„Raum der Stille“ an der TU Dortmund: „Wir halten das Experiment für gescheitert“


Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Muslimische Studenten haben einen „Raum der Stille“ der TU Dortmund umgebaut: Männer links, Frauen rechts, dazwischen eine Trennwand. Jetzt wurde er geschlossen. Was ist da los?

Ein Interview von Matthias Kaufmann|SpON

SPIEGEL ONLINE: Frau Prost, an der TU Dortmund gibt es Ärger um einen „Raum der Stille“: Einige Muslime haben ihn für ihre Zwecke vereinnahmt, daraufhin hat die Uni ihn geschlossen. Warum muss eine Universität überhaupt einen Gebetsraum anbieten?

Prost: Das muss sie nicht. Und es gab auch nie einen Gebetsraum, weder für muslimische noch für christliche Studierende. Unser „Raum der Stille“ war vielmehr ein Angebot an alle, die Ruhe und Einkehr im oft stressigen Universitätsalltag suchen. Wer dann im Stillen ein Gebet sprechen möchte, darf das dort auch tun. Aber nur, wenn er niemand anderen damit stört oder von der Nutzung des Raums ausschließt.

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