Trittbrettfahrerei ahnden: Spieltheorie zeigt Möglichkeiten für Klimaverhandler

Bei allen internationalen Bemühungen zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen sind Trittbrettfahrer ein Problem. Einen neuen Lösungsansatz für den Umgang mit solchen Staaten zeigt eine Studie aus der ökonomischen Spieltheorie auf, die diese Woche in der renommierten US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wird. Zumindest auf dem Papier ist es möglich, ein höheres Maß internationaler Zusammenarbeit zu erreichen, so ermittelten Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

Informationsdienst Wissenschaft

„Trittbrettfahrer sind Länder, die weiter ungehemmt CO2 ausstoßen, auch wenn sich ein Großteil der internationalen Staatengemeinschaft zur Emissionsreduktion verpflichtet“, sagt Leitautor Jobst Heitzig. Sie profitieren vom Klimaschutz, den andere durch CO2 einsparende Maßnahmen wie beispielsweise die Umstellung auf erneuerbare Energien finanzieren. Dies schreckt dann auch viele jener Nationen ab, die etwas gegen die Erderwärmung tun wollen – wegen der Trittbrettfahrer erscheint ihnen das weniger lohnend. Bisher haben spieltheoretische Untersuchungen deshalb die Chancen für mehr Zusammenarbeit beim Schutz des Weltklimas als eines besonderen öffentlichen Guts „eher pessimistisch eingeschätzt“, so Heitzig.

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Gegen die biologistische Verkürzung des Menschen – nichts gegen die Verdummung

Vor einer „biologistischen Verkürzung“ bei der Beschreibung dessen, was der Mensch sei, warnt die Wiener Moraltheologin Prof. Sigrid Müller. Sei es in der Medizinethik, den aktuellen Euthanasiedebatten oder auch in einer auf Hochleistung getrimmten gegenwärtigen Sportkultur: aus all dem spreche eine Reduzierung des Menschen „auf seine reine Funktionalität“, so Müller im Gespräch mit „Kathpress“.

kathweb.at

Die Moraltheologin hatte den gestern in Wien zu Ende gegangenen internationalen Kongress der „Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie“ zum Thema Leiblichkeit organisiert. Am Sonntag wurde sie für zwei Jahre zur Präsidentin der Gesellschaft ernannt.

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Michele Bachmann: Madame Fauxpas und der Hurrikan

Bild: (c) EPA (BRIAN BLANCO)

Präsidentschaftskandidatin Michele Bachmann bezeichnete die Wetterkapriolen als „Akt Gottes“. Anderntags wollte Bachmann alles nicht so gemeint haben, dies sei nur ein Scherz gewesen.

Von THOMAS VIEREGGEDie Presse.com

Um eine kräftige Aussage ist Michele Bachmann selten verlegen. Die republikanische Präsidentschaftskandidatin weiß, den Zorn der Wähler zu schüren – und dabei ist ihr jedes Mittel recht. Als evangelikale Christin steht sie mit Gott gleichsam auf Du und Du, und so verwunderte es nicht, dass sie jüngst bei einem Wahlkampfauftritt vor Pensionisten in Florida vom Erdbeben in Virginia und dem Hurrikan „Irene“ unter beifälligem Gejohle als „Akt Gottes“ sprach.

Vom Aussterben der katholischen Priester

Erzbischof Becker weiht fünf Priester für das Erzbistum Paderborn. Foto: pdp

Seit 1990 schon verlassen Tausende die katholische Kirche. Im vergangenen Jahr jedoch explodierte diese Zahl jedoch. Schuld sind die vielen Fälle von sexuellem Missbrauch.

Von Angelika Wölk – DERWESTEN

Die katholische Kirche in Deutschland hat ihr Gesicht in den vergangenen Jahren stark verändert. Sie schrumpft auf breiter Fläche – weniger Mitglieder, weniger Priester, Priesteramtskandidaten, Ordensleute oder Pfarreien – ihre Anzahl sinkt. Wer das bisher nur geahnt hatte, kann es nun schwarz auf weiß nachlesen: In einer neuen Broschüre, die die Deutsche Bischofskonferenz jetzt zusammengestellt hat.

Seit 1990 verlassen laut Statistik jährlich über 100 000 Katholiken ihre Kirche. 2010 war das Ausnahmejahr. Der sexuelle Missbrauch durch Geistliche wurde bekannt und stürzte die Kirche in eine ihrer tiefsten Krisen. Fast doppelt so viel Katholiken wie sonst, nämlich 181 193, quittierten das mit ihrem Austritt.

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Wenn das Hakenkreuz zum „Teufelssymbol“ wird

Quelle: wochenblatt

Unbekannte Täter haben an verschiedenen Objekten im Marktbereich Tittling, u. a. an der Mauer der Pfarrkirche Schmierereien angebracht.

wochenblatt.de

Der erste Fall wurde durch die Marktgemeinde Tittling am Montag, 29. August, der Polizeistation Tittling mitgeteilt. Demnach besprühten bislang unbekannte Täter im Zeitraum vom Freitag bis Sonntag das Pflaster der Parkplatzzufahrt zum Rathaus mit orangefarbener Signalfarbe. Es handelt sich um ein aufgesprühtes Hakenkreuz in einer Größe von ca. 60 cm x 60 cm. Zudem wurden an zwei dortigen Parkplätzen und an einer Mauer nicht näher definierbare Symbole in gleicher Farbe angebracht. Der Sachschaden wird auf ca. 300 Euro geschätzt.

Ein weiterer Fall wurde durch die kath. Pfarrkirchenstiftung bei den Beamten der Polizei Tittling gemeldet. An der Granitmauer der Pfarrkirche in der Theodor-Heuss-Straße wurde, ebenfalls mit oranger Signalfarbe, im Bereich des Einganges zur sog. „Unterkirche”, ein 180 cm x 80 cm großes „Teufelssymbol” in zwei Metern Höhe aufgesprüht. Hier liegt der Sachschaden bei ca. 200 Euro. Ein Zusammenhang mit der Sprühaktion von der Parkplatzzufahrt zum Rathaus kann nicht ausgeschlossen werden, dürfte sogar eher wahrscheinlich sein.

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Papsttreue Vereinigung und der Herr Wowereit

Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen: Der Berliner Bürgermeister, der Verständnis für Proteste gegen die kirchliche Sexuallehre habe, könne aus der Geschichte sehen, dass sich die Kirche immer geweigert hat, Gottes Gebot außer Kraft zu setzen.

kath.net

Der Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen (ZPV) e. V. hat in einer Presseaussendung zu Bürgermeister Klaus Wowereits (siehe Foto) „großem Verständnis“ für die Proteste gegen die katholische Sexuallehre Stellung genommen. „Nach dem Bericht der FAZ in „Inland in Kürze“ vom 27.08.2011 sowie in Kath.net vom gleichen Tage hat der Regierende von Berlin, Klaus Wowereit, “’großes Verständnis‘ für Proteste gegen die Sexuallehre der katholischen Kirche während des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Berlin Ende September“. Die katholische Kirche vertrete mit ihrer Lehre Thesen, „die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit“.

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Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande

Für Liebhaber des freien Denkens gibt es eine Frohbotschaft zu vermelden: Fritz Mauthners opus magnum ‚Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande‘, erstmals gedruckt zwischen 1920 und 1923, ist endlich in einer sorgfältig edierten und vollständigen Neuausgabe erhältlich.

sueddeutsche.de

Wer Mauthners ‚Atheismus‘ noch nie in Händen gehalten hat, der verkaufe – mit oder ohne Lichtenberg – sein zweites Paar Hosen und erstehe diese köstliche unendliche Geschichte des abendländischen Freidenkertums, deren erster Band bei der pelagianischen Ketzerei einsetzt, und die – 1960 Seiten später, nach vielen sorgfältig und köstlich schraffierten Freidenkern, Avantgardisten, Exzentrikern und wagemutigen Anti-Dogmatikern – schließlich im Traum von einer friedfertigen ‚gottlosen Mystik‘ schließt.

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US-Muslime verzichten auf Fest zum Fastenende

Quelle: WELT ONLINE

Islamische Verbände laden verstärkt zu Dialogveranstaltungen zur Imageverbesserung

derStandard.at

Die am Dienstag beginnenden Feiern zum Ende des Fastenmonats Ramadan stehen für Muslime in den USA im Schatten des 11. September. Statt des üblichen Festes planten viele muslimische Gemeinden Tage der Offenen Tür, um den Kontakt zu Mitbürgern zu pflegen, sagte ein Vertreter des „Islamic Circle of North America“ (ICNA) der saudi-arabischen Zeitung „Arab News“ (Sonntag-Ausgabe), wie Kathpress berichtet.

Islamische Verbände in den Vereinigten Staaten riefen laut dem Blatt in einer landesweiten Kampagne dazu auf, das Gedenken an die von islamistischen Al-Kaida-Terroristen verübten Anschläge vor zehn Jahren mit Dialogveranstaltungen zu verbinden.

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Der Pappa und die gesamte Christenheit – nicht ganz

Der Bischof von Rom soll allen dienen, denn das würde die gesamte Christenheit begrüßen, glaubt Reinhard Frieling. Foto: iStockfoto

Der Papst kann in außergewöhnlichen Situationen im Namen der gesamten Christenheit sprechen – so präzisiert der evangelische Ökumene-Experte Reinhard Frieling seine Aussagen zum Ehrenprimat des Papstes. Dies dürfe aber nur in Absprache mit den anderen christlichen Kirchen erfolgen.

Von Stephan Cezanneevangelisch.de

Er hoffe auf eine Gemeinschaft „mit, aber nicht unter dem Papst“, sagte Frieling knapp vier Wochen vor dem Besuch von Benedikt XVI. in Deutschland. Der langjährige Leiter des Konfessionskundlichen Instituts der evangelischen Kirche im hessischen Bensheim präzisierte damit frühere Medienberichte. „Der Papst kann um der Einheit der Kirche willen auf historisch gewachsene Rechte verzichten“, forderte der emeritierte Marburger Theologieprofessor. Mit einem gemeinsamen Ehrenoberhaupt würde das Christentum seine Botschaft glaubwürdiger vertreten „als eine in Tausende Kirchen gespaltene Religion.“

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Islam für Kinder

Nadia Doukali macht Muhammad für Kinder lebendig. Foto: Chr. Boeckheler

In einem 48-seitigen Kinderbuch beschreibt die in Marokko geborene Autorin Nadia Doukali die Geschichte Muhammads in leicht verständlicher Sprache.

Von Timur TinçFrankfurter Rundschau

Wie kann man die Lebensgeschichte des Propheten des Islams, Muhammad, beschreiben und Kindern verständlich machen, ohne ihn zu zeichnen und zu idealisieren? „Ich musste mit der Sprache spielen und war oft extrem tief berührt“, erzählt Nadia Doukali. Die 40-Jährige hat im vergangenen Jahr am kreativen Wettbewerb des Salam Verlag teilgenommen und gewonnen. „Muhammad, Prophet des Friedens“ heißt das 48-seitige Kinderbuch der im marokkanischen Marrakesch geborenen Autorin.

„Es ist nicht nur ein Buch für muslimische Kinder“, betont Doukali, „sondern eines für den interreligiösen Dialog.“ Egal, ob Muslime, Christen, Juden oder Atheisten – alle sollen Spaß an ihrer Hauptfigur, dem kleinen Schams, haben. Der Name, der auf arabisch Sonne bedeutet, ist in der Erinnerung an den verstorbenen Bruder eines Freundes namens Chamsedin entstanden. „Wenn du den Menschen nicht so liebst, wie er ist, so erwarte keine Liebe von Gott“, hatte dieser einmal gesagt. Dieser Satz hat sich tief in der Lebensphilosophie von Nadia Doukali verankert.

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G. Gysi: B16 ist Theologe der Moderne!

Quelle: wikipedia

Ein unerwartetes Lob aus dem Mund eines historischen Vertreters der Linkspartei. Das normative Fundament der Anerkennung des Rechts und die Notwendigkeit der ‚Idee des Guten’

Von Armin Schwibachkath.net

Am Vorabend seiner Apostolischen Reise nach Deutschland wird Papst Benedikt XVI. Lob aus unerwartetem Munde zuteil. In seinem Beitrag für die Beilage „Christ & Welt“ der Zeitschrift „Die Zeit“ würdigte Gregor Gysi, einer der mittlerweile historischen Repräsentanten der extremen Linken Deutschlands, die Person des Papstes und dessen besondere Stellung in der Geschichte der Gegenwart.

Unter dem Titel „Danke für diese guten Normen“ bekennt der Fraktionsvorsitzende der „Linkspartei“, dass bereits viel über die katholische Kirche, das Papsttum und Benedikt XVI. geschrieben worden sei, wobei auch viel kritisiert werde. „Ich möchte über eine andere Seite schreiben, die Interesse in mir wachrief“, so Gysi.

Im Gegensatz zu seinem Ruf, ein „knochenharter Konservativer“ zu sein, sieht Gysi in Benedikt XVI. einen „Theologen der Moderne“. „Die Religion soll einen Ort in der Moderne haben, nicht etwa umgekehrt“, bekennt Gysi“. Denn für Den Papst sei Moderne vor allem „produktive als auch destruktive Macht sowie Pluralität und Durchdringung höchst verschiedener Kulturen“.

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Naturwissenschaften und Religion – ein (Schein)Konflikt?

Zeilinger: „Es ist eine Herausforderung an die Freiheit, wenn uns die Hirnforscher sagen, dass der Mensch keine Freiheit hat“.

Da die Gesetze der Naturwissenschaften, dort ein unbeweisbarer Gott. Ein Widerspruch oder eine Ergänzung?

Von Josef ErtlKurier.at

Warum gibt es Leben auf der Erde? Wenn die Schwerkraft anders wäre, gäbe es kein Leben. Wir sind alle aus Sternenstaub, das Wasser kommt aus Kometen. Wenn einige Teilchen anders wären, gäbe es uns Menschen nicht.“ Für den Quantenphysiker Anton Zeilinger lässt sich die Frage nach dem Warum wissenschaftlich nicht klären. „Es ist die persönliche Sache eines jeden Einzelnen, daraus die persönlichen Konsequenzen zu ziehen und die Frage nach dem Warum zu beantworten.“ Gott sei naturwissenschaftlich nicht beweisbar, „ihn beweisen zu können, wäre das Ende jeder Religion“.
Albert Einstein habe gemeint, Gott sei für den Urknall verantwortlich, er habe eine Rolle am Beginn der Welt, aber seither laufe alles nach kausalen physikalischen Gesetzen ab („Der Alte würfelt nicht“). Dieser Ansicht widerspricht Zeilinger: „Das ist falsch und durch die Quantenphysik widerlegt.“ In der Quantenphysik ließen sich manche Vorgänge nicht kausal erklären.

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Vom Elitesoldaten zum Menschenrechtsaktivisten

Israelische Soldaten patrouillieren durch Hebron. (Bild: AP Archiv)

Junge Armeeveteranen der israelischen Menschenrechtsorganisation „Breaking the Silence“ haben auf einer DVD festgehalten, wie der militärische Alltag junger Israelis aussieht. Einige von ihnen, wie zum Beispiel Yehuda, sind mittlerweile zu Friedensaktivisten geworden.

Von Bettina von ClausewitzDeutschlandradio Kultur

„Die militärische Logik sagt: Wenn die Palästinenser das Gefühl haben, das Militär ist jederzeit überall, dann greifen sie nicht an. Also mach, dass sie deine Gegenwart spüren: Donner an ihre Tür mitten in der Nacht! weck die Leute auf! Männer auf die eine Seite, Frauen auf die andere! durchsuch das ganze Haus! und dann ab ins nächste Haus! Mach viel Krach, schieß‘ herum, schüchter‘ sie ein! 24 Stunden, sieben Tage die Woche – seit dem Jahr 2000 bis heute hat das nicht eine Sekunde aufgehört.“

Wenn Yehuda Shaul von seiner Militärzeit in Hebron erzählt, ergreift auch der Befehlston wieder Besitz von ihm, dem ehemaligen Sergeant einer Elitetruppe mit 120 Leuten unter sich. Er spricht in kurzen, herrischen Sätzen – nur manchmal unterbrochen von langen Pausen, die ihn in seine eigenen inneren Abgründe zu ziehen scheinen.

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Irrlehrern das Handwerk legen

Verabschiedete sich nach über drei Jahrzehnten im Amt in den Ruhestand: Thomas Gandow, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen Foto: pro

Der scheidende Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Berlin, Pfarrer Thomas Gandow, hat bei seiner Verabschiedung aus dem Amt mehr kirchliches Engagement gegen „Irrlehrer“ gefordert. So nannte er etwa die esoterischen Lehren des ehemaligen TV-Pfarrers Jürgen Fliege „beschämend für alle, die sich Pfarrer nennen“.

pro Medienmagazin

Nach über 30 Jahren als „Sekten-Jäger“, wie Kritiker ihn schimpften, wurde Gandow am Samstag in Berlin mit einem Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Seine Ansprache nutzte er, um ein letztes Mal seines Amtes zu walten: Es sei ein „Skandal“ und ein „Ärgernis“, wie etwa Jürgen Fliege „geistlich Arme“ ausnehme. „Irrlehrern“ wie ihm sei das Handwerk zu legen. Gandow spielte vor allem auf Flieges Verkauf eines Produktes an, dass sich „Fliege-Essenz“ nennt und das heilende Kräfte haben soll. Das Beispiel zeige, dass sich die Kirche stärker mit Sekten oder der Esoterik auseinandersetzen müsse. „Es fehlt die Trennschärfe“, sagte Gandow, und weiter: „Religionskritik ist keine evangelische Disziplin mehr.“

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WICHTIG? Merkel lässt Broschüre über christliche Werte herausgeben

Quelle: wikipedia

Alle Vorstandsmitglieder der CDU bekommen bald Gelegenheit, sich ganz persönlich mit der anhaltenden Debatte über den Kurs der Partei auseinanderzusetzen. Als Reaktion auf die Kritik des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel regte Parteichefin Angela Merkel bei der Sitzung von CDU-Präsidium und Vorstand am vergangenen Montag an, eine Broschüre zu den christlichen Werten der Partei zu erstellen. Das berichtet der „Spiegel“.

Auch die Autoren des Hefts hat die Kanzlerin schon bestimmt: Nach ihrem Willen soll die gesamte Führungsriege der Partei an konkreten Beispielen aufzeigen, wie das christliche Wertefundament der CDU ihre Politik im Alltag prägt. Generalsekretär Hermann Gröhe ist beauftragt, Beiträge von allen Vorstandsmitgliedern einzusammeln.

FinanzNachrichten.de

Behörden verbieten Proteste gegen römische Spukgestalt

Die Veranstalter von Demonstrationen gegen den bevorstehenden Papstbesuch stoßen bei den Behörden auf Widerstand. So verbietet die Berliner Versammlungsbehörde wegen angeblicher Sicherheitsbedenken den Start einer „Karawane zum Papst“ am Brandenburger Tor.

wochenblatt

Auch die Freiburger Stadtverwaltung sowie die Behörden in Erfurt haben die beantragten Protest- und Infostände noch nicht genehmigt. Ein Bündnis von 23 Gruppen will der Stadt Freiburg kurz vor dem Papstbesuch Tausende Unterschriften übergeben, um zu verhindern, dass sich Benedikt XVI. in das Goldene Buch der Stadt einträgt. In Berlin erwartet das papstkritische Bündnis von mittlerweile 54 Organisationen am 22. September eine Demonstration von 15.000 bis 20.000 Menschen während der Rede des Heiligen Vaters im Bundestag.
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Wir schwimmen in einem Meer von Sinnlosigkeit

Quelle: diesseits.de

Skeptisch, undogmatisch, atheistisch – so beschreibt sich Prof. Joachim Kahl gegenüber den Lesern der Badischen Zeitung. Im Interview erklärt Kahl, wie er noch als Theologiestudent vom Glauben abgekommen ist und sich der Religionskritik zugewandt hat.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Es sei ein „kontinuierlicher, intellektueller Erkenntnisprozess, die Reflexion des Behaupteten“ gewesen, der aber keineswegs nur leicht gewesen sei.

Ich habe gemerkt: Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, zerrinnt das genuin Christliche zwischen den Händen und am Ende bleibt der allgemeine philanthropische Appell: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Für diese Nächstenliebe braucht Kahl aber keine Religion. Dass es dennoch Religionen gibt und Menschen sich zu diesen hingezogen fühlen, sei mit den Sinn- und Wunschbedürfnissen zu erklären. Religiöse Mythen geben Antworten auf Fragen, die eigentlich unbeantwortbar seien, für die die Menschen aber Antworten brauchen, führt Kahl aus. In Situationen, in denen es keinen Trost gebe, wie etwa bei Amokläufen oder schlichtweg beim Tod, stiften Religionen künstlich Sinn mit dem transzendenten Heilsversprechen.

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Wowereit versteht Papst-Gegner

Quelle: wikipedia

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat „großes Verständnis“ für die am Rande des Papst-Besuchs in der Hauptstadt angekündigten Proteste gegen die Sexuallehre der katholischen Kirche. Der angesehenen Deutschen Presse-Agentur sagte der 58-jährige Katholik: „Ich verstehe, und das ist auch in Ordnung, dass Bürgerinnen und Bürger den Papstbesuch benutzen, um hier darauf aufmerksam zu machen, dass die katholische Kirche mit ihrer Lehre Thesen vertritt, die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit.“

RP ONLINE

Mit den Protesten müsse die katholische Kirche leben, das widerspreche nicht der „Gastfreundschaft, die wir bei einem Staatsbesuch zeigen sollen“, erläuterte Wowereit. Auf die Frage, ob er damit nicht indirekt zu Demonstrationen gegen den Papst aufrufe, sagte das Stadtoberhaupt: „Nein, das tue ich nicht. Berlin freue sich auf den Besuch. Benedikt XVI. sei in der Hauptstadt herzlich willkommen.

Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. Während der Rede, die der Pontifex im Bundestag in seiner Eigenschaft als Staatsoberhaupt des Vatikan halten wird, haben zahlreiche Gruppierungen Proteste angekündigt. Sie richten sich gegen die Haltung der katholischen Kirche bei Themen wie Kondome, Abtreibung und Homosexualität.

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KAUDERwelsch von Al-Kau-Da

Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Volker Kauder fordert stärkere Missionierungsbemühungen und mehr Einsatz für verfolgte Christen. Dabei streut er weiterhin das Gerücht, dass Christen die weltweit am meisten aufgrund ihres Glaubens verfolgten Menschen seien. Amnesty International zweifelt die Aussagen Kauders an.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag Volker Kauder hat in einem Interview mit der ZEIT-Beilage Christ & Welt mehr Engagement der Kirchen in Sachen Missionierung gefordert. Zwar würde auch die innerparteiliche Debatte über „das C in unserer Gesellschaft“  immer wieder neu geführt, aber der Tatsache, dass es immer weniger Christen in Deutschland gebe, müssten sich die Kirchen zuwenden. Im vergangenen Jahr verzeichnete die katholische Kirche erstmals mehr Austritte als Taufen. Die Zahlen der Evangelischen Kirche in Deutschland liegen noch nicht vor.

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Umfrageergebnis: Kirche soll Kosten für Papstbesuch selbst tragen

Papst Benedikt XVI. ist vom 22. bis zum 25. September in Deutschland zu Gast. Die Kirche zahlt für den Besuch des Kirchenoberhauptes eine Summe von 30 Millionen Euro. Da dies jedoch nur einen Teil der Besuchskosten deckt, wird auch der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die notwendige Summe ist bislang nicht abzuschätzen, wie aus einer dpa-Meldung vom Mittwoch hervorgeht. Wir wollten daher wissen: Steuergelder für den Papstbesuch – angemessen oder unmöglich?

ka-news.de

65,95 Prozent der Befragten betonen, dass sie mit dem Papst überhaupt nichts am Hut hätten – daher sollte der gesamte Besuch ihrer Ansicht nach von der katholischen Kirche selbst getragen werden.

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