Gegen die Homophobie der Kirchen

FDP-Mann Löning sieht die Haltung der Kirchen kritisch. - Foto: dpa

Anlässlich des Christopher Street Days hat der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Markus Löning (FDP), ein Ende der Attacken auf Homosexuelle in vielen Staaten gefordert.

Von Hans MonathDer Tagesspiegel

„Weltweit werden Millionen von Menschen wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt und diskriminiert“, sagte Löning dem Tagesspiegel: „Das ist unerträglich.“ Scharf wandte sich der Politiker in diesem Zusammenhang gegen die Hetze religiöser Gruppen gegen diese Minderheiten. Am Christopher Street Day, der in Berlin am Sonnabend begangen wird, demonstrieren Schwule, Lesben und andere sexuelle Minderheiten für Gleichstellung und gegen Ausgrenzung.

Die schlimmste Situation ist nach Meinung Lönings in Ländern zu finden, die Menschen wegen ihrer Identität mit einem homophoben Strafrecht verfolgen. 80 Staaten weltweit drohten Strafen für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle an.

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Präventionsgipfel Islam – Islamismus

Sprachen über die Prävention von Islamismus: (v.l.) Murat Kayman (DITIB), Hans-Peter Friedrich und Aiman Mazyek (ZMD) Foto: pro

Islamischer Radikalismus ist vor allem eine Jugendbewegung, entspringt größtenteils dem Salafismus und es ist Aufgabe von Familien und Gemeinden, Jugendliche am Abrutschen in den Fundamentalismus zu hindern. Das haben Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Vertreter der Islamverbände und Sicherheitsexperten am Freitag im Rahmen eines „Präventionsgipfels“ in Berlin erklärt – und Taktiken der Gegenwehr beschrieben.

pro-Medienmagazin

„Wer die Mitte stärkt, schwächt die Ränder“, diese Worte des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, fassen die Zielsetzung des lange angekündigten Präventionsgipfels unter Federführung von Innenminister Friedrich wohl am besten zusammen. Um über Sicherheitspartnerschaften zwischen Moscheevereinen und deutschen Behörden zu sprechen, hatte der CSU-Politiker unter anderem den Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt (BKA), den ZMD und die türkisch-islamische DITIB an einen Tisch geholt. So war der „Mainstream-Islam“ also Teil der Beratungen darüber, welches Vorgehen gegen Randerscheinungen wie den Salafismus wohl ratsam ist. Die Antwort: Muslime selbst sollen darauf achten, wenn junge Menschen in ihren Reihen seltsame Verhaltensweisen zeigen oder sich plötzlich abschotten – um letztendlich gemeinsam mit den Behörden gegen Militanz vorzugehen.

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Gott und Homosexualität

Von Hartwig HohnsbeinOssietzky

Der Deutsche Bundesjugendring ist das Netzwerk der deutschen Jugendverbände. Unter seinem Dach sind 45 konfessionelle, ökologische, kulturelle und politische Zusammenschlüsse mit etwa 5,5 Millionen Jugendlichen vereint, unter denen der Bund der Deutschen Katholischen Jugend mit 650.000 Mitgliedern und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland mit 1,2 Millionen Mitgliedern mehr Jugendliche vertreten als jeder andere Verband. Unter den 36 Organisationen der Evangelischen Jugend ist wiederum der CVJM-Gesamtverband in Deutschland mit seinen 330.000 Mitgliedern, seinen 850 hauptamtlichen Mitarbeitern und weiteren 500.000 Jugendlichen, die jährlich an seinen Veranstaltungen teilnehmen, die weitaus größte Jugendorganisation in Deutschland. Seit April hat der Christliche Verein Junger Menschen einen neuen Generalsekretär, Roland Werner. Er will die Zusammenarbeit des CVJM mit den Amtskirchen verstärken, das Bibellesen unter seinen Mitgliedern mit Kampagnen fördern und seine Arbeit mehr als bisher in den Medien präsentieren.

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Papstrede-Boykott durch SPD-Mitglieder

Mehrere Bundestagsabgeordnete der SPD wollen offenbar die Rede von Papst Benedikt XVI. am 22. September im Bundestag boykottieren und eine Erklärung veröffentlichen, in der sie dem Oberhaupt der katholischen Kirche Missionierung und eine Mitschuld an der Unterdrückung von Millionen Menschen vorwerfen.

RP-Online

Das geht aus dem Textentwurf des SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Schwanitz hervor, der mit der Bitte um Unterzeichnung an alle 146 Abgeordnete verschickt wurde und unserer Zeitung vorliegt. „Wir lehnen die dem Papst eröffnete Möglichkeit einer Rede vor dem Bundestag ab und werden uns an diesem Ereignis nicht beteiligen“, heißt es darin. Die Rede sei mit dem „Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates unvereinbar“.

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Österreichische „Kirchenspalter“ – Schisma

Kirchenspalter machen mobil und veröffentlichen einen ‚Aufruf zum Ungehorsam‘ – Gefordert werden Priesterinnen – Aushilfspriester werden dafür abgelehnt, lieber möchte man „selbstgestaltete Wortgottesdienste“

kath.net

Die umstrittene Vereinigung „Pfarrer-Initiative“ ruft in einem neuen Schreiben zum Ungehorsam in der Kirche auf. Das Pamphlet wurde vor einigen Tagen am Dreifaltigkeitssonntag veröffentlicht. Die Anti-Rom-Initiative möchte ab sofort auch die Hl.Messen missbrauchen und in jedem Gottesdienst „eine Fürbitte um Kirchenreform“ sprechen. Geschieden-Wiederverheiratete, Mitglieder anderer christlicher Kirchen und fallweise auch für Ausgetretene möchte man in Zukunft die Hl. Eucharistie geben. Dann möchte man möglichst vermeiden, „an Sonn- und Feiertagen mehrfach zu zelebrieren“ oder „durchreisende und ortsfremde Priester“ einzusetzen. Besser ist für die Gruppe ein „selbstgestalteter Wortgottesdienst“ als „liturgische Gastspielreisen“. Wortgottesdienste mit Kommunionspendung möchte man auch als „priesterlose Eucharistiefeier“ ansehen.

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