Wir brauchen keinen reformierten Islam

Affen_MohammedSeit Monaten wird gestritten, christliche Politiker, islamische Politiker, Gottesknechte und Diener des Herrn, während die einen eine Reform des Islam verlangen beharren die anderen in ihren konservativen, fundamentalen Schlupflöchern. Nennen wir sie Moscheeverbände. Sicher ist auch, ein liberaler Islam braucht die heutigen Formen muslimischer Organisation nicht. Nun zu verlangen, dass die Moscheeverbände liberaler werden, kulturell organisieren, heisst, sie abschaffen zu wollen. Guter Vorsatz, nur darf man nicht auf die Selbstabschaffung von Moscheeverbänden hoffen. Das Beharrungsvermögen finden wir ja überall, in der Politik wie in der christlichen Religion. Entgegen der fortschreitenden Verweltlichung der Gesellschaft wird die Bedeutung des Religiösen künstlich erhöht. Dieser Widerspruch ist signifikant und vernehmbar in der Gesellschaft vorhanden. Wenn Pfaffen wie Bedford-Strohm oder Marx im „Wir“ sprechen muss die Grenze aufgezeigt werden. Sie sprechen für ihre Organisationen, für die damit verbundenen Strukturen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie sprechen nicht für die 50% Konfessionslose im Land.
Moscheeverbände wollen ähnlich wie die christlichen Kirchen behandelt werden, dass ist ihr gutes Recht, finden wir im Grundgesetz. Die Frage die es zu beantworten gilt, wie sie sich darstellen, Anhängsel der Muslimbrüder, der Diyanet, doch wohl nicht. Schon gar nicht wenn Religiöses als Integrationsmedium verstanden werden will. Konflikte mit der säkularen Entwicklung sind aufgezeigt. Und sie lassen sich nicht mit dem Aussitzen der Politik lösen.

Andere Gläubige bringen andere Gläubige um, ermorden sie. Im religiösen Dorf Gottes bricht Panik aus. Diskreditieren doch die anderen Gläubigen Gott selbst. Geweihte Personen werden getötet, in einem Tempel Gottes, Gott tut nichts, wie immer. Zum Schluss sind die Beteiligten alle tot. „Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen.“ Der Gott der Christen, Juden und Muslime liebt Gerechte und Ungerechte, im Tode sind sie ihm willkommen. Der Widersinn zum stillen Karfreitag in Deutschland ist kaum deutlicher darstellbar.

Deutscher Gotteswahn lässt sich recht prononciert im Missionsbefehl(Matthäus-Evangelium) darstellen. Evangelikale und Katholiken wollen unter den Muslimen missionieren. Aiman Mazyek hatte seinerzeit deutlich protestiert in dem er die Kirchen vor aggressiver Mission warnte. Die Christen-Weicheier wollen natürlich unter den Muslimen missionieren, die bereits in Deutschland angekommen, sesshaft sind. Mission im Gebiet des Islamischen Staates kommt ihnen nicht in den Sinn. Ein eindeutiger Glaubensmangel. Nirgendwo besser lässt sich die Wirksamkeit des christlichen Gottes nachweisen, als im Gebiet des dämonischen Koran-Fundamentalismus. Nein, Theologe Schirrmacher, für die Evangelikalen und Christian Troll, für die Katholiken, schlagen dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime einen interreligiösen Ethik-Kodex für Mission vor. Zumal Mazyeks Fähnlein der sieben aufrechten Muslime in Deutschland kaum Muslime vertreten kann. Es wäre lächerlich, wenn nicht die Tatsache bestehen würde, dass Evangelikale und Katholiken, im säkularen Gemeinwesen ihre krude Glaubenswerbung durchführen wollen.

Wir brauchen keinen reformierten Islam, wir brauchen eine reformierte Politik, die sich dem gesellschaftlichen Widerspruch zwischen der Religionisierung sozialer Konflikte und fortschreitender Verweltlichung entgegenstellt. Solange Politik die eigene Hausreligion bevorzugt, werden andere ihre berechtigten Ansprüche geltend machen. Nicht Neuevangelisierung sondern Säkularisierung ist die Lösung.
Dazu gehört auch islamistischen Terror als solchen zu benennen, nicht Irre, Verhaltensauffällige, sondern religiöser Fundamentalismus in seiner übelsten Darstellung sind das Problem. Wäre dem nicht so, müsste man das Versagen der Gesundheitspolitik konstatieren, genauer die psychiatrischen Dienste, die solche Gewalttäter nicht therapieren können.

Die Forderung den Islam reformieren zu wollen ist von geradezu lächerlicher Impertinenz.

Ditib: Dodo des Monats Juli 2016

Dodo des Monats Juli 2016 ©HFR
Dodo des Monats Juli 2016©HFR

DITIB-LogoErdogans Petzen haben gewonnen. Allein die Tatsache das Erdogan-nahe Islam-Gruppen in Deutschland nach Gülen-Anhängern suchen und diese listenmäßig erfassen zeigt eine gewisse Charakterlosigkeit. Doch dazu später.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB) ein eingetragener Verein der dauerhaft der Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei untersteht. Die Tatsache, dass ein deutscher Verein dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist, stinkt gewaltig. Man spricht von ca. 1000 Beamten, die als Imame in Deutschland im Einsatz sind.

Die Imame der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V.“ (DITIB) sind Beamte des türkischen Staates und werden vom türkischen Staat bezahlt. Ähnlich wie Diplomaten werden sie nach einem Rotationsverfahren alle vier Jahre ausgetauscht. Sie haben ein sicheres Beschäftigungsverhältnis und werden gut entlohnt (zurzeit ca. 2.000 € plus 60% ihres Gehalts in der Türkei). Imamen, die gut Deutsch gelernt haben, wird mittlerweile angeboten, ihren Aufenthalt in Deutschland zu verlängern, um weiterhin für DITIB tätig zu sein. Denn deutschsprachige Mitarbeiter sind auch im größten muslimischen Verband nach wie vor rar.

Religionen im Gespräch

Mit anderen Worten, der türkische Staat überweist monatlich 2 Milionen Euro nach Deutschland um seine Beamten zu bezahlen. Die Summen dürften deutlich höher liegen, kommen doch noch Angestellte, Beschäftigte, Verwaltungskosten ect.pp. hinzu. Die Türkei bezahlt ein ansehliches Orchester und für das Geld bestimmt sie die Musik, welche gespielt wird. Sie wäre ein Idiot, wenn sie das nicht tun würde. So orchestriert wird Politik nach Deutschland transportiert, ganz im Sinne der Islamisten der AKP. Nebenbei, Gülen ist auch Islamist, einer der auf anderen Wegen versuchen muss an sein Ziel zu kommen, letztlich steht ihm nicht der türkische Staat zur Verfügung, aber ein gut organisiertes Netzwerk von Schulen, Medien, Stiftungen usw.  Egal welche Informationen, von welcher Seite auch immer, erhältlich sind, islamistische Machtkämpfe zwische Erdogan und Gülen sind die Regel. Gotteswahn wird manifestierte Gewalt, der Gläubige ist immer der Dumme. Das Problem, der Gotteswahn macht die Dummheit süß und erträglich, vielleicht sehen wir bald Transparente auf denen türkische Frauen bekunden ein Kind von Erdogan haben zu wollen, der Wahnsinn ist noch lange nicht am Ende.

Die DiTiB ist Werkzeug türkischer Politik. Wer das nicht anerkennt wird sich auf Dauer mit Konflikten beschäftigen müssen, die durch die türkische Politik nach Deutschland getragen werden. Das Dilemma ist hausgemacht. Das Kirchenverfassungsrecht greift nicht bei den islamischen Moscheeverbänden. Deutsche Politik hat jahrzehntelang den Wildwuchs islamischer Strukturen geduldet. Es war ja auch so einfach, es hat fast nichts gekostet, Strukturen mussten nicht aufgebaut werden und die quasi nicht vollzogene Trennung von Staat und Kirche schlägt nun ins Taufbecken christlichen Wohlgefälligkeitsglauben zurück. Jesus-Popstar Bedform-Strohm spricht von flächendeckenden Religionsunterricht, für Muslime, meint aber generell Religionsunterricht einführen zu können. Die Muslime als Transportmedium evangelischen Firlefanz‘. Die DiTiB lehnt sich zurück und lässt die Pfaffen der deutschen Kirchen machen, die hoffen ihrer stetig wachsenden Bedeutungslosigkeit mit Hilfe der Muslime zu entkommen. Wer der DiTiB seine Kinder, in Sachen Religionsunterricht, gibt, überlässt sie dem Gotteswahn der AKP-Islamisten. Deutsche Behörden leben dann in der Einbildung Kontrolle ausüben zu können.

Hat man einen DiTiB-Verband erwischt, weil ein Hassprediger in einer Moschee seinen Dreck verkünden durfte, kommen die üblichen Ausreden, dass hätte man nicht gewusst, die Vergangenheit des Betroffenen sei nicht bekannt gewesen, aber wehe ein Witz über den Geisterbeschwörer Mohammed macht öffentlich die Runde, oder gar eine bildliche Karikatur, weinerliches Geheule über verletzte religiöse Gefühle, Diskriminierung, Rasssismus und Islamophobie sind die argumentativen Keulen mit denen Widerrede erschlagen wird. Werdet endlich mal erwachsen, benehmt euch auch so, selbst wenn Erdogan dem Benehmen nach in einer Buddelkiste sitzt und darüber petzt, Gülen wolle ihm die Backförmchen wegnehmen.  Schüffeldienste für den Übervater sind etwas für charakterlose Gesellen, Petzen tun so etwas, Feiglinge, Weicheier.

Von deutscher Politik wäre zu erwarten, dass sie sich von den islamistischen Umtrieben der DiTiB trennt, keine Imame aus dem Ausland, keine Finanzen. Muslime in Deutschland sind keine unmündigen Blagen des Irren vom Bosporus. Österreich hat da einen sehr guten Weg eingeschlagen, erinnert sei hier an das Islamgesetz.

In dem Sinne, den DiTiB nach Istanbul und wirkliche Interessenvertretungen für Muslime aufbauen, die auch von den Mehrheiten der betroffenen Menschen unterstützt werden, was man ja von den heutigen Islamverbänden nicht sagen kann.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Juli 2016

Dodo des Monats Juli 2016 ©HFR
Dodo des Monats Juli 2016 ©HFR

Geht es um spinnerte, religiotische Lautäußerungen aus Politik und Kirchen gibt es kein Sommerloch. Manchmal entsteht der Eindruck als wollten die Akteure unter Beweis stellen, dass sie gute Gottesknechte sind. Chemtrails sollten untersucht werden, darüber hinaus ist es interessant warum gerade in Berlin schiitische Muslime als Organisatoren des a-Quds-Tages in Erscheinung treten dürfen, die AfD suhlt sich im Antisemitismus, da darf man dann auch schon mal „Die Protokolle der Weisen von Zion“ bemühen und der Wiener Erzapostel hält den Dienst in der Armee für die Manneszucht, sprich Integration für bedeutend. Der reaktionäre Mief christlicher Religion bläst mit Macht durchs Gebälk. Am Islam arbeiten sich die 41.000 christlichen Denominationen mit dem Wort Gottes ab.
Die Wahl ist bis zum 07.08.2016, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden.

Viel Spaß!

  1.  Martin Bäumer, „hält Chemtrails für untersuchungswürdig.
  2.  Verein Islamische Gemeinde der Iraner in Berlin-Brandenburg e. V., „lässt islamistisches Gedankengut in Berlin demonstrieren.“
  3.  Dr. Irmgard Schwaetzer, „wählt uns, ansonsten haltet die Klappe.
  4.  DITIB, „Namenslisten von Gülen-Angängern in Deutschland?
  5.  Bodo Ramelow, „linker Afterdienst.
  6.  Alexander Kissler, „Jesus wurde in Frankreich ermordet.
  7.  Alexander Gauland, „kennt Asylgesetz, Grundgesetz und Genfer Konvention nicht.
  8.  Christoph Schönborn, „bei der Armee werden integrierte Kerle synthetisiert.“
  9.  Joachim Herrmann, „möchte in Krisengebiete abschieben.
  10.  Volker Kauder, „weiß nichts von Ego-Shootern, davon aber viel.
  11.  Özkan Ezli, „findet Geisterstunden in Schwimmbädern toll.
  12.  Jozef Niewiadomski , „mit Katholizismus gegen Islamismus.
  13.  Gerd Landsberg, „islamischer Religionsunterricht ist seine kognitive Grenze.
  14.  Rainer Maria Woelki, „gebt Bettlern, auch wenn es zum Saufen ist.
  15.  Heinrich Bedford-Strohm, „will mit degenerativer Theologie soziale Probleme lösen.

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Religiotisch: Suchmaschine „Hulbee zensiert Sex“

Suchmaschine "Hulbee". Screenshot: bb
Suchmaschine „Hulbee“. Screenshot: bb

Die Welt des christlichen Fundamentalismus ist retardiert. Sex etwas übles und Pornografie geht schon gar nicht. Bekannt ist, dass aus dem amerikanischen „Bible Belt“, schlicht der Playground des evangelikalen Weltverständnisse, die meisten Zugriffe auf Porno-Webseiten im Internet kommen, die meisten Schwangerschaften unter Jugendlichen auftreten und ebenso die meisten Abbrüche. Bibel-Fundis in Deutschland können aufatmen, die größere Dislozierung lässt solche Analysen, wie in den USA, unmöglich erscheinen.
Also schafft man eine Suchmaschine, weil ja die Datenkrake Google die Pornoschleuder schlechthin ist und Kinder übersexualisiert werden. Sex ist böse, gut nur, wenn er der Fortpflanzung dient und eine Familie dahinter steht. Der eigenen Homophobie kann man dann wundervoll frönen.
Gibt man in die Suchmaschine den Begriff „Sexualität“ ein, kommen die im Screenshot dargestellten Ergebnisse, das linke Bild ist dann auch für die lieben Kleinen, Herzijesulein sichtbar.

Pappa geht dann heimlich auf die einschlägigen Pornoseiten und weil Mama nicht kann, wird kräftig einer runtergeholt. Christliche Bigotterie. Hodenhasser und lebende Retros wollen zurück in die Wüste.

Ruprecht Polenz: Dodo des Monats Juni 2016

Dodo des Monats Juni 2016 ©HFR
Dodo des Monats Juni 2016
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polenzDeutschland streitet über Kopftücher, Hidschabs, Niqabs, Burkas und Politik, die vermeint um des Hausfriedenswillen reaktionäre, rückwärtsgewandte Weltsichten gut gewaschen, getrocknet und gebügelt unter das Wahlvolk zu bringen. Es gibt genug Politiker die öffentlich verkünden religiöser Fundamentalismus habe nichts mit Religion zu tun, Terror noch weniger. Einig ist man hier mit den Aposteln und Pfaffen der nahöstlichen Mythologie, Christentum genannt. Terror habe nichts mit Religion zu tun. Das ist schlichtweg gelogen. Die jeweilige Religion, ob nun das Christentum, der Islam, das Judentum, Hinduismus, Buddhismus, liefert die normative und deskriptive Grundlage jedweden Terrors. Der Wahrheitsanspruch ist exklusiv. Wer nicht der eigenen Religion zugehörig ist, ist Dreck, minderwertig.

Eine Meldung auf der Online-Plattform The Scotsman.com, dass die schottische Polizei den Hidschab als Teil der Uniform schottischer Polizistinnen einführen will veranlasste CDU-Politiker Ruprecht Polenz zu der Aussage: „Wird Zeit, dass die deutsche Polizei das auch macht.“

Die islamische Kopfbedeckung verhüllt nicht das Gesicht, alles andere aber schon und es gibt Varianten, da ist aus dem Hidschab ein Niqab geworden, nur noch die Augen der betroffenen Person sind zu sehen.

Ruprecht Polenz, 300 Jahre Aufklärung für die Tonne. Ein Vertreter derjenigen Kreise, die religiösen Fundamentalismus in Deutschland salongfähig machen wollen. In der Hoffnung, dass die eigenen kruden rückwärtsgewandten Weltsichten niemanden mehr interessieren.

Was sagt das Tragen des Hidschabs aus:

Zu den Maßnahmen, die der islamische Hidschāb üblicherweise einschließt, gehören:

  • die Zugänglichkeit der Frau nur für diejenigen Männer, die in einem die Heirat ausschließenden Verwandtschaftsverhältnis (Mahram-Verhältnis) zu ihr stehen,
  • die Verhüllung der Frau vor allen Männern, die nicht in einem Mahram-Verhältnis zu ihr stehen,
  • der Rückzug der Frau in das Frauengemach im Haus bei Besuch von Männern, die zu diesem Kreis zählen,
  • die Verhüllung der Frau beim Ausgang auf der Straße und in der Öffentlichkeit.

Überhaupt kein Problem für einen toleranten modernen Menschen. Frauen die derartige Mode tragen wollen nicht kommunizieren, man kann sie also ignorieren. Burkaträgerinnen, manche erinnern an laufende Mülltüten, schon gar nicht, macht man einen Bogen darum. Das ist Toleranz. Die Kleidervorschriften religiöser Befindlichkeiten interessieren nicht. Man muss sie nicht verbieten, sie haben aber bei der Polizei, den Gerichten usw. nicht zu suchen. Traumtänzer wie Polenz, die sich irrlichternd durch den Zoo Gottes bewegen versuchen anderes zu vermitteln.

Stellen wir uns folgenden Sachverhalt vor. Ein Nomade, Sohn der arabischen Wüsten, gemeinhin als Tuareg bekannt, gelingt es in Deutschland Richter zu werden. Das Problem, bei den Tuareg sind die Männer verschleiert, die Frauen nicht. Dann sitzt also unser Tuareg-Richter vor uns und wir sehen nur seine Augen. Da kann man aufstehen und gehen, Kommunikation ist etwas anderes, durch den Gesichtschleier ist er zu dem noch akustisch gedämpft.

Statt sich darüber Gedanken zu machen ob die Polizei in Deutschland den Hidschab einführen sollte, könnte man überlegen, inwieweit die Trägerinnen überhaupt eindeutig zu identifizieren sind. Es gibt ja so etwas wie Vermummungsverbote.

All das ficht Ruprecht Polenz nicht an.

Bild: FB, Screenshot: bb
Bild: FB, Screenshot: bb

Es geht nicht um Bilder im Kopf, es geht um eine freie Gesellschaft, die für ihre Freiheiten einen heftigen Preis zu zahlen hatte. Es geht darum, dass arabische Mythologie um einen Schafhirten, dem es gelungen ist seine Traumbilder in materielle Gewalt umzusetzen nichts in einer aufgeklärten Gesellschaft zu suchen hat. Wer ja zum Hidschab, Niqab, Burka im öffentlichen Dienst sagt, sagt ja zur Gesellschafts-und Normenordnung des Islam. Brauchen wir nicht, wir haben eine gesellschaftliche Ordnung die durch Geschichte, Traditionen, Kultur geprägt ist. Die offen ist für anderes, für Weiterentwicklung und nicht Rückschritt in die Normenwelt der Wüste.
Wir brauchen keine Politiker die ihren persönlichen Glauben einhegen und den Begriff der Religionsfreiheit als Waffe gegen andere einsetzen. Religionsfreiheit ist kein Ehrschutz für irgendeine abrahamitische Mythologie.

Glaubt was ihr wollt, verschont diejenigen, die nichts mit Euren Weltsichten zu tun haben.

Wer wie ein Gespenst in der Öffentlichkeit aufreten will soll das tun, mit Gespenstern kann man nicht kommunizieren.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Juni 2016

Dodo des Monats Juni 2016 ©HFR
Dodo des Monats Juni 2016
©HFR

Die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages war im Monat Juni das entscheidende Ereignis. Die Höflinge von Gnaden des Sultans Erdogan kamen aus ihren Schlupflöchern und offenbarten ihre Unkenntnis demokratischer Gepflogenheiten. Weinerlich jammernd, dümmliche, machohafte Racheglüste bis hin zu Morddrohungen gegen Paramentarier, wurden medial offenkundig.
Die Protokolle der Weisen von Zion, gefälschtes Machwerk, erlangten wieder Bedeutung, in der Alternative für Deutschland sitzen Antisemiten alten Stils. Solcherart Idiotie war schwer vorstellbar.
Die Wahl ist bis zum 07.07.2016, 18:00 Uhr befristet. Die Laudatio, für den Gewinner, wird am folgenden tag, hier auf dem Blog, veröffentlicht werden.
Viel Spaß!

  1.  Thomas de Maizière, „hat Schwierigkeiten mit Statistik.“
  2.  DITIB, Erdogans Hofschranzen mit Demokratie-Defiziten.“
  3.  Joachim Gauck, „braucht Reformation in seinem Denken.“
  4.  Michael Diener, „Vorsitzender der Alliierten Homophoben.“
  5.  Ruprecht Polenz, „möchte den Hijab für Polizistinnen.“
  6.  Bodo Ramelow, „missioniert in Schweden.“
  7.  Winfried Kretschmann, „erbricht den Islam in Deutschland.“
  8.  Christian Tsalos, „Wüstenreligion mit technischen Fortschritt.“
  9.  Rainer Rupp, „unterentwickelte Kapitalismuskritik mit Donald Trump.“
  10. Timo Al-Farooq, „geballte Religiotie gegen den Atheismus.“
  11. Papst Franz, „Die Kirche ist eine Braut, see a doctor.“
  12. Wolfgang Gedeon, „hält Die Protokolle der Weisen von Zion für echt.“
  13. Kerim Uca, „Islamist mit pathologischen Frauenbild.“
  14. true fruits GmbH, „rassistische Grundeinstellung.
  15. Duisburger Integrationsrat, „vielleicht in Diyarbakir integrieren.“
  16. Christian Schmidt, „Minister mit hochpolitischen Gotteswahn.“

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Bleibt skeptisch!

Medizin, Arzneikunde, Anatomie, Architektur, Mathematik, Geographie, Astronomie, Geologie und Physik. Deckenfresco von Bartolomeo Altomonte im Stift Admont. Bild: Fb78/CC BY-SA 3.0
Medizin, Arzneikunde, Anatomie, Architektur, Mathematik, Geographie, Astronomie, Geologie und Physik. Deckenfresco von Bartolomeo Altomonte im Stift Admont. Bild: Fb78/CC BY-SA 3.0
Verrennen sich die technologiebegeisterten Skeptiker bei der unkritischen Unterstützung für Agrarchemie, Gen- und Nukleartechnik?
 

Von Marcus Hammerschmitt | TELEPOLIS

Dass die Skeptiker, auch die deutschen, einen gewissen, durchaus diskussionswürdigen Hang zur Technokratie haben, war schon immer klar. Sie wollten noch nie gerne hören, dass die Selbstaufklärung – vor allem, was die instrumentelle Vernunft angeht – eben auch Teil einer zeitgemäßen Idee von Aufklärung sein müsste. Neuere Aussagen zur Gen- und zur Nukleartechnik lassen aber vermuten, dass die Skepsis der Skeptiker bei bestimmten Themen noch abrupter aufhört als anderswo.

Was würde Deutschland fehlen, wenn ihm seine Skeptiker fehlen würden? Emphatisch gesprochen könnte man sagen: eine Oase im Meer des Unsinns. Die Brights, die GWUP, Leute wie Edzard Ernst, Nathalie Grams und das Netzwerk Homöopathie – sie alle arbeiten daran, den leider in Marketing-Angelegenheiten höchst erfolgreichen „Impfkritikern“, Quacksalbern, Chemtrail-Schniefern und all den anderen Irrlichtern etwas entgegenzusetzen.

Religions- und Ideologiekritik, die Entlarvung von geschäftstüchtigen Bauernfängern, der Einsatz für ein Weltbild, das ohne Götter und Geister auskommt – das sind die starken Aspekte dieser selbstverständlich nicht immer homogenen Bewegung. Aber natürlich: Die Sache hat Licht und Schatten. Dass der religionskritische/atheistische Sektor des Skeptizismus auf internationaler Ebene ein massives Problem mit Frauen hat, ist schon länger klar (Wo sind die Frauen?).

Kritisch auch gegenüber der Wissenschaft

Der Wissenschaftsjournalist John Horgan warf neulich der skeptischen Bewegung in einem vielbeachteten Vortrag vor, sie konzentriere sich auf leichte Gegner wie Homöopathie und Yetigläubige und vernachlässige ihre Pflicht zur Aufklärung im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Problemen, wie zum Beispiel den aktuell stattfindenden Kriegen. Aber schon die Esoterikkritik der Skeptiker sei nicht wasserdicht, wenn sie der Wissenschaft selbst gegenüber unkritisch bleibe.

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Christdemokraten für das Leben: Dodo des Monats Mai 2016

Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
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cdl_1Forschern der Rockefeller Universität (USA) und des King’s College in Cambridge (Großbritannien) ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter zu züchten und diese 13 Tage am Leben zu erhalten. Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen sowohl in den USA als auch in Großbritannien wurde der Versuch abgebrochen.
Für den Verein „Christdemokraten für das Leben“ ein unglaublicher Vorfall. Menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter. Das ist gegen die Moral des Christentums. Das wäre ja noch in Ordnung, so lange es sich um das Christentum handelt. Die obskuren Lebensschützer, gequält von pränatalen Fruchtwasser-Träumen, können für ihresgleichen sprechen, aber nicht für andere. Halten wir fest.

Die Vereinsmitglieder glauben an die Jungfrauengeburt, glauben an sprechende Schlangen, glauben, dass ihr Gott mittels der großen Flut den größten Genozid menschlicher Geschichte auslöste und Noah beauftragt wurde die Arche zu bauen, um der Tierwelt ein überleben zu sichern. Paarweise, zwecks Reproduktion, wurde die Tiere auf die Arche getrieben oder fanden sich ein. Mit anderen Worten, die Pinguine aus der Antarktis mühten sich auf das heftigste in den Nahen Osten zu kommen. Australische Kängeruhs hüpften gen Noah. Südamerikanische Faultiere, nicht die schnellsten in der Fortbewegung ebenso.  Es muss also ein paar Geschöpfe gegeben haben, die die Fähigkeit übers Wasser zu gehen schon vor dem Gottessohn besaßen.  Noahs Familie, seine Ehefrau und seine drei Söhne, alle verehelicht, wurden die Stammväter der Menschen. Der zweite inzentuöse Schöpfungsakt des Christengottes.

Mit diesem Scheiß im Kopf wollen die Mitglieder des Vereins grundlegend anderen Menschen ihr Weltbild aufzwingen. Die Reproduktion des Menschen sichert den Händefaltern und der Pfaffenschaft den Nachwuchs und die Vererbung ihres Obskurantismus. Geht die Menschheit andere Wege, um sich aus dem wissenschaftlich-technisch Fortschritt ergebende Lösungen nutzbar zu machen ist das Geschrei der Fortschrittsfeinde groß. Für sich selbst können sie Entscheidungen im Rahmen ihres Glaubens treffen. Darüber hinaus nicht. Man sollte ihnen ein ganz bestimmtes und deutliches „Schnauze halten“ ins Gesicht schleudern.
Die christliche Realität ist eine andere. Die Menschenliebe des christlichen Gottes lässt wohlgefällig tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, die Unschuldigsten der Schöpfung, Kinder, erkranken an Krebs, werden verkauft, gejagt, getötet und von kinderfickenden Priestern missbraucht.

Man macht sich Sorgen um das Leben. Welches in den Augen der Christen-Fundis mit der Befruchtung der Eizelle beginnt.  Vor der möglichen Befruchtung werden Millionen Spermien abgetötet. Welch eine Verschwendung und nur ein Spermium trifft das 80.000-fach größere Ei.  Selbst Jesus musste diesen komplizierten und gefährlichen Weg gehen. Nach dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle ist noch lange keine Party angesagt. Die befruchtete Eizelle wandert nun in Richtung Gebärmutter, bleibt sie im Eileiter, kann es zur Eileiterschwangerschaft kommen, mit allen negativen Konsequenzen.
In der Gebärmutter nistet sich die befruchtete Eizelle ein. Ist das Einnisten nicht erfolgreich, man geht immerhin von 50% Fehlerquote aus, geht das befruchtete Ei ab. Oftmals völlig unbemerkt. Was gedenken denn die „Christdemokraten für das Leben“ gegen diese hohe Fehlerquote beim Einnisten zu unternehmen. Immerhin, es wird ja in ihrem Sinne Leben vernichtet. Vielleicht sollte die befruchtete Eizelle durch ein Gesetz gezwungen werden sich einzunisten, oder einen Bibelspruch, einen Exorzismus, pfäffische Nachhilfe. Gebete helfen eh nicht, sie kommen immer zu spät und ändern nichts.

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Für uns wichtig, solchen vernunftfernen Zeitgenossen die Macht, die sich politisch haben, weiter zu kürzen. Mit ihren Blödsinn richten sie sonst noch die Menscheit zu grunde.

 

 

Wahl Dodo des Monats Mai 2016

Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
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Ausfallbedingt weniger Posts im Monat Mai, dafür eine übersichtliche Auswahl der Kandidaten. Das Spektrum der Auswahl reicht von den „Christdemokraten für das Leben“ und Embryonenschutz, über die DITIB-Imame in Deutschland, ganz ungefähr so, als wären 4 Millionen, in Deutschland lebende Muslime, nicht in der Lage eigene Vorbeter zu bestellen, es müssen die institutionalisierten Gottesknechte von AKP-Gnaden sein. Präses Rekowski wünscht sich, trotz schwindender Mitgliedschaft in seiner Kirche, leeren Gottesdiensten, die öffentliche Präsenz seines untoten Geliebten. Die Kirche von Berlin-Brandenburg installiert Wlan für die Gläubigen, eigene Fortschrittsfeindlichkeit wird dann gern vergessen. Religionsunterricht für alle Muslime, der Kölner Erzapostel hält eine Büttenrede zum Thema Flüchtlinge, Gehsteigberatung in München erlaubt das dortige Verwaltungsgericht und und die bibelfesten Evangelikalen halten einen Stuhlkreis während des Ramadan ab. Reichlich Religiotie vorhanden.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 18:00 Uhr befristet.  Der Gewinner wird am folgenden Tag mittels Laudatio gewürdigt werden. Mahrfachabstimmungen sind möglich. Viel Spaß!

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Recep Tayyip Erdoğan: Dodo des Monats April 2016

Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
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erdoganDer „Irre vom Bosporus“ hat das Rennen um die kotztürenblaue Dronte des Monats April gewonnen.  Ausgestattet mit einem schon pathologisch zu nennenden Verfolgungswahn kennt Erdogan nur zwei Typen von Menschen, seine Anhänger und seine Feinde, letztere natürlich alles Terrorristen.  Die Paranoia hat System und ist nicht erst seit ein paar Wochen signifikant erkennbar. Rund 2.000 Klagen wegen Beleidigung seiner Person lassen überdies noch an der Zurechnungsfähigkeit des selbsternannten Sultans zweifeln. Osmanen-Kult, der Islam sowohl als Religion, wie auch als politisches Programm und türkisch-islamische Identität sind die Eckpunkte seines Weltbildes.

Unter Kemal Atatürk, der bekanntlich die Reste des Osmanischen Reiches zur türkischen Republik formte, wäre Erdogan schon lange füsiliert worden.  Noch braucht er Atatürk als Aushängeschild und Etikett seiner Politik, möglich dass Erdogan selbst eines Tages mit dem Namen „Attacktürk“ in die Geschichte eingehen wird.

Skandale gab es zu jeder Zeit, als Ministerpräsident und nun als Präsident, der sich zum Despoten gemausert hat. Demokratie, Menschenrechte gelten nur aus pragmatischen Gründen, sie werden gebraucht um unter dem Deckmatel der Legalität einen islamischen Gottesstaat zu etablieren.

Die EU schaut zu, hilflos, beschwichtigend kriechen die Granden europäischer Politik Erdogan in den Arsch. Der lässt sie dort wohlgefällig zappeln. Presse-und Meinungsfreiheit, im europäischen Bündniss immer dann mantra-artig beschworen wenn es gilt gegen die Widersacher der Politik des Westens einen Shitstorm zu organisieren. Andere sind böse, Erdogan gestaltet mit der europäischen Hilflosigkeit seinen islamischen Gottesstaat.  Er schlachtet die Kurden ab, verbündet sich mit dem  Abschaum  des Islamischen Staates,  liefert Waffen, lässt Gotteskrieger in seinen Krankenhäusern behandeln und ermöglicht den Tourismus der Dschihadisten.
Die Würde des Menschen soll ein universelles Recht sein, unantastbar gar. Sie wird aber immer wieder zur Verhandlungsmasse gemacht, wenn es gilt eigene Interesse durchzusetzen. Die Europäische Union ist hier ein Vorreiter des Pragmatismus. Argumentativ wird die Menschenwürde von allen beschworen, mit Erdogan ist sie 6 Milliarden Euro wert, um zu verhindern, dass das Kriegselend des Mittleren Osten über europäische Grenzen kriecht. Das Ersaufen im Mittelmeer nicht eingerechnet.  EU-Beitritt, nicht mit Erdogan, die Türkei unter seiner Knute wird andere Wege einschlagen, die Europäische Union eine Kuh, die sich vortrefflich melken lässt.

Erdogan Größenwahn gipfelte in der Aussage:

„Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“

Die Welt vom 31. Mai 2015

Spätestens hier muss auch dem letzten Europa-Politiker klar geworden sein, im Oberstübchen des türkischen Präsidenten geht einiges gewaltig durcheinander, kompetente, professionelle Hilfe angeraten.

Erdogan formt einen islamischen Fundamentalismus in der Türkei, seine Anhänger werden fanatisiert und schießen auch schon mal auf einen erklärten Feind Erdogans.

Deutsche Satiresendungen, die sich Erdogan als Ziel auserkoren haben werden zum Ziel präsidialer Politik.  Diplomatisches Einschreiten, Anzeigen und ein desaströses Verhalten der Bundesregierung mit der Kanzlerin voran, bestärken  den kranken Mann noch in seinem Wahn.  Das ZDF macht sich freiwillig und ohne Not zum Büttel der Politik der Bundesregierung. Strafanzeigen, im dreistelligen Bereich gegen Jan Böhmermann zeigen, im dreistelligen Bereich wird Satire nicht verstanden.  Bildungsdefizite im dreistelligen Bereich, zu kompliziert, verflachtes Gehirn. Entrüstung vorprogammiert.  Da kann man von Glück sagen, dass die Entrüsteten nicht gleich das ZDF angezündet  und die Mitarbeiter zerhackt haben.  Es gibt genügend Beispiele, wo man ein paar Zeichungen zum Anlass nahm um einen dschihadistischen Shitstorm mit Toten und Verletzten vom Zaune zu brechen.

Beim nächsten Besuch Erdogans in Deutschland empfiehlt sich die fachärtztliche Untersuchung auf Zurechnungsfähigkeit, öffentliche Auftritte wären nur unter dieser Voraussetzung möglich.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats April 2016

Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
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Die Mediale Aufmerksamkeit im Monat April konzentrierte sich in aller Gänze auf Jan Böhmermann, der nun mit der Ermächtigung durch die Bundesregierung, strafrechtlich wegen Majestätsbeleidigung zur Verantwortung gezogen werden kann. Der „Irre vom Bosporus“ darf nun ganz öffentlich in Deutschland seinen paranoiden Gelüsten nachgehen. Aber auch Kirchtürme, Minarette, MIssion unter Muslimen und religiöse Parallelwelten spielten im Zirkus der öffentliche Meinung eine Rolle. Von extrem bis banal ist alles vertreten.
Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2016, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden.
Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten:

  1.  Frauke Petry, „weiß die Architektur von Minaretten nicht zu schätzen.“
  2.  Volker Kauder, „will Moscheen überwachen lassen, seine christlichen Extremisten spart er aus.“
  3. Bono, „singt weniger, dafür mehr Religiotie.“
  4. Rainer Maria Woelki, „mag spitze Phallussymbole.“
  5. Aiman Mazyek, „braucht Fremd-Imame für seinen Glauben.“
  6. Christian Troll, „möchte unter Flüchtlingen christlich trollen.“
  7. Joachim Gauck, „möchte gekrönt werden.“
  8. Alexander Kissler, „katholisch demagogische Weltsichten.“
  9. Eckart von Hirschhausen, „die Einfachheit der Bibel im Medizin-Studium vermisst.“
  10. Bernd Lucke, „mit Vulgärsprache mediale Aufmerksamkeit.“
  11. Wolfgang Thierse, „beschwört den Religionsfrieden.“
  12. Dr. Georg Rüter, „mag dezente Hinrichtungswerkzeuge.“
  13. Andreas Kersten, „Kondome vom Bibel-Apotheker.“
  14. Ulrich Parzany, “ weiß dass die Apostel nicht schwul waren.“
  15. Gert Pickel, „Religionsphobie unter den neuen Atheisten.“
  16. Nabil Arab, „mit dem Islam kam die Befreiung der Frauen.
  17. Recep Tayyip Erdoğan, „gelebte Paranoia.“

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Die Spaghetti-Kirche ist clever!

Hinweisschild der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ mit den Zeiten der sogenannten Nudelmesse in Templin; aufgenommen im November 2014 (picture alliance / dpa)
In Brandenburg gibt es Streit um die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“. Dabei verhält diese sich doch clever, meint Arno Orzessek. Denn die Anhänger der Spaghetti-Kirche füllen die Religionsfreiheit mit neuem Leben.

Von Arno Orzessek | Deutschlandradio Kultur

Die Sache ist kompliziert, also interessant – und Gott sei Dank witzig. 2012 hat das Finanzamt Templin der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ be­scheinigt, tat­säch­lich „kirchliche Zwecke“ zu fördern, und darum Steuerfreiheit gewährt.

Die Pastafari der Spaghetti-Kirche sehen sich selbst jedoch gar nicht als Religions-, son­dern als Welt­an­schau­ungs­gemein­schaft. Und richten ihren Überbau am erdverbundenen „Manifest des Evolutionären Humanismus“ aus, das der Philo­soph Mi­chael Schmidt-Salomon verfasst hat.

Das erste der „Zehn Angebote des evolu­tio­nären Hu­manis­mus“ lautet: „Diene weder fremden noch heimischen ‚Göttern‘, sondern dem großen Ideal der Et­hik.“

Allerdings fordern die Pastafari Gleichbehandlung mit Religionsgemeinschaften im Sinne des An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setzes und wollen in Templin auch künftig per Beschilderung zur „Nu­del­mes­se“ bei Teigwaren und Bier ein­laden.

Was wiederum das bierernste Kulturministerium Brandenburg nicht dul­den will. Die Spaghetti-Kir­che sei eben kei­ne Re­li­gi­onsgemeinschaft – drum weg mit den Schildern, die das christliche Fisch-Symbol mit Nudelbeilage zeigen.

Das Ministerium klammert sich also an die Differenz von Religion und Weltanschauung, die säku­la­re Spa­ghetti-Kir­che setzt dagegen auf gleiches Recht für beide.

Klar, im Zweifel lässt sich die Differenz rasch herbeidefinieren – und zwar so: Jede Re­li­gion un­ter­stellt eine trans­zendente Wirk­lich­keit, Welt­an­schauungen beschränken sich auf innerweltliche Un­ter­stel­lungen.

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Heinz-Josef Algermissen: Dodo des Monats März 2016

Dodo des Monats März 2016 ©HFR
Dodo des Monats März 2016
©HFR

algermissenImmer zur Zeit des Frühlingsvollmondes laufen die christlichen Kirchen zur Hochform auf. So soll der Vollmond, welcher den Frühlingsanfang markiert, Tod und Auferstehung eines gewissen Jesus aus Nazareth kennzeichnen. Die Gestalt ist beliebig, die Geschichte auch, nichts ist belegbar und dem Klub der Christen ist zudem noch der Leichnam ihres Klubvorsitzenden abhanden gekommen. Mit gutem Grund, so kann man behaupten was man will und den Klubmitgliedern die schönsten Geschichten auftischen, es ist wahr, weil es in der Bibel steht. Der Frühlingsanfang war immer ein Fest, der Winter ging, die Natur entfaltete ihre Pracht, Fruchtbarkeit, symbolisch durch die Ostereier ausgedrückt, man hat also nicht die Eier von Jesus angemalt und versteckt, das Christentum hat einfach diesen Anbeginn einer neuen Jahreszeit geklaut und mit einer großen Geschichte des imaginären Gottessohnes verbrämt.

In dieser Zeit, liefen und laufen die Anhängsel des Vizegottes zur Höchstform auf. Zur Zeit des Pessah-Festes gab es 12 Apostel, so die Sage, der römischen Spukgestalt stehen heute mehr als 30.000 Apostel zur Verfügung, die den ganzen Klub zusammenhalten sollen. Inflationäre Entwicklung. Und da es in der Jesus-WG keine Frauen gab, gibt es auch keine weiblichen Apostel, bis heute. Über die Jahrhunderte waren Frauen die dunkle, feuchte Gruft, das Einfallstor des Teufels.
Es sind aber gerade die Pfaffen und Apostel, die sich anmaßen in Sache Familie und Ehe mitreden zu wollen und vor allem Vorschriften zu erstellen. Algermissen ist so ein besonderes Exemplar. Zu vergleichen wäre das, als wenn man sein Auto zwecks Ölwechsel zum Bäcker bringt.

Im Dom zu Fulda erinnerte sich  nun Algermissen, von Staats wegen bezahlter Diener Gottes, an alte glorreiche Zeiten, als man Anders-und Ungläubige bis hin zur Gefahr für Leib und Leben verdammen konnte.
Sein Hass gegen alles Nicht-Christliche bringt er mit folgenden Worten zum Ausdruck:
Heinz-Josef Algermissen

„Der Mensch ohne Ostern lebt unter der gnadenlosen Devise: Was Du bis zu deinem Tod nicht erreicht hast, das hast Du für immer verloren; was Du bis zur Stunde deines Sterbens nicht erjagt hast, das wirst Du nie mehr einholen; was Du hier auf Erden nicht zu Ende bringst, das verendet im wahrsten Wortsinn. Der Mensch ohne Ostern wird darum zu einem großen Sicherheitsrisiko für die Mitwelt, denn seine innere Hektik, diese ausgesprochene oder unausgesprochene Daseinsangst lassen ihn dann auch im Letzten blindwütig zuschlagen und alles zerstören.“

Das ist Hetze, unverfroren ausgesprochener Hass auf alles Nicht-Christliche. Protest gegen solche Hasspredigt, von Seiten der Politik, war nicht zu vernehmen, Frieder Otto Wolf, der Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland protestierte ganz deutlich. Politik, die schon lange die Rolle des Feudaladels in der Beziehung zu den Kirchen eingenommen hat schweigt bis heute.
Algermissen hat ein Grundgehalt von 9700 Euro, welches das Land Hessen zahlt. Also, alle Ungläubigen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus bezahlen mit ihren Steuern die Haus-und Hofhaltung des Katholiban Algermissen. Er nimmt das Geld von „Menschen ohne christlichen Glauben, die ein Sicherheitsrisiko für die Mitwelt darstellen.“ Judas war billiger zu haben.
Man sollte diesen katholischen Popanz die Mittel ersatzlos streichen. Weg mit den Länderausgleichzahlungen, ohne weitere Verhandlungen, was Fürsten und Pfaffen vor 200 Jahren verhandelt haben sollte nicht mehr unsere Angelegenheit sein. Die Kirchen gehören in die Selbständigkeit, die sie immer aufs neue beschwören, entlassen. Der Staat als Finanzbüttel der Pfaffen sollte die unsägliche Beziehung beenden.In anderen Ländern ist das auch möglich.

Am gestrigen Tage widersprach das Bistum Fulda den Vorwürfen Algermissen hätte eine Hasspredigt gehalten.

«Die Osterpredigt von Bischof Algermissen hatte keineswegs die Absicht, irgendjemanden zu diffamieren»

Mit Lachtränen in den Augen nehmen wir diesen Blödsinn zur Kenntnis.
In der 174 Quadratmeter großen Wohnung des Apostels findet sich ein Plätzchen für das Nest des Dodos.

Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats März 2016

Dodo des Monats März 2016 ©HFR
Dodo des Monats März 2016
©HFR

Terror, Ostern, Politik die sich ihrem Glauben vor die Füße wirft, Universitäten die den wissenschaftlichen Dialog scheuen und christliche Feindesliebe gegen den Terrorismus.
Eine reichhaltige Palette kruden Unsinns hat sich im März angesammelt.

Die Wahl ist bis zum 07. April, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Mehrfachabstimmung ist möglich.

  1. Aiman Mazyek, „Terror ist eine Todsünde im Islam.“
  2. Heinz Josef Algermissen, „Katholiban gegen den Unglauben.“
  3. Stadt Halle, „Zwangsmission mit Lutherwoche, bezahlt von Steuergeldern.“
  4. Landesregierung Hessen, „viel Steuergeld für imaginären Freund.“
  5. Markus Dröge, „und die unnütze Garnisionskirche in Potsdam.“
  6. Konrad Zdarsa, „Kreuzholz im Kopf.“
  7. Margot Käßmann, „kindlich-naiver Narzissmus.“
  8. Bodo Ramelow, „linker Befreiungstheologe als Ministerpräsident.“
  9. Heinrich Bedford-Strohm, „und demokratischer Islam.“
  10. Silke Lorch-Göllner, „unbequeme Wissenschaft ausladen.
  11. Markus Frank „Tanzverbot um jeden Preis.“
  12. Annegret Kramp-Karrenbauer, „Recht unterm Kreuz.“

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Kein Dodo des Monats Februar 2016

Der Dodo des Monats Februar ist ausgefallen. Wenn der Wunsch, einen Kandidaten mit aller Macht, für diesen Negativpreis durchzusetzen die Inhalte in den Hintergrund rücken lässt, ist die Wahl selbst fragwürdig.

Wenn dann noch versucht wird, die Begrenzungen der Software, wie temporäre IP-Speicherung, Cookies ect.pp, zielgerichtet zu umgehen, ist dem Anliegen nicht mehr Rechnung zu tragen.
Aus diesem Grunde kein Dodo des Monats Februar 2016.
Einzelne Kandidaten werden im Laufe der nächsten Wochen gewürdigt werden.

Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die „Zivile Koalition“, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den „Demo für alle.“ Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Wahl Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

Neues Jahr, neue Dummheiten, Obskurantismus und Religiotie. So wie das alte Jahr endete startete das neue furios. Flüchtlinge, Streiterein der Polit-Christen, Hiobsbotschaften aus der katholischen Kirche, die nicht viel macht um die Problematik des sexuellen Missbrauch aufzuklären, die Evangelen streiten sich um ihr sexuelles Weltbild und die Bibelauslegung. Zeit zu überlegen ob man Kirchennachrichten nicht der Obhut der freiwilligen Selbstkontrolle überantwortet und altersgerecht attributiert. Noch vor Jesus kommt Sex, egal ob hetero oder homo, Christen landen immer im Bett, auch fremden, da wollen sie mitreden.

Hier sind nun die Kandidaten des Monats Januar 2016:

  1.  Ulrich Lilie, „hat Schwierigkeiten zwischen Religion und Kultur zu unterscheiden.“
  2.  Papst Franz, „schwadroniert über Bio-Ethik.“
  3.  Dominikus Schwaderlapp, „Ökumene und Homosexualität.“
  4.  Frauke Petry, „an deutschen Grenzen soll wieder geschossen werden.“
  5.  Norbert Trelle, „sexueller Missbrauch im Jesus-Keks-Mantel.“
  6.  Kita Bleckede, „unsere tägliche Ration Rassismus.“
  7.  Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz, „mit der römischen Spukgestalt in den Landtag.
  8.  Sigmar Gabriel, „Türkei ist sicheres Herkunftsland.“
  9.  Beatrix von Storch, „flüchtet Angela Merkel zu Margot Honecker.
  10.  Heinz Josef Algermissen, „mit göttlichem Afterdienst gegen Charlie Hebdo.
  11.  Sami Abu-Yusuf, „ hat feuchte Träume aus dem Koran.“
  12.  Gothart Magaard, „Karfreitag Geiselhaft für alle.“
  13.  Garnisonskirchenstiftung, „schwört auf den Geist von Postdam.“
  14.  Khola Maryam Hübsch, „findet Mohammeds Feminismus umwerfend.
  15.  Open Doors,  „wir machen Christenverfolgung, egal wie.“
  16.  Georg Ratzinger “ hat keine Probleme mit sexuellem Missbrauch.“
  17.  Ulrich Nitschke, „mehr Religion in die Entwicklungshilfe.“

Die Wahl ist bis zum 07. Feburar, 18:00 Uhr, befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Volker Beck: Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Photographer Angelika Kohlmeier Den religionspolitischen Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion und Jesus-Nekromanten Volker Beck hat es erwischt.
Der Aktivist der Schwulen-und Lesben-Bewegung, hier geht er rigoros gegen Einschränkung der Menschenrechte vor, welche insbesondere durch die Amtskirchen betrieben werden, verliert im Zuge der Flüchtlingspolitik vollends die Contenance.

Für die Integration von Flüchtlingen postuliert er die Akzeptanz „religiöser Bedürfnisse“ durch die Mehrheitsgesellschaft. Hier wäre anzumerken, dass Menschen, die sich für einen Fluchtpunkt entschieden haben, sehr wohl Kenntnisse über die Gepflogenheiten eingeholt haben. Es geht nicht darum Zuwanderern die kulturelle Identität zu zerstören oder sie zur Assimilation zu zwingen. Deutschland ist ein „säkularer“ Staat und diesem gesellschaftlich-sozialen Aspekt haben sich Flüchtlinge unterzuordnen.
Das Problem hierbei sind die politischen Gottesknechte, dieses Andienen an Frömmigkeit jedweder Art und Beck steht völlig im Widerspruch zu seiner Auffassung, hinsichtlich Gesellschaft und Homosexualität. Der Grund ist einfach, es betrifft ihn, er hat persönliche Motive. Das ist als Beweggrund völlig ausreichend und akzeptabel. Dabei sollte man es belassen.

Nein. Als Vertreter nahöstlicher Mythologie, des nekromantischen Jesus-Kultes müssen noch andere Rituale akzeptiert werden. Rituale, die ihren Ursprung im Neolithikum haben und in der Moderne eigentlich nur noch im Museum zu bewundern wären. Beck fordert Schächten und Beschneidung. Vergleicht man die Bilder geschächteter Tiere mit den Bildern von Opfern des Islamischen Staates, Kopf abschneiden, sieht man die Ähnlichkeit. Kein großer Unterschied, die Terrormiliz schächtet ihre Opfer ebenso. Hinweise, ob die Getöteten halal sind, waren nicht auffindbar. Aber die Ähnlichkeiten sind verblüffend. Der kleine Schnitt um den Schniedelwutz zu bereinigen ist dann wirklich nur noch eine Formsache.

Bliebe noch die Frage des „Respekts der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen“ zu beantworten.
Geradezu lächerlich Herr Beck. Die Amtskirchen Deutschlands verwehren Ihnen grundlegende Rechte der Gleichbehandlung. Abgesehen davon, dass sie Anders-und Ungläubige diskriminieren, diffamieren, verleumden und verunglimpfen. Ebenso finden wir im Koran manifestierte Handlungsaufrufe wie verfahren werden sollte, so erwartet „die Ungläubigen“ laut Koran nicht bloß das „ewige Feuer“, sie werden in der „Hölle“ mit „Eiterfluss“ und „Jauche“ getränkt (Suren 14,16 und 78,25), erhalten einen „Trunk aus siedendem Wasser“ (Sure 6,70), der ihnen die „Eingeweide zerreißt“ (Sure 47,15), werden mit „eisernen Keulen“ geschlagen (Sure 22,21), müssen Kleidungsstücke aus flüssigem Kupfer und Teer tragen (Sure 22,19) und vieles andere mehr. Immer wieder wird im Koran betont, wie sehr Allah „die Ungläubigen“ hasst – sie gelten ihm gar als die „schlimmsten Tiere“ (Sure 8,55) – und dass es für den gläubigen Muslim eine heilige Pflicht sei, den Zorn Gottes an ihnen zu vollstrecken (Suren 8,15-16). Eine gute Grundlage für den respektvollen Umgang mit Andersdenkenden ist dies sicherlich nicht.  (Schmidt-Salomon)

Anders-und Ungläubige können sich glücklich schätzen, dass die Anhänger der nahöstlichen Mythologie ihren Kult für die Dauer des Gottesdienstes pflegen und die Handlungsanweisungen der Bibel nicht aus ihrem Tempel tragen, gilt auch für die Mythologie der Wüsten Saudi-Arabiens.

Die einfachste Sache der Welt wäre, Flüchtlinge als Menschen zu sehen, unabhängig ihrer religiösen Bekenntnisse. Solange Sie Unterschiede nach Religionen vornehmen grenzen Sie aus, wird Diskriminierung billig in Kauf genommen. Einer Gesellschaft, die sich ihre Säkularität in die Tasche lügt, wird das aber nicht gelingen, denn, die etablierten Kulte müssten ihren gesellschaftlichen Anspruch mindern. Aber das Herr Beck geht über Ihren Horizont.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Dezember 2015

Dodo des Monats Dezember 2015
Dodo des Monats Dezember 2015

Haupthema, zum Jahresende, Flüchtlinge, die Politik der Bundesregierung, das ländliche Gekeife der CSU zu geltendem Recht. Die Instrumentalisierung der vor Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen, insbesondere durch beide Kirchen. Der Mummenschanz gipfelt dann in der Feststellung, Jesus sei auch Flüchtling gewesen, zumindest seine Mutter und der gehörnte Vater. Ernsthafte Theologie weiß es besser, was die apostolischen Märchendeuter nicht davon abhält, anderes zu behaupten.

Die Wahl ist bis zum 07. Januar 2016, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Die Laudatio, für den Gewinner am folgenden Tag, hier auf dem Blog.

Viel Spaß!

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