Abdel-Hakim Ourghi: «Dieser Islam gehört nicht zu Deutschland!»

Das konservative Glaubensverständnis, das in vielen Moscheen gepflegt wird, sieht Abdel-Hakim Ourghi als Hindernis für die Integration.(Bild: Ina Fassbender/Reuters)
Durch seine prononcierte Kritik an deutschen Moscheevereinen hat der Islamwissenschafter Abdel-Hakim Ourghi Staub aufgewirbelt. Gerade wer den Islam liebe, sagt er, müsse für seine Reform eintreten.

Von Beat Stauffer | Neue Zürcher Zeitung

Herr Ourghi, Sie sind kürzlich mit sehr scharfen Äusserungen über die muslimischen Dachverbände in Deutschland an die Öffentlichkeit getreten. Diese seien noch «meilenweit» von einem aufgeklärten Islam entfernt, duckten sich weg und stählen sich aus ihrer Verantwortung.

Die religiöse und politische Sozialisation sehr vieler Muslime in Deutschland in ihren Moscheevereinen ist, vereinfacht gesagt, geprägt von einer Pädagogik der Unterwerfung, die in den türkischen und auch in den arabischen Gemeinden durch sogenannte Import-Imame praktiziert wird. Diese hat verheerende Folgen.

Und diese Imame prägen wesentlich das Islam-Verständnis von unzähligen jungen Muslimen in Deutschland . . .

So ist es. Unsere Kinder werden durch den Koranunterricht aus ihrer westlichen Lebenswelt herausgerissen. Den 970 türkischen Imamen in den Ditib-Gemeinden, die in den meisten Fällen kein Deutsch sprechen, fehlt zudem jeglicher pädagogische und didaktische Ansatz. Es geht ihnen in erster Linie um die Weitergabe einer unreflektierten Tradition. Das ist der religiöse Hintergrund. Der politische ist, dass diese Imame die Aufgabe haben, die Beziehung der betreffenden türkischen Menschen zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten.

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Pfäffische Gier: Katholische Kirche in NRW gegen schnelle Ablösung der Staatsleistungen

Bild: tilly
Bild: tilly
Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen wendet sich gegen eine vorschnelle Ablösung der Staatsleistungen an die Glaubensgemeinschaften.

domradio.de

Forderungen der Grünen nach sofortiger Ablösung seien „wohlfeil, aber nicht hilfreich“, sagte der Vertreter der fünf NRW-Bistümer bei Landtag und Landesregierung, Antonius Hamers, der in Gelsenkirchen erscheinenden Wochenzeitung „Neues Ruhr-Wort“ (Samstag).

Die Grünen in NRW hatten angekündigt, im Wahlkampf auf Landes- und Bundesebene für eine Reform des Verhältnisses von Staat und Kirche einzutreten. „Jedes Jahr zahlen die Steuerzahler in Deutschland über 500 Millionen Euro an die beiden großen Kirchen, ohne dass diese dafür eine Leistung erbringen müssen“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Sven Lehmann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Schweiz: Kulturkampf um Kirchen- und Kuhglocken

Läuten mit dem Segen des Bundesgerichts: Die Kirchenglocken von Gossau (ZH). (Bild: Christoph Beutler / NZZ)
Lautstark wird gegenwärtig über die Immissionen von urschweizerischen Traditionen debattiert. Befeuert werden die Kontroversen von einer durch und durch eidgenössischen Institution.

Von Erich Aschwanden | Neue Zürcher Zeitung

Die Angelegenheit hat Albert Rösti in derart negative Schwingungen versetzt, dass er sie unbedingt loswerden musste. An der DV in Wettingen berichtete der SVP-Präsident mit grosser Sorge, «der Zerfall unserer Werte wird von hochdekorierten Persönlichkeiten unseres Landes vorangetrieben». Hochdekoriert sind sie tatsächlich die ETH-Forscher, die herausgefunden haben, dass Glockenschläge die Schlafqualität verschlechtern. Wegen dieser Studie dürfen die Glocken der Kirche Worb nachts nur noch die vollen Stunden schlagen – statt jede Viertelstunde. Unter dem Applaus der Delegierten schimpfte Rösti, die gleichen Persönlichkeiten, die unseren Werten nicht mehr Sorge tragen, seien jene, die sich gegenüber anderen Kulturen besonders dem Islam inklusive der Verschleierung übertolerant zeigten.

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Terre des femmes für generelles Burkaverbot

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Frauenrechtsorganisation: «Es ist an der Zeit, dass alle Parteien in Deutschland begreifen, dass es hier sowohl um die Verteidigung der Frauenrechte als auch unseres Grundgesetzes geht» – «Wir fordern ein Verbot der Ganzkörperverschleierung»
 

kath.net

Die Frauenrechtsorganisation Terre des femmes hat sich erneut für ein generelles Burkaverbot ausgesprochen. «Es ist an der Zeit, dass alle Parteien in Deutschland begreifen, dass es hier sowohl um die Verteidigung der Frauenrechte als auch unseres Grundgesetzes geht», erklärte Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle am Mittwoch in Berlin. Mimik und Gestik seien sichtbarer Ausdruck der Identität eines Menschen. Diese Sichtbarkeit der Person sei eine der Voraussetzungen für einen persönlichen Dialog und trage zur Vertrauensbildung bei. Auch ein Teilverbot, für das sich die Unions-Innenminister ausgesprochen haben, lehnt die Organisation ab.

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Verfassungsschützer beobachten Moschee-Dachverband

muslimbrotherhoodDem Moschee-Dachverband Rhein-Main werden Kontakte zur islamistischen Muslimbruderschaft vorgeworfen. Der Verfassungsschutz ist alarmiert. Zuschüsse für ein Demokratie-Förderprogramm wurden gestoppt.

DIE WELT

Der Deutsch-Islamische Vereinsverband Rhein-Main (DIV) steht seit dem 16. August unter Beobachtung des Hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Nach intensiver Prüfung bestünden Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen, bestätigte das hessische Innenministerium, wie hr-iNFO am Donnerstag meldete.

„Von den 46 Mitgliedsvereinen ist etwa ein Drittel als extremistisch oder extremistisch beeinflusst zu bewerten“, erklärte ein Sprecher. Unter den Funktionsträgern des Verbandes befänden sich Personen, die dem extremistischen Spektrum zugerechnet werden.

Die extremistischen oder extremistisch beeinflussten Mitgliedsvereine sowie Funktionsträger wiesen Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft auf. Zum Teil seien auch salafistische Bezüge gegeben.

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Kirchen waren nie tabu

Ein Kirchenturm © H. Füller @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Nach einem gewaltsam beendeten Kirchenasyl konnte eine Asyl-Initiative die drohende Abschiebung eines Flüchtlings stoppen. Neben der Erleichterung über den guten Ausgang nimmt jetzt die Kritik über das Abschiebungsverfahren zu. Landesinnenminister Jäger soll Erklärung abgeben.

MiGAZIN

Der 31-jährige Flüchtling, der gewaltsam aus einem Kirchenasyl in Münster abgeführt wurde, soll im westfälischen Nordkirchen untergebracht werden. Das Verwaltungsgericht Münster hatte im Zuge eines Eilantrages die drohende Abschiebung nach Ungarn ausgesetzt. Asyl-Initiativen kritisieren das Vorgehen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie des Kreises Coesfeld. Sie sehen einen Bruch des Kirchenasyls und fordern Aufklärung.

Der Flüchtling habe eine Bescheinigung des Kreises Coesfeld erhalten, dass er sich bis Donnerstag in Nordkirchen einfinden solle, sagte ein Sprecher der Gemeinde am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst. Bis zum Mittwochnachmittag sei er zwar noch nicht eingetroffen. Der Mann werde aber von ehrenamtlichen Helfern betreut. „Daher gehen wir davon aus, dass das klappt“, sagte der Sprecher. In Nordkirchen habe die Gemeinde Wohnungen für Flüchtlinge angemietet. Der Mann war auch vor seinem Kirchenasyl in Nordkirchen untergebracht.

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Ablehnung von Flüchtlingen wächst weltweit

Bild: heise.de
44 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage für die Schließung der Grenzen, 51 Prozent glauben nicht an eine erfolgreiche Integration

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Für die internationale Umfrage in 22 Ländern wurden mehr als 16.000 Menschen (16-65 Jahre) zwischen dem 24.Juni und dem 8. Juli befragt, also noch vor den Terroranschlägen in Nizza und Gaziantep oder den Anschlägen in Ansbach und Würzburg. Einwanderung wird zunehmend negativ beurteilt, die in Deutschland kurzzeitig gefeierte Willkommenskultur schwindet hier wie anderswo. Für 49 Prozent gibt es zu viele Flüchtlinge in ihrem Land, 40 Prozent treten für eine Schließung der Grenzen ein, nur 20 Prozent sehen in der Zuwanderung positive Aspekte, 46 Prozent sagen, dass die Einwanderung ihr Land auf eine unerwünschte Weise verändert. Eine Mehrheit in fast allen Ländern, eine Ausnahme ist nur Japan, sagt, dass die Zuwanderung in den letzten 5 Jahren angestiegen sei, allen voran mit 96 Prozent in der Türkei, in Schweden, Deutschland und Südafrika mit über 90 Prozent der Menschen.

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Ramelow: „Für mich gibt es die Opfergruppe der Christen in der DDR“

Bodo Ramelow, Bild: FB
Bodo Ramelow, Bild: FB

Thüringens Regierungschef Ramelow wirbt dafür, über Einzelschicksale hinaus das Systemische bei der Unterdrückung des Glaubens in der DDR aufzuarbeiten.

evangelisch.de

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht Aufklärungsbedarf bei dem Verhältnis von Kirche und Staat in der DDR und den Folgen bis in die heutige Gesellschaft hinein. „Für mich gibt es die Opfergruppe der Christen in der DDR. Es gibt sie in bestimmten Phasen und auch in unterschiedlicher Stärke. Und ja, es gab später dann auch die umgekehrte Strategie des Umarmens und des Toddrückens. Auch das hat Folgen gehabt“, sagte der Linken-Politiker und evangelische Christ dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Ramelow widersprach damit Thüringens Kultur-Staatssekretär Babette Winter (SPD), die in der rot-rot-grünen Landesregierung die Aufarbeitung des SED-Unrechts koordiniert. Dass in ihrem ersten Zustandsbericht die Unterdrückung der Kirchen faktisch keinen Eingang fand, begründete sie damit, dass Christen in der DDR keine besondere Opfergruppe dargestellt hätten.

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Neuer Anlauf für Snowden-Vernehmung in Deutschland

© AFP Videoschalte mit Edward Snowden bei einer Befragung durch den Europarat
Grüne und Linke versuchen, mit Hilfe des Bundesgerichtshofs den NSA-Whistleblower Edward Snowden nach Deutschland zu bringen. Der Bundesregierung werfen sie Trickserei vor.
 

Frankfurter Allgemeine

Die Fraktionen der Grünen und der Linken unternehmen einen neuen Anlauf, den Enthüller Edward Snowden für eine Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss nach Deutschland zu bekommen. Die Obleute der beiden Bundestagsfraktionen, Konstantin von Notz und Martina Renner, schickten einen Brief an den Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof. Darin forderten sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, eine Blockade der Vernehmung von Snowden durch Bundesregierung und Koalitionsmehrheit zu durchbrechen.

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George W. Bush soff auch gerne bis zur Erweckung

Bild.de Redakteur Daniel Böcking hat sich zum Christentum bekehrt (Christian Langbehn)
Daniel Böcking ist stellvertretender Chef von bild.de. Vor einigen Monaten bekannte er sich in einem Artikel zum Christentum. Der Glaube habe sein Leben verändert, sagt er. Er trinkt keinen Alkohol mehr und verbietet sich die üblichen Lästereien unter Kollegen. Vom Boulevardjournalismus will er sich nicht verabschieden, der diene der Wahrheitsfindung, behauptet er.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

Der Glaube spielte in seinem Leben lange überhaupt keine Rolle, sagt Daniel Böcking, stellvertretender Chefredakteur von bild.de. Im Leben des heute 39-Jährigen lief alles rund: Journalistenschule, Karriere bei der Bild-Zeitung, glücklich verheiratet, drei Kinder.

„Was mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat, das waren viele Ereignisse im Jahr 2010. Da war ich direkt nach dem Beben in Haiti mit über 300.000 Toten dort vor Ort. Und da gab es natürlich wahnsinnig viel Leid, Trauer, Verzweiflung und trotzdem hat man dort immer wieder sehr viel Glauben gefunden, sehr viele betende Menschen. Wir waren dort mit sehr vielen Hilfsorganisationen, einige davon auch christlich. Es hat mich einfach total fasziniert, wie Menschen in solchen Situationen aus dem Glauben Kraft schöpfen können und das war auch das erste Mal, dass mir der Glaube an Jesus Christus näher gebracht wurde.“

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Alice Schwarzer schwärzt weiter

Alice Schwarzer, Bild: youtube Screenshot: bb
Alice Schwarzer, Bild: youtube Screenshot: bb
Während Alice Schwarzer bei Privatsachen anderer Prominenter findet, dass das Private politisch sei, pocht die Aktivistin in eigenen Angelegenheiten auf das Privatrecht. So hatte Schwarzer letztes Jahr das Enthüllungsbuch ihrer früheren Geliebten Waltraud Schade juristisch aus dem Verkehr ziehen lassen. 

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Ihre einstige Freundin sah sich zu diesem Buch provoziert, nachdem Schwarzer ihre doch etwas eigene Sicht auf ihre Biographie verbreitet hatte. Schades Verlag, ironischerweise der auf Erotika spezialisierte rotundlicht-Verlag, hatte der millionenschweren wie klagefreudigen Gegnerin damals wohl vorschnell eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und sich dann einen Prozess eingefangen (Schwarzer will schwärzen).

Die damalige Abmahnung gegen „Tango mit Alice“ allerdings wies anscheinend anwaltliche Kunstfehler auf, denn damals wurde zwar das konkrete Buch zur Gänze verboten – nicht aber der Stoff oder konkret verwendete Informationen. Daher brachte der Verlag nun ein neues Buch „Schwarzer Tango“ heraus, bei dem es sich wohl um eine Neubearbeitung handelt. Süffisant prangt auf dem Cover des nun unter anderem Titel herausgebrachten Werks die Parole „Das Private ist politisch“.

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USA liegen „keine Beweise“ für Gülens angebliche Putschverstrickung vor

"Es gibt viele Verschwörungs-Theorien um Fethulla Gülen"

Bisher fehlten Washington Beweise für eine Auslieferung des umstrittenen Predigers Fethullah Gülen. Nun sichert die US-Regierung Ankara ihre Unterstützung zu. Alle vorgelegten Belege sollen gründlich geprüft werden.

SpON

„Wir kooperieren mit den türkischen Behörden“, sagte US-Vizepräsident Joe Biden anlässlich seines Besuchs in Ankara. Er sicherte der Türkei formale Unterstützung im Fall Fethullah Gülen zu. Bisher fehlten jedoch Beweise für eine Verwicklung des islamischen Predigers Gülen in den Putschversuch vom 15. Juli. Ankara habe zwar vier Auslieferungsanträge für Gülen eingereicht, diese hätten aber nichts mit dem gescheiterten Putsch zu tun, sagte ein US-Vertreter aus Bidens Umfeld.

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Bolivien: 50 Ex-Priester gründen eigene Kirche – Frauen

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Die 50 Expriester waren meist wegen Nichteinhaltung des Zölibats aus dem kirchlichen Dienst entlassen worden – Sie gründeten daraufhin eine eigene „Kirche“ und feiern weiterhin angeblich „katholische“ Messen

kath.net

In Bolivien ist ein Streit zwischen der katholischen Bischofskonferenz und der «Nationalen Katholischen Apostolischen Kirche Boliviens» entbrannt. Die katholischen Bischöfe werfen rund 50 Geistlichen vor, ohne Autorisierung der Kirche die Sakramente zu spenden und Gottesdienste abzuhalten. Dies führe zur Verwirrung und zur Verunsicherung unter den Gläubigen, sagte der Sprecher der bolivianischen Bischofskonferenz, Jose Rivera, der Tageszeitung «Pagina Siete» (Mittwoch). Bei der Mehrheit der aus der katholischen Kirche entlassenen Priester handelt es sich laut Medienberichten um Geistliche mit Kindern und Ehefrauen.

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AfD-Anhänger werden rechter, ärmer und leben im Osten

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Die AfD hat sich eine sehr stabile Klientel geschaffen, in der höher gebildete Westdeutsche keine große Rolle mehr spielen. Der harte Kern der Anhänger ist jetzt schon größer als bei der FDP.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Während des Machtkampfs zwischen den AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen begannen die anderen Parteien zu hoffen. Die AfD zerlege sich, so meinte man von Linkspartei bis CSU, bald sei es mit jener Partei wieder vorbei. Aber diese Hoffnung ist offensichtlich unbegründet.

Nicht jedoch deshalb, weil sich die Streithanseln an der AfD-Spitze jetzt wieder vertragen wollen – das kann sich schnell ändern. Entscheidend ist, dass sich die Partei in Deutschland als feste politisch-ideologische Kraft etabliert hat. Und zwar vor allem bei Menschen, die eine stabile rechte Gesinnung haben, vornehmlich in Ostdeutschland leben und einen niedrigen Bildungsstand haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

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Erdnächster Exoplanet: Wo ein Jahr nur elf Tage dauert

Artist's render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Artist’s render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Unser Nachbarstern Proxima Centauri hat einen erdähnlichen Begleiter. Zu diesem Exoplaneten haben Forscher nun Details veröffentlicht. Er ist uns so nah ist wie kein anderes bekanntes Exemplar.
 

SpON

Sind wir allein im Universum? Mit einem großen Arsenal astronomischer Instrumente haben Wissenschaftler bereits Tausende Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Nun berichten sie über ein besonderes Exemplar in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft.

Wie der SPIEGEL schon Mitte August enthüllt hat, umkreist der aufgespürte Exoplanet den Stern Proxima Centauri. Der ist mit einer Entfernung von nur 4,24 Lichtjahren der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Daher handelt es sich bei dem Planeten auch um das erdnächste bekannte Exemplar jenseits unseres Sonnensystems.

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Flüchtlingsdeal: Bisher 2,2 Mrd. Euro an Türkei geflossen

Flüchtlingslager in der Türkei / Bild: REUTERS
Die EU-Kommission weist den türkischen Vorwurf zurück, die Pflichten aus dem Flüchtlingspakt vom März nicht zu erfüllen.

Die Presse.com

Die Europäische Union hat mittlerweile gut 2,2 Milliarden der zugesagten drei Milliarden Euro Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei mobilisiert. Diese Zahl nannte die EU-Kommission am Mittwoch. Sie wies dabei erneut Vorwürfe aus Ankara zurück, die EU erfülle ihre Pflichten aus dem Flüchtlingspakt vom März nicht. Das sei „einfach nicht wahr“, betonte ein Sprecher in Brüssel.

Ende Juli sei eine Sondermaßnahme von 1,4 Milliarden Euro beschlossen worden, um Flüchtlingen und aufnehmenden Städten und Gemeinden in der Türkei zu helfen. Damit steige die mobilisierte Summe auf 2,24 Milliarden Euro. „Da stehen wir, das sind die Fakten“, sagte der Sprecher. Die versprochene Summe von drei Milliarden Euro bezieht sich auf die Jahre 2016 und 2017.

Die türkische Regierung hatte mehrfach bemängelt, dass die zugesagten Gelder nur spärlich flössen. Die Türkei hat rund drei Millionen Menschen aufgenommen, zumeist aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien.

Höhlenbär starb aus, weil er Veganer war

Höhlenbärskelett aus der Sophienhöhle. Foto: Rainer Lippert. Lizenz. CC0 1.0
Der Höhlenbär lebte bis vor etwa 25.000 Jahren in Europa. In der Vergangenheit glaubte man, er wurde vom Menschen ausgerottet, der die Höhlen, in denen der Bär überwinterte, als Behausung haben wollte.
 

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Nun hat ein Forscherteam um Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) an der Universität Tübingen anhand der Untersuchung der Isotopenzusammensetzung von Aminosäuren im Bindegewebe gut erhaltener Höhlenbär-Skelette aus dem belgischen Goyet herausgefunden, dass er sich (anders als heute lebende Bärenarten) ausschließlich von pflanzlicher Kost ernährte. Diese Einschränkung sehen sie in einem im aktuellen Journal of Quaternary Science veröffentlichten Aufsatz als Grund dafür an, warum das Tier, das mit einer Schulterhöhe von 1,70 Meter und einer Länge von 3,50 Meter deutlich größer war als der heutige Braunbär, im späten Pleistozän ausstarb.

„Ähnlich wie der heutige Pandabär waren die Höhlenbären demnach sehr unflexibel, was ihre Nahrung betrifft“, so Bocherens: „Wir gehen davon aus, dass diese einseitige Ernährungsweise in Kombination mit dem geringeren Pflanzenangebot während der letzten Eiszeit letztlich zum Aussterben der Höhlenbären führte.“ Die „Bindung an eine rein vegane Lebensweise“ war seiner Ansicht nach „der ausschlaggebende Punkt“ dafür. Gab es nicht genug pflanzliche Nahrung, reichte der Fettvorrat des Höhlenbären nämlich nicht, um den Winter zu überstehen.

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Bürgermeisterin wirft Praktikantin wegen Kopftuch raus

Themenbild
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  • Weil sie während ihres Praktikums im Rathaus ein Kopftuch tragen wollte, kündigte die Stadt einer Palästinenserin direkt nach Arbeitsbeginn.
  • Die Bürgermeisterin der Kleinstadt in Brandenburg verteidigt ihr Vorgehen mit der religiösen Neutralitätspflicht der Verwaltung.
  • Ein Landtagsabgeordneter der CDU wirft ihr vor, die Entscheidung ohne „gesetzliche Grundlage“ getroffen zu haben.

Von Luca Deutschländer | Süddeutsche.de

Rund 20 000 Menschen leben in Luckenwalde im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. Früher drehte sich hier alles um die Industrie, seit der Wiedervereinigung versucht die Stadt, mit ihrem touristischen Angebot zu punkten. Der erste Pappteller der Welt wurde hier erfunden, Marktturm und Kariedelbrunnen sollen Fremde anlocken.

Nur allzu fremd soll es dann doch nicht werden: Am Mittwoch musste eine palästinensiche Praktikantin ihr Praktikum im Rathaus am ersten Tag wieder beenden. Die 48-jährige Asylbewerberin wollte bei der Arbeit ein Kopftuch tragen, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) lehnte das ab. Zuerst hatte darüber die Märkische Allgemeine berichtet.

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The Global Human Footprint Is Running Out of Globe

Image: Venter et al
The physical, geographical impact of humans on global ecosystems—what’s known as the human footprint—has grown more slowly than Earth’s human population, finds a study published this week in Nature Communications. That is, as more humans are added to the planet, the rate of increase of those humans‘ impact on the planet in terms of land use has not kept pace. The implication is that on a per-person average, humans are leaving a smaller ecological imprint now than they had been previously.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

The human footprint generally refers to land taken up by humans for urbanization and agricultural purposes. It was first measured on a global scale in the 1990s, but has apparently not been updated since then. To this end, ecosystems researcher Oscar Venter and colleagues set about creating an updated footprint measurement using existing data on built surfaces, roads, crop and pasture land, nighttime lights, and human population density.

What they found was a footprint increase of about 9 percent between 1992 and 2009. This is in contrast to an increase in the human population on planet Earth of about 23 percent. That’s a fairly dramatic improvement, but we also don’t have any data to about how this relationship has changed through other periods in history.

„The primary aims of this study are to update the original human footprint map to provide a contemporary view of human pressures, and to create the first temporally consistent maps of the human footprint, such that patterns of change over time can be analysed,“ Venter and co. write.

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