Katrin Göring-Eckardt: Dodo des Monats April 2015


Dodo des Monats April 2015
Dodo des Monats April 2015


KGEKatrin Göring-Eckardt ist schwarz-grün. Mit anderen Worten, sie würde auch ein gutes Mitglied in einer der C-Parteien abgeben. Erfahrungen diesbezüglich konnte sie an der  Pizza-Connection in den 1990er-Jahren sammeln.  Wertevorstellungen, moralische Haltungen werden von ihr christlich, bügerlich- konservativ begründet. Das Studium der evangelischen Theologie brach sie 1988 ab, mithin hat sie keinen erlernten Beruf, wenn man von den praktisch erworbenen Kenntnissen evangelischen Glaubens absieht. Dort wird auch ihre politische Inkompetenz manifestiert. Die Frau kann nichts. Bibelkenntnisse und Pragmatismus auf der politischen Spielwiese reichen aus.
Ihr Wissen in protestantischer Märchendeutung scheint fulminat. Gibt Käßmann den Pausenclown zur Reformation, ist Göring-Eckardt der politische Gotteskasper.
Der säkulare Staat sollte die Interessen aller seiner Mitglieder vertreten. KGE ist ein Protoyp für christliche Klientelpolitik, Themen, bei denen niemand einen Gottesbezug herstellt, werden von ihr christlich kontaminiert.

Vergessen wir nicht, es war die „Grüne“ Göring-Eckardt die sich als entschiedene Befürworterin der Hartz-Reformen und der Agenda 2010 unter Gerhard Schröder profilierte. Noch heute ist sie der Auffassung, dass die Erhöhung des Rentenalters, auf 67 Jahre, eine Notwendigkeit gewesen sei. Sie sprach sich dafür aus, Religionsunterricht als verfassungsmäßig verankertes Recht zu garantieren.
1999 stimmte sie für den Kosovo-Krieg. Jahre später begründete sie ihre Entscheidung mit religiösen Motiven:
Katrin Göring-Eckardt:

„Damals las ich sehr, sehr viel in der Bibel und sprach mit vielen Leuten darüber, was mir sehr wichtig war. Ich sagte mir, wenn es um Krieg und Frieden geht oder um Leben und Tod, kann man nicht gegen den Glauben handeln. Ich stimmte allerdings für den Militäreinsatz, weil ich beim Abwägen fand, dass es wahrscheinlich richtig war. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es sich als richtig herausgestellt hat.

Hieß es früher für Kaiser und Gott, können wir heute getrost religiotische Politiker als Ersatz finden, es besteht kein Mangel an ihnen.
Mit Göring-Eckardt ist den Grünen die Wählertäuschung geglückt, oder mit anderen Worten vollendet worden.

In einem Interview, in der taz vom 25.04.2015 wird sie gefragt:

taz: Wodurch unterscheidet sich der evangelische Glauben vom Islam?

Antwort, Katrin Göring-Eckardt:

Der Islam ist eine Religion, der Protestantismus eine christliche Konfession. Die Unterschiede sind definitiv zahlreicher als nur freier Sonntag oder freier Freitag, aber ich frage ja lieber nach Gemeinsamkeiten.

Was für ein schönes Beispiel protestantischer Arroganz. Diese kompensatorische Renitenz, die allen anderen, egal welchen Glaubens oder Unglaubens, zu ertragen haben.

Allein die Feststellung, dass der Islam eine Religion ist stellt eine theologische Meisterleistung dar. Bis hin zum Unterschied, dass der Protestantismus eine Konfession sei.
Geschicktes taktieren. Die drei Hauptkonfessionen im christlichen Glauben sind die römisch-katholische, die evangelische und orthodoxe Kirche. Zur evangelischen Konfession gehören auch die baptistische, anglikanische und methodistische Kirche. Hiervon müssen aber einige Bewegungen wie der Evangelikalismus, die charismatische Erneuerung oder der Pietismus unterschieden werden, welche ohne definierte Grenzen und konfessionsübergreifend sind.

Gott ist kompliziert, kann der Außenstehende schon nicht mehr unterscheiden ob er katholisch oder protestantisch ist, kommen noch eine Reihe von Denominationen hinzu. In den USA sprich man von mehr als 20.000 solcher christlichen Kirchen. Die natürlich alle ganz exklusiv das Wort Gottes verkünden. Betrachten wir noch das Judentum und den Islam, alles abrahamitische Religionen, ist der Wirrwarr göttlicher Natur. Gottesmägde wie Göring-Eckardt verkünden klare Kante, Wahrheitsansprüche, die keiner Überprüfung standhalten.

Da wo Katrin Göring-Eckardt auftritt kann das Wort zum Sonntag immer  stattfinden. Völlig egal, ob Menschen das wollen, das ist der diktatorische Imperativ des Protestantismus. Evangelisch verkitscht, haben die Hillbillies die politischen Höhen erklommen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

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