Pietistische Mission nannte Juden zur NS-Zeit einen „Fluch“


Bild: wikimedia.org
Die evangelikale Liebenzeller Mission hatte laut neuen Forschungsergebnissen während des Nationalsozialismus einen rassistischen Umgang mit Juden, selbst wenn sie zum Christentum übergetreten waren.


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So heißt es in einer 1934 veröffentlichten Stellungnahme der Missionsleitung, die Juden seien „für die anderen Völker der Erde ein Fluch“. Der evangelische Pfarrer und Dozent Helmuth Egelkraut legte am Dienstag im baden-württembergischen Bad Liebenzell das Ergebnis seiner Recherchen vor, die er im Auftrag der Liebenzeller Mission in den vergangenen zweieinhalb Jahren über die Geschichte des Werks unternommen hatte.

Egelkraut zufolge war die Mission stark einem preußischen und patriotischen Denken verhaftet. Deshalb habe sie die Machtübernahme Hitlers begrüßt. Gleichzeitig heißt es in der Stellungnahme der damaligen Leitung, man habe „Mäckerer“ und „kritische Stimmen in unseren Versammlungen“ gegen die Hitler-Regierung nicht geduldet.

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