Alexander Gauland – Dodo des Monats Juni 2018

Dodo des Monats Juni 2018 ©HFR

Der hetzende Polit-Opa Alexander Gauland hat sich gegenüber Jens Spahn durchsetzen können, auch wenn die ersten Tage Spahn wie einen Sieger aussehen lassen haben.

Um es vornweg zu nehmen. Gauland ist wie die meisten Mitlieder seiner Partei ein Kind der CDU, dort konnte er seine national-populistischen Attitüden pflegen und entwickeln. In ähnlicher Art und Weise wie Sozialdemokrat Sarrazin. Verbiesterte alte Männer, die einem mytholgischen Freiheitsbegriff anhängen, der scheinbar in der Moderne abhanden gekommen ist. Kerndeutsche Tugenden sind aber Gaulands Sache nicht. Unbezahlte Parkknöllchen führten zur Androhung des Führerscheinentzugs in Potsdam, schlampig oder aber viel geschworener Widerstand gegen das System. Egal, Gauland ist pragmatisch genug um auch einen Meineid zu leisten, wenn es der eigenen Sache dient, siehe die Affäre Gauland in Hessen.

Der Sachse Gauland offenbart hinsichtlich deutscher Geschichte einen lockeren Umgang mit derselben. Unkenntnis ist es nicht, gezielte Provokation schon eher, die Schnappatmung deutscher Politik ist ihm gewiss.

Der Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag hatte beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach gesagt:

„Wir haben eine ruhmreiche Geschichte, daran hat vorhin Björn Höcke erinnert. Und die, liebe Freunde, dauerte länger als die verdammten zwölf Jahre. Und nur, wenn wir uns zu dieser Geschichte bekennen, haben wir die Kraft, die Zukunft zu gestalten. Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die zwölf Jahre. Aber, liebe Freunde, Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“ Alexander Gauland, ebenda.

Unterstellt man dem deutsch-nationalen Gauland Deutschland als Nationalstaat gemeint zu haben hat er schlicht und ergreifend Blödsinn von sich gegeben. Die Reichsgründung erfolgte 1871, bis dahin war deutsches Land provinziell. Die 1000 Jahre deutscher Geschichte beinhalten die Schweiz, selbst die Niederlande, von denen hat Gauland sicherlich nicht geredet. Erst im 19. Jahrhundert schied Österreich aus der Phalanx „deutscher“ Staaten aus, nach der Niederlage bei Königsgrätz. Der kurze Abriss deutscher Geschichte muss genügen. Die 12 Jahre nationalsozialistischer Herrschaft nicht. Die waren alles andere als ein Vogelschiss und man muss sich fragen welcher Vogel mittels Darmentleerung Gauland da wohl getroffen hat. Der Vogelschiss, welcher in Gaulands Gehirn eingeschlagen sein muss war tief braun. Und so verwundert es nicht, wenn Gauland, nach Hosendiebstahl, in leicht braunen Schwimmschlüpfern, unter polizeilicher Begleitung, die Straße entlang schlurft, so gesehen am Heiligen See in Potsdam. Die Enttäuschung war groß, ich hatte mir zumindest Buggsn mit Dackelmuster vorgestellt. Der Skandal war nicht die Abbildung Gaulands in seinen Badehosen, der Skandal ist die Relativierung deutscher Verantwortung in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Opfer sind egal, sie dienen nicht dem Zweck den Gauland verfolgt. Nationalismus, Revisionismus und eine gehörige Portion Chauvinismus lassen Gauland und die AfD deutsche Politik vor sich hertreiben.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

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Wahl Dodo des Monats Juni 2018

Dodo des Monats Juni 2018 ©HFR

Der Monat Juni war angereichert mit einer Fülle von kruden Obskurantismus. Der Papst stellt immer mehr unter Beweis ein Schwätzer zu sein, mit einer großen Diskrepanz zwischen Wort und Tat.
Alexander Gauland mit seinem Vogelschiss-Getöse und einer Beschönigung deutscher Geschichte die ihresgleichen sucht. Markus Söder übt sich weiter in der Prostitution seines Glaubens, der Tatsache zum trotz, dass es bis auf einige Theologen so richtig niemanden interessiert.
Die Bundesfamilienministerin Giffey findet Burkinis, als Badebekleidung für Mädchen ganz toll, und schmeißt so, ganz nebenbei ein paar wichtige Errungenschaften der Aufklärung ins Klo.
Religiotie ist zur Staatsdoktrin verkommen und einmal mehr erweisen sich Politiker als willfährige Steigbügelhalter der Gegenaufklärung.

Die Wahl ist bis zum 07. Juli 2018, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Preisträger wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Vitus Huonder, „alter Mann, der gern in fremden Schlafzimmern mitreden will.“
  2.  Jens Spahn, „selbstbestimmtes Sterben Schwerkranker verhindert er postalisch.“
  3.  Deutsche Zentrumspartei, „bedient sich in der Debatte um Abtreibungen nationalsozialistischer Vergleiche. Den Tenor kennen wir von den Kirchen.“
  4.  Sigurd Rink, „mit Waffen für den Frieden, ist wie Vögeln für die Jungfräulichkeit.“
  5.  Franziska Giffey, „ist es eine Frage der Zeit, wann sie in einer Burka auftritt?“
  6.  Joachim Heinz, „dilettiert gern über die Staatsleistungen an die Kirchen.“
  7.  Matteo Salvini, „weg mit der Impfpflicht in Italien.“
  8.  Detlev F. Neufert, „der Jesus-Walker von München.“
  9.  Gero Winkelmann, „Homoheiler mit Glaubulis. Zucker ist alles.“
  10.  Papst Franz, „sein Familienverständnis ist aus der Zeit gefallen.“
  11.  Rainer Hangler, „Homosexualität ist Mord.“
  12.  Jürgen Klopp, „betet des Ball ins Tor.“
  13.  Peter Dabrock, „mit bigotter christlicher Moral zum Werbeverbot von Abtreibungen.“
  14.  Alexander Gauland, „verzerrte Wahrnehmung in Sachen Vogelscheiße.“

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Michael Müller: Dodo des Monats Mai 2018

Dodo des Monats Mai 2018 ©HFR

Der Tourismus deutscher Politik in den Vatikan bestimmte in den letzten Tage die Schlagzeilen. In Reisegruppenstärke standen sie vor dem heiligen Stühlchen und versuchten Zipfel der Scheinheiligkeit des absolutistisch regierenden Kirchenfürsten zu erheischen. Nie wird der Anachronismus deutlicher, hier demokratisch gewählte Politiker, dort klerikaler Absolutismus. Man will die Bilder nicht sehen, wenn Ministerpräsidenten, regierende Bürgermeister wie hechelnde, subalterne Beamte dem höfischen Chor der Schmeichler einstimmen. Wer den Papst in den Arsch kriecht kann nicht mehr leuchten und so verglüht Politprominez im Gestank der römischen Kurie. Der sprücheklopfende Pappa und die in leeren Worthülsen denkende Politik.
Die römische Spukgestalt interessiert sich nicht für Wählerwillen, parteiliche Programmatik, ihr geht es um die Konsolidierung, den Ausbau und die Entwicklung der institutionellen Macht seiner Paladine, da eine katholische Fakultät, an einer staatlichen Universität, dort die Rekonstruktion eines Kirchleins, für die der Steuerzahler aufkommen muss.
7,1% der in den Regionen des Erzbistums Berlin lebenden Bevölkerung sind katholisch. Von 5,8 Millionen Einwohnern sind ganze 412.000 Katholiken. Die Party der katholischen Kirche bezahlen alle, ohne jedwedes Gefühl für Scham greift man in die Töpfe staatlicher Kassen. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sehen es mit Wohlwollen, die gesellschaftlich geringer werdende Bedeutung des Fossils katholische Kirche interessiert nicht. Die Gemeinschaft aller bezahlt ein Kasperletheater in dem alte Männer die Fäden für die Puppen ziehen und der Pöbel klatscht Beifall.
Nun gar reden Politiker, wie Michael Müller, Erzapostel Koch und der Pappa gar von einem Konkordat, also einem Staatskirchenvertrag zwischen Berlin und dem „Heiligen Stuhl.“
Die Hauptstadt des Atheismus braucht so etwas nicht.
Woelki, Meisners Ziehsohn, legte am 16. August 2011, dem vom Reichkonkordat vom 20. Juli 1933 geforderten Treueid auf den Berliner Senat ab. Ein freiheitlich-demokratisch gewählter Senat lässt sich die Treue, auf der Grundlage eines Nazi-Vertrages, schwören.

Protestant Müller will es regeln, vertraglich, die Notwendigkeit hat er sich einreden lassen und das deutsche Episkopat quietscht vor Vergnügen.
Die alles entscheidende Frage ist, was heißt das in Euro? Die Stadt Berlin hat andere Probleme, als sich einen Zoo seltsam kleidender alter Männer leisten zu können.
Diderot auf unsere heute Zeit angepasst:“ »Die Menschen werden niemals frei sein bis man nicht den letzten Berufspolitiker mit den Eingeweiden des letzten Priesters erdrosselt hat.“

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Mai 2018

Dodo des Monats Mai 2018 ©HFR

Söders politische Zwangsevangelisierung, per Kabinettsbeschluss lässt die Wogen hoch gehen.
Im zweiten Film „Der Planet der der Affen“(Rückkehr), findet der durch die Zeit gesprungene Astronaut Brent eine Gruppe fanatischer Menschen, die eine Kobaltbombe anbeten. Eine sehr ernste Aussage. Denn das Kreuz ist nichts anderes, ein Tötungsinstrument. Die fanatischen Anhänger des Kreuzes möchte man an selbiges Nageln, Tackern oder Bolzenschussgerät wäre zeitgemäß, wäre auch wesentlich humaner. Auffallend in der ganzen Debatte, religiös, religiotisch, Markus. Die krudesten Aussagen zum Thema Christentum kommen von Personen, die Markus heißen, dass ist Vorsehung. Die Generation, mit dem Modenamen Markus scheint es in Sachen Religiotie besonders erwischt zu haben.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 2018, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachnennungen sind möglich. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden. Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten:

  1.  Land Bayern, „gut christlicher Abschiebeversuch einer Hochschwangeren.“
  2.  Michael Müller, „nach Papstaudienz wird ein Konkordat vorbereitet.“
  3.  Franz-Josef Overbeck, „beschwört die Notwendigkeit katholischer Militärseelsorge.“
  4.  Heiner Koch, „der katholische Erzbistums-Verein möchte ein Konkordat.“
  5.  Julia Klöckner, „Inkompetenz in Sachen Frauenrechten den Flüchtlingen nachgesagt.“
  6.  Markus Dröge, „kleine Kreuzspiele im Reli-Unterricht.“
  7.  Markus Grübel, „Kognitive Dissonanzen in Sachen Abendland und Nächstenliebe sind signifikant.“
  8.  Peek & Cloppenburg, „der sprichwörtliche Griff ins Klo, mit einem Werbespruch.
  9.  Jeffrey Myers, „Judenhasser Luther als Ampelmännchen in Worms.“
  10. Landesregierung Brandenburg, „Rückabwicklung der Säkularisation auf Kosten der Steuerzahler.
  11.  Ralf Brauksiepe, „Patientenbeauftragter mit christlicher Agenda.“
  12.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „schwört auf religiöse Wellness ein.“
  13.  Markus Blume, „der Abstand zwischen Brett und Stirn ist sein Horizont.“
  14.  Volker Jung, „Pfarrer der das Internet regulieren will um Qualitätsjournalismus zu retten.

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Markus Söder: Dodo des Monats April 2018

Dodo des Monats April 2018 ©HFR

Bayern im Frühjahr 2018. Markus Söder besteigt den Thron des Landesherren und verfügt überall soll Kreuz sein. Zwangsmission wie im Mittelalter, gerade so, als wenn die Aufklärung der letzten 300 Jahre überhaupt nicht stattgefunden habe. Landesherrlich verkündet Protestant Söder die Hegemonie des Kreuzes für bayrische Behörden.  Grundgesetz, was juckt das Grundgesetz, den Gotteswahnsinnigen juckt es nicht, nur die Gesetze seines imaginären Freundes im Nirgendwo.
Die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates ist kein Begriff aus dem Verfassungstext, ist jedoch aus den Artikeln 3 III, 4 I, 33 III GG und Artikel 136 I, IV Weimarer Reichsverfassung herleitbar. Soweit die Theorie, es sind Politiker wie Söder, und er ist da bei weitem nicht der einzige, die das Gebot der religiös-weltanschaulichen Neutralität mit den Füßen treten und mit den Händen schlagen.  Söder verordnet seinen Untertanen behördliches Christentum. Die sinkende Bedeutung der Kirchen machen Politiker wie der Protestant Söder wett, azyklisch versteht sich, geht es der Politik um den Glauben wird gelogen, dass sich die Balken des Kreuzes biegen. Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte namens CSU aber mit einem durchaus krankhaft zu nennenden Ehrgeiz behaftet, der Gotteswahn tut ein übriges dazu. Man wartet auf den Tag, an dem Söder ausruft: „Ich bin Jesus.“ Ein Politiker der seine Religion wie ein radschlagender Pfau in der Öffentlichkeit prostituiert. Politisch-religiöse Nuttigkeit.

Das Kreuz sei Liebe. Soviel Liebe, dass vor Jahren der Ratzinger-Papst vom Kreuz stieg, weil er dessen überdrüssig war und ein beschauliches Klosterleben vorzog.

Das Kreuz in wandelbarer Tradition, ob nun als Tatzenkreuz des Deutschen Ritterordens, der Templer, das Eiserne Kreuz bis hin zum Balkenkreuz der Wehrmacht und der Bundeswehr. In der Tradition steht das Kreuz der Christenheit für Aggression, Eroberung, Krieg, Dinge die Protestant Söder noch nicht einmal in Erwägung zieht. Das Kreuz als Macht-und Anspruchssymbol. Und so tut er ein übriges dazu, den Untertanen das Kreuz zu verordnen.

Leere Kirchen, aber spuckt man in bayrischen Landen aus, trifft man unweigerlich ein Christen-Kreuz. Bedford-Strohm umschleicht seinen Ministerpräsidenten wie ein subalterner Lakai, Marx anfänglich durchaus kritisch, kriecht mittlerweile zu Kreuze. Herrlich, wenn wir schon als Kirchen zu blöd sind unseren Bedeutungsverlust umzukehren, haben wir in Söder ja einen der rigoros missioniert.

Wie chronisch und vor allem tief manifestiert der Gotteswahn bei Söder ist, zeigt folgendes Beispiel:

In der Debatte um die MTV-Zeichentrickserie Popetown, für die der Sender mit einem vom Kreuz gestiegenen lachenden Christus vor einem TV-Gerät warb, forderte Söder 2006 ein klares Verbot von Blasphemie im Strafrecht. Wenn Kirche und Papst in einer Zeichentrickserie für Jugendliche lächerlich gemacht würden, habe das „nichts mehr mit Satire zu tun“. Er forderte, der § 166 des Strafgesetzbuches müsse um konkrete Schutztatbestände erweitert werden. Er begründete seine Position im Folgenden weiterhin damit, dass religiöse Symbole endlich gesetzlich geschützt werden müssten.

Nachdem Volker Beck erklärt hatte, der § 166 StGB sei „nicht mehr zeitgemäß“ und „ein Relikt aus voraufklärerischer Zeit“, erwiderte Söder: „Volker Beck spinnt.“ Er erklärte, der Schutz und die Achtung religiöser Gefühle gehörten zu den „Grundwerten unserer Gesellschaft“. Mit der CSU werde es daher eine Abschaffung des strafrechtlichen Verbots der Gotteslästerung „niemals“ geben. Stattdessen sei eine Verschärfung des Paragrafen notwendig, um religiöse Symbole besser vor Verunglimpfungen zu schützen.Wikipedia

Söder ist erst wenige Wochen im Amt, wir dürfen gespannt sein, welche Religiotie in Bayern noch verkündet werden wird.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats April 2018

Dodo des Monats April 2018 ©HFR

Drei Haupthemen haben die Medien im Monat April beherrscht, der § 219a StGB, das Werbeverbot für Abtreibungen, die antisemitischen Vorkommnisse, religiöses Mobbing und die bayrische Kreuzespflicht. Markus Söders Gotteswahn spaltet die Gesellschaft, einschließlich derer, für die er vorgibt zu sprechen. Wurde früher mit dem Schwert missioniert erfolgt dies heute mittels Kabinetts-Ordre, demokratisch begründet. In Bayern sitzen die wahren Christen, alles andere sind Idioten, so die Botschaft des bayrischen Ministerpräsidenten. Wenn im Herbst der neue bayrische Landtag gewählt werden wird, ist das Kreuz auf dem Wahlzettel gleichzeitig christliche Botschaft, Söder wird seinen Zettel voller Rührung ankreuzen. Gottespartei CSU, nichts gilt mehr.

Die Wahl ist bis zum 07.05. 2018, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden. Viel Spaß. Hier sind die Kandidaten.

  1.  Helge Braun, „Plakate am Straßenrand, die für Abtreibung werben sind ihm ein Gräuel.“
  2.  Ursula von der Leyen, „braucht mehr Geld für ihre Bundeswehr, sie könnte es auch gleich verbrennen.“
  3.  Peter Tauber, „Trennung von Kirche und Politik sind ihm nicht vorstellbar, verdammter Mangel an Fantasie.“
  4.  Markus Blume, “ wer das Kreuz verweigert ist ein Religionsfeind.“
  5.  Aiman Mazyek, „Antisemitismus ist eine Sünde im Islam.“
  6.  Kollegah, „für seine profunde Widerlegung der Evolutionstheorie.“
  7.  DiTiB, „spielt Krieg in den Moscheen und ist dann über sich selbst entrüstet.“
  8. Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, „Luthers Judenhass ist Gotteslästerung.“
  9. Markus Söder, „in jeder Behörde Bayerns muss ein Kreuz hängen.“
  10. Markus Dröge, „möchte Menschen vorschreiben, wie nach ihrem Tod mit ihnen verfahren wird.
  11.  Alexander Dobrindt, „offenbart Wissensdefizite in Sachen Demokratie.“

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Jens Spahn: Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Jens Spahn hat das Rennen um die kotztütenblaue Dronte souverän gewonnen. Der neue deutsche Politharte, der sich gern als Universalpolitiker darstellt, spricht über alles und über jeden. Morgens, beim hochfahren der Rechner kommt unweigerlich die Frage in den Sinn, was hat die Spahnplatte aus dem Dorf Ottensen wieder an Neuigkeiten produziert. Bei Spahn gibts Spoiler-Alarm. Armut, Hartz IV, sichere Aussengrenzen, Frontex, Recht und Ordnung und dem Familiennachzug von Flüchtlingen, alles Themen, die vom Bundesgesundheitsminister nebenbei abgehandelt werden. Pflegenotstand, Ärztemangel und Zweiklassenmedizin sind nicht seine Themen, da könnte Versagen öffentlich werden. Und so kam es wie es kommen musste, die ersten Wochen als Minister der neuen Bundesregierung kann man mit dem Titel, „aus dem Leben eines Taugenichts“ versehen. Sieht man ihn in den Medien fällt spontan Großmaul ein. Generator unablässiger Dampfplauderei und leerer Worthülsen, eingebettet in die Arroganz eines Höflings der Kanzlerin, der sich auf die Stirn geschrieben hat, dereinst den Posten zu übernehmen. Populistische Profilierung des Erbschleichers der Kanzlerin. Populismus ist in, auch christdemokratisch und so werden die Grenzen des Pseudokonservatismus der CDU verschoben, die Richtung ist klar.

Geht es um den § 219a StGB wird Spahn auch schon mal demagogisch. Wobei ich ja der persönlichen Aufassung bin, wenn es um Frauenrechte geht, sollten Männer sich nicht in die erste Reihe drängeln und schon gar nicht mit erhobenen Zeigefinger.

„Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“Jens Spahn

Was für ein Vergleich, Tierrechte und Abtreibungen. Da weiß man sofort wo Spahn Frauen verortet.
Es geht beim § 219a StGB um Werbung, richtig, aber nicht um die Werbung die allabendlich in die Wohnzimmer des Kleinbürgers tröpfelt. Es geht nicht um Dichtedarstellungen von Tampons und Binden, bei denen der Nachweis, mittels Ersatzflüssigkeiten, optisch dargestellt wird.
Genau diesen Eindruck wollen Spahn und Co vermitteln. Es wird der Eindruck vermittelt als wäre ganz paternalistisch die Frau nicht geschäftsfähig, wenn es um ihren Körper geht.
Es geht um Information, das Recht der Frauen über ihren Körper, ihre Gesundheit und mögliche Karriere zu bestimmen. Diese Fach-und Sachinformationen können betroffene Frauen nur von der Fachfrau/mann bekommen. Die eigentliche Schwangerschaftsunterbrechung ist nicht Gegenstand des § 219a. Schaut man sich die Geschichte der besagten Rechtsnorm an, landet man im Deutschland der NS-Zeit.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo. Ich bin der Überzeugung, dass es nicht bei dem einen bleibt.

 

Wahl Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Der Monat März war von zwei grundlegenden Themen bestimmt, alles andere ging im Raunen, ob der Islam zu Deutschland gehöre und die Streichung des § 219a StGB, Werbung für Abtreibung, unter.
Medien, Politik, Kirchen scheinen nur ein Thema zu kennen, Islam und des politischer Ableger Islamismus. Man möchte Mohammed ins Grab kotzen. Tag für Tag, 24 Stunden, wird man mit der Thematik guter oder böser Islam regelrecht besoffen gemacht. Leute es reicht, zur Islam Suada gesellen sich noch die Vertreter der Kirchen, die auf irgendeine Art und Weise immer ihren religiösen Senf dazu geben müssen und die Polit-Christen der Bundesregierung, Bundestag und Länder. Wer noch nicht negativ zum Islam eingestellt ist, wird es, die Diskussionen sind Herpes verursachend.
Anschließend tobt sich der religiöse Mob der Republik zum Thema § 219a StGB aus. Werbung, Abtreibung zu guter Familienzeit im Früh-Abend-Programm von ARD und ZDF, grünblaue Flüssigkeiten, kleine Aspikklumpen, Ersatzflüssigkeiten wird am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Das ist der Eindruck den Jens Spahn und Co vermitteln, Spahns Plattitüden lassen den morgendlichen Kaffee ausflocken, sofern er wieder Stimmenfang in eigener Sache betrieben hat. Es geht um Frauenrechte und nicht um Binden-oder Tamponwerbung, es geht um Information, Aufklärung, es geht um Hilfe für betroffene Frauen.
Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07.04. 2018, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am Folgetag hier gewürdigt werden.

  1.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „glückliche Sklavin ihres Geschlechts.“
  2.  Gemeinderat Herxheim am Berg, „nie hat Hitlers Glocke schöner geklungen.
  3.  Horst Seehofer „erschreckende Unkenntnis des Grundgesetzes.“
  4.  Jens Spahn, „junger Ewiggestriger.“
  5.  Margot Käßmann, „mit christlichen Alleinvertretungsanspruch.“
  6.  Deutscher Kulturrat, „Mission in der Öffentlichkeit.“
  7.  Gregor Gysi, „möchte seine Politik mit den Kirchen abstimmen.“
  8.  Karsten Hilse, „die Irrungen und Wirrungen eines Geschichtenerzählers.“
  9.  Ursula von der Leyen, „ hat sich in die Taliban verliebt.“
  10.  Institut für Freiwillige Selbstkontrolle, „mediale Inquisition.“
  11.  Annette Widmann-Mauz, „noch so ein Fall des Unwissens übers Grundgesetz.
  12.  Deutsche Bischofskonferenz, „mit der Zuchtrute gegen die Ungläubigen.“
  13.  Heinrich Bedford-Strohm, „Gesinnungsbruder von Jens Spahn.“
  14.  Reinhard Marx, „Muslime nicht auf Religion reduzieren, gilt das auch für Katholiken?
  15.  Ludwig Schick, „das Kreuz als Hinrichtungswerkzeug ist seine Kultur.“

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Manfred Lütz: Dodo des Monats Februar 2018

Dodo des Monats Februar 2018 ©HFR

Geschichtenerzähler Lütz liebt Geschichten, katholische natürlich. Sein Christentum, seine Kirche sind auf dem besten Wege sich  abzuschaffen. Das schmerzt. Der imaginäre Himmelsfreund schweigt, keine Antworten. Wer sein Leben in die Verantwortung anderer legt ist nicht erwachsen und so kommt Lütz daher, pseudo-wissenschaftlich, das katholische Gemüt kindlich.  Unweigerlich kommt Matthäus in den Sinn, „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.„(Lutherbibel 1912). Auf dieser Ebene bemüht sich Lütz. Er setzt sich hin und schreibt ein Buch über die Geschichte des Christentums, müdes Abwinken, wissenschaftlich wäre gewesen, ergebnisoffen zu argumentieren, das wollte er nie. Sein Buch ist eine Verteidigungschrift, die Sicht eines Mannes, der gern und oft, im Sinnes seines polytheistischen Gottes, Geschichte verbiegt, klittert und schön redet. Sein Gott ist Liebe, gemeint ist Gehorsam und all die Ungehorsamen schmerzen Lütz zutiefst. Sein Buch produzierte Fake News in Serie. Da er glaubt, beweist er nichts und bedient sich eines Taschenspielertricks. Wenn er sonst gegen die Trennung von Staat und Kirche wettert, politische Aktionen von Christen einfordert, bedient er sich genau dieser Separation um sein Christentum rein zu waschen. Es war die weltliche Macht, die geistliche Urteile vollstreckte, die Verbindung Thron-Kirche, Kaiser-Papst, blendet er aus, der Adel gab den Glauben vor und der war bis zur Reformation katholisch. Es dauerte nicht lange, bis die katholische Kirche, nachdem das Christentum Staatsreligion wurde, die ersten Ketzer und Häretiker hinrichten ließ. Die Anerkennung derselben sollte bis zum 2. Vaticanum andauern.
Nimmt man das Alte Testament so war die Sintflut der erste Völkermord in der Geschichte der Menschheit, immer vorausgesetzt man glaubt diesen Mist. Lütz glaubt an die Päpste, seine Väter im Glauben hatten Macht, sie hielten den Schlüssel in der Hand um den Feudeladel den Weg in alle Himmel zu weisen. Die Päpste hatten feudale, ökonomische und politische Macht, sie konnten Heere ausrüsten und für die Sache des Christengottes kämpfen lassen. Missioniert heute Politik von Oben, indem man dem ungläubigen Pöbel Kirchen vor die Nase setzt und Märchenstunden abhält, die allein durch die Wiederholung Hoffnung erzeugen sollen, ganz in christlicher Hinsicht. In der Geschichte des Christentums wurde mit dem Schwert missioniert, tötet sie alle, der Herr wird die Seinen schon erkennen. Die Päpste öffneten mit ihren Bullen die Tore der Hölle um die „Affen“ der Amerikas zu christianisieren. Die Erlaubnisse bekamen nicht die Landsknete, Glücksritter und Mörder, sie waren für Könige bestimmt. Das Christentum matschte sich durch die Welt um das Symbol des Kreuzes allerorten zu hissen. Schlimm wurde es mit der Reformation. Allein die Feststellung ob der Christengott evangelisch oder katholisch sei kostete ein Drittel der deutschen Bevölkerung das Leben. Schade eigentlich dass diese Armee der Toten nicht bei den Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum defilieren konnte. Selbst die katholische Liga verweltlicht in der Trickserei des Herrn Lütz. Zum katholischen Fundamentalismus kam nun der evangelische Extremismus. Die Taliban des Christentums, sola scriptura, Luthers nur die Schrift haben sich Jahrhunderte später Wahhabiten und Taliban zu eigen gemacht. Religiotie im Streit um den Wahrheitsbegriff, ganze Generationen verdummt und verblödet. Lütz generiert sich als göttliches Mietmaul, nichts anderes versucht er im Namen seines imaginären Freundes zu sein, mit Liebe natürlich.
Es braucht weltliches Geld um den Schinken des Herrn Lütz in die Bestsellerlisten zu hieven. Der Herder-Verlag knausert nicht, wohl wissend, wie man Bestseller produziert, das Produkt wird zum Hit, wenn es der Markt wahr genommen hat. Man muss die Lützsche Geschichte des Christentums nicht lesen. Es empfiehlt sich für Interessenten die Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner zu lesen. Danach ist nicht nur die christliche Ursuppe versalzen. Anzunehmen ist, dass sich Lütz dieser Lektüre verweigert. Deschner hat mit dieser Bande von Gangstern, die sich Päpste, Kardinäle, Bischöfe und Äbte, Theologen, Nonnen, Mönche und Priester nennen aufgeräumt.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

„Je größer der Dachschaden, um so schöner der Aufblick zum Himmel.“(Karlheinz Deschner)

Wahl Dodo des Monats Februar 2018

Dodo des Monats Februar 2018 ©HFR

Im vergangenen Monat gab es nur wenig Tage, an denen obskure und groteske Meinungen aus Politik und Kirchen nicht in die Medien schwemmten. Mögliche Kandidaten konnten nicht berücksichtigt werden, ob nun Dodo Laun, der Hilfsbischof aus Österreich, endlich in Rente, nicht darin gehindert größtmöglichen Blödsinn zu verkünden, natürlich alles im Namen seines himmlischen Freundes. Bedford-Strohm, der subalterne Regierungspfarrer bringt nun seinen Sohn um die Vergottung des Internets weiter entwickeln zu können. Zwangsmission via ZDF, Geld sammeln für ein fragwürdiges Projekt in Potsdam, die Kriegskirche. Vielleicht finden sich ja noch die Trophäen aus deutsch-französischen Kriegen, die man nach der Niederlage des 1. Weltkriegs schnell beseite geschafft hat. Und, und, und.
Seht selbst.

Die Wahl ist bis zum 07. März 2018, 18:00 Uhr, befristet. Am Folgetag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Christian Gerlinger, „SPD-Ortsvorsitzender, mag keine Religionskritik.“
  2.  Manfred Lütz, „verbiegt die Geschichte des Christentums bis zum geht nicht mehr.“
  3.  Gemeinderat Herxheim am Berg, „mag es wenn das Hitler-Glöckchen Friedensmelodien läutet.“
  4.  Manfred Spieker, „die schwule Schöpfung seines Herrn will er nicht akzeptieren.“
  5.  Markus Dröge, „unterscheidet zwischen Flüchtlingen und Christen, bei letzteren soll bevorzugt werden.“
  6.  Monika Grütters, „politische Gottesmagd, die sich um Entchristlichung sorgt.“
  7.  Markus Söder, „Patrioten und Religiöse nicht zurücklassen, wann singt er ein Heimatlied?“
  8.  Peter Dabrock, „Vorsitzender Theologe des Ethikrates mit bigotter Ethik.
  9.  Eugen Brysch, „Kommunion und letzte Ölung auf dem OP?“
  10.  ZDF, „Staatsfernsehen mit Zwangsmission für Geldspenden zum Wiederaufbau einer Kriegskirche.“
  11.  Peter Homberger, „mit Kreationismus gegen den Kreationismus um die Evolutionstheorie zu widerlegen.“
  12.  Mechthild Löhr, „lebt ihre pränatalen Fruchtwasserträume aus.“
  13.  Alice Weidel, „nicht die hellste Kerze ihrer Partei.“
  14.  Angela Merkel, „normalisiert Länderbeziehungen, gut christlich, mit Waffengeschäften.“
  15.  Jens Spahn, „will seine dörfliche Leitkultur landesweit sehen.“
  16.  Heinz Josef Algermissen, „die Kirchenspaltung und der Atheismus, er ist 500 Jahre zurück.“

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Daniel Dennett: Es gibt nichts Übernatürliches

Für ihn ist der Mensch nur Materie: Daniel Dennett gilt als grosser Entzauberer der Philosophie. imago/ZUMA Press
Für Daniel Dennett hat der Mensch nichts Rätselhaftes an sich. Alles sei naturwissenschaftlich erklärbar, sagt der Philosoph. Wo bleibt da der Geist? Und wo die Freiheit?

Von Yves Bossart | SRF

Mit seinem weissen Rauschebart und dem selbstgeschnitzten Gehstock sieht er aus wie Gott persönlich. Passender wäre jedoch: wie Charles Darwin.

Der 75-jährige Starphilosoph Daniel Dennett sagt nämlich von sich selbst, er sei ein Roboter, konstruiert im Laufe der Evolution. Für Dennett gibt es nichts Übernatürliches. Alles ist prinzipiell naturwissenschaftlich erklärbar, auch unser Bewusstsein.

Das Ich ist nur eine Illusion

Gefühle und Gedanken seien, ebenso wie unser Ich, nichts weiter als Illusionen, die das Gehirn erzeuge, um einfacher funktionieren zu können. Der Geist sei letztlich nicht mehr als das Gehirn und somit ein Produkt der Evolution.

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Bernd(Björn) Höcke: Dodo des Monats Januar 2018

Dodo des Monats Januar 2018 ©HFR

Es ist nicht Riad, nicht Dschidda und auch nicht Mekka, von denen die Bedrohung des christlichen Abendlandes ausgeht. Der saudische Wahhabismus und die Spielart der Salafiyya auch nicht. Das islamistische Übel beginnt am Bosporus, glaubt man Björn Höcke, dem thüringischen Landesvorsitzenden der Alternative für Deutschland. Oder besser, dem völkischen Volk, welches in Thüringen lebt und für das er vorgibt zu sprechen. Das Volk, das Deutsche, hat es ihm angetan, er verspricht Großes, Deutschland den Deutschen, es bleibt abzuwarten in welchen Grenzen Höcke seine Deutschtümelei verortet wissen will. Momentan ist das noch sein Geheimnis, gilt es doch Deutschland von den „Muselmannen“ zu befreien und dem wiederentstehenden Osmanischen Reich Sultan Erdogans rechtzeitig entgegenzutreten.

Lassen wir ihn zu Wort kommen.

„Das, was wir jetzt noch nicht durchsetzen können, weil wir nicht die Macht haben – aber wir werden die Macht bekommen – und dann werden wir das durchsetzen, was notwendig ist, damit wir unser freies Leben leben können. Dann werden wir die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M, Mohammed, Muezzin und Minarett, Schluss ist, liebe Freunde!“Björn Höcke, Eisleben

Es gilt den Islam in der Türkei zu verbieten, mittels Direktive. Die Methode ist uns nicht unbekannt, seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei, wird das Land mittels Direktiven Erdogans regiert. Die Methode hat er also geklaut, viel besseres als Direktiven herauszugeben fällt ihm nicht ein. Da er in Thüringen, bei der nächsten Landtagswahl 2019, Ministerpräsident werden will konstruieren wir den Fall, dass er es schafft. Also, Ministerpräsident Höcke verbietet mittels Direktive den Islam am Bosporus, Mohammed, Muezzin und Minarett sind am Ende. Donald Trump lässt sich von seinem Berater erklären, dass die Thüringer kein Indianer-Volk aus den Black Hills sind, die kommunistische Partei Chinas verwendet einen Globus, da steht nur DDR. Verwirrung, global und international. Polen versetzt die Armee in erhöhte Gefechtsbereitschaft, weil sie damit rechnen, dass Höcke mittels Direktive Ostpreussen, Pommern und Schlesien, einschließlich Danzig, zum deutschen Volke gehörig erklärt. Und so werden Höckes Thüringer, Glasbläser, Spielzeugmacher, als Volk versteht sich, zu Eroberern. Der einzige, der wirklich handelt ist ein Psychiater. Er schickt vier kräftige Pfleger, die Höcke in der Bewegungsfreiheit hemmen und steckt ihn die Klappse. So könnte es sein, die Realität ist leider eine andere.

Nichts ist so obskur wie der Begriff des Volkes, eine willkürliche Setzung. Wir sind die in.group und zeigen allen anderen, wie wir uns Freiheit vorstellen, die out.group landet in Lagern, wird deportiert oder gleich erschossen. Hatten wir schon, die Resultate sind weithin bekannt, die Höckes bedienen sich demagogischer Metaphern, das Kollektiv Gleichgesinnter wird zur verbalen Gewaltzelle, noch.

Da es gilt das christliche Abendland zu retten, können die Kelles, von Storch‘, Beverfoerdes et al für die Verdummung der Kinder sorgen und ihre christlichen Bildungspläne des 19. Jahrhunderts in der Praxis umsetzen. Den abendländischen feministischen Spinnern wird der Garaus gemacht, für Frauen gilt dann wieder Kinder, Küche, Kirche.

Und weil das Volk angeblich so wichtig ist, die Sicht Heinrich Heines zum Thema:

O das Volk, dieser arme König in Lumpen, hat Schmeichler gefunden, die viel schamloser, als die Höflinge von Byzanz und Versailles, ihm ihren Weihrauchkessel an den Kopf schlugen. Diese Hoflakaien des Volkes rühmen beständig seine Vortrefflichkeiten und Tugenden, und rufen begeistert: wie schön ist das Volk! wie gut ist das Volk! wie intelligent ist das Volk! – Nein, ihr lügt. Das arme Volk ist nicht schön; im Gegenteil, es ist sehr häßlich. Aber diese Häßlichkeit entstand durch den Schmutz und wird mit demselben schwinden, sobald wir öffentliche Bäder erbauen, wo Seine Majestät das Volk sich unentgeltlich baden kann. Ein Stückchen Seife könnte dabei nicht schaden, und wir werden dann ein Volk sehen, das hübsch propre ist, ein Volk, das sich gewaschen hat. Das Volk, dessen Güte so sehr gepriesen wird, ist gar nicht gut; es ist manchmal so böse wie einige andere Potentaten. Aber seine Bosheit kommt vom Hunger; wir müssen sorgen, daß das souveräne Volk immer zu essen habe; sobald allerhöchst dasselbe gehörig gefüttert und gesättigt sein mag, wird es euch auch huldvoll und gnädig anlächeln, ganz wie die andern. Seine Majestät das Volk ist ebenfalls nicht sehr intelligent; es ist vielleicht dümmer als die andern, es ist fast so bestialisch dumm wie seine Günstlinge. Liebe und Vertrauen schenkt es nur denjenigen, die den Jargon seiner Leidenschaft reden oder heulen, während es jeden braven Mann haßt, der die Sprache der Vernunft mit ihm spricht, um es zu erleuchten und zu veredeln. So ist es in Paris, so war es in Jerusalem. Laßt dem Volk die Wahl zwischen dem Gerechtesten der Gerechten und dem scheußlichsten Straßenräuber, seid sicher, es ruft: »Wir wollen den Barnabas! Es lebe der Barnabas!« – Der Grund dieser Verkehrtheit ist die Unwissenheit; dieses Nationalübel müssen wir zu tilgen suchen durch öffentliche Schulen für das Volk, wo ihm der Unterricht auch mit den dazugehörigen Butterbröten und sonstigen Nahrungsmitteln unentgeltlich erteilt werde.Heinrich Heine, Geständnisse – Kapitel 5, Projekt Gutenberg.de

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2018

Dodo des Monats Januar 2018 ©HFR

Kaum waren die letzten Knaller der Silvesternacht verklungen, die Raketen erloschen schritt die politisch-religiöse Bande von Ehrwürdigkeiten daran die geleerten Sprechblasen mit Unsinn, kruder Weltsicht und jeder

Menge Bullshistic zu füllen.Protestantin Merkel tat was sie in den letzten Jahren so erfolgreich ausgeübt hatte, Aussitzen, Katholik Seehofer zerfaserte sich mit seinem ungeliebten Finanzminister Söder, so dass die zweite Reihe der Hofschranzen des Kanzlerinnenamtes in die Öffentlichkeit drängen konnten. Bei zelebrieren von Tee versuchte Gabriel ein paar Rüstungsgeschäfte gut christlich an den Mann zu bringen und scheiterte grandios an der neurotischen Politik seines Kollegen aus der Türkei. Die Pfaffen der Kirchen brachten ungehinderte ihre rückwärts gewandte Weltsicht ans Wahlvolk und sehnt sich nach alten Zeiten, alter Größe und Herrlichkeit.

Die Wahl ist bis zum 07. Februar 2018, 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag, wird der Gewinner gewürdigt werden.

  1.  Mustafa Yoldas, „gebt ihm einen Kampfanzug und ab ins Kurdengebiet.“
  2.  Ansgar Puff, „Willkommen im Mittelalter.“
  3.  Michael Borgholte, „verhandelt lieber mit konservativen Islam-Verbänden, Flexibilität geht anders.“
  4.  Georg Welker, „möchte die Geschichte unter der Hitler-Glocke neu deuten.“
  5.  Bernd(Björn) Höcke, „will das christliche Abendland in Istanbul retten.“
  6.  Uwe Becker, „5 Millionen Euro Steuergelder für arme, bettelnde Christenkirchen.
  7.  Manfred Scheuer „erkennt die Menschenrechte nicht an, warnt aber vor aggressiven Atheismus.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „bestimmt über Frauen, die ihn nichts angehen, mag nur Werbung für seinen imaginären Daddy.“
  9.  Franz-Josef Overbeck, „braucht die mögliche islamische Militärseelsorge um seine christliche vor dem Koma zu retten.“
  10.  Heiner Koch, „weg mit dem Berliner Neutralitätsgesetz, Freiheit für das Joch unterm Kreuz.“
  11.  Johanna Rahner, „islamische Theologie als Waffe gegen den Terror. Katholischer Größenwahn.“
  12.  Stephan Weil, „Niedersachsen braucht einen Reformationstag um die Kultur des Antisemitismus Luthers zu pflegen.“
  13.  Jens Maier, „gelebter Rassismus.“
  14.  Aiman Mazyek, „sollte endlich seine Version des Korans offenlegen.
  15.  Rainer Maria Woelki, „lebt in der Angst, dass mittels CRISPR ein Woelki geklont werden könnte.“

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Dodo des Monats Dezember 2017: Dirk Behrendt

Dodo des Monats Dezember 2017 ©HFR

Der Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dirk Behrendt, möchte muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Hijab zu erlauben.

Dem Wunsch des Senators steht das Berliner Neutralitätsgesetz entgegen.

Lehrkräfte und andere Beschäftigte mit pädagogischem Auftrag in den öffentlichen Schulen nach dem Schulgesetz dürfen innerhalb des Dienstes keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole, die für die Betrachterin oder den Betrachter eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft demonstrieren, und keine auffallenden religiös oder weltanschaulich geprägten Kleidungsstücke tragen. Dies gilt nicht für die Erteilung von Religions- und Weltanschauungsunterricht.Gesetz zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin.Vom 27. Januar 2005.GVBl. 2005, 92

Behrendt sieht Diskriminierung für Lehrerinnen, die auf Grund ihrer Religion Kopftuch tragen wollen.

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Kopftuchtragende Frauen sind nichts anderes als glückliche Sklaven. Die Not Sklavin einer Religion zu sein wird zur Tugend. Nicht wenige behaupten ihre Verhüllung freiwillig zu tragen. Warum nehmen sie dann diese nicht freiwillig wieder ab? Und schon wird die Freiwilligkeit ad absurdum.
Der Senator meint die Diskriminierung liege in der Einstellung von muslimischen Lehrern begründet, die ja völlig unverschleiert daher kämen. Wie grünäugig muss man sein derart zu denken und zu unterstellen. Es sind eben jene Männer, die ihren Frauen die Freiwilligkeit der Verhüllung einreden. Welche naive Weltsicht steht hinter der Auffassung ein Gesetz aufzuweichen, welches religiös-weltanschauliche Neutralität für alle garantiert. Der säkulare Staat mischt sich nicht in die Dinge des Glaubens ein, sichert aber auch, dass er selbst weltlich neutral bleibt. Das gewährleistet die Handlungsfähigkeit des Staates gegenüber jedweder Religion und Weltanschauung. Der Pastafari-Lehrer kann nicht mit dem Nudelsieb auf dem Kopf zum Unterricht erscheinen, der Hindu darf seinen geliebten Ganesh nicht aufs Pult stellen usw. In weltlichen Angelegenheiten bestimmt der Staat, in Sachen Himmel und Hölle die vermeintlichen irdischen Hilfskräfte imaginärer Himmelsgeister.

Was wäre denn die Signalwirkung einer Lehrerin mit Hidschab? Schon jetzt werden muslimische Schülerinnen von Mitschülern unter Druck gesetzt. Der Druck wird auch aus den Moscheen heraus an die Schülerinnen vermittelt. Die kopftuchtragende Lehrerin wird zum Hebel den Druck auf muslimische Schülerinnen zu erhöhen.
Behrendt meint, Mission finde trotz Kopftuch nicht statt. Bei solch geradezu kindlicher Naivität entsteht die Frage wie man Senator in Berlin werden kann. Eine kopftuchtragende Lehrerin ist Dauermission, Propaganda. Außerdem, wie will er überprüfen, dass eben keine Mission stattfindet. Das Kopftuch höchst selbst steht für Handlungen die mit unseren Grundrechten nicht korrespondieren. Die glückliche Sklavin diskriminiert sich selbst, sie begibt sich in eine Rolle als Frau, welche dem Gleichberechtigungsgedanken des Grundgesetzes entgegensteht. Dort liegt die Diskriminierung muslimischer Kopftuchträgerinnen. Kindern soll vorgelebt werden, dass Frauen nur an Männer herantreten können, dürfen, wenn sie Kopftuch tragen. Gehts noch? 300 Jahre Aufklärung im Müll der Geschichte.
Ich würde mein Kind sofort von der Schule nehmen, angesichts dieser religiösen Indoktrinationsversuche.
Heute reden wir über kopftuchtragende Lehrerinnen, morgen darf der Scientologen-Lehrer seine Xenu-Puppe den Kinder vorführen. Vielleicht will ja der Berliner Justizsenator eine religiös-plurale Theokratie.
2001 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte: Das Erziehungsrecht der Eltern und die negative Religionsfreiheit des Kindes (also frei von Religion zu sein) sowie der staatliche Bildungsauftrag müssen höher bewertet werden, als das Recht auf freie Berufswahl der Lehrerin.

Die Grünen-Abgeordnete Bettina Jarasch auf dem Parteitag der Grünen im Dezember 2017: „Das Neutralitätsgesetz gehöre auf den Prüfstand.“

Es ist erschreckend zu sehen wie angebliche Feministinnen religiöse Unterdrückungsszenarien legitimieren wollen, unabhängig der Tatsache, sich selbst lächerlich zu machen.
Mit den Berliner Grünen werden wir es erleben, religiöser Mummenschanz auf den Richterbänken, die Richterin in Burka und über allen schwebt das Kreuz. Lichtenergie, Gong-Meditation, die grinsende Glatze vom Dalai Lama hängt neben den Lattenjupp. Die Burka-Polizistin und die Niqab-Frau vom Ordnungsamt, die grüne Welt pluralen Gotteswahns. Wer es versucht allen recht zu machen hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Behrendt verweist auf die derzeitige Rechtslage. Kopftuch-Lehrerinnen können in Berlin auf Entschädigung klagen, wenn sie nicht eingestellt werden. Dieser juristische Streit ist aber noch nicht letztinstanzlich entschieden. Das vom Senator ebenfalls zitierte Bundesverfassungsgericht hat „pauschale Kopftuch-Verbote“ auch nur dann als rechtswidrig eingestuft, wenn nicht alle äußeren religiösen Bekundungen unterschiedslos für alle Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen verboten werden.

Die freudige Einfalt von Dirk Behrendt wird uns eine Vielfalt bescheren, die selbst Marokko und Tunesien als fundamentalistischen Islam erkennen werden.
Das Kopftuch ist ein religiöses und politisches Statement, wer das nicht erkennt leidet unter kognitiven Dissonanzen. Das Erschreckende daran, wie leicht Politik Erfüllungsgehilfe religiösen Konservatismus wird, statt liberal dem Freiheitsgedanken zu folgen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Dezember 2017

Dodo des Monats Dezember 2017 ©HFR

Der Monat Dezember ist schon ein besonderer. Besonders deshalb, weil er zwar am Ende des Jahres liegt, aber der Beginn eines großen Märchens ist. Formte Gott den ersten Menschen aus Dreck, den zweiten produzierte er mit einem Klon-Experiment, entschied er sich nun, per Geburt auf der Welt zu erscheinen. Maria war sein Opfer, durch heterologe Insemination schwanger, wuchs Gott aus sich selbst heraus zum Baby Jesus. Justament in einem Stall, ließ er sich auf dem üblichen Weg zur Welt bringen. Alle mögliche Komplikationen in Kauf nehmend wird das Fest seiner Geburt überschwenglich gefeiert. Im Rahmen dessen muss man die Äußerungen von Aposteln, Politikern und Bescheidwissern sehen, die im Monat Dezember zur Höchstform religiöser Bullshistic aufliefen.
Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2018, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird, wie üblich am folgenden Tag, hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten.

  1.  DiTiB, „Gottesknechte von Erdogans Gnaden warnen vor Intoleranz in der Gesellschaft.“
  2.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „rückwärtsgewandte CDU-Politikerin, die Frauen ihre Grundrechte nehmen will.“
  3.  Georg Welker, „Pfarrer im Ruhestand will seine Hitler-Glocke behalten.
  4.  Martin Hein, „Mannsbild möchte Frauen kontrollieren, bis zur Gebärmutter.“
  5.  Aiman Mazyek, „beschwört die Gleichheit aller Religionen.“
  6.  Heiner Koch, „Minderheiten-Apostel will maximal Staatsknete abgreifen.“
  7.  Dirk Behrendt, „will Kopftücher in Schulen sehen, Bullshit walks.“
  8.  Heinz Josef Algermissen, „mag Frauen als katholische Zuchtstuten.“
  9.  Rainer Maria Woelki, „mag politisches Geschwätz, muss er nicht verantworten.“
  10.  Edith Düsing, „professoraler Blödsinn zu den „Grundtypen“ des Atheismus.“
  11.  Reinhard Marx, dilettiert im die Entscheidung homosexuell zu sein.“
  12.  Jeff Halper, „Mossad ist böse, NanoTec zur Weltherrschaft.“
  13.  Schachweltverband Fide, „lässt sich von den Saudis kaufen und pflegt Antisemitismus.“
  14.  Gergor Gysi, „redet von Normen der Kirchen, Kinderficken?“
  15.  Markus Dröge, „Kirche kooperiert mit den Muslimbrüdern.“

Nora Illi: Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Ein Gespenst geht um. Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz. Eine kleine Splittergruppe von islamischen Fundamentalisten, ohne großen Rückhalt in der islamischen Community der Schweiz. Das Problem kennen wir aus Deutschland auch. Kleine bärbeißige Islamistenvereine die so tun als wenn alle in Deutschland lebenden Muslime hinter ihnen stehen würden. Wenn sie 20% repräsentieren dürfte das ausreichend sein. Konvertitin Illi, wie sehr oft unter Konvertiten zu finden, ist eine Glaubenseiferin, die es versteht mediale Aufmerksamkeit zu erheischen. Der von ihr bevorzugte Niqab tut ein übriges dazu. Der Beduinenkultur, der arabischen Halbinsel entsprungen, sollte der Niqab vor Sand, Sonne und Staub schützen. Praktisch allemal und vor allem notwendig. Es gibt keine religiöse Notwendigkeit im Islam, für Frauen, sich ständig zu verhüllen. Die Burka ist eine paschtunische Stammestracht aus Afghanistan, Tradition wurde im Laufe der Jahrhunderte religiös umgedeutet. Das Kopftuch ist ebenso nicht notwendig und schon gar nicht religiös begründbar. An der al-Azhar-Universität, der höchsten theologischen Instanz des sunnitischen Islam sogar per Fatwa verboten. Wer meint Religionsfreiheit als Begründung für islamischen Mummenschanz bringen zu müssen, liegt völlig falsch. Und seltsamerweise wird diese dann immer von Leuten eingefordert die für die Kennzeichnungspflicht von Polizisten eintreten. Widerspruchsfrei ist das nicht zu denken.

Also, man nimmt sich einen Niqab, Modell „Kinderschreck“ und begibt sich in die Medien. Dort sitzt man vor der Kamera, wie ein aufgeblasener Müllsack und stellt ikonografisch dar, eigentlich nicht kommunizieren zu wollen. Die Hälfte des Publikum schaut sich um, ob nicht Ellen Ripley im Studio ist, die bei Gefahr das verdammte Alien-Ding in ein Wanne mit geschmolzenem Stahl werfen kann.
Und dann geht es los, Diskriminierung, eingeschränkte Religionsfreiheit, nicht ausgelebte religiöse Kulte, Sexismus allein wegen der Verhüllung des weiblichen, islamischen Körpers. Der Körper gehört nur Allah und dem Ehemann, klingt irgendwie sklavisch ist es auch. Das wird dann als Freiheit der Persönlichkeit angeboten. In dem französischen Film „Alibaba und die 40 Räuber“, mit Fernandel, der mit dem Pferdegrinsen, hört sich das anders an. Er begibt sich auf den Basar und bekommt einen Notizzettel überreicht, „Alibaba, bring bitte zwei schöne fette Frauen mit.“ Allah in jener Zeit muss ein völlig anderer gewesen sein.

Wieder Niqab, diesmal Modell „Angst“, ein Bild vor dem Konzentrationslager Dachau, gut sichtbar das Eingangstor des KZs, links daneben Niqab Modell „Angst“. Wir wissen nicht, wer, was sich darunter befindet. Es kann alles sein. Text zum Bild lautet:

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Nicht erst wenn es soweit ist. #Dachau #Neveragain #memoriesNora Illi

Niqab Modell „Angst“ interpretiert den Twitterpost: Sie wollte auf die vielen Gesetze in Europa hinweisen, die Muslime unterdrücken. Wer Verschleierungsverbote in Europa mit dem industriellen Massenmord der Nazis an den Juden vergleicht ist einfach nur blöd, aber medialer Aufmerksamkeit gewiss. Mit dem Begriff Holocaustrelativierung ist dieser Twitterpost vom Niqab Modell „Angst“ Nora Illi hinreichend beschrieben. Darüber hinaus stürzen sich hunderttausende Glaubensbrüder-und schwestern freiwillig in die westliche Unterdrückung. Der Widerspruch wird auch von Illi nicht aufgelöst, dabei könnte sie den unterdrückenden Elementen fliehen. Es gibt genug Länder auf dieser Erde, da können Muslime ungehindert ihr erlittenes Unrecht hinter sich lassen. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache.

Illi benutzt ihren Niqab als Waffe, sie will provozieren, sie will erschrecken, sie will mediale Aufmerksamkeit. Die bekommt sie natürlich, sie instrumentalisiert ein Bekleidungsstück und wundert sich über Reaktionen, die zeigen, dass sie und der von ihr gelebte Glaube als abstoßend empfunden werden. Man muss andere Menschen, mit anderer kultureller und sozialer Prägung nicht überzeugen wollen, man kann aber viel dafür tun den Zustand der gegenseitigen Akzeptanz zu erreichen. Mit Illi wird das nix, sie hat sich schon vorher selbst diskreditiert. Kommunikation ist Senden – Empfangen – Decodieren – Feedback. Mit Gespenstern kann man nicht kommunizieren.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Das Jubeljahr der Reformationsfeierlichkeiten wurde beendet, was nicht heißt, dass sich religiotischer Unsinn in den Medien niederschlägt. Ob nun der Erzapostel von München, der das BGE als undemokratisch empfindet, bei über 12.500€ Staatsknete monatlich und mietfreiem Wohnen in einem Palais, durchaus verständlich, oder aber das Gerichtsurteil gegen die Ärztin Kristina Hänel, auf der Grundlage eines Paragrafen, der der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik zum Durchbruch verhelfen sollte oder aber das Gerichtsurteil welches der Fluglinie Kuwait Airways den Transport von israelischen Bürgern, von Deutschland aus, zu verweigern. Es ist zum aus der Haut fahren.
Hier sind die Kandidaten für die Wahl.
Die endet am 07.12.2017 um 18:00 Uhr. Der Gewinner wird hier am folgenden Tag gewürdigt
werden. Viel Spaß!

  1.  Islamische Zentrum Freiburg im Breisgau, „fühlt sich als Opfer des Islam-Verleumders Ourghi, fordert des Entlassung.“
  2.  Nora Illi, „Ganzkörper-Kondom verhindert Denken, so dass der Unterschied zwischen Burkaverbot und Holocaust zur Umnachtung führt.“
  3.  Katrin Göring-Eckardt, „sucht neue Freunde unter Bienen, Schmetterlingen und Vögeln.“
  4.  Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), „Islamunterricht für alle, vereinfacht den Unterricht, die Inhalte sind seit über 1000 Jahren die gleichen.“
  5.  Heinrich Bedford-Strohm, „beschwört den Zusammenhalt der Religionen.“
  6.  Joachim Gauck, „Schreckliche Christenverfolgung, falsche Zahlen, evangelikale Statistiken.“
  7.  Stephan Ackermann, „seit Jahren harrt die Aufklärung des Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche ihrer Veröffentlichung.
  8.  Margot Käßmann, „redet sich das Refomationsjubiläum schön.“
  9.  IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin, „es bräuchte einen Beauftragten für Religionsfreiheit.“
  10.  Johannes Huber, „Sex, Promiskuität und Immunsystem, katholisch betrachtet.“
  11.  AfD Berlin, „Reformationstag soll dauerhafter Feiertag in der Stadt werden.“
  12.  Evangelische Landeskirche Württemberg, „gepflegte Homophobie.

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Totgeglaubter Gott

Bild: erf.de
Vor genau 10 Jahren machen die „Brights“ von sich reden. Jene hellen Köpfe rund um Richard Dawkins und Sam Harris, die den Gottesglauben als einen dunklen Wahn identifizieren, der zu gewalttätigen Auswüchsen führt. Das Ende religiöser Vergewaltigung ist für sie ohne den Tod des Glaubens an Gott nicht denkbar.

Von Hans-Joachim Höhn | katholisch.de

Zwar gibt es überzeugende Einwände gegen die These, dass Religion und Gewalt stets miteinander gekoppelt sind. Aber eine religionskritische Grundfrage bleibt aktuell: Was ist geeignet, Gott und den Glauben an ihn in dieser Welt zum Verschwinden zu bringen? Wird Gott nur dort zu Tode geglaubt, wo man von ihm die Lizenz zur Tötung der Anders- und Ungläubigen ableitet?

Der Gottesglaube geht auch auf andere Weise zugrunde. Stiller, unspektakulärer, trivialer. Seine Verfechter müssen keineswegs aggressiv und intolerant auftreten. Im Gegenteil. Sie reden von einem „lieben“ Gott, der nichts verlangt und niemanden aufregt. Vor ihm darf man so sein, wie man ist, und Gott sagt: Gut so!

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Margot Käßmann: Dodo des Monats Oktober

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Halloween, alte heidnische Tradition mit einer ganz dünnen Decke des Christentums. Die katholischen Iren brachten das Fest, als Einwanderer, in die USA. Einer der christlichen Fixpunkte der Nacht der Geister und Dämonen ist das Hochfest Allerheiligen der Katholiken. Gedenkt man dort an die armen Seelen die im Fegefeuer schmoren. Irdisches Leid als transportierte Strafe über den Tod hinaus. Die Enzyklopädia Britannica leitet Halloween von den Kelten her ab. Das Ende des Sommers, das Vieh kehrte von den Weiden in die Ställe zurück. Freudenfeuer, Knochenfeuer, genährt aus den Knochen des Schlachtviehs um die Vorräte für den Winter anzulegen. Wahrsagerei war üblich, zumal das Jahr der Kelten im November begann, Halloween ein Freudenfest. Die Kirche war dagegen, obwohl nur im Bereich der katholischen Kirche in Großbritannien gefeiert wurde. Bibelfundamentalisten sehen in Halloween gar den Teufel am Werk. Geblieben sind um die Häuser ziehende Kinder, verkleidet wie zu Karnevalszeiten erbetteln sie sich Süßigkeiten an den Haustüren.
Halloween am Reformationstag, da geht Käßmann jedweder Humor verlustig, bei der Verteilung dessen scheint sie eh etwas zu kurz gekommen sein. Da kommt der Aufschrei: „Kommerz.“ Für sie nur negativ konnotiert, sofern dem von ihr geliebten Luther nicht gehuldigt wird. Diese Kinder kümmern sich einen Dreck um den fetten Pfaffen.
Käßmann, das ist sicher lebt in einer anderen Welt, einer anderen Realität, fast eifersüchtig geht sie gegen Kritik an Luther und an der Party zum 500. Luther-Jubiläum vor. Egal wer, sie beißt sofort. Sie hätte die Worte ihres Meister verinnerlichen sollen:

[…]daß das Weib geschaffen ist zur Haushaltung, der Mann aber zur Policey, zu weltlichem Regiment, zu Kriegen und Gerichtshändeln, die zu verwalten und zu führen.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 42

Kommen wir zur evangelischen Geldgier zum Reformationsjubiläum, die jede Halloween-Party zum lausigen Mineralwasserbesäufnis werden lässt.
Nehmen wir die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, dort dürften die meisten Luther-Events stattgefunden haben.
In Sachsen-Anhalten gehören 12,7% der Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Nebenbei, 80% sind konfessionlos. Das Land gibt zur Käßmannschen Lutherparty 80 Millionen Euro aus. Allein die Sanierung des Wittenberger-Schloßkomplexes hat den Steuerzahler 32,8 Millionen Euro gekostet. Nach Fertigstellung erfolgte die Übergabe an die evangelische Kirche. Wie blöd muss man in Sachsen-Anhalt sein, auch konfessionslos-blöd, CDU zu wählen und parasitäres Pfaffentum zu unterstützen. Wieviel Halloween-Parties könnte man denn allein von den Kosten in Wittenberg durchführen, einschließlich der Restauration der „Judensau“, die nach den Todeslagern der Nazis noch als kultureller Höhepunkt der Stadt gesehen wird.

In Thüringen ist es ähnlich. 68% der Bevölkerung sind konfessionslos, 22,2% evangelischen Glaubens. Das Land hat rd. 60 Millionen Euro in die Luther-Sause investiert.  Der evangelische Christ Bodo Ramelow spricht selbst von Investitionen. Kommerz? Welch garstiges Wort. Luther ist Handelsmarke, jeder will an Luther verdienen, Touristen locken mit Luther-Bier, Luther-Brote, Luther-Playmobil. Es geht ums Geld, verdienen mit Luther.

Kommerz, ursprünglich „Geschäftsleben“ (von lat.: commercium, „Handel“, aus cum „mit(einander)“ und merx „Handelsgut“, über das frz. commerce),[1] wurde teilweise bis ins beginnende 20. Jahrhundert in der ursprünglichen Bedeutung als Synonym für Handel verwendet. Davon abgeleitet war im Deutschen Reich und ist in Österreich der Titel Kommerzienrat. Meyers Konversations-Lexikon erachtete 1888 den Begriff für veraltet.[2]

Heute wird der Ausdruck meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinnerzielung gerichteten Interesses verwendet.[3][4] Im Gegensatz dazu wird „nichtkommerziell“ als „ohne Gewinnerzielungsabsicht“ verwendet und oft als positives Merkmal für ehrenamtliche, uneigennützige oder lediglich kostendeckende Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen herausgestellt.Wikipedia

Der zweite Teil ist jener den Käßmann auf Halloween angewendet haben möchte. Sich und ihre Kirche geriert sie als nützlich, als gemeinnützlich. Wir wissen nicht, wieviele kleine Firmen zur Struktur der evangelischen Kirche gehören und sich an der Party satt machen wollten.
Sind eine Milliarde Euro in die Lutherdekade geflossen? Ein Drittel davon von der Kirche, den Rest hat der Steuerzahler in irgendeiner Form beglichen. Der ganze Lutherkommerz der Evangelischen Kirche in Deutschland ist banal, albern und erbärmlich, wie die Botschafterin, die 10 Jahre lang ein Lutherbild in der Welt verbreitete, ohne auch nur etwas vom Glauben nahe zu bringen. Religiös-spirituell war die Party ein Versager. Da im Merkelschen Protestantismus transparente Demokratie unmöglich ist, respektive vor dem Bundesverfassungericht erstritten werden muss, werden wir wohl eine Bilanz, nicht zu sehen bekommen, der Steuerzahler hat ein Recht darauf.

Die kognitiven Dissonanzen der Margot Käßmann gipfeln in dem Satz:

„Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“Margot Käßmann, stern.de

Luther höchstselbst hat die beste Antwort darauf

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551

Hexenwahn, Ketzervertilgung, Luther war ein Meister darin.

„Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.“ (Karlheinz Deschner)

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.