Gläubige Vernunft, vernünftiger Glaube?


Quelle: Wikipedia

Die Verbindung von Naturwissenschaft und Glaube verdeutlicht eine Ausstellung über den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) in der Heidelberger Heiliggeistkirche. Sie wurde am 18. Mai mit einer Vernissage eröffnet.

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Leibniz war Philosoph, Theologe, Mathematiker, Physiker und Techniker und gilt als „Urvater“ des wissenschaftlichen Rechnens. In der Ausstellung, die bis zum 2. Juni täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist, sind sowohl Nachbauten der Leibnizschen Rechenmaschinen zu sehen wie auch Text- und Bildtafeln zu seinem theologischen Wirken. Dazu gehört eine Erstausgabe seiner Schrift über die Theodizee-Frage (Warum lässt Gott das Leiden zu?). Darin nimmt Leibniz zum Zusammenhang von Vernunft und Glaube Stellung, die für ihn untrennbar zusammengehören: „Ich setze voraus, dass zwei Wahrheiten einander nicht widersprechen können, dass der Gegenstand des Glaubens die Wahrheit ist, die Gott auf ungewöhnlichem Wege offenbart hat, und dass die Vernunft die Verknüpfung der Wahrheiten ist, besonders aber – im Gegensatz zum Glauben – der Wahrheiten, zu denen der menschliche Geist auf natürlichem Weg, ohne Beihilfe der Erleuchtung durch den Glauben, gelangen kann.“

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2 Comments

  1. Tja, warum wird wohl nicht erwähnt, dass Leibnitz im Rahmen des Theodizee-Problems zum Schluss kam, diese sei die beste aller möglichen Welten, da Gott ja gütig ist? Vielleicht, weil es dem unbedarftesten Zeitgenossen klar würde, dass Leibnitz ein begnadeter Mathematiker und Physiker war, aber in seinen Moralvorstellungen eben ein Kind seiner Zeit war?

    Gruß

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  2. Dass ist ja das Problem der Menschheit im 21. Jahrhundert, dass sie es noch immer nicht geschafft hat, die Vernunft vom Glauben zu trennen. Einige Zeitgenossen haben diesen Schritt allerdings bereits hinter sich. Man bezeichnet diese Leute, die es geschafft haben, den traditionellen, verlogenen, die geistige Weiterentwicklung hemmenden Religionsballast abzuwerfen, als Atheisten.

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