Austria: 250.000 Euro für eine Kirche, die nicht existiert


foto: rwh/derstandard.at Nördlich des Sees in der Seestadt Aspern sollte eine Kirche errichtet werden, die Umsetzung ist allerdings alles andere als fix
Wiener Stadterweiterungsfonds wegen Spende an Erzdiözese Wien unter Kritik – Staatsanwaltschaft ermittelt

derStandard.at

Schon vor einigen Wochen gab es die ersten Vorwürfe gegen den Wiener Stadterweiterungsfonds des Innenministeriums, der noch aus Zeiten Kaisers Franz Josephs I. stammt. Der Rechnungshof hatte kritisiert, der Fonds habe „satzungswidrig“ 916.000 Euro für karitative, wissenschaftliche und religiöse Zwecke gespendet. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue.

Umstrittene Spenden

Der ORF-Report berichtete nun, für welche Projekte der Fonds nach den umstrittenen Grundstücksverkäufen – etwa der Mölker-Bastei oder einer Liegenschaft am Heumarkt – Geld spendete. So sollen 350.000 Euro ins Ausland geflossen sein, unter anderem an eine katholische Universität in Rom; 50.000 Euro gingen an die Peterskirche in Wien; 250.000 Euro spendete der Fonds, der urspünglich für die Finanzierung von Monumentalbauten auf der Ringstraße errichtet worden war, an eine Kirche in der Seestadt Aspern.

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1 Comment

  1. Die ganze Aufregung über das – angebliche – sitten- und rechtswidrige Gebaren der Kirche würde sich legen, wenn wir endlich bereit wären zu akzeptieren, dass diese Institution nicht von dieser Welt ist. Sie hat ihre eigenen Gesetze: Priesterlicher Missbrauch ist nicht eigentlich Missbrauch, Geldwäsche der Vatikanbank ist nicht Geldwäsche sondern »Reinwaschung«, die jahrhundertelange Verfolgung Andersdenkender erfolgte im Auftrage des Barmherzigen, das heutige kirchliche Arbeitsrecht ist tatsächlich ein Entgegenkommen, denn es macht erhebliche Abstriche gegenüber dem alten Machtanspruch, Kriminelles wird belohnt, so erhält Bischof Mixa ein Ruhegehalt von 5000 Euro, obwohl er körperlicher Züchtigungen, sexueller Übergriffe und verschiedener Unterschlagungen überführt wurde, Heucheln, die am raffiniertesten entwickelte Form der Täuschung, ist göttlich gerechtfertigt, denn nach Paulus war Lügen, Betrügen und Täuschen im höheren Interesse Gottes sehr wohl erlaubt. Also hört auf, Euch zu erregen – Ihr versteht es bloß nicht. Eines Tages werden wir endlich erkennen, denn der Heilige Geist wird über uns kommen, und es wird uns ein Licht aufgehen, heller als die Sonne, und wir werden so erleuchtet sein, dass wir geblendet sind – für immer. Das wäre schön – denkt die Kirche, denn sie denkt für uns.

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