Kretschmann mit deutlichen Worten zu Kreuzerlass und AfD: „Es besteht keine Staatskirche“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich skeptisch zum Kreuzerlass in Bayern geäußert. „So etwas würde ich nicht machen“, sagte Kretschmann dem Magazin „zeitzeichen“.

DOMRADIO.DE

„Wir werden dadurch nicht christlicher, indem wir dies wie in Bayern machen.“ Nur die Christen und nicht der Staat könnten den christlichen Glauben bewahren und lebendig halten. „Der Staat kann ihnen nur den Raum dafür geben, das ist der Kern der Religionsfreiheit. Und das geht nur, wenn der Staat neutral ist», fügte der katholische Grünen-Politiker hinzu.

„Es besteht keine Staatskirche“, unterstrich Kretschmann: „Wir machen gegenüber Muslimen ja immer die Ansage, die Religionsfreiheit gibt es nur innerhalb der Verfassungsordnung. Nicht auf, neben oder hinter ihr. Das gilt auch für uns.“

weiterlesen

Advertisements

Zurückweisung nur bei Einreiseverbot

Kleiner Kompromiss: CDU und CSU haben ihren Asylstreit vertagt. Innenminister Seehofer will Kanzlerin Merkel noch zwei Wochen Zeit geben, droht aber weiter mit einem Alleingang, sollte sie auf europäischer Ebene nicht genug erreichen.

evangelisch.de

Im heftigen Ringen um einen Kompromiss in der Asylpolitik haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Einigung gefunden – zumindest für die nächsten knapp zwei Wochen. Bei zeitgleichen Pressekonferenz in Berlin und München verkündeten die CDU-Vorsitzende Merkel und CSU-Chef Seehofer am Montag, dass an der deutschen Grenze künftig zurückgewiesen wird, wer bereits nach einer Asylprüfung in Deutschland in ein anderes EU-Land zurückgeschickt worden war und daher ein Einreiseverbot hat.

Bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni will Merkel zudem weiter bilaterale Lösungen mit anderen EU-Staaten verhandeln. Sollte nach dem EU-Gipfel kein europäisches Ergebnis vorliegen, will Seehofer seinen Plan für Zurückweisungen weiterer Gruppen umsetzen. Dann könnte neuer Streit drohen.

weiterlesen

Zentralrat der Muslime kritisiert Zerrissenheit zwischen Merkel und Seehofer

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Die Spitzenpolitiker müssten geschlossen agieren, meint der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, mit Blick auf den Asylstreit. Er fordert eine Debatte über Rassismus – und eine andere Definition von Integration.

DIE WELT

Es brodelt weiterhin zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Auch nach dem Treffen der beiden am Mittwochabend und einem Kompromissvorschlag Merkels liegt noch keine Einigung zu der Frage vor, ob Migranten in Zukunft schon an der Grenze zu Deutschland zurückgewiesen werden können. Nun schaltet sich auch der Zentralrat der Muslime in die Debatte ein.

Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats, forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Geschlossenheit beim politischen Spitzenpersonal. In Zeiten von „Hassrede, Fakenews und Populisten“ sei dies notwendig.

weiterlesen

Dodo Söder: Bin dankbar, dass ich glauben kann – das will niemand wissen

Screenshot FB
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich Fragen von Bürgern und Journalisten gestellt. Es ging um seinen Glauben, seine Hörbibel und den Kreuzerlass – für den er auch Zuspruch von den Kirchen bekommen habe.

katholisch.de

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht den christlichen Glauben vor allem als Gefühl des Vertrauens. „Ich bin dankbar, dass ich glauben kann. Und mir gibt der Glaube auch Kraft in schwierigen Situationen des Lebens“, sagte der Protestant der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). In jungen Jahren sei das noch anders gewesen, so Söder weiter: „Da dachte ich, ich allein kann die Welt retten. Dann sind die Eltern gestorben, unter schwierigen Umständen zum Teil. Und ich habe für mich einen Weg gefunden, zu beten. Das gibt mir Kraft und Halt.“

Dieses Vertrauen sollte man auch wieder stärker vermitteln, betonte der CSU-Politiker: „Ich würde mir wünschen, dass unserer Kirchen genau das tun. Das Wort heißt Frohe Botschaft, aber schauen Sie sich die Gesichter an, mit denen das meistens vorgetragen wird.“

weiterlesen

Dodo Söder: Ich habe die Kreuzpflicht mehrfach angekündigt

Screenshot FB
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weist den Vorwurf zurück, vor dem umstrittenen Kabinettsbeschluss zur Kreuzpflicht in Behörden nicht das Gespräch mit den Kirchen gesucht zu haben.

evangelisch.de

„Ich habe das Vorhaben mehrfach öffentlich angekündigt“, sagte der CSU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Montag. Söder verteidigte die Kreuzpflicht erneut gegen die Kritik, dass damit das Christentum durch den Staat vereinnahmt werde. Er sei auf die bayerische Verfassung vereidigt, in der die Ehrfurcht vor Gott als ein oberstes Bildungsziel definiert sei. In Bayern gebe es „eine tiefe Verbindung zwischen Kirche und Staat“, sagte der evangelische Christ.

weiterlesen

Michael Müller: Dodo des Monats Mai 2018

Dodo des Monats Mai 2018 ©HFR

Der Tourismus deutscher Politik in den Vatikan bestimmte in den letzten Tage die Schlagzeilen. In Reisegruppenstärke standen sie vor dem heiligen Stühlchen und versuchten Zipfel der Scheinheiligkeit des absolutistisch regierenden Kirchenfürsten zu erheischen. Nie wird der Anachronismus deutlicher, hier demokratisch gewählte Politiker, dort klerikaler Absolutismus. Man will die Bilder nicht sehen, wenn Ministerpräsidenten, regierende Bürgermeister wie hechelnde, subalterne Beamte dem höfischen Chor der Schmeichler einstimmen. Wer den Papst in den Arsch kriecht kann nicht mehr leuchten und so verglüht Politprominez im Gestank der römischen Kurie. Der sprücheklopfende Pappa und die in leeren Worthülsen denkende Politik.
Die römische Spukgestalt interessiert sich nicht für Wählerwillen, parteiliche Programmatik, ihr geht es um die Konsolidierung, den Ausbau und die Entwicklung der institutionellen Macht seiner Paladine, da eine katholische Fakultät, an einer staatlichen Universität, dort die Rekonstruktion eines Kirchleins, für die der Steuerzahler aufkommen muss.
7,1% der in den Regionen des Erzbistums Berlin lebenden Bevölkerung sind katholisch. Von 5,8 Millionen Einwohnern sind ganze 412.000 Katholiken. Die Party der katholischen Kirche bezahlen alle, ohne jedwedes Gefühl für Scham greift man in die Töpfe staatlicher Kassen. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sehen es mit Wohlwollen, die gesellschaftlich geringer werdende Bedeutung des Fossils katholische Kirche interessiert nicht. Die Gemeinschaft aller bezahlt ein Kasperletheater in dem alte Männer die Fäden für die Puppen ziehen und der Pöbel klatscht Beifall.
Nun gar reden Politiker, wie Michael Müller, Erzapostel Koch und der Pappa gar von einem Konkordat, also einem Staatskirchenvertrag zwischen Berlin und dem „Heiligen Stuhl.“
Die Hauptstadt des Atheismus braucht so etwas nicht.
Woelki, Meisners Ziehsohn, legte am 16. August 2011, dem vom Reichkonkordat vom 20. Juli 1933 geforderten Treueid auf den Berliner Senat ab. Ein freiheitlich-demokratisch gewählter Senat lässt sich die Treue, auf der Grundlage eines Nazi-Vertrages, schwören.

Protestant Müller will es regeln, vertraglich, die Notwendigkeit hat er sich einreden lassen und das deutsche Episkopat quietscht vor Vergnügen.
Die alles entscheidende Frage ist, was heißt das in Euro? Die Stadt Berlin hat andere Probleme, als sich einen Zoo seltsam kleidender alter Männer leisten zu können.
Diderot auf unsere heute Zeit angepasst:“ »Die Menschen werden niemals frei sein bis man nicht den letzten Berufspolitiker mit den Eingeweiden des letzten Priesters erdrosselt hat.“

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Päpstliche Ohrfeige für Kardinal Marx

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Kardinal Marx hat in Fragen des Abendmahls eine herbe Niederlage eingefahren. In der Politik bliebe ihm nur der Rücktritt. Und in seiner Kirche? Ein Kommentar.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Nie zuvor ist ein Vorsitzender der katholischen deutschen Bischofskonferenz so vom Papst düpiert worden wie der amtierende. Franziskus stellt sich offiziell dagegen, dass unter bestimmten Umständen evangelische Ehepartner am Abendmahl der Katholiken teilnehmen können.

Das trifft Münchens Kardinal Reinhard Marx empfindlich. Dabei galt er als einer der engsten Berater des Papstes. Marx ist Mitglied im „K8“, dem Kollegium der wichtigsten Kardinäle der Weltkirche. Jetzt wachsen die Zweifel, an der Bedeutung von Marx und von „K8“.

Marx hatte gerade ein Vier-Augen-Gespräch mit Franziskus und rechnete gewiss nicht mit dieser Ohrfeige.

weiterlesen

Dodo Müller: Die Gender-Ideologie ist eine „neue Religion“

Gerhard L. Müller links im Bild
Früherer Präfekt der Glaubenskongregation: Der Kapitalismus befindet sich in einer Krise, „die antichristlichen Ideologien von Marxismus und Faschismus sind gefallen“, und diesen Vakuum entstand die Gender-Ideologie.

kath.net

Der Zusammenbruch von Faschismus und Sowjetkommunismus hat ein Vakuum entstehen lassen, in dem die Gender-Ideologie als „neue Religion“ entstanden sei. Dies sagte Gerhard Kardinal Müller bei der Vorstellung der italienischen Buchausgabe von „Warum ich mich selbst nicht als schwul bezeichne“ von Daniel Mattson. Das berichtete die „Catholic News Agency“. Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation erläuterte, dass „die antichristlichen Ideologien von Marxismus und Faschismus gefallen sind“ und sich der Kapitalismus in einer Krise befindet. Hier hatte es „Raum für wahre Philosophie, für Theologie, für christliche Religion gegeben. Doch haben es die Menschen vorzogen, eine neue Religion zu erfinden, die eher an den Menschen als an Gott glaubt“.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats Mai 2018

Dodo des Monats Mai 2018 ©HFR

Söders politische Zwangsevangelisierung, per Kabinettsbeschluss lässt die Wogen hoch gehen.
Im zweiten Film „Der Planet der der Affen“(Rückkehr), findet der durch die Zeit gesprungene Astronaut Brent eine Gruppe fanatischer Menschen, die eine Kobaltbombe anbeten. Eine sehr ernste Aussage. Denn das Kreuz ist nichts anderes, ein Tötungsinstrument. Die fanatischen Anhänger des Kreuzes möchte man an selbiges Nageln, Tackern oder Bolzenschussgerät wäre zeitgemäß, wäre auch wesentlich humaner. Auffallend in der ganzen Debatte, religiös, religiotisch, Markus. Die krudesten Aussagen zum Thema Christentum kommen von Personen, die Markus heißen, dass ist Vorsehung. Die Generation, mit dem Modenamen Markus scheint es in Sachen Religiotie besonders erwischt zu haben.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 2018, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachnennungen sind möglich. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden. Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten:

  1.  Land Bayern, „gut christlicher Abschiebeversuch einer Hochschwangeren.“
  2.  Michael Müller, „nach Papstaudienz wird ein Konkordat vorbereitet.“
  3.  Franz-Josef Overbeck, „beschwört die Notwendigkeit katholischer Militärseelsorge.“
  4.  Heiner Koch, „der katholische Erzbistums-Verein möchte ein Konkordat.“
  5.  Julia Klöckner, „Inkompetenz in Sachen Frauenrechten den Flüchtlingen nachgesagt.“
  6.  Markus Dröge, „kleine Kreuzspiele im Reli-Unterricht.“
  7.  Markus Grübel, „Kognitive Dissonanzen in Sachen Abendland und Nächstenliebe sind signifikant.“
  8.  Peek & Cloppenburg, „der sprichwörtliche Griff ins Klo, mit einem Werbespruch.
  9.  Jeffrey Myers, „Judenhasser Luther als Ampelmännchen in Worms.“
  10. Landesregierung Brandenburg, „Rückabwicklung der Säkularisation auf Kosten der Steuerzahler.
  11.  Ralf Brauksiepe, „Patientenbeauftragter mit christlicher Agenda.“
  12.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „schwört auf religiöse Wellness ein.“
  13.  Markus Blume, „der Abstand zwischen Brett und Stirn ist sein Horizont.“
  14.  Volker Jung, „Pfarrer der das Internet regulieren will um Qualitätsjournalismus zu retten.

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Mai 2018“

Dodo Käßmann bezweifelt Reform-Willen von Papst Franziskus

Seit fünf Jahren ist Papst Franziskus das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Seitdem habe sich jedoch nichts „wirklich Grundstürzendes verändert“, sagt die evangelische Theologin Margoß Käßmann.

katholisch.de

Die evangelische Theologin Margot Käßmann bezweifelt, dass es in der katholischen Kirche unter Papst Franziskus grundlegende Reformen geben wird. „Noch sehe ich nicht, dass sich durch diesen Papst in der katholischen Kirche wirklich Grundstürzendes verändert“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). Allerdings gab die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland mit Blick auf die Kirchengeschichte zu, dass eine Rückbesinnung auf die Bibel „Verkrustungen“ auflösen könne.

weiterlesen

Dodo Söder reist zum Papst

© Bild: picture alliance / Sven Simon / FrankHoemann
Besuch beim Kirchenoberhaupt: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reist am 1. Juni zu Papst Franziskus in den Vatikan. Außerdem plant der protestantische Politiker noch ein weiteres Treffen.

katholisch.de

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) reist übernächste Woche zu Papst Franziskus in den Vatikan. „Für mich ist es eine große Freude und Ehre, dass ich den Heiligen Vater besuchen kann“, sagte Söder am Freitag in München. „Als Ministerpräsident eines christlich-abendländisch geprägten Landes ist das auch eine Referenz an den Glauben“, betonte der 51-Jährige. Der Freistaat Bayern habe zum Vatikan ohnehin „eine ganz besondere Verbindung“.

Die Audienz beim Papst ist für 1. Juni vorgesehen. Auch ein Besuch bei dessen Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013) ist geplant.

weiterlesen

DiTiB-Islam gehört nicht zu Deutschland

Autor Christoph des Vries ist CDU-Bundestagsabgeordneter und Berichterstatter im Innenausschuss für Kirchen, Religionsgemeinschaften und die Islamkonferenz Quelle: picture alliance / Axel Heimken/
Der türkische Verband Ditib steht für Nationalismus und Hetze, kritisiert der CDU-Abgeordnete Christoph de Vries. Deshalb sei die Teilnahme seines Parteikollegen, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, an einer Moscheeeinweihung ein Fehler.

Von Christoph de Vries | DIE WELT

Kaum eine Woche vergeht ohne Debatte darüber, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht. Ein wenig verspätet wollte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) diese Frage auch für Nordrhein-Westfalen beantworten und hofierte mit seiner Teilnahme an der Eröffnung der Yunus-Emre-Moschee in Aachen ausgerechnet die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde, die als verlängerter Arm Erdogans regelmäßig in der Kritik steht.

Aber wie kann ein Islam zu Deutschland gehören, in dem fundamentalistische Haltungen, die mit den Grundprinzipien einer modernen, freiheitlichen Gesellschaft unvereinbar sind, unter Muslimen weit verbreitet sind? Studien des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie des Kriminologen Christian Pfeiffer zufolge betrachtet fast jeder zweite Türkeistämmige die Befolgung der Gebote des Korans für wichtiger als unsere Gesetze, und knapp jeder Vierte meint, dass Muslime einer Frau nicht die Hand schütteln sollten.

weiterlesen

Neue Ditib-Moschee in Aachen eröffnet – Laschet: „Islam gehört zu Nordrhein-Westfalen“

Die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde in Aachen hat eine neue Moschee. Nach siebenjähriger Bauzeit wurde am Samstag die Yunus-Emre-Moschee mit einer interreligiösen Zeremonie eröffnet.

DOMRADIO.DE

Nach dem Rezitieren von Bibel- und Koranversen durchschnitten am Samstag der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen, der Pfarrer der benachbarten katholischen Kirche und der Imam der Ditib-Gemeinde gemeinsam mit Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) das Band vor dem Eingang zur Moschee.

„Der Islam gehört zu Nordrhein-Westfalen und die 1,5 Millionen Muslime sind selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft“, betonte Laschet in seiner Rede. „Wir stehen zusammen und lassen uns unsere friedliche Gesellschaft nicht durch Hass kaputt machen.“

weiterlesen

Dodo Marx – Missbrauchskrise war ein Wendepunkt für die Kirche: Ausmaß jahrzehntelang falsch eingeschätzt

Quelle: http://www.bgland24.de

Die katholische Kirche in Deutschland hat die Dimension des sexuellen Kindesmissbrauchs nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx jahrzehntelang falsch eingeschätzt: Der Wendepunkt sei erst im Januar 2010 erreicht worden.

DOMRADIO.DE

Die Fälle am Berliner Canisiuskolleg seien der Auslöser gewesen, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstag beim Katholikentag in Münster. Erst danach habe die Kirche die Perspektive der Opfer wirklich ernst genommen und in den Mittelpunkt gerückt. Zuvor habe man sich auf die Verteidigung und auf das Hinterfragen der Glaubwürdigkeit der Ankläger konzentriert.

Marx betonte, die Kirche müsse das andere Denken, das sie in der Krise „bitter gelernt“ habe, auch in Zukunft beibehalten. „Wir müssen in der Gesellschaft Vorreiter in der Aufarbeitung und in der Prävention von Missbrauch bleiben“, sagte der Kardinal.

weiterlesen

Deutscher Ärztetag ebnet Weg für reine Fernbehandlung

Der Deutsche Ärztetag hat das Fernbehandlungsverbot gelockert. Die ausschließliche Behandlung und Beratung von Patienten über Telefon und Internet wird damit unter bestimmten Bedingungen ermöglicht, wie die Bundesärztekammer am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Die Entscheidung löste unterschiedliche Reaktionen aus.

evangelisch.de

Patienten dürfen künftig auch ohne vorherigen persönlichen Arztbesuch zum Beispiel per Videoschalte oder Online-Chat beraten und behandelt werden, wie es etwa bereits in der Schweiz und Schweden möglich ist. Dem Aufbau einer eigenständigen telemedizinischen Primärversorgung etwa durch kommerziell betriebene Callcenter erteilten die Ärztetags-Abgeordneten dagegen eine Absage.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Entscheidung. „Damit helfen wir Ärzten und Patienten“, sagte er: „Patienten werden unnötige Wege und Wartezeiten erspart. Und Ärzte können die digitale Welt aktiv gestalten anstatt dass es andere tun.“ Spahn kündigte zudem an, einen Expertenkreis zur Online-Behandlung einzuberufen.

weiterlesen

Dodo Spahn kritisiert Franziskus‘ Haltung zu Homosexualität

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist schwul und gerne katholisch. Doch einiges stört ihn an „seiner“ Kirche. Das betrifft Papst Franziskus genauso wie auch die deutschen Bischöfe.

katholisch.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Haltung von Papst Franziskus zu Homosexualität als inkonsequent kritisiert. Man könne nicht einerseits von Wertschätzung gegenüber Homosexuellen sprechen und sie um Vergebung bitten, „und andererseits sagen ‚Sorry, Sünde bleibt es doch. Bereut!“, sagte Spahn mit Blick auf den Papst in einem Interview der Zeit-Beilage „Christ und Welt“ (Mittwoch).

Dass gelebte Sexualität nach katholischer Lehre Sünde sei, könne er nicht akzeptieren, so der CDU-Politiker, der seit Dezember mit seinem langjährigen Partner verheiratet ist. „Da gibt es nichts zu bereuen. Ich habe mir meine Homosexualität schließlich nicht ausgesucht. Und sie schadet auch niemandem.“

weiterlesen

B16: Ohne Gott keine Menschenrechte – die die katholische Kirche bis heute nicht anerkennt

Bild: brightsblog
Ein bisher unbekannter Text von Benedikt XVI. steht kurz vor seiner Veröffentlichung. In ihm hat sich der emeritierte Papst mit der Begründung der Menschrechte beschäftigt – und Gott ins Spiel gebracht.

katholisch.de

In einem bisher unveröffentlichten Text hat Benedikt XVI. die Menschenrechte mit dem Glauben an Gott begründet. Der als Brief verfasste Artikel mit dem Titel „Wenn Gott nicht existiert, sind Menschenrechte sinnlos“ wird am Freitag in einem Sammelband mit weiteren Schriften des emeritierten Papstes publiziert, schrieb der Vatikanjournalist Sandro Magister am Dienstag in seinem Blog „Settimo Cielo“. Dort veröffentlichte Magister zudem vorab den Artikel aus dem Jahr 2014. In seinem Text kommentiert Benedikt XVI. die Etablierung der Menschenrechte im weltlichen und theologischen Denken in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Dabei nimmt er Bezug auf ein Buch des italienischen Philosophen und Politikers Marcello Pera zu diesem Thema.

weiterlesen

„Ich musste an Vampir-Filme denken“: Kretschmann spottet über Söders Kruzifix-Foto

Ein Kreuz hängt neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Foto: dpa
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich in der Debatte um Kruzifixe in bayerischen Landesbehörden über seinen Amtskollegen Markus Söder (CSU) lustig gemacht.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der Grünen-Politiker sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag), er habe das Foto von Söder mit einem Kreuz in der Hand „skurril“ gefunden: „Ich musste an Vampir-Filme denken – als wolle da jemand mit dem fast drohend erhobenen Kruzifix irgendeine Gefahr abwehren.“ Hinzu komme, dass aus Söders Anordnung nichts folge. „Wir werden dadurch kein Jota christlicher“, sagte Kretschmann, der auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist.

Markus Söder: Dodo des Monats April 2018

Dodo des Monats April 2018 ©HFR

Bayern im Frühjahr 2018. Markus Söder besteigt den Thron des Landesherren und verfügt überall soll Kreuz sein. Zwangsmission wie im Mittelalter, gerade so, als wenn die Aufklärung der letzten 300 Jahre überhaupt nicht stattgefunden habe. Landesherrlich verkündet Protestant Söder die Hegemonie des Kreuzes für bayrische Behörden.  Grundgesetz, was juckt das Grundgesetz, den Gotteswahnsinnigen juckt es nicht, nur die Gesetze seines imaginären Freundes im Nirgendwo.
Die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates ist kein Begriff aus dem Verfassungstext, ist jedoch aus den Artikeln 3 III, 4 I, 33 III GG und Artikel 136 I, IV Weimarer Reichsverfassung herleitbar. Soweit die Theorie, es sind Politiker wie Söder, und er ist da bei weitem nicht der einzige, die das Gebot der religiös-weltanschaulichen Neutralität mit den Füßen treten und mit den Händen schlagen.  Söder verordnet seinen Untertanen behördliches Christentum. Die sinkende Bedeutung der Kirchen machen Politiker wie der Protestant Söder wett, azyklisch versteht sich, geht es der Politik um den Glauben wird gelogen, dass sich die Balken des Kreuzes biegen. Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte namens CSU aber mit einem durchaus krankhaft zu nennenden Ehrgeiz behaftet, der Gotteswahn tut ein übriges dazu. Man wartet auf den Tag, an dem Söder ausruft: „Ich bin Jesus.“ Ein Politiker der seine Religion wie ein radschlagender Pfau in der Öffentlichkeit prostituiert. Politisch-religiöse Nuttigkeit.

Das Kreuz sei Liebe. Soviel Liebe, dass vor Jahren der Ratzinger-Papst vom Kreuz stieg, weil er dessen überdrüssig war und ein beschauliches Klosterleben vorzog.

Das Kreuz in wandelbarer Tradition, ob nun als Tatzenkreuz des Deutschen Ritterordens, der Templer, das Eiserne Kreuz bis hin zum Balkenkreuz der Wehrmacht und der Bundeswehr. In der Tradition steht das Kreuz der Christenheit für Aggression, Eroberung, Krieg, Dinge die Protestant Söder noch nicht einmal in Erwägung zieht. Das Kreuz als Macht-und Anspruchssymbol. Und so tut er ein übriges dazu, den Untertanen das Kreuz zu verordnen.

Leere Kirchen, aber spuckt man in bayrischen Landen aus, trifft man unweigerlich ein Christen-Kreuz. Bedford-Strohm umschleicht seinen Ministerpräsidenten wie ein subalterner Lakai, Marx anfänglich durchaus kritisch, kriecht mittlerweile zu Kreuze. Herrlich, wenn wir schon als Kirchen zu blöd sind unseren Bedeutungsverlust umzukehren, haben wir in Söder ja einen der rigoros missioniert.

Wie chronisch und vor allem tief manifestiert der Gotteswahn bei Söder ist, zeigt folgendes Beispiel:

In der Debatte um die MTV-Zeichentrickserie Popetown, für die der Sender mit einem vom Kreuz gestiegenen lachenden Christus vor einem TV-Gerät warb, forderte Söder 2006 ein klares Verbot von Blasphemie im Strafrecht. Wenn Kirche und Papst in einer Zeichentrickserie für Jugendliche lächerlich gemacht würden, habe das „nichts mehr mit Satire zu tun“. Er forderte, der § 166 des Strafgesetzbuches müsse um konkrete Schutztatbestände erweitert werden. Er begründete seine Position im Folgenden weiterhin damit, dass religiöse Symbole endlich gesetzlich geschützt werden müssten.

Nachdem Volker Beck erklärt hatte, der § 166 StGB sei „nicht mehr zeitgemäß“ und „ein Relikt aus voraufklärerischer Zeit“, erwiderte Söder: „Volker Beck spinnt.“ Er erklärte, der Schutz und die Achtung religiöser Gefühle gehörten zu den „Grundwerten unserer Gesellschaft“. Mit der CSU werde es daher eine Abschaffung des strafrechtlichen Verbots der Gotteslästerung „niemals“ geben. Stattdessen sei eine Verschärfung des Paragrafen notwendig, um religiöse Symbole besser vor Verunglimpfungen zu schützen.Wikipedia

Söder ist erst wenige Wochen im Amt, wir dürfen gespannt sein, welche Religiotie in Bayern noch verkündet werden wird.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Dodo Marx begrüßt Kreuze im öffentlichen Raum

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

In der Debatte um den Kreuzerlass der bayerischen Landesregierung sendet der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx versöhnliche Signale in Richtung Politik. Die Kirche begrüße alle Initiativen für Kreuze im öffentlichen Raum.

DOMRADIO.DE

Marx äußerte sich am Samstag im Würzburger Kiliansdom zu dem Thema. Das Kreuz sei das Zeichen, das Gott den Menschen gegeben habe. Daher sei es gut, wenn dieses Zeichen, insbesondere in Bayern, besonders gepflegt werde. „Dafür sind wir dankbar“, betonte Marx.

Auch sei es gut, dass der Staat ein besonderes Verhältnis zu den Kirchen pflege, betonte Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. Es segensreich, dass der Staat den Kirchen den Raum gebe, Zeugnis zu geben. Aber es seien zuerst die Christen, die diesen Raum nutzen und ihn füllen müssten. Die Kirchen seien bereit zu zeigen, welche großartige Botschaft das Kreuz bezeuge. Die Kirche stehe auch bereit zu zeigen, dass das Kreuz ein Zeichen der Integration in unruhigen Zeiten sein könne.

weiterlesen