Archiv der Kategorie: Brights

Die Evolution von Glauben und Moral

Im Verhalten der Bonobos erkennt der Primatenforscher Frans de Waal mögliche Vorformen der Religiosität. (picture-alliance / dpa / Benjamin Beytekin)
Schimpanse, Ratte oder Elefant: Sozial lebende Tiere haben natürlicherweise das Bedürfnis, gut miteinander auszukommen. Warum darin der Schlüssel zu moralischem Verhalten liege, erläutert der niederländische Zoologe Frans de Waal in seinem Buch “Der Mensch, der Bonobo und die zehn Gebote”.

Von Susanne Billig|Deutschlandradio Kultur

Wenn es in Strömen gießt, kauern Schimpansen sich unter das Blätterdach des Dschungels und setzen ihr schlecht gelauntes “Regengesicht” auf. Doch manchmal packt sie ein heiliger Furor: Dann springen sie mit gesträubtem Fell von den Bäumen und stampfen aufrecht auf zwei Beinen umher – bis der Regen verschwindet.

Auch das neueste Buch des niederländischen Zoologen Frans de Waal quillt von Geschichten aus der Tierwelt über: Schimpansenmütter, die ihre Kinder jahrelang aufwendig durch die Kindheit lotsen. Ratten, die auf Futter verzichten, um Artgenossen aus der Patsche zu helfen. Bonobos, die stundenlang neben einem gestorbenen Mitglied ihrer Gruppe ausharren, sichtlich von dessen Tod erschüttert. Und wer weiß – vielleicht soll der Regentanz ja Naturgewalten beschwören?

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Wahl Dodo des Monats August 2015

Dodo des Monats August 2015
Dodo des Monats August 2015

Es ist wieder soweit. Obskures, Religiotische, politische Dreistigkeiten stehen zur Auswahl. Bestimmte die Landesverratsaffaire gegen die Internetplattform netzpolitik.org Anfang des Monats die Inhalte der Debatte, folgte stramm und voller Eile Vitus Huonder hinterher. Nichts bestimmt die Diskurse der Kirchen so sehr wie Sexualität, Ehe, Familie. Es gibt Würdenträger welche sich nicht entblöden den Plan Gottes aufzurufen und den Eindruck erwecken zu lassen, sie würden selbigen kennen. Die Auseinandersetzungen mit dem Zustrom der Flüchtlinge, christliche Kontingente einfordernd, gibt sich Politik im Spektrum des Rechtsextremismus banal. Das Versagen von Sozial-und Kommunalpolitik wird nicht einmal angedacht.
Die Wahl ist bis zum 07.September 2015, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird hier, am folgenden Tag, in entsprechender Form gewürdigt werden. Mehrfachabstimmungen sind möglich.

Viel Spaß!

  1. Peter Hahne, “zwangsneurotisches Missionieren als Allheilmittel.”
  2. Reiner Haseloff, “beschwört die jüdisch-christliche Tradition.”
  3. Lutz Marmor, “ab 2017 braucht die ARD 400 Millionen Euro mehr.”
  4. Marlene Mortler, “kein Alkoholverkauf an Jugendlich ab 22:00 Uhr.”
  5. Andreas Laun, “will Lebensrecht um jeden Preis.”
  6. Rudolf Langthaler, “hat den Naturalismus von Richard Dawkins theologisch nicht verstanden.”
  7. Bistum Limburg, “feuert Kita-Leiterin, weil keine kirchliche Heirat.”
  8. Christoph Markschies, “Theologe ohne Bibelkenntnisse.”
  9. Sigmar Gabriel, “Nazi-Rethorik.”
  10. König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum-Wien, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  11. WDR, “löscht Plasberg-Talk in der Mediathek.”
  12. Robert Zwick, “Gehirnerweichung durch Granderwasser.”
  13. Carsten Rentzing, “Homophob, kennt aber Gottes Plan.”
  14. Waleed Ahmed, “ findet die Scharia so toll, braucht aber niemand.”
  15. Annette Schavan, “religiotisches zu Bildung und Wiedervereinigung.”
  16. Heinrich Bedford-Strohm, “Luther-besoffen und Staatsknete.”
  17. Günther Beckstein, “möchte christliche Flüchtlinge bevorzugt behandeln.”
  18. Vitus Huonder, “fundamentale Bibel-Exegese in Sachen Homosexualität.”

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Udo Di Fabio: Dodo des Monats Juli 2015

Dodo des Monats Juli 2015
Dodo des Monats Juli 2015


Udo_Di_FabioHomosexualität ist subversiv.  Sie ist ein grundlegendes Problem des Christentums, das sich mit der schwulen Schöpfung ihres imaginären Freundes nicht abfinden kann, genau genommen sogar intellektuell damit überfordert ist.  Ein Schweizer Apostel schwadroniert über die Todesstrafe für Homos, so sie denn ihre Homosexualität aktiv ausleben.  Ohne Ende reden Katholen und Evangelen von Sexualität, Familie, Kinder, verbales Christen-Porn.

Homosexualität zerstört die “christlichen Werte”, welche über Jahrhunderte den Neuzugang zur Gemeinde sichern halfen. Reproduktion ist das Zauberwort. Die ökonomisch-soziale Absicherung des Konstrukts Familie wurde religiös fundiert der säkularen Welt aufs Auge gedrückt. Die Zeiten ändern sich, die Menschen ebenso. Umorientierung, Interessenverschiebung, liberale Entwicklung der eigenen Person braucht keinen Vormund. Religiös nicht und schon gar nicht staatlich.  Die Menschen sind weiter als Politik, Judikative es je gewesen waren. Die Gestalter der Gesellschaft hinken mehr als drei Cocktails hinterher und an dieser politisch-sozialen Bruchstelle treten die Widersprüche zu tage. Kirchenaustritte, Politikmüdigkeit, lasst die da oben schwafeln und Udo Di Fabio ist auch so ein Schwafler, einer der den konservtiven Weltbild aus der Adenauer-Zeit anhängt.  Wem interessiert eigentlich was ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht zu sagen hat? Niemanden. Also wird der Joker gezogen, mediale Aufmerksamkeit heischend wird katholischer Konservatismus schön geredet.  Die vollmundig verkündete Weltlösungskompetenz ist humanistische Inkompetenz. Liest man etwas von Di Fabio in den Medien ist es religiös kontaminiert. Es kommt der Verdacht auf, dass er sich als eine Art Superman der Kirchen verkauft, nur, die Kirchenaustrittszahlen sprechen eine andere Sprache und der Konservatismus des Juristenb Di Fabio ist für die Tonne, historisch, sozial humanistisch sowieso. Anders sind solche Sätze nicht erklärbar:

“man solle nicht jede Unterscheidung – etwa die zwischen der Ehe von Mann und Frau und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften – unter Diskriminierungsverdacht stellen: „Bestimmte Unterscheidungen, etwa die zwischen Staatsbürgern und Ausländern, sind notwendig, sonst kann ein Staat nicht funktionieren.“

Wer so etwas sagt, wünscht sich die alten Zeiten herbei, vielleicht sogar den mit dem 29. Strafrechtsänderungsgesetz vom 31. Mai 1994 aufgehobenen Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuches.
Entweder alle Menschen sind gleich oder sie sind es nicht. Wenn Homosexuelle ungleicher sind muss man das rechtlich regeln und nicht drumherum reden. Völlig inkonsistent der Vergleich von Staatsbürgern und Ausländern und wider besseren Wissensm könne der Staat so nicht funktionieren. Der Staat funktioniert und wenn dann inhumane Juristen aufhören würden in die Belange der Gesellschaft ihre religösen Plattitüden zu tragen, wäre es optimal. Es ist völlig unwichtig und belanglos, die religiösen Präferenzen von Richtern, egal auf welcher Ebene, zu kennen. Dieses Offenlegen religiöser Attitüden hat etwas von intellektueller Prostitution an sich.

Wir alle wissen, Katholen-Sex ist kompliziert. Keine Spontaneität, Gummis, Pillen, Spiralen, Schäume, alles geht nicht. Die liebende katholische Frau muss in ihre Knaus-Ogino-Kladde gucken, ob es passt, das törnt ab. So weit die Theorie. Wir wissen zwischenzeitlich dass im Weinberg des Herrn eine stille, für den Klerus unbemerkte Revolution von statten ging. Die Lehre der katholischen Kirche entspricht nicht mehr den Lebensumständen der Menschen. Jeder, ob gläubig oder ungläubig, wird tagtäglich mit dem Problem der Homosexualität konfrontiert, oftmals sogar in den eigenen Familien. Die Akzeptanz in der Gesellschaft ist vorhanden, wenn nicht Politiker und Schwarzkittel gewaltig hinterher hinken würden. Menschen wie Udo Di Fabio sitzen noch in den 50igern fest und haben nicht bemerkt, dass sich die Welt erheblich weitergedreht hat.

Der Staat hat sich aus den sexuellen Identitäten seiner Individuen herauszuhalten, tut er das nicht ist das wie freiheitlich-demokratisches Schlüssellochgucken.

Die Homo-Ehe kommt, ewiggestrige Zeitgenossen wird das überfordern.

Herzlichen Glückwunsch.

Wahl Dodo des Monats Juli 2015

Dodo des Monats Juli 2015
Dodo des Monats Juli 2015

Sexualität, Ehe, Familie, Homosexualität, das Christentum hat nur ein Thema, Sex. Die die mitreden wollen, zölibatere alte Säcke, die aus ihrer Lieben zum Lattenjupp, Erfahrungen beitragen wollen. Die Ergebnisse sind bekannt.

Die Wahl zum Preisträger des Monats ist bis zum 07.08.2015, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag hier gewürdigt werden.
Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

Die Kandidaten:

  1.  Bülent Arinc,  “Stellv. türkischer Ministerpräsident mit gestörten Verhältnis zu Frauen.
  2.  Lübecker Verbund Kindertagespflege, “sanfter Faschismus um die “Aura-Kinder”.
  3. Margot Käßmann, “warnt vor Missbrauch Gottes beim Gebet.
  4. Ann-Marlene Henning, “Kirche soll sich zum Thema Sex äußern.”
  5.  Alexander Kissler, “macht sich um den Verlust der Scham sorgen.”
  6. Papst Franz, “dankt der Aids-Forschung, Gebete helfen nix.”
  7.  Jochen Bohl, “möchte ganz schnell Balkanflüchtlinge abschieben.”
  8.  Udo Di Fabio, “Menschenrechte gelten nicht für Homos.”
  9.  Thomas Schüller, “will weltliches Gericht gegen Ex-Bischof van-Elst.”
  10.  Guido Wolf, “Bei Sexualkundeunterricht geht ihm die Fantasie durch.
  11.  Berliner CDU, “voll gegen die Homo-Ehe.”
  12. Stefan Oster, “altes Kirchenrecht bleibt in Kraft.”
  13.  Gregor Gysi, “übersieht das Problem kirchlicher Moralnormen nicht.
  14.  Heiner Koch, “labert über Pluralismus, meint aber Geld.”
  15.  Deutsche Forschungsgemeinschaft, “Fördergelder für Splatter-Rituale und Firlefanz.”
  16.  Volker Beck, “dilettiert in Sachen Grundgesetz.”
  17.  Joachim Gauck, “hat es nicht so mit den Fasten.”
  18.  CDU Stuttgart, “Sexuelle Vielfalt stellt Reli-Freiheit in Frage.”

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Annegret Kramp-Karrenbauer: Dodo des Monats Juni 2015

Dodo des Monats Juni 2015
Dodo des Monats Juni 2015


kramp_karrenbauerDas Dilemma begann mit Adam und Eva.  Die schriftlich fixierte Paarbindung von Mann und Frau.  Aus purer Langeweile schuf Gott Adam. Er, der zuvor den Kosmos, das Universum aus dem Nichts erzeugte, mit all seinen Planeten, Sonnen, Galaxien, Schwarzen Löchern, Quasaren und Zwergen in jedweder Form, brauchte Stoff um ein Wesen nach seinem Ebenbild zu formen. Er hätte ja Materie von einem Neutronenstern nehmen können, nein es war Dreck und diesem Dreck haucht er seinen göttlichen Atem ein und siehe aus dem Dreck wurde Adam, der aussah wie Gott und sich langweilte wie er. Jetzt wurde es kompliziert es musste eine Rippe sein, so die Legende der Bibel, um eine Frau zu kreieren, quasi die Urmutter allen Seins. Die Göttlichkeit der Ehe ist damit erwiesen, jedenfalls für die an derartig obskure Geschichten Glaubenden. Und in der gesamten Schöpfung unterlief dem alten Zauselbart ein Fehler, die Eigenschaft des Schwulsein wurde ebenso kreiert, er sah, dass es gut war und ließ es dabei. Aus dieser im Dunkel liegenden Vorgeschichte der Menschheit erfuhr selbige durch das Buch der Bücher, ansonsten ward keine Botschaft vom Langweiler zu hören.

Die Ehe entwickelte sich zum ökonomischen Zweckverhältnis, Fortpflanzung, die Zucht der Brut und die Frau der Brutschrank. Durch die Jahrhunderte wurden Verhältnisse, Abhängigkeiten, notwendige Begründungen dem dummen Pöbel als Notwendigkeit  eingeredet.  Das heilige Sakrament der Ehe war geboren. Die Zucht sicherte doch immer neue Mitglieder der göttlichen WG auf Erden.

Schwule waren Außenseiter, aber erst mit dem Christentum. Sie stellen eine Bedrohung des Pfaffentums dar. Männerliebe bringt keinen Nachwuchs, Frauenliebe dito.

Die Zeiten haben sich geändert, den Pfaffen wurde die Möglichkeit genommen Kriege zu führen, was sie nicht daran hinderte diese zu Segnen und für sie zu beten. Die göttliche Gemeinde wuchs und es waren immer ausreichend Soldaten vorhanden, die sich für den gleichen Gott des Gegners umbringen ließen. Die Ehe war die eierlegende Wollmilchsau für Klerus und Adel. Schwule sperrte man ein, folterte man, brachte  um. Der Gedanke, dass Homosexualität genau solche Gefühle erlaubt, auslebt, wie Heterosexualität ist für gewisse religiöse Gruppen unvorstellbar.  Die schwule Schöpfung ihres Herrn nicht akzeptabel.

Kramp-Karrenbauer, katholisch konservativ, bildet da keine Ausnahme. Selbst die Tatsache, dass heute 35% aller Ehen geschieden werden, lässt sie an der Institution Ehe nicht zweifeln. Die Frage, ob Gesellschaft, Staat, überhaupt zwischenmenschliche Beziehungen regeln müssen, per Gesetz, per göttlichem Ritterschlag, kommt ihr nicht in den Sinn. Wer an der Göttlichkeit der Ehe rüttelt, schafft Möglichkeiten für Inzest-Ehe oder gar Polygamie, muss sich damit auseinandersetzen. Das ist nicht nur Katholen-Blödsinn, dass verkünden auch Evangelikale und so manch gestandener Theologe.

Menschen sind Menschen, Unterscheidungen der sexuellen Identität grenzen aus. Politik, Staat und Gesellschaft haben sich nicht in die persönlichen Belange der Sexualität einzumischen. Das geht nur die Betroffenen etwas an. Bigottes Christentum, welches unter dem Deckmantel der Fürsorge und Liebe Sexualität kontrollieren will ist obsolet. Weil schwule katholische Pfaffen im Pseudo-Zölibat leben,  können die weltlichen Schwulen und Lesben ihre eigene, ganz persönliche, sexuelle Identität ausleben.
Signifikantes Beispiel der Ewiggestrigkeit katholischer Sexuallehre sind die Fragebögen, welche der Vatikan an seine Schafherde verschickt hat.  Die Vorstellungen, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Präferenzen der Menschen sind andere.
Niemand will wissen ob Kramp-Karrenbauer mit der Knaus-Ogino-Verhütungsmethode Schwangerschaften verhindert hat, alles andere wäre katholisch nicht zulässig.  Aber als gute Katholikin geht sie halt beichten, der Herr vergibt ihr. Auch dummes Geschwätz.

In dem Sinne, wer Menschen vordergründig als Sexobjekte sieht, und die gesellschaftliche Vermarktung von Sexualität ehelich kontrolliert ablaufen lassen will, andere Menschen ausgrenzt, sie damit diskriminiert, braucht einen Therapeuten, vielleicht empfiehlt sich ein Stuhlkreis, die CDU ist voll von Dummschwätzern.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Juni 2015

Dodo des Monats Juni 2015
Dodo des Monats Juni 2015

Der Monat Mai hatte einiges an Höhepunkten zu bieten. Ob nun die Ausladung von Peter Singer, beim Philosophen-Pop-Festival in Köln, die “Umwelt”-Enzyklika des Vizegottes und die Terroranschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich. Flüchtlinge, die mit christlicher Nächstenliebe, europäischer Politik, im Mittelmeer ersaufen, die de facto Handlungsunfähigkeit Europas, hinsichtlich der Dschihad-Terrormiliz “Islamischer Staat”, es gäbe vieles, was zur Auswahl gestellt werden könnte, der Rahmen würde gesprengt .

Hier sind die Kandidaten für den Monat Juni 2015:

  1.  Jürgen Roters, “Oberbürgermeister der Stadt Köln, mit seltsamer Auffassung zu Meinungsfreiheit und Protest.
  2.  Bekir Alboga, “der Ditib-Generalsekretär findet den Islam weltoffen und modern.
  3.  Thomas de Maiziére, “lässt Gott hochleben, bei der Einweihung seines Ministeriums.”
  4.  Andrea Nahles, “sie ist der Beweis, dass Jesus nie gelebt hat, sie wäre nie Ministerin geworden.”
  5.   Annegret Kramp-Karrenbauer, “begründet ihre Ablehnung der Homo-Ehe mit Inzest.”
  6.  Reinhold Gall, “über vermeintliche Freiheitsrechte und Generalverdacht.”
  7. Paul Ziemiak, “Kinderlose sollen Sonderabgabe zahlen.”
  8.  Bayrischer Rundfunk, “Gottes-TV zum Ramadan.”
  9.  Peter Hahne, “kennt als einer der wenigen, die Botschaft der Bibel.
  10.  Bundessicherheitsrat, “bei Waffengeschäften mit den Saudis ist die Moral im Arsch.”
  11.  Udi Di Fabio, ” ist strikt gegen die Trennung von Staat und Religion.”
  12.  Kirchenkreis Dortmund, “verschenkt Eintrittskarten an Kirchenkritiker,”
  13. Martin Knispel, “will mehr christliche Kitas.”
  14.  Wolfgang Bosbach, “schreit nach Lebensschutz, versagt im Sozialen.
  15.  Gebhard Fürst, “das imago dei darf nicht homosexuell sein.”
  16. Papst Franz, “Jugendliche sollen keusch sein.”
  17.  Johannes Hartl, “Regenbogen als Zeichen für den Bund mit Gott.
  18.  Andreas Püttmann, “Journalist im Gotteswahn.”

Die Wahl ist bis zum 07. Juli 2015, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Sieger wird, wie immer, am folgenden Tag, hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

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Dodo des Monats Mai 2015: Schulleiter der Realschule Geretsried

Dodo des Monats Mai 2015
Dodo des Monats Mai 2015

RSGer“Atheisten sind dumm.” Eigentlich kein Aufreger für Atheisten. Schulternzucken und zur Tagesordnung übergehen. Klar ist, Personen, die solche Statements von sich geben, kann man sich im Alltag nicht antun.  Als Erwachsener hat man die Möglichkeiten solchen Typen aus dem Weg zu gehen, den Kontakt zu meiden. Kinder in einer Schule, sind religiotischen Lehrpersonal auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Im bayrischen Geretsried versucht nun so eine Type von Lehrer, die Schüler auf katholisch zu trimmen. Nennen wir den Lehrer “Adam”. In bayrischen Schuldiensten hat er es bis zum Regierungsschuldirektor gebracht, rein weltlich natürlich und im katholischen Ritualteam ergoß sich der heilige Geist über ihn, sein Bischof legte die Hand auf seinen Kopf und siehe da, er war Diakon. Die erste Stufe im Weihesakrament der katholischen Kirche. Solcher Art bedacht, göttlich aufgeladen, werden die Sagen und Märchen um eine zwielichtige Person namens Jesus an die Menscheit gebracht. “Adam” hat eine Mission, die Kinder an der Schule, einige ungetaufte, säkular eingestellte Eltern. Regierungsschuldirektor Adam missioniert, er will den Weinberg des Herrn hegen und pflegen, auf Teufel komm raus. Kritisches Hinterfragen durch die Schüler kontert er mit erprobten christlich-katholischen Dauerbeleidigtsein.

Die Thematik Christenverfolgung im Irak und Syrien wirft er den Schülern an den Kopf. Sein vizegöttlicher Vater in Rom verkündete in  Südkorea: “Das Licht der Märtyrer strahlt hell.” Als der Islamische Staat ägyptische Kopten ermordete, bedankten sich die Glaubensangehörigen für den schnellen und sicheren Weg ins Paradies, bei Youtube sind die Botschaften einsehbar. Also Lehrer “Adam” nur zu, mit Gottvertrauen und gemäß bayrischer Verfassung, Artikel 131, Absatz 2: “Ehrfurcht vor Gott” sei eines der obersten Bildungsziele im Freistaat.  Am Tag des jüngsten Gerichts würde eine solche Tat bestimmt entsprechend gewürdigt werden und paradiesisch könnte der gute katholische Diakon seinem Gott auf ewig die Füße küssen.

Mit Bildung hat das alles nichts zu tun. Die Trennung von Staat und Kirche im bayrischen Freistaat wird willentlich nicht vollzogen. Mit dem Sinken der Bedeutung christlicher Kirchen in der Gesellschaft wird es zukünftig noch mehr Reibungspunkte geben. Dort ist einer der Hauptwidersprüche verankert. Mit ihrer Weltfremdheit, unrealistischen Ansprüchen passen die Kirchen nicht mehr in die Lebenswirklichkeit der Menschen.
Nimmt man den gut-christlichen Grundsatz, dass der Mensch nach dem Ebenbilde Gottes geschaffen wurde, dann sind eben auch Atheisten, Schwule, Lesben usw. Geschöpfe Gottes. Es gibt mit Sicherheit dumme Geschöpfe Gottes, aber auch religiotische und das Dorfschulmeisterlein von Geretsried ist ein Prototyp.

Es ist schauderhaft, im Dritten Jahrtausend, mit Wissenschaft und Fortschritt die Geisterwelt von Wüstenvölkern wiederbelebt.

Mit Verlaub “Adam”, du bist ein Idiot.
Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

 

Wahl Dodo des Monats Mai 2015

Dodo des Monats Mai 2015
Dodo des Monats Mai 2015

Thematische Schwerpunkte im Monat Mai haben sich aus einer Reihe von politischen und gesellschaftlichen Debatten ergeben. Die Flüchtlingsproblematik, Homo-Ehe, Peter Singers Auftritt in Deutschland, Abtreibung und Sterbehilfe. Nicht anders zu erwarten, die obskuren Wortmeldungen der römischen Spukgestalt und seiner Höflinge. Dummes, Aufklärungs-und Fortschrittsfeindliches aus den Kirchen und der Politik.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 2015, 18:00 befristet. Der Gewinner am darauf folgenden Tag, hier, gewürdigt werden.
Mehrfachauswahl ist möglich.

Hier sind die Kandidaten:

  1. Deutsche Welle, “Einfluss der Kirchen auf die Medien…
  2. Arnold Angenendt, “Professorale Religiotie über Inquisition, Menschenrechte und Geschichte.”
  3. Stephan Burger, “… lebt im tiefsten Mittelalter.”
  4. Ursula von der Leyen, ” und die evangelische Militärseelsorge.”
  5. Karl-Hinrich Manzke, ” Säkularer Staat braucht Religion.”
  6. Wolfram Eilenberger, “Pop-Festival phil.Cologne lädt Peter Singer aus.”
  7. Schulleiter der Realschule Geretsried,”Atheisten sind dumm.”
  8. Mathias Kretschmer, “…nein zur Homo-Ehe.”
  9. Sigurd Rink, “Afghanistan noch lange nicht befriedet.”
  10. Marcelo Sánchez Sorondo, “Menschgemachter Klimawandel schuld an Abtreibung.”
  11. Erika Steinbach, “Hetze gegen die Homo-Ehe.”
  12. Pietro Parolin, “Undemokratische Idioten wollen für die Menschheit sprechen.”
  13. Siegbert Klein, ” vergleicht Homosexuelle mit Dieben.”
  14. Heinrich Bedford-Strohm, “vom heiligen Geist verlassen.”
  15. Wilhelm Schmid, “Gesellschaft kommt mit der Freiheit nicht zurecht.”
  16. Stefan Oster, “nach Wiederheirat wird weiter gekündigt.”
  17. Ulrich Neymeyr, “will Religionsunterricht im Internet.”
  18. Zeche Zollverein, ” schließt schwule und lesbische Jugendlich aus.”
  19. Eberhard von Gemmingen, “Staat soll christliche Bildung vermitteln.”

Viel Spaß!

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Daniel Dennett Withdraws from World Science Festival Due to Templeton Foundation Sponsorship

Daniel Dennett. Bild: Friendly Atheist
The World Science Festival takes place in New York City later this month and philosopher Daniel Dennett will not be attending as scheduled.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

His reason? The event (and specifically one of the sessions in which he was slated to participate) is sponsored in part by the John Templeton Foundation, an organization that frequently blurs the line between science and religion.

If you’re someone who doesn’t accept the idea that the two can go hand-in-hand — a position held by many well-known atheists — then a group that suggests otherwise isn’t one you want to be associated with. (At one point, accepting a Templeton grant required you to seek input from theologians. They have since stopped doing that.)

Dennett said in an email to the organizers (published by Jerry Coyne) that he was upset he wasn’t informed about Templeton’s involvement in his panel ahead of time:

I have just learned of the Templeton Foundation’s funding role in the session I was to be participating in, and I don’t do Templeton-funded events, as I have often made clear in public and in print. I wish I had been told of this when first invited. It would have saved us both a lot of time and effort. I remember all too well the appalling sessions curated by The Templeton Foundation at the Cambridge University Darwin Bicentennial in 2009, which were an embarrassment to science and to Cambridge. I don’t know the extent of the advising or consulting role of the Templeton Foundation in the World Science Foundation’s plans, but since I was not informed from the outset about the Templeton Fundation’s role, I consider this in itself to be more than adequate grounds for declining, at this late date, your kind invitation.

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Katrin Göring-Eckardt: Dodo des Monats April 2015

Dodo des Monats April 2015
Dodo des Monats April 2015


KGEKatrin Göring-Eckardt ist schwarz-grün. Mit anderen Worten, sie würde auch ein gutes Mitglied in einer der C-Parteien abgeben. Erfahrungen diesbezüglich konnte sie an der  Pizza-Connection in den 1990er-Jahren sammeln.  Wertevorstellungen, moralische Haltungen werden von ihr christlich, bügerlich- konservativ begründet. Das Studium der evangelischen Theologie brach sie 1988 ab, mithin hat sie keinen erlernten Beruf, wenn man von den praktisch erworbenen Kenntnissen evangelischen Glaubens absieht. Dort wird auch ihre politische Inkompetenz manifestiert. Die Frau kann nichts. Bibelkenntnisse und Pragmatismus auf der politischen Spielwiese reichen aus.
Ihr Wissen in protestantischer Märchendeutung scheint fulminat. Gibt Käßmann den Pausenclown zur Reformation, ist Göring-Eckardt der politische Gotteskasper.
Der säkulare Staat sollte die Interessen aller seiner Mitglieder vertreten. KGE ist ein Protoyp für christliche Klientelpolitik, Themen, bei denen niemand einen Gottesbezug herstellt, werden von ihr christlich kontaminiert.

Vergessen wir nicht, es war die “Grüne” Göring-Eckardt die sich als entschiedene Befürworterin der Hartz-Reformen und der Agenda 2010 unter Gerhard Schröder profilierte. Noch heute ist sie der Auffassung, dass die Erhöhung des Rentenalters, auf 67 Jahre, eine Notwendigkeit gewesen sei. Sie sprach sich dafür aus, Religionsunterricht als verfassungsmäßig verankertes Recht zu garantieren.
1999 stimmte sie für den Kosovo-Krieg. Jahre später begründete sie ihre Entscheidung mit religiösen Motiven:
Katrin Göring-Eckardt:

„Damals las ich sehr, sehr viel in der Bibel und sprach mit vielen Leuten darüber, was mir sehr wichtig war. Ich sagte mir, wenn es um Krieg und Frieden geht oder um Leben und Tod, kann man nicht gegen den Glauben handeln. Ich stimmte allerdings für den Militäreinsatz, weil ich beim Abwägen fand, dass es wahrscheinlich richtig war. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es sich als richtig herausgestellt hat.

Hieß es früher für Kaiser und Gott, können wir heute getrost religiotische Politiker als Ersatz finden, es besteht kein Mangel an ihnen.
Mit Göring-Eckardt ist den Grünen die Wählertäuschung geglückt, oder mit anderen Worten vollendet worden.

In einem Interview, in der taz vom 25.04.2015 wird sie gefragt:

taz: Wodurch unterscheidet sich der evangelische Glauben vom Islam?

Antwort, Katrin Göring-Eckardt:

Der Islam ist eine Religion, der Protestantismus eine christliche Konfession. Die Unterschiede sind definitiv zahlreicher als nur freier Sonntag oder freier Freitag, aber ich frage ja lieber nach Gemeinsamkeiten.

Was für ein schönes Beispiel protestantischer Arroganz. Diese kompensatorische Renitenz, die allen anderen, egal welchen Glaubens oder Unglaubens, zu ertragen haben.

Allein die Feststellung, dass der Islam eine Religion ist stellt eine theologische Meisterleistung dar. Bis hin zum Unterschied, dass der Protestantismus eine Konfession sei.
Geschicktes taktieren. Die drei Hauptkonfessionen im christlichen Glauben sind die römisch-katholische, die evangelische und orthodoxe Kirche. Zur evangelischen Konfession gehören auch die baptistische, anglikanische und methodistische Kirche. Hiervon müssen aber einige Bewegungen wie der Evangelikalismus, die charismatische Erneuerung oder der Pietismus unterschieden werden, welche ohne definierte Grenzen und konfessionsübergreifend sind.

Gott ist kompliziert, kann der Außenstehende schon nicht mehr unterscheiden ob er katholisch oder protestantisch ist, kommen noch eine Reihe von Denominationen hinzu. In den USA sprich man von mehr als 20.000 solcher christlichen Kirchen. Die natürlich alle ganz exklusiv das Wort Gottes verkünden. Betrachten wir noch das Judentum und den Islam, alles abrahamitische Religionen, ist der Wirrwarr göttlicher Natur. Gottesmägde wie Göring-Eckardt verkünden klare Kante, Wahrheitsansprüche, die keiner Überprüfung standhalten.

Da wo Katrin Göring-Eckardt auftritt kann das Wort zum Sonntag immer  stattfinden. Völlig egal, ob Menschen das wollen, das ist der diktatorische Imperativ des Protestantismus. Evangelisch verkitscht, haben die Hillbillies die politischen Höhen erklommen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats April 2015

Dodo des Monats April 2015
Dodo des Monats April 2015

Der Monat April fing ja gleich mit österlicher Jesus-Besoffenheit, masochistisches Ertragen der Todesstunde am Kreuz, und der Eiersuche, nein nicht die von Jesus natürlich, statt. Immerhin kann die imaginäre Person der Menschheitsgeschichte von sich behaupten existent wie ein Einhorn zu sein. Die existieren auch nur in den Köpfen mancher Menschen.
Flüchtlingsdebatte, Sterbehilfe, aus humanistischer Sicht sind Abgründe erkennbar. Pfaffen meinen Politik machen zu können, Verantwortung wollen sie aber nicht übernehmen, dass macht das Scheitern von praktischer Politik so angenehm, der Politiker scheitert, der Pfaffe lehnt sich zurück, verantwortungslos bis zum sedierten Sterben. Eloquente Großmäuligkeit.

Hier sind die Kandidaten:

  1. Daniel Böcking, “liebt Gott mehr als die BLIND-Zeitung. In der Liebesdarstellung hat er Schwächen.”
  2. Gesche Joost, “will mehr Religions-Spam im Internet.
  3. Bodo Ramelow, “will Christi Himmelfahrt als stillen Feiertag.”
  4. Peter Hahne, “mit unmenschlichem Willen für die Verdummung seiner Anhänger.”
  5. Josef Haslinger, “ hält nicht viel von Meinungsfreiheit.”
  6. Regierung Österreich, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  7. Hedwig von Beverfoerde, “Gott im Kopf, kein Platz für Humor.”
  8. Papst Franz, “die kirchliche Form der Ehe von Gott gewollt.”
  9. Thomas de Maiziére, “bigotte Flüchtlingspolitik.”
  10. Frank-Walter Steinmeier, “groteskes über den Holocaust.”
  11. Heinrich Mussinghoff, “will Beihilfe zum organisierten Suizid kriminalisieren.”
  12. Katrin Göring-Eckardt, “protestantische Arroganz bis zum get no.”
  13. Gerhard Ludwig Müller, “ und schon spricht man vom Fetozid.”
  14. Heinrich Bedford-Strohm, “im Gotteswahn.”
  15. Margot Käßmann, ” warnt vor der Verrohung der Gesellschaft.”
  16. Bundeskriminalamt, “bildet die Folterknechte der ägyptischen Polizei aus.”
  17. Robert Spaemann, “schwadroniert über Sterbehilfe, Euthanasie.”
  18. Wolfgang Brandstetter, “will unbedingt religiöse Lehren schützen.”
  19. Gerd Müller, “will mit abendländischen Werten religiöse Konflikte bekämpfen.”
  20. Joachim Herrmann, “Datenspeicherung zur Bekämpfung von Pädophilen-Netzwerke, nicht gegen den Terror.”
  21. Guido Wolf, “empfiehlt sich als Kanzlerkandidat, kennt den homophoben Schöpfungsplan seines Gottes.”

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2015, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird hier, am 08. Mai, gewürdigt werden. Viel Spaß.

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Why the Future of Religion Is Bleak

Illustration: Brian Stauffer for The Wall Street Journal
Religious institutions have survived by controlling what their adherents know, argues Tufts Prof. Daniel C. Dennett, but today that is next to impossible


By Daniel C. Dennett|The Wall Street Journal

Religion has been waning in influence for several centuries, especially in Europe and North America. There have been a few brief and local revivals, but in recent years the pace of decline has accelerated.

Today one of the largest categories of religious affiliation in the world—with more than a billion people—is no religion at all, the “Nones.” One out of six Americans is already a None; by 2050, the figure will be one out of four, according to a new Pew Research Center study. Churches are being closed by the hundreds, deconsecrated and rehabilitated as housing, offices, restaurants and the like, or just abandoned.

If this trend continues, religion largely will evaporate, at least in the West. Pockets of intense religious activity may continue, made up of people who will be more sharply differentiated from most of society in attitudes and customs, a likely source of growing tension and conflict.

Could anything turn this decline around? Yes, unfortunately. A global plague, a world war fought over water or oil, the collapse of the Internet (and thereby almost all electronic communication) or some as-yet unimagined catastrophe could throw the remaining population into misery and fear, the soil in which religion flourishes best.

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Die ganze Erbärmlichkeit des Christentums

jesus_love_noLiebe Afrikaner, Europa und die ganze “zivilisierte”, christliche Welt braucht Euch nicht. Wir brauchen Eure Bodenschätze, Seltene Erden, Metalle, Öl, Diamanten, Gold, aber Euch brauchen wir nicht. Es ist ein tödliches Missverständnis, dass Ihr der Meinung seit, Euer Lebensglück läge im Norden, über den kleinen Teich, gemeinhin bekannt als Mittelmeer.
Selbst wenn die Förderung aller Reichtümer Eurer Länder, die Grundlagen des Lebens zerstören. Die Korruption, religiöser Wahnsinn Euch flüchten lassen.

Die christlichen Werte der ach so christlichen Welt sind beliebig. Man redet über Lebens-und Sterbehilfe, weil man befürchtet die Kontrolle über den Pöbel zu verlieren, und begründet dies gut-christlich. Ihr könnt nicht ernsthaft meinen Teilhabe in der Zivilisation zu erlangen. Das ist anmaßend, Ihr seit eine ernsthafte Bedrohung der westlichen Sozialsysteme und im göttlichen Schöpfungsplan des Christentums ist kein Platz für Euch.

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Präambel:

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.

Beseelt und verantwortlich gilt nicht für Euch. Die Würde des Menschen ist durch das Christentum jederzeit verletz-und antastbar. Es ist eine Frage der Prioritäten und nicht eine Frage der Menschlichkeit. Die gut bestellten Zivilisationen des Westens haben Angst vor Euch, Ihr seid Reichtum-schmälernd.

Immer dann, wenn die Menschlichkeit im Mittelmeer ersäuft erschrecken die Routinen, die Schlagzeilen und die Empörung der Politiker. Nicht zu vergessen die Schlagwortgeber aus den Kirchen, völlig nebensächlich ob nun evangelisch oder katholisch, geheuchelte Barmherzigkeit, die begrenzte Sicht christlicher Menschen, egoistisch allemal. Geheuchelte Betroffenheit, Tote als Abschreckung, das hat System und wird, weil man die Deutungshoheit in Sachen christlicher Nächstenliebe besitzt, beliebig verwendet. Solange der zivilisatorische Gradmesser Christentum mehr Geld für das Töten von Menschen ausgibt, als für Bildung, wirtschaftlicher Hilfe, Aufbau funktionierender Sozialsysteme, Beseitigung von lokaler Korruption, solange wird weiter Ersoffen und die Tränen der religiösen Politiker sind heimliche Freudentränen.

Ihr seid keine willkommene Ware. Mietet Euch ein Containerschiff, produziert Frachtpapiere und ihr werdet von den Seekriegsschiffen der Christenheit in die Häfen Eurer Träume geleitet. Ware ist willkommen, Menschen nicht.

Erzbistum Berlin: Dodo des Monats März 2015

Dodo des Monats März  2015
Dodo des Monats März 2015


erzbistum_blnGeht es ums Geld ist die pfäffische Gier grenzenlos. Ein besonderes System nutzt die Kirche in Deutschland, heute geht es uns um die katholische, um ihre Schafe, zur Kasse zu bitten. Der “säkulare” Staat hat sich als Steuerbüttel angedient, lässt sich seine Häscherdienste mit ein paar Silberlingen bezahlen.  Die Kirchensteuerstellen bei den Finanzämtern sind für den Einzug der Zwangsabgabe zuständig. Nicht verwunderlich, wenn wir in einer Stellenausschreibung lesen

Die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD oder römisch-katholischen Kirche setzen wir bitten um einen entsprechenden Hinweis in Ihren Bewerbungsunterlagen.

Soviel zur weltanschaulichen Neutralität des Staates, sprich des Finanzamtes. Die Bewerbungsunterlagen sind dann, wie im Falle dieser Ausschreibung an Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Referat 1.1
Georgenkirchstraße 69
10249 Berlin

zu richten.

Die katholische Kirche selbst nennt expressis verbis keine Steuerpflicht, (can. 222 §1 CIC; und darüber hinaus can. 1260, 1262), es wird vielmehr von einer Pflicht gesprochen etwaige Beiträge zu leisten.
Der deutsche Staatsbürger weiß, will er sich dieser unchristlichen Geldlast entziehen, muss er aus der Kirche austreten, genau genommen, aus der Körperschaft öffentlichen Rechts, denn nur diese Wirtschaftsinstitution nimmt die Steuern ein. Glücklich, wer nicht getauft wurde, der hat mit dem ganzen Blödsinn nichts zu tun. Er kann seine Eltern, ob dieser Weitsichtigkeit lobpreisen, keine Zwangstaufe erduldet zu haben.

Die Tatsachen. Ein Berliner Bürger, Zuzug aus dem fernen Gallien, wird von der Kirchensteuer eingeholt. Katholisch getauft, keine Aktivitäten, erfreute er sich bis zu seiner Zeit in Berlin an einem ungläubigen Leben. Er meldet sich beim Bürgeramt und gibt keine Religionszugehörigkeit an. Kurze Zeit später erhält er von der Kirchensteuerstelle Berlin(Finanzamt) einen Fragebogen, den er ausfüllt und keinerlei religöse Zugehörigkeiten benennt. Wenige Wochen später dann das böse Erwachen, 550 Euro Kirchensteuerabzug von seinem Konto. Nachzahlung für das Jahr 2014. Was war geschehen.  Nach einigen Hin und Her mit den Behörden erfährt er vom Erzbischöflichen Ordinariat Berlin, dass seine Kirche in Frankreich, wo er getauft wurde, den Taufschein nach Berlin übersandt hatte. Somit ergab sich die gesetzliche Kirchensteuerpflicht des gallischen Mitbürgers. Die französische katholische Kirche, unter Missachtung der EU-Richtlinie 95/46 / EG, über den Schutz personenbezogener Daten, schickt auf eine einfache Anfrage, die persönlichen Daten des Franzosen an die Pfaffen in Berlin. Die Initiative zur Übersendung der Daten muss von den deutschen Schwarzkitteln ausgegangen sein. Datenabgleich, cross over?, die deutsche Polizei hat es da wesentlich schwieriger, Daten aus den unterschiedlichsten Banken abzugleichen, wenn überhaupt. Interne katholische Rasterfahndung, wir holen uns das Geld, welches uns unterschlagen wird, wir haben ein Recht darauf, in Gottes Namen.

Wissen muss man, dass französische Staatsbürger keine Möglichkeit haben aus der Kirche aus zutreten, das gilt für Frankreich, auf Grund des Gesetzes von 1905 zur Trennung von Kirchen und Staat, ist kein Kirchenaustritt möglich.

Also muss ein französischer Staatsbürger in Deutschland aus der Kirche austreten um sich vor der Gier der Kirche zu schützen. Lächerlich.

Es ist Diskriminierung wenn, Staat und Kirche in Deutschland einträchtig dabei sind Menschen auszunehmen. Es ist wahrlich an der Zeit die Gesetz zu ändern und den Kirchensteuereinzug durch den Staat abzuschaffen.
Die römische Spukgestalt ficht das eh nicht an, seine Kapitalismuskritik betrifft nicht den eigenen Laden und er ist nicht die hellste Kerze auf der päpstlichen Torte. Zumal das deutsche Episkopat sich auf den Sonderweg berufen dürfte.

Der säkulare Staat sollte endlich das sein, was er vorgibt zu sein, weltanschaulich neutral, plural. Die Privilegien der Gliedkirchen in Deutschland gehören abgeschafft, restlos und notfalls ersatzlos. Den fetten Wänstern der Pfaffen wird es gut tun.

Wahl Dodo des Monats März 2015

Dodo des Monats März  2015
Dodo des Monats März 2015
Im Monat März haben sich allerhand Blödsinn, Obskures und Dreistes angesammelt. Das Spektrum reicht von katholischer Rasterfahndung, bei der Kirchensteuerproblematik, bis hin zum intellektuell unbewaffneten Xavier Naidoo.

Die Wahl ist bis zum 07. April 2015, 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08. April, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Viel Spaß!

  1. Erzbistum Berlin, “Rasterfahndung für Kirchensteuer bis nach Frankreich.”
  2. Volksinitiative Schleswig-Holstein, “will den Gottesbezug in die Verfassung.”
  3. Olaf Scholz, “Schirmherr beim Kongress christlicher Führungskräfte.”
  4. Christoph Graf, “Schweizer Garde nicht für Frauen und Ausländer.”
  5. Bayrischer Rundfunk, “Jesus-Schmonzetten im Osterei.”
  6. Raymond Burke, “Homosexuelle sind wie nett-tuende Mörder.”
  7. Andreas Laun, “Katholischer Lustgreis ohne Gesprächskultur.”
  8. Manuel Gogos, “schmecken Demeter-Kartoffeln.”
  9. Heinz Buschkowsky, “alles tanzt nach meiner Pfeife, oder fliegt.”
  10. Katrin Albsteiger, “weiß nicht was außerhalb ihres Glaubens als Ideologie zählt.”
  11. Hannelore Kraft, “ NRW zahlt die Christenparties. Armut kann warten.”
  12. Gerhard Ludwig Müller, “unverheirateter spricht über die Unlösbarkeit der Ehe.”
  13. Alexander Görlach, “halbgebildeter Christenmensch, ohne Wissen über Atheismus.”
  14. TMW Kern GbR, “Waldmeisterbrause passt nicht in Schwulen-Bars.
  15. Rainer Maria Woelki, “hofft auf 2 Milliarden Märtyrer.”
  16. Hermann Gröhe, “kann sich als Christ nicht raus halten.”
  17. Wolfgang Huber, “gottverdammter Christenfußball kann nicht zu Weihnachten gespielt werden, ihr Pfeifen.”
  18. Johannes Singhammer, “will Wahlrecht für Nacktaffen von Geburt an.
  19. Annette Beck-Sickinger, “muss Uni vor geilen Inder-Horden schützen.”
  20. Xavier Naidoo, “lebt in der Mannheimer Reichswelt.”
  21. Vorstand Stiftung Garnisonskirche Potsdam, “was interessiert uns der Wille der Bürger.”

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Dodo Nina Hagen: Vom Drogen- in den Gottesrausch

Nina Hagen, Bild: wdr.de
Nina Hagen, Bild: wdr.de
Rocksängerin Nina Hagen wird 60 – Auch nach ihrer Bekehrung sorgte Hagen immer wieder für heftige Irritationen – Nach zwei eigenen Abtreibungen vertritt sie weiterhin: Frauen sollen selbst entscheiden, ob sie ein Kind austragen oder nicht


kath.net

Eine der ungewöhnlichsten Rocksängerinnen Deutschlands feiert am 11. März ihren 60. Geburtstag: Nina Hagen. Die gebürtige Ostberlinerin zog 1976 mit ihrer Familie in die Bundesrepublik, wo sie ein Jahr später die „Nina Hagen Band“ gründete, mit der sie durch die ganze Welt tourte. In ihrer 2011 erschienen Autobiografie „Bekenntnisse“ beschreibt sie ihre Hinwendung von der Drogensucht zum christlichen Glauben. 1979 habe Gott den Bannfluch der Drogen über ihrem Leben zerbrochen. „Ich würde heute nicht mehr leben, hätte ich nicht zu Gott geschrien und hätte er mich nicht gehört und besucht, geheilt und gerettet.“ Weiter schreibt sie: „Gott hat mir das Gesicht seines Sohnes gezeigt, als ich LSD genommen hatte.“

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Adel schützt vor Dummheit nicht: Fürsten-Spross macht sich über Obdachlose lustig

Adel schützt vor Dummheit nicht: Fürsten-Spross macht sich über Obdachlose lustig | screenshot
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Dieser Spruch gilt auch für Familien, die sich ihrer distinguierten Stellung gerne mit Pomp und Wappen vergewissern. In Deutschland wurde der Adel zwar offiziell im Jahr 1919 abgeschafft, aber einige Mitglieder der ehemals blaublütigen Familien sind noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen.


Von Dr. Gunda Windmüller|Huffington Post

Zum Beispiel Gloria von Thurn und Taxis. Leider legendär ist ihre Entgleisung in einer Talkshow: “Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.”

Thurn und Taxis: Erst reden, dann denken

Dieser Ausspruch von Frau Fürstin zog damals zurecht viel Empörung nach sich. Doch viel gelernt hat man im Hause Thurn und Taxis aus dieser Episode nicht. Denn nun hat auch Tochter Elisabeth Einblick in ihre krude Weltsicht gegeben.

Die “Vogue“-Journalistin weilt derzeit in Paris zur Fashion Week. Auf ihrem Weg durch die Stadt fotografierte sie einen Obdachlosen, der das Magazin liest. Das Foto veröffentlichte sie auf ihrem Instagram-Profil mit der Zeile: “Paris ist voller Überraschungen … und ‘Vogue’-Lesern auch in unerwarteten Ecken.”

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Dodo des Monats Februar 2015: Beatrix von Storch

Dodo des Monats Februar 2015
Dodo des Monats Februar 2015


beatrix_storchDer Landadel hat gewonnen. Frau Beatrix von Storch, Frontfrau der Alternative für Deutschland(AfD), rechts von der CDU/CSU stehend, nach Franz Josef Strauß war dort die Wand, pflegt die geborene Herzogin von Oldenburg ihre konservative, reaktionäre Weltsicht.
Liest man sich durch den Blätterwald der Medien, die Dame betreffend, fällt auf, dass die Journaille meistens Superlative und höchste Steigerungsformen benutzt, um das Wirken der Störchin zu attributieren.

Ihr Neoliberalismus ist signifikant und passt zu Luckes Calvinismus. Beide gut christlich, sie evangelikal, Lucke halt Calvinist. Mussten sich die Chicago-Boys Milton Friedman’s noch Mühe geben, Militärputsche organisieren um ganze Völker Südafrikas zu enteigenen, die Aufmüpfigen gleich zu ermorden, den Rest in Konzentrationslager zu sperren, haben es Storch und Co. einfacher. Man bedient sich funktionierender Demokratie, nutzt diese zum Zwecke des Abschaffens. Hatten wir schon mal in deutschen Gefilden.
Den Christen oftmals anhängende Arroganz, dem Rest der Menschheit die einzig gültige und schlußendliche Wahrheit zu verkünden, die auch für Nichtchristen und Ungläubige gilt bringt der Landadel in folgender Form:
von Storch:

Ich bin schon seit einigen Jahren bei dem Marsch für das Leben dabei und trete für den Lebensschutz ein. Als überzeugter Christ ist es mir ein Bedürfnis, mich gerade auch für die Schwächsten unserer Gesellschaft einzusetzen. Für diejenigen, die noch keine Stimme, aber genau so wie wir ein Recht auf Leben haben. 100.000 Abtreibungen im Jahr! Man könnte verrückt werden bei dem Gedanken, wie viele tolle, einzigartige Menschen nie das Licht der Welt erblicken durften.

Arrogante Ewiggestrigkeit, Frauen wird nicht nur die Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper abgesprochen, man drückt auf die Tränendrüse. Die Sentenz mit dem “verrückt werden” lasse ich jetzt unbeantwortet, es könnte zu weit führen. Mediziner, Soziologen, Politiker, Gewerkschafter, Parteien haben für dieses Recht der Frauen, abtreiben zu können, Jahrhunderte gekämpft. Und damit ist klar, wohin die Reise mit der Herzogin geht.
Calvinist Lucke möchte eh die Frauen zu Hause sehen, Kinder kriegen, Essen kochen und ehrenamtlich für die Kirche tätig sein. Alles andere reguliert der Markt, Staat nur für den Gebrauch von Macht, sollte es den Dummen und Entmündigten in den Sinn kommen anders leben zu wollen.
Weiter im Kontext:

von Storch:

Ich bin gegen Abtreibung, gegen Pränataldiagnostik und auch gegen Sterbehilfe.

Gut christlich, fortschrittsfeindlich und asozial, solche Sätze nach 250 Jahren Aufklärung, wissenschaftlichen und technischen Fortschritt formulieren zu können. Einhergehend mit der intellektuellen Unfähigkeit gesellschaftliche Veränderungen in ihrer Sozialisierung zu erkennen. Die klassische Familie ist kein Monopol mehr, verschiedene Formen menschlichen Zusammenlebens haben sich herausgebildet, diese Vielfalt gilt es zu fördern und vor allem zu erhalten.  Es ist aber diese Vielfalt, die Familien-konservatives Denken ad absurdum führt. Die Störchin wünscht sich alten Zeiten zurück, den Familienvater der den Unterhalt nach Hause bringt, die Frau, die sich um die Blagen kümmern muss und um die gute Laune des Hausherrschers. Und so setzt sich das, nach Vorstellung der Herzogin, bis nach Oben fort. Vielleicht nicht eben ein schnauzbärtiger Krüppel, für den es sich dann lohnt auf dem Felde der Ehre zu sterben, weil die Märkte nicht mehr mitgespielt haben und man ab und an einen kleinen Krieg braucht.

Storch und Co. sind der Untergang menschlicher Zivilisation, wie wir sie kennen. Homeschooling, etwas Kreationismus für den dummen Pöbel, die Frau als Gebärmaschine, vielleicht eines Tages für diese Leistungen mit dem Mutterkreuz zu verunzieren. Sind ungezügelter Markt, autoritäre Pfaffen, christliche Moral, Bigotterie und Despotismus.
Und trotzdem wird es Idioten geben, die so etwas wählen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015
Dodo des Monats Februar 2015
Der Monat Januar war reichlich versorgt mit jeder Menge Blödsinn.
Seit Monaten zieht die Thematik Sterbehilfe durch die Medien, Islamismus, Terror und enorme Mengen christlicher Arroganz, verbunden mit dem Anspruch für Alle und Jeden zu reden. Viel Stuss aus Rom, dort wo die römische Spukgestalt schaltet und waltet, Abreibungen sind der Grund für die Wirtschaftskrise, würdevolles Schlagen von Kindern, die Burka aus Fleisch und aus der evangelikalen Ecke kamen die Bibeldeutungen des einzigen und wahren Christen, Olaf Latzel. Nebenbei bemerkt, aus solchen Leuten hatte sich vor Jahren mal die SA rekrutiert.
  1. Gabriele Heinisch-Hosek(SPÖ), tritt für gendergerechte Steinigungen ein. Darf man die an ihr ausprobieren?
  2. Fred Breinersdorfer, fordert die Kirchen zu mehr Subversion auf um an noch mehr öffentliche Gelder zu kommen.
  3. Deutsche Forschungsgemeinschaft, gibt öffentliche Gelder für unwissenschaftliche Protestantismus-Forschung aus.
  4. Thomas de Maizièr, dem der christliche Glaube ein Schatz ist. Erinnert an Gollum.
  5. Olaf Scholz, suhlt sich gern im evangelikalen, rechtkonservativen Christenkreisen.
  6. Stephan Weil, findet das Niedersachsen-Konkordat ganz toll. Andere Ideen hat er nicht.
  7. Frank Ochmann, journalistische Meisterleistung für das Kirchenasyl.
  8. ComECE, zölibatere Altmännerriege gibt sich Gebärmutter-Mitspracherecht.
  9. Manfred Lütz, will Christentum Atheisten-gerecht erläutert haben.
  10. Frauke Petry, paranoide Vorstellungen über Medien-Manipulation.
  11. Deutschlandradio, mit öffentlichen Geldern zur Koranschule.
  12. Hans-Josef Becker, will die Menschen christlich zu Tode quälen.
  13. Norbert Trelle, will unbedingt am Kirchenasyl festhalten.
  14. Rainer Maria Woelki, gegen Fußball-WM zum Advent.
  15. Beatrix von Storch, weniger Staat, mehr Familie, neoliberales Mantra.
  16. Reinhard Marx verteidigt Kirchenasyl.
  17. Bernd Lucke, Bildungspläne sind ihm ein Gräuel.
  18. Heinz Josef Algermissen, generelles Verbot von Sterbehilfe. Pfäffische Arroganz pur.
  19. Angela Merkel, fährt zum römischen Orakel und bezahlt es.
  20. Jens Spahn, verdummbibelter Christdemokrat.
  21. Deutsche Welle, Glaubensangebote im Äther.
  22. Andreas Kern, polit.-christliche Agitprop.
  23. John Lennox, dilettiert über Atheismus.
  24. Matthias Matussek, dauerbeleidigter Verwandlungskünstler

Die Wahl ist bis zum 07. März 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt.

Viel Spaß.

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Dodo des Monats Januar 2015: Festkomitee Kölner Karneval

Dodo des Monats Januar 2015
Dodo des Monats Januar 2015


FestkomiteeDem französischen Satiremagazin Charlie Hebdo muss man eines zugutehalten, die Konsequenz in Sachen Religionskritik. Niemand wurde vergessen und niemand verschont. Solche Satire ist ehrlich und wird von den Lesern auch anerkannt. Der Terroranschlag auf die Redaktion, die Opfer;  ließen viele spontan Solidarität bekunden.
Das Festkomitee des Kölner Karnevals ließ es sich nicht nehmen, aus solidarischen Beweggründen heraus einen Charlie Hebdo-Persiflage-Wagen, für den Rosenmontags-Zug, zu organisieren. Entwürfe für den Wagen wurden erstellt und man ließ im Internet abstimmen. Ganz großes Kino.

(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)
(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

Keine Mohammed Darstellung, eigentlich nichts, was den Islam satirisch “herabwürdigen” würde. Ein Terrorist, dem die Knarre mittels Zeichenstift aufgespleißt wird.
Nach dem großen Kino, der fragwürdige Rückzug. Vielleicht störten den Kölner Katholizismus die durchaus heftigen Karikaturen, die römische Spukgestalt und seine Kirche betreffend. Wir wissen es nicht und wir werden es wohl auch nicht erfahren.

In der Stellungnahme des Festkomitee-Präsidenten Markus Ritterbach liest sich das wie folgt:

„Als Festkomitee des Kölner Karnevals tragen wir und vor allem ich persönlich die Verantwortung, die Geschicke des Kölner Karnevals und damit auch die grundsätzlichen Entscheidungen zum Kölner Rosenmontagszug umzusetzen. Mit der Entscheidung, den „Charlie-Hebdo-Wagen“ zurückzuziehen, haben wir es uns wirklich nicht leicht gemacht.
Ganz sicher ist in der Vorbereitung des Persiflagewagens zur Meinungsfreiheit von uns nicht alles richtig gemacht worden. Doch die Situation ist sehr komplex. Vielleicht hätten wir auf die absolut öffentliche und transparente Abstimmung des Motivs verzichten sollen. Doch anders als in anderen Regionen legen wir Wert auf die Anregung der Diskussion, die unsere Persiflage-Entwürfe in der Öffentlichkeit auslösen. Diesen Bogen haben wir in der Öffentlichkeit vielleicht überspannt.

Unsere geradlinige Haltung zur Meinungsfreiheit hat sich nicht geändert. Sie ist die Basis der Narrenfreiheit des Karnevalisten. Doch Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass sich eine Meinung oder eine Haltung ändern kann, wenn sich Rahmenbedingungen ändern.

Gut katholischer Euphemismus pur. So reden sich Pfaffen aus der Affaire. Die Meinungsfreiheit wird betont, wie dumm muss man sein, solches auch noch zu äußern, und abgeschafft.
Düsseldorfer Alt soll Mundfäule verursachen, Kölsch scheint das Gehirn zu reduzieren, auf alle Fälle aber den Charakter. Es ist einfacher Bunga-Bunga Titten-bandend durch die Straßen zu ziehen als konkret für ein Genre, nämlich die Satire, einzutreten. Statt aller Welt zu zeigen, wir lassen unsere Rechte nicht einschränken, zieht man den karnevalistischen Schwanz ein und steckt tief im Arsch des Islamismus. Dort kann man nicht mehr leuchten, egal welche schönen Worte bemüht werden. Die Unehrlichkeit des Rosenmontagzugs in Köln wird für die Zukunft festgeschrieben und bewiesen, nämlich dann, wenn man sich über religiöse Themen, gut christlich natürlich, auslässt. Unter welchen Prämissen will denn das Festkomitee zukünftig religionskritisch in Erscheinung treten, ohne sich den Vorwurf der Bigotterie, des Arschkriechens und der Charakterlosigkeit auszusetzen?

Nach Aussagen der Polizei gab es keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung. Einzelheiten wollte man nicht bekanntgeben, verständlich. Die Polizei war bereit den Wagen mit getarnten Spezialkräften zu begleiten.

Vorauseilender Gehorsam, grund-und vor allem planlos.

Bild: Heiko Sakurai
Bild: Heiko Sakurai

Zum Abschluss ein kräftiges Kölle Allah, herzlichen Glückwunsch zum Dodo, und die Narrenkappen von anhaftender Scheiße befreien, macht sich besser.