Globuli – Plutonium nitricum – und Ihr werdet erleuchtet


 Arzneimittellehre, Neue homöopathische Arzneien (Gebundene Ausgabe) von Hans Eberle (Autor), Friedrich Ritzer (Autor)
Arzneimittellehre, Neue homöopathische Arzneien (Gebundene Ausgabe) von Hans Eberle (Autor), Friedrich Ritzer (Autor)

Dummheit grenzenlos.

Ein absolutes Muss für klassisch arbeitende (radio)aktive Homöopathen. Oder die Frage wie bringe ich meine Patienten zum leuchten oder gar, kann ich einen Menschen bis zur „kritischen Masse“ aufladen.

Je abstruser die Idee um so besser lässt sich Geld damit verdienen, man nehme einen Geschäftsmann und einen deutschen Theologen und schon wird was draus.

Auszüge aus der Essenz des Materials:

Die zentrale Idee von Plutonium ist die Unterdrückung und Verschüttung der innersten Kräfte des Menschen und die Bedrohung und Gefährdung des Lebens im allgemeinen.
Das Wesen des Menschen ist bedroht (…)
Häufigste körperliche Erkrankungen, die wir bis jetzt bei Plutonium erfolgreich behandeln konnten, waren Bronchitis, Asthma, multiple Allergien, chronisches Müdigkeitssyndrom, Rückenschmerzen und Neurodermitis. Für Kinder mit Kaiserschnittgeburt, Ruhelosigkeit nachts, Panik und Angstsymptomatik, häufigen Bronchitiden, Neurodermitis ist Plutonium geradezu eine Schlüsselarznei. (…)

Wirkungsbereich

Psyche, Angst, Panik, Zwang, Kopf, Bronchien, Wirbelsäule, Schlaf

Gemüt/Lebenssituation
Panik, Angst, Gefühl der Existenzbedrohung, alle Formen existentieller Bedrohung mit schwerer, dunkler Depression, (…), Kaiserschnitt: Kinder und Mütter, Kinder auf Intensivstation, (…) Retter in Auflösungs-, Bedrohungssituationen (…)

Kopf
Haarausfall, Migräne, Kopfschmerzen, wie wenn Schädeldecke abhebt und explodiert, Schweregefühl

Nase
Saisonale Allergie, Niesen, Verstopfung

Gesicht
Tics, Blinzeln und Stottern

Hals
Akute eitrige Tonsillitis, rezidivierende Tonsillitis

Magen
Übelkeit und chronisches Erbrechen über Jahre

Rectum
Profuse Durchfälle mit Exsiccose, Stuhlgang häufig

Weibliche Genitalien
Exzessive Menstruationsblutungen, chronische Blutungen mit massivem Blutverlust
Brust
Spastische Bronchitis, Asthma, (…)

Rücken
Schmerzen Sacralregion mit Verzweiflung und großer Ruhelosigkeit (…)

Extremitäten
(…) Ischialgie in der Schwangerschaft

Schlaf
(…)

Modalitäten
(…)

Träume
(…)

Also, es schützt vor Haarausfall, ist gut gegen den „flotten Otto“, bei Menstruationsbeschwerden und etwas Plutonium für das noch ungeborene Kind ist lecker, vielleicht züchtet man ja einen kleinen Zombie.

Da bleibt nur noch eins, heftigstes Kopfschütteln angesichts einer logarithmisch ansteigenden Verblödung und die Frage, wie schützt sich unsere Gesellschaft vor solchen Quacksalbern und Pseudowissenschaftlern. Und es gäbe noch ein paar Fragen, muss ich nach der Einnahme des Pseudo-Medikaments mit polizeilicher Untersuchung wegen Isotopenschmuggels rechnen oder gar, bei Einreise in die USA, mit Verhaftung oder Beschlagnahme als „schmutzige Bombe“? Wie sehen mich die Behörden in den Ganzkörperscnannern, überbelichtet oder als optisches schwarzes Loch?

9 Comments

  1. Alles Quatsch,
    ich bleibe auf jeden Fall bei meinem Vacuum c200 -Globuli.
    Mit der verdünnten Vakuum-Energie (oder Schwingung;-).
    Erhältlich bei Remedia. (Zusammen mit allen anderen Medikamenten die AIDS & Krebs heilen).

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  2. Whow ! Geld aus Strahlung pressen ! Ich beneide die Homöopathen mit Plutonium im Blut langsam. Da ackert man sich den Arsch ab, damit man die Stromrechnung bezahlen darf, und die verdünnen eien radioaktive Substanz bis in alle Ewigkeit und mischen ein bisschen Placeboglauben hinein, und schwupps… die „Wirkung“ ist da. Und da die Arbeit natürlich „belohnt“ werden will, kommt das Geld von ganz alleine.

    Ich verstehe es einfach nicht. Auf dem gesammten Planeten wird vor Radioaktivität gewarnt. Man weiss, wie wild um sich zappelnde Teilchen unserer DNA den Gnadenstoß versetzen. Jeder noch so dumme Pseudo-Wissenschaftler würde sich niemals freiwillig Plutonium (!) injizieren lassen, sei es noch so verdünnt. Aber hier, in der Welt der Homöopathie kann man mit gutem Zureden und einem Schuss Glauben schon das eine und andere Haar vor dem Ausfall retten ?

    Wie sieht dann die Zukunft aus ? Demonstranten die Castor-Transporte in Frieden lassen, aber sich mit Ketten an Homöopathie-Zentren anheften ? Ärzte mit „Ich bremse auch für Strahlengeschädigte“-Aufkleber am Kofferraum zur Arbeit fahren ? Glückliche Kundschaft, die mit einem strahlendem Lächeln auf Fotos für eine Tube Plutonium-SchmerzEx werben ?

    Es hat schon seinen Grund, weshalb Plutonium gemieden wird. Nicht, weil es schwer anzufassen sein würde, sondern weil eben diese radioaktiv zerfallende Teilchen sich nicht gut mit unserem Erbgut vertragen. Es ist leichter, mit einem Vorschlaghammer die Kopfschmerzen zu behandeln, als das man mit (hochverdünntem) Plutonium Übelkeit, Verstopfung oder gar Schwangerschaftsprobleme „wegstrahlen“ könnte !

    Das sowas als „Heilmittel“ auch nur annähernd in Betracht gezogen, und das sogar ein Buch darüber geschrieben wurde, kann ich mir wahrlich nicht erklären.
    Was kommt als nächstes ? Sehr stark verdünnter Hundekot, gemischt mit einem Schuss Sperma eines Elefanten und dreifach zentrifugiertem Krokodilsurin in der D12-Verdünnung und fertig ist das Mittel gegen AIDS ? Wo haben wir da den Unterschied zwischen der „klassischen“ Medizin und der Voodoo-Zauberkunde eines Medizinmannes irgendwo in einem tiefen Dschungel ? Ich kann dann keinen mehr erkennen !

    Nein, danke. Da bleibe ich lieber bei meinem chemisch-reinen Aspirin und den „normalen“ Arztbesuchen. Von irgendwelchen Theologenärzte eine Plutoniumspritze gesetzt zu bekommen… nicht einmal Freddy Kruger höchstpersönlich hätte sich diesen Albtraum ausdenken können ! 😉 .

    @yerainbow
    „Vakuum“

    Kann dem nur zustimmen. Schon nach der ersten Behandlung sind die Menschen vollkommen geheilt ! Ich habe jedenfalls noch nie von weiteren Behandlungen gehört. Gut … ich habe auch noch nie einen Überlebenden getroffen, aber …. 😛 .

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  3. hm, kein Wunder, daß ich immer gern empfehle:
    Plumbum D 200
    (man merkt sofort, wenn die Leute schon bissl was über Homöopathie wissen, an ihrer reaktion nämlich….)
    😉

    mein Partner dagegen empfiehlt immer gleich:
    Vakuum

    tja…
    letzteres hat den vorteil, daß man sich den bleisarg sparen kann… bzw den lieben Erben….

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  4. @Elias: Richtigerweise hättest Du in Deinem Beitrag so formulieren müssen: „… keine allzu niedrigen (statt: hohen) homöopathischen „Potenzen“ …“. In der Homöopathie bedeuten nämlich hohe Potenz eine starke Verdünnung (z. B. „D23“ = 1 Tropfen im Mittelmeer) und niedrige Potenz eine schwache Verdünnung (z. B. „D2“ = 1 Tropfen in einem halben Esslöffel). 😉

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  5. Immerhin hat diese Anwendung radioaktiver und hochgiftiger Substanzen einen unbestreitbaren Vorteil. Man könnte damit das immer größer werdende Problem der Endlagerung von radioaktivem Müll lösen. Allerdings dürften hierfür keine allzu hohen homöopathischen „Potenzen“ verwendet werden, damit auch hinreichend Lagerkapazität in den Körpern gläubiger Anhänger der sanften Medizin vorhanden bleibt. Bei solcher Anwendung wird es zudem — im Gegensatz zum sonstigen Einsatz von „potenzierten“ Venusstrahlen und anderen „Heilmitteln“ — auch endlich einmal eine belegbare und „wissenschaftlich bewiesene“ Wirkung der sonst eher obskuren Arzneien geben, die jeden Kritiker verstummen macht. Denn wer tot ist, der ist wenigstens nicht mehr krank.

    Zur Finanzierung des Bleisarges mögen sich gläubige Anwender an ihre Versicherer wenden. :mrgreen:

    Sorry, ich kann gerade nicht mehr ernst bleiben…

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