3.000 Exorzisten im Kampf gegen das Böse


Paderborn. Offiziell und inoffiziell finden in Deutschland immer noch regelmäßig Exorzismen statt. Überraschend hat jetzt auch das Erzbistum Paderborn eingeräumt, mehrere Teufelsaustreibungen genehmigt zu haben.

„In den vergangenen acht bis zehn Jahren hatten wir 18 ernst zu nehmende Anfragen. Zwischen 2000 und 2003 hat es dreimal eine Beauftragung gegeben, nach strengen Kriterien“, sagte Pressesprecher Ägidius Engel dieser Zeitung. Den Stein ins Rollen gebracht hatte eine Sendung in WDR 5, in der Engel gesagt hatte: „Für mich ist die Durchführung des Exorzismus ein Faktum.“ In Paderborn werde jedoch ausschließlich der neue Ritus von 1999 angewandt, für den der Erzbischof jedes Mal zwei unabhängige Gutachter beauftragen müsse. Nur wenn Pastoralpsychologe und Forensiker psychische Störungen wie Borderline-Erkrankung oder Wahnvorstellungen ausschließen, werde die Teufelsaustreibung unter ärztlicher Aufsicht genehmigt. Das Erzbistum Paderborn war das einzige von 27, das genehmigte wie ungenehmigte Austreibungen bestätigte.

Bislang wurden die Fälle in den Bistümern mit größter Diskretion behandelt oder einfach dementiert. Nach Darstellung der Deutschen Bischofskonferenz wird Exorzismus in Deutschland seit 30 Jahren offiziell nicht mehr praktiziert. 1976 starb die junge Pädagogikstudentin Anneliese Michel nach mehr als 60 versuchten Teufelsaustreibungen nach dem alten Ritual von 1614. Seitdem ging man mit Exorzismus sehr verhalten um.

Vatikan will 3.000 Teufelsaustreiber aussenden

Unter dem deutschen Papst Benedikt XVI. scheint das Austreiben von Dämonen jedoch eine Renaissance zu erleben. Von 3.000 Teufelsaustreibern, die der Vatikan aussenden will, ist die Rede. Während Rom offiziell zum Thema schweigt, weist der vatikanische Chefexorzist Pater Amorth schon seit 2005 auf Nachwuchssorgen hin. Seiner Ansicht nach gibt es in Deutschland zu wenige Teufelsaustreiber. Da es auch in Paderborn keinen eigens bestellten Exorzisten gibt, wurde unter anderem der deutsche Teufelsaustreiber Pfarrer Otto Maurer beauftragt. „Wir haben davon Kenntnis, dass Herr Maurer in Bezug auf eine Person aus Drolshagen tätig war. Er hat dies nie im Auftrag des Erzbistums Paderborn getan. Herr Maurer hat aber einmal eine Beauftragung für einen anderen Ort an einer anderen Person durch den Erzbischof von Paderborn bekommen. Hier liegt eine Heilungsbestätigung vor.“ Zwei Paderborner Priester sollen zudem zugegeben haben, auch nicht genehmigte Teufelsaustreibungen durchgeführt zu haben.

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4 Comments

  1. Schwarz – Münster – Paderborn. So lautet die Steigerung von Schwarz. Die soll mit dumm auch gehen, zumindest was die Kirche betrifft. Denn da wo auf dem Pressesprecher „Ägidius Engel“ Engel drauf steht muss noch lange kein Engel drin sein. Ich meine ich verstehe die Kirche ja. Ihren Gott als Soloversion bekommen sie nicht mehr verkauft, also versuchen sie es wieder mit dem alten Doppelpack. Macht ja auch etwas mehr so eine schreiende ans Bett gefesselte Frau die Obszönitäten brüllt. Da wird dem kleinen Pullermann ganz warm.

    Man darf sie nicht ernst nehmen. Jener Ratzinger floh feige vor seinen Studenten. Er verträgt nur ein Ja. Daran hat auch seine Namensänderung nichts geändert.

    Wir sollten sie vergessen solange sie nicht gerade Kinder missbrauchen. Paderborn kann übrigens nichts dafür. Paderborn hat andere Probleme:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/1779-Der-Zaun-in-Zeit-und-Raum.html

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