Suche nach dem Beweis für Gott


Expansion des Universums und Entwicklungsstadien als Modell (Bild: NASA / WMAP Science Team, Public Domain)
Expansion des Universums und Entwicklungsstadien als Modell (Bild: NASA / WMAP Science Team, Public Domain)

Neue Atheisten wie Richard Dawkins argumentieren empirisch-naturwissenschaftlich, warum es Gott nicht gibt. Unter Philosophen gibt es aber auch eine Gegenströmung. Sie untersucht, ob sich die Existenz Gottes beweisen lässt – ohne religiöse Vorannahmen.

Deutschlandfunk – Burkhard Schäfers

Gibt es einen Gott? Diese Frage lässt den Menschen nicht los. Immer wieder versuchen Wissenschaftler, die Existenz Gottes zu belegen, ohne sich auf religiöse Erfahrungen oder die Heiligen Schriften zu beziehen. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich in den vergangenen 25 Jahren die These vom sogenannten „Intelligent Design“: Es setzt einen intelligenten Urheber allen Lebens voraus und widerspricht damit der Evolutionsbiologie nach Darwin. Theologisch gesehen sei der Ansatz minimalistisch, sagt Armin Kreiner, Fundamentaltheologe an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität:

„Deshalb versteht sich Intelligent Design als eine wissenschaftliche, biologische Theorie. Intelligent Design setzt weder einen Schöpfer noch Wunder voraus. Es geht also angeblich nicht darum, den biblischen Gott zu beweisen, sondern es geht darum, zu sagen: Da gibt’s etwas, was intelligent ist, was Geist hat.“

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2 Comments

  1. Intelligent Design erklärt nichts, sondern startet nur eine Schlusskette, die zwangsläufig bei einem Gott enden muss. Denn wenn unser Leben auf der Erde zu komplex ist, als dass es autonom durch Zufall und natürliche Selektion entstanden ist, dann muss jeder (noch komplexere) „intelligente Designer“ erst recht von einem noch komplexeren erzeugt worden sein, oder das Komplexitäts-„Argument“ gilt schon für unsere Form des Lebens nicht. Und damit landet man am Ende immer bei einem Gott. ID ist nur eine heimlich Religion und meilenweit von Wissenschaft entfernt.

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  2. Bevor einer der Religioten weiter über einen „Baumeister des Universums“ spekuliert, sollte er vielleicht erst mal eine einfachere – weil irdische- Aufgabe lösen: „Die Existenz Jesu beweisen…..!“ 😉 Aber hierbei stösst man eben nur auf Fabeln, HörenSagen und Fälschungen alles keine wissenschaftlichen Beweise. Weil es also nicht möglich scheint eine einfache – weil irdische Fage- zur Existenz Jesu zu lösen, spekuliert man lieber über einen grossen „Zampano“, der vor 13,8 Milliarden Jahre oder so ein äusserst brutales Universum „aus dem Hut zauberte“ oder möglicherweise sogar Multiverse als Folge von Quantenfluktationen? 😉 😉

    Vor allem Philosophen scheinen sich für die Suche nach GrossZampano besonders zu eignen, wegen unseres begrenzten „Erfahrungshorizont“, der sich in der Evolution in der afrikanischen Savanne entwickelte und den Wissenschaftler heute „Mittelwelt“ nennen. Sie werden von der wirklichen Welt also gar nicht erst abgelenkt. 😉

    Denn die Welt im Grossen und die Welt der Quanten, eröffnet sich uns nur mit Modellen und Hilfsmittel, die sich dann vielleicht mit Versuchen beweisen lassen, bis eine neue Theorie auftaucht? ….. 😉 😉

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