WHO: Internationaler Gesundheitsnotstand wegen Ebola bleibt

Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Entwarnung.


evangelisch.de

Der internationale Gesundheitsnotstand bleibe weiter bestehen, erklärte der beigeordnete WHO-Generaldirekttor Bruce Aylward am Freitag in Genf. Das Notfallkomitee der Organisation habe entschieden, es sei zu früh für eine Aufhebung. Noch steckten sich Menschen in Westafrika mit dem Ebola-Erreger an, die Krankheit töte weiterhin.

Die WHO hatte im August 2014 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem immer mehr Menschen an Ebola erkrankt waren. Viele Gesundheitsexperten und Hilfsorganisationen kritisierten, die WHO habe viel zu spät Alarm geschlagen. Seit Beginn der Epidemie in Westafrika Ende 2013 erkrankten nach WHO-Angaben mehr als 25.500 Menschen an Ebola, knapp 10.600 von ihnen starben. Schwerpunktländer der Epidemie sind Guinea, Sierra Leone und Liberia.

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Jimmy Carter: Losing my religion for equality

Jimmy Carter, Image: thedailyrash.com
Women and girls have been discriminated against for too long in a twisted interpretation of the word of God.


By Jimmy Carter|THE AGE

I HAVE been a practising Christian all my life and a deacon and Bible teacher for many years. My faith is a source of strength and comfort to me, as religious beliefs are to hundreds of millions of people around the world. So my decision to sever my ties with the Southern Baptist Convention, after six decades, was painful and difficult. It was, however, an unavoidable decision when the convention’s leaders, quoting a few carefully selected Bible verses and claiming that Eve was created second to Adam and was responsible for original sin, ordained that women must be „subservient“ to their husbands and prohibited from serving as deacons, pastors or chaplains in the military service.

This view that women are somehow inferior to men is not restricted to one religion or belief. Women are prevented from playing a full and equal role in many faiths. Nor, tragically, does its influence stop at the walls of the church, mosque, synagogue or temple. This discrimination, unjustifiably attributed to a Higher Authority, has provided a reason or excuse for the deprivation of women’s equal rights across the world for centuries.

At its most repugnant, the belief that women must be subjugated to the wishes of men excuses slavery, violence, forced prostitution, genital mutilation and national laws that omit rape as a crime. But it also costs many millions of girls and women control over their own bodies and lives, and continues to deny them fair access to education, health, employment and influence within their own communities.

The impact of these religious beliefs touches every aspect of our lives. They help explain why in many countries boys are educated before girls; why girls are told when and whom they must marry; and why many face enormous and unacceptable risks in pregnancy and childbirth because their basic health needs are not met.

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Rapper DMX hält Minipredigt auf Flughafen

Offen für die geistliche Dimension: der amerikanische Rapper DMX Foto: Rzom_ | CC BY-SA 2.0
Der amerikanische Rapper DMX hat auf einem Flughafen eine kleine geistliche Ansprache gehalten. Die Minipredigt hat jemand auf Video aufgenommen und im Internet veröffentlicht. Die Zuhörer scheinen nicht überzeugt zu sein von den pastoralen Ambitionen des Rappers.


pro Medienmagazin

Der Rapper DMX ist in der Vergangenheit durch Kriminalität und außerehelichen Beziehungen aufgefallen. Aber seit einigen Jahren versucht er nach eigenem Bekunden, geistlich auf die richtige Bahn zu kommen. Offenbar will er dabei auch anderen Menschen helfen, denn in einem Flughafen-Shop erklärte er in einer kurzen Ansprache einer Gruppe von Menschen, wie Gott in der Welt wirkt.

Ein Zuhörer hat die Mini-Predigt per Handy-Video festgehalten und am 7. April auf YouTube veröffentlicht. Darin ist DMX zu sehen, der den Umstehenden zuredete: „Gott ist der einzige, der aus einer schlechten Lage eine gute machen kann, sogar ohne die Lage zu ändern“, sagte der Musiker. „Gott macht keine Fehler.“ Es gebe keinen Menschen, der von sich aus perfekt ist, heißt es weiter. „Du bist perfekt, wenn du Gott im Herzen trägst.“

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Robert Spaemann über Ehesakrament und wiederverheiratete Geschiedene

Robert.Spaemann

Es „kommt es nicht darauf an, den vielen Menschen und den großen Trends nachzugehen, sondern ein Zeugnis davon zu geben, dass es auch eine andere und schönere Weise des Lebens gibt“, vertritt Spaemann.


Interview von Julia Wächter|kath.net

Der renommierte Philosoph Prof. Robert Spaemann spricht im Interview mit Julia Wächter über das Eheideal der Kirche und die Problematik, die sich aus der derzeitigen Debatte um die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion ergibt.

Wächter: Die Ehe ist heute in einigen Kreisen keine Selbstverständlichkeit mehr. Die kirchliche Vorstellung der Ehe wird immer mehr hinterfragt. Wie gilt es nun zu handeln? Würden Sie sagen, die Kirche gibt ihr Ideal der Ehe auf, wenn sie sich immer mehr an vorliegende Trends anpasst?

Spaemann: Ja. Die Neigung ist groß, sich allen Trends anzupassen, damit die Leute nicht weglaufen. Man muss aber immer in das Evangelium sehen. Die Massen liefen Jesus nach, doch dann sprach er davon, dass er seinen Leib zu essen und sein Blut zu trinken gab. Das hat er keineswegs geschönt, sondern die Leute waren schockiert und sind weggelaufen. Jesus fragte die Apostel: Wollt ihr auch gehen? Aber Petrus antwortete: Nein Herr, wir haben dich zwar auch nicht verstanden, aber du hast Worte des ewigen Lebens und wohin sollen wir denn sonst gehen? Das muss die Reaktion der Menschen sein. Auch in der Frage der Ehescheidung kommt es nicht darauf an, den vielen Menschen und den großen Trends nachzugehen, sondern ein Zeugnis davon zu geben, dass es auch eine andere und schönere Weise des Lebens gibt. Man darf auch nicht erst bei den Ehevorbereitungskursen ansetzen, sondern schon viel früher. Was eine christliche Weise zu leben ist muss schon in der Schule grundgelegt werden. Dann bekommt auch ein solches Verbot der Ehescheidung, das ja von Christus ganz klar und eindeutig ausgesprochen ist, Anziehungskraft.

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Fast lichtschnelle Raumschiffe wären mit aktueller Technik zu erkennen

Bild: heise.de
Reisen zwischen Sonnensystemen sind für die Menschheit ein ferner Traum. Sollten Aliens sie schon heute oder bald unternehmen können, würden wir sie anhand eindeutiger Zeichen aber zumindest bemerken.


TR Online|Technology Review

Interstellare Reisen mögen Science-Fiction sein. Wie sich allerdings leicht berechnen lässt, wären sie möglich, wenn sich nur ein erheblicher Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit erreichen ließe. Realisieren lässt sich das mit Technologien der näheren Zukunft wohl nicht, doch wenn eine andere Zivilisation dazu in der Lage ist, ließe sich das mit heutigen Mitteln zumindest beobachten.

Diese Überlegungen stammen von Ulvi Yurtsever und Steven Wilkinson, Forschern bei dem kalifornischen Rüstungsunternehmen Raytheon. In ihrem Fachaufsatz beschreiben sie zudem ein weiteres Problem für extrem schnelle Raumreisen, das bislang übersehen wurde.

Die beiden Experten erklären: Jedes Objekt, das sich mit relativistischer Geschwindigkeit bewegt, wird mit Photonen in der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung interagieren. Diese Interaktion könne einen Widerstand erzeugen, der dem Tempo von künftigen Raumreisen konkrete Grenzen setzt.

Gleichzeitig dürfte dadurch aber eine charakteristische Signatur für relativistische Raumreisen entstehen, die mit heutiger Technologie erkennbar wäre – falls wirklich bald irgendwelche Vehikel dieser Art durch unsere galaktische Nachbarschaft rasen.

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Kapellari gegen Judenmission, aber „Christus einladend zeigen“

Bild:.bbkr.de
Emeritierter Grazer Bischof äußert sich bei Vortrag von Rabbiner Homolka in Wien zum christlich-jüdischen Verhältnis – Christlicher Antijudaismus schwächte Widerstand gegen NS-Rassenwahn – Rabbi Homolka: Kirche kann von „älteren Brüdern im Glauben“ lernen


kathweb

Der Begriff „Mission“ gegenüber dem Judentum ist für den emeritierten Grazer Bischof Egon Kapellari verzichtbar und „aus bekannten Gründen verletzend“. Denn der Bund Gottes mit Abraham sei nicht aufgehoben und könne „für das Judentum durch den neutestamentlichen Bund nicht relativiert“ werden. Zugleich nannte es Kapellari „ur-menschlich, starke Werteerfahrungen auch anderen Menschen mitzuteilen in der Hoffnung, darüber einen Konsens zu finden“. Als Christ wolle er, der „nicht wenige jüdische Freunde“ habe, Juden „Jesus als meinen Christus ohne Aufdringlichkeit, aber einladend zeigen“.

Bischof Kapellari äußerte sich am Donnerstagabend im Wiener Schottenstift zum christlich-jüdischen Verhältnis und ergänzte damit einen Vortrag des deutschen Rabbiners Prof. Walter Homolka über religiöse Strömungen im gegenwärtigen Judentum. In dessen umfangreichem Schrifttum gebe es auch Kritik an der katholischen Kirche, konkret daran, dass Papst Benedikt XVI. für den außerordentlichen Ritus der Messliturgie die Karfreitagsbitte aus dem Jahr 1972 beibehalten hatte, erinnerte Kapellari. Darin wird zum Gebet für die Juden aufgefordert, „dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“

Dies öffne der Judenmission Tür und Tor, so die Kritik nicht nur Homolkas, sondern auch christlicher Theologen. Mit seiner Anmerkung zur menschlichen Grundkonstante, als wertvoll Erkanntes auch anderen mitzuteilen, habe er das „Reizwort“ „Mission an den Juden“ etwas entkräften wollen, so Kapellari.

Mit ausdrücklicher Zustimmung reagierte Homolka auf die Ausführungen von Bischof Kapellari. Dieser habe gesagt, „was man unter Freunden sagen kann“ und in „unüberbietbarer Weise formuliert“, was sich Juden von Papst Benedikt XVI. nach der Neuregelung über den Gebrauch des alten Messritus und der damaligen Neuformulierung der Karfreitagsbitte erwartet hätten. Seit dem Pontifikatswechsel spiele diese Frage aber keine Rolle mehr im Verhältnis zwischen Judentum und katholischer Kirche, hielt Homolka fest.

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Libet-Experimente: Die Wiederentdeckung des Willens

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Vor gut 30 Jahren entdeckte der Neurophysiologe Benjamin Libet, dass das Gehirn Bewegungen einleitet, bevor sich die Person bewusst dazu entschließt. Seitdem streiten Philosophen und Hirnforscher über die Tragweite dieser Erkenntnis. Neuere Experimente zeigen: Tiefe Zweifel an der Willensfreiheit waren verfrüht!


Von Amadeus Magrabi|Spektrum.de

Wenn es um den freien Willen geht, hört man fast nur extreme Ansichten. Da sind zum einen die Neurorevolutionäre, die unsere alltäglichen Vorstellungen über Verantwortung und Schuld als naturwissenschaftlich erwiesene Illusionen abtun. Ihnen gegenüber stehen die Traditionalisten, die von der Freiheit des Menschen überzeugt sind und nicht nachvollziehen können, was irgendwelche Laborexperimente daran ändern sollten. Und inzwischen gibt es noch eine dritte Gruppe, die „Genervten“, die die schier endlose Debatte darüber nicht mehr hören können. Doch es hat sich eine Menge getan: Neue empirische Ergebnisse scheinen den freien Willen zu rehabilitieren.

Ein guter Startpunkt für viele philosophische Diskussionen ist unsere intuitive Erfahrung. Was verstehen wir unter Willensfreiheit? Wir meinen damit eine bestimmte Art und Weise, Entscheidungen zu fällen. Wenn ich zum Beispiel meinen Urlaub plane, sichte ich meine Möglichkeiten: Wie viel Geld und Zeit stehen mir zur Verfügung? Will ich eher entspannen oder etwas erleben? Bin ich auf Strand, Natur oder Kultur aus? Von Willensfreiheit zu sprechen, ergibt offenbar nur dann Sinn, wenn wir in einer Situation mehrere Optionen haben und uns durch bewusstes Abwägen von Gründen für eine davon entscheiden können. Wenn der freie Wille existiert, sollte der innere Monolog, den wir dabei mit uns führen, unsere Entscheidungen bestimmen.

Dem gegenüber steht die Sorge, dass andere, unbewusste Prozesse unser Verhalten steuern und das Bewusstsein nur nachträglich Begründungen konstruiert. Die Frage nach der Willensfreiheit lautet also: Bestimmen bewusste Überlegungen unsere Entscheidungen, oder werden sie durch unbewusste Prozesse hervorgerufen?

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Homolka: „Das würde Hitlers Rassenwahn fortsetzen“

Walter Homolka, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Walter Homolka leitet das europaweit einzigartige Rabbinerseminar in Potsdam: Ein Gespräch über Orthodoxe in Wien, weibliche Geistliche, warum Abstammung unwichtig ist und Antisemitismus kein großes deutsches Problem mehr.


Von Anne-Catherine Simon|Die Presse

Die Presse: Wundern Sie sich als Reformjude, wenn Sie in Wien auf dem Karmeliterplatz zwischen so vielen streng orthodoxen Juden gehen?

Walter Homolka: Ich finde es symptomatisch, dass sich hier so eine Form von jüdischem Leben erhalten hat, aber man muss bedenken, dass das nicht das gesamte Judentum ist.

Gibt es überhaupt eine Gesprächsbasis?

Klar, aber das sind schon Unterschiede wie zwischen Katholischen und Evangelischen.

Spielt die Orthodoxie in Österreich eine sehr andere Rolle als in Deutschland?

Man lebt in Österreich doch sehr wie in einer Wagenburg. Die Debatten um das Israelitengesetz waren auch von der Orthodoxie dominiert, da hat die zuständige Ministerin Schmied gravierende Fehler gemacht hat, weil sie die Pluralität nicht beachtet hat.

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Österreich: Whistleblower-Homepage wird gesetzlich verankert

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HP, Screenshot: BB
Die vor zwei Jahren von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingerichtete Whistleblower-Website wird gesetzlich verankert.


derStandard.at

Derzeit wird das anonyme Hinweisgebersystem noch als Probebetrieb geführt, Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) spricht aber bereits von einem „Erfolgsmodell“. Bisher langten 2.540 Meldungen ein. In Kraft treten soll das Gesetz mit 1. Jänner 2016.

Whistleblower-Site als Regelbetrieb

Die Whistleblower-Homepage erleichtert Ermittlern seit zwei Jahren die Aufklärung von Korruptionsfällen und Wirtschaftskriminalität. Mit Jahreswechsel soll das System im Staatsanwaltschaftsgesetz gesetzlich verankert und in den Regelbetrieb übergeführt werden, hieß es aus dem Ministerium. Dies geschieht im Zuge jener Gesetzesnovelle, mit der auch das ministerielle Weisungsrecht auf neue Beine gestellt wird.

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Chile: Kardinal entzieht Jesuitenprofessor Lehrbefugnis

Ricardo Ezzati Andrello SDB, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0
Theologe Costadoat hatte es als „Leugnung der Wahrheit des Evangeliums“ bezeichnet, wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu verweigern


kathweb

Im Vorfeld auf die Bischofssynode über Ehe und Familie hat der chilenische Kardinal Ricardo Ezzati einem Jesuitenprofessor die Lehrbefugnis entzogen. Der Erzbischof von Santiago de Chile entließ in seiner Funktion als Großkanzler der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Jorge Costadoat Carrasco, der sich „in wesentlichen Teilen nicht an das Lehrprogramm gehalten“ und somit das Vertrauensverhältnis erschüttert habe ,qwie das spanischsprachige katholische Nachrichtenportal „ACI Prensa“ am Donnerstag (Ortszeit) berichtete.

Costadoat hatte es als „Leugnung der Wahrheit des Evangeliums“ bezeichnet, wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu verweigern. Weiters hatte er laut ACI die uneingeschränkte Anerkennung der Homosexualität durch die Kirche gefordert.

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Konversionstherapien für Homosexuelle: Umerziehung mit grausamen Folgen

Ratzinger_HomoIn den USA sollen „Heiltherapien“ für homosexuelle Jugendliche verboten werden – aus gutem Grund. Die Psychologin Gisela Wolf erklärt, warum Menschen an den Folgen der Behandlung zerbrechen können.


Von Ilona Kiesl|stern.de

Einige Therapeuten glauben, aus Schwulen und Lesben Heterosexuelle machen zu können. Diese sogenannten Konversionstherapien sind umstritten – kommen aber nach wie vor zum Einsatz, etwa in den Vereinigten Staaten. Selbst Minderjährige nehmen an den Therapiesitzungen teil, häufig auf Anraten der eigenen Eltern. Dagegen will US-Präsident Barack Obama vorgehen: Er setzt sich dafür ein, die Umerziehungstherapien zumindest für Jugendliche verbieten zu lassen. In zwei Bundesstaaten, Kalifornien und New Jersey, ist das bereits der Fall.

Auch eine Reihe deutscher Verbände, etwa die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), hatte in der Vergangenheit vor Verfahren gewarnt, die zum Ziel haben, Schwule und Lesben zu konvertieren.

Die Psychologin Gisela Wolf beschäftigt sich schon seit Jahren mit dieser Thematik – und weist ebenfalls auf die Gefahren hin, die „Umpolversuche“ nach sich ziehen können.

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CSU-Minister Herrmann hält Berufsverbot für Depressive für denkbar

Joachim Herrmann (2012), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine können sich deutsche Politiker ein Berufsverbot für depressive Menschen vorstellen. Allerdings soll dies nur unter bestimmten Bedingungen möglich sein.


DIE WELT

Vor dem Hintergrund des Germanwings-Absturz in den französischen Alpen, der vom Copiloten Andreas L. absichtlich herbeigeführt worden sein soll, hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar.

Voraussetzung sei eine „sorgfältige medizinische Begutachtung“, sagte Herrmann dem Magazin „Focus“ laut einem am Freitag vorab veröffentlichten Bericht. Wenn diese Begutachtung zu dem Ergebnis komme, „dass etwa ein Pilot, ein Busfahrer oder ein Taxifahrer dauerhaft nicht mehr geeignet ist, Menschen oder sonstige Güter zu transportieren, ohne dass Gefahr für Leib und Leben anderer besteht, dann kann solchen Personen auch der Führerschein beziehungsweise die Lizenz entzogen werden“, sagte Herrmann.

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Vatikan mag keine schwulen Diplomaten

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Laurent Stefanini versteckt seine Homosexualität nicht – Grund genug für Papst Franziskus, den französischen Diplomaten als Botschafter im Vatikan abzulehnen.


QUEER.DE

Diese Entscheidung wird die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Vatikan belasten: Der Heilige Stuhl hat laut einem Bericht der französischen Zeitung JDD Laurent Stefanini als französischen Botschafter im Vatikanstaat abgelehnt. Grund ist offenbar die Homosexualität des derzeitigen Chefs des Protokolls im französischen Außenministerium. Präsident François Hollande hatte sich bereits Anfang Januar auf Stefanini festgelegt (queer.de berichtete).

Papst Franziskus hat offenbar persönlich sein Veto gegen den ledigen schwulen Diplomaten eingelegt: „Die Entscheidung kommt direkt vom Papst“, zitiert JDD einen Insider. Besonders die homofeindliche Lobbygruppe „Manif pour tous“, die im Vorfeld der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Frankreich teils gewalttätige Demonstrationen organisiert hatte, soll Lobbyarbeit gegen den Kandidaten am Heiligen Stuhl betrieben haben.

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Konfliktforscher Zick: Bürger besser über Flüchtlinge informieren

Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
Angesichts des Brandanschlags auf ein Flüchtlingsheim in Tröglitz fordert der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick, Bürger besser über das Leben und die Herkunft von Flüchtlingen zu informieren.


evangelisch.de

„Oftmals wissen die Menschen viel zu wenig über die Neuankömmlinge in ihrer Stadt“, sagte Zick dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Bielefeld. Wenn Bürger nicht frühzeitig in die Planungen für Flüchtlingsunterkünfte einzubezogen würden, hätten Rechtspopulisten ein leichtes Spiel, Ressentiments gegenüber Einwanderern zu schüren.

In der Öffentlichkeit müssten mehr positive Modelle eines gelungenen Zusammenlebens von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gezeigt werden, betonte der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. In einer ganzen Reihe von Ruhrgebietsstädten gebe es ausreichend gute Beispiele. Die Ereignisse von Tröglitz in Sachsen-Anhalt sind für Zick zudem ein Argument dafür, Flüchtlinge möglichst dezentral unterzubringen. Das wirke sich auch vorteilhaft auf die Integration der Menschen aus, wie es bisherige Erfahrungen belegten.

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Saure Ozeane schuld an Mega-Massenaussterben

Am Übergang des Perm zur Trias starben 90 Prozent der Meeresbewohner und rund 70 Prozent der Arten an Land aus. © Dmitry Bogdanov / CC-by-sa 3.0
Saurer Tod: Schuld am größten Massenaussterben der Erdgeschichte war eine drastische Versauerung der Meere. Denn vor 252 Millionen Jahren sackte der pH-Wert der Ozeane plötzlich ab und tötete damit einen Großteil der Wasserbewohner, wie Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Wenig beruhigend: Die Rate der damaligen Versauerung – wenn auch nicht ihr Ausmaß – war mit der heutigen vergleichbar.


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Am Übergang vom Zeitalter des Perm zur Trias erhielt das Leben auf unserem Planeten einen herben Dämpfer. Denn damals, vor rund 252 Millionen Jahren, starben auf einen Schlag rund 96 Prozent der Arten im Meer und 70 Prozent allen Lebens an Land aus – und das in zwei Schüben innerhalb von nur 60.000 Jahren. Was dieses schlimmste Massenaussterben der Erdgeschichte jedoch auslöste, ist bis heute unklar.

Fahndung im Sedimentgestein

Es gibt einige Indizien dafür, dass gewaltige Vulkanausbrüche im Sibirischen Trapp die Katastrophe verursachten. Sie setzten enorme Mengen vulkanischer Gase frei, die das Klima veränderten und die Meere versauern ließen. Ein weiterer Schuldiger könnte eine Massenvermehrung methanproduzierende Bakterien gewesen sein, auch darauf gibt es Hinweise.

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Wenn Christen an ihrer Kirche leiden

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Immer mehr Christen, für die die Bibel Gottes Wort ist, leiden an ihrer evangelischen Kirche. Sie ist tatsächlich todkrank. Ihre Krankheit begann nicht erst heute. Schon vor über 100 Jahren schrieb Pastor Friedrich von Bodelschwingh in großer Sorge: „Unaufhaltsam ergießt sich eine Flut glaubensloser und oft pietätloser Kritik von den theologischen Lehrstühlen unserer deutschen Hochschulen über unsere arme theologische Jugend und rüttelt an der Grundlage unseres Glaubens, nämlich an der Heiligen Schrift.“


Von Uwe Holmer|kath.net

Viele enttäuschte Christen traten aus

Die Situation hat sich seitdem nicht verbessert. Im Gegenteil! Waren es vor 100 Jahren Universitätsprofessoren, so sind es heute einzelne Bischöfe, Präses und Kirchenpräsidenten selbst, die den Grund unseres Glaubens leugnen: die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten; die behaupten, die Bibel sei ein Buch wie jedes andere, also nicht Gottes Wort. Von daher darf man sich nicht wundern, dass in den letzten 20 Jahren etwa vier Millionen Mitglieder die Landeskirchen verlassen haben. Unter den Ausgetretenen sind viele enttäuschte Christen. Gab es 1950 noch 42,2 Millionen Mitglieder der EKD, so sind es jetzt weniger als 23 Millionen. Wird es in 50 Jahren noch evangelische Landeskirchen geben? Leider sind auch zahlreiche Freikirchen vom Virus der Bibelkritik betroffen und haben zurückgehende Zahlen.

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Bundesregierung genehmigt U-Boot-Export nach Israel – mit Steuergeldern

U-Boot der Dolphin-Klasse, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0
Israel erhält ein weiteres U-Boot aus Deutschland. Der Bundessicherheitsrat hat den Export genehmigt. Die Bundesrepublik finanziert den Bau zu einem Drittel mit.


SpON

Der Bundessicherheitsrat hat den Export eines weiteren U-Boots nach Israel genehmigt. Das geht aus der entsprechenden Unterrichtung für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Es ist das fünfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel versprochen wurden. Deutschland finanziert das Boot der Dolphin-Klasse zu einem Drittel mit Steuergeldern mit – das sind geschätzt 165 Millionen Euro.

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Zum Islam konvertierte Christin: „Mit Kopftuch fühle ich mich frei“

Themenbild
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Die strengen Regeln des Christentums engten sie ein, mit Kopftuch fühlt sie sich dagegen frei. Die Geschichte einer jungen Freiburgerin, die zum Islam konvertiert ist.


Von Judith Hoppermann|stern.de

Auf einmal ist es im Wohnzimmer ganz ruhig. Zwischen verstreutem Kinderspielzeug steht eine junge Frau mit geschlossenen Augen auf einem Gebetsteppich. In einem Singsang auf Arabisch betet sie: „Allahu akbar“ – Allah ist groß. Die 30-Jährige ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Die blonden Haare sind jetzt mit einem blauen Kopftuch bedeckt. Denn vor acht Jahren ist die Niederländerin zum Islam konvertiert.

Mit der Bibel konnte Marjolein Khan-Kamp noch nie etwas anfangen. „Ich habe mich gefragt: Warum sollen alle Menschen Erbsünder sein? Und warum ist Jesus der Sohn Gottes?“, sagt die junge Frau aus Freiburg. Ihre Eltern sind streng protestantisch. Mehrere Jahre lang nahm sie sich als Jugendliche Zeit und suchte nach Antworten „beim Pfarrer und in Büchern“. Sie las auch über andere Religionen, Hinduismus und Buddhismus. Am Ende stand die Erkenntnis: „Ich kann das nicht glauben.“

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Klima: Wie gefährlich ist die Erwärmung des Permafrosts?

Thermokarst Seen und ausgelaufene Seen in der Kolyma Region, Sibirien. (Foto: Alfred-Wegener-Institut/Guido Grosse)
Internationales Forscherteam untersucht in Übersichtsstudie potenzielle Quellen von Treibhausgas


Von Wolfgang Pomrehn|TELEPOLIS

Der dauerhaft gefrorene Boden in der Arktis und an ihren Rändern könnte große Auswirkungen auf das globale Klima haben. Darüber wurde auf Telepolis in den letzten Jahren schon mehrfach geschrieben (siehe zum Beispiel Vorsorge findet nicht statt, 1.700 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in Permafrostböden gespeichert, Welche Gefahr droht vom Methan? und Löcher im Permafrost). Der Grund sind große Mengen unverwesten organischen Materials, das sich in den Böden über viele Jahrtausende angesammelt und erhalten hat. Taut der Boden im Zuge der globalen Erwärmung auf, so werden Bakterien es zu Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) zersetzen und somit zusätzliche Treibhausgase freisetzen.

Ein internationales Team russischer, nordamerikanischer und westeuropäischer Wissenschaftler hat sich in einer Übersichtsstudie nun die Mühe gemacht, die drohenden Gefahren etwas einzugrenzen. Die Arbeit ist am heutigen Donnerstag im Fachmagazin Nature erschienen. Zum Beispiel konnten sie die Menge des im arktischen Permafrost gespeicherten Kohlenstoffs – des Grundbausteins der beiden erwähnten Treibhausgase – besser eingrenzen. Demnach lagern in den relativ gut erforschten Permafrost-Regionen 1330 bis 1580 Milliarden Tonnen Kohlenstoff im Boden. Weitere bis zu 400 Milliarden werden in anderen arktischen Regionen vermutet, die bisher nur schlecht untersucht sind. Entsprechend hängt an der zweiten Zahl ein dickes Fragezeichen.

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Türkische Studierende fordern buddhistischen Tempel auf Uni-Campus

Campus der Istanbuler Uni, Bild: TU-Berlin
Angekündigte Errichtung einer Moschee auf dem Campus der Technischen Universität Istanbul löst Debatte über Religionsausübung aus


derStandard.at

An der Technischen Universität Istanbul wurde vergangenen Monat der Bau einer großen Moschee auf dem Universitätscampus angekündigt. Rektor Mehmet Karaca begründete das Bauvorhaben mit der großen Nachfrage seitens der Studierenden. „Wir wären auch dazu bereit, eine Synagoge zu bauen, sofern diese Nachfrage besteht“, fügte der Rektor hinzu.

Die Studierenden nahmen den Rektor beim Wort und initiierten daraufhin unter change.org eine Onlinepetition mit der Forderung, auch einen buddhistischen Tempel auf dem Universitätscampus zu errichten. Die Petition wurde bisher von knapp 20.000 Personen unterzeichnet.

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