Vertuschern, weil irgendwie alles zu langsam geht bei der Aufarbeitung dieses monströsen Skandals.

Nachdem wir nun einen Einblick in die Gedankenwelten seines Vorgängers Benedikt XVI. bekommen haben, müssen wir feststellen: Wir haben Papst Franziskus Unrecht getan. In einem für katholische Verhältnisse rasenden Tempo versucht er in seiner Kirche einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Die Stimme des emeritierten Papstes klingt da wie ein Echo längst vergangener Zeiten. Dass Joseph Ratzinger seine Ansichten auch noch veröffentlicht, schadet ihm und seinem Vorgänger.

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Kognitive Dissonanzen: B16 stellt provokante These zu Kirchenskandalen auf – Theologen sind entsetzt

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. © dpa / Gregorio Borgia
Der frühere Papst Benedikt hat sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche geäußert. Einen Hauptgrund für die Skandale sieht er weit außerhalb der Kirche.

Merkur.de

Für den emeritierten Papst Benedikt sind die 68er Jahre eine Ursache für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche. „Zu der Physiognomie der 68er-Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde“, schrieb Benedikt in einem Aufsatz, den unter anderen das katholische Nachrichtennetzwerk CNA am Donnerstag veröffentlichte. Unabhängig davon hätte sich zeitgleich „ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte“.

Benedikt: „Geltende Maßstäbe vollkommen weggebrochen“ – Papst macht 68er für Missbrauchsskandale mitverantwortlich

Grund für die Krise der katholischen Kirche sei auch eine „Gottlosigkeit“. „Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmaß erreichen? Im letzten liegt der Grund in der Abwesenheit Gottes“, schreibt der deutsche Ex-Papst, der nächste Woche 92 Jahre alt wird.

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AfD klagt wegen Berufung Schavans zur Vatikan-Botschafterin

Bild: © KNA
War die Berufung Annette Schavans zur Botschafterin beim Heiligen Stuhl unrechtmäßig? Das sieht die AfD jedenfalls so und hat gegen Mitglieder des damaligen Bundeskabinetts Strafanzeige gestellt. Darunter sind Kanzlerin Merkel und Präsident Steinmeier.

katholisch.de

Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag will die 2014 erfolgte Berufung der früheren Bundesministerin Annette Schavan (CDU) zur Botschafterin beim Heiligen Stuhl rechtlich prüfen lassen. Wie der Fraktionsvorsitzende Jörg Urban am Montag in Berlin mitteilte, wurde gegen die Mitglieder des damaligen Bundeskabinetts Strafanzeige wegen Untreue bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt. Betroffen wären damit unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD), der damals Justizminister war.

Die Anzeigen gelten aber auch Politikern, die heute nicht mehr dem Kabinett angehören, wie den damaligen Außenminister und heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, SPD-Parteichefin Andrea Nahles und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

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Dodo Mosebach vergleicht Franziskus-Auftritte mit Hitler und Stalin

Bild: © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
Verbale Breitseite gegen den Papst: Der Schriftsteller Martin Mosebach hat die öffentlichen Auftritte von Franziskus mit den Inszenierungen totalitärer Diktaturen verglichen. Wie Hitler und Stalin nutze der Papst bestimmte Stilmittel, um sich ins rechte Licht zu setzen. Scharfe Kritik an Mosebach folgte prompt.

katholisch.de

Der Schriftsteller Martin Mosebach hat die öffentlichen Auftritte von Papst Franziskus mit den Inszenierungen totalitärer Diktaturen verglichen. „Ein Fußballstadion, wo Zigtausende auf eine einzelne weiße Gestalt in der Mitte ausgerichtet sind, das ist eine viel totalitärere Sprache als das umständliche, verstaubte Hofzeremoniell von einst“, sagte Mosebach in einem am Montag veröffentlichten Interview der Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“ mit Blick auf entsprechende Auftritte des Papstes.

Als es am Papsthof noch Straußenfederfächer gegeben habe, sei dies in seiner Gestrigkeit altmodisch und rührend gewesen, so Mosebach weiter.

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Nach Anschlag: Mazyek fordert besseren Schutz deutscher Moscheen

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Nach den Anschlägen auf Moscheen in Neuseeland fordert der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, einen besseren Schutz islamischer Gotteshäuser in Deutschland.

evangelisch.de

Außer über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen, wenn die Einrichtung zuvor attackiert worden sei, gebe es bislang keinen Schutz für Moscheen, sagte Mazyek der „Heilbronner Stimme“ (Montag). „Diesen Umstand, dass Moscheen praktisch ungeschützt sind, haben wir immer wieder angemahnt und kritisiert, ohne dass Konsequenzen gezogen worden sind.“

In der muslimischen Gemeinde leide inzwischen das Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden, fügte er hinzu. „Viele haben das Gefühl, dass ihre Sorgen und ihr nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis nicht ernstgenommen werden.“

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Dodo Käßmanns evangelisches Badesalz

Bekommt jetzt eine eigene Zeitschrift: Margot Käßmann, hier auf einem Adventskalender neben dem Reformator Martin Luther (dpa/ Holger Hollemann)
Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Von Arno Orzessek | Deutschlandfunk

Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Eine Info vorab… Und zwar für diejenigen, die im Religiösen nicht so sattelfest sind und von Margot Käßmann vielleicht nur wissen, dass sie anno dunnemals mit 1,5 Promille über Rot gebrettert ist: Käßmann hat sich zwar im letzten Sommer bei verminderten Bezügen frühzeitig pensionieren lassen, aber die gläubige Christin ist natürlich weiterhin im Auftrag des Herrn unterwegs – echter Ruhestand folgt erst im Himmel.

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Dodo Schavan fordert stärkere Auseinandersetzung mit der Bibel: „‚Heilige‘ Schrift ist manchen fremd geworden“

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Die frühere deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit der Bibel. Die Heilige Schrift sei manchen fremd geworden, bedauert die Vorsitzende der Stiftung Bibel und Kultur.

DOMRADIO.DE

Schavan äußerte sich bei einer Ausstellungseröffnung in Mainz, wie das Bistum am Donnerstag mitteilte. Ohne Kenntnis der Bibel würden die Grundlagen fremd, die für das Zusammenleben bedeutsam seien. „Wir werden uns fremd, wenn wir die Bibel vergessen“, so die ehemalige Bundesbildungsministerin.

Sonderausstellung mit neuem Blickwinkel auf die Bibel

Im Dommuseum ist ab diesem Donnerstag eine Sonderausstellung zu sehen, die einen neuen Blickwinkel auf die Bibel eröffnen will. Die Schau zeigt 77 Einzelwerke, darunter Gemälde, Fotografien, Videoinstallationen und Skulpturen, von 30 Künstlern aus Europa.

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Ditib strebt Anerkennung als Religionsgemeinschaft an

Der neue Vorstand des türkischen Islamverbandes Ditib strebt eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft an. Dazu sollten die regionalen Ditib-Vertreter mit den Länderregierungen erneut in einen Dialog treten und den Austausch vertiefen, sagte der neue Vorsitzende des Verbandes, Kazim Türkmen, in der ZDF-Sendung „Forum am Freitag“. Auch in Bezug auf den islamischen Religionsunterricht wolle die Ditib das Gespräch weiterführen. Deshalb sollten die föderalen Ableger des Verbandes gestärkt und der Posten eines Geschäftsführers etabliert werden.

evangelisch.de

Im Zusammenhang mit dem islamischen Religionsunterricht solle ein Schulreferatssystem eingeführt werden, erklärte Türkmen. Die Ditib suche bei der Etablierung und Fortführung des islamischen Religionsunterrichts an den Schulen zudem den Austausch mit anderen islamischen Organisationen.

Türkmen hatte bei der Vorstellung des neuen Ditib-Vorstandes vor einigen Wochen von einer Neuausrichtung des Verbandes gesprochen. Die Ditib steht wegen ihrer Nähe zum türkischen Staat und dessen Religionsbehörde Diyanet in der Kritik. Bereits auf Länderebene ausgehandelte Staatsverträge sowie diverse Kooperationen mit Bund und Ländern wurden auf Eis gelegt. Auch die Beteiligung der Ditib am islamischen Religionsunterricht in Hessen und Nordrhein-Westfalen wurde in jüngster Zeit infrage gestellt.

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Zentralrat der Muslime kritisiert EuGH-Urteil zu halal-Fleisch – religiöse Diskriminierung

Helal-Produkt (auch Halal genannt) in einem türkischen Supermarkt © Paul Zinken (dpa)
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sieht in dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen das Bio-Siegel für Fleisch aus ritueller Schlachtung eine Diskriminierung religiöser Minderheiten.

DOMRADIO.DE

„Eine richtig praktizierte ‚Halal‘-Schächtung erfüllt die Tierschutz-Kriterien und verdient aus diesem Grunde das Bio-Siegel sogar eher als zum Beispiel nach Bolzenschlägen betäubte Tiere“, erklärte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag in Berlin. Am Dienstag hatte der EuGH in Luxemburg erklärt, dass rituelle Schlachtmethoden nicht die höchsten Tierschutzstandards erfüllten.

Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass eine Betäubung zum Zeitpunkt der Schlachtung die Technik sei, die das Tierwohl „am wenigsten beeinträchtigt“, hieß es in der Begründung der Richter. Die Praxis der rituellen Schlachtung ohne Betäubung, etwa bei der Produktion von „Halal“-Fleisch nach islamischen Regeln, sei „nicht geeignet, Schmerzen, Stress oder Leiden des Tieres genauso wirksam zu mildern“.

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Zur Religionsfreiheit gehört Religionskritik

Muslimen, die sich nicht über ihren Glauben definieren lassen wollen, möchte die „Initiative säkularer Islam“ eine organisierte Stimme geben

Von Richard Herzinger | DIE WELT

Ist eine „Initiative säkularer Islam“ nicht ein Widerspruch in sich? Schließlich kann ja eine Religion per Definition nicht „säkular“ sein. Verlangt werden muss aber von ihr, sich den Regeln einer säkularen Gesellschaft zu unterwerfen, die keine religiösen Vorherrschaftsansprüche in den öffentlichen Angelegenheiten akzeptiert und keinen bestimmten Glauben bevorzugt.

Den leicht missverständlichen Namen hat sich eine „Gruppe von Publizist/innen, Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen der Zivilgesellschaft“ (so ihre Selbstbeschreibung), die den Monopolanspruch islamischer Verbände auf die Vertretung muslimischer Bürger in Deutschland brechen will, aber bewusst gegeben. Gegründet wurde die Initiative bereits im Herbst vergangenen Jahres anlässlich der damaligen Neuauflage der Deutschen Islamkonferenz. Ihr gehören unter anderem Seyran Ates, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, der Politologe Hamed Abdel-Samad, der wegen islamistischer Drohungen unter permanentem Polizeischutz leben muss, und der Psychologe und Publizist Ahmad Mansour an. Jetzt stellte sich die Initiative in Berlin der breiteren Öffentlichkeit vor.

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Marx stellt „Päpstliches Geheimnis“ bei Missbrauch infrage

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Am Vormittag hielt der DBK-Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx seine Rede auf dem Anti-Missbrauchsgipfel in Rom: Dabei stellte er die kirchlichen Geheimhaltungsnormen bei der Verfolgung von Missbrauchs-Straftaten infrage und forderte die Einführung einer Verwaltungsgerichtsbarkeit in der Kirche.

katholisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Anwendung des „Päpstlichen Geheimnisses“ bei kirchlichen Prozessen gegen Missbrauchstäter infrage gestellt. Beim internationalen Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan sagte Marx am Samstag, er sehe keine „zwingenden Gründe“, warum diese Geheimhaltungsnormen bei der Verfolgung von Missbrauchs-Straftaten Anwendung finden sollten. Deshalb sei der Hinweis auf das Päpstliche Geheimnis kein überzeugender Einwand gegen die Forderung nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit in Missbrauchs-Prozessen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Auch der juristische Grundsatz der Unschuldsvermutung für die Beschuldigten widerspreche nicht der Forderung nach Transparenz. Im Gegenteil sei ein transparentes, öffentliches und klar geregeltes Verfahren der „beste Sicherungsmechanismus gegen Vorurteile oder falsche Beurteilungen eines Falls“. Dadurch werde „ein Grad an Glaubwürdigkeit geschaffen, der die Wiederherstellung des Rufs einer zu Unrecht beschuldigten Person ermöglicht“, so der Kardinal. Marx betonte weiter: „Nicht Transparenz fügt der Kirche Schaden zu, sondern begangene Missbrauchstaten, mangelnde Transparenz und Vertuschung in deren Folge.“

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