Konklave: Twitter-Tabu – #habemuspapam verboten

Ob ein neuer Papst gewählt ist, erfährt die Menschheit gewöhnlich durch weißen Rauch, der aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigt. Damit in Zeiten des Smartphones nicht schon früher Informationen nach außen dringen, hat der Vatikan den Teilnehmern des Konklaves ein Twitterverbot erteilt.

Süddeutsche.de

Als Horst Köhler zum Bundespräsidenten wiedergewählt wurde, sorgte Julia Klöckner mit einem Tweet für Aufregung. „Leute, Ihr könnt in Ruhe Fußball gucke [sic!]. Wahlgang hat geklappt“, schrieb die als Schriftführerin an der Wahl beteiligte CDU-Politikerin. Das Problem: Klöckner informierte die Öffentlichkeit, bevor das Wahlergebnis offiziell bekannt gegeben wurde – und bevor der Gewählte die Wahl überhaupt angenommen hatte.

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Kanada richtet Büro zur Verteidigung der Religionsfreiheit ein

Grafik: newworldencyclopedia.org

Der Religionsfreiheit fühlt sich Kanada offenbar besonders verpflichtet. Das Land hat innerhalb seines Außenministeriums ein eigenes Büro zur Verteidigung der Religionsfreiheit weltweit eingerichtet.

Deutschlandradio Kultur

Premierminister Stephen Harper erklärte, das Büro werde mit einem jährlichen Budget von fünf Millionen Euro die Religionsfreiheit als Kern-Interesse der kanadischen Außenpolitik international stärken. Die Opposition kritisierte das Vorhaben: Wenn die Regierung einen Schwerpunkt auf Religionsfreiheit lege, könne der Kampf für die Menschenrechte zweitrangig werden.

US-Missbrauchsskandal und Konklave: Mahoney soll draußen bleiben

US-Kardinal Mahony: „Leider kann ich nicht in das Jahr 1980 zurückkehren“ AP

Systematisch soll Kardinal Roger Michael Mahony sexuellen Missbrauch in seiner Diözese verheimlicht haben. Dennoch darf er zum Konklave nach Rom fahren und einen neuen Papst wählen. Ein Skandal, finden progressive Katholiken und fordern einen Reiseverzicht.

Von Annette Langer SpON

Kardinal Mahony darf dabei sein. Er ist einer der 117 Wahlberechtigten, die nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. einen neuen Papst wählen dürfen. Er freue sich schon sehr auf das Konklave im März, ließ der emeritierte Erzbischof wissen. Schon bei der Wahl Joseph Ratzingers im Jahr 2005 sei der heilige Geist fast greifbar gewesen, schreibt er in seinem Blog: „Da gab es keine weltlichen Stimmen oder Einflüsse. Es war unglaublich.“

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IBKA: „An der Grundschule wird missioniert“

Noch bis Donnerstag ist das Kreuz in der Philipp-Keim-Schule. Dann zieht es weiter nach Marxheim in den Anne-Frank-Hort. Foto: nie

 

Darf eine staatliche Schule im Rahmen einer Aktion auch mal ein Kreuz aufstellen? Ein Atheisten-Verein regt sich darüber auf.

Höchster Kreisblatt

Dass das Kreuz manchem Nicht-Christen als „Ärgernis“ und „Torheit“ gilt, ist nichts Neues. Von dieser „Anstößigkeit“ berichtet schon der Apostel Paulus im Ersten Korintherbrief. Für den Rat Christlicher Gemeinden liegt hier sogar ein Motiv, das Hinrichtungsinstrument, das für Christen zum Zeichen ihrer Erlösung und der Überwindung von Leid und Tod wurde, in der Passionszeit ganz bewusst in den Blick zu rücken. Mit der Aktion „Das Kreuz auf dem Weg. Hofheim 2013“ wollten die Kirchengemeinden zum zweiten Mal in der Zeit vor Ostern zu Gespräch und Auseinandersetzung einladen. Partner fand man in fünf kirchlichen Einrichtungen, aber auch das Landratsamt und die Philipp-Keim-Schule in Diedenbergen nehmen an der Aktion teil. Das rief jetzt allerdings den Landesverband Hessen des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) auf den Plan.

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Bertone kanzelt Präfekten Müller ab

Bild: Katholisches Magazin

Im Andenstaat Peru gibt es eine rebellische Universität, der von Rom das Recht aberkannt wurde, sich weiterhin „katholisch“ zu nennen. Der zuständige Erzbischof und nominellen Kanzler der akademischen Einrichtung entzog darauf dem gesamten Lehrkörper für Theologie die Lehrbefugnis.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Nach einer hitzigen Sitzung, die vor wenigen Tagen in Rom stattfand, legte der Heilige Stuhl fest, daß die Rebellen-Uni weiterhin ohne Theologen bleiben wird.  Zur Sitzung hatte Kardinalsstaatsekretär Tarcisio Bertone geladen. Die hochrangigen Teilnehmer machten der Absicht des Präfekten der Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller einen Strich durch die Rechnung. Dieser hatte versucht, zugunsten der peruanischen Rebellen Partei zu ergreifen. Ein „grober Fehler“ des Glaubenswächters, wie es in Rom heißt.

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Evolutionsbiologie: Mäuse zeigen, warum Han-Chinesen stärker schwitzen

Symbolbild / Bild: (c) AP ROBERT F. BUKATY

Um regionale Genmuster an Menschen zu entdecken, deren Wirkung bisher übersehen wurde, haben US-Biologen erstmals die Evolution des Menschen an Versuchstieren durchgespielt.

Von JÜRGEN LANGENBACH Die Presse

Haben Sie gewusst, dass Han-Chinesen stärker schwitzen als andere Menschen? Niemand hat es gewusst, nicht einmal die Han-Chinesen selbst sind je auf die Idee gekommen, ihre Schweißdrüsen durchzuzählen und mit denen anderer zu vergleichen. Darauf sind sie erst durch Mäuse gekommen, und die Mäuse hatten die Idee natürlich auch nicht selbst, sondern Pardis Sabetti hatte sie, Evolutionsbiologe in Harvard.Er wollte ein altes Problem seiner Wissenschaft klären: Sind alle heutigen Menschen genetisch im Großen und Ganzen die Gleichen geblieben, seit unsere Ahnen vor etwa 70.000 Jahren von Afrika aus die Erde erwanderten?

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