Bleibt skeptisch!

Medizin, Arzneikunde, Anatomie, Architektur, Mathematik, Geographie, Astronomie, Geologie und Physik. Deckenfresco von Bartolomeo Altomonte im Stift Admont. Bild: Fb78/CC BY-SA 3.0
Medizin, Arzneikunde, Anatomie, Architektur, Mathematik, Geographie, Astronomie, Geologie und Physik. Deckenfresco von Bartolomeo Altomonte im Stift Admont. Bild: Fb78/CC BY-SA 3.0
Verrennen sich die technologiebegeisterten Skeptiker bei der unkritischen Unterstützung für Agrarchemie, Gen- und Nukleartechnik?
 

Von Marcus Hammerschmitt | TELEPOLIS

Dass die Skeptiker, auch die deutschen, einen gewissen, durchaus diskussionswürdigen Hang zur Technokratie haben, war schon immer klar. Sie wollten noch nie gerne hören, dass die Selbstaufklärung – vor allem, was die instrumentelle Vernunft angeht – eben auch Teil einer zeitgemäßen Idee von Aufklärung sein müsste. Neuere Aussagen zur Gen- und zur Nukleartechnik lassen aber vermuten, dass die Skepsis der Skeptiker bei bestimmten Themen noch abrupter aufhört als anderswo.

Was würde Deutschland fehlen, wenn ihm seine Skeptiker fehlen würden? Emphatisch gesprochen könnte man sagen: eine Oase im Meer des Unsinns. Die Brights, die GWUP, Leute wie Edzard Ernst, Nathalie Grams und das Netzwerk Homöopathie – sie alle arbeiten daran, den leider in Marketing-Angelegenheiten höchst erfolgreichen „Impfkritikern“, Quacksalbern, Chemtrail-Schniefern und all den anderen Irrlichtern etwas entgegenzusetzen.

Religions- und Ideologiekritik, die Entlarvung von geschäftstüchtigen Bauernfängern, der Einsatz für ein Weltbild, das ohne Götter und Geister auskommt – das sind die starken Aspekte dieser selbstverständlich nicht immer homogenen Bewegung. Aber natürlich: Die Sache hat Licht und Schatten. Dass der religionskritische/atheistische Sektor des Skeptizismus auf internationaler Ebene ein massives Problem mit Frauen hat, ist schon länger klar (Wo sind die Frauen?).

Kritisch auch gegenüber der Wissenschaft

Der Wissenschaftsjournalist John Horgan warf neulich der skeptischen Bewegung in einem vielbeachteten Vortrag vor, sie konzentriere sich auf leichte Gegner wie Homöopathie und Yetigläubige und vernachlässige ihre Pflicht zur Aufklärung im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Problemen, wie zum Beispiel den aktuell stattfindenden Kriegen. Aber schon die Esoterikkritik der Skeptiker sei nicht wasserdicht, wenn sie der Wissenschaft selbst gegenüber unkritisch bleibe.

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Christdemokraten für das Leben: Dodo des Monats Mai 2016

Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
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cdl_1Forschern der Rockefeller Universität (USA) und des King’s College in Cambridge (Großbritannien) ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter zu züchten und diese 13 Tage am Leben zu erhalten. Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen sowohl in den USA als auch in Großbritannien wurde der Versuch abgebrochen.
Für den Verein „Christdemokraten für das Leben“ ein unglaublicher Vorfall. Menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter. Das ist gegen die Moral des Christentums. Das wäre ja noch in Ordnung, so lange es sich um das Christentum handelt. Die obskuren Lebensschützer, gequält von pränatalen Fruchtwasser-Träumen, können für ihresgleichen sprechen, aber nicht für andere. Halten wir fest.

Die Vereinsmitglieder glauben an die Jungfrauengeburt, glauben an sprechende Schlangen, glauben, dass ihr Gott mittels der großen Flut den größten Genozid menschlicher Geschichte auslöste und Noah beauftragt wurde die Arche zu bauen, um der Tierwelt ein überleben zu sichern. Paarweise, zwecks Reproduktion, wurde die Tiere auf die Arche getrieben oder fanden sich ein. Mit anderen Worten, die Pinguine aus der Antarktis mühten sich auf das heftigste in den Nahen Osten zu kommen. Australische Kängeruhs hüpften gen Noah. Südamerikanische Faultiere, nicht die schnellsten in der Fortbewegung ebenso.  Es muss also ein paar Geschöpfe gegeben haben, die die Fähigkeit übers Wasser zu gehen schon vor dem Gottessohn besaßen.  Noahs Familie, seine Ehefrau und seine drei Söhne, alle verehelicht, wurden die Stammväter der Menschen. Der zweite inzentuöse Schöpfungsakt des Christengottes.

Mit diesem Scheiß im Kopf wollen die Mitglieder des Vereins grundlegend anderen Menschen ihr Weltbild aufzwingen. Die Reproduktion des Menschen sichert den Händefaltern und der Pfaffenschaft den Nachwuchs und die Vererbung ihres Obskurantismus. Geht die Menschheit andere Wege, um sich aus dem wissenschaftlich-technisch Fortschritt ergebende Lösungen nutzbar zu machen ist das Geschrei der Fortschrittsfeinde groß. Für sich selbst können sie Entscheidungen im Rahmen ihres Glaubens treffen. Darüber hinaus nicht. Man sollte ihnen ein ganz bestimmtes und deutliches „Schnauze halten“ ins Gesicht schleudern.
Die christliche Realität ist eine andere. Die Menschenliebe des christlichen Gottes lässt wohlgefällig tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, die Unschuldigsten der Schöpfung, Kinder, erkranken an Krebs, werden verkauft, gejagt, getötet und von kinderfickenden Priestern missbraucht.

Man macht sich Sorgen um das Leben. Welches in den Augen der Christen-Fundis mit der Befruchtung der Eizelle beginnt.  Vor der möglichen Befruchtung werden Millionen Spermien abgetötet. Welch eine Verschwendung und nur ein Spermium trifft das 80.000-fach größere Ei.  Selbst Jesus musste diesen komplizierten und gefährlichen Weg gehen. Nach dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle ist noch lange keine Party angesagt. Die befruchtete Eizelle wandert nun in Richtung Gebärmutter, bleibt sie im Eileiter, kann es zur Eileiterschwangerschaft kommen, mit allen negativen Konsequenzen.
In der Gebärmutter nistet sich die befruchtete Eizelle ein. Ist das Einnisten nicht erfolgreich, man geht immerhin von 50% Fehlerquote aus, geht das befruchtete Ei ab. Oftmals völlig unbemerkt. Was gedenken denn die „Christdemokraten für das Leben“ gegen diese hohe Fehlerquote beim Einnisten zu unternehmen. Immerhin, es wird ja in ihrem Sinne Leben vernichtet. Vielleicht sollte die befruchtete Eizelle durch ein Gesetz gezwungen werden sich einzunisten, oder einen Bibelspruch, einen Exorzismus, pfäffische Nachhilfe. Gebete helfen eh nicht, sie kommen immer zu spät und ändern nichts.

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Für uns wichtig, solchen vernunftfernen Zeitgenossen die Macht, die sich politisch haben, weiter zu kürzen. Mit ihren Blödsinn richten sie sonst noch die Menscheit zu grunde.

 

 

Wahl Dodo des Monats Mai 2016

Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
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Ausfallbedingt weniger Posts im Monat Mai, dafür eine übersichtliche Auswahl der Kandidaten. Das Spektrum der Auswahl reicht von den „Christdemokraten für das Leben“ und Embryonenschutz, über die DITIB-Imame in Deutschland, ganz ungefähr so, als wären 4 Millionen, in Deutschland lebende Muslime, nicht in der Lage eigene Vorbeter zu bestellen, es müssen die institutionalisierten Gottesknechte von AKP-Gnaden sein. Präses Rekowski wünscht sich, trotz schwindender Mitgliedschaft in seiner Kirche, leeren Gottesdiensten, die öffentliche Präsenz seines untoten Geliebten. Die Kirche von Berlin-Brandenburg installiert Wlan für die Gläubigen, eigene Fortschrittsfeindlichkeit wird dann gern vergessen. Religionsunterricht für alle Muslime, der Kölner Erzapostel hält eine Büttenrede zum Thema Flüchtlinge, Gehsteigberatung in München erlaubt das dortige Verwaltungsgericht und und die bibelfesten Evangelikalen halten einen Stuhlkreis während des Ramadan ab. Reichlich Religiotie vorhanden.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 18:00 Uhr befristet.  Der Gewinner wird am folgenden Tag mittels Laudatio gewürdigt werden. Mahrfachabstimmungen sind möglich. Viel Spaß!

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Recep Tayyip Erdoğan: Dodo des Monats April 2016

Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
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erdoganDer „Irre vom Bosporus“ hat das Rennen um die kotztürenblaue Dronte des Monats April gewonnen.  Ausgestattet mit einem schon pathologisch zu nennenden Verfolgungswahn kennt Erdogan nur zwei Typen von Menschen, seine Anhänger und seine Feinde, letztere natürlich alles Terrorristen.  Die Paranoia hat System und ist nicht erst seit ein paar Wochen signifikant erkennbar. Rund 2.000 Klagen wegen Beleidigung seiner Person lassen überdies noch an der Zurechnungsfähigkeit des selbsternannten Sultans zweifeln. Osmanen-Kult, der Islam sowohl als Religion, wie auch als politisches Programm und türkisch-islamische Identität sind die Eckpunkte seines Weltbildes.

Unter Kemal Atatürk, der bekanntlich die Reste des Osmanischen Reiches zur türkischen Republik formte, wäre Erdogan schon lange füsiliert worden.  Noch braucht er Atatürk als Aushängeschild und Etikett seiner Politik, möglich dass Erdogan selbst eines Tages mit dem Namen „Attacktürk“ in die Geschichte eingehen wird.

Skandale gab es zu jeder Zeit, als Ministerpräsident und nun als Präsident, der sich zum Despoten gemausert hat. Demokratie, Menschenrechte gelten nur aus pragmatischen Gründen, sie werden gebraucht um unter dem Deckmatel der Legalität einen islamischen Gottesstaat zu etablieren.

Die EU schaut zu, hilflos, beschwichtigend kriechen die Granden europäischer Politik Erdogan in den Arsch. Der lässt sie dort wohlgefällig zappeln. Presse-und Meinungsfreiheit, im europäischen Bündniss immer dann mantra-artig beschworen wenn es gilt gegen die Widersacher der Politik des Westens einen Shitstorm zu organisieren. Andere sind böse, Erdogan gestaltet mit der europäischen Hilflosigkeit seinen islamischen Gottesstaat.  Er schlachtet die Kurden ab, verbündet sich mit dem  Abschaum  des Islamischen Staates,  liefert Waffen, lässt Gotteskrieger in seinen Krankenhäusern behandeln und ermöglicht den Tourismus der Dschihadisten.
Die Würde des Menschen soll ein universelles Recht sein, unantastbar gar. Sie wird aber immer wieder zur Verhandlungsmasse gemacht, wenn es gilt eigene Interesse durchzusetzen. Die Europäische Union ist hier ein Vorreiter des Pragmatismus. Argumentativ wird die Menschenwürde von allen beschworen, mit Erdogan ist sie 6 Milliarden Euro wert, um zu verhindern, dass das Kriegselend des Mittleren Osten über europäische Grenzen kriecht. Das Ersaufen im Mittelmeer nicht eingerechnet.  EU-Beitritt, nicht mit Erdogan, die Türkei unter seiner Knute wird andere Wege einschlagen, die Europäische Union eine Kuh, die sich vortrefflich melken lässt.

Erdogan Größenwahn gipfelte in der Aussage:

„Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“

Die Welt vom 31. Mai 2015

Spätestens hier muss auch dem letzten Europa-Politiker klar geworden sein, im Oberstübchen des türkischen Präsidenten geht einiges gewaltig durcheinander, kompetente, professionelle Hilfe angeraten.

Erdogan formt einen islamischen Fundamentalismus in der Türkei, seine Anhänger werden fanatisiert und schießen auch schon mal auf einen erklärten Feind Erdogans.

Deutsche Satiresendungen, die sich Erdogan als Ziel auserkoren haben werden zum Ziel präsidialer Politik.  Diplomatisches Einschreiten, Anzeigen und ein desaströses Verhalten der Bundesregierung mit der Kanzlerin voran, bestärken  den kranken Mann noch in seinem Wahn.  Das ZDF macht sich freiwillig und ohne Not zum Büttel der Politik der Bundesregierung. Strafanzeigen, im dreistelligen Bereich gegen Jan Böhmermann zeigen, im dreistelligen Bereich wird Satire nicht verstanden.  Bildungsdefizite im dreistelligen Bereich, zu kompliziert, verflachtes Gehirn. Entrüstung vorprogammiert.  Da kann man von Glück sagen, dass die Entrüsteten nicht gleich das ZDF angezündet  und die Mitarbeiter zerhackt haben.  Es gibt genügend Beispiele, wo man ein paar Zeichungen zum Anlass nahm um einen dschihadistischen Shitstorm mit Toten und Verletzten vom Zaune zu brechen.

Beim nächsten Besuch Erdogans in Deutschland empfiehlt sich die fachärtztliche Untersuchung auf Zurechnungsfähigkeit, öffentliche Auftritte wären nur unter dieser Voraussetzung möglich.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats April 2016

Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
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Die Mediale Aufmerksamkeit im Monat April konzentrierte sich in aller Gänze auf Jan Böhmermann, der nun mit der Ermächtigung durch die Bundesregierung, strafrechtlich wegen Majestätsbeleidigung zur Verantwortung gezogen werden kann. Der „Irre vom Bosporus“ darf nun ganz öffentlich in Deutschland seinen paranoiden Gelüsten nachgehen. Aber auch Kirchtürme, Minarette, MIssion unter Muslimen und religiöse Parallelwelten spielten im Zirkus der öffentliche Meinung eine Rolle. Von extrem bis banal ist alles vertreten.
Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2016, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden.
Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten:

  1.  Frauke Petry, „weiß die Architektur von Minaretten nicht zu schätzen.“
  2.  Volker Kauder, „will Moscheen überwachen lassen, seine christlichen Extremisten spart er aus.“
  3. Bono, „singt weniger, dafür mehr Religiotie.“
  4. Rainer Maria Woelki, „mag spitze Phallussymbole.“
  5. Aiman Mazyek, „braucht Fremd-Imame für seinen Glauben.“
  6. Christian Troll, „möchte unter Flüchtlingen christlich trollen.“
  7. Joachim Gauck, „möchte gekrönt werden.“
  8. Alexander Kissler, „katholisch demagogische Weltsichten.“
  9. Eckart von Hirschhausen, „die Einfachheit der Bibel im Medizin-Studium vermisst.“
  10. Bernd Lucke, „mit Vulgärsprache mediale Aufmerksamkeit.“
  11. Wolfgang Thierse, „beschwört den Religionsfrieden.“
  12. Dr. Georg Rüter, „mag dezente Hinrichtungswerkzeuge.“
  13. Andreas Kersten, „Kondome vom Bibel-Apotheker.“
  14. Ulrich Parzany, “ weiß dass die Apostel nicht schwul waren.“
  15. Gert Pickel, „Religionsphobie unter den neuen Atheisten.“
  16. Nabil Arab, „mit dem Islam kam die Befreiung der Frauen.
  17. Recep Tayyip Erdoğan, „gelebte Paranoia.“

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Die Spaghetti-Kirche ist clever!

Hinweisschild der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ mit den Zeiten der sogenannten Nudelmesse in Templin; aufgenommen im November 2014 (picture alliance / dpa)
In Brandenburg gibt es Streit um die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“. Dabei verhält diese sich doch clever, meint Arno Orzessek. Denn die Anhänger der Spaghetti-Kirche füllen die Religionsfreiheit mit neuem Leben.

Von Arno Orzessek | Deutschlandradio Kultur

Die Sache ist kompliziert, also interessant – und Gott sei Dank witzig. 2012 hat das Finanzamt Templin der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ be­scheinigt, tat­säch­lich „kirchliche Zwecke“ zu fördern, und darum Steuerfreiheit gewährt.

Die Pastafari der Spaghetti-Kirche sehen sich selbst jedoch gar nicht als Religions-, son­dern als Welt­an­schau­ungs­gemein­schaft. Und richten ihren Überbau am erdverbundenen „Manifest des Evolutionären Humanismus“ aus, das der Philo­soph Mi­chael Schmidt-Salomon verfasst hat.

Das erste der „Zehn Angebote des evolu­tio­nären Hu­manis­mus“ lautet: „Diene weder fremden noch heimischen ‚Göttern‘, sondern dem großen Ideal der Et­hik.“

Allerdings fordern die Pastafari Gleichbehandlung mit Religionsgemeinschaften im Sinne des An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setzes und wollen in Templin auch künftig per Beschilderung zur „Nu­del­mes­se“ bei Teigwaren und Bier ein­laden.

Was wiederum das bierernste Kulturministerium Brandenburg nicht dul­den will. Die Spaghetti-Kir­che sei eben kei­ne Re­li­gi­onsgemeinschaft – drum weg mit den Schildern, die das christliche Fisch-Symbol mit Nudelbeilage zeigen.

Das Ministerium klammert sich also an die Differenz von Religion und Weltanschauung, die säku­la­re Spa­ghetti-Kir­che setzt dagegen auf gleiches Recht für beide.

Klar, im Zweifel lässt sich die Differenz rasch herbeidefinieren – und zwar so: Jede Re­li­gion un­ter­stellt eine trans­zendente Wirk­lich­keit, Welt­an­schauungen beschränken sich auf innerweltliche Un­ter­stel­lungen.

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Heinz-Josef Algermissen: Dodo des Monats März 2016

Dodo des Monats März 2016 ©HFR
Dodo des Monats März 2016
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algermissenImmer zur Zeit des Frühlingsvollmondes laufen die christlichen Kirchen zur Hochform auf. So soll der Vollmond, welcher den Frühlingsanfang markiert, Tod und Auferstehung eines gewissen Jesus aus Nazareth kennzeichnen. Die Gestalt ist beliebig, die Geschichte auch, nichts ist belegbar und dem Klub der Christen ist zudem noch der Leichnam ihres Klubvorsitzenden abhanden gekommen. Mit gutem Grund, so kann man behaupten was man will und den Klubmitgliedern die schönsten Geschichten auftischen, es ist wahr, weil es in der Bibel steht. Der Frühlingsanfang war immer ein Fest, der Winter ging, die Natur entfaltete ihre Pracht, Fruchtbarkeit, symbolisch durch die Ostereier ausgedrückt, man hat also nicht die Eier von Jesus angemalt und versteckt, das Christentum hat einfach diesen Anbeginn einer neuen Jahreszeit geklaut und mit einer großen Geschichte des imaginären Gottessohnes verbrämt.

In dieser Zeit, liefen und laufen die Anhängsel des Vizegottes zur Höchstform auf. Zur Zeit des Pessah-Festes gab es 12 Apostel, so die Sage, der römischen Spukgestalt stehen heute mehr als 30.000 Apostel zur Verfügung, die den ganzen Klub zusammenhalten sollen. Inflationäre Entwicklung. Und da es in der Jesus-WG keine Frauen gab, gibt es auch keine weiblichen Apostel, bis heute. Über die Jahrhunderte waren Frauen die dunkle, feuchte Gruft, das Einfallstor des Teufels.
Es sind aber gerade die Pfaffen und Apostel, die sich anmaßen in Sache Familie und Ehe mitreden zu wollen und vor allem Vorschriften zu erstellen. Algermissen ist so ein besonderes Exemplar. Zu vergleichen wäre das, als wenn man sein Auto zwecks Ölwechsel zum Bäcker bringt.

Im Dom zu Fulda erinnerte sich  nun Algermissen, von Staats wegen bezahlter Diener Gottes, an alte glorreiche Zeiten, als man Anders-und Ungläubige bis hin zur Gefahr für Leib und Leben verdammen konnte.
Sein Hass gegen alles Nicht-Christliche bringt er mit folgenden Worten zum Ausdruck:
Heinz-Josef Algermissen

„Der Mensch ohne Ostern lebt unter der gnadenlosen Devise: Was Du bis zu deinem Tod nicht erreicht hast, das hast Du für immer verloren; was Du bis zur Stunde deines Sterbens nicht erjagt hast, das wirst Du nie mehr einholen; was Du hier auf Erden nicht zu Ende bringst, das verendet im wahrsten Wortsinn. Der Mensch ohne Ostern wird darum zu einem großen Sicherheitsrisiko für die Mitwelt, denn seine innere Hektik, diese ausgesprochene oder unausgesprochene Daseinsangst lassen ihn dann auch im Letzten blindwütig zuschlagen und alles zerstören.“

Das ist Hetze, unverfroren ausgesprochener Hass auf alles Nicht-Christliche. Protest gegen solche Hasspredigt, von Seiten der Politik, war nicht zu vernehmen, Frieder Otto Wolf, der Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland protestierte ganz deutlich. Politik, die schon lange die Rolle des Feudaladels in der Beziehung zu den Kirchen eingenommen hat schweigt bis heute.
Algermissen hat ein Grundgehalt von 9700 Euro, welches das Land Hessen zahlt. Also, alle Ungläubigen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus bezahlen mit ihren Steuern die Haus-und Hofhaltung des Katholiban Algermissen. Er nimmt das Geld von „Menschen ohne christlichen Glauben, die ein Sicherheitsrisiko für die Mitwelt darstellen.“ Judas war billiger zu haben.
Man sollte diesen katholischen Popanz die Mittel ersatzlos streichen. Weg mit den Länderausgleichzahlungen, ohne weitere Verhandlungen, was Fürsten und Pfaffen vor 200 Jahren verhandelt haben sollte nicht mehr unsere Angelegenheit sein. Die Kirchen gehören in die Selbständigkeit, die sie immer aufs neue beschwören, entlassen. Der Staat als Finanzbüttel der Pfaffen sollte die unsägliche Beziehung beenden.In anderen Ländern ist das auch möglich.

Am gestrigen Tage widersprach das Bistum Fulda den Vorwürfen Algermissen hätte eine Hasspredigt gehalten.

«Die Osterpredigt von Bischof Algermissen hatte keineswegs die Absicht, irgendjemanden zu diffamieren»

Mit Lachtränen in den Augen nehmen wir diesen Blödsinn zur Kenntnis.
In der 174 Quadratmeter großen Wohnung des Apostels findet sich ein Plätzchen für das Nest des Dodos.

Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats März 2016

Dodo des Monats März 2016 ©HFR
Dodo des Monats März 2016
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Terror, Ostern, Politik die sich ihrem Glauben vor die Füße wirft, Universitäten die den wissenschaftlichen Dialog scheuen und christliche Feindesliebe gegen den Terrorismus.
Eine reichhaltige Palette kruden Unsinns hat sich im März angesammelt.

Die Wahl ist bis zum 07. April, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Mehrfachabstimmung ist möglich.

  1. Aiman Mazyek, „Terror ist eine Todsünde im Islam.“
  2. Heinz Josef Algermissen, „Katholiban gegen den Unglauben.“
  3. Stadt Halle, „Zwangsmission mit Lutherwoche, bezahlt von Steuergeldern.“
  4. Landesregierung Hessen, „viel Steuergeld für imaginären Freund.“
  5. Markus Dröge, „und die unnütze Garnisionskirche in Potsdam.“
  6. Konrad Zdarsa, „Kreuzholz im Kopf.“
  7. Margot Käßmann, „kindlich-naiver Narzissmus.“
  8. Bodo Ramelow, „linker Befreiungstheologe als Ministerpräsident.“
  9. Heinrich Bedford-Strohm, „und demokratischer Islam.“
  10. Silke Lorch-Göllner, „unbequeme Wissenschaft ausladen.
  11. Markus Frank „Tanzverbot um jeden Preis.“
  12. Annegret Kramp-Karrenbauer, „Recht unterm Kreuz.“

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Kein Dodo des Monats Februar 2016

Der Dodo des Monats Februar ist ausgefallen. Wenn der Wunsch, einen Kandidaten mit aller Macht, für diesen Negativpreis durchzusetzen die Inhalte in den Hintergrund rücken lässt, ist die Wahl selbst fragwürdig.

Wenn dann noch versucht wird, die Begrenzungen der Software, wie temporäre IP-Speicherung, Cookies ect.pp, zielgerichtet zu umgehen, ist dem Anliegen nicht mehr Rechnung zu tragen.
Aus diesem Grunde kein Dodo des Monats Februar 2016.
Einzelne Kandidaten werden im Laufe der nächsten Wochen gewürdigt werden.

Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die „Zivile Koalition“, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den „Demo für alle.“ Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

Neues Jahr, neue Dummheiten, Obskurantismus und Religiotie. So wie das alte Jahr endete startete das neue furios. Flüchtlinge, Streiterein der Polit-Christen, Hiobsbotschaften aus der katholischen Kirche, die nicht viel macht um die Problematik des sexuellen Missbrauch aufzuklären, die Evangelen streiten sich um ihr sexuelles Weltbild und die Bibelauslegung. Zeit zu überlegen ob man Kirchennachrichten nicht der Obhut der freiwilligen Selbstkontrolle überantwortet und altersgerecht attributiert. Noch vor Jesus kommt Sex, egal ob hetero oder homo, Christen landen immer im Bett, auch fremden, da wollen sie mitreden.

Hier sind nun die Kandidaten des Monats Januar 2016:

  1.  Ulrich Lilie, „hat Schwierigkeiten zwischen Religion und Kultur zu unterscheiden.“
  2.  Papst Franz, „schwadroniert über Bio-Ethik.“
  3.  Dominikus Schwaderlapp, „Ökumene und Homosexualität.“
  4.  Frauke Petry, „an deutschen Grenzen soll wieder geschossen werden.“
  5.  Norbert Trelle, „sexueller Missbrauch im Jesus-Keks-Mantel.“
  6.  Kita Bleckede, „unsere tägliche Ration Rassismus.“
  7.  Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz, „mit der römischen Spukgestalt in den Landtag.
  8.  Sigmar Gabriel, „Türkei ist sicheres Herkunftsland.“
  9.  Beatrix von Storch, „flüchtet Angela Merkel zu Margot Honecker.
  10.  Heinz Josef Algermissen, „mit göttlichem Afterdienst gegen Charlie Hebdo.
  11.  Sami Abu-Yusuf, „ hat feuchte Träume aus dem Koran.“
  12.  Gothart Magaard, „Karfreitag Geiselhaft für alle.“
  13.  Garnisonskirchenstiftung, „schwört auf den Geist von Postdam.“
  14.  Khola Maryam Hübsch, „findet Mohammeds Feminismus umwerfend.
  15.  Open Doors,  „wir machen Christenverfolgung, egal wie.“
  16.  Georg Ratzinger “ hat keine Probleme mit sexuellem Missbrauch.“
  17.  Ulrich Nitschke, „mehr Religion in die Entwicklungshilfe.“

Die Wahl ist bis zum 07. Feburar, 18:00 Uhr, befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Volker Beck: Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Photographer Angelika Kohlmeier Den religionspolitischen Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion und Jesus-Nekromanten Volker Beck hat es erwischt.
Der Aktivist der Schwulen-und Lesben-Bewegung, hier geht er rigoros gegen Einschränkung der Menschenrechte vor, welche insbesondere durch die Amtskirchen betrieben werden, verliert im Zuge der Flüchtlingspolitik vollends die Contenance.

Für die Integration von Flüchtlingen postuliert er die Akzeptanz „religiöser Bedürfnisse“ durch die Mehrheitsgesellschaft. Hier wäre anzumerken, dass Menschen, die sich für einen Fluchtpunkt entschieden haben, sehr wohl Kenntnisse über die Gepflogenheiten eingeholt haben. Es geht nicht darum Zuwanderern die kulturelle Identität zu zerstören oder sie zur Assimilation zu zwingen. Deutschland ist ein „säkularer“ Staat und diesem gesellschaftlich-sozialen Aspekt haben sich Flüchtlinge unterzuordnen.
Das Problem hierbei sind die politischen Gottesknechte, dieses Andienen an Frömmigkeit jedweder Art und Beck steht völlig im Widerspruch zu seiner Auffassung, hinsichtlich Gesellschaft und Homosexualität. Der Grund ist einfach, es betrifft ihn, er hat persönliche Motive. Das ist als Beweggrund völlig ausreichend und akzeptabel. Dabei sollte man es belassen.

Nein. Als Vertreter nahöstlicher Mythologie, des nekromantischen Jesus-Kultes müssen noch andere Rituale akzeptiert werden. Rituale, die ihren Ursprung im Neolithikum haben und in der Moderne eigentlich nur noch im Museum zu bewundern wären. Beck fordert Schächten und Beschneidung. Vergleicht man die Bilder geschächteter Tiere mit den Bildern von Opfern des Islamischen Staates, Kopf abschneiden, sieht man die Ähnlichkeit. Kein großer Unterschied, die Terrormiliz schächtet ihre Opfer ebenso. Hinweise, ob die Getöteten halal sind, waren nicht auffindbar. Aber die Ähnlichkeiten sind verblüffend. Der kleine Schnitt um den Schniedelwutz zu bereinigen ist dann wirklich nur noch eine Formsache.

Bliebe noch die Frage des „Respekts der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen“ zu beantworten.
Geradezu lächerlich Herr Beck. Die Amtskirchen Deutschlands verwehren Ihnen grundlegende Rechte der Gleichbehandlung. Abgesehen davon, dass sie Anders-und Ungläubige diskriminieren, diffamieren, verleumden und verunglimpfen. Ebenso finden wir im Koran manifestierte Handlungsaufrufe wie verfahren werden sollte, so erwartet „die Ungläubigen“ laut Koran nicht bloß das „ewige Feuer“, sie werden in der „Hölle“ mit „Eiterfluss“ und „Jauche“ getränkt (Suren 14,16 und 78,25), erhalten einen „Trunk aus siedendem Wasser“ (Sure 6,70), der ihnen die „Eingeweide zerreißt“ (Sure 47,15), werden mit „eisernen Keulen“ geschlagen (Sure 22,21), müssen Kleidungsstücke aus flüssigem Kupfer und Teer tragen (Sure 22,19) und vieles andere mehr. Immer wieder wird im Koran betont, wie sehr Allah „die Ungläubigen“ hasst – sie gelten ihm gar als die „schlimmsten Tiere“ (Sure 8,55) – und dass es für den gläubigen Muslim eine heilige Pflicht sei, den Zorn Gottes an ihnen zu vollstrecken (Suren 8,15-16). Eine gute Grundlage für den respektvollen Umgang mit Andersdenkenden ist dies sicherlich nicht.  (Schmidt-Salomon)

Anders-und Ungläubige können sich glücklich schätzen, dass die Anhänger der nahöstlichen Mythologie ihren Kult für die Dauer des Gottesdienstes pflegen und die Handlungsanweisungen der Bibel nicht aus ihrem Tempel tragen, gilt auch für die Mythologie der Wüsten Saudi-Arabiens.

Die einfachste Sache der Welt wäre, Flüchtlinge als Menschen zu sehen, unabhängig ihrer religiösen Bekenntnisse. Solange Sie Unterschiede nach Religionen vornehmen grenzen Sie aus, wird Diskriminierung billig in Kauf genommen. Einer Gesellschaft, die sich ihre Säkularität in die Tasche lügt, wird das aber nicht gelingen, denn, die etablierten Kulte müssten ihren gesellschaftlichen Anspruch mindern. Aber das Herr Beck geht über Ihren Horizont.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Haupthema, zum Jahresende, Flüchtlinge, die Politik der Bundesregierung, das ländliche Gekeife der CSU zu geltendem Recht. Die Instrumentalisierung der vor Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen, insbesondere durch beide Kirchen. Der Mummenschanz gipfelt dann in der Feststellung, Jesus sei auch Flüchtling gewesen, zumindest seine Mutter und der gehörnte Vater. Ernsthafte Theologie weiß es besser, was die apostolischen Märchendeuter nicht davon abhält, anderes zu behaupten.

Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2016, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Die Laudatio, für den Gewinner am folgenden Tag, hier auf dem Blog.

Viel Spaß!

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Andreas Scheuer: Dodo des Monats November 2015

Dodo des Monats November 2015
Dodo des Monats November 2015

Andreas_ScheuerLange sah es so aus, als wenn die Kanzlerin das Rennen um den Dodo des Monats gewinnen würde. Im Zieleinlauf erwies sich der kleine Doktor der CSU als der Stärkere. Obwohl die Aussage der Kanzlerin, die Anschläge von Paris seien von Gottlosen verübt worden, durchaus ein dankbares Thema gewesen wäre.

Erwischt hat es Andreas Scheuer, Generalsekretär der CSU und als solcher der kleine Wadenbeißer von Horst Seehofer. Der politische Geiselnehmer Seehofer und Scheuer, der nicht die hellste Kerze auf der Torte der CSU ist und entsprechend unglücklich handelt. Als Generalsekretär seiner Partei darf er öffentlich sagen, was Seehofer aus taktischen Erwägungen heraus nicht frei äußern würde. Das ist die Rolle der Generalsekretäre der Parteien. Während die politische Programmatik der CSU kräftig in die Lederhose Seehofers ging wurde pragmatisch schnell auf das Thema Flüchtlinge und Terror geschaltet. Seehofer konnte animalisch agieren und Scheuer gab die kräftigen Sprüche.

Im Vorfeld des CSU-Parteitages äußerte sich Scheuer lässig zum Thema Grundgesetz, Bundeswehr und Innere Sicherheit.

Andreas Scheuer:

[…] „die Frage der Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger doch nicht an Verfassungsfragen haltmachen kann. Sondern wir müssen so kraftvoll sein, dass wir maximal mögliche innere Sicherheit aufbieten.“

Das Grundgesetz ist nichts, nicht für Scheuer und Co. Bei Bedarf wird es einfach kraftvoll beiseite geschoben. Der Widerspruch, den er nicht aufzulösen vermag, ist die Tatsache, das er von Flüchtlingen die Anerkennung der deutschen Leitkultur, die seiner Meinung nach die christlich-jüdisch-abendländische Kultur ist, einfordert. Das ist Schwafelei und der Hinweis auf den jüdischen Part deutscher Kultur dümmlich. Die Christenheit hat gut 2000 Jahre alles getan um jüdische Kultur auszumerzen. Deutsche Leitkultur ließ jüdische Kultur millionenfach ermorden. Ebenso dumm der Begriff des Abendlandes, geschenkt, Katholik Scheuer weiß es nicht besser.

Das Grundgesetz ist das wirksame Prinzip des demokratischen Verfassungsstaates. Und dieses Prinzip heißt nichts anderes als der Minderheit keine kulturelle Lebensform vorzuschreiben. Also, Leitkultur ist für die Tonne. Die Grundlage des Zusammenlebens der Individuen einer Gesellschaft wird durch Gesetz geregelt und nicht durch Kultur.

Wer bereit ist hinderliche Verfassungsfragen zu beseitigen ruft dann auch, für die Sicherheit, eine Dikatur aus. Ganz pragmatisch, Deutsches Christentum spielt dann ganz vorn eine gewichtige Rolle.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats November 2015

Dodo des Monats November 2015
Dodo des Monats November 2015

Der Monat November war angefüllt mit allerlei Blödsinn. Ob nun die Abstimmung des Bundestages zum Thema Sterbehilfe, die quasi dem Paternalismus Tür und Tor öffnet und am eigentlichen Problem vorbeigeht, die Bewältigung der Zuwanderung durch Flüchtlinge, angesichts der Inkompetenz einiger Behörden mag man gar nicht den Gedanken einer Naturkatastrophe in Deutschland zu Ende denken und die Gottesstaatlichkeit in Deutschland, politisch gewollt, gegen die Interessen des Souveräns, den Begriff sollte man nicht all zu ernst nehmen.

Die Wahl ist bis zum 07. Dezember 2015, 18:00 befristet, Mehrfachabstimmungen sind möglich.
Der Gewinner wird am folgenden Tag mit einer kleinen Laudation gewürdigt.

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Rudolf Voderholzer: Dodo des Monats Oktober 2015

Dodo des Monats Oktober 2015
Dodo des Monats Oktober 2015

voderholzerDie graue Maus des deutschen Episkopats hat den Dodo des Monats Oktober gewonnen. Der moralisierende Radiologe, welcher gern die Nazi-Keule auspackt wäre mein Favorit gewesen. Aber gut, gewählt ist gewählt.

Der geistige Vater Voderholzers ist Dodo Müller, bei dem war er wissenschaftlicher Assistent am Dogmatik-Lehrstuhl in München. Dieser Fakt erklärt die sture konservative Einstellung des Regensburger Apostels, nicht nur im kirchlichen Arbeitsrecht. B16 hat ihm zu Bischof berufen, nach dem Dodo Müller mit der Leitung der Inquisition im Vatikan beauftragt wurde.

Theologisch liegt er auf der Linie von B16. Kirchlich-intellektuell kommt hier die Flexibilität einer Brechstange zum Tragen. Gut kopiert er die Armuts-Attitude des Franz-Papstes, Zweckverhalten, vielleicht ist ja die Karriere in der Kirche noch nicht zu Ende.

Die abnehmende Glaubenssubstanz macht ihm Angst, die Kirchenaustritte und die Ignoranz der Katholiken in seinem Bistum. Mangelnde Selbstkritik, welche bei den Paffen sehr verbreitet ist, lässt die eigentlichen Ursachen für den Glaubensschwund unerkannt. Dass sich Voderholzer selbst abschafft sieht er nicht, der Zirkus Spiritualität, Gott, ist längst auf dem Weg zu anderen Orten. Der deutsche Zoo Gottes lebt von der Substanz der Kirchensteuer und der willfährigen Politik.

Voderholzer verkündet zum Abschluss der Rosenkranzprozession sein Credo:

„Nur ein Land mit starker eigener Glaubenssubstanz und kultureller Identität kann andere integrieren. Sorgen macht mir hier weniger eine möglicherweise drohende islamische Überfremdung, als vielmehr die eigene Lauheit, die abnehmende Glaubenssubstanz in unserem christlichen Abendland, das merkwürdigerweise dort am lautesten beschworen wird, wo Glaube und Kirche seit Generationen an den Rand gedrängt wurden.“

Solche Sätze sagt man, wenn der Verstand nicht über den Buchrücken der Bibel hinausgeht. Kulturelle Indentität in Deutschland. Was dem Berliner seine Curry-Wurst ist dem Bayern seine Weißwurst. Die kulturellen Unterschiede zwischen Schwaben und Ostfriesen sind nicht nur sprachlich. Vor allem haben Flüchtlinge nichts mit dieser Kultur gemein und niemand wird verlangen, dass sie die Kultur des Aufnahmelandes annehmen. Das ist ein Kriterium pluraler Gesellschaften. Die Lauheit steht auf der Kanzel, beeindruckt von muslimischer Frömmigkeit sucht man Wege, die der eigenen Glaubenswelt Vorteile verschaffen. Voderholzer sagt nicht die Wahrheit, in diesem Zusammenhang. Und die Mär vom christlichen Abendland kann man mittlerweile schon idiotisch nennen.
Es kommen Menschen nach Deutschland und es gilt diese ohne einschränkende und vor allem ausgrenzende Attribute religiöser Weltsicht als Menschen zu behandeln. Die Voraussetzung dafür ist die weltanschauliche Neutralität der Gesellschaft. Integratition, Inklusion wird nur auf der Grundlage des Humanismus gelingen und ich meine hier nicht den kontaminierten Humanismus christlicher Provinienz.

Die katholische Kirche kann gesellschaftliche Akzente setzen, ein Anfang wäre die notwendige Aufklärung des Skandals zum Thema sexueller Missbrauch. Die Stärke der katholischen Kirche resultiert nicht aus der Schwäche der Gesellschaft sondern am willfährigen Kriechen politischer Akteure. Politische Claqeure, von der Kanzlerin über die Fraktionen im Bundestag machen bigotte christliche Politik möglich. Soziale Gruppen werden bewusst ausgegrenzt und es steht zu befürchten, dass diese Ausgrenzung an den zuwandernden Menschen keinen Halt macht.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo. In Regensburg hat man ja Erfahrung damit.

Wahl Dodo des Monats Oktober 2015

Dodo des Monats Oktober 2015
Dodo des Monats Oktober 2015

Der Monat Oktober war bestimmt durch die Flüchtlings-und Asylpolitik der Bundesregierung. In den bayrischen Gefilden möchte man schon gern das Grundgesetz außer Kraft setzen, von der bigotten christlichen Nächstenliebe ganz zu schweigen.
In Rom versammelten sich 270 Autoerotiker um über Sexualität, Familie, Scheidung und obskure Rituale zu befinden. Bemerkenswert, formal-rechtlich hat keiner der Beteiligten irgendetwas mit Sexualität zu tun, meint aber göttliche Ratschläge erteilen zu können. Beachtlich, keine Institution, Organisation, Partei, Verein, Gesellschaft spricht so oft, so viel über Sexualität. Katholische Kirche ist wie ein Hardcore-Porno, die Notgeilen treffen sich in Rom und nennen das Synode.

Die Wahl ist bis zum 07.11. 2015 befristet, nach 18:00 Uhr gibt es keine Stimmabgabe mehr. Mehrfachabstimmung möglich.  Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden.

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Margot Käßmann: Dodo des Monats September 2015

Dodo des Monats September 2015
Dodo des Monats September 2015

Margot-KässmannEine Stimme mehr als der kleine Doktor und CSU-General Andreas Scheuer, für Margot Käßmann. Herzlichen Glückwunsch.

Sie lebt in einer einfachen Welt. Jesus wandelt über blühende Wiesen, quert trockenen Fußes einen kleinen Fluss und in der Ferne labt sich ein T.rex am saftigen Grün. Aus dem Äther hört sie die ständige Wiederholung der Bergpredigt. Friede auf Erden. Soweit die monopolare Botschaft der Ex-Bischöfin und Wegbereiterin des fundamentalen Menschenfeindes Martin Luther.

Naives Christentum ficht das nicht an.  Naivität der Christin und die kompensatorische Arroganz bigotter Doppelmoral.  Scheinbar um die Macht ihres imaginären Freundes wissend  äußert sie sich über die sogenannten „Verteidiger des Abendlandes“ naserümpfend: „Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben.“

Was für ein Blödsinn, in der kleinen heiklen Friedenswelt der Margot Käßmann gibt es kritisches Denken nur andere betreffend. Warum verhindert denn ihr imaginärer Freund nicht die Barbarei im Nahen Osten? Selbst sein Bodenpersonal, in der Hauptsache wohl katholisch, darf dahin gemetzelt werden. Ihre Gebete nützen nichts, verhindern nichts, die Toten bleiben tot, der abgeschnittene Kopf bleibt abgeschnitten. Wer betet ändert nichts. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass Käßmann meint, Beten sei Schwerstarbeit, ändern tut sie nichts damit.
Mit dem Idiom protestantischer Arroganz meint sie die Kirchen füllen zu können, diese Gegreine bringt auf diesem hohem Niveau nur noch der Ex-Bischof Huber zustande. 400.000 Kirchenaustritte fechten Käßmann nicht an, dass ist nicht ihr Problem, eia-popeia-Herz-Jesulein Frieden um jeden Preis, da lebt die Niedersächsin auf. Verstehen kann man das nur, wenn man dem gleichen Realitätsverlust unterliegt wie sie. Die Religionisierung sozialer Konflikte, ihrem Grundverständnis nach, machen die Prozesse zu politisch-kirchlichen Einflusssphären. Das ist durchaus gewünscht. Da wird der ach so hochgeschätzte Pfaffe Luther völlig außen vor gelassen.

Luther_Zitat

Politische Arroganz, der Rückzug des demokratischen Gemeinwesens in der Fläche, ungelöste soziale Konflikte haben die „besorgten Bürger“ zu dem werden lassen was sie heute sind. Da lässt sich pfäffisch gut klugscheißen.

Mir ist auch nicht bekannt, ob Käßmann, außer ihrer arroganten Schwätzerei, eine Flüchtlingsunterkunft besucht hat. Sie kann ja den dort untergebrachten durch aus die Bergpredigt nahe bringen, auch die Evangelische Kirche in Deutschland mag Märtyrer, oder ob sie bei einer Pegida-Demo gesehen wurde und die Macht Gottes auf die „besorgten Bürger“ geschleudert hat.

Die rechtsextremen Auswüchse in Sachsen und überall in Deutschland haben konkrete Ursachen, politisch, sozial, kulturell und solange dás nicht konkret benannt wird, werden diese Konflikte nicht gelöst werden.

Zum Abschluß Karl Popper:

Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.(Die offene Gesellschaft und ihre Feinde)

Wenn zuviel Jesus im Oberstübchen geistert, mal Karl Popper lesen. Es lohnt sich.

Wahl Dodo des Monats September 2015

Dodo des Monats September 2015
Dodo des Monats September 2015

Eine Fülle von religiotischen Aussagen, statements, Forderungen hat sich im Monat September angesammelt. Flüchtlinge, die Vorwahlen der Republikaner in den USA, Ehe, Familie, Abtreibung. Zu allen Themen meinen Pfaffen und Pfäffinnen etwas sagen zu müssen. Die eigene Bigotterie sehen sie dabei nicht. Bei einigen Politikern wäre schon ein Pfaffe ehrenhalber verdient.
Die Wahl ist bis zum 07.Oktober 2015, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachabstimmungen sind möglich. Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

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