Affen überleben mit Schweineherz

Die Pumpe des Lebens: Können Menschen eines Tages auch mit einem Schweineherz überleben? © Yodiyim/ thinkstock
Meilenstein: Forscher haben Affen erfolgreich gentechnisch veränderte Schweineherzen transplantiert. Dank eines neuen Verfahrens überlebten die Tiere dabei bis zu sechseinhalb Monate – und damit deutlich länger als jemals zuvor. Dieser Erfolg könnte die sogenannte Xenotransplantation als potenzielle Alternative zur herkömmlichen Organspende entscheidend voranbringen. Möglicherweise sind schon bald erste klinische Tests mit Menschen machbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Das Problem des Organmangels wird immer ernster: 2017 standen in Deutschland nur 797 Spenderorgane für rund 10.000 wartende Patienten zur Verfügung – ein neuer Tiefstand. „Ich sehe auch nicht, dass sich dieser Trend grundlegend umkehren wird“, sagt Bruno Reichert vom Universitätsklinikum München. Um dieses Problem lösen zu können, forschen Mediziner wie er seit Jahren an einer Alternative: Statt menschlicher sollen zum Beispiel Organe von Schweinen für die Transplantationen genutzt werden.

Tatsächlich haben solche Xenotransplantationen bei Tieren bereits geklappt. So setzten Forscher mehrfach gentechnisch-veränderte Schweineherzen in Paviane ein. Bisher gab es dabei allerdings ein entscheidendes Problem: Die transplantierten Tiere überlebten nie länger als 57 Tage – ein Großteil von ihnen starben sogar binnen 48 Stunden. Das ist zu kurz, um eine echte Alternative oder zumindest Übergangslösung für auf ein Spenderherz wartende Patienten zu sein.

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Wölfe versöhnen sich nach einem Streit – Hunde gehen einander aus dem Weg

Konflikte werden bei Wölfen meist ohne Körperkontakt ausgetragen. (Bild: Martin Cathrae (CC BY-SA 2.0))
Das Raubtier und der beste Freund des Menschen tragen Konflikte mit Artgenossen unterschiedlich aus. In einem Wolfsrudel ist es offenbar wichtig, sich schnell wieder zu versöhnen.

Neue Zürcher Zeitung

Wölfe geraten zwar häufiger aneinander als Hunde, aber sie versöhnen sich danach schnell wieder. Dies berichten Forscherinnen vom österreichischen Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn im Fachjournal «Royal Society Open Science». Die Unterschiede entstanden wohl durch die «Haustierwerdung», die Hunde von sozialen Pflichten untereinander entband.

«Versöhnung» haben Verhaltensforscher zunächst bei Schimpansen und dann auch bei vielen anderen Affen, Wildziegen, Delphinen, Fleckenhyänen, Saatkrähen und Raben nachgewiesen. Bei diesen Tierarten suchen die Beteiligten nach einem Konflikt die gegenseitige Nähe, um wieder Frieden zu schliessen.

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Vatikanischer Bioethik-Experte kritisiert Klonen von Affen

Themenbild. (CC-by-sa/2.0 von Wilfried Berns)
Kardinal Sgreccia zu chinesischem Experiment: Sehe darin Bedrohung für Zukunft der Menschheit – Kirche könne das in letzter Instanz angepeilte Klonen von Menschen „nie gutheißen“

kath.net

Der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Kardinal Elio Sgreccia (89), hat das Klonexperiment mit zwei Affen in China scharf kritisiert. Mit Sorge beobachte er die Entwicklung, die hinter den Klonexperimenten stehe, sagte der Bioethikexperte in einem Interview für die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ (Donnerstag). „Ich sehe darin eine Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Erst das Schaf (Dolly), jetzt die Affen“, so Sgreccia. Die Versuchung, ein solches Experiment bald mit Menschen zu versuchen, sei groß. Das sei „eine Perspektive, die die Kirche natürlich nie gutheißen kann“, sagte der Kardinal.

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Dodo: So lebte der sagenumwobene Riesenvogel wirklich

Rekonstruktion eines Dodos im Museum für Naturkunde Berlin ©Brightsblog

Der Vogel Dodo wurde vor 300 Jahren ausgerottet. Alles, was man über ihn weiß, beruht auf historischen Berichten und merkwürdigen Zeichnungen. Nun aber haben Biologen Details über sein Leben rekonstruiert.

Von Pia Heinemann | DIE WELT

Ende des 17. Jahrhunderts war es vorbei. Damals starb eine Vogelart aus, deren Geschichte zum Tragischsten gehört, was die Naturgeschichte zu bieten hat. Der Dodo verschwand vom Globus. Dabei war er eigentlich ein imposantes Wesen, über einen Meter groß, mehr als 20 Kilogramm schwer und mit einem Schnabel im Gesicht, der so groß war wie ein Schuh.

Zum Verhängnis wurde dem Tier allerdings – so zumindest deuten Historiker die Lage – dass er möglicherweise wenig intelligent war. In der Evolution hatte er irgendwann das Fliegen verlernt – aber vergessen, sich wie Strauße oder Kasuare eine andere Art der Verteidigung zuzulegen. Stattdessen war der Dodo so zutraulich, dass er den Seefahrern, die im 17. Jahrhundert auf Mauritius Station machten, RattenKatzen und Affen offenbar ohne jede Gegenwehr seine Gelege überließt. Das war sein Ende.

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Die Zeit der Tierversuche mit Affen ist vorbei

Ein Rhesus-Affe mit zwei Implantaten im Kopf: Im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen wird mit Elektroden die Aktivität des Gehirns untersucht. Die Aufnahme entstand 2016. © Picture-Alliance
Die massive Kritik von Tierschützern zeigt endlich Erfolg: Das Max-Planck-Institut stellt in der Gehirnforschung die Versuche an Affen ein. Derzeit wird im Institut noch wegen Tierquälerei ermittelt.

stern.de

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPIBK) in Tübingen forscht nach anhaltender Kritik von Tierschützern nicht mehr an Affen. „Wir bestätigen, dass die Affenversuche endgültig beendet sind und wir keine Affen mehr haben“, teilte die Sprecherin des Instituts mit. Abteilungsdirektor Nikos Logothetis hatte schon vor zwei Jahren angekündigt, nach Abschluss der laufenden und bereits genehmigten Experimente nur noch mit Nagetieren forschen zu wollen.

Der Vorsitzende des Vereins Soko Tierschutz, Friedrich Mülln, bezeichnete das Ende der Affenversuche als historischen Erfolg der Tierschutzbewegung Deutschlands. Ein als Pfleger arbeitender Tierschützer hatte die Affenversuche und die Haltung der Tiere im Herbst 2014 heimlich gefilmt. Die Aufnahmen zeigen Affen mit Gehirn-Implantaten, eines der Tiere hat einen blutverschmierten Kopf, einem anderen läuft Spucke oder Erbrochenes aus dem Mund.

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3D-Drucker auf acht Beinen

Die Spinnenroboter können dank eines ausgefeilten Algorithmus autonom in einer Gruppe zusammenarbeiten. © Siemens
Mechanische Spinnen am Werk: Krabbelnde Roboter mit Druckerdüsen könnten die Konstruktion von Bauteilen für Autos oder Flugzeuge erleichtern. Die High-Tech-Maschinen arbeiten wie mobile 3D-Drucker. Schicht für Schicht können sie selbst Oberflächen komplexer Gebilde wie Schiffskörper gestalten. Dabei arbeiten mehrere Roboter in einer Gruppe arbeitsteilig zusammen – vollständig autonom.

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In der Robotik werden gerne Tiere als Vorbild für Funktion und Design neuer Maschinen genommen. Dabei bedienen sich die Ingenieure über alle Tiergruppen hinweg und entwickelten bereits Roboter-Bienen, –Rochen, –Affen und vieles mehr. Das Unternehmen Siemens hat nun die nächste Schöpfung in der Reihe der Robo-Tiere vorgestellt: Spinnen-Roboter, die statt Seide ein schnell-härtendes Polymer absondern und damit Industriewerkstücke beschichten können.

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Graue Mausmakis: Die kleinsten Primaten der Erde

Die Weibchen der Grauen Mausmakis leben in Gruppen, die Männchen sind hingegen Einzelgänger.Foto: imago/blickwinkel
Ihr Gehirn wiegt nur zwei Gramm, trotzdem sind Mausmakis ziemlich schlau. Mit den riesigen Knopfaugen erkennen sie Beute auch bei wenig Licht.

Von Marcel Kunzmann | DER TAGESSPIEGEL

Sie sind klein, flauschig – und ihre Körperteile sind für manch Überraschung gut. Im Halbdunkel des Nachttierhauses, versteckt zwischen dicken Ästen, leben die Mausmakis des Berliner Zoos. Während draußen die Sonne hoch am Himmel steht, turnt der Mausmaki munter durchs finstere Kellergehege, immer in dem Glauben, es sei gerade Nacht. Der umgedrehte Tag-Nacht-Zyklus ist vor allem im Interesse der Besucher, denn die kleinen Makis gehen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf große Raubzüge: von Blütennektar über Insekten bis hin zu Fröschen steht allerlei auf dem Speiseplan der gefräßigen Äffchen.Mausmakis

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Warum Affen nicht sprechen können

Gut gebrüllt. Makaken fehlt die neuronale Steuerung für Sprache.Foto: imago/Nature Picture Library
Gut gebrüllt. Makaken fehlt die neuronale Steuerung für Sprache.Foto: imago/Nature Picture Library
Studie bestätigt Annahme von Charles Darwin: Den Affen fehlt nicht der Sprechapparat, sondern die entsprechenden Verschaltungen im Gehirn.
 

Von Roland Knauer | DER TAGESSPIEGEL

Die Stimme krächzte ein wenig und ein unbekannter Akzent schwang bei der Frage „Willst du mich heiraten?“ mit. Aber sonst kamen die vier Wörter klar verständlich aus dem Sprachcomputer – zur Überraschung der Sprachforscher. Schließlich ahmte der Rechner Lippen, Zunge und Kehlkopf eines Affen nach.

Seit mehr als 50 Jahren waren Forscher überzeugt, dass die Anatomie die Tiere am Sprechen hindert. Ihr Körperbau erlaube Affen zwar, Warnrufe und andere Laute zu formen. Eine Sprache wie beim Menschen sei damit aber unmöglich. „Es geht doch!“, schreiben nun Tecumseh Fitch von der Universität Wien und seine Kollegen im Fachblatt „Science Advances“.

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Sprich, Tier, sprich!

Der Frosch besticht durch filigrane Anmut und ausufernde Wortgewalt
Der Frosch besticht durch filigrane Anmut und ausufernde Wortgewalt Foto: dpa
Charles Darwin zeigte, dass nicht Gott die Lebewesen geschaffen hat, sondern die Evolution und dass speziell die Menschen aus Affen hervorgingen, die irgendwann von Afrika aus im aufrechten Gang, der ja laut Ernst Bloch zuletzt gelernt wird, losmarschierten. Bekanntlich hatte Gott uns, als er noch nicht von Nietzsche für tot erklärt worden war, die Sprache verliehen – als Alleinstellungsmerkmal quasi. Deswegen hatte Darwin nach seiner Evolutionstheorie die Not, zu erklären, wie die menschliche Sprache denn nun wirklich entstand.

Von Helmut Höge | taz.de

Hundert Jahre zuvor hatten die Universitäten in Paris und London bereits so viele Preise für den klügsten Essay über den „Ursprung der Sprache“ ausgeschrieben, dass sie beschlossen, dazu keine Texte mehr anzunehmen. Die Suche nach der „Ursprache“ hatte die gelehrten Gesellschaften mit einer Lawine von „Denkschriften“ überhäuft. Im Grunde suchte man die „Ursprache“ schon seit 2.500 Jahren. Überliefert ist das Sprachexperiment des ägyptischen Pharaos Psammetich I.: Er übergab einem Hirten zwei Neugeborene, die als „Ansprechpartner“ nur einige Ziegen hatten. Nach zwei Jahren konnten sie gerade einmal meckern.

Einen ähnlichen Versuch führte dann im Jahr 1240 der empiriefreudige Stauferkaiser Friedrich II. durch: Seine Versuchskinder wuchsen auf, ohne dass Erwachsene sie ansprachen. Alle Kinder starben – nahezu stumm. Friedrich II resümierte: „Sie vermochten nicht zu leben ohne das Händepatschen und das fröhliche Gesichterschneiden und die Koseworte ihrer Ammen“.

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Von Adam und Eva, Affen und Dinos

darwin fish win

Stammt der Mensch vom Affen ab? Für Anhänger der Evolutionslehre ist das keine Frage – alles eine Sache der biologischen Entwicklung. Doch für Kreationisten hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen. Was stimmt?

Von Markus Brauer|STUTTGARTER NACHRICHTEN.DE

Die ersten Ur-Menschen lebten vor mehreren Millionen Jahren. Andere Ahnen von uns entwickelten sich zu den heutigen Menschenaffen. „Der Mensch stammt tatsächlich von Affen ab. Aber nicht von heute lebenden Affen, sondern von Affen, die unsere gemeinsame Vorfahren sind“, erklärt Bärbel Auffermann, stellvertretende Direktorin des Neanderthal Museums (www.neanderthal.de) im nordrhein-westfälischen Mettmann bei Düsseldorf.

Früher dachte man, Gott hätte den Menschen in nur einem einzigen Tag erschaffen und Adam und Eva seien die Stammeltern der gesamten Menschheit. Heute wissen wir, dass unsere Vorfahren ganz anders aussahen als wir heute. Sie waren am ganzen Körper dicht behaart, hatten eine breiten Mund und wulstige Knochen über den Augen. Bis zum heutigen Menschen war es ein sehr langer Entwicklungsweg.

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Jod statt Blut

1959 testete die die NASA ihre Raumfahrttechnologie mit Rhesusäffchen Sam. Bild: Nasa
Die Max-Planck-Gesellschaft wirft Tierschutzaktivisten Täuschung vor
Anfang dieses Monats verkündete der Tübinger Neurowissenschaftler Nikos Logothetis, er werde seine Experimente künftig nicht mehr mit Affen, sondern nur noch mit Ratten durchführen.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Vorangegangen war ein Boulevardfernsehbeitrag, dessen Material von einer Tierschutzaktivistengruppe stammte, die ein Mitglied als Tierpfleger getarnt in das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik eingeschleust hatte. Das Material zeigte Bilder von Affenköpfen, die vermeintlich blutverschmiert waren. Tatsächlich handelte es sich der Max-Planck-Gesellschaft zufolge nicht um Blut, sondern um eine Jodtinktur.

Nach der Ausstrahlung der Sendung wurden Forscher des Instituts nicht nur als „Mörder“ und „Peiniger“ beschimpft, sondern auch mit Drohungen wie „Heute um drei Uhr bist Du tot“ eingeschüchtert. Als die Dauerbelastung in ein Herzproblem mündete, entschloss sich der 64-Jährige, den Schutz seiner Gesundheit und seiner Mitarbeiter dem Vorzug vor der Wissenschaft zu geben.

Der Louis-Jeantet-Medizinpreisträger gilt wegen seiner Arbeiten zum Funktionieren von Gedächtnis und Bewusstsein als einer der führenden Neurowissenschaftler der Welt und als Nobelpreiskandidat. Bevor er nach Tübingen geholt wurde, arbeitete er am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Eine besondere wissenschaftliche Leistung war, dass es ihm gelang, Störsignale der Messgeräte auszuschalten und die schwächeren Hirnströme sichtbar zu machen. Da das Hirn von Primaten demjenigen von Menschen deutlich ähnlicher ist als das von Ratten und Mäusen, ließen sich bei seinen Experimenten mit Affen deutlich interessantere Rückschlüsse treffen als bei denen mit Nagern – auch für die Heilung von Krankheiten.

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Flickr verschlagwortet schwarze Menschen als „Affen“

  • Flickr will Bilder automatisch erkennen – doch der Algorithmus irrt sich und greift grob daneben.
  • Schwarze Menschen werden als „Affen“ erkannt, Konzentrationslager als „Klettergerüst“.
  • Flickr reagiert in einem erstaunlich gelassenen Tonfall.


Süddeutsche.de

Flickr taggt schwarze Menschen als Affen

Gut gemeint ist oft genug nicht gut gedacht – gerade, wenn es um Algorithmen geht. Die Foto-Seite Flickr entschloss sich kürzlich, Fotos automatisch taggen zu lassen. Das heißt, ein Algorithmus ‚erkennt‘, was auf Bildern zu sehen ist und kümmert sich um die Verschlagwortung. Wie der Guardian berichtet, führt das dazu, dass schwarze Menschen vom Algorithmus als „Affen“ erkannt werden. Bilder von Konzentrationslagern hingegen werden mit dem Wort „Sport“ oder „Klettergerüst“ versehen. Auch bei Bildern mindestens einer weißen Person taucht das Schlagwort „Affe“ auf. An der beleidigenden Wirkung für schwarze Menschen dürfte das jedoch wenig ändern.

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Wie Facebook von rechten Hetzern missbraucht wird

Quelle: Facebook, Screenshot: BB
Quelle: Facebook, Screenshot: BB
Immer mehr Rechte nutzen soziale Netzwerke wie Facebook und pöbeln gegen Politiker und Flüchtlinge. Manchmal drohen sie mit roher Gewalt. Müssen die Plattformen endlich einschreiten?


Von Matthias Jauch, Manuel Bewarder|DIE WELT

„Es sind Worte, die einen zusammenzucken lassen. „Wundert Ihr euch wirklich, dass es jetzt Hass und Terror gegen verantwortliche Politiker gibt? Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten!“ Das steht auf einem Bild, das ein Nutzer auf der Facebook-Seite der „Asylunterkunft in Tröglitz“ gepostet hat. Im Hintergrund ist die brennende Lunte einer Sprengstoffstange zu sehen. Auf der Seite „Frigida – unsere Stadt bleibt sauber – Freital ist frei“ fordert ein Besucher Anfang April: „Holt den Galgen und hängt diese verdammten Politiker auf.“

Nicht weniger deutlich äußert sich der Hass gegen Asylbewerber und Menschen, die nach Deutschland geflohen sind. So werden Flüchtlinge auf der Facebook-Seite „Freital wehrt sich. Nein zum Hotelheim“ als „Affen“, „elendes Viehzeug“ und „Wildtiere“ bezeichnet. „Die passen gut in den Zoo“, schreibt ein User und erhält die Antwort einer Nutzerin: „Ja, als Futter …“

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13. März 1925 – Verbot der Evolutionslehre in Tennessee: Schöpfungsglaube per Gesetz

Die Stammesgeschichte des Menschen nach Charles Darwin
Mensch und Affe haben gemeinsame Vorfahren – sagt Charles Darwin in seiner 1871 veröffentlichten Evolutionstheorie. In den frommen US-Südstaaten gilt das allerdings als Blasphemie. Der Mensch sei schließlich Gottes Schöpfung.


WDR

Deshalb soll Darwins Lehre an Schulen gesetzlich verboten werden. Entsprechende Initiativen in Kentucky und Florida scheitern jedoch knapp. Darum nimmt John Washington Butler die Angelegenheit in die Hand. Der Weizen- und Tabakfarmer bewirbt sich erfolgreich um einen Sitz im Kongress des Staates Tennessee und verfasst einen Gesetzestext, der ihn landeweit bekannt macht.

Mit großer Mehrheit verabschiedet der Kongress in Tennessee am 13. März 1925 das Verbot, „irgendeine Theorie zu unterrichten, welche die göttliche Schöpfung des Menschen leugnet, wie sie in der Bibel gelehrt wird, und stattdessen unterrichtet, dass der Mensch von einer niedrigeren Tierart abstammt.“ Jeder Verstoß dagegen soll mit einer Geldstrafe zwischen 100 und 500 Dollar geahndet werden. Gegen diese neue Regelung gibt es allerdings Widerstand. Die US-Bürgerrechtsunion will gegen dieses Gesetz klagen und sucht per Anzeige einen Musterfall.

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Kein Klischee: Jungen spielen mit Autos, Mädchen mit Puppen

Bild: FB
Bild: FB
Wissenschaftliche Experimente widersprechen der Gender-Theorie.

kath.net

Jungen spielen am liebsten mit Autos und Mädchen mit Puppen. Dieses Klischee stellt die Theorie des Gender-Mainstreaming in Frage. Sie besagt, dass jeder Mensch unabhängig von seinem biologischen Geschlecht wählen kann, als Mann oder Frau zu leben. Die Fixierung auf soziale Rollen, etwa als Mutter und Hausfrau, sei auf die Erziehung zurückzuführen und müsse überwunden werden. Aber wissenschaftliche Experimente mit Affen sowie Hirn-Forschungen am Menschen bestätigen angeborene Verhaltensunterschiede zwischen Mann und Frau weitgehend. Die englische Neurowissenschaftlerin Prof. Melissa Hines von der Universität Cambridge hat mit ihrer Kollegin Gerianne Alexander Tests mit Rhesusaffen und Südlichen Grünmeerkatzen durchgeführt. Sie gaben den Tieren „männliche“ Spielzeuge wie Autos, „weibliche“ wie Puppen und neutrale, etwa Bücher oder einen ausgestopften Hund. Zur Überraschung der Forscherinnen spielten die männlichen Affen vornehmlich mit Autos und die weiblichen mit Puppen. Beide Geschlechter interessierten sich auch für die neutralen Gegenstände.

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Experimentelles Ebola-Medikament wirkt bei Affen extrem zuverlässig

CD Murin, EO Saphire and AB Ward / The Scripps Research Institute Above: Image of ZMapp drug cocktail for Ebola treatment.
Der experimentelle Wirkstoff „ZMapp“ dämmt das Ebola-Virus zumindest bei Affen auch fünf Tage nach der Infektion noch wirksam ein.

Von Daniela ZeibigSpektrum.de

Im Zuge der schweren Ebola-Epidemie in Westafrika verabreichten Ärzte Patienten bereits vereinzelt das bisher nicht zugelassene Medikament „ZMapp“. Auf die Wirksamkeit des Antikörpermixes, der das tödliche Virus an der Verbreitung und Vermehrung im Körper hindern soll, deuteten bisher nur erste Ergebnisse aus Tierversuchen hin. Eine neue Studie, die Forscher um Gary Kobinger von der Public Health Agency of Canada jetzt im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten, liefert nun neue Hinweise darauf, wie zuverlässig das Antiserum zumindest bei Affen tatsächlich hilft.

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TIERVERSUCHE: Was passiert da im Labor?

Eine Labormaus im Jahr 2005, aufgenommen an einer Universität in Schanghai. Sie ist mit Sensoren im Kopf gespickt. Forscher haben an ihr Gedächtnisleistungen von Mäusen erforscht. | © Aly Song/Reuters
Tierversuche polarisieren. Die Wissenschaft arbeitet darum deutlich seltener mit Affen, Hunden und Katzen. Aber sie braucht immer mehr Ratten und Mäuse.

Von Dirk AsendorpfZEIT ONLINE

Im Verhältnis zu den 750 Millionen Lebewesen, die in Deutschland jährlich für den Fleischkonsum gemästet und geschlachtet werden, machen die Versuchstiere bloß ein halbes Prozent aus. Doch Tiere zu essen ist gesellschaftlich deutlich akzeptierter, als sie für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zu nutzen. Das ist eine Tatsache, auch wenn es irrational ist.

Ein Leben ohne Fleisch wäre für die Menschen nämlich problemlos möglich, ein Verzicht auf hohe Standards bei Impfstoffen, Medikamenten und Chemikalien hingegen nicht. Doch die Macht der Bilder ist stärker. Die größte Empörung lösen Tierversuche mit – uns nahe verwandten – Affen aus oder mit – uns vertrauten – Haustieren wie Hund oder Katze. Die Menschen fühlen sich ihnen verbunden und identifizieren sich mit ihrem Leid.

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Grundrechte: Schickt die Affen auf die Insel

Schimpansin Schika im Kibongo-Freigehege im Erlebnis-Zoo Hannover, Oktober 2013, Bild: Deutschlandradio Kultur
Auch Affen haben Anspruch auf Freiheit, auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit. Das findet die Initiative „animal public“. Sie will erreichen, dass die Zoohaltung von Menschenaffen beendet wird. Die Tiere würden dabei psychisch krank.

Von Dieter NürnbergerDeutschlandradio Kultur

Es sei an der Zeit, den rechtlichen Status unserer allernächsten Verwandten zu ändern. Und deshalb sollten – wie es wörtlich heißt – die Personenrechte von Menschenaffen in Artikel 20a des Grundgesetzes verankert werden. Die Initiative, die heute diese Forderung aufstellte, besteht aus Tierschützern, Psychologen und Ethikwissenschaftlern.

Bei den Grundrechten für Menschenaffen denken sie vor allem an einen Rechtsanspruch auf persönliche Freiheit, auf Leben und auch auf körperliche Unversehrtheit. Laura Zimprich ist Vorsitzende der Organisation „animal public“.

„Wir glauben, dass das einfach ein wichtiger symbolischer Schritt ist. Man erkennt somit an, dass die Grenze zwischen Mensch und Tier eine willkürliche ist, die der Mensch einmal gezogen hat. Ähnlich willkürlich, wie früher die Grenze zwischen Mann und Frau oder auch Schwarz und Weiß. Wir müssen anerkennen, dass diese Tiere Bedürfnisse haben und auch so weit entwickelt sind, dass sie eigentlich wie schutzbedürftige Menschen angesehen werden müssen.“

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Dian Fossey und der geheimnisvolle Mord im Dschungel

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Screenshot: bb

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen – und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Gestern: 82. Geburtstag der 1985 ermordeten Zoologin Dian Fossey.

Süddeutsche.de

Das ist zu sehen:

Berge, Dschungel, Affen – und ein Gorilla, der sachte, fast zärtlich eine Frau berührt. Diese Frau ist Dian Fossey. Und auch wenn das Google Doodle eigentlich die Arbeit der Forscherin ehren soll, spielen die Hauptrolle heute ihre Forschungsobjekte: die Berggorillas. Jahrelang lebte die Amerikanerin mit den Tieren in Ruanda, erstellte Studien und kämpfte gegen Wilderer. Bekannt wurde sie durch Dokumentationen und Artikel. Doch so sehr Dian Fossey die Affen in ihr Herz geschlossen hatte, so schwer fiel es ihr, Beziehungen zu Menschen aufzubauen.

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Jeder dritte Amerikaner glaubt, dass Gott ihn schuf

charles_darwin_nkmbGott hat den Menschen und die Welt geschaffen, die Abstammung vom Affen ist Unsinn: Das glaubt ein beträchtlicher Teil der US-Bevölkerung, wie eine Umfrage zeigt.

20 minuten

Das Pew Research Center wollte von den Amerikanern wissen, ob sie die Evolutionstheorie akzeptieren oder an die Schöpfungsgeschichte glauben. Dabei zeigte sich: 33 Prozent der Amerikaner glauben, dass die Menschen seit dem Anbeginn der Zeiten in der heutigen Form existieren. 60 Prozent dagegen sind sicher, dass sich die Menschen über die Zeit entwickelt haben, wie es der derzeitige Stand der Forschung sagt.

Besonders stark vertreten sind die Verfechter der biblischen Schöpfungstheorie – in jüngster Zeit als «Intelligent Design» verbrämt – unter weissen Protestanten. In dieser Gruppe halten 64 Prozent die Evolutionstheorie für falsch. Bei ihren dunkelhäutigen Glaubensbrüdern sind es 50 Prozent, bei Katholiken ein gutes Viertel.

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