Archiv der Kategorie: Brights

Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die “Zivile Koalition”, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den “Demo für alle.” Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

Neues Jahr, neue Dummheiten, Obskurantismus und Religiotie. So wie das alte Jahr endete startete das neue furios. Flüchtlinge, Streiterein der Polit-Christen, Hiobsbotschaften aus der katholischen Kirche, die nicht viel macht um die Problematik des sexuellen Missbrauch aufzuklären, die Evangelen streiten sich um ihr sexuelles Weltbild und die Bibelauslegung. Zeit zu überlegen ob man Kirchennachrichten nicht der Obhut der freiwilligen Selbstkontrolle überantwortet und altersgerecht attributiert. Noch vor Jesus kommt Sex, egal ob hetero oder homo, Christen landen immer im Bett, auch fremden, da wollen sie mitreden.

Hier sind nun die Kandidaten des Monats Januar 2016:

  1.  Ulrich Lilie, “hat Schwierigkeiten zwischen Religion und Kultur zu unterscheiden.”
  2.  Papst Franz, “schwadroniert über Bio-Ethik.”
  3.  Dominikus Schwaderlapp, “Ökumene und Homosexualität.”
  4.  Frauke Petry, “an deutschen Grenzen soll wieder geschossen werden.”
  5.  Norbert Trelle, “sexueller Missbrauch im Jesus-Keks-Mantel.”
  6.  Kita Bleckede, “unsere tägliche Ration Rassismus.”
  7.  Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz, “mit der römischen Spukgestalt in den Landtag.
  8.  Sigmar Gabriel, “Türkei ist sicheres Herkunftsland.”
  9.  Beatrix von Storch, “flüchtet Angela Merkel zu Margot Honecker.
  10.  Heinz Josef Algermissen, “mit göttlichem Afterdienst gegen Charlie Hebdo.
  11.  Sami Abu-Yusuf, “ hat feuchte Träume aus dem Koran.”
  12.  Gothart Magaard, “Karfreitag Geiselhaft für alle.”
  13.  Garnisonskirchenstiftung, “schwört auf den Geist von Postdam.”
  14.  Khola Maryam Hübsch, “findet Mohammeds Feminismus umwerfend.
  15.  Open Doors,  “wir machen Christenverfolgung, egal wie.”
  16.  Georg Ratzinger ” hat keine Probleme mit sexuellem Missbrauch.”
  17.  Ulrich Nitschke, “mehr Religion in die Entwicklungshilfe.”

Die Wahl ist bis zum 07. Feburar, 18:00 Uhr, befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Volker Beck: Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Photographer Angelika Kohlmeier Den religionspolitischen Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion und Jesus-Nekromanten Volker Beck hat es erwischt.
Der Aktivist der Schwulen-und Lesben-Bewegung, hier geht er rigoros gegen Einschränkung der Menschenrechte vor, welche insbesondere durch die Amtskirchen betrieben werden, verliert im Zuge der Flüchtlingspolitik vollends die Contenance.

Für die Integration von Flüchtlingen postuliert er die Akzeptanz “religiöser Bedürfnisse” durch die Mehrheitsgesellschaft. Hier wäre anzumerken, dass Menschen, die sich für einen Fluchtpunkt entschieden haben, sehr wohl Kenntnisse über die Gepflogenheiten eingeholt haben. Es geht nicht darum Zuwanderern die kulturelle Identität zu zerstören oder sie zur Assimilation zu zwingen. Deutschland ist ein “säkularer” Staat und diesem gesellschaftlich-sozialen Aspekt haben sich Flüchtlinge unterzuordnen.
Das Problem hierbei sind die politischen Gottesknechte, dieses Andienen an Frömmigkeit jedweder Art und Beck steht völlig im Widerspruch zu seiner Auffassung, hinsichtlich Gesellschaft und Homosexualität. Der Grund ist einfach, es betrifft ihn, er hat persönliche Motive. Das ist als Beweggrund völlig ausreichend und akzeptabel. Dabei sollte man es belassen.

Nein. Als Vertreter nahöstlicher Mythologie, des nekromantischen Jesus-Kultes müssen noch andere Rituale akzeptiert werden. Rituale, die ihren Ursprung im Neolithikum haben und in der Moderne eigentlich nur noch im Museum zu bewundern wären. Beck fordert Schächten und Beschneidung. Vergleicht man die Bilder geschächteter Tiere mit den Bildern von Opfern des Islamischen Staates, Kopf abschneiden, sieht man die Ähnlichkeit. Kein großer Unterschied, die Terrormiliz schächtet ihre Opfer ebenso. Hinweise, ob die Getöteten halal sind, waren nicht auffindbar. Aber die Ähnlichkeiten sind verblüffend. Der kleine Schnitt um den Schniedelwutz zu bereinigen ist dann wirklich nur noch eine Formsache.

Bliebe noch die Frage des “Respekts der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen” zu beantworten.
Geradezu lächerlich Herr Beck. Die Amtskirchen Deutschlands verwehren Ihnen grundlegende Rechte der Gleichbehandlung. Abgesehen davon, dass sie Anders-und Ungläubige diskriminieren, diffamieren, verleumden und verunglimpfen. Ebenso finden wir im Koran manifestierte Handlungsaufrufe wie verfahren werden sollte, so erwartet “die Ungläubigen” laut Koran nicht bloß das “ewige Feuer”, sie werden in der “Hölle” mit “Eiterfluss” und “Jauche” getränkt (Suren 14,16 und 78,25), erhalten einen “Trunk aus siedendem Wasser” (Sure 6,70), der ihnen die “Eingeweide zerreißt” (Sure 47,15), werden mit “eisernen Keulen” geschlagen (Sure 22,21), müssen Kleidungsstücke aus flüssigem Kupfer und Teer tragen (Sure 22,19) und vieles andere mehr. Immer wieder wird im Koran betont, wie sehr Allah “die Ungläubigen” hasst – sie gelten ihm gar als die “schlimmsten Tiere” (Sure 8,55) – und dass es für den gläubigen Muslim eine heilige Pflicht sei, den Zorn Gottes an ihnen zu vollstrecken (Suren 8,15-16). Eine gute Grundlage für den respektvollen Umgang mit Andersdenkenden ist dies sicherlich nicht.  (Schmidt-Salomon)

Anders-und Ungläubige können sich glücklich schätzen, dass die Anhänger der nahöstlichen Mythologie ihren Kult für die Dauer des Gottesdienstes pflegen und die Handlungsanweisungen der Bibel nicht aus ihrem Tempel tragen, gilt auch für die Mythologie der Wüsten Saudi-Arabiens.

Die einfachste Sache der Welt wäre, Flüchtlinge als Menschen zu sehen, unabhängig ihrer religiösen Bekenntnisse. Solange Sie Unterschiede nach Religionen vornehmen grenzen Sie aus, wird Diskriminierung billig in Kauf genommen. Einer Gesellschaft, die sich ihre Säkularität in die Tasche lügt, wird das aber nicht gelingen, denn, die etablierten Kulte müssten ihren gesellschaftlichen Anspruch mindern. Aber das Herr Beck geht über Ihren Horizont.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Haupthema, zum Jahresende, Flüchtlinge, die Politik der Bundesregierung, das ländliche Gekeife der CSU zu geltendem Recht. Die Instrumentalisierung der vor Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen, insbesondere durch beide Kirchen. Der Mummenschanz gipfelt dann in der Feststellung, Jesus sei auch Flüchtling gewesen, zumindest seine Mutter und der gehörnte Vater. Ernsthafte Theologie weiß es besser, was die apostolischen Märchendeuter nicht davon abhält, anderes zu behaupten.

Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2016, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Die Laudatio, für den Gewinner am folgenden Tag, hier auf dem Blog.

Viel Spaß!

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Andreas Scheuer: Dodo des Monats November 2015

Dodo des Monats November 2015
Dodo des Monats November 2015

Andreas_ScheuerLange sah es so aus, als wenn die Kanzlerin das Rennen um den Dodo des Monats gewinnen würde. Im Zieleinlauf erwies sich der kleine Doktor der CSU als der Stärkere. Obwohl die Aussage der Kanzlerin, die Anschläge von Paris seien von Gottlosen verübt worden, durchaus ein dankbares Thema gewesen wäre.

Erwischt hat es Andreas Scheuer, Generalsekretär der CSU und als solcher der kleine Wadenbeißer von Horst Seehofer. Der politische Geiselnehmer Seehofer und Scheuer, der nicht die hellste Kerze auf der Torte der CSU ist und entsprechend unglücklich handelt. Als Generalsekretär seiner Partei darf er öffentlich sagen, was Seehofer aus taktischen Erwägungen heraus nicht frei äußern würde. Das ist die Rolle der Generalsekretäre der Parteien. Während die politische Programmatik der CSU kräftig in die Lederhose Seehofers ging wurde pragmatisch schnell auf das Thema Flüchtlinge und Terror geschaltet. Seehofer konnte animalisch agieren und Scheuer gab die kräftigen Sprüche.

Im Vorfeld des CSU-Parteitages äußerte sich Scheuer lässig zum Thema Grundgesetz, Bundeswehr und Innere Sicherheit.

Andreas Scheuer:

[…] „die Frage der Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger doch nicht an Verfassungsfragen haltmachen kann. Sondern wir müssen so kraftvoll sein, dass wir maximal mögliche innere Sicherheit aufbieten.”

Das Grundgesetz ist nichts, nicht für Scheuer und Co. Bei Bedarf wird es einfach kraftvoll beiseite geschoben. Der Widerspruch, den er nicht aufzulösen vermag, ist die Tatsache, das er von Flüchtlingen die Anerkennung der deutschen Leitkultur, die seiner Meinung nach die christlich-jüdisch-abendländische Kultur ist, einfordert. Das ist Schwafelei und der Hinweis auf den jüdischen Part deutscher Kultur dümmlich. Die Christenheit hat gut 2000 Jahre alles getan um jüdische Kultur auszumerzen. Deutsche Leitkultur ließ jüdische Kultur millionenfach ermorden. Ebenso dumm der Begriff des Abendlandes, geschenkt, Katholik Scheuer weiß es nicht besser.

Das Grundgesetz ist das wirksame Prinzip des demokratischen Verfassungsstaates. Und dieses Prinzip heißt nichts anderes als der Minderheit keine kulturelle Lebensform vorzuschreiben. Also, Leitkultur ist für die Tonne. Die Grundlage des Zusammenlebens der Individuen einer Gesellschaft wird durch Gesetz geregelt und nicht durch Kultur.

Wer bereit ist hinderliche Verfassungsfragen zu beseitigen ruft dann auch, für die Sicherheit, eine Dikatur aus. Ganz pragmatisch, Deutsches Christentum spielt dann ganz vorn eine gewichtige Rolle.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats November 2015

Dodo des Monats November 2015
Dodo des Monats November 2015

Der Monat November war angefüllt mit allerlei Blödsinn. Ob nun die Abstimmung des Bundestages zum Thema Sterbehilfe, die quasi dem Paternalismus Tür und Tor öffnet und am eigentlichen Problem vorbeigeht, die Bewältigung der Zuwanderung durch Flüchtlinge, angesichts der Inkompetenz einiger Behörden mag man gar nicht den Gedanken einer Naturkatastrophe in Deutschland zu Ende denken und die Gottesstaatlichkeit in Deutschland, politisch gewollt, gegen die Interessen des Souveräns, den Begriff sollte man nicht all zu ernst nehmen.

Die Wahl ist bis zum 07. Dezember 2015, 18:00 befristet, Mehrfachabstimmungen sind möglich.
Der Gewinner wird am folgenden Tag mit einer kleinen Laudation gewürdigt.

Viel Spaß!

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Rudolf Voderholzer: Dodo des Monats Oktober 2015

Dodo des Monats Oktober 2015
Dodo des Monats Oktober 2015

voderholzerDie graue Maus des deutschen Episkopats hat den Dodo des Monats Oktober gewonnen. Der moralisierende Radiologe, welcher gern die Nazi-Keule auspackt wäre mein Favorit gewesen. Aber gut, gewählt ist gewählt.

Der geistige Vater Voderholzers ist Dodo Müller, bei dem war er wissenschaftlicher Assistent am Dogmatik-Lehrstuhl in München. Dieser Fakt erklärt die sture konservative Einstellung des Regensburger Apostels, nicht nur im kirchlichen Arbeitsrecht. B16 hat ihm zu Bischof berufen, nach dem Dodo Müller mit der Leitung der Inquisition im Vatikan beauftragt wurde.

Theologisch liegt er auf der Linie von B16. Kirchlich-intellektuell kommt hier die Flexibilität einer Brechstange zum Tragen. Gut kopiert er die Armuts-Attitude des Franz-Papstes, Zweckverhalten, vielleicht ist ja die Karriere in der Kirche noch nicht zu Ende.

Die abnehmende Glaubenssubstanz macht ihm Angst, die Kirchenaustritte und die Ignoranz der Katholiken in seinem Bistum. Mangelnde Selbstkritik, welche bei den Paffen sehr verbreitet ist, lässt die eigentlichen Ursachen für den Glaubensschwund unerkannt. Dass sich Voderholzer selbst abschafft sieht er nicht, der Zirkus Spiritualität, Gott, ist längst auf dem Weg zu anderen Orten. Der deutsche Zoo Gottes lebt von der Substanz der Kirchensteuer und der willfährigen Politik.

Voderholzer verkündet zum Abschluss der Rosenkranzprozession sein Credo:

„Nur ein Land mit starker eigener Glaubenssubstanz und kultureller Identität kann andere integrieren. Sorgen macht mir hier weniger eine möglicherweise drohende islamische Überfremdung, als vielmehr die eigene Lauheit, die abnehmende Glaubenssubstanz in unserem christlichen Abendland, das merkwürdigerweise dort am lautesten beschworen wird, wo Glaube und Kirche seit Generationen an den Rand gedrängt wurden.“

Solche Sätze sagt man, wenn der Verstand nicht über den Buchrücken der Bibel hinausgeht. Kulturelle Indentität in Deutschland. Was dem Berliner seine Curry-Wurst ist dem Bayern seine Weißwurst. Die kulturellen Unterschiede zwischen Schwaben und Ostfriesen sind nicht nur sprachlich. Vor allem haben Flüchtlinge nichts mit dieser Kultur gemein und niemand wird verlangen, dass sie die Kultur des Aufnahmelandes annehmen. Das ist ein Kriterium pluraler Gesellschaften. Die Lauheit steht auf der Kanzel, beeindruckt von muslimischer Frömmigkeit sucht man Wege, die der eigenen Glaubenswelt Vorteile verschaffen. Voderholzer sagt nicht die Wahrheit, in diesem Zusammenhang. Und die Mär vom christlichen Abendland kann man mittlerweile schon idiotisch nennen.
Es kommen Menschen nach Deutschland und es gilt diese ohne einschränkende und vor allem ausgrenzende Attribute religiöser Weltsicht als Menschen zu behandeln. Die Voraussetzung dafür ist die weltanschauliche Neutralität der Gesellschaft. Integratition, Inklusion wird nur auf der Grundlage des Humanismus gelingen und ich meine hier nicht den kontaminierten Humanismus christlicher Provinienz.

Die katholische Kirche kann gesellschaftliche Akzente setzen, ein Anfang wäre die notwendige Aufklärung des Skandals zum Thema sexueller Missbrauch. Die Stärke der katholischen Kirche resultiert nicht aus der Schwäche der Gesellschaft sondern am willfährigen Kriechen politischer Akteure. Politische Claqeure, von der Kanzlerin über die Fraktionen im Bundestag machen bigotte christliche Politik möglich. Soziale Gruppen werden bewusst ausgegrenzt und es steht zu befürchten, dass diese Ausgrenzung an den zuwandernden Menschen keinen Halt macht.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo. In Regensburg hat man ja Erfahrung damit.

Wahl Dodo des Monats Oktober 2015

Dodo des Monats Oktober 2015
Dodo des Monats Oktober 2015

Der Monat Oktober war bestimmt durch die Flüchtlings-und Asylpolitik der Bundesregierung. In den bayrischen Gefilden möchte man schon gern das Grundgesetz außer Kraft setzen, von der bigotten christlichen Nächstenliebe ganz zu schweigen.
In Rom versammelten sich 270 Autoerotiker um über Sexualität, Familie, Scheidung und obskure Rituale zu befinden. Bemerkenswert, formal-rechtlich hat keiner der Beteiligten irgendetwas mit Sexualität zu tun, meint aber göttliche Ratschläge erteilen zu können. Beachtlich, keine Institution, Organisation, Partei, Verein, Gesellschaft spricht so oft, so viel über Sexualität. Katholische Kirche ist wie ein Hardcore-Porno, die Notgeilen treffen sich in Rom und nennen das Synode.

Die Wahl ist bis zum 07.11. 2015 befristet, nach 18:00 Uhr gibt es keine Stimmabgabe mehr. Mehrfachabstimmung möglich.  Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden.

Viel Spaß!

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Margot Käßmann: Dodo des Monats September 2015

Dodo des Monats September 2015
Dodo des Monats September 2015

Margot-KässmannEine Stimme mehr als der kleine Doktor und CSU-General Andreas Scheuer, für Margot Käßmann. Herzlichen Glückwunsch.

Sie lebt in einer einfachen Welt. Jesus wandelt über blühende Wiesen, quert trockenen Fußes einen kleinen Fluss und in der Ferne labt sich ein T.rex am saftigen Grün. Aus dem Äther hört sie die ständige Wiederholung der Bergpredigt. Friede auf Erden. Soweit die monopolare Botschaft der Ex-Bischöfin und Wegbereiterin des fundamentalen Menschenfeindes Martin Luther.

Naives Christentum ficht das nicht an.  Naivität der Christin und die kompensatorische Arroganz bigotter Doppelmoral.  Scheinbar um die Macht ihres imaginären Freundes wissend  äußert sie sich über die sogenannten “Verteidiger des Abendlandes” naserümpfend: “Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben.”

Was für ein Blödsinn, in der kleinen heiklen Friedenswelt der Margot Käßmann gibt es kritisches Denken nur andere betreffend. Warum verhindert denn ihr imaginärer Freund nicht die Barbarei im Nahen Osten? Selbst sein Bodenpersonal, in der Hauptsache wohl katholisch, darf dahin gemetzelt werden. Ihre Gebete nützen nichts, verhindern nichts, die Toten bleiben tot, der abgeschnittene Kopf bleibt abgeschnitten. Wer betet ändert nichts. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass Käßmann meint, Beten sei Schwerstarbeit, ändern tut sie nichts damit.
Mit dem Idiom protestantischer Arroganz meint sie die Kirchen füllen zu können, diese Gegreine bringt auf diesem hohem Niveau nur noch der Ex-Bischof Huber zustande. 400.000 Kirchenaustritte fechten Käßmann nicht an, dass ist nicht ihr Problem, eia-popeia-Herz-Jesulein Frieden um jeden Preis, da lebt die Niedersächsin auf. Verstehen kann man das nur, wenn man dem gleichen Realitätsverlust unterliegt wie sie. Die Religionisierung sozialer Konflikte, ihrem Grundverständnis nach, machen die Prozesse zu politisch-kirchlichen Einflusssphären. Das ist durchaus gewünscht. Da wird der ach so hochgeschätzte Pfaffe Luther völlig außen vor gelassen.

Luther_Zitat

Politische Arroganz, der Rückzug des demokratischen Gemeinwesens in der Fläche, ungelöste soziale Konflikte haben die “besorgten Bürger” zu dem werden lassen was sie heute sind. Da lässt sich pfäffisch gut klugscheißen.

Mir ist auch nicht bekannt, ob Käßmann, außer ihrer arroganten Schwätzerei, eine Flüchtlingsunterkunft besucht hat. Sie kann ja den dort untergebrachten durch aus die Bergpredigt nahe bringen, auch die Evangelische Kirche in Deutschland mag Märtyrer, oder ob sie bei einer Pegida-Demo gesehen wurde und die Macht Gottes auf die “besorgten Bürger” geschleudert hat.

Die rechtsextremen Auswüchse in Sachsen und überall in Deutschland haben konkrete Ursachen, politisch, sozial, kulturell und solange dás nicht konkret benannt wird, werden diese Konflikte nicht gelöst werden.

Zum Abschluß Karl Popper:

Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.(Die offene Gesellschaft und ihre Feinde)

Wenn zuviel Jesus im Oberstübchen geistert, mal Karl Popper lesen. Es lohnt sich.

Wahl Dodo des Monats September 2015

Dodo des Monats September 2015
Dodo des Monats September 2015

Eine Fülle von religiotischen Aussagen, statements, Forderungen hat sich im Monat September angesammelt. Flüchtlinge, die Vorwahlen der Republikaner in den USA, Ehe, Familie, Abtreibung. Zu allen Themen meinen Pfaffen und Pfäffinnen etwas sagen zu müssen. Die eigene Bigotterie sehen sie dabei nicht. Bei einigen Politikern wäre schon ein Pfaffe ehrenhalber verdient.
Die Wahl ist bis zum 07.Oktober 2015, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachabstimmungen sind möglich. Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

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How to Criticize with Kindness: Philosopher Daniel Dennett on the Four Steps to Arguing Intelligently

“Just how charitable are you supposed to be when criticizing the views of an opponent?”

By Maria Popova|brain pickings

“In disputes upon moral or scientific points,” Arthur Martine counseled in his magnificent 1866 guide to the art of conversation, “let your aim be to come at truth, not to conquer your opponent. So you never shall be at a loss in losing the argument, and gaining a new discovery.” Of course, this isn’t what happens most of the time when we argue, both online and off, but especially when we deploy the artillery of our righteousness from behind the comfortable shield of the keyboard. That form of “criticism” — which is really a menace of reacting rather than responding — is worthy of Mark Twain’s memorable remark that “the critic’s symbol should be the tumble-bug: he deposits his egg in somebody else’s dung, otherwise he could not hatch it.” But it needn’t be this way — there are ways to be critical while remaining charitable, of aiming not to “conquer” but to “come at truth,” not to be right at all costs but to understand and advance the collective understanding.

Daniel Dennett (b. March 28, 1942), whom artificial intelligence pioneer Marvin Minsky has called “our best current philosopher” and “the next Bertrand Russell,” poses an apt question that probes some of the basic tendencies and dynamics of today’s everyone-is-a-critic culture: “Just how charitable are you supposed to be when criticizing the views of an opponent?”

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Vitus Huonder: Dodo des Monats August 2015

Dodo des Monats August 2015
Dodo des Monats August 2015

Vitus_HuonderDie Wahl zum Dodo des Monats August gestaltete sich recht interessant. Mein Favorit wäre ja dieser evangelische Theologie-Professor gewesen, der meinte, dass das Alte Testament die Bibel von Jesus gewesen sei. Selbst unter dem äußerst fragwürdigen Aspekt, dass Jesus gelebt habe, ist das Alte Testament wesentlich später entstanden. So sind Theologen, was nicht passt wird passend gemacht, je größer die Lüge um so eher wird sie gelaubt.
Ein besonderes Exemplar christlicher Provinienz ist Vitus Huonder. Apostel der Diözese Chur in der Schweiz. Er ist quasi der letzte lebende Katholik, ein Fossil aus den vergangenen Hochzeiten apostolischer Macht. Die Welt, wie sie sich heute darstellt kränkt ihn. Mit diesem Problem steht der bischöfliche Pfaffe nicht allein.

Liest man die Quellen im Internet so kennt der Churer Apostel eigentlich nur ein Thema; Sex. In jedweder Form, Familie, Ehe, Homosexualität, der Griff in den Schritt, ob weiblich oder männlich ist bei im Gewissheit, da will er mitreden, Sex ist göttlich. Und hier offenbart Huonder eine durchaus pervers zu nennende Sicht auf die Welt. Der introvertierte, selbstgefällige Bischof, ein Chor von Schmeichlern umgibt ihn,  lebt in einem selbst geschaffenen Refugium katholischen Glaubens, mit einem erbärmlichen Menschenbild. Das schwule Ebenbild Gottes will er nicht anerkennen, sein imago dei ist hetero, rein und gottgefällig, also ihm, dem Bischof auf Erden. Danach kommen die Frauen, die Knaus-Ogino-Methode als einzige weltkirchlich anerkannt, Abtreibung ist Mord, weltliche Scheidung ungültig, Ehe sei göttlich. Der Heilsbringer für das richtige christlich-katholische Leben ist Vitus Huonder, der dämonische Imperativ eines Neurotikers. Ehrlich, unter anderen Umständen würde der Mann in eine Klappsmühle gehören und sich professioneller Hilfe unterziehen müssen.

Hört, liest man seine Reden, Veröffentlichungen schleicht ein Gedanke ins Gehirn, der Mann ist stockschwul und ein abgewiesener Liebhaber.

Beim Kongress “Freude am Glauben”, vom Forum deutscher Katholiken realisiert konnte er endlich seine Bibel-Exegese an das Kirchenvolk bringen.

Lev 20,13

«Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft. Ihr Blut soll auf sie kommen»

Das katholische Familienmodell, sein Familienmodell, ist das einzig Richtige, Wahre, Unübertroffene. Alles andere ist Dreck, Abschaum, tötenswert. Das hier geoffenbarte Menschenbild ist erbärmlich, empathielos und inhuman.
Die römische Spukgestalt, Vizegott, meint, dass er nicht über Schwule, Lesben usw. richten könne, schließt aber die schwule Schöpfung seines Gottes aus. Franz in Rom ist ein Schwätzer, die Drecksarbeit machen seine Bischöfe, hier wird der heilige Geist materielle Gewalt, der gute Opa sitzt in Rom.

Die Entschuldigung für das Zitat ist keine. Die Homophobie Huonders, seine Ablehnung alles außerkatholischen, die persönliche Überzeugung vom eigenen Sendungsbewusstsein, die arrogante Eitelkeit tragen Prozesscharakter. Dem öffentlichen Protest wurde mit Zweckverhalten begegnet. Manifestierte Lüge. Nach der Beichte ist das aber alles wieder völlig in Ordnung und der Herr schaut mit Wohlwollen auf den personifizierten Menschenfeind.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Die Evolution von Glauben und Moral

Im Verhalten der Bonobos erkennt der Primatenforscher Frans de Waal mögliche Vorformen der Religiosität. (picture-alliance / dpa / Benjamin Beytekin)
Schimpanse, Ratte oder Elefant: Sozial lebende Tiere haben natürlicherweise das Bedürfnis, gut miteinander auszukommen. Warum darin der Schlüssel zu moralischem Verhalten liege, erläutert der niederländische Zoologe Frans de Waal in seinem Buch “Der Mensch, der Bonobo und die zehn Gebote”.

Von Susanne Billig|Deutschlandradio Kultur

Wenn es in Strömen gießt, kauern Schimpansen sich unter das Blätterdach des Dschungels und setzen ihr schlecht gelauntes “Regengesicht” auf. Doch manchmal packt sie ein heiliger Furor: Dann springen sie mit gesträubtem Fell von den Bäumen und stampfen aufrecht auf zwei Beinen umher – bis der Regen verschwindet.

Auch das neueste Buch des niederländischen Zoologen Frans de Waal quillt von Geschichten aus der Tierwelt über: Schimpansenmütter, die ihre Kinder jahrelang aufwendig durch die Kindheit lotsen. Ratten, die auf Futter verzichten, um Artgenossen aus der Patsche zu helfen. Bonobos, die stundenlang neben einem gestorbenen Mitglied ihrer Gruppe ausharren, sichtlich von dessen Tod erschüttert. Und wer weiß – vielleicht soll der Regentanz ja Naturgewalten beschwören?

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Wahl Dodo des Monats August 2015

Dodo des Monats August 2015
Dodo des Monats August 2015

Es ist wieder soweit. Obskures, Religiotische, politische Dreistigkeiten stehen zur Auswahl. Bestimmte die Landesverratsaffaire gegen die Internetplattform netzpolitik.org Anfang des Monats die Inhalte der Debatte, folgte stramm und voller Eile Vitus Huonder hinterher. Nichts bestimmt die Diskurse der Kirchen so sehr wie Sexualität, Ehe, Familie. Es gibt Würdenträger welche sich nicht entblöden den Plan Gottes aufzurufen und den Eindruck erwecken zu lassen, sie würden selbigen kennen. Die Auseinandersetzungen mit dem Zustrom der Flüchtlinge, christliche Kontingente einfordernd, gibt sich Politik im Spektrum des Rechtsextremismus banal. Das Versagen von Sozial-und Kommunalpolitik wird nicht einmal angedacht.
Die Wahl ist bis zum 07.September 2015, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird hier, am folgenden Tag, in entsprechender Form gewürdigt werden. Mehrfachabstimmungen sind möglich.

Viel Spaß!

  1. Peter Hahne, “zwangsneurotisches Missionieren als Allheilmittel.”
  2. Reiner Haseloff, “beschwört die jüdisch-christliche Tradition.”
  3. Lutz Marmor, “ab 2017 braucht die ARD 400 Millionen Euro mehr.”
  4. Marlene Mortler, “kein Alkoholverkauf an Jugendlich ab 22:00 Uhr.”
  5. Andreas Laun, “will Lebensrecht um jeden Preis.”
  6. Rudolf Langthaler, “hat den Naturalismus von Richard Dawkins theologisch nicht verstanden.”
  7. Bistum Limburg, “feuert Kita-Leiterin, weil keine kirchliche Heirat.”
  8. Christoph Markschies, “Theologe ohne Bibelkenntnisse.”
  9. Sigmar Gabriel, “Nazi-Rethorik.”
  10. König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum-Wien, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  11. WDR, “löscht Plasberg-Talk in der Mediathek.”
  12. Robert Zwick, “Gehirnerweichung durch Granderwasser.”
  13. Carsten Rentzing, “Homophob, kennt aber Gottes Plan.”
  14. Waleed Ahmed, “ findet die Scharia so toll, braucht aber niemand.”
  15. Annette Schavan, “religiotisches zu Bildung und Wiedervereinigung.”
  16. Heinrich Bedford-Strohm, “Luther-besoffen und Staatsknete.”
  17. Günther Beckstein, “möchte christliche Flüchtlinge bevorzugt behandeln.”
  18. Vitus Huonder, “fundamentale Bibel-Exegese in Sachen Homosexualität.”

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Udo Di Fabio: Dodo des Monats Juli 2015

Dodo des Monats Juli 2015
Dodo des Monats Juli 2015


Udo_Di_FabioHomosexualität ist subversiv.  Sie ist ein grundlegendes Problem des Christentums, das sich mit der schwulen Schöpfung ihres imaginären Freundes nicht abfinden kann, genau genommen sogar intellektuell damit überfordert ist.  Ein Schweizer Apostel schwadroniert über die Todesstrafe für Homos, so sie denn ihre Homosexualität aktiv ausleben.  Ohne Ende reden Katholen und Evangelen von Sexualität, Familie, Kinder, verbales Christen-Porn.

Homosexualität zerstört die “christlichen Werte”, welche über Jahrhunderte den Neuzugang zur Gemeinde sichern halfen. Reproduktion ist das Zauberwort. Die ökonomisch-soziale Absicherung des Konstrukts Familie wurde religiös fundiert der säkularen Welt aufs Auge gedrückt. Die Zeiten ändern sich, die Menschen ebenso. Umorientierung, Interessenverschiebung, liberale Entwicklung der eigenen Person braucht keinen Vormund. Religiös nicht und schon gar nicht staatlich.  Die Menschen sind weiter als Politik, Judikative es je gewesen waren. Die Gestalter der Gesellschaft hinken mehr als drei Cocktails hinterher und an dieser politisch-sozialen Bruchstelle treten die Widersprüche zu tage. Kirchenaustritte, Politikmüdigkeit, lasst die da oben schwafeln und Udo Di Fabio ist auch so ein Schwafler, einer der den konservtiven Weltbild aus der Adenauer-Zeit anhängt.  Wem interessiert eigentlich was ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht zu sagen hat? Niemanden. Also wird der Joker gezogen, mediale Aufmerksamkeit heischend wird katholischer Konservatismus schön geredet.  Die vollmundig verkündete Weltlösungskompetenz ist humanistische Inkompetenz. Liest man etwas von Di Fabio in den Medien ist es religiös kontaminiert. Es kommt der Verdacht auf, dass er sich als eine Art Superman der Kirchen verkauft, nur, die Kirchenaustrittszahlen sprechen eine andere Sprache und der Konservatismus des Juristenb Di Fabio ist für die Tonne, historisch, sozial humanistisch sowieso. Anders sind solche Sätze nicht erklärbar:

“man solle nicht jede Unterscheidung – etwa die zwischen der Ehe von Mann und Frau und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften – unter Diskriminierungsverdacht stellen: „Bestimmte Unterscheidungen, etwa die zwischen Staatsbürgern und Ausländern, sind notwendig, sonst kann ein Staat nicht funktionieren.“

Wer so etwas sagt, wünscht sich die alten Zeiten herbei, vielleicht sogar den mit dem 29. Strafrechtsänderungsgesetz vom 31. Mai 1994 aufgehobenen Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuches.
Entweder alle Menschen sind gleich oder sie sind es nicht. Wenn Homosexuelle ungleicher sind muss man das rechtlich regeln und nicht drumherum reden. Völlig inkonsistent der Vergleich von Staatsbürgern und Ausländern und wider besseren Wissensm könne der Staat so nicht funktionieren. Der Staat funktioniert und wenn dann inhumane Juristen aufhören würden in die Belange der Gesellschaft ihre religösen Plattitüden zu tragen, wäre es optimal. Es ist völlig unwichtig und belanglos, die religiösen Präferenzen von Richtern, egal auf welcher Ebene, zu kennen. Dieses Offenlegen religiöser Attitüden hat etwas von intellektueller Prostitution an sich.

Wir alle wissen, Katholen-Sex ist kompliziert. Keine Spontaneität, Gummis, Pillen, Spiralen, Schäume, alles geht nicht. Die liebende katholische Frau muss in ihre Knaus-Ogino-Kladde gucken, ob es passt, das törnt ab. So weit die Theorie. Wir wissen zwischenzeitlich dass im Weinberg des Herrn eine stille, für den Klerus unbemerkte Revolution von statten ging. Die Lehre der katholischen Kirche entspricht nicht mehr den Lebensumständen der Menschen. Jeder, ob gläubig oder ungläubig, wird tagtäglich mit dem Problem der Homosexualität konfrontiert, oftmals sogar in den eigenen Familien. Die Akzeptanz in der Gesellschaft ist vorhanden, wenn nicht Politiker und Schwarzkittel gewaltig hinterher hinken würden. Menschen wie Udo Di Fabio sitzen noch in den 50igern fest und haben nicht bemerkt, dass sich die Welt erheblich weitergedreht hat.

Der Staat hat sich aus den sexuellen Identitäten seiner Individuen herauszuhalten, tut er das nicht ist das wie freiheitlich-demokratisches Schlüssellochgucken.

Die Homo-Ehe kommt, ewiggestrige Zeitgenossen wird das überfordern.

Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats Juli 2015

Dodo des Monats Juli 2015
Dodo des Monats Juli 2015

Sexualität, Ehe, Familie, Homosexualität, das Christentum hat nur ein Thema, Sex. Die die mitreden wollen, zölibatere alte Säcke, die aus ihrer Lieben zum Lattenjupp, Erfahrungen beitragen wollen. Die Ergebnisse sind bekannt.

Die Wahl zum Preisträger des Monats ist bis zum 07.08.2015, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden.
Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

Die Kandidaten:

  1.  Bülent Arinc,  “Stellv. türkischer Ministerpräsident mit gestörten Verhältnis zu Frauen.
  2.  Lübecker Verbund Kindertagespflege, “sanfter Faschismus um die “Aura-Kinder”.
  3. Margot Käßmann, “warnt vor Missbrauch Gottes beim Gebet.
  4. Ann-Marlene Henning, “Kirche soll sich zum Thema Sex äußern.”
  5.  Alexander Kissler, “macht sich um den Verlust der Scham sorgen.”
  6. Papst Franz, “dankt der Aids-Forschung, Gebete helfen nix.”
  7.  Jochen Bohl, “möchte ganz schnell Balkanflüchtlinge abschieben.”
  8.  Udo Di Fabio, “Menschenrechte gelten nicht für Homos.”
  9.  Thomas Schüller, “will weltliches Gericht gegen Ex-Bischof van-Elst.”
  10.  Guido Wolf, “Bei Sexualkundeunterricht geht ihm die Fantasie durch.
  11.  Berliner CDU, “voll gegen die Homo-Ehe.”
  12. Stefan Oster, “altes Kirchenrecht bleibt in Kraft.”
  13.  Gregor Gysi, “übersieht das Problem kirchlicher Moralnormen nicht.
  14.  Heiner Koch, “labert über Pluralismus, meint aber Geld.”
  15.  Deutsche Forschungsgemeinschaft, “Fördergelder für Splatter-Rituale und Firlefanz.”
  16.  Volker Beck, “dilettiert in Sachen Grundgesetz.”
  17.  Joachim Gauck, “hat es nicht so mit den Fasten.”
  18.  CDU Stuttgart, “Sexuelle Vielfalt stellt Reli-Freiheit in Frage.”

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Annegret Kramp-Karrenbauer: Dodo des Monats Juni 2015

Dodo des Monats Juni 2015
Dodo des Monats Juni 2015


kramp_karrenbauerDas Dilemma begann mit Adam und Eva.  Die schriftlich fixierte Paarbindung von Mann und Frau.  Aus purer Langeweile schuf Gott Adam. Er, der zuvor den Kosmos, das Universum aus dem Nichts erzeugte, mit all seinen Planeten, Sonnen, Galaxien, Schwarzen Löchern, Quasaren und Zwergen in jedweder Form, brauchte Stoff um ein Wesen nach seinem Ebenbild zu formen. Er hätte ja Materie von einem Neutronenstern nehmen können, nein es war Dreck und diesem Dreck haucht er seinen göttlichen Atem ein und siehe aus dem Dreck wurde Adam, der aussah wie Gott und sich langweilte wie er. Jetzt wurde es kompliziert es musste eine Rippe sein, so die Legende der Bibel, um eine Frau zu kreieren, quasi die Urmutter allen Seins. Die Göttlichkeit der Ehe ist damit erwiesen, jedenfalls für die an derartig obskure Geschichten Glaubenden. Und in der gesamten Schöpfung unterlief dem alten Zauselbart ein Fehler, die Eigenschaft des Schwulsein wurde ebenso kreiert, er sah, dass es gut war und ließ es dabei. Aus dieser im Dunkel liegenden Vorgeschichte der Menschheit erfuhr selbige durch das Buch der Bücher, ansonsten ward keine Botschaft vom Langweiler zu hören.

Die Ehe entwickelte sich zum ökonomischen Zweckverhältnis, Fortpflanzung, die Zucht der Brut und die Frau der Brutschrank. Durch die Jahrhunderte wurden Verhältnisse, Abhängigkeiten, notwendige Begründungen dem dummen Pöbel als Notwendigkeit  eingeredet.  Das heilige Sakrament der Ehe war geboren. Die Zucht sicherte doch immer neue Mitglieder der göttlichen WG auf Erden.

Schwule waren Außenseiter, aber erst mit dem Christentum. Sie stellen eine Bedrohung des Pfaffentums dar. Männerliebe bringt keinen Nachwuchs, Frauenliebe dito.

Die Zeiten haben sich geändert, den Pfaffen wurde die Möglichkeit genommen Kriege zu führen, was sie nicht daran hinderte diese zu Segnen und für sie zu beten. Die göttliche Gemeinde wuchs und es waren immer ausreichend Soldaten vorhanden, die sich für den gleichen Gott des Gegners umbringen ließen. Die Ehe war die eierlegende Wollmilchsau für Klerus und Adel. Schwule sperrte man ein, folterte man, brachte  um. Der Gedanke, dass Homosexualität genau solche Gefühle erlaubt, auslebt, wie Heterosexualität ist für gewisse religiöse Gruppen unvorstellbar.  Die schwule Schöpfung ihres Herrn nicht akzeptabel.

Kramp-Karrenbauer, katholisch konservativ, bildet da keine Ausnahme. Selbst die Tatsache, dass heute 35% aller Ehen geschieden werden, lässt sie an der Institution Ehe nicht zweifeln. Die Frage, ob Gesellschaft, Staat, überhaupt zwischenmenschliche Beziehungen regeln müssen, per Gesetz, per göttlichem Ritterschlag, kommt ihr nicht in den Sinn. Wer an der Göttlichkeit der Ehe rüttelt, schafft Möglichkeiten für Inzest-Ehe oder gar Polygamie, muss sich damit auseinandersetzen. Das ist nicht nur Katholen-Blödsinn, dass verkünden auch Evangelikale und so manch gestandener Theologe.

Menschen sind Menschen, Unterscheidungen der sexuellen Identität grenzen aus. Politik, Staat und Gesellschaft haben sich nicht in die persönlichen Belange der Sexualität einzumischen. Das geht nur die Betroffenen etwas an. Bigottes Christentum, welches unter dem Deckmantel der Fürsorge und Liebe Sexualität kontrollieren will ist obsolet. Weil schwule katholische Pfaffen im Pseudo-Zölibat leben,  können die weltlichen Schwulen und Lesben ihre eigene, ganz persönliche, sexuelle Identität ausleben.
Signifikantes Beispiel der Ewiggestrigkeit katholischer Sexuallehre sind die Fragebögen, welche der Vatikan an seine Schafherde verschickt hat.  Die Vorstellungen, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Präferenzen der Menschen sind andere.
Niemand will wissen ob Kramp-Karrenbauer mit der Knaus-Ogino-Verhütungsmethode Schwangerschaften verhindert hat, alles andere wäre katholisch nicht zulässig.  Aber als gute Katholikin geht sie halt beichten, der Herr vergibt ihr. Auch dummes Geschwätz.

In dem Sinne, wer Menschen vordergründig als Sexobjekte sieht, und die gesellschaftliche Vermarktung von Sexualität ehelich kontrolliert ablaufen lassen will, andere Menschen ausgrenzt, sie damit diskriminiert, braucht einen Therapeuten, vielleicht empfiehlt sich ein Stuhlkreis, die CDU ist voll von Dummschwätzern.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Juni 2015

Dodo des Monats Juni 2015
Dodo des Monats Juni 2015

Der Monat Mai hatte einiges an Höhepunkten zu bieten. Ob nun die Ausladung von Peter Singer, beim Philosophen-Pop-Festival in Köln, die “Umwelt”-Enzyklika des Vizegottes und die Terroranschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich. Flüchtlinge, die mit christlicher Nächstenliebe, europäischer Politik, im Mittelmeer ersaufen, die de facto Handlungsunfähigkeit Europas, hinsichtlich der Dschihad-Terrormiliz “Islamischer Staat”, es gäbe vieles, was zur Auswahl gestellt werden könnte, der Rahmen würde gesprengt .

Hier sind die Kandidaten für den Monat Juni 2015:

  1.  Jürgen Roters, “Oberbürgermeister der Stadt Köln, mit seltsamer Auffassung zu Meinungsfreiheit und Protest.
  2.  Bekir Alboga, “der Ditib-Generalsekretär findet den Islam weltoffen und modern.
  3.  Thomas de Maiziére, “lässt Gott hochleben, bei der Einweihung seines Ministeriums.”
  4.  Andrea Nahles, “sie ist der Beweis, dass Jesus nie gelebt hat, sie wäre nie Ministerin geworden.”
  5.   Annegret Kramp-Karrenbauer, “begründet ihre Ablehnung der Homo-Ehe mit Inzest.”
  6.  Reinhold Gall, “über vermeintliche Freiheitsrechte und Generalverdacht.”
  7. Paul Ziemiak, “Kinderlose sollen Sonderabgabe zahlen.”
  8.  Bayrischer Rundfunk, “Gottes-TV zum Ramadan.”
  9.  Peter Hahne, “kennt als einer der wenigen, die Botschaft der Bibel.
  10.  Bundessicherheitsrat, “bei Waffengeschäften mit den Saudis ist die Moral im Arsch.”
  11.  Udi Di Fabio, ” ist strikt gegen die Trennung von Staat und Religion.”
  12.  Kirchenkreis Dortmund, “verschenkt Eintrittskarten an Kirchenkritiker,”
  13. Martin Knispel, “will mehr christliche Kitas.”
  14.  Wolfgang Bosbach, “schreit nach Lebensschutz, versagt im Sozialen.
  15.  Gebhard Fürst, “das imago dei darf nicht homosexuell sein.”
  16. Papst Franz, “Jugendliche sollen keusch sein.”
  17.  Johannes Hartl, “Regenbogen als Zeichen für den Bund mit Gott.
  18.  Andreas Püttmann, “Journalist im Gotteswahn.”

Die Wahl ist bis zum 07. Juli 2015, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Sieger wird, wie immer, am folgenden Tag, hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

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Dodo des Monats Mai 2015: Schulleiter der Realschule Geretsried

Dodo des Monats Mai 2015
Dodo des Monats Mai 2015

RSGer“Atheisten sind dumm.” Eigentlich kein Aufreger für Atheisten. Schulternzucken und zur Tagesordnung übergehen. Klar ist, Personen, die solche Statements von sich geben, kann man sich im Alltag nicht antun.  Als Erwachsener hat man die Möglichkeiten solchen Typen aus dem Weg zu gehen, den Kontakt zu meiden. Kinder in einer Schule, sind religiotischen Lehrpersonal auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Im bayrischen Geretsried versucht nun so eine Type von Lehrer, die Schüler auf katholisch zu trimmen. Nennen wir den Lehrer “Adam”. In bayrischen Schuldiensten hat er es bis zum Regierungsschuldirektor gebracht, rein weltlich natürlich und im katholischen Ritualteam ergoß sich der heilige Geist über ihn, sein Bischof legte die Hand auf seinen Kopf und siehe da, er war Diakon. Die erste Stufe im Weihesakrament der katholischen Kirche. Solcher Art bedacht, göttlich aufgeladen, werden die Sagen und Märchen um eine zwielichtige Person namens Jesus an die Menscheit gebracht. “Adam” hat eine Mission, die Kinder an der Schule, einige ungetaufte, säkular eingestellte Eltern. Regierungsschuldirektor Adam missioniert, er will den Weinberg des Herrn hegen und pflegen, auf Teufel komm raus. Kritisches Hinterfragen durch die Schüler kontert er mit erprobten christlich-katholischen Dauerbeleidigtsein.

Die Thematik Christenverfolgung im Irak und Syrien wirft er den Schülern an den Kopf. Sein vizegöttlicher Vater in Rom verkündete in  Südkorea: “Das Licht der Märtyrer strahlt hell.” Als der Islamische Staat ägyptische Kopten ermordete, bedankten sich die Glaubensangehörigen für den schnellen und sicheren Weg ins Paradies, bei Youtube sind die Botschaften einsehbar. Also Lehrer “Adam” nur zu, mit Gottvertrauen und gemäß bayrischer Verfassung, Artikel 131, Absatz 2: “Ehrfurcht vor Gott” sei eines der obersten Bildungsziele im Freistaat.  Am Tag des jüngsten Gerichts würde eine solche Tat bestimmt entsprechend gewürdigt werden und paradiesisch könnte der gute katholische Diakon seinem Gott auf ewig die Füße küssen.

Mit Bildung hat das alles nichts zu tun. Die Trennung von Staat und Kirche im bayrischen Freistaat wird willentlich nicht vollzogen. Mit dem Sinken der Bedeutung christlicher Kirchen in der Gesellschaft wird es zukünftig noch mehr Reibungspunkte geben. Dort ist einer der Hauptwidersprüche verankert. Mit ihrer Weltfremdheit, unrealistischen Ansprüchen passen die Kirchen nicht mehr in die Lebenswirklichkeit der Menschen.
Nimmt man den gut-christlichen Grundsatz, dass der Mensch nach dem Ebenbilde Gottes geschaffen wurde, dann sind eben auch Atheisten, Schwule, Lesben usw. Geschöpfe Gottes. Es gibt mit Sicherheit dumme Geschöpfe Gottes, aber auch religiotische und das Dorfschulmeisterlein von Geretsried ist ein Prototyp.

Es ist schauderhaft, im Dritten Jahrtausend, mit Wissenschaft und Fortschritt die Geisterwelt von Wüstenvölkern wiederbelebt.

Mit Verlaub “Adam”, du bist ein Idiot.
Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.