Politik der Apokalypse – Wie Religion die Welt in die Krise stürzt


Mit dieser überraschenden These leitet John Gray seinen Abriss moderner politischer Ideengeschichte ein. Gray führt überzeugend aus, wie sehr sich islamische und christliche Fundamentalisten, neoliberale Turbokapitalisten, die Jakobiner des späten 18. Jahrhunderts, Sowjetkommunisten, Nationalsozialisten und die ehem. US-Regierung unter G.W.Bush in ihren weltanschaulichen Fundamenten gleichen…

haGalil

»Die Politik des 20. Jahrhunderts ist ein Kapitel der Religionsgeschichte.«

Er macht deutlich, dass die heutigen religiös-ideologischen Tendenzen, oft politisch-säkular kaschiert, einerseits auf apokalyptischen Vorstellungen und andererseits auf utopistischen Ideen basieren, deren Verwirklichung nicht gelingen kann. Eine Analyse voller verblüffender Erkenntnisse und ein Aufruf zu einer realistischen Politik der Toleranz und pragmatischen Koexistenz.

John Gray ist emeritierter Professor für Europäische Ideengeschichte an der London School of Economics. International bekannt wurde er durch zahlreiche Sendungen für die BBC und als Autor herausragender Bücher (insbesondere: ›Straw Dogs‹, dt.: ›Von Menschen und anderen Tieren‹).

John Gray
Politik der Apokalypse – Wie Religion die Welt in die Krise stürzt
Aus dem Englischen von Christoph Trunk, Deutscher Taschenbuch Verlag

2 Comments

  1. Die 3 abrahamitischen Religionen beharren auf fiktiven Gottesgeboten sich die Erde untertan zu machen. Es leben bereits über 50% der 7 Milliarden Menschen in Not, Elend und Mangel, das religiöse Geschwurbel von Nächstenliebe, Moral und Ethik sind nur leere Phrasen wie die Waschmittelwerbung. Die Ressourcen reichen bei Energien, Mineralien, Trinkwasser und Agrarflächen nicht aus um alle Menschen bei einer Verdoppelung in nur 25-40 Jahren angemessen zu versorgen.

    Die pakistanische Bevölkerung ist in weniger als 65 Jahren auf das 7-fache bei heute 180 Mill. angewachsen, etwa 50 Mill. leben nachts in totaler Dunkelheit ohne Komfort, sie können Strom, Gas, Trinkwasser und Entsorgung nicht bezahlen, während die politisch integrierten Clanchefs mitsamt ihren Großfamilien keine Rechnung bezahlen. Ägyptens Bevölkerung ist um das 6-fache auf 85 Mill. gestiegen, die Wasser des Nils reichen nicht mehr aus die notwendigen Agrarflächen nach minimalem Standard zu bewässern.

    Nur eine drastische Beschränkung der ungebremsten Vermehrung könnte ein Chaos der Menschheit verhindern. Die unterentwickelten Länder allen voran die islamischen Staaten vermehren sich explosionsartig. In etwa 4 Jahrzehnten werden über 6 Milliarden Afrikaner und Asiaten ihre Heimatländer durch Überbevölkerung ruiniert haben und wie Heuschrecken in Europa einfallen, um auch hier bei minimaler Eigenleistung alles kahl zu fressen.

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  2. Dass die Religionen einen entscheidenden Beitrag bei der Entstehung von Krisen leisten, ist doch nichts Neues ! Religionen sind sozusagen die Quelle aus der immer wieder neue Krisen und Konflikte in unserer Welt entstehen. Diese durch die Realität belegbare These vertreten doch die Atheisten schon immer. Rückständiges, antiquiertes Denken ist nun mal nicht dazu angetan, fortschrittliches Denken und Handeln anzuregen. Somit kann man die Religionen in ihrer Gesamtheit als den denkbar größten Bremsklotz bei der philosophischen Weiterentwicklung der Menschheit bezeichnen.

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